PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe für einen Newbie



Aiwazz
04.03.02, 17:36
Hallo Leute,

ich leide schon seit geraumer Zeit an einer leichten Form des Messer-Virus.
Seit ich dieses Forum gefunden habe, das ich by the way hochinteressant finde, scheint es aber so als wäre die Krankheit jetzt ausgebrochen! Das Hauptsymptom ist der dringende Wunsch selbst mal ein Messer zu bauen. Ich bin schon fleißig am Entwürfe machen und arbeite grade an meinem zweiten Holzmodell. Mein größtes Problem ist es aber, im näheren Umfeld, das passende Material (Stahl) in der von mir benötigten Keinstmenge zu finden.
Und nun zu meinen Fragen (das mußte ja kommen :hmpf: !):
- zu welchem Stahl ratet ihr mir als Anfänger?
- wo im Raum München kann ich dieses Material bekommen ohne mich finanziell total verausgaben und/oder gleich einen ganzen Container voll bestellen zu müssen?

Herzlichen Dank für Eure Tips!

Gruß

Aiwazz

Nidan
04.03.02, 18:12
Hi Aiwazz,

erstmal willkommen im Forum. Also ich mach auch erst ein halber Jahr Messer und finde den 1.2842 prima. Der ist recht leicht zu bearbeiten, und schneidet wie die Sau, leider ist er nicht rostfrei, aber das sollte nicht so ein Riesenprobolem sein.

Du kannst den sehr einfach bestellen bei http://www.praezisionsstahl.de/

Viel Spaß beim Messermachen, den wirst du sicher haben !!

luftauge
04.03.02, 18:25
Viel Spaß hier :D

Gruß Andreas/L

Flaming-Moe
04.03.02, 19:06
He, he, noch einer...

Ich hab auch vor ca. 6 Monaten damit angefangen.
Allerdings verbringe ich viel zu wenig Zeit in meiner kleinen Werkstatt.

Praezisionsstahl ist genial. Blitzschnelle Lieferung!

Stähle:

1.2842 gut zu bearbeiten, nicht rostfrei, wird aber sauscharf und ist gut schnitthaltig.

1.2379 scheiße zu bearbeiten, rostträge (12% Chrom), ziemlich schnitthaltig.

1.2363 rostträge (ca. 6% Chrom), gut schnitthaltig denke ich (hab ihn noch nicht verwendet.

www.boehler-stahl.de hat den 1.2363 in passenden Abmessungen (und auch die anderen). Recknagel nur ab 8,4 mm Dicke aufwärts.

Vorteil von Recknagel ist, daß man mit den präzisionsgeschliffenen Stücken gleich loslegen kann mit aussägen. Je nach Stahlsorte ist die Oberfläche so sauber, daß man beim Finish gleich mit 320er Korn weitermachen kann.

Falls du in München wohnst kann ich die Härterei Wallner empfehlen. Die verstehen ihr Handwerk und sind auch superschnell.

Viel Spaß bei deinem ersten Stück!

Und selbstverständlich erwarten wir Bilder von deinem Erstlingswerk zu sehen... :D

Brunner
04.03.02, 19:16
Hallo Aiwazz!
Das mit dem Material ist so eine Sache, hängt vom geplanten Verwendungszweck ab.
Mit ATS 34, BTS 440, usw. liegst Du im guten Mittelfeld, und das Zeug ist noch bezahlbar ( wichtig beim ersten Messer )!
Bestellen kannst Du das Material bei vielen Profis zB:

www.wolf-borger-messer
www.frank-wojtinowski.com
www.gobec.at

alle anderen Messermacher mögen mir vergeben wenn ich sie nicht angeführt habe...

und natürlich bei den im Forum angeführten Profis.
Bedenke aber auch daß die Klinge gehärtet werden muß, das machen die Profis teilweise selbst.

Klaus: :super:

Flaming-Moe
04.03.02, 19:23
Äh, stimmt, die Vollsortimentler sind gar nicht schlecht zum umschauen, da sie eben alles vom Stahl bis zum Poliermittel führen.

Die Messerwerkstatt Dobner wäre noch zu nennen.
Haben leider keine Webseite aber die e-mail oder tel.nr. müßte hier im Forum zu finden sein...

luftauge
04.03.02, 21:16
Noch eine Adresse:

www.Stauberstahl.com

Lieferung nach Vorkasse, Datenblätter im Katalog,
2842, 2379, 2436, ... andere Stähle auf Anfrage

Gruß Andreas/L

Floppi
04.03.02, 22:31
Und wenn Du mal Federbandstahl für'n Schwert http://www.plaudersmilies.de/rough/sword2.gif brauchen solltest:

http://www.sascha-groll.de/

Aiwazz
05.03.02, 10:44
Hey Leute,

vielen Dank für die superfreundliche Begrüßung! Das tut echt gut :p !!!
Ich werde mich mal bei den von Euch genannten Quellen umsehen.
@ floppi: Mit meinem ersten Schwert lass ich mir wohl besser noch etwas Zeit ;)
Übrigens: was haltet Ihr von ausgedienten Sägeblättern (ca. 4mm stark)? Kann man damit etwas anfangen?
Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden, was mein erstes Projekt anbelangt. Werde wohl einige Zeit dazu brauchen. Erstens bin ich werkzeugtechnisch nich so wahnsinnig professionell ausgestattet (was mich aber nicht abhalten kann :hehe: ), zweitens hab ich keine Metallerausbildung (dto.) und nicht zuletzt muss ich ja auch noch Brötchen verdienen! Aber wie gesagt, von meinem Erstlingswerk bringt mich jetzt nix mehr ab und danach sehen wir dann weiter (wenn ich dann noch alle Finger hab :rolleyes: )!

Gruß

Aiwazz

kanji
05.03.02, 10:54
Hi Aiwazz

also ich hab meine ersten Sachen auch bei Wolf Borger gekauft, hat den Vorteil des Vollsortiments, denn die Mindestbestellmenge liegt da zur Zeit bei 30 Euro. Dam kann man sich gleich noch Griffamterial mitbestellen. Ich mach zur Zeit viel mit 1.4110 entspricht ungefähr 440a, ist bei Borger noch bezahlbar und lässt sich auch relativ gut bearbeiten.
Viel Spass beim ersten Messer

Brunner
05.03.02, 13:29
Das mit den ausgedienten Sägeblättern ist nicht unbedingt die beste Idee, zumist für einen Anfänger.
Die Dinger sind saumässig spröde, wenn Du sie nur für ein Messer für reine Schneidarbeit verwendest geht´s schon. Aber: Die Dinger sind gehärtet, das heißt Du kannst die nur schleifen, dabei mußt Du aber aufpassen daß Du den Stahl nicht überhitzt, jedenfalls darf der Stahl max. gold- braun werden, wenn er blau ist ist´s mit der Härte ( und somit der Schnitthaltigkeit ) vorüber ( hat was mit Anlasstemperaturen zu tun ), beim Bohren mußt Du Hartmetallbohrer verwenden.

Also: lieber einen Klingenstahl denn Du nach der Bearbeitung härten lässt ( geringere Werkzeugkosten ).
Du kannst auch bei einer Werkzeugbaufirma ( Stanz- Biege- und Ziehwerkzeuge ) in München um ein Stück K110 ( entspricht dem amerikanischen D2, Normbezeichnung: 1.2379 ) betteln, der ist nur rostträge ( ca. 12 % Chrom ) hat aber sehr gute Schnitthaltigkeit. Ein Kolege aus Tirol macht damit sogar Katanas wegen der guten Elastizität.

Welche Maschinen hast Du eigentlich zur Verfügung?

Klaus:super:

Leonardo75
05.03.02, 15:17
Hallo Aiwazz!

Sägeblätter sind sicherlich nicht das ideale Klingenmaterial für Messerklingen. Ein bekannter Messermacher (Namen habe ich natürlich wiedermal vergessen) beschreibt jedoch in seinem Buch (ich meine für ca. 40 Euro bei www.messer-spezial.de ) wie er mit dem Messermachen begonnen hat.

Seine ersten Messer waren auch aus einem Kreissägeblatt (die Teile aus Werkzeugstahl, nicht die HSS Teile).
Die Herstellart wr ziemlich radikal, ich weiß nicht, ob das dem Stahl gut getan hat.
Dazu hat er aus einem großen Sägeblatt die Messerform mit einem Schneidbrenner herausgetrennt. Die Kanten mit einem Doppelschleifbock begradigt und ebenfalls am dem Schleifbock die Schneidenform geschliffen. Ich meine, sein erstes Messer wurde danach noch nicht einmal gehärtet, aber da kann ich mich auch täuschen.

Ich würde Dir zu einem einfachen Stahl von zum Beispiel www.praezisionsstahl.de raten. Der 2842 ist gut zu bearbeiten und ergibt bei vernünftiger Härtung (Danke Herbert) eine feine Schneide. Besorge Dir den Stahl zu Beginn am besten nicht zu dick (also nicht in 6mm, wenn Du bloß ein 4mm dickes Messer bauen willst) sonst feilst Du Dir einen Wolf, wenn Du keinen Bandschleifer hast.
Wenn es unbedingt ein rostfreies Messer sein muss, dann besorge Dir entweder einen Messerstahl von den oben genannten Quellen wie Borger, Dobner, Wojtinowski und anderen, oder nimm einen deutschen Normstahl wie den 1.4110 oder 1.4111 (recht gut, aber schwierig als Flachstahl zu bekommen), bzw. 1.4112.
Aber ich würde wirklich lieber mit einem rostfreien Stahl anfangen, der ist einfacher zu bearbeiten.


Die Frage nach Deiner Werkzeugausrüstung würde mich auch interessieren.

Von dem ausgehend, was ich bisher gemacht habe, würde ich Dir folgende Dinge als beinahe unverzichtbar empfehlen :

Aussägen der Messerkontur:
- eine gute Handbügelsäge (wenig Blasen an den Händen) mit Bimetallsägeblätter
- man kann auch mit der Bohrmaschiene viele Bohrungen aneinander setzen und die dann durch Sägen verbinden.

Bohren der Löcher im Erl zur Gewichtsersparnis, für die Nieten, Schleifen und Polieren und vieles mehr.
-2 Gang Bohrmaschine, am besten mit Bohrständer (erleichtert wirklich viele Arbeiten)
-Körner zum Ankörnen der Bohrlöcher
-Kühlmittel für die Bohrer
-gute Metallbohrer (wenn der Stahl nicht so hoch legiert ist, dann reichen die HSS Teile wahrscheinlich schon aus, besser wären HSS-Co oder hartmetallbestückte Bohrer
-eine Schwabbelscheibe zum Polieren mit Aufnahmedorn für die Bohrmaschine mit Polierpaste (ich habe gute Erfahrungen mit rosafarbener gemacht und passable mit blauer) z.B. Wolfcraft Polierset für ca. 15 Euro

Klinge zurechtarbeiten:
- diverse gute (Dick, Vallorbe, Pferd, Nicholson, Sandvik) Feilen, um den Schneidenwinkel anzufeilen, ein Bandschleifer würde hier die Arbeit ungemein erleichtern, damit kann man sich natürlich auch an die Klingenkontur nach dem Sägen heranarbeiten
- Nassschleifpapier in den Körnungen 120, 240, 320, 400, 600, 800, 1000, 1200 zum Handschleifen nach dem Feilen für eine schöne Oberfläche

Griffmaterial bearbeiten:
- Holzsäge, um die Griffkontur mit Übermaß auszusägen (Gute Erfahrungen habe ich mit der Holzsäge von Stanley gemacht, die bei Bauhaus für ca. 10 Euro als Dekupiersäge verkauft wird. Das Teil sieht aus wie eine Laubsäge mit sehr grobem Sägeblatt und einem Bügel, der größere Sägehübe erlaubt. Man kann das Sägeblatt drehen.)
- dicke Glasplatte mit gröberem Schleifpapier, um die Holzteile plan zu schleifen vor dem Kleben
- halbrunde und runde Holzraspel, um die Griffform besser anzupassen
- guter 2K Kleber (z.B. JB Weld auch aus dem Bauhaus (bei den Schleifscheiben von Kaindl und den Wolfcraft Sachen in der Nähe)
- halbrunde Feile, um das gleiche feiner zu machen
- Schleifpapier, um noch feiner zu arbeiten (bis Körnung 400 reicht)
- Stahlwolle in der Feinheit 000 oder besser 0000 zum Entfernen der sich nach dem Nässen aufrichtenden Fasern
- Leinölfirnis und Terpentin (am besten Balsamterpentin, aber ich habe bisher immer mit normalem Terpentinersatz gearbeitet) um den Griff zu versiegeln

Jetzt fehlen nur noch ein paar Lederbearbeitungswerkzeuge udn fertig ist Dein Werkzeugsatz:
- scharfes Messer (am besten ein Ledermesser) zum Ausschneiden der Scheide
- spitz angeschliffener Nagel zum vorstechen der Löcher mit Hilfe der Bohrmaschine (am besten wieder im Bohrständer, dann sehen die Löcher besonders gleichmäßig aus) und einem langsamen Gang, sonst verbrennen die Löcher
- 2 stumpfe Ledernähnadeln mit großen Nadelöhren (Bear Gallery)
- eine stumpfe Ahle, um die vorgestochenen Löcher beim Nähen erneut zu öffnen
- Forellenfaden als Nahtmaterial (zum Beispiel von der Bear Gallery)
- Nietwerkzeuge, falls es keine Steckscheide wird
- eventuell ein Locheisen, um Entlastunglöcher zu setzen
- Kontaktkleber, um die Lederstücke vor dem vorstechen zu fixieren
- Brennspiritus, um das Leder zu Formen und steif zu machen
- Falzbein, um das Leder glatt zu reiben

Bestimmt habe ich noch etliches vergessen, aber hiermit kannst Du erstmal anfangen und ein wenig Spaß haben.

Viel Spaß und willkommen im Forum!

Es grüßt Dich der Leo.

Aiwazz
05.03.02, 16:49
Hey Mensch Ihr seid ja wirklich sehr fürsorglich:) !
Was soll ich dazu sagen:

Herzlichen Dank!!!:super:

Warum hab ich mich nicht schon viel früher bei diesem Forum angemeldet?:confused:

Meine Werkzeuge (aber lacht Euch nicht tot bitte):
- Schleifmaschine mit zwei Steinen
- Tischbohrmaschine (9-Gang)(welches Kühlmittel nehm ich da am besten?)
- diverse Feilen und Raspeln (Metall und Holz, Qualität: naja)
- 2 Schraubstöcke (klein und groß, beide drehbar)
- Dremel
- Leinölfirnis, Terpentin, Spiritus und diverse andere Chemikalien
- Metallsäge
- Körner
- Metallbohrer (HSS)
- Lansky Schärfset
- diverse Schleifsteine (Arkansas, belg. Brocken etc.)
- Schleifpapier nass und trocken kein Problem
- Glasplatte ist vorhanden
- Lederwerkzeug hab ich auch ein paar Sachen

So siehts bei mir aus.

Gruß

Aiwazz

luftauge
05.03.02, 16:59
Über Dein Equipment wird bestimmt keiner lachen, weil die meisten hier ähnlich ausgestattet sind, manche benutzen noch weniger !
Für den Anfang bist Du bestens gerüstet ;)

Von Sägebändern kann ich Dir auch nur abraten, ein Kollege hat es mehrmals zu Härten versucht, immer erfolglos, zu Kreissägeblättern hab ich keine Informationen.

Gruß Andreas/L

Brunner
05.03.02, 17:54
Da hast Du ja schon einiges an Werkzeug, dann beginn mal zu zeichnen.

Die Sägeblätter brauchst Du eigentlich garnicht härten.
Ich habe auch schon aus Gattersägeblätter ( beim Sägewerk fragen ) Macheten gemacht, brutal mit der kleinen Flex geschnitten und etwas ballig geschliffen, Kunststoffgriff drauf ( Material unbekannt ) und schon waren die Dinger gebrauchsfähig und sind noch immer im Einsatz.

Kreissägeblätter für Holzschnitt sind sowiso nicht so hart wie die für Metallschnitt.

Wenn Du aber die Eisensägeblätter von Kaltsägen meinst, dann hast Du sicher ein Proplem, denn die Dinger sind hart und spröde wie ein Blatt der Handeisensäge ( ein gutes Blatt bricht bei der Biegebrobe mit der Hand in drei Teile ).

Lass die Finger davon und kauf Dir einen Stahl wie von mir und Leonardo75 empfolen, den dann härten lassen ( aber im Vacuum, sonst mußt Du den Zunder wegschleifen ) und schon kannst Du loslegen.

Klaus

:super:

Rolandge
05.03.02, 20:04
Hallo,
ich habe voriges Jahr auch mit dem Messermachen angefangen. Die Ausrüstung war auch nicht grösser.
Bei Recknagel habe ich Präzisionsflachstahl 1.2842 und 1.2379in 4mm stärke bestellt. Das reicht für ein paar Messer und ist nicht teuer.
Inzwischen habe ich ein Messer aus dem 2379 fertig. Solange er weich ist lässt er sich gut bearbeiten. Erst nach dem Härten wird es schwierig, Also möglichst vorher die Bearbeitung abschliesen und nacher nur noch das Finisch machen.
Gruss
Roland

Leonardo75
05.03.02, 20:14
Hallo Aiwazz!

Deine Werkzeugliste ist schon beeindruckend, für einen Messermachereinsteiger, da mache ich mir eigentlich keine großen Sorgen über Dein erstes Messerergebnis. Du musst Dir nur Zeit lassen und nicht arbeiten, wenn Du eh zerstörerisch drauf bist. Es gibt so manche Tage, da geht bei mir fast alles schief, an solchen Tagen sollte man die Werkstatt meiden, sonst ist die Arbeit von ein paar Tagen im Eimer.

Wie schaut das mit den drehbaren Schraubstöcken aus? Sind die nur in einer Ebene schwenkbar oder haben die ein Kugelgelenk, dass Du sie fast in allen Richtungen feststellen kannst?
Die mit dem Kugelgelenk sind teilweise zu schwach für harte Feilarbeiten.

Was für eine Bohrmaschine ist denn Deine Ständerbohrmaschine? Eine gute (Flott, Alzmetall) Oder eine einfache aus dem Baumarkt?

Und warum bist Du Dir mit der Qualität Deiner Feilen nicht sicher? Von welcher Firma sind denn die?

Viele Grüße sendet Dir der Leo.

Brunner
05.03.02, 20:59
Immerhin schon etwas Grundwerkzeug Aiwazz!

Ich baue schon seit einigen Jahren die verschiedensten Messer, und habe mit einer billigen Bandschleife aus dem Baumarkt angefangen ( umgebaut auf Kontaktrad DM 250 ).
Nun habe ich die Nase foll von dem Krempel und habe mir eine eigene Bandschleife gebaut, ähnlich der von Borger ( Wolfmaster 50 ) mit Bandlänge 2000, aber um einiges masiever. In 2 bis 3 Wochen bekomme ich die Räder ( Kontaktrad DM 300 für meine Maschine gefertigt ). In der Zwischenzeit baue ich mir noch eine Sandstrahlkiste, dann habe ich ordentliche Maschinen und kann wirtschaftlicher arbeiten.

Für den Anfang kannst natürlich auch eine Bandschleifmaschine vom Baumarkt nehmen ( stationär ) mit Bandlänge 620mm. Für diese Maschine bekommst Du auch die Bänder in verschiedenen Körnungen.

Der Stahl 1.2379 ( K110 oder D2 genannt ) hat sehr hohe Schnitthaltigkeit, ich habe den oft bei Stanzwerkzeugen als Schnittstempel und Schnittplatte eingebaut. Im weichen Zustand sehr gut zu verarbeiten ( natürlich zäher beim Feilen als Baustahl ).

Richtig hart in der Verarbeitung wird es dann bei den Superstählen wie: CPM 420V, CPM T 440V, V 10 usw., aber davon solltest Du anfangs die Finger lassen, denn die kosten richtig Geld.

Da Du scheinbar in München wohnst hast Du gar nicht weit zu:

www.frank-wojtinowski.com

Also, ich freue mich schon auf Dein erstes Messerbild.
Viel Glück und Spass!
Klaus :super:

Aiwazz
06.03.02, 14:27
Hi Leute,

alles klar, das mit den Sägeblättern kann ich nachvollziehen. Ich lasse erstmal die Finger davon :angst: !
Stahl (2842 fürs erste) wird heute bestellt!
@ Leonardo:
- Zwei meiner Schraubstöcke sind horizontal drehbar (1x klein & 1 x groß)und einen hab ich noch mit Kugelgelenk.
- Die Tischbohrmaschine ist schon ne gute, aber frag mich jetzt nicht nach dem Hersteller. Ist aber keine aus dem Baumarkt, sondern vom qualifizerten Werkzeugfachhandel.
- Den Hersteller der Feilen weiß ich auch nicht. Sind sicher von verschiedene. Die meisten sind Erbstücke von meinem Vater.
@ Brunner:
Mit Zeichnen hab ich schon lange begonnen! Ich hab mich jetzt auch vorläufig mal für einen Entwurf entschieden. Ich häng ihn mal hier dran, dann könnt Ihr mir ja Eure Profimeinung dazu sagen (würde mich freuen!) Der Scan ist eher mittelmäßig, aber ich denke man kanns erkennen. Habe mich durchaus von den hier veröffentlichten Messern inspirieren lassen. Vielleicht findet Ihr das eine oder andere Eurer Details wieder. Da ich meine Entwürfe freihändig mit Bleistift auf Papier mache, geb ich Euch die Maße so durch:
Länge gesamt: 207 mm
Klinge bis zur Parrierstange (heißt das so?): ca. 100 mm
Höhe gesamt: 35 mm
Stärke: 4 mm

Ich freu mich schon jetzt auf Eure Meinung und weitere Tips!!!!!

Gruß

Aiwazz

PS: Ups, ich seh grad, ich darf offensichtlich gar keine Bilder anhängen. Es ist mir "not erlaubt"?!?!? Tja, dann gibts kein Bild! Schade!

Nidan
06.03.02, 15:10
Hi Aiwazz,

also den Entwurf würd ich sehr gerne sehen. Hinterleg doch einfach das Bild irgendwo im Web und setz dann nen Link dazu rein.

Brunner
06.03.02, 17:29
@Aiwazz
... genau, ich habe auch im Yahoo ein gratis Fotoalbum angelegt ( bis 30 MB ), das geht recht gut, wer was sehen will schreibt mir ein Mail und ich schreibe die Adresse zurück.
Übrigens war Raimund so freundlich ein Foto ins Forum zu stellen. -> Danke Raimund!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Früher oder später werde ich sowiso ein Premium Mitglied, mir gefällt es recht gut hier.

Gruß

Brunner

:super:

herbert
06.03.02, 20:46
@aiwazz:
Mach doch lieber einen Nicker (http://www.messerforum.net/forum/search.php?s=&action=showresults&searchid=60024&sortby=lastpost&sortorder=descending) und schau auch mal in die Tutorials von HankEr hier die Nummer 1 (http://www.blindschleiche.de/Artikel/GAK/20001229-SBP.php) und hier die Nummer 2 (http://www.blindschleiche.de/Artikel/GAK/20010414-SBP2.php) sowie auch noch hier mal (http://www.knifeforums.com/ubb/Forum2/HTML/000032.html) oder auch da mal (http://www.blindschleiche.de/Artikel/GAK/20010113Scheide.php) nach. Und was Nicker angeht, so ist das ein tolles Messer. Und man brauch fast gar kein Werkzeug, so was herzustellen. Schau Dir doch das hier (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=4050&highlight=auch+ich+mein+nicker) mal an. Viel Erfolg, und benutz mal die Funktion suchen hier im Forum. Und 2842 ist eine super Wahl, und der Zunde soll Dich nicht erschrecken, Leonardo und ich haben fertig bearbeitet und dann im Salzbad gehärtet, kein Problem, brauchst nachher nur ein ganz kleines bisschen dunkle Farbe wegzupolieren, geht echt leicht, und die Härte war 61 HRC. Für kleine superscharfe Teile voll ok, da der Stahl das verkraftet. Wenn Dus kriegst, kannst Du auch 2510 nehmen, der hat weniger Mn, dafür aber 0,5% W. ist auch nicht schlecht.

Aiwazz
10.03.02, 15:50
Hallo Ihr alle,

der Stahl ist am Freitag gekommen und ich hab bereits mit feilen angefangen!
Bin echt gespannt was ich da zustande bringe :confused: !

@ Herbert: Sorry Herbert, aber Nicker sind echt nicht so mein Ding. Ich hab zwar einen für die Lederhose, der gefällt mir natürlich schon, aber fürs erste Selbergemachte hab ich mir ne andere Form ausgedacht. Wenn ich mich nicht irre fällt das Ding unter die Kategorie "Droppoint".

Gruß und schönes Restwochenende!

Aiwazz

Nidan
10.03.02, 16:38
Hi Aiwazz,

das mit dem Stahl ging ja blitzschnell !! Hast du den mit Express liefern lassen ?

Die Form würde ich auch unter Droppoint einordnen, das müßte ein sehr schöner Erstling werden !! (ich hab schon ne Skizze gesehen :D )

Viele Grüße !!

Leonardo75
11.03.02, 01:31
Hallo Aiwazz!

Drop Point klingt interessant, mail doch mal Deinen Entwurf, würde mich echt interessieren, wie der ausschaut.

Viel Spaß beim Feilen wünscht Dir der Leo.

Aiwazz
11.03.02, 11:41
Hi alle,

nachdem die Fa. Recknagel am Freitag pünktlich geliefert hatte, hab ich mich übers Wochenende ans Feilen der Umrisse gemacht. Es ging eigentlich ganz gut. Spannend wirds wenn ich mit der Klinge anfange. Irgendwie werd ichs schon hinbekommen.

@Nidan: Ne, war keine Expressbestellung. Die Leute dort (übrigens sehr nette!!!) sagten 2 Tage Lieferzeit und so wars auch.

@ Leonardo: Ich hab dem Nidan jetzt mal was gemailt. Mal sehen, vieleicht stellt er die Bilder rein.


Gruß an alle

Aiwazz

Nidan
11.03.02, 15:17
Test

Aiwazz
11.03.02, 15:22
Merci Nidan !!!! :super:

So das wärs also :rolleyes:

Die Aussenlinie ist etwas bucklig geworden, aber ich denke das stört Euch nicht. Oder?
Hatte beim Nachziehen mit dem Filzer nicht so das ruhige Händchen :hmpf:

Jetzt legt mal los mit Eurer KONSTRUKTIVEN!!! Kritik :angst:

Gruß

Aiwazz

Nidan
11.03.02, 15:27
Und hier noch ein Bild vom Rohling

Nidan
11.03.02, 15:28
Hi Aiwazz, war mir ein Vergnügen. Mir gefällt der Entwurf ausgesprochen gut :super:

herbert
11.03.02, 21:24
Aiwazz: ist'n edelnicker, klar doch! Gefällt mir gut. Das wird schon. Schon Ideen für den Griff?

Brunner
12.03.02, 05:04
Sieht gut aus, eine schöne "runde" Form.
Hast Du Dir das mit dem Grundschliff auch wirklich gut überlegt?
Sieht aus als würde der Winkel von der Spitze bis zum Griff flacher werden, das ist schon etwas schwieriger denn die Fläche muß gleichmäßig verlaufend gefeilt werden.
Welches Material nimmst Du für den Griff, kommen auch Backen drauf und machst Du eine Bohrung für einen Fangriemen?
:super:

Flaming-Moe
12.03.02, 12:20
Finde den Entwurf ganz ok.
Ich mag Messer, deren Rücken gekrümmt ist.

Was mir allerdings auffällt sind die Fingermulden.
Paßt deine Hand da richtig rein?

Aiwazz
12.03.02, 13:54
Hi Leute,

freut mich, daß Euch mein Erstlingsentwurf gefällt!

@ Herbert:
Mir geht der Griff ständig im Kopf rum, aber was zündendes ist mir noch nicht eingefallen. Grundsätzlich denke ich eigentlich an ein dunkles bis rötliches Holz mit einer lebhaften Maserung. Allerdings kann ich mich auch nicht von dem Gedanken lösen, nach vorne, zur Klinge hin mit Metall abzuschliessen (heißt das Griffbacken?). Mal sehen, ich hab ja noch einiges mit Feile und Säge zu tun.
Für Ideen und Vorschläge zur Umsetzung bin ich aber immer offen!

@ Brunner:
Richtig überlegt hab ich mir den Schliff wohl nicht. Wie auch, hab sowas ja noch nie gemacht. Aber wie gesagt, ich bin für jeden Tip dankbar!
Eine Fangriemenbohrung möchte ich auf jeden Fall machen. Bezgl. der Hülse und der Pins für die Griffschalen könnte ich auch nen Tip vertragen.

@Flaming Moe:
Beim Rohling paßt meine Hand eigentlich gut rein. Sollte nicht schlechter werden wenn mal die Schalen dran sind. Warum fragst Du?

Ausserdem möchte ich mich bei Euch nochmal recht herzlich bedanken für die freundliche Aufnahme in diesem Forum, für alle bisherigen und zukünftigen (hoffentlich!) Tips und für Eure ehrliche Meinung!

Gruß

Aiwazz

Leonardo75
12.03.02, 13:55
Hallo Aiwazz!

Dein Entwurf gefällt mir ebenfalls recht gut. Aber die Griffmulden sehen mir ein wenig zu scharf aus. Bastel Dir am besten Holzgriffschalenrohlinge aus Billigholz und probier damit mal herum, vielleicht merkst Du dann, dass die Form zu extrem ist.
In meine Hände würde der Griff nach meinem ersten optischen Eindruck nicht so gut passen.

Viel Erfolg beim weiterfeilen wünscht Dir der Leo.

Aiwazz
12.03.02, 14:04
Alles klar Leonardo, jetzt weiß ich was Moe gemeint hat:ahaa: !
Sicher, die Erhöhungen werden natürlich noch etwas abgefeilt. Die sind noch zu hoch.

Leonardo75
12.03.02, 14:33
Hallo Aiwazz!

Das mit der Fangriemenöse ist eigentlich kein Problem. Ich nehme dazu ein 6mm Messingrohr aus dem Bauhaus. Dann wird natürlich wie auch beim verstiften vor dem Härten ein entsprechendes Loch gebohrt (ruhig den Bohrer was länger im Loch rotieren lassen, sonst klemmt nachher die Fangriemenöse).

Das Verstiften und das Anbringen der Öse mache ich nach dem verkleben des Erls mit den Griffschalen (eine Griffschale aufkleben, aushärten lassen, durch die Bohrungen im Erl die Niet- und Fangriemenlöcher bohren, zweite Griffschale aufkleben, trocknen lassen und von der anderen Seite durch die vorhandenen Löcher in der ersten Schale die zweite Griffschale bohren).

Von den Messingstiften (ebenfalls Messingstange in 4mm aus dem Baumarkt) und dem Rohr säge ich mit einer kleine PUK-Säge und einem feinen Sägeblatt Stückchen ab (bloß nicht zu kurz, die Teile stauchen eventuell noch ein wenig, je nachdem, wie genau die Bohrung ist, also ruhig 5mm bei den Stiften und 10mm bei dem Röhrchen Übermaß lassen). Die Außenkante wird angefast, damit die Griffschalen weniger beim Einsetzen der Stifte und der Öse beansprucht werden.
Vor dem Verkleben wird dann noch die Öse und die Stifte außen mit grobem Schleifpapier aufgerauht und mit Spiritus, Verdünnung oder Aceton gereinigt.

Jetzt den Kleber anrühren (ich nehme hierzu kein JB Weld, sondern einen durchsichtigen Kleber (uhu endfest 300 oder so), damit Kleber in ausgefransten Bohrlöchern nachher farblich nicht so gut zu erkennen ist) und die Stifte damit einschmieren. Dann werden die Stifte mit einem kleinen Hammer auf einer Weichholzunterlage eingeschlagen (da sie durch den Erl kommen nicht auf dem edlen 200 Jahre alten Esstisch machen :)). Die Fangriemenöse wird analog nur noch vorsichtiger eingeschlagen. Wenn alles drin ist, dann nimmt man das Messer in die Hand und korrigiert nochmals die Einschlagtiefe mit dem Hammer in der Luft. Durch die Unterlage haben sich die schon eingeschlagengen Stifte vielleicht wieder rausgedrückt.

Aus Kleber erstelle ich einen kleinen Kegel um die Stifte und die Fangriemenöse auf beiden Seiten. Dies dient dazu einen guten Abschluss zu erzielen und eventuelle Ausrisse im Holz zu füllen.

Den Kleber nun noch aushärten lassen und dann der besagten PUK-Säge vorsichtig oberhalb der Griffschale den Überstand absägen und per Feile (am besten eine nicht für Stahl benutzte Feile hierfür nehmen, sonst dauert das Feilen länger) auf die Griffschale herunterfeilen.
Wenn Du Griffschalen aus Holz machst, dann würde ich vor dem Herunterfeilen das Messer für einen Monat mit ins Haus nehmen. Das Holz schwindet nämlich und Du darfst dann die Nieten erneut runterfeilen und den Griff nochmal finishen.

Wenn beim Einschlagen der Fangriemenöse der Innendurchmesser durch stauchen sich verkleinert hat, dann kann man ihn versuchen vorsichtig auf Nennmaß aufzubohren. Wenn man Pech hat hat man aber nachher die ganz Hülse am Bohrer hängen, weil die Bohrkräfte die Haltekräfte des Klebers überstiegen haben.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Viel Spaß mit Deinem Messer wünscht Dir der Leo.

Camig
12.03.02, 19:33
Hi Leo,

ich nehme wie du Messingstab(4mm)/rohr(6mm) für die Nieten und die Öse.

Aber da ich ein fauler Mensch bin klebe ich alles gleichzeitig; d.h. erst die Löcher in die Griffschalen und dann alles auf einmal mit KLeber ( ich benutze speziellen Sekundenkleber) einstreichen, zusammensetzen und mit Klammern fixieren, am besten über Nacht.

Hatte bei meinen Griffen auch bis jetzt kein Problem mit dem schwinden- obwohl ich sie gleich nach dem aushärten beartbeitet habe.

Aber wenn man alles nacheinander macht, verbessert man die Chancen auf ein gutes Gelingen vermutlich- vielleicht hab ich bis jetzt nur Glück gehabt.

luftauge
12.03.02, 21:06
Wenn ich sicher gehen will, dass die Öse nicht rausrutscht, weite ich sie nach dem Einsetzen vorsichtig mit einem Senker wieder auf (leichte Schläge bei gleichzeitigem Linksdrehen und vorher ein kegeliges Gegenstück drunterlegen).
Vorher senke ich das Holz ebenfalls vorsichtig an den Oberseiten an, damit das holz beim Stauchen der Hülse nicht splittert.

Gruß Andreas/L

Brunner
13.03.02, 05:29
Wenn Du beim Verkleben des Rohres vorher kleine Rillen in das Rohr schleifst oder sägst ( Gewindeähnlich, 3 Nuten auf ca 1/2 Umdrehung reichen ), kann sich der Kleber richtig verankern. Zum Aufstauchen verwende ich beidseitig eine Stahlkugel ( ca. doppelter Durchmesser des Rohres, eventuell aus einem Kugellager ) und klopfe vorsichtig mit dem Hammer drauf. Schlägst Du zu fest kann Dir Dein Griffmaterial springen.Wenn diese Öse gut verklebt ist brauchst Du sowiso nicht zu stauchen, sondern nur den Lochrand mit einen Schaber sauber entgraten. Einen Schaber kannst Du Dir selber machen wenn Du bei einer alte Dreikantfeile ( ca 10mm Seitelänge ) die letzten 20 bis 30mm zur Spize hin vorsichtig mit dem Schleifbock zu einer Spitze schleifst ( nicht ausglühen, der Stahl darf nur max. braun werden ) und nacher auf einen feinen Schleifstein abziehst. Vorsicht mit diesem Werkzeug, das hat schon so manches Auge gekostet, immer von Dir wegarbeiten!!!
Zum Kleben verwende ich immer 2 Komponentenkleber: Stabilit Express von Padex, der ist spaltfüllend und in 20 Minuten fest. Bei tropischen, stark ölhältigen Hölzern nehme ich UHU Entfest, der braucht aber 24 Stunden zum Aushärten und ist nicht spaltfüllend das heißt er rinnt aus den gröberen Unebenheiten raus.

:super:

Leonardo75
20.03.02, 09:14
Hallo Aiwazz!

Wie geht es denn Deinem Projekt denn inzwischen? Schon beim Härten angekommen? Oder feilst Du Dir noch einen Wolf :). Zum Verkleben der Griffschalen bist Du bestimmt noch nicht gekommen.

Es grüßt Dich der Leo.

Aiwazz
20.03.02, 17:22
Servus Leo!

von Härten ist noch keine Rede :rolleyes: !
Ich bin immernoch am Feilen. :hmpf:
Die Aussenkonturen sind seit letztem Wochenende fertig und ich hab zwischenzeitlich auch provisorische Griffschalen aus Weichholz angefertigt um mal zu sehen wie sich das in etwa anfühlt.
Ich muß sagen, liegt eigentlich ganz gut in der Hand :D
Jetzt geh ich dann dran die Klinge zu tapern, sonst haut das mit dem Winkel nicht hin. Ich muß zugeben, daß das das erste wirkliche Problem ist vor dem ich stehe. :angst:
Ich hab halt das Feilen nicht gelernt wie so viele von Euch. Und ob ich die Verjüngung mit der Feile so richtig gleichmäßig hinbekomme ist momentan echt fraglich!:confused:
Aber egal, da muß ich jetzt durch!
Wie sagt man bei uns: "Werd scho wern Frau Kern, bei der Frau Korn is auch wieder worn und bei der Frau Wimmer da wars noch viel schlimmer!":steirer:
Übrigens ich hab mittlerweile ein paar Bilder im Web unter:
http://www.spotlife.com/users2/aiwazz/webal1/

Gruß an Euch alle vom

Aiwazz

Robi
20.03.02, 19:37
Sieht gut aus...
Respekt!
:super:

Camig
20.03.02, 20:05
Hi Aiwazz,

falls Dich irgendwann der Frust packt und Du es nicht mehr habe willst - ich nehm´s gerne ( sieht nämlich wirklich gut aus).

Sind das Ziernieten auf dem Griff?

Leonardo75
20.03.02, 21:39
Hallo Aiwazz!

Dein Messer schaut schon richtig aus, die provisorischen Griffschalen sehen aber schon richtig gut aus. Klasse, weiter so!

Gruß Leo.

herbert
20.03.02, 22:33
aiwazz, alle Achtung, jetzt schon ein edles Teil. Das ist sehr gut geworden, und dann noch fürs erste Mal.....
Respekt

Haudegen
20.03.02, 22:40
bist scho a hund, Aiwazz, gell ?? :cool:
messer grad mal halb fertig, und stellst scho die klasse fotos hier rein.
hast offensichtlich a händle zum messermachen.
(und knipsen.)

gehts jetzt widder, mit der frau wimmer,..
:confused:

Aiwazz
21.03.02, 11:10
Jesses Leute, jetzt werd ich aber mit Vorschußlorbeeren überschüttet :lechz:
Dabei ist das Messer noch nicht mal zur Hälfte fertig!
Die Hauptarbeit und die wirklich kniffligen Sachen liegen ja noch alle vor mir :ack:
Trotzdem Danke für die Blumen! Tut gut und baut auf :p

@ Caming:
Frust ist noch nicht in Sicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ich mich von dem Teil trennen werde. Aber ich denke das weißt Du eh! Ich fasse es einfach mal als Kompliment auf!
Das sind keine Ziernieten! Wäre auch Verschwendung bei provisorischen Schalen aus Weichholz. Ich hab einfach die Bohrungen in den Griffschalen gesenkt, jeweils einmal von recht und einmal von links ne M4 Schraube durch und ne kleine Mutter dagegen. Sieht auf dem Foto nicht ganz so billig aus wies in Wirklichkeit ist :hmpf:

@ Haudegen:
Ob ich wirklich ein "Händle" hab, wird sich zeigen wenns fertig ist. Soviel hab ich schon gelernt, die Aussenkonturen sind das wenigste. Zumal wenn man mit dem 2842er arbeitet, der sich dann wohl doch eher durch einen "entgegenkommenden Charakter" auszeichnet ;)
Aber wenn ichs versau, dann fang ich einfach nochmal von vorne an . Material hab ich ja noch.

Allen anderen nochmal herzlichen Dank für das große Lob!
Ich hoffe, daß ichs auch wert bin!
Aber mit Eurer Hilfe und Unterstützung kanns eigentlich gar nicht schiefgehen!

Gruß

Aiwazz