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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : indisches Damast ancientarms



silvi76
06.08.06, 19:57
Hallo Leute :)


Ich wollte euch mal fragen ob die Messer von (ancientarms) aus Indien

was taugen???

Habt ihr schon damit Erfahrungen gesammelt ist das was für das

Geld???

Ich selber habe nur drei Damastmesser ein Jagdmesser von Pyraster,
eins von Lasky und eins von Böker Leo II.


für ein paar antworten währe ich dankbar :confused:

braces
06.08.06, 20:25
Viel erwarten würde ich da nicht. Keine Angabe von Materialien, keine Angaben zu Härte oder Wärmebehandlung. Extrem kleiner Preis.
Das klingt eher nach ****-Indien-1000malgefaltet-Schrott.

Sollte es anders sein, dann sind es sicher tolle Angebote. Aber ich glaube nicht daran. Du kannst ja mal genauere Details bei ancientarms abfragen. Dann weißt du, ob wenigstens die Chance besteht, das die Messer was taugen.

stay rude
braces

Schanz Juergen
06.08.06, 20:50
was ich bis jetzt in händen hatte an indischem war zu 99% butterweich.....

kanji
06.08.06, 21:41
Hallo,

ich hab auch nen indischen Damasttanto, sieht gut aus, ist jedoch nicht benutzbar.
Wenns für die Vitrine ist ok, zum benutzen gibts bestimmt besseres.
Aber bei dem Preis sollte man es vielleicht einfach mal versuchen.

zingzong2005
06.08.06, 21:48
Ich hab von denen schon n paar Fertigklingen gekauft.
Versand.. alles 1A gewesen!

Zum Damast selber kann ich nichts weiter sagen,da ich da keine Ahnung von habe.
Hab nur aus Gefallen heraus gekauft,ohne mich um Lagen usw zu kümmern.
Ich wollt nur ein Damastmesser für die Vitrine machen,sehen schon klasse aus!

s.dammann
06.08.06, 23:16
Kann nur Jürgens Aussage bestätigen, das Zeug ist zu weich.

Viele Grüsse aus dem Fränkischen Seenland

Steffen

Badger1875
07.08.06, 07:04
Kann mich dem weichen Damast nur anschliessen, Ich bekam mal ein einziges vor rund 15 Jahren auf der Waffenbörse in Stuttgart, welches wirklich einen Taug hatte und ausreichend hart war (wenn ich mich nicht irre, waren es 58 HRC), hab´ es dann aber in Alaska eingetauscht.

Die Teile sehen zwar gut aus und sind für die Vitrine ganz nett, aber für den normalen Gebrauch nicht unbedingt geeignet. Zum Butter und Mettwurst streichen mag es ausreichen.

Grüße aus dem verregneten Albeck

Badger

dirkb
07.08.06, 08:38
Ich habe mal über die ebucht einen Damastfolder (Klinge und Körper)von denen ersteigert: Die Mechanik ist mäßig eingestellt, die Klinge musste mühsam geschliffen werden, um den völlig unbrauchbaren Anschliff zu beseitigen, und über die Schnitthaltigkeit kann ich wenig sagen, da ich das Teil dann in die Tonne getreten habe...:glgl:

Ich wäre vorsichtig, aber für die Vitrine mag es im Einzelfall reichen. Lass Dir in jedem Fall Fotos von allen Seiten schicken, da ist sonst manchmal die Überraschung groß...

Immer gern,
Dirk

Andy Haas
07.08.06, 08:57
Das ganze wurde hier schon mehrfach besprochen. Laßt das Zeug einfach liegen und geht weiter. Es lohnt sich nicht im geringsten, damit was zu machen denn keiner, nichtmal der Hersteller, weiß, was da rein kommt. Na sagen wir mal anders, immer das was grad so rumliegt. Keine Qualität und wahrscheinlich noch von Kindern bearbeitet - nein Danke!!!

Bonemachine
07.08.06, 20:55
man sollte hier nicht alles über einen kamm scheren.

einerseits gibt es den berühmt-berüchtigten "indischen damast" unter dem damastsorten aus dosenblech angeboten werden.
man findet sie bei verschiedenen händlern, in onlineshops, auf messen, bei ebuy etc.

dieser ist qualitativ meist äusserst minderwertig, kommt aber aus unbekannten quellen.

in der ursprünglichen frage ging es aber dezidiert um die produkte des herstellers oder händlers "ancientarms", der neuerdings auch banner im mf schaltet.

ich kenne dessen produkte nicht.
man muss aber nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass die qualität genauso minderwertig ist, wie der schrott, den wir schon kennen (auch wenn dies naheliegend ist)

vielleicht gibts ja auch indische schmiede, die ihre arbeit verstehen. :argw:

silvi76
07.08.06, 21:08
Hallo Leute:staun:



in der ursprünglichen frage ging es aber dezidiert um die produkte des herstellers oder händlers "ancientarms", der neuerdings auch banner im mf schaltet.




Ich habe nehmlich von denen auch im mf Werbung gesehen ,und war begeistert( eher vom Preis) ,habe auch eins über Eb....y gekauft bis heute nix von denen gehört.

Sven
09.08.06, 07:58
Also auf ihrer Seite lassen sie sich hier (http://www.ancientarms.biz/servlet/Categories?category=damascus+bars%2Fbill ets) ein wenig über die Zusammensetzung aus.
Angeblich 1095 Werkzeugstahl (C~ 0.9-1.03) und "mild steel" (Baustahl).
Also das was man einem Damast Anfänger raten würde.
Wenns stimmt sind die Preise soo schlecht nicht.
Allerdings findet man diese Angaben auch nur bei den Roh-Damast Stücken und da sind die Preise dann auch schon wieder nicht mehr ganz so billig.

Ciao Sven

ragingfarmer
10.08.06, 15:19
Zur Qualität der Messer selbst von ancientarms kann ich nichts sagen.
Mir als Neuling im Bereich Messerbau gefiel aber der Preis der Damast-Stangen ( 150$ für 750mmx75mmx4mm). Daher habe ich im vergangenen Jahr mal über die E-Bucht bestellt und war von der Liefergeschnidigkeit recht angetan.
Verarbeiten lässt sich der Damast recht gut und härten ebenfalls.
Die Zeichnungen des Damast finde ich auch nicht schlecht - hab hier zwei Bilder von meinem "Werk" angefügt. Zu den Schneideigenschaften des Stahls an sich kann ich nur sagen: Das Messer hat sich vergangene Woche recht gut im Rehwild bewährt und wurde nur kurz ( über den Ölstein) nachgeschärft- Ich bin zufrieden.
http://www.hunt101.com/img/426186.JPG

http://www.hunt101.com/img/426185.JPG

ein anderes "Damastgerät" sieht so aus:
http://www.hunt101.com/img/377897.JPG
nur kann ich zum Gebrauch nicht viel sagen- das Ding hat Mick bekommen.

silvi76
12.08.06, 11:43
Hallo Leute:)


Heute ist das Messer gekommen.

Ich glaube das Messer eignet sich eher als Anschauobjekt in der Vitrine.
Das Messer ist völlig unbrauchbar,voll mit kratzern,ist nicht einmal scharf bzw nichteinmal geschärft,und ist meine meinung nach ist es auch kein Damastmesser,sondern ein normaler Stahl mit Damaszehnerzeichnung.
Auf dem Fotos könnt ihr sehen daß das Messer nichts mit einem Damastmesser zu tun hat.
Zum vergleich habe ich mein Damastmesser von Pyraster dazu gestellt.

ancientarms (indischer Schrott 1000mal gefaltet)sonst nix

Silvester

Hamurra-e
12.08.06, 11:51
Das wird schon irgend ein Damast sein, der rücken ist halt überschliffen.
Fragt sich nur was für ein Damast?
Mach mal die Feilenprobe wie hart er ist, vieleicht kann man noch was retten.
Auf der anderen Seite was hast du für den Preis erwartet?
In Indien ist der Standart halt anders, nicht alles geleckt und geschleckt wie bei uns.

Maigh
12.08.06, 12:48
Hallo ,
ich habe gestern 2 Khukuri - Muster von ancient arms
bekommen , da er mich als Händler anwerben möchte .
Meine Schmiede würden sich nicht trauen , mir eine solche Arbeit anzubieten .

Als reine Deko in Ordnung , benutzen ist Lebensgefährlich ,
aufgrund einer Griffkonstruktion , die zu beschreiben sich nicht
lohnt . Der erste Griff kam gleich ohne Klinge aus dem Paket ,
der Erl geht nur bis zur Griffmitte und ist weder geklebt noch genietet .

Die Klingen sind schon aus Damast , aber fast in Rohform belassen ,
zum schärfen muss noch einiges an Arbeit geleistet werden .
Getestet habe ich noch nicht , weitere Enttäuschungen können
auch bis nächste Woche warten .

Er will mir nun Khukuri´s nach meinen Vorgaben schmieden ,
mal sehen , was draus wird - in 3-4 Wochen weiss ich mehr .

Bis dahin kann ich nur sagen - in die Vitrine und dann nie mehr rausnehmen - das geht . Benutzen ist unmöglich .


Ein schönes Wochenende wünscht ,
mit freundlichen Grüßen

Maigh
www.gurkha-imports.com

Badger1875
13.08.06, 00:55
... wir sprachen davon,...
... taten unsre Meinung kund und wurden in die Ecke verwiesen.

... Nun Sind die Teile da und was iss nu?

Badger

Maigh
25.11.06, 10:08
Gebrauchsfähige Khukuri´s konnten mir leider keine geliefert werden,
jedoch wurden mir nach längerem hin und her immerhin meine
Auslagen komplett :super: erstattet.

Allen ein schönes Wochenende,
Maigh
http://www.gurkha-imports.com

GeHaWe
25.11.06, 10:27
Hallo zusammen,
Hatte bisher aus Indien auch nur Cola-Dosen-Damast. Auf einer Damast-Klinge stand sogar Klötzli drauf(!), war aber auch aus Indien. Im nachhinein ärgerlich, typischer Anfängerfehler von mir, irgendeinen Damast aus Indien zu kaufen.:mad:

Wenn jemand Interesse hat, schickt mir die Klingen, ich kann die Härte bei uns im Labor recht genau messen, wir haben 3 Härteprüfer.

Gruß
Gerhard

s.dammann
25.11.06, 11:15
Ich bekomme öfter mal von Kunden Damastklingen aus besagtem Land, damit ich ihnen Griff fertige. Meistens ist nach der IWA so ein Anstieg dieser Weißblechklingen zu verzeichnen. Schon erstaunlich, dass man ohne Probleme mit einem normalen Bohrer den angeblich gehärteten Stahl bohren kann.

Viele Grüsse

Steffen

Wrangler
25.11.06, 11:23
In einem anderen Forum wurden diese ancientarms-Messer auch schon ausgiebig in einem Passaround getestet und wie folgt beschrieben:

Einigermassen ansehnliche Messer für die Vitrine.
Zum Gebrauch (mit ca. 54HRC) NICHT zu empfehlen! :rolleyes: :mad:

Wird aber auch keiner so bl... naiv sein, für 30.- Euro eine Abel-Balbach-Hennicke.........-Damastqualität zu erwarten!? Oder?:rolleyes: :irre:

AchimW
26.11.06, 01:22
Ich raff' es einfach nicht, dass da immer und immer und immer wieder Leute drauf 'reinfallen.

Kauft euren Damast von Leuten, die Euch sagen, was drin ist und wie das Material wärmebehandelt wurde.

Kauf von Leuten in Eurer Nähe und Ihr habe die Möglichkeit, auftretende Probleme mit diesen Angaben sofort und ohne Umstände zu beheben.

Kauft von Leuten, die wissen, was sie tun und ihr werdet solche Probleme in aller Regel (jedem unterlaufen mal Fehler) erst gar nicht bekommen.

Und akzeptiert die alte Regel: you get what you pay for.

briesenreiter
26.11.06, 14:27
Ich wollte euch mal fragen ob die Messer von (ancientarms) aus Indien was taugen???
Habt ihr schon damit Erfahrungen gesammelt ist das was für das Geld???

Erfahrungen habe ich keine gemacht, nur darüber gelesen und Bilder gesehen. Das reicht mir aus:(

Mir fällt dazu etwas ein :

Das Gesetz der Wirtschaft

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen.
Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen.
Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen

John Ruskin, engl. Sozialreformer (1819-1900)


Bei den Bildern die ich bis jetzt von diesen Messern gesehen habe,
würde ich die nicht in meine Vitrine legen.

chamenos
26.11.06, 15:26
Das Gesetz der Wirtschaft

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, . . .

Hallo

Dazu möchte ich ein entschiedenes NEIN einwerfen.

Diese Betrachtung berücksichtigt nicht das eklatante Löhngefälle und den teilweise völligen Verzicht auf Sicherheitsbestimmungen in Ländern wie eben z.B. Indien. Wenn ich einen Tageslohn von 5,-Euro für den indischen Schmied ansetze, davon ausgehe das die zum Schmieden nötige Holzkohle aus dem nahegelegenen Wald kommt und nichts kostet, ausser der Arbeit der Kinder des Schmieds und das Material aus unserem Wohlstandsschrott stammt der zu hunderttausenden Tonnen nach Indien verschifft wird, dann kann da für sehr wenig Geld eine gute Klinge geschmiedet werden.
Das das aber nicht so ist liegt einfach daran, dass da jemand den Hammer in der Hand hat, der eben keine wirkliche Ahnung von seinem Handwerk hat und Dinge produziert die so aussehen als ob. Und in 99% der Fälle reicht das ja auch.

Jeder der das hier ließt, hat garantiert Kleidungsstücke in seinem Schrank die für Cent-Beträge in Fernost genäht wurden, oder inder Küche Haushaltsgeräte, die in China für ein Geld montiert wurden, für das hierzulande niemand auch nur vor die Tür gehen würde.

Günstiger heißt eben nicht automatisch schlechter.
Zumindest bezogen auf das Produkt. Hier geht das (notwendige) Minus zu Lasten der Produzierenden.

Bei den angesprochenen Messern liegt das Qualitätsmanko nicht am Preis, sonder daran, das der7die Handwerker eben schlicht keine Ahnung davon hat, wie er "gute" Messer machen kann.
Das es auch anders geht zeigen z.B. die Kukris aus dem hier vertretenen Gurkha-Imports.com. Das sind einwandfrei gemachte Teile, an denen ma n jede Menge Spaß und Gebrauchsnutzen hat für ein sehr, sehr niedriges Geld. Würde ich mir so ein Messerchen von einem Deutschen Profie schmieden lassen, bin ich mir nicht sicher, ob es "besser" wäre. Das vierfache würde es aber auf jeden Fall kosten. Und das ohne einen Zwischenhändler, der auch noch davon lebt.

Resümee: Die Teile sind grottenschlecht, weil sie mies gemacht sind und nicht, weil sie billig sind.

Gruß aus Berlin

chamenos

(Sollten hier noch reichlich Vertipper drin sein, liegt das an den drei Pflastern, die seit gestern meine Fingerchen zieren. Sch...ß Messingblech :mad: )

flintenkoffer
26.11.06, 16:08
Ohje..., im weitesten Sinne eines meiner Lieblingsthemen. Ich muss dazu etwas schreiben (wenn es zuviel ist, schmeißt es raus)

Es gibt dazu einen Spruch (ich weiß leider nicht mehr von wem er ist):
Ich bin zu arm, um mir billige Sachen leisten zu können.

Ich nenne diesen ganzen Plunder immer "China-Dreck" (egal wo es herkommt). "Taschenlampen", die nach original einer Minute den Geist aufgeben (mein kleiner Sohnemann hat das von der Oma bekommen und hat gleich zu weinen begonnen), "Wasserkocher", dessen Deckel nicht schließt und beim Ausgießen runterfällt, "Küchenmesser", die sich nicht schleifen lassen, T-Shirts, die nach einmal waschen wie ein Putzlappen aussehen usw usw. Dreck halt.

Warum das alles in Anführungszeichen???? Genau. Das sind nämlich gar keine Taschenlampen etc. Das sind Surrogate. Sieht aus wie eine Taschenlampe, ist aber gar keine. In Wirklichkeit ist das Form gewordene Umweltverschmutzung. Dinge ohne Funktion, mit abgekupfertem Design und in schäbigster Verarbeitung.

Neulich kam mir die Idee, dass ich eine Lederhose zur Jagd brauche. Da bin ich zu einem kleinen deutschen Hersteller gefahren, der hat mir das Ding auf den Leib geschneidert, Ledersorte und Farbe konnte ich aussuchen, an welcher Stelle ich welche Tasche mit welchen Knöpfen haben möchte, konnte ich mir auch aussuchen. 10 Tage später war das Teil fertig. Der absolute Knaller. Hat den Arbeitslohn von einer Woche gekostet, da ist doch eine Hose locker wert, die ewig hält und alle meine Anforderungen erfüllt. Und dann geht man mal zwecks Vergleich zu F.... oder K.... und guckt sich den Schrott an, der da aus aller Herren Länder für den Gegenwert von 3 Arbeitstagen angeboten wird.
Dasselbe gilt für Schuhe. Billige Schuhe sehen nach ein paar Wochen aus wie hingeschissen. Gute Schuhe entwickeln Charakter. Die sind nicht teuer, sondern ihren PREIS WERT. Halten nämlich 10 Jahre und entfalten ihre volle Ästhetik erst nach 3 Jahren.

Bei Wein hat das jeder kapiert.

Irgendjemand hat hochwertige Dinge mal "patina-fähig" genannt. und genau so ist es auch.

Und so kauft sich mancher eine Damast-Surrogat und ist überrascht, wenn es irgendwie scheiße aussieht und auch nix gescheites draus gemacht werden kann.

Die Jungs produzieren halt, was nachgefragt wird. Kauft Schrott und sie werden weiterhin Schrott produzieren. Die verdienen ihr Geld damit (und das ist auch völlig in Ordnung).

So. Das war mein Wort zum Sonntag.

chamenos
26.11.06, 16:37
Es gibt dazu einen Spruch (ich weiß leider nicht mehr von wem er ist):
Ich bin zu arm, um mir billige Sachen leisten zu können.



Oscar Wilde :D

Matthias
27.11.06, 08:30
Um jetzt mal von den Grundsatzdiskussionen wegzukommen: ich glaube, daß es auch hier Unterschiede (beim indischen Damast) gibt. Vielleicht gibt es doch den einen oder anderen Schmied in Indien, der sein Handwerk versteht?
Bei Weberknives gibt es auch Klingen aus "indischem Damast", ausdrücklich als solche angeboten. Ich liebäugle seit einiger Zeit mit der dort erhältlichen Nickerklinge.
Kann jemand hierzu sachdienliche Angaben machen?

Matthias.

Wrangler
27.11.06, 12:10
Nicht alle (aber die meisten!?:rolleyes: ) indischen Damastklingen müssen zwangsläufig schlecht sein.
Ich kenne zumindest einen deutschen Messermacher (der bekannt ist für seine Riesenfolder und superscharfen Klingen :D ) der solche bei seinen preiswerten Messern verwendet. Ich glaube nicht, dass er den letzten Schrott nehmen würde.

PS Um Spekulationen vorzubeugen, es handelt sich um Thomas Frohberg und er sagt auch ausdrücklich, dass es sich bei besagten günstigen Messern um indischen Damast handelt. (ca. 59 oder 60 HRC, wenn ich mich nicht irre?)

niobium
27.11.06, 17:29
Damast kommt aus Indien und ein wenig weniger Arroganz wurde nicht schaden.Es gibt dort Schmieden die Top Qualität anbieten.Wenn man fur einige Euro doch Schrott kaufen will ist es logisch das Transportkosten, Verpackung ,Mehrwertsteuer, Einfuhrzoll usw das der bezahlte Preis in Indien deutlich unter 10€ liegt.Achim hatt recht :hier kennt man den Hersteller und bei Ihm bekommt man Top Qualität aber nicht umsonst was auch logisch ist.Aber in Europa gibt es auch jede menge Schrott und ich nenne keine Firmen.

briesenreiter
27.11.06, 17:40
Es geht hier nicht um indischen Damast generell,
sondern um den indischen Damast den Ancientarms anbietet!

Vielleicht sollte das nochmal hervorgeholt werden

Schmiede Markus Balbach
03.01.07, 12:47
Aus aktuellem Anlass:

Mal wieder ist heute ein Messer aus indischer Fertigung zum Schärfen uns geschickt worden.
Der Kunde ist ahnunglos und hat das Messer im guten Glauben gekauft.

Nur bekam er es nicht scharf und schickte es deshalb zu uns.

Ich habe mal die Härte geprüft, es ist eine der härteren "Indischen Damastklingen" und kommt auf ganze tolle 46 hrc!:super:

Und seit Jahren nun kommen immer wieder diese Messer zu uns.
Und immer noch wird behauptet, diese Klingen hätten mind. 57hrc oder mehr. Wie eben bei diesem Messer heute auch dem Kunden wohl erzählt wurde.

Versuche damals, als der Indische Damast in D auf den Markt kam, ergaben, dass ein Aufkohlen nicht möglich ist und eine Nachhärtung, wie auch immer, keine oder kaum höhere Ergebnisse in der Härte erziehlt.

Auf dem Bild der Härteprüfeindruck.

Wer immer noch glaubt, gute gebrauchstüchtige Klingen aus indischer Fertigung im Handel bekommen zu können, ist wohl unbelehrbar!




Markus Balbach
www.schmiedebalbach.com