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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lithium Zelle (CR123) explodiert !



Hiltihome
07.06.06, 20:05
Allen die einen sorglosen Umgang mit Lithium Zellen, gleich welcher Art,
pflegen oder probagieren, empfehle ich diesen Bericht (http://www.candlepowerforums.com/vb/showthread.php?t=120888)

Ich möchte keine kontroverse Diskusion lostreten, eher eine Gedenkminute anregen.

micbu
07.06.06, 21:04
Stimmt, Lithium Zellen sind mit Sicherheit gefährlicher als andere Energiespeicher. Man muß sorgsam mit Ihnen umgehen. Aber jeder muß für sich selbst entscheiden, ob er das Restrisiko in Kauf nimmt oder nicht. Für mich persönlich überwiegen die Vorteile gegenüber den Nachteilen. Ich gehöre zur Fraktion: Pro Lithium


Viele Grüße, Michael

*LASER*
07.06.06, 21:15
Also bei der überschrift musst ich schon lachen, dachte du bist selber betroffen... haben ja alle schon einiges damit getestet, aber man sollte schon den Umgang mit ihnen beachten, da es schon einige Threads über das Thema gab. Aber die Lampe auf den bildern sieht schon nicht übel aus, wollte nicht das mir das in der Tasche passiert.... also immer schön vorsichtig mit den Taschenrohrbomben umgehen :glgl:

Annapurna
07.06.06, 21:40
Schluck, das sieht gar nicht gut aus...
Es ist aber hoffentlich wahrscheinlicher, einen Lottogewinn zu machen, oder? :steirer:

micbu
07.06.06, 21:49
Neee,

leider nicht. Mit einem falschen Umgang kann man so etwas eigentlich relativ leicht provozieren. Wer mutig ist kann ja mal versuchen Akkus um 0,5V/Zelle zu überladen. Der Versuch sollte aber in einem gehörien Sicherheitsabstand unternommen werden. Man muß wirklich sorgsam mit diesen Zellen umgehen.


Viele Grüße, Michael

J.A.G.
07.06.06, 23:09
Stimmt, Lithium Zellen sind mit Sicherheit gefährlicher als andere Energiespeicher. Man muß sorgsam mit Ihnen umgehen. Aber jeder muß für sich selbst entscheiden, ob er das Restrisiko in Kauf nimmt oder nicht. Für mich persönlich überwiegen die Vorteile gegenüber den Nachteilen. Ich gehöre zur Fraktion: Pro Lithium


Viele Grüße, Michael

bekenne mich auch zur pro lithium-fraktion........ich denke, dass im normalen umgang mit den zellen und ohne mischung von halbvollen und vollen zellen das risiko absolut im kalkulierbaren bereich liegt und mir ein lottogewinn sicherer sein dürfte :D

chinoook
07.06.06, 23:24
Neee,

leider nicht. Mit einem falschen Umgang kann man so etwas eigentlich relativ leicht provozieren. Wer mutig ist kann ja mal versuchen Akkus um 0,5V/Zelle zu überladen. Der Versuch sollte aber in einem gehörien Sicherheitsabstand unternommen werden. Man muß wirklich sorgsam mit diesen Zellen umgehen.





Dann gib mir doch bitte mal für meine Anwendung Tips:

Ich will und werde im nächsten Jahr zu Fuss die halbe Chinesiche Mauer entlangwandern (die andere Hälfte kommt 2008). Dabei brauche ich Energieversorgung für mein GPS-Gerät. Einfache Betrachtungen haben mich überzeugt, dass es Lithium-Batterien sein müssen. Was kann ich da falsch oder richtig machen?

Gruss

-chinoook

Non Sequitur
07.06.06, 23:30
bekenne mich auch zur pro lithium-fraktion........ich denke, dass im normalen umgang mit den zellen und ohne mischung von halbvollen und vollen zellen das risiko absolut im kalkulierbaren bereich liegt und mir ein lottogewinn sicherer sein dürfte :D

Zwei Probleme: Erstens duerfte es nicht so ganz einfach sein zu definieren, was "normal" ist. Wie hoch darf z.b. der Strom sein, der einer Zelle entnommen wird, um noch das Kriterium "normal" zu erfuellen? Dass viele der modernen Lampen sehr viel Strom ziehen, weit mehr, als die Verbraucher, fuer die die Zellen eigentlich gedacht sind, macht eine Antwort auf diese Frage schwierig.

Zweitens ist es nicht so einfach zu unterscheiden, welche Zellen leer oder halbleer und welche voll sind. Klar, wenn man eine Zelle selbst in Gebrauch gehabt hat, weiss man schon (oder sollte man wissen), dass sie nicht mehr voll ist, aber es hat in den letzten Monaten immer mal wieder Hinweise darauf gegeben, dass auch brandneue Zellen keine volle Ladung hatten.

Auch ich werde nicht auf Lithiumzellen verzichten, aber meine Konsequenz sieht anders aus: Ich werde mich darauf beschraenken, Lampen mit nur einer Zelle zu benutzen, um zumindestens dieses Risiko zu minimieren.

Hermann

J.A.G.
07.06.06, 23:41
mit "normal" meinte ich eigentlich eher den "nicht-experimentellen" umgang mit den zellen.......
außerdem denke ich, dass, wenn es häufiger zu explodierenden lampen oder zellen kommen würde, aufgrund der gewaltigen schadensersatzsummen, die us-richter den geschädigten in der regel zusprechen, in den usa die firmen wie surefire o.ä. längst ihre produktion auf einzeller umgestellt hätten oder ganz auf lithiumzellen verzichten würden.

Non Sequitur
07.06.06, 23:50
Ich will und werde im nächsten Jahr zu Fuss die halbe Chinesiche Mauer entlangwandern (die andere Hälfte kommt 2008). Dabei brauche ich Energieversorgung für mein GPS-Gerät. Einfache Betrachtungen haben mich überzeugt, dass es Lithium-Batterien sein müssen. Was kann ich da falsch oder richtig machen?

Wenig, da diese Anwendung auch recht wenig Strom zieht, was in den meisten Faellen, in denen es geknallt hat, nicht der Fall war.

Worauf du achten solltest, ist vor allem, dass du grundsaetzlich die Zellen immer als kompletten Set wechselst und darauf achtest, halb entladene Zellen unwverwechselbar zu markieren, um irgendwelche Fehler zu vermeiden. Die Kombination leere/fast leere Zelle + volle Zelle + hohe Verbaucherleistung ist es offenbar, die zu solchen Feuerwerken fuehrt.

Hermann

Flieger
08.06.06, 00:27
Zweitens ist es nicht so einfach zu unterscheiden, welche Zellen leer oder halbleer und welche voll sind. Klar, wenn man eine Zelle selbst in Gebrauch gehabt hat, weiss man schon (oder sollte man wissen), dass sie nicht mehr voll ist, aber es hat in den letzten Monaten immer mal wieder Hinweise darauf gegeben, dass auch brandneue Zellen keine volle Ladung hatten.

eine möglichkeit die vorhandene restkapazität von primären lithium-zellen einzuordnen ist der "flash amps" test. dabei werden plus und minus pol der zelle für ein paar sekunden kurzgeschlossen und der fließende strom gemessen. eine volle cr123-zelle erreicht dabei werte um ~10 A. je niedriger der wert, desto geringer ist die verbleibende restkapazität... dieser test gibt allerdings nur einen groben anhaltspunkt und ersetzt keinen batterietester (bspw. ZTS).

gruß chris

Hayate
08.06.06, 01:48
Was Du da vorschlägst, läuft auf eine grobschlächtige Methode zur Bestimmung des Innenwiderstands hinaus,auf den es ja auch ankommt.
Bei den Strömen,die da zu erwarten sind, sollte man es lieber nicht auf 10s ankommen lassen bei den üblichen Messgeräten.

Der aus einer Zelle entnommene Strom ist von diesem Innenwiderstand abhängig - da "halbleere " (In Wirklichkeit müssen sie mehr als halbleer sein,damit sich da was ändert) Zellen bekanntlich weniger Strom abgeben, müssen sie einen anderen Innenwiderstand haben,weswegen sie sich nicht mit Frischen vertragen. (Wenn die Innenwiderstände zweier hintereinandergeschalteter Batterien sich nennenswert unterscheiden ,dann wird, da durch beide derselbe Strom fließen muß, in der Zelle mit dem höheren Innenwiderstand erheblich mehr Verlustleistung [=Heizleistung] abgegeben; sind die Innenwiderstände gleich,erwärmen sich beide Batterien gleichmäßig. )

Bei der Auswahl geeigneter Batterien sind auch die jeweiligen Entladecharakteristiken nützlich, die praktisch jeder namhafte Batteriehersteller/ lieferant in den entsprechenden Datenblättern zur Verfügung stellt.

Flieger
08.06.06, 14:21
Was Du da vorschlägst, läuft auf eine grobschlächtige Methode zur Bestimmung des Innenwiderstands hinaus,auf den es ja auch ankommt.
Bei den Strömen,die da zu erwarten sind, sollte man es lieber nicht auf 10s ankommen lassen bei den üblichen Messgeräten.

von "genau" hat keiner was gesagt und von "10s" auch nicht... :cool: die methode ersetzt, wie gesagt, keinen zts-tester, läßt sich aber schnell und einfach durchführen und erlaubt IMHO weitaus bessere rückschlüsse auf die vorhandene restkapazität von li-zellen, als es eine spannungsmessung alleine zuläßt.

gruss chris

pk23
08.06.06, 15:11
Heisst das nun, daß bei einer Taschemlampe mit nur einer Lithium Zelle das (ohnehin geringe) Risiko (noch) geringer ist, dh ein falscher Umgang nicht so leicht möglich?

----------------
Peter

Hayate
08.06.06, 15:12
@flieger
Das ist zweifellos richtig, ich gehe auch davon aus,daß Du ohnehin weißt,was Du da tust.

Vermutlich macht der schöne Batterietester das nur wenig anders, mit einem bekannten Lastiderstand im "Entladekreis " nämlich - man braucht dann nur noch die Spannung unter Last ,und kann im Prinzip ausrechnen,wie "gut" die Batterie noch ist. Besser für die Batterie ist der Tester allemal.

Hayate
08.06.06, 15:16
Heisst das nun, daß bei einer Taschemlampe mit nur einer Lithium Zelle das (ohnehin geringe) Risiko (noch) geringer ist, dh ein falscher Umgang nicht so leicht möglich?



Nicht ganz so leicht, um eine einzige Batterie mittels elektrischer Überlastung zu "sprengen" , müsste das Gerät schon einen Kurzschluß machen.

Damit ist aber noch nichts über das chemische System der Batterie gesagt (es wäre ja vielleicht möglich,daß es Explosionsgründe für so eine Batterie gibt,die nicht elektrischer Natur sind) , ich weiß nicht, wie sich da das Risiko darstellt.

micbu
08.06.06, 16:43
Lithium und Wasser reagieren sehr heftig. Wenn die Lampe also mal ins Wasser fällt und dann auch noch die Li Zelle durch einen Defekt undicht sein sollte, dann wird die Reaktion ziemlich heftig sein.


Gruß, Michael

toki71
08.06.06, 17:35
Gestern habe ich erst mehrere Li-Ion/-Polymer-Akkus (14500) und Ladegerät bestellt. :mad:

Na ja, meine Zellen sind zumindest "protected", ich habe ein sicheres Ladegerät und werde sie nur einzeln betreiben (Fenix L1T).

Trotzdem lassen einen solche Fälle nicht ganz unberührt.

PS: Ich habe noch ein Paar ältere CR123. Mal sehen wieviel Strom man da hineinpumpen kann bis sie ... :teuflisch

Hayate
08.06.06, 23:29
Ich möchte allgemein darauf hinweisen,daß ich für den Inhalt von CR123-Zellen nicht unbedingt eine Bescheinigung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit ausstellen würde. Die Entsorgung gesprengter Zellen ist mindestens so problematisch wie die Entsorgung intakter Elemente.
Ich bitte, dies vor Beginn von Experimenten zu bedenken.

Non Sequitur
08.06.06, 23:56
Ich möchte allgemein darauf hinweisen,daß ich für den Inhalt von CR123-Zellen nicht unbedingt eine Bescheinigung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit ausstellen würde. Die Entsorgung gesprengter Zellen ist mindestens so problematisch wie die Entsorgung intakter Elemente.

Yep. Ich habe mal ein bisschen zu dem Thema gegoogelt, und die Dinger sind wahrlich nicht ohne. Dem Menschen, dem der Unfall passiert ist, geht es inzwischen alles andere als gut, vgl. die Thread im CPF. Veraenderte Leberwerte, Erbrechen, Hautausschlag ... :-( Das klingt gar nicht gut.

Ich hoffe, es wird bald deutlich, was da genau passiert ist und, wichtiger noch, wie man das Risiko solcher Vorfaelle minimieren kann. Sollte sich herausstellen, dass es keine mechanischen Ursachen gibt, der Vorfall also nicht z.B. durch eine Beschaeidgung der Zellen in der Lampe verursacht wurde, sondern auf "reverse charging" ungleicher Zellen verursacht wurde, werde ich in Zukunft auf Lampen mit 2xCR123 ganz verzichten.

Hermann

Hiltihome
09.06.06, 00:02
@toki71: Falls Du einen Test mit den Zellen machen willst, wäre es schön das Ganze mit Messwerten zu dokumentieren.

Eine Software um das Grafisch darzustellen findest Du hier (http://www.padowan.dk/graph/) .

Ohne Einarbeitung gehts natürlich Nichts, sieht dann aber prima aus.
Diese Diagramm (http://img434.imageshack.us/img434/3020/jet12ah.png) habe ich damit gemacht...

Beste Grüße
Heinz

Hiltihome
12.06.06, 19:03
Hallo,
Nachdem die Explosion (http://www.candlepowerforums.com/vb/showthread.php?t=121303) einer AA-Lithium-Zelle bekannt wurde, hat Battery-Station (http://www.batterystation.com/) heute die Größe AA aus dem Sortiment genommen und erklärt das Projekt sei beendet.
Schade, die AA-Lithium waren eine preisgünstige Alternative zu Energizer.

J.A.G.
12.06.06, 21:55
Hallo,
Nachdem die Explosion (http://www.candlepowerforums.com/vb/showthread.php?t=121303) einer AA-Lithium-Zelle bekannt wurde, hat Battery-Station (http://www.batterystation.com/) heute die Größe AA aus dem Sortiment genommen und erklärt das Projekt sei beendet.
Schade, die AA-Lithium waren eine preisgünstige Alternative zu Energizer.

wenn das so weitergeht, stehen wir bald mit taschenlampen da und haben keine batts mehr auf die wir zurückgreifen können. :(

Non Sequitur
12.06.06, 23:34
wenn das so weitergeht, stehen wir bald mit taschenlampen da und haben keine batts mehr auf die wir zurückgreifen können. :(

Ganz so weit wuerde ich nicht gehen, aber ich bin doch ein wenig nachdenklich geworden, nachdem ich mir die verschiedenen Threads im CPF angesehen habe und mir mal die dort verlinkten Datenblaetter zu Li-Ion Batterien angeschaut habe. Denn eins scheint klar zu sein: Es geht selten etwas schief mit Lithium-Batterien, aber wenn etwas schiefgeht, dann kann es ziemlich spektakulaer und reichlich gefaehrlich werden.

Damit werden die guten alten Alkali-Mangan Zellen und NiMH-Akkus umso interessanter, da die von der Chemie her ein deutlich geringeres Chaospotential haben. Schade nur, was es *die* AA-Lampe bisher nicht gibt, aber vielleicht wird das ja nochmal etwas.

Hermann

Dallas
13.06.06, 19:32
Vielen Dank für den Hinweis!
Ich habe nicht mal in meinen kühnsten Träumen geahnt, dass Li-Zellen derartig gefährlich sein können.
Was bei extrem leistungsfähigen Akkus (Traktorakku) bei einem massiven Kurzschluss passiert und was Batteriesäure auf Baumwollkleidung anstellen kann, weiss ich aus eigener Erfahrung. :lach: Aber das derartig kleine Zellen so biestig werden, habe ich nicht gewusst. Das war eine Warnung zum richtigen Zeitpunkt. Meine Auswahl an zu kaufenden EDC-Lampen schrumpft jetzt auf ausschliesslich 1-Zelle Lampen.

Long John
19.06.06, 12:42
Ich habe im CPF einen Hinweis auf diese Demonstration gefunden, was passiert, wenn man einen Lipo-Akku überläd. :teuflisch

http://video.google.com/videoplay?docid=3690260570423705609

Grüße

____
Tom

lightwolf
19.06.06, 16:02
... Meine Auswahl an zu kaufenden EDC-Lampen schrumpft jetzt auf ausschliesslich 1-Zelle Lampen.
Bei einer EDC sollte man sich eh auf eine Lampe mit einer CR123 oder CR2 beschränken.
Wäre es sonst noch eine EDC?!

Ansonsten gibt es durchaus 2-Zellen LED-Lampen, die mit einer Li Ion Zelle 17680 (Länge 2 x 123) volle Helligkeit bringen, z.B. SF L4.

J.A.G.
19.06.06, 17:06
Ich habe im CPF einen Hinweis auf diese Demonstration gefunden, was passiert, wenn man einen Lipo-Akku überläd. :teuflisch

http://video.google.com/videoplay?docid=3690260570423705609

Grüße

____
Tom

beeindruckendes video........aber was zur hölle ist ein Lipo-akku ??? :confused:

schursch
19.06.06, 17:19
was zur hölle ist ein Lipo-akku ??? :confused:

vermute mal, es ist Lithium Polymer gemeint...?

http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Polymer-Akku

Lampentroll
03.08.06, 12:38
Habe mir eben mal die Bilder angeschaut. Ja Mist. Habe daran noch nie gedacht.
Aber um hier mal von den CR 123 abzulenken.

Mir ist vor drei Wochen eine Mignon also AA Batterie (kein Akku) in der Fernbedienung geplatz. War ein lauter Knall, bissel rauch und es hat gestunken wie blöde. Und die Soße ist gelaufen.

Da wundert es mich schon, dass der Mann auf den Fotos alles ohne Handschuhe anfast...aber gut...

Gruß

DocArnie
04.08.06, 00:15
Wenn mir mal ne Batterie explodiert, fang ich an Lotto zu spielen...

pitter
04.08.06, 08:05
Der Punkt ist halt - ein LiPo Originalakku für meine Canon/Olympus kostet um die 30-50EUR. Ein Noname Teil zwischen 5-7EUR. Ich brauche jeweils mindestens drei Stück. Die eh nach zwei Jahren hinüber sind, egal wie teuer. Bei mir wahrscheinlich noch viel früher, weil ich permanent nachlade - was man angesichts der wenigen Ladezyklen, die die Dinger abkönnen, nicht machen sollte. Aber alles andere ist bei mir inakzeptabel.

Bei der Canon Immerdabei-Knipse entspricht die Preisdifferenz ja schon fast dem Wert der Kamera. Bei der Oly nicht, ok, aber man muss die Dinger ja nicht neben der Kamera laden. Ladegerät irgendwo frei aufstellen, nicht laden, wenn man nicht zu Hause ist, und gut ists. So what. Lithium Akkus sind noch mehr Wegschmeissartikel, als die alten NiCd oder NiMH. NiCd haben in meinem Blitz 10 Jahre gehalten, das kannste mit den neuen Teilen vergessen. Die haben hohe Energiedichte und keinen Memoryeffekt, dafür gehens halt schneller kaputt.

Bei Lampen bin ich schon lange wieder weg von Lithium, egal ob Akku oder Batterie. Lieber nen Tick dunkler und 0815 Zellen drin, die ich an jeder Tanke bekomme. Das gilt zumindest für meine Gebrauchslampen. Für Poserfunzeln und SEALs Einsätze mag das anders aussehen, aber ich schlepp sicher nicht in jeden Urlaub ne Ladung Lithiumzellen oder gar noch ein Ladegerät für ne Taschenlampe mit.

Grüße
Pitter

micbu
04.08.06, 11:51
@pitter

Wenn du Lithium Zellen immer schön nachlädst, dann verlängerst du sogar deren Leben. Eine flache Ladungskurve ist deutlich besser, als den Akku immer leer zu nudeln. Hier gilt also genau das Gegenteil zu Ni Akkus.


Viele Grüße, Michael

beagleboy
04.08.06, 12:53
Wenn du Lithium Zellen immer schön nachlädst, dann verlängerst du sogar deren Leben.

Ist das eine Vermutung, oder ist das Fakt?
Und gilt das für Li-Io und für Li-Polymer?

(Sorry für OT)

lightwolf
04.08.06, 16:05
...Wenn du Lithium Zellen immer schön nachlädst, dann verlängerst du sogar deren Leben. Eine flache Ladungskurve ist deutlich besser, als den Akku immer leer zu nudeln. Hier gilt also genau das Gegenteil zu Ni Akkus...Dies entbehrt jeglicher physikalischer Grundlage.
Ein Konditionieren der Li Ion / Li Po Akkus vorausgesetzt (mindestens drei mal vollständig Laden und Entladen * – leider weisen die wenigsten Hersteller darauf hin), ist es ziemlich egal, wie man die Akkus lädt, sofern man sie mit maximal 1 C lädt.
* Natürlich nicht Tiefentladen

Li Ion / Li Po Akkus altern primär zeitabhängig, also auch, wenn man einen neuen Akkus niemals gebraucht hat, altert er durch eine chemische Reaktion im Laufe der Zeit.
Daher macht es auch keinen Sinn, Li Ion / Li Po Akkus „auf Vorrat“ zu kaufen.

cheapo
04.08.06, 17:02
es hat schon drei mal passiert, 2 mal mit dem pelican m6, ein mal mit brinkman maxfire.

-David

schrenz
04.08.06, 18:22
Den Riesenthreat im CPF hab ich mir nicht durchgelesen, aber ist das jetzt Zufall, dass im Zusammenhang mit den Rohrbömbchen immer die pelican M6 auftaucht?
So ungeregelt den Strom vor sich hinsaugen tut doch eigentlich jede Xenonlampe (mit Ausnahme der A2), oder ist die M6 in Amiland so ein Verkaufsschlager, dass es einfach eine Frage der Statistik ist?

Mir persönlich ist das Thema eh wurscht, wenn man die Teile mit etwas Verstand gebraucht (nicht gerade eine MischMaschladung in einen Stromfresser wie eine SF 12ZM :D ) , gehe ich davon aus, dass jede Ikea Stehlampe gefährlicher ist.
Da überwiegen einfach die Vorteile der CR123a!

micbu
06.08.06, 21:36
"Ist das eine Vermutung, oder ist das Fakt"

Das ist Fakt. Dies geben einige Hersteller wie z.B. Sony und Samsung auch so an. Bei jedem Laptop kann man dies auch in der Bedienungsanleitung nachlesen.

Das was lightwolf geschrieben hat stimmt aber auch! Lithium Akkus altern von ganz alleine. Allerdings kann man diese Zellen durchaus auf Vorrat kaufen. Man muß die Zellen dann lediglich entladen und in der Tiefkühltruhe aufbewahren. Dann kann man diese schadlos mehrere Jahre vor dem Gebrauch lagern. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Li Akkus beträgt ca. 500 komplette Ladezyklen ODER 5 Jahre. Die Kapazität ist dann auf ca. 70% abgefallen.


Viele Grüße, Michael

Hiltihome
06.08.06, 23:38
Einige hier im Thread gemachte Empfehlungen und Behauptungen stehen im krassen Gegensatz zu den Empfehlungen der Hersteller.

Dazu gehören sowohl die Empfehlung zu Konditionieren, als auch die Zellen entladen in der Kühltruhe zu lagern.

Die Zellen sind bereits nach einem Zyklus voll einsatzbereit. Vollständige Zyklen verkürzen die Lebensdauer und die empfohlene Lagerung ist mit 40-60% Ladung bei 15 Grad. Lagerung bei -18Grad und darunter können die Zellen zerstören.

Die Informationen auf Wikipedia :
http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Ionen-Akku

und hier: http://www.batteryuniversity.com/partone-1-german.htm

decken sich mit den Herstellerempfehlungen und sollten weitere Irritationen ausschliessen...

P.S. leider hat das Link einfügen heute mal wieder nicht funktioniert...

lightwolf
06.08.06, 23:46
...Mir persönlich ist das Thema eh wurscht, wenn man die Teile mit etwas Verstand gebraucht (nicht gerade eine MischMaschladung in einen Stromfresser wie eine SF 12ZM :D ) , gehe ich davon aus, dass jede Ikea Stehlampe gefährlicher ist.
Da überwiegen einfach die Vorteile der CR123a!
Genau so isses.

Und wer wirklich Angst um Leib und Leben hat, der kann die neuen

LiFePO4-Zellen (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=35375)

verwenden.

micbu
07.08.06, 00:13
@hiltihome.

Sorry, daß ich dir hier widersprechen muß. Ich beziehe die Li Akkus die ich verwende direkt vom Hersteller und habe auch dessen Datenblätter! Ich kann dir diese gerne übersenden. Man muß zwischen der normalen Lagerung und der Langzeitlagerung unterscheiden. Die normale Lagerung sollte bei 50-60% der Kapazität erfolgen. Die Langzeitlagerung (Vorratskauf) sollte dagegen entladen und "kühl" sein (das steht auch so in den Datenblättern). Auf Rückfrage was "kühl" sei wurde mir der Temperaturbereich 0°C bis -20°C genannt. In diesem Fall steht bei mir die Aussage des tatsächlichen Herstellers doch über der schwammigen Aussage in Wikipedia.



Viele Grüße, Michael

Hiltihome
07.08.06, 00:15
Die LiFePO4 Zellen werden seit kurzem im r123 Format angeboten. Die Technik ist ansich nicht neu, sondern wird im KFZ-Bereich und bei leistungsstarken Akku-Maschinen (Powertools) schon länger eingesetzt.

Vorteile sind die Hochstromfähigkeit, die flache Entladekurve und die verbesserte Toleranz gegenüber Fehlbehandlung, besonders Überladung.
Im Bezug auf Taschenlampen ist die mit 3,2Volt geringere Nennspannung ebefalls vorteilhaft.

Nachteilig ist die geringere Eniergiedichte (Kapazität) und das Fehlen von Vesionen mit eingebauter Schutzschaltung gegen Tiefentladung.

Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen von preisgünstigen, dedizierten Ladegeräten. Der im Set von AW im CPF angebotene Lader ist nicht dafür ausgelegt und nur eine Notlösung, wie AW selbst einräumt.

@lightwolf: Da Du eine Fenix P1 und die (kurz) PO4 genannten Zellen bereits hast, wäre ein Erfahrungsbericht wünschenswert.
Insbesondere interessiert mich, wie bei einer voll geregelten Lampe, wie der P1, der Zeitpunkt für das Entladeende zu erleben ist.

Aber dazu vielleicht einen neuen Thread starten...

micbu
07.08.06, 00:21
Ich denke die Akkus werden noch deutlich in Punkto Sicherheit weiterentwickelt werden. Wenn wir uns noch etwas gedulden, dann bin ich überzeugt, daß die Hersteller das schon noch in den Griff bekommen werden. Die ersten Schritte in diese Richtung sind die Lithium-Mangan ZEllen, die bereits als eigensicher gelten.


Viele Grüße, Michael

Hiltihome
07.08.06, 01:03
@micbu: Leider sind Lithium-Mangan-Zellen überhaupt keine Alternative für Taschenlampen.
Die Leistungsdichte ist viel geringer als bei LiON und immernoch deutlich geringer als bei LiFePO4.
Eine Standard-Zelle 18650 kommt mit LiON Technik mittlerweile auf 2400mAH, eine Litihum-Mangan nur auf 1100mAH.

Die Hochstromfähigkeit spielt bei Modellbauern sicher eine grosse Rolle, bei Taschenlampen, um die es hier geht, eher nicht.

Ausser den Herstellern der Akkus sind auch die Hersteller der Lampen gefordert, etwas herzustellen, das die Kompatibilität verbessert.

Da habe ich allerdings Zweifel, denn der Markt für Freaks ist wohl zu klein...und Nischenhersteller werden ihn bedienen...

lightwolf
07.08.06, 01:40
...Ausser den Herstellern der Akkus sind auch die Hersteller der Lampen gefordert, etwas herzustellen, das die Kompatibilität verbessert.

Da habe ich allerdings Zweifel, denn der Markt für Freaks ist wohl zu klein...und Nischenhersteller werden ihn bedienen...
Leider stimmt das uneingeschränkt so .

Und wie unflexibel bzw. unwillig die Marktführer sind, neue Standards bei der Energieversorgung der Lampen zu setzten, sieht man bei SureFire.

schrenz
07.08.06, 14:17
Na ja, das ist dann aber der Blickwinkel des Freaks.

Die reinen Akkulampen von SF waren noch nie so berauschend.

Den Herstellern ist wahrscheinlich schon klar, dass der Normalkunde mit Akkulösungen, die ein teures Ladegerät und viel Umsicht beim Umgang mit den Akkus, einfach nichts anfangen kann.

Surefire verdient natürlich an den Batterien auch ganz gut, aber derzeit verdienen sie sich an den US-Regierungsaufträgen gerade dumm und dämlich und für den militärischen Gebrauch ist einfach die CR123a nach meinem Kenntnissstand immer noch das Optimum: Haltbar, funktioniert unter allen Witterungsbedingungen und wenn sie leer ist; wegschmeissen und Neue rein.

P.S.: Der Beitrag klingt nörgeliger, als er gemeint ist, ich wollte ihn mit Smilies aufpeppen, aber die funktionieren nicht !?

Long John
08.08.06, 02:24
Hallo:)

Hier ein interessanter Bericht mit nützlichen Informationen auch über die Lagerung von LiIonen-Zellen:

http://www.batteryuniversity.com/parttwo-34.htm

Grüße

____
Tom

micbu
08.08.06, 11:32
Hi,

bitte nicht verwechseln, in dem Bericht geht es nur um die Kurzzeitlagerung! (ca. 1 Jahr)


Viele Grüße, Michael

Manuel85
13.01.09, 14:54
Entschuldigt, dass ich diesen Thread nochmal neu aufwärme...

Gibt es Berichte darüber, das eine Cr123 während der Lagerung feuer gefangen hat bzw, in einer taschenlame mit nur einer Zelle "explodier" ist?
würde mich interessiern
Grüße

Trabireiter
13.01.09, 15:10
In Taschenlampen mit nur einer Zelle gabs jetzt erst was im CPF. Man sollte halt nicht den letzten Rest aus der Zelle rauspressen wollen.
Was die Lagerung angeht würde ich mir weniger sorgen machen, wenns nicht grad ne billige Chinaprimärzelle ist.

Roxton
13.01.09, 19:15
Berichte über explodierende Taschenlampen mit Li-Zellen machen mir in etwa genausoviel Sorgen wie Geschichten über explodierende Mobil-Telephone. Und das Handy halte ich mir beim quatschen sogar direkt an den Schädel,.....na bum! :irre:
Trotzdem mache ich weiter...mit telephonieren und CR123 Lampen-leuchten.

"Wird's besser? Wird's schlimmer?' fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Das Leben ist immer lebensgefährlich.
Erich Kästner

Grüsse

Dischn
14.01.09, 11:10
Wenn man davon ausgeht, daß der CR123-Lampenmarkt einer großen Steigerung unterliegt und weltweit nur hin und wieder Explosionen vorkommen, dürfte das Risiko bei richtiger Handhabung (z.B. keine Magnete als +Pin benutzen) im erträglichen Rahmen liegen (Allgemeines Lebensrisiko).

Eine Frage zum Thema: Wird eine LIR Zelle mit 1,6C Betriebsstrom schon überlastet?

Hiltihome
14.01.09, 22:53
Hallo Dischn,

eine Entladung mit 1C wird von den Herstellern als maximaler Wert für den Dauerbetrieb angegeben.

Für Impulsentladung sind es 2C.

Daran würde ich mich halten, nicht das es zu einem Post mit dem Threadtitel kommt.



Ich selbst verwende CR123 Markenzellen, ohne mulmiges Gefühl.

Wenn man sich an die Spielregeln hält, wird da auch nichts passieren.

Alle bekannt gewordenen Zwischenfälle waren letztendlich auf missbräuchliche, oder fahrlässige Verwendung zurück zu führen.
In einer Reihe von Fällen scheinen die Zellen, durch übermäßige Federkraft, gestaucht worden zu sein. (Pelican M6)



Heinz

Dischn
16.01.09, 10:57
Hallo Heinz,
vielen Dank für die Aufklärung.:eek:
Werde über eine andere Stromversorgung nachdenken.:ahaa:

Stefan

ichoderso
16.01.09, 16:53
(z.B. keine Magnete als +Pin benutzen)


keine Magnete? was hat es damit auf sich? gilt das nur für die Lithium Batterien oder auch für die Akkus?.....Sorry, falls ich was überlesen hab, aber davon hab ich noch nix gehört....

ichoderso
16.01.09, 16:59
und noch ne andere Frage an die "Akku Profis":
Ich bin eigentlich nicht ängstlich im Umgang mit LiIon Akkus, und nutze diese auch vielfältig, aber eines würde mich doch mal interessieren- wenn denn der (hoffentlich unwarscheinliche ) Fall eintritt, das so ein Akku explodoiert, oder sich extrem stark erwärmt und Feuer fängt, wann tut er das gewöhnlich?
während der Entladung?
erst bei Tiefentladung
bei normaler Ladung
bei normaler ladung nach Tiefentladung
oder ausschließlich bbei Überladung?

Jens

Scarbear
16.01.09, 17:00
keine Magnete? was hat es damit auf sich? gilt das nur für die Lithium Batterien oder auch für die Akkus?.....Sorry, falls ich was überlesen hab, aber davon hab ich noch nix gehört....

die Magnete können verrutschen und einen Kurzschluß verursachen. Dann macht es Peng:glgl:

Olaf

ichoderso
16.01.09, 17:23
die Magnete können verrutschen und einen Kurzschluß verursachen. Dann macht es Peng:glgl:

Olaf

ok, das ist ein Grund....
ich dachte schon, das magnetfeld könnte irgendwelche Einflüsse auf die Zellstruktur/Chemie/Physik....haben, man weiß ja nie, was alles passiert:ahaa:

Inkster
16.01.09, 19:54
Ich empfehle immer wieder gerne den Link zur Batt-Uni:batteryuniversity (http://www.batteryuniversity.com/index-german.htm)
Wirklich sehr informativ, immer wenn es um Akkus geht.

wann tut er das gewöhnlich?
während der Entladung?
erst bei Tiefentladung
bei normaler Ladung
bei normaler ladung nach Tiefentladung
oder ausschließlich bei Überladung?

Ohne jetzt extra nochmal nachzulesen....

Den grössten Schaden nehmen Li-ion Akkus wenn sie tiefentladen oder überbeansprucht werden. Auch überladen ist nicht besonders gut. Die negative Reaktion darauf folgt dann höchstwarscheinlich "irgendwann" während des Ladevorgangs.
Bei 2 oder mehr Zellen in Reihe kann das auch im Betrieb passieren wenn sie ungleich beansprucht sind.

Die Hintergründe und eine mit sicherheit bessere Erklärung dazu ist auf der verlinkten Seite zu finden.

schrenz
17.01.09, 20:12
In diesem Thread geht es um Batterien (Einweg) CR123, Akkuprobleme bitte in den zahlreichen Threads dazu behandeln (Stickies!).

Titel wurde etwas angepasst.

Grüße
Jens

joharo
05.11.09, 19:25
Sehr ausführlicher, bebildeter Bericht über eine erneute Explosion.

http://www.ar15.com/forums/topic.html?b=1&f=5&t=951360&page=1

Frittenfett
05.11.09, 19:46
Ist schon ein Ding, nur die Umstände wie es passiert ist sind halt nicht ganz klar.

Der Eigner hatte ja beschrieben, dass seine Lampe sehr heiß war. Das deutet entweder auf einen hohen Strom hin -> Kurzschluß oder eine chemische Reaktion des Lithium mit z.B. Wasser aufgrund einer undichten Lampendichtung (und es ist Wasser in die Lampe gekommen) und eine beschädigten Batterie in die das Wasser eindrang.

Alltäglich ist das aber sicher nicht.

cugar
23.11.09, 22:00
Hier geht es um Primär Zellen, nicht um Akkus oder das laden selbiger.

Bleibt bei Thema.


Alex