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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erster Eindruck: C16PSGY Wayne Goddard



Non Sequitur
20.05.05, 23:06
Ich habe mir vor einigen Wochen ein Wayne Goddard zugelegt, da der Preis so guenstig war, dass ich trotz meiner grossen Vorliebe fuer kurze Messer einfach nicht wiederstehen konnte.

Das Wayne Goddard stammt aus dem Sprintrun, hat einen blau-grauen FRN-Griff und ist "partially serrated". Obwohl ich davon eigentlich wenig halte, macht es bei diesem Messer fuer mich Sinn, da einfach genuegend Platz ist und kann mit der "normalen" Schneide noch vernuenftig arbeiten kann. Der Clip ist (aehnlich wie beim Calypso Jr. aus dem Sprintrun) silbergrau, traegt eine nette Spyderco-Spinne und laesst sich wie ueblich fuer Linkshaender umsetzen. Trageweise ist tip-up.

Ein kleines Messer ist das Wayne Goddard nicht: 132mm im geschlossenen Zustand, Klingenlaenge 93mm, Klingenstaerke 3mm, Gewicht (wegen des leichten FRN-Griffs) liegt aber noch unter 100 gr, bei ca. 96 gr. Dennoch - fuer meine Verhaeltnisse ist das ein ziemlicher Klotz, und als EDC/EDU waere es mir erheblich zu gross und unhandlich.

Der Klingenstahl ist VG-10, die Verarbeitung spydercotypisch gut, das Lock rastet sehr sauber ein mit einem satten Klack. Das Messer kam scharf bei mir an, wenn auch nicht ganz so "scary sharp" wie einige andere Sydercos, die ich in den letzten Jahren in der Hand hatte.

Was das Messer fuer manche Arbeiten attraktiv macht, ist, dass die Spitze nicht so fein ausgezogen ist wie bei manchen anderen Spydercos; die Klinge hat bis auf die letzten 15mm vor der Spitze die volle Staerke von 3mm und wird erst dann duenner. Verglichen mit z.B. dem Native oder dem Calypso ist einfach deutlich "mehr Fleisch" dran; die Klinge sollte daher auch etwas rauhere Benutzung problemlos mitmachen. Die Schneidleistung ist aber natuerlich - bedingt durch den Schliff und die Klingenstaerke - nicht mit der eines Messers mit Flachschliff vergleichbar.

Was die Ergonomie angeht - nun , das ist immer eine recht subjektive Angelegenheit, aber diesem Messer fehlt mir eindeutig die "Fingerchoil" fuer den Zeigefinger und eine Daumenauflage, wie sie sich etwa beim Native, Calypso Jr. und beim UK-Penknife finden. So, wie ich das Messer in die Hand nehme, liegen zwischen meinem Zeigefinger und dem Beginn der Klinge noch gut 2cm, und das ist mir in vielen Situationen einfach zuviel. Ich habe dann leicht das Gefuehl, dass ich das Messer nicht so genau fuehren kann wie ich moechte. Zudem ist das Messer dadurch fuer mich nicht ideal ausbalanciert, es ist "vorn" ein bisschen zu schwer. Der Griff ist mir ingesamt auch etwas zu gross, aber in einem deutlich kiezeren Stid

Dennoch - viel Messer fuer einen guenstigen Preis, der Kauf hat sich gelohnt, und z.B. im Garten oder bei allen Arbeiten, in denen man mal ein lanegeres Klappmesser braucht, oder auch z.B auf Campingtrips.

Hermann