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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spyderco Military



makalu
08.03.05, 09:58
Hallo, ich bin neu hier und auf der Suche nach dem "ultimativen Allzweckmesser" (keine besonderen Anforderungen, einfach für alles geeignet). Hab bereits viel Interssantes in eurem Forum entdeckt. Hab mir auch vor kurzem ein Spyderco Police (Stahl) bestellt, bin aber mittlerweile soweit, dass ich lieber (oder auch) ein Military hätte.
Dazu einige Fragen an euch: gibts das Military in verschiedenen Stahlarten (wenn ja, was ist vorzuziehen?), ist grundsätzlich glatter oder welliger Schliff vorzuziehen. Und zuletzt, wo bekomm ich sowas am günstigsten...oder gibts überhaupt eine noch bessere Alternative dazu??

Wäre für ein paar Tipps sehr dankbar,

liebe Grüsse aus Salzburg
Ferdinand

Revierler
08.03.05, 10:32
Ich darf zunächst auf die Forensuche hinweisen. Tonnenweise MAterial über das Mili.

Das Military gibt es derzeit nur in S30V. In der Vergangenheit waqren zuerst ATS-34 und später CPM-440V im Einsatz. Alles gute Stahsorten, wobei der S30V wahrscheinlich der hochwertigste ist.

Ich bevorzuge mittlererweile Plainedge.

evil ernie
08.03.05, 11:28
hi,
glatt oder wellig ist sicher auch eine persönliche geschmackssache. ich bevorzuge die glatte variante. ist einfacher nachzuschleifen und im alltag bei z.b. brötchen schmieren find ich das auch angenehmer ;)

fuchs
08.03.05, 11:59
Das Military gibt es derzeit nur in S30V. In der Vergangenheit waqren zuerst ATS-34 und später CPM-440V im Einsatz. Alles gute Stahsorten, wobei der S30V wahrscheinlich der hochwertigste ist.

Soweit ich weiß, hat der Hersteller Crucible Steel im Falle von CPM-440 V lediglich die Bezeichnung in S 30 V geändert - die Stähle sind also wohl identisch.

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08.03.05, 12:27
Soweit ich weiß, hat der Hersteller Crucible Steel im Falle von CPM-440 V lediglich die Bezeichnung in S 30 V geändert - die Stähle sind also wohl identisch.
Hi fuchs,

falsch isses.

Neue Bezeichnung vom 440V ist S60V.


Edit: ...und daß sie sich ziemlich stark unterscheiden, kannst Du hier: http://www.messerforum.net/_sonstiges/stahltabelle.html sehen ;)

exilant
08.03.05, 12:32
@fuchs,

nee, die sind verschieden. Der 440 ist der S60V (schlagt mich nicht, wenns der 90´er ist). Der S30V ist neuer und enthält weit weniger Kohlenstoff und Vanadium, was sich beim S60V als Problem darstellte.

Spyderco mußte seinerzeit die Härte des CPM440V auf 56 - 57HRC absenken, damit der durchschnittliche Kunde ordentlich schneiden kann. Der S30V kommt im Serienbereich zwischen 58 und 59 HRC daher und im Custom gehts wohl auch um die 60.

Die sind unterschiedlich.

@makalu

Das ist eine feine Suche, das ultimative Allzweckmesser. :D

Was wäre denn besser? Bei dieser Frage wirst Du doch spezieller werden müssen. Was ist Dir grundsätzlich wichtig? Mir z. B. ist eine kräftige Klingenspitze lieber als eine feine.

Weil, für ein allround wäre auch das Paramillie ein gute Wahl, wenn es ein Spyderco sein soll.

Sonstige Alternativen findest Du in den FGA (Frequently given answers) Suche den Thread. ;)

makalu
08.03.05, 13:13
Danke erst mal für die bisherigen Infos. Mir ist schon klar, dass mein Wunsch nach einem "ultimativen Allzeckmesser" so nicht zu beantworten ist, auch weil sich darunter ja jeder etwas anderes vorstellt - wie ja erwähnt wurde. Vielleicht versuch ich´s so: Ich bin (Messer-)Laie, hab mich aber schon etwas schlau gemacht, so weiss ich zB, dass S30V ein "guter" Stahl ist usw. Ich suche also ein wirklich hochwertiges, schönes Messer, dass ich bei allen möglichen Gelegenheiten bei mir haben möchte. Damit meine ich alltägliche Situationen im Alltag wie Urlaub, Berg, See, Ausflug, Werkstatt...(d.h. zB die Penetrationsfähigkeit in kugelsichere Westen spielt für mich keine Rolle...) Technische und optische Perfektion hingegen sind mir wichtig. Dass es dazu, gerade unter Experten, verschiedene Meinungen gibt, ist mir klar, aber genau diese wären ja für mich interessant, am besten eben anhand von konkreten Beispielen, vielleicht auch noch mit Argumenten dazu. Und Spyderco muss es nicht sein, ist halt mir als Laien am besten bekannt. Also danke nochmals, und bitte einfach eure Expertentipps, an die werd ich mich halten. LG :)

exilant
08.03.05, 14:28
Das macht es mir nicht gerade leichter. BTW, schusssichere Westen wollte ich nicht durchstoßen wissen, aber eine solide Spitze ist schon ein Aspekt eines Allzweckmessers, sonst landet es in der Küche.

Optische Perfektion: Das Millie ist optisch gelungen, obwohl es den Ruf des "hässlichen Messers" hat.

Das Griptilian finde ich in der Gesamtschau besser, weil der Preis auch eine Rolle spielt. Ich selbst trage gerne Messer, die vielleicht eine Macke im Design haben, aber mein Herz erfreuten. Vom Preis - Leistungsverhältnis her sind die Herzilein aber nicht empfehlenswert.

Also nochmal: Das Grippi bietet ebenfalls optische Perfektion und ein sehr gutes P-L Verhältnis.

Jeden Tag dabei / alltägliche Situation: Was, wenn sich wer wegen dem Messer erschreckt, macht Dir das Sorgen? Das Millie hat hinsichtlich der Tragbarkeit und Öffentlichkeit eher einen Nachteil als ein kleineres Messer. Das Para bietet da mehr, ist aber optisch nicht so perfekt und der Griff ist m. E. zu sehr konzipiert.

Das Grippi kommt beiden Seiten (seriöses Messer ohne großen Schreckwert) entgegen. Die Handlage ist klasse.

Kleinere Messer, auch wenn martialisch im Design verschwinden im Gebrauch besser in der Hand als große Teile, wie das Millie oder das AFCK.

Die Verriegelungen aller drei sind top. Die Liner Riegel sind wohl etwas dreckverträglicher, aber ich hatte noch kein Axis am Strand um zu wissen, ob die wirklich bei Sand versagen. Coolcat sagt das jedenfalls.

Es gibt im Benchmadeforum einen Thread über einen Schneidtest anhand von "rubberized Hogshair" (klasse Wort, nicht wahr?) also gummnierte Schweineborsten. Der Threadstarter wollte darstellen, wie gut S30V ist, stellte aber fest, dass die mindere Schneidhaltigkeit von 440C überraschend gering ist. Also kann es ruhig was anderes als S30V sein IMHO.

Ich mag S30V wegen seiner Allzwecktauglichkeit. Frisch abgezogen entsteht bald eine etwas rauhere Schneide, die gut auf Zug arbeitet, ohne aber säbeln zu müssen. 440C arbeitet leichter auf Druck.

Das Millie steht, wie das Para in der Tasche ein gutes Stück heraus, Tip down. Mir persönlich sind Tip up mit Clip lieber, weil so besser vor Dreck geschützt. Außerdem finde ich Schnürchen am Griff irgendwie praktisch.

Zusammengefasst würde ich sagen, schau mal in den Preisklassen darunter, was Dir gefällt und dann vergleichen wir. Zwar könntest Du mit dem Millie wenig falsch machen, wenn Du nicht alle zwei Tage Löcher in dicke Bretter bohren willst, aber, wie meine Oma selig sagte: "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht was bessres findet!".

Das Pika von BM könnte vom Design etwas sein, wenn es die lange spitze Klinge sein soll.

Über das Heat von Camillus habe ich bisher nur gutes gehört und das ist für den Preis schon verlockend.

Bonemachine
08.03.05, 21:13
guck dir mal das spyderco manix an.
ist ebenso ein prügel wie das mili, hat aber ne breitere klinge und einen backlock. ist mein derzeitiges edc und ich bin sehr zufrieden damit.

MojoMC
08.03.05, 22:06
Zur Frage Griptillian vs. Military:

Es gibt drei Dinge, die mich an meinem (non-Mini) Griptillian etwas stören:
- kurze Klinge (beim Lebensmittelschneiden saut die Klinge durchaus mal bis Klingenachse zu)
- kein echter Flachschliff (wieder beim Futter machen etwas störend)
- nicht sooo schnitthaltig (hab nur AUS8 & Opinel rostfrei als Vergleich, die sind aber noch schlimmer)

Genau das ist beim Military ja besser. Aber das Military hat halt einen Lock ohne Sicherung, auf dem man beim Nutzen rumgrabbelt und es hat einen dreistelligen Preis. Solange ich mich nicht überwinden kann, diese zwei Sachen zu ignorieren, bleibt das Military noch im Geschäft...

le.freak
09.03.05, 08:58
.. Aber das Military hat halt einen Lock ohne Sicherung, auf dem man beim Nutzen rumgrabbelt und es hat einen dreistelligen Preis. Solange ich mich nicht überwinden kann, diese zwei Sachen zu ignorieren, bleibt das Military noch im Geschäft...

also mir ist mit dem liner lock vom military noch nichts passiert, und ich bin einer der kein fettnaepfchen auslaesst :steirer:

und zum preis: wenn du´s billiger haben willst nimm das messer nicht aus dem geschaeft - ich hab meine beiden gebraucht bekommen, dann passts auch mit dem preis.

Ookami
09.03.05, 10:16
der liner vom millie sitzt bombenfest.

und zum brotschmieren eignet sich serrated wunderbar, weil man damit schöne muster zuabern kann.

ansonsten ist plain wohl doch vielseitiger einsetzbar.

Ookami

ps ich wollte nur nochmal betonen, dass sich serrated mit dem sharpmaker wunderbar nachschärfen lässt. O.

exilant
09.03.05, 11:57
- kein echter Flachschliff (wieder beim Futter machen etwas störend)


bleibt das Military noch im Geschäft...

Falls es Dich doch überkommt, nimm doch das Grippi mit und vergleiche mal die Klingenwinkel. Wenn das Grippi insgesamt einen steileren Winkel um mehr als 3° hat als das Millie, sag bescheid.

MojoMC
09.03.05, 12:42
der liner vom millie sitzt bombenfest.Ich will dem Mili-Liner ein Versagen auch gar nicht anhängen. Es geht mir eher ums Prinzip. Ein Lock, bei dem man auf wichtigen Teilen bei der Benutzung rumgrabbelt, find ich vom Konzept her schon irgendwie doof. Das LAWKS ist da eine gute Ergänzung zum Liner...


ps ich wollte nur nochma betonen, dass sich serrated mit dem sharpmaker wunderbar nachschärfen lässt. O.Den muss man erstmal käuflich erwerben. Das eingerechnet, kommen die Serrations nicht wirklich preiswert rüber...


Falls es Dich doch überkommt, nimm doch das Grippi mit und vergleiche mal die Klingenwinkel. Wenn das Grippi insgesamt einen steileren Winkel um mehr als 3° hat als das Millie, sag bescheid.Meinst du das ironisch und willst mir sagen, dass zwischen den Messern kein Unterschied besteht? Verstehe wirklich gerade nicht, wie du das meinst.

Das störende am Griptillian ist meiner Meinung nach nicht der Klingenwinkel, sondern die Kante in der Mitte der Klinge. In Schnittgut wie z.B. Gurke geht die Klinge durchaus mal ihren eigenen Weg; sie drückt sich halt vom festen Teil des Schnittgutes in Richtung Gurkenscheibe weg. Das ist zwar nichts weltbewegendes, aber manchmal nervig...