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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spyderedge Vor- Nachteile



TIGERMEET
09.01.05, 20:35
Hi,
ich würde gerne wissen was die Vor- und Nachteile einer reinen Spyderedge-Klinge sind .

Nachteil: schlecht nachzuschärfen

Vorteile: ......

Ich würde das gerne mal wissen warum Spyderco diese Klingenart unteraderem anbietet wobei für mein Empfinden doch Plain/Serated viel besser ist.

spear
09.01.05, 20:43
Die Schnittleistung ist sehr viel besser. Allerdings "zerfetzt" du leicht das Schnittobjekt.

Blackhawk
09.01.05, 20:59
Ich schätze mal die selben Vorteile wie eine Serration im Allgemeinen.

Obwohl die SInnhaftigkeit von Serrations ja umstritten ist.

Auf der Alten HP von Spyderco gab es mal ne Erklährung unter "Edgeucation", keine Ahnung ob es das auf der neuen auch noch gibt.

EDIT: Hier: http://www.spyderco.com/edge-u-cation/index.php?item=6

Besonderes Augenmerk auf DIAGRAMM A, wonach die Spyderedge die länge der SChneide vergrößert und man "größere" Schnitte mit einem Zug der Klinge ausführen können soll.

http://www.spyderco.com/pix/edgeucation/serrations.gif

Richard

cheez
09.01.05, 21:30
Ich habe über ein Jahr lang ausschließlich ein Endura mit Spyderedge als EDC getragen. Das Messer hat alles getan, was ich erwartet habe, und mehr.

Die Spyderedge schneidet halt sehr aggresiv, insbesonders Dinge wie Seile, Kartons und Kabelbinder lassen sich hervorragend damit schneiden.
Außerdem schneidet die Klinge auch noch dann, wenn sie verhältnissmäßig stumpf ist.

Von Plain/Serrated (Combo Edge) halte ich nur unter besonderen Umständen etwas. Die Klinge muss lang sein, damit man beide Bereiche vernünftig nutzen kann. General ist es allerding besser, Nägel mit Köpfen zu machen, und eine Klinge zu haben, die entweder serrated oder plain ist.

Das Nachschärfen muss nicht notwendig schwerer sein, mit dem Sharpmaker kann ich meine gewellten Klingen leichter und schneller schärfen als die plain-Varianten. Ist halt alles relativ.

Kurz:

Vorteile:
- Aggresiv
- Langlebigkeit

Nachteile:
- aggresives Aussehen
- u.U. Nachschärfbarkeit
- unpräzise

Ansonsten sagt die Grafik von Richard eigentlich alles aus. Man kann das auch hier (http://www.spyderco.com/edge-u-cation/index.php?item=6) nachlesen.

gruss, Keno

immi666
11.01.05, 12:02
meine meinung, kurz & knapp:

feiner schnitt: plain.
aus einem teil 2 machen
ohne viel kraftaufwand: serrated.

:)

Ookami
10.02.05, 08:59
das mit der einfachen nachschärfbarkeit auf dem sharpmaker kann ich bestätigen.

Ookami

Django
23.02.10, 13:17
Hallo zusammen,

ich habe vor einigen Jahren ein Spyderco bekommen. Glaube, es handelt sich um das Modell Endura mit Wellenschliff. Auf der Schneide steht, dass es aus AUS 8A Stahl gefertigt ist. Es hat einen Plastik-Klipp, der sich nicht abschrauben lässt - diese Kombination, also Endura mit dem Stahl und Plastik-Klipp konnte ich aber nirgends mehr finden. Kann mir das jemand erklären? Haben die das Modell angepasst?

Jetzt aber zu meinen eigentlichen Fragen. Bei meinem Spyderco - und so wie ich gesehen habe, bei jedem Modell - ist die Schneide, wenn man von oben auf das Messer schaut, links angebracht. Ist das für Rechtshänder nicht eigentlich unpraktisch?

Wie schon erwähnt, besitzt mein Messer einen Wellenschliff. Wofür ist der zu verwenden? Für welche Aufgaben werden solche Messer entworfen?

Vielen Dank im Voraus!

Django

stubenhocker
23.02.10, 13:36
Du hast ein Endura der ersten Generation, dass wird schon eine ganze Weile nicht mehr hergestellt. Mittlerweile sind wir ja schon bei der 4. Generation. Mit einem Wellenschlif lassen sich faserige, feste Materialien wie Taue besser und länger schneiden als mit einer glatten Klinge. Wenn der Wellenschliff dann aber dennoch stumpf wird, ist das Nachschleifen mit entsprechenden Feilen ein Geduldsspiel.

mfg, stubenhocker

klingler
23.02.10, 14:26
Hallo Django,

=> klick: hier kannst Du die "Geschichte" des ENDURA nachlesen. (http://www.spydiewiki.com/index.php?title=C10_Endura)

Korrekt, der Wellenschliff ist -auch bei meinem Endura 3- linksseitig angebracht, die Schneide verläuft dadurch nicht ganz mittig in der Klinge. Aber das ist mir beim Schneiden noch nicht negativ aufgefallen.
Ich bin auch Rechtshänder. Ein aktives Gegensteuern, um ein Verlaufen der Schnitte zu verhindern, ist nicht notwendig bzw. so gering, dass es (mir) in der Handhabung nicht auffällt. Es ist halt kein kompletter/echter einseitiger Anschliff (Chisel-Grind). Bei Messern mit einseitigem Anschliff brauche ich immer ein paar Versuche, bis ich eine symetrische Wurstscheibe abschneiden kann :D .

cheez
23.02.10, 14:30
Die Begründung für den linksseitigen Schliff ist, dass das Messer so beim Schneiden im Zweifelsfall von der Hand wegschneidet - vorausgesetzt, man ist Rechtshänder.

Abgesehen davon sieht's natürlich auf Bildern unter Umständen besser aus ;)

Wellenschliff schneidet /fast/ alles - irgendwie. Und auch dann noch, wenn die Klinge ansich stumpf ist. Es gibt da eine Story, wo ein Taucher mit einem Spyderco [mit Wellenschliff] in einer Notsituation ein Stahlseil durchtrennt hat - klar, die Klinge war danach hinüber, aber versuch' das mal mit einer glatten Schneide ;)
IIRC gab's Bilder von dem Messer im Forum auf spyderco.com; aber meine Erinnerung mag mich da täuschen.

Gruss, Keno

DaKern
23.02.10, 16:13
Das einzige wo mir der Wellenschliff persönlich Negativ auffällt ist, wenn ich ein großes Stück Käse schneiden muss. Da gleitet mir die Klinge immer weg wegen dem ungleichen Anschliff. Ansonsten kann man fast alles damit machen.

Django
23.02.10, 19:27
Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Das mit dem älteren Modell hatte ich mir bereits gedacht.

Die linksseitige Schneide überzeugt mich allerdings nicht. Echt schade, dass so ein super Messer (Qualität, Funktionalität, Design) nur mit dieser Ausstattung zu haben ist. Ich möchte nach wie vor behaupten, dass es doch für die meisten Rechtshänder angenehmer wäre, wenn die Schneide rechts wäre.
Bestes Beispiel: man hält (als Rechtshänder) einen Gegenstand, z.B. einen Ast oder ein Seil, mit der linken Hand und schneidet mit der rechten Hand vom Körper weg. Da würde eine "umgekehrte" Schneide mehr Sinn machen, oder?

stubenhocker
23.02.10, 20:00
Da würde eine "umgekehrte" Schneide mehr Sinn machen, oder?

Da hast du natürlich absolut recht, deswegen ist das normalerweise bei Messern mit Chisel-Grind auch genau andersrum als es Spydero hier (und auch bei anderen Modellen) gemacht hat. Ich habe z.B. ein Centofante I mit Spyderedge, es hat im Prinzip einen Chisel-Grind für Linkshänder. Ein Beispiel für einen "normalen", einseitigen Anschliff ist z.B. das Benchmade Instigator (http://www.youtube.com/watch?v=YlYpHFK-gBs).

mfg, stubenhocker

Peter1960
23.02.10, 21:38
Nachdem das Zwischenspiel betreffend Endura als erledigt betrachtet werden kann, sind die Themen nun zusammengeführt.

edsger
03.03.10, 13:51
Den einseitigen Wellenschliff empfinde ich auch als störend, deshalb habe ich mir mal an einem Victorinox einen beidseitigen Wellenschliff angebracht, der möglichst genau in der Mitte liegt und nicht so tiefe Wellen hat. Trotzdem war ich sehr zufrieden damit, obwohl es mir in Tunesien geklaut wurde. :( Nur das Nachschärfen ist aufwendiger.
Mit Spyderedge u. ä. gelingen mir keine feinen geraden Schnitte.
Mittlerweile bevozuge ich am EDC nur noch Klingen ohne Wellenschliff.