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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stabilität Military



thrawn
19.12.04, 19:12
Ich habe versucht, über die Suchfunktion zu finden, was ich wissen will, leider ohne Erfolg, desshalb auf diesem Wege (bitte nicht hauen, wenn ich was übersehen habe und das schon tausendmal durchgekaut wurde).
Aalso 1.: Das Military hat ja keine Platinen, sondern quasi Griffe aus purem G10. Frage: wie steht es mit der Verwindungssteifigkeit, bzw. der allgemeinen Stabilität des Messers im Vergleich zu Messern, die Platinen (Stahl, Titan) haben?

pitter
19.12.04, 19:39
Theoretisch oder Praktisch?
Theoretisch: Ich mags nicht, würde ich mir nie kaufen.
Praktisch: Ich kenne keinen einzigen Fall, bei dem die Griffe gebrochen sind oder irgendwelche anderen Probleme auftraten.

Grüße
Pitter

Hocker
19.12.04, 19:48
Ich habe versucht, über die Suchfunktion zu finden, was ich wissen will, leider ohne Erfolg, desshalb auf diesem Wege (bitte nicht hauen, wenn ich was übersehen habe und das schon tausendmal durchgekaut wurde).
Aalso 1.: Das Military hat ja keine Platinen, sondern quasi Griffe aus purem G10. Frage: wie steht es mit der Verwindungssteifigkeit, bzw. der allgemeinen Stabilität des Messers im Vergleich zu Messern, die Platinen (Stahl, Titan) haben?


Ich habe ein Military und hatte ein Starmate, beide mit G10 ohne Platinen. Schwächen waren nie festzustellen.
Beim Stahl cpm440v bzw. s30v wär ich vorsichtiger, weil relativ spröde (feine Spitze des Military).

le.freak
19.12.04, 20:02
das military ist stabil genug fuer den alltag und manch anderes :)

meine militaries haben bisher noch jede tour ueberlebt, die stabilitaet ist wohl auch hoch genug, so manch anderes werkzeug haelt mich naemlich nicht allzu lang aus.
die spitze ist recht fragil das stimmt, aber sogar nen sturz auf die fliesen hat sie recht gut ueberstanden, da war nur ein milimeter hinweg, bei anderen messern waer aber bei der aktion das gleiche herausgekommen.

also ich kann das ding nur empfehlen, klar dieser "nested" liner nur auf einer seite macht einem schon angst, aber das g10 ist sowas von stabil und schoen leicht, und wenn man nicht gerade tueren aufstemmen will sondern schneiden ists ein gutees messer...

gladiator
19.12.04, 20:17
Ich verkaufe mein Military im Forum , habe es ca. ein Jahr als EDC getragen und bin abolut überzeugt von dem Messer.
Es hat Wald und Wildeinsätze ohne sichtbare Spuren überstanden.

Für mich ein Super EDC , sehr schmal super zu tragen.

Gruß

bully635
19.12.04, 21:14
Hallo.
Ich hatte 3 davon,und kein einziger zeigte irgendwelcher Schwächen oder so.
Kauf dir eins,und wenn es dir nicht gefällt kannst noch immer weiter verkaufen,Einer von meist verkauften Folder. :super:

Grüsse

bully635

Musashi
19.12.04, 22:24
Das Messer ist für mich ein Evergreen und eines von meinen Geb-ich-nicht-mehr-her-Messern.

Es liegt bei mir ausserordentlich gut in der Hand und das Öffnen flutscht nur so. Die Stabilität des Griffes, der Liner und die Schneidleistung der Klinge sind für mich über alle Zweifel erhaben. Ich habe meines schon ein paar mal nachgeschärft, aber das ist nun mal so - wenn man ein Messer verwendet wird es stumpf.

Fazit: Ich gehöre zwar nicht zu den Power-Usern, aber es hat mich bei allen Schneidaufgaben gut bedient. Ich würde es wieder kaufen und es bleibt in meiner morgendlichen Für-die-Hosentasche-Auswahlriege. ;)

Gruss
Andreas

tk_power
20.12.04, 13:11
Das Military hat nur eine Platine, nämlich den Liner selbst, ist aber genauso stabil, wie ein Folder mit zwei Platinen. Bei den meisten Messern werden die auftretenden Kräfte und Spannungen über Schrauben, Nieten oder Pinne absorbiert, was IMO einen Schwachpunkt darstellt. Beim Military werden alle Kräfte und Spannungen über die eine G-10 Griffhälfte abgeleitet, da es sich ja hier um einen "nested liner" handelt, und das ist IMO besser.

Hatte selbst ein S30V Military und war sehr zufrieden damit. Gute Handlage, guter Stahl. Das einzige was mich etwas stört ist, dass die Klinge im geschlossenen Zustand nur von einem Detend Ball gehalten wird. Ich hatte immer Angst, dass sie sich unbemerkt öffnet :rolleyes: . Vielleicht habe ich mir auch nur zuviel Sorgen gemacht?!

Fazit: Ein sehr gutes Messer. Mit dem Military machst Du nix falsch :cool:

MfG
Thomas

thrawn
20.12.04, 15:01
Danke für die Antworten - hat meine letzten Zweifel beseitigt; jetzt liegt es neben mir und harrt der Dinge, die da kommen mögen .....

ex Vento
20.12.04, 21:12
Habe auch eins und bin sehr zufrieden. Habe auch schon 5cm dicke Äste damit abgehack. Etwas mühsam, es hat bis jetzt aber alles schadlos überstanden. Selbst die G10 Griffschalen sehen nach einiger Zeit in der Hosentasche nicht Gammelig aus.

fuchs
21.12.04, 00:24
Danke für die Antworten - hat meine letzten Zweifel beseitigt; jetzt liegt es neben mir und harrt der Dinge, die da kommen mögen .....
Schade, dass du es schon gekauft hast. Ich hätte dir empfohlen, dir mal ein Impala anzuschauen. M.E. ist es eine verbesserte Version des Military.
Der Aufbau und die Klingengöße ist identisch, der Klingenstahl mit VG 10 ebenbürtig, aber die Klingenform praxistauglicher - die Spitze nicht primär zum Stechen geeignet und viel unempfindlicher, das Messer insgesamt genauso stabil, aber leichter und nicht so "tactical"...

thrawn
21.12.04, 15:48
Ich fürchte, es wird nicht letzte Messer gewesen sein, daß ich mir zugelegt habe/haben werde; von daher, was nicht ist, kann ja noch werden.
Eine richtige Messersammlung habe ich zwar (noch?) nicht - aber es läppert sich ...

PS: Ist VG 10 denn S30V wirklich ebenbürtig? Ich weiß, so ziemlich jeder vernünftige Messerstahl hat seine Vor- und Nachteile, aber in der Summe sollte doch der ganze PM-Stahl DER Stahl für Messer sein (auch vom Kostenfaktor: BG42 z.B. ist wahrscheinlich ähnlich gut, aber eben teurer).
Aber naja, daß sind wohl Sachen, wo es immer tausend verschiedene Ansichten geben wird.

thrawn
28.12.04, 20:19
So, nach den ersten Einsätzen bin ich mit dem Military sehr zufrieden, daß einzige, was mich etwas stört, ist, daß wenn man die Klinge aufklappt (nicht, bis die arretiert), sie sich etwas in Längsrichtung bewegen läßt, als wenn die Klingenbohrung für die Lagerung etwas zu groß im Vergleich zum Bolzen ist. Im arretierten Zustand ist alles fest, nur halbaufgeklappt eben nicht. Ist das normal, können die Toleranzen so groß sein?

gast141009
28.12.04, 20:36
...daß einzige, was mich etwas stört, ist, daß wenn man die Klinge aufklappt (nicht, bis die arretiert), sie sich etwas in Längsrichtung bewegen läßt, als wenn die Klingenbohrung für die Lagerung etwas zu groß im Vergleich zum Bolzen ist. Im arretierten Zustand ist alles fest, nur halbaufgeklappt eben nicht. Ist das normal, können die Toleranzen so groß sein?

Scheint "normal" zu sein - hab´s gerade überprüft - macht mein Military auch!

Annapurna
28.12.04, 20:38
Ich weiss nur, dass der Lock meines Military (mit ATS-34) in letzter Zeit immer öfter versagt. Bei 1 von 5 Spine-whacks ist die Klinge zu. Ich werds also morgen mal reklamieren...
Schade ums Geld. Heutzutage hätte ich mir ein Rat Trap gekauft.

exilant
29.12.04, 10:13
Bei den meisten Messern werden die auftretenden Kräfte und Spannungen über Schrauben, Nieten oder Pinne absorbiert, was IMO einen Schwachpunkt darstellt. Beim Military werden alle Kräfte und Spannungen über die eine G-10 Griffhälfte abgeleitet, da es sich ja hier um einen "nested liner" handelt, und das ist IMO besser.




Also das mußt Du mir noch einmal erklären.

Welche Messer meinst Du, die die auftretenden Kräfte über Schrauben, Nieten und Pins ableiten und welche Schrauben sind gemeint? Insbesondere: Die meisten?? Meinst Du die Schrauben im Griffrücken oder die Achsenschraube? Was ist da beim Millie anders?

Wie wird denn der nested Liner im Messer befestigt, wenn nicht über Schrauben? Wird der geklebt?

Was ist bei dem versenkten Liner besser, als bei einem, der aus der Stahlplatine herausgefräst ist? Da meines Erachtens die Kräfte zuerst einmal von der Achse aufgenommen werden, spielt die Bauart des Liner eine kleinere Rolle. Aber trotzdem, was ist besser? Werden die Kräfte beim gefrästen Liner nicht ähnlich verteilt?

M. E. ist es so, wenn der Liner unter Last einknickt, liegt das am Winkel und der Länge. Ich habe noch nie gehört, das ein Liner hinten abschert.

Abgesehen davon verwendet Gerber für seine AR Reihe (vielleicht auch für andere) ebenfalls nested Liner, also Stahlstücke, die in die Schale eingelassen sind und im Griffrücken befestigt.

Aber, vielleicht kannst Du das mal erklären.

tk_power
29.12.04, 14:17
Also, mit "die meisten" meine ich alle Klappmesser, die kein "nested liner" verwenden. Und bei denen ist es so, dass eine vorhandene Griffschale oben drauf "gepappt" wird. Dies tut der Stabilität keinen Zugewinn. Der einzige Kontakt zum anderen Liner, soweit der vorhanden ist, sind die Griffschrauben und die Klingenachse. Bei der Klingenachse ist es bei beiden Bauarten gleich, aber bei den Griffschrauben IMO nicht. Denn weil auftretende Kräfte, z.B. beim spinewhack, ja nicht nur in dem einen Liner verbleiben, sondern auch in den anderen wandern, müssen sie ja irgendeinen Weg nehmen, und der führt über Griffschrauben und Klingenachse. Und die Griffschrauben sind ein Schwachpunkt, IMO.

Bei dem nested liner wandert der Großteil der Kräfte in die Griffschale aus G10, weil der Liner ja in das G10 eingebettet ist. Ein kleiner Teil wird wohl auch über die Griffschrauben abgeleitet.

So habe ich das gemeint. Ich hoffe, dass es jetzt klarer geworden ist. Vielleicht ist es auch völliger Schwachsinn. Vielleicht gibts ja hier jemanden, der mal ein Military und eins ohne nested liner modellieren kann, um dann eine FEM Berechnung zu machen.

MfG
Thomas

exilant
29.12.04, 15:16
Das macht doch keinen Sinn. Wenn der nested die Kraft in die Schale abgibt, mit der er baulich auf einer Ebene liegt und passgenau verbunden ist, wieso gibt der Platinenliner die Kräfte nicht auf die Platine ab?

Vergleichen muss man die Platinen, meinetwegen ohne die daraufgeschraubten oder gepappten Schalen, und die Schalen des Millie, weil nur diese Bauteile die gleiche Funktion haben. Die G 10 Schalen meinetwegen eines AFCK (alt) mit denen des Millie zu vergleichen....also bitte.

Abgesehen davon, je nach Last nehmen die auch Kräfte auf.

Keine Ahnung, wie Liner Locks früher mal ausgesehen haben. Aber vielleicht hat man damals eben die Liner als kleines separates Bauteil auf die Schale geschraubt. Klar ist da ein Millie überlegen.

Aber wer macht das denn noch??

Wie gesagt, Gerber macht das gleiche. Eingelegte Liner. Gefällt mir, sitzt sauber. Möglich, dass die Fehlerquelle eines überbogenen Liners so minimiert werden kann.

Aber stabiler als eine komplette Stahlplatine? Da müßte der Liner abreißen. Wie soll das gehen?

Und die Griffschrauben? Das Millie hat glaube ich 5. andere 2 bis 3. Hat das Millie eigentlich Gewindebuchsen oder schraubt man im G10?

Ein steifer Rücken (beim Messer natürlich) bringt ein verwindungsärmeres Messer. Dabei spielt m. E. es eine größere Rolle, wie lang der Backspacer ist. Da kann ich mich täuschen, weil in der Konstruktion es wohl auch Punkte gibt, wo keine Kräfte wirken, aber ob 5 Schrauben mehr halten als ein durchgehender Rücken bei Torsion, müßte man mal ausprobieren.

Ich glaube, wenn man mal ein BM 600 Brend oder so ein altes BM Tsunami sieht, weiß man, welchen Fortschritt so ein Millie war. Aber seit dem AFCK hat sich die Industrie umgestellt, so dass es eigentlich mehr die Frage ist, wer die höhere Maßgenauigkeit in der Fertigung und die bessere Qualitätsprüfung hat.

Das Millie ist ein vielgeliebtes Messer und eine tolle Idee, ein großes aber leichtes Messer zu bauen. Der einzige mir bekannte Nachteil ist die angeblich bruchempfindliche Spitze, wo ich denke, das hier konstruktiv daneben gegriffen wurde. Naja, linkshändertauglich wäre auch noch was, aber egal. :D

tk_power
29.12.04, 20:04
Beim Military sind die Schrauben in Stahl geschraubt. Es gibt drei Gewindebuchsen: zwei sind im Backspacer versteckt, die dritte ist der Stoppin. Die Griffhälften werden von beiden Seiten verschraubt. Demnach sind es 6 Schrauben :D .

Es ist im übrigen völlig egal, welches Prinzip besser oder schlechter ist. Tatsache ist, dass das Military sehr stabil ist, alles mitmacht und nichts übel nimmt. Es stimmt schon, dass die Spitze fragil aussieht, aber sie ist widerstandsfähiger als man denkt.

Guter Stahl, gute Handlage, guter Lock.
Kurzum: Mit dem Military macht man nichts falsch.

fuchs
29.12.04, 20:15
Ich glaube, wenn man mal ein BM 600 Brend oder so ein altes BM Tsunami sieht, weiß man, welchen Fortschritt so ein Millie war.

Mag sein, dass ich da was falsch verstehe, aber ich besitze glücklicherweise ein Tsunami und habe es mir mal eben angeschaut: ein sehr kräftiger zweischaliger Alurahmen , Materialstärke wie beim MT Socom, mit 4 dicken Bolzen verschraubt, der Liner ist als Extraplatine über die ganze Länge der einen Schale eingelegt, bei Torsionsbelastung der Klinge mit der Hand kein Klingenspiel, weder vertikal noch horizontal - stabiler gehts kaum. (Wenn ich da an das Starmate denke...)

Dazu noch diese g...e Tantoklinge wie man sie heute schon lange nicht mehr baut - also ich wüsste, welches Messer ich vorziehen würde und einen Fortschritt vermag ich da nicht zu erkennen.

exilant
30.12.04, 09:41
Dann habe ich mich mit dem Tsunami vertan.

@tk_power

So sehe ich es eben auch. Gut gemachtes, durchdachtes Messer.

Als Linkshänder habe ich es nur befummelt. Fand auf den ersten Blick, das die Spitze nicht dünner war als bei anderen Messern, aber man hört ja so vieles :D .