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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spyderco Lil´ Temperance und Yojimbo



talisker
22.10.04, 15:53
Hallo,

ich habe bei der Forensuche nicht genügend Informationen über die zwei Messer bekommen.

Ist jemand von Euch im Besitz dieser Teile und kann sie empfehlen? Wie stabil ist das Lil´ Temperance und wie liegt das Yojimbo für jemanden in der Hand, der das Military und das Chinook II als sehr angenehm empfindet.

Wie steht es mit der Verarbeitungsqualität?

Aktuell komme ich aufgrund einer OP nicht zu einem Spydercohändler, um die Messer mal zu befummeln. Daher die Frage...


Vielen Dank für die Antworten schon mal im Voraus...


Talisker

anson argyris
27.10.04, 10:52
Ich hab' zwar beide, aber keines bisher richtig benutzt.
Verarbeitungsqualität gut bis sehr gut.
Beide haben im Verhältnis zur Grifflänge relativ kurze Klingen.
Als 'User' dürfte m.E. das Lil'Temperance besser sein, zumindest mit der
Droppointklinge.
Das Yojimbo hat eine ziemlich dünne Klingenspitze, daher besteht wahrscheinlich
größere Bruchgefahr als beim Lil'Temperance.
Übrigens: Das Lil'Temperance ist ab 2005 nicht mehr im Programm.
Könnte also sein, dass es als Auslaufmodell bald etwas billiger zu haben ist.

talisker
09.11.04, 19:39
Vielen Dank für Deine Antwort! Dann werde ich mal auf das Lil´ warten :super:

Spider
09.11.04, 23:12
Ich geb`auch noch mal meinen Senf dazu:

Im Prinzip stimme ich (habe auch beide) mit Anson überein, würde die Qualität der beiden aber noch höher einordnen: Kaum noch zu toppen.

Die Idee, das G-10 nicht einfach wie bei anderen Herstellern üblich in Sandwich-Bauweise aufzubringen, sondern die Liner in das G-10 einzulegen ist klasse und auch sicher teuer.

Damit auch der erste Kritikpunkt: Ich finde sie beide sauteuer. Trotz der Qualität finde ich, bei einem als Gebrauchsmesser ausgelegten Serienstück, bei dem nicht mal Titan oder Carbon im Spiel ist, muß irgendwann mal Feierabend sein.

Zweitens finde ich den Compression-Lock schlechter zu bedienen als einen normalen Linerlock, ganz zu schweigen vom Benchmade-Axis.

Davon abgesehen spydie-typisch gute Messer: Sauscharf und schön große Öffnungslöcher, die Klingen laufen auch gut.

Der Griff des Yojimbo ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Problematischer ist die Klinge: Das Ding ist ja wohl als Waffe für tiefe frei ausgeführte Schnitte und Stiche ausgelegt. Das schränkt die Belastbarkeit der Spitze sehr ein und die komplett gerade Schneide taugt nicht zu Küchen- oder kleineren Feldarbeiten, schon gar nicht kann man damit etwas auf einem Holzbrett schneiden.

Wenn Du ein Allzweckgebrauchsmesser suchst, würde ich auch zum Lil`Temperance raten, am besten das mit der spydie-typischen modifizierten Droppoint-Klinge.