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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spyderco Centofante III



spyderbug
10.03.04, 15:28
Gerade ist bei mir das Centofante III eingetrudelt (Dank an Wolfster).

Erster Eindruck:

Das Messer entspricht im Wesentlichen dem Vesuvius, dessen "Nachfolger" das Messer ist. Anders als das Vesuvius hat es allerdings einen Back-Lock Verschluss. Verarbeitung des Messers ist Spydercotypisch gut, die Klinge sitzt spielfrei und kam sauscharf aus dem Karton. Auf den ersten Blick wirkt die Klinge alerdings etwas dünn, was sie mit 2 mm auch ist, und bildet einen krassen Gegensatz zu dem doch recht massiv wirkenden FRN Griff mit eingelegtem Stahl-Liner. Durch eben diesen Liner wirkt das Messer subjektiv wesentlich stabiler als die FRN Modelle die ich bisher in der Hand hatte.

Der Griff:

Der Griff selbst hat eine gute Handlage und hat zusätzliche Bohrungen zum Umsetzen des Clips von Tip-Down auf Tip-Up. Anders als z.B. beim FRN Calypso Jr. gibt es bei diesem Messer keine eingesetzten Gewindebuchsen. Hier dient der Stahl-Liner als Anker für die Schrauben des Clips (die bei diesem Modell übrigens Torx-Köpfe haben). Der eingelegte "Spyderbug" wertet IMHO die Optik ungemein auf und lässt das Messer sehr elegant erscheinen.

Die Klinge:

Die Klinge aus VG-10 hat mit etwa 7,5 cm eine recht brauchbare Länge und die Klingenform gibt sicherlich ein exzellentes EDC ab. Das Öffnungsloch ist für meinen Geschmack etwas zu klein (12 mm) aber das stört nicht weiter. Dafür bin ich mit der Riffelung auf der Daumenauflage sehr zufrieden. Sie bietet guten Halt und ist gleichzeitig aber nicht so aggressiv, dass man davon Schmerzen bekommt. Die Art des Anschliffs mach ein einhändiges Schließen leider etwas schwierig, da die Schneide sofort nach dem Griff beginnt und somit das Verletzungsrisiko beim Schließen hier etwas höher ist.

Fazit:

Das Centofante III ist ein absolut günstiges Messer mit gutem Klingenstahl, guter Verarbeitung und einem Aussehen, dass nicht gleich jeden aufschreien und davonlaufen lässt. Im Gegenteil - es wirkt eher freundlich denn gefährlich. Wie schon erwähnt, ist die Stärke der Klinge mit 2 mm etwas dünn, was aber nicht unbedingt ein Nachteil ist. Den Schneideigenschaften (die bei VG-10 ohnehin gut sind) kommt die geringe Stärke sicherlich zu Gute und da das hier kein Combat-Folder ist, kann ich auch mit der dünnen Klinge ganz gut leben. Zusammenfassend kann ich nur sagen: Empfehlenswert! :super:

Daten:

Modell: Spyderco Centofante III, C66PBK3
Klinge: VG-10, 79 mm lang mit etwa 77 mm Schneide
Griff: Schwarzes FRN mit einem Stahl-Liner und eingelegtem Spyderbug
Gesamtlänge: 191 mm

Ich hoffe der Beitrag war nicht allzu langweilig für euch :rolleyes:

Schöne Grüße,

Robert

Nameless
10.03.04, 18:47
Das Centofante III hab ich mir bei Wolfster schon mal genauer angucken können.
Das Design gefällt mir wirklich, die Verarbeitung war einwandfrei.
Lediglich die Klinge war mir im Verhältniss zur Klingenlänge zu dünn.
Machte irgendwie keinen stabilen eindruck.

Ansonsten ein sehr schönes Messer.

spyderbug
11.03.04, 00:05
Naja, unstabil finde ich ist es nicht unbedingt. Hebeln sollte man auch mit dickeren Klingen nicht und durch ein Ölfass wird dieses Messer sicher auch niemand rammen :D

Für Schneidarbeiten sind die 2 mm sicher ausreichend, denn bei einem Küchenmesser reichts ja auch.

Ich muss Dir allerdings recht geben, dass die dünne Klinge etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das Jester am Schlüsselbund hat immerhin die selbe Klingenstärke :argw:

Für tägliche Schneidarbeiten wie gesagt ausreichend - zum Camping würd ich mir aber lieber ein Military mit 4 mm Klinge einstecken :D

Grüße, Robert

Bischoff
16.04.04, 11:32
Auf der Seite von Wolfster wird der Stahl des Centofane 3 aber mit Ats 34 und nicht mit Vg10 angegeben.Fehler von Wolfster schätz ich da auf der Homepage von Spyderco ebenfalls Vg10 steht.Weis jemand den Klingenstahl sicher?

spyderbug
16.04.04, 13:44
Weis jemand den Klingenstahl sicher?


Hallo Bischoff! Auf meinem steht "Spyderco VG-10" :D
Da muss sich Wolfster vertippt haben...

Grüße, Robert

bigthing6
17.06.04, 11:08
spyderco behält sich das recht vor jederzeit ohne angabe von gründen die stahlsorte zu verändern, siehe auch herbertzkatalog 2003 spyderco,
also kann so ein spy doch mit mehreren stählen ausgeliefert werden. Ist echt wahr und machen die auch!!
hatte 4 nativs 1 , jeweils anderer stahl.

merrymarauder
07.09.05, 16:29
Mein Centofante III ist heute aus den USA angekommen.
Auf den ersten Blick ein wirklich schönes kleines Messer.

Der Griff liegt sehr gut in der Hand und die Daumenauflage an der Klinge passt auch astrein. Zu scharf finde ich diese bei meinem CIII nicht.
Der Spyderbug sieht zwar schick aus ist jedoch nicht sonderlich gut eingearbeitet. Es sind kleine Lücken zu sehen und er steht an einer Seite über. Stört zwar nicht beim Greifen; wäre aber denoch anders schöner. Ich könnte auf ihn komplett verzichten.

Bei dem Griffmaterial bin ich mir noch nicht so sicher.
Immo sieht und fühlt sich alles sicher und stabil an.
Wenn ich negative Erfahrungen machen sollte, werd ich's posten.
Ich glaube G-10 wäre mir lieber.

Die Klinge ist bei mir aus VG-10 wie sonst überall auch beschrieben.
Der Veschluss verrammelt die Klinge 100%. Da wackelt nix. Null Spiel.
Die Haare fallen auch nur so vom Unterarm ab. Schön scharf out-of-the-box.
Das Spyderhole ist ein wenig scharf und etwas zu klein.
Gerade als Linkshänder, den der Clip ja schon behindert, find ich dies umständlich.
Die Klingenform find ich voll in Ordnung. Ich bin zwar noch relativ neu auf dem Gebiet aber die Form sollte keine Wünsche offen lassen.
Auch gerade weil sie etwas schmaler ist, ist sie für den "Büroalltag" gut geeignet. Sieht nicht so martialisch aus. Für schwere Arbeiten hätte ich mein Police.

So, ich glaub das war's zu meinem neuen Familienmitglied.

Schöne Grüße

anson argyris
08.09.05, 07:18
Das Vesuvius (d.h. der Vorläufer mit Compressionlock) hatte eine
ATS-34-Klinge, während die Lockback-Version von Anfang an VG-10
hatte.

merrymarauder
15.12.05, 20:06
Nach gut 3 Monaten in meinem Besitz hat sich doch ein wenig Klingespiel eingestellt.
Keine Ahnung wie man das offiziell nennt, aber die Klinge läßt sich nach hinten biegen. Ca. einen halber Milimeter.
"Schwere" Arbeiten hab ich damit nicht erledigt. Zum Bier öffnen taugt das Messer eh nicht.

Bin ansonsten aber doch ganz angetan. Liegt immer noch gut in der Hand und die Klinge läßt sich super schärfen.
Ausserdem ist es ein sehr unauffälliges Messer, da es in der Tasche ziemlich tief sitzt.

Das Klingenspiel ist nur weniger schön.
Kann man daran etwas ändern?