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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Top Info für Knife Nerds ...



Rock'n'Roll
26.01.19, 18:25
Moin,

Larrin Thomas - der Sohn von Damast-Schmied Devin Thomas - hat sich im Lauf seiner Jugend zum Messer-Nerd entwickelt. Wen wundert’s! Über seinen Vater Kontakte zur gesamten Szene …

„I wanted to know who was telling the truth! I began reading everything I could on steel metallurgy and that culminated in a PhD in Metallurgical and Materials Engineering at the Colorado School of Mines. I now work professionally developing steels for the automotive industry, but I still love the high carbon steels used in knives. So to feed that passion, I write about knife steel related topics on my blog here, Knife Steel Nerds, where we can all nerd out on steel together.“

Auf den Spuren von Roman Landes unterwegs also. Ich geriet per Zufall auf der Suche nach tiefergehenden Infos über die modernen Stähle (CPM 3V, 4V, Cru-Wear, M4, Maxamet …) auf den Blog von Larrin und dort auf den folgenden Artikel:

Maximizing Edge Retention – What CATRA Reveals about the Optimum Edge (https://knifesteelnerds.com/2018/06/18/maximizing-edge-retention/)

„Cutlery and Allied Trades Research Association (CATRA) makes an edge retention tester that measures slicing of cardstock impregnated with 5% silica (sand).“

Es gibt ein Video, das die Arbeitsweise des Testers zeigt. Mit diversen speziell dafür angefertigten Klingen aus 154CM und CPM-154.

Untersucht wurde der Einfluß von Edge angle, Hardness, Edge thickness, Cryo, Grit, PM/Ingot auf Edge Retention.

Das Ergebnis war für mich sehr überraschend. Ich nehme mal die Spannung nicht raus. Es ergeben sich für mich daraus sehr interessante Schlußfolgerungen.

Es gibt desweiteren diverse Artikel mit ähnlich spannenden und vor allem top-aktuellen Untersuchungen. Der obige Artikel z.B. stammt aus Mitte 2018.

Es finden sich Bilder der Mikrostruktur von z.B. SB1 (http://knifesteelnerds.com/2018/03/16/micrographs-of-niolox-cpm-154-and-aeb-l/). Man kann besser einschätzen, wo SB1 etwa angesiedelt ist (bei 19C27 beispielsweise).

Ein sehr schöner Beitrag zu Toughness (https://knifesteelnerds.com/2018/06/04/toughness-testing-cru-wear-z-wear/).

Und dieser hier: „Is Blue Super Steel Actually Super? The Facts about Tungsten-alloyed Steels“ (https://knifesteelnerds.com/2018/03/29/is-blue-super-steel-actually-super-the-facts-about-tungsten-alloyed-steels/) Hier finden sich auch 1.2442 und 1.2519 sowie 1.2562 wieder.

Alles in allem ist der Blog eine wahre Fundgrube.

Kick and bass you (https://www.youtube.com/watch?v=-Y_p83xVZo8)

R’n‘R

rimax
26.01.19, 23:01
Toller Lesestoff, eine echte Fundgrube an Informationen-vielen Dank.

Freundliche Grüße

Markus

thomas hauschild
28.01.19, 21:34
Ich höre überhaupt nicht mehr da zu stöbern. Echt cooles Zeug alla „was Sie schon immer über Stahl wissen wollten“

Gruß Thomas und DANKE

Rock'n'Roll
28.01.19, 22:49
Da ist einer mit fundiertem Fachwissen unterwegs, dem es offensichtlich Freude bereitet, es auch unter die Leute zu bringen. Und er kann verständlich und sauber strukturiert schreiben. Sehr hilfreich dabei die zahlreichen Links, mit deren Hilfe man kreuz und quer durch den Blog lesen kann, um konkrete Fragestellungen zu vertiefen. Ohne dabei den Faden zu verlieren. Eine echte Bereicherung für Messer-Junkies …

R’n‘R

herbert
29.01.19, 00:43
Super!
das ist genau mein Ding! Da werde ich wohl öfter unterwegs sein.
Danke für den Hinweis, Rock 'n Roll

Rock'n'Roll
04.02.19, 19:13
Moin,

wer etwas Zeit hat (etwa 50 Minuten), dem empfehle ich nachdrücklich dieses fabelhafte Video mit dem Thema: "The Secrets of Wootz Damascus Steel (https://www.youtube.com/watch?v=OP8PCkcBZU4)" :super: :super: ...

Allerbeste Unterhaltung für Knife Nerds von Experten wie Alfred Pendray, Dr. John Verhoeven ...

R'n'R

rimax
05.02.19, 22:50
Tolles Video, wollte eigentlich nur mal kurz reinschauen, konnte dann aber nicht aufhören, obwohl ich morgen echt früh aufstehen muss.
Danke fürs Teilen.
Freundliche Grüße und gute Nacht
Markus

BastlWastl
06.02.19, 20:11
Der Catra Test ist halt echt total daneben (mit extrem Praxisfremden Ergebnissen), aber sonst echt schöne Sachen kennt man ja aus dem KKF.

Grüße Wastl.

Fabsel
12.02.19, 09:46
Der Catra Test ist halt echt total daneben (mit extrem Praxisfremden Ergebnissen),
könntest du das konkretisieren? Ich habe das jetzt nur überflogen und was ich so sehe ist, man versucht einen Schneidtest zu machen, der stets wiederholbar ist mit den gleichen Variablen, um eine gewisse Vergleichbarkeit zu haben.
Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=bQ1zwueo_ew

herbert
12.02.19, 12:56
ich bin jetzt öfter da unterwegs, und ich muß sagen, dass keine Wünsche offen bleiben. Qualitativ hochwertig und wissenschaftlich, aber verständlich.
er hat ja auch das Buch von Verhoeven über Damast rezensiert, ich habe das mal bestellt, sollte gegen Ende Februar aus Amiland da sein (Blitzversand kostet soviel wie das Buch (ca. 35 USD), war keine Option. What's worth having is worth waiting for.

Was die Schneidtests angeht, so halte ich es mit Fabsel. Man kann trefflich streiten, wie man das testen soll. Aber das ist reproduzierbar.
Meine Lieblingsmethode bleibt jedoch das Gummischnipsen:

Messer in die Hand, Gummi (die dünnen Verpackungsdinger) um das Messer (Klingenrücken zeigt von mir weg, dann Gummi spannen und gegen die Schneide flitzen lassen. Ist in keiner Weise reproduzierbar oder wissenschaftlich, aber extrem juxig.

Rock'n'Roll
12.02.19, 14:37
Ich möchte herbert da gern zustimmen. Erstklassige Lektüre der Blog. Und der Catra-Test untersucht lediglich einen Teilaspekt der ganzen, insgesamt komplexen Materie: „Slicing edge retention“ verschiedener Stähle. Also, wie lange kann ich Karton schnippeln, bevor ich nachschärfen muß (Messer schneidet kein Papier mehr, rasiert nicht mehr oder ähnlich).

Was für mich als sehr interessantes Ergebnis bei dem beschriebenen Test herausgekommen ist, ist die Tatsache, daß der Gesamtschneidenwinkel derart entscheidend ist für die „slicing edge retention“.

Der CATRA-Test ist in etwa die selbe Prozedur wie der Schnippeltest von Achim Wirtz mit 1.2442, nur eben „wissenschaftlicher“. Der Mensch ist aber keine Maschine und insofern kann man sich fragen, ob CATRA eine verwertbare Aussage macht hinsichtlich dem Einsatz eines Messers von Menschenhand.

Larrin Thomas hat sich diese Frage auch gestellt und in einer aufwändigen Untersuchung die Ergebnisse verglichen mit Schnippeltests von Menschenhand: Cedric and Ada Youtube channel, Jim Ankerson reports on BladeForums, Pavol Šandor on Youtube. Hier werden Messer von Menschenhand getestet indem Manila rope und Sisal-Hanf solange geschnitten wird, bis nachgeschärft werden muß.

Es treten andere Kräfte auf wie im CATRA-Test. Die Klinge kann verkanten, seitlicher Impact etc. können das Material stressen. Larrin hat Korrelationsrechnungen angestellt und es zeigt sich, daß die vom CATRA-Test her zu erwartende Standzeit mit den Standzeiten der händisch ermittelten Seilchen-Schneidetests bezogen auf ein und denselben Stahl gut korreliert.

Kann (und sollte ;)) man hier in aller Ausführlichkeit nachlesen: „Can CATRA predict Rope Cutting Performance? (https://knifesteelnerds.com/2019/02/11/can-catra-predict-rope-cutting-performance/)

Ich halte die Arbeit von CATRA und Larrins Blog für eine sehr gute Orientierungshilfe, wenn man sich für Stahl und seine Eigenschaften interessiert. Ich bin sicher, wir werden noch eine Menge wertvolles Material zu sehen und lesen bekommen.

R’n‘R

Gravel
13.02.19, 17:36
Super Thread, habe ich direkt abbonniert, da ich sktuell wenig Zeit habe.
Vielen Dank fürs Teilen!

Fusiologe
13.02.19, 20:47
@Herbert,

Ich habe das Buch von John Verhoven heute inhaliert.
Sehr gut geschrieben mit guten Ilustrationen.
Für einen Maschinenbauer ( 6 Semester Werkstoffkunde) und Messerliehaber eine schöne Abendlektüre.

Gruß

Ulli

Bummi
13.02.19, 21:01
Korrektur, das sind keine Gefügebilder ,sondern Bilder von einem Elektronenstrahl Mikroskop.
Dazu braucht man spezielle Kenntnisse. Ich find normale Schliffbilder bis 1000fach hilfreicher und aussagefähiger.
Gruss Fritz

Rock'n'Roll
26.02.19, 10:03
Moin,

Neuigkeiten aus der Volkshochschule für Metallurgie ;). Larrin arbeitet unermüdlich und hat vor 1 Woche einen sehr interessanten Artikel über Niob als Legierungsbestandteil (https://knifesteelnerds.com/2019/02/18/niobium-alloyed-knife-steels/) geschrieben. Welche Auswirkungen es beispielsweise bezüglich Niolox, S35VN oder S110V gibt, warum man jeweils Niob dem Stahl hinzulegiert hat, die Auswirkungen auf Wear Resistance, Toughness, Corrosion Resistance ...

Die Abhandlung von gestern befaßt sich mit dem Härten von Stahl. Und zwar differenziert nach seiner individuellen Härtbarkeit und die dadurch bedingten Ansprüche an Abkühlzeit und -medium (Öl, Wasser, Luft): How Fast Do You Have to Quench? (https://knifesteelnerds.com/2019/02/25/how-fast-do-you-have-to-quench-hardenability-of-steel/)

Hier lernt man zunächst sehr schön nachvollziehbar die verschiedenen Zustände kennen, in denen sich Stahl in den unterschiedlichen Aufwärm- und Abkühlphasen befindet - Martensit, Austenit, Perlit etc. ….

Es wird anspruchsvoll, geht tief ins Detail, bleibt aber insgesamt auch für Metallurgie-Laien nachvollziehbar. Man bekommt einen sehr guten Eindruck von der Komplexität der Materie und den Problemen, mit denen Messerbauer sich herumzuschlagen haben, auch, warum sie möglicherweise manchen Stählen lieber aus dem Weg gehen.

Während Lufthärter D2 beispielsweise 1000 Sekunden Zeit für die Abkühlung an der Luft hat, um seine volle Härte zu erreichen, muß das bei Wasserhärter W2 in 3 Sekunden erledigt sein.

R’n‘R

Rock'n'Roll
06.03.19, 10:19
Sehr interessanter neuer Artikel: „All about AEB-L (https://knifesteelnerds.com/2019/03/04/all-about-aeb-l/)“. Larrin hat die Entstehungsgeschichte von Uddeholm AEB-L im Zusammenhang mit den Sandvik-Stählen 12C27, 13C26, 19C27 und 14C28N recherchiert und geht ins Detail, was das Design der Stähle angeht. Warum und wofür wurden sie entwickelt.

Speziell 12C27 ist mir schon sehr früh als exzellent tough aufgefallen. Es wundert mich immer wieder, wie belastbar die dünn ausgeschliffene Klinge meines Fred Perrin Neckbowies ist.

Larrins tiefgehender Blick ins Detail macht das eindrucksvoll nachvollziehbar und vergegenwärtigt die Zusammenhänge wie gewohnt in sehr aufschlußreichen Grafiken. Sehr schön vor allem gegen Ende seiner Ausführungen die Klassifizierung von Toughness und Edge Retention im Vergleich mit anderen gebräuchlichen Stählen wie 52100, M390, M4, Elmax, S35VN …

Sehr bemerkenswert beispielsweise, in der direkten Gegenüberstellung zu sehen, daß AEB-L bei besserer Edge Retention als 52100 fast doppelt so zäh ist.

R’n‘R

herbert
06.03.19, 17:51
Ja, das ist wirklich eine Fundgrube, vor allem für Metallurgie-Lastigen in unserem Metier.
Alles top erklärt, nachvollziehbar.
Das dort rezensierte Buch von Verhoeven ist letzte Woche gekommen, ich habe es erst mal durchgelesen und werde darüber noch berichten. Obwohl es sehr dünn ist (64 Seiten) fand ich das sehr interessant und erhellend. Aber dazu später.

Vielleicht kommt Larrin auch noch mit einem Artikel über wootz? Wäre nicht verkehrt....

Rock'n'Roll
08.04.19, 18:39
Wir erleben es ja immer wieder, daß die Klinge eines neuen Messers nach den ersten ernsthaften Schneidversuchen Mikro-Ausbrüche zeigt. Es heißt, das wäre eine Ursache des maschinellen Schärfens. Weil die Klinge überhitzt und die Anlaß-Temperatur erreicht oder überschritten wurde. Weiter heißt es, man solle das Messer dann zur Hand nehmen und manuell nachschärfen. Das Problem lege sich dann.

Ist das so?? Larrin Thomas hat sich in seinem Blog dem Thema angenommen und berichtet darüber: „Does Sharpening with a Grinder Ruin Your Edge? (https://knifesteelnerds.com/2019/04/08/does-sharpening-with-a-grinder-ruin-your-edge/)“

R’n‘R

thevillain
13.04.19, 23:31
Coole Sache,danke für den hint !

Rock'n'Roll
15.04.19, 16:09
Klingenbruch - ist mir erfreulicherweise noch nicht passiert. Larrin Thomas ist der Sache auf den Grund gegangen. Wo und warum brechen Klingen? Was sollte ein Messerbauer tun oder/und vermeiden? How Stress Risers Lead to Broken Blades (https://knifesteelnerds.com/2019/04/15/how-stress-risers-lead-to-broken-blades/) …

R’n‘R

Rock'n'Roll
22.04.19, 19:21
A2 Toolsteel - da fallen mir auf Anhieb einige Bark-River-Messer ein, an denen es nichts zu mäkeln gibt. Mein Gunny Hunter FHG beispielsweise oder das äußerst schneidfreudige Mini Canadian.

Larrin, der Unermüdliche, klärt in seinem aktuellen Blog-Eintrag umfassend auf. Wie lange gibt es diesen Stahl, was ist mit Edge Retention und Toughness, gibt es besondere Sensibilitäten hinsichtlich der Wärmebehandlung, wo ist er im Vergleich mit anderen Stählen einzuordnen:

A2 Steel - History and Properties (https://knifesteelnerds.com/2019/04/22/a2-steel-history-and-properties/)

R’n‘R

Rock'n'Roll
30.04.19, 10:22
Wer mal was schmieden will, sollte wissen, welcher Stahl sich dafür gut eignet. Und worauf es ankommt, wenn die Wahl getroffen ist. Larrin klärt auf. Interessant natürlich auch für diejenigen, die lieber schmieden lassen ;):

Which Steels are Easiest (and Most Difficult) to Forge? (https://knifesteelnerds.com/2019/04/29/steel-forgeability/)

R’n‘R

Peter59
09.05.19, 16:16
Sehr interessanter Artikel, vielen Dank! :)

Rock'n'Roll
26.05.19, 23:34
In seinem aktuellen Blog-Eintrag „New Micrographs of 42 Knife Steels (https://knifesteelnerds.com/2019/05/26/new-micrographs-of-42-knife-steels/)“ präsentiert Larrin Thomas Mikro-Bildchen diverser populärer Stähle. Er zeigt dabei auf, ob und welchen Einfluß beispielsweise Wärmebehandlung, Herstellungsverfahren oder Legierungsbestandteile auf die Karbidgröße haben und diese wiederum Einfluß auf Toughness und Edge Retention nimmt. Eine wahre Fundgrube :super: …

R’n‘R

Dimm
01.07.19, 02:42
M398 kommt

Da ich Englisch kaum kann, kann ich seine Angaben hinsichtlich Härten und... nicht bereden.

Die niedrige Härte für M398 liegt wohl bei 65HRc ("Härte für alle"), bei 67 wird die Verschleißbeständigkeit sich wesentlich erhöhen, aber Schlagfestigkeit wohl...

Bei gleicher Härte um 65 ist Verschleißbeständigkeit von CPM125 überlägen, die schneidet aggressiver. Dagegen wird M398 wesentlich rasiermesserschärfer, hat kleinere Karbide.

M398 muss geschmiedet werden, was gute Klingen aus der Stahlsorte zur Seltenheit macht. Quelle:

https://forum.guns.ru/forummessage/64/2424253-12.html

Hier:
https://knifesteelnerds.com/2019/05/06/bohler-m398/
wird wohl M398 mit 61 HRc besprochen. Die Ansichten, was Härten angeht, sind wohl sehr anders, was ich jedoch nicht beurteilen kann und möchte. Vergleich mit anderen Stahlsorten ist dabei.

Dimm
01.07.19, 14:31
Laut ersten Testergebissen ist m398 sehr leicht zu schärfen, man kann damit Gesicht rasieren.

Was ich bei Larrin nicht finde- wenn man an Anfang anfengt- wie bestimmt er die optimale Temperatur zum Härten?

Dimm
01.07.19, 23:05
Ein Paar Kommentare was die Besprechungen von dem neuen Stahl angeht (soweit ich Englisch verstehen kann).
Am meistens wird’s um Schmieden diskutiert, wobei hier keine Diskussion (schmieden/nicht schmieden) gibt’s. Der Stahl muss geschmiedet werden, sonst kann man keine Klingen daraus machen (es gibt keine Stahlplatten aus M398).
Die russischen Quellen regen nicht von Stahlverdichtung und…
Meistens geht’s darum, dass der Stahl ein sehr enges Schmiedetemperaturraum hat. Ein Verlassen von diesem Schmiedetemperaturraum führt zu Rissbildung. Daher wird der Stahl beim Schmieden häufig erwärmt, die Messermacher versuchen keinen Schlag außerhalb dem optimalen Schmiedetemperaturraum landen.

https://www.bladeforums.com/threads/bohler-m398-steel.1658669/

Rock'n'Roll
02.07.19, 10:09
„The Legend of Heat Treatment (https://knifesteelnerds.com/2019/07/01/what-a-good-heat-treatment-can-and-cannot-do/)

There is some debate about knives that have steel with a “good heat treatment” vs those that have a bad or sub-par heat treatment. Some knifemakers have a near legendary reputation for their excellent heat treatments. What exactly is possible in terms of heat treating? How much better can steel be? How bad can it get?“

R’n‘R

Dimm
02.07.19, 11:44
Hi,
jetzt hab ich das gelesen. Und z.B.
Und mir wird eine Klinge aus M390 zum Testen geschickt, die viel Zeit zum Schärfen, Umschleifen und… braucht. Und ich möchte meine Zeit nicht für Unsinn opfern.

Na ja, dann frage ich den Macher, wie und welche Härtetemperatur er angestellt hat.
Er sagt… die Klingen positioniere ich immer auf einer Stelle in meinem Offen um Temperaturunterschiede zu vermeiden. Mein Offen hat eine Genauigkeit um Plus/Minus 5°. Genau habe ich das nicht geprüft.
Härtetemperatur entnehme ich aus der „Gebrauchsanweisung“, die ich mitbekommen habe.
Ich stelle mal aus dem angegebenen Temperaturfenster mal Temperatur X° und noch mal (2. Probe) um 10° mehr. Beide Klingen ritzen danach wunderschön Glas, eine Feile greift nicht. Ich nehme dann die Variante mit „10° mehr“.

Ist so ein Vorgehen ok für Dich?

Rock'n'Roll
01.11.19, 17:28
Crucible hat einen neuen Stahl auf den Markt gebracht: CPM S45VN. Larrin Thomas nimmt ihn nach allen Regeln der Kunst unter die Lupe (https://knifesteelnerds.com/2019/11/01/crucible-s45vn-steel/) und analysiert seine Eigenschaften in gewohnt detaillierter Art und Weise :super: …

R’n‘R

Rock'n'Roll
18.11.19, 15:19
Sandrin Knives (https://global.sandrinknives.com/folding-knives/) baut Messer mit Klingen aus Tungsten Carbide mit einer Härte von 71 HRC. Pete vom Cedric and Ada Youtube Channel, der zu Testzwecken Sisal-Hanf-Seile schneidet, hat ein Sandrin TCK zur Hand genommen (https://www.youtube.com/watch?v=yPYjRTJmjTg).

Es hat alle bisher von ihm getesteten Messer mit herkömmlichen Stahlklingen bezüglich seiner Standzeit deutlich in den Schatten gestellt (Rex 121 1300 cuts, Sandrin TCK 1540 cuts).

Larrin Thomas (https://knifesteelnerds.com/2019/11/18/sandrin-carbide-what-is-it/) klärt auf, um was für ein Material es sich handelt und nimmt Sandrin Carbide bezüglich seiner Eigenschaften wie Edge Retention, Toughness, Corrosion Resistance etc. unter die Lupe …

R’n‘R

Rock'n'Roll
02.12.19, 18:26
Lesestoff von Larrin. Hat er in seinem letzten Blogbeitrag Wolframcarbid als Material für Messerklingen vorgestellt, geht es im aktuellen um „Super Hard (70 Rc) High Speed Steels – Maxamet, Rex 121, and More … (https://knifesteelnerds.com/2019/12/02/super-hard-70-rc-high-speed-steels-maxamet-rex-121-and-more-explained/)“

R’n‘R

Dimm
21.12.19, 21:49
Da ich schon mit CPM125 und M398-Klingen arbeite kann man schon eine kleine Zusammenfassung mein Kenntnisstand aktuell) machen.

Hi,
was CPM125V und M398 angeht- es gibt schon einige Erfahrungen und Vergleiche.

M398 habe weitgehend feinere und fehlerfreiere Gefüge. Wenn man beim Finishen von 125V immer Ungleichmäßigkeiten findet, zeigt M398 eine fehlerfreie Oberfläche.

Härte- M398 bis 68 HRc- ist super zum Schneiden geeignet. Jedoch eine richtig universale Klinge kann man aktuell nur bei 65HRc machen. 125V- eine vernünftige Härte liegt auch bei 65 HRc, dadrunter gehen mache wohl wenig Sinn.

Die Schärfbarkeit von M398 ist sehr gut, man kann damit eigentlich Gesicht rasieren.
Die Schärfbarkeit von CPM125V ist schlechter.

Beim Schneiden von „faserigen“ Stoffen ggf. Fleisch, Sehnen bevorzugen viele doch 125V.
M398 für alles gut geeignet, beginnt aber beim Stumpfwerden schneller als 125V-Klingen zu „gleiten“.

Hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit: die beiden Stahlsorten werden im Gebrauch etwas dunkler, gelegentlich (nicht immer) zeigt 125V eine Neigung zur Pitting.
Zur M398 gibt’s noch keine Aussagen diesbezüglich. Von Pitting bei M398 habe ich noch nichts gesehen und nichts gelesen.

Rock'n'Roll
30.12.19, 19:30
Neuer Lesestoff von Larrin: ZDP-189 and Cowry-X – Super Steel or Overrated? (https://knifesteelnerds.com/2019/12/30/zdp-189-and-cowry-x-super-steel-or-overrated/)

R’n’R

Rock'n'Roll
13.01.20, 15:22
Larrin hat den CPM S35VN untersucht: S35VN Steel – Properties and How to Heat Treat (https://knifesteelnerds.com/2020/01/13/s35vn-steel-properties-and-how-to-heat-treat/) ...

R'n'R

Rock'n'Roll
03.02.20, 19:45
1991 wurde von Wayne Thomas das sogenannte Reibrührschweißen (https://de.wikipedia.org/wiki/Reibschwei%C3%9Fen) erfunden, eine spezielle Methode, Metalle miteinander zu verbinden. Das Verfahren wird auch zur lokalen Eigenschaftsverbesserung und zum Schließen von Poren in Gussgefüge verwendet. Es wird dann oft von FSP (englisch: friction stir processing) anstelle von FSW (englisch: friction stir welding) gesprochen.

Das Unternehmen Diamond Blade Knives (https://www.diamondbladeknives.com/Home) nutzt dieses Verfahren, um Messer mit Klingen aus D2 herzustellen, die im Schneidenbereich eine besondere Härte (65-68 HRC) aufweisen, während am oberen Klingenteil nur 42-45 HRC anliegen. Dem Stahl wird durch die spezielle Behandlung eine besonders feine Struktur zugesprochen, die seine Eigenschaften positiv beeinflußt.

Larrin Thomas hat sich im Beitrag Friction Forged Knives - Diamondblade Friction Stir Processing (https://knifesteelnerds.com/2020/02/03/friction-forged-knives-diamondblade-friction-stir-processing/) der Angelegenheit angenommen, erklärt das Verfahren in Text, Bild und Video und hinterfragt alles wie gewohnt kritisch.

Sehr interessant :super: …

R’n‘R

Rock'n'Roll
17.02.20, 15:59
Larrin hat eine sehr aufschlußreiche Untersuchung bezüglich der Toughness von Low Alloy und Carbon Steels angestellt - Ranking Toughness of Forging Knife Steels (https://knifesteelnerds.com/2020/02/17/ranking-toughness-of-forging-knife-steels/). Wie ist es um die Toughness bestellt? Wie wirken sich Hardness, Carbon-Gehalt, Carbon in solution, Chrom-Gehalt, Carbides, Grain Size der jeweiligen Stähle und die Wärmebehandlung aus?

Besonders interessant dabei, daß wir hier auch Stähle finden, über die diesbezügliche Daten bisher kaum oder gar nicht verfügbar waren - die von vielen sehr geliebten Wolframstähle 1.2442, 1.2519 und 1.2562 :super: …

R’n‘R

Rock'n'Roll
30.03.20, 17:12
Pulvermetallurgisch hergestellte Stähle haben im Vergleich mit konventionell erschmolzenen eine feinere Kornstruktur. Und enthalten weniger Verunreinigungen wie Phosphor, Schwefel, Sauerstoff … Was sich auf die Zähigkeit auswirkt. Je feiner das Korn / kleiner die Karbide / reiner der Stahl, desto zäher ist er.

Die unterschiedlichen Hersteller wenden bei der Pulvermetallurgie unterschiedliche Verfahren an. Es gibt Pulvermetallurgie der 1., der 2. und der 3. Generation. Das modernste Verfahren - 3. Generation - reklamiert Böhler Uddeholm für sich. Es heißt, der feinste / reinste Stahl werde mit der 3. Generation erzeugt.

Larrin hat sich der Sache angenommen und drei quasi identische Stähle von drei Herstellern - die diesen Stahl in unterschiedlichen Verfahren herstellen - daraufhin untersucht:

Böhler M390
Carpenter CTS 204P
Crucible CPM 20CV

Welcher Stahl ist „besser“, wie wirken sich die unterschiedlichen Herstellungsprozesse auf die Zähigkeit aus?

M390 vs 20CV vs 204P - 3rd Generation Powder Metallurgy Technology? (https://knifesteelnerds.com/2020/03/30/m390-vs-20cv-vs-204p-3rd-generation-powder-metallurgy-technology/)

R’n‘R

Dimm
03.04.20, 23:07
Interessante Gefüge-Bilder.

Wobei was praktische Seite angeht.
IMHO
CPM, besonders hoch legierten Sorten (125V, 110V) sind für Jäger besonders interessant, da eben viele groben Karbiden haben und (wenn die WB stimmt) super aggressiv Fleisch und Sehnen schneiden.

M198 wird mit weniger Aufwand schärfer, schneidet aber etwas wenig aggressiv.

CPM- Stähle haben nicht so stabile Qualität wie die Stahlproduktion von Böhler Uddeholm.

Lochfraß, Kavernen, Ungleichmäßigkeiten und, sogar, Poren sind bei CPM häufiger.

Rock'n'Roll
13.04.20, 19:02
Etwas Neues zur Geschichte der Messerstähle: S30V Steel – History and Properties (https://knifesteelnerds.com/2020/04/13/s30v-steel-history-and-properties/)

Was war der Anlaß, S30V zu entwickeln? Wer war beteiligt? Auf welche Eigenschaften wurde besonderer Wert gelegt? Man kann wieder eine Menge lernen über die Auswirkung von Legierungselementen auf Stahl.

R’n‘R

Moridin
13.04.20, 21:13
Interessante Gefüge-Bilder.

Wobei was praktische Seite angeht.
IMHO
CPM, besonders hoch legierten Sorten (125V, 110V) sind für Jäger besonders interessant, da eben viele groben Karbiden haben und (wenn die WB stimmt) super aggressiv Fleisch und Sehnen schneiden.

M198 wird mit weniger Aufwand schärfer, schneidet aber etwas wenig aggressiv.

CPM- Stähle haben nicht so stabile Qualität wie die Stahlproduktion von Böhler Uddeholm.

Lochfraß, Kavernen, Ungleichmäßigkeiten und, sogar, Poren sind bei CPM häufiger.

@Dimm
Diese Aussagen interessieren mich sehr. Basieren die auf Deinen eigenen Erfahrungen, oder hast Du vielleicht einen Link, wo man das nachlesen kann?
Auf den Gefügebildern von Larrin lassen sich ja keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Herstellern (was M390 und aquivalent angeht) feststellen. Diese Bilder lassen keine statistischen Aussagen zu, daher würde es mich interessieren ob Du da mehr Daten hast.

Gruss
Alex

Dimm
13.04.20, 22:57
Hi,
Lochfraß bei Rex121, CPM125V, 110V hab ich schon vielmalig gesehen. Und das lässt sich nicht immer beim Umschleifen beseitigen.

3V neigt zum Lochfraßrosten- fremde Erfahrungen.

Von Qualitätsschwankungen von CPM schreiben Messermacher nicht selten, Messerbenutzer ebenso.

Meiner eigenen Erfahrung nach bilden z.B. Lochfraßrost auch die hochlegierten Stahlsorten von Böhler, das ist aber weniger ausgeprägt.

Bilder kann ich stellen, die Meinungen von Messermacher und Jäger ebenso (wenn Du Russisch kannst).

Dimm
13.04.20, 23:10
https://forum.guns.ru/forummessage/5/1433970-177.html

4207-Bericht:
Übersetzt: kleine Kavernen und Unregelmäßigkeiten sind bei CPM125V der Fall.
M398 hat solche Probleme nicht.

Moridin
14.04.20, 23:11
Danke für den Link. Da ist Lesestoff für ein paar Tage dabei :)
Mein Russisch ist nicht mehr ganz so gut, aber ganze Thread sollte sich um PM Stähle und die Tauglichkeit für Jagdmesser handeln?

Dimm
21.04.20, 00:50
Ja, es geht dort um Jagdmesser (aus PM-Stahl) und sonstige realistische Benutzung.

Da dürfen Menschen, die viel Jagd- Erfahrung und sonst viel Messer benutzen die eigenen Erfahrungen mitteilen.

kwakster
05.05.20, 13:17
Interview with Larrin Thomas from Knife Steel Nerds on the Bladeology podcast series:
https://www.youtube.com/watch?v=HJRRPI8PAhw&feature=youtu.be

BastlWastl
05.05.20, 19:12
Da sich nur der Papa getraut hat zu Antworten auf die Frage nach der Vergleichbarkeit zwischen dem Global und dem Larrin Catra Test....

Hier seine Antwort :


Knife testing is different than steel testing

Lässt uns doch jetzt nachdenklich zurück ob man die hier besprochenen Themen überhaupt ernst nehmen kann im Bezug auf Messer ?

Grüße Wastl.

Quelle : Diskussion im KKF zum gleichen Thema.

Moridin
05.05.20, 19:33
Nur weil 3 Stunden nach dem die Frage gepostet wurde noch keine Antwort von jemandem da ist, würde ich nicht unbedingt von "sich trauen" sprechen.

BastlWastl
05.05.20, 19:47
@Modirin: Natürlich ist das schon fast reißerisch... Und ich währe der erste der dafür eine Anständige Begründung akzeptiert. Die Erklärung von Devin Thomas war ja schon mal sehr richtig, nur muss man sowas halt vorher Kundtun und sich nicht aus der Nase ziehen lassen.

Es wurde z.B. hier als Anhaltspunkt gepostet für Messersuchende. Somit hätten wir schon mal das erste Missverständniss. Im KKF, Bladeforums etc. wurde der Artikel vom Verfasser selbst gepostet ohne direkte Stellungename dazu ob solche tests überhaupt valide Ergebnisse liefern im Bezug auf tägliche Messernutzung (egal ob Küche oder Outdoor etc..)

Die gleichen Tests von Herstellern werden nicht mehr ernst genommen (gut kann man nachvollziehen...) aber ein "unabhängiger" kann das besser obwohl er "donations" annimmt ?

Ich bin mir sicher das da noch eine plausible Erklärung des Verfassers (Larrin Thomas) kommt, bzw. er in Zukunft einfach bei seinen Postings klarer macht ob und in wie fern seine Ergebnisse realen Anwendungen und daraus entstandenen Erfahrungen entsprechen und den daraus resultierenden Erwartungen standhalten.

Grüße Wastl.

Rock'n'Roll
05.05.20, 20:04
Es würde durchaus Sinn machen, jetzt nicht auch noch zwischen verschiedenen threads hin- und her zu springen ....

R'n'R

Moridin
05.05.20, 20:08
@Modirin: Natürlich ist das schon fast reißerisch...

Grüße Wastl.

Schon klar. Meine Antwort war auch nicht böse gemeint, Du hast mich einfach zu einer Antwort provoziert :D

Gruss
Alex

Rock'n'Roll
18.05.20, 15:55
Der aktuelle Beitrag wird insbesondere die Freunde der Wolframstähle interessieren. Marco Guldimann hat gezeigt, wie sich die Toughness von 1.2562 erheblich verbessern läßt. Die ganze Geschichte gibt es hier: Toughness Improvement of High Carbon Tungsten Steel 1.2562 (https://knifesteelnerds.com/2020/05/18/toughness-improvement-of-high-carbon-tungsten-steel-1-2562/) …

R’n‘R

AchimW
18.05.20, 21:26
Das ist lustig. Über diese Art der Erhöhung der Kerbschlagzähigkeit (amerikanisch versimpelt "toughness") hat eine gute Freundin von mir vor 10 Jahren ihre 120seitige Diplomarbeit an der RWTH Aachen geschrieben. Ich hab damals für die Tests fast 20 kg der verschiedensten Lagenmaterialien gefertigt, die alle das Opfer der Charpy-Maschine wurden. Schon komisch, wie manche Infos immer wieder auftauchen und als Neuigkeit verkauft werden.

Mariu.S.
19.05.20, 09:43
Moin @AchimW,

Könntest du uns bitte den Titel der Diplomarbeit Teil werden lassen? Würde mich mal interessieren.
Die Erhöhung der Kerbschlagzähigkeit ist also im obigen Artikel bzw. Versuch von Marco durch das Schmieden bei niedrigen Temperaturen erfolgt? Geht das prinzipiell auch ohne Schmieden, also nur durch Glühvorgänge? Larrin hat das ja versucht, mit einem einfachen Ansatz wie mir scheint, aber Erfolg schien er keinen gehabt zu haben.

Grüße,
Marius

Rock'n'Roll
01.06.20, 16:54
Der aktuelle Blog-Beitrag beschäftigt sich umfassend mit M390: M390 Steel – History and Properties (and 20CV and 204P) (https://knifesteelnerds.com/2020/06/01/m390-steel-history-and-properties-and-20cv-and-204p/)

Bezüglich der Toughness kommt Larrin zu einem vom bisherigen Stand abweichenden - niedrigeren - Ergebnis. Ich habe die Tabelle im Forenbeitrag Schnitthaltigkeit, Zähigkeit, Rostträgheit - Drei Hitlisten (https://www.messerforum.net/showthread.php?141035-Schnitthaltigkeit-Z%E4higkeit-Rosttr%E4gheit-Drei-Hitlisten&highlight=hitlisten) korrigiert.

R’n‘R

Dimm
14.06.20, 11:46
Hi,
je nach Stahl-Fertigung wird auch chemische Zusammensetzung in bestimmten Rahmen variieren.
Dementsprechend werden auch die Angaben von Larrin sich endern.
Ich denke Larrin wird sich (wie auch viele Anderen) in einem sicheren WB- Bereich bewegen, was heutzutage im Bereich "Handmade" für mich (nur für mich?) aus bedeutet.
Bzw. muss er dann "komplizierte Stahlsorten" in Ruhe lassen und 420-440C- Bereich nicht übersteigen. Marketing muss man dann auf besonders praktisch. Design, leichte Schärfbarkeit und co. konzentrieren.

Rock'n'Roll
15.06.20, 17:39
What is the Best Budget Knife Steel?
(https://knifesteelnerds.com/2020/06/15/what-is-the-best-budget-knife-steel/)
R'n'R

Dimm
15.06.20, 22:59
Wenn jemand nur ein bisschen nachdenkt, dann kann er schon jetzt vorraus sagen, was aus Larrins-Tests raus kommt.;)

Rock'n'Roll
29.06.20, 17:53
Ein kleiner Rundumschlag bezüglich Stahl-Entwicklung und Geschichte der Messerstähle:

Who is the Greatest Knife Steel Metallurgist of All Time?
(https://knifesteelnerds.com/2020/06/29/who-is-the-greatest-knife-steel-metallurgist-of-all-time/)
R’n‘R

That´s_a_knife!
01.07.20, 21:00
(...) Alles in allem ist der Blog eine wahre Fundgrube.

Kick and bass you (https://www.youtube.com/watch?v=-Y_p83xVZo8)

R’n‘R

Vielen Dank für den tollen Tipp!

Rock'n'Roll
13.07.20, 17:34
13 Myths about Heat Treating Knives
(https://knifesteelnerds.com/2020/07/13/13-myths-about-heat-treating-knives/)
R'n'R

Taperedtang
14.07.20, 07:33
Hoch interessanter Artikel, man bekommt einen ganz anderen Blick zu dem Thema Wärmebehandlung.

Matthias

Rock'n'Roll
14.07.20, 09:18
Was ich an Larrin neben seiner Expertise besonders schätze, ist die Art und Weise, wie er einem die Dinge näher bringt. Nicht dieses großartige Brimborium, sondern nüchterne - auch für Metallurgie-Laien nachvollziehbare - Tatsachenbeschreibung: Volkshochschulcharakter :super: …

R’n‘R

herbert
14.07.20, 17:15
Mehr als das. Präzise, und verständlich formuliert, dazu aussagekräftige Bilder. Macht immer wieder Freude, das zu lesen.

Rock'n'Roll
22.07.20, 23:36
Larrin hat sich mächtig ins Zeug gelegt – und ein Buch geschrieben: Knife Engineering: Steel, Heat Treating, and Geometry

Hier (https://knifesteelnerds.com/2020/07/22/new-book-knife-engineering-steel-heat-treating-and-geometry/) ist es angekündigt.

Der Blog-Eintrag beschreibt ausführlich den Grund, warum und für wen es geschrieben wurde und gibt einen Überblick des Inhalts.

Bezogen werden kann es für 36,86 € bei amazon (https://www.amazon.de/Knife-Engineering-Steel-Treating-Geometry/dp/B08D4P9D95/) …

Gerade bestellt ;)

R’n‘R

herbert
22.07.20, 23:57
Ich auch. Ist doch klar. Muss man haben. Am Montag soll es da sein.

herbert
24.07.20, 12:15
Eben ist das besagte Buch gekommen. Ich habe es nur kurz durchgeblättert, und es ist eine Fundgrube an Informationen ganz im Stil von Larrin. Und wirklich alles auf Messer bezogen. Daten, Schaubilder, Gefügebilder vieler, wenn nicht fast aller nennenswerten Messerstähle.
Und eine Vergleichstabelle der vielen Bezeichnungen am Ende. Das ist jetzt nur mal ein erster Eindruck.
Vieles kennt man vielleicht schon, aber in dieser Zusammenstellung kombiniert mit Larrin's Gabe der eingängigen Erklärung ist es wohl einzig. Sehr empfehlenswert.
Unten eine kleine Kostprobe.

uuups
31.07.20, 17:34
Meins war auch übers Wochenende innerhalb von 3 Tagen da. :staun:

Was POD so alle möglich macht.

Das Papier macht eine guten Eindruck,
der Einband (Paperback) könnte robuster sein. (klar ein Hardcover wäre schöner)
Der Druck erfolgte in schwarzweiß.

Die hunderte von Grafiken und Tabellen sind durchweg gut lesbar,
für einige benötige ich allerdings eine Brille.... was nicht unbedingt nur an den Grafiken liegt ;) :hmpf:

Zum Inhalt kann ich noch nicht viel sagen,
der erste Eindruck ist auf jeden Fall sehr gut aus und scheint das Geld wert zu sein.

Klare Kaufempfehlung

Einen Fehler habe ich auch schon gefunden:

O1 musste vermutlich ähnlich 1.2510 sein (die letzte Tabelle)

Rock'n'Roll
03.08.20, 16:16
Larrin kennt kein Sommerloch. Es gibt aktuell einen äußerst interessanten Artikel über CPM 10V, der sich ausführlich mit seiner Entwicklungs-Geschichte und den Eigenschaften beschäftigt. Auch die Wärmebehandlung kommt nicht zu kurz. Nebenbei erfährt man weitere aufschlußreiche Details zu anderen High-Vanadium-Stählen.

CPM 10V Steel – History, Properties, and How to Heat Treat (https://knifesteelnerds.com/2020/08/03/cpm-10v-steel-history-properties-and-how-to-heat-treat/)

R’n‘R