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neo
13.07.03, 00:10
Spyderco Assist Rettungsmesser

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen Assistenten, welcher einem dabei helfen kann, dass man Personen o.ä. rettet.

Zunächst einmal fiel mir der angenehm in meiner Hand liegende Griff sehr positiv auf. Dies liegt wohl zum einen an der günstig angebrachten Fingermulden und zum anderen am material und der leichten Krümmung des Griffs, welches sich an die Ergonomie der Hand anpasst!
Am Anfang musste ich mich dann doch fragen, was diese Einkerbungen mit roten Einlagen zu bedeuten haben. So habe ich dann im Internet nachgelesen, dass es sich um eine Notpfeife handeln soll. meiner Meinung nach eher ein Gimmick, als tatsächlich zur Anwendung gedacht. stattdessen hätte man lieber einen Glasbrecher anbringen sollen.

Von der Größe war ich eher überrascht, da es ein Messer ist, welches doch ein wenig aufträgt. So ist es durch den breiten Griff und die Klingenform so breit, dass es nicht ohne weiteres in jedes gängige Corduraetui passt.
Doch dafür hat man ja einen Clip angebracht, welcher sich günstiger Weise mit einer breiten Schraube, wie beim Delica/Endura auf die andere Seite ummontiereren und so ist das Messer voll linkshandtauglich.
Der Clip ist am Ende de Griffs angebracht für die tip up Trageweise wie ich sie bevorzuge. Der Clip ist nicht massiv, sondern besteht aus zwei Draht artigen Stäben, welch von außen gesehen, vortäuschen können, dass man ein Handy o.ä. in der Tasche trage.

Das Gewicht ist für die Größe des Messers erstaunlich gering.

Leider lässt sich das Messer nicht auseinandernehmen, da es genietet ist. Dies ist besonders für diejenigen ärgerlich, welche dieses Messer als Rettungsmesser im maritimen Bereich einsetzten wollen.
VG 10 ist mit Sicherheit ein toller Stahl, welcher keine weiteren Erläuterungen bedarf. Es versteht sich wie für alle Spydercos, dass die Klinge rasiermesserscharf geschliffen ist. Nur etwa das vordere letzte Viertel der Klinge ist plain, der Rest besteht aus einer aggressiver Spyderedge- Zahnung. Durch den Wellenförmigen Klingenrücken kann man das Messer wie eine Art einseitige Schere nehmen, um Seile oder andere Materialien zwischen Klinge und Griff einzuklemmen und hierdurch zu zerschneiden.



Das Klingenloch wird unterstützt von einem „Cobrahead“, eine über dem Spydercoloch zusätzlich angebrachte Kante, durch welche sich die Klinge noch zuverlässiger mit Handschuhen etc. Öffnen lässt. Die Verriegelung erfolgt mittels eines kräftigen Backlocks, bei dem ebenfalls eine Fingermulde am Entriegelungsbereich der Sperrfeder am Griffrücken angebracht ist, wodurch dieser Bereich auch leicht bei schlechter Sicht ertastet werden kann.


Die Klinge ist für meine Begriffe bis zur Spitze hin kräftig genug, um ihre Aufgaben zu erfüllen und durch die abgebogene Sheepfootklinge kann man versehentliche Verletzungen durch Stechen bei Rettungsaktionen vermeiden.



Fazit:
Ein gutes Rettungsmesser für alle, welche ein solches benötigen. Weniger geeignet für den verdeckten Einsatz, da es etwas zu klobig ist. Wenn das Messer sich jetzt noch auseinander bauen ließ und einen Glasbrecher statt Pfeife hätte, wäre es perfekt.
Ach ja und den Griff könnte man evtl. auch in einer grelleren Farbe machen, falls man das Messer mal „im Eifer des Gefechts“ verlieren sollte.

Am ehesten würde ich es mit einem CS Land and Sea Rescue mit Zytel Griff vergleichen.



Gruß neo

Zakalwe
13.07.03, 01:52
stattdessen hätte man lieber einen Glasbrecher anbringen sollen.

Das hier ist ja das Assist 2. Den Glasbrecher soll es leider erst irgendwann im Assist 1 geben, wo er dann durch Druck auf den Klingenrücken im geschlossenen Zustand ausgefahren wird. Und die Klingenspitze wird da noch stumpfer sein.

Ich glaube, das Assist 2 soll wohl etwas mehr allgemeinen Gebrauchswert haben, während das Assist 1 das reine Rettungsmesser wird. (?)

(Und warum Assist 2 vor Assist 1 rauskommt, weiss wohl nur Spyderco. Aber Prequels sind ja seit den neuen Star Wars-Filmen in Mode. :))

Björn