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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Amerikaner sind tolerant



Tinolito
10.03.03, 21:26
Guckt mal hier
Da kann ich nur noch den Kopf schütteln; die haben ja vielleicht Umgangsformen.
http://www.bladeforums.com/forums/showthread.php?threadid=246425&perpage=20&pagenumber=1

Tierlieb
10.03.03, 21:48
Verallgemeinern wir das nicht... so, und jetzt lese ich mir ganz schnell den Stahlschlüssel durch, bevor ich wirklich was zu diesen Texten da sage.

MfG, Tierlieb

rebdie
10.03.03, 23:38
hhhhmmm, immerhin: man diskutiert miteinander. Ungeachtet mancher Entgleisungen: man tauscht Argumente (und eben auch Emotionen, aber wer will das übel nehmen). Mir fällt auf: keine Ansicht wird einseitig (im Sinne "einer gegen alle") niedergemacht. Totschlag-Argumente gibt es auch bei uns auf beiden Seiten dieser Diskussion. Bei den Emotionen, die wohl gerade in den USA bei diesem Thema freigesetzt oder gezielt herbeigeführt werden, finde ich den thread in der Summe eher ermutigend !

Flieger
10.03.03, 23:46
Ich finde es mittlerweile nur noch lästig - Hetzerei, große Sprüche und Feindbilder auf teufelkommraus... Ist nur Schade, daß man Amerika nicht einfach ins Leere laufen lassen kann.

Chris

darley
11.03.03, 00:03
die propagangamaschienerie der bush administration hat etwas unglaubliches geschafft:

die meisten amerikaner fühlen sich im eigenen land direkt von saddam bedroht!!!
das ist so erstaunlich wie irreal!

bernd

TacHead
11.03.03, 09:22
@darley, flieger: well put ;)
Zumal der Irak ja mit dem WTC-Anschlag wahrlich nix zu tun hat. Man wird direkt zu dem Eindruck genötigt, dass der Intelligenzquotient der Mehrheit der US-amerikanischen Bevölkerung gerade mal zum Ein- und Ausatmen reicht. So viel zum Thema Feindbilder... .:irre:

Nur so zum schmunzeln:

http://germanystinks.com/ und verwandte Seiten.

Ich habe jedenfalls vor dem, was diese Meute hirntoter gewaltgeiler Rassisten anstellen wird, mehr "Angst" als vor irgendwelchen Saddams oder Kim Jong Ils.

Kevin Wilkins
11.03.03, 09:42
Ich bin über die Bladeforums Thread gestern gestollpert, und ich glaube es war Liebermann der sagte, So viel wie ich kotzen wollte, könnte ich nicht fressen...

Wie peinlich und wie traurig für Amerika.

Zwei alte (über 20 Jahre) Freunde in den USA sprechen nicht mehr mit mir. Ich glaube die sind von Ausserirdischen gebrainwashed.

Darley hats Recht mit Propaganda in den USA. Der alte Dr. Göbbells freut sich bestimmt. Es bleibt nur das Bush Göbbells "Wollt ihr den totaler Krieg" Rede vom Sport Pallast wiederhollt.

Eins ist sicher, der Amerikanischer Soldat hat viel wenige, wofür er jetzt kämpfen muß:

1. Der US Soldat kämpft nicht mehr für Glaubensfreiheit. Jeder selig nach seiner facon ist OUT.

2. Der US Soldat kämpft nicht mehr für Meinungsfreiheit. Man hat die Klappe zu halten!

3. Gleichheit unter das Gesetz ist nicht mehr gewährleistet, der Soldat braucht dafür nicht zu kämpfen... schaue mal die KZs in Guantanemo Bay an...

Der Soldat muß aber jetzt zusätzlich für the Halliburton Oil Company kämpfen. Wo Vizerprez. Cheney vorher Geschäftsfüher war... Hmmm.

Thomas Spohr
11.03.03, 10:06
Auch mich beunruhigen die „neue Weltordnung“-Phantastereien der US Regierung (und deren militärisches Potential) weitaus mehr als die Diktatur im Irak (wie auch immer der Abrüstungsstand ist).

Die Kriegslüsternheit im Irakkonflikt erinnert mich an die Vergeltungsverbrechen der Wehrmacht auf Partisanenaktionen. Damals wie heute sollen in möglichst großem Mißverhältnis Unschuldige büßen.

TacHead
11.03.03, 10:07
@Thomas, Kevin: spot on :super:

@Tierlieb: wirklich krass finde ich diesen screen dump von NewsMax.com, der sehr schön illustriert, dass die völlig verdrehte Hetze in dem Bladeforums-Thread eben keine radikale Minderheitenmeinung ist.
PS: coole Signatur - G.W. wird der erfolgreichste Präsident aller Zeiten. :irre:

darley
11.03.03, 10:26
@tachead
kannst du die zeitung und das erscheinungsdatum dazu posten?

bernd

TacHead
11.03.03, 10:44
@darley: klar :)
www.newsmax.com, 11.2.03
Ich musste das Bild etwas beschneiden, sonst wäre die Datei zu groß geworden. Original maile ich Dir bei Bedarf.

mark23
11.03.03, 12:27
Der Zeitungsausschnitt ist ja echt der Hammer. Da steht lediglich "NO WAR" und das wird von den Amerikanern gleich wieder als "pro-Saddam" und "anti-U.S." ausgelegt. Un dann noch die Bezeichnung "Hitler's children" ... da kann ich nur noch Wilkins-Liebermann zitieren:


So viel wie ich kotzen wollte, könnte ich nicht fressen...

Gruß

Mark23

luftauge
11.03.03, 13:12
@ Kevin:
Ist schade, dass selbst "Freunde" nichts mehr mit Dir zu tun haben wollen, nur weil Du hier lebst.
Du bist wahrscheinlich der einzige hier im Forum, der beide Seiten, deren Vorbehalte und Sorgen nachvollziehen kann.

Aber dass einige Deiner Landsleute sich so zu Dir verhalten ist wirklich unterirdisch, ich kann nur hoffen, dass die Nachbarn und Leute hier, mit denen Du sonst zu tun hast, sich Dir gegenüber andersherum nicht genauso falsch verhalten, nur weil Du einen US-Pass besitzt.

Die Deutschen in den USA werden es zur Zeit wohl auch nicht viel besser haben, was den Umgang betrifft.

Gruß Andreas

Kevin Wilkins
11.03.03, 13:15
Ich glaube newsmax.com ist ein NS-Ähnliches pseudo *News* Website. Es ist keine Impressum zu finden und die Anschrift ist ein Postfach in Florida. Reine faschist Propaganda der schlimmste Art. Es wäre interessant zu sehen, wer tatsächlich dahinter stecht... das schlimmste daran, viele blöde Idioten werden die Scheiße als die Wahrheit glauben...

Kevin Wilkins
11.03.03, 13:30
Andreas,

hab Dank! In Deutschland herscht immer noch Meinungsfreiheit!

Es war mit Stolz, das ich und meine Frau auf die grosse Demo hier in Berlin waren, zu sehen Leute von sämtliche Lebenssituationen - ältere-, junge Leute, Familien usw. - alle auf die Straße zu sagen *so nicht* Ich war stolz dabei zu sein.

Als ich ein *Freund* in den USA geschrieben habe, der sich so unverständlich geäussert hat, dass Deutschland keine Lust auf so ein Kriege hat: "Im gegensatz zu viele Amerikaner, haben die Deutschen aus ihre Geschichte was gelernt. Die Politik der deutschen Regierung entspricht die Meinung des Volkes. Das heisst *Democracy*"

Allmendinger
11.03.03, 14:07
"Das erste was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit!"

Sowas ähnliches hat mal ein kluger Mann gesagt, dessen Name ich leider nicht mehr weiss.

Ich selbst habe über 10 Jahre bei der US Airforce gearbeitet und hatte mehrmals die Gelegenheit längerer Aufenthalte in den USA.

Was mir persönlich auffiel, war, dass die Amerikaner, die nicht direkt mit dem Militär zu tun hatten, meistens eine gravierend andere Sicht der Dinge (insbesondere Weltpolitik)an den Tag legten, als meine Feunde und Kollegen bei der Air Force, wobei auch bei denen die aktuelle US Politik nicht immer favorisiert wurde.

Bitte denkt daran, dass auch die deutschen Medien sehr oft in dem Glauben leben, dass, wenn ein Redakteur seine Meinung veröffentlicht, dies die öffentliche Meinung sei.

Ich persönlich hatte schon mehrmals mit Presse und Rundfunk zu tun und musste mich jedesmal wundern, was man so landläufig als seriösen Journalismus bezeichnete. In diesen Fällen neigte ich dazu, es als ausgeklügelte Meinungs- bzw. Stimmungsmache zu titulieren und war weit davon entfernt "objektive Berichterstattung" zu erkennen.

Ich möchte absolut nicht gegen Presse- und Meinungsfreiheit argumentieren, sondern versuche vielmehr ein wenig Sensibilität für das, was einem so täglich präsentiert wird zu entwickeln.

Zu Kevins Situation kann ich nur sagen, dass das was er als Freunde betitelt, offensichtlich keine sind und er getrost darauf verzichten kann.

Das Blade Forum ebenso wie das Forum Usual Suspect aus den USA sind für mich alleine schon wegen des Umgangstones keine Quellen für politische Ansichten. Wenn man sich dagegen die vernünftigen Threads in Knife Forum und bei RAT anschaut, sieht man, dass es auch durchaus anders geht, und man nicht alle Amerikaner über eine Kamm scheren kann.

Wozu Propaganda führen kann, sollte jeder für sich verinnerlicht haben, und ich wünsche den Amerikanern den Blick dafür, ob denn das was Bush da vor hat, ihrer Meinung wirklich entspricht. So gut das KISS (Keep it simple, Stupid) - Prinzip ansonsten sein mag, in der Frage um Krieg und Frieden sollte man sich davon nicht leiten lassen.

Im Kriegszustand besteht m. E. immer die Gefahr, dass man eben das, wofür man eigentlich kämpft, aufgeben muss oder bereits aufgegeben hat. Dann sollte man sich m. E. die Frage stellen, ob es das wert ist.
So lange wie es dem "hochtechnisierten Militär" nicht möglich ist, den "Schuldigen" zu erwischen, ohne dabei "Unschuldige" umzubringen oder zu verkrüppeln, sollte die Diplomatie fortgeführt werden. Wenn Politiker dies nicht schaffen, muss nochmals die Frage nach den "Schuldigen" gestellt werden.

In diesem Sinne....

Gruss
Allmi

(Sorry, falls etwas OT)

TacHead
11.03.03, 14:28
Original geschrieben von Kevin Wilkins
Es wäre interessant zu sehen, wer tatsächlich dahinter stecht...

Eine sehr wohlhabende erzkonservative Meinungsindustrie um Scaife und einige andere anrüchige Charaktere, mehr dazu hier: http://conwebwatch.tripod.com/stories/2002/nmstock.html

Ich finde es eh erschreckend, wie wenig die amerikanischen Konservativen auch im eigenen Lager differenzieren: machtgeile Plutokraten schwimmen in der gleichen braunen Suppe wie christliche Reaktionäre, "kneejerk conservatives" und mit Fug und Recht als rassistisch (und schlimmeres) zu bezeichnende Rechtsextremisten.
Eine Debatte darüber, wo Nationalismus, Konservativismus, Kapitalismus etc. pp. demokratische Grenzen hat findet nicht statt - vielmehr scheint "Demokratie" nur noch als aussenpolitische Sedierungsfloskel verwendet zu werden, während sie im Inneren schon lange als eine wirtschaftsfeindliche "Agenda" von "socialists" und "liberal whimps" abgeschafft wurde.
Tolle neue Weltordnung - so gerecht, so selbstkritisch, so uneigennützig, so freiheitlich, so tolerant, so rechtsstaatlich, so menschenrechtstragend, so völkerrechtsfördernd, so... oh fuck, ich muss schon wieder reihern...

Flieger
11.03.03, 14:31
"Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit."... Ist von J.R. Kipling, einem ENGLISCHEN Literaturnobelpreisträger (nicht das jemand behauptet, sowas 'USA-feindliches' kann ja nur von einem Deutschen kommen :teuflisch )

heiko häß
11.03.03, 14:35
Hätte sich der Zweite Weltkrieg in den USA abgespielt wüsste mann dort auch was Krieg bedeutet.

TacHead
11.03.03, 14:35
@Allmendinger: sehr wahr - Kritikfähigkeit gegenüber den Medien und Differenzierungsvermögen zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung ist auch hierzulande angebracht und kommt zwischen Krieg und Wahlkampf viel zu schnell unter die Räder.

Zu dem von Kevin angesprochenen Problem: ich habe einige intelligente und sympathische Amerikaner kennengelernt - in Europa :steirer:

sharky
11.03.03, 14:46
Original geschrieben von heiko häß
Hätte sich der Zweite Weltkrieg in den USA abgespielt wüsste mann dort auch was Krieg bedeutet. Genau, zumal der durchschnittlich gebildete Amerikaner Europa noch nicht einmal auf der Weltkarte finden würde ... :rolleyes:

freakfigur
11.03.03, 15:56
Es ist wirklich so, ein Freund von mir war zum Austausch in Amiland und die haben ihn gefragt ob es in Deutschland auch Infrastruktur und fließendes Wasser gäbe....

Amerikaner sind die Nationale Arroganz in Person (der Großteil) und wissen über Europa genausoviel wie über ihre blutige Entstehungszeit....

TacHead
11.03.03, 17:27
Im Sinne der Ausgewogenheit und Ehrenrettung der "anderen" Amerikaner, die es offensichtlich auch gibt:

"That's how the neocons make their case before the American people -- through deceit, half-truth, fabrications, and outright lies. It should be considered treason. It should be a crime. Maybe one day Richard Perle will be prosecuted for his crimes. For now he is allowed to bend the ear of George W. Bush and prod the half-wit dictator into destroying America."

Den ganzen, sehr hübschen Artikel gibt's hier: http://www.rense.com/general35/eax.htm

achlais
11.03.03, 19:13
@Allmendinger:
Das war ein wirklich, wirklich guter post.:super: :super: :super:

Gerade wir sollten uns davor hüten, die Amis momentan über einen Kamm zu scheren. Der "Otto-Normal-Ami" kennt, die Situation und alles was damit zusammenhängt nur aus den Medien. Und das ist praktisch nirgendwo auf der Welt eine objektive Schilderung. Eine Meinung über andere kann man sich nur bilden, wenn man mit anderen in Kontakt kommt.
Amerikaner reisen im Schnitt einfach wesentlich weniger ins Ausland und haben dadurch wesentlich weniger "persönlichen Einblick" in andere Welten. Zwar sind die USA ein multikulturelle Gesellschaft, aber die Einwanderer aus anderen Kulturen passen sich halt schnell an bzw. haben eine sehr positive Einstellung zu den USA, sonst wären sie ja nicht eingewandert (Little Italy ist nicht Italien und China Town nicht China).

Der "Otto-Normal-Ami" wäre genauso wenig ein Kriegstreiber, politisch desinteressiert oder ungebildet wie wir, wenn er den selben "input" gehabt hätte wie wir.
Das Problem in den USA sind die Leute die für den "input" (Medien, Bildung ...) verantwortlich sind. Da liegt das faule Ei. Und da läuft nicht erst seit ein paar Wochen etwas schief.

Servus sgian achlais

kababear
11.03.03, 19:43
das kann ich so nicht wirklich stehen lassen..
sobald jemand einen zugang zu einem internetfähigen pc hat, bekommt man ohne probleme zugang zu neutralen informationen bzw zu beiden seiten. das problem liegt darin, dass der durchschnittliche "ammi" sich -wenn überhaupt- praktisch nur aus TV und der amerikanischen bild "USA TODAY" informiert und ihm somit korrekte informationen fehlen. ausserdem ist komplett amerika so "patriotisch", dass es über seine eigenen füsse stolpert..

achlais
11.03.03, 19:50
Auch das "Erkennen" neutraler Information muß gelernt werden. Die Normal-Amerikaner und wir beginnen da nicht von der selben Startlinie.
Und auch der anerzogene "US-Patriotismus" gehört zum input.

Servus sgian achlais

TacHead
12.03.03, 10:43
Natürlich ist der "input" und die Qualität (und Unabhängigkeit) der Medien ein großes Problem.
Meiner Sichtweise nach liegt das Problem aber beim Individuum, egal ob hier, in den USA oder wo anders: Das Recht, sich eine eigene, unabhängige Meinung aus einer Vielzahl von Quellen zu bilden ist in einer Demokratie, die funktionieren soll, eine Pflicht. Diese Nichterfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten ist in allen wohlstands- und mediensedierten Demokratien der Kern vieler Probleme.
Die Informationen *sind* vorhanden, man *hat* die Freiheit, auf sie zuzugreifen, man *ist* im Besitz eines Hirns um sie ausfindig zu machen und zu verarbeiten.
Wenn eine Gruppe immer auf die gleichen Quellen zurückgreift und sich argumentativ immer im gleichen eigenen Saft kocht kommt so ein in sich geschlossenes und schlüssiges, aber von der Realität völlig abgeschottetes und von ihr nicht mehr erreichbares "Weltbild" heraus wie es sich (nicht nur) in dem Bladeforums-Thread zeigt. Dieses Ausklinken aus der gesellschaftlichen Debatte und die Isolation von Gruppen in Mikrodiskursen stehen am Anfang jeder Radikalisierung - seien es die amerikanischen Rechten, die K-Gruppen der 70er oder Islamisten. Es besteht also durchaus Anlass zur Sorge.

*Cut*, Notbremse, wird sonst zu lang...
;)

Thomas Spohr
12.03.03, 11:32
Radikales/fanatisches Denken und Handeln wird durch einseitige Information sicherlich gefördert, aber die eigentliche Ursache ist meiner Ansicht nach eine defizitäre Persönlichkeitsentwicklung.
Ich denke, daß Terroristen, religiöse Fundamentalisten, Fremdenhasser oder Kriegstreiber das ursächliche Problem in sich selbst tragen, der Samen fällt auf fruchtbaren Boden.

TacHead
12.03.03, 12:13
@Thomas: das ist sicher wahr. Dieses Defizit, was auch immer es sein mag, macht die Leute dann anfällig für Ideologien (im weitesten Sinne), die dieses Defizit im Rahmen eines Kollektivs kompensieren. Um diesen Effekt abzusichern wird die Realität der Ideologie angepasst, das Kollektiv oberster, oft sehr schnell einziger sozialer Bezugsrahmen.
Näher kann und will ich mich dazu nicht äußern, erstens weil ich kein Sozialpsychologe bin und zweitens weil es sonst zu ot wird.

Nur eins: ich finde es jedes mal wieder köstlich wenn mir jemand mit so einem abgekoppelten Wahrheitskonstrukt erzählt, ich bräuchte einen "reality check" :irre: - habe ich bis vor kurzem nur von Sektenheinis und anderen religiösen Fanatikern gehört.

pitter
12.03.03, 12:23
Original geschrieben von TacHead
Meiner Sichtweise nach liegt das Problem aber beim Individuum, egal ob hier, in den USA oder wo anders: Das Recht, sich eine eigene, unabhängige Meinung aus einer Vielzahl von Quellen zu bilden ist in einer Demokratie, die funktionieren soll, eine Pflicht.

So ist das. Ich koennte auch das Kotzen kriegen, wenn ich bladeforums lese oder mir die US Sender im TV ansehe. Alles das gleiche dumme Geschwätz basierend auf Halbwahrheiten, Lügen, religiösem Fundamentalismus, wirtschaftlichen interessen, egal was, jedenfalls nicht auf Tatsachen. Es mag sein, dass wir in Europa einen weiteren Blick ueber die Landesgrenze haben, mag auch sein, dass die Kriege eine Rolle spielen (aber wer hier kennt die noch ausser von Bildern), ich glaube aber eher, dass wir einfach Schwein haben, dass Schroeder von Anfang an gegen den Krieg war. Das mag politisch ungeschickt eingefädelt sein, kann man diskutieren. Aber genau diese Polarisierung treibt auch die Medien dazu, Stellung nehmen zu müssen.

Waere Gesamt Europa geschlossen fuer einen Krieg, sähe unsere Informationslage noch einseitiger und schlechter aus. Und auf dieser Basis, wäre auch die Meinung in der Bevölkerung anders. Wenn nicht die Information, was sonst bildet eine Meinung aus.
Bis auf ein paar Intellektuelle, oder besser gesagt, konsequente Individualisten, bekommst Du jedes Volk zu jeder Meinung. Da sind wir hier nicht besser als die Amerikaner. Nur ist eben unsere Medienlandschaft pluralistischer.

Gruesse
Pitter

Fenrir
12.03.03, 13:14
Jau, sind die tolerant! ;)

Freedom Fries (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,239737,00.html)

Freedom Sex (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,239775,00.html)

Allmendinger
12.03.03, 13:54
[QUOTE]Original geschrieben von TacHead

Die Informationen *sind* vorhanden, man *hat* die Freiheit, auf sie zuzugreifen, man *ist* im Besitz eines Hirns um sie ausfindig zu machen und zu verarbeiten.

Völlig richtig, allerdings ist das Hirn des einen oder anderen mehr oder weniger ausgeprägt (und das meine ich nicht herablassend). Vielmehr spielen hier Bildung und Erziehung eine wesentliche Rolle, letztendlich aber auch die Intelligenz.

Dummheit (oder Unbildung) war und ist der Nährboden für simple, undifferenzierte Parolen und das gepaart mit Denkfaulheit und Ignoranz führt zu Radikalismus egal welcher Coleur.

Viele Amerikaner scheinen hier ein Problem zu haben, was ich aufgrund der Bildungspolitik von Bill Clinton eigenlich nicht mehr vermutet hatte. Leider lassen sie sich auch durch offensichtlich falsche Beweise, Lügen und Halbwahrheiten eine Gefährdung ihrer Gesellschaft vorgaukeln, die es in diesem Umfang sicher nicht gibt.

Zusätzlich hat man sich durch zu schnelle und offenbar nicht zu Ende gedachte politische Aussagen in eine Position manövriert (und das hüben wie drüben), aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Das ist für mich auch eine Art der Dummheit, die mich ich allerdings nicht sonderlich überrascht hat. Dadurch sind auf der Seite der "Guten" sehr schnell alle diplomatischen Möglichkeiten erschöpft gewesen. All das, was jetzt an Bemühungen für einen UN-Konsens passiert, hätte vor der Androhung der Waffengewalt geklärt sein müssen. So sehe ich wenig Chancen diesen Krieg noch zu vermeiden und selbst viele der Amerikaner, die keinen Krieg wollen, werden so wie ich sie kenne, als Patrioten im Kriegsfalle ihrer Regierung den Rücken stärken.

Ich persönlich hoffe, dass ich mich täusche, denn Alleingänge einer Supermacht haben mich schon immer bedenklich gestimmt.

Gruss
Allmi

Ritschratsch
12.03.03, 14:33
Eins ist mir inzwischen klar geworden: Die U.S.of A. sind real bedroht.......allerdings weniger von "Außen" als von "Innen"!
Dabei hieß es mal.....Amerika Du hast es besser!
Heute würde ich das eher so formulieren........Amerika Du läufst ins Messer!:confused:
A pacifist whiner....and proud of it!
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam. So fängt`s an...

Sam Hain
12.03.03, 15:03
Ich weiß es ist alt und primitiv, aber es passt halbwegs und der eine oder andere kennt es vielleicht noch nicht:

xtorsten
12.03.03, 15:11
ich kannte es tatsächlich noch nicht. zwar nicht unbedingt so aktuell , aber ich liebe sowas!!
xtorsten

Tierlieb
12.03.03, 15:14
@sam hain:
Hast Du eine Ahnung, wo das Bild her stammt? Ich meine seit Ewigkeiten, es wäre von www.somethingawful.com und wäre ein paar Tage nach der Erklärung des Unterschiedes zwischen Terroristen in den USA und clandestino arbeitenden USA-Army Rangers in den südamerikanischen Ländern gewesen. Aber ich finde den Text leider nicht wieder...

MfG, Tierlieb

Sam Hain
12.03.03, 15:18
sorry Tierlieb, hab nicht die leiseste Ahnung. Hab´s selber in nem anderen Forum gefunden. Lange her...

CU
sam:(