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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie geht Ihr mit Scharten um?



OniKudaki
02.03.03, 15:46
Irgendwie pasierts mir immer wieder:
Ich bearbeite ein Stück Holz und irgendwo versteckt sich ein tief eingeschlagener Nagel oder eine Armee eingedrückter Steinsplitter. Und dann *knirsch*.
Ist mir heut noch mit meinem ColdSteel ReconScout passier :mad: :mad:, als ich einen Baumstamm entrindet habe.

Wie behandelt Ihr eure Ausbrüche und mit welchem Werkzeug?

ALs erste Notbehandlung schleife ich den entstandenen Grat bei (grober Stein) um weiteren Schaden abzuwenden, dann schleif ich feiner weiter, um wieder ein bisschen Schärfe draufzukriegen.
Aber richtig scharf wirds nimmer, bis die Scharten ausgeschliffen sind. Und über mehrere Millimeter Materialabtrag der Winkel zu halten, fällt mir auch schwer.

Kennt Ihr eine saubere Lösung?
Oder heißt das: Ab zum Schleifer und neuen Schliff drauf?

Grusz : Kuda

Andreas
02.03.03, 16:47
ab auf den bankstein mit dem patienten.
wenn es mit dem "winkel-halten" nicht klappt, hilft ein lansky-set.

OniKudaki
02.03.03, 17:00
@andreas:
Lansky: auch um richtig Material abzunehmen?

Kuda

herbert
02.03.03, 17:04
Klar, ich mache mit dem Lansky auch immer den ersten Anschliff bei neuen Messern. Klappt vorzüglich.

OniKudaki
02.03.03, 17:17
Ach...
Ich dachte immer, diese Schärftools seien dazu da, die Klinge nur scharf zu halten...

Dass man damit sogar einen richtigen Anschliff machen kann, wundert mich.
Dauert das nicht Stunden?
Und wie siehts aus mit grösseren Klingen, so ab 17 cm? Das sind bei mir nämlich die, die am ehesten ausgebissen aussehen...

Kuda

Andreas
02.03.03, 18:17
beim lansky-set gibt es auch einen groben stein ;)
mit dem feinen stein dauert es wirklich länger.

herbert
02.03.03, 20:41
@Andreas: genau, das ist wohl war, denn:
@onikudaki: bei meiner Klinge aus 100Cr6, von Claymore geschmiedet und gehärtet, hat das Anbringen des Grundschliffs über die drei Steinstufen bis zum Endschliff etwa 5 h gedauert, aber dafür ist das vielleicht scharf geworden....
Die Härte ist allerdings auch hoch. Ich hab jetzt insgesamt 5 Messer mit Härten so um die 61 HRC, und bei allen war die Zeit ähnlich. Das Messer für meinen Sohn ist weicher, ca. 59 HRC sag ich mal, da war die Geschichte relativ flott erledigt, etwa 3 Stunden.
Ich mach das meist auf der Terasse mit nem Weizenbier (im Sommer) oder mit nem Glas Rotwein im Arbeitszimmer (bei schlechtem Wetter)

Nidan
02.03.03, 21:21
Und wenn du richtig Material abtragen willst, nimm den groben Diamantstein von Lansky !

freagle
02.03.03, 21:26
Oder ne einfache kleine Diamantfeile von z.B. Pferd, damit erstell ich bei all meinen Messern die Grundschärfe in ca 10 min, auch bei sehr hochlegierten wie z.B. cpm 420 die Feilen kosten einzeln nur nen Bruchteil eines großen DMTs. Die von Pferd, die ich habe (war ein Set für ca 30€ scheinen auch ewig zu heben.

freagle

HankEr
02.03.03, 21:50
Zurück zum eigentlichen Thema. Wie gehe ich mit Scharten um? Das kommt sehr darauf an. Handelt es sich um ein großes Haumesser und eine kleine Scharte, dann fange ich nicht jedes Mal an und schleife die ganze Schneide zurück nur um eine Stelle wieder hinzubekommen. Zuerst schaue ich mir die Scharte an und versuche was evtl. an Material noch übrig, aber verbogen ist wieder einigermaßen aufzurichten (mit dem Rücken eines anderen Messers, z.B.). Dann überschleife ich die Schneide so, daß zumindest nichts mehr seitlich weghängt.

Bei einem kleinem, schneidorientiertem Messer bleibt einem nichts anderes übrig als die Schneide zurückzusetzten. Dabei kann man sich gleich überlegen ob, die Schneide nicht evtl. zu fein für den Anwendungszweck gewählt wurde. Das Schleifen findet dann mit einem japanischen Kombistein (1000/6000) statt. Lansky-Diamant kenne ich nicht, aber der normale sehr grobe Lansky Stein, treibt mich in den Wahnsinn. Man schrubt und schrubt und außer daß man überall Öl hat ut sich kaum was, und wenn man endlich fertig ist, darf man dann auch noch die Sägeschneide verfeinern.

OniKudaki
03.03.03, 00:42
@freagle:
In welche Richtung feilst DU?
45°zur Schneide oder 90°? Erscheint mir eine interessante Alernative zu nem Diamantstein zu sein... gerade, weil ich, von Zahnlückenbildung mal abgesehen, mit nem 1000er Japaner und nem Lederriemen ganz gut zurechtkomme.
Allerdings - seitdem ich dieses Forum lese, bekomm ich Appetit auf nen 6000er...

*kuda*

OniKudaki
03.03.03, 00:45
Original geschrieben von HankEr
Man schrubt und schrubt und außer daß man überall Öl hat ut sich kaum was, und wenn man endlich fertig ist, darf man dann auch noch die Sägeschneide verfeinern.

Kenn ich irgendwie. Hatte bei 90% meiner Ölsteine ähnliche Erlebnisse. Seit nem Jahr benutz ich nur noch Wassersteine und bin zufriedener.

Und: Klar, der Grat gehört zurückgekämmt, wenn möglich.

Grusz : kuda

OniKudaki
03.03.03, 00:49
Benutzt keiner von Euch nen langsamen Schleifstein?

kuda

HankEr
03.03.03, 08:53
Worauf willst Du denn hinaus? Hab´ zwar keine, aber so eine Tormek (http://www.tormek.com/index_de.htm) ist sicher nicht das dümmste wenn mal wieder etwas mehr weg soll. Ich würde mir aber danach wohl den Hohlschliff wieder manuell raußschleifen.

freagle
03.03.03, 23:41
@freagle: in welche Richtung feilst du?

ich feile gegen die Schneide, leicht versetzt in Richtung Spitze, meine Dia.Feilen entsprechen so ca. Körnung 100-150 damit hat man ordentlich Abtrag.

freagle

Meine Messer (http://de.photos.yahoo.com/bc/schlusche/lst?.dir=/Meine+Fotos&.view=t)