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Thema: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

  1. #1
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    Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

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    Hallo.

    Wegen dem Threat bin ich mal wieder im 'Tosa-Hocho-Shop' stöbern gegangen.
    Dabei bemerkte ich die Notiz von Stefan Okamura, dass es diese Messerform inzwischen auch von der Zakuri-Schmiede gibt mit Klinge aus Aogami ichi.
    Da da ich von dort schon länger ein 'Yanagiba ZY 135' habe und von diesem Klingenstahl begeistert bin konnte ich nicht widerstehen.

    Voila:


    Aus der Box raus so scharf, dass Mikrotomschnitte bei einer Möhre
    möglich waren.
    Die Schneideigenschaften begeistern mich von Anfang an.

    Aber erst mal Daten:
    Preis: 76 Euro zzgl. Versankkosten (Uuups, die einfachere Version kostet 34,--)
    Gewicht: 110 gramm
    Schneide Länge: 170 mm
    Höhe Klinge am Erl: 45 mm
    Rückenbreite am Griff: 3 mm
    '' in der Klingenmitte: 1,8 mm (!)
    Griff Länge: 135 mm (mit Büffelhornzwinge)
    Gesamtlänge 315 mm

    Das Messer wird ''Bunkaboocho'' genannt, keine Ahnung was das bedeutet, nie vorher gehört. (Kann jemand hier das Übersetzen???)

    Die Klingenform ist ähnlich einem Gyuto und liegt mir besser als ein Santoku: insgesamt schlanker und schön dünne Klinge mit leicht gebogener Schneidkante. Macht sich ganz prima bei Wiegeschnitt.
    Auch die Größe ist Ideal als Allroundmesser, weder zum Schälen zu groß noch zum Schneiden auf dem Brett zu klein.

    Der Griff ist wirklich ausreichend groß und liegt satt in der Hand. Die Kastanienform des Griffquerschnitts ist eher oval, die Fingerkante ist vergleichsweise dezent ausgeformt.

    Der Anschliff geht etwa 1/3 bis 1/2 der Klingenhöhe hinauf. Das reicht schon, bei der recht geringen Klingendicke schneidet sich jede Möhre exakt ohne zu spalten.

    Die ''Mikrofase'' der Schneide wirkt hier etwas größer als in 'Echt', mit bloßem Auge ist sie kaum zu sehen.

    Der Rücken verjüngt sich gleichmäßig bis zur Spitze. Oben ist bei genauer Betrachtung die durchgehende Schneidlage zu sehen.


    Berühmt berüchtigt ist das ''rustikale'' Finish dieser Messer. Kanten sind nur grob entgratet, stellenweise mit IMO unnötig deutlichen Bearbeitungsspuren:

    Da muss der Dremel ran

    Noch gerade so innerhalb meiner Toleranzgrenze ist ein Schleiffehler an der Klingespitze:

    Nachtrag: Inzwischen mit Mikro-Mesh Körnung 3600 nass weggeschliffen.


    Vorläufiges Fazit:
    Die exzelenten Schneideigenschaften und die gute Handlage machen das ''Bunka'' für mich zu einem empfehlenswerten Messer.
    Wer sich vom rustikalen Design nicht abschrecken läßt und wegen optischer Mängel nicht zu empfindlich ist erhält ein aussergewöhnliches Messer aus excellentem Klingenstahl.
    Ich fände es trotzdem schön, wenn man sich Schliff und Finish mit etwas mehr Sorgfalt widmen würde.

    Nachtrag: Die Messer haben eine relativ große 'Serienstreuung'
    Mein älteres kleines Zakuri hat z.B. keine nennenswerten ''Kratzer'' wie meinen neues Zakuri-Bunka.


    Über die Schnitthaltigkeit kann ich noch nichts sagen da zu 'frisch'. Wenn sie so phantastisch ist wie bei meinem älteren Zakuri , habe ich mit diesem Messer eine erfreuliche Bereicherung für meine 'Tosagata'- Messerclique:

    Das lange Sujihiki (?) oben und das Santoku sind nicht von 'Tosa-Hocho' und deutlich weniger Schnitthaltig als das kleine Zakuri unten.
    Das Santoku hat im Vergleich zum Bunkaboocho eine etwa doppelt so dicke Klinge und ist daher bei weitem nicht so 'schnittig'.
    (So, jetzt brauch ich noch ein kleines Kuri-Muki mit Schmiedehaut, gell )

    -------------------------------------------------------------------------

    Abschliesendes Fazit 17.01.2009:

    Das Bunka ist inzwischen mein am häufigsten benutztes Küchenmesser,
    es hat sich gegen viele Andere -auch weitaus Teurere- durchgesetzt:
    ausgezeichnete Schneideigenschaften, wunderbar leicht zu schärfen und es bleibt sehr lange sehr scharf.
    Griff- und Klingengröße und -form für mich als Allrounder optimal.

    Klare Kaufempfehlung: von 10 möglichen Punkten auf meiner subjektiven Skala: 9 Punkte;
    ein Punkt Abzug wegen optischer Mängel, aber nur deshalb.
    Geändert von Sanji (26.07.09 um 13:02 Uhr) Grund: Korrräkturen, Nachtrag, Fazit

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  3. #2

    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Sehr schick!
    Ich hatte mich schon öfter gefragt ob Zakuri nicht auch ein Bunka herstellt.

    Bunka heißt soweit ich weiß Zerteilen,
    genau wie Deba.
    Es ist also ein Zerteilmesser, ursprünglich wohl in der Debafamilie anzusiedeln.

    Wahrscheinlich komme ich auch bald in den Genuss eines Zakuri Aogami Ichi Stahls,
    allerdings nur stellvertretend beim Aussuchen des richtigen Finish-Steins
    für einen Freund

    Mich würde interessieren wie sich dieses Messer in der Praxis macht,
    ob es seinen Biss behält

  4. #3
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von LessLemming Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren wie sich dieses Messer in der Praxis macht,
    ob es seinen Biss behält
    Hallo!
    Habe gerade ca. halbes Kilo Wurzelgemüse ganz fein gewürfelt für Suppeneinlage.
    Armhaare rasieren ging davor und danach gleich gut ohne rupfen.

    Und gerade mal nachgesehen:
    Die Klinge ist 'nagelgängig'.

  5. #4
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Klasse Dein neues Messer

    Ist bei dieser Version auch eine komplette Lackschicht über der Schneide??

    Wenn ja, geht die einfach ab?

    Danke

    naranja

  6. #5
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    UIIIIII

    Klares und sofortiges Gefühl von WILL AUCH HABEN...
    Habe schon seit geraumer Zeit ein Zakuri Funayuki in meiner Küche, es ist defintiv das schärfste Messer das ich besitze,
    aber die "Bunkaklinge" sieht ja mal voll g**l aus...

    Gratuliere Sanji,
    mein Neid sei Dir gewiss!!!

    Schöne Grüße,
    Dom

  7. #6
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Sanji Beitrag anzeigen
    Das Messer wird ''Bunkaboocho'' genannt, keine Ahnung was das bedeutet, nie vorher gehört. (Kann jemand hier das Übersetzen???)
    Ich werde mal in die Bresche springen.

    Bunkabôchô heißt so viel wie "Kulturmesser" und ist wohl mit dem Santokubôchô verwandt.

    Der offensichtliche Unterschied ist wohl der Knick in der
    Rückenlinie.

    Ookami

  8. #7
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Aus der Box raus so scharf, dass Mikrotomschnitte bei einer Möhre möglich waren.
    Wenn das für dich Mikrotomschnitte sind, viel Spaß mit dem Mikroskop!

  9. #8
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Igor Beitrag anzeigen
    Wenn das für dich Mikrotomschnitte sind, viel Spaß mit dem Mikroskop!

    Naja,....fast.

    (Bitte um Entschuldigung für die schwache Bildqualität)


    Zitat Zitat von naranja Beitrag anzeigen
    Ist bei dieser Version auch eine komplette Lackschicht über der Schneide??
    Wenn ja, geht die einfach ab?
    Ja. Ist aber sehr dezent. Ich lass sie diesmal erst mal drauf zu 'Forschungszwecken'.
    Hab ich bei den Anderen mit Aceton (Nagellackentferner), Küchentuch und viel rubbeln entfernt.
    Keinen harten Scheuerschwamm verwenden wie manchmal empfohlen, die Schmiedehaut verabschiedet sich sonst.


    Zitat Zitat von Ookami Beitrag anzeigen
    Ich werde mal in die Bresche springen.
    Bunkabôchô heißt so viel wie "Kulturmesser" und ist wohl mit dem Santokubôchô verwandt.
    Danke!
    "Kulturmesser" ??? Gibt es eine schlüssige 'Geschichte' zu dieser Namensgebung?
    Geändert von Sanji (20.11.08 um 10:07 Uhr) Grund: Nachtrag: Lackschicht, Danke@Ookami

  10. #9
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Sanji Beitrag anzeigen
    Danke! "Kulturmesser" ??? Gibt es eine schlüssige 'Geschichte' zu dieser Namensgebung?
    Bestimmt. Aber ob die bekannt ist, das ist die Frage.

    Da es nicht so offensichtlich ist, wie Yanagiba [Weiden(blatt)klinge] ist vermutlich eine ähnlich einfach zu ergründende Geschichte dahinter, wie bei der Ampel.



    Ookami

  11. #10
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Ookami Beitrag anzeigen
    vermutlich eine ähnlich einfach zu ergründende Geschichte dahinter, wie bei der Ampel.
    Ookami
    Na, solange es nicht die
    ''Mal wieder eine neue Messerform für die Kunden aus dem westlichen Kulturraum''
    - Geschichte ist....

  12. #11
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Hallo,

    könnt man das Messer denn schön blank Polieren ?? Oder sind da zu viele Einschlüsse im Stahl ??

    Mfg
    Cosmo

  13. #12
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    @ cosmo:

    Die Klingenflächen haben keine ausgeprägten unregelmäßigen Schmiedespuren.
    Polieren sollte problemlos möglich sein. Zumindest die dunkle Schmiedehaut ist sicher einfach zu entfernen. Die gröberen Bearbeitungsspuren bleiben Dir aber erhalten, ein wirklich 'edles Klingenfinish' wirst Du allein durch polieren nicht erreichen. Daher lasse ich persönlich diese Messer lieber als Ganzes 'original Rustikal'.
    Die Schmiedehaut macht die Klinge ja auch pflegeleichter da sie den Karbonstahl vor stärkerer Korrosion schützt. (Ich weiß dass Du das weißt, schreibe das der Vollständigkeit halber)
    Geändert von Sanji (21.11.08 um 08:07 Uhr)

  14. #13
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Hallo,

    sind denn die "normalen" von tosa hocho mit den Zakuri vergleichbar ? Ich meine damit nicht die Schärfe, sondern die Verarbeitung. Soll heissen, wenn ich die Normalen Schleife und mir das Ergebnis gefällt, würde ichs mitm Zakuri genau so hin bekommen?

    Mfg
    Cosmo

  15. #14
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von cosmo Beitrag anzeigen
    ...wenn ich die Normalen Schleife und mir das Ergebnis gefällt, würde ichs mitm Zakuri genau so hin bekommen?
    Cosmo
    Warscheinlich, Möglicherweise, theoretisch schon...

    Falls Du noch nicht gesehen hast, hier Link zu einem Funajuki mit abpolierter Schmiedehaut.

    Das dort abgebildete 'normale' Funajuki (Schmied Kibihara) hat stärkere Schmiedespuren als mein Zakuri- Bunkabocho (Schmied Tokaji).
    Es gibt bei diesen Messern eine relativ große 'Serienstreuung'.
    Mein älteres Zakuri-Yanagiba hat z.B. keine nennenswerten ''Kratzer'' wie mein neues Bunka.
    Das liegt vielleicht auch daran, dass ich bei dieser Bestellung vorrangig darum gebeten habe, mir -falls möglich- eine Büffelhornzwinge auszusuchen, die nicht komplett schwarz ist.
    Herr Okamura war so freundlich, diesen 'Sonderwunsch' zu erfüllen.
    -soweit das wohl möglich war: die Zwinge hat zumindest eine weiße Schliere....
    Nun ja, man kann nicht alles haben; ein perfektes Messer mit z.B. cremefarbener Zwinge ohne Makel zu dem Preis - da träumt der Papst von...
    Geändert von Sanji (25.11.08 um 12:50 Uhr) Grund: Nachtrag

  16. #15
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Möchte hier zum Vergleich ein paar Eckdaten und Bilder des "normalen" Tosa Bunkaboocho von Schmied Kibihara hinzufügen.

    Meines ist ein etwas grösser und dicker geratenes mit 171mm Schneidenlänge und 156gr. Gewicht, damit laut Herr Okamura um
    ca. 30gr. schwerer als der Durchschnitt. Ich wollte absichtlich ein etwas robusteres. Klingenstärke am Rücken direkt am Griff 6,0mm,
    auf halber Länge 2,2mm.

    Den Schutzlack habe ich mit Aceton von der Klinge entfernt, den lackierten Griff aufgrund Empfehlung von Forumsmitglied Goku abgeschliffen und eingeölt.

    Für mich ein sehr scharfes und robustes Allzweckmesser, rostträge,
    spürbare Spuren von Handfertigung. Verarbeitung rustikal, aber durchaus akzeptabel und zufriedenstellend.

    Ich würde es als Universalmesser ala Santoku weiter empfehlen.








  17. #16

    tosa lack

    Kurze Frage:
    Hab grad mein Bunkaboocho bekommen.
    Natürlich mit der üblichen Schutzlackschicht.
    Soll ich die lieber drauflassen oder doch entfernen?
    Danke für eure Antworten!

  18. #17
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Ich habe sie abgeschliffen, da ich sowieso die Kanten etwas runden wollte. Es gefällt mir so gerade nochmals so gut und rosten tut auch nichts.

    Meine Empfehlung deshalb: "runter damit"

  19. #18
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Tigerfinkli Beitrag anzeigen
    Ich habe sie abgeschliffen, da ich sowieso die Kanten etwas runden wollte. Es gefällt mir so gerade nochmals so gut und rosten tut auch nichts.

    Meine Empfehlung deshalb: "runter damit"

    Bevor es hier Unklarheiten gibt wegen dem 'abschleifen':
    Die schwarze Schmiedehaut ist NICHT identisch mit dem transparentem (unsichtbaren) Schutzlack!
    Den Lack bekommt man mit entsprechendem Lösungsmittel runter.
    Die Schmiedehat kann man runterschleifen oder mit Säure runterätzen.

    Meine Empfehlung: Klarlack runter, Schmiedehaut drauf lassen.
    Es sei den sie gefällt überhaupt nicht. Die Tosa-Hocho´s laufen im Vergleich zu manch anderen C-Stahlmessern extem schnell an, gerade die Aussenlagen unter der Schmiedehaut. Bevor man sich die Mühe macht die wegzuschleifen sollte man sich vielleicht gleich ein anderes Messer kaufen?

    Zum Thema Schutzlack ausführlich da: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=65446

  20. #19
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Sanji Beitrag anzeigen
    Die Tosa-Hocho´s laufen im Vergleich zu manch anderen C-Stahlmessern extem schnell an, gerade die Aussenlagen unter der Schmiedehaut.
    Das kann ich nicht bestätigen, zumindest mein Exemplar hält sich diesbezüglich hervorragend.

  21. #20
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Man sollte immer erst im MF stöbern und dann ein Messer bestellen.

    Ich habe mir bei Tosa Hocho ein einfaches Bunkaboocho und ein Yanagiba Hocho bestellt und heute erst diesen Thread gefunden.

    Nach dem Lesen hier freue ich mich schon sehr auf meine zwei neuen Küchengehilfen!

    Werde mich hier kurz melden, wenn ich sie ausprobiert habe.

  22. #21
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Ich finde die Messer vom Preis Leistungverhältnis sehr gut. Eines wurde scheinbar noch von keinem bemerkt oder keiner wollte es schreiben.

    Die Messer habe einen Hohlschliff. Ich denke der geneigte Käufer sollte das wissen, den das ist nich Standart bei traditioneller Japanware.

  23. #22
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Jens25 Beitrag anzeigen
    Die Messer habe einen Hohlschliff. Ich denke der geneigte Käufer sollte das wissen, den das ist nich Standart bei traditioneller Japanware.
    ....aber gerade bei den einfachereren Messern im Tosa-Stil mit beidseitigem Anschliff ist das IMO üblich. Zumindest habe ich aus drei unterschiedlichen Schmieden solche Messer in ähnlicher Preisklasse. Die wurden alle auf großen runden drehenden Steinen geschliffen ohne danach noch einen aufwändigeren (=teuer) Planschliff erhalten zu haben.

  24. #23
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Tigerfinkli Beitrag anzeigen
    Das kann ich nicht bestätigen, zumindest mein Exemplar hält sich diesbezüglich hervorragend.
    Dann hat sich da inzwischen was geändert? Vielleicht benutzen die inzwischen anderes Material. Wäre begrüßenswert.
    Denn zumindest bei meinen beiden alten Zakuris verfärben sich die Aussenlagen sogar schneller als die Schneidlage! Da hab ich mich schon oft gefragt ob das so wirklich sein muss oder da nicht ein anderer Stahl möglich und sinnvoller wäre...

  25. #24
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    So, nun ist die Lieferung da.
    Herr Okamura verspricht auf seiner Seite nicht zuviel.
    Das Bunkaboocho und das Yanagiba Hocho sind beides Messer von hohem Gebrauchswert, was wohl dann auch für seine anderen Modelle gilt.
    Wer auf rustikale, geschmiedete Schneidwaren steht kommt hier voll auf seine Kosten.
    Was die Auslieferungsschärfe der Klingen angeht, kann sich so manch ein andere Hersteller ein Scheibchen davon abschneiden.....Rasiermesserscharf, sauber und gleichmäßig.
    Wer es noch schärfer mag, dem genügt in diesem Fall ein Abziehriemen mit Polierpaste.
    Die Griffmontage ist stabil, Überstände an der Zwinge/ Holz stören nicht und können leicht begeschliffen werden, wenn man denn unbedingt will.
    Einzig die Griffe sind für meine Hände etwas zu schmächtig, aber damit kann man gut leben.
    Fazit: Viel Messer für relativ wenig Geld.

  26. #25

    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von Sanji Beitrag anzeigen
    Dann hat sich da inzwischen was geändert? Vielleicht benutzen die inzwischen anderes Material. Wäre begrüßenswert.
    Denn zumindest bei meinen beiden alten Zakuris verfärben sich die Aussenlagen sogar schneller als die Schneidlage! Da hab ich mich schon oft gefragt ob das so wirklich sein muss oder da nicht ein anderer Stahl möglich und sinnvoller wäre...
    habe meins seit knapp 2 Jahren im täglichen Gebrauch, erst als ich bei der Pflege (immer sofort staubtrocken wischen) etwas nachlässiger wurde haben sich die Aussenlagen verfärbt...finde es aber schöne, individuelle Patina!!! Griff habe ich leicht geschmirgelt und mit Schaftol behandelt, klasse Maserung.
    Mein Bruder hat grad die günstigere Variante von mir zum Geb. bekommen, Schneidleistung identisch, Standzeit fast. Anlaufen bis jetzt null. Würde es inzwischen wohl auch vorziehen, bei 50,- Preisvorteil.
    Alles in Allem: unschlagbare Küchenhelfer

  27. #26
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich hab meins (die Standardausführung, kein Zakuri) seit 4 Wochen und es ist fast im (privaten) Dauereinsatz.
    Bei ein bissl Pflege kein Problem mit der Klinge und ein echter Küchenniedermetzler. Das wird sicher nicht mein letztes Tosa-Hocho sein.

    Keks

  28. #27
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Zitat Zitat von tantorazorblade Beitrag anzeigen
    ....., erst als ich bei der Pflege (immer sofort staubtrocken wischen) etwas nachlässiger wurde haben sich die Aussenlagen verfärbt...finde es aber schöne, individuelle Patina!!!
    Damit keine Mißverständnisse entstehen: ich find die Zakuris auch sehr empfehlende Einsteigermesser und ich mags auch wenn sich auf Messern eine schöne Patina bildet.
    Die Aussenlagen der Tosa-Messer verfärben sich aber stärker als das IMO sein müßte, stärker (und IMO 'unschöner') als die Aogami-Schneidlage.
    Hier mal mein Bunkabocho nach über 1 Jahr fast täglichem Gebrauch:



    Die Schneidlage bildet eine typische, für mein Empfinden sehr schöne Patina. Die Aussenlagen übertreibens für meinen Geschmack ein bissl mit dem rotbraun-bunt werden, vor allem geht das bei entsprechendem Schnittgut schneller als man das Messer reinigen mag.
    Die Aussenlagen könnten von mir aus gerne aus einem etwas weniger schnell reagierendem Material sein. Da die Aussenlagen nichts mit den Schneideigenschaften zu tun haben sollte das möglich sein.
    Nochmal: Tolle Messer; vor allem die Aogami-Schneidlage der Zakuri ist richtig klasse und recht hoch gehärtet (spürbar besser als bei den einfacheren Kibihara) was man auch an den beiden Ausbrüchen sieht die beim dezent anticken eines Topfrandes entstanden.
    Ich hab das Thema des Anlaufens letzte Zeit ein paar mal deutlicher betont, weil manche Nutzer das nach einiger Zeit doch lästig finden. Schade fände ich, wenn dadurch manche sich dadurch abschrecken lassen, womöglich sogar auf 'Rostfrei' umsteigen und sich um den Schneidgenuss mit niedriglegierten Kohlenstoffstahlklingen bringen.

    Ergänzend noch ein älterer Beitrag von mir dazu: http://www.messerforum.net/showpost....mp;postcount=4
    Geändert von Sanji (28.02.10 um 10:17 Uhr) Grund: Link dazu

  29. #28

    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Hast du den Schutzlack entfernt??? (klar, daß fleissiges Schleifen ihn auch abträgt)
    Der Tipp mit der Zitrone ist klasse! finde die PaprikaPatina schön...
    Meine Schneidlage verfärbt null. Kriegst du die Macke nicht rausgeschliffen, hatte mal mehrere solche in einem Haiku und mit nem groben Stein und dann 1000er komplett raus bekommen.

    Grüße

  30. #29
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

    Den Schutzlack hab ich inzwischen mit Aceton runtergeputzt; sah für mich einfach zu komisch aus mit teilweise Patina bzw. 'sauber'.

    Klar kann man die Macken rausschleifen, anfangs hab ich das auch mal gemacht bei einem ähnlichen Messer. Aber wenn s nicht zu viele sind stören eigentlich die kaum, bzw helfen sogar beim Schneiden z.B. einer weichen Tomate wenn die Klinge nicht mehr ganz so scharf ist.

    Optisch sind die natürlich bedauerlich und im Moment des Entstehens ist der Schreck und Ärger groß.
    Aber durch das Rausschleifen verliert man auf einen Schlag ca. 1/2 bis 1 mm Klingenhöhe. Wenn man dann diese Reparaturaktion zu einfach macht und nur die Schneidfase höher legt (statt auch noch aufwändig die Seiten flacher zu schleifen) verändert sich die Klingengeometrie ungünstig, das Messer 'altert' um Jahre.
    Klar, aus optischen Gründen kann man das machen, etwa wenn man den Anblick des Produkts eigener Schussligkeit nicht erträgt.
    Aber fürs Messer bzw. das Schneidverhalten ist es besser wenn diese Ausbrüche nach und nach beim üblichen Scharfhalten kleiner werden. IMHO.

  31. #30
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    AW: Zakuri - ''Bunkaboocho'' von Tosa-Hocho

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    Aufgrund des Hohen Preisunterschieds zu den Zakuri's hab ich jedoch 3 Standardmesser bestellt ein Funayuki, ein Santoku und das Bunkaboocho.

    Gestern kamen Sie an und ich muss sagen das Sie ebenfalls absolut super finde (die griffe sind vielleicht etwas kleine für meine riesen grob.Mo Hände) nichts desto trotz ein wirkliches Preis Leistung Schnäppchen.

    Den Schutzlack hab ich mit dem Nagellackentferner ohne Probleme runter bekommen. Das Einzige was mich gestört hat ist der etwas an Asiatische Ramschware erinnernde Aufkleber am griff den ich kurzerhand entfernt habe was jedoch zu hässlichen Kleber Rückständen am griff geführt hat. (Mit einem Schwamm und ein wenig Muskelkraft war das Thema jedoch auch schnell abgeharkt)

    Die ,,out of Box,, Schärfe war bis dato das beste was ich jemals an Küchenmessern gesehen habe (hatte bis jetzt allerdings auch nur Europäische Messer von f. dick etc. ) nach einmal abziehen übers leder mit etwas Schleifpaste ging es den meisten Karotten in meinem Gemüsefach ähnlich schlecht wie den Artgenossen auf den Bildern von Sanji.

    Alles in allem ein sehr gelungener Kauf, mit einer Super e-Mail Betreuung von Herrn Okamura von Tosa Hocho. Besten dank für eure tollen fachkundigen beitrage (besonders von Sanji) die mir die Kaufentscheidung extrem erleichtert haben.

    War bestimmt nicht mein letztes Messer bei Tosa Hocho da es mir jetzt schon in den Fingern juckt die Qualitativen Unterschide zu den Zakuri’s zu testen

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