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Thema: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

  1. #1

    Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

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    Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit sammeln sich immer mehr Hammerköpfe bei mir, viele von zb. Peddinghaus und warten darauf getestet zu werden.

    da wären zb. Treibhammer mit Kugelkopf bzw gewölbter Bahn, Ballhammer, 2kg Schlosserhammer, Sensenhammer, div. Fäustel, alte Schlosserhammer aus c45/c60 usw......


    Welche Holzsorten könnte ich für Stiele verwenden? (fehlen welche in der Liste?)

    geeignet sind soweit ich weiß Esche, Eibe, Hasel, Weißdorn, Robinie, Hickory.........


    Ist bei allen Hölzern bei der Verarbeitung auf Stehende Jahresringe zu achten?
    Was macht man zb. mit Eibensplint- bzw. Kernholz

    Gibt es denn das Topholz für Stiele?

    Gibt es gesundheitliche Bedenken bei Eibe und Weißdorn?


    ich weiß viele Fragen,
    da ich aber alle genannte Holzsorten habe bzw bekommen könnte,

    muss ich fragen

    mfg




    .

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  3. #2

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Moin,

    mein Schmiedemeister hat mal erzählt, dass Haselnuss keine / weniger Blasen an den Händen gibt, keine Ahnung, warum (wusste er auch nicht). Aber vielleicht ist das auch eine dieser "Handwerkerweisheiten"

    Ich hab dann Haselnuss genommen, um meine selbstgeschmiedeten Setzhämmer, Schrote und Durchtreiber einzustielen - macht keinen Sinn wegen der Blasengeschichte, ist schon klar - gabs aber für Lau und war gerade da. Funktioniert gut. Problem ist nur, dass man kaum gute Stiele für dickere Hämmer findet.

    Grüße,
    Gunther
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  4. #3
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Haselnuss nimmt man für die Hilfsgeräte, nicht für die Schmiedehämmer. Die Haselnuss-Stiele federn und verhindern Prellschläge und Blasen und werden ja auch normalerweise nicht verkeilt.

    Die mit Abstand besten Stiele für Hämmer ...... gibts leider kaum noch. Die sind aus Kornelkirsche.

  5. #4

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von AchimW Beitrag anzeigen
    Haselnuss nimmt man für die Hilfsgeräte, nicht für die Schmiedehämmer. Die Haselnuss-Stiele federn und verhindern Prellschläge und Blasen und werden ja auch normalerweise nicht verkeilt.
    Moin Achim,
    danke für die Erklärung. Dann hab ichs ja richtig gemacht.
    Aber war wohl ein unnützer Tipp von mir, da der TO ja Stiele für Schmiedehämmer sucht.

    Grüße,
    Gunther
    Geändert von ScorpioDesign (30.03.12 um 20:22 Uhr)
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  6. #5
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Esche kann ich selber schlagen, sonst sieht es dünn aus, mit mit selbstgefällten Stielen. Astholz könnte ich schon leichter kriegen. Ist Astholz für Stiele geeignet? Manchmal sehe ich Stücke, die fast schon darum bitten, eine zweite Existenz als Stiel zu beginnen.

    Gruß Holger

  7. #6
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Ast und Stamm machen wohl keinen großen Unterschied.
    Ich hab eine Beschreibung aus den 1930ern, dass Axtstiele aus dem Teil nahe der Wurzel sein sollen, So dass man aus einem Baum nur weniege Stiele machen könnte da der Axtkopf des zäheren Holzes an der Basis bedürfte.
    An anderer Stelle steht aber, das man auch gut Äste verwenden kann (ich mein, das währ bei anderem als Esche).

  8. #7
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Huhu!

    Eibe ist ein geschütztes Holz (zumindest in A) und ist relativ giftig, deshalb ist bei Schleifarbeiten ein Mundschutz empfehlenswert. Ich würde dieses Holz nur für Schmuckmöbel oder -gegenstände verwenden. Alle anderen sind durchaus geeignet.

    Grüsse Dama

  9. #8
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Prinzipiell eignet sich jedes Holz, das sich auch zum Bogenbau eignet.

    (Eibe, Osage, Robinie, Ulme, Ahorn, Esche, Birke, Hainbuche, Eberesche, Holunder, Hartriegel, Goldregen, Obstbäume ...)

    Grüße Willy

  10. #9
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    Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von kaputtmacher Beitrag anzeigen
    .....Welche Holzsorten könnte ich für Stiele verwenden?......geeignet sind, soweit ich weiß, Esche, Eibe, Hasel, Weißdorn, Robinie, Hickory.........
    Zu Eibe kann ich sagen, dass es sehr gut als Stiel ist, soweit Federungseigenschaften und Stabilität eine Rolle spielen. Was Eibe aber kritisch macht, ist die Tatsache, dass die Fasern dieses Holzes druckempfindlich sind. Wenn das Auge eines Hammerkopfes eine zu starke doppelte Konizität (oben und unten) aufweist, die nicht 'weich' verschliffen ist, wird die Holzfaser beim Verkeilen (speziell mit Metallkeilen) geknickt. Das kann dazu führen, dass der Stiel abbricht und der Hammerkopf während der Arbeit plötzlich davon fliegt.

    Das ist mir noch nicht passiert (ich kontrolliere meinen einzigen Eibenstiel öfter und verwende ansonsten Robinie), ich habe aber von solchen Fällen gehört.

    Gruß

    sanjuro

  11. #10
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    hartriegel kornelkirsche war bei uns(großvater) das stielholz seiner wahl! ich kann mich noch genau erinnern wie wir auf hartriegel suche bei uns im revier waren,der hartriegel musste in der nähe eines baches wachsen da das holz dadurch weniger bruchempfindlich war.
    diese theorie gibts auch bei der esche (kalkesche und wasseresche=fraxinus excelsior unterscheidet sich nur vom standort sprich trockener und feuchter habitus).
    die hartriegel stiele hielten sehr lange,ich habe noch einen hammer den mein großvater ca. in den 80er jahren bestielte!
    nächste woche geh ich hartriegel (cornus mas) schneiden da gibts zig theorien vom zeitpunkt,im saft nicht im saft,.... vollmind abnehmend,zunehmend,......
    gruss munin

  12. #11

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    hi,
    schön das Meinungen und Holzsorten zusammenkommen,


    Den Gedanken das Bogenhölzer sich eignen können hatte ich auch.
    an diesen Gedanken knüpfen auch meine Fragen bzgl. der stehenden/liegenden Jahresringe bzw Kern/Splintholz an.

    zb. ein Stiel aus dünner Eibe mit Splint als Mantel?
    auch wenn man bei druckempfindlichem Holz mehr aufpassen muss.

    Lohnt es sich mal zu testen was einem gefällt wenn Hartriegel nicht zu beschaffen ist?


    mfg

  13. #12
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    Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von kaputtmacher Beitrag anzeigen
    ......schön, dass Meinungen und Holzsorten zusammenkommen....

    Lohnt es sich, mal zu testen, was einem gefällt, wenn Hartriegel nicht zu beschaffen ist?......
    Kornelkirsche (sog. Gelber Hartriegel) ist kaum noch zu finden, aber grüner Hartriegel (Cornus viridis) und mit lackroten Trieben auch roter Hartriegel (Cornus sanguinaria) sind häufig und bilden manchmal ganze Bestände. Das sollte also kein Problem sein.

    Testen lohnt sich vielleicht, das hängt aber von den Kriterien ab. Wenn Du Holz auf Belastbarkeit testen willst, das Dir vom Aussehen her gefällt, dann musst Du Dir halt eine Testvorrichtung bauen, die risikoarme Versuche ermöglicht. Ansonsten geht vielleicht mal ein Hammerkopf auf die Luftreise......

    Gruß

    sanjuro

  14. #13
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    @sanjuro: sanguinea?

    Sanguinaria kenne ich nur als Blutwurzel, und die ist als Stielholz nicht wirklich geeignet.

    Grüße Willy

    p.s.: Der Record-Arkansas gefällt mir.

  15. #14

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    morgen,

    die Optik spielt garkeine Rolle, mein Hammerkopf fliegendt ausspannen liegt mir völlig fern

    Es entwickelt sich halt langsam ein Gefühl für die Hammer/Hämmer, wie sie springen usw....

    Jetzt wollte ich mal Holzsorten testen und schauen ob man Unterschiede feststellt.

    Einfach nur um das Arbeiten evtl. angenehmer zu gestalten.


    naja gestern hab ich mal Weißdorn durch die Bändsäge geschickt, mal schauen was draus wird.



    mfg

  16. #15
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    Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von WiCon Beitrag anzeigen
    @sanjuro: sanguinea?

    Sanguinaria kenne ich nur als Blutwurzel, und die ist als Stielholz nicht wirklich geeignet......
    SANGUINEA ist natürlich korrekt, aber weil ich bei dem Namen an Guinea denken muss, mache ich das meist falsch......

    Deine Wissenslücke überrascht mich nicht, denn die Hunsrücker Varietät von Blutwurz ist kaum bekannt. Sie wurde als Busch etwa 3 - 4 m hoch, und die verholzten Triebe waren als Werkzeugstiele und -griffe hervorragend geeignet. Leider ist diese Pflanze schon vor längerer Zeit ausgestorben - die Eingeborenen hier - und nur diese dürfen das! - suchen noch nach alten, abgestorbenen Pflanzenteilen und bringen sie unter dem Namen Wüsteneisenholz auf den internationalen Markt.......

    Gruß

    sanjuro

  17. #16
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Sanjuro erzählt mal wieder nicht alles,
    typisch Hunsrück? Au weiea... (Gruß an de Algscher...)

    um das richtig zu stellen:
    dabei muss eine Jungfrau beim ersten Vollmond noch an die Wurzel pinkeln,
    nach zwei Wochen, bei abnehmendem Mond konnte dann die Blutwurz geerntet werden!

    "Keine Geheimnisse"
    Jokke

  18. #17

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Es wird kaum ein Laubholz geben, das sich nicht als Hammerstiel für einhändig geführte Hämmer eignet. Selbst Hasel ist da noch fest genug.
    Kritischer wird es bei den längeren Stielen für Vorschlaghämmer. Ganz kritisch wird es, wenn man diese Stiele auch noch besonders dünn haben will, sei es weil man kleine Hände hat, sei es, weil man gewisse Federeigenschaften schätzt oder warum auch immer.

    Für solche langen Stiele hat sich Hickory uneingeschränkt bewährt, auch deshalb, weil es eines der wenigen Hölzer ist, bei denen die Belastbarkeit nicht so sehr leidet, wenn man die stehenden Fasern durchtrennt.-Ähnlich verhält sich Ulme.
    Bei anderen Hölzern ist es wichtig, dem Faserverlauf möglichst exakt zu folgen.
    Bei den Bogenbauern gibt es Untersuchungen, in welchem Maße Holz geschwächt wird, wenn man nicht exakt dem Faserverlauf folgt.
    Als Faustregel kann man festhalten, daß die Festigkeit in etwa in dem Verhältnis abnimmt, in dem Fasern aus dem Stiel auslaufen oder verletzt sind. Bei 10 % Fasern, die nicht in der ganzen Länge dem Probestück folgen, geht man also von einer Schwächung um ca. 10 % aus.
    Das ist sicher nur eine grobe Daumenpeilregel, die auch von Holz zu Holz angeglichen werden müßte- Hickory-unempfindlich- Ebenholz, weil leicht spaltend- sehr empfindlich.

    Einen großen Einfluß hat auch der Trocknungsgrad. Übertrocknetes Holz ist spröde, feuchtes Holz weich und wabbelig.

    Ein paar Beobachtungen aus der Praxis:

    Alte Holzfäller in Oberhessen empfehlen für Axtstiele- ähnlich belastet wie Hammerstiele, wegen der Krümmung aber diffiziler- Esche und "Bouche", letztere gilt als ganz unverwüstlich, wenn man den Axtstiel in spe schon während seines Wachstums in die passende geschwungene Form bringt. Buche soll aber einen Nachteil haben:" Däi breanne su enn de Henn".

    In der Reihe : "Der Letzte seines Standes" wurde ein Steinbrecher porträtiert, der für seinen großen Hammer zum Zerteilen der Steinbrocken einen Ilex- Stiel verwendete.

    Als Matthias Burger mir seine Wurfkünste mit der Franziska vorführte, ging ein Stiel zu Bruch. Ich gab ihm ein Stück Astholz, aus dem er einen neuen Stiel formte. Dieser sei der mit Abstand belastbarste gewesen, den er je gehabt habe.
    Er fragte mich später, ob ich von diesem Weißdorn noch ein Stück habe. Ich hatte- aber der"Weißdorn" war in Wahrheit Flieder.

    Das Holz der Cornus-Arten ist für seine Härte und Zähigkeit bekannt. Der Rote Hartriegel- cornus sanguinea- heißt nicht umsonst auch Hornstrauch. Ich habe ihn in der Umgrenzung meiner Terrasse angepflanzt. Er wächst wie Unkraut, hat in 11 Jahren durchaus schon Stämme von "Vorschlaghammerstielstärke" entwickelt und treibt schöne gerade Schößlinge, die sich zu fast unverwüstlichen Pfeilschäften verarbeiten lassen.
    Cornus mas- die Kornelkirsche- hat ein noch härteres Holz, wächst sich zu mittleren Bäumen aus und wurde schon vom alten Xenophon zur Fertigung von Lanzenschäften empfohlen.

    Enorm hart und zäh ist auch Liguster. Wenn man ein passendes Stück findet und es schonend rißfrei trocknet, hat man einen Hammerstiel, der zweifellos Generationen aushält.

    D a s b e s t e H o l z wird es wohl nicht geben, viele sind aber uneingeschränkt geeignet, insbesondere bei vernünftiger Bearbeitung.
    Aussagen wie: Ich säge das perfekt gerade zu, höre ich in diesem Zusammenhang mit gewisser Skepsis.

    Freundliche Grüße

    U. Gerfin

  19. #18
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    @sanjuro: Potentilla erecta hunsrückiensis habe ich tatsächlich vorher nicht gekannt, danke für die Aufklärung. Als einzige lokale Varietät kannte ich nur die im Kölner Raum beheimatete Blootwoosch, die absolut nicht als Griffmaterial geeignet ist ( das heißt, wenn man den Threat zum MfOdT verfolgt, dann scheint es eine türkische Unterart des Wurzes zu geben, die zumindest als Material für Messergriffe geeignet scheint).


    Grüße Willy

    An die Mods und sonstigen Irritierten: Potentilla erecta hat nichts mit dem zu tun, woran ihr gerade denkt?

  20. #19
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    Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von WiCon Beitrag anzeigen
    ...... Als einzige lokale Varietät kannte ich nur die im Kölner Raum beheimatete Blootwoosch, die absolut nicht als Griffmaterial geeignet ist .....
    Nicht aufgeben! Nach ausreichender Trockenzeit könnte man sie vielleicht stabilisieren!

    Gruß

    sanjuro

  21. #20
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    Das sind

    ja so einige Tips und Hinweise die ich mir merken werde... ich geh gern mal mit der kleinen Säge auf die Sucghe nach schönem und brauchbarem Holz.
    Bislang stielte ich fast alles mit Weißdorn ein, davon halte ich immer etwas auf Vorrat.
    Aber auch mit Eibe habe ich sehr gute Erfahrungen... wegen der Giftigkeit - und weil ich gerne so arbeite - schleife ich diese jedoch nicht.
    Ich bearbeite sie lieber mit dem Zugmesser, damit sind sehr schöne Oberflächen zu erzielen.
    Zum Schutz der Eibe... naja, ich hole mir dieses Holz eben bei einem Friedhof vom Abfall. Auch einige Bogenbauer holen sich ihr Material dort, alleine schon weil das Holz dort gut, gepflegt und gerade wächst.

    Gruß vom hanz

  22. #21
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von U. Gerfin Beitrag anzeigen

    Für solche langen Stiele hat sich Hickory uneingeschränkt bewährt, auch deshalb, weil es eines der wenigen Hölzer ist, bei denen die Belastbarkeit nicht so sehr leidet, wenn man die stehenden Fasern durchtrennt.-Ähnlich verhält sich Ulme.
    Bei anderen Hölzern ist es wichtig, dem Faserverlauf möglichst exakt zu folgen.

    U. Gerfin
    U. Gerfin deutet es bereits an: Dem Faserverlauf folgen! Und wie? Indem man das Stielholz längs spaltet und nicht sägt. Damit werden keine Fasern durchtrennt und der gesamte Stielquerschnitt erfüllt die ihm zugedachten Funktionen! Dafür kann man (finde ich) auch auf perfektes Finish, welches eh´nur der schöneren Optik dient, verzichten. Auf ein behutsames Glätten der Oberfläche mit Schleifpapier sollte hingegen nicht verzichtet werden, damit man sich bei der Arbeit keinen Splitter einzieht.

    So hat man mit das jedenfalls erzählt und ich habe es so (allerdings nur bei einem Schlosserhammer) auch praktiziert.

    Gruß, Yettham

    Ach ja: Meine Erfahrung als Landschaftsgärtner ist, daß Cornus mas (Kornelkirsche) bedeutend bessere Eigenschaften hat, als Cornus alba bzw. stolonifera (Roter Hartriegel. Grüner Hartriegel). Der heimische, namensgebende Hartriegel, war sicher der Cornus mas. Blüht zur Zeit gelb und ist in Parks zu finden, selten in der freien Natur.
    ,
    Yettham

  23. #22
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    Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von Yettham Beitrag anzeigen
    .....Meine Erfahrung als Landschaftsgärtner ist, daß Cornus mas (Kornelkirsche) bedeutend bessere Eigenschaften hat als Cornus alba bzw. stolonifera (Roter Hartriegel. Grüner Hartriegel). Der heimische namengebende Hartriegel war sicher der Cornus mas......
    Kornelkirsche zeichnet sich neben der Härte vor allem durch ihre Zähigkeit aus, was dazu führte, dass es das bevorzugte Material für Holzhämmer (die Köpfe) im Bildhauerbereich war. Wegen der Seltenheit kräftiger Stämme gibt es solche Hämmer meist nur noch antiquarisch.

    Der häufig vorkommende grüne Hartriegel (mit dem roten habe ich weniger Erfahrung) ist aber als Stielholz ausgezeichnet und völlig ausreichend in seinen Eigenschaften, durchaus vergleichbar mit Schwarz- und Weißdorn. Interessant ist bei dieser Pflanze, dass die Rinde sehr fest - nahezu unlösbar - auftrocknet und je nach Erntezeitpunkt eine hervorragende Griffigkeit bietet. Bei Hammerstielen braucht man das nicht so, aber bei meinen vielfältigen traditionellen Holzbearbeitungs- und Gartenwerkzeugen nutze ich das gern, auch als stilistisches Element.

    Gruß

    sanjuro

  24. #23

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Salü

    Kurze Frage: Bei der Kornelkirsche wird da dar Kern oder das Splintholz verwendet?


    Grüssli Swiss Smith

  25. #24

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Es wird schwerfallen, ein Stück Kornelkirsche zu finden, dessen Kernholz allein einen geeigneten Hammerstiel abgeben würde. Der wäre sicher sehr schön, da Kornelkirsche einen schönen dunklen Farbkern hat. Nötig ist das aber nicht, auch das Splintholz ist allemal fest genug für einen Hammerstiel. Von einem Stamm den Splint herunterzuschälen , um auf das Kernholz zu kommen, wäre also Luxus.
    Andererseits- einer meiner Freunde hat sich seinen 4 Kg Handhammer mit Veilchenholz eingestielt- Man gönnt sich ja sonst nichts !

    Freundliche Grüße

    U. Gerfin

  26. #25
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    In meiner Lehrzeit als Schreiner habe ich noch gelernt Hammerstiele zu hobeln.

    Diese waren dann aus Ahorn, Esche und: Weißbuche. Das Wichtigste war, das man "stehende Jahre" (|||) und astfreies Holz aus dem Kern verwendete. Wobei natürlich ein Schreinerhammer natürlich niemals so belastet wird wie ein Schmiedehammer.

    Kann mir jemand etwas zur Eignung von Hain- oder Weißbuche als Stilholz für Schmiedehämmer sagen?

  27. #26
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Hi!

    Verstehe ich das mit den "stehenden Jahren" richtig? sollen die jahresringe im Holzstiel möglichst in oder parallel zur Schlagrichtung angeordnet sein?

    mfg

  28. #27
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Uns wurde beigebracht, das das Holz aus der Kernbohle möglichst nahe am Kern das geeignetste Holz für Werkzeug ist.
    Es sollte darüber hinaus möglichst gut abgelagert, feinjährig, trocken, astfrei und geradewüchsig sein. Ob die Fasern dann längs oder quer zur Schlagrichtung stehen ist dann wohl egal...

    http://www.hobby-schnitzen.de/Holz.shtml

  29. #28

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Zitat Zitat von Werner Steckman Beitrag anzeigen
    gut abgelagert, feinjährig, trocken, astfrei und geradewüchsig sein. Ob die Fasern dann längs oder quer zur Schlagrichtung stehen ist dann wohl egal...
    http://www.hobby-schnitzen.de/Holz.shtml


    gut abgelagert, feinjährig, trocken, astfrei und geradewüchsig ja, "Fasern" quer zur Schlagrichtung ausdrücklich nein. Auch nicht diagonal ... Aufrechte Jahrringe sind einfach stabiler.

    Gruß,
    Haebbie
    Geändert von Haebbie (30.10.12 um 08:44 Uhr)

  30. #29
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    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

    Nochmal wie oben schon geschrieben: Bei Holz das hohe Belastungen aushalten soll, sollte man bei den Laubhölzern immer auf breite Jahresringe achten. Bei Nadelhölzern kann das andersherum sein.

  31. #30

    AW: Geeignete Stielhölzer (Holzsorten und deren Verarbeitung)

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    's ist zwar kein Hammer, aber anschalich. Schade dass ich kein Bild von dem fertigen Stiel habe.

    Gruß,
    Haebbie







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