Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich hab das Rezept zum [Damast] Färben
Wolfgang Dell
14.02.01, 21:22
Hallo an all jene die es interessiert, ich habe von Francesco Pachi das folgende Rezept zum färben von damast erhalten. Es stammt von Kaj Embretsen und Stephen Schwarzer.
3,8 L Wasser
1850 gr CAUSTIC SODA
483 gr SODIUM NITRATE (Natrium nitricum)
115 gr SODIUM NITRITE (Natrium nitrosum)
Trockene Anteile zuerst vermischen, dann vorsichtig Wasser dazugeben!!
Kochen bei 140° Celsius. Vorgang dauert etwa 20 Minuten. Nach dem Vorgang mit Seifenwasser reinigen. Es sollte konstant die Farbe geprüft werden.
Wundert mich eigentlich, daß unsere im Forum stark vertretene Schmiede Gilde das Rezept nicht kannte? Es kommen dann solche Farben zu Tage wie sie ChrisInzwischen weis ich, daß auch die Uhrenindustrie früher die Schrauebn so "gebläut" hat. Das sind die Farben wie sie Chris Reeve, Devin Thomas, Francesco Pachi und andere verwenden, nur geil!
Wolfgang
Natriumnitrat und Natriumnitrit ist mir klar, aber was ist caustic soda?
Gruss, Armin
PS: wie war Lugano?
Schon gefunden, caustic soda ist Natriumhydroxid (NaOH), also auf Deutsch:
3.8 l Wasser
1850 gr. Natriomhydroxid NaOH
115 gr. Natriumnitrit NaNO2
483 gr. Natriumnitrat NaNO3
Beim Ansetzen dürfte sich die Mischung wahrscheinlich schon durch die chemische Reaktion ziemlich erwärmen. Siedepunkte für Natronlauge (Natriumhydroxidlösung) sind abhängig von der Konzentration und können bis im Bereich von 200°C liegen.
Natronlauge ist ätzend, und Laugenverätzungen sind einiges schwerwiegender als Verätzungen mit Säuren, also Schutzkleidung tragen.
Hast natürlich Recht gehabt, Helmut, Ohne N kein Nitrat .
:confused: :confused:
[ 15-02-2001: Beitrag editiert von: Armin II ]
Dieter Lensing
15.02.01, 02:09
Frage: muss man diese Mengen nehmen, oder kann man auch weniger im Verhältnis nehmen,
und wo kann man die Chemie am besten kaufen ?
Hi Wolfgang,
wie war´s in Lugano? Gut besucht? Ich hoffe Du hast trotzdem Zeit gehabt, ein paar Bilder zu "digitalisieren" und natürlich auch nebenher noch was zu verkaufen. Ich denke wir sind alle gespannt auf einen kleinen Messebericht.
Sascha :rolleyes:
Helmut Warmann
15.02.01, 03:09
Hallo Armin,
kann es sein, daß in der chemischen Formelbeschreibung
3.8 l Wasser
1850 gr. Natriomhydroxid NaOH
115 gr. Natriumnitrit NaO2
483 gr. Natriumnitrat NaO3
das eine oder andere N fehlt?
Gruß Helmut
:) Natriumtrioxid, chemisch höchst interessant.
Natriumhydroxid (in fester Form sind das normalerweise linsenförmige Plätzchen) ergibt in H2O gelöst Natronlauge, und bei der Menge sehr konzentrierte. Bei 140 Grad C ist das nicht ungefährlich. Hat jemand schon mal nen Siedeverzug mit konzentrierter Lauge erlebt? Unbedingt ZUMINDEST Schutzbrillen verwenden und in der Nähe einer Wasserleitung arbeiten, um Laugenverätzungen schnell durch Spülen mit Wasser behandeln zu können. Nur so als kleiner Sicherheitstip.
Wolfgang Dell
15.02.01, 04:22
Hallo, es fehlen keine "n", hab das so von Pachi übernommen und er hat es von Kaj Embretsen. Hört sich ja alles sehr gefährlich an, ich bin schon ein wenig verunsichert. Sollte vor der schönheit so viel gefahr liegen?? Ich bin mal gespannt wo ich das zeug überhaupt herbekomme, Pachi hatte in Italien schwierigkeiten, da irgendwas verboten war!
Lugano war klasse, berichtchen ist schon geschrieben, ich muß nur noch wissen wie ich mehr als ein bild verschicke (Rai hilft sicher), dann kommt alles auf einen schlag.
Wolfgang
Helmut Warmann
15.02.01, 12:12
Hallo Wolfgang,
ich habe nicht deine sprachliche Bezeichnung der Substanzen gemeint, sondern die Formelbeschreibung.
Soweit ich mich erinnere, ist Stickstoff in allen Verbindungen, die ...nitrit oder ...nitrat heißen. Da N für Stickstoff steht, müßte dieses N meiner Meinung nach in den chemischen Formeln von Armin vorkommen.
Gruß Helmut
[ 15-02-2001: Beitrag editiert von: Helmut Warmann ]
Hallo wolfgang,
frag mal Armin II, der müßte eine Adresse haben.
Das Zeug solltest du normaleweise auch in einer Apotheke bekommen, es muß wahrscheinlich bestellt werden, ist aber innerhalb eines Tages verfügbar.
die Preise sind dann allerdings wie aus der Apotheke :D :D
Ich habe mal Borax in der Apotheke bestellt weil ich es schnell brauchte.
Ich habe es auch innerhalb weniger Stunden bekommen, teurer zwar, aber ich hatte es.
Dabei hab ich dann erfahren, das Borax früher mal ( heut nicht mehr ) zum Ansetzen von Lösungen zum behandeln von augenentzündungen genommen wurde ( Augenspülung )
:eek:
Ich nehms dann aber doch lieber zum Schmieden.
Peter
Wenn man es nicht gerade tonnenweise braucht, sollte man in D eigentlich alles aus de Apotheke bekommen --- zumindest wenn man nicht wie ein Bombenbauer aussieht ;).
Chemikalien gibts bei Merck eurolab,
Fax 01805 / 70 22 22
Natriumnitratat
Best.-Nr. 1.06535.1000, DM 37,60/Kg
Natriumnitrit
1.06544.1000, DM 39 / Kg
Natrimhydroxid
1.06462.1000, DM 25 / Kg
Wie bereits erwähnt ist der Siedepunkt abhängig von der NaOH Konzentration und liegt bei bis 200 °C (bei 340 g NaOH
auf 100 g H2O). Bei der angegebenen Konzentration von 490g /L liegt der Siedepunkt bei ca 130°C
Über die Temperatur kann die Farbe gesteuert werden, Temperaturen unter 180°C ergeben blaue und blauschwarze Färbungen, darüber erhält man Braunfärbung. Wie gesagt sollte unbedingt Schutzkleidung getragen und auf ausreichende Belüftung geachtet werden. Ich kann mir in meiner Werkstatt schöneres vorstellen als einen Bottich mit Natronlauge, die da bei 150°C vor sich hinsiedet :D
[ 15-02-2001: Beitrag editiert von: Armin II ]
Wolfgang Dell
15.02.01, 23:12
Hallo Armin, du König des Nebelreiches. Deine Tipps sind sehr gut, danke.
Das mit der Apotheke stimmt, Schwefelsäure der Liter DM 19,80, neulich über nen Freund der Liter .-90!!!!! Allerdings nicht rein, aber was solls.
Ich werde das sicher nicht morgen testen, hab nämlich einen höllen Respekt vor Pulver und Säuren (Laugen).
Also bis dann
Wolfgang
Nochmal zur Chemie: Natürlich muß es NaNO3 bzw. NaNO2 heißen.
Der Preis der Chemikalien hängt hauptsächlich von der Reinheit ab. In der Apotheke werden sie dir wahrscheinlich Chemikalien nach Arzneibuch verkaufen, die sind halt sehr rein, und entsprechend ist der Preis.
Auch im Chemikalienhandel gibt´s natürlich Unterschiede. Wenn du alles in Analysequalität kaufst, wird´s teuer. Für "Heimwerkerzwecke" sollte technische Qualität reichen, da schwimmt halt noch ein bißchen Mist drin herum, dafür kostet´s weniger.
"Verboten" solte da gar nichts sein, ist ja nur Natronlauge und Natriumnitrit bzw. -nitrat. Kann sein, daß jemand bei Ammoniumnitrat nachfragen würde, aber das gibt´s sackweise als Stickstoffdünger. Peinlicher wird´s, wenn man Schwefelsäure gemeinsam mit Salpetersäure einkaufen will, da werden die meisten Verkäufer hellhörig. Theoretisch könnte Natriumnitrat bzw. -nitrit für Nitrierungen verwendet werden, um Explosivstoffe zu kochen, aber das wird üblicherweise anders gemacht.
Wenn irgend ein Verkäufer Streß macht, reicht eine einfache Erklärung, wozu man´s braucht, meistens aus. Im Notfall kann man immer noch sagen, man ist Bäcker, und E524 (Natronlauge für Laugengebäck) kaufen sowie E250 (Natriumnitrit - Nitritpökelsalz) und E252 (Natriumnitrat - Nitratpökelsalz), weil man ja schließlich zuhause am Bauernhof selbst räuchert und pökelt ;) Natriumhydroxidplätzchen gibt´s auch als ordinären Toilettenreiniger.
Wegen der Sicherheit sollte man keine Panik bekommen, cool bleiben verhindert die meisten Unfälle. Wirklich wichtig ist Augen- bzw. besser Vollgesichtsschutz (faceshield, Schweissermaske mit klaren Gläsern etc), und gute Belüftung (Laugen-/Säuredämpfe keinesfalls einatmen, außerdem würden sie in einer Werkstatt auf Dauer Metalle angreifen -bei einem Messermacher vermutlich schlecht). Ich hatte ein Opinel (nicht rostfrei) mal ein halbes Jahr in einem Labor liegen, am Ende hab ich´s nicht mal mehr aufgebracht, weil es so stark verrostet war. Bei Laugen- und Säureunfällen ist verdünnen, sprich Lauge/Säure ausgiebig mit Wasser abspülen, die beste Erstversorgung. Benetzte Klamotten sofort ausziehen bzw. runterschneiden. Eine Dusche oder einen Wasserschlauch in der Nähe zu haben hilft natürlich. Besonders Paranoide können sich natürlich Laugenresistente Einwegschutzanzüge, Stiefel und Handschuhe besorgen, aber das wäre in den meisten Fällen wohl Overkill.
Neben Merck ist Sigma-Aldrich www.sigma-aldrich.com (http://www.sigma-aldrich.com) (keine Ahnung ob die eine deutsche Webseite haben) eine gute Adresse für Chemikalien und Laborausrüstung, z.B. auch sicherheitsrelevantes Zeug.
Viel Spaß beim Färben wünsche ich!
Einwegschutzanzug mag vielleicht "Overkill" sein, aber ne Gummischürze und Handschuhe sind durchaus zu empfehlen und ersparen einem doch das eine oder andere Loch in den KLamotten oder der eigenen Haut. :eek:, ich sprech da aus eigenen Erfahrungen...
[ 16-02-2001: Beitrag editiert von: Armin II ]
Stellt das rezept doch mal in die datenbank, da fällt mir ein ich hab da schon mal was von einem büchlein zum thema metallfärben gehört. ihr solltet mal beim hephaitos nachfragen.
Da muß ich ArminII recht geben, Handschuhe schaden nicht, solange sie nicht mechanisch störend oder nicht laugenfest sind. Schürze ist auch praktikabel. Das "Overkill" bezog sich auf ein komplettes Marsmännchen-Outfit.
servus wolfgang,
ist es das um was es hier geht ?? :D
http://www.pachi-knives.com/eng/28.htm
Hallo,
Merck Chemie ist übrigens auch online in deutsch. web page (http://www.merck-eurolab.de)
Wolfgang Dell
28.02.01, 14:54
Hi Haudegen und all die anderen, auch danke!
Jaaa, genau darum geht es, ist doch geil oder? Wundert mich, daß sowas immer erst von amiland kommen muß. Ich bin ja kein stahlmensch und kein schmied, aber mir scheint die amerikaner sind in dieser hinsicht etwas experimentierfreudiger. Trifft auch für mosaikdamaste für bolster zu. Also Andreas Schweikert ist schon am rumexperimentieren, er hat die chemikalien schon parat. Also demnächst kommt ein folder und der hat hoffentlich auch so schöne farben.
Tschau Wolfgang
Original erstellt von Haudegen:
servus wolfgang,
ist es das um was es hier geht ?? :D
http://www.pachi-knives.com/eng/28.htm
Habe ich da was verpasst oder gehört die Bildunterschrift nicht zu diesen Messern?
Gruß
Guenter
Wolfgang Dell
28.02.01, 18:26
Hi Günter, du hast nichts verpasst, genau darum geht es. In unserem alter verpasst man doch nichts mehr oder?
Bis dann
Wolfgang
Dann muß Freund Pachi mal seine Beschreibung ändern, denn"ATS-34 steel, stainless steel for engraved bolsters " ist das sicher nicht.
Gruß
Guenter
Wolfgang Dell
01.03.01, 18:26
Hi Peter, danke für deine zusätzlichen infos!
Schade daß du nicht in lugano warst, sicher hätte ich dich dann gelöchert, nachdem Francesco mir das rezept gegeben hat. Kennst du Andreas Schweikert? Der hat das zeug schon besort und wird demnächst damit rumspielen (ich lass ihm den vortritt = alter angsthase), nee im ernst der ist besser ausgerüstet, großer bauernhof und so, da spielt es keine rolle wenn was verpufft!!
Na dann shen wir uns eben in Solingen, hab ich auf der teilnehmerliste gelesen.
So long, take care
Wolfgang
P.S. Gruß an Nicole
Gagstätter
01.03.01, 22:38
Hallo Wolfgang,
habe im Moment über beide Ohren zu tun, leider keine Messer,"nur" Werkzeuge und drei
Katanas, dabei sollte ich doch noch einige gute Sachen für Solingen und Rom vorbereiten könnte ein paar talentierte Hände mehr gebrauchen, leider kann ich mir nur ein Lehrling leisten. Besten Dank für die freundlichen Grüsse, meine Familie kommt mit nach Solingen.
Ganz neben bei, über das Thema Bläuen kann man noch sehr viel schreiben. Kleiner Tip am Rande wenn's schnell gehen muss.Sauber entfetten und in den Bakofen bei ca. 250°C,
sieht gut aus und ist recht dauerhaft. Oder
Du kaufst Dir eine Kaltbrünierung, einfach mit einem Lappen aufreiben fertig!
Fa. Emil Otto Erbach RHG
Eltviller-Landstrasse 22 D-65346 Eltville
Ich krieg das Zeug nur in kleinst Mengen, weil der Schweizerstaat meint, dass es zum Rumspielen zu giftig ist.Es ist auch tatsächlich nicht's zum rumalbern, denn es enthält seleenige Säure und dieses Gift kannst Du über die Haut, die Nase, den Mund und weiss sonst noch mit was allem aufnehemen. Aber es funktioniert tadellos.
Leider ist die Färbung wenig gegen mech. Beanspruchung resistent.
Nun zu Andreas, klar kenn ich Ihn,hatte sogar schon mal das vergnügen mit Ihm an einem Handwerkermarkt den Tisch zu teilen.
Ist ein richtiger Könner mit sehr viel Hintergrundwissen und er macht verd.... schöne Werkzeuge. Hab Ihn leider aus den Augen veloren, hast Du vielleicht seine Adresse? Mail sie mir doch bitte!
So muss wieder an die Arbeit. Mein Backofen klingelt, das Schwert ist gar.
tschüss.Peter
Wolfgang Dell
02.03.01, 00:10
Hi Peter, danke.
Damast habe ich in meiner verzweiflung schon mit "Opas Brünierbeize" behandelt, das Messer kannst auf meiner seite sehen, ist das interfrme!
Du gehst nach Rom!!? Mann ich habe mit Nevio gesprochen, würd ich auch gerne, aber ist sehr kurz nach solingen, aber nächstes jahr bestimmt. Wer hat denn alles gemeldet, weist du das?
Hier nun die adresse und so von Andreas:
Andreas Schweikert
Rietsweg 26
D-72116 Mössingen
Tel./Fax: 07473-61 16
e-mail: andy@as-schmiede.de
web: www.as-schmiede.de (http://www.as-schmiede.de)
Ich besuche ihn ab und zu, ist nicht so weit weg wie die Schweiz!!!
Also, bis dann, schönen abend noch
Wolfgang
Gagstätter
02.03.01, 05:41
Hallo alle Miteinander,
ich arbeite schon ca. 2 Monate mit der Lösung.Super schöne Resultate, aber wirklich nicht ungefährlich. Darum noch einige Hinweise aus meiner Erfahrung:
Gesichtsschild, Handschuhe, Chemikalienschürze, fliessendes,sauberes Wasser
Wichtig!!!!!!
Alles sehr gut entfetten am besten mit Wiener Kalk oder zur Not Gips. Nicht mehr mit den Händen anfassen, nur schon anhauchen kann unschöne Flecken zur Folge haben!
Wirkungstemperatur je nach Material 120-140°C
Dauer im Schnmitt 15-20 Min.
Einige sehr gute Bücher zu diesem, und anderen Themen gibt's beim Hephaistosverlag
die senden Euch gerne Ihren Katalog.
Hephaistosverlag
Gnadenberger Weg 4
D-87509 Immenstadt-Werdenstein
Tel:08379/728016 Fax:08379/728018
E-Mail: hephaistos@t-online.de www.metall-aktiv.de (http://www.metall-aktiv.de)
Sagt dem Hephaistosteam einen schönen Gruss von mir.
Gruss Peter
Nibelungenschmiede Schweiz
auha, das thema hier hat ja bald den ersten geburtstag. zu dem feierlichen anlas hab ich noch ein paar tipps hier beizutragen.
erstmal zum entfetten: entfetten kann man wunderbar mit reiner kochender natronlauge, erst kürzlich in der schule erfolgreich getestet, für einen galvanischen versuch.
ansonsten mit einen beitzmittel für V2A schweiznähte ( Flußsäure, salpetersäure.....) aber nur sehr vorsichtig.
dann noch ein Tipp zum kaufen der chemikalien. fragt doch mal in der nächst größeren chemikalienhandlung nach, auch wenn die sagen das die das nicht haben, sie können das auf jedenfall bestellen!
oder ihr bestellt es einfach und recht billig bei omikron (http://www.omikron-online.de/cyberchem/preise/chepreis.htm) aber laut chemikalienverbotsgesetz §3 ist der online verkauf und versand an privatpersonen ohne belerung nicht gestatet.
aber in der drogerie müßtet ihr das bekommen, wenn ihr nicht gerade pyromanisch da auftretet.
noch eine frage, wie dunkel und wie weit geht das bläuen im backofen in richtung schwarz?? ich will da was brünieren, es soll richtig schwarz werden, reicht da das verfahren im backofen oder muß ich da mit den chemikalien ran?
Grüße Buddy
Hallo Buddy,
deine Tips zum entfetten werde ich mir mal merken, wenn ich nicht so viel Respekt vor dem Thema Bläuen mit Chemikalien hätte, dann hätt ich wohl auch schon ein paar Versuche gemacht, ich find gefärbten Stahl auch schön.
Mich würd mal interessiern, was ich mit den ganzen Chemikalien mache, wie entsorge ich die am besten? wie z.B. die oben genannte Mischung aus
3.8 l Wasser
1850 gr. Natriomhydroxid NaOH
115 gr. Natriumnitrit NaO2
483 gr. Natriumnitrat NaO3
oder was mache ich am besten mit der Schwefelsäure die ich zum Damast ätzen benutze, die Säure ist nach gewisser Zeit nicht mehr brauchbar zum Ätzen . Was die Schwefelsäure angeht wurde mir gesagt, ich könnte ich stark verdünnt bedenkenlos in den Abfluss giesen, kann ich die Säure auch irgendwo abgeben??
noch eine frage, wie dunkel und wie weit geht das bläuen im backofen in richtung schwarz?? ich will da was brünieren, es soll richtig schwarz werden, reicht da das verfahren im backofen oder muß ich da mit den chemikalien ran?
Schau mal bei Triebel Waffenwerkzeuge (www.triebel-guntools.de) vorbei die bieten verschiedene Mittel zum Brünieren an, einfache Streichbrünierungen und aufwendigere. Die haben auch ein Mittel zum Bräunen von Stahl und die Anleitungen dazu haben die auch online. Das Färbe im Backofen würde mich auch interessieren, ich werde das auch mal ausprobieren, die Färbung scheint aber leider nicht so haltbar zu sein.
Freagle
also, die chemikalien können ohne probleme in den abfluß gegeben werden. aber es ist ratsam das mit viel wasser zu machen, da sonst evtl die eigenen rohre schaden nehmen könnten. also wasserhan auf vollen durchfluß und langsam den kram nachkippen. alles außer giften und schwermetallen darf so entsorgt werden. und schwermetalle sind da nicht drin. wir in der schule kippen auch fast alles in den ausguß, ist auch rechtens so. (laut lehrer und seinen büchern, hab selber nachgeschaut)
Ich hab da keine angst vor, solange man das im freien macht und nicht übertreibt geht das alles. ne schutzbrille würde ich aber auch empfehlen. mindestens genau so sicher ist ein hoher topf, da ist die gefahr kleiner das wenn es mal anfangen sollte zu sieden das etwas rauspritzt geringer.
vieln dank für den link, werde mir den morgen mal vornehmen.
Grüße Buddy
Hallo Wolfgang
Ich hole das Thema nochmal aus der Versenkung. Wollte mal wissen ob du oder jemand anders schon Ergebnisse mit diesem Rezept vorweisen können.
Über Bilder würde ich mich sehr freuen.
@ Buddy
Du schreibst , das man die Chemikalien stark verdünnt in den Abfluss kippen kann. Gilt das nur für die sachen von Wolfgangs Rezept oder gilt das auch für Batteriesäure also 35 % Schwefelsäure ?
Gruß Murat
Hallo Murat!
Das mir in den Abfluß kippen würd ich so nicht unterschreiben!
In den Schulen und Unis kann man das normalerweise machen, da die Abwässer von Labors (normalerweise!!) getrennt gesammelt werden.
Zu Hause würd ich das lassen. Einmal schon wegen dem angesprochenen durchätzen der Rohre, andererseite wegen der starken Hitze Entwicklung beim "Nachspülen" oder Verdünnen. Außerdem hast Du ja bestimmt teilweise Metalle geätzt die Nickel, Chrom und solchen Schmarrn enthalten, somit sind also doch Schwermetalle gelöst.
Ich arbeite in einem Labor und würde ordentlich eins auf den Deckel bekommen, wenn ich Säuren, Laugen, organische Lösemittel aller Art (auch Schwermetall- oder Halogenfrei) in den Ausguß kippen würde. Dafür haben wir extra Behälter deren Entsorgung sauteur ist.
Gut, manches darf man nicht so eng sehen, ein paar mL kipp ich auch so weg, aber da gibts halt (wie in D für alles) Vorschriften! Wahrscheinlich passiert in 1000 Fällen nix, aber der Zufall is a Drecksau!! H2SO4 würd ich mal bei der Tanke fragen, die entsorgen das.
Man kann das Zeug neutralisieren mit Natriumhydrogenkarbonat, auf Eis desaktivieren, aber lohnt sich das für Dich? Danach könntest Dus in kleinen Mengen im Ausguß entsorgen.
Bitte jetzt nicht antworten: doch das kann man schon machen. Man kann fast alles machen, manches sollte man aber halt nicht. Nur ein gutgemeinter Tipp.
Gruß
Andi
P.S.: weil ich grade Flußsäure lese, davon würd ich tunlichst abraten!! Das Zeug ist saugefährlich. Wennst das auf die Finger bekommst hilft nurnoch ne Calciumunterspritzung, ansonsten frißts Dir in Kürzester Zeit die Knochen auf, alles wird schwarz und fällt ab. Schaut echt eklig aus.
@Buddy: auf welcher Schule warst Du? Berufsschule Chemie?
Moin,
daß mit dem Abfuß würd ich auch lassen. Aus den genannten Gründen.
"WILDE" Entsorgung, wird meines Wissens strafrechtlich verfolgt.
Hier auf dem Lande kommt zwei mal im Jahr ein sogenanntes Schadstoffmobil. Die nehmen fast alles ohne großes Nachfragen von Privatpersonen an.
Eine andere Möglichkeit ist das nachfragen beim örtlichen Abfallentsorger.
Die werden Dir bestimmt eine Sammelstelle empfehlen können.
Unbedingt als PRIVATPERSON auftreten. :rolleyes:
Habe vor einigen Jahren auch mal was in der Apotheke abgegeben. Die haben mir doch wirklich eine Entsorgungsgebühr aufgedrückt :mad:.
Hoffe das hilft weiter...
Gruß R.
Ich denke Andi hat es soweit ganz gut zusammengefasst. Bei uns an der Uni wird das Abflusswasser prinzipiell noch weiter gereinigt - was jedoch nicht heißt, dass man alles bedenkenlos den Abfluss hinunterkippen darf! Hier wird sorgsam getrennt! Vor allem Schwermetallabfälle sind gesondert zu entsorgen. Reine Laugen / Säuren können auch mal mit entsprechendem Gegenstück neutralisiert und dann im Abfluss entsorgt werden. Aber wie schon erwähnt, hier wird das Wasser noch aufbereitet!
Zu Flusssäure wurde schon genug gesagt: FINGER WEG! Ein Teufelszeug! Die Verätzungen auf der Haut sind nicht unbedingt die schlimmsten - "knochenlose" Gliedmaßen hingegen schon. Und das ist wörtlich zu nehmen!
Nitrite haben i.d.R. auch nichts im Abfluss zu suchen. Getrennt entsorgen!
Wenn ich mich recht entsinne nehmen (Müll / Recycling-)Sammelstellen so etwas mitunter auch entgegen bzw. haben die nötigen Kontakte und können dich weiterverweisen. Dass das nicht unbedingt kostenlos ist, sollte klar sein. Entsorgung von Chemikalien kostet nun einmal Geld und ich glaube hier sollte niemand so blauäugig sein und erwarten, dass das kostenlos geschieht. Wer Chemikalien kauft sollte sie auch entsprechend entsorgen können! (meine Meinung dazu - überall kostet die Entsorgung ein heidengeld und ich habe kein Verständnis dafür, wenn sich "Privatpersonen" davor drücken)
Hallo Leute
Ich hol das Thema wieder mal aus der Versenkung.
Mich würde ein Foto von einer gefärbten Damastklinge interessieren.
Danke
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