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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ein paar Nägel....



Torsten Pohl
19.09.10, 18:29
naja wie es schon in der Überschrift steht:D:D:D, und gleichzeitig der Anfang zum bau, bzw. des Versuches eine kleine mittelalterliche Reiseschmiede aufzubauen.
Ich versuche erst gar nicht das so autentisch wie irgendmöglich zu machen, interpretiere es eher nach dem Motto so hätte ich mir das vorgestellt.
Ich bin im nächsten Jahr auf einigen regionalen M.A. Märkten zu Gast, hab da irgendwie Blut geleckt und meinen Spaß drann.
Mal sehn ob das alles so wird wie ich es möchte.
Auf jeden Fall will ich hier ab und zu mal das wie ich es mir Vorstelle zum Lästern freigeben.:D:D:D

Achja die sind repräsentiv füretwa 100 die ich gemacht habe.

Tschau Torsten

http://up.picr.de/5244291.jpg

http://s1.up.picr.de/5244292.jpg

Thehunt
19.09.10, 18:37
Stahl glühen, reinstecken, raufhauen, fertig?
So in etwa?

Einfach genial, genial einfach...

Torsten Pohl
19.09.10, 19:29
Fast, vorher noch ein wenig ausspitzen (ein kleines Stück des Nagels muß bis ins Ambossloch reichen damit du zurückschlagen/ausschlagen kannst!). Dann haste ein konisches Stück das irgendwann am Locheingang klemmt. Etwa 2,5-3fache Materialsärke lässt du rausstehen.
Noch mal kurz warm machen das ganze rein damit, 2-3 gedenksekunden, stauchen und den Nagelkopf treiben das wars.

Kleiner Tip ein Loch ohne Fase ergibt eine Nagel der Holz mit Blech verbindet um Formschlüssig aufliegt. Mit Fase taugt er nur für Holzverbindungen zieht dort dann aber erheblich besser.

Tschau Torsten

McMonkey
19.09.10, 19:43
Stahl glühen, reinstecken, raufhauen, fertig?
So in etwa?

Einfach genial, genial einfach...

Naja so einfach ist das nicht mit dem Nagel schmieden:hmpf:
Es braucht schon 100Stk. um zu wissen auf was es ankommt.

Torsten, du wüdest dir beim Nagekopf leichter tun, wenn das Nageleisen etwas abgerundet ist.
Mein Nageleisen ist aus einer 20mm Schraube gemacht und passt genau in die das entsprechende Loch meiner Gesenkplatte. Das Loch im Nageleisen ist glaube ich 3,5mm. Da kommen dann auch schmale zierliche Nägel raus, die man für die meisten Montagen benötigt. Das Eisen kann ich in der Gesenkplatte drehen, da ist das "Kopf machen" ganz leicht.

Und mit 2-3 Hitzen bist du dabei ;)

Gruß
Thomas

http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-m.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-m-jpg-nb.html) http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-n.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-n-jpg-nb.html) http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-o.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-o-jpg-nb.html) http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-p.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-p-jpg-nb.html)

McMonkey
19.09.10, 19:53
Torsten, hab noch eines aus meiner Werkstatt gefunden das zu deinen Nägeln passt, du schmiedest ja den Kopf zuerst

und wo ich auch meinte ... abgerundetes Nageleisen ...

http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-r.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/akt3-r-jpg-nb.html)

McMonkey
19.09.10, 20:07
Fast, vorher noch ein wenig ausspitzen (ein kleines Stück des Nagels muß bis ins Ambossloch reichen damit du zurückschlagen/ausschlagen kannst!). Dann haste ein konisches Stück das irgendwann am Locheingang klemmt. Etwa 2,5-3fache Materialsärke lässt du rausstehen.


Hab ich erst jetzt gelesen. Mit dem letzten Bild von mir kannst du zuerst den Kopf schmieden und dann anspitzen. Hierzu hab ich eine Zange die genau hinterm Kopf greift.

Gruß
Thomas

Torsten Pohl
19.09.10, 22:29
ja das abrunden macht absolut Sinn das ist mir dann später auch eingefallen:D:D, wieso machst du den Kopf zuerst?
Ich mach zuerst die konische Spitze schrote passend ab und dann ab ins Eisen.
Durch die 2-3sec Gedenksekunden lässt sich dann mit lose eingelegtem Nagel prima der Kopf formen das Eisen dreh ich dann einfach dabei und lass die Spitze in Loch gucken.
Aber egal deine sehen auch richtig gut aus, so kleine brauch ich auch noch reichlich also danke für die Bilder etc...

Tschau Torsten

dorfschmieh
19.09.10, 23:20
Lustig das jeder zur Zeit Nägelschmieden will...
mit einem kleinen Schmiedetreffen in der Fränkischen Schweitz gings los... dann wollte mein bester Freund unbedingt Nägel Schmieden
dann Thomas dann Torsten!
is das ne neue Mode? :steirer:

Ne Spaß beiseite...
was ich fragen wollte... Fliegt dein Gesenk nicht überall in der Gegend rum Torsten? Wär auch für die Variante mit dem Griff? Aber lass mich hier gerne belehren!:confused:

Liebe grüße aus Spanien
Stück davon
Peter

P.S. Der Naglschmied und sei Hund frisst alle Stund :D

McMonkey
20.09.10, 07:09
wieso machst du den Kopf zuerst?

Bei den kleinen Nägeln nicht. Wenn ich aber eine Nagel benötige der als Kleiderhaken oder ähnliches dienen soll, verwende ich die Methode siehe letztes Bild.
Kopf im Gesenk formen und nur das Ende ausspitzen, so habe ich quasi einen "Niet mit Nagelkopf und Spitz" :steirer:

Es gibt ja eine Fülle von Möglichkeiten Nägel zu schmieden und entsprechende Nageleisen. Bin gerade dabei alles auszuprobieren und plane auch einen eigenen Nagelstock zu bauen.

Gruß
Thomas

Torsten Pohl
20.09.10, 07:57
@Peter

nö da fliegt nix, aber dazu sollte erwähnt werden der Zylinder hat gut 10cm durchmesser und ist locker 8cm hoch. Wiegt also auch ein bischen.
Beim Kopfformen führe ich den praktisch mit der Hand und drehe ihn dabei.
Das klappt so etwa 30-50 mal hintereinander dann muß er abgekühlt werden.
Die gezeigten Nägel haben übrigends einen 8mm Schaft und sind rund
10cm lang.

@Thomas alles klar jetzt hab ich verstanden wie du das meinst, ist wohl auch wrklich so das es da viele wege gibt.
Mach aber echt laune das will ich gerne zugeben enn erst mal sö ein paar rumliegen will man gar nicht mehr aufhöhren:irre:

Tschau Torsten

subba
20.09.10, 11:48
Lustig das jeder zur Zeit Nägelschmieden will...
mit einem kleinen Schmiedetreffen in der Fränkischen Schweitz gings los... dann wollte mein bester Freund unbedingt Nägel Schmieden
dann Thomas dann Torsten!
is das ne neue Mode? :steirer:
....
Liebe grüße aus Spanien
Stück davon
Peter

P.S. Der Naglschmied und sei Hund frisst alle Stund :D

Tja, Nägel sind halt immer das was man beim Schauschmieden im Museum usw. zu sehen bekommt. Also versucht man sich natürlich auch dran mit mehr oder weniger großem Erfolg. Also meine letzten Versuche waren schon sehr "rustikal", aber ich über weiter bis die o.a. 100 Stück erreicht sind. Aber immerhin schauern die Dinger schon aus wie ein Nagel, Kopf fast gerade nur noch etwas ausser Mitte

Grüüse subba

uuups
20.09.10, 14:58
Scheint ja momentan ein Trend zu sein.

Sind die Nageleisen eigentlich im Original konisch oder geht das Loch gerade durch?

Im Mäckingerbachtal (Freilichtmuseum Hagen) (http://www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-Freilichtmuseum_Hagen/)haben wir diesen Monat zwei Nagelschmiede in Aktion gesehen. (Hand und Federhammer)
Angeblich schaft ein guter Schmied 800 Stück am Tag...
Die sind wie folgt vorgegangen:
1.) Konisch schmieden
2.) abschroten (auf einem extrem dünnem Schroth, )
3.) Kopf mit 5 Schlägen formen (1*stauchen + 4 Flächen) :staun:


Wieso sind eure Nägel eigentlich nicht viereckig? :argw: ;)

sanjuro
20.09.10, 15:30
.....Sind die Nageleisen eigentlich im Original konisch oder geht das Loch gerade durch?...Wieso sind eure Nägel eigentlich nicht viereckig?.....
Die Löcher im Nageleisen sind konisch, aber nicht im ganzen Verlauf. Nahe der Oberfläche sind sie gerade. Das hat den Vorteil, dass die Nägel immer leicht heraus gehen. Bei einem glatten Loch können sich verzogene Nägel - auch wenn sich das Eisen beim Abkühlen zusammenzieht - schon mal etwas schwerer heraus treiben lassen.

Das konische Loch (vor allem kleine Dimensionen) ist nicht leicht herzustellen, weil das rot glühende Nageleisen mit seiner in der Relation großen Masse den dünnen Vierkantdorn schnell aufheizt. Wird er zu warm, sitzt er fest, das abkühlende Nageleisen gibt ihn nicht wieder frei.

Da hilft nur ausreichend Kohlepulver im Loch und sehr schnell arbeiten!

Nägel sind nur viereckig, wenn man sie so schmiedet. Die runden Drahtstifte werden maschinell aus Drähten (Überraschung!) gemacht, der Kopf wird lediglich angestaucht.

Ein routinierter Nagelschmied macht kleine Nägel in einer einzigen Wärme.

Gruß

sanjuro

Geonohl
20.09.10, 15:47
Ich hab mal gesehen das ein Nageleisen benutzt wurde was in der Keilnut der Ambossbahn klemmte. In dem Überstehenden Teil waren verschiedene Löcher. Nach dem fertigmachen wurde der fertige Nagel mit einem leichten Schlag von unten herausgehoben und landet einfach auf dem Boden.

Torsten Pohl
20.09.10, 16:44
Konische Bohrung beim Nageleisen hat schon Sinn, es richtet zeitgleich und ist Formgebend.
Ich hab aber keines. deshalb ziehe ich mit einer Hitze konisch aus und schrote ab, und mit der zweiten Hitze wird dann der Kopf gestaucht/getrieben.
Werde es nächste Woche auch mal ein paar Nummern kleiner probieren mal sehn.
Da mir heute gerade noch welche fehlten hab ich schnell zwischendurch ein paar gemacht und dokumentiert.

Tschau Torsten

http://up.picr.de/5252423.jpg

http://s1.up.picr.de/5252426.jpg

http://s2.up.picr.de/5252432.jpg


Hier gehts zum Video vom Kopfmachen.

http://www.youtube.com/watch?v=4yZN3f3nuCI


http://up.picr.de/5252485.jpg

Und da stecken sie jetzt drinn und erfüllen ihren Job.

http://up.picr.de/5252549.jpg

http://s1.up.picr.de/5252551.jpg

derPeter
20.09.10, 17:27
Thorsten, dein Ambosstock mit der geschmiedeten Halterung ist einfach schön. Und nun sogar die Nägel selbst geschmiedet.:super:

gmo
20.09.10, 18:35
Hallo Torsten,
deine geschmiedeten Nägel kommen echt gut. Das muss ich auch mal versuchen. Und der Ambossstock ist wirklich spitze. :super: Ich nehme an, den willst Du auf die Mittelaltermärkte mitnehmen?

Gruß
Gerd

subba
20.09.10, 18:49
@Thorsten: schaut gut aus, Respekt!



PS: Suche Nageleisen! :hmpf::hmpf::hmpf:

Torsten Pohl
20.09.10, 19:31
Hy Gerd erst mal so noch nicht, soll heißen der muß sich jetzt erst mal bewähren ich werd ein wenig draufrumhaun, halt gucken ob ich mit dem doch recht niedrigem Gewicht zufrieden bin.
Wenn ja wird alles was jetzt noch moderne Schweißnähte hat, gegen genietete Teile ausgetauscht.
Es ist also sozusagen ein Proto um mal zu sehn wie das wirkt und funktioniert.

Ziel ist klar mal einen MA-Markt etc. mitzumachen, allerdings weder am Erdloch hockend, noch an der 60iger Jahre Feldesse stehend:D:D.

Da ich mir als Ziel gesetzt habe das die komplette Ausrüstung so sein muß das sie ein Packesel tragen kann, und ich null Idee habe ob es das überhaupt gab, geschweige denn wie das aussehen müßte ist das sowas wie ein kleines Forschungsprojekt für mich, sozusagen die Ausrede mich mal wieder langfristig in der Deutschen Bibliothek aufzuhalten.
Absolut Historisch korekt wird das vermutlich aber auch nie sein.

Tschau Torsten

PS: freut mich wirklich wenn es euch gefällt, aber seid ruhig kritisch.

sanjuro
20.09.10, 20:57
Konische Bohrung beim Nageleisen hat schon Sinn, es richtet zeitgleich und ist formgebend......
Nein, das ist ein wohl Missverständnis! Das Loch für den Nagel hat den Nennquerschnitt oben, nach UNTEN erweitert es sich konisch. Man kann das bei dem abgebildeten Nageleisen von McMonkey deutlich sehen.

Gruß

sanjuro

sanjuro
20.09.10, 21:01
...... Suche Nageleisen!....
Kannst Du Dir doch selbst herstellen! Schau Dir das von McMonkey an, dazu braucht es keinen Inschinör! C 45 reicht, Luxusausführung aus C 60.

Gruß

sanjuro

subba
20.09.10, 21:17
Kannst Du Dir doch selbst herstellen! Schau Dir das von McMonkey an, dazu braucht es keinen Inschinör! C 45 reicht, Luxusausführung aus C 60.

Gruß

sanjuro

Da muss ich doch mal mal meinen alte Kollegen im Werkzeugbau besuchen und was abstauben.....
Ich bin halt werkzeugtechnisch noch nicht so gut ausgerüstet, sprich an Lochern und Durchtreibern hab ich gar nichts in der Maßklasse. Mal schauen, evtl. probier ich es mal mit einen runden Loch.
Grüße subba

sanjuro
20.09.10, 22:08
....Ich bin halt werkzeugtechnisch noch nicht so gut ausgerüstet, sprich an Lochern und Durchtreibern hab ich gar nichts in der Maßklasse.....
Lochdorne sind aber nun wirklich noch leichter zu machen! Nur Mut!

Gruß

sanjuro

Torsten Pohl
20.09.10, 22:51
Ups stimmt, jetzt wo du es sagst fällt mir das auch auf, allerdings kapier ich so nicht wieso?
Ich hatte mir die Verwendung andersrum vorgestellt.
OK wenn man also zuerst den Kopf macht, und das Material gegen den Amboss abstützt macht das für mich Sinn.
Ist das so gedacht??
Wäre aus meiner Sicht rationel weil man ein große Anzahl Materialrohlinge, immer mit dem selben Maß vorbereiten kann!
Denk ich richtig??

Tschau Torsten

sanjuro
21.09.10, 11:28
.... allerdings kapier ich so nicht, wieso.
Ich hatte mir die Verwendung anders herum vorgestellt.
OK, wenn man also zuerst den Kopf macht und das Material gegen den Amboss abstützt. macht das für mich Sinn. Ist das so gedacht??....
Mal von Anfang an, so wie ich es mache:

Du hast Deine runde Eisenstange mit dem Querschnittmaß, das Dir die richtige Nagel- und Kopfgröße liefert. Die Spitze der Stange wird warm gemacht und soviel Material an der Ambosskante abgesetzt, dass sich daraus die Länge des Nagelschafts ergibt. Du schmiedest also eine schlanke, meist etwas konische vierkantige Spitze aus, die dem endgültigen Nagelschaft schon fast vollständig gleicht. Idealerweise sitzt diese Spitze genau zentrisch auf der Eisenstange.

Nun wird an der Stange hinter diesem Nagelschaft soviel Material (vierseitig, also gleichmäßig mittig) abgeschrotet, dass damit die Größe und Stärke des Kopfes bestimmt wird. Dieser Nagelrohling wird nun in das Nageleisen gesteckt, wobei die Lochgröße den Schaft quasi kalibriert. Gleichzeitig sitzt jetzt oben ein massives Stück mit dem Ausgangsquerschnitt über dem Loch, das nun mit kräftigen Schlägen gebreitet wird, wie man es gerade haben will - es hat in vergangenen Zeiten eine unglauliche Vielfalt an Nagelformen gegeben! Üblichweise dreht man beim Kopf machen das Nageleisen nicht.

Die Könner unter den Nagelschmieden sind in diesem Stadium sogar noch in der Lage, einen schiefen Kopf wieder 'herüber zu ziehen', damit er am Ende mittig über dem Schaft sitzt. Tut er das nicht, erhält man eine 'Offiziersmütze' (so genannt wegen des entstehenden 'Schirms').

Die letzten Schläge sind die fünf beschriebenen: vier Facetten, einen obendrauf, damit der Hammer später beim Eintreiben ins Holz nicht abgleitet.

Wenn das ein Routinier macht, geht das recht flott und sieht richtig leicht aus....


Gruß

sanjuro

McMonkey
21.09.10, 13:31
Die Könner unter den Nagelschmieden sind in diesem Stadium sogar noch in der Lage, einen schiefen Kopf wieder 'herüber zu ziehen', damit er am Ende mittig über dem Schaft sitzt. Tut er das nicht, erhält man eine 'Offiziersmütze' (so genannt wegen des entstehenden 'Schirms').

Wenn die "Offiziersmütze gewollt ist, spricht man auch von einem Decknagel. Die werden zum Abdecken von Schrauben verwendet.
Kurz oberhalt der Schraube eingeschlagen, deckt der Nagelkopf dann die Schraube (z.B. Torx) in einer Holzverbindung ab.
Beim Schmieden eines Decknagels ist es jedoch von Vorteil den Nagelkopf - bereits beim Ausschmieden - auf zwei Seiten abzusetzen.

Den Kopf beim Nagel immer zentrisch zu bekommen ist wie schon erwähnt Übungssache und geht nach ... Stk. in Fleisch und Blut über.
Wie beim Autofahren Gas und Kupplung.


Sanjuro hat es gut erklärt :super:

Gruß
Thomas

Torsten Pohl
22.09.10, 19:12
Ok habs kapiert wie ihr das macht, muß ich bei nächster Gelegenheit mal testen.

Heute früh hab ich mal kurz meinen kleinen neuen/alten ausprobiert geschätzt 15-20kg Gewicht sind, auch wenn sie geschmiedet sind wie dieser kleine Amboss, aber nicht wirklich viel. Zumindest nicht wenn der Ofen mit solchen Stücken geladen ist!
Klar kann man drauf arbeiten aber ich bin da vom großem Bruder ein wenig verwöhnt.

http://up.picr.de/5268090.jpg

Also was machen, irgendwo hab ich mal gelesen das man Ambosse mit Blei untergießen kann.
Naja dazu hab ich alle Möglichkeiten, also mal auf die schnelle ne 2cm Bleiplatte eingegossen.
Dazu hab ich den Unterbau ausgerichtet alle Risse/Lücken etc. mit losen Bleiresten verstopft und rein damit.
Zum einem sollte er einfach satter stehn und ein wenig Gewicht schadet ja nie.
Sieht dann so aus.

http://s1.up.picr.de/5268091.jpg

Halleluja der kleine ist jetzt nicht mehr wieder zu erkennen, zieht erstaunlich ruhig nix federt mehr, macht richtig Spaß.
So nebenbei wer den sehen will, ich bring den zum kamft mit, ist ja Reisegepäck:D:D


So und einen hab ich noch, was wird das?????:D:D:D

http://s2.up.picr.de/5268092.jpg

http://up.picr.de/5268188.jpg

http://s3.up.picr.de/5268093.jpg

Hakon
24.09.10, 16:06
Das Fußpedal für den Blasebalg........ ?????

Torsten Pohl
24.09.10, 20:19
gute Idee leider falsch, und danke das du mitmachst.
Ich glaube sowas wie das hatten wir noch nicht in diesem Forum, also einfach mal losraten!!!

Tschau Torsten

PS: damit ich am Sontag keine Überraschung erlebe, hab ich heute diese Klinge auf dem kleinem gemacht,
gut, sicher brauchte ich 1-2hitzen mehr wie auf dem 255kg Bruder, aber es ging wirklich wunderbar. und nen Link zu einem kleinem Funktionvideo gibts auch!

http://up.picr.de/5282751.jpg

Feuerschweißen eines Dreilagenpaketes:

http://www.youtube.com/user/Doc404plus?feature=mhum

Chayron
26.09.10, 10:15
Och ja ganz nett :super:
Wenn ich da an meinen ersten Nagel denke...

unsel
26.09.10, 13:37
Hallo alle die Ihr an diesem Thema teilhabt,

Zu Antwort 8 von Dorfschmieh/Peter möchte ich einen kleinen Beitrag leisten.....der Nagelschmied und sei Hund frisst alle Stund.....
Dieser Spruch scheint sehr alt zu sein, da die Nagelschmiede 2 Hunde hatten wovon jeweils einer in einem den Blasebalg antreibenden Rad lief, während der andere ruhte.

http://www.abload.de/thumb/klingenmuseumaustellunu9bb.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=klingenmuseumaustellunu9bb .jpg)

http://www.abload.de/thumb/klingenmuseumaustellunhatc.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=klingenmuseumaustellunhatc .jpg)
Bildquelle:Geschichte des Eisens Dr.Otto Johannsen

Sanjuro hat den Ablauf zum Nagelschmieden sehr präzise beschrieben.

Meinen Dank an Thorsten für diesen " Tread" .

Gruss unsel

dorfschmieh
26.09.10, 17:01
Wenn ich schon erwähnt werde geb ich hier auch noch meinen Senf dazu :irre: Eigentlich wollte ich die Geschichte auf dem Kunstschmiedeforum www.schmiede-das-eisen.de Posten aber die Diskussion hat sich sowieso hierher verlagert!
Ich hoffe es is ok das ich die url. hier geschrieben hab aber wir verweisen dort oft auf das Messerforum und schließlich geht es ja ums Kunst nicht ums Messerschmieden! Wenn nicht nehmt sie doch bitte raus! :steirer:

Aaalso...
was gibts zu erzählen...
Früher haben die Schmiede ihre Nägel die sie brauchten noch selbst geschmiedet da sich aber das Städtische Handwerk immer weiter entwickelte Spaltete sich aus dem Schmied der früher alles Schmiedete der Waffenschmied Kunstschmied usw... ab, aber das wissen wir ja bereits alle!

Der Nagelschmied hatte sich so weit ich mich erinnern kann schon viel früher daraus abgespalten und das Handwerk des Nagelschmieds entwickelte sich zu einem sog. Unehrbaren Handwerk da es nur als Lieferant diente und nicht selbst das große Produkt beim Kunden Ablieferte... Selbst Schmiede kauften hier ein, da sie diese Arbeit als Unwürdig empfanden! So sank das ansehen der Nagelschmiede und der Beruf wurde größtenteils nur noch von Kleinbauern ausgeführt die sich in einer Kammer meist gerade groß genug für die Feuerstelle den Amboss und das besagte Laufrad eine Schmiede einrichteten um sich dort mit den Ausschmieden von Reststücken die sie bei einem Schmied oder einem Stahllieferanten kauften sich einen Nebenerwerb zu schaffen! Die Arbeit wurde auch oft von den Kindern erledigt!

Da mit dem Nagelschmieden folglich nicht viel Geld verdient wurde musste es wenigstens schnell gehen so wurden immer mehrere Eisen im Feuer warmgehalten und das Feuer musste eine Konstante Temperatur bringen weswegen man den Hund in das Rad einsperrte! Da der Hund ja immer wieder mal Hunger hatte und nicht mehr laufen wollte entwickelte sich jener Spruch "Der Nagelschmied und sei Hund frisst alle Stund draus"


Das der Beruf nicht gerade ansehnlich war selbst unter den Schmieden und Schlossern kann man schön in Nürnberg an den Schmiede und Schlosser Friedhöfen sehen, da hier selten ein Nagelschmied begraben wurde! Was bestimmt nicht dran lag, dass es wenige gab! :)
Natürlich gab es auch große Nagelschmieden was aber eher der seltenere Fall war...
(über das Nagelbrett erzähl ich dann mal wann anders! ) ;-) (oder vielleicht einer von euch!)


Ich hoffe ich konnte euch das jetzt ein wenig näher bringen und möchte meine schlechte Grammatik und Rechtschreibung entschuldigen! Leider kann ich euch keine Quellen geben da meine Bücher in Deutschland liegen und ich in Spanien bin!

In dem Zusammenhang dann auch Grüße aus Spanien
Stück davon
euer Peter