Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun bei Begegnung mit Wildschweinen
Ich wollte mal hier nachfragen wie man sich bei einer solchen Begegnung verhalten sollte.
Hintergrund ist einerseits, dass hier einige Leute mehr Erfahrungen damit haben sollten als ich typischer Städter. Andererseits frage ich, weil ich vor einigen Wochen nachts auf eine Gruppe von Wildschweinen getroffen bin. Ich habe sie nur gehört und gerochen, aber dass reichte mir schon völlig aus. Ich habe mich dann zurückgezogen, man hört immer mal von Angriffen auf Menschen. Auch gibt es in Berlin sowas wie ein Wildschweinproblem. (Berlin hat viel Waldfläche und in denen hausen viele Wildschweine.)
Was mich z.B. interessiert ist ob es besser ist die Taschenlampe auszumachen oder ob man sie lieber anlassen sollte. Soll man lieber bleiben wo man ist oder versuchen sie zu umgehen. Und was mache ich wenn ich sie auch sehen kann. (Grusel) :D
Gruß
El
Klettern war noch nie meine Stärke. Im übrigen musst du erst einmal einen passenden Baum finden. Wenn die Tiere keine Jungen haben, sollten die doch eigentlich friedlich sein. Wenn ich mich ganz ruhig verhalte und mich gaanz langsam von ihnen wegbewege, müsste das doch reichen. Da Tiere im Gegensatz zum Menschen vernunftbegabt sind, sollten die Viecher in diesem Fall keinen Grund haben mich über den Haufen zu rammen.
man ihr kommt doch alle aus ner großstadt. das ist ja als wenn sich drei blinde über ne farbe unterhalten:lach2: :lach2: :lach2: :lach2:
Dann quatsch' hier nicht immer über Messer, mein Alter, und kläre uns mal über das Verhalten von Wildschweinen auf. :p
Soviel ich weiss hast du Nachts als Privatperson im Wald nichts zu suchen.
Ansonsten würde ich sagen, dass die Schweine, wie alles andere Wild auch, eher abhaut wenn sie dich kommen hören. Wenn du natürlich durch das Unterholz schleichst und plötzlich vor einer Rotte mit Frischlingen stehst dann "Gute Nacht Marie". Viel machen brauchst du dann glaub ich nicht mehr. Den Rest erledigt die Bache.
LasterSepp
14.10.02, 20:33
Hallo,
wenns dich ein einzelnes Tier aus der Gruppe angreift, dir aber noch gegenübersteht, dann kannst du dich ja gross machen, Arme hoch und so tun als ob Du gefährlich bist.
Ich komm zwar auch aus der Stadt aber dass macht mir nichts.
Mfg
Original geschrieben von LasterSepp
Ich komm zwar auch aus der Stadt aber dass macht mir nichts.
Mfg
mann war doch nurn spass :p
ich weiß es ja selber nicht:argw:
Wildschweine sind sehr wehrhafte Tierchen.Abhauen ist sinnlos,außer Du schafst 40-50 km/h.Wildschweine haben zwar einen sehr guten Geruchsinn aber dafür schlecht Augen.Am besten ruhig stehen bleiben wenn sie direkt in der Nähe sind.Eine Bekannte von mir hatte vor kurzem eine Begegnung mit einem Keiler.Das doofe Vieh ist ihr in die Tür von ihrem Twingo gerannt.Ihr solltet mal den Wagen sehen.Die ganze Seite ist hinüber.
Gruß Heiko
Also folgendes, normalerweise werden die Wildschweine dich schon bemerken ehe du weißt das sie da sind und dir auch aus dem Weg gehen. Anders verhält es sich wenn die Bache Junge führt und du ihr über den Weg stolperst. Ob da groß machen noch hilft glaub ich eher nicht. wenn du keine Deckung oder einen Baum findest eher mal langlegen und toter Mann spielen. Wie Keiler sich verhalten hab ich auch keine Ahnung. Ich denke mal sie werden auch eher dem Menschen aus dem Weg gehen. Außer es ist gerade auf Brautschau, da wird er wahrscheinlich etwas aggressiver sein. Leg mich aber bitte nicht fest, das ganze ist nur meine Meinung und das was ich tun würde. Kann auch ganz falsch sein. Wo sind die Waidmänner wenn man sie mal braucht:D
Gruß
Hagrid
PS: Grundsätzlich kann es aber nicht schaden, schon mal ein Feuerchen anzuzünden. Obelix läßt grüßen:super:
@pick-up: Bin in einem 600 Einwohner Dorf in einem Jagdhaushalt aufgewachsen. Aber sonst hast Du sicher recht. ;)
Wahre Geschichte, meinem Vater Anfang der 60er passiert: Er war im Winter bei der Wildfuetterung unterwegs. Knietiefer Schnee. Das Gewehr hatte er weggestellt. Als er gesehen hat, dass ein Keiler in seine Richtung marschiert hat er sich das Gewehr gegriffen und festgestellt, dass irgendwie Dreck vorne in den Lauf gefallen war. Also ist er gerannt was er konnte, auf den naechsten Baum gestiegen, der geeignet war und Luft geholt. Unten stand der Keiler. Oben mein Vater. Und dann hat er erst mal ganz gemuetlich sein Gewehr geputzt ... :hehe: :hehe:
-Walter
Wow Rege Beteiligung. :D
Danke erstmal an alle für die mehr oder minder ernsten Tipps.
Vielleicht sollte ich etwas konkreter sein.
Also, ich schleiche nicht durch Wälder, dazu besteht kein Grund, aber ich bin auch nicht extra laut. Ich bin mir ziemlich sicher das die Wildschweine mich registriert haben und dass sie mir nicht aus dem Weg gegangen sind. (Sture Schweine halt :D)
Ich habe erstmal gewartet und bin langsam weiter. Aber dann haben die Schweine Rumgegrunzt und ich hatte den Eindruck das dies eine Warnung sei. Also habe ich einen langen Umweg beforzugt. :)
Klettern, ja klar wenn es geht. Dort war kein Baum in der Nähe der ausgereicht hätte.
Auf sowas wie das Großmachen, lärm machen etc. wollte ich mit der Frage nach der Taschenlampe heraus. Aber ich weis halt nicht ob es die Wildschweine abschreckt oder eher zum Angriff provoziert.
Darum die Frage nach dem besten Verhalten. Das mit Verteigigung der Frichlinge und gereizten Ebern in der Brunft habe ich auch mal gelesen. Deshalb gelten Wildschweine als gefährlich soweit ich weis.
Aber da dies Infos aus der Berliner Presse sind wollt ich hier mal nachfagen weil doch einige Jäger und "Naturburchen" hier mitlesen.
OT: Warum habe ich da als Privatperson nichts zu suchen??? Das ist ein städticher Wald, und es sind nicht gerade wenige Leute nachts dort unterwegs. Würde mich interessieren ob es verboten ist in der Nacht in Wäldern zu sein, habe ich noch nix von gehört. Kann es sein das sich das auf Wälder in Privatbesitz bezieht?
Gruß
El
Frichlinge und Burchen? Treipt er Chapernack mit uns?
SCNR
Ein Kamerad von mir hat die Wildschweine mit 40 Schuß Manövermunition aus dem MG42 vertrieben, das hat gewirkt. (Die Herde hat wohl auf den Anruf "Halt , wer da? Einer vortreten! " zweimal nicht reagiert und wegen der Dunkelheit war nicht festzustellen, was da im Busch war.)
Die Waffenfrage mal als EDIT, damit das "frische Ende" des Threads nicht mit OT belastet wird: Es war ein MG, an dessen Seite über der Seriennummer folgendes eingeschlagen war "MG XX 3" wobei unter dem XX unleserliche Zahlenreste zu erkennen waren. :p
Ach ja , und die "Herde" oben war natürlich eine Rotte!
Sorry, ich habe eine ausgeprägte Rechtschreibschwäche. Und mit sch/ch hapert es besonders. :(
Darum auch kaum ein Thread von mir ohne "EDIT".
Gruß
El
Die einzige Antwort die mir einfällt ist:
Klettern. Haben meine Eltern auch schon machen dürfen als sie zusammen mit einer Wandergruppe (10 Mann) auf ne Horde Sauen traf.
Sah sicher schick aus aber mit nem Wildschwein würde ich mich nicht freiwillig messen wollen.
Ansonsten: hinlegen und beten, die Biester ham ziemlich viel Kraft.
Alex
Nichts hinzuzufügen: Klettern, sich langsam bewegen. Grundsätzlich mit wachen Sinnen durch den Wald gehen, um Vorkommnisse und Gefahren zu erahnen. Hören, riechen, auf Bewegungen achten - statische Ziele erfasst das menschliche Auge sehr schlecht.
@ Schickser: "Soviel ich weiss hast du Nachts als Privatperson im Wald nichts zu suchen."
Wieso? Das nehme ich mal als Scherz...
@ Hayate: "mit dem MG 42" !?!?!?!
Das kann sich doch nur um einen Irrtum handeln (MG 3)
Caio
R1
Kletterm, was das Zeug hält!!!!!
Ansonsten, Obelix rufen, vor dem hatten Wildschweine schon immer Angst!!!!:D
Gruß Tobi
Original geschrieben von El Dirko
OT: Warum habe ich da als Privatperson nichts zu suchen??? Das ist ein städticher Wald, und es sind nicht gerade wenige Leute nachts dort unterwegs. Würde mich interessieren ob es verboten ist in der Nacht in Wäldern zu sein, habe ich noch nix von gehört. Kann es sein das sich das auf Wälder in Privatbesitz bezieht?
Gruß
El
Das würd' mich jetzt aber auch interessieren.....:confused:
Hier geht es doch jetzt um Wildschweine und nicht darum ob man Nachts um Wald herumlaufen darf :hmpf:
Das Theme Betretungsrecht hatten wir übrigens schon mal: Frage an die Jäger hier im Forum (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=4297).
Übrigens auch über die Suche nach z.B. Wald und betreten leicht zu finden :)
Ahhhh, wie soll man denn da noch den Überblick bewahren. Hier geht es um Wildschweine in einem Fachforum und nicht um automatische Waffen :rolleyes:
Trotzdem :p das MG42 war ein Maschinengewehr der Wehrmacht, welches nahezu unverändert auch in der BW eingesetzte wird sich da aber MG3 nennt. Vgl. P-38 (=Wehrmacht mit Stahlgriffstück) und P1 (=BW mit LM-Griffstück). Wer das weiter vertiefen möchte tue dies bitte nicht in diesem Thread. Zurück zu den Wildschweinen!
crashlander
15.10.02, 09:29
Frichlinge und Burchen? Treipt er Chapernack mit uns?
ROTFL, der war geil! Muß mir den Film mal wieder reinziehen.
Zu MG usw. hat HankEr ja alles gesagt, so kenn ichs auch. Aber vielleicht ist das mit Hayates Kumpel schon ne weile her ;)
Vor Keilern muß man ziemlich auf der Hut sein, mit ihren Backenzähen reißen die einem ruckzuck die Beinschlagadern auf (ist IMHO übliche Schweinetaktik) und groß sind die Viecher auch.
Aber im Normalfall sieht man die Viecher ja nicht im Wald, die gehen einem aus dem Weg.
Markus Antonius
15.10.02, 10:05
Mir graust´s mir braust der Frack,
entschuldigung aber was ich hier so über die Vorstellungen bzgl. unserer heimischen Wildsauen höre treibt mir die Tränen in die Augen.
Die Diskussion wäre sicherlich bestens dazu angetan mal über die Qualität und den Sinn der bundesdeutschen Grundschulausbildung zu reden, denn in diesen Bereich ( SACHKUNDEUNTERICHT 3 - 4 Schuljahr )gehört die Frage.!!!!!!
Nun aber mal zu den Fakten
1. das europäische Wildschwein lat. Sus scrofa
2. das einzige wehrhafte Wild in Deutschland
3. Nomenklatur, W. -Kinder = Frischlinge / W.Mütter und Frauen = Bachen / W.-Männer = Keiler / W. im zweiten Lebensjahr = Überläufer
4. Paarungszeit wird Rausche genannt zu diesem Zeitpunkt ist es sehr,sehr,sehr empfehlenswert einen großen großen Bogen um die Sauen zu machen, besonders wenn man nicht bewaffnet ist und zu den jagdlichen laien gehöhrt.
5. mache grundsätzlich einen bogen um alles jungwild im besonderen aber um Frischlinge mit oder ohne Bache.!!!!!!!!!
6. vermeide es aus gesundheitlichen Gründen dich des nachts im Walde aufzuhalten - weshalb - zum einen weil die sauenbejagung vielfach nachts durchgeführt wird und du möglicherweise, fälschlicherweise mit einer Wildsau verwechselt werden könntest, zum anderen ist es Tatsächlich lebensgefährlich wenn du auf eine angeschweißte
( angeschossene) Sau triffst
Gruß
Markus Antonius
Nomen est omen
wenn wir schon beim Klugscheissen sind ... :D :D
Eine "Herde" oder "Horde" Wildschweine heisst Rotte.
http://www.wald.de/wald/tiere/schwarzwild.htm
-Walter (nu is aber gut! :D )
Markus Antonius
15.10.02, 11:49
@Walter,
johh stimmt :lach2: :anbet:
Gruß
Markus Antonius
Nomen est omen
"...du möglicherweise, fälschlicherweise mit einer Wildsau verwechselt werden könntest, zum anderen ist es Tatsächlich lebensgefährlich wenn du auf eine angeschweißte
wobei der erstere Punkt die größere Gefahr darstellt, besonders wenn man sich das Durchschnittsalter der Jäger (zumindest bei mir in der Region, genaue Statistiken kenne ich NICHT) anschaut-da sind Sehschwächen nicht nur bei Dunkelheit zu erwarten...meine Begegnungen mit Wildschweinen verliefen bis jetzt immer harmlos-wir sind uns sozusagen einfach aus dem Weg gegangen...
Grüße, Jens
Hi,
ob einem die Wildschweine aus dem Weg gehen oder nicht liegt auch daran wo man steht. Ihren Lieblingsfressplatz oder die Ausruhecke der Frischlinge überlassen einem die Viecher nicht. Auf dem Weg dahin machen sie auch mal eínen Umweg.:)
Wenn sich Wildschweine im Wald bemerkbar machen, gehen ihnen andere Tiere aus dem Weg und Menschen tun gut daran es ebenso zu halten.:D
Wenn ein Mensch mitten in einer Rotte steht, ist die Frage "was tut der Mensch" uninteressant geworden,:fack: tun muß man vorher das richtige.
naja, meiner Erfahrung nach fliehen Wildschweine genau wie alles andere Wild. Auch eine führende Bache greift erst an, wenn Du wirklich Ihren Frischlingen zu nahe kommst.
Bei einem Angriff, kannst Du dann als Nichtjäger nicht mehr viel machen, vielleicht hoffen, daß ein Baum in der Nähe ist.
Zum Thema Nachts im Wald, als Fußgänger darf JEDER nachts in den Wald wie er will! Auch wir Jäger haben nur dieses allgemeine Betretungsrecht.
Gruß Jobal
Und um wieder die Kurve zu Klingen zu kriegen:
Ein ordentlicher Spaziergänger + Messerfreak hat natürlich eine Saufeder dabei! :hehe: Mit dem Ding mußte allerdings Nerven (oder besser keine!) haben und noch viiiiiiel mehr Glück. :haemisch:
Oder wie wärs alternativ mit Modis ATC Hawks? ;)
Waidmannsheil!
Frank
Flach auf den Boden legen und auf Hilfe warten!
Kommt keine Hilfe,dann viel Glück.
:D :fack: :D
Das warn Scherz!!!
Also ich geh jetzt mal von wildlebenden Schwarzkitteln aus.(Und
nicht von solchen aus nem Großgehege wo Spaziergänger durch gehen
und die Tiere füttern welche mittlerweile schon fast zahm sind,denn
dort kommt es öfter zu Zwischenfällen mit Schweinen da sie keine Angst mehr vor dem Menschen haben und schon recht energisch nach
der Futtertüte schnappen wenn man ihnen das Futter nicht schnell genug
vor die Rüssel wirft.Oder der Keiler schon mal seine Waffen in das Bein eines Spaziergänders haut,wenn dieser nicht genügent respekt zeigt).
Schweine in der freien Natur sind absolute Fluchttiere,welche sich
auf keinen Fall unter normalen Beingungen auf eien Konfrontation mit
dem Menschen einlassen!
Normal sieht man sie nicht einmal sondern nur ihre Spuren die sie hinterlassen.
Sollte man doch auf Schweine im Wald unverhofft treffen, Gründe
hierfür können sein das man gegen den Wind geht und die Schweine
keine Witterung von einem bekommen ,reicht ein durch Lautäserung
sich bemerkbar machen (rufen)aus um sie in die Flucht zu schlagen.
Die Taschenlampe würde ich nicht nehmen da das Wild geblendet wird
und es dann eher ins Licht schaut und statt zu flüchten stehenbleibt.
Man merkt ja selber auch wenn man durch Licht geblendet wird ist man im ersten Moment orientirungslos und wartet ab.
Gründe zu gegenteiligem Verhalten (Angriff)liegen dann vor wenn man
den Fluchtweg versperrt sie in die Engge treibt , im Frühjahr den
Frischlingen zu nahe kommt.
Man muß hierbei bedenken Wildschweine sind keine angriffslustigen Monster,sie verteidigen sich nur aus Angst um ihr Leben oder das ihrer Nachkommen!!! Bringt man sie nicht in eine solche Angst- Situation,ergreifen sie immer die Flucht!!
Eine Ausnahme sind kranke Tiere das ist aber sehr selten.
"Wer sicher gehen will das ihn auf gar keinen Fall Tiere im Wald begegnen, der braucht nur sein Radio mit zu nehmen und es auf volle-
lautstärke stellen."
:steirer:
Holzwurm
Womit mal wieder bewiesen ist, daß Wildschweine im Gegensatz zum homo sapiens vernunftbegabt sind. Und wenn sie unseren Frank mit seiner Saufeder ( das "Cold Steel"-Modell ?) von weitem sehen, wird's nix mehr mit dem Wildschweinbraten. Abgesehen davon verteidigen sich die Viecher am besten durch ihren Gestank. Bei feuchtwarmer Witterung eine echte chemische Keule !
Also ein ehemaliger Kollege von mir, der die Jagdprüfung gemacht hat und in den Wäldern seines Vaters nächtens herumschwirrt, hat mir - als das Gespräch zufällig einmal auf Wildschweine kam - geraten: "Mädel, wenn Du so ein Vieh hörst, das sich Dir nähert, dann unterdrück Deinen Fluchtinstinkt, halt ausnahmsweise einmal den Mund und versuch nicht einmal zu atmen - und das Wichtigste: Beweg Dich nicht, denn Wildschweine nehmen nur sich bewegende Objekte wahr".
Er meinte, daß diese Tiere zumeist sehr angriffslustig sind, besonders, da Menschen nicht die große Gefahr für sie darstellen (ich nehme an, daß sie eher flüchten, wenn sie etwas nicht kennen) und er warnte eben auch davor, daß sie ganz typisch auf die Beine losgehen (na, worauf auch sonst bei der Größe) und einem dabei eben die Beinschlagader sehr einfach zerfetzen können.
Wie sie sich verhalten, wenn sie jemanden riechen, weiß ich nicht, aber er hat nicht erwähnt, daß es ein Grund für sie wäre in die Gegenrichtung abzuhauen.
Besonders aufmerksam sollte man sein, wenn die Bachen mit ihren Kindern unterwegs sind oder die Keiler auf Paarungssuche. Nur: Was weiß ich, wann Frau Wildschwein ihre Kinder spazierenführt und vor allem wie lange sie sie betreut (dazu müßte ich ja mal wissen, wann sie so in der Regel wirft) und noch weniger weiß ich, wann Herr Wildschwein meint, daß er dann gerne mal kleine Erben in die Welt setzen möchte.
Ich hab´s leicht - meine ausgeprägte Nachtblindheit würde mich bei Dunkelheit niemals in den Wald führen und meine genetisch bedingte Orientierungslosigkeit läßt Waldspaziergänge am Tag auch nicht zu.
Schwein gehabt ;)
Achja - mein Kollege meinte auch, daß ich das mit dem Davonlaufen schnell vergessen sollte, weil die Tierchen mit Gewißheit schneller sind als der normale Durchschnittsbürger.
Ich denke, daß die Wildschweine bereits halbe Haus-Wildschweine sind (ich meine damit, daß sie Menschen einfach kennen und sich nicht erschrecken, nur weil wir ein bißchen größer geraten sind), die sich jedoch im Gegensatz zum Hausschweinderl ihrer Kräfte bewußt sind.
Hi zusammen,
vorletzte Woche war ich das Wochenende über im Sauerland im Kellerwald ( so ne Art Survival, wobei wir echt ruhig sind (kein Plappern) und keinen Dreck hinterlassen ). Samstag, so gegen 18.00 Uhr, es hatte stark geregnet, standen mein Kumpel und ich mit unseren Busses im Dickicht und haben freiliegende Äste zwecks Feuerholz geknackt und geschabt. Plötzlich hörten wir ein böses Grunzen und ein Bruchteil später donnerte eine ganze Rotte von den Tierchen ca. 3 Meter hangabwärts unter uns weg. Da sind wir dann ruhig aber stetig aus dem Dickicht verschwunden. :ack: :ack: Später haben wir festgestellt, daß wir wohl in Nähe eines Wildwechsels gestanden haben. Soweit so gut.
Nachts hörten wir dann die übliche Laute...
Am anderen Morgen, so gegen 08.30 Uhr, wanderten wir ruhig in Richtung Tal, als wir an einer kleinen Lichtung im Dickicht vorbeikamen und da stand er:irre: : ein prächtiger Keiler, hob den Kopf und wir hatten das Gefühl, daß er uns anstarrte. Die Entfernung war so maximal 20 Meter. Bevor er noch reagieren konnte, sind wir dann langsam seitlich, rückwärts weitergegangen, Desinteresse vorheuchelnd, und der Keiler hatte sich nicht mehr für uns interessiert. Wir hätten aber auch keine Chance gehabt, wenn der uns attackiert hätte.:ack:
Danach habe ich Bücher gewälzt und da stand drin, daß die Tiere so "schlau" seien und in Nahbereich erkennen würden, von wem Gefahr ausgeht und von wem nicht. Das würde auch die Geschichte eines Jägers erklären, der sagte, daß die Rotte immer erst einen vorschickt, um zu prüfen, ob die Luft rein ist. Erst dann kommen die anderen z.B. auf die Lichtung.
Also hoffe ich weiterhin auf vernünftige Wildschweine, weil außer mit einer vernünftigen Waffe (Gewehr o.ä.) hat man dem nichts entgegenzu setzen. Ich habe mal eine wildgewordene Bache, die durch Kleingärten gepflügt war und 1 m hohe Zäume übersprungen/niedergerissen hatte, mit über 20 Schuß Vollmantelmunition (9mm)hingestreckt gesehen.
Fugazi
@sgian
Alternativ könnte man ja auch 'ne Kettensäge nehmen. ;)
Oder man variiert althergebrachte Methoden ein bißchen. Auf minoischen Vasen gibts doch Darstellungen, auf denen die Protagonisten einen Handstandüberschlag über einen Stier machen. Für uns nicht ganz so hochtrainierte Wohlstandsbürger würde bei der Größe einer Sau auch Bockspringen ausreichen. :D
Bis denne!
Frank
Original geschrieben von Fugazi
.....Ich habe mal eine wildgewordene Bache, die durch Kleingärten gepflügt war und 1 m hohe Zäume übersprungen/niedergerissen hatte, mit über 20 Schuß Vollmantelmunition (9mm)hingestreckt gesehen.
Fugazi
ich hoffe das ist nicht zusehr OT, aber:
Wie war Dein Schuß/Treffer Verhältniß?
20 Treffer aus einer Pistole (?) wären wohl ein gutes Ergebnis auf eine Wildsau, aber die hat wohl nicht stillgehalten ??
VM ist da sowieso sch*****,
Aber wie auch immer, in unserem sicherem DEUTSCHELAND hab ich höchstens eine Platzpatronenpistole dabei!
(Und die MG`s von Gatling über Maxim, MG34, MG42, MG3 oder Minigun scheiden schon am Berechtigten Träger aus)
Darum meine Frage: Würde es helfen mit einem Waffengesetzfreien "Schreckschußspielzeug" 5-10mal laut KNALL zu machen??
ich hoffe das ist nicht zusehr OT, aber:
Wie war Dein Schuß/Treffer Verhältniß?
20 Treffer aus einer Pistole (?) wären wohl ein gutes Ergebnis auf eine Wildsau, aber die hat wohl nicht stillgehalten ??
..Du hast recht: Es waren Pistolen, die Polizisten gehörten. Ich habe das Tier nicht erlegt, sondern war nur unfreiwilliger Zuschauer. Die Polizei wurde gerufen, weil wie gesagt, das Tier Randale gemacht hatte. (Ist verschreckt über ein Kinderspielplatz gefegt und hat Mütter und Kinder gejagt- ist kein Witz)
Letztendlich lief das Tier in einen Keller rein, wo die Tür zugezogen werden konnte. Dann wurde durch das Kelleraußenfenster mit mehreren Pistolen (drei an der Zahl) auf die wildgewordene Sau angehalten, weil die Tür zum Wohnhaus langsam in die Brüche ging und die Sau die Hausbewohner attackiern könnte. Bis ein Jäger da war, hatte die Polizei schon einschreiten müssen!
Die Sau ist nicht still geblieben, sondern hat sich einen Fluchtweg gesucht...
Die 20 Schuß haben nicht zum sofortigen Tod geführt, sondern das hat schließlich dann doch der Jäger mit seinem Gewehr erledigt, so ne Art Fangschuß - verblutet wäre die auf jeden Fall. Der Keller sah echt lecker aus..
..war ne ziemlich blöde Geschichte, für alle Beteiligten.:mad:
Fugazi
crashlander
15.10.02, 23:52
Original geschrieben von Puppal
die sich jedoch im Gegensatz zum Hausschweinderl ihrer Kräfte bewußt sind.
Du darst nicht von den Sauen ausgehen, die aber auch ihre 300 kg auf die Waage bringen und ansonsten mit ihren Ferkeln beschäftigt sind. So ein ausgewachsener Pietrain-Eber ist ein Panzer, vergleichbar mit einem Keiler, wenn nicht sogar größer, da geht der Landwirt auch nur mit Vorsicht in die Bucht, wenn er mit ihm nicht so grün ist. Die Backenzähne hat der auch noch. Es gibt aber auch ganz liabe, die wie ein Schoßhündchen dem Herrchen hinterherlaufen.:D
Zuchteber haben natürlich den Vorteil, daß sie sexuell ausgeglichen sind.:hehe:
Ich hab in heimischen Wäldern noch nie ne Wildsau gesehen, nur kranke Tiere werden wohl gefährlich. Zumindest gabs auf der Schwäbischen Alb mal ne Warnung vor einer kranken Bache, die Spaziergänger angegangen hat. Ist aber wohl nix passiert.
Schweine sind sehr intelligent, die schauen schon daß sie den Menschen aus dem Weg gehen.
Wildschweine sind äußerst intelligente Tiere und haben ein sehr ausgeprägten Geruchssinn aber mit dem sehen happerts ein bischen. Sie nehmen zwar Bewegungen sehr gut wahr, sich nicht bewegende Dinge aber kaum.
Ich habe noch nie gehört, daß ein gesundes Wildschwein einen Menschen angegriffen hat, ganz im Gegenteil diese Tiere sind äußerst scheu und daher in fast allen Gebieten nachtaktiv.
Bei einer Begegnung (falls es überhaupt soweit kommt) wird Schwarzwild immer die Flucht ergreifen.
Gefährlich kann es nur dann werden, wenn das Wildschwein veletzt ist und die Flucht nicht mehr antreten kann. Dann kommt es immer wieder vor, daß sich das Schwarzwild dem Menschen stellt (z.b. Jäger bei der Nachsuche und vor allem deren Jagdhunde) und sie zum Teil auch sehr schwer verletzt.
Dazu noch ein bischen was von mir:
Eines nachtslag ich in meiner Eigenschaft als Live-Rollenspieler im Wald im Unterholz für eine lustige Überfallaktion. Und nach etwa einer halben Stunde (jaja, wenn man einen Hinterhalt legt, kommen die zu Überfallenden immer zu spät) habe ich dann auch Geräusche gehört. Da stolperte so ein kleiner Frischling an mir vorbei.
Bin sofort langsam aufgestanden und rückwärts getapert (weil leicht müde). Und hatte die Freude, die Bache zu sehen.
Bin mit einfachem Rückwärtsgehen weggekommen, wobei ich denke, daß ich als Mensch doch einen Vorteil hatte: Ich stand knietief in einem Berg ziemlich dicker Äste, die vom Entasten übrig geblieben waren.
Da wäre nach meiner Einschätzung keine Sau durchgekommen, auch bei 500kg und 50km/h.
Ich denke, bei einer etwaigen Flucht sollte man auch nach solchen Stellen Auschau halten.
Was ich dann noch von einem russischen(?) Treiber bei einer Jagd mit Saufeder gelernt habe, war der Tipp, Stapel mit frisch gefälltem Holz zu suchen, weil Huftiere darauf bei Feuchtigkeit sehr große Stand-Probleme haben.
Keine Ahnung, ob das was taugt, die Jagdbegleitung war sicherheitshalber doch mit hochwertigen russischen Exporterzeugnissen bewaffnet. Also, wie schon mehrfach rübergekommen ist: Respekt ist angebracht. Blinde Furcht ist wie immer hinderlich.
MfG, Tierlieb
dirty-harry
17.10.02, 00:39
Für was eine Schußwaffe für die armen Nutscherl ?
Geht ja auch so:
http://www.lightfootknives.com/wildboar.html:irre:
Für was schleppt man denn seine Stahlwaren im Wald mit sich rum ?
Allfällige Testberichte bitte dann hier im Forum posten ....
und den Schinken an mich !:D
crashlander
17.10.02, 00:51
Arme Sau
(bzw. Eber, Schweine wurden erst von den Europäern in Amerika eingeführt, sind also verwilderte Hausschweine. Ursprünglich in Amerika beheimatet ist nur das Pekari, ist mit Schweinen aber nur um zwei Ecken verwandt)
Ich bin in einem Tal, man kann sagen mitten im Wald großgeworden – eine Straße die sich das Tal hoch schlängelt, dann 4 Häuser die 150-250m auseinander stehen und dann kommen erst in 3km wieder ein Paar Häuser usw. – ich habe jeden Tag im Wald mit Freunden gespielt, am Wochenende haben wir auch ab und zu im Sommer auf eine Wiese gezeltet. In den 15 Jahren wo ich da verbracht habe, war die kürzestet Distanz zu einem Wildschwein ca. 50m und das Wildschwein ist schnellsten im Dickicht verschwunden.
Die gefährlichste Begegnung hatte ein Freund, aber nicht mit einem Wildschwein, sondern mit einer Kreuzotter von der er beinahen gebissen worden wäre. Wir hatten die Schlange im Schatten und im Laub einfach nicht gesehen... er hockt sich hin und vielleicht so 20cm von seiner Hand entfernt lag die Kreuzotter im Laub... man hat mein Freund einen Satz gemacht, ich habe nie wieder jemanden so schnell aufspringen sehen...
MrPersonality
17.10.02, 22:07
Habe heute einen Kollegen, der Hobby-Jäger ist, zu der Sache befragt. Stelle die Sache mal so dahin; deswegen: mich bitte nicht kreuzigen!
Frage:Was tun, wenn man einem Wildschwein begegnet?
Antwort: Laut ein Lied pfeiffend oder singend weitergehen. Wildschweine sind Fluchttiere, die machen sich dann schon vom Acker.
Frage: Man hört davon, dass so manche Bache und so mancher Keiler auch den ein oder anderen harmlosen Wanderer angegriffen haben.
Antwort: Naja, wenn man die Tiere provoziert und sie keine Fluchtmöglichkeit haben,...
Gruß
MP
Sharpmaker
17.10.02, 22:56
Die Gefahr, dass wirklich ein Wildschwein auf Euch losgeht ist ziemlich gering. Mich hat noch keins angegriffen und ich jage die Viecher schon seit 20-Jahren. Gefährlich kann es doch nur werden, wenn Ihr eine Sau in die Enge treibt (schön blöd) odert Euch zwischen Bache und Fischlinge stellt ( noch blöder). Sonst werden die schwarzen Gesellen immer die Flucht ergreifen.
Solltet Ihr mir nicht glauben, steckt Euch eine Dose Pfefferspray ein, wenn Ihr im Wald rumlauft. Sauen sehen schlecht, hören schlecht, haben aber eine sehr empfindliche Nase. Wirkt bestimmt genauso wie bei Hunden. Hab ich zwar noch nicht selbst ausprobiert ( hab aber auch meist den Casull in der Tasche bei der Saujagd, der wirkt immer) aber würde mich echt wundern wenn das nicht klappt.
Sharpmaker
PS. Heisst aber nicht, dass ihr jetzt mit einer Dose Pfefferspray hinter den Sauen herrennen sollt um das auszuprobieren.
Wildschwein ... "geflüchtet"
Also vor ungefähr 5 Jahren bin ich an den Weihnachtsfeiertagen mal einen Halbmarathon gelaufen und da hat es unterwegs ziemlich heftig angefangen zu schneien. Ich bin auf einem Forstweg gelaufen, durch den Schnee wurden alle Geräusche gedämmt, der Wind kam von hinten. Irgndwann lief ich auf eine Kreuzung zu und bemerkte im Augenwinkel, daß sich da irgendwas von rechts ebenfalls der Kreuzug näherte ... habs aber nicht erkannt - kein Geräusch, nur schemenhafte Bewegung im Schneetreiben. Dachte vielleicht ein anderer Jogger ... Als ich dann an die Kreuzung kam staunte ich und das Wildschwein nicht schlecht, ich habe jedenfalls schleunigst die Flucht angetreten und mich nicht weiter drum gekümmert ... nach 200 Metern habe ich dann begriffen, daß mich nix verfolgt und habe wieder kehrt gemacht (ich wollte ja nach Hause ...) - an der Kreuzung habe ich dann lachen müssen: beide spuren waren vom Schema identisch: 180° Wende und Hochgeschwindigkeitsrückzug auf beiden Seiten ...
Naja, ich will gar nicht wissen was hätte passieren können, wenn einer von uns beiden mutiger gewesen wäre ...
Im Nachhinein find ich es eher lustig.
Gruß
Mark23
Ich hatte dieses Jahr auf einer meiner Fahrradtouren das zweifelhafte Vergnügen, so einer Bache zu begegnen.
Ich fahr' so lockeren Trittes mit ca. 20 km/h auf einem Waldweg, als ich plötzlich rechts in einem grösseren Gebüsch ein lautes GRUUUNZ QUIECK höre.
Die Viecher haben sich bestimmt genauso erschrocken wie ich und sind genau parallel zu mir durchs Unterholz geprescht. Ich dachte erst: schnell weg hier und hab Vollgas gegeben und musste dabei lernen, daß 30-35 km/h durch dichtes Unterholz für Wildschweine aber auch so gar kein Problem darstellen. Irgendwann sind sie dann zum Glück abgebogen und von mir weggerannt.
also mal ne kleine story von mir:
ich war nachts im wald mit unserem hundeli unterwegs... im sommer... nachts weil wir einen husky haben und der im sommer nur nachts fit ist!
plötzlich ein geländewagen... mit `nem förster drin...
jetzt kommts: der typ hält an und meint, ich solle nicht um die zeit mit dem hund rumlaufen, das verschäucht die tiere....
frank rastet aus!!!!:waaah:
fährt dieser penner von förster oder pächter nachts mit dem auto durch den wald - und ich verschäuche die tiere!!!!!!:haemisch:
einen scheiß werde ich tun, wir leben nicht im mittelalter - keiner hat mir zu sagen wann ich wo sein darf, vor allem nicht auf nicht privaten grundstücken...
ansonsten wurde der hund unseres nachbarn 2km von so ner sau (ich meine das tier, nicht den förster;) ) durch den wald bis nach hause gejagt!
ich denke da hilft nur klettern, oder vielleicht noch cs/pfefferspray... tiere sind da sicher sehr empfindlich!
alos ich fasse mal zusammen:
man sollte bei einer begegnung mit einem wildschwein:
a) laut sein
b) sich groß machen
c) gut gepolsterte klamotten tragen.
nach langen suchen im web habe ich folgende schutzausrüstung gefunden:
http://members.aol.com/jimtsail/dachs.jpg
:D
aber achtung: nicht von einem jäger mit nem wildschwein verwechselt werden!
thomas hauschild
31.10.02, 11:33
Wie hat das Rambo noch gleich gemacht ? Da hat die Sau doch nur noch kurz gequickt.
er hat dem schwein seine genitalien gezeigt! :lach:
freakfigur
19.01.03, 22:11
Also ich bin zur Zeit im sozialen Praktikum beim Förster und der meint, dass wildschweine saugefährlich sein KÖNNEN!!
Das letzte was ich machen würde wäre wie weiter oben genannt mit ner knarre draufzuschiessen. Die Teile können Tödlich sein wenn sie nicht sofor Tot sind (und das wäre mit ner Pistole ja ein OLD SHATTERHAND reifer Schuss) Ich möchte som Vieh nie begegnen und wenn, würde ich mich garantiert nicht mit dem anlegen, auch nicht mit Pfefferspray oder so. Ich glaube ruhig bleiben ist das beste, wenn kein Baum in der Nähe ist. Aber ich denke nicht, dass sie so schnell auf Menschen losgehen, die sind wahrscheinlich wie alle Waldtiere sehr scheu und haun eher ab, als dass die mal agressiv werden.
Also,
bin selbst Jäger. Somit in der Nacht oft draußen und treffe öfter mal auf Schwarzwild.
Grundsätzlich sucht Schwarzwild das Weite, wenn´s eine Fluchtmöglichkeit hat.
Krach machen bzw. laut sein hilft in 99 % aller Fälle. Mache ich auch, wenn ich nichts vorhabe.
Bachen, die Frischlinge führen, verteidigen diese natürlich bei Gefahr.
Beim Zusammentreffen sollte man tunlichst laaangsam aber stetig Distanz aufbauen und somit zeigen, dass man keine unmittelbare Gefahr für die Kleinen darstellt.
Das klappt (fast) immer. Es sei denn, das Schwein reagiert instinktiv (..panisch..).
Angeschweißte (verletzte) Schwarzkittel können Menschen u. Hunde annehmen (sprich: angreifen). Bachen beißen und Keiler schlagen mit ihren "Waffen", sprich: Zähnen.
Das passiert dem Normalbürger höchst selten, da er ja kein Schwarzwild nachsucht.
Schwarzwild schlägt verletzte (hinderliche) Artgenossen von der Rotte ab - somit sind sie auf sich alleine gestellt.
Bei Gatterwild kann das ganz anders aussehen. Hier werden verletzte Artgenossen oftmals von der Rotte geschützt.
Ein Jäger auf der Nachsuche wird hier oftmals von mehren (vielen) Schweinen angegriffen (bzw. die Hunde). Und das endet manchmal auch tödlich.
Also, dass Ganze ist halb so wild und wird auch von Jägern gerne ein wenig dramatisiert (Boah...ich bin ein toller Kerl..)
Auf Drückjagden habe ich es manchmal erlebt, dass die Schwarzkittel sich extrem lange "drücken", einen auf wenige Meter rankommen lassen und dann einfach losstürmen.
Wenn man dann im Weg steht - Pech gehabt - Abflug.
Meistens geht´s aber gut.
Micha
linker-blinker
18.08.07, 18:21
Um das Thema mal wieder aufzuwärmen, und weil eben danach gefragt wurde:
Mir und meiner Freundin ist diesen Frühsommer im Lainzer Tiergarten (Wien) eine Bache mit jeden Menge Frischlingen begegnet.
Da im Lainzer Tiergarten jedes Jahr recht viele leute sind, dachte ich die Schweine wären an Besucher gewöhnt. Ist aber scheinbar nicht so.
Die Bache hat uns gesehen, und ist langsam auf uns zu gegangen. Plötzlich fing sie an zu laufen, und wir auch.
Nach ca. 10m haben wir uns umgeguckt, und die Bache war schon wieder auf dem Weg zu ihren Kleinen.
Also, schnell rennen bringt schon mal was. (Meine Erfahrung)
Danach waren wir erst mal ganz schön alle, und haben uns dummerweise noch die Wildschweinfütterung angetan.
Das war einfach ne große Wiese mitten im Wald, wo die Wildschweine (pünktlich um 14.00Uhr, können die Uhren lesen :) ) hinkamen um zu fressen. Am Rand der Wiese waren ein paar Bänke für die Besucher aufgestellt, ohne Zaun. Und diesmal haben sich die Schweine (aber friedlich) wieder ganz schön für die Besucher interessiert, und sich unter die Menge gemischt.
Wir haben uns dann still und leise zurückgezogen. Hatten einfach genug Schwein an dem Tag...
http://i87.photobucket.com/albums/k132/linker-blinker/CIMG0262.jpg
http://i87.photobucket.com/albums/k132/linker-blinker/CIMG0258.jpg
http://i87.photobucket.com/albums/k132/linker-blinker/CIMG0251.jpg
Ciao, Basti
thekinghimself
18.08.07, 18:53
Oder man macht es wie Rüdiger Nehberg und packt die Schweinchen an den Beinchen ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=1XbuF6NwSNg
Non Sequitur
19.08.07, 10:59
Tja, so viele Meinungen ... Wobei, realistisch betrachtet, die Zahl der Vorfaelle, bei denen Menschen durch Wildschweine verletzt werden, sehr niedrig ist, verglichen z.B. mit der Zahl der Verletzungen durch Hunde.
Die bei weitem gefaehrlichsten Tiere, das in Deutschland in freier Wildbahn vorkommen, sind und bleiben jedenfalls die Zecken.
Hermann
Oder man macht es wie Rüdiger Nehberg und packt die Schweinchen an den Beinchen ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=1XbuF6NwSNg
Das Video kann aber weit in die Irre führen. Das waren an Menschen gewöhnte Wildschweine (Gehege?). Ich mag nicht glauben, dass Nehberg sich auf das Ferkel eines wirklich wilden Wildschweins gestürzt hätte, wenn die Muttersau nur wenige Meter daneben steht. Und das sich wildeTiere so leicht beeindrucken zum Rückzug bewegen lassen in solch einer Situation ist unplausibel.
-chinoook
Also hier im Deister stehen alle naselang alte Gedenksteine für Förster und Jagdaufseher (hießen die so?) die Wildschweinen zum Opfer gefallen seien sollen. Ob die Schweine aber vielleicht erst kamen als die Förster schon ruhig lagen...
Mir ist auf jeden Fall niemand bekannt der ernsthaft von einem Wildschwein angegriffen wurde. Ein bisschen gescheucht, ja das kommt schon mal vor:)
Ciao Sven
Als das mit stehenbleiben würde ich vergessen: Das sie nicht so gut sehen stimmt zwar aber das große Ding vorne im Gesicht von einem Schwein ist eine Nase und die riecht sehr gut. Auf Bäume klettern ist immer eine gute Idee allerdings in so einem Moment zufällig einen Kletterbaum zu finden ist nicht leicht. Versuch einfach mit offenen Augen in den Wald zu gehen und niemand auf die Füsse zu treten :super:
Non Sequitur
20.08.07, 09:37
Also hier im Deister stehen alle naselang alte Gedenksteine für Förster und Jagdaufseher (hießen die so?) die Wildschweinen zum Opfer gefallen seien sollen. Ob die Schweine aber vielleicht erst kamen als die Förster schon ruhig lagen...
Die stammen aus der Zeit, in der mit Saufeder gejagt wurde ... Und speziell bei Nachsuchen sind angeschossene Wildschweine nicht ohne.
Hermann
Normal sieht man sie nicht einmal sondern nur ihre Spuren die sie hinterlassen.
Holzwurm
passiert vor zwei Jahren: Spaziergang im winterlichen, verschneiten Wald, ca. 15:30 Uhr fing leicht an zu dämmern. Meine Frau und ich liefen auf einem Waldweg, ich schaute gerade in den Wald, nicht auf den Weg als ich meine Frau leise sagen hörte: "Kuno", Kopf gedreht, 30 Wildschweine aller Altersklassen, Entfernung 20 m. Was tun ?????
Aber durch den leisen Aufruf meiner Frau, das Ganze kehrt und wieder im Wald verschwunden, so schnell und leise wie sie gekommen waren. Zum Glück, denn auf der anderen Seite des Weges war eine eingezäunte Schonung, also der Weg versperrt.
Gruß Kuno
PS: was tun wenn ein Wildschwein kommt.... fragen wo´s hin will.
Defenderlover
20.08.07, 16:23
Eine Saufeder wäre hilfreich nur für einen normalen Spaziergang eher ungewöhlich ich nehme die auch nur mit wenn ich eine verwundete Sau nachsuche. Ansonsten sind die Sauen eigentlich immer scheu genug das sie abhauen aber es gibt auch extra Kleidung die vor den Sauen schützen soll ob es hilft keine ahnung ist aber verstärgt um die gröbsten verletzungen fern zu halten
Cornelius
quinque voces
21.08.07, 18:45
[...] und das Wichtigste: Beweg Dich nicht, denn Wildschweine nehmen nur sich bewegende Objekte wahr[...]
Sich nicht bewegen ist übrigens leichter als man denkt. Ich bin vor zwei Jahren mal in der Abenddämmerung bei leichtem Nieselregen in einem Wald in NRW gelaufen. Auf dem Rückweg habe ich einen Feldweg am Wald entlang genommen, weil es im Wald schon sehr dunkel war. Ich komme um eine Kurve gehechelt und finde mich direkt einem Brocken von Wildschwein gegenüber, das seelenruhig mitten auf dem Weg steht. Habe es sehr schnell geschafft zu stoppen und mich wie empfohlen nicht mehr bewegt - alles andere wäre mir auch schwer gefallen, weil mir der Schreck tief in den Gliedern saß. Es gibt wirklich angenehmere Anblicke als wenn im Halbdunkel plötzlich so ein Keiler vor einem auftaucht.
Habe den Keiler dann aufmerksam gemustert, während er mich weitgehend ignorierte. Ich bin mir aber sicher, daß wir beide das gleiche voneinander dachten: "Was für ein unangenehmer Zeitgenosse". Als ich dann die Schreckensstarre überwunden hatte und gerade langsam den Rückzug antreten wollte, gab der Keiler den Weg frei und trollte sich zur Seite auf eine Wiese, sehr langsam und gemählich. Ich bin dann vorsichtig vorbei.
Diese Begegnung hat mir eine gute Streckenzeit im wahrsten Sinne des Wortes "versaut". Ist mir trotzdem so lieber gewesen, als wenn der Keiler hinter mir hergewetzt wäre und mich zu neuem persönlichem Streckenrekord angespornt hätte.
Die Episode hat mir dann auch verdeutlicht, daß Schreckensstarre eigentlich ein Schutzmechanismus ist, der panische und hektische Bewegungen vermeiden hilft. In der Situation zumindest war das hilfreich.
Gruß
Michael
gast31082009
21.08.07, 20:00
Eine Saufeder wäre hilfreich nur für einen normalen Spaziergang eher ungewöhlich ich nehme die auch nur mit wenn ich eine verwundete Sau nachsuche.
Cornelius
Für die Nachsuche sei Dir ein führiger Karabiner empfohlen, jagdlich den üblichen Kalibern für Schwarzwild angepasst.
Das ist weitaus vernünftiger, jagdlicher und zugegebenermaßen weniger sportlich.
Dafür sicherer für den Jäger, und auch für die-/den Sau-/Eber.;)
Im Normalfall sollte es reichen nicht zu schleichen (klasse, reimt sich sogar:D)
Jogger sind in der Regel zu laut, um mit Schwarzwild konfrontiert zu werden (außer im Schneetreiben vielleicht).
Spaziergängern sollte es im Begegnungsfalle genügen zu pfeifen, oder sonstwie laut aufzufallen.
Das beschreibt jetzt natürlich nur die Normalanwendung für den Otto-Normalverbraucher.
Rollenspielende, auflauernde Gesellen und andere Exoten können im speziellen Falle den Aufenthalt im Walde nutzen, sich mit der Natur konfrontiert zu sehen.:D
Stefan
Jogger sind in der Regel zu laut, um mit Schwarzwild konfrontiert zu werden (außer im Schneetreiben vielleicht).
Ach ja? Ich bin mal beim Joggen mit einem Reh zusammengestoßen. Ich weiß nicht wer sich dabei mehr erschreckt hat.
Und beim Mountainbiken hatte ich schon mal einen Hasen unterm Schutzblech klemmen. Der hatte sich wohl im Dunkeln mit meinem Tempo verschätzt.
Also Natur hautnah :D
Sven
Ach ja? Ich bin mal beim Joggen mit einem Reh zusammengestoßen. Ich weiß nicht wer sich dabei mehr erschreckt hat.
Und beim Mountainbiken hatte ich schon mal einen Hasen unterm Schutzblech klemmen. Der hatte sich wohl im Dunkeln mit meinem Tempo verschätzt.
Also Natur hautnah :D
Sven
Vielleicht hast Du einfach deine Fähigkeit Hindernissen auszuweichen falsch eingeschätzt :(
Genau Bigbore, aber mal ehrlich, es ist doch ne Sauerei ersten Ranges, dass es Wildtiere gibt die den ultracoolen Bikern da im Weg rumlaufen. Na gut, was solls... die klemmt man sich dann unters Schutzblech und hat um so mehr Fun... :rolleyes:
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