Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : alte Solinger Rasiermesser
Hallo Leute
Ich hab mir bei einem Onlineauktionshaus mit 4 Buchstaben einen Satz alte Rasiermesser (nur die Klingen) geschossen. Es handelt sich dabei um 6/8 Zoll und 4/8 Zoll Klingen in sehr gutem Zustand.
Auf der einen Seite der Angel/Erl steht "CLAUBERG", eine stilisierte Tobakspfeife als Marke, sowie die Zahl 50. auf der anderen Seite
"ANTON WINGEN JB", "SOLINGEN", "MADE IN GERMANY".
Man sagte mir das Clauberg eine amerikanische Handelsmarke war, die ihre Klingen aus Solingen und Sheffield importiert hat, und dann unter eigenem Namen vertrieb. Soweit ich weiss, existiert die Firma seit 1926 nicht mehr.
Ich suche nun möglichst viele Infos über Clauberg und Anton Wingen JB, ich habe vor die Klingen zu restaurieren, mit Griffen zu versehen, und mir damit über das Gesicht zu streichen ;) .
Wer weiss was, oder wo sollte ich mit Suchen anfangen?
p.s. fotos werden im laufe des Wochenedes nachgeliefert
Über Clauberg weiß ich nichts.
Was sonst zu den Klingen zu sage ist, die Bezeichnung Made in Germany signalisiert, dass die Klingen nach dem ersten Weltkrieg hergestellt wurden.
Damals war es nicht unüblich, dass Hersteller neben ihrer Firmenbezeichnung noch den Firmennamen von vertreibenden Großhändlern oder Importeuren vermerkt haben.
Anton Wingen jr. ist eine alte Solinger Firma, die leider vor einiger Zeit endgültig ihre Pforten schließen musste.
Zu Solingen kann Dir Uli/Del Ray wesentlich mehr sagen als ich.
Außerem kann man auch mal in Solingen selbst nachfragen, entweder im Klingenmuseum oder im Stadtarchiv.
Viel Spaß beim recherchieren, Helge
Hallo Noob,
Es gab in Solingen tatsächlich 9 Clauberg Fabriken/Hersteller.
Der mit der Pfeife ist
Wilhelm Clauberg AG, Waffen-&Stahlwarenfabrik
in der Gasstrasse in Solingen.
Gründungsjahr war 1810 (entweder Markenzeichen 'Pfeil' oder 'stehender Ritter'); das Markenzeichen 'Pfeife' wurde 1850 von Cornelius Stürmer erworben und 1872 als Clauberg Markenzeichen registriert.
Um 1860 hatte Clauberg über 4000 Seitengewehre für die 'British Volunteers' hergestellt, die auch tatsächlich in die USA exportiert wurden. Auch kaufte Preussen 1861-62 und 1868-69 das bekannte
'Füselier-Seitengewehr M/1860' in grösseren Mengen.
Später vertrieb Clauberg auch Rasiermesser und Scheren mit dem 'Pfeifen'-Logo. 1920 wurde nach dem Tod des Inhabers Ernst Julius Wilms die komplette Firma zusammen mit dem Markenzeichen von
der Firma Anton Wingen Jr. gekauft.
Vermutlich stammen Deine Klingen genau aus dieser Zeit der Übernahme.
Das hatte es öfter in Solingen gegeben, und immer findet man dann zwei verschiedene Firmen auf der Klinge, auf der einen Seite die alte des übernommenen Inventars, auf der anderen die neue des neuen Inhabers.
Deine Klingen kannst Du also folglich zwischen 1920 und 1922 relativ genau datieren.
Und ich würde sagen, es heisst nicht Anton Wingen JB, sondern Anton Wingen JR.
Ich hoffe, ich konnte helfen, mehr weiss ich nicht.
Gruss,
_____Uli Zerdick :) ________
E-MAIL: zerdick@t-online.de
Danke dir Ray, genau das was ich gesucht habe! :super:
Wegen dem JR/JB, die Marken sind zwar einigermassen sauber, aber das R ist etwas kleiner als das J, dazu höhergestellt und unterstrichen, was es optisch zu einem B macht. Dank deinem Hinweis und mit Hilfe einer Leselupe hab ichs dann doch noch gesehen :)
DelRay hat nicht nur umfassend sondern auch präzise recherchiert. Allerdings können die Klingen wohl kaum aus dem 1920 übernommenen Inventar der Firma Clauberg stammen, denn dann wären sie sicherlich nur mit dem Markenzeichen Pfeife in Verbindung mit dem Schriftzug W. Clauberg markiert gewesen und (noch) nicht mit Anton Wingen Jr.
Die gehärteteten und fertig geschliffenen Klingen konnten nicht nachträglich mit einer weiteren Marke versehen werden.
Noch 1939 werden in einschlägigen Solinger Verzeichnissen als Inhaber der Firma W. Clauberg die Söhne von Anton Wingen angegeben: Hans und Walter Wingen. Sie haben offensichtlich die Firma W. Clauberg weiter geführt und nach Abverkauf der von W.Clauberg markierten Klingen neue Serien von Rasiermessern nicht nur mit der bisherigen Marke sondern auch mit dem Zusatz Anton Wingen Jr. versehen.
Ohne jeden Zweifel ist nach Ende des 2. Weltkrieges W.Clauberg nicht mehr als Hersteller von Schneidwaren in Erscheinung getreten, die Klingen dürften also mindestens 50 Jahre alt sein. Vielleicht sind die Klingen bei der Firmenauflösung von Anton Wingen Jr. im Jahr 1995 wieder entdeckt worden.
Abbildungen von Rasiermessern der Firma Anton Wingen Jr. aus den 1920er Jahren schicke ich DelRay spätestens morgen zu.
wie versprochen habe ich hier noch bilder der klingen und der marken:
gruppenbild (http://homepage.swissonline.ch/messerschmieden/gruppe.JPG)
marken (http://homepage.swissonline.ch/messerschmieden/marken.JPG)
hoffe das hilft etwas weiter.
ach ja, der verkäufer hat mir gesagt das er beruflich mit der auflösung der firma anton wingen zu tun hatte, und anfänglich über 300 dieser klingen hatte.
Hallo Noob,
In meinen UNterlagen habe ich nach einigem Suchen passende Abbildungen gefunden:
nach Übernahme durch die Firma Anton Wingen Jr. wurden sowohl unter der Firmierung W.Clauberg mit dem Markenzeichen der Pfeife aber dann auch unter der Firmierung Anton Wingen Jr. mit den Markennamen OTHELLO sowie RED-POINT Rasiermesser hergestellt.
Die Klingen beider Firmen waren auf der Vorderseite des Ansatzes oberhalb der Marke mit der Artikelnummer gestempelt.
Auch das Rasiermesser mit der Artikelnummer 50 ist auf einer W.Clauberg Abbildung "Inhaber Anton Wingen Jr." abgebildet.
Vielleicht hat Del Ray die Möglichkeit, die Abbildungen in einem eignen
Beitrag anzuhängen.
... hier die entsprechenden
Clauberg/Othello
Katalog-Seiten!
Gruss,
______Uli Zerdick_______
E-MAIL: zerdick@t-online.de
Hallo,
erstmal guten Abend, mein Name ist Mike (41) und ich bin Neu hier im Forum, naja verfolge verschiedene Themen im Forum schon lange, heute habe ich mich endlich mal angemeldet.
Habe eine Frage an Euch und dazu habe ich diesen Thema mal aufgewärmt, weil es hier um Rasiermesser Klingen geht.
Ich restauriere Rasiermesser, bzw. baue ich Rasiermesserschalen aus Holz in allen Formen.
Nun mein eigentliches Problem, weiß jemand wo man günstig Solinger Rasiermesserklingen bekommen kann, ich brauche keine große Stückzahl, vielleicht 5 Klingen ab und an mal, betreibe nichts gewerbliches, ist mein Hobby, da ich viel Zeit habe, aus gesundheitlichen Gründen Erwerbsunfähig bin.
Kann mir da jemand einen Tip geben.
Habe sonst immer in einem größeren Auktionshaus alte gebrauchte Klingen gekauft und aufgemöbelt, das wird aber immer schwieriger ordentliche Klingen zu bekommen.
Hat jemand eine Quelle?
olddj
Moin,
Habe Heute für 10€ ein LouPer Rasiermesser erstanden.
Es ist geprägt mit 420 LouPer Rückseite Logo Flamme LouPer Solingen.
Das Schächtelchen hat einePrägung Carl Clauberg Rasiermesserfabrik-Hohlschleiferei auf der RückseiteSatmmhaus Solingen Clauberg Rasiermesser. Auf dem Verschluß Stück des Schächtelchens steht Neumünster Adolf Hitler Str.15 und auf desen Rückseite Kiel Holstenstrasse 82.
Bilder Kommen Gleich...
Wäre für jede Info Dankbar:super:
MfG
Kay
Was für Info willst Du den haben?
Frag doch die Suchfunktion, da findest Du etwas über Clauberg.
Moin Deegen,
hatte nur nach LouPer gesucht, aber nichts gefunden...
Die Firma/Firmen Clauberg haben ja alle auch Rasiermesser Hergestellt, ich bin aber davon ausgegangen das LouPer eine eigenständige Firma war, da sie auch ihr eigenes Logo haben/hatten...
Würde mich zu genaueren angaben zu Meinem 420 freuen ich denke mal das es sich hier um die model bezeichnung handelt:ahaa:
hier noch mal ein Link zu einem naja Bild, ich werde mir mühe geben Heute noch bessere zu machen www.fotos.web.de/erdbaermuetzchen/LouPer_420
Naja, über den Strassennamen kann man es wohl zeitlich ganz gut eingrenzen, vor '33 hieß wohl keine Strasse so und nach dem Krieg wurden die Strassen und Plätze "langsam" umgenannt, also wird es wahrscheinlich zwischen '33 und '45 gefertigt worden sein.
LouPer Rasiermesser Rückseite Logo Flamme LouPer Solingen.
Schächtelchen Carl Clauberg Rasiermesserfabrik-Hohlschleiferei
Bilder Kommen Gleich...
Kay
Auch ohne Bilder ist es offensichtlich, dass Messer und Verpackung NICHT zusammengehören.
Die Vermutung, dass " LouPer eine eigenständige Firma "war geht in die richtige Richtung.
LOUPER war die Wortmarke der Firma Louis Perlmann Solingen/Leipzig/Berlin.
Als Markenzeichen verwendete dieser Schneidwarenhersteller eine Flamme, meist in Verbindung mit der Wortmarke "Flamme".
Grüße
cut
Joa das trifft wohl alles zu mit der Flamme und dem Wort Flamme...steht bei mir auch drauf...
Mir wurde im Nassrasur-Forum schon gesagt das es nicht all zu viele infos gibt zu LouPer im www:confused:
Also kann ich davon ausgehen das der Pappschuber vom dahmaligen Verkäufer genutzt wurde, so zu sagen als Werbe Material...
Somit kann man schon mal das Verkaufsdatum eingrenzen:rolleyes:
Aber wann wurde mein 420er Produziert:confused:
Ich Glaube ich fahre mal nach Kiel am Montag da gibts ja noch ein Waffen/Schneidwaren/Schleifereibetrieb Clauberg in der Holstenstrasse kann ja sein das die mal umgezogen sind...
Nochmals besten Dank
Ein Bild
www.fotos.web.de/erdbaermuetzchen/LouPer_420
MfG
Kay
Also kann ich davon ausgehen das der Pappschuber vom dahmaligen Verkäufer genutzt wurde, so zu sagen als Werbe Material...
Somit kann man schon mal das Verkaufsdatum eingrenzen:rolleyes:
Kay
Verpackung und Rasiermesser gehören nicht zusammen, sie sind sicherlich irgendwann einmal später zusammengeführt worden.
Solche Schuber gab es aus Pappe oder Holz, sie dienten zum Schutz des Messers.
Ob beide Teile überhaupt zur selben Zeit gefertigt worden sind ist fraglich. Die Verpackung läßt wohl kaum einen Rückschluß auf das Verkaufsdatum des (fremden) Messers zu.
Grüße
cut
briesenreiter
31.10.07, 00:14
Ich frage mich schon länger, welchen Unterschied es für den Anwender
bei Benutzung unterschiedlicher Rasiermesser mit unterschiedlichen Anschliffen macht.
Es gibt ja unterschiedliche Anschliffe (Flach, 1/2hohl, 1/4hohl, hohl)
die unterschiedliche Voraussetzungen, bzw.Eigenschaften beim Nachschleifen
mit sich bringen. Das weiss ich wohl.
Weiß irgend jemand, was der Unterschied beim Rasieren zwischen den
verschiedenen Schliffarten ist?
Ich hab schon einiges über Rasiermesser gefunden, aber diese entscheidende
Info fehlt mir noch.:confused:
Hallo briesenreiter
Über Rasiermesser wird ja seitenweise irgendwas geschrieben.
Aber eine halbwegs gute Erklärung fand ich nur bei Messerroedter.Aber auch dort sind die Informationen relativ dürftig.
Aber besser wenig als nichts.Kann sein,daß du diese Seite schon kennst.Hier:
http://www.roedter-messer.de/leitfadenrasiermesserdeutsch.htm
Mir ist noch etws eingefallen.Kennst du vieleicht einen ganz alten Friseur,der schon lange im Rentenalter ist.Solche Leute haben noch das richtige Rasieren und Eigenschaften ihre Werkzeuge von der Pike auf gelernt.Griechische und Türkische Friseure haben auch noch ein grösseres Wissen über das Rasieren.Der Unterschied zwischen einer Rasur im deutschen Frisiersalon und im Türkischen Salon ist wie Tag und Nacht.
Gruß William
briesenreiter
31.10.07, 08:30
Danke William,
die Seite kannte ich noch nicht.
Eine ausgeprägterer Hohlschliff macht die Schneide flexibler und die Rasur
gründlicher. Zumindest ein bisschen etwas...
Ich werde mir mal einen alten Friseur raussuchen, ein griechischen oder
Türkischen Barbier zu finden wird wohl schwer hier auf dem Land...
Hallo briesenreiter,
weiterführende Infos kannst Du auch hier holen:
http://forum.nassrasur.com/index.php
Dort wurde auch mir geholfen.
Einige Mitglieder dieses Forums sind übrigens auch dort unterwegs.
Gruß
12knife
briesenreiter
31.10.07, 21:04
Danke:super:
....die Seite kannte ich noch nicht.
Ein ausgeprägterer Hohlschliff macht die Schneide flexibler und die Rasur
gründlicher. ........Ich werde mir mal einen alten Friseur raussuchen, einen griechischen oder türkischen Barbier zu finden, wird wohl schwer hier auf dem Land...Aber Du könntest auch Wiili Peter unter 06196 - 41568 anrufen, der Dir dann ALLES über Rasiermesser erzählen wird. Sein Problem ist nicht, dass er nicht genug weiß - das Problem ist, dass Du nicht genug Zeit hast....
Gruß
sanjuro
briesenreiter
01.11.07, 07:52
Danke, noch besser.
Wer ist denn dieser Willi, kann ich da eiunfach anrufen?
Ich werde mir dann einen Tag Urlaub nehmen und in kontaktieren...:super:
linker-blinker
02.11.07, 13:49
Hier steht auch noch ein bisschen was:
http://warenhaus-schulz.de/abteilungen/content/view/38/78/
Aber ich glaub da sind keine neuen Informationen dabei.
Ciao, Basti
Locutus of Borg
26.01.10, 01:17
Hallo
Ich wollte mal fragen ob jemand was über dieses schöne Messer weiß?
http://www.chilihead.info/file/IMG_6405o.JPG
Ich habe es vor ein paar Jahren von meinem Opa geerbt - verkaufen will ich es daher nicht es ist eine Erinnerung - allerdings würde ich gerne bzw. gerade deshalb mehr über das Messer wissen.
Ich habe leider nicht viel gefunden - was recht ungewöhnlich ist da man heute sehr viel findet aber mehr als das es wohl mit Louis Perlmann Solingen zu tun hat und dieser um die 1920 rum wohl Messer hergestellt haben weiß ich nicht.
Hat jemand von euch mehr Infos darüber!?
Wäre echt sehr Dankbar da mehr davon zu wissen.
Vielen Dank für alle Antworten!
LoB
@ Moderatoren:
dieser thread ist wohl bei den VINTAGE KNIVES besser aufgehoben!
Louis Perlmann hat 1858 in Leipzig unter seinen Namen einen Stahlwarenvertrieb gegründet, ab den 1920er Jahren betrieb die Firma eine eigene Produktionsstätte in Solingen, ab den 1930er Jahren eine Vertriebsniederlassung in Berlin.
Nach Kriegsende bestand nur noch die Solinger Firma, die in den 1980er Jahren ihre Produktion eingestellt hat.
Die "Stahlwarenfabrik Louis Perlmann" hat während ihres Bestehens unter verschiedenen Wort- und Bildmarken unterschiedlichste Schneidwaren gefertigt und vertrieben, vorrangig unter LOUPER und FLAMME.
Hier eine Werbeanzeige aus 1972:
http://i119.photobucket.com/albums/o146/germania_photos/PerlmannLouisFLAMMEMS27020.jpg
... und ein Ausschnitt des Vertriebssortiments aus den 1930er Jahren:
http://i119.photobucket.com/albums/o146/germania_photos/louper-rasiermesser.jpg
Grüße
cut
Locutus of Borg
27.01.10, 19:45
Hi Cut
Vielen Dank für die tolle Antwort!
Hast du diesen Artikel vielleicht noch ein bisschen Größer - gerne auch per Email wenns hier so groß nicht sein darf...
Oder kannst du mal die Nummern raus schreiben die dort stehen?
Wie ist das wurden solche Nummern immer Chronologisch vergeben oder springen solche Seriennummer auch mal?
Ist ja echt super Interessant das alles - wo findet man am ehesten solche alten Sortimentaufstellungen oder muß man die einfach mit viel Glück auf Flohmärkten usw. finden?
Wie ich im Flohmarktthread schon schrieb, habe ich mir einige alte Rasiermesser zugelegt. Im Netz waren leider nicht allzu viele Informationen verfügbar. Ich weis nur von Ralle, dass gern ältere oder sogar ganz alte Rasiermesser anstatt moderne Modelle verwendet werden. Mit dem Thema "Freischnitt-Nassrasur" habe ich mich noch nicht näher befasst, werde das aber aber nach gutem Zureden von Ralle jetzt langsam angehen, diese Messer sollen der Einstieg dazu werden.
Cut hat nun ein Bild des Fabrikgebäudes der Firma Bismarck in den anderen thread eingestellt, wozu ich im Netz allerdings nur einen Hinweis auf eine Firma Barth/Solingen als Vertreiber/Hersteller von "Bismarck"-Produkten finden konnte.
Bismarck - die Klinge hat eine tiefe Kerbe und an deren Spitze beginnt ein Längsriß von ca. 1cm in Richtung Gelenk. Damit ist diese Klinge leider irreparabel zerstört. Man kann dadurch allerdings fast in die Klinge "hineinsehen", von daher also auch eine Chance, so einen Rasiermesserhohlschliff/Anschliff mal "von innen", bzw. im Querschnitt zu sehen.
Das Finish sprach ich bereits an, das war übrigens auch der Grund für das Gespräch mit Ralle in SG. Ist immer wieder faszinierend, wie die alten Solinger (auch andere) solche Finishs auf einfachen rostenden Stählen dauerhaft hinbekommen haben. Man kann auch die "Maserung" auf der Griffschale erahnen.
http://www.messerforum.net/attachment.php?attachmentid=90294&stc=1&d=1274787577
Kobar - zu "Kobar" mit den zwei Männern als Logo konnte ich gar nichts finden.
http://www.messerforum.net/attachment.php?attachmentid=90297&stc=1&d=1274787577
Herder - zu Herder Rasiermessern konnte ich ebenfalls keine Informationen finden. Waren möglicherweise nicht sehr lang im Sortiment von Herder (nur spekuliert).
Ich habe nur eine Vermutung, warum auf dem unteren Messer mit der #56 ein anderer Stempel, als auf der #147 ist:
Weil es sich um einen ganz anderen, speziellen Typ Rasiermesser mit anderem Schliffansatz handelt, da hätte der andere Stempel nicht draufgepasst. Der "runde" oder "weiche" Schliffansatz ist offenbar nicht durch Nacharbeit oder Instandhaltung entstanden. Das obere Messer hat im Bereich um das Gelenk sogar Fingerriffelung oben und unten, ist im Bild gerade eben zu erahnen.
http://www.messerforum.net/attachment.php?attachmentid=90232&d=1274701614
http://www.messerforum.net/attachment.php?attachmentid=90233&d=1274701614
Leider ist bei den Herder-Messern eine Klinge ziemlich abgenutzt, während beim anderen die Griffschale am Gelenk abgeplatzt ist. Ansonsten halte ich drei der vier mit etwas Aufarbeitung für durchaus brauchbar, ohne sie komplett zu "verschlimmbessern".
Gruß Andreas
"Bismarck" war ursprünglich ein Markenzeichen der Solinger Firma August Müller. 1957 wurde die Marke von Dovo (den heute größten deutschen Hersteller klassischer Rasiermesser) übernommen.
"Kobar" war das Markenzeichen der Rasiermesserfabrik Friedrich Emde.
Von den verschiedenen Möglichkeiten, den Bart zu entfernen, macht m.E. die "Freischnitt-Nassrasur" am meisten Spaß. Nach meiner Erfahrung muss man drei "Weisheiten" berücksichtigen für eine gute Messerrasur: Ein wirklich scharfes Messer; ausreichend aufgeweichtes Barthaar (darf man nicht unterschätzen) und eine gute Technik (Übung, Übung, Übung...).
Für einen vertieften Einblick in die faszinierende Welt der Messerrasur empfehle ich gut-rasiert.de oder das Nassrasur Forum.
Der "runde" Ansatz ist original, es gibt verschiedene Schliffansätze, das ist einer davon
Sehr schöne Messer hast Du da (bis auf das arme Bismarck:steirer:). Allesamt Topmarken. Vor allem die Herder sind heiß begehrt in der Rasiermesserwelt. Gehören zu den am dünnsten ausgeschliffenen Messer die es gibt. Leider nichts für meinen Drahtbart! Viel Spaß beim aufarbeiten und bei den folgenden Rasuren.
Ja, bei den Herder-Messern habe ich mich auch gewundert. Nicht dass es sie gibt, sondern dass man kaum Informationen über diese Messersparte bei Herder finden kann. Man denkt bei Herder automatisch an "Windmühle", bzw. ausschließlich Küchenmesser.
Das mit dem zerstörten Bismarck ist wirklich schade, bei solchen Finishs kann ich einfach nicht widerstehen, egal, ob sie angerostet sind oder nicht :cool:
Gruß Andreas
... Man denkt bei Herder automatisch an "Windmühle", ...
Jetzt geht es ein wenig durcheinander:
Die Windmühle gehört zur Robert Herder GmbH & CO.KG.
Deine Messer sind von Friedrich Herder Abraham Sohn. Deren Marke war, wie auch auf Deinen Klingen zu sehen, das Pik As.
Jetzt geht es ein wenig durcheinander:
Die Windmühle gehört zur Robert Herder GmbH & CO.KG.
Nicht wirklich... :cool:
Das schließe ich aus meiner google Suche nach "Herder Rasiermesser"... :argw:
Bei mir kamen ausschließlich links zu Windmühle-, Küchenmessern oder anderen Rasiermesser-Herstellern, bzw. Rasur-Produkten.
Das scheint wieder so eine beinahe "typische" Solinger Firmengeschichte zu sein, bei der ein Familienname wegen (zu) vieler Verzweigungen nicht zu einer bestimmten Produktreihe zugeordnet werden kann. Im Nassrasurforum habe ich vorher auch schon nachgesucht, wurde aber ebendsowenig fündig.
Gruß Andreas
Friedrich Herder Abr. Sohn hatte noch in den 1970er Jahren
22 Rasiermessermodelle im Programm mit
schwarzen „Gummi“Schalen
weißen Schalen (imitiertes Elfenbein)
imitiertem Schildpatt
Andere Rasiermethoden hatten bereits in den Jahren davor zu einem enormen Wandel geführt:
1934 führte derselbe Hersteller noch über 80 Modellvarianten mit bis zu 12 unterschiedlichen Griffoptionen in seinem Sortiment.
Grüße
cut
Dass so wenig zur Rasiermessersparte einzelner Solinger Firmen zu finden ist, liegt daran, dass es so viele Rasiermesserhersteller gab. In der Blütezeit der Rasiermesserherstellung ging deren Zahl in die zig-hunderte.
Da gab es einige Firmen, die sich auf Rasiermesser spezialisiert hatten. Bei vielen Firmen bildeten sie aber nur eine Sparte von vielen. Firmen wie J.A. Henckels, Robert Klaas oder C. Lütters (Löwenmesser), die man heute nicht mit Rasiermessern in Verbindung bringen würde, hatten einmal Rasiermesser in ihrem Programm. Andererseits hatten einige Rasiermesser-Hersteller nur eine bescheidene Größe, mit der Folge, dass kaum Informationen über sie dokumentiert wurden bzw. sich erhalten haben.
Schöne Rasiermesser zu sehen von Friedr. Abr. Herder und Richard Abr. Herder gibt es hier: http://www.gut-rasiert.de/forum/index.php/topic,5242.0.html
Einen kurzen Abriss der Firmengeschichte von Friedr. Abr. Herder hier (ganz unten): http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=147&id=098&tektId=364
sooo, heute war ich auch aufm flohmarkt und da haben mich doch glatt zwei rasiermesser angesprungen.
etwas skeptisch war ich wegen der einen marke " WAMS "
und weil auf dem anderen stand " ground in Germany " ansonsten war es mit Kronprinz markiert.
kurzes googlen brachte folgendes:
http://www.archivingindustry.com/cutlers&toolmakers/razormakers.htm
fuer nen schnellen ueberblick und erste anhaltspunkte ganz gut, denke ich
ach, die messer sind etwas angelaufen und haben ein wenig rostbefall, sind aber ansonsten noch top in ordnung.
gleich mal abziehen...
Das folgende gute Stück von Linkat ist momentan bei mir im Einsatz. Allerdings hat es inzwischen einen schönen Holzgriff, und die Korrosionspuren sind kaum noch sichtbar.
Die Solinger Firma Linkat hat Rasiermesser, Taschenmesser und Scheren produziert. Markenzeichen: Rehbock und Ricke.
http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/f8mw-4.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-4-jpg.html)
http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/f8mw-5.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-5-jpg.html)
Aus einem Katalog von F. Herder ein Rasiermesser ähnlicher Form (aber andere Modellnummer und etwas breiter) wie das von luftauge gezeigte mit "weichem" Schliffansatz. Die Messer wurden. wie man sehen kann, mit dem Profil abgebildet.
http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/f8mw-7.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-7-jpg.html)
.... Firma Bismarck .... ich im Netz allerdings nur einen Hinweis auf eine Firma Barth/Solingen als Vertreiber/Hersteller von "Bismarck"-Produkten finden konnte. ...
Andreas
August Müller firmierte in Solingen als Hersteller an unverändertem Standort in Merscheid mindestens bis Anfang der 1970er Jahre, die Werbung zeigt wie bei vielen anderen Solinger Herstellern unterwschiedlichste Produkte von Schneidwaren:
http://i119.photobucket.com/albums/o146/germania_photos/MarkeBISMARCK.jpg
Grüße
cut
Eine kurze Geschichte der Solinger Rasiermesser:
Die Herstellung von Rasiermessern in Solingen wurde um die Wende vom 18. in das 19. Jahrhundert von Daniel Peres eingeführt. Er war der Gründer einer Firma, die bis in die 1990er Jahre existierte.
http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-a.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-a-jpg-nb.html)
Daniel Peres gehörte keiner der alteingesessenen Solinger Zünfte an, so dass es ihm untersagt war, die traditionellen Solinger Produkte der damaligen Zeit wie Säbel, Degen oder Tafelmesser zu produzieren. Daher verlegte er sich neben Scheren auf die in Solinge bis dahin nicht hergestellten "Schermesser" (Rasiermesser).
Diese sahen damals etwas anders als heute aus, in der Regel mit einer geschwungenen Schneide, am Erl schmal und sich zur Spitze verbreiternd; die Hefte waren gerade:
http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-b.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-b-jpg-nb.html)
Es waren in der Regel "derbe" Messer, also mit nur ganz geringer Hohlung. Als Stahl verwendete Peres den äußerst feinschneidigen Huntsman'schen Tiegelgussstahl.
Es war Ironie des Schicksals, dass im Jahr 1809 die Solinger Zünfte und ihre Privilegien durch Napoleon, zu dessen Herrschaftsbereich Solingen zum damaligen Zeitpunkt gehörte, per Dekret abgeschafft wurden.
Daniel Peres war ein innovativer Mann. Er entwickelte ein Sheffielder Methoden ebenbürtiges Polierverfahren, die sog. schwarze Politur und war generell bestrebt, die Qualität der Sheffielder Produkte - des damaligen Schneidwaren-Mekkas - zu erreichen oder zu übertreffen. Er entwickelte auch einen Schleifkotten mit im Gebäude integrierten Wasserrad, um im Winter der Vereisung und damit dem Stillstand der Arbeit vorzubeugen. Neben Rasiermessern führte er in Solingen auch die Herstellung von feinen Feder-Taschenmessern zum Anspitzen der Federkiele ein.
Daniel Peres hatte den Anfang gemacht, doch es dauerte noch geraume Zeit bis zur Blüte der Solinger Rasiermesserproduktion. Bis Ende der 1870er Jahre wurde der Weltmarkt von derbgeschliffenen englischen Rasiermessern beherrscht.
Der Aufstieg Solingens zum Rasiermesser-Eldorado ist mit dem Namen Carl Friedrich Ern verbunden. Er war ein Rasiermesserschleifer, der u.a. Klingen für J. A. Henckels schliff. Schließlich übernahm er auch das Schmieden und Härten und gründete 1873 seine eigene Rasiermesserfabrik. (Im Laufe der Zeit wurden von der Firma auch andere Produktsparten eingeführt. Inzwischen existiert die Firma wohl nur noch als eine Art versandhandel). Die Anzeige stammt aus Anfang der 50er Jahre.
http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-c.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-c-jpg-nb.html)
C. Friedrich Ern entwickelte eine Maschine zum rationelleren Hohlschleifen von Rasiermessern, die "Hexe", die 1893 in Betrieb genommen wurde. Damit soll es ihm möglich gewesen sein, bis zu 1000 Klingen am Tage hohlzuschleifen. Es handelte sich dabei um keine Vollautomatisierung, da der Schleifer die Klinge weiter führte und unter Kontrolle hatte, aber um ein erheblich rationelleres Arbeiten als bei den früheren Schleifmethoden.
Die billigeren und mit einem hochwertigen Hohlschliff versehenen Rasiermesser aus Solingen eroberten den Weltmarkt und ließen Sheffield dabei hinter sich. Der rasante Anstieg der Produktion lässt sich gut an den Arbeiterzahlen ablesen. Gab es bis in die 1870er Jahre ca. 30 Rasiermesserarbeiter in Solingen, so waren es zur Wende zum 20. Jh. ca. 2000.
Allerdings entwickelte sich die alternativen Rasiergeräte wie der Rasierhobel und später die elektrischen Rasierapparate zu einer starken Konkurrenz zum Rasiermesser, das allmählich an Bedeutung verlor. Es konnte bis in die 1950er Jahre eine gewissen Stand bewahren, vor allem weil auf dem Lande an der traditonellen Messerrasur festgehalten wurde. In den siebziger Jahren wurde es aber fast nur noch von Friseuren benutzt. Die Solinger Produktion war entsprechend gering und ging großenteils ins Ausland. Wenige Firmen wie Dovo oder Friedr. Baurmann stellten noch Rasiermessern her.
Die Firma Dovo, die aus Dorp & Voos hervorgangen war, hat nach dem zweiten Weltkrieg eine ganze Reihe von Rasiermessermarken übernommen und ist, nach der inzwischen eingetretenen Renaissance der Messerrasur, wohl der bedeutendste Rasiermesserhersteller in Solingen.
Die gewachsene Popularität der Messerrasur zeigt sich auch daran, dass einige Firmen die Rasiermessersparte wieder in ihr Programm aufgenommen haben wie Böker oder J. A. Henckels (ob letztere selber herstellen ist ungewiss).
Weitere Solinger Hersteller sind Revisor: http://www.revisor-solingen.de/index.html und Wacker: http://www.wacker-rasiermesser.de/index.html
Hi,
seit ca. einem halben Jahr kratze ich mir den Bart mit Großvaters alter Hippe aus dem Gesicht. Das ist wenig zeitgemäß, macht aber einen Heidenspaß. Der größte Vorteil davon ist, daß ich morgens keinen Kaffee mehr brauche - mit einem Messer im Gesicht, gehalten von meinen zittrigen Fingern, ersetzt das Adrenalin die Wirkung des Koffein ganz vorzüglich.
Da ich kürzlich nicht viel Nützlicheres zu tun hatte, habe ich im elektronischen Auktionshaus einen Kauf getätigt. Fünf Rasiermesser im Lederetui für einen spotthaften Preis. Die Fotos waren unscharf, die Beschreibung knapp, ich habe mich auf das Schlimmste eingestellt...
Folgendes kam (flugrostig) bei mir an:
http://camputer.de/iaito/razor/02.jpg
Detail einer Klinge (die Haare sind nicht von mir!):
http://camputer.de/iaito/razor/01.jpg
Detail eines Heftes:
http://camputer.de/iaito/razor/05.jpg
Ich habe mich dann zuallererst darum gekümmert, den Flugrost zu entfernen, möglichst ohne die Patina zu zerstören. Dazu habe ich ein kleines Stück weiches Leder von der Fleischseite her mit WD40 besprüht und etwas Kieselerde eingerieben. Damit konnte ich unter leichtem Fingerdruck problemlos dem Rost zu Leibe rücken.
Die schöne dunkle Verfärbung der Oberflächen blieb erhalten.
http://camputer.de/iaito/razor/03.jpg
Danach habe ich die Messer relativ flott geschärft, 1000er Chroma, dann GBB, dann Pastenriemen, dann Streichriemen wobei das Messer mit dem auffällig bunten Griff (C.Bosinius Solingen) im ersten Drittel der Klinge auf ca. 1mm Höhe durchrostet war und somit zuerst auf dem 240er ganz neu geformt werden musste.
Hier sind zwei Messer sofort rausgeflogen, namlich die beiden mit schwarzem Heft. Das eine (W**AWA Solingen) weil es von vorneherein schon so schmal war und dazu eine knapp 2mm tiefe Scharte hatte. Das Andere (Christian Umhoffer, Metz), weil es sich schon beim Schleifen subjektiv wie Pappe angefühlt hat und irgendwie keinen Biß entwickeln wollte, vielleicht nehme ich mir dafür ja mal etwas mehr Zeit.
Zum Rasiertest traten dann die vier oben gezeigten an, das dritte von oben (Tückmar, Solingen) ist das alte Messer meines Großvaters, die anderen Drei stammen aus der Auktion.
http://camputer.de/iaito/razor/04.jpg
Es ist natürlich schwierig an einem Bart effektiv vier Messer zu testen aber das Ergebnis war, so erstaunlich es für mich auch ausfiel, derart eindeutig, daß ich es mit gutem Gewissen hier aufschreiben kann. Den mit Abstand sanftesten Schnitt hat das Kleinste im Bunde (ESKF, Solingen) - selbst gegen den Strich wehren sich die Stoppeln kaum.
Das hatte sich aber schon beim Schleifen angekündigt, da es definitiv am schnellsten einen gut sichtbaren Grat gebildet hat.
Außerdem war es das am wenigsten rostige und am dunkelsten patinierte von allen - ob das etwas über die Stahlqualität sagt, kann ich nicht beurteilen.
Danach waren kaum Unterschiede zu bemerken. Die drei Übrigen rasieren gewohnt sanft und sauber und spielen definitiv in der gleichen Liga, wobei sich das Größte (GEVOSO, Solingen) mit 6/8" durch sein Gewicht allein schon wesentlich schöner führen lässt.
Das zuletzt erwähnte ist auch das Schönste im Bunde, nach der Reinigung sieht die Klinge nun so aus (nein, keine Scharte... Rasierseife):
Besonders schön kann man hier den vollhohlen Schliff sehen.
http://camputer.de/iaito/razor/06.jpg
Für mich im Fazit eine schöne Erfahrung, ein tolles Schnäppchen und ein Bartloses Gesicht.
Grüße,
Christoph.
Hier mein Linkat mit Holzgriff:
http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-t.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-t-jpg-nb.html)
Mal ein bisschen anders gedreht:
http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-u.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-u-jpg-nb.html)
und noch eine Perspektive:
http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-v.jpg (http://www.bilder-hochladen.net/files/f8mw-v-jpg-nb.html)
Noch jemand schöne Solinger Rasiermesser zum Zeigen? Wie viele Messerrasierer gibt es eigentlich im Messerforum?
Wie viele Messerrasierer gibt es eigentlich im Messerforum?
Bisher hats nur zum Hobeln gereicht. Ums Messer schleiche ich immer wieder herum, wird wohl auch irgendwann dazukommen.
Ums Messer schleiche ich immer wieder herum, wird wohl auch irgendwann dazukommen.
Muss man mal machen die Erfahrung mit der scharfen Klinge im Gesicht. Erst ist es ein Abenteuer und dann vor allem Spaß.
Bisher hats nur zum Hobeln gereicht. Ums Messer schleiche ich immer wieder herum, wird wohl auch irgendwann dazukommen.
Hab mich erst viorige Woche zu einem Rasiermesser durchgerungen. Allerdings rasiert hab ich mich damit noch nicht. Wollte es erstmal mit einer billigen Shavette probieren. Und nun muß ich erstmal abwarten bis die Schnittwunde wieder einigermaßen verheilt ist. :mad:
Bei den Shavetten sind es gerade die Kanten der Klingen die sich gerne mal in die Haut bohren. Bei Messern gibts diese Kanten kaum.
Gruß
Gerhard
Bisher hats nur zum Hobeln gereicht. Ums Messer schleiche ich immer wieder herum, wird wohl auch irgendwann dazukommen.
Dann erwarte gerade zu Anfang keine Wunder. Ich weiß nicht wie steil deine Lernkurve beim Hobel war, aber beim Messer wird sie nochmal deutlich steiler. Relativ gründliche Rasuren hab ich nach ca. 2 Monaten hin bekommen aber wirklich sanfte Rasuren gehen jetzt nach deutlich über einem Jahr los und das auch nicht jedes Mal.
Ich weiß nicht wie steil deine Lernkurve beim Hobel war
Ging eigentlich. Gründlicher als Mach 3 und co von Anfang an und mit jeder neuen Klinge immer sanfter. Hab mir jetzt eins von Koraats Gussstahlmessern bestellt. Ich bin gespannt. :D
Hallo zusammen !
Hier mal ein Bild von einem 13/16" Rasiermesser, das ein Urahn unserer Familie G.+E. HÄUSGEN / WEYER-SOLINGEN ca. 1890 hergestellt hat.
http://a2.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/183129_157295014325669_100001355151032_2 72047_5716339_n.jpg
Es wurden von Ernst und Gustav Häusgen damals nicht nur Rasiermesser, sondern auch Tisch- und Vorlagebestecke hergestellt. Vieles im Lohnauftrag für andere Hersteller, aber wohl auch manches zum Verkauf unter eigenem Namen.
Ich bin sehr daran interessiert mehr über G.+E. HÄUSGEN zu erfahren und freue mich über jeden Hinweis !
Der Solinger
Rainer Häusgen
buickray@yahoo.com
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