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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Camp Knife Test Messermagazin


rolynd
19.09.02, 16:26
Hab gerade den Test der Campknives im Aktuellen Messermagazin gelesen und wollte mal eure Meinung dazu hören.
Grundsätzlich find ichs super daß das MM dazu übergegangen ist "wirkliche" Tests durchzuführen die sogar bis zur zerstörung des Messers führen.
Aber irgendwie ist mir noch nicht ganz klar wie sich im einzelnen die Punktzahlen ergeben (bis auf Preis/Leistung) wenn man hier sozusagen Äpfel mit Birnen vergleicht? Ich persönlich habe nur drei der getesteten Messer in der Hand gehallten/benutzt und hätte teilweise schon anders bewertet. Aber das wird wohl dem ein oder anderen auch so ergehen, ist halt doch ne persönliche Sache.

Was mir noch fehlt wären ein Test zum Schneidverhalten bei verschiedenen Materialien und ein Test bei dem man mal was hackt da diese Anwendung für ein grosses Campknife doch auch ziemlich weit vorn rangiert.

Alles in allem ein Supertest bei dem mich am meisten überrascht daß ein Busse Basic schon bei 33 Grad Neigung bricht:staun: :staun: , man lernt doch nie aus, INFI hätt ich doch etwas mehr zugetraut:fack:

Hocker
19.09.02, 17:34
Beim Vergleich der Punktzahlen der beiden Erstplatzierten (Fällkniven 43 ; Busse 44 )könnte man den Eindruck gewinnen es mußte noch schnell irgendein Siegpunkt her...., und sei es die Scheide....:staun:

Fugazi
19.09.02, 17:54
hi, also ich war von dem Test nicht so begeistert.
Mal abgesehen davon, daß das Combat mit INFI-Stahl angegeben wurde, obwohl es aus M-INFI ist, fehlte mir bei dem Test die Praxistauglichkeit z.B. Schnitthaltigkeit / Nachschärfen / Hacktest / Grabtest etc :confused:

Naja, vielleicht stelle ich ja zu hohe Ansprüche, aber
wenn ich mich da an den Test von uns WÄNÄ erinnere, zwischen dem Entrek und dem Steel Heart - das war doch ein klassischer Praxistest. So etwas in der Art," wie dringt das Messer beim Hacken ein, wie fühlt sich der Griff an, welches Messer hält die Schärfe nach den Arbeiten a-z am besten, wie leicht läßt es sich schärfen und so weiter". :super:

Wenn die schon die Messer zerstören, dann hätte man auch genauso gut noch einen Grabtest im Erdreich machen können. Ich stelle mir das so vor, daß alle Messer irgendwo an gleicher Stelle im Wald/Feld eine bestimmte Tiefe ergraben müssen, Wurzel kappen und danach die Schnitthaltigkeit gemessen wird. (Armrasur...) Dann die Messer nachschärfen (Zeit und Aufwand zu Vergleichszwecken notieren) und wieder mit einem nächsten Test (Holzhacken) einsetzen und so weiter.

Schade eigentlich. Ich fänd so etwas wäre aussagekräftiger beim direkten Vergleich,- oder soll es so was nicht geben? :ahaa:

Aber ansonsten war ich schon verwundert, daß das Busse bei einem Winkel von 33 Grad schon gebrochen ist .... und das das ACK als REFERENZMESSER genommen wurde.:irre:


bis denne

Fugazi

P.S. Sorry, falsch gepostet und selber korrigiert.

Guenter
19.09.02, 18:00
Ich habe das Heft noch nicht, kann mir aber eine Anmerkung zu den Bruchtests im allgemeinen nicht verkneifen: Wenn man solche Bruch- oder Biegetests macht, sollte man auch die Kraft messen, die zu der jeweiligen Verformung oder Bruch notwendig war. Eine 6mm-Klinge setzt der Verformung ganz andere Kräfte entgegen als eine 4mm-Klinge und ist an der Außenseite größerer Zugspannung ausgesetzt. Das heißt also, die Klinge wird bei sonst gleichen Voraussetzungen bei einem niedrigeren Winkel brechen, diesen Winkel aber in der Praxis wahrscheinlich garnicht erst erreichen.

Nidan
19.09.02, 18:12
Genau so ist es Guenter, ich hab zwar sonst mit Physik echt nix an Hut, aber das war auch mein erster gedanke wie ich den *Sorry* blöden Test gelesen hab.

:super:

Und Schnitthaltigkeit kann in den Praxistest auch kaum eingegangen sein sonst hätt das Eichhörndl-Konservendosenmesser mit ner HRC von 52-54 nie 7 Punkte bekommen. Was hilft es denn wenn man es gut Nachleifen kann aber dann auch mit nix andrem als eben diesem beschäftigt ist :lach2:

dcjs
19.09.02, 18:51
howdy,
hab das neue MM noch nicht, aber nach dem, was ich hier so lese, haben sie wenigstens angefangen messter überhaupt zu testen.
die hier geäusserte kritik ist sicher berechtigt (und wird von den "verantwortlichen" ;) sicher auch aufgenommen), aber ich finde erst mal sollte man auch mal das MM für seinen willen zu verbesserungen loben.
nach dem motto "was gut ist kann noch besser werden" denke ich werden wir in nicht allzu ferner zukunft "richtige" tests zu lesen kriegen und da freu ich mich schon drauf:super:

edit: wie luftauge unten schreibt, die hemmschwelle ist überwunden.
jetzt, woe die messer endlich nach dem test sowieso kaputt sind, sind weitere testverfahren imho nur noch von der nachfrage abhängig, und das sind doch gute aussichten, nicht? :)

luftauge
19.09.02, 19:10
Jetzt jammert nicht alle sofort wieder rum, sondern registriert, dass die Kritiken an den vorrangegangenen MM's zur Kenntnis genommen worden sind, und dass man versprochene Verbesserungen erstmalig umgesetzt hat, aber Alles auf einmal geht nunmal auch nicht.

Ihr habt nach reellen Tests gerufen, jetzt habt Ihr sie, und nu is auch wieder nich gut, aber der erste wichtige Schritt ist getan - betrachtet es doch als Hemmschwelle, die jetzt überschritten wurde ;)

edit:
Bevor Ihr Euch am Begriff "reell" aufkröppt - den habe ich bewusst im Gegensatz zu real gewählt, weil reell im Allgemeinen für objektiv nachvollziehbar steht ;)

Gruß Andreas

Saschaman
19.09.02, 20:26
Ich kann mich Luftauge nur anschließen.
Ich bin mit dem Test zufrieden.
Ein Bild von den zerstörten Messern wäre noch prima gewesen.

Was mich am meisten freut ist, daß MM die Legierungsbestandteile der ach so tollen und geheimnisvollen Stähle von Busse und CS veröffentlicht hat.
Es gibt zuviele Messerfirmen, die ihre Produkte wie sonst was anpreisen und den verwendeten Stahl bis in den Himmel loben, nur um ihre Messer teuer zu verkaufen.

Alex

WalterH
19.09.02, 21:59
Ich denke auch, dass der Test erstmal in die richtige Richtung geht! Die Grundlagen sind schonmal da und Anregungen fuer Verbesserungen gibts genug. Was ich mir z.B. (neben Tests zur Schnitthaltigkeit) gewuenscht haette waer ein Test zur Sproedigkeit. Z.B. ein paar Naegel durchhauen! Das naechste Mal dann halt ...

Ansonsten finde ich das neue Heft ziemlich gelungen! Etwas Boeker-lastig halt. Ist aber wohl nicht zu vermeiden, wenn man eine Reportage ueber die Firma macht. :D

-Walter

PS: Darf ich mich freiwillig als Tester fuer das naechste Heft melden? Besteckmesser haben mich schon immer brennend interessiert. Werden die Testutensilien ("Genau das Richtige fuer die Currywurst") gestellt, dann mach ich das auch ehrenamtlich. :D

Elmar Roth
19.09.02, 22:06
Der Erl brach genau an der Stelle,an der sich unter dem Griff eine Bohrung befindet, die keine erkennbare Funktion hat.
Bohrung!?
Klingt irgendwie nach Sollbruchstelle!?
Kann doch nicht sein oder?

Gruß Elmar

De Oppresso Liber

ModifiedTanto
19.09.02, 22:48
Original geschrieben von Elmar Roth
Der Erl brach genau an der Stelle,an der sich unter dem Griff eine Bohrung befindet, die keine erkennbare Funktion hat.


ist das aus dem mm??? :confused:

erst denken, dann schreiben!;)
bei aufgespritzen griffen haben diese bohrungen(ohne-für-den-autor-der-obigen-zeilen-erkennbare-funktion) i. d. r. die funktion, das griffmaterial auf beiden seiten des erls miteinander zu verbinden, um den griff verdrehsicher zu machen.

HankEr
20.09.02, 08:09
Ich kauf das MM zwar nicht mehr (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=5209), aber lästern tue ich trotzdem noch gerne :hehe:

Natürlich ist es aber schon schön wenn ein Fachmagazin sich weg von Impressionen, Eindrücken und Pressemitteilungen bewegt.

Günter muß man einfach mal wieder recht geben, zum Kraftaufwand beim Brechen/Biegen eines Messers habe ich ja früher schon mal was geschrieben (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=3347) und wenn man ein Messer bricht, bzw. mit den ernormen Biegeradien die es übersteht wirbt dann wirkt das zwar erst mal spektakulär besagt aber rein gar nichts. Wäre eine Filetiermesser mit im Test gewesen hätten hier die Camp-Messer nämlich ganz schön alt ausgesehen.

Mind. ein Loch unter gespritzten Griffen ist wie Modi schon schrieb tatsächlich die Regel und der Siegpunkt für Busse? Dazu eine kleine (ketzerische) Frage: "Welcher Hersteller/Importeur hat schon mehr ganzseitige Anzeigen im Magazin platziert?" (Wie wurde denn die Griffergonomie zwischen Busse und Fällkniven bewertet?)

HankEr
20.09.02, 08:29
... zudem gebietet es doch der Anstand, daß man wenn man einen Testling zerstört dabei soviele Daten wie möglich sammelt. Man initiert ja auch keine Nuklerexplosion und misst dabei nur die Helligkeit. Später fällt einem dann ein, man hätte vielleicht den Druck auch noch messen sollen und man schreitet zum nächsten Versuch. Uups Strahlung vergessen, also weiter ... :irre:

herbert
20.09.02, 10:25
Also, Tests. Ich habe den Artikel auch gelesen, und ich denke, das ist ein guter Anfang.

Das sollte man jetzt nicht einfach niederreden, nur weil manche ihre Lieblingstests nicht wiederfinden.

Ich denke mal, dass man grundsätzlich unterscheiden muß nach Bauteiltests (also was leistet ein Messer unter vorgegebenem Aufgabenspektrum bzw. Prüfspektrum. Das Prüfspektrum ist ja nur eine Simulation von Aufgaben, und zwar unter reproduzierbaren und der Praxis annähernd entsprechenden Belastungen, die aber auch – bei Serienproduktionen – einigermaßen flott durchzuführen sind.

Der zweite Aspekt sind Werkstoffprüfungen, die die grundsätzliche Eignung bestimmter Stähle charakterisieren, und der wichtigste Aspekt des Ganzen sind kombinierte Prüfungen, also im Idealfall gleiche Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen, und im Folgeschritt als Entwicklung die Auswahl bestgeeigneter Werkstoffe für ein spezielles Aufgabengebiet für ein Messer.
Das Kapitel Messer ist halt vielschichtig, und bewertende Tests in Zeitschriften können naturgemäß nur eine Auswahl bieten.

Insofern ist der Test im MM in meinen Augen ein sehr bemerkenswerter Anfang mit interessanten Aspekten. Und die Messer haben immerhin standardisierte Tests durchlaufen, und zwar für Militäranwendungen.

Klar, was Günter sagte, man müsste die Kraft kennen, die bei der Durchbiegung aufgebracht wurde. Denn manch ein Messer kriegt ein durchschnittlich kräftiger Mensch einfach nicht soweit gebogen.

Das entspricht schon mehr einem der oben angesprochenen kombinierten Tests.

Betrachten wir es doch als Anfang!

Ich schlage vor, wir tun uns zusammen und machen mal eine Liste von Tests, die wünschenswert wären, ein Messer zu bewerten, so eine Art Tabelle, in der vorn die Tests stehen, dann eine kurze Beschreibung, zu erfassende Kenngrößen, und dahinter der Anwendungsbereich, also z.B. Militärmesser, feine kleine Schneider, Camp Knife, Hackmesser etc.
Wenn das alles zusammengetragen ist, kann man bewerten, inwieweit das alles zu standardisieren ist, oder wer so was schon kann, und das kann man sicher mal als Vorschlag oder gar als Artikel ins MM geben.

Das Problem ist ja auch, dass nicht viele Firmen Messer in der im MM geschilderten Weise überhaupt testen können. Das sind halt vorzugsweise Hersteller von Militärmessern.
Aber ich denke mal, die Arbeit sollten wir uns machen, das wäre lohnend.
Allein zum Schärfetest gibt’s ja hier im Forum schon eine Menge, aber die anderen Tests!
Und alles ist weit verstreut.
Wenn das fürs Forum zu weitläufig ist, können sich auch auch einige Interessierte mit mir per email kurzschließen, und wir machen dann ein Tabelle mit Ringtausch, oder wir machen einen neuen Thread hier auf. Sollen wir?

coolcat
20.09.02, 19:12
Ich persönlich finde, der Test ist mehr, als ein guter Anfang.
Schliesslich ging es hier um Camp-Messer, deshalb kann der Schwerpunkt eines solchen Tests auch nur auf Ergonomie und Stabilität liegen. Das war im Test der Fall.

Ein Test zum Graben?? Graben kann ich mit jedem Stück Blech, dafür braucht es wohl keinen besonderen Test - mit Ausnahme der Stabilität ... aber die wurde ja wie erwähnt behandelt.

IMHO spielt bei einem solchen Prügel die Schnitthaltigkeit auch keine so grosse Rolle. Solche Messer sind sowie so eigentlich nur zum Hacken geeignet und da braucht es keine superscharfe Klinge. Versuch doch mal einer mit einer fast 7mm dicken Klinge einen Apfel zu schälen, oder Zwiebeln zu schneiden - dass dies fast unmöglich ist, dürfte jedem klar sein.

Ausserdem hat ein Tester das Problem sich Testmethoden auszudenken, die reproduzierbar, also auf alle Messer anwendbar sind - wie schon oben erwähnt. Mit XY kann man besser buddeln, ist sicher keine geeignete Aussage. Deshalb meine Frage: Wie stellt Ihr Euch einen Praxistest - was immer das sein soll - vor?

luftauge
20.09.02, 20:23
Original geschrieben von HankEr
... zudem gebietet es doch der Anstand, daß man wenn man einen Testling zerstört dabei soviele Daten wie möglich sammelt. Man initiert ja auch keine Nuklerexplosion und misst dabei nur die Helligkeit. Später fällt einem dann ein, man hätte vielleicht den Druck auch noch messen sollen und man schreitet zum nächsten Versuch. Uups Strahlung vergessen, also weiter ... :irre:

Ha,
das wundert mich schon sehr, dass Du das sagst.
Normalerweise ist das wohl die Aufgabe der Ingenieure, Designer und Hersteller, solche Daten zu ermitteln, oder soll der Kunde, bzw. der Händler das jetzt übernehmen, nur weil sich einige Hersteller ihren Heiligenschein nicht ankratzen wollen ?

Aber wenn die Herrschaften sich nicht zuständig fühlen, warum soll es jemand anders für sie machen - wenn AchimW nicht schon vorher das Resultat einer früheren Spektralanalyse des INFI-Stahls hier gepostet hätte, wäre es in D wohl Premiere gewesen, oder schon vergessen ?

Wer soll denn diesen unverhältnismässigen Mehraufwand bezahlen ?
Der Leser bestimmt nicht, wenn MM wegen hochwissenschaftlicher Tests teurer wird, wird erst recht wieder gejammert, und viele Ergebnisse werden genauso niedergemacht, wie die jetzigen Tests auch, nur heißt es dann: ... dass hätte meine Omma mir auch sagen können, nur hier bekomme ich es in Farbe und schriftlich...

Wenn ich diese Sachen hier manchmal lese, sehe ich Franz B. wie er in der Reklame sagt:
... aber wir Deutschen haben am Liebsten alles auf einmal... (während andere drumherum jeweils immer mit etwas zufrieden sind)

Gruß Andreas

HankEr
20.09.02, 22:19
... na ich meine ja nur, wenn man ein Messer schon zerbricht, dann kann man doch gleich wie von Günter geschrieben, die Kraft mit messen, daß ist doch im Vergleich zum Wert des Messers kein Faktor und macht die Messung überhaupt erst aussagekräftig. Daß sie die Zauberstähle entmystifizieren begrüße ich übrigens sehr.

sgian
21.09.02, 09:07
Folgendes bei dem Test gab mir zu denken:
Das mit 73 Euro billigste Messer im Test (Eickhorn ACK) bestand als einziges alle Tests, während Edelklingen für 250 bis 326 Euro bei mindestens einem Test versagten. Bei der Punktewertung konnte sich ohnehin kein Messer nennenswert vom Testfeld absetzen.

Das ACK hat meines Wissens eine Schärfvorrichtung an der Scheide. Und was nützt mir ein Hochleistungsstahl,wenn ich das Messer am besten an den Hersteller Benchmade, Microtech oder wen auch immer zurückschicken muß, um die Klinge nachgeschärft zu bekommen ?

Ich suche noch ein Outdoor-Messer für den praktischen Einsatz und tendiere im Moment zum ACK.

luftauge
21.09.02, 10:01
@ HankEr:

Das mit der Prüf-/Bruchkraft ist wohl wahr, es würde vielleicht dem Einen oder Anderen bei der Wahl des für ihn geeignetsten Messers helfen, weil ein 140kg Mann andere Kräfte aufbringen können sollte, als ein 65kg Leichtgewicht - vor allem weil jeder seine eigenen Gewohnheiten am Besten kennt.

Ich bezog mich auf eine "fiktive" Liste von vielen gesammelten Daten, mit der der Normalleser (ich sehe uns hier als "Fortgeschrittene" bis "Profi"-Leser) auch etwas anfangen kann, dann wäre so ein Test besser in einem wissenschaftlichen Magazin untergebracht.

Es ist wohl nicht so ganz einfach, im seitenmässig begrenzten MM all solche Daten unterzubringen, aber eine oder zwei Seiten mehr würden auch nicht schaden, ich denke dabei an das Schema der Tests in den vielen Computerzeitungen, wobei die Begrenzung der wirklich absolut notwendigen Testkriterien und vergleichbare Testobjekte das grösste Problem sein dürfte, aber daran kann man ja arbeiten, genau wie Herbert vorgeschlagen hat ;)

Trotz der Einzelergebnisse in diesem Test denke ich, dass das Ergebnis niemanden wirklich überrascht hat, oder ?

Gruß Andreas

Fugazi
21.09.02, 11:10
@sgian: das mit dem Nachschärfen ist ein Argument,was mich zum Busse gebracht hatte. So vollkommen problemloses Nachschärfen hatte ich bei meinen Messern noch nie - obwohl auch das Ka-Bar sich relativ leicht nachschärfen läßt.:super:
Zu den anderen kann ich leider nichts sagen...

Aber die Schärfprofis unter uns können da bestimmt endlose Geschichten drüber erzählen...zum Nachschärfen einschicken für den harten Outdoor-Gebrauch find ich auch unakzeptabel.


Fugazi

Schleifalot
21.09.02, 18:34
Der Test war ja ganz interessant. Das das ACK das Referenzmuster war ist schon etwas seltsam. Aber irgend ein Muster braucht man ja als Grundlage.
Vor zwei Jahren hab ich mir ein ACK zugelegt. Ein nettes Gebrauchsmesser. Nur leider ist der Stahl :hintern: . Klar dass der nicht bricht, so weich wie der ist. Bei der vorgesehenen Verwendung von Soldaten (Brot schmieren, Dose öffnen, Draht kappen...) verständlich. Die meisten würden ein hochwertiges Messer nicht erkennen oder kaputtmachen. Ich spreche aus Erfahrung :hehe:
Als ich damals das ACK zwei Tage hatte, hab ich sofort eine neue Klinge aus 440 B gemacht. Dann ging es mit der Schnitthaltigkeit und Die Drahtschere hat auch gehalten.
Meiner Meinung nach ist das ACK mindestens eine Klasse unter den anderen Messern. Aber irgend wo muss man ja anfangen

Rage
22.09.02, 02:26
Also ich fand den Test schon interessant. Was diese Messer so aushalten, schon beeindruckend. Ob sie in der Praxis solchen Extrembelastungen ausgesetzt werden sei mal dahin gestellt.
Noch was zum Praxistest. Im Text steht:" Alle Messer wurden von uns in der Praxis und im Labor auf Herz und Nieren getestet." oder
"Pluspunkte bringt eine hohe Schnitthaltigkeit der Klinge..."
Also irgendwie müssen sie ja schon Praxistests gemacht haben.
Ich denk mal als Camp Knife machen alle eine gute Figur, ausser vielleicht das Extrema Ratio, das mit seiner Tanto-Klinge doch nicht so praxistauglich ist wie die anderen Messer.
Wundern tuts mich auch nicht, dass Busse und Fällkniven vorne stehn.

Die Tests werden immer besser, weiter so:super:

porcupine
25.09.02, 16:37
hi!
Ich stimme zu: der Test-kein schlechter Anfang. Die Idee, mal Punkte aufzulisten, die man sich für einen Test wünscht, finde ich gut. Würde gerne mitmachen.
Bei Bussecombat.de gibt es Links zu amerikanischen Tests, in denen Busses Basic 7 und 9, BM sowie TOPS,Buck, Fällkniven und CS Modelle mitmischen. Interessante Lektüre für alle, die englisch können!Hier wird Karton geschnitten (inclusive Stahl-
klammern), Autoblech malträtiert, frisches und abgelagertes Holz gehackt, Löcher in die Erde gebuddelt, alte Teppichreste voller Sand in Streifen geschnitten, das Messer mit entfernter Schutzschicht in Salzwasser eingeweicht usw. Sogar Küchenarbeiten kommen vor, die man mit so einem Busse oder CS halt macht: Tiefgefrorenes Hähnchen zerteilen. So oder ähnlich stelle ich mir einen Test vor.
Aber ganz ehrlich: Auf alle größeren Touren begleiten mich ein Glock-Spaten, mein Gränsfors-Beil und ein Leatherman mit Dosenöffner. Das schont mein Busse oder Chris Reeve ganz ungemein!:)

Ritschratsch
25.09.02, 18:50
@ Arno Fey
Dein Busse-Messer SCHONEN!!!.....da tun sich ja Abgründe auf....in meinen Augen ein Gipfel an Grausamkeit so ein Teil womöglich in einer
....allmächt....Vitrine darben zu lassen:waaah: Richtig ist, was überbleibt, wenn man alles falsch gemacht hat. Robin William

coolcat
25.09.02, 21:25
Original geschrieben von Arno Fey
So oder ähnlich stelle ich mir einen Test vor.
Die Frage ist aber doch, wie willst Du bei solchen Tests objektiv beurteilen, welches Messer das bessere ist?? Rein gefühlsmässig?

Fugazi
26.09.02, 17:30
Hi zusammen,

@Herbert: Die Idee mit der Testliste finde ich gut, würde da gerne auch meinen Senf zu verzapfen. :D :irre: :ahaa:

@Arno Fey: Die von Dir erwähnten Tests kommen einem Camp oder Survival-knife-Test schon nah und ich finde mit Abwandlungen lassen die sich auch soweit objetivieren, daß der subjektive Teil eines, besser mehrerer Tester, relativiert wird. Ist halt nur ein größerer Aufwand, wird aber z.B. bei Mopped-Vergleichstest praktiziert. Da werden die subjektiven Eindrücke der einzelnen Tester wiedergegeben und am Ende wird summiert. Und messbare Kriterien lassen sich auch sicher bei solchen Tests finden... :super:


@coolcat: Ich finde, daß die Schnitthaltigkeit doch eine große Rolle spielt, denn bei der Nutzung als Camp/Survival-Knife ist es doch wichtig, nach welchen Arbeiten ich das Messer nachschleifen muss und welchen Aufwand ich dazu benötige. Du hast sicher Recht, daß filigrane Arbeiten mit anderen Messern besser gehen, aber wenn man auf Tour nur ein Messer mitnehmen will ( als eierlegende Wollmilchsau...), spielt das halt ne Rolle. Kommt halt immer darauf an, was der jenige User von dem Prügel erwartet. :irre: :steirer: Je nach Tourzweck (Luxustrekkingtour, Survival) nutze ich meine Busse-Prügel auch für "Küchenarbeit".:irre: :irre:


mit schneidigem Gruß

Fugazi

MrPersonality
29.09.02, 14:32
Der Test war ein guter Anfang in die richtige Richtung. ABER........ Die Einezeltests waren definitiv nicht ausreichend: Schön, wenn man die Messer bei + 20 Grad testen kann, - 10 Grad sind allerdings auch nicht praxisfremd. Außerdem fehlt - wie so oft - der Drahtscheide-Test: Bis zu welcher Dicke kann mit dem geprüften Messer einen Draht zerteilen?
Ganz davon abgesehen, war die Messerauswahl viel zu klein.

Wie schon gesagt, die richtige Richtung des Testaufbaus war vorhanden.

clavichord
29.09.02, 18:33
@Arno Fey: ein Gränsfors auf Tour? Das Jägerbeil wiegt doch schon ein Kilo. Und dann noch ein Spaten etc. Wow, Respekt, mir wär das zu schwer - aber ich bin eher schmächtig :).

Grizzly
07.10.02, 18:45
Nun muss ich meinen Senf halt auch noch dazu geben:

IMHO entwickelt sich das MM in die richtige Richtung.
Was mich aber gestört hat war die Auswahl der Messer; ich habe Messer von Becker,Randall, Black Jack, SOG usw. vermisst.
Absolut unverständlich war für mich auch, dass Extrema Ratio beim Test mitmachen durfte, schliesslich stand auf der Titelseite "Moderne Bowie's"(Bonus für Werbungen???). Irgendwie kann ich das Gefühl nicht verdrängen, dass zur Punktebestimmung noch eine Rubrik "Anzahl Werbungen" mitberechnet wurde...:teuflisch
Und dann hätte mich noch interessiert, wie es mit der Rostbeständigkeit steht, wäre ja auch eine vernünftige Prüfung, wahrscheinlich hätte das ACK/Busse/Cold Steel hier einige Punkte verschenkt.

Grizzly

Zur Bökerlastigkeit muss man wohl nichts mehr sagen, ich hoffe, das MM kommt wieder rechtzeitig davon los, um nicht auf das Niveau eines Magnum Kataloges abzudriften!

Marco Stanzel
07.10.02, 23:03
@Grizzly:

Hallo, ich habe mich bereits mit dem Messermagazin in Verbindung gesetzt um Blackjack-knives bei den naechsten Tests dabei zu haben.

Ich denke als Hersteller/Importeur ist man das seinen Kunden schuldig. Ich werde auf jeden Fall Blackjack Knives zur Verfuegung stellen (auch fuer zerstoerende Tests). Erstens bin ich selber neugierig wie sich eine Blackjack-Klinge aus AISI 52100 oder 1095 cryo-tempered und konvexem Schliff im Vergleich mit dem Wettbewerb macht und zweitens kann man dann gezielt an den Schwachstellen arbeiten (sofern welche auftauchen).

Ich bin gespannt ob mein Angebot vom Messermagazin genutzt wird.

Generell begruesse ich den Anfang der Messertests, und denke es ist mit Sicherheit noch ausbaufaehig. Fuer die Leute die "Ihren" Test nicht finden, einfach mal selber testen und keine Angst, sollte euer gutes Stueck kaputtgehen kann ich und einige andere hier im forum fuer Ersatz sorgen. Wir wollen ja auch Leben.

Gruss,

Marco

Gruss,

Marco:cool: :cool: :eek:

Mike
08.10.02, 10:46
Ich hab mal eine Frage zu dem Test:

Seit wann hat die Bundeswehr das A.C.K. eingeführt?
So weit ich mich erinnern kann wurde das Messer zwar getestet aber nicht, "eingeführt".
Meine irgendwo gelesen zu haben das das an der Grenzöffnung und denn Altbeständen der NVA gelegen hat.
Den Test fand ich nicht so gut, zwar wurden alle Messer nach Nato-bajonettstandart getestet, aber der Praxistest wurde vernachlässigt.

Bei den einzelnen Messern standen meiner Meinung nach nur Wiederholungen aus dem Text vorher und blabla.

Mfg, Mike

MrPersonality
08.10.02, 20:40
so weit wie ich weiss, hat die BW bislang nur die alten NVA-Bajonette. Zukünftig soll wohl ein "Kampfmesser" und kein neues Bajonett eingeführt werden. Zumal man mit dem Vorgänger-Modell des ACK der besagten Firma Schwierigkeiten hatte.

porcupine
10.10.02, 11:18
@ clavicord
Meine Touren sind meistens mit dem Kanu, da stört das Gewicht des Beils eigentlich nicht. Aber ich habe mir trotzdem noch ein Minibeil von Fiskars zugelegt, das paßt mit Glockspaten und Busse 3 in einen BW-Brotbeutel, und ist zum Hacken und Schnitzen echt besser als man vom Angucken her denkt.

@ coolcat
Man kann solche Tests natürlich so machen, daß man alle Tätigkeiten durchführt und dann vom Gefühl her entscheidet, ist das Messer gut oder nicht. In den amerik. Tests, die mir vor Augen sind, wurden jeweils dieselben Tätigkeiten mit 2-3 Messern durchgeführt und dann nachgemessen, verglichen, gezählt, wieoft der Wetzstahl eingesetzt werden mußte usw. Ich denke, das wär' halbwegs objektiv.

@ ritschratsch
Mein Busse in 'ne Vitrine? Niemals! Das Basic 3 hab' ich bisher am härtesten rangenommen, und schone es auch nicht gerade. Die Beschichtung ist schon komplett runter (am Ende hab ich nachgeholfen), und ich habe eine Fingerrille reingefeilt. Das Combat 4 benutze ich nicht ganz so häufig, es zeigt aber auch schon deutliche Spuren des Gebrauchs.
Außerdem hab' ich keine Vitrine.;)

herbert
11.10.02, 00:13
@marco stanzel: Du hast die richtige Einstellung. Ich hoffe, die machen das auch.

neo
12.11.02, 17:23
so, jetzt auch noch mein senfdazu (ich kanns ei fach nicht lassen)
Das positive zuerst:
ich denke das MM geht in die richtige Richtung, indem es Messer auch wirklich test et!
Auch positiv fand ich, daß das ein oder andere Stahlgeheimniss gelüftet wurde!
AAAAAAAAAAAAAber:
Wie viele andere, welche hier schreiben, war/ bin ich ein wenigeenttäuscht, daß
a. so wenige messer getestet wurden ( viele andere namenhafte Messerhersteller fehlten- wie kam dann das Extrema ratio dazu??)
b. die testbreite so gering ausfiel!
Es hätten noch viel mehr faktoren in der Praxis getestet werden könenn: Schnitthaltigkeit nach Schnitttest an den diversetens Materialien einschl. Draht, Rostbeständigkeit, etc. ( wurde ja oben schon von vielen beschrieben)

Vielleicht sollte sich das MM mal mit uns hier im Messerforum in verbindung setzten, da sind bestimmt viele , welche solche umfangreiche Test mit einem vom MM gestellten (!!) Messer durchführen würden!!

ich finde da den ein oder anderen test hier im Messerforum aufschlußreicher als den im MM!!

Gruß neo

teachdair
12.11.02, 21:40
Hallo,
als Anfang zur Kritik stellt sich mir die Frage in welcher Zeit die Tests durchgeführt werden mussten. In Extremo (machen auch geile Mucke) bleibt da nicht die Möglichkeit Muster aller in Frage kommender Hersteller zu besorgen, dies schliesst einige aus.
Der finanzielle Effekt, es gibt Hersteller die gerne Testexemplare abgeben, um ihre Popularität zu erhöhen; Extrema Ratio z.B. schaltet zwar Anzeigen im MM aber ich neige dazu Anzeigen zu überlesen. Teilname an einem Test würde dies umgehen.
Zuletzt die Frage der Tests selber, was wie testen?
Welchen Standard, welche Prozedur, welche Dauer?
Wenn es keinen DIN/ISO Standard für diese Tests gibt wird es immer Zweifel geben, auch wenn hier uneigennützig getestet würde (Schickt alles zu mir, ich mach den Test wenn ich das Muster behalten darf:irre: :teuflisch ).
Man kann nicht sagen in welchem Masse der Tester vorbelastet ist oder andere Massstäbe ansetzt.
Objektivität ist halt seeeehr schwer zu erreichen, der Test geht in die richtige Richtung, feintuning ist aber noch nötig.

Hugh, ich habe gesprochen:glgl:

Scheiss Rechtschreibung