Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz
Seit längerem beschäftige ich mich mit dem Thema Recht.
Speziell im Hinblick auf das Führen bzw. Führverbot bestimmter Messer.
Und die Sinnhaftigkeit der Verordnungen , den Zugewinn an innerer Sicherheit für den gesetzestreuen Bürger.
Beim durchforsten des Netzes bin ich unter anderem auf die Seite der FvLW gestoßen, die in kürze eine Klage beim Bundesverfassungsgericht prüfen lassen.
Und diese dann auf den Weg bringen werden.
Hier im Forum wurde auch schon eimal über die Möglichkeit diskutiert.
Ich denke das bei allen Gruppen erhebliche Schnittmengen vorhanden sind.
Jäger und Spotschützen sind auch meist Messerinteressiert und Messerfreunde auch oft in der Natur oder auch dem Schießstand unterwegs.
Mich würde Eure Meinung interessieren ob es denkbar wäre,
gemeinsam gegen die immer weiter um sich greifende Anlassgesetzgebung aktiv zu werden ???
Ich bin gespannt auf Eure Meinung......
Digl70
Ums abzukürzen, weil das Thema nicht wirklich neu ist:
Such Dir irgendeinen Verein, Gruppe aus, die für eine Änderung/Lockerung des WaffG ist, FLW, FWR, wen auch immer. Und frag dort nach, ob sie sich explizit und konkret dafür einsetzen, dass:
1. Alle Einhandmesser wieder legal zu führen sind
2. Die Längenbegrenzung fällt, nach der feststehende Messer nicht mehr geführt werden dürfen
3. Ob sie sich dafür einsetzen würden, dass auch Balis und Springer ohne Begrenzung wieder legal werden, sprich, ob sie sich - was Messer angeht - ein WaffG wie in Österreich vorstellen können. Und sich dafür einsetzen. Auch für Messer, nicht nur für Schusswaffen.
Und das für alle, nicht nur für Jäger oder Sportschützen.
Ab 2x ja rentiert sich das Nachdenken. Frag nach. Konkret. Und berichte. Denken, meinen, überlegen, könnten....füllt jetzt schon zig Seiten hier und bringt uns nicht weiter. Machen tut eh keiner was, siehe die progressiv abfallenende und gegen Null tendierende Aktivitätskurve bei der IMSW. Ich mein, das war ja mal als was konkretes von MF Mitgliedern für MF Mitglieder gedacht. Gedacht eben.
Pitter
Ab 2x ja rentiert sich das Nachdenken. Frag nach. Konkret. Und berichte. Denken, meinen, überlegen, könnten....füllt jetzt schon zig Seiten hier und bringt uns nicht weiter. Machen tut eh keiner was, siehe die progressiv abfallenende und gegen Null tendierende Aktivitätskurve bei der IMSW. Ich mein, das war ja mal als was konkretes von MF Mitgliedern für MF Mitglieder gedacht. Gedacht eben.
Pitter
Also bei solchen Antworten wundert´s mich nicht, daß die Aktivität bei der IMSW nachläßt.
Gruß
Gerhard
Also bei solchen Antworten wundert´s mich nicht, daß die Aktivität bei der IMSW nachläßt.
Und solche Beiträge sind einfach sinnlos, weil sich jetzt jeder Leser etwas anderes dazu denken darf, warum der Schreiber glaubt, dass Pitters Antwort eine nachlassende Aktivität beim IMSW nach sich zieht.:confused:
Also G-L-H, mach Dir die Mühe, werde konkret und erkläre, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Dann kann man Dir ggf. auch sinnvoll antworten...:mad:
@ G-H-L
Wieso? Das war konkret und ohne Schmus. Er hat genau die Fragen bekommen, die entscheidend sind, die er weiter stellen kann um dann mit den Antworten wieder hierher zu kommen.
Einfacher kann man eine Mitarbeit nicht gestalten.
BTW, wie die Mitarbeit im IMSW geht und was da geht und was nicht, hatte ich nie verstanden, daher nie beteiligt.
Also bei solchen Antworten wundert´s mich nicht, daß die Aktivität bei der IMSW nachläßt.
Ich habe eine einfache, konkrete Möglichkeit aufgezeigt, mit der man herausfinden kann, ob irgendeine Waffenrechtsgruppierung - die ja wie Pilze aus dem Boden schießen - auch das vertritt, was uns Messerleute interessiert.
Dein konkreter Beitrag zu dem Thema ist.... nichts. Na, da würde ich aber schnell von steifer Brise auf Windchen umschalten.
Weils gerade passt: Ich habe mich am Wochenende mit ein paar Leuten aus der Waffenbranche/Medien unterhalten, die ich ernst nehmen kann, und die prolegal unterstützen -> http://www.pro-legal.de/
Kann denen mal jemand auch die obigen Fragen stellen und hier was zu sagen?
Pitter
Messerjocke2000
30.03.10, 06:43
Kann denen mal jemand auch die obigen Fragen stellen und hier was zu
Ich muss zuhause auf dem pro-legal Flyer nochmal nachkucken.
Zumindest wurde dort gesagt, dass alle "WaffG-Opfer";) vertreten werden sollen.
Ob explizit diese 3 Punkte vorkamen, weiss ich nicht mehr, ich schau aber mal nach.
Ich frag auch bei der Fördervereinigung noch mal nach diesen 3 Punkten nach.
Ja, stimmt schon. Die Rede bei pro-legal ist von ALLEN Opfern des Waffengesetzes. Allerdings ist deren Argumentation und deren personelle Besetzung sehr schiesseisenlastig. Ansonsten macht das, was auf deren Seite gesagt wird einen vernünftigen Eindruck.
Ich kann deren *.ppt Präsentationen nicht öffnen!?! Evtl. würden die noch ein paar mehr Einblicke geben.
espresso
Ja, stimmt schon. Die Rede bei pro-legal ist von ALLEN Opfern des Waffengesetzes. Allerdings ist deren Argumentation und deren personelle Besetzung sehr schiesseisenlastig.
Ja klar. Da trifft das WaffG auch ne größere Industrie und vor allem auch die Verbände. Es ist ja nicht nur für aktive Sportschützen das Problem, sich mit dem immer strengeren WaffG und Behördenauflagen rumschlagen zu müssen, sondern auch für die Verbände, die ihre Jugendarbeit weiter machen wollen. Wenn Du heute als Deutscher International schießen willst, bist Du gearscht - weil Deine Wettbewerber aus dem Ausland viel früher und problemloser trainieren können.
So viele internationale Sport-Disziplinen gibts bei Messern ja nun nicht ;)
Und generell ist die Waffenbranche einfach besser organisiert und man kommuniziert. Ist zumindest immer mein Eindruck, wenn ich mich mit den Leuten unterhalte. Der Fachman für deren Interna bin ich aber auch nicht.
Ich bin halt nur immer skeptisch, inwieweit auch das Messerthema gefördert wird. Und eben nicht dann unter den Tisch fällt, oder Verhandlungsmasse wird, wenns mal wieder darum geht, dass die eigentlichen Spielzeuge weggenommen werden sollen. Das ist IMO der Knackpunkt.
Mit dem Finger zeigen braucht man deswegen auch nicht - leider gibts ja auch genug Messerverrückte, die die gleiche dämliche Frage - wozu braucht man das? - stellen, wenns um Schusswaffen geht.
Pitter
Steffen Schöps
30.03.10, 08:36
Ums abzukürzen, weil das Thema nicht wirklich neu ist:
Such Dir irgendeinen Verein, Gruppe aus, die für eine Änderung/Lockerung des WaffG ist, FLW, FWR, wen auch immer. Und frag dort nach, ob sie sich explizit und konkret dafür einsetzen, dass:
1. Alle Einhandmesser wieder legal zu führen sind
2. Die Längenbegrenzung fällt, nach der feststehende Messer nicht mehr geführt werden dürfen
3. Ob sie sich dafür einsetzen würden, dass auch Balis und Springer ohne Begrenzung wieder legal werden, sprich, ob sie sich - was Messer angeht - ein WaffG wie in Österreich vorstellen können. Und sich dafür einsetzen. Auch für Messer, nicht nur für Schusswaffen.
Und das für alle, nicht nur für Jäger oder Sportschützen.
Ab 2x ja rentiert sich das Nachdenken. Frag nach. Konkret. Und berichte. Denken, meinen, überlegen, könnten....füllt jetzt schon zig Seiten hier und bringt uns nicht weiter. Machen tut eh keiner was, siehe die progressiv abfallenende und gegen Null tendierende Aktivitätskurve bei der IMSW. Ich mein, das war ja mal als was konkretes von MF Mitgliedern für MF Mitglieder gedacht. Gedacht eben.
Pitter
Hallo Pitter,
wir setzen uns für ein einfaches, klar strukturiertes und effektives
Waffengesetz ein, dass die Freiheit aller so wenig wie nötig einschränkt.
Effektiv bedeutet, dass die Regelungen und gerade die Verbote auch
unverzichtbar in einen Sicherheitsgewinn umschlagen müssen. Das wurde bisher noch durch kein Verbot einer Messerart erreicht. Die Benutzer steigen dann einfach auf eine andere Art Messer um, die meisten scheren sich aber wohl tatsächlich überhaupt nicht um diese Verbote, die bestenfalls sporadisch wenn überhaupt kontrolliert werden.
Ich kann hier keine tatsächliche Effizienz des Verbotes erkennen. Die
kriminellen Handlungen mit Messern nehmen trotz dieser Verbote zu.
Also sind diese Verbote wieder politischer Aktionismus und wir lehnen sie
daher ab.
Ich selbst halte es für absolut sinnfrei, dass ich mein Tortenmesser mit
einer Klingenlänge von über 12 cm nur noch nicht zugriffsbereit zu meiner Nachbarin über die Straße tragen darf.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Schöps
Vorstand Pro-Legal
PS: Als Jäger verwende ich oft Messer, die meine Nachbarn verschrecken könnten. Gefährlicher werde ich deshalb auch nicht.
Steffen Schöps
30.03.10, 08:40
Ja klar. Da trifft das WaffG auch ne größere Industrie und vor allem auch die Verbände. Es ist ja nicht nur für aktive Sportschützen das Problem, sich mit dem immer strengeren WaffG und Behördenauflagen rumschlagen zu müssen, sondern auch für die Verbände, die ihre Jugendarbeit weiter machen wollen. Wenn Du heute als Deutscher International schießen willst, bist Du gearscht - weil Deine Wettbewerber aus dem Ausland viel früher und problemloser trainieren können.
So viele internationale Sport-Disziplinen gibts bei Messern ja nun nicht ;)
Und generell ist die Waffenbranche einfach besser organisiert und man kommuniziert. Ist zumindest immer mein Eindruck, wenn ich mich mit den Leuten unterhalte. Der Fachman für deren Interna bin ich aber auch nicht.
Ich bin halt nur immer skeptisch, inwieweit auch das Messerthema gefördert wird. Und eben nicht dann unter den Tisch fällt, oder Verhandlungsmasse wird, wenns mal wieder darum geht, dass die eigentlichen Spielzeuge weggenommen werden sollen. Das ist IMO der Knackpunkt.
Mit dem Finger zeigen braucht man deswegen auch nicht - leider gibts ja auch genug Messerverrückte, die die gleiche dämliche Frage - wozu braucht man das? - stellen, wenns um Schusswaffen geht.
Pitter
Ich habe da so meine eigenen Gedanken dazu. Sportschützen und Jäger sind immer organisiert, da man diese Beschäftigungen eben nicht ohne Schützenverein oder Hegering ausüben kann. Daher fällt uns das Organisieren leicht, da wir ja genügend Gelegenheiten zum Ansprechen und Diskutieren haben. Bei Messerfreunden ist es wohl anders.
Ich habe es satt als Knarren-Narr, Lusttöter oder eben Messerverrückter bezeichnet zu werden und aus purem Aktionismus herabgesetzt und diffamiert zu werden. Deshalb engagiere ich mich.
Wenn Ihr ähnlich denkt, dann macht doch einfach mit. Jeder Einzelne zählt.
ging zwar nur an Pitter - ich hab´s aber trotzdem gelesen! :rolleyes:
Messerjocke2000
30.03.10, 09:22
Ich bin halt nur immer skeptisch, inwieweit auch das Messerthema gefördert wird. Und eben nicht dann unter den Tisch fällt, oder Verhandlungsmasse wird, wenns mal wieder darum geht, dass die eigentlichen Spielzeuge weggenommen werden sollen. Das ist IMO der Knackpunkt.
MMn. ist die Skepsis nach den Erfahrungen der letzten Verschärfungen auch durchaus angebracht.
Jetzt kommt das Aber:
Ich bin davon überzeugt, dass sowohl die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz als auch pro-legal begriffen haben, dass die "Rückzugsgefechte", die die Vertretung der vom Waffengesetz Betroffenen bislang geführt haben, nichts gebracht haben.
Anders formuliert: Mit dem Ziel in Verhandlungen zu gehen, den Status Quo zu erhalten, beschert uns nur immer weitere Einschränkungen.
Bestenfalls werden z.B. nicht alle Bowies, Tantos und Dolche verboten, sondern "nur" das Führen von Einhandkampfklappmessern und grossen Fixed.
Sinnvoller wäre es, mit der Forderung in die Verhandlungen zu gehen, Messer komplett aus dem WaffG zu streichen.
Wenns dann "nur" zur Legalisierung von Wurfsternen/OTFs oder Stossdolchen führt, ist ja schon mal etwas gewonnen...
Wenn ich die Veröffentlichungen von FvLW und pro-legal richtig verstanden habe, ist das auch deren Stoßrichtung.
Messerjocke2000
30.03.10, 09:31
Und generell ist die Waffenbranche einfach besser organisiert und man kommuniziert. Ist zumindest immer mein Eindruck, wenn ich mich mit den Leuten unterhalte. Der Fachman für deren Interna bin ich aber auch nicht.
Ich denke auch, dass hinter den "Schiesseisen" grössere Firmen stehen als in der Messerbranche.
Die Messerbranche reagiert auch eher mit neuen Modellen auf Verbote, als sich dagegen zu stellen...
Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Wobei ich den Herstellern das auch nicht unbedingt krumm nehme. Einsatz für unsere Rechte würde mich da aber auch freuen.
Selbst wenn man dann die "Waffenlobby" unterstützt.
Hi.
Hallo Pitter,
wir setzen uns für ein einfaches, klar strukturiertes und effektives
Waffengesetz ein, dass die Freiheit aller so wenig wie nötig einschränkt.
Ich habe mir mal den Antrag auf Mitgliedschaft angesehen. Dass nenne ich mal Schusswaffen lastig!
Ich könnte "Sammler" ankreuzen, wenn ich gleichzeitig im Freifeld "Messer Sammler / Nutzer" angebe.
Verbände? Die Macher könnten ja die DMG angeben (wenn Sie aufgelistet wäre).
Und ich? :argw:
Effektiv bedeutet, dass die Regelungen und gerade die Verbote auch
unverzichtbar in einen Sicherheitsgewinn umschlagen müssen. Das wurde bisher noch durch kein Verbot einer Messerart erreicht. ...
Hier, allerdings, gebe ich dir vollkommen recht.
Noch einen schönen Tag.
Markus
Steffen Schöps
30.03.10, 09:36
Hi.
Ich habe mir mal den Antrag auf Mitgliedschaft angesehen. Dass nenne ich mal Schusswaffen lastig!
Ich könnte "Sammler" ankreuzen, wenn ich gleichzeitig im Freifeld "Messer Sammler / Nutzer" angebe.
Verbände? Die Macher könnten ja die DMG angeben (wenn Sie aufgelistet wäre).
Und ich? :argw:
Hier, allerdings, gebe ich dir vollkommen recht.
Noch einen schönen Tag.
Markus
Hey, wir sind auch nur Hobbyenthusiasten und kennen nicht alle. Momentan sind wir zehn Aktivisten, die gerade angefangen haben, etwas Gutes aufzubauen. Sicher können wir das noch besser machen.
Steffen Schöps
30.03.10, 09:40
MMn. ist die Skepsis nach den Erfahrungen der letzten Verschärfungen auch durchaus angebracht.
Jetzt kommt das Aber:
Ich bin davon überzeugt, dass sowohl die Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz als auch pro-legal begriffen haben, dass die "Rückzugsgefechte", die die Vertretung der vom Waffengesetz Betroffenen bislang geführt haben, nichts gebracht haben.
Anders formuliert: Mit dem Ziel in Verhandlungen zu gehen, den Status Quo zu erhalten, beschert uns nur immer weitere Einschränkungen.
Bestenfalls werden z.B. nicht alle Bowies, Tantos und Dolche verboten, sondern "nur" das Führen von Einhandkampfklappmessern und grossen Fixed.
Sinnvoller wäre es, mit der Forderung in die Verhandlungen zu gehen, Messer komplett aus dem WaffG zu streichen.
Wenns dann "nur" zur Legalisierung von Wurfsternen/OTFs oder Stossdolchen führt, ist ja schon mal etwas gewonnen...
Wenn ich die Veröffentlichungen von FvLW und pro-legal richtig verstanden habe, ist das auch deren Stoßrichtung.
Seit 1972 wurde das Waffenrecht immer weiter verschärft - insbesondere nach spektakulären Verbrechen. Dabei wurden auch die Verbände gegeneinander ausgespielt, da es eben die zwar immer wieder zitierte aber einheitlich nicht vorhandene Waffenkobby nicht gibt. Das dabei immer wieder praktizierte St. Florians Prinzip gefährdet uns alle. Unsere Gegner träumen von einer heilen Welt, die sich schlicht wi sie sind durch Verbote erreichen wollen. Dabei sind sie verdammt hartnäckig und ausdauernd. Genau das müssen wir dann eben auch sein.
Ich zitiere mal von der pro-legal Seite (hoffe das ist OK!):
Strategien zur Zielerreichung:
...
Förderung von Ursachenforschung über und Förderung von sinnvollen, präventiven Maßnahmen und Konzepten zur Verringerung der, durch die gesellschaftliche Entwicklung zunehmenden, Gewaltbereitschaft in Schulen und Öffentlichkeit.
...(Zitat Ende)
DAS ist der Schlüssel zum Erfolg und nicht die auch von Herrn Schöps geforderte flächendeckende Kontrolle von Verboten. So zumindest habe ich den einführenden post von Herrn Schöps verstanden. (..bestenfalls sporadisch...)
Den Aufnahmeantrag hatte ich auch gerade durch. Sehr lustig. Manche Worte kenne ich garnicht.
espresso
Steffen Schöps
30.03.10, 09:50
Ich zitiere mal von der pro-legal Seite (hoffe das ist OK!):
Strategien zur Zielerreichung:
...
Förderung von Ursachenforschung über und Förderung von sinnvollen, präventiven Maßnahmen und Konzepten zur Verringerung der, durch die gesellschaftliche Entwicklung zunehmenden, Gewaltbereitschaft in Schulen und Öffentlichkeit.
...(Zitat Ende)
DAS ist der Schlüssel zum Erfolg und nicht die auch von Herrn Schöps geforderte flächendeckende Kontrolle von Verboten. So zumindest habe ich den einführenden post von Herrn Schöps verstanden. (..bestenfalls sporadisch...)
Den Aufnahmeantrag hatte ich auch gerade durch. Sehr lustig. Manche Worte kenne ich garnicht.
espresso
Da hast Du mich gründlich missverstanden. Verbote die nicht kontrolliert werden kann man sich von vorneherein schenken - sie sind sinnlos. Also weg damit!
Es ist schon abenteuerlich wie Du hier versuchst das Haar in der Suppe zu finden.
Danke für die Klarstellung. So verstehe sogar ich das.
Ich stehe nicht auf Haare in Suppen und bin vom Ansatz völlig bei - äh, dann ja wohl - Dir.
LG
espresso
Anders formuliert: Mit dem Ziel in Verhandlungen zu gehen, den Status Quo zu erhalten, beschert uns nur immer weitere Einschränkungen.
Bestenfalls werden z.B. nicht alle Bowies, Tantos und Dolche verboten, sondern "nur" das Führen von Einhandkampfklappmessern und grossen Fixed.
Sinnvoller wäre es, mit der Forderung in die Verhandlungen zu gehen, Messer komplett aus dem WaffG zu streichen.
Wenns dann "nur" zur Legalisierung von Wurfsternen/OTFs oder Stossdolchen führt, ist ja schon mal etwas gewonnen....
Wenn es nicht gelingt, dass wir in der Bevölkerung (=Wählern) ein nüchternes, sachlicheres und entspannteres Verhältnis zu allen Waffenthemen erzeugen, wirds keine Verhandlungen geben. Weil die politischen Entscheidungen sich genau nach 1. diesen Befindlichkeiten und 2. dem zu erwartenden Medienecho orientieren.
Das gilt zumindest in der Diskussion ums Waffenrecht - das kann man ja klar in den Protokollen nachlesen. Ich vermute, bei anderen Themen läufts genauso.
Heißt - jeder Versuch, nur ums Waffenecht zu diskutieren, wenn es einem ums Waffenrecht geht, greift viel zu kurz. Sehr klug sind dagegen, so Sachen wie IPSC mit Erbsenpistolen ;) anzubieten. Klug wärs auch, das Messerthema dort zu präsentieren, wo eben nicht nur Messerleute unterwegs sind. Die EMB wäre ein gutes Parkett gewesen. Wäre. Näheres dazu in meinem Beitrag, der noch kommt ;)
Mein Punkt ist: Waffenrechtsvereinigungen gibts immer mehr, ebenso irgendwelche Aktionsbündnisse und was auch immer. Mir sind da aber zu viele Dummschwätzer unterwegs, die viel zu laut, zu aufgeregt und ohne Konzept mit den Flügelchen schlagen. Ala "machmer halt mal was". Und vor allem war - nach bisheriger Erfahrung - das Thema Messer nicht das, womit man sich groß beschäftigen wollte. Aber mal schnell hier anmelden und rein posten, oder andere vor schicken um Werbung machen, damit man sich für Schusswaffen einsetzt, wäre aber schon genehm ;) So läuft das aber hier aber nicht.
@Steffen - ist nicht gegen Dich, aber hier und über google lesen viele mit ;) Klare Ansagen ersparen mir Arbeit.
Falls das bei pro-legal anders ist, kann man sicher zusammenarbeiten. Meine Flüsterpost sagt mir jedenfalls nichts, was dagegen spräche.
Pitter
Steffen Schöps
30.03.10, 12:25
Wenn es nicht gelingt, dass wir in der Bevölkerung (=Wählern) ein nüchternes, sachlicheres und entspannteres Verhältnis zu allen Waffenthemen erzeugen, wirds keine Verhandlungen geben. Weil die politischen Entscheidungen sich genau nach 1. diesen Befindlichkeiten und 2. dem zu erwartenden Medienecho orientieren.
Das gilt zumindest in der Diskussion ums Waffenrecht - das kann man ja klar in den Protokollen nachlesen. Ich vermute, bei anderen Themen läufts genauso.
Heißt - jeder Versuch, nur ums Waffenecht zu diskutieren, wenn es einem ums Waffenrecht geht, greift viel zu kurz. Sehr klug sind dagegen, so Sachen wie IPSC mit Erbsenpistolen ;) anzubieten. Klug wärs auch, das Messerthema dort zu präsentieren, wo eben nicht nur Messerleute unterwegs sind. Die EMB wäre ein gutes Parkett gewesen. Wäre. Näheres dazu in meinem Beitrag, der noch kommt ;)
Mein Punkt ist: Waffenrechtsvereinigungen gibts immer mehr, ebenso irgendwelche Aktionsbündnisse und was auch immer. Mir sind da aber zu viele Dummschwätzer unterwegs, die viel zu laut, zu aufgeregt und ohne Konzept mit den Flügelchen schlagen. Ala "machmer halt mal was". Und vor allem war - nach bisheriger Erfahrung - das Thema Messer nicht das, womit man sich groß beschäftigen wollte. Aber mal schnell hier anmelden und rein posten, oder andere vor schicken um Werbung machen, damit man sich für Schusswaffen einsetzt, wäre aber schon genehm ;) So läuft das aber hier aber nicht.
@Steffen - ist nicht gegen Dich, aber hier und über google lesen viele mit ;) Klare Ansagen ersparen mir Arbeit.
Falls das bei pro-legal anders ist, kann man sicher zusammenarbeiten. Meine Flüsterpost sagt mir jedenfalls nichts, was dagegen spräche.
Pitter
Lieber Pitter, wir von Pro-Legal treten immer unter unserem Klarnamen auf, weil wir nur unter zwei Voraussetzungen überhaupt ernst genommen werden können:
1. Transpararenz
2. Demokratie
Wir haben keine Gefolgsleute, die dann einen Thread überfluten und sich gegenseitig und die eigene Sache über den Klee loben. Wir wollen ernst genommen werden und das geht eben nur offen und ehrlich und mit einer Mitgliederstärke, die auch von denen da oben wahrgenommen werden muss. Dafür setzen wir uns ein. Das bisherige Klein-Klein wird nicht funktionieren und wir müssen überall Einfluss nehmen, wo wir etwas zum Besseren verändern können.
Nun zu dem oben genannten. Klar sind die Medien die Gruppe, die unsere Sache mitentscheiden werden. Zum Glück stehen da einige nicht nur Fachmagazine aufgeschlossen da und hören uns mal zu. Die Gruppe der Anderen Angstmacher ist nur leider viel größer, läßt sich kaum von Argumenten erreichen und betrachtet fast jeden Gegenwortgeber ausschliesslich als Gegner, den es zu bekämpfen gilt. Da müssen wir Schützen, Jäger, Waffensammler und Messerfreunde, Reenactoren, Paintballer und Medievalisten eben ran. Jede Gruppe für sich ist da eher klein - als Gesamtgruppe ist man aber doch ganz beachtlich. Ich denke nur so geht es. Momentan werden wir doch mittels einiger Vereinzelter ängstlicher instrumentalisierter Bürger ganz schön in die Defensive gedrückt. Und da wollen wir eben raus.
Die veröffentlichte Meinung unterscheidet sich von der wirklichen Menung hierzu aber wohl deutlich, denn keine meiner Nachbarn haben vor mir Angst, wenn ich schwerstbewaffnet in den Wald losziehe oder hier meine Beute mit groben Messern bearbeite.
Messerjocke2000
30.03.10, 12:54
Weil die politischen Entscheidungen sich genau nach 1. diesen Befindlichkeiten und 2. dem zu erwartenden Medienecho orientieren.
Da gebe ich dir völlig recht.
Das gilt zumindest in der Diskussion ums Waffenrecht - das kann man ja klar in den Protokollen nachlesen. Ich vermute, bei anderen Themen läufts genauso.
Siehe Terrorangst (http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2010/0309/uebersicht_sicherheit.jsp?trailer=296152 7). Läuft auch da so.
Heißt - jeder Versuch, nur ums Waffenecht zu diskutieren, wenn es einem ums Waffenrecht geht, greift viel zu kurz. Sehr klug sind dagegen, so Sachen wie IPSC mit Erbsenpistolen ;) anzubieten.
Schaden wird es unserer Sache nicht, vielleicht stellen einige Politiker und Medienvertreter dann auch fest, dass es sich bei den Dingern eben nicht um "richtige" Waffen handelt und es eigentlich auch nicht schlimm wäre, wenn die Perlchen da Vollautomatisch rauskämen...
Ähnliches haben auch die Paintballer gemacht, Lokalpolitiker/Medien zum Kucken eingeladen.
Funktioniert auf lokaler Ebene(Es ging um die Genehmigung des Felds).
Um sowas auf Bundesebene aufzuziehen (das WaffG ist halt Bundesrecht) brauchen wir eine Vertretung, damit wir mit einer Stimme sprechen...
Leute, die auch als Experten von der Politik und den Medien akzeptiert werden.
Bei der IT-Security wird z.B. der CCC mittlerweile akzeptiert und als Experten gehört.
Beim Waffenrecht sitzen da die Sportschützenverbände (die alle ihr eigenes Süppchen zu kochen scheinen) und Vertreter der Jäger.
Messerexperten oder allgemeine Waffenexperten sieht man da kaum...
Klug wärs auch, das Messerthema dort zu präsentieren, wo eben nicht nur Messerleute unterwegs sind. Die EMB wäre ein gutes Parkett gewesen. Wäre. Näheres dazu in meinem Beitrag, der noch kommt ;)
EMB?
Schaden wird es unserer Sache nicht, vielleicht stellen einige Politiker und Medienvertreter dann auch fest, dass es sich bei den Dingern eben nicht um "richtige" Waffen handelt und es eigentlich auch nicht schlimm wäre, wenn die Perlchen da Vollautomatisch rauskämen...
Oder man verbietet IPSC/GK und lässt nur noch Erbsenpistolen zu - scheint ja offenbar zu reichen. Genauso, wie ein SAK zum Schneiden reicht, was brauchts da Einhandmesser?
Genügend dummen Willen vorausgesetzt - und es ist nicht schwer, den voraussetzen zu können - kannst Du alles drehen, wies Dir gerade passt. Und wies zur generellen Stimmungslage passt. Das ist ein zweischneidiges Schwert, das wissen auch die Veranstalter. Und wir auch - siehe eben genau die Aussagen mancher Verantwortlicher zum neuen WaffG (also ich hab immer mein kleines Schweizer dabei, ist doch kein Problem, reicht mir vollkommen aus, was wollen Sie eigentlich...)
Neben den Politikern und Presseleuten, sollte man vor allem die Eltern einladen ;)
Pitter
Messerjocke2000
31.03.10, 07:35
Oder man verbietet IPSC/GK und lässt nur noch Erbsenpistolen zu - scheint ja offenbar zu reichen. Genauso, wie ein SAK zum Schneiden reicht, was brauchts da Einhandmesser?
Och Menno, immer dieser Pessimissmus...
:jammer:
Ich will aber, dass alles besser wird! So!
Neben den Politikern und Presseleuten, sollte man vor allem die Eltern einladen ;)
Oder an die Schulen herantreten. Viele sollen Ganztagsbetreuung anbieten und suchen immer nach AGs, die sie mit den Kiddies machen können.
Und wenn die schon pöse Kampfkünstler an die Kinder lassen, vielleicht könnte auch ein Schmied Kinder begeistern?
Neben den Politikern und Presseleuten, sollte man vor allem die Eltern einladen ;)
Hi,
vergiss die Pädagogen nicht, die sind die schlimmsten.
Jeder der Kinder im Schulalter hat kennt das, Ausflug, Klassenfahrt oder ähnliches steht an.
Man bekommt den obligatorischen "Was-Muss-(Nicht)-mit" Zettel.
Und was steht ganz oben, fett, dreifach unterstrichen mit zehn Ausrufezeichen? Klar "Taschenmeser und andere Waffen".
Ganz ehrlich, da könnt ich kotzen.
Das beschränkt sich ja mittlerweile nicht mal mehr auf die Schule.
Auch bei anderen Vergnügungen / Freizeiten: Lasst die Waffen zu Hause!
Kleine Geschichte. Ich habe meinem Sohn letztes Jahr, bevor es zum Urlaub auf den Bauernhof ging (da war er gerade vier Jahre geworden)
ein Fixed Kindermesser geschenkt. Er geschnitzt wie ein Weltmeister.
Zurück erzählt er wieder im Kindergarten seiner Erzieherin (ich stehe daneben) von dem Messer und das er es ja mal zum nächsten Waldtag mitbringen kann.
Den Gesichtsausdruck der Dame muss ich nicht beschreiben, oder?
Grüße
Markus
Hi Markus!
Was du da beschreibst, liegt aber nicht (nur) am Verschulden des Pädagogen,
dass sollte dir klar sein. Auch hier sind die Ursachen andere!
Auch Pädogogen (beispielsweise Lehrer) sind an Vorgaben gebunden,
die von den obersten Schulbehörden gemacht werden. Mein gesamtes
Umfeld (Frautzki, Eltern u. Schwiegereltern) besteht aus Lehrern,
und nein jetzt wird euch nicht alles klar :steirer:, aber dies sind
wie gesagt Vorgaben der Schulbehörden, die als öffentliche Institutionen
auch dem "Vorrang des Gesetzes" unterliegen; also ist ihr Handeln
an geltendes Recht gebunden.
Eigenmächtige Entscheidungen sind hier leider nicht gefragt.
Allerdings ist es in meinem Umfeld so, dass Waffen nicht erlaubt sind (klar!).
Aber Taschenmesser schon...:)
Deshalb werde ich auch öfters über eine Messereigenschaft befragt. :)
Aber die Eltern mit einzubeziehen wird der richtige Weg sein und
würde vor allem die Einsicht fördern ein gesundes Verhältnis zu
Messern mit in die Erziehung einfliessen lassen zu können.
OT off...
Hi Markus!
Was du da beschreibst, liegt aber nicht (nur) am Verschulden des Pädagogen,
dass sollte dir klar sein. Auch hier sind die Ursachen andere!
Hi,
mir ist schon klar, dass es da Vorgaben von oben gibt, an die sich Lehrer halten müssen.
Das Problem ist, dass das die meisten es Leben! Man sollte annehmen, dass Lehrer gebildete,
des eigenständigen Denkens mächtige Menschen sind, trotzdem übernehmen (zumindestens
alle, mit denen ich bisher zu tun hatte) völlig unreflektiert die öffentliche MeinungsBILDung.
Und bevor ich jetzt wieder Haue beziehe, das gilt für reichlich viele Menschen in meinem Umfeld,
denen man Bildung und Denkvermögen unterstellen darf.
Wobei wir wieder bei der dringend notwendigen Aufklärung wären.
Grüße
Markus
Steffen Schöps
31.03.10, 09:15
Man wird auch künftig in Deutschland kaum auf Messer verzichten können. Wer das will, der hat meiner Meinung nach ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Damit unsere Kinder für das Leben lernen, sollte man ihnen eben auch beibringen mit einem Messer umzugehen und davor den gebührenden Respekt zu haben.
Gleiches gilt für jede andere Gefahrenquelle ebenfalls: Autofahren, das Motorrad, Reiten, moderne Technologie, Hundehaltung etc..
Ansonsten kann man das Sterben einfach mal verbieten und jeden Zuwiderhandelnden mit einer hohen Freiheitsstrafe belegen.
Man wird auch künftig in Deutschland kaum auf Messer verzichten können.
Hi,
dann frage ich jetzt mal ganz provokant, wofür?
Obst ud Gemüse bekommst du geputzt, geschält und portioniert
verpackt im Discounter deines Vertrauens.
Selbst Kartoffeln gibt es bereits geschält, fix und fertig im Glas.
Wenn du dein Steak nicht schneiden willst, gibt es eben Gulasch ;)
Verpackungen kannst du aufreissen oder ganz bequem (wenn du es
umständlich liebst :steirer:) mit der Schere öffnen.
Paketband und Kartons öffnet man eh am besten mit dem Schlüssel.
Ein Messer braucht der zivilisierte Mitteleuropäer nicht.
Nur diese Messerstecher und Survivalfuzzis tragen diese Dinger noch rum,
die sind aber eh alle suspekt.
Ich bin jetzt 38 Jahre und bin dem Messervirus seit meinem sechsten Lebensjahr verfallen.
In all diesen Jahren, bin ich so einigen Menschen begegnet. Es gibt gibt nur eine Handvoll,
die nicht erschrocken / erstaunt / ungläubig oder sonst negativ oder wenigstens zurückhaltend
reagiert haben.
:(:(:(:(:(:(:(:(:(:(
Markus
Moin
.......ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Damit unsere Kinder für das Leben lernen, ...........
Böse Falle. Ohne Probleme ließen sich mehrere Definitionen für die Begriffe "Realität" und "Leben" finden wo dir/uns das Ergebniss nicht mehr gefällt.
Die derzeititge Realität sieht so aus, dass ein großteil der Bevölkerung mit Messern außerhalb von Küchen und den Wurst-/Käsetheken in Supermärkten ein Problem hat.
Und in der Schule lernen meine Kinder "fürs Leben" dass Papas (also meine) Vorstellungen von Gerechtigkeit und Bildung antiquiert sind, dass Lehrer nicht mehr wissen als Wikipedia und das Grafittis eine moderne Kunstform sind.
Gleiches gilt für jede andere Gefahrenquelle ebenfalls: Autofahren, das Motorrad, Reiten, moderne Technologie, Hundehaltung etc.. .... Rauchen, Treppen steigen, Fester putzen, Fahrrad fahren, Fußball spielen, Sex haben, Fisch essen, Impfungen....... Die Liste ist unendlich.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Jugendlicher das Leben nimmt (Mobbing in der Schule, Perspektivlosigkeit, Vernachlässigung durch die Eltern) ist ungleich höher als die Wahrscheinlichkeit dass er gewaltsam durch dritte zu bleibendem Schaden kommt.
Aber egal.
Auf jeden Fall wird man nichts erreichen, wenn man den anderen vorwirft, dass sie ein gestörtes Verhältnis zur Realität hätten.
Gruß
chamenos
Und in der Schule lernen meine Kinder "fürs Leben" dass Papas (also meine) Vorstellungen von Gerechtigkeit und Bildung antiquiert sind,
Kann, nein *MUSS* ich bestätigen, da scheint es keinen Unterschied zwischen der Weltstadt Berlin und der ostfriesischen Pampa zu geben. Und leider ist das nicht unbedingt "von oben" so vorgegeben, das dürfen die Lehrer, bzw. Schulleiter bis zu einem gewissen Grad allein entscheiden, was "modern" und was "antiquiert" anzusehen ist.
Man hat mitunter den Eindruck, man sei Teil eines geheimen Echtzeit-Experiments mit Kindern und Eltern, in dem herausgefunden werden soll, wann und unter welchen Voraussetzungen dem ersten der Kragen platzt, bzw. wessen Denkweise sich durchsetzt.
Gruß Andreas
Hi Andreas!
Man muss dabei natürlich zwischen gesetzlichen Vorgaben und
gewissen Freiräumen bzw. dem vermitteln von Werten unterscheiden.
Vielleicht habe ich micht etwas zu undeutlich ausgedrückt...:jammer:
Gerade bei letzterem gebe ich euch natürlich Recht. ;)
das Grafittis eine moderne Kunstform sind. Graffitis sind eine moderne Kunstform!:confused: Nur an meiner Wand sind sie Sachbeschädigung!:lach:
Sex haben ist nur für Hunde und Ehebrecher ein Risiko!:D Ach, ich hab ja AIDS vergessen!:D:D
Auf jeden Fall wird man nichts erreichen, wenn man den anderen vorwirft, dass sie ein gestörtes Verhältnis zur Realität hätten. Die Sinnlosigkeit liegt in diesem Satz ganz offen zu Tage: Wie sollten sie es denn erkennen können, wenn sie eine gestörte Wahrnehmung haben? Würden sie es erkennen, hätten sie keine gestörte Wahrnehmung. Wobei "gestört" mit "anders als meine" gleich zu setzen ist. :D
Messerjocke2000
31.03.10, 12:55
Wer das will, der hat meiner Meinung nach ein gestörtes Verhältnis zur Realität.
Naja, ob man wirklich Messer braucht. Es gibt ja sogar Würstchenscheiben in Gläsern.
Damit unsere Kinder für das Leben lernen, sollte man ihnen eben auch beibringen mit einem Messer umzugehen und davor den gebührenden Respekt zu haben.
Gleiches gilt für jede andere Gefahrenquelle ebenfalls: Autofahren, das Motorrad, Reiten, moderne Technologie, Hundehaltung etc..
Medien, Waffen, Chemikalien, Ernährung...
Alles richtig. Das braucht aber wieder Zeit und ist relativ aufwändig, damit teuer. Ausblenden/verbieten ist einfacher und kostet weniger Ressourcen.
(Das Ausblenden/verbieten weniger sinnvoll ist als der kritische, geschulte Umgang mit Gefahren ist mir klar...)
Messerjocke2000
31.03.10, 12:58
Böse Falle. Ohne Probleme ließen sich mehrere Definitionen für die Begriffe "Realität" und "Leben" finden wo dir/uns das Ergebniss nicht mehr gefällt.
Die derzeititge Realität sieht so aus, dass ein großteil der Bevölkerung mit Messern außerhalb von Küchen und den Wurst-/Käsetheken in Supermärkten ein Problem hat.
Das ist leider wahr.
Die Million € Frage ist jetzt: Wie können wir das ändern? :confused:
Es geht aber auch anders:
Als mein Sohn (11) im vergangenen Jahr auf eine Klassenreise ging,
wurden den Eltern nahegelgt, den Kindern ein Taschenmesser
mitzugeben. Henri bekam ein einfaches, aber scharf geschliffenes
Vic mit. Die Jungs mussten das Messer unterwegs abgeben, bekamen
es aber zu verschiedenen Gelegenheiten ausgehändigt, unter anderem
fürs Picknick und zum Basten.
Das ist doch schon mal ein Ansatz. Diese Regelung kann ich akzeptieren,
wobei ich nicht weiß, ob sie eher auf Traditionen fußt, oder auf einer
eher modernen Sichtweise, die berücksichtigt, dass die aktuellen
Messertrageverbote ballaballa sind. Die verantwortliche Lehrerin habe
ich noch nicht dazu befragt.
Gruß,
Herbert
Steffen Schöps
31.03.10, 14:09
Moin
Böse Falle. Ohne Probleme ließen sich mehrere Definitionen für die Begriffe "Realität" und "Leben" finden wo dir/uns das Ergebniss nicht mehr gefällt.
Hmm, nach meiner Meinung gibt es nur eine Realität, die ist vorhanden, muss also nur beschrieben aber nicht definiert werden.
Die derzeititge Realität sieht so aus, dass ein großteil der Bevölkerung mit Messern außerhalb von Küchen und den Wurst-/Käsetheken in Supermärkten ein Problem hat.
Das ist aber glücklicherweise nur bei einer absoluten Minderheit der Fall.
Und in der Schule lernen meine Kinder "fürs Leben" dass Papas (also meine) Vorstellungen von Gerechtigkeit und Bildung antiquiert sind, dass Lehrer nicht mehr wissen als Wikipedia und das Grafittis eine moderne Kunstform sind.
OK, und was tust Du gegen dieses Problem?
.... Rauchen, Treppen steigen, Fester putzen, Fahrrad fahren, Fußball spielen, Sex haben, Fisch essen, Impfungen....... Die Liste ist unendlich.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Jugendlicher das Leben nimmt (Mobbing in der Schule, Perspektivlosigkeit, Vernachlässigung durch die Eltern) ist ungleich höher als die Wahrscheinlichkeit dass er gewaltsam durch dritte zu bleibendem Schaden kommt.
Aber egal.
Auf jeden Fall wird man nichts erreichen, wenn man den anderen vorwirft, dass sie ein gestörtes Verhältnis zur Realität hätten.
Gruß
chamenos
Hast Du das schon einmal ausprobiert? Nichts ist härter als die Wirklichkeit.
Die Million € Frage ist jetzt: Wie können wir das ändern?
Da gibt es zwei ganz einfache Möglichkeiten.
Die eine ist eine eher laaaaaaaangfristige. Sie folgt der aristotelischen Theorie der sozialen "Kreise" die jedes Individuum um sich zieht.
Erziehe deine Kinder im Sinne eines umsichtigen, unverklärten Gebrauchs von Werkzeugen, - mach ihnen klar, dass Fleisch nicht in Styroporschalen wächst und das man sich im Leben eben auch mal wehtut.
Lebe vor! Nimm dein Messer mit zu Kinderfesten, Elternabenden usw.
Mache ehrenamtliche Jugendarbeit.
Lade die Kollegen zum Grillen ein und zeige ihnen (unaufdringlich!) welchen Spaß das Schneiden mit wirklich scharfen hochwertigen Messern macht.
Biete ihnen an ihre Messer zu schärfen.
Schreibe unaufgeregte Leserbriefe, ruf bei Radiosendern an (wenn es passt;)) und trage dein Messer immer und überall.
Ich gehe z.B. nicht mehr zu Veranstaltungen wo mir an der Tür mein Messer und mein Leatherman abgenommen werden.
Das wird ad hoc nichts ändern, - aber es hinterläßt langfristig Spuren in den Köpfen.
Die andere Möglichkeit ist ein lauter Knall.
Wenn eh alle Waffen verboten sind, dann braucht die Polizei auch keine mehr. Spart ohne Ende Geld und in England funktioniert das doch auch;)
Sofortiges Indizieren jedweder Gewaltdarstellung in Film, Funk und Literatur.
Wenn man 18 Jahre alt sein muss um Menschen beim Kopulieren zusehen zu dürfen gibt es keinen Grund warum man mit 12 sehen darf wie jemandem der Hals durchgeschnitten wird.
Tom & Jerry, die Muppet Show, Grisu der Drache....... es gibt da keine einzige Folge in der nicht geprügelt, verletzt und erniedrigt wird.
Komplette Indizierung von Waffen in Filmen (MTV hat das mal gemacht. Da waren alle Schusswaffen und Messer in den Misikvideos gepixelt).
Private PKW mit mehr als 55PS sind gefährlich und pures gelebtes Machotum, - Verbot fordern (ja klar gibts Ausnahmen, - sozial adäquat und so....)
Man darf in diesem Land mit 17Jahren Soldat werden, - Am Rechner Soldat spielen aber erst mit 18:irre:
Hochsetzen des Einstellungsalters bei der Bundeswehr auf 21.
Ebenso bei der Polizei.
Religionen, die die Anwenung von Gewalt befürworten: Verbieten!
Harter Körperkontakt beim Sport wird als Köperverletzung gewertet.
Es kann nicht angehen, dass unseren Kindern bei jedem Fußball"spiel" vorgemacht wird, wie man jemanden umhaut, ohne dass das strafrechtliche Konsequenzen hat.
Einfach laut und ernsthaft die komplette Verbannung von Gewalt, möglicher Gewalt (natürlich auch der psychischen) und Gewaltdarstellung aus dieser Gesellschaft fordern.
Wofür braucht ein Angestellter, der in einer Mietwohnung wohnt, einen Hammer oder ein Beil? Braucht er noch viel weniger als ein Messer.
Werkzeug darf nur noch an Berechtigte verkauft werden.
Altbesitz kann mit Frist bei der zuständigen Polizeiwache abgegeben werden, - danach gibt es halt Strafen.
Die Liste ist unendlich und sie ist schwachsinnig.
Aber es wäre mal ein Ansatz um in einer lockeren Diskussionsrunde im Fernsehen die Herren und Damen dazu zu bringen auf einmal auf "unserer" Seite zu sein.
Natürlich wird sich niemand finden, - zumindest niemand der noch einigermaßen klar bei Verstand ist, der solchen Quatsch mit ernster Miene vortragen kann. Auch Herr Kerkeling nicht, - und der kann viel:D
Aber es wäre mal ein Ansatz für Leserbriefe oder offene "Bürgerdiskussionen".
Man muss ja nicht gleich eine Partei gründen.
Oder wir warten auf den nächsten Krieg, eine nette Naturkatastrophe oder das Kollabieren unseres Wirtschaftssystems.
Sowas renkt auch wieder viel auf "Normalmaß" ein.
Aber so richtig kann ich mich mit diesem Gedanken nicht anfreunden.
Aber den Glauben, dass man als mittelloses Minderheitenwürmchen in diesem System etwas geändert (oder sogar rückgängig gemacht) bekommt, wenn man sich der offiziellen Mittel dieses Systems bedient, - den habe ich in den letzten Jahren verloren.
Ist wie beim Aikido. Wenn dich einer schuppst entweder ausweichen oder noch am Ärmel ziehen. Aber wer "Blockt" verliert.
Gruß
chamenos
Hast Du das schon einmal ausprobiert? Nichts ist härter als die Wirklichkeit.
Moin
Das ist Blödsinn.
Die Wirklichkeit ist weder hart noch weich.
Meine Wirklichkeit ist die Summe meiner Wahrnehmungen in Abgleich mit meiner Fähigkeit zu Reflektieren.
Und damit unterscheidet sie sich von deiner Wirklichkeit.
Wirklichkeit ist subjektiv, voller Befindlichkeiten, Emotionen und geprägt von Absichten.
Und wer das nicht begreift der reitet das vergraute Ross des Dogmatismus.
Und in meiner "Wirklichkeit" ist z.B. dieser Passus von der FvLW Seite schlicht falsch:
Politische Aufklärung
Wussten Sie beispielsweise, dass Sie sich seit 2008 einer Straftat nach dem Waffengesetz schuldig machen, wenn Sie ein handelsübliches Küchenmesser mit einer Klingenlänge von über 12cm käuflich erwerben und dieses nicht einem mit einem Schloß versehenen stabilen Behältnis nach Hause transportieren? Nachzulesen im §42 a des Waffengesetzes.
Eine Kleinigkeit noch: Frage mich bitte nie wieder, was ich "dagegen tue". Das steht dir nämlich einfach nicht zu.
Gruß
chamenos
...
Natürlich wird sich niemand finden, - zumindest niemand der noch einigermaßen klar bei Verstand ist, der solchen Quatsch mit ernster Miene vortragen kann. Auch Herr Kerkeling nicht, - und der kann viel:D
...
Nee, der Hape kann das nicht, aber der Paul wegen dem Bolle seine Beretta (http://www.youtube.com/watch?v=ft_PseSGk60)...
:glgl::D:steirer:
Gruß Andreas
Steffen Schöps
31.03.10, 20:07
Moin
Das ist Blödsinn.
Die Wirklichkeit ist weder hart noch weich.
Die Wirklichkeit ist wie sie ist - Du kannst sie benennen wie Du willst. Nur verändern tut das nichts.
Meine Wirklichkeit ist die Summe meiner Wahrnehmungen in Abgleich mit meiner Fähigkeit zu Reflektieren.
Das ist eine Wirklichkeit wie die von Pipi Langstrumpf. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Die besteht aus harten Fakten.
Und damit unterscheidet sie sich von deiner Wirklichkeit.
In Deinem Kopf schon, nur nicht in der Realität.
Wirklichkeit ist subjektiv, voller Befindlichkeiten, Emotionen und geprägt von Absichten.
Diese Philosophie ist mir zu hoch.
Und wer das nicht begreift der reitet das vergraute Ross des Dogmatismus.
Es ist etwas anderes sich sein Bild von der Welt zu machen und das als festehend festzuschreiben = Dogmatismus oder die Wirklichkeit der Welt zu suchen und sich den harten Erkenntnissen intellektuell zu stellen. Der eine denkt sich seine Welt, der andere denkt über die vorhandene Welt nach. Ich bevorzuge den zweiten Weg.
Und in meiner "Wirklichkeit" ist z.B. dieser Passus von der FvLW Seite schlicht falsch:
Politische Aufklärung
Wussten Sie beispielsweise, dass Sie sich seit 2008 einer Straftat nach dem Waffengesetz schuldig machen, wenn Sie ein handelsübliches Küchenmesser mit einer Klingenlänge von über 12cm käuflich erwerben und dieses nicht einem mit einem Schloß versehenen stabilen Behältnis nach Hause transportieren? Nachzulesen im §42 a des Waffengesetzes.
Das ist nicht meine Baustelle. Ich werde nichts Negatives zum FvLW sagen.
Eine Kleinigkeit noch: Frage mich bitte nie wieder, was ich "dagegen tue". Das steht dir nämlich einfach nicht zu.
So so. Das hat irgendwie das Geschmäckle von "Wasch mich, mach mich aber nicht nass." Wenn wir hier über einen Weg reden die unsinnige Gesetzgebung positiv zu verändern, dann sehe ich es nicht als unredlich oder unangemessen an, danach zu fragen.
Gruß
chamenos
Gruß
Steffen Schöps
Das ist eine Wirklichkeit wie die von Pipi Langstrumpf. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Die besteht aus harten Fakten.
Ja, sorry, nun wirds hier eben philosophisch. Aber die Realität offenbart sich Dir nicht, sie spiegelt nur Deine Wahrnehmung wider, die Du dann wertest (weiterführende Lektüre: Kant (http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft)).
Das bedeutet, daß chamenos Recht hat...
"Harte Fakten" sind ein Wunschtraum.
Ja, das ist OT - aber der andere hat angefangen...
Ich zieh schonmal den Kopf ein. Aber nach Zusammenarbeit klingt das irgendwie nicht.
nach Zusammenarbeit klingt das irgendwie nicht.
Nur weil man sich mal ernsthaft unterhält?
Schau mer mal ;)
Sinnvoller wäre es, mit der Forderung in die Verhandlungen zu gehen, Messer komplett aus dem WaffG zu streichen.
absolut!
was haben messer mit dem waffengesetz zu tun?
bzw. wenn messer im waffengesetz landen, warum dann äxte, kettensägen, sensen, etc. nicht auch?
ein messer ist nach meinem empfinden keine waffe. sondern ein werkzeug. und sicher, kann dieses werkzeug auch als waffe mißbraucht werden. aber das kann eine kettensäge auch oder ein schraubendreher oder...
daher ist der erste wirklich sinnvolle schritt das messer aus dem waffengesetz zu bekommen. denn da hat es rein gar nichts verloren!
..... Aber nach Zusammenarbeit klingt das irgendwie nicht.
Ach weißt du, - "Arbeit" ist so etwas furchtbar Konkretes, Reales.
"Zusammenarbeit" ist das Ganze dann auch noch auf mehrere Schultern verteilt........
Ich sehe aber weder bei der FvLW noch bei prolegal etwas von "Arbeit" mit der ich mich auch nur im Ansatz identifizieren könnte.
Gerade prolegal hat mit Messern nichts an Hut. Laut Satzung geht es um Waffen und da ausschließlich um den Schießsport.
Da wird keine Silbe über Messer, Schwerter oder sonstewas mit Klinge verloren.
Klar, - um polemisch Kätchen Krüger gegenüber die Schwachsinnigkeit von Passagen des WaffG zu verdeutlichen, - da taugen Messer sehr viel mehr als irgendwelche Spezialregelungen beim Großkaliberschießen.
"Muttchen, die bösen Onkels in Berlin erlauben dir nicht mehr dein Küchenmesser ins Geschirrhandtuch gewickelt zum Schlüsseldienst zu schleppen, damit der das scharf macht".... das leuchtet sogar meiner Oma ein.
Ist aber nicht meine Baustelle. Mir geht es um aufgeklärte Bürger und eine Demokratie, die diesen Namen auch verdient.
@giovanni
Bleib mir weg mit Kant:D
Der hat die Ansätze von den antiken Jungs ihrer Lebensfreude beraubt, einmal rumgewirbelt und mit unerträglich verquastem Deutsch verklausuliert und als "Kritiken" wieder ausgespuckt.
Im Ernst. Gönn dir mal von Aristoteles die "nikomachische Ethik".
Das kann man tatsächlich einfach so lesen und da steckt mehr "Leben" drin, als in allen Büchern von Kant zusammen.
@Steffen Schöps
.."Wenn wir hier über einen Weg reden die unsinnige Gesetzgebung positiv zu verändern, dann sehe ich es nicht als unredlich oder unangemessen an, danach zu fragen."
Machst du aber nicht. Du machst hier ein bißchen Werbung für deinen Laden, mehr nicht.
Und dafür hast du dich sogar hier in diesem Forum angemeldet.........dem Messerforum
in dem ich seit zwei Jahen ehrenamtlich moderiere....
und dann fragst du mich, was ich mache?
Du bist ledig, - ich habe eine Frau und drei Kinder... und du fragst mich, was ich mache?
Nun, - ich habe mich natürlich auch gefragt, was du so machst.
Und dann habe ich mir mal deine "Beiträge" auf abgeordnetenwatch durchgelesen, -tja, ich glaube, ich habe keine Lust, mich weiter mit dir auseinander zu setzen. Daher werde ich die Kommunikation hiermit anderen überlassen.
Gruß
chamenos
-tja, ich glaube, ich habe keine Lust, mich weiter mit dir auseinander zu setzen. Daher werde ich die Kommunikation hiermit anderen überlassen.
:argw: Komisch, dass Gefühl hat sich bei mir schon nach diesem Statement eingestellt :argw:
"Die derzeititge Realität sieht so aus, dass ein großteil der Bevölkerung mit Messern außerhalb von Küchen und den Wurst-/Käsetheken in Supermärkten ein Problem hat."
"Das ist aber glücklicherweise nur bei einer absoluten Minderheit der Fall."
Man fragt sich, wie es diese Minderheit, diese praktisch nicht existente Randgruppe schafft,
sich in unbeschreiblichem Masse der Medien zu bedienen um einer ganzen Nation ein, Nein "ihr"
Stimmungsbild auf zu prägen.
Ja die Schattenwesen sind sogar so mächtig, dass sie spielerisch die Regierung eines demokratischen
Landes dazu bewegt, das Waffengesetzt nach ihrem Wunsch zu gestalten / verschärfen. :argw:
Wie soll man da als Einzelner einer solchen Verschwörung, gigantischen Ausmasses Herr werden?
Glaubt er selbst was er blubbert (:irre:)? Ist es nur eine Berufskrankheit (:steirer:)?
Mir egal, das Thema is' für mich auch durch.
Schöne Ostern
Markus
Also wenn ich meinen Senf nochmal dazugeben darf:
Das, was du schreibst Chamenos, macht wirklich Laune. Ich lese deine
Beiträge gerne (nicht alle :p). Und gerade im Bezug auf die Defintion
der Realität stimme ich dir nur allzugerne zu.
Ein Frage, an der ich hängenbleibe, wirft sich mir auf.
Ist es wirklich so, dass ein großer Teil der Bevölkerung mit Messern
ausserhalb der Küche ein Problem hat? Sicherlich ist die breite Masse
von den Medien beeinflusst. Aber wird auch die breite Masse mit diesem
Thema erreicht? Das glaube ich weniger. Also ich meine, dass es doch
Themenfelder gibt, die die Bevölkerung mehr interessiert. Oder?
Insofern könnte ich mir vorstellen, dass die entsrpechende Lobby
nur durch verhältnismäßig wenige vertreten wird.
Sicherlich ist die breite Masse
von den Medien beeinflusst.
Moin,
genau das ist das Problem.
Nach einer Tragödie, wie einem Amoklauf läuft die Medienmaschinerie auf Hochtouren. Und zwar einseitig.
Beispiel. Die Zeitungen bringen landesweit ein Bild, auf dem eine in Trauer versunkene Mutter am Grab ihres Kindes zu sehen ist.
Was willst du da dagegen setzen? Da kannst du noch so lange noch so schöne Vorträge halten, Bilder zeigen und gut zu reden.
Da kann der Schütze noch so viele Pokale haben, der Schützenverein noch so tolle Jugendarbeit leisten, das Messer noch so kunstvoll gefertigt sein.
Hier stehen Ur- und Existenzängste gegen Hobbies und Freizeitgestaltung.
Da müssen nicht 100.000 auf die Strasse gehen.
Ein Bild in der Zeitung reicht.
Und da der Politiker per se an der Macht und den Pensionsansprüchen hängt, wird er genau in diese Kerbe hauen.
Das sind sichere Stimmen, genauso wie Steuersenkungen, Arbeit für alle, ...
Grüße
Markus
...
Ein Frage, an der ich hängenbleibe, wirft sich mir auf.
Ist es wirklich so, dass ein großer Teil der Bevölkerung mit Messern
ausserhalb der Küche ein Problem hat?
Ob diese mentalen Probleme eher groß oder eher klein sind, kann ich nicht beurteilen. Aber sind definitiv vorhanden, betrifft aber nicht speziell nur Messer. Ist schwer auf einen Punkt festzumachen, was das wahre Problem ist.
Wenn man mal gezielt - wenn auch nur am Rande - erwähnt, dass die eigenen Kinder eigene Messer (zum Schnitzen oder für "Expeditionen im Garten") besitzen, wohlmöglich sogar Eigenbauten,
oder dass sich die Kinder mit "subversiven" Tätigkeiten, wie Feuermachen mit Magnesiumfeuerstarter, Ausflüge mit Metalldetektoren, Angelei, Bumerangs etc. befassen, anstatt einfach nur am Fernseher oder PC zu verblöden, oder
anstatt Spielzeug aus der "Bosch-Mini" Serie, richtige Akkuwerkzeuge oder selbstgemachte Lederwaren besitzen, tragen und damit spielen oder sich für die Titanic interessieren, sollte man vorher das Gesicht des Gegenübers beobachten, und ganz speziell nachher...
Man erkennt nicht selten die pure nackte Angst im Gesicht, wenn sich die Augenbrauen hochziehen und die Pupillen sich weiten...
Kinder, die ihre Welt selbst erkunden wollen, sind suspekt, die passen nicht mehr ins heutige Schema. Eltern, die ihren Kindern das nicht verbieten, sondern unterstützen, sind dann schon mehr als nur suspekt...
Gruß Andreas
Kinder, die ihre Welt selbst erkunden wollen, sind suspekt, die passen nicht mehr ins heutige Schema. Eltern, die ihren Kindern das nicht verbieten, sondern unterstützen, sind dann schon mehr als nur suspekt...
Auf den Punkt gebracht.
Genau so ist das (leider).
Ruhigstellen, verfetten und verblöden lassen mit PC, TV und Gameboy, Neugier gar nicht aufkommen lassen - alles okay. Da wundert sich kein Mensch.
Ein Frage, an der ich hängenbleibe, wirft sich mir auf.
Ist es wirklich so, dass ein großer Teil der Bevölkerung mit Messern
ausserhalb der Küche ein Problem hat?
Ich kenne nicht den großen Teil der Bevölkerung.
Aber der Teil der Bevölkerung, den ich im Lauf der letzten 10 Jahre kennengelernt habe, und der nichts mit dem Forum hier zu tun hatte, hatte ein sehr großes Problem mit Messern außerhalb der Küche. Und damit auch mit mir. Alle. Ohne eine einzige Ausnahme. Leute, die mich seit > 30 Jahren kennen inklusive.
Erstmal. Dass man hinterher auch wieder fast allen klar machen kann, dass man kein durchgeknallter Krimineller ist, ist wieder eine andere Sache. Aber der Einstieg ist erstmal wie oben beschrieben. Ist die Altersklasse zwischen 25 und 55, damit treibe ich mich halt so rum. Kinners finden meine Messer natürlich besonders cool - wahrscheinlich weils bei ihnen daheim ein Bäh Thema ist ;)
Wenn man mal nachhakt gibts zwei Gruppen:
1. Die Berufsbetroffenen und Dauerschisser. Sachliche Diskussion von vorne herein zwecklos. Kriegt man trotzdem ruhig, wenn man ihnen irgendeinen Kram aufschneidet, den sie sonst aufbeißen. Restbefindlichkeit und Skepsis bleiben immer.
2. Die, die vom Thema null Ahnung, und deswegen Vorbehalte haben. Sehr angenehme Gruppe. Denn gegen Null Ahnung kann man was machen. Achso, darum gehts da. Aha. Ja, das ist ja interessant. Achso, nix mit Messerkampf. Ach, und die rennen nicht alle in Kampfanzügen rum? Ach, da schreiben auch Promovierte mit? Aha. Stahleigenschaften, Schmieden und Küchenmesser und Schleifen. Ach weil Sie es sagen, mich ärgern ja schon lange meinen stumpfen Küchenmesser.....
Sicherlich ist die breite Masse
von den Medien beeinflusst. Aber wird auch die breite Masse mit diesem
Thema erreicht?
"Messerstecher - Schüler kommen bewaffnet in den Unterricht"
Berlin. Ein Schüler der Trallalaschule im Problembezirk Trullullu wurde erwischt, als er seinen Apfel mit einem Schweizer Messer schälen wollte. Lehrer bangen um ihre Sicherheit. "Nicht auszudenken was passiert wäre, hätte der Junge auch den Apfel seiner Mitschülerin geschält" - Lehrer Hubert F., seit fast zwanzig Jahren an der Trallalaschule, hat Angst. Angst vor seinen eigenen Schülern. Und die Polizei schaut weg. Wie immer. "Wenn sich da nichts ändert", so Hubert F. reisgniert "werden in wenigen Jahren alle Schüler ihre Äpfel schälen".
Die BILD erreicht jeden, direkt und indirekt. Sowieso. Nicht zu ändern. Und die breite Masse lässt sich erzählen, was ihr Thema ist. Terror ist so ein Thema. Ein offenbar wahnsinnig wichtiges Thema in Deutschland. Die Misshandlungen von Kindern in katholischen Internaten und Schulen offenbar auch. Die in den Familien offenbar nicht. Zumindest lese, höre und sehe ich nichts davon.
Jetzt hast Du Die Wahl.
Willst Du, dass in anderen Blättchen und Blättern, Magazinchen und Magazinen auch mal was positives über das Messerthema erscheint? Und wenns nur 5 erreicht. Oder willst Du das nicht. Dazwischen gibts nichts.
Also ich meine, dass es doch
Themenfelder gibt, die die Bevölkerung mehr interessiert. Oder?
Insofern könnte ich mir vorstellen, dass die entsprechende Lobby
nur durch verhältnismäßig wenige vertreten wird.
Oder, vorstellen, meinen, glauben. Was willst jetzt machen. Gegenseitiges Eierschaukeln, in die Ecke stellen und über die Blödheit der anderen jammern, warten bis der Blitz einschlägt und in Berlin die Erkenntnis reift?
Fakt ist, wenn das Messerthema keine Sau interessieren würde, würde Galileo keine Beiträge darüber bringen. Wenns keine Sau interessieren würde, stünde nie was darüber in der FAZ Technik Beilage. Wenns keinen interessieren würde, gäbs kein Messermagazin, kein Messerforum, keine Messerbeiträge in den Waffenzeitschriften. Usw.
Wenn Du willst, dass sich andere für Dein Thema interessieren, ja dann muss man es den anderen halt zeigen. Das ist schon mal Grundvorausetzung.
Es passieren hier in diesem thread mal wieder zwei Sachen:
1. Gegenseitiges Schüppchen aufm Kopf hauen. Geht halt bitte raus und nehmt euer Schüppchen mit.
2. Gegenseitiges Eierschaukeln, wir die armen unterdrückten und keiner versteht uns.
Ey ;). Mir gehen diese Befindlichkeitsquatscher und die Berliner "Machotum und Kampfmesser" Daherlaberer genauso auf den Senkel, wie jedem anderen, der bis drei zählen kann und noch einigermaßen helle geblieben ist.
Es ist aber denen, die die Meinung machen, und denen, die sich nach dieser Meinung richten und letztlich entscheiden, was passiert, herzlich schnuppe, ob ich, ob wir, sie für dumm, gekauft, naiv oder sonstwas halten. Die denken einfach ihr Ding weiter und machen einfach ihr Ding weiter. Da können hundert Leute aufgeregte Einträge auf abgeordnetenwatch schreiben. Das bringt exakt Null. Solange jeder Einzelne, der sich rührt, als Einzelner gesehen wird.
Und eine geschlossene Gemeinschaft, das was man eben Lobby nennt, sehe ich weit und breit nicht, wenns um Messer geht.
Das ist Fakt. Und Fakt ist auch, dass sich das alleine aus der Messerbranche heraus, auch nicht ändern wird. Zumindest gab es in den letzten beiden Jahren keinerlei Hinweise, was anderes annehmen zu können. Ich mein, wenn da schon nicht, wann dann. Das ist der aktuelle Status.
Und - das ist meine ganz persönliche Meinung als jemand, den das Messerthema immer noch viel Spaß macht und der dieses Forum hier auch in zehn Jahren noch wachsen sehen möchte - ich halte es für wichtig, wenn nicht sogar notwendig, dass wir alle, die wir an Messern interessiert sind, mit denen kooperieren, die das Waffengesetz, aber eben auch die Vorbehalte in der Bevölkerung, genauso treffen, wie uns.
Unter der Voraussetzung,... - nun, das steht schon im zweiten Beitrag.
Pitter
...und in Bonn die Erkenntnis reift?
Kauf Dir mal 'nen neuen Atlas, Du Ewiggestriger. Da hat sich vor gefühlten 100 Jahren was geändert. :haemisch:
Regel Nr 1: der Chef hat immer Recht.
Regel Nr 2: wenn der Chef scheinbar mal nicht Recht hat, hilft Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_(Deutschland)#Sitz_der _Bundesministerien
So ganz weg vom Fenster ist Bonn also noch nicht.
Kauf Dir mal 'nen neuen Atlas, Du Ewiggestriger. Da hat sich vor geühlten 100 Jahren was geändert. :haemisch:
??? Ist der Dicke nimmer da? :p
Pitter
.. hat sich vor geühlten 100 Jahren ...
verrate mir doch bitte mal was "ühlen" ist.
:steirer: :glgl: :ahaa: :irre:
Duckundweg,
Haebbie
Messerjocke2000
02.04.10, 12:16
*Räusper*
Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen, ich hab Mail von der FvLW bekommen:
Sehr geehrter Herr Wied,
bitte verzeihen Sie uns die lange "Denkpause", mit der wir Sie auf Antwort
warten ließen. Die Thematik ist zu komplex, als dass sie mit allgemeinen
Floskeln und "Stammtischparolen" abgehandelt werden könnte.
Ich habe mich im Messerforum mit meinem Realnamen angemeldet und werde, im
Auftrag des Vorstandes, dem ich auch angehöre, im Forum die Haltung der FvLW
e.V. darstellen und zu Ihrer Frage Stellung beziehen.
Wir werden die Problematik sachlich aus unserer Sicht erläutern und werden
auch in eine sachliche Diskussion eintreten. Was wir nicht wollen, ist
Mitgliederwerbung zu betreiben oder die FvLW e.V. als einzig selig machende
Interessenvertretung anzupreisen.
Wir bitten Sie deshalb noch um etwas Geduld.
Diese e-Mail kann von Ihnen schon vorab in den entsprechenden Thread
eingestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Max. P. Braun
FvLW - Info
Schaumermal, was noch kommt...
rainers-messerw
02.04.10, 16:41
Bei allem Frust über sinnlose Bestimmungen des WaffG, - die Verbote und das Führverbot sind nun einmal Bestandteil des WaffG -, sollte man das Machbare nicht aus den Augen verlieren.
Forderungen wie: „das WaffG auf den Stand von 1970 zurückzuführen“ oder: - was Messer angeht - ein WaffG wie in Österreich“ sind in unserer Situation ganz einfach Utopie!
Manches, leider nur sehr wenig, regelt sich von selbst und verschwindet sang- und klanglos.
Beispiel:
Das Verbot von Springmessern wurde im WaffG von 2003 verankert. Die Ausnahmen waren und sind in der Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.4.1 aufgeführt.
Im WaffG von 2003 stand hier u. a. noch:
– in der Mitte mindestens eine Breite von 20 vom Hundert ihrer Länge aufweist,
Diese Bestimmung war im WaffG 2008 nicht mehr enthalten, und somit die Stiletts nach italienischem Vorbild bis 8,5 cm Klingenlänge nicht mehr verboten.
Aber!!! Die laufenden Verschärfungen des WaffG haben mittlerweile Auswirkungen auf einen Großteil der Bevölkerung. Auch wenn Manche das nicht merken oder wahr haben wollen. Deswegen ist es erforderlich, dass wir alle an einem Strang ziehen!
Die Messer- und Führverbote sind auch ein Thema unter Waffenbesitzern.
Und derzeit kann ich mir keine bessere Interessenvertretung für alle als die FvLW vorstellen.
Dabei möchte ich jetzt keinesfalls die Verdienste und Bemühungen von Pro Legal in den Schatten stellen, wogegen ich von FWR maßlos enttäuscht bin.
Wie ich eingangs schon schrieb: man sollte das Machbare nicht aus den Augen verlieren.
Ein Gesetz muss, wenn man rechtlich dagegen vorgehen will, angreifbar sein.
Die Verfassungsbeschwerde, die z. Zt. vom FvLW vorbereitet wird hat einen solchen wunden Punkt des WaffG zum Ziel und gute Aussichten auf Erfolg.
Das WaffG in einigen Punkten ad absurdum zu führen, wird letztlich die ganze Anlassgesetzgebung auf den Prüfstand führen.
Ich kann nicht für die FvLW sprechen.
Jedoch ist bekannt, dass das FvLW weiter Eisen im Feuer hat.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Falschaussage (wissentlich oder unwissentlich) vor dem Bundestag am 13 2. 08 des Herrn Kriminaldirektor Oliver Tölle aus Berlin und die Vorführung eines an der „richtigen“ Stelle gekürzten Videos, dem wir die Messerverbote zu verdanken haben, irgendwann einmal wieder aufs Tablett kommt.
Aber leider ist Lügen auch vor dem Bundestag erlaubt. Es gibt keine rechtliche Handhabe dagegen.
In so fern ist die Verfassungsbeschwerde und alle weiteren „Eisen“ der FvLW auch im Sinne der Messerfreunde und – sammler.
Ich kann nicht für die FvLW sprechen.
Jedoch ist bekannt, dass das FvLW weiter Eisen im Feuer hat.
Die da konkret sind?
Pitter
Messerjocke2000
02.04.10, 20:55
Bei allem Frust über sinnlose Bestimmungen des WaffG, - die Verbote und das Führverbot sind nun einmal Bestandteil des WaffG -, sollte man das Machbare nicht aus den Augen verlieren.
Forderungen wie: „das WaffG auf den Stand von 1970 zurückzuführen“ oder: - was Messer angeht - ein WaffG wie in Österreich“ sind in unserer Situation ganz einfach Utopie!
Als ersten Schritt sicher, ja. Als Fernziel sollten wir das aber nicht aus den Augen verlieren.
So, wie "die Anderen" ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren, Schusswaffen aus privaten Händen zu verbannen und Messer aus privaten Taschen...
Was meiner Meinung nach wichtig ist, ist bei Anhörungen auch Experten an den Tisch zu bekommen, die für uns sprechen. Und das geht nur über eine Vertretung, die die "kleinen Gruppen" zusammenfasst (Paintballer, Messerenthusiasten, Airsofter, Reenactors usw.).
Wie Pitter schon sagte, von den Herstellern ist da wohl nicht viel zu erwarten.
Daher bin ich auch bereit, die "Waffenlobby" zu unterstützen, sofern ich davon ausgehen darf, dass Messer nicht als Streichforderung benutzt werden, oder wie beim FWR einfach komplett ignoriert.
Problem dabei: bis zur nächsten Novelle/Verschärfungsforderung in Sachen Messer werden wir nicht wirklich wissen, wie die Vertretungen sich denn so machen in Bezug Messer.
Messerjocke2000
02.04.10, 21:11
Erziehe deine Kinder im Sinne eines umsichtigen, unverklärten Gebrauchs von Werkzeugen, - mach ihnen klar, dass Fleisch nicht in Styroporschalen wächst und das man sich im Leben eben auch mal wehtut.
Lebe vor! Nimm dein Messer mit zu Kinderfesten, Elternabenden usw.
Mache ehrenamtliche Jugendarbeit.
Lade die Kollegen zum Grillen ein und zeige ihnen (unaufdringlich!) welchen Spaß das Schneiden mit wirklich scharfen hochwertigen Messern macht.
Biete ihnen an ihre Messer zu schärfen.
Schreibe unaufgeregte Leserbriefe, ruf bei Radiosendern an (wenn es passt;)) und trage dein Messer immer und überall.
Tu ich alles.
Das Problem ist aber meines Erachtens, dass man trotzdem ohne Lobby/Vertretung nichts an Gesetzen ändern kann.
Der Quarks&Co Folge, die ich weiter vorne gepostet hatte, erklärt die Zusammenhänge zwischen Psyche,Medien und Politik ganz gut.
Da gehts zwar nicht um Waffen/"Amokläufe" sondern um Terror, das Prinzip ist aber dasselbe.
Siehe auch die Forderung nach Nackscannern Aufgrund eines fehlgeschlagenen Anschlags oder die Internetsperren...
Hallo Zusammen
Ich habe dieses Thema nicht angestoßen um Werbung zu machen.
Ich bin noch nicht einmal Mitglied, noch nicht.
Ich wurde auch nicht vorgeschickt , auch denke, glaube und meine ich fleißig weiter.
Auch mir ist bewusst, das gerade das Thema Waffengesetz - Verschärfungen, eine Menge Wut bei den Betroffenen erzeugt.
Da ich aber keine vernünftige Interessenvertretung für Messerfreunde sehe , kam mir halt der Gedanke sich an eine entsprechende Lobby zu hängen, die ebenfalls Leute vertritt die häufig Messer nutzen.
Welche Gruppe (Lobby) ist mir eigentlich egal , die Fördervereinigung
ist mir halt aufgefallen weil sich in Richtung Verfassungsklage
konkret was tut.
Ob das Thema Messer allerdings auf dem Altar der Feuerwaffen geopfert wird, weiß ich nicht.
Auch weiß ich nicht ob es erklärtes Ziel einer Lobby ist, das Waffengesetz aus Österreich der Schweiz oder Tansanias auf die BRD zu übertragen.
Ich kann nämlich nicht in die Zukunft sehen , sondern nur denken , glauben , meinen......
Was ich aber glaube zu wissen ist , wenn nicht bald was passiert ,
haben sich in naher Zukunft so einige Hobbys erledigt.
rainers-messerw
03.04.10, 08:08
Die da konkret sind?
Da hält sich die Fördervereinigung verständlicherweise bedeckt.
Es wäre nicht klug schon im Vorfeld geplante Vorhaben auszuposaunen damit die Gegenseite genügend Zeit zur Vorbereitung hat.
Da hält sich die Fördervereinigung verständlicherweise bedeckt.
Es wäre nicht klug schon im Vorfeld geplante Vorhaben auszuposaunen damit die Gegenseite genügend Zeit zur Vorbereitung hat.
Überschätzt die Fördervereinigung sich da nicht? Ich seh das Parlament ja quasi vor mir, wie alle - nichts anderes zu tun - bibbernd die Gänge auf und ab laufen und fingernägelkauend murmeln: „Was mag sie nur vorhaben, die vermaledeite Fördervereinigung? Vielleicht sollten wir Agents provocateur einschleusen.“:confused: Der Spion, der aus der Kälte kam ist nichts dagegen.:steirer:
Alleine das eine Organisation den Schritt in Richtung Verfassungsklage geht.
Könnten die Herren Volksvertreter bei der nächsten Anlassgesetzgebung ein wenig umsichtiger und grundgesetzkonformer werden .
Die von uns immer eingenommene Haltung , wird so schlimm schon nicht werden.
Und die daraus resultierende, immer wieder durchgeführte Salamitaktik. Könnten vielleicht ein Ende haben , wenn man die Möglichkeit hat , Gesetze durch das Vefassungsgericht prüfen zu lassen.
Ich sehe daher die Klage auch nicht unbedingt nur auf Artikel 13 bezogen, sondern vielmehr als ein Signal.
Das die Geduld vieler Bürger ausgereizt ist.
Hab ich was überlesen?
Welchen Artikel 13 meinst du?:confused:
EDIT: Wie erklärt wird Artikel 13 GG gemeint. Meine Frage; in welchem Zusammenhang steht die
Unerletzlichkeit der Wohnung mit diesem Thema????
rainers-messerw
03.04.10, 10:05
Was meiner Meinung nach wichtig ist, ist bei Anhörungen auch Experten an den Tisch zu bekommen, die für uns sprechen. Und das geht nur über eine Vertretung, die die "kleinen Gruppen" zusammenfasst (Paintballer, Messerenthusiasten, Airsofter, Reenactors usw.).
Wie Pitter schon sagte, von den Herstellern ist da wohl nicht viel zu erwarten.
Es gibt keine Alternative zu einem gemeinsamen Vorgehen aller Interessengruppen.
Es gibt auch keine Möglichkeit gegen alle Lachnummern des WaffG vorzugehen, Angriffspunkte müssen nach dem Kriterium der Angreifbarkeit ausgewählt werden.
Auch wenn die Verfassungsbeschwerde der FvLW Erfolg hat, wird das Gericht nur verfügen, dass dieser Punkt des WaffG innerhalb einer gewissen Frist geändert werden muss.
Damit kommt aber das gesamte WaffG wieder in die Debatte des Bundestages, bei dem hoffentlich wieder (wie auch 2008) eine Expertenanhörung erfolgt.
Auch bei den Abgeordneten tut Aufklärung Not. Unsere Volksvertreter wissen meist gar nicht, wie sich die Gesetze, die sie verabschieden in der Praxis auswirken.
Die würden es wahrscheinlich nicht auf Anhieb glauben, dass derjenige, der z. B. ein Einhandmesser führt, und dabei erwischt wird, in dem einen Bundesland rigoros und ausnahmslos angezeigt wird, und in einem anderen Bundesland nicht wenn er ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen kann.
Von den Herstellern ist wirklich nichts zu erwarten. Wenn ich da an die Stellungnahme von Böker 2008 zu dem Führverbot denke:
....................... Alles gar nicht so schlimm, eigentlich ändert sich nichts................................
bis zur nächsten Verkehrskontrolle.
Dirkb,
Deine Interpretation ist ja wohl ziemlich weit her geholt.
Aber wirfst Du eine Trumpfkarte freiwillig weg, bevor sie sticht?
Welchen Artikel 13 meinst du?
Artikel 13 des Grundgesetzes.
Da hält sich die Fördervereinigung verständlicherweise bedeckt.
Es wäre nicht klug schon im Vorfeld geplante Vorhaben auszuposaunen damit die Gegenseite genügend Zeit zur Vorbereitung hat.
War klar. Und jetzt sag mir mal, wenn das alles so geheim und bedeckt läuft, warum genau sich die Messerleute hier in einer Interessensvertretung engagieren sollen, wenn sie nicht erfahren können, wer denn genau was wie vertritt.
Nebenbei: Als im Zug der damals bevorstehenden WaffG Novelle ein paar Leute in Berlin einfach ihren Job gemacht haben - wie auch die Jahre vorher verständlicherweise bedeckt und ohne großes Tröten - da kam genau das gaaaaaaanz schlecht an - wenn ich mich recht erinnere. Da hat man sie lieber in der Luft zerlegt. Teile der Fachpresse waren da ganz eifrig mit dabei. Da wäre bei einigen Themen Schweigen wirklich angesagt gewesen. Jetzt ist bedeckt auf einmal wieder angesagt. Wies halt passt.
Auf meine ganz konkreten Fragen ging aber bisher immer noch keiner ein.
Pitter
rainers-messerw
03.04.10, 10:48
War klar. Und jetzt sag mir mal, wenn das alles so geheim und bedeckt läuft, warum genau sich die Messerleute hier in einer Interessensvertretung engagieren sollen, wenn sie nicht erfahren können, wer denn genau was wie vertritt.
Vertrauen gehört schon dazu, klar.
Aber jede rechtlich erzwungene Änderung im WaffG kommt jeder Interessensgruppe zu gute, da damit auch die Anlassgesetzgebung erneut auf den Prüfstand kommt. Und, wie ich schon sagte, das Führ- und Messerverbot ist nicht nur hier, sondern auch bei Jägern und Schützen ein Thema und Anliegen.
Nebenbei: Als im Zug der damals bevorstehenden WaffG Novelle ein paar Leute in Berlin einfach ihren Job gemacht haben - wie auch die Jahre vorher verständlicherweise bedeckt und ohne großes Tröten - da kam genau das gaaaaaaanz schlecht an - wenn ich mich recht erinnere.
Das genau war die so genannte "Geheimdiplomatie", die das FWR sehr viele Mitglieder gekostet hat.
Der Unterschied ist ganz einfach der:
Die einen sagen: Alles unser Verdienst, denn es hätte ja noch viel schlimmer kommen können.
Die Anderen: tun wirklich was. (Verfassungsbeschwerde)
Auf meine ganz konkreten Fragen ging aber bisher immer noch keiner ein.
Das Pitter, überlasse ich auch den offiziellen Beauftragten des FvLW.
Die Stellungnahme wurde hier angekündigt, und ich habe keine Zweifel daran, dass sie auch erfolgen wird.
Hallo Messerfreunde,
mein Name ist Max Braun, ich bin Mitglied im Vorstand der Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e. V. und vom gesamten Vorstand beauftragt die Anfrage von Messerjocke2000 zu beantworten und unsere Haltung zu den vorgetragenen Fragen zu erläutern.
Einleitend ein paar Gedanken zum Waffengesetz (WaffG) und damit verbunden die Problematik für den Besitzer von diversen, vom WaffG erfassten, Messern. Ein Messer kann per Definition eine Waffe sein und unterliegt dann auch den Bestimmungen des Gesetzes. Der Jäger z. B. spricht von der „kalten“ Waffe. Selbst Messer, die nicht zu Waffen erklärt wurden fallen inzwischen auf Grund der Klingenlänge z.B., unter den §42a des WaffG.
Eine Liberalisierung des Gesetzes zu erreichen wird nicht einfach sein, dennoch sollten wir gemeinsam versuchen darauf hinzuarbeiten. Welchen Anlass hatte der Gesetzgeber, um die Verschärfungen des Gesetzes 2003 und zuletzt 2008, vorzunehmen?
Eine Minderheit von Messerbesitzern ist durch Straftaten mit bestimmten Arten von Messern aufgefallen. Der Gesetzgeber sah, durch den Druck der Öffentlichkeit, ausgelöst durch die Medien, die Notwendigkeit, den Besitz und das Führen dieser deliktrelevanten Messer einzuschränken bzw. zu verbieten. Dieses Vorgehen ist das klassische Beispiel von anlassbezogener Gesetzgebung ohne eine spürbare Steigerung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Gesetze gelten nun mal für alle, Ausnahmen für bestimmte Bevölkerungsgruppen sind schwer zu definieren, die eigentliche Zielgruppe kann auch nicht per Gesetz bestimmt werden. Da von diesem Verbot auch Personen betroffen sind/waren, die nicht zu der Klientel gehören, die eigentlich gemeint war, hat man diesen unsäglichen Begriff des „berechtigten Interesses“ geprägt und in das Gesetz aufgenommen. Was dies bedeuten soll, legt jeder anders aus und im Zweifel müssen die Gerichte klären, ob ein „berechtigtes Interesse“ vorlag oder nicht. Die Legislative wollte der Exekutive eine Möglichkeit einräumen, bereits im Vorfeld von möglichen Straftaten tätig zu werden und diese durch eine evtl. Beschlagnahme des Tatwerkzeuges zu verhindern.
Wir, der FvLW e.V., verstehen uns nicht nur als Vertretung von Schusswaffenbesitzern, sondern als Bürgerinitiative, die gegen jegliche Beschränkungen der Grundrechte und anlassbezogene Gesetzgebung eintritt. Daher werden wir auch keinesfalls Messerfreunde, Paintballer oder PC – Gamer zugunsten unseres Waffenbesitzes opfern. Wir werden dieser Salamitaktik entschieden entgegentreten! Dass es uns Ernst ist, zeigt unser Einsatz bei der Vorbereitung der Verfassungsklage.
Wir werden Ihnen hier keine Versprechungen machen, die wir nicht auch einlösen können, aber eines versprechen wir, wir werden die Interessen aller Waffenbesitzer, und dazu zählen wir auch die Messerfreunde, soweit es in unserer Macht steht mit Nachdruck vertreten, gegenüber den Medien und der Politik.
Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns Ihren Forderungskatalog zukommen lassen würden, damit wir Ihre Vorstellungen mit aufnehmen und im Rahmen unserer Möglichkeiten vertreten können.
Um die konkreten Fragen von Messerjocke2000 zu beantworten: Dreimal ein ganz klares JA!
Ob dies realisiert werden kann, muss die Zukunft zeigen.
Wichtig ist aus unserer Sicht, der Zusammenschluss aller vom WaffG und seinen fortgesetzten Verschärfungen Betroffenen sowie ein gemeinsames Auftreten gegenüber den Waffengegnern, den Medien und der Politik. Nur so werden ALLE Interessengruppen wahrgenommen.
Man verfährt mit uns nach dem alten Grundsatz divide et impera, und hat Erfolg damit! DAS müssen wir ändern. Arbeiten und helfen Sie dabei mit!
Wir freuen uns, wenn Sie mit uns in Kontakt treten und Ihre Vorstellungen einbringen.
Grüße und eines frohes Osterfest
Max. P. Braun
FvLW – Info
http://www.fvlw.de/
Dirkb,
Deine Interpretation ist ja wohl ziemlich weit her geholt.
Weit hergeholt? Du argumentierst doch agententheoretisch:
Es wäre nicht klug schon im Vorfeld geplante Vorhaben auszuposaunen damit die Gegenseite genügend Zeit zur Vorbereitung hat.
Wenn du dich im Rahmen des Rechts bewegen willst, wirst du nicht umhin können, der Gegenseite unter Einhaltung gesetzlicher Fristen Mitteilung zu machen. Und wenn du in den Untergrund willst, erscheint die Bekanntgabe im Internet ... nun ... kontraproduktiv. Deshalb meine Vermutung: Deine „Vorhaben“ haben keinen anderen Inhalt außer „man muss (irgend)was tun“.
Statt Inhalt ein schlechter bzw. schlichter Vergleich:
Aber wirfst Du eine Trumpfkarte freiwillig weg, bevor sie sticht?
Wer würde diese Frage mit „Nein“ beantworten? Du verrätst aber nicht mal, ob wir Skat spielen oder doch eher Schellen Trumpf ist.
Messerjocke2000
03.04.10, 16:10
Nebenbei: Als im Zug der damals bevorstehenden WaffG Novelle ein paar Leute in Berlin einfach ihren Job gemacht haben - wie auch die Jahre vorher verständlicherweise bedeckt und ohne großes Tröten - da kam genau das gaaaaaaanz schlecht an - wenn ich mich recht erinnere.
Naja, ich sehe da schon einen Unterschied zwischen:
Wir sagen noch nciht, was wir in Zukunft genau machen, wenn wirs machen, dann aber Transparent.
Und:
Wir sagen nicht was wir wann mit wem machen, machen werden oder gemacht haben.
Wobei ich natürlich auch wissen möchte, was anliegt, sobalds konkret wird. Und was mit Spenden passiert. Usw. usf.
Das sich die Leute von der "neuen Lobby" hier äussern, gibt mir dabei schon mal etwas Hoffnung.
Zusatz: Sich in Parteien Pro-Messer zu engagieren, kann auch nichts schaden...
Warum nicht einfach hier einen Forderungskatalog erstellen und der Fördervereinigung zukommen lassen.
Dabei kann man doch nichts verlieren.
Um Spenden hat auch noch keiner gebeten. Sondern Interesse an uns bekundet.
Um Spenden hat auch noch keiner gebeten. Sondern Interesse an uns bekundet.
Kein Wunder, kann man über das Messerforum ja eine Menge neuer Mitglieder anwerben.
Ich habe einigermaßen verfolgt, was im Schusswaffenbereich seit der letzten WaffG Novelle passiert ist. Wie und gegen wen Stimmung gemacht wurde. Mit welchen Getöse man ein paar Klatscher auf seiner Seite haben wollte.
Sonderlich beeindruckt hat mich das nicht. Das, was da oben als offizielles Statement steht, klingt wie die FDP zu Fragen der Steuersenkung. Und mit Bauchpinseln- und Interessensbekundigungen fängt man Leute, die wichtig genommen werden wollen. Was aber nichts daran ändert, dass meine Fragen, wie man mit diesen Forderungen umzugehen gedenkt:
--- snip ---
1. Alle Einhandmesser wieder legal zu führen sind
2. Die Längenbegrenzung fällt, nach der feststehende Messer nicht mehr geführt werden dürfen
3. Ob sie sich dafür einsetzen würden, dass auch Balis und Springer ohne Begrenzung wieder legal werden, sprich, ob sie sich - was Messer angeht - ein WaffG wie in Österreich vorstellen können. Und sich dafür einsetzen. Auch für Messer, nicht nur für Schusswaffen.
--- snip ----
...nicht beantwortet wurden. Ich mein, das ist ja nicht schwer zu verstehen, was ich da schreibe. Eine Antwort, ob das Forderungen sind, auf die man gemeinsam hinarbeiten kann, steht aber noch aus.
Die Nummer mit der Verfassungsklage ist doch ein Strohmann. Konkret gehts darum - man möge mich korrigieren, falls ich falsch liege - dass seit der letzten WaffG Novelle das OA die Möglichkeit hat, verdachtsunabhängige Kontrollen in den Privathaushalten von Schützen durchzuführen. Um zu prüfen, ob die eingetragenen Waffen auch vorschriftsmäßig sicher verwahrt sind. Als Schütze muss man die Kontrolle dann zwar nicht zulassen, verliert aber unter Umständen seine Zuverlässigkeit und damit die WBK.
Zu der Frage kann man jetzt stehen, wie man möchte. Aber woraus bitte lässt sich ableiten, dass eine Interessengemeinschaft, die diese Verfassungsklage unterstützt, in irgendeiner Weise auch unsere Interessen unterstützt? Anhänger findet diese Klage bei denen, die keinen Bock haben, dass irgendwer ihren Tresor - so vorhanden ;) - untersucht. Das dürfte so ziemlich auf jeden meines GK Schützenvereins zutreffen. Die in der Mehrheit sehr wohl ein Problem damit haben, wenn ich nen 4" Folder auf den Tisch legen. Neben die GK Wummen, die natürlich vollkommen normal sind, klar, sind halt die eigenen Spielzeuge.
Und nebenbei, wenn jetzt erst die Frage nach einem Forderungskatalog kommt - recht viele Messerbesitzer scheints da ja nicht zu geben, sonst wüssten die ja, worums geht.
Pitter
Messerjocke2000
04.04.10, 08:17
Kein Wunder, kann man über das Messerforum ja eine Menge neuer Mitglieder anwerben.
Was ja an sich erstmal nicht verwerflich ist (so sie uns denn auch vertreten)
Eine Antwort, ob das Forderungen sind, auf die man gemeinsam hinarbeiten kann, steht aber noch aus.
Um die konkreten Fragen von Messerjocke2000 zu beantworten: Dreimal ein ganz klares JA!
Zu der Frage kann man jetzt stehen, wie man möchte. Aber woraus bitte lässt sich ableiten, dass eine Interessengemeinschaft, die diese Verfassungsklage unterstützt, in irgendeiner Weise auch unsere Interessen unterstützt?
Daraus lässt sich das sciher nciht ableiten. Zumindest sieht man daran aber schon mal, das nicht nr im stiln Kämmerlein verhandelt wird.
Und nebenbei, wenn jetzt erst die Frage nach einem Forderungskatalog kommt - recht viele Messerbesitzer scheints da ja nicht zu geben, sonst wüssten die ja, worums geht.
Das könnte man ja ändern.
Ich bin von "den Neuen" auch noch nicht restlos überzeugt. Wir werden sehen, was die nächste Runde an Verschärfungsforderungen bringt.
Oder zweifelt jemand, dass die kommen werden? :(
Vor allem: Ich sehe momentan keine Alternatven zur Waffenlobby. persönlich im Umfeld wirken ist sicher gut, reicht aber nicht in die Politik.
Die IMSW ist auch unterstützenswert, wird aber leider nicht durch Verbände, Handel oder die Industrie unterstützt.
Und auch wenn ich es gerne sehen würde, das Pitter zur Expertenanhörung geladen wird, sehe ich auch nicht.
Steffen Schöps
04.04.10, 14:26
Kein Wunder, kann man über das Messerforum ja eine Menge neuer Mitglieder anwerben.
Ich habe einigermaßen verfolgt, was im Schusswaffenbereich seit der letzten WaffG Novelle passiert ist. Wie und gegen wen Stimmung gemacht wurde. Mit welchen Getöse man ein paar Klatscher auf seiner Seite haben wollte.
Sonderlich beeindruckt hat mich das nicht. Das, was da oben als offizielles Statement steht, klingt wie die FDP zu Fragen der Steuersenkung. Und mit Bauchpinseln- und Interessensbekundigungen fängt man Leute, die wichtig genommen werden wollen. Was aber nichts daran ändert, dass meine Fragen, wie man mit diesen Forderungen umzugehen gedenkt:
--- snip ---
1. Alle Einhandmesser wieder legal zu führen sind
2. Die Längenbegrenzung fällt, nach der feststehende Messer nicht mehr geführt werden dürfen
3. Ob sie sich dafür einsetzen würden, dass auch Balis und Springer ohne Begrenzung wieder legal werden, sprich, ob sie sich - was Messer angeht - ein WaffG wie in Österreich vorstellen können. Und sich dafür einsetzen. Auch für Messer, nicht nur für Schusswaffen.
--- snip ----
...nicht beantwortet wurden. Ich mein, das ist ja nicht schwer zu verstehen, was ich da schreibe. Eine Antwort, ob das Forderungen sind, auf die man gemeinsam hinarbeiten kann, steht aber noch aus.
Die Nummer mit der Verfassungsklage ist doch ein Strohmann. Konkret gehts darum - man möge mich korrigieren, falls ich falsch liege - dass seit der letzten WaffG Novelle das OA die Möglichkeit hat, verdachtsunabhängige Kontrollen in den Privathaushalten von Schützen durchzuführen. Um zu prüfen, ob die eingetragenen Waffen auch vorschriftsmäßig sicher verwahrt sind. Als Schütze muss man die Kontrolle dann zwar nicht zulassen, verliert aber unter Umständen seine Zuverlässigkeit und damit die WBK.
Zu der Frage kann man jetzt stehen, wie man möchte. Aber woraus bitte lässt sich ableiten, dass eine Interessengemeinschaft, die diese Verfassungsklage unterstützt, in irgendeiner Weise auch unsere Interessen unterstützt? Anhänger findet diese Klage bei denen, die keinen Bock haben, dass irgendwer ihren Tresor - so vorhanden ;) - untersucht. Das dürfte so ziemlich auf jeden meines GK Schützenvereins zutreffen. Die in der Mehrheit sehr wohl ein Problem damit haben, wenn ich nen 4" Folder auf den Tisch legen. Neben die GK Wummen, die natürlich vollkommen normal sind, klar, sind halt die eigenen Spielzeuge.
Und nebenbei, wenn jetzt erst die Frage nach einem Forderungskatalog kommt - recht viele Messerbesitzer scheints da ja nicht zu geben, sonst wüssten die ja, worums geht.
Pitter
Hallo Pitter, hallo andere,
in meiner ersten Antwort habe ich meinen Standpunkt für mich klar vertreten und äussere ihn dann jetzt noch einmal:
Also sind diese Verbote wieder politischer Aktionismus und wir lehnen sie daher ab.
http://www.messerforum.net/showpost.php?p=678413&postcount=10
Ich lehne Verbote von Messerarten ab und setzte mich für ein Waffengesetz ein, dass frei von Messerverboten ist.
Das tue ich, weil ich mir sicher bin, dass das Verbot einer Messerart nur zu einem Ausweichen auf eben andere Messerarten geführt hat und führen wird, aber eben nicht dazu geeignet ist, gewaltbereits Menschen von dem Einsatz eines Messers abzuhalten. Einen Sicherheitsgewinn kann ich bei bestem Willen nicht erkennen, also muss das geändert werden.
rainers-messerw
04.04.10, 14:42
Zur Richtigstellung Pitter.
Messerjocke2000 hat Deine Fragen 1,2,+3 aus Deinem ersten Beitrag hier kopiert und sie so in seiner e-mail Anfrage an Max Braun geschickt.
Messerjockes Fragen waren also Deine.
Dazu hat Max Braun geschrieben:
Um die konkreten Fragen von Messerjocke2000 zu beantworten: Dreimal ein ganz klares JA!
Zu der Frage kann man jetzt stehen, wie man möchte. Aber woraus bitte lässt sich ableiten, dass eine Interessengemeinschaft, die diese Verfassungsklage unterstützt, in irgendeiner Weise auch unsere Interessen unterstützt? Anhänger findet diese Klage bei denen, die keinen Bock haben, dass irgendwer ihren Tresor - so vorhanden ;) - untersucht. Das dürfte so ziemlich auf jeden meines GK Schützenvereins zutreffen. Die in der Mehrheit sehr wohl ein Problem damit haben, wenn ich nen 4" Folder auf den Tisch legen. Neben die GK Wummen, die natürlich vollkommen normal sind, klar, sind halt die eigenen Spielzeuge.
Pitter
In meinem schießsportlichen Verein wird jedes gute Messer geschätzt, wir haben alle unsere vorgeschriebenen Tresore, wir sehen Waffen nicht als "Spielzeuge", das Grundgesetz ist uns wichtig. MEINE und DEINE Interessen, diese Differenzierung hat die bestehenden Waffengesetze möglich gemacht.
Messerjocke2000
16.04.10, 20:55
Anhänger findet diese Klage bei denen, die keinen Bock haben, dass irgendwer ihren Tresor - so vorhanden ;) - untersucht.
Also eigentlich gehts ja darum, dass unangekündigt und ohne Vorverdacht die Wohnung kontrolliert werden soll.
Das die entsprechenden Behältnisse zur Lagerung vorhanden sind, muss der Waffenbesitzer ja mittlerweile schon vor dem Erwerb der Waffe nachweisen...
Von daher ist die Verfassungsklage mMn durchaus angebracht. Auch wenns mir persönlich nix bringt. Ist auf für mich schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
In meinem schießsportlichen Verein wird jedes gute Messer geschätzt, wir haben alle unsere vorgeschriebenen Tresore, wir sehen Waffen nicht als "Spielzeuge", das Grundgesetz ist uns wichtig. MEINE und DEINE Interessen, diese Differenzierung hat die bestehenden Waffengesetze möglich gemacht.
Habe ichs in diesem thread schon geschrieben? ;), wenn ja, machts auch nix: In meinem Schießsportverein, ausschliesslich GK kurz - und viele nach dem Motto umso dicker, desto besser - gibts nicht weniger Vorbehalte, wenn ich mal mit was anderem, als nem SAK aufgetaucht bin, als bei der örtlichen Töpfergruppe. "Waaaaaaaaaaas, mit sowas rennst Du rum, was willst damit"..usw, das übliche halt. Oder, auch ein Klassiker: Jäger "Mir doch wurscht, ob sie "denen" ihre Messer wegnehmen, ich als Jäger kann sie ja weiter tragen".
Ist ja nicht so, dass ich hier im messerforum auf einer Insel lebe, und keine Ahnung habe, was im Waffenbereich passiert. Und deswegen braucht man mir auch nicht zu erzählen, dass Sportschützen und ihre Vertreter per se Freunde der Messerfreunde hier sind. Die Politik soll doch bitte den anderen das Schäufelchen wegnehmen, Hauptsache wir behalten unseres.
Recht lange mit dem Finger auf andere zeigen muss man aber auch nicht, stimmt. Denn ich erinnere an zig Diskussionen hier im Forum (aber auch "draussen", wo es Menschen gibt), wo die "Messerleute" das gleiche Spiel andersrum gespielt haben: "Wozu braucht man ne Schusswaffe. Die ist doch nur zum Töten. Aber mein Messer..blabla..:"
Und genau so liefen und laufen zig Diskussionen auch wenns um Paintball/Airsoft, oder "Killerspiele" geht. Jeder will sein Ding weiter machen, solln sie halt die anderen einschränken, denn die sind die Bösen und Schuld und überhaupt, jedenfalls die.
Die Tatsache, dass jede Interessengruppe nur die jeweils eigenen Interessen vertritt und vertreten haben möchte, ist ein ziemlicher Stolperstein, stimmt. Das ist aber keine neue Erkenntnis, das haben wir hier schon in der Diskussion um die letzte WaffG Novelle und das Getöse hinterher durch. Muss man halt mal lesen.
Und zu dem was Steffen oben schreibt "Ich lehne Verbote von Messerarten ab und setzte mich für ein Waffengesetz ein, dass frei von Messerverboten ist. " - ich kauf ihm das ab.
Bleiben aber die Fragen 1. Sieht das die Mehrheit der Mitglieder auch so und 2. Was passiert konkret, wenns um Verhandlungen um Änderungen im WaffG geht.
Da ist im Rahmen der letzten beiden WaffG Novellen eben gar nix passiert. Im Gegenteil. Deals nach dem Motto "Mein Schüppchen" haben erst zu bestimmten Verboten geführt. Verbietet halt die Butterflies und Automatikmesser >85mm, produzieren wir eh nicht. Aber lasst uns den Rest. Schwupps war der Rest bei der nächste Novelle halt auch weg. Ja, blöd gelaufen das.
Da wird man - hoffentlich - recht skeptisch, ob die nächste Gruppe, die sich als Lobbyvertretung hinstellt, dann tatsächlich was anderes vertritt.
Pitter
Also eigentlich gehts ja darum, dass unangekündigt und ohne Vorverdacht die Wohnung kontrolliert werden soll.
Schon klar. Wo ist der Aufreger? Einen Steuerprüfer muss ich auch in meine Wohnung lassen, wenn ich mein Büro in der Wohnung habe. Und wenn mein Freund mit seiner Chemiefirma meint, er müsse Chemikalien ab einer bestimmten Gefahrstoffgruppe in der Garage lagern, darf da die Gewerbeaufsicht auch mal vorbei. So what?
Ok, jeder kann ja Geld verblasen, wofür er möchte. Best Case ist, die Anordnung ist rechtswidrig. Ok. Sonst noch was? "Waffennarren wollen sich nicht ins Kämmerchen schauen lassen" schreibt die BILD. Der Schießsport, der gegenüber anderen Ländern eh schon im Hintertreffen ist, ist damit aber nicht weiter. Die öffentliche Stimmung, nach der jeder Waffenbesitzer eh nur knapp hinter Massenmörder und schießwütigem Asozialen steht, auch nicht.
Wenns um meine Kohle geht, würde ich lieber ne tausenderpackung Bällchen für Erbsenpistolen-IPSC mit Kindern und Jugendlichen - samt ihren Eltern ;) - spendieren. Das ist, nach meiner Meinung und Überzeugung, die beste Idee, die ich in den letzten Jahren mitbekommen habe. Die würde ich gerne für den Messerbereich klauen ;)
Pitter
rainers-messerw
17.04.10, 16:14
Messerjocke hat im Großen und Ganzen recht. Das Problem ist aber wesentlich vielschichtiger.
Grundsätzlich ist das WaffG ein Bundesgesetz. Der Vollzug ist aber Sache der Länder. Was heißt, jedes Bundesland kann Bestimmungen nach eigenem Gutdünken auslegen.
Beispiel: In dem einen Bundesland wird ein Wanderer, der ein Überlebensmesser mit 15 cm Klingenlänge trägt unbehelligt gelassen, in dem nächsten Bundesland besteht die Obrigkeit auf dem Führverbot und erkennt keinen allgemein anerkannten Zweck an.
Genau so ist es mit den unangemeldeten, verdachtsunabhängigen Kontrollen.
Früher, d. h. vor dem 25.7.2009 konnten die Behörden bei einem „begründeten Verdacht“ die Aufbewahrung der Waffen vor Ort kontrollieren.
Jetzt, nach dem neuen WaffG können sie es bei legalen Waffenbesitzern jederzeit!
Jeder Kriminelle, ist vor dieser Willkür geschützt. Bei dem braucht die Polizei einen Haussuchungsbefehl.
Einige Bundesländer machen sich dieses Recht aber zur Pflicht.
Es wird neues Personal eingestellt (in einem Bundesland waren sogar 400 Euro Jobber im Gespräch) das nur und ausschließlich diese Kontrollen durchführen soll.
Das kostet natürlich Geld und Löhne. Die meisten Gemeinde- oder Landkreissäckel sind aber leer.
Und diese Arbeitsplätze sollen natürlich auch dauerhaft erhalten bleiben.
Kurzum, mancherorts bildet man sich ein, die Kontrolleure in einer Endlosschleife die legalen Waffenbesitzer abklappern zu lassen, und (mit einem „kleinen Gewinn“ natürlich) die Kosten auch von den Waffenbesitzern einzutreiben.
Konkret sieht das dann so aus:
„Wir kontrollieren jeden Waffenbesitzer alle drei Jahre, und dafür werden für den Waffenbesitzer dann 155,- € fällig.“
Das würde dann auch z. B. die Messersammler betreffen, die noch die jetzt verbotenen Balis, Fallmesser etc. mit Ausnahmegenehmigung legal besitzen.
Es geht nicht darum, dass die Aufbewahrung nachgewiesen werden muss, und auch kontrolliert werden kann, (Das war vorher auch schon bei begründetem Verdacht möglich.) es geht um die Willkür, wie es gemacht werden kann und teilweise gemacht wird.
Und da Pitter:
Mir doch wurscht, ob sie "denen" ihre Messer wegnehmen, ich als Jäger kann sie ja weiter tragen
Und da:
Wozu braucht man ne Schusswaffe. Die ist doch nur zum Töten. Aber mein Messer..blabla..
Gebe ich Dir vollkommen Recht.
Und das ist die Krankheit unserer Fraktionen.
Aus diesem Grunde gab es bisher keine Reaktion der Betroffenen auf Waffenrechtsverschärfungen!
Die Verbände (DJV, DSB, BDMP, VDB etc.) beißen nicht die Hand, die sie füttert.
Widerstand muss aus den unteren Reihen kommen.
Und da gibt es z. Zt. nur die FvLW.
Anstatt zu fragen: „Was können denn die für uns tun?“ bringt Euch doch ganz einfach mal ein!
Max Braun ist Euer Ansprechpartner!
Schickt ihm doch Eure Vorstellungen, zu denen Ihr bereit wäret die FvLW zu unterstützen.
Oder wie ernst ist es Euch mit Eurem Protest gegen diese unsinnigen Verbote?
...
Oder wie ernst ist es Euch mit Eurem Protest gegen diese unsinnigen Verbote?
So ernst, dass "wir" hier im Forum eine Petition verfasst und eingereicht haben, die ohne Chance auf einen zweiten Versuch abgelehnt wurde - neben vielen Einzelpetitionen. Sie wurden im Laufe des Werdegangs dann zusammengefasst und geschlossen abgelehnt.
Tu doch jetzt mal nicht so, als würde hier nur planlos diskutiert oder als wäre von hier aus dem Forum absolut gar nichts versucht worden, auf eine Art etwas zu bewegen oder zu "bremsen".
Gruß Andreas
Grundsätzlich ist das WaffG ein Bundesgesetz. Der Vollzug ist aber Sache der Länder.
Bekannt
Was heißt, jedes Bundesland kann Bestimmungen nach eigenem Gutdünken auslegen.
Beispiel: In dem einen Bundesland wird ein Wanderer, der ein Überlebensmesser mit 15 cm Klingenlänge trägt unbehelligt gelassen, in dem nächsten Bundesland besteht die Obrigkeit auf dem Führverbot und erkennt keinen allgemein anerkannten Zweck an.
Du schmeisst viel in einen Topf und rührst drin um.
Der Vollzug des WaffG ist Sache der Länder, stimmt.
Die Rechtsprechung und Interpretation der Rechtslage ist Sache eines Richters. Der ist von den "Ländern" unabhängig. Eine einheitliche Verwaltungsvorschrift gibt es nicht, nach meiner Kenntniss gibt es zum Thema Messer/WaffG auch keine behördeninternen Mitteilungen.
Wir haben also ein allgemeines Wirrwarr in dem erstmal jeder Polizist vor Ort, dann - im Falle eines OWI Verfahrens - der Beamte in der zuständigen Verwaltungsbehörde und letztlich (wenns denn wenigstens einer mal durchzöge) ein Richter frei entscheidet.
Letztes gilt nun ja nicht nur fürs WaffG, insofern weiss ich nicht, warum der Föderalismus ein Thema sein soll.
Genau so ist es mit den unangemeldeten, verdachtsunabhängigen Kontrollen.
Früher, d. h. vor dem 25.7.2009 konnten die Behörden bei einem „begründeten Verdacht“ die Aufbewahrung der Waffen vor Ort kontrollieren.
Jetzt, nach dem neuen WaffG können sie es bei legalen Waffenbesitzern jederzeit!
Jeder Kriminelle, ist vor dieser Willkür geschützt. Bei dem braucht die Polizei einen Haussuchungsbefehl.
Nein. Einen richterlichen Beschluss nach §105 StPO. Und auch §39 WaffG erfordert für eine Durchsuchung der Wohnung die "Abwehr dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung". Das ist nicht "jederzeit".
1. Wie soll der "begründete Verdacht" aussehen? Warten, bis der zur Grillparty eingeladene Nachbar zum OA rennt, weil der die zehn Flinten am Kettchen hinterm Abzugsbügel gesehen hat?
2. Die Nummer mit dem "Kriminellen" ist Polemik. Grundsätzlich braucht es zur Durchsuchung einer Wohnung einen richterlichen Beschluss. Grundsätzlich verwahrt aber nicht jeder zu Hause Waffen. Genauso, wie eben nicht jeder sein Büro zu Hause hat. Wenn ich nicht will, dass der Steuerprüfer meine Wohnung sieht, muss ich halt ein Büro mieten. Wenn ich nicht will, dass das Gewerbeaufsichtsamt oder die BG in meine Garage läuft, muss ich meinen Maschinenpark oder etwaige, gefährliche Betriebsmittel eben in ausschließlich von mir gewerblich genutzte Räume stellen. Dein Punkt ist? Du darfst Dir auch gerne mal §200 AO durchlesen ;) Auch der hat offensichtlich noch rechtlichen Bestand.
Auf das groß angekündigte Verfahren bin ich ja mal richtig gespannt. Obwohls im Ergebnis recht unspannend ist, die tatsächliche Lage der Schützen (und sonstigen Waffen-, Messerbesitzer ändert sich dadurch ja genau Null). Oder was genau übersehe ich da?
Es wird neues Personal eingestellt (in einem Bundesland waren sogar 400 Euro Jobber im Gespräch) das nur und ausschließlich diese Kontrollen durchführen soll.
Anderes Thema. Auch ich möchte nicht Hinz und Kunz in meiner Wohnung haben, ACK.
Konkret sieht das dann so aus:
„Wir kontrollieren jeden Waffenbesitzer alle drei Jahre, und dafür werden für den Waffenbesitzer dann 155,- € fällig.“
Und? Ich kenne jetzt wenig Waffenbesitzer, die aus Armut heraus wiederladen und nur mit verschlissenen CZ schiessen.
Das würde dann auch z. B. die Messersammler betreffen, die noch die jetzt verbotenen Balis, Fallmesser etc. mit Ausnahmegenehmigung legal besitzen.
Dafür gibts keine Ausnahmegenehmigungen, zumindest nicht für Privatleute.
Aus diesem Grunde gab es bisher keine Reaktion der Betroffenen auf Waffenrechtsverschärfungen!
Das ist falsch. Das trifft aufs Messerforum nicht zu. Das trifft übrigens auch auf die Waffenbranche nicht zu. Es ist nur nicht so, dass alle das, was sie tun, in Foren breit treten.
Anstatt zu fragen: „Was können denn die für uns tun?“ bringt Euch doch ganz einfach mal ein!
Max Braun ist Euer Ansprechpartner!
Schickt ihm doch Eure Vorstellungen, zu denen Ihr bereit wäret die FvLW zu unterstützen.
Das ist recht simpel.
Das da http://www.fvlw.de/wp-content/uploads/2009/07/FvLW_Satzung.pdf hat zwar sechs Seiten, der Kernpunkt, nämlich §2 zur Zweckbestimmung ist Wischiwaschi.
Da würde ich nichtmal unterschreiben, wenn ich den Keller voller Schusswaffen hätte. Geschweige denn, wenns mir nur um Messer geht.
Es ist nicht mein Job, einem Verein zu erklären, was er sein muss, damit ich Mitglied werde. Ich renn nicht zu nem Tennisverein und sag, ich tret ja gerne bei, wenn sie mindestens vier Schießstände aufbauen. Das Angebot muss mir entsprechen, nicht andersrum. Wenn ich nur innerhalb dieses threads bleibe, das hier:
http://www.pro-legal.de/index.php/zielestrategie/strategie/ und
http://www.pro-legal.de/wp-content/uploads/2010/02/Satzung_eV.pdf
hat schon mehr Fleisch. Aber auch da fehlen mir die Messer. Jamei, so ists halt, wenn man Messerleute haben will. Jedenfalls - und das ist für mich der Kernpunkt - lasse ich mein Forum nicht vor irgendeinen Ochsenkarren spannen, wenn ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass man an einem Strang zieht.
Pitter
Messerjocke2000
18.04.10, 10:28
1. Wie soll der "begründete Verdacht" aussehen? Warten, bis der zur Grillparty eingeladene Nachbar zum OA rennt, weil der die zehn Flinten am Kettchen hinterm Abzugsbügel gesehen hat?
Warum denn nicht? Hat doch bisher auch ganz gut funktioniert. "Früher" hing die Flinte beim Jäger an der Gaderobe, die Mun daneben in der Manteltasche.
So viel mehr als heute ist damals auch nicht passiert. Und Amokläufe gabs damals auch deutlich weniger. (Wenn man denn unbedingt bei absolut raren Ereignissen von Häufiger sprechen will)
Wenn nachgewiesen ist, dass die Möglichkeit besteht, die Kniften korrekt wegzusperren ists doch gut.
Dafür gibts keine Ausnahmegenehmigungen, zumindest nicht für Privatleute.
Doch, zur Erweiterung einer kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung gibts das auch für Privatleute. Das war zumindest die Antwort, die ich damals vom BKA bekommen habe...
Jedenfalls - und das ist für mich der Kernpunkt - lasse ich mein Forum nicht vor irgendeinen Ochsenkarren spannen, wenn ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass man an einem Strang zieht.
OK, dass kann ich nachvollziehen. Was ich als Privatperson mache und was "das Forum" öffentlich macht, sind zwei paar Schuhe, stimmt.
Ich persönlich sehs mittlerweile nämlich genau andersrum: Wer für Freiheiten kämpft, hat erstmal mein Wohlwollen, selbst wenns Freiheiten sind, die ich zur Zeit nicht "brauche"...
rainers-messerw
18.04.10, 16:10
Andreas, meine Frage bezog sich eigentlich auf eine Zusammenarbeit mit der FvLW. Da ich noch nicht lange hier im Forum bin, kann ich nicht wissen, was Ihr schon alles versucht habt.
Aber Du hast ja selbst beschrieben, wie seitens des Ausschusses kleinere Petitionen, die zu wenig Unterstützer bekommen, abgeschmettert werden. Sind halt 50.000 Unterstützer erforderlich.
Auch jede Interessensvertretung wird gefragt: „Wie viele Mitglieder vertreten Sie?“ Die Mindestanzahl wird wohl in der Größenordnung anzusiedeln sein wie die Mindestgröße für einen Verband. Das sind 10.000 Mitglieder.
Wenn Ihr die zusammen bringt, könnt Ihr schon was auf die Beine stellen.
Wenn alle an einem Strang ziehen, Messerfreunde, Sportschützen, Jäger etc. haben alle mehr Chancen, als wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht.
Pitter,
Die Rechtsprechung und Interpretation der Rechtslage ist Sache eines Richters.
Das ist schon richtig! Nur leider, so wie Du es auch richtig geschrieben hast, erst in letzter Instanz. Und selbst wenn ein OLG ein Urteil fällt, gilt das nur im Zuständigkeitsbereich des entsprechenden OLG. Den Fall hatten wir schon mal am 27.4.2007 am OLG Karlsruhe mit einem Urteil gegen die 0,5 Joule Grenze für Soft Air Spielzeugwaffen.
Nein. Einen richterlichen Beschluss nach §105 StPO. Und auch §39 WaffG erfordert für eine Durchsuchung der Wohnung.....
Das sind zwei Paar Stiefel Pitter.
Eine Hausdurchsuchung geht nur auf Grund eines richterlichen Beschlusses.
Nach WaffG (es ist der § 36 Abs. 3) erfolgt keine Hausdurchsuchung, sondern eine Kontrolle der Aufbewahrung von Waffen und Munition. Und die ist jederzeit ohne Haussuchungsbefehl, ohne Grund und ohne Anmeldung möglich!
Es gibt wohl kaum einen Waffenbesitzer, der seine Waffen nicht in der Wohnung, sondern z.B. in einem nicht bewohnten Nebengebäude aufbewahrt.
Wäre auch ziemlich unklug, da zur Aufbewahrung in einem nicht dauernd bewohnten Gebäude strengere Aufbewahrungsvorschriften gelten. Es müssen Tresore mit einem höheren Widerstandsgrad angeschafft werden, die natürlich auch einen höheren finanziellen Aufwand bedeuten.
Und? Ich kenne jetzt wenig Waffenbesitzer, die aus Armut heraus....
Mit dem Argument liegst Du aber wirklich daneben.
Ich möchte Dich sehen, wenn Du für eine Verkehrskontrolle, sagen wir mal 50 Euro berappen solltest. Auch wenn Du es Dir finanziell leisten könntest.
Das ist durchaus vergleichbar, denn eine solche Verkehrkontrollgebühr stünde rechtlich auf genau so unsicheren Beinen, wie die Gebühr für die Waffenkontrollen.
Zu der Ausnahmegenehmigung hat Dir Messerjocke ja was geschrieben, was ich nur bestätigen kann.
.....lasse ich mein Forum nicht vor irgendeinen Ochsenkarren spannen,.....
Wer verlangt das denn Pitter?
Es erwartet niemand, dass Du hier gleich Heil und Viva schreist.
Ich möchte Dich aber daran erinnern, dass die Kontaktaufnahme von Eurer Seite aus erfolgt ist.
Für mich ist das hier eine ganz normale Diskussion, bei der Für und Wider FvLW im Interesse der Messerfreunde abgewägt wird.
Natürlich nehme ich da Partei „Für“!
Ich bin ein ganz einfaches Fördermitglied im FvLW, so wie viele hier auch Fördermitglied im Messerforum sind.
Für mich ist die Sache an sich wichtig. Diese ganze Anlassgesetzgebung gehört endlich mal auf den Prüfstand.
Und das ist nur möglich in dem so viele Punkte des WaffG wie nur möglich, z.B. auch durch diese Verfassungsbeschwerde, juristisch angegriffen werden.
Der Prüfstand ist dann die nächste WaffG-Novelle. (Hoffentlich nicht eine erneute Anlassgesetzgebung)
Da werden Verhandlungen geführt, und Interessensvertretungen gehört.
Welche Interessensgruppe bei solchen Verhandlungen der Gewinner ist, ist nicht vorherzusagen.
Die Regierung wird die Verbote fallen lassen, die sie für am entbehrlichsten hält.
Da sollte dann z.B. auch angesprochen werden wie eine Falschaussage eines Kriminaldirektor Oliver Tölle pro Messerverbot im Nachhinein zu bewerten ist, und welchen Einfluss das auf die damalige Gesetzesgebung hatte.
Da besteht die Möglichkeit, dass Verbote sang und klanglos verschwinden.
So, wie auch schon die 25% - Regelung für Springmesser 2008 verschwunden ist.
Und da halte ich die FvLW derzeit für die einzig mögliche Interessensvertretung.
Die Einstellung: „Ich vertrete nur meine Interessen!“ halte ich für falsch!
Lasst uns ALLE das GESAMTE WaffG in Frage stellen.
Dann haben wir vielleicht Aussicht auf Erfolg.
Konkret sieht das dann so aus:
„Wir kontrollieren jeden Waffenbesitzer alle drei Jahre, und dafür werden für den Waffenbesitzer dann 155,- € fällig.“
Das würde dann auch z. B. die Messersammler betreffen, die noch die jetzt verbotenen Balis, Fallmesser etc. mit Ausnahmegenehmigung legal besitzen.
Es geht nicht darum, dass die Aufbewahrung nachgewiesen werden muss, und auch kontrolliert werden kann, (Das war vorher auch schon bei begründetem Verdacht möglich.) es geht um die Willkür, wie es gemacht werden kann und teilweise gemacht wird.
Kannst du das belegen, das behördliches Handeln (mit gesetzlichem Auftrag)
so in Rechnung gestellt wird?
Das würde mich wirklich sehr interessieren...
Solche "Betretungsrechte" sind keine Willkür sondern rechlicher Alltag
in Deutschland. In vielen Gesetzen sind diese verankert und schränken
insoweit als förmliches Gesetz das Grundrecht ein.
Messerjocke2000
19.04.10, 07:09
Solche "Betretungsrechte" sind keine Willkür sondern rechlicher Alltag
in Deutschland. In vielen Gesetzen sind diese verankert und schränken
insoweit als förmliches Gesetz das Grundrecht ein.
Das macht es ja trotzdem ncht in jedem Fall richtig, oder?
Das es in einigen Situationen nötig ist, Dinge zu prüfen, stellt auch "die Waffenlobby" nicht in Frage.
Nur halt, ob es in diesem Falle verhältnismässig ist.
Es geht ja nicht darum zu prüfen, ob die Tresore da sind oder ob illegale Waffen vorhanden sind.
Es geht nur darum zu prüfen, ob der Besitzer die Plempen auch wirklich in den Tresor legt oder nicht.
Und da ist es mMn. eben nicht Verhältnismässig, den §13 einzuschränken.
Es geht nur darum zu prüfen, ob der Besitzer die Plempen auch wirklich in den Tresor legt oder nicht.
Und da ist es mMn. eben nicht Verhältnismässig, den §13 einzuschränken.
Was wäre denn verhältnismäßig bzw. deiner Meinung nach angebracht?
Mit Vorankündigung? Wie willst du trennen? Nur eine grundsätzliche
Verbotsnorm minderst Risiken kurzfristig und oberflächlich und natürlich
die einhergehende Norm, diese Verbotsnorm zu überwachen.
Es geht halt einfach nich anders. Dass die Gründe für diese rechtlichen
Entwicklungen woanders liegen und auch anders bekämpft werden
müssen, hatten wir hier schon tausendfach besprochen. Weisste ja...:)
Pitter hat es ja auch schon angedeutet. In anderen Situationen haben
Bürger das Betreten der Wohnung ebenfalls zu dulden. Hier sind die
Hintergründe nicht schwerwiegender...IMO.
belegen, das behördliches Handeln (mit gesetzlichem Auftrag)
so in Rechnung gestellt wird?
Das würde mich wirklich sehr interessieren...
Ist zwar aus einem anderen Fachbereich, aber so wird es tatsächlich gemacht. Für bestimmte Fluglizenzen muss man seit 2003 "freiwillig" beantragen, seine Zuverlässigkeit (dass man kein Terrorist ist) durch verschiedene Behörden "überprüfen" lassen. Diese gesetzlich verordnete Überprüfung muss der Lizenzinhaber von sich aus "freiwillig" beantragen, und darf sie dann nach Erhalt der Bestätigung bezahlen. Für Privatinhaber zwischen 30 und 50€, für berufliche Lizenzinhaber das doppelte.
Beantragt man nicht, oder bezahlt sie danach nicht, wird die Lizenz widerrufen - die Lizenzen waren bis dahin lebenslang gültig und wurden wenn überhaupt, nur aus wirklich schwerwiegenden Gründen (Gesundheit, Haftstrafe etc.) widerrufen. Seit dem nur noch 5 Jahre, bzw. zwei Jahre für die verschiedenen Klassenberechtigungen. Der böse Witz daran ist, dass man vor 2003 regulär - so oder so - d.h. stichprobenweise behördenintern oder - übergreifend kontrolliert (d.h. überprüft) wurde, weil man in den Verlängerungs- bzw. Neuerteilungsanträgen bereits per Kreuz bestätigt hat, dass keine Verfahren anhängig sind, bzw. dass man der Überprüfung bei bestimmten Behörden (KBA, LBA, OA oder sonstige Zentrale Register) zustimmt.
Dagegen wurde von mehreren Verbänden gemeinschaftlich Verfassungsbeschwerde, bzw. Klage eingereicht, und sie wurde in diesem Punkt abgewiesen und diese Praxis höchstrichterlich für rechtens befunden. Ist wie gesagt ein anderer Fachbereich, aber die Praxis läuft vom Grundprinzip genaus so ab, wie hier zur Aufbewahrung/Kontrolle von eingetragenen Waffen beschrieben.
Gruß Andreas
Messerjocke2000
19.04.10, 12:29
Was wäre denn verhältnismäßig bzw. deiner Meinung nach angebracht?
Mit Vorankündigung?
Gar nicht.
Jedenfalls nicht ohne Anfangsverdacht, dass was falsch läuft.
Es geht halt einfach nich anders.
Gut ,das sehe ich halt komplett anders. In anderen Ländern gehts, hier gings bisher auch...
Dass die Gründe für diese rechtlichen
Entwicklungen woanders liegen und auch anders bekämpft werden
müssen, hatten wir hier schon tausendfach besprochen. Weisste ja...:)
Eben. Und wenn eine Norm nicht zweckdienlich, nicht nötig und nicht verhältnissmässig ist, gehört sie weg.
Ich weiss, immer diese Liberalen...;)
Gar nicht.
Jedenfalls nicht ohne Anfangsverdacht, dass was falsch läuft.
Naja dafür bedarf es halt eines Strafverfahrens und diese Kontrollen
send eben verdachtsunabhängig, bzw. spielen sich im Verwaltungsverfahren
ab.
Zweckdienlich finde ich die Vorschrift schon, dient ja nur der
Kontrolle der Aufbewahrung. Ob die Kontrolle jedoch sinnvoll ist,
darüber lässts sich herrlich streiten...:hehe:
@Andreas
Danke für deine Ausfürhungen! ;)
rainers-messerw
19.04.10, 12:47
Kannst du das belegen, das behördliches Handeln (mit gesetzlichem Auftrag)
so in Rechnung gestellt wird?
Das würde mich wirklich sehr interessieren...
Da gibt es einiges Lesematerial im Netz:
http://www.badische-zeitung.de/auf-die-waffenbesitzer-kommen-teure-kontrollen-zu
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/ein-echter-schnellschuss?r=68#last-comment
http://www.schwarzwaelder-bote.de/wm?catId=11673787&artId=14802794&offset=11
Eine Fördervereinigung könnte auch ja mal prüfen ob die Gesetze handwerklich okay sind.
Wenn ich morgens in die B... B... Bboulevardpresse schaue und die Änderungen der Verkehrsgesetze seit 1946 wegen handwerklicher Fehler ("Zitiergebot") rechtlich in Zweifel gezogen werden, kann ich mir nur zu gut Vorstellen dass dieselben Handwerker auch bei diesen Gesetzen gepatzt haben.
Und wegen der Gebühren kann ich nur mein Hirn anwerfen und mal so in den Ablagen der 1990er Jahre wühlen. Da wurde schon wegen leerer Kassen gefordert "dass die Gebühren für Kommunale Leistungen bis an die Schmerzgrenze erhöht werden müssen". Jetzt kommt dann noch die Diskriminierung andersartig Interessierter dazu. Die Reich zu sein scheinen weil sie für Ihre Interessen sehr viel Geld ausgeben (müssen).
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