Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : How to: Aufgeschweißte Backen
hallo allerseits,
Nachdem ich hier:
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=80232
ersucht wurde die Entstehung eines Messers mit aufgeschweißten Backen zu dokumentieren, habe ich dieses mal ein paar Fotos gemacht.
Bild1+2: Die Klinge und das Puddeleisen werden blank geschliffen. Dann wird das Puddeleisen mit zwei Schweißpunkten angeheftet.
Bild3+4: Nach dem Schweißen. Wie man sieht habe ich das Puddeleisen kaum deformiert. Die Schläge bei so einer Schweißung müssen dosiert ausfallen, sonst liegt die Klinge nacher verbogen in den Backen.
restliche Bilder: Das Puddeleisen wird überschliffen und das Ende im rechten Winkel plangefräst/feilt. Später kommt hier eine Bohrung mit Gewinde rein in das eine Gewindestange als Erl eingeschraubt wird. Für ein Küchenmesser ist diese Bauweise bei weitem stabil genug.
Der Übergang zwischen Backen und Klinge wird am Bandschleifer mit einem kleinen Kontaktrade herausgeschliffen. Das ist gefühlssache, da lassen sich nur schwer Tipps geben.
Bei Fragen, einfach stellen ;)
mfg
Ulrik
Das sieht gut aus. Aber wie machst Du jetzt den Griff dran?
Gruß Egbert
noob-rider
20.03.10, 09:44
Hat er doch im Text beschrieben:
Später kommt hier eine Bohrung mit Gewinde rein in das eine Gewindestange als Erl eingeschraubt wird.
Schaut gut aus. :super:
Gruß,
Kai
... Später kommt hier eine Bohrung mit Gewinde rein in das eine Gewindestange als Erl eingeschraubt wird. Für ein Küchenmesser ist diese Bauweise bei weitem stabil genug ...
mfg
Ulrik
... ich könnte mir auch vorstellen das dies für die meisten EDC geeignet währe ... :steirer:
Nicht jeder ist Jäger oder nutzt sein Messer für diverse Hebeltätigkeiten ... :irre: ... und wenn der Griff bzw das Griffholz noch in eine Vertiefung reinrutschen würde (ich sag nur Zwinge) hätte ich da überhaupt keine Bedenken mehr ... :super: ... wenn Ihr wisst was ich meine ... :hehe:
Torsten Pohl
21.03.10, 19:46
Ich hätte da auch kein Probem mit dieser art Griffverbindung. Warum auch schon mal ins Tabellenbuch gesehn und die Werte angesehn??:D
Schöne Praxisnahe Doku Ulrik:super:
Tschua Torsten
Ich hätte da auch kein Probem mit dieser art Griffverbindung. Warum auch schon mal ins Tabellenbuch gesehn und die Werte angesehn??:D
Schöne Praxisnahe Doku Ulrik:super:
Tschua Torsten
Du meinst sicher die axiale Last, also die Belastung sozusagen auf Zug. Insofern hast Du Recht. Ab mehr als drei vollständigen Gewindegängen gibt's da nix zu meckern. Allerdings ergibt sich noch die Frage: würdest Du einen Griff, der vorn auf einen vollkommen flachen Anschlag trifft auf eine vollkommen runde Gewindestange kleben? Ich sicher nicht.
Hallo Achim,
du sprichst da etwas sehr Wahres an, aber zum einen wird ja von hinten ebenfalls verschraubt zum anderen werden noch kleine Bolzen als Verdrehsicherungen zwischen Metall und Holz angebracht.
Für etwas stärker beanspruchte Klingen als Küchenmesser gibt es noch eine andere Möglichkeit, wie Enzio weiter oben schon angedeutet hat.
Sobald ich das verwirklicht habe gibts auch davon Bilder.
mfg
Ulrik
Was spricht denn eigentlich dagegen, die Backen direkt auf einen Flacherl- oder Steckerl-Rohling zu schweißen, wie das etliche Schmiede schon seit langem machen? Da spart man sich das ganze Gehuddel mit Stiften und so.
Hallo Achim,
gar nichts, habe ich auch bereits genauso gemacht.
Aber das schließt ja die Möglichkeit nicht aus es auch mal anders zu machen ;)
Und wie gesagt, wir reden hier von einem Küchenmesser, nicht von einem Haumesser, selbst ohne die Stifte würde da nie was passieren....
mfg
ulrik
Torsten Pohl
28.03.10, 01:12
Hy Achim
Zug und Scheerbelastung reichen an dieser Stelle mit Sicherheit, gerade bei einem Kochmesser, von einer Verdrehsicherung bin ich einfach mal ausgegangen.
Das Aufschweißen der Backen zB. auf die Flachangel ist der Königsweg ohne Frage!!
Und nein ich selbst würde, es im leben nie so montieren.
Nicht weil ich dem Konstrukt nichts zutraue, sondern weil es mir persönlich, schon gegen den Strich geht auch nur ein Gewinde anzuschweißen zB. an ein Steckerl, oder ähnliche Praktiken :D:D!
Auch diese Wege sind praktikabel und das ist hier keine Wertung oder gar Bewertung, das ist halt nicht meine bevorzugte Arbeitsweise.
Halte Ulriks weg aber durchaus für praktikabel wenn man es so will!
Ich selbst bin viel zu sehr Schmiedeinfiziert um nicht den entsprechenden Querschnitt, weitesgehend vorzubereiten/zuschmieden und ein entsprechendes Gewinde aufzuschneiden, wenn ich das haben möchte.
Das ist für mich gleichzusetzen wie jeder mm Material, das der Flex geopfert wird, weil man das schmieden zu früh vor der Endform abgebrochen hat (was nur ein Grund fürs Endformschmieden ist), denn das verstehe ich nicht unter schmieden.
Tschau Torsten
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.