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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bauanleitung: Koksesse


Koraat
18.02.10, 20:46
Hallo,

Nachdem sich die Anfragen nach der Bauart meiner Esse häufen und es ohnehin an der Zeit war sie mal wieder zu erneuern habe ich mir gedacht eine kleine Fotodoku davon könnte für manchen hilfreich sein.

Mein großer Dank gilt an dieser Stelle meinem Nether, der ebenfalls hier im Forum vertreten ist. Er ist der geniale Kopf hinter all den Maschinen und Konstruktionen in meiner Schmiede :steirer:

Grundsätzliches:

Die Esse funktioniert am besten mit Koks. Für die Luftzufuhr sorgt ein kleiner Handstaubsauger (850W) mit Aufblasfunktion.
Dieser wird an ein T-Stück einer Wasserleitung angeschlossen. Längs ins Rohr für starke Zufuhr, quer für reduzierte Zufuhr.
Die Feineinstellung erfolgt mittels einer Blechklappe.

Damit der Rost nicht durchbrennt/schmilzt wird ca. 5cm hoch Kalkschotter darauf gestreut. Dieser zerbröselt und muss von Zeit zu Zeit erneuert werden. Der große Vorteil ist eine perfekt gleichmäßige Luftverteilung.
Das letzte Bild Zeigt den Schotter und den Zustand der Esse nach fast 2 Betriebsjahren.

Den Schamott bekommt man eigentlich in jedem Baumarkt. Platten mit ca. 4cm Dicke sind optimal.

Was funktioniert alles mit einer solchen Esse?
-Schmieden
-Wärmebehandeln
-Feuerschweißen
-Wootzherstellung
-Stahlguss

Sie ist also ein echtes Allroundtalent :teuflisch

Ich denke dir Bilder sind selbsterklärend, sollten noch Fragen offen sein beantworte ich sie gerne.

Viel Spaß beim Nachbauen!

mfg
Ulrik

hano
18.02.10, 21:05
hallo ulrik
glückwunsch zu deinem nether.so einen hätte ich auch gerne.:steirer:
danke für die tollen bilder.erklährt sich wirklich super von alleine.
toll!!
grüsse
hano

Tschilly
28.02.10, 11:43
Hallo, hallo.

Ich glaube, ich werde deine Esse mal nachbauen.
Bisher bestand meine Esse aus nen paar Tonziegeln, die zu einem krippenförmigen Gebilde mit nem Belüftungsrohr am Boden zusammengebastelt wurde.
Dummerweise müsste ich eine Metallfassung dafür bauen, weil die Steine halt nur übereinander oder nebeneinander gelegt werden, sodass das alles etwas wackelig ist, besoders wenn man sie auf unserem Rasen aufbaut. Zu allem Überfluss ist durch den Frost auch noch ein Stein gebrochen. Früher oder später muss eh was neues her...

Gibts bei deiner Bauweise irgendwas zu beachten, was nicht direkt auffällt?
Ich kann mir also theoretisch diesen Tisch aus Blech zusammenschweißen (lassen) und die Steine in die Mitte packen, ohne dass es irgendwie viel zu heiß wird und mir das Gebilde zusammenklappt?
Ich mache mir wirklich Sorgen um die Hitzebeständigkeit der Feuerschüssel, habe aber auch noch nicht sonderlich viel Erfahrung gesammelt.
Bei meiner Ziegelesse glüht das Belüftungsrohr ziemlich, deswegen fürchte ich halt, dass die Schweißnähte aufgehen könnten, wenn ich deiner Bauanleitung folge.
Sollte ich irgendwelche Materialdicken nicht unterschreiten oder sowas?

Ich habe weder privat noch beruflich sonderlich viel mit Metallverarbeitung zutun, deswegen muss ich solche Fragen stellen. :)

Heute wollte ich erstmal mit meinem Opa aus nem Staubsaugermoter ne neue Luftquelle bauen, weil das weder mit Fön noch Kompressor anständig funktioniert, weil die Dinger scheinbar nicht für Dauerbetrieb ausgelegt sind.


Freue mich auf Antworten


Viele Grüße

Daniel

Koraat
28.02.10, 14:18
Hallo Daniel,

glaub mir, diese Esse Läuft nun schon Jahre unter extremsten Bedingungen. Regelmäßiges Stahlschmelzen und ständiges Feuerschweißen hat sie überdauert.
Die Schamottplatten sollten halt mindestens 4-5cm dick sein, dann wird das Blech außen zwar heiß aber nie und nimmer glühend.
Die Schamottplatten brechen mit der Zeit, können aber durch die Schräge nirgends hin. Dadurch schmelzen die Risse mit der zeit wieder zusammen und stören nicht.
Durch den Schotter wird die Hitze zu 100% vom Eisenrost und dem Lüftungsrohr ferngehalten.
Anbei noch ein Bild vom Rost während die Esse auf Schweißtemperatur läuft. Wie du siehst glüht da zum Glück nichts ;)

Zum Thema Gebläse. Ich würde das Basteln seinlassen. Kauf dir einfach einen 800-1000 Watt Handstaubsauger mit Aufblasfunktion. Die Kosten um die 30-40 Euro, sind gut zu handhaben und halten Jahre lang. Natürlich musst du dann auch die Luftregulierung bauen, die ich oben gezeigt habe, sonst hast du dauernd Temperauren zum Stahlschmelzen.....:steirer::steirer:

mfg
Ulrik

Tschilly
28.02.10, 23:07
Hey, danke für die schnelle Antwort!

Ich habe mir eben ne Konstruktionszeichnung gebastelt, hoffentlich werde ich die am Wochenende in die Tat umsetzen können. :)

MfG

Daniel

thomas2463
08.03.10, 10:56
hallo ulrik,

erstmal gratulation zu deinem talent und danke für deine tollen beiträge.
nach meinem ersten essen selbstbau ( bremstrommel) habe ich nun deinen bauplan nachgebaut und habe nach wie vor das problem das ich die nötige schweißtemp. nur schwer erreiche. mit koks gehts überhaupt nicht und mit schmiedekohle ( seht teuer) etwas besser aber die temp. ist nicht gleichmäßig, nur nach dem nachlegen ist die glut extrem heiß und bei der öffnung bildet sich eine feuerzunge von ca. einem meter.
mein gebläse besteht aus einem alten umgebauten ölkesselbrenner.
hättest du nen tip für mich??????

mfg thomas

Koraat
08.03.10, 11:12
Hallo Thomas,

auf die Entfernung ist soetwas immer schwer zu beurteilen.
Wenn du die ausreichende Hitze nicht hinbekommst kann das an mehreren Gründen liegen:
-Kohlebett zu tief, die Glut wandert nicht bis nach oben
-punktuelle Luftzufuhr, keine gleichmäßige Hitzeverteilung
-kein Deckel, dann bleibt die Hitze auch tiefer unten.
-zu wenig Luft für die Menge Koks

Am besten ist du schickst mir per Mail ein paar Fotos von deinem Aufbau, ich denke dann ist das Problem schnell gefunden ;)

mail(at)koraat-knives.at


mfg
Ulrik

thomas2463
08.03.10, 11:43
hallo ulrik,

danke für die schnelle antwort, werd mich gleich heute dran machen und dir ein paar bilder schicken.
die esse hat genau deine angegebenen masse und den deckel hab ich genau wie du aus zwei schamott platten gemacht, und auch der rost ist identisch.
deine klappe für die luftstromregelung dürfte aber neu sein sowie die öffnung im rostbereich die muss ich beim nächsten schamott tausch nachrüsten.
das mit dem gebläse hab ich mir auch schon gedacht aber wenn ich voll aufgedreht habe züngeln aus jeder ritze feuerzungen so daß ich den gedanken wieder verworfen habe. aber ich werd das ding mal am abend bei vollbetrieb ablichten.
den tip mit zu wenig kohle werd ich auch gleich mal testen.

liebe grüße thomas

Koraat
08.03.10, 12:29
Hallo Thomas,

ich bin schon auf die Bilder gespannt.
Das überall Feuer herauszüngelt ist aber normal :steirer:
Hier mal ein Bild vom normalen Betrieb.

mfg
Ulrik

thomas2463
09.03.10, 07:45
guten morgen ulrik,

ich hoffe du hast die bilder meiner (deiner) esse bekommen.
hab gestern wieder einen versuch gestartet, allerdings mit schmiedekohle damit wird´s ein bisschen heißer aber von schmelzen kann keine rede sein:jammer:

gruß thomas

Koraat
10.03.10, 22:08
Hallo,

ich wollte mal die Bilder von Thomas Esse hier präsentieren. Auch wenn er das inzwischen schon selbst könnte wie ich sehe :p

Ich finde seine Esse ist ein wunderschönes Beispiel für einen gelungenen Nachbau in den eigene Ideen sionnvoll eingebaut wurden.
Die bis oben hin geschweißten Blechwände verhindern beim Bruch der Platten ein nach außen kippen :super:

Den Grund für das Problem mit der Hitze sehe ich im Gebläse. Wie man sieht ist es mit einem sehr großen Querschnitt angeschlossen und scheint mehr Volumen als Druck zu bringen. dadurch wird die Luft aber nicht stark genug durch den Schotter gepresst weshalb keine ordentliche Hitze entsteht.
Das sieht man auch schön am Aussehen der Flammen. Sie sind viel zu weich, russend und lang. Bei genügend Druck des Luftstroms sollten die Flammen kurz und rosa bis Kadmiumgelb sein. Dann geht die Post ab :steirer:
Anbei auch dafür ein Beispiel.

mfg
Ulrik

Greg D
10.03.10, 23:07
Ich lese den Threadtitel jedesmal zuerst als "Bauanleitung: Kokosesse" und habe immer sofort einen Grill unter Palmen vor Augen. :D

Sorry für OT.

thomas2463
11.03.10, 08:13
Hallo Ulrik,

danke noch mal für den Tipp.
auf den letzten zwei Bildern sieht man wirklich den unterschied der beiden Flammenzungen genau meine sind viel zu weich.
bin verzweifelt auf der suche nach einem Staubsauger mit Gebläse Funktion, ist aber nicht so einfach einen zu bekommen.

lg. Thomas

nether
11.03.10, 13:19
Such mal bei z.b. Amazon nach Dirt Devil. Der kleinste (M160?) kostet irgendwas bei 20€ und tut perfekt.

http://img52.imageshack.us/img52/757/staubsauger.th.jpg (http://img52.imageshack.us/i/staubsauger.jpg/)

thomas2463
11.03.10, 14:00
danke für die info und das bild, hab das ding gefunden und schon bestellt.
gruß thomas

nether
11.03.10, 14:10
noch ein Tip: auf der "Saugseite" gibts auf der Geräteunterseite eine Klappe. Dahinter ist ein Luftfilter verbaut; wenn man den heraus nimmt ist der Luftdurchsatz deutlich höher.

malibu325
11.03.10, 17:34
Moin Ulrik,

die Wartungsklappe (mit den Flügelschrauben) ist zum Entfernen von Asche, Brösel usw., oder?

Viele Grüße, Tobi

Koraat
11.03.10, 17:36
Hallo Tobi,

genau, so ist es. Mit der Zeit fällt allerhand Schlacke und Staub durch den Rost.

mfg
Ulrik

Tschilly
11.03.10, 17:54
... ich habe einfach nen alten Staubsauger auseinander gebaut, umgedreht und dann pustet der ja auch aus einem Loch :)

Muss das aber noch testen, ob sich das in der Praxis bewährt. Der Luftausstoß fühlt sich aber stark genug an. Hoffe, dass bald der Schnee weg ist.

Goderich
11.10.10, 10:46
Hallo Ulrik!

Ich habe eine ähnliche Esse nach Vorbild von Deinem Höllenfeuer in Planung. Mit ist beim Betrachten des Bauplanes jedoch noch eine Frage durch den Kopf geschossen: Mit welcher Koks-Körnung heizt Du?

Der Umbau kommt bei mir durch ein verlockendes Angebot: 2T Heizkoks für umsonst. Die Größe des Brennraumes muss zur Körnung passen, daher die Frage.

Koraat
11.10.10, 12:31
Hallo Steffen,

ich arbeite mit Brech 3. Brech 4 wäre mir lieber ist aber bei mir nicht zubekommen.

2T Koks umsonts klingt wahrlich verlockend, du Glücklicher :steirer:

mfg
Ulrik

Goderich
11.10.10, 15:56
Tja es hat seine Vorteile, wenn die Oma eines Bekannten seit 20 Jahren mit Öl heizt und den Keller endlich wieder nutzen möchte. Ich schätze die Körnung allerdings auf 2-3, was bedeutet, dass die Esse recht tief sein muss, um den Sauerstoff und die Heizkapazität ideal auszunutzen.

Mit Koks 4 hab ich zuletzt gearbeitet, funktioniert hervorragend in der normalen offenen Esse, ist aber leider mit 17€ pro 25kg gewaschen und gesiebt alles andere als günstig. Das verwahr ich mir für Sonderfälle.


Danke für die Schnelle Antwort! Morgen gehts in die Werkstatt...

aeglos
09.04.11, 10:53
hallo zusammen,

ich habe die koksesse jetzt auch fast fertig nachgebaut, allerdings habe ich noch ein paar fragen. vorab noch was zu dem fertigungsablauf.

1)Ich habe 4 trapezförmige bleche mit 3mm stärke zu einem trichter zusammen geschweißt, dann noch einen Boden drangeschweißt. Entsprechend habe ich die schamottplatten zugesägt. Allerdings haben diese ein leichtes übermaß und schweben daher einige zentimeter über dem eigentlichen trichterboden. Jetzt frage ich mich, brauche ich eine dehnfuge? Ich habe jetzt etwas angst, dass mir die schweißnähte aufgerissen werden. Deswegen wollte ich Konsolen innen an den trichter anschweißen, die die platten etwas anheben, sodass sich spalten von ca 5mm bilden. Ist das notwendig und wie beeinflusst das meine luftzufuhr?

2)ich habe einen dirtdevil handstaubsauger ca. 1kW ohne filter an ein 1zoll rohr angebracht. Zur regulierung diehnt ein kugelhahn. Ich hab ein wenig angst, dass der Staubsauger zu großer last ausgesetzt wird, wenn ich den hahn vollständig schließe, wie sind eure erfahrungen da?

Danke für eure hilfe

Goderich
09.04.11, 16:03
Er sollte in diesem Fall überhitzen. Am besten benutzt Du ein Rohr mit T-Stück zwischen dem Staubsauger und dem Kugelventil. Der Druck sollte reichen um die Esse zu befeuern, aber sie kann entweichen, wenn Du den Hahn schließt.

hobbit
10.04.11, 19:13
Hallo,

Da ich zu Schmieden anfangen möchte und sich bei mir gerade ein bisschen die Frage Gasesse oder Holzkohlenesse stellt (Koks ist für mich keine Option), wollt ich mal fragen, was dagegen spricht, das Ding mit Holzkohle zu betreiben? Ich frage, weil du geschrieben hast, es funktioniere am besten mit Koks. Hast du es mal mit Holzkohle probiert? Was sind deine Erfahrungen, bzw. Befürchtungen; würdest du etwas beim Bau anders machen?

Dank und Gruß,
hobbit

nether
10.04.11, 20:04
1)Ich habe 4 trapezförmige bleche mit 3mm stärke zu einem trichter zusammen geschweißt, dann noch einen Boden drangeschweißt. Entsprechend habe ich die schamottplatten zugesägt. Allerdings haben diese ein leichtes übermaß und schweben daher einige zentimeter über dem eigentlichen trichterboden.
Hast du keinen Rost eingebaut?
Jetzt frage ich mich, brauche ich eine dehnfuge? Ich habe jetzt etwas angst, dass mir die schweißnähte aufgerissen werden.
Die Schamottplatten sollten locker auf dem Rost stehen, sonst verbiegen sie sich und brechen schnell; 1/2 bis ein knapper cm Untermaß sind gut. Die Spalten kannst du mit Lehm/Erde ausstopfen, damit nicht zu viel Luft verloren geht.

Zwischen Trichterboden und Rost sollten übrigens ca 10cm Platz sein, sonst kann sich erstens die Luft nicht verteilen und zweitens kriegst du die Asche nicht raus.
Am besten benutzt Du ein Rohr mit T-Stück zwischen dem Staubsauger und dem Kugelventil. Der Druck sollte reichen um die Esse zu befeuern, aber sie kann entweichen, wenn Du den Hahn schließt.
Genau das ist der Plan ;) Sieht man auf dem Bild #2 im 1. Beitrag. Nur dass aus Platzgründen statt dem Kugelventil ein Schieber verbaut ist.

Da ich zu Schmieden anfangen möchte und sich bei mir gerade ein bisschen die Frage Gasesse oder Holzkohlenesse stellt (Koks ist für mich keine Option), wollt ich mal fragen, was dagegen spricht, das Ding mit Holzkohle zu betreiben?
Für Holzkohle ist das Feuerbett viel zu tief, falsch geformt und wahrscheinlich reicht die Luftzufuhr für die Fläche nicht aus.

Ich frage, weil du geschrieben hast, es funktioniere am besten mit Koks.
Eigentlich funktioniert die Esse nur mit mit Koks richtig. Steinkohle geht auch, dann raucht und stinkt sie aber erbärmlich. Holzkohle macht ganz unten ein unbrauchbares Glutnest.

lg Nether

aeglos
12.04.11, 11:06
hey nether,

doch ich habe einen rost, allerdings steht dieser auf 4 Füßen zwischen den schamottplatten. Naja, wieder etwas mehr arbeit gemacht als notwendig, aber so kanns gehen. Jetzt habe ich dehnfugen, die ca nen halben cm groß sind. Allerdings habe ich die platten nicht super gerade geschnitten, sodass warhscheinlich im notfall noch ein paar mmm mehr kommen könne, wenn die ein oder andere hervorstehende spitze abbröckelt.

Zwischen trichterboden und rost sind 15 cm platz, das sollte also so hinhauen. Nächstes Wochenende hab ich dann auch noch die ascheausfuhr gesägt und dann kanns losgehen.

T-stück kommt dann auch.

Ich habe jetzt übrigens auch keinen Kalkschotter bekommen können, sondern werde mich mit 3-4cm dicken "normalen" Steinchen behelfen, die nicht durch den rost passen.

Danke für die tipps mit der erde, werde ich bald ausprobieren.

nether
12.04.11, 17:46
Die Esse hat mittlerweile einige Umbauten hinter sich (sieht man eventuell an den Fotos)

Das etwas aufwändigere, wackelige Gestell, das als Rost dient, würde ich bei einem Neubau anders machen. Das war usprünglich eine Halterung für einen "Rost" aus Schamottstreifen; die Streifen waren direkt in der Glut und verschlackten bzw zerbröselten daher schnell. Irgendwann war ich das leid und hab die Streifen rausgeworfen und statt dessen Betoneisen als Rost draufgeschweißt. Damit das nicht wegbrennt kommt halt der Schotter drauf.

Ich würde z.b. an die Seitenwände Auflager anschweißen, die den Rost - eventuell nur ein etwas stärkeres, passend zugeschnittenes Lochblech - tragen und da drauf dann die Schamottplatten stellen.

Kommt darauf an woraus deine "normalern" Steinchen bestehen...
Der Schotter zerfällt durch die Hitze langsam zu Staub; der Kalkschotter hat den Vorteil, dass er in nichts gefährliches zerfallen kann. Quarzschotter z.b. würde ich eher nicht nehmen, weil Quarzstaub im Verdacht steht, Lungenkrebs auszulösen.

Ach ja.
Ich würde nicht zu viel Mühe in das genaue Zuschneiden der Schamottplatten investieren. Die sehen nach ein Paar mal Schmieden ohnehin anders aus; biegen und verwerfen sich.
Schmiere einfach größere Ritzen mit Lehm/Erde aus. Das brennt sich fest und die Ritze ist weg.