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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleiner Küchenteufel


Koraat
10.02.10, 23:28
Hallo,

heute möchte ich euch zur Abwechslung einmal ein reines Arbeitstier präsentieren. Daher ist auch ausnahmsweise die Klinge nur maschinell und nicht von Hand gefinisht.

Der Kleine Küchenteufel ist als kleines handliches und höllisch scharfes Küchenmesser konzipiert.
Durch die Schrägstellung des Griffs in Bezug zur Schneide finden die Finger gut Platz.
Die nur 1,3mm dicke Klinge aus 1.2519 ist ganz leicht ballig vom Rücken weg auf null ausgeschliffen und nagelt beängstigend :teuflisch

Der Stahl ist experimentell Bainitisch gehärtet. Ich habe ihn von normaler Härtetemperatur auf 190 Grad abgeschreckt und dort für 4 Stunden gehalten. Die Klinge ist Elastisch, lässt sich aber auch etwas plastisch verformen. Glas wird Problemlos geritzt, eine neue Feile greift allerdings ein wenig.
Erste Versuche zur verschleißbeständigkeit sind vielversprechend.

Von diesem Messer werde ich noch mehrere anfertigen. Und zwar zu einem Preis von 150 Euro zuzüglich Versand.
Andere Materialien sind natürlich gegen Aufpreis machbar.
Ob Bainitisch oder Martensitisch gehärtet könnt ihr euch natürlich aussuchen.

Zu den Daten:

Stahl: 1.2519
Griff: Amboina maser
GL: 200mm
KL: 95mm
KD: 1,3mm :teuflisch

Und jetzt die Bilder.

mfg
Ulrik

dirkb
11.02.10, 00:17
Sieht vielversprechend aus.:super: Wie leicht/schwer ist das Teil? (Will meine Frerizeitministerin unbedingt wissen)

lacis
11.02.10, 00:29
Das Messer gefällt mir hervorragend - sieht aus, als könnte man damit in der Küche viel Spaß haben. Nur den Teil verstehe ich mit meinen immer noch rudimentären Stahlkenntnissen nur teilweise:

Der Stahl ist experimentell Bainitisch gehärtet. [...] Die Klinge ist Elastisch, lässt sich aber auch etwas plastisch verformen. Glas wird Problemlos geritzt, eine neue Feile greift allerdings ein wenig.
Erste Versuche zur verschleißbeständigkeit sind vielversprechend.


Ich entnehme dem, dass es sich um keine Standardhärtung handelt, sich ein anderes Gefüge einstellt und nicht die gleiche Härte erreicht wird, aber offenbar andere Vorteile gegeben sind. Vielleicht könntest Du Hintergründe und Zusammenhänge noch einmal erläutern?

Sonst wüsste ich gar nicht, was ich will: Bainitisch oder Martensitisch ;-)

dirkb
11.02.10, 01:38
Bainitisch oder Martensitisch ;-)

Ein erster Anhaltspunkt: http://de.wikipedia.org/wiki/Bainit

Koraat
11.02.10, 09:41
Hallo,

ich habe das Messerchen soeben gewogen. Es wiegt beachtliche 60g :hehe:

Zum Thema Bainit:

Der Link von Dirk bietet einen recht guten Einblick.
Aber um es noch mal in Kürze zusammenzufassen:

Bainit ist ein Zwischengefüge, das in einem Temperaturbereich zwischen Perlit und Martensit auftritt.

Man unterschiedet, abhängig von der Temperatur, zwischen oberen und unteren Bainit. Für Messer interessant ist der sehr feinkörnige harte untere Bainit. Dieser erreicht Härten von bis zu 60 hrc ist aber deutlich robuster als martensitische Gefüge gleicher Härte.
Verhöfen nennt hier interessante Versuche in denen Rundstäbe gleichen Stahls und gleicher Härte (59hrc) gebogen werden. Der martensitische Stahl bricht schon bei wenigen Grad plastischer Verformung während der bainitisch gehärtete auf 90 Grad verbogen werden kann.
Dies ist zugleich aber auch einer der Nachteile bei Bainit, da dieser eine geringere Biegesteifigkeit als Martensit aufweißt.
Ein Vorteil ist die verstärkte Karbidausscheidung im Bainit, welche ihn verschleißfester als Martensit macht. Dies macht man sich gerne bei Kugellagern zu nutze, welche bainitisch verzugsärmer gehärtet werden können und zudem bessere Standzeiten aufweißen. Härten bis zu 61 hrc sollen hier möglich sein.


Im Gegensatz zum Martensit, der bei Abkühlung unter die Martensit Start Temperatur quasi augenblicklich entsteht, benötigt Bainit eine gewisse Haltezeit um sich zu bilden. Mit steigendem Legierzungsgehalt steigt die Dauer weiter an.
Bei manchen Stählen mit hohem C-Gehalt und Legierungselementen wie Cr, W, Ni.... liegt die Martensit Start Temperatur bei nur 160-190 Grad.
Diese Temperaturen erreicht man aber leicht mit Öl in einer Fritteuse.
Die Klinge wird daher einfach im 190 Grad heißen Öl abgeschreckt und bleibt zur Umwandlung je nach Stahl Minuten bis Stunden im Öl.
Stähle mit höheren Bainitbildungstemperaturen müsste man in speziellen Warmbädern härten, bei richtiger Ausstattung ist auch das kein Problem.

Sehr interessant sind auch Mischformen aus Bainit und Martensit.
Hierbei wird entweder:

a) auf eine Temperatur unter Martensit Start, aber über Martensit Stop abgeschreckt und dort gehalten

b) wie a), mit dem Unterschied, dass nach dem Abschrecken wieder auf knapp über Martensit Start erhitzt und dort gehalten wird.

c) es wird knapp über Martensit Start abgeschreckt und bis zur teilweisen Bainitbildung gehalten und danach weiter abgekühlt so dass sich Martensit bildet.

Die Varianten a) und b) bieten eine erhöhte Zähigkeit und elastizität, da der Martensit stark angelassen wird.
Variante c) erlaubt etwas höhere Härtewerte.

Ich hoffe das gibt euch einen kleinen Einblick.
Wie gesagt, ich experimentiere zurzeit noch ein wenig damit herum. Die oben vorgestellte Klinge ist somit auch ein Opfer der Wissenschaft und wird auf Herz und Nieren getestet.
Sollte ich mit den Ergebnissen wider Erwarten nicht zufrieden sein, wird wieder "normal" gehärtet ;)

Bei Bestellungen steht euch die Wahl natürlich ohnehin frei.

mfg
Ulrik

killroy54
13.02.10, 21:39
Wat?????:confused:

Enzio
13.02.10, 21:49
... ich für mich denke mir immer das ich nicht alles verstehen muss ... :irre: ... das Endergebnis ist doch viel wichtiger ... :super:

hano
15.02.10, 21:13
hallo ulrik
ahhh hätte beinahe vergessen was dazu zu schreiben.:steirer:
das messer überzeugt von der form und verarbeitung her sehr.
aber vor allem die geometrie spricht für sich.:super:
was mich wirklich sehr wunder nimmt,ist wie sich das bainit so im gebrauch schlägt.
grüsse
hano

Koraat
17.02.10, 08:44
Hallo,

@killroy: Wenn man es ganz stark vereinfacht kann man es auch so ausdrücken: Martensit ist hart und spröde und lässt sich nur sehr schwer biegen.
Bainit ist etwas weniger hart aber viel zäher und lässt sich eher leicht biegen.
Bei dem 1.2519, den ich für das Messer verwendet habe, liegt die Härte nach normalem Abschrecken im Martensit sicher bei 64hrc nach Anlassen dann bei 60-62.
Wenn der Stahl aber zu Bainit umgewandelt wird liegt die Härte bei geschätzt 58-60hrc. Es wird dann nicht mehr angelassen.
Würde man jetzt zwei Klingen, eine aus Martensit mit 60hrc und eine aus Bainit mit 60 hrc biegen, würde die aus Martensit deutlich früher brechen. Dafür würde die aus Bainit deutlich früher verbiegen.
Bei Schnitttest müsste der Bainit etwas bessere Standzeiten haben.
Ich hoffe das war leichter verständlich.

@Enzio: Da hast du völlig recht. Das Endergebnis zählt. :steirer:

@Hano: Bisher schlägt sich der bainit sehr gut. Ich werde aber noch weiter testen.

mfg
Ulrik

smastino
17.02.10, 10:19
. . . schickes Teil :super:

Gruß vom Tegernsee

Koraat
25.02.10, 13:14
Hallo,

es gibt Küchenteufel Nachwuchs! :steirer:

Diesmal mit Ebenholz und Handfinish.
Ansonsten ist alles wie gehabt.

Anbei auch ein Bildchen davon, wie sich der bainitisch gehärtete Teufel gegen eine Übermacht aus Blutorangen behauptet :teuflisch

@ Smastino: Danke dir!

mfg
Ulrik

hano
26.02.10, 18:07
hallo ulrik
ich muss sagen,auch mit ebenholz ein schönes messer.ich würde aber folgendes machen.das erste messer nochmals her nemen und ihm auch ein handfinish verpassen.:steirer:
schönes foto mit den orangen.
grüsse
hano

killroy54
26.02.10, 18:42
Hallo,

@killroy: Wenn man es ganz stark vereinfacht kann man es auch so ausdrücken: Martensit ist hart und spröde und lässt sich nur sehr schwer biegen.
Bainit ist etwas weniger hart aber viel zäher und lässt sich eher leicht biegen.
Bei dem 1.2519, den ich für das Messer verwendet habe, liegt die Härte nach normalem Abschrecken im Martensit sicher bei 64hrc nach Anlassen dann bei 60-62.
Wenn der Stahl aber zu Bainit umgewandelt wird liegt die Härte bei geschätzt 58-60hrc. Es wird dann nicht mehr angelassen.
Würde man jetzt zwei Klingen, eine aus Martensit mit 60hrc und eine aus Bainit mit 60 hrc biegen, würde die aus Martensit deutlich früher brechen. Dafür würde die aus Bainit deutlich früher verbiegen.
Bei Schnitttest müsste der Bainit etwas bessere Standzeiten haben.
Ich hoffe das war leichter verständlich.

@Enzio: Da hast du völlig recht. Das Endergebnis zählt. :steirer:

@Hano: Bisher schlägt sich der bainit sehr gut. Ich werde aber noch weiter testen.

mfg
Ulrik

aahhh:ahaa:

Lord Ulli
02.03.10, 20:43
Hallo Ulrik
Tolle Messer, interessante Erklärung zur Wärmebehandlung und dann auch noch so schöne Bilder!!!
Machst damit auch der Galerie ein wenig konkurenz! Was mir gut gefällt!!!

Gruß Ulli

- Notausgang -
11.03.10, 13:18
Nachdem ich mich in den kleinen Küchenteufel "verliebt" hatte, ging es sehr schnell und er hat den Weg in unsere Küche gefunden.
Kurze Anfrage bei Koraat ob Ebenholz möglich ist und los ging es...

Geometrie und Verarbeitung sind fantastisch.
Alles was sich bis jetzt dem Küchenteufel in den Weg gestellt hat wurde auf dem Schneidbrett seiner Seele beraubt :teuflisch

Wer jetzt ein wenig skeptisch wegen der Größe ist, dem kann ich versichern:
Bedingt durch die stark gerundete Spitze ist es sehr universell einsetzbar. Eintauchen ins Schneidgut, oder auch der "lange" Schnitt sind kein Problem.
Gemüse, Obst und selbst die Pellkartoffel von der Schale befreien hat sehr viel Freude bereitet. Handlage ist für mich und auch mein Frauchen perfekt...

Auf diesem Weg nochmals ein herzliches Dankeschööööön an Koraat für unseren neuen Lieblingsteufel...

Gruss
Sven...

Koraat
11.03.10, 17:50
Hallo!

@ Sven: Danke dir für diese schönen Bilder. Es freut mich, dass du mit dem Messer so glücklich bist, so soll es ja schließlich sein :)


@ Hano: es ist ja nur der Prototyp, der braucht das Handfinish nicht :p
Aber schöner wäre es da hast du schon recht :steirer:

@ Ulli: Danke dir!


Und damit ihr seht, dass ich nicht ganz untätig bin, hier ein paar Bilder vom Küchenteufelnachwuchs.
Die Rohlinge sind geschliffen und spannungsarmgeglüht. Morgen wird dann gehärtet.
Einige davon sind allerdings aus 1.2235. mir ist doch glatt der 1.2519 in der Dicke ausgegangen :staun:

mfg
Ulrik

lacis
11.03.10, 19:05
Gefällt mir immer noch...

Koraat
17.03.10, 19:49
Weiter gehts mit den kleinen Teufeln :teuflisch

Heute sind drei Exemplare aus 1.2519 fertig geschliffen worden. Alle nageln über die ganze Länge.
Morgen kommen dann die Griffe dran. Zweimal Amboina und einmal Cocobolo.
Anbei zwei Bildchen.

Ich denke es gibt da drei Personen die sich davon irgendwie angesprochen fühlen :steirer:



Da die Küchenteufel ja regen Anklang finden, habe ich überlegt zusätzlich noch etwas größere Messer anzubieten, Ähnliches Design, aber ein paar Zentimeter länger.
Beim Stahl habe ich an den guten alten c75 gedacht, mit einem kleinen Hamon verfeinert :hehe:
Preislich würden sie mit 180 Euro etwas höher liegen.
Bestünde da Interesse?
Ich könnte sicher noch ein paar bis zum Kamft fertig bekommen, wer also dort ist könnte sie sich persönlich abholen.

mfg
Ulrik

Koraat
21.03.10, 21:38
Es gibt mal wieder Bildchen :D

Zwei der Drei Küchenteufel sind jetzt fertig, das dritte ist dann morgen soweit.
Ich muss sagen, ich habe selten Amboina verarbeitet, das so toll rausgekommen ist. Die Maserung ist so kontrastreich und feurig...
Aber seht selbst :steirer:

mfg
Ulrik

Enzio
21.03.10, 21:40
:steirer: ... wirklich schön ... :super:

hano
21.03.10, 21:44
hallo ulrik
ja die sind echt toll geworden.das holz ist ne wucht.hast du die jetzt normal oder bainitisch gehärtet?
grüsse
hano

Koraat
21.03.10, 22:13
hallo ihr zwei,

danke euch für die Blumen :steirer:

Die Messer sind laut ztu Diagramm zu ca. 60-70% bainitisch und der Rest Martensitisch gehärtet.

mfg
Ulrik

Koraat
22.03.10, 18:39
Weiter gehts :steirer:

Heute mal zwei in Cocobolo.
Eines aus 1.2235 und eines aus 1.2519 (diesmal wirklich)

Der kleine Teufel aus 1.2235 sucht übrigens noch nach einem kuscheligen Platz in einer Höllenküche :teuflisch
Es ist das untere.

mfg
Ulrik

- Notausgang -
23.03.10, 15:43
Erfreulich zu sehen das inzwischen mehrere kleine Teufel das Licht der Welt erblickt haben. Anbei: Werden Teufel eigentlich geboren ? :teuflisch

Ich bin mir sicher das die neuen Besitzer, genau wie ich, viel Freude mit dem Messerchen haben werden.

Koraat du sprichst von einer größeren Version ?
Ich fürchte da kann ich nicht nein sagen :D Ich stelle mich gern für das Musterstück zur Vefügung (solange es einen Ebenholz Griff hat):haemisch:

Gruss
Sven...

Dimm
03.04.10, 21:31
Hallo Ulrik
Das Messer sieht super aus. Es liegt sehr gut in der Hand.

Amboina sieht ausgezeichnet aus und hat sehr gute Qualität, was für Kochmesser sehr wichtig ist.
Ich bedanke mich.

Ps: es ist sehr angenehm mit dem Messer zu schneiden.:super:

Koraat
29.04.10, 22:11
Hallo allerseits,

es gibt endlich teuflischen Nachwuchs!

Im Kundenauftrag sind der prototyp für den größeren Küchenteufel, sowie eine Schälmesserversion und eine weitere etwas größere Version entstanden.
Stahl ist C75 Mit hamon für den prototypen, 1.2519 für das Schälmesser und 1.2562 für das letzte Messer.
Griffmaterial ist zweimal gerieglete Nuss und einmal Amboina.

Viel Spaß beim schauen!

@Dimm: Freut mich, dass du mit deinem Teufel so zufrieden bist!

mfg
Ulrik

Dizzy
29.04.10, 22:30
Hallo Ulrik,
das Schälmesserchen (vorletztes Photo) scheint mir sehr "kartoffelfreundlich" rüber zu kommen. Gefällt mir! :super:

Dizzy

fenriswolf
30.04.10, 09:18
Ich brauch eigentlich auch noch ein Schälmesser. :rolleyes:

SYD
08.05.10, 14:57
Hurra das Teufelchen ist da. Heute kam die Klinge des kleinen Teufels bei uns an und wir sind grenzenlos begeistert. Jetzt muß meine Frau es nur noch mit einem Griff versehen, wahrscheinlich Pinie und ich bekomme es hoffentlich schön scharf.

Herzlichen Dank nochmals an Ulrik, dass ist ein wirklich scharfes Teil.



Grüße aus Griesheim

Frank

Koraat
08.05.10, 21:50
Hallo Frank,

es freut mich, dass ihr mit der Klinge so zufrieden seid!
Bitte postet unbedingt ein paar Bilder vom fertigen Messer, würde mich interessieren und sehr freuen.
Besonders auf das pinienholz als Griffmaterial bin ich gespannt.

mfg
Ulrik

lacis
31.05.10, 23:05
Ich wollte nur ein paar Bilder beisteuern...

http://messerforum.net/fotoalbum/data/784/kuechenteufel_002.JPG

http://messerforum.net/fotoalbum/data/784/kuechenteufel_001.JPG

http://messerforum.net/fotoalbum/data/784/kuechenteufel_003.JPG

Es handelt sich um das weiter oben gezeigte Modell mit 1.2519 und Cocobolo.

Ich komme in letzter Zeit leider nicht so viel zum Kochen. Aber wenn, dann nehme ich immer den kleinen Küchenteufel zur Hand, weil er so viel Spaß macht. Die Klingengeometrie kann man nicht anders als schneidfreudig bezeichnen und in dieser „Zwischengröße“ (zwischen Schäl- und Kochmesser) kann man das Messer für fast alles hernehmen.

Jetzt überlege ich, mir noch ein Scheide dazu bauen zu lassen, denn für die Outdoorküche stelle ich mir das Messer richtig ideal vor...

Enzio
31.05.10, 23:52
Bilder finde ich immer gut ... :super: ... DANKE

Urgestein
01.06.10, 09:10
@Koraat
Beim Durchlesen ist mir der Gedanke gekommen das die Harten W-Kabide eine Rolle spielen könnten und sie für das Glasritzen und trotzdem Feilen verantwortlich sind:confused:

Eure Meinung?

Koraat
01.06.10, 17:14
Hallo,

natürlich können die harten Wolfram Karbide ihren Teil dazu beitragen. Wobei die Karbidmenge beim 1.2519 noch nicht so hoch ist.
Aber die Klinge kann ja durchaus härter als Glas aber weicher als eine Feile sein.
Ich habe mich selbst erst kürzlich belehren lassen, dass Glas Härten von 45-60hrc hat. Wobei 45 im bereich von Bleikristall liegt und 60 schon spezielle hartgläser sind.
Daher dient der Glasritztest eigentlich nur der Überprüfung ob der Stahl überhaupt Härte angenommen hat.

@ Lacis: Danke dir für die schönen Bilder!
Es freut mich, dass du mit dem Messer so zufrieden bist. Die etwas größere Version ist übrigens auch schon ziemlich fortgeschritten ;)

mfg
Ulrik