Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Busse Combat übel!!
messerjocke
21.08.02, 11:49
Ich hatte Montag, bei einem Besuch von Kydexwännä, daß erste mal ein
Busse Combat in der Hand. Es war ein ganz schlimmes Erlebnis. Ich hatte bis dato bei den vielen posts über BC mir doch gern mal ein eigenes Bild machen wollen, weil diese Messer doch sehr teuer sind.
Nun da ich eines von dieser Sorte in der Hand hatte, kann ich nur sagen, daß sie einen vollkommen billigen und vor allem qualitativ geringen Eindruck abgeben. Als Hobbymessermacher behaupte ich mal, so ein Trumm in ca. 4 Stunden, ohne Härten fertig zu haben. Beim Finish brauch man sich kaum mühe zu geben, denn die wenige Mühe die man einsetzt gelangt schon zu höheren Ehren wie bei BC. Bei der Beschichtung hätte ich aber sicher meine Probleme. Ansonsten ein dicker Klumpen Stahl, den ich jetzt für noch überteuerter halte. Es ist einfach genial, was eine gute Werbekampagne bewirken kann. Allen Leuten die mit der Absicht spielen sich ein BC zuzulegen kann ich nur empfehlen, sich einen Messermacher herauszugucken und ihm den Auftrag
zu geben ein Plagiat zu erstellen. Das Ergenis dürfte in jedem Fall
jenes von BC übertreffen. Preisgleich wird es wohl auch sein und man
hat dann ein Custom. Ganz üble Nummer von BC.
PS: INfi mit dem geheimen Zusatz. Kennt ihr noch den Film mit Adriano Gelentano aus den 70ern, wo er Hersteller von Panzerglas war? Alle waren in dem Film hinter dem Geheimnis seines Glases her. Am Ende wurde es dann gelüftet, er hat einfach hineingerotzt. Das gleiche oder so ähnlich, passiert bestimmt auch bei BC, die liegen dann auch vor lachen auf dem Boden, bei der Geheimformel.
Demnächst wird zum Thema Unverwüstlichkeit in einer Zeitschrift auch
der letzte Bussezahn gezogen.
Nicht das man etwas teuer verkaufen will, jenes finde ich nicht verwerflich, sondern Leute ( Kunden ) zu vera*****n, das finde ich übel.
Matthias
Wow was für ein sachlich fundiertes Post ;)
Also ich kann auch nur allen raten die sich ein Busse zulegen wollen sich mal eines anzuschauen, ich mag mein 6er :D Sicher ist es keine Schönheit soll es ja auch nicht sein, aber als Gebrauchsmesser kann ich wirklich nix dagegen sagen !
Und mir persönlich ist es egal was die in den INFI reintun, solange es funzt.
Und bitte was soll die Anspielung von wegen "Zeitschrift in der der Bussezahn der Unverwüstlichkeit gezogen wird" oder so ähnlich.
Nenn doch bitte Roß und Reiter, welche Zeitschrift, welcher Test usw..
Oh, starker Tobak!
Nun ich kann kein Urteil abgeben, da ich die Messer nicht kenne (ich meine, hatte noch nie eins in der Hand). Zu dem "geheimen" Stahl können sich unsere Experten besser äußern, gewisse Zweifel keimten da allerdings schon immer in meinem ketzerischen Gehirn.
Messerjocke, Du erwähntest eine Zeitschrift, kann man jetzt schon verraten welche?
Ansonsten kann ich nur sagen, daß jedes Ding zwei Seiten hat und daß es nichts "Nur Gutes" und auch nichts "Nur Schlechtes" gibt. Wir müssen immer mit Kopromissen vorlieb nehmen.:argw:
So das war`s, ich konnte mir die Stellungnahme nicht verkneifen.:haemisch:
Grüße aus Esslingen,
Matthias.
(Nidan war schneller)
@ messerjocke:
Hast Du denn das Teil wenigstens auch irgendwie ausprobiert, oder nur in der Hand gehalten?
Würde mich mal interessieren - ich besitze kein Busse-Messer, bin also neutral.
Gruß Andreas
Noch jemand, der zum Thema Busse im Wesentlichen meiner Meinung ist!
Kevin Wilkins
21.08.02, 12:14
Ich habe ein BC, eine der früheren, weiss nicht mehr welche nummer, aber ist das große. Schliff ist unreglmässig, aber hat eine sehr gute Kydex Scheide, war sehr scharf auch. Beschictung ist eine Art Pulverzeug und kratzt super schnell ab... von Mysterystahl halt ich auch nicht viel. Ich bin etwas zwiespaltig, das Messer ist etwas teuer für die Qualität ist aber eine gute Design... Hmmm...
messerjocke
21.08.02, 12:23
der Test kommt im nächsten MM (Campknives)
Die Beschichtung sieht aus wie Hammeriet Schrumpflack.
Matthias
messerjocke
21.08.02, 12:28
@ Matthias: das Design fand ich auf den Bildern nicht schlecht,
daher hatte ich mich ja vorher nicht geäußert.
Matthias
Mit der Suchfunktion findet man auf Bladeforums schnell einen Thread, auf dem das "grosse Geheimnis" INFI preisgegeben wird. Da hatte sich einer die Mühe gemacht und sein BC mal kurz im Spektrometer abgefunkt. Das Ergebnis ist hier (http://www.bladeforums.com/forums/showthread.php?s=&threadid=185490&highlight=INFI+composition) !
Also was? Ein aufgestickter, mittelmäßiger Werkzeugstahl. Davon gibt es auch auf dem europäischen Markt 2 Stück, die als hervorragende Klingenstähle angeboten werden, allerdings im Gegensatz zu INFI auch noch rostfrei sind: Cronidur 15, der von Böker auch als X 15 T oder so bezeichnet wird und Cronidur 30 mit doppelt so viel (0,3 %) Stickstoff. Der Preis eines solchen Stahls alleine rechtfertigt jedoch lange noch nicht den Preis dieser Messer.
Und ich glaube, das ist genau der Punkt, wo die Kritik von Matthias ansetzt. Prinzipiell war's ja nicht gegen die Messer an sich, sondern gegen das unverschämte Preis/Leistungs-Verhältnis. Guter Stahl, aber primitives Design und mittelmäßige Verarbeitung. Das Gesamtbild rechtfertigt die Preise von BC lange nicht. Naja, aber wer's zahlt ist eben selber schuld......
Gleiches Thema, anderer Hersteller: Greco Knives.
Achim
Gleiches Thema, anderer Hersteller: Greco Knives.
die Greco-Teile sind doch gar nicht so teuer oder verwechsel ich da was??
OT: stimmt, nicht so teuer aber noch nutzloser designt.
Ritschratsch
21.08.02, 13:34
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit fand im Februar am Samerberg
während eines kleinen Schneesturms in einem Bergwald der ultimative Busse-Messertest statt. Dabei wurden keine Mühen gescheut eine nagelneue Battle-Bitch
in die ewigen Jagdgründe zu befördern.....was trotz hinterfotzigster
Hebeltechniken nicht gelang!
Weil ich nun mal selber mit diesem Trumm am Toben war und das Teil bisher
sehr gut "abgeschnitten" hat möchte ich kurz mal meine subjektiven Erfahrungen zusammenfassen:
-super Handlage
-sehr gute Balance
-effektives Haumesser
-sehr gute Schnitthaltigkeit
-angenehmes Griffmaterial
-scharfe Brechstange
-brauchbare Beschichtung
-befriedigendes Finish aber...
-Spitzengarantiezeit(was für Hobby-Berserker)!
Mir haben Busse-Messer rein optisch noch nie gefallen und hab`s mir
lange Zeit auch nicht leisten wollen....nichtsdestotrotz....irgendwann wollt ich`s wissen und jetzt weiß ich`s!
Das ganze Brimborium über Vermarktungstechniken und Kundenverarsche
hat mich erst recht neugierig gemacht die Wahrheit darüber selber
rauszufinden.
Bevor ich hier zu labern anfange kurz zusammengefasst:
Wenn ich nur ein einziges Messer.......alles klar?
Übrigens steh ich nicht auf der Lohnliste von Dirk Linnemeyer oder
Jerry Busse und würd`Euch allen empfehlen...bewegt Eure Allerwertesten nach Draussen und spielt mal Fred Perrin mit dem Messer Eurer Wahl.....
das schafft Vertrauen und macht auch noch Spass!
Schneidige Grüsse, Ritschratsch
Trag immer ein Lächeln auf den Lippen...woanders siehts komisch aus! Gene Perret
Hi zusammen,
also mit Messern ist das wie mit Frauen/Männer, das sind halt die Geschmäcker verschieden was Aussehen und Handhabung angeht...
:hehe:
Nur eines ist bei den Busse-Stählen, egal wie sie heißen, echt gut - man kann sie ohne große Probleme wieder auf eine vernünftige Arbeitsschärfe bekommen, sogar ohne Schleifstein (im Notfall). Und selbst Graben im Erdreich überstehen die ganz gut. Da habe ich mit anderen guten Messern (Interpid, Ka-Bar...) nicht so gute Erfahrungen gemacht. Also ich kann mich nur Ritschratsch anschließen.
mögen Eure Klingen immer scharf bleiben...
Fugazi:hmpf:
Ich bin der erste der zugibt, daß mir persönlich das Design der meisten (!) Busses nicht gefällt. Aber ich habe ein Badger Attack getestet und kann nur sagen:
Top
Beim ersten (normalen) Performance-Test (Schärfe Schnitthaltigkeit, Handlage) schnitt es spitze ab. Später wurde ich durch den Unglauben einiger Besucher der Messerbörse in Solingen dazu ermuntert das Messer mit der Spitze umd mit "Schmackes" in einen Pflasterstein aus Granit zu hämmern:
das Resultat: nur etwa 1 -1,5 mm der Spitze waren abgebrochen. In dieser Hinsicht möchte ich erst einmal ein anderes Messer sehen, welches das nachmacht.
Übrigens:
zum Thema Infi und Wärmebehandlung wurde hier schon so einiges gepostet. Allerdings kan ich das als begeisterter Laie mangels metallurgischem Wissen nicht gegenüber einem Könner vertreten - aber auch mir ist klar:
der Stahl ist nur ein Faktor, das Härten der Andere.
@Kevin
Der asymmetrische Schliff ist Absicht. Und bei meinem Modell ist die Beschichtung extrem haltbar.
P.S.: Was den Test und den entsprechenden Thread betrifft: schon allein die Geschichte mit dem Karton (von Werner ans Tageslicht gebracht) und die entsprechende Formulierung macht mich stutzig.
Ich hab mich bei der letzten IWA an einer Katalogseite geschnitten - gilt das jetzt auch als "Kriegsverletzung"?
@Messerjocke
Immer dran denken: der Ton macht die Musik.
Thomas
Original geschrieben von Ritschratsch
Dabei wurden keine Mühen gescheut eine nagelneue Battle-Bitch in die ewigen Jagdgründe zu befördern.....was trotz hinterfotzigster
Hebeltechniken nicht gelang!
Sorry, das ist ja wohl wahrhaftig keine Kunst, bei 6mm Materialstärke. Das schaffe ich mit einem 6mm dickem Flachstahl genauso. :eek:
Und die Verarbeitung von den Busses, die ich bisher in der Hand hatte, war ziemlich mittelmässig - zumindest entsprach sie in keiner Weise dem Preis.
Original geschrieben von TL
Später wurde ich durch den Unglauben einiger Besucher der Messerbörse in Solingen dazu ermuntert das Messer mit der Spitze umd mit "Schmackes" in einen Pflasterstein aus Granit zu hämmern:
das Resultat: nur etwa 1 -1,5 mm der Spitze waren abgebrochen. In dieser Hinsicht möchte ich erst einmal ein anderes Messer sehen, welches das nachmacht.
Einspruch Euer Ehren, Spekulation. Hast Du das denn mal mit einem anderen Messer gleicher Stärke ausprobiert, oder verlässt Du Dich auf das Gequatsche von Busse, dass es mit anderen Messern nicht funktioniert?? Glaubst Du es nur, oder weisst Du es??
Ritschratsch
21.08.02, 17:57
Cool....cat!
Mein 440 C-Haumesser eigener Fertigung mit identischen Abmessungen hat meine heftigen Annäherungsversuche
nicht so gut überstanden.....knack....30 Arbeitsstunden perdu!
Du kannst mir ruhig glauben, daß mir der theoretische Teil
ziemlich wurscht ist....Infi hin oder her, Spectralanalysen rauf und runter....das richtige Leben muss
es bestehen und wenn ich mich da dahinterklemme...140 kg geballte
Anmut...dann IST das DER Härtetest!
Vom Finish redet danach eh keiner mehr...!
Vielleicht hab`ich ja eine heimliche Aversion gegen Messer, weil
ich sie immer kaputtzumachen versuche...verkappter Pazifist...eingefleischter Vegetarier
:hmpf:
Heute hab`ich von Wolfster übrigens ein Spyderco Military bekommen...das ist jetzt erstmal zum Küchendienst abkommandiert(das kommt davon:hehe:)...aber dann beginnt der Ernst des Lebens!!!
Fred Perrin hatte nur Gutes darüber zu berichten...mal schauen wie`s die oberbairische Bergluft verträgt:hehe:
Zum Abbau der Bürokratie fehlen uns einfach die nötigen Beamten Graffiti
Schleifalot
21.08.02, 19:21
Naja, wieder mal ein Thema über individuelle Eindrücke und Geschmäcker, man soll ja bekanntlich nicht drüber streiten.
Ich hab schon einige Messer selber gemacht, und zwar aus den verschiedensten Stählen. Bis jetzt ist nach meinem Empfinden noch kein selbstgemachtes oder gekauftes Messer besser gewesen als eins von meinen Busses. Weder in Ergonomie noch Schnitthaltigheit noch Bruchfestigkeit.
Zuerst war ich auch sehr skeptisch, aber meiner Meinung nach hat sich jedes Messer gelohnt.
Und ich versuch immer noch meine kaputt zu kriegen, bis jetzt erfolglos.
:steirer:
@coolcat
Ich weiss es defnitiv von einem Fall:
In Dänemark trainierten ein Freund und ich Messerwerfen an einer hölzernen Scheunenwand. Das Messer war ein SOG Government - sehr gut gehärteter 440-A. Das Messer traf nicht richtig, prallte ab und fiel mit der Spitze auf den Boden (normaler Asphalt, kein Kopfsteinpflaster) - etwa 5-7 mm waren abgebrochen, obwohl der Sturz von der Wucht her auf keinen Fall mit meinem Test zu vergleichen war.
Ansonsten ist natürlich jeder eingeladen, diesen Test mit einem anderen Messer zu wiederholen.
Ich bin übrigens gerne bereit, mein Busse nach Frankfurt zum Testen mitzubringen - wenn shindendojo es vorher nochmal schleift und irgendein anderer Testmaterial mitschleppt (ich muss da schließlich arbeiten :cool: )
Übrigens: der Test fand letztes Jahr doch nicht in Solingen, sondern in Frankfurt statt - jeder kann sich mal irren.
Thomas
DeadlyEdge
21.08.02, 19:41
Original geschrieben von Ritschratsch
Mein 440 C-Haumesser eigener Fertigung mit identischen Abmessungen hat meine heftigen Annäherungsversuche
nicht so gut überstanden.....knack....30 Arbeitsstunden perdu!
Tja, 440 C ist halt nix für Haumesser :fack:
Marco Stanzel
21.08.02, 19:45
Hallo zusammen,
die Leute, die nicht soviel ausgeben wollen koennen sich ja bei mir ein Big-Country bestellen:) . Sollten uebrigens im naechsten Messermagazin vorgestellt werden.
Aber mal im Ernst, ich glaube kaum das Busse Messer schlecht sind.
Ueber Preis-Leistung kann man immer streiten. Ich habe diese Diskussionen schon oft im Zusammenhang mit Blackjack/Randall gefuehrt. Ist halt 'ne Glaubenssache, die einen ziehen ein Messer mit Historie und/oder fantastischem Image vor, den anderen schickt ein User aehnlicher Qualitaet, mit besserem Stahl zu einem Drittel des Preises, weil sie das Messer benutzen und die Qualitaet selbst beurteilen koennen.
Jeder wie er's will (braucht).
Gruss,
Marco
@ Achim : Bitte erklär mir doch was am Busse-Design so schlecht ist, ich weiß es wirklich nicht. Ich finde die Messer zwar bestimmt nicht schön, aber durchaus praktisch.
Und auf den Test im Messermagazin bin ich sehr gespannt, ich wüßte auf Anhieb wirklich nicht wie ich so ohne weiteres mein Basic 6 kaputtmachen könnte, ausser man wird wirklich brutal und da geben dann bestimmt die Mitkonkurrenten vorher den Geist auf.
messerjocke
21.08.02, 22:16
[QUOTE]Original geschrieben von TL
@Messerjocke
Immer dran denken: der Ton macht die Musik.
Wat hab ich den nun schon wieder falsch gemacht? Müssen wir jetzt in die Prügelecke um einen gewaltfreien Himbeertee zu rauchen.
:anbet: Bitte untertänigst um Vergebung:anbet:
( weiß nur nicht wofür )
Matthias
Ich hab bisher schon einige Busses in der Hand gehalten und die großen hatten bestimmt 7mm Rückenstärke an dem Punkt wo die Schneide beginnt sind sie so etwa 2,5 mm dick schätz ich mal, ein SOG Government hat wohl nicht mehr als 4mm am Rücken und es ist recht dünn ausgeschliffen oder täusch ich mich da? Ich glaub auch dass ein Messer aus einem hochwertigem Stahl, der nicht zu spröde ist mit änlichen Abmessungen, gennau soviel mitmachen und aushalten.
In Frankfurt hab ich die Busses auch gesehn und ich glaub nicht dass es auf dieser Ausstellung noch vielle andere Messer gab die solche Dicken aufwiesen, wär schwer gewesen da nen Vergleich zu machen. Messer in diesen Abmessungen und Dicken aus vernünftigem Material halten halt mal einiges aus, um feine saubere Schnitte zu machen sind sie aber gänzlich ungeeignet sag ich mal und Bäume fällen ist wohl nicht die Haupttätigeit die man in der Regel so macht. Wie die Verarbeitung ausfällt haben wir ja schon gehört, wer da in dieser Preisregion von gut spricht, der hat wohl was an den Augen, das ist allerhöchstens Mittelmaß. Zudem fand ich die Spritzgummigriffe viel zu klein für Klingen dieser Größe.
Dass die Busses ansonnsten eine gute Geometrie haben gut in der Hand liegen und man sehr gut damit arbeiten kann, will ich ihnen ja garnicht absprechen, da hab ich schon viele positive Berichte drüber gehört, mehr iss es aber wohl nicht.
freagle
Original geschrieben von TL
Das Messer traf nicht richtig, prallte ab und fiel mit der Spitze auf den Boden (normaler Asphalt, kein Kopfsteinpflaster) - etwa 5-7 mm waren abgebrochen, obwohl der Sturz von der Wucht her auf keinen Fall mit meinem Test zu vergleichen war.
Woher weisst Du das?? Hast Du die Kraft gemessen? War der "Test" reproduzierbar? Liegt es nicht einfach daran, das die Spitze des SOG so dünn ausgeschliffen ist?
Okay, das ist jetzt alles ein bisschen provokativ und verstehe mich nicht falsch, ich will Busse nicht schlecht reden, aber mir fehlt einfach der "wissenschaftliche" Beweis, d.h. einen neutralen Test, der mit fundierten Messwerten/-methoden und mit wiederholbaren Bedingungen belegt, dass INFI sooo viel besser ist als andere Stähle. Und auf Tests und Demonstrationen des Herrstellers gebe ich nicht viel. Um es ein bisschen auf die Spitze zu treiben: nenn mir mal eine Situation, in denen meine Fällkniven aus VG10 nicht genauso gut sind wie die Busses. Schliesslich sind die Fällkniven ja ein ganze Ecke billiger. (Obwohl sie genauso hässlich sind :D )
Die Busseteile sind bestimmt nicht wirklich schlecht, aber IMHO resultiert der hohe Preis nicht aus der gebotenen Leistung oder der überragenden Verarbeitung, sondern nur aus dem selbstgemachten Hype. Naja, vielleicht bringt das nächste MM ein bisschen Klarheit.
Und ja, ich lasse mich gerne von meiner Meinung über BC abbringen, nur bisher hat mich halt noch keiner überzeugen können.
BTW, 440C ist wirklich nicht der richtige Stahl für ein grosses Haumesser. Ausserdem scheint wohl auch die Wärmebehandlung nicht so ganz richtig gewesen zu sein.
messerjocke
22.08.02, 00:56
Noch etwas finde ich immer etwas abwegig. Hier wurde des öfteren
von dem Messer gesprochen, welches man in einer schwierigen Outdoor-
situation dabei haben sollte. Dann wurde oftmals Busse erwähnt. Nur war das BC welches ich in der Hand hatte, ein solch fettes Trumm, daß
es gar nicht erst an meiner Hose baumeln wurde, ergo im Rucksack oxidieren würde. Daher währe es bei einer klassischen Notsituation mit meinem Rucksack verschwunden . Denn hätte ich meinen Rucksack noch, wäre ich ja nicht in Not. Mein Ansatzpunkt ist der, das hier immer von hacken, graben, hebeln und brechen gesprochen wird, ich bin nun wirklich viel draußen unterwegs, aber diese Dinge verichte ich mit meinem Messer so gut wie nie. Kleinholz mach ich mit meinen Meindlstiefeln schneller als jeder Bussemann. Bevor ich so ein Messer herumtrage ( im Rucksack ) packe ich meine Sawivor Faltsäge ein, die ist efizienter und leichter. In einer wirklichen Notlage, sei es beim Kanufahren auf einem großen See, auf dem ich kentere, hätte jeder normale Mensch doch kein 500 g schweres BC am Gürtel, weil man damit nicht im Kanu sitzen kann. Schaffe ich es dann an Land, währe mein erstes unterfangen meine Unterkühlung mittels eines Feuers einzudämmen. Da fang ich doch nicht erst an Holz zu hacken, da nehm ich das, was ich abrechen kann, weil das brennt schneller. Anderer Fall, man trägt seinen Rucksack. In diesem Fall würde ich auch keinen
Riesendolch am Gürtel haben, weil der tierisch drückt unter dem Hüftgurt. Nun ist die erste Regel in allen brenzliegen Situationen den Rucksack zu lösen oder abzuwerfen ( Eiseinbruch oder der gleichen ). Also wieder keinen fetten Pieker dabei, sonder nur dein kleines Jagdmesser oder vielleicht deinen Folder in der Tasche.
Ich will nur darauf hinaus, daß diese pseudo-outdoor, oder Survivalwerbung kompletter Mist ist. Das du in einer Notsituation überlebst, dafür sorgt dein Wissen und nicht die Klingenstärke deines
BC's. Busse wirbt mit Outdoorseminaren, nun gut darüber kann ich vielleicht nicht urteilen,weil ich auf noch keinem war, aber dennoch finde ich das etwas eigenartig, auf Steinen herumhacken usw. So etwas
tue ich nicht mal einem Billigbaumarktbeil an, obwohl es diesem auch nichts ausmacht. Bin ich also draußen, mein einziges und damit wichtigstes Werkzeug ist mein Messer, dann würde ich es doch wohl auch Weise und schonend nutzen.
Matthias
shindendojo
22.08.02, 01:48
Hallo Leute!
Dann kommt jetzt mal mein Kommentar.
@ messerjocke
Na, warst Du nicht früher knifeman, bevor Du aus dem Forum geschmissen wurdest? Wir hatten ja damals schon Kontakt. :cool:
Zu Deinem schlimmen Erlebnis: Ich hoffe es geht jetzt wieder. :hehe:
Mal im Ernst: Du hast ein Messer 1 Minute in der Hand ohne es zu benutzen und weißt alles über die Stahlleistung? Das meinst Du doch nicht ernst, oder?
Zum Thema "Kunden verarschen": Machen wir nicht, haben wir nicht nötig. Ich betreibe mein Geschäft mit Moral. Lieber tätige ich einen Verkauf weniger, als daß ich meine Prinzipien verletze.
Aber danke für das Lob zu unserer Werbekampagne. Ich denke wir tun noch viel zu wenig. :super:
@ Kevin:
Wenn Du den asymetrischen Schliff meinst, wie Thomas bereits erwähnte, der ist wirklich absichtlich so gemacht. Bei einigen neueren Modellen nutzt Busse Combat auch wieder einen symetrischen konvexen Schliff ein.
Die Kydexscheide ist möglichweise von der Firma High Desert. Denn diese Kydexscheiden wurden angeschafft, als Busse noch nicht die neue, heutige und bessere Beschichtung hatte.
@ AchimW
Eigentlich macht ja keiner ein "großes Geheimnis" aus INFI. Jerry Busse verrät nur nicht die Stahlzusammensetzung und sein hauseigenes Härteverfahren. Ist doch auch sein Recht. So wie der Kunde dann das Recht hat nicht zu kaufen. Wo ist das Problem?
Laut Jerry Busse kostet INFI pro Pfund 32 Dollar. Die weiteren Kosten für die Messerproduktion, Lohnkosten, mehrtägiges Härten, Scheide, Anzeigen, Händlerspanne (übrigens leider kleiner als bei vielen anderen Marken), Kataloge erstellen und drucken, Forum sponsern, Zoll, Versand, MwSt., etc. kannst Du ja mal draufrechnen. Dann findest Du es vielleicht gar nicht mehr unverschämt.
@ RitschRatsch
Deine Wortwahl ... einfach köstlich. :super:
@ Coolcat
Ich weiß wirklich nicht, was an der Verarbeitung nicht stimmen soll. Wir reden hier von Arbeitsmessern und nicht von Vitrinenschönheiten.
Was meinst Du denn mit "Gequatsche von Busse"?
Ich erinnere mich nicht daran, daß Jerry Busse oder ich als Importeur erzähle (quatsche) was andere Messer nicht können. Unsere Aussagen beziehen sich eher darauf was unsere Messer können.
@ Marco
Die Gunst der Stunde genutzt? :super: :hmpf: Schlawiner, Du!
Mein Fazit:
Bei Tausenden von zufriedenen Kunden weltweit, macht Jerry Busse wohl was richtig - und zwar bei seinen Messern.
Die Qualitäten eines Busse erkennt man nicht beim Streicheln.
Die positiven Kommentare kamen hier von Mitgliedern, die ein Busse durch eigene Anwendung kennen.
Die negativen Kommentare kamen (vermute ich) von Mitglieder, die noch kein Busse benutzt haben.
Kein Messer kann alles perfekt.
Die Arbeiten für die Busse seine Messer baut, werden hervorragend gemeistert.
Die Geschmäcker sind verschieden und jeder entscheidet frei, was er für welche Gegenleistung ausgibt.
Munter bleiben
Grüße
Dirk
@Dirk:
Jaja, deswegen macht der arme Kerl ja auch im letzten BLADE Magazin auch 'ne Werbung, daß er in kürzester Zeit wegen der erfolgreichen Werbekampagne zum Millionär geworden ist, nicht? Naja. Die von Dir erwähnten Kosten haben, abgesehen von den hohen Stahlkosten, alle anderen preiswerteren Anbieter auch, also was soll das?
Zu den hier erwähnten "Tests" ist zu sagen, daß Äpfel mit Birnen verglichen werden. Haumesser aus 440C, Messerwerfen mit einem Messer aus 440A....rostfreie Stähle sind für solche Einsatzzwecke nicht entwickelt und auch nicht geeignet. Die Materialien sind einfach zu spröde. Oder hat schon mal jemand gehört, daß so was wie die ABS-Tests mit so einem Stahl bestanden wurden? INFI ist eben KEIN Stahl mit hohem Chromanteil, sondern eher mit einem mitellegierten Stahl a la Vascowear oder Böhler K340 vergleichbar und diese Stähle werden eben wegen ihrer erhöhten Bruchbeständigkeit so legiert. Kein Wunder also, daß selbst bei einem vergleichbaren Test am Busse weniger abbrechen würde.
Zum Design. Nidan, ich habe nicht gesagt, das Design sei schlecht, sondern primitiv. Wiederum fertigungstechnisch gemeint, da ich ja, siehe oben, auf das Preis-Leistungs-Verhältnis hinaus wollte.
Achim
@Dirk:
Eine Frage noch: Würdest Du denn sagen, es ist unmöglich, bessere Messer für weniger Geld zu bauen ... hm?
INFI ist kein Geheimnis mehr, wie ich hier im Forum erfahren durfte (hier (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=2525)).
INFI:
Vanadium 0,36%
Chrom 8,25%
Eisen 87,79%
Kobalt 0,95%
Nickel 0,74%
Molybdän 1,3%
Kohlenstoff 0,5%
Stickstoff 0,11%
Es gibt bestimmt bessere Stähle ... und wenn die dann noch professionell wärmebehandelt werden, kann das bestimmt auch besser als ein Busse sein. Und vielleicht sogar günstiger.
Natürlich macht Busse vieles richtig und besonders bei den Messern, die zu Vorführungszwecken benutzt werden. ;) Der Mann lebt ja schließlich davon, seine Messer zu verkaufen. Ich finde aber den "Standard" gut, den Busse gesetzt hat. Früher oder später werden ihn andere aber überbieten oder haben das vielleicht bereits getan, ohne es zu wissen.
Ich mag Busse trotzdem.
Gruß
Mark23
Kevin Wilkins
22.08.02, 07:58
Hi, ich meinte nicht den Schärfeschliff - ich weiss, das so asymetrisch sein - meinte aber den Flachschliff, ist bei meinem Messer aus eine Seite nicht ganz zum Rücken...
Kydexscheide ist wirklich gut gemacht... fast Maddog Qualität
da Infi soll $32 pro Pound kosten... hmmm. kann nur sagen BG-42 kostet um $13 pro Pound ab Werk für kleinere Mengen und gelt als sehr teuer....
mein Messer ist Busse Combat, hat ein andere Pulverbeschichtung und Gummigriff... das Messer hat schon super balance, und eine (etwas klein aber für mein Hand 1A) super Griff...
Original geschrieben von shindendojo
Ich erinnere mich nicht daran, daß Jerry Busse oder ich als Importeur erzähle (quatsche) was andere Messer nicht können. Unsere Aussagen beziehen sich eher darauf was unsere Messer können.
Aha, dann muss ich, als potentieller Kunde, Dich aber fragen: warum sind Deine Produkte so teuer? Ein A1 bekomme ich für €149,- ein #6 kostet €259,-. Beides sind einfach angeschliffene Flachstähle mit einem angespritzen Gummigriff. Fertig. Wo ist denn da was von toller Verarbeitung?
Verstehe mich nicht falsch, ich möchte einfach nur ein belegbares Argument haben, warum ich über 200,- DM mehr ausgeben soll. Ich warte halt immer noch, dass mich einer von der Überlegenheit der Busse überzeugt ...
Coolcat:
Verstehe mich nicht falsch, ich möchte einfach nur ein belegbares Argument haben, warum ich über 200,- DM mehr ausgeben soll. Ich warte halt immer noch, dass mich einer von der Überlegenheit der Busse überzeugt ...
Dieses Argument gibt es einfach nicht. Gilt aber auch für alle anderen Messer, auch für einige aus Deiner (wirklichen tollen!) Sammlung.
Daher ist diese Diskussion so sinnlos wie viele andere auch...
Grüße, Jens
Hmmmm, hatte nur mal bei Dirk auf der IMA ein paar in der Hand aber muß sagen: gute Teile fürs Grobe. Ich komme mit Griffen und Balance prima zurecht, das Design könnte man augenzwinkernd mit dem Kompliment "vulgärfunktionalistisch" belegen. Na und? Hat sich halt jemand gedacht "function before form". Das gleiche gilt für die Verarbeitung: "edles fit and finish" schreibt man anders, aber das braucht so ein "Messer" auch nicht. Oberflächlich betrachtet konnte ich jedenfalls keine Mängel feststellen.
Man sollte wohl eins nicht übersehen: die Firma heißt Busse *Combat*. Die Dinger sind logischerweise weder als Jagd- noch als Schnitz- noch als Küchenmesser konzipiert. Wer "schweres Gerät" braucht/will (ich nicht) ist mit den Prügeln sicher gut bedient.
Marketing/Preis ist 'ne andere Frage, das muß jeder selber wissen. Ich nehm' ja auch lieber ein MT obwohl das ganz praktisch gesehen nix besser kann als ein CRKT. :irre:
Ein letzter Gedanke noch: natürlich ist Hype - vor allem in Verbindung mit Hochpreisigkeit - nervig und zieht zu Recht negative Aufmerksamkeit und Kommentare nach sich. Im Gegensatz zu anderen teuren Firmen wie Emerson oder auch einigen hippen US-Makers habe ich aber noch nie Negatives über die Haltbarkeit/Verarbeitung und Performance der Busse-Messer gehört.
Interessante, typische Busse - Diskussion, die in USA in der Form wohl nicht geführt werden würde.
Ich denke Angriffspunkt der hier so vehement vorgetragenen Kritik ist weniger die performance der Messer, als der in der USA herausgegebene Slogan die besten Messer der Welt zu sein. Wer selber mal in Amiland war weiß, dass Bescheidenheit nicht ihre Stärke ist. Irgendwie haben die noch den Pioniergeist insoweit verewigt, dass ein jeder Ami seine Leistung offen zeigen will. Dies wird komischerweise aber nicht übelgenommen, sondern man sagt "ok, he made it". Mir ist das auch fremd, die meisten Europäer reagieren darauf mit Argwohn dass sich da jemand profilieren will der's nötig hat.
Lynn Thompsen von Cold Steel hat's übertrieben, dem wird Großmäuligkeit vorgeworfen. Interessanterweise hat ct busse lange Zeit stark attackiert ("Trail Master beste Bowie von Welt"), da hatte Busse sich zurückgehalten und einen öffentlichen test gezeigt, der auch nicht angezweifelt wurde.
Konsequenter- und richtigerweise setzen Shindendojo & Co die Ami-Marketingstrategie nicht 1:1 um, das wäre in D wohl auch nicht der richtige Weg. Alleine die Aussagen über die Supertests der Sumpfratten wirken auf mich auch ein wenig aufgesetzt. Sind sicher gute Messer, aber unstreitig unter dem Busse-Basicniveau qualitativ und preislich angesetzt.
Was bleibt sind Gebrauchsmesser, denen gute gute Gebrauchsfähigkeiten testiert werden. Ich würde den jeweiligen Benutzern auch nicht gleich unterstellen von einer dubiosen Werbekampagne beeinflusst nicht mehr objektiv urteilen zu können, darauf laufen viele postings hier hinaus.
Die Frage ob der Preis angemessen ist sollte wie immer eine Einzelfallentscheidung sein, das haben wir hier doch schon x-fach gehabt.
"Form follows function" - nach diesem selbstgewählten Anspruch darf man das Design ncht als häßlich sondern nur als unzweckmäßig angreifen, das tut hier aber niemand.
Nagelring
@TacHead und Nagelring: Klasse ! Eleganter, sachlicher und verbindlicher hätte man den ohnehin völlig unnützen, unergiebigen und immer wieder aufkommenden Busse/Strider/Sonstige/Tactical/Besser/Schlechter/Zu Teuer/Zu Billig/Hochwertiger/Minderwertiger-Diskussionen nicht den Wind aus den Segeln nehmen können. :super:
EDIT: @Crashlander (s. nächstes Posting): Du bringst es auf den Punkt, bin absoult Deiner Meinung :D:
... Jeder soll nach seiner Facon selig werden ...
crashlander
22.08.02, 09:39
Ich hab ein paar Busses (Combat und Basic) aller Größen mal in der Hand geschwenkt und war beeindruckt von der schieren Größe dieser Brecher. Ich fand die Argumentation von Messerjocke gar nicht schlecht, daß man ein Messer dieser Größe z. B. beim Kanufahren wohl eher am Rucksack als am Körper trägt und in einer Notfallsituation dann eben keinen direkten Zugriff drauf hat. Ich hab auch mal ein Fällkniven S1 am Gürtel und ehrlich gesagt reicht mir das, was Größeres will ich da nicht baumeln haben. Dann lieber ein Beil im Rucksack (und ich denke die Kombination Messer/Beil ist praxistauglicher als ein großes Haumesser, welches ja nur einen Kompromiss darstellen kann). Wenn man dann mal über Bord geht hat man eben noch sein S1 dabei, besser als gar nix, weil Busse/Beil gerade Richtung Meeresgrund sinken...
Ein direkter Vergleich von Busses zu anderen Messern ist vielleicht deshalb auch schwierig, weil wohl kaum ein anderer Messer in diesen Dimensionen baut. Das macht Busse wiederum einzigartig;)
Ich fand eine Begründung auf der Swamprat-site ganz interessant, weshalb diese jetzt produziert werden: (sinngemäß) damit Leute, die ein solches Messer bei der Arberit brauchen (Feuerwehr, Armee usw.) es sich auch wieder leisten können, weil die Busses für diese Kundschaft einfach zu teuer sind...
Was dann zu dem Schluß führt, daß die meisten Besitzer von Busse Combat Messern diese EBEN DOCH in die Vitrine legen oder mal damit in den Wald gehen und ZUM SPASS Äste abhacken oder graben, einfach um zu sehen was ihr Messer kann. Also kann man hier auch nicht von wirklichen Praxistests reden.
Es gibt aber sicher auch viele Leute, die ihre Busses einsetzen und damit sehr zufrieden sind. Was ich auch gar nicht anzweifle, ich bin mit meinem Spyderco Starmate, welches einen vieeeeel zu dünnen Liner hat, ebenfalls hochzufrieden.:D
Jeder soll nach seiner Facon selig werden. Ich mag halt eher Spyderco und anderen Kram, andere wollen was Größeres. Ist doch schön, daß es Vielfalt gibt !
"vulgärfunktionalistisch
TacHead,
hab ich ja noch gart nicht gesehen, der ist gut!
Wohl ein Euphemismus für das Kultivieren des schlechten Geschmacks :steirer:
Nagelring
@ sharky,
ich habe auch den Eindruck hier läuft die Standarddiskussion 2b. Argumente -keine, Meinungen - viele, Namen - beliebig austauschbar ( in diesem Fall Busse, war schon mal Strider, auch Emerson etc).
Ritschratsch
22.08.02, 14:19
Himmelherrgott....wie soll ich jemandem, der noch nie eine Banane gegessen hat, schriftlich erklären wie eine Banane schmeckt!
Schnitthaltige Grüsse an alle... und jetzt aber raus an die frische
Luft!
Post Scriptum: Fällt aus!
Nie sollst Du so tief sinken, von dem Kakao durch den man Dich zieht, auch noch zu trinken! Erich Kästner
sharky, camig, warum haben wir denn überhaupt solch ein Forum? Diese "unsinnigen" Diskussionen sind doch gerade das, was Spaß macht. "Brauchen" tun wir alle nur 1 Messer, nur 1 Brotsorte und nur Wasser zum Trinken, oder? Also laßt uns doch den Spaß! :D :D :D
Achim
Zitat Dirk:
Die positiven Kommentare kamen hier von Mitgliedern, die ein Busse durch eigene Anwendung kennen.
Die negativen Kommentare kamen (vermute ich) von Mitglieder, die noch kein Busse benutzt haben.
Vorweg
Ich Hab ein Stealhard und ein Basic 9.
Die Messer sind ok,aber mehr auch nicht. Gekauft hab ich sie mir (da bin ich ehrlich)eigentlich nur weil die Werbung von Busse mich dazu verleitet hat.
Es sind zwei mittelmäßig verarbeitete Flachstähle genauso wie Strider und Cold Steel, welche zudem maßlos überteuert sind.
Ich hab noch ein 50 Euro Bowie von Böker (Kohlenstoffstahl) damit hack ich die gleichen Äste durch, wie mit nem Busse und hebeln und graben kann ich damit auch (wenn`s den sein muß).
Also grob gesehen, bezieht sich der Unterschied bei diesen Flachstählen auf den Preis und die Werbung.
Wer also ab 300,-Euro locker machen will, sollte zu einem Messermacher gehen, da kriegt er bedeutent mehr für sein Geld geboten als Herr Busse das je bieten kann.
Außer natürlich die Werbung.
Rolf
Erstmal vorab: auch ich stehe (leider, haha!) nicht auf der gehaltsliste von Dirk L. oder jerry Busse, sondern sammle und benutze die verschiedensten Messer (outdoor)!
Ich hab mittlerweile 3 Busse Messer unterschiedlicher Größe der basic Reihe und bin sehr zufrieden damit!
Zu einem messer hab ich ja auch mal was ausführlicher geschrieben unter http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=4923&highlight=sp%E4ne
Bisher kann ich nur positives über die Busse messer berichten, denn sie haben die Anforderungen, welche ich an sie habe erfüllt:
- scharf
- stabil
- bequem
Der Preis ist natürlich verglichen mit anderen "Serienmessern" recht hoch, jedoch hab ich den Eindruck, daß ich dafür das bekomme, was ich benötige.
besonders positiv sind mir zwei Eigenschaften aufgefallen, die ich bei anderen messer, z.B. haumesser von Herbertz, nicht gefunden habe:
1. der asymetrische Schliff
2. die schnelle nachschärfbarkeit
zu 1. Durch den asymetrischen Schliff bleibt das Messer beim Hacken kaum mal "stecken". Die Späne fliegen nur so und man braucht keine zusätzliche Kraft, da das messer nicht im Holz stecken bleibt!! Dies ist bei den meisten anderen messern mit symetrischem Schliff der fall gewesen, und ich mußte teilweise erheblich dran ziehen, um diese aus dem Holz zu bekommen.
zu 2. ein zwei mal mit einem Keramikstab über die Schneide gegangen und die messer sind wieder rasiermesserscharf. Find ich gut!
Das war meine Meinung; womit ich nicht gesagt habe, daß nicht Custom messer evtl. für den gleichen Preis das gleiche leisten!
Gruß neo
shindendojo
22.08.02, 16:23
Hallo Leute
Die Diskussion bringt glaube ich nicht mehr viel, ich möchte aber noch ein paar Anmerkungen von mir geben:
@ AchimW
Ich kenne die Blade Magazine Anzeige leider nicht, kann also nichts dazu sagen. Hast Du die Möglichkeit, die Anzeige einzuscannen? Ich würde die gerne mal sehen. Falls möglich: Vielen Dank.
Zu den höheren Materialkosten kommen z.B. höhere Lohnkosten, da in den USA und nicht in Fernost gefertigt wird.
@ mark23
Ob es unmöglich ist, für weniger Geld bessere Messer zu bauen? Besser wofür? Man kann als Beispiel sicherlich billigere und bessere Kartoffelmesser bauen.
Ich selbst habe so ca. 15 Messern von diversen Hersteller für mich gestestet und keines hat meine Kriterien besser erfüllt. Natürlich wird es irgendwann einen besseren Stahl und ein besseres Härteverfahren geben. Und ich hoffe, daß das dann Busse hat. :lechz:
Das Messer, welches ich zum Vorführen nutze ist wie bei Jerry Busse auch ein normales Serienmesser.
@ Kevin
Die Preisfrage wurde schon einmal diskutiert. INFI ist ein exklusiv für Busse Combat gefertigter Stahl. Andere Stahlsorten werden in Massen für industrielle Anwendungen gefertigt und sind daher billiger.
@ Coolcat
Du vergleichst einen Preis mit Händlerrabatt mit einem Listenpreis.
Das genannte Messer unseres schwedischen Mitbewerbers kostet laut website des Importeurs mit schwarzer Teflonbeschichtung € 207. Das relativiert den Vergleich doch wieder etwas.
Dann haben wir noch das bessere Griffmaterial, den besseren Stahl :steirer: und eine bessere Garantie.
@ JensJ
:super:
@ Rolf
Glückwunsch zu Deinem Super-Böker.
... und weiter atmen. :glgl:
Na toll, jetzt ist es soweit... ichh bin langsam doch interessiert, was ein Busse so kann. Muss ich wohl doch eins kaufen ?!
Nicht, daß ich mich durch einen Betonklotz hauen müßte, um mich nachher zu rasieren (obwohl Mörtel im Bart echter Mist ist - so oft baue ich keine neue Esse).
Zum Vergleichen fällt mir aber eines ein: Kann es sein, daß deswegen so wenige Leute Vergleiche ziehen, weil man sich nur mit einem Busse in Versuchung fühlt, auch mal einen Betonklotz durchzuhauen?
Ich habe gerade mein Herbertz Bowie ausprobiert (naja, an durchgehärtetem Schamott-Mörtel, der noch in einem Eimer war) - echter Mist, ist zu kurz zum Hacken, aber: Nach 10cm Tiefe war immer noch kein schlimmer Ausbruch zu sehen.
Und was das Fallenlassen angeht: War auch nicht schlimm.
Naja, reizen würde es mich trotzdem, mal so ein Busse... zumal mir das Design unheimlich gut gefällt - aber wer meine Webseiten kennt, der kennt auch meine Vorliebe für Schlichtheit.
MfG, Tierlieb
@ AchimW,
nichts gegen diese Diskussionen als solche, aber mir scheint die Halbwertszeit für Threads dieser Art geht langsam aber sicher gegen 0, die Abstände in denen sowas aufgewärmt wird werden immer kürzer. Vielleicht liegt es aber nur daran, daß ich schon länger als 14 Tage hier im Forum bin.
@AchimW: Um Jottes Willen. Niemand will hier den Spaß klauen, ganz im Gegenteil, genau deswegen sind wir doch hier :p!!! Ich kann mich halt Camig nur wieder anschließen, diese Art von threads sind sooooo austauschbar ... Lasst uns doch einfach den letzten Strider(fällt mir zufällig :rolleyes: grad´ kein anderer Name ein)-thread nehmen und die Namen austauschen (sorry, ich kann einfach mein loses Mundwerk nicht halten. Deshalb würde ich auch beim nächsten thread wieder mitspielen, wenn ich darf ... http://www.plauder-smilies.de/winknudge.gif)
Eine Sache macht mich schon stutzig: Warum gibt man 32Dollar für ein pfund stahl aus, wenn ich einen gleichwertigen oder besseren stahl für die hälfte des geldes bekommen kann.
Zitat:
"Die Preisfrage wurde schon einmal diskutiert. INFI ist ein exklusiv für Busse Combat gefertigter Stahl. Andere Stahlsorten werden in Massen für industrielle Anwendungen gefertigt und sind daher billiger."
Das sagt mir als kunden nur das der stahl teuer ist weil nicht in großen mengen gefertigt wird oder?
ich kann doch auch ne neuauflage vom 420Aisi oder so machen und bezahle dann auch 32 Dollar dafür.
Ich erkenn beim besten willen den sinn dahinter nicht.
Ähnliches Thema:
Warum zahlen die Leute für Markenklamotten wie Nike/Ralph Lauren/Boss/Joop/Jil Sander/Gucci/und wie sie sonst noch alle heißen viel Geld obwohl sie die gleiche Qualität auch viel billiger bekommen könnten :confused:? Die Firma Levis hat sogar einmal wörtlich geäußert: "Klar könnten wir bessere Qualität zu günstigeren Preisen produzieren, aber warum solten wir, die Leute kaufen unsere Ware doch auch so ?"
Und dass die genannten Messerhersteller das Rad (den Stahl und seine Bearbeitungsverfahren) nicht neu erfinden ist doch auch klar :cool:
Ritschratsch
23.08.02, 07:38
Bevor dieser Beitrag endgültig in die theoretische Ecke abdriftet,
nochmal ein paar Beispiele aus dem "richtigen Leben".Vielleicht wird`s dann klarer warum ich hier dauernd versuche eine Lanze für meine
"Battle Mistress" vulgo "Battle Bitch" zu brechen.
Dieses Teil ist ein absolutes Arbeitstier und hat, seit es in meinem
Besitz ist, nix anderes gemacht als genau das..... ARBEITEN........zum Bleistift:
Holzstämmchen längs gespalten(Staves!)für den Bogenbau,Feuerholz für drinnen und draussen gemacht,alte Möbel zerlegt(Spassfaktor 10!),
Feuerstellen hergerichtet(Grabarbeiten),fehlgeschosse ne Pfeile aus Bäumen gehebelt, Wildholzmöbel gebaut(Sitzbänke etc.), Europaletten zerlegt,kleinere Rodungsarbeiten verrichtet, meine Schwiegermutter erschreckt, Kartons und Transportkisten kleingemacht, Bögen gebaut, Wanderstecken gebastelt,Totempfähle geschnitzt,Kombüsendienst verrichtet und mir das Gefühl gegeben angemessen
bewaffnet zu sein(des nachts im Wald!:steirer:).
Und das mit nur EINEM Messer, das bei mir Axt,Machete,Praxe,Zugmesser,Säge(nur mittelmässig)undSchaufel(Notbehelf) ersetzt.
Wenn es so was wie die eierlegende Wollmilchsau wirklich gibt, dann
heisst sie mit Nachnamen Busse!
Und das Ding ist bei meinen Draussenaktivitäten wirklich IMMER dabei!
Bei meinem Eigengewicht fällt das nicht sonderlich ins Gewicht:-)
Letzlich hab`ich beim Roving(Bogenschiessen auf z.B. Baumstümpfe)in den Bergen einen am Boden liegenden Eibenstamm gefunden....der wurde gleich vor Ort in 2 Staves portioniert(der Rest war schon etwas mürb) und die
harren jetzt ihrer Bestimmung......Langbögen!
Den letzten Osage Orange Bogen hab`ich zu 95% nur mit diesem einen
Messer gebaut....wenn mir das Finish wurscht gewesen wäre, hätte ich
nix anderes dazu gebraucht. Gerade bei Längsspaltarbeiten kommt mir
der asymmetrische Schliff sehr zupaß.
Bei all diesen Tätigkeiten hab ich in der Vergangenheit schon Dutzende von Werkzeugen und Messern gekillt(der Tip 440C nicht für Haumesser zu nehmen kommt leider 20 Jahre zu spät)....bin halt etwas grobmotorisch veranlagt:D(letztes Opfer war ein Stubaier Zugmesser mit dem man besser nicht hebeln sollte)
Meine BM-E juckt das alles nicht!
Dafür daß ich im Schadensfall( Gott behüt!)meinen Schnoadda(bairisch für Messer)ersetzt bekomme....elendslange Garantiezeit...zahl`ich
gerne das Doppelte von dem was es nach z.B.Coolcat`s Rechnung kosten dürfte.(Die Rechnung geht allerdings nur auf, wenn man`s wirklich BENUTZT!)
Und das hat garantiert andere Gründe...siehe oben...als den Werbe-Remmidemmi wie er von den Amis aufgeführt wird....sind halt nunmal gnadenlose Selbstdarsteller:-)
Was ist der Unterschied zwischen unseren Politikern und meiner BM?
Meine BM hält was sie verspricht!
Ich hab mich sogar schon dazu hinreissen lassen das Teil einzuklemmem
und darauf rumzufedern...nota bene 140kg!
Hoffentlich hat jetzt das der Dirk nicht gelesen...wär das noch ein Garantiefall.Irgendwie hab ich vom Bladesforum noch den Spruch:
Use it and abuse it.... in den Ohren...... dem hab ich nichts hinzuzufügen!
Nix für ungut,Ritschratsch
P.S.Wenn ich Kanu fahre, sind meine Sachen erstens wasserdicht und zweitens schwimmfähig eingepackt.....da sinkt nix auf den Meeresgrund:D
P.P.S.Kydex- Wänää baut mir gerade eine Köcherscheide dafür....
in FEUERROT!!!
P.P.S.Was ich fast vergessen hätte....und das erstaunt mich selber....das Messer wurde erst 2x...in Worten "zweimal" nachgeschärft!
Life is a mountain not a beach. Indianerweisheit
Original geschrieben von Ritschratsch
alte Möbel zerlegt(Spassfaktor 10!)
Cool, vor meinem nächsten Umzug will ich auch eine :D
Das klingt doch auf alle Fälle danach dass die Dinger halten was sie versprechen.
Ob sie wert sind was sie kosten ist - zumal in diesem erlesenen Kreis :steirer: - eine irrelevante Frage, muß jeder selber wissen, wie bescheuert er genau ist :irre:
Also ich versteh die Diskussion bis jetzt so : Keiner sagt daß die Busses schlecht sind, nur ziemlich simpel designt (seh ich auch so) und halt sauteuer.
Zum Preis will ich nur mal drauf hinweisen, daß es ja die Euro-Modelle gab und die waren/sind ihr Geld auf jeden Fall wert.
Und demnächst kommen ja die Sumpfratten (hoffentlich bald :rolleyes: )
Hi,
habe ein Basic #6 und bin damit sehr zufrieden, liegt gut in der Hand ist auch nach mehreren "Hackorgien" immer noch sauscharf. Eine Schönheit ist es nicht, aber dafür sehr robust. Mehr sollte man von einem Messer nicht erwarten. Über den Preis kann man natürlich streiten :steirer:
Gruß
Jörg
Meine Meinung ist bekannt, will ja keinen langweilen :steirer:
Aber eins lässt sich doch aus den ganzen Diskussionen rauslesen: Es fehlt bisher definitiv an einem "IKEA" Test fuer Messer. Standardisierte Testverfahren (je nach geplanten Einsatzzweck), standardisierte Kritereien fuer "gut und schlecht". Also sowas wie Schnittfähigkeit Zug/Druck, Kerbschlagzähigkeit, Torsionsfestigkeit, Bruchfestigkeit, Korrsionsbeständigkeit, Abriebsbeständigkeit Beschichtung/Griffmaterial usw. Damit hätte man schon eine hilfreiche Klassfikation - und Entmystifizierung.
Der Rest, also Ergonomie, Design, persoenliche Ansprüche und wieviel einem persoenlich ein Messer wert ist, kann man nicht messen, aber das weiss auch jeder selbst.
Gruesse
Pitter
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