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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine ersten drei (Messerchen) ...



KD81
29.12.09, 10:46
Hallo Allerseits!

Da ich nun ja auch bereits die ein oder andere Frage gestellt habe, hier nun die bisherigen Ergebnisse meiner Arbeit.

Für die ersten paar Mal bin ich recht zufrieden, auch wenn die Bearbeitung sicher nicht bei allen perfekt gelaufen ist. Vielleicht kann ich hiermit ja irgendwen dazu ermutigen, ebenfalls ein eigenes Messerchen zu bauen ... auch wenn man das verwendete Werkzeug noch nie benutzt hat oder sich vielleicht auch das ein oder andere anschaffen muss (so wie ich). Nur Mut.

Verwendetes Werkzeug:
- uralte Flex
- diverse Feilen aus dem Baumarkt und von Pferd
- Handbandschleifer im Schraubstock und/ oder auf dem Tisch befestigt
- normale Bohrmaschine (also keine Tischbohrmaschine)
- Schleifpapier in verschiedenen Körnungen

Zu den Messern an sich:
- Stahl ist 1.2842
- noch nicht gehärtet
- Reihenfolge der Entstehung (1.Bild): 1. = oben, 2. = mitte, 3. = unten
- Stärke des 1. = 6mm; 2. und 3. = 8mm
- die Nummer 3 ist am Weitesten gefinished. Bei Nummer 1 und 2 muss ich nochmal ran

Hier nun die Bilder:
http://www.pictureupload.de/originals/pictures/291209111316_erstesBild.JPG
http://www.pictureupload.de/originals/pictures/291209111423_zweitesBild.JPG


Was nicht perfekt gelaufen ist; vielleicht hilfreiche Tips und Hinweise für andere Starter:
Löcher sollte man unbedingt vorbohren. Die werden dann "grader". Hatte ich auch nicht geglaubt und erst beim letzten so gemacht. Beim 2. sehen die Löcher an den Rändern etwas eiförmig aus.

Wenn einen Handbandschleifer, dann am Besten einen, der es zuläßt, das Messer auf beiden Seiten auf das Schleifband aufzulegen. Ich glaube, bei den B**ch Geräten ist das so. Wenn das nicht geht, macht man sich das Schleifen unnötig schwer.

Bei 8mm starkem Stahl die Klinge auch nur halbwegs vernünftig/ gleichmäßig zu schleifen ist mir irgendwie verdammt schwer gefallen. Vielleicht ist es als Anfänger nicht ungeschickt, mit etwas dünnerem Stahl zu beginnen. Die Nummer 2 sollte der Nummer 3 eigentlich sehr viel ähnlicher sehen (Länge und Breite der Klinge). Da ich den Schliff aber anfangs versa*t hatte, ist das nun "nur" die gerettete Version.

Ich hatte ziemliche Probleme, den Übergang von der Klinge zum Griff zu modellieren, letzten Endes ging es am Besten bei Vorarbeit mit der Feile. Grund dürfte sicherlich fehlende Übung sein; aber auch mein Bandschleifer "verschiebt" das Band, läuft also nicht gleichmäßig, wenn ich versuche, auf der Bandschleiferkante zu arbeiten.

Die unvermeidliche Frage zum Schluß :)
Kennt irgendwer irgendwen, der 1.2842 im Großraum Bad Kreuznach härten kann. Da traue ich mich noch nicht alleine ran. Peter Abel wäre one Way um die 80 Km zu fahren (evtl. noch etwas näheres?)
Ideal/ sehr schön fände ich es, wenn ich mal beim Härten zusehen könnte, um diesen Arbeitsschritt längerfristig auch selbst machen zu können. Außerdem würde ich mich freuen, wenn die Klinge anschließend nicht total verzundert wäre ...

so far - Gruss KD

Walter Pelzer
04.01.10, 08:51
Hallo Kai,
die Messer kenn ich doch ;)

Gruß Walter

Meisenmann
04.01.10, 10:30
Da hast du aber robuste Messerchen geschliffen :) Ich persönlich bin ja mehr jemand, der schlankere Klingen und Griffe bevorzugt.

Ich würde dir aber empfehlen, dünneres Ausgangsmaterial zu verwenden. Bei den Klingenlängen mache ich persönlich eine Klinge eigentlich seltenst dicker als 3mm....:staun:

KD81
04.01.10, 22:28
Hallo Walter!

Hihi - stimmt!

Wie ich sehe hast du (im Forum duzen wir uns ja ...) dich jetzt auch hier angemeldet. Gute Entscheidung! :super:


Hallo Meisenmann!

Vermutlich werde ich die Teile nie zu mehr benutzen, als sie ins Regal zu legen, Papier zu schneiden, etwas auszupacken oder vielleicht ein Brötchen zu schmieren.
Mir persönlich gefällt eben die enorme (vielleicht auch nur potentielle) Stabilität, die ein Messer mit starkem Rücken ausstrahlt.
Besonders in der Größe gibt es wenig im Handel, das diese Klingenstärke besitzt. Also "musste" ich mir die Sachen eben selbst bauen :).

Gruss KD

KD81
12.02.10, 21:05
Hallo @all!

Nach langem Hin und Her habe ich mich dann dazu entschieden, einen Teil der Klingen (3 der 4) selber zu härten.

Gemacht in einer improvisierten Kohleesse mit einem Fön als Belüftung. Dabei habe ich dann gelernt, dass sich Grillbrickets nicht so gut eignen. Um ehrlich zu sein, habe ich mit denen überhaupt keine Glut hinbekommen. Zum Glück hatten meine Eltern noch einen Rest an normaler Holzkohle.

Abgeschreckt habe ich mit dem billigsten Sonnenblumenöhl, das es im Discounter gab. Dann ohne zu polieren in den Ofen - die Beschichtung gefällt mir persönlich aber sehr gut und ich werde sie bei dem ein oder anderen bestimmt dran lassen.

Subjektiv würde ich sagen, dass die Klingen "schön" hart geworden sind. Braune Bierflache auf dem Boden ritzen geht immer noch und ich hatte bisher unheimlich viel Spass mit meinem Lansky Set. Mit dem groben Schleifstein tut sich nicht unbedingt viel, ein Glück dass bald der extra grobe Diamantschleifstein kommt ...

Vielleicht noch ein Tip am Rande. Für diejenigen, die ebenfalls ein Lansky benutzen, kann es sinnvoll sein, vorm Härten mal den geplanten Schleifwinkel an der Klinge zu probieren ("anhalten"). Das Ergebnis kann überraschen. Evtl. fällt dann auch auf, dass man besser noch ein bisschen Material von den "Flanken der Klinge abträgt".

So viel im Moment - Bis dann + Gruss
KD81

Meisenmann
12.02.10, 23:56
Du hast aber ans Anlassen gedacht oder?

KD81
13.02.10, 09:16
Schon. Habe die Farbe des Stahls ja vorm Anlassen gesehen; als ich damit aufgehört habe, war ein gelber bis goldener Farbton dazu gekommen.