Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bundestagswahl 27.09.09
1.
Schwarz-Gelb ist gar nicht mal so übel. Für den Besitzer legaler Waffen und Messerfreund eigentlich sogar die beste aller Möglichkeiten. Trotzdem mag ich mich nicht richtig freuen, da ich allen angetretenen Politikern misstraue - dem einen mehr und dem anderen weniger.
2.
Der Wahlausgang ist gleichzeitig auch das Beste, das der SPD passieren konnte. Sie kann sich nun von der grauen Eminenz Steinmeier und dem verlogenen Dino Münte befreien und in der Opposition erneuern, Profil gewinnen und auf die einzig mögliche Koalition mit Links/Grün vorbereiten (vorausgesetzt, der ebenso verlogene Dino Lafontaine verschwindet endlich in einer seiner Villen auf Nimmerwiedersehen).
3.
Das ist für Merkel alles andere als ein Wunschergebnis. Der Guido ist nicht dumm und brennt auf eine tragende Rolle. Die SPD kann eine echte Opposition werden mit Anteil an Straßenauftritten und Schulterschluss mit den Gewerkschaften - das wird ungemütlicher als der zusammengewürfelte Haufen der letzen Legislaturperiode. Ihr wird der Wind ins Gesicht wehen.
4.
ENDLICH wird der unerträgliche Quasi-Stasi-Minister Schäuble verschwinden, der für eine widerwärtige Aushöhlung der bürgerlichen Freiheiten unter dem Deckmäntelchen angeblicher Sicherheit stand.
5.
Die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Jahre wird den Schwarz-Gelben das Regieren schwer und einen Wechsel in vier Jahren wahrscheinlicher machen, der bei einer SPD-Regierungsbeteiligung so gut wie unmöglich geworden wäre. Schwarz-Gelb wird die Wähler viel mehr gegen die Regierung aufbringen als es Schwarz-Rot je gekonnt hätte. Die Herrschenden müssen auf der Hut sein und können sich nicht mehr so bequem im Hinterstübchen absprechen wir die letzten vier Jahre. Deshalb müssen sie mehr Leistung bringen und wieder mehr aufs Volk hören.
6.
Es wird sich mehr bewegen als in einer verheerend blockierten neuerlichen großen Koalition. Nun sind die Lager wieder sortiert und können auf beiden Seiten unisono gegeneinander antreten und die Standpunkte deutlich machen, was unter den halbherzigen machtgeilen Altpolitikern der SPD und den überheblichen CDU-Größen nie gelungen wäre.
7.
Den immer oberschlauen im Hintergrund brummelnden Bayern ist nun das Maul gestopft. Sie haben versagt und sind auf Normalmaß gestutzt. In Zukunft müssen sie sich mit der FDP gut stellen, um überhaupt weiter zu regieren. Die CSU ist spätestens jetzt eine Partei wie jede andere und kann nicht mehr Berlin mit Sperrfeuer aus München belegen.
8.
Die Allianz der Gegner des wehrhaften Bürgers ist geschwächt. Die kommenden vier Jahre werden sie sich in der Opposition auch fragen müssen, ob sie immer automatisch Beifall für alle Enteignungs-, Überwachungs- und Knebelungsvorschläge gesetzestreuer Bürger bekommen.
Die FDP ist die einzige Partei, die dem Bürger ein Mindestmaß an Freiheit zugesteht und hat am stärksten zugelegt. Hoffentlich kommt dieses Signal bei den Controllettis an.
WeißAuchNet
28.09.09, 00:26
...
7.
Den immer oberschlauen im Hintergrund brummelnden Bayern ist nun das Maul gestopft. Sie haben versagt und sind auf Normalmaß gestutzt. ...
Ich weiß nicht welches Problem du mit Bayern hast, wenn du eines mit der CSU hast, dann benenne dieses bitte auch so; Bayern ist nicht die CSU.
Claus.
Nichts gegen das Wahlergebnis.
Aber deinen grundlosen Optimismus kann ich weder teilen noch nachvollziehen.
Gruß Thomas
Ich hingegen halte die Analyse von Fuchs absolut nachvollziehbar
und kann da nur zustimmen.
Eine rot-rot-grüne Kommunisten-Regierung wäre der worst-case
für unser Land gewesen, gerade auch von der wirtschaftlichen Seite
her betrachtet. In zwei Jahren, wenn auch der letzte Leistungsträger
vor der Enteignung fluchtartig das Land verlassen hätte, wäre
Feierabend gewesen. Ich hoffe nur, daß uns dieses Schicksal
dann nicht in vier Jahren bevorsteht. Schaun mer mal...
Michael 60
28.09.09, 07:09
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!
Schön dass soviel Optimismus hier herrscht.
Toll, was die neue Regierungskonstellation alles an Vorteilen bietet!
Wäre eine Katastrophe, würde der
"letzte Leistungsträger vor der Enteignung fluchtartig das Land verlassen"
Mir fällt da nur eines dazu ein.
Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der gleiche. Es sind nur die Schweine, die wechseln.
© Albert Buntenbroich, (*1958), deutscher Satiriker
:mad:
Fuchs hat es eigentlich schön zusammengefasst, jedenfalls aus meiner Sicht.
Ich bin mir absolut sicher, das es jetzt für die ärmeren Teile der Bevölkerung noch schlimmer wird, aber das würde es vermutlich auch unter einer extrem roten Regierung wie in Berlin, die ja nun wirklich die Bürger verarscht bis zum geht nicht mehr. ( Dank Windelweich Wowereit ):mad:
Was aber auch klar sein dürfte : Wer irgendwie glaubt, das Angies "Steuersenkungsplattitüden" Realität werden ; träum weiter.
Das Spiel geht fröhlich weiter wie vorher F für Schäuble bekommen wir den nächsten Psychopathen, die Bürgerrechte werden weiter eingeschränkt.
Wie meinte jemand so schön :
"Sie glauben das die Situation unangenehm für den Bürger ist ? Warten sie ab bis unsere Reformen durch sind !"
Kurz : Besser wird Nichts werden, eher schlimmer....aber nicht so schlimm wie es bei Linke /SPD hätte kommen können.
First_Blood
28.09.09, 09:36
Die FDP ist die einzige Partei, die dem Bürger ein Mindestmaß an Freiheit zugesteht und hat am stärksten zugelegt. Hoffentlich kommt dieses Signal bei den Controllettis an.
Das hoffe ich auch!
Ich habe allerdings meine Zweifel, dass SPD und Grüne einen Zusammenhang zwischen der FDP-Kritik an der Verschärfung des WaffG und dem enormen Zugewinn der FDP erkennen... Vermutlich wird das gute Abschneiden der FDP einzig auf die versprochenen Steuersenkungen geschoben und nicht auf die Fehler der eigenen Partei.
zu post #1 punkt 4.
wieso soll Schäuble denn verschwinden ? der ist doch in der CDU ?
Messerjocke2000
28.09.09, 09:50
8.
Die Allianz der Gegner des wehrhaften Bürgers ist geschwächt. Die kommenden vier Jahre werden sie sich in der Opposition auch fragen müssen, ob sie immer automatisch Beifall für alle Enteignungs-, Überwachungs- und Knebelungsvorschläge gesetzestreuer Bürger bekommen.
Sehe ich auch so.
Die FDP ist die einzige Partei, die dem Bürger ein Mindestmaß an Freiheit zugesteht und hat am stärksten zugelegt. Hoffentlich kommt dieses Signal bei den Controllettis an.
Ich hoffe vor allem, dass die FDP sich auch in der Regierung daran erinnert, dass sie eine Bürgerrechtspartei ist...:rolleyes:
Und die Piraten sind durchaus auch liberal, was Bürgerrechte angeht. Und mit zwei Prozent beim ersten Anlauf eigentlich auch recht erfolgreich.
@weißauchnet
Mitnichten wollte ich alle Bayern über einen Kamm scheren. Nördlich vom Weißwurstäquator meint man bei der Politik halt die CSU, wenn man Bayern sagt.
Aber das relativiert sich augenblicklich ganz nett...
@bumpkin
So optimistisch hatte ich es gar nicht gemeint. Aber in Anbetracht der möglichen Konstellationen sind wir noch einigermaßen davon gekommen.
In vier Jahren wird’s spannender.
@Sleipnir
Demokratie lebt vom Wechsel. Dass die andere Seite quasi der Ruin für das Land ist, gehört zu den Mythen, die beide Seiten immer gegenseitig übereinander verbreiten. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass wir einer linken Mehrheit ins Auge blicken müssen, und die Welt wird nicht untergehen. Unter Rot-Grün sind die Reichen übrigens noch reicher geworden als unter Kohl. Um die mach ich mir keine Sorgen.
Für unsere Interessen allerdings wird es dann haarig. Und letztlich kann ja jeder Politik nur unter seinen ganz speziellen Interessen betrachten, und persönliche Freiheit, Jagd, Messer sind nun mal meine.
@derPeter
Stimmt: Nur die Schweine wechseln. Aber es gibt Unterschiede im Gestank.
Und – die alten Schweine sind schon satt. Die neuen müssen sich noch Speck anfressen.
@KAJIHEI
Schäuble war schon ein besonderes Kaliber, wohl auch aufgrund seiner Biographie. Ich glaube nicht, dass sich so schnell jemand mit ähnlich paranoider Grundeinstellung finden lässt.
Die liberalen Innenminister waren bisher stets die angenehmeren.
...
Für unsere Interessen allerdings wird es dann haarig. Und letztlich kann ja jeder Politik nur unter seinen ganz speziellen Interessen betrachten, und persönliche Freiheit,
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Schäuble war schon ein besonderes Kaliber, wohl auch aufgrund seiner Biographie. Ich glaube nicht, dass sich so schnell jemand mit ähnlich paranoider Grundeinstellung finden lässt.
Die liberalen Innenminister waren bisher stets die angenehmeren.
Noch ist es haarig und ich möchte bezweifeln, dass es weniger haarig wird - "für mehr Grundrechte der Bürger" klingt zwar nett, aber wir haben eigentlich genug Grundrechte, sie werden bisher nur immer weiter eingeschränkt. Erfahrungsgemäß werden Einschränkungen aber nicht zurückgenommen, und die, die unsere Interessen betreffen, werden "im Sinne der überwiegenden Mehrheit" bestehen bleiben.
Noch ist gar nicht raus, dass Schäuble durch eine(n) FDP-Minister(in) abgelöst abgelöst wird - Du denkst vermutlich an Frau Leutheuser-Schnarrenberger (?!) - oder hat Schäuble sich schon diesbezüglich geäussert ? Vllt. will man ja auch gar keinen anderen, als einen ziemlich paranoid anzusehenden alten Mann mit entsprechender Biographie...
Zudem hat Frau Merkel gestern schon deutlich gesagt, dass die CDU-Linie beibehalten wird, es wird also bestenfalls auf weitere faule Kompromisse hinauslaufen, von der die Allgemeinheit nicht wesentlich profitieren wird.
Es heist zwar momentan, "FDP kann vor Kraft kaum laufen" - das ist nach dem besten Ergebnis seit 60 Jahren nicht großartig verwunderlich.
btw:
Titel vorhin schon geändert, schwarzgelb ist trotz der Klarheit etwas irreführend und extrem sparsam ;)
Gruß Andreas
Das hoffe ich auch!
Ich habe allerdings meine Zweifel, dass SPD und Grüne einen Zusammenhang zwischen der FDP-Kritik an der Verschärfung des WaffG und dem enormen Zugewinn der FDP erkennen... Vermutlich wird das gute Abschneiden der FDP einzig auf die versprochenen Steuersenkungen geschoben und nicht auf die Fehler der eigenen Partei.
Was habe ich denn verpasst.?
Steht irgendwo in dem FDP Wahlprogramm eine Bemerkung zum Waffenbesitz.?
Wollen die was zurücknehmen.?
Ich erlebte täglich irgendwelche Leute die FDP Werbung machten, weil die das Waffengesetz zurücknehmen würden.
Ich wette einen belibigen Betrag das das nicht passiert.
Mal davon abgesehen das nicht nur die SPD und die Grünen die Waffengesetzverschärfung beschlossen haben. Die CDU hat auch die Hand gehoben.
14% sind übrigens keine Mehrheit sondern garnicht so viel.
Manfred
Noch ist gar nicht raus, dass Schäuble durch eine(n) FDP-Minister(in) abgelöst abgelöst wird - Du denkst vermutlich an Frau Leutheuser-Schnarrenberger (?!) - oder hat Schäuble sich schon diesbezüglich geäussert ? Vllt. will man ja auch gar keinen anderen, als einen ziemlich paranoid anzusehenden alten Mann mit entsprechender Biographie...
Zudem hat Frau Merkel gestern schon deutlich gesagt, dass die CDU-Linie beibehalten wird, es wird also bestenfalls auf weitere faule Kompromisse hinauslaufen, von der die Allgemeinheit nicht wesentlich profitieren wird.
Es heist zwar momentan, "FDP kann vor Kraft kaum laufen" - das ist nach dem besten Ergebnis seit 60 Jahren nicht großartig verwunderlich.
Im Moment ist natürlich alles Spekulation, aber Außen, Innen und Wirtschaft waren eigentlich immer die FDP-Ressorts.
Bei Wirtschaft wird die CSU und auch die CDU wohl versuchen, Guttenberg aufgrund seiner Außenwirkung und Beliebtheit im Amt zu halten. Dann wird es erst recht schwierig, den Liberalen das Innenressort zu verweigern. Aber schaun mer mal...
Den Einfluss der FDP würde ich nicht unterschätzen. Die SPD war ein desolater Haufen mit einer Handvoll recycelter Altpolitiker, insgesamt auf dem Rückzug und ohne Selbstvertrauen.
Die FDP ist im Aufwind und Guido noch jung, der will noch ein paar Jährchen mitmischen und wird jetzt sicher keine kleinen Brötchen backen. Und in der FDP weiß man sehr genau, dass es in der eigenen Klientel keine Fans von zu viel staatlicher Kontrolle gibt. Da kann man eher punkten, wenn man den Hüter der Freiheit spielt.
Wenn diese Diskussion hier stattfindet, dann bitte am Thema dieses Forums (Messer) entlang!
"Steuersenkung", "Kommunismus" etc. sind da die falschen Schlagworte.
Wenn diese Diskussion hier stattfindet, dann bitte am Thema dieses Forums (Messer) entlang!
"Steuersenkung", "Kommunismus" etc. sind da die falschen Schlagworte.
Na, das hätten wir schnell abgefrühstückt: Es wird sich nichts ändern (wenn es "gut" läuft), oder es wird eine weitere Verschärfung geben (wenn es "normal" läuft)
Als gebürtiger Wolfenbütteler kann ich aber nur sagen, dass das Waffengesetz eines der kleinsten (http://www.youtube.com/watch?v=cyNuxWAlhZg) Probleme (http://www.youtube.com/watch?v=51fK-Yuu15o) bei uns ist :( unter dem Gesichtspunkt sind jetzt natürlich genau die falschen Parteien in die Regierung gekommen
1.
Schwarz-Gelb ist gar nicht mal so übel. Für den Besitzer legaler Waffen und Messerfreund eigentlich sogar die beste aller Möglichkeiten.
Wenn Du damit meinst, zwischen Pest und Cholera könnte die Pest eventuell vorzuziehen sein, ACK.
Falls Du glaubst, mit der FDP ist die Liberalität in die Diskussion ums Waffenrecht in die Politik eingezogen - NACK.
JFTR, wir können da gerne anhand der nächsten Diskussion um eine Änderung des Waffenrechts - die ganz sicher kommt - nochmal weiterdiskutieren.
Dass das Waffenrecht generell nicht das wesentliche Kriterium ist, um eine Entscheidung für oder gegen eine Partei zu treffen, sehe ich auch so, wie manche hier im thread. Aaaaaaaber, die Diskussion über ein WaffG ist durchaus ein Zeiger, inwieweit eine Regierung handelt, oder mit Panikmache und Angst eigenes Unvermögen übertüncht. Und das ist für mich sehr wohl ein Faktor, für oder gegen eine Partei. Dummerweise allerdings gegen alle, weil alle das Spiel spielten so spielten. Und den Aussagen einer Partei in der Opposition traue ich ungefähr einem Meter fünfzig.
Pitter
Und den Aussagen einer Partei in der Opposition traue ich ungefähr einem Meter fünfzig.
Du bist schon ein echter Optimist:D
Ich vermute allerdings, völlig unabhängig davon wer nun regiert, dass in den kommenden Jahren die Schere zwischen "Arm und Reich" noch ein gutes Stück weiter aufgehen wird und Geld für eine vernünftige Bildungsreform ist auch keins da
Es wird also bei immer mehr Niedrigverdienern zu einer echten Existenzangst kommen.
Bei denen, die im Geld baden wird die Sorge wachsen, dass die Habenichtse an ihre Schätze wollen.
Eltern werden verstärkt Angst um die Zukunft ihrer Kinder bekommen.
Das Thema Angst in all ihren emotionalen und auch unlogischen Facetten wird diese Regierung beschäftigen und zwar reichlich.
Ich gehe fest davon aus, dass da so manche Sau plakativ durchs Dorf getrieben werden wird, um von den eigentlichen Problemen abzulenken.
Es gibt derzeit keine Partei, deren oberstes Ziel ein mündiger selbstbestimmter Bürger ist. Weder in der Regierung noch in der Opposition.
Es wird also munter so weiter gehen wie bisher, nur dass diesmal vielleicht die SPD pro forma gegen irgendwelche Verschärfungen ist (oder die Linke oder wer auch immer, - je nachdem wie es gerade passt:teuflisch)
Die einzige Chance, die ich sehe ist ein Wirtschaftsminister, der nüchtern feststellt, dass diese ganzen Verbote mehr kosten als sie bringen und weitere Verbote unwirtschaftlich wären und dieser ganze Überwachungskram schlicht nicht finanzierbar ist.
Mal schauen auf was die sich einigen um sich dann doch nicht dran zu halten.
Gruß
chamenos
...
Und in der FDP weiß man sehr genau, dass es in der eigenen Klientel keine Fans von zu viel staatlicher Kontrolle gibt. Da kann man eher punkten, wenn man den Hüter der Freiheit spielt.
Gepunktet haben sie, wie man sieht :cool:
Die Frage ist aber, wer denn nun unter "der eigenen Klientel" inbegriffen ist ?
Die FDP hat nunmal nicht von ungefähr den Ruf, die wahre Unternehmerpartei zu sein. In die Richtung "freiere Wirtschaft" wird ein "weniger an staatlicher Kontrolle" eher zu verstehen sein, als ein "weniger an staatlicher Kontrolle" in Bezug auf Bürgerrechte - das sehe ich nach wie vor als ein raffiniertes Manöver der FDP an.
Ich habe auch nicht die Frechheit der FDP auf Abgeordnetenwatch vergessen, die darin bestand, dass jeder antwortende Abgeordnete denselben Musterbrief ins Netz gestellt hat, während alle ähnlichklingenden Fragen an die Abgeordneten gar nicht erst zugelassen worden sind...
Ich tippe übrigens eher auf Gesundheits- und Justizministerium neben dem Aussenministerium als auf das BMI, weil es in den Augen der Regierung bisher "alles bestens" gelaufen ist, was "innere Sicherheit" betrifft.
Gruß Andreas
Du bist schon ein echter Optimist:D
Du aber auch!:D
Ich vermute allerdings, völlig unabhängig davon wer nun regiert, dass in den kommenden Jahren die Schere zwischen "Arm und Reich" noch ein gutes Stück weiter aufgehen wird und Geld für eine vernünftige Bildungsreform ist auch keins da
Also bleibt alles beim Alten, das finde ich ungemein beruhigend. Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter
Es wird also bei immer mehr Niedrigverdienern zu einer echten Existenzangst kommen.
Bei denen, die im Geld baden wird die Sorge wachsen, dass die Habenichtse an ihre Schätze wollen.
Eltern werden verstärkt Angst um die Zukunft ihrer Kinder bekommen.
Ja, chamenos, das wird wohl so sein, leider. Aber dass denen, die in "Geld baden" der Stöpsel aus der Wanne gezogen wird, darauf kannst du lange warten.
Das Thema Angst in all ihren emotionalen und auch unlogischen Facetten wird diese Regierung beschäftigen und zwar reichlich.
Wobei ich mal behaupte, dass die unlogischen Facetten weiterhin von der Regierung selbst erzeugt werden, kennt man ja.....
Ich gehe fest davon aus, dass da so manche Sau plakativ durchs Dorf getrieben werden wird, um von den eigentlichen Problemen abzulenken.
Diese "Sauen" werden riesig sein, befürchte ich. (Ausländer, Beamte, Arbeitsfaule etc.:mad:
Es gibt derzeit keine Partei, deren oberstes Ziel ein mündiger selbstbestimmter Bürger ist. Weder in der Regierung noch in der Opposition.
Natürlich nicht, solche Bürger stören doch bloß beim Rumregieren!
Es wird also munter so weiter gehen wie bisher, nur dass diesmal vielleicht die SPD pro forma gegen irgendwelche Verschärfungen ist (oder die Linke oder wer auch immer, - je nachdem wie es gerade passt:teuflisch)
Die einzige Chance, die ich sehe ist ein Wirtschaftsminister, der nüchtern feststellt, dass diese ganzen Verbote mehr kosten als sie bringen und weitere Verbote unwirtschaftlich wären und dieser ganze Überwachungskram schlicht nicht finanzierbar ist.
Wo soll der denn herkommen?? Seit wann halten sich diese Herren denn mit wirtschaftlich logischen Schlußfolgerungen auf?
Mal schauen auf was die sich einigen um sich dann doch nicht dran zu halten.
Gruß
chamenos
Alles in allem könnte man sagen, dass gewisse Führungsverbote von bestimmten Messern noch das kleinste Ärgernis in den kommenden 4 Jahren darstellen dürfte.
Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass es hier eine Menge Mitglieder gibt, die keine anderen Sorgen haben, als dass sie ein bestimmtes Messer nicht tragen dürfen....
Ok, hier soll am Thema Messer entlang diskutiert werden, was ich auch versuche, aber es fällt schwer die anderen Themen aus zu blenden.
Wichtig ist, dass wir weiterhin Spass an unserm Hobby haben und zu hoffen, dass uns da nicht noch mehr in die Suppe gespuckt wird.
Wenn Du damit meinst, zwischen Pest und Cholera könnte die Pest eventuell vorzuziehen sein, ACK.
Falls Du glaubst, mit der FDP ist die Liberalität in die Diskussion ums Waffenrecht in die Politik eingezogen - NACK.
...
...
die Diskussion über ein WaffG ist durchaus ein Zeiger, inwieweit eine Regierung handelt, oder mit Panikmache und Angst eigenes Unvermögen übertüncht. Und das ist für mich sehr wohl ein Faktor, für oder gegen eine Partei. Dummerweise allerdings gegen alle, weil alle das Spiel spielten so spielten. Und den Aussagen einer Partei in der Opposition traue ich ungefähr einem Meter fünfzig.
Pitter
Ja, genau so meinte ich es. Wir wollen ja realistisch bleiben, und es standen nur "Krankheiten" zur Wahl.
Welche realistisch mögliche Parteien-Konstellation wäre dir - euch - denn lieber gewesen? Mir fällt keine ein, gegen die ich die jetzige tauschen würde.
Und natürlich ist die FDP die einzige Partei über der 5 % Hürde, die sich als Bremser bei der munteren Vermehrung der Gesetze bei Amok etc. dargestellt hat.
Auch ich bin weit davon entfernt, blauäugig Politiker-Versprechen gleich jeder Art zu glauben und kein Fan irgendeiner Partei.
Aber ist es nicht auch wieder typisch deutsch, nach der Wahl ins neuerliche Jammern auszubrechen: Ha, ich glaube gar nichts, die sind doch alle gleich schlimm und wollen uns alle nur knebeln.
Rot-Grün hatten wir, und niemand der Gleichgesinnten hier im Forum konnte zufrieden sein. Rot-Schwarz hat die Fesseln dann weiter angezogen, und so gut wie alle haben dagegen geschrieben. Nun haben wir Schwarz-Gelb, und es ist auch wieder nicht recht, und alle haben Angst.
The German "Angst", wie man in der angelsächsischen Welt sagt...
Aus einem ängstlichen A..... kommt selten ein fröhlicher F......
J
Aber ist es nicht auch wieder typisch deutsch, nach der Wahl ins neuerliche Jammern auszubrechen: Ha, ich glaube gar nichts, die sind doch alle gleich schlimm und wollen uns alle nur knebeln.
.....
Nein, fuchs, die wollen nicht alle knebeln, sondern nur die Randgruppen und wirtschaftlich Schwachen, die bisher auch schon in den Arsch gekniffen waren!
Ausserdem ist das kein neuerliches Jammern sondern nur die Fortsetzung
des alten Jammerns, was, wie man wohl behaupten darf, durchaus berechtigt ist!
Dieser Ausdruck des "deutschen Jammerers" ist doch eine Erfindung der Anhänger des Neoliberalismus. Darum geht es doch! Menschen, denen es schlecht geht, oder die Angst in die Zukunft haben, auch noch lächerlich zu machen und somit das Maul zu stopfen.
Wer will schon gern ein weicheiriger Jammerer sein?:teuflisch
@derPeter
Mit alle meinte ich jetzt speziell uns alle hier im Forum, aber wir sind ja durchaus auch eine Randgruppe.
Ansonsten respektiere ich deine Ansicht, obwohl ich ihr nicht zustimme.
Ich bin beruflich häufig im Ausland. Wir werden pauschal von vielen so gesehen: immer ängstlich und vorsichtig, immer auf die Dinge fixiert, die Sorgen machen könnten. Ich höre oft: Wir wünschten, dass wir in Deutschland leben dürften. Ihr könnt doch so viel, warum traut ihr euch immer so wenig zu?
In den meisten Ländern geht man unbesorgter auf die Zukunft zu als hierzulande - da ist schon was dran, ist nicht nur eine Erfindung, um bestimmten sozialen Gruppen das Maul zu stopfen.
Optimismus als Grundeinstellung wirkt sich übrigens auch positiv auf die Gesundheit aus...
In den meisten Ländern geht man unbesorgter auf die Zukunft zu als hierzulande - da ist schon was dran, ist nicht nur eine Erfindung, um bestimmten sozialen Gruppen das Maul zu stopfen.
Vergleiche hinken. In anderen Ländern wird vielleicht ein Einkommen, dass nicht zum Lebensunterhalt reicht, durch Tausch und Schwarzarbeit aufgebessert. Hier landest Du damit vor Gericht.
Wenn hier eine Kassiererin/Bedienung mit 40 Stunden Woche bei 5,20 EUR auf circa 800EUR brutto kommt (ja, das wurde in dem einen Fall für sittenwidrig erklärt. In dem einen Fall. Wieviele solcher Verträge gibts, nicht nur bei kik), dann hat sie es einigermassen schwer, unbesorgt auf die Zukunft zu blicken. Von ihrer Rente wird die Frau zwar noch weniger leben können, aber so wie sich das die Verfechter der INSM vorstellen, muss sie sich ja sowieso mehr um private Vorsorge kümmern.
Pitter
Wir wollen ja realistisch bleiben, und es standen nur "Krankheiten" zur Wahl.
Welche realistisch mögliche Parteien-Konstellation wäre dir - euch - denn lieber gewesen? Mir? JEDE
Egal, ob Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb-Grün, Rot-Rot-Grün, oder doch Rot-Gelb-Grün
wie es wird, wird man sehen - die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ... und irgendwie habe ich ja auch 16 Jahre Birne überstanden
Nun haben wir Schwarz-Gelb, und es ist auch wieder nicht recht, und alle haben Angst. Angst würde ich es nicht nennen - vielmehr haben wir ja auch Schwarz-Gelb schon mal gehabt - und vielleicht kann man sich an der Zeit evtl ausrechnen, wie es weitergehen könnte
Scorpionfly
28.09.09, 18:18
Glück im Unglück nenne ich das, denn ich bin auch froh, daß uns nicht die links-grünen Gutmenschen in den nächsten 4 Jahren herunterwirtschaften. Steinewerfer und SED-Stasi-Spitzel braucht nun wirklich keiner in Deutschland, egal ob Messersammler oder nicht.
Ausgenommen werden wir trotzdem alle und meine Prognose bezüglich unserers Hobbies lautet: Früher oder später wird uns friedlichen Bürgern eine Totalentwaffnung bevorstehen, am PC genauso wie im EDC-Bag. Die FDP war zwar die einzige Partei die vor der Wahl keine Waffenrechtsverschärfung wollte, aber:
1. das war vor der Wahl
2. 14 % sind herzlich wenig um den CDU-Gelüsten etwas entgegenzusetzen.
Ich verspreche Euch: in ca. 5-7 Jahren dürfen wir in der Öffentlichkeit nur noch kleine Klapp-Taschenmesser mit abgerundeter Spitze und ohne Stechahle tragen, und selbst das nur mit astreinem Führungszeugnis, welches ein paar Jahre später jederzeit anhand eines implantierten Chips ausgelesen werden kann...
Glück im Unglück nenne ich das, denn ich bin auch froh, daß uns nicht die links-grünen Gutmenschen in den nächsten 4 Jahren herunterwirtschaften. Steinewerfer und SED-Stasi-Spitzel braucht nun wirklich keiner in Deutschland, egal ob Messersammler oder nicht. Die bösen Kommunisten hast du noch vergessen :super:
@Pitter
Es geht nicht nur ums Geld. In vielen Ländern, die ich persönlich kenne, hat die Mehrheit nur einen Bruchteil der finanziellen und persönlichen Sicherheit, die wir hier für Standard halten, und die Menschen sind trotzdem positiver.
Mehr Geld führt mittelfristig so gut wie nie zu mehr Zufriedenheit. In nullkommanix sind die paar Euro fuffzig und auch größere Summen mehr im Monat verplant, und es reicht wieder nicht. Darüber gibt es sogar soziologische Studien bei Lottogewinnern. Damit will ich weiß Gott nicht sagen, dass sich alle mit dem bescheiden sollten, was sie haben. Und die unglaubliche Geldgeilheit unserer Führungseliten treibt mir regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht.
Aber für die große Mehrheit, nicht nur bei uns , ist die Verurteilung dessen keine moralische Position, nur Mangel an Gelegenheit.
Umverteilung von oben nach unten oder von unten nach oben als politisches Rezept hat noch nie geklappt. Was ich besonders verurteile, ist die stete Androhung, möglichst vielen Menschen in die Tasche zu greifen, damit alles gut und gerecht wird.
@
14 % oder 94 Sitze ist nicht wenig, sondern fast die Hälfte der CDU. Das wird man auch bei der Verteilung der Ämter sehen.
@Pitter
Es geht nicht nur ums Geld. In vielen Ländern, die ich persönlich kenne, hat die Mehrheit nur einen Bruchteil der finanziellen und persönlichen Sicherheit, die wir hier für Standard halten, und die Menschen sind trotzdem positiver.
Hallo fuchs
(Auch wenn ich nicht immer mit dem einverstanden bin, was du hier schreibst, schätze ich deine Einträge !)
Nein, du hast recht, dass es bei der hiesigen Unzufriedenheit und Angst nicht nur ums Geld geht. Da sind tiefere Ursachen zu finden.
Kann es sein, dass durch die jahrelange systematische Zerstörung der Familien (die Maßnahmen die dazu geführt haben kennen wohl die meisten) die Menschen kaum noch einen Halt in der Gesellschaft haben und daher viele Ängste herrühren?
Wer keinen Rückhalt in der Familie findet (ich denke jetzt an Großfamilie, nicht an MamaPapaKind wo die Mama auch noch arbeiten muß) ist doch sozial und finanziell leichter unter Druck zu setzen.
Kann das auch ein Ziel unserer "Familienpolitik sein?
Zerstöre die kleinsten sozialen Einheiten und du hast ziemlich freie Bahn.
Ich bin der Überzeugung, dass das bei deinen Menschen in den anderen Ländern das Sozialgefüge noch um einiges besser ist als bei uns.
Man sieht es doch auch bei uns. Dort wo Großfamilien zusammen wirtschaften und sich gegenseitig unterstützen können, hat die Wirtschaftskrise nicht den Schrecken, wie bei Kleinstfamilien oder Singles.
Nach dem Motto: a bisserl was geht immer.
smeagolvomloh
28.09.09, 20:50
Mich hat das Wahlergebnis ein wenig überrascht! Ich hätte nicht gedacht, dass schwarz-gelb tatsächlich die Mehrheit erreicht.
Nun ist es aber so gekommen!
Im Hinblick auf die Hauptsache in unserem Forum glaube ich kaum, dass sich am § 42a WaffG was ändern wird! Selbst wenn die einzige Partei, die gegen dieses Gesetz gestimmt hat, nun in der Regierung ist, besteht doch gesamtgesellschaftlich gesehen, keine Veranlassung an diesem Gesetz etwas zu ändern (dass ich anderer Meinung bin, ist wohl klar!). Hier im Forum wird immer wieder über den §42a WaffG diskutiert und rumlamentiert. Wir müssen aber doch betroffen zur Kenntnis nehmen, dass diese Gesetzesänderung außerhalb unseres Forums keine Sau interessiert!!! Eher noch kann man annehmen, dass der deutsche Michel sagt: "Ja - die haben was gegen die Kriminalität getan!" Wobei ich bezweifeln möchte, dass der "normale" (Nichtforumit) Bürger etwas über die Gesetzesänderung weiß oder eine Meinung dazu hat, außer "Messer - scharf - spitz - böse!
Die Einschränkung unserer Grundrechte verläuft langsam aber stetig!
Selbst mit der FDP (der selbsternannten Bewahrerin der Freiheitsrechte) wird sich daran nichts ändern!
Unabhängig von meinen eigenen Wünschen und Vorstellungen hinsichtlich des Wahlergebnisses, muss ich aber feststellen, dass unsere Demokratie trotz aller Unkenrufe halbwegs funktioniert!
Die schwarz-rote Regierung wurde nach 4 Jahren abgewählt. Offensichtlich waren die Bürger mit der letzten Regierung unzufrieden.
Jetzt liegt es vor allen Dingen an der SPD sich wieder so zu positionieren, dass alte sozialdemokratische Grundsätze wieder in den Vordergrund gelangen!
Jedenfalls werden wir in der nächsten Legislaturperiode einer politisch ausgesprochen interessanten Zeit entgegen blicken!
...
und meine Prognose bezüglich unserers Hobbies lautet: Früher oder später wird uns friedlichen Bürgern eine Totalentwaffnung bevorstehen,
Und meine Prognose ist, dass wenn solche Formulierungen völlig gedankenlos benutzt werden, sich garantiert nichts ändern wird.
Der verantwortliche Politiker, der mit solch einer Formulierung zu irgendwelchen, für uns nachvollziehbaren oder sogar sinnvollen Aussagen "überredet" werden soll, fasst sich zurecht an den Kopf...
Bei dieser Denkweise, und sei sie nur in Schriftform schnodderig = unüberlegt formuliert, wird die Gegenseite immer die besseren "Argumente" haben. Egal, wer uns regiert.
Sie oder Er wird das Zuspiel liebend gern aufnehmen und antworten "sehr richtig verehrter Mitbürger, friedliche Bürger brauchen keine Waffen, und darum verbieten wir sie ja auch"
Scheinbar gibt es wirklich zuviele Leute, bei denen Messer grundsätzlich zwangsläufig gleichbedeutend mit Waffe ist, oder zuviele, denen man das durch lausige Berieselung erfolgreich ins Hirn gebrannt hat. So redet man Probleme ungewollt und unbedacht herbei, die man später nur noch per Gesetzestext bestätigt bekommt.
Gruß Andreas
Nein, du hast recht, dass es bei der hiesigen Unzufriedenheit und Angst nicht nur ums Geld geht. Da sind tiefere Ursachen zu finden.
Kann es sein, dass durch die jahrelange systematische Zerstörung der Familien (die Maßnahmen die dazu geführt haben kennen wohl die meisten) die Menschen kaum noch einen Halt in der Gesellschaft haben und daher viele Ängste herrühren?
Wer keinen Rückhalt in der Familie findet (ich denke jetzt an Großfamilie, nicht an MamaPapaKind wo die Mama auch noch arbeiten muß) ist doch sozial und finanziell leichter unter Druck zu setzen.
Kann das auch ein Ziel unserer "Familienpolitik sein?
Zerstöre die kleinsten sozialen Einheiten und du hast ziemlich freie Bahn.
Ich bin der Überzeugung, dass das bei deinen Menschen in den anderen Ländern das Sozialgefüge noch um einiges besser ist als bei uns.
Man sieht es doch auch bei uns. Dort wo Großfamilien zusammen wirtschaften und sich gegenseitig unterstützen können, hat die Wirtschaftskrise nicht den Schrecken, wie bei Kleinstfamilien oder Singles.
Nach dem Motto: a bisserl was geht immer.
Ja, das geht in die Richtung, die ich meine.
Ich glaube zwar nicht, dass sich irgendwo eine geplante Zerstörung der Familie vollzieht, um besser herrschen zu können. Da ist eher eine Folge der Arbeits- und Lebensbedingungen einer industriellen Welt.
Aber die Folgen sind für alle Beteiligten verheerend und bringen so viele geschwächte und neurotische Menschen hervor, wie sie bisher kein anderes System erzeugt hat.
Und die Herrschenden in unseren postindustriellen Gesellschaften sind selbst das beste Beispiel für diese Entwicklung: Wer von ihnen hat eine intakte Familie? Sie haben längst familiäre Bindungen, die sie im Krisenfall auffangen könnten, geopfert für Bedingungen, die ihnen freie Bahn für ein ungebremstes Karriereleben garantieren.
Was sollen wir also von ihnen erwarten? Bessere Rahmenbedingungen für Lebensumstände, die sie lange verloren haben?
Aber um zurückzukommen auf den Kern der Diskussion:
Ich mag nicht diese lethargische und weinerliche Grundhaltung, die auch hier immer wieder aufblitzt. Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass wir in Deutschland Privilegierte sind, die ein Höchstmaß an Rechtssicherheit und materieller Absicherung genießen, wenn wir uns mit dem Großteil der Weltbevölkerung vergleichen.
Bestandssicherung gibt es nicht, und unsere Welt ist eine Welt im Wandel. Also lasst uns morgen und übermorgen und die nächsten Jahre und so lange es geht jeden Tag leben und uns über unsere Kinder und Frauen und Messer freuen und nicht jammern über die schlimmen Zeiten, die auf uns zukommen könnten oder auch nicht. Was zählt, ist der Tag morgen.
Aber um zurückzukommen auf den Kern der Diskussion:
Ich mag nicht diese lethargische und weinerliche Grundhaltung, die auch hier immer wieder aufblitzt. Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass wir in Deutschland Privilegierte sind, die ein Höchstmaß an Rechtssicherheit und materieller Absicherung genießen, wenn wir uns mit dem Großteil der Weltbevölkerung vergleichen.
Hallo.
Das ist echt seichter Kram, den Du da tippst.
Es wird immer einen geben, dem es noch schlechter geht.
Hallo.
Das ist echt seichter Kram, den Du da tippst.
Es wird immer einen geben, dem es noch schlechter geht.
Noch schlechter? Ich fange gleich an zu weinen. Wer hat denn hier ein Schnitzel weniger gegessen durch die "Krise"? Eins der größten medizinischen Probleme der Industrieländer ist das Übergewicht ihrer Bürger.
Ich glaube, viele hier wissen nicht, wie 9/10 der Menschen auf diesem Globus leben.
Herzlichen Glückwunsch zum Zynismus des Jahres.
siebenstern
29.09.09, 00:00
Noch schlechter? Ich fange gleich an zu weinen. Wer hat denn hier ein Schnitzel weniger gegessen durch die "Krise"? Eins der größten medizinischen Probleme der Industrieländer ist das Übergewicht ihrer Bürger.
Ich glaube, viele hier wissen nicht, wie 9/10 der Menschen auf diesem Globus leben.
Herzlichen Glückwunsch zum Zynismus des Jahres.
Muss ich mal Partei für ergreifen.
Klar ist viele echt richtig oberriesensuperscheisse. Nur, wo ist es besser? Und wenn ihr´s NOCH besser wollt macht halt mit in der Politik.
Ich glaube, viele hier wissen nicht, wie 9/10 der Menschen auf diesem Globus leben.
Was hat das jetzt mit der Wahl zu tun?
Mir scheint, Du möchtest Dich ein bißchen über die fetten, faulen Deutschen ausweinen, die ja gar nicht wissen wie gut es ihnen geht.
Die an zuviel Schnitzel krepieren und nicht an Malaria.
Die eine schwarz/gelbe Regierung nicht zu schätzen wissen.
Was für ein Blödsinn.
Geh bitte den Regenwald retten, aber verschone mich mit derartigen banalen Aufklärungsversuchen.
Herzlichen Glückwunsch zum Zynismus des Jahres.
Du bist wirklich sehr leicht zufrieden zu stellen.
Man, man, man
...friedliche Bürger brauchen keine Waffen, und darum verbieten wir sie ja auch"
Doch, brauchen sie, genauso wie friedliche Staaten Streitkräfte brauchen. :ahaa:
Dieses ewige apologetische "Neiiiin, das ist doch niemalsnicht eine Waffe sondern nur ein Butterbroterzeugungs-Spezialwerkzeug!" wird uns vielleicht ein paar Jahre Zeit erkaufen, bevor alles mit einer spitzen Kante dran verboten wird, mehr aber nicht.
Was immer uns in Zukunft beim Waffengesetz oder beim Thema "Messer in Privatbesitz" erwartet.....wir werden es erleben!
Nach wie vor finde ich den Gedanken lächerlich, daß wir "entwaffnet" werden sollen, weil die großpolitische Wetterlage dies nach Meinung einiger "Herrschenden" in Deutschland erfordert.
Kein annähernd intelligenter Politiker denkt so!
Sollte es in Zukunft zu Unruhen kommen (was ich nicht glaube) und die
Bevölkerung bewaffnet auf die Strasse geht (was noch unwahrscheinlicher ist) so sind es bestimmt nicht Messer die dort massenweise zum Einsatz kommen. (ein lächerlicher Gedanke).
Dazu gäbe es reichlich Schusswaffen, die nach wie vor in Umlauf sind.
Die bisherigen Verschärfungen des Waffengesetzes sind nach wie vor schludrige Stümpereien von Politikern die nichts oder nur wenig von alledem begriffen haben was Ursachen für die zunehmenden Gewalttaten angeht.
Oder aber..............
Sie haben sehr wohl begriffen, wollen aber durch politisches Kalkül nicht anders handeln! Mittlerweile sollte jeder noch so halbgebildete Bürger entdeckt haben, dass unsere Herren nichts ohne Kalkül und Eigennutz tun und schon garnicht zum wirklichen Wohle des Volkes! (sondern nur für Teile der Bevölkerung)
Unter Berücksichtigung dieser Tatsache, verwundert es auch nicht, dass an der Bildung des Großteils der Menschen nichts verbessert wird.
Ungebildete Menschen lassen sich nun mal leichter vorführen und verführen!
Da braucht es dann keine intelligenten Strategien , da reicht die Bams und RTL um zu überzeugen:argw:
Wenn irgendjemand hier glaubt, dass der politische Umgang mit dem Thema Messer in Zukunft zu unserem Vorteil geändert wird, der sollte sich den Wecker stellen, damit er nicht zu lange schläft.
Sag mir irgendjemand einen Grund warum das besser gehandhabt werden sollte als bisher.
Weil sonst die MF Mitglieder bei der nächsten Bundestagswahl nicht wählen gehen??.....ich lach mich kaputt. http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/boese/h030.gif
Scorpionfly
29.09.09, 10:05
Und meine Prognose ist, dass wenn solche Formulierungen völlig gedankenlos benutzt werden, sich garantiert nichts ändern wird.
...
Sie oder Er wird das Zuspiel liebend gern aufnehmen und antworten "sehr richtig verehrter Mitbürger, friedliche Bürger brauchen keine Waffen, und darum verbieten wir sie ja auch"
Ich kann sehr wohl friedlich sein und dennoch Waffen* besitzen, z.B.:
1. Outdoormesser (mit Sägerücken - wehe ich habe die einfach so dabei)
2. Armbrust zum Sportschießen
3. Kurz- und Langwaffen zum Sportschießen
4. Teleschlagstock (oder auch simpler Holzknüppel) zur Selbstverteidigung (z.B. gegen "Totgetretenwerden)
5. Katana (hängt als Sammlerstück an der Wand)
usw.
6. Softair-Waffe (Stichwort "Anscheinswaffe", "Joule-Begrenzung", oder "PB-Markierer")
Also, wer solche Formulierungen wie Du völlig gedankenlos benutzt.....
* Waffen, die nicht unbedingt Werkzeuge sein müssen
Doch, brauchen sie, genauso wie friedliche Staaten Streitkräfte brauchen. :ahaa:
Dieses ewige apologetische "Neiiiin, das ist doch niemalsnicht eine Waffe sondern nur ein Butterbroterzeugungs-Spezialwerkzeug!" wird uns vielleicht ein paar Jahre Zeit erkaufen, bevor alles mit einer spitzen Kante dran verboten wird, mehr aber nicht.
Ich behaupte und vertrete das ^ nicht, das möchtest Du mir lediglich in den Mund legen, und Du weist auch, dass es nicht auf mich zutrifft.
Ich unterscheide zwischen Waffen und Messer als Waffe und Messern als Werkzeugen. Da ich aber keine "reinen" Waffen besitze, kann ich auch nicht "totalentwaffnet" werden, man verbietet mir "lediglich" sowohl Messer die aufgrund ihrer Machart schon immer als Waffen deklariert sind, als auch Messer die es nicht sind. Und das habe ich nicht nur den Leuten zu verdanken, die damit Straftaten begehen.
Nach deiner Sichtweise wird es die Zeit bis dahin lediglich verkürzen.
Was ist besser:
Mit Unvernunft alles noch schneller zum Schlechteren hin bewegen, oder mit Vernunft so lang wie möglich verzögern und evtl. doch noch etwas halten können ?
Und Vernunft heist nicht alles abnicken, sondern einfach mal etwas nachdenken, bevor man irgendwelche Parolen raushaut, die einem direkt wieder um die Ohren gehauen werden können.
Hier sind nicht die Leute, die unvernünftige oder unsinnige Gesetze verabschieden, dafür aber zuviele Leute, die unsinnigen Gesetzen mit ihren unüberlegten Sichtweisen verbunden mit suboptimaler Ausdrucksweise Vorschub leisten und Argumente liefern.
Aber das kann man auch einem Sack Kartoffeln erzählen, kommt dasselbe bei raus, daran hat sich in den vergangenen 6 Jahren nichts geändert.
Gruß Andreas
Ich kann sehr wohl friedlich sein und dennoch Waffen besitzen, z.B.:
1. Outdoormesser (mit Sägerücken - wehe ich habe die einfach so dabei)
2. Armbrust zum Sportschießen
3. Kurz- und Langwaffen zum Sportschießen
4. Teleschlagstock zur Selbstverteidigung (z.B. gegen "Totgetretenwerden)
5. Katana (hängt als Sammlerstück an der Wand)
usw.
Also, wer solche Formulierungen wie Du völlig gedankenlos benutzt.....
Auch noch mal für Dich:
Nicht ich bin es, sondern der Politiker, der dir oder mir diese Antwort geben wird, wenn er bezüglich weiteren Änderungen zum WaffG in deiner Formulierung gefragt wird.
Wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus.
Mir scheint, dass hier wesentlich mehr Leute nicht mitbekommen haben, was die Abgeordneten auf Fragen nach Messern geantwortet haben, als ich bisher angenommen hatte...
Und was für Dich "Totalentwaffnung" ist, ist es für mich noch lange nicht, und auch auch nicht für alle anderen - im Gegenteil, für mich und viele andere bedeutet es nach deiner Formulierung noch mehr Verlust.
Weil es ja nach deiner und der Sicht von djcs nur Messer als Waffen und überhaupt keine Messer als Werkzeuge gibt...
Warum also sollte die Politik da Unterschiede machen, und sich selbst einschränken ?
Messerjocke2000
29.09.09, 10:43
Was ist besser:
Mit Unvernunft alles noch schneller zum Schlechteren hin bewegen, oder mit Vernunft so lang wie möglich verzögern und evtl. doch noch etwas halten können ?
Beides nicht gut. Gut wäre, mit Vernunft etwas zum Besseren zu bewegen.
In unserem Falle nicht nur das bestehende WaffG erhalten wollen, damit es nicht noch weiter verschärft wird, sondern durchaus auch mal ein liberaleres WaffG fordern.
Argumente dafür gibt es genug. Auch dafür, pöse Waffen zu führen...
Scorpionfly
29.09.09, 10:50
@ luftauge
Tut mir leid das Mißverständnis, ich nahm wirklich an es sei Deine Meinung.
Messer sind für mich jedoch nicht generell Waffen, ich habe in obiger Aufzählung bewußt keine Werkzeuge genannt um nur auf den Begriff "Entwaffnung" einzugehen, zumal ich mich mit "Totalentwaffnung" nicht nur auf Messer (mit Waff.eigenschaften) bezog.
Aber mir ist klar was Du meinst: Die Politiker werden in Messern nur den Waffencharakter sehen und den Werkzeug-Aspekt ignorieren. Das schrieb ich weiter oben aber schon. Daher auch meine Einschätzung, daß wir irgendwann nur noch Mini-Klapptaschenmesser mit abgerundeter Spitze führen dürfen. Man beachte: In Flugzeugen sind ja jetzt schon Nagelfeilen verboten! Und ich vermute meinen Taschenwetzstahl (in form eines Kugeslschreibers) würde man mir auch abnehmen, wenn ich damit durch die Sicherheitsschleuse will.
Also: Auch für mich wäre es nicht nur mit Hinblick auf den Waffencharakter ein Verlust, wenn die Gesetze verschärft werden.
Scorpionfly
29.09.09, 10:58
Argumente dafür gibt es genug. Auch dafür, pöse Waffen zu führen...
Meine Rede, daher ist es mir wichtig nicht einseitig nur von Messern zu sprechen, die je nach Bauform ja auch als Waffen ausgelegt werden oder rein auf den Werkzeug-Aspekt zu pochen, denn ich will ja auch explizit das es legal ist z.B. Knüppel oder TS führen zu dürfen (so wie es mal war). Momentan mache ich selbiges nämlich illegal, aber ich bin nunmal ein Fan von Rechtssicherheit - wenn es diese allumfassend gäbe.
Doch, brauchen sie, genauso wie friedliche Staaten Streitkräfte brauchen. :ahaa:
Auch dazu noch etwas:
Man sollte nicht pauschal von sich auf alle anderen schließen.
Genauso wie im Forum die Frage "wer braucht sowas ?" und die Aussage "niemand braucht sowas !" verpönt sind, ist es genauso verpönt, das Gegenteil für alle anderen festzulegen.
Davon abgesehen, dass der Vergleich ziemlich daneben ist.
Wenn Du unbedingt Waffen zur Verteidigung brauchst, ist das deine Sache und evtl. die einiger Anderer, aber nicht zwangsläufig auch meine oder aller Anderen.
Der Spruch "die beste Waffe ist der Verstand" stammt nicht von mir, wird aber gelegentlich ans Licht geholt. :ahaa:
@Messerjocke2000:
Ist schon klar, besser geht immer, schlechter aber leider auch - hat man beides selbst in "mit" der Hand. Ich bezweifle nur, dass man sich mit Unvernunft oder Unüberlegtheit verbessern kann.
Gruß Andreas
Messerjocke2000
29.09.09, 18:04
Wenn Du unbedingt Waffen zur Verteidigung brauchst, ist das deine Sache und evtl. die einiger Anderer, aber nicht zwangsläufig auch meine oder aller Anderen.
Stimmt, von daher gehts auch eigentlich keinen was an, was ich in der Tasche habe. Auch den Staat nicht. ;)
Ich brauche auch keine Waffen.
Ich möchte trotzdem das Recht, welche zu Führen.
Ich kenne auch Personen, die Waffen bräuchten um ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit im Zweifelsfalle auch durchsetzen zu können.
Aber da der Staat uns ja mittlerweile sogar vorschreibt, welche Leuchtmittel wir verwenden dürfen...:(
Vielleicht wirds ja mit der Bürgerrechtspartei in der Regierung besser und wir dürfen wieder selber entscheiden, was wir brauchen und was nicht.:rolleyes:
Ja ich weiss, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.:(
Messerjocke2000
29.09.09, 18:07
Meine Rede, daher ist es mir wichtig nicht einseitig nur von Messern zu sprechen, die je nach Bauform ja auch als Waffen ausgelegt werden oder rein auf den Werkzeug-Aspekt zu pochen, denn ich will ja auch explizit das es legal ist z.B. Knüppel oder TS führen zu dürfen (so wie es mal war).
Ich halte die ständigen "Rückzugsgefechte" auch für eher kontraproduktiv.
Salamitaktik und so...:rolleyes:
First_Blood
29.09.09, 21:08
Was habe ich denn verpasst.?
Steht irgendwo in dem FDP Wahlprogramm eine Bemerkung zum Waffenbesitz.?
Wollen die was zurücknehmen.?
Ich erlebte täglich irgendwelche Leute die FDP Werbung machten, weil die das Waffengesetz zurücknehmen würden.
Ich hab ja nicht behauptet, dass der §42a WaffG zurückgenommen wird, nur weil die FDP in der Regierung ist...
Aber zumindest hat die FDP jetzt mehr Macht (und Einfluss auf die CDU) als in der letzten Legislaturperiode. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verschärfung des WaffG - meiner Meinung nach - zumindest geringer, als wenn SPD und Grüne an der Macht wären!
Also wenn das Argument stimmt, daß der friedliche Bürger keine Waffen besitzen darf weil er keine benötigt ( weil friedlich ) kann das wohl nur heißen wir müssen gewaltbereit revolutzen um uns für den Besitz zu rechtfertigen ?
Wenn ich also kein Auto brauche weil ich in einem Städchen x wohne wo es Alles im Umkreis von 2 km gibt, darf ich also auch keines Besitzen ?
Diese Kontextierung von Nutzen und Rechtsanspruch auf den Besitz eines Gegenstandes ist irgendwie hanebüchend.
Ich hab ja nicht behauptet, dass der §42a WaffG zurückgenommen wird, nur weil die FDP in der Regierung ist...!
Ach so, die FDP wurde also gewählt weil sie sagten die Verschärfung sei böse tztztztztz
Aber zumindest hat die FDP jetzt mehr Macht (und Einfluss auf die CDU) als in der letzten Legislaturperiode. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verschärfung des WaffG - meiner Meinung nach - zumindest geringer, als wenn SPD und Grüne an der Macht wären!
Noch einer der nicht verstanden hat, das Gesetze vom Parlament und nicht von einer Randgruppe beschlossen werden.
Ab und zu erstaunt es mich wie mancher Macht und Einfluß einschätzt.
Manfred
Lieber Manfred,
und mich erstaunt dein unerschütterlicher Glaube in unsere parlamentarische Republik.
Das Interessante bei der Gesetzesgebung sind ja die Vorgänge vor der Abstimmung im Parlament. Und da nun wieder würde ich den Einfluss von Randgruppen weiß Gott nicht unterschätzen...
Investigator
30.09.09, 10:38
Hallo,
Aber zumindest hat die FDP jetzt mehr Macht (und Einfluss auf die CDU) als in der letzten Legislaturperiode. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verschärfung des WaffG - meiner Meinung nach - zumindest geringer, als wenn SPD und Grüne an der Macht wären!
Sehe ich zu 100% genau so. War für mich mit ausschlaggebend "gelb" zu wählen...
@ Andreas
Wenn Du unbedingt Waffen zur Verteidigung brauchst, ist das deine Sache und evtl. die einiger Anderer, aber nicht zwangsläufig auch meine oder aller Anderen.
Der Spruch "die beste Waffe ist der Verstand" stammt nicht von mir, wird aber gelegentlich ans Licht geholt.
blitzt da Polemik durch die Zeilen?
Habe selbst bisher nie daran Gedacht irgend welche "Utilities" zum Zwecke der Selbstverteidigung mit mir zu führen.
WIe sich das in Zukunft entwickelt kann ich aber noch nicht beurteilen.
Wenn Menschen aber bei sich ändernden äußeren Umständen versuchen ihr Verhalten auf die neuen Bedingungen anzupassen, dann muss das nicht unbedingt als Zeichen mangelnder Intelligenz gesehen werden.
Mal was anderes: Vor ein paar Jahren verbrannte ein verunglückter PKW-Führer ein paar hundert Meter von unserem Wohnort entfernt.
Er war schwer verletzt/eingeklemmt und verbrannte LANGSAM, weil beide Türen klemmten und es beim eintreffen der Rettungskräfte längst zu spät war.
Klar kann man jetzt sagen: "die beste Möglichkeit einen solchen Unfall zu vermeiden ist der Verstand".
Wenn ich seither nun einen Feuerlöscher im PKW mitführe, obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist als Helfer an einen solchen Unfall zu geraten, dann ist das vermutlich auch ein Zeichen von Dummheit- oder wie?!
Mir fehlt es vielleicht tatsächlich an Verstand. Und deshalb denke ich diese Tage sehr intensiv über Möglichkeiten nach sich selbst besser wehren zu können und eben gerade auch anderen besser helfen zu können.
Erst vorgestern war ich auf einem Bahnhofsgelände unterwegs, auf dem ein paar Stunden zuvor ein Ehepaar Krankenhaus-reif geprügelt wurde- Wahrscheinlichkeitsrechnungen darf jeder für sich selbst anstellen.
Ebenso die Abwägung von Risiko und Aufwand. Und da darf jeder zu eigenen Ergebnissen kommen, ohne daß ich mich despektierlich über andere äußern müsste, wenn sie zu anderen Ergebnissen kommen.
Investigator
PS:
Habe nicht den gesamten thread verfolgt und evtl. den Kontext nicht ausreichend berücksichtigt- sorry.
Scheinbar gibt es wirklich zuviele Leute, bei denen Messer grundsätzlich zwangsläufig gleichbedeutend mit Waffe ist, oder zuviele, denen man das durch lausige Berieselung erfolgreich ins Hirn gebrannt hat. So redet man Probleme ungewollt und unbedacht herbei, die man später nur noch per Gesetzestext bestätigt bekommt.
Hat schon Hand u. Fuß was Du schreibst...
...
blitzt da Polemik durch die Zeilen?
Habe selbst bisher nie daran Gedacht irgend welche "Utilities" zum Zwecke der Selbstverteidigung mit mir zu führen.
WIe sich das in Zukunft entwickelt kann ich aber noch nicht beurteilen.
...
Polemik ?
Ich weis, dass es nachweislich einige wenige Leute im Forum gibt, die regelmäßig schreiben, nein gerade zu jammern, dass sie Waffen zu ihrer Verteidigung wollen oder brauchen.
Wenn sie das für sich selbst wollen oder brauchen, ist das ihr Recht das zu wollen - ob sie es aber wirklich brauchen, sei mal dahingestellt - das beurteile ich nicht für sie. Also sollen sie es auch nicht für mich beurteilen und festlegen. Ganz einfache Sache.
Wenn aber jemand schreibt, "jeder braucht Waffen zur Verteidigung, genauso wie ein Staat Streitkräfte braucht" dann ist das von sich auf alle anderen beurteilt und festgelegt. Entspricht aber kaum der Realität, den Staat als Gebilde mit dem Bürger als Individuum im Staat gleichzusetzen.
Der Zusammenhang mit dem was andere "brauchen" und "nicht brauchen" ist allein aus dem Forum genommen, da es bei manchen Messern immer wieder gern genommen wird.
"Jeder" schließt auch die Leute mit ein, die ganz sicher keine Waffen zur Verteidigung haben wollen, sondern nur zum Angreifen und Bedrohen, und ebenso Kinder in der Schule sind inbegriffen.
"Jeder braucht Waffen zur Verteidigung" - noch polemischer geht es wohl kaum, solang dabei nicht differenziert wird.
"Der Verstand ist die beste Waffe" wurde schon des öfteren als Relativierung der Forderung nach Waffenfreiheit entgegengestellt, weil sie nur bedingt helfen - seltsam, dass es jetzt erst auffällt. Das hat gar nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun, noch weniger ist es ein Vorwurf "mangelnd intelligent" zu sein.
Gruß Andreas
edit:
Auch in diesem thread hat SV nichts verloren !! - es geht immer noch um die Wahl und was man von erwartet, auch wenn es schon sehr weit abgeglitten ist...
Den nachfolgenden Beitrag habe ich an den bestehenden anderen thread zur Notwehr/Verhältnismäßigkeit angehängt - Hinweis leider nicht per Symbol möglich.
Irgendwie gehen doch alle Ansichten mitunter ein wenig in die Extreme.
Sowohl die Schwarzmalerei hier, als auch die angeblichen Kommunisten,
die es eh nicht besser gemacht hätten.
Ich kann nur hoffen, egal wer die Mehrheit hat, allgemein die Einsicht
kommt, dass in Deutschland einiges schief läuft und getan werden muss.
Und vor allem sollte das Übel ab der Wurzel angepackt werden.
Und wieviel wird denn überhaupt umgesetzt, von dem, was im Wahlkampf
noch angepriesen wurde bzw. versprochen?! :argw:
das meinsst du nicht ernst?
pfruende werden gesichert werden, das kapital zufriedengestellt und das volk weiter verarscht werden.
das meinsst du nicht ernst?
pfruende werden gesichert werden, das kapital zufriedengestellt und das volk weiter verarscht werden.
Dem ist wenig hinzuzufügen.
@Fuchs, Du solltest genauer überlegen, wer und vor allem warum in jedem Land dieser Welt Politikkarperletheater abgezogen wird. Dann wir klar, wer bestimmt was gemacht wird. Einfluß darauf nehmen ist verboten.
Manfred
@Manfred
Da brauche ich nicht lange zu überlegen - das wollte ich ja mit meinem Kommentar an dich zum Ausdruck bringen.
Die Gesetze sind doch längst beschlossen, wenn sie zur Abstimmung gelangen!
Frank Zappa: Politics ist just the entertainment department of industry.
das meinsst du nicht ernst?
Was genau meinst du?
Oder wart das nicht an mich gerichtet? :confused: :D
Da die Koalitionsverhandlungen bereits im Gange sind, wurde vorhin eine Wasserstandsmeldung dazu abgegeben:
Einige Regelungen bezüglich "innerer Sicherheit", z.B. Datenspeicherung und "online"-Durchsuchungen sollen seitens der CDU unverändert beibehalten werden - das war nur das, was namentlich genannt wurde.
Heute in den NDR Radionachrichten gehört.
Gruß Andreas
Lieber Manfred,
und mich erstaunt dein unerschütterlicher Glaube in unsere parlamentarische Republik.
Das Interessante bei der Gesetzesgebung sind ja die Vorgänge vor der Abstimmung im Parlament. Und da nun wieder würde ich den Einfluss von Randgruppen weiß Gott nicht unterschätzen...
Während hier die Einflußmöglichkeiten kleiner Randgruppen noch möglich scheinen......................
@Manfred
Da brauche ich nicht lange zu überlegen - das wollte ich ja mit meinem Kommentar an dich zum Ausdruck bringen.
Die Gesetze sind doch längst beschlossen, wenn sie zur Abstimmung gelangen!
Frank Zappa: Politics ist just the entertainment department of industry.
.....scheint hier doch alles durch Entscheidungsvorbereiter in die Wege geleitet.
Das Parlament befindet nun die Richtigkeit und gut ist.
Einen besonders tiefen Glauben meinerseits an die parlamentarische Demokratie kann ich nicht erkennen.
Der Satz von Zappa gefällt mir übrigens gut.
Manfred
Da die Koalitionsverhandlungen bereits im Gange sind, wurde vorhin eine Wasserstandsmeldung dazu abgegeben:
Einige Regelungen bezüglich "innerer Sicherheit", z.B. Datenspeicherung und "online"-Durchsuchungen sollen seitens der CDU unverändert beibehalten werden
Die anderen Themen über die verhandelt werden:
Mindestlohn, Kündigungsschutz und Gesundheitsfond.
Wo wird die FDP wohl eher ein entgegenkommen zeigen,
Innere Sicherheit und Online-Durchsuchung oder bei den Wirtschafts- relevanten Themen?
Ciao Sven
Die anderen Themen über die verhandelt werden:
Mindestlohn, Kündigungsschutz und Gesundheitsfond.
Ciao Sven
Gerade das Thema Mindestlohn wurde ja von Schwarz-Gelb noch nicht
so angesprochen. Da erwarte ich endlich mal Einsicht bzw. auch die
Erkenntnis über Handlungsbedarf.
bei der bisherigen haltung der union zum thema mindestlohn erwarte ich da keine fortschritte, eher ein weitergehen des bisherigen weges, 1000000 normale vollzeitarbeitsplaetze weg, dafuer dann hat 1500000 minijobs, sind doch schon 500000 neue arbeitsplaetze. das die leute dann wohngeld beziehen oder andere transferleistungen interessiert doch nicht wirklich, hauptsache man hat was erreicht. btw: es gibt ja ne wunderbare herbstphase am arbeitsmarkt, 100000 arbeitsuchende weniger, wahrscheinlich weil man flugs beschlossen hat, leute die von privaten arbeitsvermittlern betreut werden nicht mehr mitzuzaehlen. sind so 195000.
soviel zum thema problemloesungskompetenz der cdu und fdp.
Zitat:
Seien Sie versichert, dass wir Freie Demokraten gründliche und faire Koalitionsverhandlungen mit der Union führen werden, damit wir eine bessere Politik für unser Land bekommen. Unser Kompass dabei ist unser liberales Deutschlandprogramm.
Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Auch in Zukunft setze ich auf Ihre Unterstützung für die FDP. Ihnen persönlich alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Guido Westerwelle, MdB
oder hier:
Der Vorsitzende hat in diesem Forum bereits mehrfach klar Stellung zum Thema faire Steuern bezogen. Wir verweisen auf die entsprechenden Antworten.
Gern laden wir Sie ein, sich unter www.fdp.de über unsere liberalen Konzepte und Positionen tiefer gehend zu informieren.
Ihnen persönlich alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Biesel
Leiter des Büros des Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion
Nachzulesen unter:
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_guido_westerwelle-650-5485--f236634.html#q236634
Das gefettete Geschmiersel ist von mir.
Viel Spaß, die helfen uns auf jeden Fall beim Thema Messergesetzgebung/Waffengesetz.
Bei den Mindestlöhnen hat die CDU in der alten Koalition schon bei der Bergfahrt gebremst. Etwa schon vergessen.?
Manfred
bei der bisherigen haltung der union zum thema mindestlohn erwarte ich da keine fortschritte, eher ein weitergehen des bisherigen weges, 1000000 normale vollzeitarbeitsplaetze weg, dafuer dann hat 1500000 minijobs, sind doch schon 500000 neue arbeitsplaetze. das die leute dann wohngeld beziehen oder andere transferleistungen interessiert doch nicht wirklich, hauptsache man hat was erreicht. btw: es gibt ja ne wunderbare herbstphase am arbeitsmarkt, 100000 arbeitsuchende weniger, wahrscheinlich weil man flugs beschlossen hat, leute die von privaten arbeitsvermittlern betreut werden nicht mehr mitzuzaehlen. sind so 195000.
soviel zum thema problemloesungskompetenz der cdu und fdp.
Gute Rechnung so gehts leider auf...zumindestens kommt es so rüber,
als ob es ein zugewinn wäre. Auch nicht erwähnt sind die zahlreichen
Sozialleistungen, die der Staat weiterhin leisten muss, weil der Arbeitgeber
seine Arbeitnehmer zu einem fast schon an Lohnwucher grenzenden
Stundenlohn beschäftigt und die Arbeitnehmer in der Folge immer noch
bedürftig i.s.d. SGB II sind, obwohl sie 100Stunden im Monat bereits
arbeiten, dafür allerdings nur 300-400Brutto bekommen.
Etwa schon vergessen.?
Manfred
jupp :steirer:
Die anderen Themen über die verhandelt werden:
Mindestlohn, Kündigungsschutz und Gesundheitsfond.
Das sind zwar keine unwesentlichen, aber nur kleine Teilbereiche, wie einige weitere auch...
Wo wird die FDP wohl eher ein entgegenkommen zeigen,
Innere Sicherheit und Online-Durchsuchung oder bei den Wirtschafts- relevanten Themen?
Innere Sicherheit ist ein größerer Block - "online"-Durchsuchung/Datenspeicherung ist nur ein Teil davon, und wurde aktuell* für die CDU quasi als indiskutabel von deren Standpunkt vermeldet, das war der Punkt, warum ich es überhaupt hier erwähnte...
Da man es den Bürgern besser "verkaufen" kann, wird es wohl auf wirtschaftliche/finanzielle Fragen hinauslaufen...
*aktuell wie der Wasserstand, der sich minütlich ändert :glgl:
edit:
Vorhin in den RTL 1900 Nachrichten wurde es nochmal deutlicher vermeldet:
sinngemäß:
"...seitens der CDU stehen die Sicherheitsgesetze in den kommenden Koalitionsverhandlungen nicht zur Diskussion..." - also nicht nur teilweise indiskutabel, bzw. unverhandelbar, sondern offenbar doch der ganze Block.
Schäuble wird bleiben, bzw. jemand auf seiner Linie wird ihn beerben, anders wäre es auch kaum denkbar, da der Vizekanzler einer Koalition bisher traditionell meistens Aussenminister wurde. Damit wird das BMI in CDU-Hand bleiben.
Gruß Andreas
Gute Rechnung so gehts leider auf...zumindestens kommt es so rüber,
als ob es ein zugewinn wäre. Auch nicht erwähnt sind die zahlreichen
Sozialleistungen, die der Staat weiterhin leisten muss, weil der Arbeitgeber
seine Arbeitnehmer zu einem fast schon an Lohnwucher grenzenden
Stundenlohn beschäftigt und die Arbeitnehmer in der Folge immer noch
bedürftig i.s.d. SGB II sind, obwohl sie 100Stunden im Monat bereits
arbeiten, dafür allerdings nur 300-400Brutto bekommen.
jupp :steirer:
deswegen wars ja uach mit feiner ironie geschrieben, es gibt immer noch leute, die nehmen die rechnung ernst :staun:
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