Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brenzlige Situationen ... !
Hi Leute,
habt Ihr schon brenzlige Situationen erlebt aus den Euch die Tatsache, dass Ihr ein Messer dabei hattet gerettet hat (muß ja nicht gleich Lebensgefahr gewesen sein ... ;-)?
Grüße,
sharky
was heißt einmal? dauernd!!
gestern nachmittag wurde ich von einer amoklaufenden bratwurst bedrängt, die sich, gut versteckt hinter senf und pepperoni, hinterhältig an mich herangepirscht hat.
ich konnte die erste attacke mit einer schnitte brot parieren, gleichzeitig mein spydi ziehen und den nun ungedeckt daliegenden agressor mit mehreren heftigen vertikalschnitten entleiben, eine technik, die in der chinesischen messerkampf-lehre als der klassische "chop-sui-konter" bekannt ist.
und erst heute vormittag: ein paket, von ups geliefert, attakierte mich extrem heftig und versuchte, mir auf den fuß zu fallen, wahrscheinlich, um mich mit folgetechniken schachmatt zusetzen. ich konterte mit einer raschen folge von schnittangriffen gegen die vitalen stellen des paketes (links, rechts, oben), der angreifer mußte sich im deckelbereich zwangsläufig öffnen, ich konnte ihn mit den füßen fixieren und beidhändig entweiden.
wie gut, daß ich in dieser gefährlichen welt mein messer dabei hab!
:irre: :irre: :glgl:
Hi
ich bin mal mit der Kordel meiner Wanderjacke am Sessellift hängengeblieben, hatte aber kein Messer dabei (das war damals).
wusste gar nicht dass ich so schnell laufen kann
;) ;) ;)
Thomas Wahl
22.07.02, 14:17
Hi!
Wurde letztes Jahr mal von ein paar "Herren südländischer Herkunft und kulturelle Entwurzeltheit" ins Visier genommen. Beim näherkommen haben die dann das Kaschperl in der Schnellzugscheide am Gürtel bemerkt. Danach haben die schlagartig die Richtung gewechselt. :haemisch:
Ansonsten kann man damit auch Geiseln retten:
Erst letzte Woche rettete ich eine ganze Reihe von unschuldigen kleinen Messerchen aus einem bösen DHL-Karton.
Und über die vielen Tesa-Packbänder, die meinen Messern zum Opfer fielen, will ich garnicht reden. oh, ... diese Alpträume.....
Jo die Bratwürste sind hundsgemeine Biester, meistens kommen die auch noch paarweise daher. Und in Nürnberg wollt mal ein halbes Dutzend auf mich los, die waren zwar klein, aber sauflink :steirer:
Aber mit meinem Messer hab ich sie alle gekriegt :irre:
zur abwehr von curry-würsten eignen sich auch zahnstocher vorzüglich: die stichwunde ist zwar für die wurst selten lethal, allerdings läßt sich der angreifer damit souverän auf der unterlage fixieren und gegebenenfalls im senf ertränken, im fachjargon "food-grabbling" genannt. :D :D :D
Hallo Nidan,
als Nürnberger kann ich Dir das nur bestätigen. Saugefährlich die kleinen Biester und angriffslustig wie ein angeschossener Keiler. Du kannst von Glück reden das Du keine schweren Verletzungen davon getragen hast und Ihnen nur mit einem vollen Bauch entkommen bist. Ganz schlimm wird es übrigens wenn sie in Verbindung mit Sauerkraut und dunklem Hefeweizen auftreten. Also Vorsicht in Zukunft.
Gruß Hagrid:D :lach2:
Buaaahahaha, mehr ..... aber bitte nicht immer auf die armen Würstchen !
(Dürfen ruhig auch noch´n paar echte Storys drunter sein)
Hi sharky,
ganz ehrlich, ich bin froh das ich noch keine Gelegenheit hatte ein Messer in einer wirklich gefährlichen Situation zu brauchen. Da ist es mir schon lieber mit den armen Brotwärscht, der routen hausmacher Stadtworscht und in Leberkees zu kämpfen und ab und zu im wald einen wild gewordenen Ast zum Wanderstock umzuarbeiten.:hehe: :super:
Gruß
Hagrid
@ Brunk : Die Bratwürst in der Fußgängerzone sind ja nur die domestizierte Variante, die haben sie ja schon gezähmt und in so Semmeln reingesperrt, aber die anderen ......
Aber ich hab sogar mal mit meinem Messer gaaanz gefährliche Bakterien abgwehrt. In einem Hotel in Marokko haben wir einen Früchtekorb bekommen und da waren auch Pfirsiche drin. Und weil ich die nicht waschen wollte, hab ich die mit dem Messer abgehäutet und damit die ganzen ekligen Viren und so beseitigt :D
als ich mal auf der autobahn unterwegs war hat sich direkt vor mir ein leicht lkw überschlagen. ist in einen großen lkw geknallt der ist ungekippt mit container auf einen pkw und auf die gegenfahrbahn gerutscht.
ich gedacht gerade den ersthelferschein erneuert : helfen.
also ich raus das ganze koordiniert und dem typen im leicht lkw geholfen. sah nicht gut aus der kollege. er wollte immer raus war allerdings eingeklemmt und ich habe versucht beruhigend auf ihn einzusprechen. dann nahm ich mein messer und schnitt ihn erst mal vom sicherheitsgurt los. das fleisch an den armen hing nur so runter. na ja zu dem zeitpunkt leif alles noch gut für mich. als dann die polizei da war und die sanis bin ich beiseite gegangen und habe einen zusammenbruch gehabt. heute träume ich manchmal noch davon.
ich weiß aber das ich wenn es wieder darauf ankommt wieder helfen würde.
sanis haben kein leichtes leben und haben seit dem meine höchste hochachtung.
Original geschrieben von hagrid
als Nürnberger kann ich Dir das nur bestätigen. Saugefährlich die kleinen Biester und angriffslustig wie ein angeschossener Keiler.
ACK, erstens wegen Nürnberger und dann wegen der Würstchen. Hatte erst gestern wieder 6 gegen mich. Den Angriff konnte ich lässig parieren. Beim Kartoffelsalat, der sich hinterhältigerweise hinter den Würstchen versteckt hatte, musste ich allerdings von der Stich- zur Schaufelwaffe wechseln :steirer:
Im Ernst, noe hab ich nicht. Die wirklich gefährlichen Situationen, und davon gibts viele, erlebe ich auf der Autobahn. Und da helfen vier gute Scheibenbremsen samt ABS mehr als jedes Messer ;)
Gruesse
Pitter
hah, das kann ich uebertrumpfen: am wochenende hat mich hinterruecks ein killerkotelett von der seite ueberrannt.
bloederweise waren die auf dieser grillparty zu faul zum spuelen und so gabs nur dies plastikgerammel. da konnte ich dann leger mit meinem m16-01f die fleischmasse fachgerecht zerteilen, gar nicht zu sprechen von der banane, die hinterher fachmaennisch ausgeweidet und mit honig balsamiert wurde. da konnten die aber staunen.
und nachdem das fass leer war und es nur noch flaschen gab - na, wer hatte was anderes zu bieten als ein feuerzeug zum oeffnen?!?!?
btw: klasse thread
Ich hab mal einem ca. 6-jährigen Kind mit der LST-Sägeklinge von furchtbaren Schmerzen erlöst :D :
Keine Bange,
es war nur die Spitze eines Dorns, den man mit der normalen Klinge nicht herausbekommen konnte, weil der Spitzenwinkel zu groß war.
Als die Mutter sah, wie ich den Werkzeugkasten ausklappte, und irgendwas von ... falschem Winkel und nicht scharf genug... murmelte, änderte sich ihre Gesichtsfarbe so komisch.
Aber als der Splitter entfernt war, strahlten beide wieder.
Gruß Andreas/L
also damit keine Mißverständnisse entstehen. Ich meinte nicht nur Selbstverteidigungssituationen, sondern eher auch technische wie z.B.:
- zuhause ausgesperrt, dann Türe mit Strider (hüstel, hüstel, hehe ...) aufgehebelt
- mit Buck intrepid durch das Dach eines in den Fluß gestürzten Autos gesägt
- bei einer Seilbahn die außer Kontrolle geratene Seilwinde mit einem Busse blockiert und so die Gondeln am Absturz gehindert
oder so ähnlich ....
hallo le.freak,
wer ohne vernünftiges Messer zum Grillen geht ist selber schuld. Ich nehme immer mein Gerber E-Z-OUT mit. Ist sauscharf das Teil, bequem mit einer Hand zu öffnen. Kann ja sein das ich zufällig gerade einen Bierkrug in der anderen Pfote habe:lach2: :D ist immer lustig wenn Leute dabei sind die meinen Spleen nicht kennen. Das Erschrecken ist doch meist sehr groß wenn ich das Messer zücke und locker mit einer Hand die Klinge ausfahre. Ich bin auch immer verrufen, weil ich ein Holzbrett verlange und mein Fleisch nicht auf dem Teller schneiden will. Langt doch wenn die Beilagen auf dem Teller rumliegen.
Gruß
Hagrid
sharky sag das doch gleich, da kann ich nur sagen bin ich wie ein berühmter Schweizer Messer dabeihaber und Atomkraftwerke damit reparierer. Ich warte nur noch auf meinen Einsatz, aber dann zück ich den Schraubenzieher und befestige den Brillenbügel. Geht ratz-fatz:ahaa: :super:
Gruß
Hagrid
Hähä, geht mir ähnlich, meins hatte heute Bewährungsprobe. Habe meinen PC mit dem Schweizer Messer repariert (Netzteil ausgetauscht, da verbrutzelt ...)
wo ihrs erwaehnt - ich hab mal ne katze aus einem obstbaum befreit, die hatte sich in so einem vogelnetz zum schutz der fruechte verfangen. da war auch ein schweizer messer im spiel. aber nu kauf ich mir ein tacticalschietdingens nach dem anderen und kanns nicht fuer notfaelle benutzen - ich moecht ja fast sagen eigentlich schade und doch wieder nicht:irre:
- ach ja, und die katze hats mir auch gedankt, ich hab jetzt noch ne kleine narbe am arm.
grillen sowieso ist ne feine sache, was wir dazu noch regelmaessig machen ist ne tour nach holland zum angeln und zelten am meer und abends werden dann die gefangenen fische auf dem grill "geraeuchert". oder es gibt dosenravioli....
so oder so: messer benutzen und pflegen gehoert dazu. wir hatten mal nen spezi mit, der brachte ein finnenmesser mit, ein schlichtes aber gutes stueck. helle glaub ich. aber er hatte ja soviel geld dafuer ausgegeben,..... also wenn etwas so teuer ist ... das BRAUCHT man dann nicht zu pflegen, ..... das muss das abkoennen.....
manche lernen immer nur auf dem schweren weg...... wir hatten jedenfalls ballistol dabei und haben das salzwasser sauber vorher abgewischt. aber das ist eine andere geschichte:lach:
Ich dachte immer,
dass man Katzen mit 45ern, Pumpguns oder Sachs-Dolmar aus dem Baum holt :argw: :D
Gruß Andreas/L
Ich hab' vor Jahren mal meiner Nachbarin mit einem böööösen Stoßdolch die zugefallene Wohnungstür geöffnet. Wir waren beide erstaunt darüber, wie einfach das doch ist :angst:
Munter bleiben,
Tobse!
Hi Luftauge,
Katzen vom Baum schiessen ist doch langweilig. Für solche Fälle hat der echte Fan immer ein 3-4 Meter Python zur Hand.:fack: :fack:
Gruß
Hagrid
Original geschrieben von sharky
- zuhause ausgesperrt, dann Türe mit Strider (hüstel, hüstel, hehe ...) aufgehebelt
- mit Buck intrepid durch das Dach eines in den Fluß gestürzten Autos gesägt
- bei einer Seilbahn die außer Kontrolle geratene Seilwinde mit einem Busse blockiert und so die Gondeln am Absturz gehindert
LOL!
So denkt man sich das. Da ich mal 3h in einer im Schneesturm hängenden Seilbahngondel auf meine Abseilung warten mußte , unter anderem deshalb, weil man nur einen lächerlichen 5mm Schraubendreher hatte, um die Notausstiegsluke zu öffnen, trage ich jetzt in solchen Blechkisten meistens das Böker Orca bei mir.
Nachteil: Wenn man beim Skifahren drauf fällt, bricht man sich was..
Dann habe ich mal abends in einer öffentlichen Turnhalle mit dem Swisstool ein Sperrventil geschlossen und dem deutschen Volk das Geld erspart, das zehn Stunden Klospülungslaufzeit gekostet hätten.
Und dann war da noch die Sache beim Wachdienst, als 5 Pizze ins Wachlokal eindrangen.- Wir haben sie alle fertiggemacht! Eine hab ich mit meinem HK-Messer (passend zum Gewehr!) erledigt.
Tja , der Frieden ist eben doch der Ernstfall!
Nachdem ich mal die stürmische junge Dame die ihr hier links seht von einem in der Donau schwimmenden Netz (keine Ahnung was das war), das sie zusehends hinuntergezogen hat, losschneiden durfte, hab ich immer ein Messer bei mir.
MfG
Cato
Hallo Cato,
hat sich doch gelohnt. Ich liebe Hunde kann mir leider keinen halten. Wobei ich kenne ein paar junge Damen die ich ungebremst die Donau hinab ins Schwarze Meer treiben lassen würde.:D :teuflisch
Gruß
Hagrid
PS: anwesende Damen im Forum und meinem Wohnzimmer ausgenommen
;) :super:
Katze, Hund, ich glaube die Tierrettungen sind gar nicht so selten. Ich war letztes Jahr mit meien Freundin joggen. Hatte natürlich mein Camillus ArcLite unterm T-Shirt, was die Freundin zu diesem Zeitpunkt gar nicht ausstehen konnte.
Auf einer Schafweide hatte sich schließlich ein zotteliges Schaf mit seinem langen Fell in einem Dornbusch verfangen und mähte ganz erbärmlich. Hab mich über den Zaun geschwungen und das Schaf aus dem Busch geschnitten. (den Busch, nicht das Fell)
Freundin hat sich gefreut, ich war ein Held, und seitdem darf ich an Messern mit mir rumtragen, was ich will.
:D
He function, wer von deinen Kumpels hat denn das arme Schaf in den Busch getrieben?:D :D
schneidemichoft
23.07.02, 23:44
Letzten Monat war bei uns in Bremen die Visionparade. Ich war
von einem Kumpel eingeladen mit auf dem Prunkwagen ( 24000 Watt )
Kamelle zu werfen. Obendrauf war auch eine süße Piepsy in Jeanshose
und Bikinioberteil. Nach ein paar Rigos war ich dann auch mit Christine per du. Da der Tag immer heißer wurde, konnte ich Christine
aus der mißlichen Lage des Hitzetodes befreien, in dem ich Sie überzeugte, Hotpants seien viel cooler. Ich mein nagelneues Fällkniven
P gezückt und den Bezug an ihrem Zauberhintern gekürzt. Ein nebenstehender Betrachter daraufhin: Ich glaube ich hab jetzt auch immer ein Taschenmesser dabei.
Christine lebt immer noch und ist mir auf ewig dankbar
Matthias
crashlander
24.07.02, 09:02
@ schneidemichoft: Huihui, das nenn ich mal brenzlige Situation :hehe:
Mir ist zum Glück noch nie was passiert wo ich mein Messer hätte einsetzen müssen, um mich aus einer richtigen Notlage zu befreien. Aber das Messer hat mir generell schon so viele gute Dienste im Alltagsleben geleistet, allein das ist Grund genug immer eins dabei zu haben.
Also gut, auch ne Taucherstory:
Kein Witz, bei meinem allersten Tauchgang (ist schon über 20 Jahre her) musste ich meinen Kumpel von einer Fischerleine losschneiden. Als passionierter Fischer ging er in unserem Stausee jeder hängengebliebenen Fischerleine nach, um die Hacken und Plastik-köderfische zu recyclen.(Mitlesende Fischer mögen mir meine laienhaften Beschreibungen dieser teuren Dinge die an den Leine hängen verzeihen).
Naja wie gesagt, er ging wieder einer Leine nach und hatte sich kurze Zeit später darin verfangen.
Bei uns wird auf Hechte gefischt, und da sind die Leinen sehr solide. Die reisst man unter Wasser nicht durch! Und alle Taucher hier wissen dass es als Tauchanfänger gar nicht so einfach ist das Messer unter Wasser zu ziehen. Naja jedenfall hab ich ihn losgeschnitten, und von Anfang an hautnah erlebt, dass das Tauchermesser ein Muss ist!
@jangs: welches tauchmesser hattest Du /würdest Du empfehlen?
Gruß neo
Hallo neo
Was ich damals für ein Messer hatte, weiss ich nicht mehr, es ist mir jedenfalls weggerostet (Rost unter dem Griff, da kann mann nicht viel machen). Gelernt habe ich aus beiden Erfahrungen (Freund losschneiden und rostende Tauchmesser), dass ein Tauchmesser was nicht scharf ist, nichts taugt.
Und, auch persönliche Erfahrung, ein Stahltauchmesser wird schon allein durch's Tauchen stumpf! Da es keine rostfreien Stähle gibt, nur mehr oder weniger rosträge, rostet die Schneide einfach weg. Also gar nicht mal sichtbar, jedenfalls mit blossem Auge, verschwindet der feinste Teil der Schneide einfach, also die Schärfe. Wenn du also immer ein scharfes, sprich brauchbares Tauchmesser haben willst, musst du entweder regelmässig nachschleifen, oder du kaufst dir kein Stahlmesser!
Meine Wahl Mission MPK-ti (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=976)!
Eine gute Alternative sehe ich übrigens in den Tauch-messer-scheren Kombinationen. Zum Leinen-Netze schneiden bestimmt keine schlechte Wahl.
Hier kannst du dir das mal anschauen : Globetrotter (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=mo_04301&artbez=Pacific+Taucherschere&k_id=0908&h_kat=Wassersport&u_kat=Tauchen).
Ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.
einmal selbstrettung aus einem steckengebliebenen lift, mit dem victorinox die verschallung abgeschraubt und sperrhebel gezogen, die anwesenden damen waren schwer beeindruckt :p
ansonsten fordere ich regelmässig gulaschsuppendosen zum duell, bisher hat noch jede den kürzeren gezogen ;)
Ich arbeite seit 25 Jahren mit Kindern. Einige Notsituationen entstanden, als Kinder sich irgendwie in Schnüren verhedderten.
Die dramatischsten:
Beim Abseilen verhedderten sich durch den Wind die langen Haare eines Mädels im Abseilachter. Das Kind war fast skalpiert, zum Glück war ich nebenbei. Ich konnte sie befreien, indem ich ein paar Haarsträhnen opferte und kappte - mit einem Schweizermesser.
Nochmal beim Abseilen: Ich selbst hänge unter einer überhängenden Kante, als sich mein Halstuch in den Achter schlingt. Im Nu bin ich halb erwürgt. Dann kam eine echt akrobatische Aktion, mit einer Hand den Druck vom Hals nehmen, mit der andern in der Hosentsche wühlen und einhändig mit Hilfe der Zähne ein Schweizermesser öffnen. Dann mußte das Halstuch dran glauben.
Beim Drachensteigen an der Ostsee: Ein Drachen drifttet seewärts ab, ein Kind rennt und schwimmt hinterher, kriegt den Drachen, aber verheddert sich derart in der Schnur, daß es keinen Hand/Fuß mehr rühren kann. Ich mußte hinterherschwimmen und es erstmal bergen, dann half nur noch die Drachenschnur wegzuschneiden. (Spyderco Rookie, viel zu spitz eigentlich, habe draus gelernt, nehme jetzt lieber Messer mit runder Spitze)
Nicht ganz so dramatisch: Beim Paddeln habe ich schon öfters treibende Angelschnüre um die Paddel oder in der Steueranlage gehabt, da ist ein Rettungsmesser immer sehr hilfreich...
Ach übrigens, standardmäßig nehme ich für solche Zwecke seit einiger Zeit das Victorinox Einhandmesser, es hat vorn einen Wellenschliff, ist nicht zu spitz und auch noch für alles mögliche andere gut. (und falls es mal verlorengeht, ist's kein Weltuntergang)
Bösen, bösen Baguettes und Käsescheiben begegne ich am liebsten mit einem Laguiole, ist halt kultig.
arno
Vor einigen Jahren kam es auf der Autobahn kurz vor mir zu einem Unfall. Ein Auto überschlug sich und blieb kopfüber in der Böschung liegen. Ich versuchte, die Beifahrerin durch das Seitenfenster zu befreien, konnte aber den Sicherheitsgurt nicht lösen. Zum Glück kam ein in der Nähe stationierter amerikanischer Soldat zu Hilfe. Er zerschnitt
mit einem Leatherman den Gurt und wir konnten Beifahrerin und Fahrerin rausziehen.
Als erstes habe ich mir nach diesem Ereignis ein Eickhorn Rettungsmesser zugelegt.
Da ich mittlerweile beruflich jede Woche in die Schweiz fahre und alle Schwierigkeiten im Bezug auf einhändig bedienbare Messer vermeiden will, liegt das Eickhorn jetzt im Wagen meiner Frau und ich habe außer meinem feststehenden EDC von Peter "Claymore" Abel ein Leatherman Super Tool im Jeep liegen.
Tatort: Garten, Grillfete,
Opfer : Tischdecke, Pappteller, Campingtisch
Tatzeit: fortgeschrittener Abend
Wetterlage: lauer feuchtfröhlicher August
Musik gut, Laune super, alle gut drauf,
es wurde echtes Bisonfleisch gegrillt, Salat dabei, Knoblauchbrot, Mais.
Auf einem Pappteller, naja, etwas leicht verhungert, wir die edlen Teile von Gerber, Benchmade und Buck zur Nahrungsaufnahme genutzt.
Irgentwann bemerkte jemand, das wir nicht nur das Fleisch zerteilten sondern auch alles darunter. Prost.
Seither haben wir Holzbretter in den Packtaschen der Moppeds.
Besser is das!!
...weshalb man auch öfter hört das es als D bei der ABC Ausrüstung gilt. Ich hatte auch beim Schnorcheln gerne ein Tauchermesser dabei. Über die notwendigkeit klärte mich damlas meintauchender Bruder auf.
Messer retten uns in vielen Situationen. Neulich hab ich meine Telefonanlage mit hilfe meines Mini-Commander umgebaut. Nur ein kleiner Schraubendreher war noch dabei.
Die vielen Kabel, Klebebänder usw, die schon ein trauriges Ende nahmen kann man gar net zählen.
Ohne Messer gehts net mehr (nicht immer).
Richard
einmal selbstrettung aus einem steckengebliebenen lift, mit dem victorinox die verschallung abgeschraubt und sperrhebel gezogen, die anwesenden damen waren schwer beeindruckt :p
ansonsten fordere ich regelmässig gulaschsuppendosen zum duell, bisher hat noch jede den kürzeren gezogen ;)
Was ist denn ein Sperrhebel und wo sitzt der?
Will auch mal meine Kolleginnen beeindrucken... :hehe:
eine dopellifttüre (zumindest die älteren modelle) werden von zwei gegenläufigen hebeln geöfnet, diese sind durch einen sperrhebel, oben links oder rechts gesichert, einmal dran ziehen und die kannst die liftüren einfach aufschieben. ;)
als kleiner junge stundenlang fasziniert den gläsernen lift anschauen kann sich auch auszahlen :D
*hüstl-hüstl* sorry das ich einen verstaubten Thread wieder hochhole. Aber heute war wieder einer solchen Tage, wo ich verdammt froh war ein Messer/Tool bei mir zu haben.
Ich wohne am Harz und habe 25km Arbeitsweg. Heute Morgen ins Auto gestiegen, draußen klirrende -17°. Auf der Schnellstraße, so nach 10km, dachte ich betätigst Du mal die Scheibenwischanlage. Ich hatte vorher schon alles freigekratzt (nein nicht mit einem Messer). Aber da die Sonne ja trotzdem so herrlich scheint und man durch die winterverdreckte Frontscheibe schlecht sieht, betätigte ich die Scheibenwischer.
Ich fuhr 140km, die Wischblätter wischten 2x auf und ab. Danach zerfledderte das Wischblatt auf der Fahrerseite und die hälfte flog über die Scheibe weg. Man gut das keiner hinter mir war.
Ich hatte mir erst gestern neue Wischblätter geholt um die alten auszutauschen, war nur zu faul abends 19Uhr diese noch auszuwechseln. Naja auf jedenfall, runter von der Schnellstraße auf einen Parkplatz. Habe die Wischblätter so nicht abgekriegt (diese Clipbefestigungen). Klar, bei der eisigen Kälte wahrscheinlich festgefroren.
Handschuhfach auf, mein Swisstool rausgeholt und mit der Zange die Clipverbindung abgezogen (ging wie durch Butter). Neue Wischblätter aus dem Kofferraum geholt und clips, die neuen waren dran..... DENKSTE ! Bei den neuen Wischblättern waren keine Clipverbindungen vorhanden !
Also kurzerhand die alten Wischblätter aus dem Papierkorb rausgekramt, Clipverbindungen abgezogen, versucht an die neuen dranzubasteln. PASSTEN NATÜRLICH NICHT ! Aber was nicht passt, wird passend gemacht ;-)
Mit dem Swisstool kurz die neuen Wischblätter etwas aufgeweitet, alte Clipverbindung drangebastelt, mit der Zange wieder zugeklemmt. HÄLT BOMBIG !
Hät ich kein Tool dabei gehabt, wäre ich mit vereister Frontscheibe durch das Scheibenwischwasser noch 15km weitergefahren. Quasi ein Blindflug.
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