Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Messertuning"
Hat jemand schon mal ein Serienmesser "getunt", also z.B. Klingenform erheblich verändert, Griff geändert, etc., etc. ... ?
Also ich meine dat Dingens optimiert.
Wenn ja, mit welchen Modellen, wie sind die Erfahrungen und gibts auch Bilder davon ?
ja, aber keine bilder: buck strider sub-tactical. wenn´s das ist, was du meinst. eigentlich hat dieses buck/strider tanto eine stumpfe schneide vorne. meins nimmer, deswegen ist eigentlich auch nicht "tactical". aber mir gefaellts, auch wenn da ne menge muskelkraft und einige blaetter schleifpapier drinstecken ;)
ja, bloss war das eigentlich recht einfach, weil diese ami-tantos immer pillegerade sind und ich da bloss nen anderen (kleineren) winkel draufschleifen musste. kein vergnuegen bei gehaertetem stahl, aber wenn das ganze wochenende nur schiet in der glotze laeuft. niemand fuer dich zeit hat *schnief* und es dann auch noch regnet ...
Meinst Du so eine richtige "Organverpflanzung" ?
:irre: :hehe: :ahaa:
Gruß Andreas/L
mactheknife
16.07.02, 21:05
Das ist ja wohl mein Thema:
also vom Klingen Umschleifen, Kürzen durch Facschleifer im Ort, über Griffe Umschleifen, Kürzen, Hitze-Färben und Anodisieren, Rillen Dranmachen oder Wegmachen, andere Griffschalen Anfertigen oder mit Bohrungen versehen etc. schon Alles gemacht. Macht Spass. Man kriegt eine persönlichere Beziehung zu dem jeweiligen Stück.
Man kriegt eine persönlichere Beziehung zu dem jeweiligen Stück.
kann ich nur bestätigen ! hab gerade die klinge eines BM CQC-7 poliert und den chisel-grind abgeflacht... das beadblast-finish war mir einfach zu rostanfällig und der schleifwinkel zu steil. hat den ganzen nachmittag in anspruch genommen, aber jetzt sieht's richtig gut aus. werd mich als nächstes an mein ddr-kit machen :super:
gruß chris
Hi
"tuning" ist für mich ein ganz heisses Thema!
Da immer mehr Serienmesser z.B: von CRKT absolut gei*
designt sind, aber preisbedingt Schönheitsfehler im Bereich Verarbeitung und Material aufweisen, bieten sich diese Messer für Verschönerungen unbedingt an.
Zuerst hab ich bei einem "KaBar Precisious Hunter" den Griff entfernt und durch einen Ledergriff ersetzt und die Scheide zur Neckscheide umgebaut.
Meinem REKAT Sifu hab ich Daumenstifte von Böker verpasst, da die originalen einfach zu klein waren.
Dann hat ein Freund mein CRKT M16-03-Z mit Olivenholzgriffen versehen und die Klinge poliert.
Diese Messer können auf meiner HP bereits bewundert werden.
Momentan hab ich noch ein CRKT Kasper/Crawford bei Günter im Auftrag, das eine neue Klinge und neue Griffschalen bekommt,
sowie meine CRKT Plan B, Kasper/Polkowsky, und M18 bei Bert zum polieren, wenn ich Glück habe :lechz: :cool: :lechz: beim M18 noch
mit einer Griffverschönerung durch freagle. :lechz:
@bigbore: Ok, @fast alle.
Bilder bitte !!
Die wenigsten Serienmesser sind wie sie sind nicht mit kleinem Aufwand optimierungsfähig. Fast schon Standard ist bei mir das brechen diverser unerwünschter Kanten an Klinge und Griff. Auch wird i.d.R. der Schneidenwinkel und die Art optimiert.
Hey Leute, wie wärs mit einem neuen Thread mit "Vorher/Nachher-Bildern" zu diesem Thema ??
Ist ja gut, schon passiert!
ich hab gute erfahrungen gemacht mit der modifikation der kleinen klinge am sak. wenn es fertig ist, sieht die klingenform aus, wie eine mischung aus droppoint, hawkbill und tanto. ich versuch das mal ein wenig zu erklären, also:
vom ricasso in richtung ort lasse ich die klinge für ca. 2/3 der schneidenlänge "jungfräulich", danach wird ein winkel zur spitze hin angesetzt. das gibt nicht so eine scharfe kurve wie beim american-tanto -> sehr gute verwendbarkeit im richtigen leben. der klingenrücken bleibt, wie er ist, deswegen der vergleich mit der hawkbill form. man kann mit dieser klingenform wundertoll schneiden, pieken(zum richtigen stechen sind slipjoints ja nicht geeignet).
ookami
Hab' mein "MesserMagazin"-Messer getunt......:D :glgl: Ich habe versucht die Klingenform abzuändern, so eher in de Drop-Point Bereich.... Vielleicht folgen mal noch Bilder:irre:
LinkeBerlin
23.01.04, 17:58
@bigbore:
Da immer mehr Serienmesser z.B: von CRKT absolut gei*
designt sind, aber preisbedingt Schönheitsfehler im Bereich Verarbeitung und Material aufweisen, bieten sich diese Messer für Verschönerungen unbedingt an.
Ich kann nicht verstehen, warum so etwas nicht kommerziell angeboten wird. Nicht jeder hat die Fertigkeiten und das Werkzeug, um diese Feintuningarbeiten selbst auszuführen.
Mein soeben erworbenes Spydie Military (au weia, ist das Teil riesig) könnte ohne Probleme einen schöneren Clip mit ordentlichen Schrauben vertragen. Kevin Wilkins baut soetwas - nur leider wohl ausschließlich für seine Folder.
Tuning wird in anderen Bereichen (z.B. Sportwaffen) en masse angeboten. Und für Großserienmesser wie Spyderco, Benchmade usw. müßte es doch genug Interessenten geben, die gern einen Ersatzclip kaufen würden. Damit ist doch bestimmt Geld zu verdienen. Oder nicht???
Die nächste Stufe wäre dann das komplett getunte Serienmesser, wie es hier vorgestellt wird. Macht AMG nicht sowas bei den vierrädrigen Spielzeugen?
Vielleicht startet einer der technisch versierten soetwas einmal als Nebenerwerb. Glaubt Ihr auch, daß dafür ein Markt da ist?
LinkeBerlin
23.01.04, 18:05
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=15740&highlight=tuning
Oops, hier war das Mayo!
Tuning wird in anderen Bereichen (z.B. Sportwaffen) en masse angeboten.Hier gibt es zum einen -- im Gegensatz zum Messerbereich -- höhere Stückzahlen und zum anderen mehr Standards und in der Masse eine geringere Preissensibilität. Wenn sich jemand entschließt, Griffe für eine S&W J-Rahmen zu bauen, dann passen diese auf zig verschiedene Modell, ohne jegliche Änderung, Titanschlagbolzen für die Glock, paßt nicht nur für ein Modell, sondern für alle. Magazine für 1911er, dito..
Im Messerberich sehe ich nicht die solche großen und mit einem Produkt einheitlich zu bedienende Märkte. Innerhalb der Spydercofamilie sind nicht einmal die Clips einheitlich, geschweige denn andere Teile.
Hier gibt es zum einen -- im Gegensatz zum Messerbereich -- höhere Stückzahlen und zum anderen mehr Standards und in der Masse eine geringere Preissensibilität.
Im Messerberich sehe ich nicht die solche großen und mit einem Produkt einheitlich zu bedienende Märkte. Innerhalb der Spydercofamilie sind nicht einmal die Clips einheitlich, geschweige denn andere Teile.
Richtig. Kleine Marktnischen sehe ich dennoch.
Beispiel Clip: Gerade beim "Standardclip" mit 3 Schrauben, den sowohl z.B. Benchmade, CRKT und Spyderco für viele Modelle verwenden, wäre durchaus ein Markt für solch ein minimal-Tuning.
Das gleiche gilt für Schrauben beliebter Marken und Modelle, bunt anodisiert aus Titan z.B. - kein großer Markt vielleicht, aber Kleinserien wären durchaus drin.
Getunte optimierte Washer könnten vielleicht auch ein Geschäft sein daß sich lohnen würde.
Sinn macht das ganze für einen Hersteller jedoch nur, wenn man sich vorab einen flächendeckenden, zumindest nationalen Vertrieb sichern würde, der auch alle Fachgeschäfte beliefert und dafür wirbt.
Kevin Wilkins
24.01.04, 11:59
Diese Thema kommt immer vor und Leute sind öfters entäuscht wenn ich (und die Mehrheit Custom Messerrmacher) solche Aufträge ablehne. Das problem ist einfach: man verliert dabei Geld. Um sowas als "Handwerksbetrieb" zu betreiben, würde solche Arbeit so viel Geld kosten das keine das machen lassen würde. Am Ende hast du ein benchmade Messer, welches mehr als ein Terzuola Custom kostet! Willst du für ein bischen tuning an ein Spyderco Euro 150 bezahlen? Euro 300? Sonst es lohnt sich nicht. Man sitzt Stunden an irgendetwas und berechnet Euro 20? Und dabei sind Euro 15 Materieln. Und etwas geht irgendwan schief und man muss dafür haften. Oder willst du hören, alles ist Mist geworden, dein Messer habe ich wegscheissen müssen. Sorry. Tschüß!
LinkeBerlin
24.01.04, 12:42
@ Kevin:
...dein Messer habe ich wegscheissen müssen.
Hey Mann,
war nur eine Frage!!!
Es macht doch Spass, mal über so etwas zu diskutieren. Und ob ein paar Ersatzschrauben, die jeder selbst montieren kann, nun gleich in die Hunderte gehen, wage ich dann doch zu bezweifeln.
Alle tief durchatmen und schönes Wochenende!
hardflipper
24.01.04, 15:23
Um noch mal zum eigentlichten Tehma zu kommen :irre:
Ich habe meine beiden Benchmade 940 Ti und mein 940 D2CF getuned. Viele Leute langen sich da an den Kopf und fragen sich wie man Limited Editions "vergewaltigen" kann :hehe:
Beim 1. 940ti habe ich den Griff glasperlen gestrahlt (viel feiner als die originale Sandoberfläche) und anschließend die Stirnfläche mit 320er Schmirgel und Öl satiniert.
Beim 2. habe ich den Griff vom 941ti-01 montiert, welcher in den Ausfräsungen blau anodisiert ist. (hab mit nem Kumpel Griffe getauscht)
Das D2CF hat den Clip vom 921 bekommen. Auserdem habe ich die schwarze Hardware vom erst- und letztgenannten Messer auf hochglanz poliert.
Wenn ich mich dann mal durchringen kann um mir Webspace zu beschaffen gibts auch mal Bilder.
Ich habe ein paar Messer mit umgesetztem Clip (auf Tip-up), nämlich MOD Hornet, MT SOCOM, MT Kestrel Auto.
Beim Kestrel ist auch noch die Klinge u. Hardware spiegelpoliert.
Mein BM 942 (EDC) hat eine S30V Klinge aus dem 940 TI bekommen.
Und dann habe ich noch ein 733-02, bei dem Holzwurm den Griff sehr schön abgerundet hat (und die Klinge getauscht hat).
Alles in der Galerie zu besichtigen.
Würde das mit der Spiegelpolitur auch gerne bei einem meiner Socoms machen :rolleyes: Hast Du das selber gemacht, oder machen lassen.
Danke!
Jan
Schanz Juergen
24.01.04, 19:05
@ kevin :super: :super: :super: :super:
ich hab solche tuning sachen ja auch ab und zu mal gemacht (trotz des nullgewinnfaktors wie kevin so schön geschrieben hat) und dann passiert halt was, wofür man auch noch in die pfanne gehauen wird, deshalb auch von meiner seite - nö danke - nie wieder!!
wobei meine allgemeine meinung diejenige ist: -ich finds klasse wenn man die serienteile, die ja zum teil absolute top qualität haben etwas aufmöbelt!
Da gibt es doch diesen Amerikanischen Messermacher der sowas ausschliesslich macht,meist Messer vonSpyderco und Emerson,dank der fehlenden Linkliste komm ich nicht aus den Namen.
Selber getunt habe ich ein Spyderco Matriarch.
Mit dem Dremel und einer kleinen Trennscheibe wurde ein teil des Rücken entfernt,so daß das Messer kein Loch mehr hat sondern einen Haken der als EK "Wave" ersatz dient. :hehe:
Ich bin doch noch auf den Namen gekommen.
Frank Recupero (http://bladeart.com/artists/frank_recupero/frank_recupero.htm)
Hallo,
die Veredelung von Spyderco-Messern bietet auch Jürgen Schanz an.
Hier im Forum finden sich dazu auch einige nette Bilder.
Freedo
Ich hab meinem CRKT Prowler mal eine "Hirschgeweihgriffschale" verpaßt!
Guckst Du hier: http://www.messerforum.net/_album/showpic.php?uuid=67&aid=112&pid=2331
Gruß Neo
Thomas Spohr
25.01.04, 09:06
Bzgl. der ablehnenden Haltung von Messermachern, das „Customizing“ von Serienmessern betreffend:
Keine Frage, daß bei der oben dargelegten Gewinnspanne die Annahme solcher Aufträge wenig Sinn macht, doch wenn der Kunde willens ist den Arbeitsaufwand angemessen zu entlohnen - was spricht dagegen?
Die Begründung, weil (angeblich mit Zwangsläufigkeit) „irgendwann etwas schief geht“, ist doch recht seltsam, da es eine Vielzahl von Veredlern in anderen Bereichen gibt, man denke zum Beispiel an die Chooper-Szene bei Motorrädern, die solche „Probleme“ nicht kennen (oder wenn doch, damit umgehen können).
Daß ein nach Kundenwunsch veränderter Serienfolder ev. teurer wird als ein Customfolder- wenn der Kunde es bezahlt, wo ist der Hinderungsgrund?! (Zumal es auch Serienmesser gibt, z. B. die Automatics von MT oder BMs mit Axis-Lock, die solch einen Aufpreis zweifellos rechtfertigen.)
Ich denke, daß die wahren Gründe eher in mangelnder Fähigkeit und/oder einer „ich bin Messermacher, also Künstler“-Arroganz zu finden sind.
Thomas
@ Thomas:
Der Vergleich mit den Harley Customizern à la Arlen Ness ist nicht ganz passend.
Wenn jemand seinen "Chopper" umbaut, macht er das i.d.R. selbst, deshalb kennt er auch keine Probleme, es sei denn, beim nächsten TÜV-Termin :D
Bei den Motorrad-Customprodukten hat sich ein ganz eigenständiger Industriezweig entwickelt.
- diese Künstler/Customizer machen ausschließlich sowas
- es werden ganze Kataloge mit Customteilen angeboten - die werden bestellt und angebaut, oder nochmal vor Anbau vom Besitzer umgestrickt, damit sie dann auch wirklich Custom sind...
- es werden Teile rund um das Motorrad in Großserie hergestellt, nur das erste Muster in meist custommade, wenn überhaupt...
- bei den Motorrädern ist die Möglichkeit für Kundenumbauten durch die Zulassungskriterien stark begrenzt
- wenns ganz extrem individuell ist, dann sind es meist Showbikes, und deren Customteile sind und bleiben Unikate - z.B. aus Silber oder Bronze gegossene Tankdeckel in Schädelform, oder Damastbremshebel und -gehäuse oder Pedale !
- der "ursprüngliche" Bike-Customizer hat irgendwann angefangen, sein Motorrad nach eigenen Wünschen umzubauen, und nicht ein ganzes Motorrad aus handgefertigten Teilen zusammengesetzt, wie ein Messermacher das bei Messern gewöhnlich zu tun pflegt - das nur am Rande ;)
Wenn ein Profi sagt, es ist zu aufwendig und schwierig, den Kunden zufriedenzustellen, liegt es meist daran, dass der Macher die Schwierigkeiten aus Erfahrung besser einschätzen kann, als der Kunde - das hat gar nichts mit Arroganz zu tun, sondern damit, dass der Interessierte weder den Arbeitsaufwand noch das Endresultat wirklich richtig ein- oder abschätzen kann.
Ausserdem, Messer sind im Gegensatz zu Motorrädern "mikroskopische" Kleinteile, und kleinere Bauteile sind grundsätzlich aufwendiger anzufertigen, als große Sachen - da sollte man dem Profi schon ein berufenes Urteil zugestehen.
Gruß Andreas
Ich denke, daß die wahren Gründe eher in mangelnder Fähigkeit und/oder einer „ich bin Messermacher, also Künstler“-Arroganz zu finden sind.Thomas
Naja, jeder Messermacher, der auch Folder macht, dürfte mit solchen Umbauten keine Probleme haben.
Wenn ein Messermacher sowas aber nicht machen will, was hat das mit Arroganz zu tun? Es darf ja wohl jeder selber entscheiden, ob er sowas machen möchte oder nicht.
Jens.
[...]
Ich denke, daß die wahren Gründe eher in mangelnder Fähigkeit und/oder einer ?ich bin Messermacher, also Künstler?-Arroganz zu finden sind.
[...]
Wenn Du hier Deine Meinung mit solchen pauschalen Aussagen über Qualifikation und Arroganz der Messermacher im Forum veröffentlichst, darfst Du Dich auch nicht wundern, wenn viele Messermacher Deine Anfragen ablehnen. Bisher habe ich 3x Folder (Zwei Semi-Customs, ein Prototyp) von unterschiedlichen Messermachern "nacharbeiten" lassen (Customizing wäre etwas übertrieben ausgedrückt). Immer ohne Probleme und absolut einwandfreie Ausführung. Ob nun Serienmesser, Semi-Custom oder Custom spielt dabei für mich eine unwesentlich Rolle.
Thomas Spohr
25.01.04, 11:38
Hallo Andreas,
ich denke schon, daß der Vergleich mit der Chooper-Szene stimmig ist. Nimm als Beispiel die „Airbrush“-Bemalung von Lackteilen oder das Verchromen von Motorparts. Ob ich nun ein „mirror polish“ anbringe oder einen Tank per Airbrush verziere, bzw. einen Zylinderkopf verchrome, wo ist der Unterschied?
Daß der Fachmann die Arbeitsaufwand/Kosten-Relation und die Machbarkeit besser beurteilen kann als der Kunde, bestreite ich nicht, aber wenn es denn umsetzbar ist, so bleibt doch nur die Kostenfrage. Oder?
Davon abgesehen, da es erfreulicherweise immer noch Messermacher gibt die „Customize“-Arbeiten ausführen, frage ich mich, was du mir eigentlich mit deiner Antwort sagen möchtest?
Hallo Jens,
eben!
Da die genannten Gründe für mich wenig plausibel sind, vermute ich hier eine vorgeschobene Argumentation aus o. g. Gründen. Wenn der Messermacher offen sagt, dazu habe ich keine Lust, so ist ihm das natürlich überlassen.
M. M. n. sollten sich Messermacher mehr als dienstleistende Handwerker und weniger als „Künstler“ verstehen.
Hallo Andreas,
ich habe nicht die Messermacher im Allgemeinen oder die im Forum vertretenden Messermacher gemeint, sondern diejenigen, die für mein Dafürhalten, nicht nachvollziehbare Gründe anführen.
Und um es noch einmal klar zu sagen, wenn ich bereit bin, die dem Aufwand entsprechenden Kosten zu übernehmen, was spricht dagegen?
Thomas
Kevin Wilkins
25.01.04, 11:44
@ kevin :super: :super: :super: :super:
ich hab solche tuning sachen ja auch ab und zu mal gemacht (trotz des nullgewinnfaktors wie kevin so schön geschrieben hat) und dann passiert halt was, wofür man auch noch in die pfanne gehauen wird, deshalb auch von meiner seite - nö danke - nie wieder!!
wobei meine allgemeine meinung diejenige ist: -ich finds klasse wenn man die serienteile, die ja zum teil absolute top qualität haben etwas aufmöbelt!
Mensch, ich habe an dich auch dabei gedacht! Man muss der unterschied zwischen Arbeit und Hobby erkennen. Wenn jemand an sein eigene Messer was machen will, wohl darauf, warum nicht? Ich habe kein Problem damit. Jeder darf seine Freizeit nach Lust und laune verbringen. Ich - und ich denke Jürgen - haben Miete usw zu bezahlen... und Arbeitszeit muss bezahlt werden.
Und warum lohnt sich sowas nicht? Weil jede Firma baut ihre Messer etwas anders. Eine grosse Teil Klappmesser bau versteht sich aus Werkzeug und Vorrichtungsbau, sowie Zusammenbauvorrichtung. Die Werkzeuge für mein Clips hat allein fast 1000 euro gekostet und wird nur für die eine Clip Design verwendbar sein. Eine Hersteller hat sämtliche Vorrichtung und technische Kenntnisse seiner produkte vorhanden. Als Aussenseiter, muss man die erste bauen und sammeln und das ist teuer. Eine gewinde dreht durch und man hat keine Ersatzplatinen... also du muss ein neues Messer kaufen.
Thomas, dein Vergleich mit Choppers ist total falsch, wie Luftauge so deutlich geschrieben hat. Hast du überhaupt Ahnung über Motorräder? Ein Custom Bike von jemand der sein Handwerk versteht, kostet das vielfach eines Hondas von der Stange! Aber hallo! Was mit Autos? Sagt dir AMG etwas? Wenn man Spydercos umbaut, dann würden die wesentlich mehr kosten, als ein normal Spyderco, also so viel wie viele echte Custom. Ich bin der Meinung, die würden aber auch zu wenig Käufer finden, um sowas als ein rentable Geschäft zu machen. Du darfst aber gern so ein Business grunden, und mich (und Jürgen) das Gegenteil beweisen.
Also, es hat für mich nichts mit arroganz oder mangel an handwerkliche Fähigkeit zu tün, sondern es geht ums Geschäft. Business. Miete bezahlen. Die meisten von euch gehen tagsüber arbeiten und kriegen ihr Lohn, also wenn kein Lohn kommt, geht ihr auch nicht mehr hin oder?
:ahaa:
Schanz Juergen
25.01.04, 12:30
arroganz, künstler... - das ist für mich überhaupt nicht die frage wenn ich solche arbeiten ablehne - kevin hat das sehr schön definiert (obwohl ich keine miete bezahle;-))
im moment habe ich z.b. einen fall der als gutes beispiel dient, habe gestern esstäbchen aus titan angefertigt, titanpreis € 20.- die arbeit hatte ich mit ca 2 stunden kalkuliert und dem kunden gesagt das ich gerne komplett dafür € 50.- will. gedauert hat das ganze dann knapp 5 stunden(das ist mein fehler und geht den kunden aber nichts an! d.h. er bekommt seine stäbchen für € 50.-), wenn aber nun das nächste mal einer kommt und will das gleiche müsste ich dafür min. € 120.- verlangen (was abzüglich des finanzamtes ein hungerlohn wäre..) da sehe ich das problem - wenn ich dann auf eine anfrage antwore wie teuer das ganze ist dann halten mich die kunden für arrogant! - deshalb lehne ich das dann lieber von vorneherein ab und nicht weil ich mir dafür zu gut bin, es nicht in meine künstlerische reihe passt oder mir irgendjemand seine nase nicht gefällt!!!!!
das gleiche problem (deshalb das beispiel) hat man eben bei customizing sehr oft - ein messer das man noch nie in der hand hatte kann einfach immer "böse" überraschungen mit sich bringen.
und wenn einer für einen neuen stoppin für einen folder mit etwas anodisieren dann € 100.- zahlen soll dann verstehen das definitiv die meisten nicht und denken der schanz hat nen knall ...
Ich denke es bleibt jeden Messermacher selbst überlassen ob er solche Aufträge annimmt oder nicht.
Ich kann Schanz & Wilkins gut verstehen aber sehe auch die seite derer die keine möglichkeit haben ihre Messer zu Tunen bzw. nicht das geschick oder die möglichkeit haben es selber zu machen.
Sollte jemand bereit sein 100 oder mehr Euro dafür zu bezahlen ist es auch ok , im endeffekt liegt die entscheidung aber einzig und allein bei den Machern.
Dieses Forum ist voll mit Sammlern ,Machern und Bastlern, falls wirklich jemand ein speziellen wunsch hat wie Filework, Griffschalen oder was weiss ich auch immer der findet hier bestimmt jemanden der bereit ist weiter zu helfen.
Wichtig ist IMMER SCHÖN FREUNDLICH BLEIBEN :super:
als "neuer" sollt sich man bei solchen Diskussionen eigentlich heraushalten, dennoch kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum hier so ein agressiver Grundton mitschwingt.
In der Sache klingt für mich das was die Messermacher gesagt haben absolut logisch, der Tag hat nur 24 Std. und schlafen muessen sie auch noch, Familie, etc..also muss die Schaffenszeit auch effektiv genutzt werden. Dies ist schwer wenn man nicht weiss worauf man sich einlässt / wie lange etwas dauert..
Gruß
Ralf
...
Ob ich nun ein „mirror polish“ anbringe oder einen Tank per Airbrush verziere, bzw. einen Zylinderkopf verchrome, wo ist der Unterschied?
...
... frage ich mich, was du mir eigentlich mit deiner Antwort sagen möchtest?
Ich hatte es beinahe befürchtet :hmpf:
Die Antworten hast Du teilweise selbst gegeben,
- bei Motorrädern werden Teile umgearbeitet oder gegen vorhandenen "stock" ausgetauscht (Katalog), was prinzipiell jeder "richtige" Biker selbst kann oder macht - wenn die technischen Möglichkeiten nicht gegeben sind, ist es auch in nicht besonders spezialisierten Werkstätten (Lackiererei oder Schlosserei) möglich, Messer kann nicht jeder Hobbybastler oder Schlosser umstylen.
- Wogegen ganz spezielle Arbeiten auch nur von wenigen Spezialisten werden, und auch die lehnen aus verschiedensten Gründen ab.
- Gäbe es solche Kataloge auch für Messer(teile), wäre es ja kein Custom mehr, weil nicht handgemacht, sondern Serienteil aus dem Katalog...
- Unsere Kraftfahrtbehörden lassen kaum etwas "künstlerisches" bis auf den Lack zu, und selbst da gibt es Ausnahmen... - während bei Messern fast alles erlaubt und machbar ist, was nicht dem WaffG oder Urheberrechten entgegenspricht...
Ausserdem habe ich deutlich gesagt, dass Leute wie z.B. Arlen Ness (der Ron Lake der Harley Customizer) oder sein Sohn jeden Tag, jede Woche nur solche Aufträge bearbeiten, bzw. mtlw. bearbeiten lassen, oder Ideen für neue Custom Parts in Auftrag geben.
Du suchst oder brauchst einen Messer Tuner,
den es hier scheinbar nicht gibt, was ich für verständlich halte, weil die hier vertretenen Macher ihre eigene "Produktlinie" herstellen und verkaufen, anstatt die Produkte anderer Macher umzustricken. Einige Erklärungen haben zwei von ihnen oben schon gegeben.
edit:
Würdest Du Dich auch mit der rein handwerklichen Seite des Tunens befassen, würden einige Fragen oder "Denkprobleme bezüglich Tuning" vielleicht gar nicht auftreten, weil Dir dann bekannt wäre, wie schnell man ein Teilchen versaut, das man nicht selbst hergestellt und zusammengebaut hat ;)
Langsam wundert mich gar nichts mehr... :rolleyes:
Gruß Andreas
mactheknife
25.01.04, 17:11
Wie vorher schon gesagt, habe ich bestimmt 3 Dutzend meiner Serienmesser getuned. Ob Klingen umschleifen, Griffform ändern bis hin zu Linerbiegen, Liner kürzen oder Strecken, Spacer ersetzten etc. Dabei gab es auch Totalschäden mit Folgeschäden ala: wenn man da was wegmacht und hier was schraubt, passiert auf einmal das hier und das gute Stück tut nicht mehr so recht. Im Nachhinein wertvolle Erfahrungen.
Gewisse Arbeiten hab ich auch bei Folderspezialisten machen lassen -war selbst dabei- und erst dann versteht man auf einmal, wie komplex das sein kann.
Die ablehnende Haltung von Kevin oder Jürgen kann ich voll und ganz verstehen.
Und wie einige Voredner schon festsellten: die Annahme bzw. Ablehnung derartiger Aufträge sollte ohne abfällige Bemerkungen über erfahrene Feinmechaniker zur Kenntnis genommen werden.
Downrangemaster
25.01.04, 18:58
Hmmm schaden direkte Arbeiten an der Klinge im kalten Zustand net dem Stahl?
Wenn nicht, dann weiß ich folgendes:
Einige Büchsenmachermeister in Ferlach (Österreich) besitzen für Spezialarbeiten bei besonders harten Stählen extrem-scharfe und kräftige Microzahn-Kreissägen, ähnlich denen, die in OPs eingesetzt werden... Naja, wenn der Stahl zu hart ist, könnte man doch damit einiges bearbeiten... Büchsenmacher gibt es doch so gut wie überall...
um mal wieder vom OT abzulenken,
ich habe letztens mein FM80(aka Eickhorn version des Glock feldmessers) mit einer "zero edge" versehen, also den schneidwinkel dramatisch verkleinert und die gesamte false edge abgeschliffen, so dass es jetzt einen richtigen entenschnabel hat.
Ookami
Und nun bitte langsam wieder zum eigentlichen Thema zurück:
Hat jemand schon mal ein Serienmesser "getunt", also z.B. Klingenform erheblich verändert, Griff geändert, etc., etc. ... ?
Also ich meine dat Dingens optimiert.
Wenn ja, mit welchen Modellen, wie sind die Erfahrungen und gibts auch Bilder davon ?
OK, dann wollen wir wieder mal zum thema zurueck. beifast allen foldern mit g10 schalen die mir bis jetzt in die haende fielen macht tuning sinn: ein kantenbrechen und feinschleifen der kanten. ansonsten macht bei bronzewashern teilweise ein ueberpolieren der washer sinn. sind halt nur details.
endlich sind die bilder von meiner FM80 mod im netz!
http://mitglied.lycos.de/awgkurstreffen/FM80_1.JPG
http://mitglied.lycos.de/awgkurstreffen/FM80_2.JPG
http://mitglied.lycos.de/awgkurstreffen/FM80_3.JPG
Danke nochmal an thekinghimself!!! :super:
Ookami
Ich mache gewisse Tuningarbeiten ganz gerne. Andere Klingen, andere Schalen usw.. Allerdings sehe ich mir die Sache vorher genauestens an und überlege ganz genau wie ich das und ob ich das realisiert bekomme. Dann nenne ich meinen Preis und dann heißt es ja oder nein. Ganz einfaches Beispiel: ein Edel-Opinel mit ner Damastklinge versehen und den Griff etwas eleganter gestalten. Sowas mache ich gern und wenns die Zeit erlaubt auch oft.
Moin moin,
Hab den thread eben erst entdeckt- man man ganz schön wat los hier... :glgl:
zitat J.Schanz:ich hab solche tuning sachen ja auch ab und zu mal gemacht (trotz des nullgewinnfaktors wie kevin so schön geschrieben hat) und dann passiert halt was, wofür man auch noch in die pfanne gehauen wird, deshalb auch von meiner seite - nö danke - nie wieder!!
Mensch Jürgen da bin ich ja froh das du mein "Gunting" noch genommen hast... Ich werd dich auch nicht in die pfanne hauen... :D
Herzlichen gruß aus Hamburg
Chiv.
milcruzados
28.01.05, 16:30
Radikale Umbauten hab ich noch keine gemacht, dazu fehlt es mir leider an den richtigen Werkzeugen.
Aber hier und da sehe ich mich genötigt, das eine oder andere Serienmesser aufzupeppen (entgraten, polieren, Klingenschliff an meine Bedürfnisse anpassen, oder mal einen Daumenstift setzen wo vorher keiner war)
Aufgrund jeder Menge individueller Bedürfnisse gibt es wohl noch genug an Serienmessern anzupassen. Und das ist auch gut so :hehe:
Milcruzados
Wollte demnächst auch von einem Messermacher ein paar Dinge an einigen meiner Serienmesser ändern lassen. Muss jedoch zugeben, dass ich eure Einstellung zu dem Thema, so wie ihr sie dargelegt habt, absolut nachvollziehen kann und verstehe.
Aber jetzt nur mal so aus persönlichem Interesse: Wenn jetzt tatsächlich mal etwas bei so einem Umbau schief gehen würde, wäre dies nicht über eine Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt? Mir ist das gerade nur so aufgefallen, weil vor Kurzem meine Kfz-Werkstatt an meinem Auto was geschrottet hat und die dann gemeint haben, dass alles kein Problem wäre - sie hätten ja ihre Betriebshaftpflicht die es genau für solche Fälle gibt.
(Bitte jetzt nicht wieder eine rießen Diskussion ob Messermacher Serienmesser-Tuning machen sollen / müssen / dürfen etc., kurze Antwort genügt!)
Vielen Dank für die Aufklärung schon im Voraus!!
Kevin Wilkins
29.01.05, 10:21
Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt?
AHHAHHHAAHAHHAHHAHHHHHAAAAAA... Betriebshaftpflicht? Ich bin froh das ich Krankenkasse bezahlen kann. Darüberhinaus Betriebshaftpflicht haftet meines Achtens auch nicht für Pfutsch und Fehler.
gut stimmt schon...die Haftpflicht muss natürlich dann auch erst noch bezahlt werden, und diese Kosten müssen dann auch wieder über den Verkauf reinkommen.
So ein Ding würde sich wahrscheinlich erst lohnen wenn man tatsächlich Messertuning im größeren Stil betreibt...
Kevin Wilkins
29.01.05, 13:10
Ich denke ich habe mich nicht richtig ausgedruckt (vergrippt derzeit): Haftpflichtverrsicherung bezahlt nicht für Fehler. Meine Versicherungsmakler hat mir bereits gesagt, es gibt sogut wie keine Versicherung der gegen Fehler und Pfutsch absichert.
Wenn ich ein Messer vom Kunde versaue, muss ich dafür gerade stehen*, nicht meine Versicherung (Falls ich welche hätte). Ob deine Autotyp dir richtig erzählt hat... wenn dein Auto vom Hebebühne runter fiel, dann vielleicht, aber wenn ein Mitarbeiter ein Paar Teil vergessen hat, und dein Motor deswegen in die Luft ging, glaube ich nicht.
* "Muss" ist hier immer noch eine andere Frage. "Muss" kann auch heissen, "Sobad ein Gericht dies so urtelt" und und und, es kommt auch auf die Personen und die Situationen auch an! Bis jemand es schafft, jemand anders zu erzwingen, kann Jahren dauern. Ich weiss aus eigene Erfahrung, wobei es Nichts mit Messern zu tun waren.
also mir wird das hier langsam zuviel OT!!!
es ging eigentlich darum, wie messer getunt wurden und nicht darum, was für ein schlechtes geschäft dies für messermacher wäre...
Ookami
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