Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jetzt gehts den Amis an den Kragen
Hier ein Link zu SOSAK. KLICK (http://www.sosakonline.com/index.php?option=com_content&task=view&id=458&Itemid=1)
Kurzfassung: Nach neuer Meinung der US Zollbehörden sind nun auch Assisted Openers wie Springmesser zu behandeln und damit in vielen Staaten der USA verboten - Einhandmesser könnten folgen.
Klar ist da (Der Autor ist Doug Ritter) viel Hysterie dabei, aber bedenkt man den Trend zu schärferen Messergesetzen weltweit kann da was wahres dran sein.
Einige Bundesstaaten haben bereits verschärft, die US Herstellerinteressen interessieren da wenig - wobei man zugeben muss dass die Beschäftigungszahlen da auch im Vergleich zu all den anderen Industrien die grade vor die Hunde gehen minimal sind. Selbst große Hersteller wie Spyderco oder Benchmade bauen viele Modelle außerhalb der USA, CRKT und Cold Steel und Co (fast) alle Messer. Dass die aber wohl kaum Modelle bauen werden die am Riesenmarkt USA nicht erlaubt sind ist auch klar.
Anyways, bildet euch selbst eine Meinung, der Text ist ja ausführlich und lang. Mehr Quellen gibt es HIER! (http://www.kniferights.org/)
Auf der Blade Show gab´s zu dem Thema einen kurzen Vortrag von AKTI, der amerikanischen Messerlobby.
Und Hysterie würde ich das nicht nennen, denn wenn diese neue Bestimmung durchgeht, sieht es da in der Tat wenig erquicklich aus.
Das ist eine wesentlich ernstere Geschichte als dieser hawaiiansche Senator, der mal eben alle Taschenmesser verbieten wollte.
Im Benchmade-Forum steht schon ein Musterschreiben, dass man an seine Kongressabgeordneten schicken soll...
gruß
amethyst
Gerade bei den Amis würde ich mir ja mehr Sorgen um Schusswaffen machen...
Aber bei Messern und Blankwaffen haben die Politiker noch nicht geschnallt, dass abgesehen von den offensichtlichen Küchenmessern, jeder Baumarkt eine Plethora von funktionalen Äquivalenten bereitstellt. Jeder Heimwerker und Hobbygärtner fürchtet schon um seine Vorstecher, Spatengabeln, Latthämmer, Sensen, Gipserbeile, Grabstöcke, Schraubenzieher etc pp
Über Schusswaffen ließe sich vortrefflich streiten - Gewaltmonopol des Staates usw. - aber bei Blankwaffen und Messern halte ich das für hirnrissig.
Ookami
quinque voces
13.06.09, 15:55
Sollte diese Zoll-Verordnung in den USA in Kraft treten, wäre das auch für Deutschland ein schlechte Nachricht. Der hiesigen Politik böte das wieder Anlass und Vorwand, weitere Verschärfungen des Waffenrechts zu fordern. Motto: Wenn selbst in den waffenvernarrten USA der Verkauf von Messern schon stark eingeschränkt ist, dann muss auch hier nachgebessert werden...
Positiv allerdings finde ich, dass Teile der Messerhersteller und Händler (z.B. A.G. Russel) dort Widerstand organisieren, indem sie über ihre Mailing-Listen ihre Kunden über die anstehende Veränderung informieren und dazu auffordern, Protest-Briefe und E-Mails an Kongressabgeordnete zu schicken. So etwas hätte ich mir von den deutschen Messerproduzenten vor der letzten Novellierung des Waffenrechts auch gewünscht. Erfolgreiche Lobby-Arbeit setzt eben immer eine gewissen Grad von Organisation voraus und wenn sich Institutionen daran beteiligen, die auch eine gewisse Finanzkraft haben, kann man Aukärungs- und Protestkampagnen effektiver gestalten.
Ich drücke den Amerikanern die Daumen, dass sie mehr Erfolg bei der Verhinderung unsinniger Verordnungen haben als wir bei uns. Mehr Engagement im Vorfeld zeigen sie auf jeden Fall. Hoffentlich wird das belohnt.
Gruss
Michael
Über Schusswaffen ließe sich vortrefflich streiten - Gewaltmonopol des Staates usw. - aber bei Blankwaffen und Messern halte ich das für hirnrisssig.
'Divide et impera' oder so ähnlich heißt es doch nicht erst seit gestern. :glgl:
Klar kann 'man' auch über Schußwaffen in Privathand trefflich philosophieren.
Und vom 'Gewaltmonopol des Staates' erzähle mal dem nächsten Ganoven, der Dir seine (illegale) Makarov unter die Nase hält.
Und um Spekulationen vorzubeugen, ich will damit keinen uneingeschränkten Schußwaffenbesitz propagieren!
Aber wieder zum Kern: Wehret den Anfängen gilt auch hier, und um Nachahmungstätern hierzulande keine zusätzliche Munition zu liefern, würde ich mir wünschen, daß der Widerstand gegen diese Ansichten der Zollbehörde in den USA Erfolg hat...
Bis denne
Thomas
Über Schusswaffen ließe sich vortrefflich streiten -
Ja, ja...
Vielleicht besinnen sich unsere amerikanischen Freunde ja auf klassische folkloristische Veranstaltungen wie "Necktie Party" oder "Tarring and Feathering".
Natürlich würde ich so ein Vorgehen nicht gutheißen sondern fürchterlich betroffen sein und eine Lichterkette veranstalten. Aber Kultur ist nun mal Kultur.
Bis denne!
Frank
Endlich merken die Amis auch mal, was das für gefährliche Gegenstände sind!
Dann kauf ich mir doch lieber nen schönen Revolver, das ist viel sicherer und deutlich weniger gefährlich für meine Mitmenschen... :haemisch:
Messerjocke2000
15.06.09, 13:33
Über Schusswaffen ließe sich vortrefflich streiten - Gewaltmonopol des Staates usw. - aber bei Blankwaffen und Messern halte ich das für hirnrissig.
Ähm, bevor man sowas loslässt, sollte man sich im Klaren sein, was man denn da sagt...:rolleyes:
Das Gewaltmonopol des Staates hat mit Waffen in Privatbesitz erstmalgar nichts zu tun.
Zum Thema:
Wundert das jemanden? Ernsthaft?
Ist es sinnvoll, auch als nicht US-Bürger mal an die Entscheider in D.C. zu schreiben?
Betroffen wären wir ja schliesslich auch...
Kilian
Ist es sinnvoll, auch als nicht US-Bürger mal an die Entscheider in D.C. zu schreiben?
Betroffen wären wir ja schliesslich auch...
Hmmmm...., meinst Du so in etwa in der Grössenordnung, in der sich namhafte amerikanische Messerhersteller, für die sich hierzulande zuspitzende Situation interessierten ?
Geradezu legendär die Thesen die Benchmade, Spyderco und Co. an die Türen des Reichstages genagelt haben....:rolleyes:
Hat es die USA irgendwie gekümmert das in Deutschland mehrfach das Gesetz verschärft wurde? Die meisten wissen noch nicht mal etwas davon. Wozu auch? Warum ist man immer noch so auf die USA fixiert? Haben wir selber zu wenig Probleme vor der eigenen Haustür?
Messerjocke2000
15.06.09, 14:11
Hat es die USA irgendwie gekümmert das in Deutschland mehrfach das Gesetz verschärft wurde? Die meisten wissen noch nicht mal etwas davon. Wozu auch? Warum ist man immer noch so auf die USA fixiert? Haben wir selber zu wenig Probleme vor der eigenen Haustür?
Hallo?
War doch nur eine Frage.
Warum sollte man den US-Sammlern/Freaks/Herstellern nicht mit einer Mail Beistand bezeugen?:rolleyes:
Klar haben wir hier auch reichlich Optimierungsspielraum beim WaffG. Keine Frage.
Nur, wenn jetzt nicht mal mehr die Messerfreunde untereinander zusammenhalten...
MannMannMann.
Kilian
Ja, Hallo…
Warum sollte man den US-Sammlern/Freaks/Herstellern nicht mit einer Mail Beistand bezeugen?
Würdest du das deswegen machen weil du eventuell keine Messer mehr aus den USA beziehen kannst, die du gerne hättest? Oder wäre dein - mit Sicherheit erfolgreicher - Mail-Beistand wirklich völlig uneigennütz? Abgesehen davon würden diverse Abgeordnete/Senatoren - eventuell vielleicht sogar Obama - sicher beeindruckt sein, von ein paar Hanseln die ihren Messerfreunden beistehen wollen, und dein Argument wäre welches? Stehst du bei einem von denen auf einer Wählerliste oder woher meinst das es einen davon wirklich interessieren könnte?
Und wer von da drüben steht uns in irgendwas bei? Mir fällt spontan nichts und niemand ein der/das Gewicht hätte. GM mit Opel? Tolle Hilfe. Waffentechnisch fällt mir nur ein Embargo gegen eine österreichische Firma ein.
Die Probleme vor der eigenen Haustür betreffen im übrigen nicht nur das WffG, es gibt im Leben noch ein paar andere Dinge außer Messer.
Außerdem reagiere ich generell etwas allergisch auf diverse Solidaritätsbekunden gegenüber den USA - auch wenn es nur eine Frage war - , ein Land das auf alle anderen schei**t braucht von mir keine Unterstützung zu erwarten.
JWaffentechnisch fällt mir nur ein Embargo gegen eine österreichische Firma ein.
Das durch die Übernahme eines Subherstellers (der früher mal Messer baute) durch Mittelsmänner gekonnt umgangen wurde. Nun bauen die eben Waffen statt Messer, aber verkaufen dürfen sie in den USA. Schwachsinn!
Egal, sei es wie es sei. Klar wird der US Kongress auf die paar hundert oder tausend Mails pfeifen, und ich halte die Hysterie für überzogen (es geht dem Zoll nur um AO, die Einhandmesser sind bisher nur in den Unterstützungsmails genannt. Da bauscht die Lobby was auf - präventiv zwar schlau, aber eben NOCH Zukunftsmusik. Kümmern wir uns um Europa, die Amis können das schon selber.
Woz
Messerjocke2000
15.06.09, 16:40
Würdest du das deswegen machen weil du eventuell keine Messer mehr aus den USA beziehen kannst, die du gerne hättest? Oder wäre dein - mit Sicherheit erfolgreicher - Mail-Beistand wirklich völlig uneigennütz?
Klar wäre der uneigenützig. Erreichen kannman nur was, wenn man zusammenhält.
Die Probleme vor der eigenen Haustür betreffen im übrigen nicht nur das WffG, es gibt im Leben noch ein paar andere Dinge außer Messer.
Sicher richtig. Verbote, Einschränkungen der Bürger etc. spielen aber für mich eine relativ grosse Rolle.
Außerdem reagiere ich generell etwas allergisch auf diverse Solidaritätsbekunden gegenüber den USA - auch wenn es nur eine Frage war - , ein Land das auf alle anderen schei**t braucht von mir keine Unterstützung zu erwarten.
Mir gehts auch nicht darum "die USA" zu unterstützen (Wer immer das auch sein soll:rolleyes:).
Sondern darum, gegen den auch bei uns grassierenden Verbots- und Regulierungswahn zu arbeiten...
Messerjocke2000
15.06.09, 16:42
Geradezu legendär die Thesen die Benchmade, Spyderco und Co. an die Türen des Reichstages genagelt haben....:rolleyes:
Sal Glesser hat das kommende Gesetz damals zumindest realistischer eingeschätzt als mancher deutsche Hersteller...;)
Sal Glesser hat das kommende Gesetz damals zumindest realistischer eingeschätzt als mancher deutsche Hersteller...;)
Jo...., aber für "Einschätzungen" gibt's genausowenig einen Blumentopf wie für's Kaffeekränzchen mit dem Berliner Innenfuzzi.....;)
Messerjocke2000
15.06.09, 18:42
Jo...., aber für "Einschätzungen" gibt's genausowenig einen Blumentopf wie für's Kaffeekränzchen mit dem Berliner Innenfuzzi.....;)
Stimmt leider auffallend.
… : Nach neuer Meinung der US Zollbehörden sind nun auch Assisted Openers wie Springmesser zu behandeln und damit in vielen Staaten der USA verboten - Einhandmesser könnten folgen.
… Klar ist da … viel Hysterie dabei, …[/URL]
1 - „… sind nun auch Assisted Openers wie Springmesser zu behandeln …“
Assisted Opener sind nicht „nun“ sondern möglicherweise ab 21. Juni 2009 Springmessern gleichgestellt - es sei denn, im „Einspruchsverfahren“ werden bis Ende dieser Woche neue Fakten benannt, die die Behörde zu einer Revision ihrer Bewertung bewegen.
2 - „ … und damit in vielen Staaten der USA verboten …“
Nein, Assisted Opener wären dann nicht „in vielen Staaten der USA verboten“, illegal wäre vielmehr die Herstellung, der Import und Vertrieb in ALLEN Staaten der USA.
Und hier ergibt sich durchaus die berechtigte Befürchtung, dass dann auch der Besitz dieser Messer in den USA flächendeckend als illegal eingestuft wird.
3 - „ … Einhandmesser könnten folgen. …“ wird so nicht von der USA Behörde offen benannt. Dies befürchten jedoch die Interessensgruppen als konsequenten Folgeschritt und es stehe dann auch zu erwarten, dass sukzessive andere Taschenmesser bis hin zu slip-joints Beschränkungen unterworfen werden.
4 – „ … Klar ist da … viel Hysterie dabei …“
Nein, von Hysterie ist in der über 60-seitigen Begründung der US-Zollbehörde (CBP) nichts zu lesen. Die US-Zollbehörde schlägt vor, einen Bescheid über die Zulässigkeit von Assisted Opener rückgängig zu machen und beschreibt simpel und sachlich, dass man zu einer neuen Bewertung gekommen sei ( „ … we have determined that the admissibility determination in the aforementioned rulings is incorrect …”).
Hysterisch reagieren auch die Interessensvertretungen nicht, allerdings unter Zeitdruck:
Termin für Einsprüche ist der 21. Juni 2009, emails sind NICHT zulässig.
Wie schnell einschneidende Regelungen von Behörden und der Exekutive überflüssigerweise und in unangemessener Form "durchgepaukt" werden können, haben wir in Deutschland bei der letzten Verschärfung des WaffG feststellen müssen.
Sollte die neue Regelung in den USA Bestand haben, wird dies sicherlich auch gewaltige Auswirkungen auf das Angebot von Assisted Opener in Deutschland haben ... und ganz sicher warten bereits Bedenkenträger und Gutmenschen in ausreichender Menge auch bei uns auf die Gelegenheit, diese Messerart als "gefährliche Waffe" an den Pranger stellen zu können.
cut
Yukonbeaver
22.06.09, 20:03
Hallo Zusammen
Nach langer Abwesenheit habe ich nun wieder die Gelegenheit mal was zu schreiben. Ich habe mir dieses Thema ausgesucht weil ich bereits vor ca. 4 Jahren über Verbote geschrieben habe. Leider ist in Deutschland der erste Teil meiner Beschreibung eingetreten. Folgendes ist noch zu erwarten wenn die Ideen in Brüssel weitergehen, als da wäre ein komplettes Messertrageverbot das bedeutet auch beim Treking oder Picknick (egal welcher Art von Messer).
Und sollte in den USA es so kommen dann wird es in Europa für die Messerfreunde zappenduster.
Yukonbeaver
Hallo Zusammen
Nach langer Abwesenheit habe ich nun wieder die Gelegenheit mal was zu schreiben. Ich habe mir dieses Thema ausgesucht weil ich bereits vor ca. 4 Jahren über Verbote geschrieben habe. Leider ist in Deutschland der erste Teil meiner Beschreibung eingetreten. Folgendes ist noch zu erwarten wenn die Ideen in Brüssel weitergehen, als da wäre ein komplettes Messertrageverbot das bedeutet auch beim Treking oder Picknick (egal welcher Art von Messer).
Und sollte in den USA es so kommen dann wird es in Europa für die Messerfreunde zappenduster.
Yukonbeaver
Kannst du mit deinen Annahmen bitte etwas genauer werden! Bzw.
woher hast du deine Befürchtungen? Ist das "Messertrageverbot"
inhaltlich bereits in Brüssel diskutiert worden?
kleinermann
23.06.09, 07:53
Folgendes ist noch zu erwarten wenn die Ideen in Brüssel weitergehen, als da wäre ein komplettes Messertrageverbot das bedeutet auch beim Treking oder Picknick (egal welcher Art von Messer)
Das möchte ich stark bezweifeln!
Es ist bestimmt nicht im Interesse der Politiker, selbst das Vic zu Hause lassen zu müssen wenn sie eine Wanderung oder ähnliches machen.
Irgendwann wird auch der Durschnittsbürger skeptisch, der an sich nicht immer ein Messer braucht, aber auch nicht permanent drauf verzichten will.
Wenn dieser Punkt erreicht ist wird imho auch der ein oder andere nicht Messer Freak sich gegen diese Bestrebungen wehren.
Es kann mir keiner erzählen das es für die Sicherheit nötig ist auch Wanderern oder Pic- Nickern das Messer zu entziehen. Und dem Großteil der Bevölkerung sicher auch nicht.
Irgendwann wirds unglaubwürdig.
Das möchte ich stark bezweifeln!
...
Irgendwann wirds unglaubwürdig.
Ich zweifle nicht an diesem Ziel, obwohl es jetzt schon unglaubwürdig ist.
Die "Bevölkerung", die Bürger werden schließlich seit einiger Zeit schon in kleinen Stücken darauf eingestimmt, so dass beim Erreichen des Stichtags [haha, pöses Wortspiel :hmpf:] garantiert alle gut damit leben können...
Politiker brauchen dagegen nicht auf das verzichten, was sie anderen verbieten, immerhin sind sie es ja, die aufgrund ihres Standes und ihrer "Kompetenz" selbst in der Lage sind, zu entscheiden und ausserhalb jeglicher Zweifel stehen, zudem nehmen sie für sich andere Regeln in Anspruch, bzw. bekommen sie zugestanden...
Gruß Andreas
Irgendwann wird auch der Durschnittsbürger skeptisch, der an sich nicht immer ein Messer braucht, aber auch nicht permanent drauf verzichten will.
Wenn dieser Punkt erreicht ist wird imho auch der ein oder andere nicht Messer Freak sich gegen diese Bestrebungen wehren.
Dein Menscnehbild ist zu optimistisch. Unglaubwürdig ist für den, der nachdenkt, die ganzen WaffG Nummer schon lange. Oder das Verbot von Glasflaschen/Gläsern in den Waffenfreien Zonen.
http://www.hamburg.de/innenbehoerde/1327518/2009-03-30-bfi-pm-runder-tisch.html
Innensenator Christoph Ahlhaus:
"Jeder Angriff mit einer Glasflasche ist einer zu viel. Wir müssen die Gewalttaten, bei denen die Täter Glas als Waffe missbrauchen, mit allen Mitteln unterbinden. Die geplanten gesetzlichen Regelungen werden ein weiterer wichtiger Baustein in unserem Sicherheitsgefüge rund um die Reeperbahn sein.“
In einer Atmosphäre (Gesetzgeber, Stimmung er Bevölkerung, Berichterstattung der Medien), in der man so einen Blödsinn ohne großen Widerstand verzapfen kann, bekommt man jeden Mist durch. Das dürfte zwischenzeitlich auch Politikern auf den hintersten Rängen bekannt sein.
Pitter
Messerjocke2000
23.06.09, 08:53
Wenn dieser Punkt erreicht ist wird imho auch der ein oder andere nicht Messer Freak sich gegen diese Bestrebungen wehren.
....
Irgendwann wirds unglaubwürdig.
Du bist reichlich optimistisch. Ein Blick nach England reicht doch schon, da haben wir die Situation doch schon fast.
Noch zwei, drei Jahre weiter so und die ganze Szene kann zusammen in den Untergrund gehen. Wir können Osama ja mal fragen, ob in Waziristan noch eine Höhle für eine Messerwerkstatt frei ist..... :D
Kleiner Tiger
25.06.09, 16:41
...Innensenator Christoph Ahlhaus:
"Jeder Angriff mit einer Glasflasche ist einer zu viel. Wir müssen die Gewalttaten, bei denen die Täter Glas als Waffe missbrauchen, mit allen Mitteln unterbinden...
Und wenn sich ein paar Besoffene dann Faustkämpfe liefern und ihre Hände mißbrauchen, kommt bestimmt noch irgendeiner mit der Sharia um die Ecke.
kleinermann
25.06.09, 19:20
Hm.
Wenn eine weitere Verschärfung kommt, ist es wichtig das die gesamte Messerszene schon im Vornherein darauf vorbereitet ist, sich geschlossen gegen die Bestrebungen zu stellen.
Da erzähl ich hier warscheinlich nix neues:steirer:.
Im Ernst: Wenn große Solinger Hersteller diesmal nicht nur Augenwischerei betreiben und sich ebenfalls hinter den normalen User stellt bzw. den Durchschnittsbürger darauf aufmeksam machen, könnte wenigstens erreicht werden das es der Allgemeinheit näher gebracht wird als beim letzten Mal. Viel wissen/ wussten gar nichts von einer Verschärfung.
Wenn bekannt würde, das auch diesmal eine sinnfreie Verschärfung ins Haus steht könnts sein das Wir Erfolg haben. Das diskutierte Paintballverbot ist schließlich ja auch nicht zu letzt durch die Aufschreie der Medien und Interessenten sowie "Fachleuten" gescheitert.
Längts im Vorraus müsste ein ähnlich negativ konnotiertes Wortkonstrukt wie etwa im Falle der "Nacktscanner" durch die Internetforen und Onlineshops geistern.
Ich glaube nicht das einer meine Nachbarn auf sein Messer verzichten will beim sonntäglichen Spaziergang oder beim Picknick mit Fraun und Kind. Und die sind allesamt nicht Messerverrrückt;).
So ein Vorschlag darf sich keiner Popularität erfreuen.
Ich erzähl hier nix neues, ihr wisst es ja selbst.
Messerjocke2000
25.06.09, 20:22
Wenn bekannt würde, das auch diesmal eine sinnfreie Verschärfung ins Haus steht könnts sein das Wir Erfolg haben. Das diskutierte Paintballverbot ist schließlich ja auch nicht zu letzt durch die Aufschreie der Medien und Interessenten sowie "Fachleuten" gescheitert.
Och, das ist nur vorerst vom Tisch. Bei der nächsten "Gelegenheit" kommt das wieder, keine Bange.
Ich glaube nicht das einer meine Nachbarn auf sein Messer verzichten will beim sonntäglichen Spaziergang oder beim Picknick mit Fraun und Kind. Und die sind allesamt nicht Messerverrrückt;).
So ein Vorschlag darf sich keiner Popularität erfreuen.
Ich erzähl hier nix neues, ihr wisst es ja selbst.
Nein, das normale Taschenmesser wird auch niemand verbieten wollen. Nur "böse Messer, die eh nur dazu dienen, Menschen zu verletzen oder zu töten". Die Forderung kam ja aus Hamburg schon.
Populär wird auch ein weiteres Verbot nicht werden. Braucht es auch nicht. Es reicht, wenn es den meisten Menschen völig egal ist. Dann können sich die...sagen wir mal... in der Hinsicht sehr engagierten Politiker durchsetzen.
Und den Herstellern ist das eh egal. Werden halt keine Springer/Dolche/wasauchimmerverbotenwird mehr hergestellt...
Ist traurig, ist aber wohl leider nicht zu ändern. Die Reaktionen, wenn man mal Anderen helfen möchte, die in einer ähnlichen Lage sind, sieht man ja hier im Thread...:rolleyes:
Kilian
Messerjocke2000
25.06.09, 20:24
Und wenn sich ein paar Besoffene dann Faustkämpfe liefern und ihre Hände mißbrauchen, kommt bestimmt noch irgendeiner mit der Sharia um die Ecke.
Na, ein Verbot von MMA-Veranstaltungen wurde ja auch schon gefordert.
Da ist der Schritt zum Verbot von Kampfkünsten/Kampfsportarten nicht mehr weit...
kleinermann
25.06.09, 21:44
Messerjocke: ich spreche auch nicht vom normalen Taschenmesser...
Ein Verbot der Ausübung von Kampfsportarten halte ich für absolut unrealistisch, auch wenn derzeit eine Petition für ein Verbot von MMA und UFC in der BRD existiert.
Wozu wird dem Bürger so misstraut? Die Frage wurde hier schon zur genüge aufgeworfen, aber wenn sie auch ins Gehör der Öffentlichkeit rückt...
Ein weiteres verschärfendes messergesetz bringt nur verdruss und Unverständnis, insofern es denn überhaupt von der Allgemeinheit wargenommen wird.
Es wird keinen vernünftigen Menschen geben der sich daraus ernsthaft ne Verbesserung der Sicherheit verspricht.
...
Wozu wird dem Bürhger so misstraut?
Es wird keinen vernünftigen Menschen geben der sich daraus ernsthaft ne Verbesserung der Sicherheit verspricht.
"Dem Bürger ansich" wird auch nicht misstraut, aber mit immer strengeren Gesetzen wird er pro forma eingeschüchtert, weil er sich dann nie mehr sicher sein kann, sich korrekt zu verhalten.
So lenkt man von echten Problemen ab, weil der Bürger wegen zuvieler alltäglicher Einschränkungen ggf. nicht mehr ganz klar denken kann - er ist dann neben der Arbeit (wenn er eine hat) mit der Einhaltung der Gesetze voll und ganz beschäftigt...
Das ist dann die Sicherheit, weil man sich untereinander nicht mehr über den Weg traut - so zumindest würde ich die langfristige, weitere Absicht deuten. Das strengere "was auch immer-Gesetz" ist die unsichtbare dunkle Wolke, die man immer im Nacken spürt, aber nie fühlt oder sieht.
Man hat immer etwas gegen jeden in der Hand, nicht durch Überwachung und Bespitzelung, sondern durch das Mittel des existierenden Gesetzes, denn: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - steht auch im Gesetz. Exemplarisch müssen dann Zufallstreffer an Leuten herhalten, die absolut nicht zur Zielgruppe gehören.
Man kann es ohne schlechtes Gewissen auch "Verbotsdiktatur" nennen, den Begriff habe ich mal in einem klar beschriebenem Gesamtbild gegenüber einem lokalen MdB verwendet und auch später von einem anderen Forumiten hier im Forum gelesen, der MdB in meinem Fall war daraufhin so angeschossen, das er zurückfragte, was ein strenges Messerverbot (ohne das klare Gesamtbild zu erwähnen) mit einer Diktatur zu tun hat...
Gruß Andreas
Hi Andreas! :)
Ich finde den Begriff "Verbotsdiktatur" ziehmlich passend, nur das ich die
Diktatur nicht im klassischen Sinne verstehen wollen würde, sondern im
Sinne des "Stempel aufdrückens..." oder besser noch als Penetranz.
Das man dem Bürger nicht vertraut, kann ich auch nicht nachvollziehen.
Es kann hier nicht verallgemeinert werden. Es gibt nunmal "Bürger" die
sich nicht an geltende Gesetze halten. Ob der Weg der Gesetzgebung
der richtige ist, möchte ich jedoch bezweifeln. Zumindestens dieser
Gesetzgebung. Letztendlich versucht man Risiken einzuschränken und
strafbar zu machen, setzt jedoch am falschen Ende an.
Guten Morgen,
Es gibt nunmal "Bürger" die
sich nicht an geltende Gesetze halten. Ob der Weg der Gesetzgebung
der richtige ist, möchte ich jedoch bezweifeln. Zumindestens dieser
Gesetzgebung. Letztendlich versucht man Risiken einzuschränken und
strafbar zu machen, setzt jedoch am falschen Ende an.
in dem Zusammenhang denk ich immer an den alten Jura-Professor meines Mannes. Der sagte: Ein Gesetz nützt nur dann, wenn man es wirklich mit angemessenem Aufwand durchsetzen kann.
Der Irrsinn des ganzen ist ja, dass die "charakterlich nicht gefestigten" Personen (hier Jugendliche und junge Erwachsene, die Messer zum Angeben mit sich führen, und gleichzeitig mehr oder weniger gewaltbereit sind), auf die das Gesetz (vermutlich) zielt, ja vorher auch schon ihre Messer abgenommen bekommen haben.
Zumal diese ja oft auch Messer bei sich haben (immer noch) die auch vor dem 1.4.08 schon unter das Waffengesetz fielen.
*seufz*
Ob mir jetzt mein Böker Subcom abgenommen würde, einem Soldaten sein Vic, einem beliebigen Autofahrer sein Einhandmesser, das er als Notfallgurtmesser im Auto hat - es trifft doch dabei nicht wirklich jemanden, der das Messer als Waffe einsetzen würde.
Das einzige was uns das beschert: hohe Zahlen in der Statistik der Waffenkriminalität.
Yukonbeaver
26.06.09, 10:57
Hallo Toby
Ich kann die Politik von Brüssel nicht so bestätigen weil ich auch nichts schriftliches habe und dies auch nur auf Umwegen gehört habe. Zeigt mir ein Politiker der etwas schriftlich abgiebt mit seinem Namen da haben diese Damen und Herren keinen Mut dazu, denn das könnte ja mal ins Auge gehen.
Yukonbeaver
anson argyris
14.07.09, 14:09
Anscheinend haben die Amerikaner noch einmal Glück gehabt, denn
das Switch Blade Act soll jetzt geändert werden, sodass Assisted Opener nicht mehr darunter fallen:
http://www.blademag.com/article/senate-passes-1958-switchblade-act-amendment/
Anscheinend haben die Amerikaner noch einmal Glück gehabt, denn
das Switch Blade Act soll jetzt geändert werden, sodass Assisted Opener nicht mehr darunter fallen:
http://www.blademag.com/article/senate-passes-1958-switchblade-act-amendment/
Die haben kein Glück, die haben eine Lobby.:super:
Wir haben nur Kaffekränzchenabhalter......:hmpf:
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