Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schärfen
Noch ein paar Fragen zum Schärfen.
Der Sharpmaker kann nur in den vorgegebenen Winkeln verwendet werden?
japanische Wassersteine: haben die natürlichen den synthtischen irgendetwas voraus (abgesehen von dem "sinnlichen Erlebnis", da bin ich weniger scharf drauf (tolles Wortspiel, was http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif ))
was geht schneller? freehand oder system
wenn man die schneide poliert haben will, sollte man sich dann langsam durch alle Körnungen hocharbeiten, oder kann man gleich von 800 auf 8000 gehen?
und letztlich: lässt sich schärfen halbwegs in trial&error lernen, oder sollte man sich das unbedingt zeigen lassen.
Seb
Also die Geschwindgkeit, wie schnell also eine Klinge geschärft ist, hängt IMHO nicht von der "Schleifart" Freihand oder Hilfssystem ab. Da sind der Stahl der Klinge und das Schleifmedium/die Körnung des Mediums eher die bestimmenden Faktoren.
Um das Schleifen wird viel zu viel Mystik gemacht. Das wichtigste ist, dass genau der GLEICHE Winkel beim Schleifen eingehalten wird. Das geht natürlich mit einem System wie dem Sharpmaker erheblich einfacher, aber was ist, wenn man den nicht dabei hat?
Der Winkel in dem man schleift ist nicht ganz so wichtig, ob die Schneide 30° oder 28,5° besitzt (15° oder 14,5° je geschliffener Seite), verändert die Schärfe nicht enorm. Der Unterschied von 10° oder weniger zu 40° oder mehr (5° oder 20° je geschliffener Seite), mag dann schon eher zu unterschiedlicher Schärfe führen. Diesen Unterschied bekommt man aber freihand mit ein bißchen Übung hin.
Ich habe mir das Freihand-Schleifen einmal zeigen lassen und dann angefangen selbst zu üben. Erst mit den "einfachen" Küchenmessern und dann nach dem sich einstellenden Erfolg eben auch andere Messer. Wichtig: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Wenn Du die Klinge polieren möchtest ist die feinere Abstufung der Körnungen effektiver.
Wenn Du von 600er oder 800er Körnung die "Schleifspuren" mit einem 8000er Stein "auspolieren" möchtest, dauert das länger, weil der Abtrag ja wesentlich geringer ist. Maschinell ist das mit einer Polierscheibe zu vernachläßigen.
Ich persönlich schleife meine Gebrauchsmesser in der Abstufung 600, 1200, Abziehriemen scharf. Reicht mir vollkommen aus.
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Andreas
Messerforum.net Co-Administrator
[Dieser Beitrag wurde von Andreas am 11.01.2001 editiert.]
Am Sharpmaker kannst Du wohl jeden beliebigen Winkel schleifen. Wenn Du das Messer "gerade" hälst, hast Du automatisch 20 (?) Grad. Hälst Du es in einem anderen Winkel, schleifst Du auch in einem anderen Winkel.
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Grüsse Coolcat http://www.knoepfel-edv.de/bilder/coolcat.gif
Die japanischen Wassersteine (Natursteine) haben n.m.M. eine höhere Abtragsleistung als die synthetischen, auf jeden fall eine wesentlich höhere als z. B. Arkansas Ölsteine.
Sind allerdings sehr weich und nutzen sich ab, dafür sind sie wiederum sehr gross ca.
7 x 7 x 25 cm, 2 Kg schwer, so dass sie schon ausreichend lange halten.
Aufpassen dass du nicht in den Stein schneidest, das geht schnell. Evtl. die Klinge nur über den Stein ziehen und nicht schieben.
Ob Freihand oder mit einem System, macht wohl nicht den Unterschied aus. Prinzipiell gilt, je gröber desto schneller. Die verschiedenen Materialien würde ich einmal wie folgt einstufen (langsam -> schnell):
Arkansas, Keramik, synt. jap. Wasserstein, nat. jap. Wasserstein, Diamant
Natürlich geht es auch umso schneller, je größer der Teil der Klinge ist, den Du zu einem Zeitpunkt schleifen kannst. Ergibt sich aus Klingenform und Schleifsteingröße.
Ich Schleife: 1000er synt. jap. Wasserstein -> 6000er synt. jap. Wasserstein -> Lederriemen und Diamantpolitur. Ergibt ein spiegelgleiches Finish und der Sprung von 1000er auf 6000er geht ratz fatz.
[Dieser Beitrag wurde von HankEr am 11.01.2001 editiert.]
Das Video zum Sharpmaker ist ganz gut, außerdem ist das System für Anfänger m.M.n. sehr ok. Freihandschleifen ist Übungssache, die nötige Winkelkonstanz ist nicht so leicht zu erreichen, für mich zumindest http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif
Eine kleine Zwischenfrage hätte ich: Welche Polierpasten nehmt ihr für eure Abziehriemen, und wo kauft ihr die?
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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco
[Dieser Beitrag wurde von judge am 12.01.2001 editiert.]
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
Eine kleine Zwischenfrage hätte ich: Welche Polierpasten nehmt ihr für eure Abziehriemen, und wo kauft ihr die?
[/quote]
Ich habe ein weißes Stück recht harter Politur in welcher Diamantstaub eingebettet ist. Das Stück habe ich von einem befreundetem Goldschmied erhalten. Leider weiß ich momentan nicht wo er das bezieht. Evtl. kannst Du ja einmel bei einer Goldschmiede nachfragen.
Ich habe auch schon andere Politur getestet --- z.B. gibt es im Baumarkt beim Dremel-Zubehör ein kleines Töpfchen mit einer roten Politurmasse (das ist evtl. das in amerikanischen Beiträgen öfter erwähnte red jewelers rouge) --- aber das Ergebnis mit der Diamantstaubpolitur kann sich wirklich sehen lassen. Man muß sie zwar erst einmal etwas auf Temperatur reiben, aber wenn sie einmal auf dem Leder ist bekommt man spiegelblanke Resultate. Wenn die Leistung nachläßt und man nicht Berge aus Poliermaterial und Abrieb auf dem Leder haben will, sollte man das Leder gelegentlich mit einer Stahlbürste wieder von der Politur befreien.
Guten Hallo;-)
kann mir jemand Bezugsquellen nennen wo man besagte Lederriemen bekommen kann?. Ich würde die gerne mal ausprobieren.
Danke und Viele Grüsse
Tom B
[Dieser Beitrag wurde von Tom B am 12.01.2001 editiert.]
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
kann mir jemand Bezugsquellen nennen wo man besagte Lederriemen bekommen kann?
[/quote]
Aus den Schlaufen Deiner Hose http://www.messerforum.net/ubb/wink.gif
Ich verwende z.B. die Rückseite eines Stückes von einem alten 48mm breiten kräftigen Gürtels. Ganz Ganze auf eine feste Unterlage gelegt (Tischkante), Politur d'rauf und los geht es. Alternativ kannst Du das Leder auch auf ein Stück Holz in der entsprechenden Breite kleben, dann kann man es auch ohne Tisch gut einsetzten.
P.S.: Wer sich einen Überblick über die keramischen Schleifsteine (Sharpmaker und Tischsteine) von Spyderco verschaffen will, kann sich ja einmal die Some experience with SPYDERCO sharpeners von Sergiusz Mitin (http://www.bladeforums.com/ubb/Forum3/HTML/002039.html) durchlesen.
Hab' inzwischen einen Sharpmaker ( nochmal danke Micha), und tatsächlich mit dem Ding is' Messerschärfen wie nix....!!
Hocker
Tach zusammen
Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen..
Also wenn es um das Schleifen eines Messer in der Prärie geht, dann lest nicht weiter.
Wenn es aber ums Schleifen am heimischen Herd geht,muß ich mal was loswerden.
Fragt mal einen Messermacher womit er ein Messer schärft.
Ich wette er antwortet euch: Mit dem Bandschleifer und anschließend Polierscheibe mit Polierpaste.
Diese Utensilien kosten Für den Heimgebrauch ca.200 bis 500,-DM je nach Gerät.
Ich versichere euch,wenn man keine 2 linken Hände hat kann man hiermit nach ein paar Versuchen umgehen wie im Schlaf.
Das Ergebnis ist eine Rasiermesserscharfe Klinge in sagen wir mal 5 Minuten egal welcher Stahl.
Im Anblick dieser Tatsache stellt sich mir die Frage was der ganze Budenzauber mit z.b Jap.Wassersteinen/Australichen Kängeruhsteinen und weis der Teufel was sonst noch für Zeug, eigentlich soll.
Es sei denn man betreibt das Schärfen als Ritual oder als Finger Übung für die Stunde Null.
Gruß Rolf
Ps.
Ich will hier keinem Handschärfer zu nahe treten.Das Ergebnis zählt.Nur hab ich das lieber in 5 Minuten als in einer Stunde.
rolf, mein reden.
nur hat die sache einen unangenehmen punkt den du außer acht gelassen hast. wenn du einmal mit deinem bandschleifer ausglitscht,
dann hast du ein schönes messer gehabt.
die fehler die ein laie mit einem bandschleifer anrichtet, sind meist nicht revidierbar. das habe ich am eigenen leib,nein, messer, zu spüren bekommen.
man braucht auf jeden fall mit dem bandschleifer genausoviel übung, wie mit dem wasserstein.hat man das aber einmal drauf, dann rührt man wohl so schnell kein anderes schärfmedium an
gruß matthias
Hi Leute,
der ganze Maschinenfuhrpark mag ja erschwinglich sein, vor allem wenn man bedenkt was so für die Messer angelegt wird.
Nur, nicht jeder hat den Platz für das Zeug.
Und außerdem ein wenig Hokuspokus ist doch auch ganz nett, oder?
Gruß Hocker
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Ritze, ratze, voller Tücke schneid' der Hocker eine Lücke....
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Knifeman:
man braucht auf jeden fall mit dem bandschleifer genausoviel übung, wie mit dem wasserstein. Hat man das aber einmal drauf, dann rührt man wohl so schnell kein anderes schärfmedium an
gruß matthias[/B][/quote]
Beim Wasserstein mußt du pro Klingenseite viele male in genau dem selben Winkel ansetzen und mit Kraft drüber ziehen. Um dabei bei jedem Strich genau den gleichen Winkel zu treffen brauchst du wirklich Übung.
Beim Bandschleifer setzt du einmal im gewünschten Winkel an und ziehst ohne Kraft drüber. Fertig ist die Seite.Was ist nun einfacher?
Du hast zwar recht das ohne ein wenig Übung auch hier nichts geht,aber nach 10 Küchenmessern oder Bökermesser hast du`s drauf.
Übrigens dem Kolegen mit Platzmangel kann ich natürlich nicht wiedersprechen,einen halben quadratmeter braucht man schon.
Gruß Rolf
Ps.
Es gibt da eine nettes kleines Büchlein zum Thema schärfen mit dem Bandschleifer.
Von Carsten Bothe "Messer schärfen wie die Profis" erschienen im Venatus Verlag 14,80DM
das kann ich jedem ungeübten und Skeptiker empfehlen. http://www.venatus.de/
hallo, bin der neue (exil schwabe)
und baue gern selbst messer, komme aber aus zeitmangel (drillinge 1 jahr alt)nicht mehr dazu. wird schon wieder! aber nun zum thema.
schärfen mit dem bandschleifer habe ich inzwischen zu schätzen gelernt. von hand habe ich es mir zwar selbst beigebracht, aber erst sehr viel später zur routiene perfektioniert. welche mittel, natur, künstlich, diamant, bandschleifer ist nur eine frage der schnelligkeit entscheidend ist der winkel und das endfinish.
zum winkel muß ich glaube ich nicht mehr viel sagen. (ich bevorzuge einen flachen winkel der relativ steil abgezogen wird). zum endfinish mit der polierscheibe oder lederriemen denke ich, daß dabei nur der grat aufgerichtet wird. und dieser grat ist sehr, (zu) empfindlich. ich ziehe meine klingen zur zeit am schluß nur mit einen feinsten stein 'gegen' die schneide ab (mit immer leichterem druck) dabei richter sich der grat auch auf, er ist aber nicht so groß und empfindlich.als feinsten stein nehme ich in der regel einen keramischen "spydaco ultra fine", schwarzer arkansas, oder den leider sehr kleinen brocken. (erbstück meines vaters, ich nehme an ein belgischer original. die heute käuflichen finde ich nicht fein genug. sind das überhaupt natursteine?)
also bid denne
Hallo leute,
also diese empfehlung mit dem bandschleifer ist um einen winkel zu halten zwar gut und für billige messer tuts das auch. wer hochwertige messer hat und vor allem wer scheidhaltigkeit will sollte beim schleifen kühlen d.h. zB wasserschleifsteine tormek usw. und auch keine pollierschwappel!. http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm44.gif
Ach ja hab ich noch vergessen die anleitung von venatus ist optimal wenn man wert darauf legt möglichst keine langahnhaltende Schneidhaltigkeit(SH)zu bekommen!
Hi Roman,
kannst du das mit der mangelnden Schneidhaltigkeit etwas näher erläutern?
[Dieser Beitrag wurde von Armin II am 19.01.2001 editiert.]
ungekühltes schleifen der schneidkante führt zu einem hitzestau in der feinen schneide der ganzschnell 5-600° übersteigt. das sieht man nicht weils in einem so feinen bereich passiert. aber halt genau in dem bereich wos drauf ankommt, die letzten paar µm. alles weitere ist einfach... Die feine schneide wird angelassen (Immer noch unsichtbar für normale auge!) daraus folgt das nun zwar sehr kleine aber doch wichtige stück der schneide erweicht ist und unter belastung nachgibt. das kann man sehr schön in einem der Untersuchungsbericht die ich in die datenbank gestellt habe nachlesen. kurz die kante wird instabil und versagt schneller = mangelnde Schneidhaltigkeit
übrigens da hilfts auch nicht mal zwischenzukühlen(ab und zu ins wasser tauchen) oder auf die anlassbeständigkeit seines werkstoffes zu vertrauen. die temperaturen sind für eine so feine schneidengestalt einfach zu hoch.
[Dieser Beitrag wurde von roman am 19.01.2001 editiert.]
Hallo Roman,
Uff, da hab ich aber Glück gehabt. Da habe ich mir ein teures Schleifset von Razor-Edge-Systems gekauft, und die Jungs meinen mein oller Bandschleifer würde es auch bringen.
Da, hört dem Fachmann zu! (bist doch ein Fachman, Roman?) Eure Super-schärfen in 5 Minuten in jedem Stahl taugen nichts!
Meine schwer erarbeitete Schärfe in 30 Minuten, die hält!
Danke Roman http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm11.gif
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0-) Jang
Nochmal zu dem Abziehriemen... was genau macht der eigentlich, und wie soll man das machen? soll er die Schneide polieren, oder nur den Grat entfernen (was doch eigentlich durch das schleifen auf der anderen seite geschieht, oder?) soll man mit oder ohne Polierpaste arbeiten, und irgendwo hab ich aufgescnappt, dass der abziehriemen ab einem gewissen Punkt die schneide stumpfer statt schärfer macht. was denn nu? http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif
Seb
ps: ich hab grad mit so nem mini-schleifstein ein kleines Gemüsemesser wieder auf Vordermann gebracht... schneidet jetzt gar nicht mal so schlecht. Abe für große, dicke oder kurvige Klingen reichts irgendwie noch nicht so ganz... aber naja, übung macht den Meister... ich steh jetzt nur noch vor der Entscheidung, ob ich einen Sharpmaker oder nen Wasserstein kaufen soll... http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Seb:
ich steh jetzt nur noch vor der Entscheidung, ob ich einen Sharpmaker oder nen Wasserstein kaufen soll... http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif[/quote]
Wenn Du es möglich einfach haben willst, Deine Messer immer zu Hause und nicht in der Prärie schärfen möchtest, kauf dir den Sharpmaker. Mein Senf !
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Grüsse Coolcat http://www.knoepfel-edv.de/bilder/coolcat.gif
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Nochmal zu dem Abziehriemen... [...] soll er die Schneide polieren,
[/quote]
Wenn man ihn mit einem Poliermittel benutzt, ja.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
oder nur den Grat entfernen
[/quote]
Wenn man einfach ein Stück Leder oder auch nur Papperdeckel benutzt, ja.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
(was doch eigentlich durch das schleifen auf der anderen seite geschieht, oder?)
[/quote]
Wenn man sauber schleift und bei den letzten Durchgängen die Seite jeweils wechselt und von mal zu mal entweder mit einem immer feinerem Schleifmedium schleift oder immer schwächer aufdrückt sollte man am Schluß keinen (zumindest keinen praktisch relevanten) Grat mehr haben.
Ich bin trotzdem ein großer Anhänger des Abziehriemens. Mit meinem Poliermedium wird die Schneide superpoliert und meiner Ansicht nach noch einen Tick schärfer als nur mit dem Stein. (Es gibt allerdings auch Leute deren Ansicht nach die ultimative Schneide von einem trockenem Stein kommt und durch abziehen nur versaut würde.)
Obwohl ich gerne schleife, tue ich es trotzdem nur sehr selten. I.d.R. schleife ich meine Messer einmal bis die Schneide so ist wie ich es mag; dann ziehe ich sie auf Leder mit Politur ab. Solange ich meine Messer nicht mißbrauche, sprich sie Scharten haben, sieht ein Messer den Schleifstein bei mir frühestens nach einem halben Jahr wieder, da ich die Schneide zwischendurch mit dem Lederriemen und der weiter oben angesprochenen Diamantpolitur pflege. Wann immer die Schärfe auch nur minimal nachläßt, zwei, drei mal über den Riemen und es ist wieder rasiermesserscharf.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
irgendwo hab ich aufgescnappt, dass der abziehriemen ab einem gewissen Punkt die schneide stumpfer statt schärfer macht.
[/quote]
Wenn man sich nicht total idiotisch anstellt, glaube ich das nicht. Ich reibe etwas Politur auf den Riemen und fahre danach mit etwas Druck und Klingenrücken voran in einem Winkel, welcher etwas höher ist als der Winkel, welchen ich zum Schleifen benutzt habe, über den Riemen. Dabei wechsle ich zu Begin nach etwa 3--4x darüberfahren die Seite der Schneide und am Schluß jedes mal. Nach dem Schleifen ziehe ich pro Seite etwa 10x ab.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>
ich steh jetzt nur noch vor der Entscheidung, ob ich einen Sharpmaker oder nen Wasserstein kaufen soll...
[/quote]
Auch wenn ich keinen Sharpmaker habe, sondern eben einen jap. Wasserstein, glaube ich nicht, daß Du als Schleifunerfahrener den Kauf eines Sharpmakers bereuen wirst.
[Dieser Beitrag wurde von HankEr am 20.01.2001 editiert.]
hallo hanker, hast du bei mir schleifen gelernt?
So gehts!!!!
http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm20.gif
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>hallo hanker, hast du bei mir schleifen gelernt? So gehts!!!!
[/quote]
Ääähh, nicht daß ich wüsste, ich teile aber auch noch Deine Ansicht über maschinelles Schleifen. Deshalb bin ich auch nie mit der Dauerhaftigkeit der Schneide von fabrikneuen Messern zufrieden ('Mal davon abgesehen, daß ich i.d.R. gerne auch eine mit etwas flacherem Winkel geschliffene Schneide habe, als daß was sich mancher Hersteller vorstellt. Aber selbst da scheinen wir --- soweit ich das sehe --- mit unseren Ansichten übereinzustimmen. http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif).
[QUOTE]Original erstellt von roman:
[B]ungekühltes schleifen der schneidkante führt zu einem hitzestau in der feinen schneide der ganzschnell 5-600° übersteigt. das sieht man nicht weils in einem so feinen bereich passiert
Du bist ein glänzender Theoretiker.
600°C sehe ich zwar nicht, aber ich fühle Sie.Das heißt wenn ich Schleife fühle ich sie nicht.
Weiter kann ich dazu nichts sagen außer:
Beleg mal einen Schleifkurs bei mir dann zeig ich dir das mit dem Bandschleifer.
Gruß
Rolf
Noch eins
Hier im Forum gibt es doch auch renomierte Messermacher.Ich bitte Diese mal über Ihre Schärfmethode zu berichten.
Rolf
http://www.bladeforums.com/features/faqsharp.shtml
http://www.physics.mun.ca/~sstamp/knives/sharpen.html
http://www.ameritech.net/users/knives/Juranitch1977Feb.htm
http://www.ameritech.net/users/knives/index.htm
Gruesse
Pitter
Wie kann ich dir denn helfen rolf?
Liebe Experten,
ich weiß jetzt langsam nicht mehr, was ich glauben soll!
Da habe ich mir extra vor nicht allzulanger Zeit einen Bandschleifer, einen Bohrständer und eine Schwabbelscheibe gekauft und war froh daß ich jetzt endlich Messer anständig schärfen kann.
Die Hitze macht nix aus, wurde geschrieben, sogar von einer gewissen "Sekundärhärtung" bei div. Stählen war irgendwo die Rede.
Tatsächlich kommt mir beim Schleifen die Wärme nicht allzu hoch vor. Der Kontakt mit dem Schleifband ist auch rel. kurz.
Kann ich jetzt wieder von Hand anfangen, oder was?
Bitte, bitte klärt mich auf!
Grüße, Matthias.
Hallo Matthias,
natürlich kannst du diese Wärmeentwicklung nicht fühlen, sie beschränkt sich ja auf einen minimalen, lokalen Bereich von wenigen Micrometern Ausdehung. Diese Erwärmung kommt übrigens auch beim Polieren mit der Polierscheibe vor. Aus dem Leutze Verlag gibt es z.B. "Das Handbuch des Schleifens und Polierens", hierbei handelt es sich allerdings weniger um ein "Handbuch" im allgemeinen Sinn als vielmehr um ein Wissenschaftliches Werk über industrielles Schleifen und Poliern. Da lassen sich dann derartige Details auch nachlesen.
Ich persönlich schärfe seit einiger Zeit mit jap. Wassersteinen, Korn 800, Feinabzug auf Korn 6000, und bin voll begesitert. Und lokale Erwärmung auf 500..600°C ist dabei überhaupt kein Thema.
Original erstellt von roman:
[B]Wie kann ich dir denn helfen rolf?
Hallo Roman
Grüße aus Frechen
Ich verstehe nicht ganz...
Ist da was an mir vorbei gegangen, denn ich weiß im Moment nicht wofür dein freundlich gemeintes hilfe Angebot steht.
Gruß Rolf
Ja dieses nette buch kenn ich auch. da steht auch irgendwo drin das bein schleifen mit 1200 schleifpapier trocken in der oberfläche ca. 1µm bis zu 2000°C erreicht. wie bereits erwähnt in den untersuchen die ich in die Datenbank gestellt hab kann man das auch finden. und bei meinem besuch bei wilkenson vor ein paar jahren hab ich das thema mit dem QM Chef auch besprochen. ist so.
ja matthias, das das unbequem ist was ich sage weis ich schon lange. selbst für "messerprofis". aber an der realität kommt man halt irgendwann nicht mehr vorbei.
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von roman:
Ja dieses nette buch kenn ich auch. da steht auch irgendwo drin das bein schleifen mit 1200 schleifpapier trocken in der oberfläche ca. 1µm bis zu 2000°C erreicht. [/quote]
Gilt das für das Schleifen mit Hand oder für maschinelles Schleifen?
Und welche Auswirkungen ergeben sich daraus?
Gruß
Guenter
Hallo ihr schleifer.
@ hanker.
Das rote schleifmittel, das du erwaehnst, ist wahrscheinlich "pariser rot".
Zu beziehen ueber goldschmiede oder den schleifmittelhandel. Schau mal in den gelben seiten nach.
Das zeug kann in verbindung mit ballistol o.ä. auch sehr gut als mittel zum einlaufen von mechaniken benutzt werden.
Nun zum messerschaerfen.
Ich bin beeindruckt!
Und frage mich!
Wie bringe ich ohne dogmen und zaubersprueche nur meine messer befriedigend scharf?
Es geht.
Ungefaehr 12-15 jaeger denen ich die messer regelmaessig schaerfe, haben sich bis jetzt noch nicht beschwert.
Diesen schaerfedienst habe ich auf bitten sehr gerne uebernommen, nach dem ich gesehen habe, was sogenannte "fachleute" mit den messern -viele von mir gefertigt- angestellt haben.
Bandschleifer zum vorschliff setze ich eigentlich nur bei beilen und aexten ein.
Ansonsten verschiedene arkansas-steine, einen belgischen brocken, einen japanischen, synthetischen wasserstein, eine juwelier/werkzeugmacher diamantfeile, leder und 600er schleifpaste zum abziehen.
Ein lansky schaerfeset liegt seit jahren ziemlich unbenutzt in der ecke rum.
Als schmiermittel verwende ich petroleum und wasser(fuer den "japaner")
Nun muss ich gestehen, dass ich nicht weiss welche winkel ich schleife.
Alles freihand, nach gefuehl und der jeweiligen klinge angepasst.
Der vorschliff wird so flach wie es die klinge zulaesst gemacht.
Der feinschliff wird etwas steiler, je nach verwendungszweck der schneide.
Es hat natuerlich etliche jahre gebraucht bis ich gleichmaessig gute ergebnisse erzielt habe.
Welcher stein jeweils zum einsatz kommt ist gefuehlsache. Nach den ersten zuegen weiss ich, ziemlich genau, welcher der richtige ist.
Messer bis "normalgroesse" ziehe ich freihaendig ueber den stein.
Grosse messer und beile etc. werden eingespannt und der stein ueber das werkstueck gezogen.
Wenn die schneide noch einigermassen ok war, dauert das ganze keine 5 minuten.
Es ist mir klar, dass solches tun nur auf unverstaendnis und verachtung bei den echten messerfreaks stossen kann.
Meine messer und die meiner freunde muessen aber arbeiten, und das tun sie auch.
Mit allen, auch den beilen, koennte man sich rasieren. (Zumindest an armen und beinen.)
Standzeiten wie in der literatur beschrieben bekomme ich nicht hin.
Ich habe aber den verdacht, dass meine vorstellung von einem -noch- scharfen messer weit vom ueblichen abweicht.
Ich sehe regelmaessig "scharfe" messer, die fuer mich hoechstens noch zum holzspalten oder wurzelausgraben zu gebrauchen waeren.
Noch was zur werkzeugpflege.
Abziehsteine sollten moeglichst ebene arbeitsflaechen haben.
Da sich die steine abnutzen mussen sie gelegentlich begradigt werden.
Ein schleifpapier auf eine ebene flaeche legen (glasplatte..) und den abziehstein darauf eben schleifen.
Aber mit gefuehl!
Bandschleifer waeren keine gute wahl. Die thermische belastung wird fuer die steine leicht zu hoch. Das gibt dann bruch.
Also, schleifts gut!
"matt"
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Rolf:
600°C sehe ich zwar nicht, aber ich fühle Sie.[/quote]
Ok, leider kann ich meine Formelsammlung gerade nicht finden http://www.messerforum.net/ubb/wink.gif. Gehen wir doch einmal davon aus, daß wir eine Klinge haben, die komplett flach geschliffen ist und da wo wir sie halten, 15mm hinter der Schneide, 3mm stark ist. Jetzt machen wir einen Schnitt der Breite 1mm durch diese Schneide und vernachlässigen einmal die Wärmeabgabe an die Luft (als Ausgleich dafür vernachlässigen wir auch noch die relativ schlechte Wärmeleitfähigkeit von Stahl) und gehen von einem linearen Energie- zu Temperatur- Verhältnis aus. So jetzt erhitzen wir schnell etwa 1/10mm³ Stahl direkt an der Schneide auf 600°C (der Rest hat noch die Raumtemperatur von 20°C). Bis wir nun zu dem Bereich, indem sich unsere Finger befinden kommen liegen noch etwa 22mm³ Stahl. Wenn wir nun aufgrund des vernachlässigten Wärmewiderstandes ausrechnen inwieweit sich die 600°C auf einem Volumen von 0,1mm³ auf die 22mm³ bei 20°C auswirken, dann kommen wir auf eine Temperatursteigerung von etwa 2,5°C. Das spürst Du?
@ hankER
Du hast was wichtiges vergessen!
Die finger (auflageflaeche ~20qmm, temp ~37C)
heizen den stahl von der anderen seite her auf.
Die beiden waermefronten treffen sich irgendwo zwischen schleifflaeche und finger.
Was passiert?
Das metallgefuege wird durch den aufprall dieser energien unrettbar zerstoert.
Das messer kannst du glatt wegschmeissen!
"matt"
http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm45.gif
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Seb:
wie lang sind eigentlich die sharpmaker stäbe?[/quote]
Habe mal meine Sharpmaker Stäbe vermessen. Sie haben eine Länge von ca. 17,5cm. Wenn Du sie in den Sockel gesteckt hast bleibt Dir eine nutzbare Länge von so 16 cm.
Mit dem Lansky fold-a-vee habe ich keine Erfahrung. Nur sieht es so aus, dass Du da nur eine Art von Stäben hast. Beim Sharpmaker sind es zwei (grob und fein) Ausserdem kannst Du beim Sharpmaker zunächst die Ecke des dreieckigen Stabes und beim nächsten Arbeitsgang die Fläche benutzen. Man muss die Stäbe dazu nur umstecken. Ob das mit dem Lansky auch geht, weiss ich nicht.
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Grüsse Coolcat http://www.knoepfel-edv.de/bilder/coolcat.gif
Mal zwischen durch noch zwei fragen...
wie lang sind eigentlich die sharpmaker stäbe?
und was haltet ihr von diesem Lansky fold-a-vee? das scheint ja das gleiche Prinzip in wesentlich billiger zu sein....
Seb
Ich hab mal irgendwo gelesen, daß es besser ist die Schneide nicht zu polieren, sondern beim Schleifen mit einer mittleren Körnung aufzuhören. Dadurch würden feine "micro serrations" entstehen, die die Schnittfähigkeit der Klinge in den meisten Materialien verbessern. Da dieser Tipp meiner natürlichne Faulheit entgegenkommmt, habe ich ihn ausprobiert, und beende den Schleifvorgang jetzt schon seit einiger Zeit mit einem 280er Stein (Lansky sharpener),und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden (ist zwar nicht mehr spiegelglatt aber trotzdem sauscharf)
Hat irgendjemand eine Idee hierzu?
Also unter "sauscharf" verstehe ich, dass ich mit der Klinge in einer geradlinigen (kein ziehender Schnitt!) Bewegung am Unterarm entlangfahren kann und dass dabei die Haare davonhüpfen (vor Angst? http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif) Feinschliff erfolgt dazu mit Korn 800-1000, abgezogen wird dannach mit Korn 6000
also das mit dem Unterarm rasieren hab ich sein lassen... gibt so hässliche kahle stellen, und wenn man sich komplett rasiert, dann gibt das so nen seltsamen Kontrast zum anderen arm http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif
Pech für dich Seb, dass du keine blonden Haare hast http://www.messerforum.net/ubb/tongue.gif http://www.messerforum.net/ubb/tongue.gif
Hallo leute.
Das thema ist schon ausgelutscht,
aber trotzdemnoch ein nachschlag.
Messer mit polierscheibe und schwabbel zu schaerfen ist, nach meinen erfahrungen, wirklich nicht das gelbe vom ei.
Ich kann mir nicht vostellen, dass ein profi das macht.
Die schneiden werden schoen, manchmal auch scharf, aber die standzeit ist sehr viel geringer als bei einem handabzug.
Mit der polierscheibe weren die schneiden rund.
Wenn man zufaellidg mal richtig hinhaelt, werden sie "sauscharf", fallen aber bei der ersten belastung um.
Vermutlich hat roman recht, wenn er auch noch eine ueberhitzung an der schneidkante unterstellt.
Ich kenne keinen -ernstzunehmenden- beil/messernutzer der die schneiden seiner werkzeuge an der polierscheibe schaerft.
Gruß "matt"
Matt, da kann ich Dir so nicht zustimmen, hier kommt in Absänden von einigen Monaten in einem Baumarkt immer ein "professioneller" Messerschärfer vorbei, bei dem man seine Messer schärfen lassen kann. Seine Ausstattung besteht aus Bandschleifern verschiedenster Art sowie 2 .. 3 Polierscheiben. Naja, wer so jemandem sein Messer zum "Schärfen" anvertraut und dann auch noch 20 DM dafür bezahlt ist selbst schuld. Abgesehen davon schärfen auch sehr viele Hobby- und Professionelle Holzschnitzer ihr Schnitzwerkteug an der Polierscheibe - aber eben in relativ kurzen Zeitabständen.
Hi Armin
Du hast einen Fehler gemacht und dich als vorsichtiger Befürworter des Bandschleifers und der Polierscheibe geoutet.
Man wird dir innerhalb kürzester Zeit anhand von Formelsammlungen und wissenschaftlichen Abhandlungen beweisen daß solchermaßen vergewaltigte Klingen nicht mehr schnitthaltig sind.
Gruß Rolf
Tja Rolf, da hast Du wohl etwas genau falsch herum verstanden :cool: Ich sagte doch ausdrücklich "wer so jemandem seine Klingen zum Schärfen anvertraut ... ist selbst schuld"
...und mit dem Bandschleifer wird bei mir höchstens ein Meissel nachgeschliffen :p
Ich
sollte beim nächsten mal genauer hingucken.
Rolf
...was denn? da wirds dem Meissel wenigstens schön warm! :D :D
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