Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Parteien zum Waffenbesitz
Mal ausnahmsweise Schusswaffenthema auch hier. Früher oder später gehts mit Messern weiter.
Die Info kam per WO mail. Ich zitiere mal die Links zu den Informationen. Da nicht jeder bei WO angemeldet ist - könnte jemand die Quellen suchen und hier ergänzen.
Das Ganze ist, wie befürchtet - bzw. eher noch schlimmer.
Besonders schön "Wir haben heute Girls’ Day. Das Problem der Bewaffnung der Bevölkerung mit gefährlichen Schusswaffen ist ein Männerproblem in unserer Gesellschaft." - (Silke Stokar von Neuforn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Gibts ausser fanatischen Missionieren und Polarisieren eigentlich noch ein paar in den Entscheidunsgremien, die Denken können?
Pitter
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Am 23.04.2009 fand eine Plenarsitzung im Bundestag statt, in der die Anträge von B90/Grüne und der Linken bezüglich einer Waffengesetzverschärfung bzw. einem totalen Waffenverbot erörtert wurden. Diese Sitzung hat die schlimmsten Befürchtungen für die Zukunft des legalen Waffenbesitzes bestätigt.
Im Anhang finden sich auf Waffen-Online folgende Dokumente:
• Übersicht Bundestagsdebatte 09.04.2009: Eine Kurzübersicht mit den wichtigsten Punkten zu den einzelnen Parteien aus dieser Sitzung
http://forum.waffen-online.de/index.php?showtopic=378620
• Bundestagsdebatte 09.04.2009: Ein wörtliches, vollumfängliches Protokoll der Sitzung in den genannten Punkten:
http://forum.waffen-online.de/index.php?act=attach&type=post&id=19719
• Die offizielle Pressemitteilung der SPD mit Ihren abstrusen Forderungen, einschließlich einem Totalverbot:
http://forum.waffen-online.de/index.php?act=attach&type=post&id=19723
man hat den eindruck, dass es im bundestag mit seinen 612 abgeordneten immer nur 4 politiker gibt, die gleichen im übrigen, die schon bei der messerdebatte vorgeprescht sind, die sich zu dieser problematik äußern können / wollen / müssen. :hehe:
man hat den eindruck, dass es im bundestag mit seinen 612 abgeordneten immer nur 4 politiker gibt, die gleichen im übrigen, die schon bei der messerdebatte vorgeprescht sind, die sich zu dieser problematik äußern können / wollen / müssen. :hehe:
Sicher. Fürs restliche Jahr fällt denen nix gescheites ein, mit dem sie in die Presse kommen. Und jetzt reiten sie wieder ihr Propagandavehikel zu Tode.
Pitter
Sicher. Fürs restliche Jahr fällt denen nix gescheites ein, mit dem sie in die Presse kommen. Und jetzt reiten sie wieder ihr Propagandavehikel zu Tode.
Pitter
Hallo Pitter,
genau so ist es. Ein halbes Jahr vor Wahlen muss von den einschlägig dafür bekannten Parteien immer mit der Kette gerasselt werden.
Gehört bei diesen Parteien zum Geschäft um die Bevölkerung zu verunsichern und dadurch ggf. Stimmenfang zu betreiben. Man kennt das ja so langsam zu genüge.
Ein Sportsfreund von mir, seines Zeichens Staatssekretär a.D. und heute noch im Präsidium des deutschen Schützenbundes sitzend sagte mir noch gestern Morgen, daß sich bei der momentan abzuzeichnenden Konstellation nach der Bundestagswahl bis auf ein paar unwensentlich kleinere Änderungen (Waffenschrankkontrolle) rein gar nichts am Waffengesetz ändern werden wird.
Dizzy
Danke,
der SPD hab ich gleich mal meine Meinung zu Ihrer tollen Pressemitteilung mitgeteilt, damit denen klar wird wie diese bei potentiellen Wählern so ankommt. :p
Gruß
El
sowas, nun hab ich die Herrschaften gerade angeschrieben, wegen der Netzsperren, jetzt hab ich schon wieder nen Anlass ...
so langsam fühl ich mich von meinen Abgeordneten so gar nicht mehr vertreten ...
Ein Sportsfreund von mir, seines Zeichens Staatssekretär a.D. und heute noch im Präsidium des deutschen Schützenbundes sitzend sagte mir noch gestern Morgen, daß sich bei der momentan abzuzeichnenden Konstellation nach der Bundestagswahl bis auf ein paar unwensentlich kleinere Änderungen (Waffenschrankkontrolle) rein gar nichts am Waffengesetz ändern werden wird.
Der täuscht sich. Schreibs Dir auf, wir reden nochmal darüber. Würde gerne nen smiley anfügen, aber was da im Moment an Verblödungsaktionen abgeht, da vergeht mir das Lachen.
Wen es interessiert:
http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769
http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867
Das läuft exakt nach dem gleichen Schema. Bringt nix, trifft aber Gefühlsdusseligkeiten. Und wer dagegen argumentiert, ist für Kinderporno oder ein gemeingefährlicher Waffennarr.
Pitter
Hi Pitter!
Schön dass auch durch deinen Beitrag die Forumiten zum lesen und
nachdenken angeregt werden. Wichtig ist, dass sich möglichst viele
Menschen mit diesem Thema auseinandersetzen.
Ich finde es wichtig, dass Änderungen eintreten und auch ein generelles
Umdenken stattfindet. Jedoch sollte nicht wieder der Fehler gemacht
werden, damit an einer falschen Stelle anzufangen (WaffG). Es muss
sich etwas ändern, aber die Probleme sind doch primär woanders
zu suchen, insofern kann ich den Ausführungen des FDP-Abgeordneten
Hartfrid Wolff zum Teil beipflichten.
Aber die Frage wurde ja auch schon in den Raum gestellt.
Anscheinend befassen sich nicht gerade viele Abgeordnete mit dieser
Debatte?! (was ja relativ enttäuschend ist).
Es hat natürlich wieder den Anschein, als ob hier wieder ein General-
verdacht geäußert wird. Das kann ich mal wieder überhaupt nicht verstehen.
Allerdings ist es auch Aufgabe des Staates Risiken zu minimieren. Jedoch
bitte nicht auf Kosten der Falschen! :mad:
Messerjocke2000
27.04.09, 08:52
Ein Sportsfreund von mir, seines Zeichens Staatssekretär a.D. und heute noch im Präsidium des deutschen Schützenbundes sitzend sagte mir noch gestern Morgen, daß sich bei der momentan abzuzeichnenden Konstellation nach der Bundestagswahl bis auf ein paar unwensentlich kleinere Änderungen (Waffenschrankkontrolle) rein gar nichts am Waffengesetz ändern werden wird.
WENN die Treiber denn bis nach den Wahlen warten. Und selbst dann wage ich zu bezweifeln, dass da nichts mehr kommt.
Ich bin weder Sportschütze noch Jäger noch Sammler von Schusswaffen. Selbst mir ist aber klar dass das, was da einige Politiker (wieder mal diesselben wie bei den pösen, pösen Messern) von sich geben, Unsinn ist.
Kilian
Bringt nix, trifft aber Gefühlsdusseligkeiten.
Bringt nix?
Warten wir's ab.
Da alle Stoppschild-Seiten mit identischem Text ausgestattet werden, bekommen die bösen Buben per Suchmaschine eine hübsche Komplettliste aller Seiten, die in Frage kommen (Spätestens, wenn die anonymisiert per alternativem DNS im Netz unterwegs sind.).
Hier ein interessanter Blogartikel (http://www.internet-law.de/2009/03/kinderpornografie-im-web-kann-effektiv.html) eines IT-Anwalts, der sich mit einer Aktion beschäftigt, die mit sehr wenig Aufwand große Wirkung hatte.
... nun hab ich die Herrschaften gerade angeschrieben, wegen der Netzsperren,
Gut gemeint, nur völlig sinnlos.
Frau von der Leyen ist vollständig beratungsresistent. Fachartikel zum Thema bis hin zu Interessensgruppen Betroffener (http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Missbrauch-Internet-Pornografie-Kinderpornografie;art122,2774952) erklären die Sinnlosigkeit. Man könnte es besser wissen.
Warum macht sie es trotzdem?
Einerseits hat es propagandandistische Wirkung (die Frau Ministerin tut was ...), klar.
Andererseits erahnt man beim Lesen solcher Passagen (http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867), wo die Reise wirklich hingehen soll:
Und in Deutschland stehen die Interessensgruppen bereits in den Startlöchern. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hakte sich sogleich bei der Ministerin ein: „Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.“ Das ist die mühsam verklausulierte Forderung, unliebsame P2P-Linkseiten auf die Sperrliste zu hieven.
Steffen
Gut gemeint, nur völlig sinnlos.
Frau von der Leyen ist vollständig beratungsresistent.
Die schreibe ich auch nicht an. Die interessiert sich ja nichtmal für die Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages (der zum Schluss kommt, das Netzsperren nicht zielführend und auch nicht angemessen sind.) Sie kommt außerdem nicht aus meinem Wahlkreis und nicht aus den angrenzenden Wahlkreisen.
(Und ich finde dieses moderne Erb-Politikertum auch sehr fragwürdig, ebenso fragwürdig, wie Madame da ihre Karriere betreibt, da gibt es einen guten Artikel in der FAZ drüber.)
Andererseits erahnt man beim Lesen solcher Passagen (http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867), wo die Reise wirklich hingehen soll:
Was sogar der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) auffällt:
"Es sei aber zutreffend, sagte sie, dass man die Provider mittels Gesetz dazu zwinge, eine Technik anzubieten, mit der sich beliebig Seiten sperren ließen. "Ich gehe davon aus, dass dadurch Begehrlichkeiten geweckt werden, auch Inhalte ausländischer Anbieter zu reglementieren, die keinen Bezug zu Kinderpornografie aufweisen."
http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/23/1132859.html
Das ist das eine. Das andere ist, ich bin sicher länger und intensiver im WWW (und seinen Vorläufern) unterwegs, als die, die jetzt nach Sperren rufen. Nur - ich habe im WWW noch nie eine HTML Seite gesehen (und nur das liesse sich so sperren, wie es vorgesehen ist), auf der KiPo angeboten wird. Ich hab schon jede mir nur denkbare Perversion und Illegales gesehen, aber das eben noch nicht. Dass man da "einfach mal so hinkommt" ist gelogen.
Leider weiss das der Wähler, den man den Kram als effektives Mittel gegen Kipo verkaufen will, nicht. Ich sehs ja an den Eltern der Mitschüler meines Kleinen. Die wissen Null, was da "im Internet" abgeht, und was die Kinners so alles mit dem Computer anstellen. Dumm das. Wenn das der Querschnitt der Bevölkerung ist - und ich gehe mal davon aus, das ist er nicht, Eltern von Gymnasiumsschülern sind schonmal gefiltert - dann gute Nacht, denen kann man alles verkaufen.
Ja, das sind die, die glauben, mein Taschenmesser ist verboten, weil es so gefährlich ist ;) Gleiches Spiel, bei dem man nicht viel Glück braucht.
Pitter
Mir ist schon ganz schwindlig vom ständigen Kopfschütteln.
Neues von unserer Familienministerin:
"Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, wer Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft."
Quelle: Radio 1 (http://www.radioeins.de/programm/sendungen/eine_stunde_zeit/kopf_der_woche/ursula_von_der_leyen.html)
Es geht doch schließlich um den Schutz unserer Kinder und niemand hat vor einen generellen Zensurmechanismus zu installieren der aus einer geheimgehaltenen Liste des BKA gespeist wird.
Lust auf eine kleine Wette? (http://zensiertdas.net/)
Das allerdings auch das Glücksspielmonopol auf diese Weise umgesetzt wird glaube ich nicht. (http://boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15790/)
Ciao Sven
Neues von unserer Familienministerin:
Sie weiß es und will es trotzdem.
Beeindruckend.
Das belegt vollständige Erkenntnisunfähigkeit.
Irgendwie beneide ich diese Frau.
Man könnte soo glücklich sein, wenn es nur gelänge, die Realität konsequent auszublenden ...
Steffen
Wenn die Frau nicht Ministerin wär, man könnt sie nicht ernst nehmen...
Zitat von Dizzy:
Ein Sportsfreund von mir, seines Zeichens Staatssekretär a.D. und heute noch im Präsidium des deutschen Schützenbundes sitzend sagte mir noch gestern Morgen, daß sich bei der momentan abzuzeichnenden Konstellation nach der Bundestagswahl bis auf ein paar unwensentlich kleinere Änderungen (Waffenschrankkontrolle) rein gar nichts am Waffengesetz ändern werden wird.
Ich wohne im gleichen Landkreis zudem auch Winnenden dazugehört.
Und hier wird schon ordentlich mit den Säbeln gerasselt.
(Bin u.a. auch Sportschütze)
Ich habe vor 5 Tagen Post vom Landrat erhalten, mit den folgenden Bitten:
- Angabe meiner Schusswaffen
- Angabe von Munition
- Foto von Aufbewahrungsmöglichkeit - Waffenschrank
- Androhung von Strafen (falls nicht richtig verwahrt)
- Sicherheitsnorm des Waffenschrankes angeben.
- Munition möglichst reduzieren
Ein freundlicher Hinweis wo man seine Waffen doch am besten gleich abgeben kann (aller Art) und somit in den Genuss einer kostenlosen Verschrottung kommt.
Gruß Steve
@Steve: keine Besuchsankündigung bei Nichtbeachten?
Auf Abgeordnetenwatch gibt es inzwischen diverse Anfragen zu beiden Themen. Lest aber nicht Wiefelspütz, das is ungesund.
Messerjocke2000
27.04.09, 11:33
"Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, wer Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft."
WTF? Versierte Internetnutzer quasi mit Pädokriminellen gleichzustellen ist ja mal der Hammer.
Nebenbei, um die IP direkt einzugeben oder den DNS Server zu ändern, muss man jetzt auch nicht soo versiert zu sein...:rolleyes:
Bei den "Waffenfeinden" bekomme ich so allmählich das Gefühl, die Leute haben Angst vor Waffen, Messern etc.
Anders kann ich mir das Verhalten nicht erklären, was Frau Stokar von Neuforn, Herr Körting etc. an den Tag legen
Kilian
Wenn die Frau nicht Ministerin wär, man könnt sie nicht ernst nehmen...
Oh doch, ich nehme sie sehr ernst. Genau wie ihre anderen Kollegen.
Das was uns völlig unlogisch und an den Haaren herbeigezogen scheint ist genau der Alltag und die Welt in der unsere Politiker leben.
Da geht es nicht um Fakten oder Logik, richtig oder falsch, sondern darum welche Parteien und welche Personen wann was schon gesagt haben und wie man sich von ihnen abgrenzen/abheben/profilieren kann.
Wer schafft es morgen auf die Titelseite und war die Schlagzeile eher positiv oder negativ.
Dem gilt der erste Gedanke, denn das sichert den Aufstieg und dem eigenen Profil.
Der zweite Gedanke gilt den Interessen der eigenen "Förderer", den Lobbyisten und Unternehmen die einem den Weg geebnet haben und denen man ja irgendwie verpflichtet ist. Man weiß ja auch nie wie es nach der nächsten Wahl aussieht...
Und der dritte Gedanke?
Ganz übergreifend über alle Parteien und Fraktionen?
Schaut euch um und ihr seht wo die Reise hingeht.
Ciao Sven
Oh doch, ich nehme sie sehr ernst. Genau wie ihre anderen Kollegen.
Mein ich ja, die ist in einer Position, wo sie mit etwas, das an anderer Stelle wirklich keiner ernst nehmen würde, Schaden anrichten kann.
Kleiner Kommentar zu den 20% ...
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30199/1.html
Bei den "Waffenfeinden" bekomme ich so allmählich das Gefühl, die Leute haben Angst vor Waffen, Messern etc.
Genau so ist das.
Alles, was fremd ist, macht Angst.
In den 70ern waren's die „Zigeuner“ und heutzutage wird zwischendurch die „Sau“ Islam durchs mediale Dorf getrieben.
Aus dem SPD-PDF, das Pitter im Startpost verlinkt hat: „Einen verbesserten Jugendschutz vor exzessiv gewalthaltigen Computerspielen wollen wir noch in dieser Wahlperiode erreichen.“ Im Prinzip das gleiche Thema.
Fast schade, dass das MF sowas inhaltlich nicht hergibt, aber mein Bedürfnis nach einem Sammelthread „Der frei flottierende Wahnsinn“ steigt ...
Steffen
anson argyris
27.04.09, 15:20
Bei den "Waffenfeinden" bekomme ich so allmählich das Gefühl, die Leute haben Angst vor Waffen, Messern etc.
Anders kann ich mir das Verhalten nicht erklären, was Frau Stokar von Neuforn, Herr Körting etc. an den Tag legen
Das nennt sich Hoplophobie, glaube ich.
Fast schade, dass das MF sowas inhaltlich nicht hergibt, aber mein Bedürfnis nach einem Sammelthread „Der frei flottierende Wahnsinn“ steigt ...
Och, das gibt das MF locker her. Messer hin und Schmieden her - ich bin davon überzeugt, dass dann, wenn es denn nötig ist, das MF sehr wohl mehr zu leisten hat, als Fachzusimplen. Schliesslich gibts da draussen eine Welt. Deswegen habe ich das Eingangsposting geschrieben.
Das Problem ist nur, dass in solchen Sammelthreads dann auch wieder die aus ihren Steinen kriechen, die zwar nichts erwähnenswertes zu vermelden, aber viel zu verkündigen haben.
Wenn Du mir klarmachst, dass das was bringt und Du den Sermon moderierst, kannst Du gerne Deinen thread haben.
Pitter
Erstmal Danke für das Angebot.Wenn ... Du den Sermon moderierst ...Daran sollte es nicht scheitern. Bitte gleich in der Prügelecke. :steirer:
Das Problem ist nur, dass in solchen Sammelthreads dann auch wieder die aus ihren Steinen kriechen, die zwar nichts erwähnenswertes zu vermelden, aber viel zu verkündigen haben.
Das steht zu erwarten und gäbe vermutlich in kürzester Zeit jede Menge Streit.
Könnte natürlich unterhaltsam werden. :D
Wenn Du mir klarmachst, dass das was bringt ...Tjä, das kann ich natürlich mangels beschränkter prophetischer Fähigkeiten nicht.
Vor allem nicht, was es bringt.
Mein Einwurf entsprang dem Eindruck, dass das Maß der allgemeinen Verrücktheit in letzter Zeit immer mehr zunimmt.
Zusätzlich gibt es hier Leute, die ich grundsätzlich für vernünftig halte und deren Ansichten mich durchaus zu mehr Themen als „nur“ Messer interessieren würden.
Voll öffentlich ist das jedoch m.E. Murks.
Und vielleicht bin ich ja der einzige, dem es so geht ...
Steffen
Du bist nicht allein, aber was bringt das?
Ich zweifele schon einige Zeit, dass da Einer wirklich etwas WISSEN will.
gast31082009
27.04.09, 19:02
Mein Einwurf entsprang dem Eindruck, dass das Maß der allgemeinen Verrücktheit in letzter Zeit immer mehr zunimmt.
Zusätzlich gibt es hier Leute, die ich grundsätzlich für vernünftig halte und deren Ansichten mich durchaus zu mehr Themen als „nur“ Messer interessieren würden.
Voll öffentlich ist das jedoch m.E. Murks.
Und vielleicht bin ich ja der einzige, dem es so geht ...
Steffen
Nein, Du bist keineswegs alleine.
In wiefern das nicht öffentlich sein sollte ist Ermessenssache. Für meinen Teil bevorzuge ich es mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten.
Jedoch ist in vorausgehenden Beiträgen (anderen Threads) im Prinzip alles gesagt. Der Thread von Pitter ist, wie er schon erwähnte mißbraucht von Beitragenden, die jede Gelegenheit nutzen, persönliche Erfahrungen (gefühlte) zu schildern. Ob das nun der Brief vom Landrat ist, oder das Kundtun gesendeter Hinweise an Parteien.
Auch die Meinung einzelner, die in Lobbyistenvereinigungen tätig sind, und persönliche Befindlichkeiten äußern, sind im Prinzip irrelevant. Period.
Insgesamt ist das Thema recht "abgeschnafft" und würde auch in der PE nur zum wiederholten Ausschütten bereits weitgehend leerer Teetassen führen.
stefan
Mein Einwurf entsprang dem Eindruck, dass das Maß der allgemeinen Verrücktheit in letzter Zeit immer mehr zunimmt.
Nö. Nur bei Waffen/Messer/ Websperre fällts hier halt mehr auf.
Was die "Argumentations"struktur angeht (Angst schüren, Fakten nicht kennen oder leugnen) kenne und diskutiere ich das in anderen Bereichen seit Jahren. Passt halt nur nicht in dieses Forum.
Aber der Ablauf ist genau derselbe - mit allen üblen Folgen, nämlich dass die Leute aus unbegründeter, aber exisiterender Angst jeden Schwachsinn glauben und befolgen, der ihnen erzählt wird.
Pitter
BTW, ich höre gerade was über "Schweinegrippe". Gleiche Nummer. Gabs schon bei BSE und Hühnergrippe. Schau Dir mal die tatsächlichen Opferzahlen an. Und das Bohei dazu.
Im Schnitt sterben >20.000 Menschen in D jedes Jahr an ganz "normaler" Grippe. Das zum Thema reales Risiko.
Nö. Nur bei Waffen/Messer/ Websperre fällts hier halt mehr auf.
Seit der letztjährigen „Expertenrunde“ bin ich wirklich ernüchtert und ein gutes Stück klarsichtiger.
Meinst du, die Gesamtmenge an Wahnsinn und Unredlichkeit war immer schon so?
Möglich.
Was die "Argumentations"struktur angeht (Angst schüren, Fakten nicht kennen oder leugnen) kenne und diskutiere ich das in anderen Bereichen seit Jahren.Wo? An einer Art Diskussionszentrale wär' ich sehr interessiert. ;)
Und: Angst oder Fakten nicht zu kennen ist eine Sache. Fakten leugnen eine andere.
Ich hätte da z.B. den rapide wachsenden Einfluss von Kreationisten (http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus) in D. im Angebot.
Auch hier war ich verblüfft, wie viele Leute bis hin zu politischen Spitzenfunktionären (http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,445487,00.html) völlig realitätsbefreit agieren (bei Bedarf hab' ich noch einen bunten Strauß an Quellen ...:D)
"Schweinegrippe"Ja. Überall.
Steffen
Ich habe vor 5 Tagen Post vom Landrat erhalten, mit den folgenden Bitten:
- Angabe meiner Schusswaffen
- Angabe von Munition
- Foto von Aufbewahrungsmöglichkeit - Waffenschrank
- Androhung von Strafen (falls nicht richtig verwahrt)
- Sicherheitsnorm des Waffenschrankes angeben.
Hallo Steve68,
Entschuldigung,aber damit kommt Euer Landrat erst jetzt? Na ja, verstehe , Winnenden in unmittelbarer Nähe und die Wahl steht vor der Tür.
Ich als ebenfalls waffenführender Bürger bitte sogar um solche Maßnahmen, daß lässt mich irgendwie sicherer schlafen. Ganz im Gegenteil, ich würde das sogar noch ein wenig ausbauen was die Altersstruktur betrifft. GTI soll man ja nach der neuesten Werbung auch erst mit 21 fahren. ;)
Es geht einfach nicht, daß man sich in jungen Jahren über einen Verein mit der Begründung"Üben" und "Wettkampf"eine oder mehrere Faustfeuerwaffen,respektive Langwaffen besorgt und diese dann mit 3000 Schuss Munition unter Bett und Kopfkissen legt. Wer die Patte dafür hat, dem sollte vom Gesetzesgeber auch zur Auflage gemacht werden, mindestens einen Waffenschrank der Klasse B gleich mit der ersten Waffe zu kaufen. Wer schießen will MUSS auch für Sicherheit sorgen.Da führt kein Weg dran vorbei!
Die Zeiten, wo man eine "scharfe Plemm" hinter die Socken legen kann sollten endgültig der Vergangenheit angehören.
Dizzy
Seit der letztjährigen „Expertenrunde“ bin ich wirklich ernüchtert und ein gutes Stück klarsichtiger.
Meinst du, die Gesamtmenge an Wahnsinn und Unredlichkeit war immer schon so?
Vermutlich. Nur machen heute die Politiker effektivere Pressearbeit. Beispiel:
http://www.insm.de/
Von denen kommt der Spruch ""Sozial ist, was Jobs schafft". Wenn Du Dir mal die Ziele der INSM genauer anschaut, weiss man, dass man das "sozial" streichen kann. Das ist nichts anderes, wie neoliberale Lobbyarbeit. Und zwar eine sehr gute und erfolgreiche. Der Wikipedia Artikel trifft das recht gut.
http://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft
Und die Presse spielt "besser" mit. Das Regulativ der Presse/der Journalisten geht nunmal immer mehr flöten, wenn nur noch hingerotzt, aber nicht sauber recherchiert wird. Und da kommt denn der Kostendruck und der zeitliche Wettlauf mit rein.
Das eine kommt zum anderen. Und so kann ein Politiker viel länger viel dümmeren Mist erzählen, ohne das er sich in der Öffentlichkeit eine Watschn abholt.
Wo? An einer Art Diskussionszentrale wär' ich sehr interessiert. ;)
Überall. Sobald es in der Politik (Bundespolitik, aber auch Lokal-/Regionalpolitik) um ein Thema geht, bei dem man mit den Begriffen Angst/Risiko/Gefahr/Sicherheit die Leute beeindrucken kann, läuft das gleiche Schema: Angst schüren, Ursachen/Hntergründe auslassen, sinnlosen Vorschlag machen, sich auf die Schulter klopfen, Applaus kassieren.
Beispiele?
- Radwege
- Tagesfahrlicht
- Helmpflicht für Fahrradfahrer - besonders für Kinder
- Lamettapflicht für Fußgänger - da kommt dann wieder das Schulkind mit rein. "Kind" geht immer
- Terrorgefahr
- BSE, Geflügelpest hatte ich ja schon genannt
Und das Messer/Waffen/Kipo Thema haben wir gerade - mal wieder, und immer wieder.
Das sind alles Themen, wo die behauptete Gefahr einer näheren Überprüfung nicht standhält. Die gibts halt nicht, zumindest nicht in einem Rahmen, der einen unruhig schlafen lassen müsste.
Macht aber nix, das Killer Gegenargument ist immer "und wenn nur ein Mensch überlebt, oder ein Kind weniger misbraucht wird, hat sich alles rentiert".
Entschuldigung,aber damit kommt Euer Landrat erst jetzt? Na ja, verstehe , Winnenden in unmittelbarer Nähe und die Wahl steht vor der Tür.
Ich als ebenfalls waffenführender Bürger bitte sogar um solche Maßnahmen, daß lässt mich irgendwie sicherer schlafen.
Entweder ich habe Deinen Ironie-Tag übersehen, oder ich verstehe nicht, was Du meinst.
Pitter
...
Überall. Sobald es in der Politik (Bundespolitik, aber auch Lokal-/Regionalpolitik) um ein Thema geht, bei dem man mit den Begriffen Angst/Risiko/Gefahr/Sicherheit die Leute beeindrucken kann, läuft das gleiche Schema: Angst schüren, Ursachen/Hntergründe auslassen, sinnlosen Vorschlag machen, sich auf die Schulter klopfen, Applaus kassieren.
...
Das sind alles Themen, wo die behauptete Gefahr einer näheren Überprüfung nicht standhält. Die gibts halt nicht, zumindest nicht in einem Rahmen, der einen unruhig schlafen lassen müsste.
...
Es läuft aber nicht immer nach diesem Schema, es kommt nur darauf an, wer davon profitiert .
[OT]
Versuch mal, etwas über "Dioxinfunde + Ems + Sommerstau" zu erfahren, da wirst Du kaum bis keine Informationen finden, weil das, wo berechtigte Sorgen vorhanden sind, planmäßig unter den Teppich gekehrt wird, und die Verdummungsmaschine genau andersrum läuft - ist sicher nur eins von vielen lokalen Beispielen mit überregionaler Bedeutung...
Und diese Abteilung Interessendurschsetzung läuft vom Lokalpolitiker bis zum Bund nahtlos Hand in Hand, sogar mit den zuständigen Behörden und Gerichten...
Wenn es dann wieder so weit ist, wird in den Nachrichten selbstverständlich nur von dem Ereignis berichtet, wegen dem diese Informationen planmäßig zurückgehalten werden.
Ist nur ein Gegenbeispiel für die bedarfsweise Arbeitsweise, weil es direkt vor meiner Nase stattfindet.[OT off]
edit:
Wobei es jetzt langsam so aussieht, als seien einige Parteien endlich wegen der hiesigen Kernfrage zerstritten.
Gruß Andreas
Vermutlich. Nur machen heute die Politiker effektivere Pressearbeit. Beispiel:
http://www.insm.de/
Ja, die sind bekannt:mad:
Als Politiker würde ich sie aber nicht bezeichnen. Das ist das Sprachrohr einiger Lobbyisten (Arbeitgeberverbände).
Davon haben wir ja einige (http://www.bundestag.de/wissen/archiv/sachgeb/lobbyliste/lobbylisteaktuell.pdf).
Die INSM ist allerdings die erste die den Bogen mal so richtig überspannt hat. Eine Zeit lang hatten sie bei Talkshows fast alle Gäste gestellt und politische Dialoge in Vorabend-Serien platziert.
Im Moment treten sie ein bisschen ruhiger:rolleyes:
Ciao Sven
Ganz im Gegenteil, ich würde das sogar noch ein wenig ausbauen was die Altersstruktur betrifft. GTI soll man ja nach der neuesten Werbung auch erst mit 21 fahren.
Gibt es doch schon seit einigen Jahren, und zwar nicht ab 21 sondern Großkaliber ab 25 Jahren.
Wer die Patte dafür hat, dem sollte vom Gesetzesgeber auch zur Auflage gemacht werden, mindestens einen Waffenschrank der Klasse B gleich mit der ersten Waffe zu kaufen. Wer schießen will MUSS auch für Sicherheit sorgen.Da führt kein Weg dran vorbei!
Die Zeiten, wo man eine "scharfe Plemm" hinter die Socken legen kann sollten endgültig der Vergangenheit angehören.
Ist auch schon seit einigen Jahren Gesetz, deine "Verlangen" ist also schon längst umgesetzt.
Waffen unter dem Bett und Kopfkissen ist keine erlaubte Aufbewahrung.
Auch unter den Socken darf man keine "scharfe Plemm" haben, die gehört mindestens in einen A-Schrank (Langwaffe) oder B-Schrank (Kurzwaffe)
Ich als ebenfalls waffenführender Bürger bitte sogar um solche Maßnahmen, daß lässt mich irgendwie sicherer schlafen.
Genau an diesem Punkt sind wir wieder beim Thema unbegründete Ängste.
Aber der Ablauf ist genau derselbe - mit allen üblen Folgen, nämlich dass die Leute aus unbegründeter, aber exisiterender Angst jeden Schwachsinn glauben und befolgen, der ihnen erzählt wird.
Genau an diesem Punkt sind wir wieder beim Thema unbegründete Ängste.
Warum sind diese denn unbegründet?
Es ist klar, dass die Politik einen falschen Ansatz verfolgt, warum auch
immer. Es ist jedoch auch klar, dass es Aufgabe des Staates ist,
Risiken zu minimieren, ohne dabei einen Generalverdacht auszusprechen.
Wo sollte man den deiner Meinung nach ansetzen?
http://www.insm.de/:argw:
Kannte ich noch nicht.
Die verstecken das ja nicht mal:
Als die Agentur für Reformkommunikation nimmt sie durch professionell aufbereitete Kommunikation Einfluss auf die Öffentlichkeit. (http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Leitbild-der-INSM.html)
Und
Finanziert wird ihre Arbeit durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie. Die INSM verfügt über einen Jahresetat von rund 8,32 Mio. Euro jährlich, nach Abzug von Steuern. (http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/FAQs.html)
Verstehe.
Ein schwerreicher Club mit Mitgliedern quer durch die Entscheider dieser Nation bemäntelt sich mit dem Feigenblatt „sozial“ zwecks maximaler Einflussnahme. Und die Presse schreibt fleißig ab.
Schon der Begriff „Think Tank“ dokumentiert die strategische Ausrichtung.
Und so kann ein Politiker viel länger viel dümmeren Mist erzählen, ohne das er sich in der Öffentlichkeit eine Watschn abholt.
Klar, die Steilvorlagen sind ja auch verführerisch.
Selber denken ist mühsam.
Löblich finde ich den Versuch Obamas, Lobbyistenmacht zu beschneiden (http://www.whitehouse.gov/the_press_office/ExecutiveOrder-EthicsCommitments/). Das sowas ausgerechnet aus den USA kommt ... aber vermutlich wird der Mann bald umgebracht.
Kaum vorstellbar, dass sowas hierzulande auch nur ansatzweise in Regierungskreisen Schule machen könnte. Mit so einer Forderung würde man als Spinner gebrandmarkt in den Niederungen der Lokalpolitik verschwinden.
Vermutlich gibt's bei der INSM fertig formulierte Argumentationsvorlagen, die von Lobby-Politikern in schwieriger Zeit angefordert werden können.
"Kind" geht immer
Stimmt. (http://www.wassollwerden.de/) Davor macht dieser Laden auch nicht halt.
Á propos Angst, Kinder und frei flottierender Wahnsinn: Ü-Eier (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,570548,00.html) sind gefährlich.
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Warum sind diese denn unbegründet?
Es ist klar, dass die Politik einen falschen Ansatz verfolgt, ...
Echt jetzt?
Wenn die Angst begründet ist, dann ist der Ansatz doch prima ... :glgl:
... warum auch
immer.Die INSM hat bestimmt eine Antwort ...
Echt jetzt?
Wenn die Angst begründet ist, dann ist der Ansatz doch prima ... :glgl:
Die INSM hat bestimmt eine Antwort ...
:argw: :glgl:
Ich meine eine Angst, die vielleicht durch die Vorgehensweise der
Politik geschürt wird, jedoch nicht dadurch entstanden ist. Gut ich
meine, die Diskussion geht ja in die Richtung, warum werden Ängste
geschürt...etc.
Aber mal ernsthaft, was wären denn für dich zum Beispiel notwendige
Änderungen? Wo hättest du Verbesserungsvorschläge?
Soll es denn hier nicht auch darum gehen, tätig zu werden bzw.
aufzuklären und vielleicht auch unbegründete Zweifel auszuräumen.
Warum sind diese [Ängste] denn unbegründet?
Das mag für dich ja etwas anders aussehen, weil du im Polizeidienst eher mal mit einer Waffe konfrontiert werden kannst und öfter in Situationen kommst, wo einer schon durchdreht.
Aber als "normaler Bürger" muss ich mir doch keine ernsthaften Sorgen machen, dass ich oder meine Kinder von einem Legalwaffenbesitzer bedroht werden. Wo ich wohne habe ich auch keine Angst vor illegalen Waffen, Messerstechern etc. Dann müsste ich mich auch vor Meteoriten, unteridischen Supervulkanen, Flugzeugabstürzen etc. fürchten.
Unbegründet also in dem Sinne, dass diese Ängste "statistisch nicht relevant" sind. Bei uns sterben Menschen immer noch überwiegend an (oft selbst mitverschuldeten) Erkrankungen, im Verkehr oder im Haushalt beim Fensterputzen.
Grüße
Rainer
Aber mal ernsthaft, was wären denn für dich zum Beispiel notwendige
Änderungen?
Was Waffen angeht? Keine, da nicht notwendig
Was durchgeknallte "Amokläufer angeht"? Eine Menge. Das ist aber eine ganz andere Frage.
Pitter
Ich meine eine Angst, die vielleicht durch die Vorgehensweise der
Politik geschürt wird, jedoch nicht dadurch entstanden ist.
"Die Studie argumentiert einerseits, dass die Menschen genetisch auf Angst eingestellt seien und mit dieser umgehen müssten. Aber Politik und Medien sorgen andererseits auch aus eigenen Interessen dafür, dass die Angst vor Gewalt, Terror, Verbrechen, Epidemien oder Katastrophen geschürt und wach gehalten wird. Hingewiesen wird etwa darauf, dass Maßnahmen, die angeblich für mehr Sicherheit sorgen sollen, keineswegs die Angst reduzieren. So hätten die "sichtbaren Zeichen der Sicherheit" in Form der über 4 Millionen Überwachungskameras die Angst eher verstärkt, weil sie gleichzeitig suggerieren, dass dort, wo sie stehen, auch das Risiko höher ist. " *
*Auszug aus : http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30116/1.html
Grüsse ,..
Aber als "normaler Bürger" muss ich mir doch keine ernsthaften Sorgen machen, dass ich oder meine Kinder von einem Legalwaffenbesitzer bedroht werden.
Grüße
Rainer
Hi Rainer!
Das sehe ich genauso, Die Prozentzahl derer die legal Waffen besitzen
und damit Straftaten verüben, ist verschwinden gering.
Geht es Euch lediglich darum, dass die Ängste unbegründet sind und
in der Folge auch keine Änderungen im WaffG eintreten sollen? Oder
redet man auch darüber, wie und ob überhaupt solche "Ausraster"
verhindert bzw. minimiert werden können?
Die Frage ist doch auch, an welchen Problemen kann ich aktiv arbeiten,
um diese weitesgehend verhindern zu können oder zumindestens in
gewisser Weise präventiv tätig werden zu können.
EDIT: Bereits beantwortet! Danke...:rolleyes:
Ich meine eine Angst, die vielleicht durch die Vorgehensweise der
Politik geschürt wird, jedoch nicht dadurch entstanden ist.
:confused:
Im WaffG haben wir doch ein Paradebeispiel für geschürte Ängste ohne echte Grundlage.
Die Zahlen dazu hatten wir doch unlängst.
Aber mal ernsthaft, was wären denn für dich zum Beispiel notwendige
Änderungen? Wo hättest du Verbesserungsvorschläge?
Das ist einfach.
Lies dir mal den Ü-Ei Artikel durch, den ich verlinkt habe.
Die Schlüsselstelle: Jegliche Kombination aus Nahrungsmitteln und Spielzeug solle verboten werden ... Dazu gehören nach Ansicht des Kommissionsmitglieds Miriam Gruß (FDP) auch Cornflakes mit Spielzeug. "Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln", argumentiert sie. Konkrete Unfallzahlen mit verschluckten Plastikfiguren habe Gruß aber nicht vorgelegt ...
Politische Entscheidungen auf Grundlage von belegtem Wissen wär' doch mal erfrischend.
Steffen
"... in Form der über 4 Millionen Überwachungskameras die Angst eher verstärkt, weil sie gleichzeitig suggerieren, dass dort, wo sie stehen, auch das Risiko höher ist. " *
*Auszug aus : http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30116/1.html
Grüsse ,..
Statistiken belegen jedoch auch, das die Straftaten an solchen,
zum Bsp. öffentliche Plätzen, rückgängig sind. Obwohl die Angst der Büger
durch die Kameras mehr geschürt wurden.
Warum sind diese denn unbegründet?
Beispielsweise darum:
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/09/PD07__385__232,templateId=renderPrint.ps ml
und http://www.bka.de/pks/pks2007/download/pks-jb_2007_bka.pdf
Aus letzterem:
Mord und Totschlag
registrierte Fälle 2007: 2 347
Darunter Versuche: 1 655
Anteil der Versuche: 70,5%
Schon vor einem Verkehrsunfall müsste ich mehr Angst haben, als vor einer Waffe. Ich habe leider nichts gefunden, was den Anteil illegaler Waffen betrifft.
Statistiken belegen jedoch auch, das die Straftaten an solchen,
zum Bsp. öffentliche Plätzen, rückgängig.
Quelle?
Das muss jetzt kommen, sonst können wir den Thread von vorne anfangen ...
...
Genau an diesem Punkt sind wir wieder beim Thema unbegründete Ängste.
Warum sind diese denn unbegründet?
@siggii:
Um das zu verstehen, muss man den Hintergedanken verstehen.
Der Hintergrund ist folgender:
Dizzy ist Jäger, und bewahrt seine Waffen vorschriftsmäßig auf, und der Gedanke, dass Kontrollen durchgeführt werden, um die unvorschriftsmäßige Aufbewahrung und in Folge Mißbrauch zu verhindern ("aussterben" zu lassen), damit er (stellvertretend für andere Legalwaffenbesitzer) als korrekter und legaler Waffenbesitzer weiterhin seine Waffen/Muninition besitzen und aufbewahren darf, lässt ihn ruhiger schlafen - im Zusammenhang hatte er das auch so erklärt.
@Surtur
Zudem ist er lang genug im Besitz der WBK+Jagdberechtigung, was er schon oft genug in den Vordergrund gestellt hat, er kennt die Vorschriften.
Nur hat er es wieder mal geschafft, durch den neuen populistischen Ausdruck "waffenführender Bürger" Irritation zu schaffen, wodurch das "ruhiger schlafen" etwas sinnentstellend rüberkommt... - es gibt im Allgemeinen keine "waffenführenden Bürger" dafür aber Jäger, Sportschützen und Sammler, zusätzlich noch Bürger in zivil, Uniform oder Dienstbekleidung, die im Dienst Waffen führen.
Ist immer wieder erstaunlich, wie auf bewusst ausgewählte, allgemein ungebräuchliche oder willkürliche Wortschöpfungen abgefahren wird... :hmpf:
Und nun bitte mal nicht schon wieder auf irgendwelchen bewiesenen/unbewiesenen/gefälschten/unterschlagenen/unvollständigen Statistiken rumreiten, da waren wir schon oft genung, und kommen jedesmal wieder auf den toten Punkt zurück.
Konkrete Dinge sind gefragt.
Gruß Andreas
:confused:
Im WaffG haben wir doch ein Paradebeispiel für geschürte Ängste ohne echte Grundlage.
Die Zahlen dazu hatten wir doch unlängst.
Steffen
Dem möchte ich so nicht folgen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gegen
Null geht und es tausend andere Möglichkeiten gibt, in eine Gefahr
zu geraten. Trotzdem zeigt die Vergangenheit ein Wende in der
Jugendkriminalität (nur als Beispiel), das Gewaltpotential hat zugenommen
und die Stratäter werden immer jünger. IMO gibt es hier durchaus
ein Grundlage für eine berechtigte Angst. Was meinst du was hier in
Berlin und auch in Potsdam mitunter an den Schulen los ist. Wieviele
kleinere Auseinandersetzungen kommen erst gar nicht an die Medien.
Eine Grundlage für Ängste gibt es durchaus. Es ist richtig, man sollte
die Leute nicht grundlos verrückt machen. Aber man kann sensibiliert
werden.
Das die Politik diese ohne Grundlage / Rechtfertigung schürt empfinde
ich als Schweinerei. Das man objektive Aufklärungsarbeit und Prävention
betreibt jedoch nicht. Diese sieht natürlich anders aus, als das,
was hier teilweise im Thread verlinkt wurde.
Quelle?
Das muss jetzt kommen, sonst können wir den Thread von vorne anfangen ...
Na klar, ist dein gutes Recht, würde ich auch tun...:)
http://www.bmi.gv.at/oeffentlSicherheit/2003/01_02/artikel_1.asp
http://www.xxx.de/ (http://www.xxxx.de/)
Trotzdem zeigt die Vergangenheit ein Wende in der Jugendkriminalität (nur als Beispiel), das Gewaltpotential hat zugenommen und die Stratäter werden immer jünger.
Die Zahlen zur Jugendkriminalität sind umstritten... (http://www.net-tribune.de/article/080108-96.php)
Auch sehr interessant Forschungsbericht 107 (http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/fb107.pdf).
Er deckt sich mit dem was ich täglich beobachte. Die heutigen Jugendlichen sind viel braver und verantwortungsbewusster als ich das damals (oder heute?) war.
Ciao Sven
Wie wär's mit lückenloser Videoüberwachung aller Legalwaffenbesitzer? :lach:
SCNR
.......Trotzdem zeigt die Vergangenheit ein Wende in der
Jugendkriminalität (nur als Beispiel), das Gewaltpotential hat zugenommen
............
Moin.
Da hätte ich gerne seriöse Zahlen zu.
Keine Gefühlten und keine Behaupteten.
Und von welcher "Vergangenheit" redest Du?
80er Jahre, 60er Jahre (die 40er kannst Du ja nicht meinen, - da wurde von 17jährigen Flakhelfern auf alliierte Flugzeuge geschossen).
Seit der Mensch Dinge aufschreibt ist immer die aktuelle Generation von Jugendlichen schlimmer als die der Aufschreiber.
Seit 2500 Jahren wird ein Verfall der Sitten und Traditionen beheult.
Und seit Anbeginn der Menschheit werden Kinder durch ihre "fehlerlosen, braven und rechtschaffenden" Eltern geprägt.
Vor ein paar hundert Jahren hat es den Regierenden gereicht mit dem Teufel und den Barbaren aus dem Norden Ängste zu schüren, damit das Volk bei der Stange bleibt.
In Zeiten der Auf- bzw. Verklärung muss man halt subtiler Ängste schüren.
Und scheinbar klappt das ganz hervorragend.
Dass dabei der Bürger als solcher zum Idioten erklärt wird, scheint aber in der Mehrheit selbigen nicht zu stören.
@bitzone Die Ü-Eier-Nummer ist der Lacher schlechthin.
Mein Sohn war im zarten Alter von 6 Monaten schon sehr wohl in der Lage Schokolade von Plastikteilchen zu unterscheiden. Und solange man die Zwerge nicht panisch anschreit, dass sie das jetzt sofort wieder ausspucken müssen (oder ihnen unbeholfen in den Hals langt) dann spucken die das schon wieder von alleine aus:D
Der Mensch ist lange nicht so blöde wie es ihm unsere Herren und Damen Politiker gerne unterstellen.
Natürlich gibt es Ausnahmen.
Gruß
chamenos
http://www.xxx.de/ (http://www.xxxxx.de/)
Whois (http://domainbyip.com/domaintoip/polizeistaat.de/)
Uh, warum wohl zieht ein Suchmaschinenmarketing-Mensch so eine Seite auf? Hmmm... mal überlegen...
Ciao Sven
Die Zahlen zur Jugendkriminalität sind umstritten... (http://www.net-tribune.de/article/080108-96.php)
Die heutigen Jugendlichen sind viel braver und verantwortungsbewusster als ich das damals (oder heute?) war.
Ciao Sven
Hi Sven!
Es mag sein, dass es strittige bzw. widersprüchliche Statistiken gibt,
jedoch kann ich aus eigener Berufserfahrung berichten. Und meine
Erfahrungen decken sich mit den von mir bereits gemachten
Aussagen (logischer Weise :D ). Und das sind keineswegs Kavaliersdelikte, ganz im Gegenteil.
Uh, warum wohl zieht ein Suchmaschinenmarketing-Mensch so eine Seite auf? Hmmm... mal überlegen...
Ciao Sven
Und nein keine Ahnung. Ist IMO auch irrelevant, da es auch andere
Quellen gibt, die dies belegen.
Ich hatte mal die Kinder in der Verwandtschaft gefragt.
Wie das denn mit Kloppereien an der Schule ist; ob da einfach Waffen zu bekommen seien usw. .
Anscheinend ist das viel weniger, als zu meiner Zeit.
Die haben mich nur groß angeschaut als ich von der Bewaffnung, an meinen Schulen, erzählte.
Ich hatte gedacht, die rücken dann doch mit irgendwelchen Geschichten raus, aber dem war nicht so.
Gibt es einfach nicht (wenigstens in den zwei Schulen, in die sie gingen).
Allerdings werden die Eltern schon hinbestellt, wenn ein Kind nur ein mini Schweitzer Messer dabei hat. Sogar die Messer, die sie zu einem Wandertag mitbringen sollten, wurden von den Lehren eingesammelt- und nicht ausgegeben:glgl:
Messerjocke2000
28.04.09, 12:30
Statistiken belegen jedoch auch, das die Straftaten an solchen,
zum Bsp. öffentliche Plätzen, rückgängig sind. Obwohl die Angst der Büger
durch die Kameras mehr geschürt wurden.
Was aber in den meisten Fällen darauf zurückgeführt wird, dass sich die Kriminalität schlicht verschiebt, und zwar auf die unbeobachteten Bereiche.
Quellen reiche ich nach.
Moin.
Da hätte ich gerne seriöse Zahlen zu.
Keine Gefühlten und keine Behaupteten.
Gruß
chamenos
In erster Linie erlebte, weder gefühlt noch behauptet.
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~ED59941B5609F410D8BBA567AEA06FAC3~AT pl~Ecommon~Scontent.html
Ich möchte auch keine Diskussion entfachen, wie es vor 20 oder 30 Jahren
gewesen sein mag. Hier sind es wirklich berufliche Erfahrungen die sich
mit Statistiken decken. Zwar sind die Zahlung rüclläufig, die Gewaltdelikte
jedoch nehmen zu (von der steigenden Respektlosigkeit mal ganz abgesehen).
Inwiefern Statistiken immer transparent sind, ist strittig. Auch ist es
ersichtlich, dass heutzutage mehr Straftaten angezeigt werden, und
somit auch aufgeklärt werden können. Dies kann eine Statistik auch
nach unten ziehen...
@Messerjocke
Es gibt Fallstudien die belegen, dass sich die Kriminalität verlagert, es
gibt aber auch Studien die belegen, dass sich das Sichertsgefühl
für die Bürger steigert, Straftaten besser aufgeklärt werden können
und ein Abschreckungspotential für Strattäter darstellen, somit in der
Folge nicht nur Strattaten verlagern sondern dauerhaft unterbinden
an den entsprechenden Orten.
In erster Linie erlebte, weder gefühlt noch behauptet.
Sorry. Lasse ich nicht gelten.
Ich bin in meinem Leben bisher drei Mal übel verprügelt und fünf Mal mit einer Schusswaffe bedroht worden. Waren immer Uniformierte:rolleyes:
Daraus werde ich aber keine allgemeingültige Aussage ableiten.
Bin nämlich kein Politiker.
Ich möchte auch keine Diskussion entfachen, wie es vor 20 oder 30 Jahren
gewesen sein mag. Hier sind es wirklich berufliche Erfahrungen die sich
mit Statistiken decken.
Erstens hast Du damit angefangen und zweitens habe ich immer noch keine von diesen, sich mit beruflichen Erfahrungen deckenden Statistiken.
Zwar sind die Zahlung rüclläufig, die Gewaltdelikte
jedoch nehmen zu (von der steigenden Respektlosigkeit mal ganz abgesehen).
Nehmen sie als absolute Zahlen oder im Verhältnis zu?
Respekt muss man sich verdienen.
Inwiefern Statistiken immer transparent sind, ist strittig.
Nein, ist es nicht. Eine Statistik sagt immer das aus, was sie soll. Sie dient dazu, etwas (das was der Ersteller der Statistik zeigen möchte) Abstraktes in angeblich verständliche Form zu bringen.
Wenn Du 20 magersüchtige und 20 übergewichtige Menschen statistisch erfasst, dann ist der Durchschnittsbürger kerngesund und es gibt kein Problem mit Fehlernährung.
Auch ist es
ersichtlich, dass heutzutage mehr Straftaten angezeigt werden, und
somit auch aufgeklärt werden können. Dies kann eine Statistik auch
nach unten ziehen...
Nur mal so zum drüber nachdenken. Es gibt immer mehr Kinder aus alleinerziehenden Haushalten. Es ist heutzutage völlig normal, dass Jugendliche länger draußen sind.
Es sind also im Verhältnis zu den 80ern deutlich mehr Kids bis 22.00Uhr auf der Straße. Dazu gibt es aber keine Statistik.
Schon das relativiert alle bestehenden Zahlen zur Jugendkriminalität. Will aber niemand wissen. zumindest niemand, der mit Angst-Schür-Statistiken für Neuanstellungen und Verbote zu Felde ziehen möchte.
Gruß
chamenos
@siggi42 Unsere Erfahrungen decken sich wohl überhaupt nicht:D
Das mag einerseits daran liegen das ich hier im beschaulichen Hannover unterwegs bin und sowieso nicht in eine Opferrolle passe:rolleyes:
Und andererseits kriegst du täglich den Rahm (oder wie nennt man das was oben schwimmt) unserer Gesellschaft präsentiert.
Ich schätze die Wirklichkeit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
Hier nochmal etwas ganz anderes das es nicht auf die deutschen Titelseiten schafft:
Der "falsche" Schuldige? (http://pressemitteilung.ws/node/154989)
Ciao Sven
Politische Entscheidungen auf Grundlage von belegtem Wissen wär' doch mal erfrischend.
Hier in Abgeordnetenwatch (http://www.abgeordnetenwatch.de/lothar_binding-650-5620--f177367.html#frage177367) gibt wenigestens mal einer zu (Thema KiPo): "Es gibt noch eine weitere Abwägung: Aus "Angst in die böse Ecke" gestellt zu werden, bevor mir vorgeworfen werden kann, ich hätte nicht alles Menschenmögliche auf der gesetzgeberischen Seite getan, würde ich auch Maßnahmen zustimmen, die ich für wirkungslos halte, von denen sich aber große Teile der Bevölkerung gute Wirkungen versprechen. Wie Holger Bleich und Axel Kossel in ihrem Artikel eingangs vermuten, wird das auch der Grund sein, warum die Provider "mitmachen". Der Vorteil, sich so zu verhalten, besteht daran, dass später deutlich werden kann, ob solche Maßnahmen wirken, oder – wie ich vermute – nicht wirken."
Seit der Mensch Dinge aufschreibt ist immer die aktuelle Generation von Jugendlichen schlimmer als die der Aufschreiber. Seit 2500 Jahren wird ein Verfall der Sitten und Traditionen beheult.
Man könnte sich vorstellen, dass der "Sittenverfall" in einer Art Wellenbewegung verläuft, als nach einer Verschlechterung auch wieder eine Phase kommt, in der es weniger Grund zum Klagen gibt. Dank unserer selektiven Wahrnehmung (ist ja auch eine schlechte Schlagzeile: "Brutalität gewaltbereiter Jugendliche nimmt ab") werden halt besonders Veränderungen zum Schlechten registriert.
Ansonsten Zustimmung.
Grüße
Rainer
Sorry. Lasse ich nicht gelten.
Ich bin in meinem Leben bisher drei Mal übel verprügelt und fünf Mal mit einer Schusswaffe bedroht worden. Waren immer Uniformierte:rolleyes:
Daraus werde ich aber keine allgemeingültige Aussage ableiten.
Bin nämlich kein Politiker.
Gruß
chamenos
Dazu sage ich jetzt mal nichts.
Nur soviel, ich wollte meine Erfahrungen nie zu einer Allgemeinsaussage
dogmatisieren. Diese decken sich lediglich mit einer Statistik, die belegt, dass
die Jugendkriminalität zwar zurückgeht, die Gewaltdelikte jedoch steigen.
Die von mir in meinem vorherigen Post verlinkte Statistik belegt dies
und deckt sich mit meinen Erfahrungen!
Respekt muss man sich verdienen.
Ach ist das so? Sicherlich grundsätzlich hast du Recht. Man kann
aber jemanden respektvoll behandeln, so wie ich es auch tue.
Und wie realitätsfern (ich habe wohl mit transparent den falschen
Ausdruck gewählt) Statistiken sein können, sieht man an dem Beispiel,
das Geonohl die Kinder in der Verwandschaft fragt, und diese nichts
über Gewaltdelikte berichten können, es aber bei anderen Schulen auch
umgekehrt sein kann.
Ich habe den Eindruck, das viel gegeggeredet wird, aber das wars dann
auch. Deshalb hätte ich mir auch gewünscht, mal drüber zu reden,
wo man ansetzten könnte bzw. wo Änderungen eintreten müssen, wenn
nicht im WaffG...
Schon das relativiert alle bestehenden Zahlen zur Jugendkriminalität. Will aber niemand wissen. zumindest niemand, der mit Angst-Schür-Statistiken für Neuanstellungen und Verbote zu Felde ziehen möchte.
Woher willst du wissen, dass diese Zahlen nicht mit einfließen?
Respekt muss man sich verdienen.
Das ist einer der am meisten missbrauchten Sprüche von Jugendlichen.
Ein gewisser Respekt vor der Mitkreatur hilft durchaus, schwierige Situationen zu deeskalieren.
Aber auch das ist nur ein Symptom. Und ich mag jetzt nicht Ursachenforschung für Jugendkriminalität betreiben, dann geraten wir vom hundertsten ins tausendste.
Deshalb hätte ich mir auch gewünscht, mal drüber zu reden,
wo man ansetzten könnte bzw. wo Änderungen eintreten müssen, wenn
nicht im WaffG...
Präventions-Schulung (http://idw-online.de/pages/de/news185946)
Aufklärung (http://www.bdp-verband.org/psychologie/glossar/amok.shtml)
Selbstverpflichtung der Medien:
Auch die Rolle der Medien muss in diesem Zusammenhang genannt werden. Robertz (2007) fordert beispielsweise, dass „Medien (…) vereinfachende Erklärungen für die Motivation von Amokläufen vermeiden und statt auf deren Person und den genauen Tathergang auf die Folgen des Verbrechens fokussieren“ (ebd., S. 8) sollten.
Verbesserte Schulpädagogik:
Und schließlich fordern wir eine Überarbeitung der pädagogischen Konzepte. Der Klassenverband muss gestärkt werden, durch Gruppenarbeit, Sportprogramme, aber auch dadurch, dass überhaupt eine Konfliktkultur geübt wird.
Verbesserte Schul- und Bildungskonzepte:
In kaum einem anderen Industrieland entscheidet die soziale Herkunft so sehr über den Schulerfolg wie in Deutschland. Kinder aus armen, wenig gebildeten oder Migrantenfamilien schneiden in den PISA-Leistungsvergleichen durchweg schlechter ab. Sie erreichen seltener ein Diplom, Magister, Abitur - oder überhaupt einen Schulabschluss. Kurz, unser Schulsystem gleichen soziale Ausgrenzung zur Zeit nicht aus: Es fördert sie.
Ich könnte stundenlang weitere Ansätze verlinken, die alle nichts mit Gesetzesverschärfungen zu tun haben.
Und ich könnte wetten, dass keiner dieser völlig hilf- und planlosen Befürworter schärferer Gesetze sich jemals mit Ursachenforschung befasst hat.
Irgendwann wird wohl noch die Forderung nach einem speziellen Anti-Amok Gesetz kommen.
Steffen
Ich fragte aber nicht nach Links und der Meinungen anderer Menschen,
sondern derer der Forumiten hier. ;)
Ach ja, noch was persönliches:
Ich betreibe mit einem guten Freund ein Musikstudio.
Er ist in ein Projekt (http://www.cactus-theater.de/index.php) involviert, das per Theater und Musik Integration fördert.
Einer der Jugendlichen (mit einer ganzen Latte an Vorstrafen) ist nun seit zwei Jahren regelmäßig als Tänzer/Rapper unterwegs und nimmt in unserem Tonstudio Songs auf. Der Junge hat seither keine Straftaten mehr begangen, übernimmt Verantwortung und gilt geradezu als „Vorzeige-Ergebnis“ funktionierender Integration.
Aber das nur am Rande,
Steffen
Ich fragte aber nicht nach Links und der Meinungen anderer Menschen,
sondern derer der Forumiten hier. ;)
Verstehe ich nicht.
Ich bin Forumit und die verlinkten Artikel setzen da an, wo ich es mir vorstelle.
Steffen
Dann habe ich dich missverstanden. Entschuldige bitte. :hmpf:
Bitteschön:
Abschaffung der Wehrpflicht.
Statt dessen in Klasse 9 und 10 wöchentlich 4 Stunden gemeinnützige Arbeit (für Jungs und Mädchen).
Jede Klasse bekommt einen, sie betreuenden Pädagogen ohne Lehraufgaben zur Seite, der auch in den jeweiligen unterrichtsstunden beisitzt und seinem lehrenden Kollegen zur Hand geht, was den pädagogischen Teil des Unterrichts angeht.
Abschaffung jedweder Art von Studiengebühren.
Lehrmittel in den Schulen müssen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Verschärfung der Strafen bei Verstößen gegen den Jugendschutz.
Eine völlige Neustrukturierung unseres Gesundheitssystems.
Eine völlige Neustrukturierung des Petitionsrechts und der Möglichkeit ein Volksbegehren zu starten.
Dann wünsche ich mir noch eine moderne Form des "Scherbengerichts".
Höhere Alkoholsteuern und eine Legalisierung von Marihuana mit gleichzeitiger Verschärfung der Strafen bei Verstößen gegen das BtMG.
Für jeden Cent, den die Wirtschaft in den Leistungssport steckt muss ein Cent in den Jugendsport gesteckt werden.
Eine gesetzliche Regelung für die Menge von Spielplätzen, Grünflächen und öffentlichen, kostenlos zu nutzenden Sportanlagen bezogen auf die Einwohneranzahl.
Ich könnte noch eine Weile weiter, aber fürs erste Grobe wäre das ein Anfang.
Gruß
chamenos
Puhhhh... Ich weiß nicht, ob ich von diesem Thread so begeistert bin.
Diskussion über politische Themen sind wichtig und stärken unsere Demokratie. Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass was hier gerade Abläuft keine Diskussion ist, sondern vielmehr eine Selbstbeweihräucherung. Es werden einfachste Lösungen für komplexeste Themen in die Runde geworfen, wobei die pure Masse an Einwürfen es unmöglich macht auf die Probleme einzugehen...sie zu Diskutieren.
Würde ich anfangen das Problem der Schusswaffen in Privathand auf so einfache und einseitige Lösungen herunterzubrechen, wie es hier gerade z.B. mit einer Idee zur "Veränderung" der Wehrpflicht getan wurde, dann würde ich wahrscheinlich von einem Scherbengericht aus dem Forum gewählt werden.(mal ehrlich, chamenos... das ist nicht dein ernst , oder? (Scherbengericht))
Wenn wir hier schon über politische Themen diskutieren, dann lasst uns nicht in ein heilloses Durcheinander verfallen, sondern gezielte Themen besprechen, Sichtweisen und Lösungsansätze darstellen.
Grüße
Manuel
...
Für jeden Cent, den die Wirtschaft in den Leistungssport steckt muss ein Cent in den Jugendsport gesteckt werden.
Da gibt es bereits einige interessante Projekte, die allerdings nicht sehr bekannt sein werden, da sie "lediglich" von großen Fußballvereinen angeleiert worden sind, und daher wohl eher als reine Eigenwerbung dieser Vereine betrachtet werden...
der Hamburger Weg/Hamburger SV (http://www.der-hamburger-weg.de/) - Präventionsmaßnahmen mit Unterstützung und Mithilfe von Fussballprofis - darüber wurden schon Tätigkeitsnachweise bekanntgemacht, allerdings eher nur im Norden/Nordwesten
Zeus Projekt/Schalke 04 (http://www.schalke04.de/zeus_aufschalke_begruessung.html) - schulbetreuende Maßnahmen als Motivationshilfe, Kooperation zwischen Schalke und einigen Ruhrgebietszeitungen
Projekt "mein erstes Buch"/Marco Bode (http://www.daserstebuch.de/index.php3?session_id=%3Cbr&site=9) - ehemaliger Werder-Profi, der als Sportpromi in Schulen vor Ort unterstützend mitwirkt.
Dann wären da noch die Bitburger Bolzplätze und die "DFB Kleinfelder", die vom Deutschen Fussbalbund und seinen Kooperationspartnern gesponsert sind. Weiterhin wurde schon häufiger über ehemalige Profiboxer berichtet, die in solche Präventionsprojekte eingestiegen sind, bzw. ihre Mitarbeit darin zur Verfpügung stellen.
Es wird also schon etwas in die richtige Richtung unternommen, nur dass es erst seit kurzer Zeit an Umfang zunimmt. Ob es langfristig etwas bringen wird, muss man abwarten.
Nur ein kleine Auswahl - is klar, dass ich da zuerst Projekte einiger weniger Fussballvereine nennen kann, es gibt garantiert noch mehr in diese Richtung aus anderen Sparten und von anderen namhaften Vereinen, die nicht in meinem "Fokus" stehen.
Gruß Andreas
Messerjocke2000
28.04.09, 16:16
Zu den Ansätzen:
1. sollten sich die Medien zurückhalten, was möglichst detailgenaue Beschreibungen des Lebens des Täters und des Lebens des Täters angeht. Lieber mit etwas zeitlichem Abstand berichten und auf die Folgen der Tat abzielen.
2. Sachlich korrekt berichten! Erfurt war, genau wie das Vorbild Columbine kein Amoklauf, sondern weit im Vorfeld geplant.
Das sind aber Dinge, die erst passieren, nachdem die Tat geschehen ist.
Vorher: Lehrer kann man schulen, Warnzeichen zu erkennen und darauf zu reagieren. Mehr Schulpsychologen sind sicher auch angebracht, um eine Versorgung zu gewährleisten.
Die Eltern mit einzubinden wäre sicher gut, nur habe ich bei Pflichtmassnahmen doch immer Magenschmerzen (Pflichuntersuchungen beim Arzt etc.)
Wenn ich mir aber manche Eltern anschaue, wäre ein kostenfreier "Grundkurs Kindererziehung" sicher nicht verkehrt
Was ganz wichtig ist, mMn, ist sich einzugestehen, dass es völlige Sicherheit nicht geben kann oder wird.
Und das ab einem gewissen Punkt mehr gefühlte Sichereheit nur noch mit einem inakzeptablen Verlust an Freiheit zu erreichen ist.
Und den Punkt haben wir in Deutschland schon überschritten, mMn.
Kilian
Ich finde die Ansätze von Chamenos ganz interessant.
Gut vielleicht gibt es hier im Moment wirklich ein kleines Durcheinander.
(was ich wahrscheinlich zu versuchulden habe :( )
Ich finde es auch grundlegend wichtiger, an den Wurzeln bzw. bei der
Generation von Morgen anzufangen. Wenn ich mich an meine Jugend in
zurückerinnere, gab es da einige gute Ansätze. So wurden die
Jungendlichen viel mehr eingebunden, es gab mehr ausserschulische
Aktivitäten, die angeboten wurden. Einfacher ausgedrückt, war es einfach selbstverständlicher.
Andere EU-Länder haben es vorgemacht und mehr in die Bildung
investiert und vor allem schon viel früher. Dazu gehört IMO auch das
fördern sportlicher Aktivitäten ("Kids von der Straße holen").
Auch ist richtig, dass es keine völlige Sicherheit geben kann.
Was ganz wichtig ist, mMn, ist sich einzugestehen, dass es völlige Sicherheit nicht geben kann oder wird.
Und das ab einem gewissen Punkt mehr gefühlte Sichereheit nur noch mit einem inakzeptablen Verlust an Freiheit zu erreichen ist.
Und den Punkt haben wir in Deutschland schon überschritten, mMn.
Kilian
So kann man sich streckenweise auch fühlen, nur sind anscheinend nicht
alle in der Lage, richtig für ihre Kinder zu sorgen, somit wird der
Staat als Grundrechtsverpflichteter, in die Pflicht genommen.
Vielleicht sollte es einfach so sein wie in meiner Kindheit, dass die Eltern Zeit haben für ihre Kinder. Heute müssen oft beide Eltern arbeiten, damit genug Geld da ist. Bei mir reichte noch der Lohn meines Vaters und wir konnten uns trotzdem einmal im Jahr nen schönen Urlaub (4Wochen) leisten.
Ne gesunde Familie kann kein Pädagoge/Schulpsychologe ersetzen.
Trotzdem zeigt die Vergangenheit ein Wende in der
Jugendkriminalität (nur als Beispiel), das Gewaltpotential hat zugenommen
und die Stratäter werden immer jünger.
Das ist ein schöner Satz. Nur ohne Sinn.
Welche Art an Jugendkriminalität?
Was meint Gewaltpotential, woran machst Du das fest, wie misst Du es?
Welche Straftäter - welche Straftaten, und vor allem wo?
Was meinst du was hier in
Berlin und auch in Potsdam mitunter an den Schulen los ist. Wieviele
kleinere Auseinandersetzungen kommen erst gar nicht an die Medien.
Was ein Glück. Wenn zu meiner Schulzeit jede kleinere Auseinandersetzung in den Medien breitgetreten worden wäre, könnt man heute nicht mehr von früher schwärmen.
Womit Du recht hast, ist, dass es gerade in Berlin mehr Jugendkriminalität gibt. Du kannst Dich gerne auch mal bei der "Landeskommission Berlin gegen Gewalt" einlesen - http://www.berlin.de/lb/lkbgg/ Da gibts viel Informationen zu dem wo, wer und warum. Schon das wer wird von der Politik ungern in den Vordergrund gestellt. Wäre nicht politisch korrekt. Dass die Kommission - immerhin vom Berliner Senat eingerichtet - sich nicht über Waffengesetze auslässt, ist bemerkenswert. Aber die Diskussion hatten wir schon bei der letzten WaffG Novelle.
Pitter
Und nein keine Ahnung. Ist IMO auch irrelevant, da es auch andere
Quellen gibt, die dies belegen.
Das ist (war, ich habs gelöscht) keine Quelle, sondern eine Seite mit passenden keywords, die Hits generieren und für ganz andere Seiten werben soll. Mit so einer Quellenangabe bist Du ausserhalb jeder ernsthaften Diskussion. Ein bisschen mehr Mühe kann man schon erwarten.
Bist da aber in guter Gesellschaft: http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/
So funktioniert heute Journalismus
Pitter
Vielleicht sollte es einfach so sein wie in meiner Kindheit, dass die Eltern Zeit haben für ihre Kinder. Heute müssen oft beide Eltern arbeiten, damit genug Geld da ist. Bei mir reichte noch der Lohn meines Vaters und wir konnten uns trotzdem einmal im Jahr nen schönen Urlaub (4Wochen) leisten.
Ne gesunde Familie kann kein Pädagoge/Schulpsychologe ersetzen.
so war es auch in meiner kindheit und ich kann dir voll und ganz zustimmen. :super:
http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/
Wunderbar.
Ein Lacher mehr für die Sammlung. :super:
Ne gesunde Familie kann kein Pädagoge/Schulpsychologe ersetzen.
Als politische Forderung ... schwierig. ;)
Steffen
... So funktioniert heute Journalismus
Pitter
Pitter, da gehst Du zu weit.
Es sind ein paar wenige Leute, die die einschneidenden Änderungen im Waffengesetz entscheidend betreiben.
Genauso gibt es eine Reihe Journalisten, die sich einen Sch... um ihren Journalistenkodex scheren und eine riesige Schar an rechtschaffend arbeitenden Kollegen verunglimpfen.
Mit der Aussage trittst Du in die Fußstapfen der Polemiker, die mit dämagogischen Machenschaften die Masse auf ihre (Meinungs-) Seite ziehen.
Gruß,
Herbert
Messerjocke2000
29.04.09, 09:07
So kann man sich streckenweise auch fühlen, nur sind anscheinend nicht
alle in der Lage, richtig für ihre Kinder zu sorgen, somit wird der
Staat als Grundrechtsverpflichteter, in die Pflicht genommen.
Den Satz verstehe ich nicht. Als Grundrecht empfinde ich es erstmal, mein Kind erziehen zu dürfen, wie ich es für richtig halte. Wenn der Staat den Bürgern da Vorschriften/Pflichten auferlegt, ist das eine Einschränkung des Grundrechts. Diese Einschränkung kann ja durchaus sinnvoll sein, wenn es um verwahrloste Kinder geht oder Kinder, die die Grundrechte anderer Menschen verletzen.
Es gibt aber keine Pflicht für den Staat, für eine "richtige" Erziehnung von Kindern zu sorgen.
Kilian
Das ist ein schöner Satz. Nur ohne Sinn.
Welche Art an Jugendkriminalität?
Was meint Gewaltpotential, woran machst Du das fest, wie misst Du es?
Welche Straftäter - welche Straftaten, und vor allem wo?
Pitter
Die Aussage macht eigentlich schon Sinn, da es ein meßbarer Wert ist.
Gewaltpotential meint die Verübung von spziellen Straftaten (Gewaltdelikten; Definition (http://rechtsmedizin.klinikum.uni-muenster.de/lehre/Vorlesungsmaterialien/Vorlesung_Gewaltdelikte.pdf))
bei Jugendlichen einer bestimmten Altergruppe in einem bestimmten
Gebiet. Das es hierbei sicherlich Kernpunkte gibt ist klar.
Es gibt aber keine Pflicht für den Staat, für eine "richtige" Erziehnung von Kindern zu sorgen.
Kilian
Doch die gibt es sehrwohl. Der Staat ist dazu verpfichtet das die
Grundrechte des Einzelnen garantiert sind. Ebenso ist er verpflichtet
dafür zu sorgen, dass dies für Menschen zu übernehmen, die dazu
nicht in der Lage sind. Hier ist der Staat in der Pflicht. Dazu benötigt
es in aller Regel ein formellen Gesetz, wenn man ein Grundrecht
einschränken will.
Wenn eine Erziehung also nicht den rechtlichen Grundlagen entspricht,
hat der Staat durch seine ausführenden Organge für Abhilfe zu sorgen.
Pitter, da gehst Du zu weit..........
.........Genauso gibt es eine Reihe Journalisten, die sich einen Sch... um ihren Journalistenkodex scheren und eine riesige Schar an rechtschaffend arbeitenden Kollegen verunglimpfen.
Moin.
Dann sollte es gerade im Interesse dieser rechtschaffenen Kollegen sein, dass sie die schwarzen Schafe ihrer Zunft an den Pranger stellen.
Wo bitte geht das einfacher als im Jurnalismus?
Machen sie aber nicht.
Mir fällt kein einziges größeres Printmedium ein, bei dem die Qualität (was die Recherche, den Schreibstil, die Rechtschreibung usw.) in den letzten 5 Jahren nicht erheblich nachgelassen hat.
Ich möchte nur an den noch frischen Vorfall mit unserem aktuellen Wirtschaftsminister erinnern. Nahezu alle Tageszeitungen haben den kurz vorher bei Wikipedia vorsätzlich falsch veröffentlichten Namen brav abgetippt. (sehe gerade, dass pitter das schon verlinkt hatte, - egal, doppelt hält besser)
In einer Zeit wo jede zweite Überschrift fett vom Untergang unseres Wirtschaftssystems handelt haben die Herren Journalisten keine eigenen Infos lagern:glgl: sondern müssen mal schnell wie ein 11-Klässler für das eilig gemachte Referat bei Wiki nachschlagen.
Das ist alles peinlich. Es geht nicht mehr um aufklärenden Journalismus, sondern um das Füllen von den Teilen der Seiten wo keine Werbung drauf ist.
Gruß
chamenos
Nochmal ein Stück zurück bitte, der Thread wird immer schwammiger.
Die zusätzliche Journalismus-Diskussion meine ich jetzt nicht.
Deshalb hätte ich mir auch gewünscht, mal drüber zu reden,
wo man ansetzten könnte bzw. wo Änderungen eintreten müssen, wenn
nicht im WaffG...
siggii, du hast dir Ansätze gewünscht, die nicht das WaffG betreffen.
Hier wurden eine Menge präsentiert, die sämtlich aufzeigen, dass es um Grundlagen gehen muss und nicht um Symptomdoktorei.
Wofür plädierst du denn eigentlich?
Steffen
Wofür plädierst du denn eigentlich?
Steffen
Ich habe da vielleicht berufsbedingt auch etwas andere Vorstellungen.
Grundsätzlich bin ich auch der Meinung wie Chamenos, das mehr
in die Bildung investiert werden sollte. Studiengebühren sollten wegfallen
und man sollte auch öfter zum Angebot der Ganztagsschule übergehen.
Wenn man etwas früher ansetzt...
Die Zusammenarbeit zwsichen Jugendamt, Schule und Eltern sollte
enger und transparenter sein. Der Zugang zu höheren Bildungswegen
sollte reglementiert werden können und somit auch sozial benachteiligten
Familien ermöglicht werden. Es werden grundsätzlich mehr Schulpsychologen
benötigt, bzw. Betreuungseinrichtungen.
Auf der anderen Seite sollte die Rechtssprechungschneller und
reibungsloser funktionieren. Vor allem die Strafbemessung sollte
härter ausfallen bzw. ausgelegt werden (gerade bei Wiederholungstätern).
Die Anwendung des Jugendstrafrechts sollte auf 18 Jahre grundsätzlich
begrenzt werden. Die Versagung von staatlichen Sozialleistungen sollte
schneller möglich sein, bei arbeitsfaulen Mitbürgern, gerade im jungen
Alter.
Das klingt jetzt vielleicht OT, aber mir sind 2 Kampagnen in deutlicher Erinnerung. Nämlich:
Hallo Partner. Dankeschön!
und darauf der Wahlkampf-Slogan:
Freie Fahrt für freie Bürger.
Entspannter fährt es sich mit ersterem (und mit einer solchen Einstellung lebt es sich auch entspannter).
Eine solche Einstellung zu fördern wäre angebracht, ist aber den Politikern heute vermutlich nicht möglich, weil sie in parteiinternen Machtkämpfen nicht zielführend ist, und daher nicht der Lebenserfahrung von Politikern in Machtpositionen entspricht.
Die Anwendung des Jugendstrafrechts sollte auf 18 Jahre grundsätzlich begrenzt werden.
Das Erwachsenenstrafrecht kennt aber nur Geldstrafe oder Knast.
Erziehung, Förderung oder Überwachung fällt dann flach.
Die Versagung von staatlichen Sozialleistungen sollte schneller möglich sein, bei arbeitsfaulen Mitbürgern, gerade im jungen Alter.
Wenn ich so sehe wieviele Sozialhilfeempfänger jetzt schon Klagen müssen weil ihnen Gelder auf die sie Anspruch haben widerrechtlich vorenthalten werden, dann wird mir ganz flau bei dem Vorschlag.
Ich habe nichts dagegen wenn Straftäter schnell und streng bestraft werden. Aber gerecht. Und da stehen der Justiz genügend Mittel zur Verfügung.
Ciao Sven
Das Erwachsenenstrafrecht kennt aber nur Geldstrafe oder Knast.
Erziehung, Förderung oder Überwachung fällt dann flach.
Ciao Sven
Ich bin der Meinung, dass man mit 19Jahren genau weiß, was man
warum tut. Und es gibt auch im normalen Strafrecht eine milde
Strafbemessung in Form von Auflagen (ausser Geldstrafe).
Wenn ich so sehe wieviele Sozialhilfeempfänger jetzt schon Klagen müssen weil ihnen Gelder auf die sie Anspruch haben widerrechtlich vorenthalten werden, dann wird mir ganz flau bei dem Vorschlag.
Deshalb rede ich ja auch von denen, die arbeitsfähig sind, sich aber zu
schade dafür. Und davon gibt es so einige!
Ich habe nichts dagegen wenn Straftäter schnell und streng bestraft werden. Aber gerecht. Und da stehen der Justiz genügend Mittel zur Verfügung.
Leider ist die Rechtsauslegung bei der Strafbemessung regional
(auf das jeweilige Bundesland bezogen) unterschiedlich. Wenn ich an
einer Gerichtsverhandlung in Ravensburg oder auch Landshut, dann
werden dort schneller und strenger Urteile gefällt, als in Berlin.
(dies sind nur Erfahrungswerte...:) ).
Klar stehen genügend Mittel zur Verfügung, nur werden diese nicht
imemr voll ausgeschöpft. Auch sind viele Gerichte einfach überlastet.
Ich bin der Meinung, dass man mit 19Jahren genau weiß, was man warum tut.
Vielleicht weiß man mit 19 was man tut. Aber weiß man in dem Alter wirklich schon was man (vom Leben) will? Vielleicht warst Du in dem Alter schon weiter, aber von mir jedenfalls weiß ich, dass ich vor 10 Jahren noch sehr auf der Suche war (was nicht heißt, dass ich straffällig wurde)
Klar stehen genügend Mittel zur Verfügung, nur werden diese nicht imemr voll ausgeschöpft. Auch sind viele Gerichte einfach überlastet.
irgendwie widerspricht das jetzt Deinem vorherigen Posting. Entweder stehen genügend Mittel zur Verfügung, oder das Strafrecht muß verschärft werden!
Abgesehen davon denke ich nicht, dass ausgerechnet Polizisten über das Strafmaß entscheiden sollten. Dafür sind sie einfach viel zu oft selbst (in)direkt betroffen und ich glaube einfach nicht, dass man als Betroffener die nötige Objektivität mitbringt. Dies dürfte auch einer der Gründe sein, warum Gewaltenteilung als Vorraussetzung für einen Rechtsstaat betrachtet wird.
PS: hier noch ein Link zu einer Rede von Alfred Hartenbach aus dem Justizministerum der meine persönliche Meinung ganz gut wiedergibt:
http://www.bmj.bund.de/enid/0,742ef1706d635f6964092d09393533093a0979 656172092d0932303033093a096d6f6e7468092d 093130093a095f7472636964092d09393533/Reden/Alfred_Hartenbach_zd.html
und auch gleich noch ein Zitat daraus:
"Strafverschärfungen sind schnell und billig gefordert. Schwieriger und teurer, aber effektiver ist es, die Umsetzung des bestehenden rechtlichen Instrumentariums zu verbessern.
Vielen Dank!"
Schöne Grüße Steffen
Die Zusammenarbeit zwsichen Jugendamt, Schule und Eltern sollte
enger und transparenter sein. Der Zugang zu höheren Bildungswegen
sollte reglementiert werden können und somit auch sozial benachteiligten
Familien ermöglicht werden. Es werden grundsätzlich mehr Schulpsychologen
benötigt, bzw. Betreuungseinrichtungen.
Wir brauchen Schuluniformen, dann wäre der erste Status-Unterschied innerhalb einer Schule schon mal beseitigt.
Wir brauchen auch keine Schulpsychologen, sondern mehr Lehrer mit mehr Zeit und kleineren Klassengrößen, was wiederum mehr arbeitslose Lehrer von der Straße holt. Aber das ist politisch offenbar nicht gewollt, sonst hätte man es schon längst gemacht.
Schulpsychologen ?
meinst Du diese Dummschwätzer, die ausgesuchte Kinder unbedingt an Sonderschulen unterbringen wollen, anstatt blockierten oder lerngestörten Kindern zu helfen ??
An der Grundschule meiner Tochter läuft so eine armselige Gestalt rum, wenn Du sowas meinst, dann gute Nacht...
edit:
ach nee, das ist nur eine Aushilfskraft, die sich aber so gibt, als sei sie psychologisch geschult und wisse besser, wie man Kinder zu erziehen und zu lehren hat - selbst kinderlos, die Person...
Wir brauchen keine *staatlichen* Betreuungseinrichtungen, weil dann noch weniger Zeit für Eltern und Kinder verfügbar ist. Mehr staatliche Betreuung zieht mehr Arbeitszeit der Eltern nach sich - woran man seit geraumer Zeit bereits rumdoktert. Nur eben nicht, um die Kinder zu beschäftigen, sondern um mehr Erwachsene an die Arbeit zu kriegen. Frühe Selbständigkeit für Kinder ist nicht unbedingt verkehrt, aber man kann es auch übertreiben.
Sozial benachteiligte Familien ?
Es soll Familien geben, die sich keine(n) Computer, bzw. vernünftigen Internetzugang leisten können. Was meinst Du, was solche Eltern in der Grundschule zu hören bekommen ?
"Ja ja, aber wir arbeiten mit Internet, und das muss das Kind schon zuhause haben..."
Sportvereine sind schon da, und da wären wir wieder bei Chamenos' Vorschlag, dass Breitensport oder andere soziale Projekte durch Industrie, Wirtschaft oder ggf. Profisport gefördert werden, wofür ich einige Beispiele genannt hatte.
Am Sportplatz des Vereins, in dem mein Junge ist, hängt ein ca. 20m langes Banner mit der Aufschrift (sinngemäß):
"Sportvereine sind wichtig für die Jugend. Sie brauchen Unterstützung"
Ich muss mich gerade wirklich zuammenreißen, wenn ich an einige Döntjes zum Thema Bildung und Lehrer an unsere kleinen Dorfgrundschule denke.
Es ist für mich kaum vorstellbar, dass solche Vorschläge ^ von einem Berliner kommen, wenn es selbst auffem Land schon nicht funktioniert...
Gruß Andreas
.. sondern mehr Lehrer mit mehr Zeit und kleineren Klassengrößen, was wiederum mehr arbeitslose Lehrer von der Straße holt. Aber das ist politisch offenbar nicht gewollt, sonst hätte man es schon längst gemacht.
Ich seh schon, Du hast gestern kein Frontal gesehen.
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,7559185,00.html
Diese Hilfslehrer benötigen keinerlei Ausbildung, keinerlei Nachweise zur Tauglichkeit. Immerhin bekommen sie 10,- euronen die Stunde.
Naja, holt ein paar Leute von der Straße, immerhin
20 000. Doof halt für gelernte Lehrer die nicht eingestellt wurden ( viiiel zu teuer). In B.W. immerhin 75%.
Bin selbst am überlegen, da mich die "Krise" erwischt hat. Schließlich weiß ich, dass man Forum mit Fenster "fff" schreibt u. nicht mit Vogel "fff" :glgl:
Grüsse ,..
Na, mit dem Schulpsychologen war wohl eher einer gemeint, der von den Schülern angesprochen werden kann.
Bei einer Expertenrunde im (Phönix?) war auch eine Schülersprechervertreterin.
Die forderte einen Schulpsychologen, der vielleicht 2-mal in der Woche, den gesamten Tag, da ist und von Schülern angesprochen werden kann.
Zurzeit müssen die wohl angefordert werden und kommen dann vielleicht im nächsten Monat, und können dann auch, nur in der großen Pause, zu rate gezogen werden.
Sie meinte, einmal in der Woche, sei das Minimum, sonst sei es schnell mal zu spät.
Wir brauchen Schuluniformen, dann wäre der erste Status-Unterschied innerhalb einer Schule schon mal beseitigt.
Entschuldige, aber das hätte man gerne, aber das stimmt nicht.
Ich habe in GB an einer Schule gearbeitet, und man kann sehr deutliche Unterschiede zwischen Massanfertigung und von der Stange (und das auch noch als Secondhand) sehen. Von weitem schon.
Uhren, Taschen, Schuhe waren individuell, und haben für Streit bis zu Schlägereien als Begründung herhalten müssen.
Es geht weit vom Thema ab. Wenn ich jetzt noch meinen Kommentar zu den möglichen Zusammenhängen von Verlangen nach Schuluniformen und bestimmter Charakterschwächen (wers nötig hat nach dem Geld zu urteilen) abgebe, dann ist hier zappen.
irgendwie widerspricht das jetzt Deinem vorherigen Posting. Entweder stehen genügend Mittel zur Verfügung, oder das Strafrecht muß verschärft werden!
Schöne Grüße Steffen
Nein das widerspricht sich nicht wirklich. Es stehen natürlich genügend Mittel zur Verfügung, aber die Strafbemessung einer Tat lällt IMO mitunter
einfach zu gering aus (anstatt einer Gefängnisstrafe gibt es eben nur
eine Bewährungsstrafe, trotz Wiederholungstat).
Sozial benachteiligte Familien ?
Es soll Familien geben, die sich keine(n) Computer, bzw. vernünftigen Internetzugang leisten können. Was meinst Du, was solche Eltern in der Grundschule zu hören bekommen ?
"Ja ja, aber wir arbeiten mit Internet, und das muss das Kind schon zuhause haben..."
Gruß Andreas
Hi Andreas!;)
Nu reg dich ma nicht so auf.:hmpf: Ich meine hiermit Familien, die aufgrund
sozialer Benachteiligung ihre Kinder zum Beispiel nicht auf Gymnasium
bringen können. Es ist erwiesen, dass eine solche Familie es wirklich
schwer hat. Und nicht selten der Fall, dass Kinder die aus diesen
Familien entspringen nur selten einen höheren Bildungsweg einschlagen.
Es geht weit vom Thema ab.
Moin.
Schon pitters Eröffnungsbeitrag ging vom Thema ab:D
Ich denke aber dass das nichts macht.
Es ist völlig illusorisch zu glauben, dass wir hier in einem Thread mal eben die Lösung für irgendein politisches Problem finden können.
Fakt ist aber, dass wir letztes Jahr sehr schön sehen konnten, wie und warum in diesem Land von einigen Populisten Gesetze gemacht werden.
Und das wir zum steuerzahlenden Stimmvieh degradiert werden, dem man noch nicht einmal den verantwortungsvollen Umgang mit einem Taschenmesser zutraut.
Der ein oder andere aus diesem, unserem illustren kreis hat sich darufhin in die böse Welt der Politik aufgemacht, hat eine Petition eingereicht, Briefe geschrieben und auch mit dem ein oder anderen Amtsinhaber persönlich das Gespräch gesucht.
Und jetzt geht der ganze Sche...ß von vorne los.
Ich sehe diesen Thread hier als eine Möglichkeit Munition für mögliche Gespräche, Artikel, Leserbriefe u.ä. zu sammeln.
Es gibt nämlich in diesem Land definitiv dringendere Probleme als eine erneute Verschärfung des WaffG.
Und es gibt Themen, mit denen sich unsere Politiker durchaus publikumswirksam in Szene setzten könnten, die nicht das das Schüren von Ängsten und Vorurteilen als Basis haben.
Unsere Kinder werden nicht sicherer leben, wenn man private Schusswaffen verbietet.
Es gibt aber viele Möglichkeiten damit unsere Kinder besser leben könnten.
Und es darf nicht geschluckt werden, dass die Herren und Damen Entscheidungsträger von ihren eigentlichen Baustellen (die sie nicht im Ansatz in den Griff bekommen) ablenken indem sie medienwirksam auf Nebenkriegsschauplätze ausweichen.
Sie sollen in Diskussionsrunden begründen, warum sie etwas schützen wollen um das sie sich sonst nicht kümmern.
Sie sollen begründen warum mein Sohn nicht im Verein Schießen darf, aber mit 18 zum Dienst an der Waffe gerufen wird.
Sie sollen begründen warum es Sinn macht mit 16 zu Wählen (und damit über das Schicksal dieser Republik abzustimmen) aber erst mit 18 einen Cognac trinken zu dürfen.
Und sie sollen mir ganz persönlich erklären warum ich Steuern für einen Lehrer zahle, damit die Tochter die Matheaufgaben erst dann kapiert, wenn ich sie ihr noch einmal erklärt habe.
Diese ganze WaffG-Geschichte ist wie die Abwrackprämie Wahlkampf.
Das kostet unser Geld, unsere Nerven und wenn wir nicht aufpassen einen Teil unserer verfassungsmäßig garantierten Freiheit.
1 Million mehr Arbeitslose diesen Sommer und die diskutieren ob man Überraschungseier verbieten soll:glgl:
Gruß
chamenos
Vor allem die Strafbemessung sollte
härter ausfallen bzw. ausgelegt werden (gerade bei Wiederholungstätern).
Ich will hier ja kein i-Tüpfeles-Scheißer sein, aber "Vor allem die Strafbemessung sollte härter ausfallen" klingt schon nach einem Ruf nach härteren Strafen. Das bzw. wirkt da eher nur beschwichtigend. Aber ist ja auch egal, als Cop hast Du's seit dem 01.04. hier ja eh schon schwer genug...
Alos, nix für ungut! Steffen
"Strafverschärfungen sind schnell und billig gefordert. Schwieriger und teurer, aber effektiver ist es, die Umsetzung des bestehenden rechtlichen Instrumentariums zu verbessern.
Um nichts weiter geht es!
Warum wohl fängt die Merkel mit Ausweitungen der Kontrollen an und hört der Schäuble mit Bioschränken auf?
Weil die Kontrolle Staatsknete kostet, der Schrank Bürgergeld.
Entweder ich habe Deinen Ironie-Tag übersehen, oder ich verstehe nicht, was Du meinst.
Pitter
:steirer:.. Pitter, nimm bei solchen Themen , was meine Person angeht, immer das erst genannte..:steirer:
Dizzy
Ist auch schon seit einigen Jahren Gesetz, deine "Verlangen" ist also schon längst umgesetzt.
Waffen unter dem Bett und Kopfkissen ist keine erlaubte Aufbewahrung.
Auch unter den Socken darf man keine "scharfe Plemm" haben, die gehört mindestens in einen A-Schrank (Langwaffe) oder B-Schrank (Kurzwaffe)
Ach....echt? Gehe mal davon aus, das mir das nach 21 Jahren Jagdschein durchaus bekannt ist. Nur scheint es , daß es auch eine Art von Überprüfungsbedarf gibt, denn ich möchte nicht wissen, wieviele Jäger und Schützen diese Gesetzesgebung "fahrlässig" handhaben. Bei uns Jägern ist dort vor allen Dingen die ältere Mitjägerschaft betroffen, die das Thema entweder aus alten Zeiten gar nicht oder nur völlig unzureichend handhaben.
Ein alter Jagdaufseher von uns, leider schon verstorben, hatte seinen Suhler Drilling Zeit seines Lebens immer im Rasierschrank im Stall von seinem Bauernhaus stehen..... Unverschlossen!
Dizzy
Pitter, da gehst Du zu weit.
Nein
Mit der Aussage trittst Du in die Fußstapfen der Polemiker, die mit dämagogischen Machenschaften die Masse auf ihre (Meinungs-) Seite ziehen.
Nein. Das ist nicht meine Meinung. Ich bewege mich da in guter Gesellschaft mit anderen aus der Branche, die genau wissen, was bei ihnen und um sie herum passiert.
Zeig mir eine Zeitung oder ein Magazin, die sachlich kompetent die Diskussionen der Parteien um das Waffg als das darstellt, was sie sind. Nämlich das Werfen von Nebelkerzen durch schlagzeilengeile Daherquatscher.
Ich kenne adhoc nur eines.
Wenn ich mich nicht bei Dir täusche ;) - ja, es gibt wenigstens eine Quelle, die richtig gute Artikel zur aktuellen Kipo Zensur schreibt. Blöd nur, dass die nerds das schon alles wissen. Wichtiger und erfolgversprechender wäre es, wenn auch diejenigen umfangreich informiert werden, die nicht in der Materie stecken. Und das können wieder nur Tages- oder Wochenzeitungen leisten. Und jetzt such mal da nach gründlich recherchierten Artikeln zu dem Thema. Was ich an headlines querlese, ist alles die gleiche Sosse.
Warum ich so auf der Presse rumreite? Weil es ungemein wichtig ist. Denn welches Regulativ zum Dünnpfiff aus Berlin solls sonst geben? Wahlen sinds ja wohl eher nicht.
Pitter
Ein alter Jagdaufseher von uns, leider schon verstorben, hatte seinen Suhler Drilling Zeit seines Lebens immer im Rasierschrank im Stall von seinem Bauernhaus stehen..... Unverschlossen!
Und ich will nicht wirklich wissen, wieviele ihre Langwaffen noch immer in diesen hässlichen Eiche-Rustikal Ständern aufbewahren. Mit ner Kette und nem Schloß aus dem Kaugummiautomaten gesichert. Steht dann so im Flur, Einfamilienhaus, zwischen dem Klo links von der Tür und dem Wohnzimmer geradeaus.
Ja, das ist verboten, und ja, es ist gut so, dass eine sicherere Aufbewahrung gefordert ist.
Nur - was um alles ist das daraus real entsehende Problem und was die reale Gefahr, dass sich ein riesen Tamtam lohnt. Ja, 15 tote Menschen. Und nu? Wieviele sterben, weil Zigaretten nicht in Tresoren gesichert sind? Und die "braucht" die Welt genausowenig, wie Sportwaffen.
Die ganze Debatte ist ein Schwachsinn. Ich höre heute den ganzen Tag schon wieder was über Schweinegrippe Dramen, dramatische Todesfälle, eine eingerichtete Hotline, dem Bundeslaberer Söder und anderen Konsorten. Na, gibt ja schon über 100 Tote in Mexiko.
Todesfälle durch Grippe/Lungenentzündung alleine in D im Jahr 2007: 21.883.
Quelle: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/AI/IC/Publikationen/Jahrbuch/Gesundheit,property=file.pdf
Wovon reden die eigentlich?
Pitter
Und das können wieder nur Tages- oder Wochenzeitungen leisten. Und jetzt such mal da nach gründlich recherchierten Artikeln zu dem Thema. Was ich an headlines querlese, ist alles die gleiche Sosse.
Warum ich so auf der Presse rumreite? Weil es ungemein wichtig ist. Denn welches Regulativ zum dem Dünnpfiff aus Berlin solls sonst geben?
Weiß ja nicht wie es anderswo ist, hier in der Tageszeitung gibt es keinen einzigen festangestellten Journalisten, alles Freiberufler.
Kulturteil gibt es nicht mehr.
Ist wie bei Hilfslehrern, Zeitarbeitern usw. - schnell u. günstig.
Habe gestern mal wieder meine Lieblingszeitung gekauft: Süddeutsche.
Klinsi u. Schweinepest, ansonsten mager, sehr mager.
Trotz div. Medien, Informationsbeschaffung ist ehr schwierig.
Grüsse ,...
Wovon reden die eigentlich?
Von allem was ablenkt.
Und während wir die Schweinesülze löffeln, dehnt sich das Loch unter unseren Füßen (http://www.internet-law.de/2009/03/lg-karlsruhe-durchsuchung-wegen.html) immer weiter aus:
"Aufgrund der netzartigen Struktur des WORLD WIDE WEB ist jeder einzelne Link im Sinne der conditio-sine-qua-non-Formel kausal für die Verbreitung krimineller Inhalte, auch wenn diese erst über eine Kette von Links anderer Anbieter erreichbar sind".
Mich schaudert ...
Steffen
Ist wie bei Hilfslehrern, Zeitarbeitern usw. - schnell u. günstig.
Genau, dazu kommt auch noch die fast ausschliesslich negative Berichterstattung in den Medien. Wen interessiert schon was gutes in der Welt geschieht,nein, negative Berichterstattung muss her, nur so wird die Quote gesichert. Wie die Geier wird sich auf negative News gestürzt. Warte nur mal ab , ob heute Abend nicht noch ein "Brennpunkt" zur Schweinegrippe kommt. Angela hat sich ja schon zu Wort gemeldet.
Mann,Mann, wir lassen uns ganz schön verarschen.
Dizzy
Von allem was ablenkt.
Und während wir die Schweinesülze löffeln, dehnt sich das Loch unter unseren Füßen (http://www.internet-law.de/2009/03/lg-karlsruhe-durchsuchung-wegen.html) immer weiter aus:
Mich schaudert ...
Steffen
Ohne die Angelegenheit in irgendeiner Form zu werten, ist dieser Satz des LG Karlsruhe nicht zu beanstanden. Kausal im Sinne der Äquivalenztheorie ist auch der der Ur-Ur-Ur-Opa eines Täters, aufgrund von Kausalität allein wird in Deutschland aber niemand bestraft.
Entschuldige, aber das hätte man gerne, aber das stimmt nicht.
...
Es gab vor Jahren in D solche Versuche an einigen Schulen, die Schuluniform auf freiwilliger Basis zu tragen, ich meine in Hessen war es - ist schon ein Weilchen her. Woanders in D hat man es auch versucht, wie weit und erfolgreich/erfolglos diese Experimente verliefen, weis ich nicht.
Die Initiative wurde damals von den beteiligten Schülern positiv aufgenommen, und hat damals für einige Entspannung an dieser Schule gesorgt - habe aber auch kein Bock, dieses Randthema weiter zu verfolgen, wenn ich schon wieder diese paranoid anmutende Reaktionen weiter oben auf den Begriff selbst lese :rolleyes:
Das mit dem "Bekleidungsstress" an deutschen Schulen ist allerdings keine neuzeitliche Geschichte, das gabs mindestens schon vor 30 Jahren, und Schuluniform wäre nur eine Randerscheinung, Handys und MP3 etc. müssten dann auch an Schulen untersagt werden...
Und was den "Schulpsychologen" betrifft, wenn ich mich recht erinnere, hies der früher Vertrauenslehrer, zumindest wenn ich jetzt lese, was damit von der Funktion *eigentlich* gemeint ist ;)
Gruß Andreas
Nur - was um alles ist das daraus real entsehende Problem und was die reale Gefahr, dass sich ein riesen Tamtam lohnt. Ja, 15 tote Menschen. Und nu? Wieviele sterben, weil Zigaretten nicht in Tresoren gesichert sind? Und die "braucht" die Welt genausowenig, wie Sportwaffen.
Bei allem Respekt...ein unerträglicher Beitrag.
Es sind nicht 15 Menschen Tod, sondern 15 Menschen wurden aus Vorsatz und niedrigen Beweggründen getötet..... ermordet.
Dies mit der Inkaufnahme von tödlich verlaufenden Krankheiten durch die Tabakindustrie zu vergleichen kommt schon einer Verunglimpfung der Opfer da.
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Gesellschaft den Angehörigen der Opfer eine Diskussion darüber schuldet, wie man in Zukunft derartige Vorfälle verhindern kann.
Ich bin auch der Überzeugung, dass man durchaus überlegen darf, ob man Schützen ihre Munition wegnimmt und diese Zentral z.B. in Polizeinähe lagert. Schützen dürfen sowieso nur in den seltensten Fällen ihrem Sport zuhause ausüben und das Recht auf Selbstverteidigung mit einer Schusswaffe gibt es nicht----man kanns also auch niemanden wegnehmen.
Ach ja... der ganze Tamtam lohnt sich ja nicht, weil es ja nur 15 Menschen sind und nicht zig Tausend wie z.B. im Straßenverkehr...
Macht euch bitte zwei dinge in diese Diskussion bewusst... Mord hat eine besondere Tragik und die Gesellschaft eine besondere Verantwortung diese zu verhindern. Eine Gesellschaft die nicht gewachsen ist dem mordenden Menschen Einhalt zu gebieten, ist der Zusammenbruch und die Anarchie gewiss.
und zweitens... ein Menschenleben ist ziemlich viel Wert, genau wie der Aufwand es zu schützen. Vorallem, wenn kein Grundlegendes Recht weggenommen wird, sondern nur die Regeln zur Ausübung eines Sportes verändert werden.
Grüße Manuel
Es sind nicht 15 Menschen Tod, sondern 15 Menschen wurden aus Vorsatz und niedrigen Beweggründen getötet..... ermordet.
Ja. Und? - Bevor Du fragst. Wenn *mein* Kind ermordet worden wäre, wäre ich nicht befähigt, über die Vorgänge zu urteilen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Gesellschaft den Angehörigen der Opfer eine Diskussion darüber schuldet, wie man in Zukunft derartige Vorfälle verhindern kann.
Klar muss man das diskutieren. Hat nur nichts mit Waffen zu tun.
Macht euch bitte zwei dinge in diese Diskussion bewusst... Mord hat eine besondere Tragik und die Gesellschaft eine besondere Verantwortung diese zu verhindern.
Was genau meinst Du mit der "Gesellschaft" und wie soll sie Mord verhindern? Was ist an Mord tragischer, als an anderen Todesarten? Ist Mord tragischer als ein langwieriger Krebstot? Werden wieder nur Phrasen gedrescht?
Eine Gesellschaft die nicht gewachsen ist dem mordenden Menschen Einhalt zu gebieten, ist der Zusammenbruch und die Anarchie gewiss.
Sag. Mord gibt es seit Kain und Abel, keine Gesesllschafts- und Staatsform hat das je verhindern können. Manche davon verlaufen diktatorisch, manche demokratisch, manche anarchistisch. Wo ist da der kausale Zusammenhang?
und zweitens... ein Menschenleben ist ziemlich viel Wert, genau wie der Aufwand es zu schützen. Vorallem, wenn kein Grundlegendes Recht weggenommen wird, sondern nur die Regeln zur Ausübung eines Sportes verändert werden.
Die Ausübung eines Sportes ist ein grundlegendes Recht.
Pitter
Dies mit der Inkaufnahme von tödlich verlaufenden Krankheiten durch die Tabakindustrie zu vergleichen kommt schon einer Verunglimpfung der Opfer da.
Unfug.
Du forderst Denkverbot.
Todesarten zu vergleichen heißt keineswegs unethisch zu sein, zu denken oder zu handeln.
Mit dem Argument kannst du alles, was wegen niederer Motive jemals tödliche Folgen hatte, verbieten.
Kannst ja mit der Kirche anfangen - wenn ich aus meinem Fenster schaue, sehe ich die Käfige der Wiedertäufer, in denen man ermordete Menschen einfach verrotten ließ.
Und wieso ist die Tabakindustrie, die aus purer Profitgier suchtfördernde Stoffe in den Tabak mischt und so wissentlich Tote einkalkuliert, besser als ein völlig durchgeknallter, psychisch totalbeschädigter Amokläufer? Die Motive der Industrie sind weit übler.
Steffen
Lieber Manuel, da muss ich meinen beiden Vorednern leider zustimmen.
Du kannst nicht die rechte von 80 Milionen Bundesbürgern beschneiden, nur weil ein einziger, also ~0,0000000001% sich "daneben benehmen"
Nimm doch nur mal an morgen wirft wieder einer Steine von Autobahnbrücken, deswegen kann auch keiner fordern Steine "Zentral und in Polizeinähe zu lagern"
Vielmehr sollte immer die Frage gestellt werden: Warum wirft einer Steine von Autobanhbrücken/veranstaltet einer ein geplantes Masaker (was übrigens der Wortbedeutung != Amoklauf ist!)
Und, selbst wenn das geklärt ist wirst du immernoch ein Restrisiko haben, das doch einer durchs Netz schlüpft, der noch dazu mal nen Stein findet, der nicht in der nähe eines Polizisten liegt....
Eine Gesellschaft die nicht gewachsen ist dem mordenden Menschen Einhalt zu gebieten, ist der Zusammenbruch und die Anarchie gewiss.
Sag. Mord gibt es seit Kain und Abel, keine Gesesllschafts- und Staatsform hat das je verhindern können. Manche davon verlaufen diktatorisch, manche demokratisch, manche anarchistisch. Wo ist da der kausale Zusammenhang?
Man fragt sich, wie wir es nur bis hierhin schaffen konnten.
Eigentlich müsste die Welt in Schutt und Asche liegen ...
Ich geh, nochmal auf Pitters Antwort ein, weil es anscheinend schwierigkeiten gibt meine Punkte nachzuvollziehen. Ich werde allerdings zu weitern äußerungen keine Stellung mehr nehmen noch weiter diesen Thread verfolgen.
Klar muss man das diskutieren. Hat nur nichts mit Waffen zu tun.
*lach* nein? Der Junge wäre niemals in der Lage gewesen 15 Menschen ohne eine Faustfeuerwaffe umzubringen. Zudem ist es wesentlich einfacher einen Abzug zu ziehen als mit der Hand oder den Messer jemanden zu ermorden und dabei die Menschlichkeit des Gegenübers zu erfahren (empathie und so).
WER SAGT SCHUSSWAFFEN SEIN AN DER TAT SCHULD HEUCHELT... wer aber verkennt, dass Schusswaffen die Dimensionen dieser Tat verändern...nunja
Was genau meinst Du mit der "Gesellschaft" und wie soll sie Mord verhindern? Was ist an Mord tragischer, als an anderen Todesarten? Ist Mord tragischer als ein langwieriger Krebstot? Werden wieder nur Phrasen gedrescht?.
Ja stellt mich in die Ecke mit Poltikern, die wohlklingende Lösungen für komplexeste Probleme anpreisen...oder warte ist das gerade hier im Forum genau so auch passier*G* (kleiner Spaß)
Mit der Gesellschaft meine ich die Menschen, die unseren Staat tragen bzw sind... Ich nehme damit Bezug auf Jean-Jacques Rousseau, der sagt, dass Verfassung und damit auch die darauf aufbauenden Gesetze... die Essenz dessen ist, welche Werte die Mitglieder einer Gesellschaft haben(Volonté générale). Ich kann auch GEsellschaftssystem sagen...
vereinfacht gesagt... wenn ein System es nicht schafft die Menschen vom gegenseitigen Töten abzuhalten, bzw einzudämmen...dann geht es unter...
ist leider nicht von mir... ist von Thomas Hobbes- geklaut
erneut vereinfacht gesagt...wenn alle sich umbringen kann keine Ordnung, keine Volonté générale aufrechterhalten werden und der Staat ist damit zusammengebrochen. Das es Morde gibt kann kein Staat verhindern...aber zulassen darf er sie auf keinen Fall.
Ich denke damit ist auch dein nächster Einwand berücksichtigt...
Ach ja... Morden und so... Wenn meine Bremsen versagen und ich gegen den Baum fahre, dann kann meine Mutter verstehen, warum es passiert ist... Ich hatte nen altes auto bla bla bla
Bei mord... ich kann nie verstehen warum Menschen einander ermorden...darum heißt es ja auch niedrigere Beweggründe... das ist schwirig nachzuvollziehen.
Der eigentliche Punkt ist aber... Unfälle passieren...das ist das generelle Risiko des Lebens...aber Mord...
da tötet ein Mensch einen anderen...ganz bewusst...
Den UNterschied und die Tragik müsst ihr doch sehen...
Die Ausübung eines Sportes ist ein grundlegendes Recht.
Klar... und der Staat darf auf garkeinen Fall Regeln aufstellen... das wäre ein enormer eingriff in die Bürgerrechte...
Außer beim Doping---das ist unfair
oder Skifahren, wenn man da zu schnell den Berg runterfährt, dann...hmmm
Naja immer dann wenn die rechte andere bedroht sind...dann sollte er eingreifen der liebe Staat...
schlaft schön meine lieben Forumniten und diskutiert noch schön weiter...ich werde jetzt nochmal schauen, ob es in der Welt der Taschenlampen Neuerungen gibt und dann selber schlafen gehen, um morgen wieder bereit zu sein um Phrasen zu dreschen und polemisch zu sein...dafür bin ich Stadtbekannt
Euer Manuel
schlaft schön meine lieben Forumniten und diskutiert noch schön weiter...ich werde jetzt nochmal schauen, ob es in der Welt der Taschenlampen Neuerungen gibt und dann selber schlafen gehen, um morgen wieder bereit zu sein um Phrasen zu dreschen undPolemisch zu sein...dafür bin ich Stadtbekannt
Euer Manuel
Edit--- eine Sache noch...ich war selber mal Sportschütze (keine Zeit mehr/ keinen mir zusagenden Verein mehr in der Nähe)
ich kann nie verstehen warum Menschen einander ermorden
Das spricht nicht für Dich. In den allermeisten Fällen sind die Gründe dafür offensichtlich und werden von den Tätern auf Nachfrage auch gern mitgeteilt. Und wenn Du Morde verhindern willst, wirst Du schon die Gründe dafür aus der Welt schaffen müssen.
eine Sache noch...ich war selber mal Sportschütze
Na, wenn das Deine Argumentation nicht wasserdicht macht...:glgl:
So argumentiert der Gutmensch: Er droht nicht mit Gewalt, sondern fordert besondere Anerkennung ob seiner Betroffenheit. Betroffenheit taugt aber einfach nicht als Ersatz für ein treffendes Argument.
Ok... da muss ich doch noch eben was zu sagen...aber dass wars dann auch(entschuldigt)
Das spricht nicht für Dich. In den allermeisten Fällen sind die Gründe dafür offensichtlich und werden von den Tätern auf Nachfrage auch gern mitgeteilt. Und wenn Du Morde verhindern willst, wirst Du schon die Gründe dafür aus der Welt schaffen müssen..
*lach* kannst du Nachvollziehen/begreifen, warum jemand einen anderen für 20€ umbringt?
Ich kann seine Motive/Beweggründe erklären... Sie nachvollziehen...kann ich beim besten Willen nicht und das hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern damit, dass ich kein Soziopath bin.
Na, wenn das Deine Argumentation nicht wasserdicht macht...:glgl:
So argumentiert der Gutmensch: Er droht nicht mit Gewalt, sondern fordert besondere Anerkennung ob seiner Betroffenheit. Betroffenheit taugt aber einfach nicht als Ersatz für ein treffendes Argument.
Ich verstehe deinen Einwand und darum melde ich mich auch nochmal erneut... Eigentlich stand dort noch einen Zusatz, den ich allerdings gelöscht habe, da er eine unfaire Argumentation und Unterstellung enthielt... Ich hätte alles wegnehmen sollen, das stimmt.
Nach deiner Definition bin ich allerdings wirklich ein Gutmensch... ich drohe nie mit Gewalt*G*
Viel Spaß beim Aufregen
Manuel
*lach* nein? Der Junge wäre niemals in der Lage gewesen 15 Menschen ohne eine Faustfeuerwaffe umzubringen. Zudem ist es wesentlich einfacher einen Abzug zu ziehen als mit der Hand oder den Messer jemanden zu ermorden und dabei die Menschlichkeit des Gegenübers zu erfahren (empathie und so).
WER SAGT SCHUSSWAFFEN SEIN AN DER TAT SCHULD HEUCHELT... wer aber verkennt, dass Schusswaffen die Dimensionen dieser Tat verändern...nunja
Euer Manuel
Es ist so wie es ist. Wäre die Munition in diesem Fall nicht im Haus
gelagert gewesen, hätte der Täter diese Tat so nicht verüben können.
Hätte könnte blablabla...sicherlich hätte er sich wahrscheinlich auch
auf anderem Wege Munition besorgen können, um seine Tat umzusetzen.
Es ist klar, dass die Waffen nicht Schuld an der Tat haben. Dafür gibt
es andere Ursachen und Gründe. Jedoch ist sicher, dass eine
dezentrale Lagerung von Munition die Ausübung der Tat erschwert hätte haben können.
Aber das sind alles nur Vermutungen (jedoch Grundgedanke; der
Staat ist verpflichtet Risiken zu minimieren). Das Problem ist hier
auch IMO, dass manche sich angegriffen fühlen, weil sie
meinen, dass hier ein Generalverdacht ausgesprochen wird. Aber das tut
keiner hier und es ist auch klar, dass die Gründe einer solchen Tat
woanders gesucht werden müssen.
und das Recht auf Selbstverteidigung mit einer Schusswaffe gibt es nicht----man kanns also auch niemanden wegnehmen.
Ist so nicht ganz richtig. Die Notwehr schreibt kein konkretes Abwehrmittel vor.
Das Mittel muss verhältnismäßig ("eingeschränkte Verhältnismäßigkeit")
sein, und wenn dich ein Einbrecher mit einer Eisenstange, einem Messer
oder einer Schusswaffe angreift, darfst du auch deine verwenden,
falls du dies rechtzeitig schaffen kannst.
Messerjocke2000
30.04.09, 07:36
Erneut vereinfacht gesagt...wenn alle sich umbringen kann keine Ordnung, keine Volonté générale aufrechterhalten werden und der Staat ist damit zusammengebrochen. Das es Morde gibt kann kein Staat verhindern...aber zulassen darf er sie auf keinen Fall.
Das ist doch genau der Punkt. Es bringen sich eben nicht alle gegnseitig um. Nicht mal annähernd. Es gibt in DE ca. 1000 Morde/Totschläge im Jahr. Sicher sind das 1000 Menschen zu viel, die sterben, keine Frage. Die entscheidende Frage aus meiner Sicht ist aber, sterben signifikant weniger Menschen, wenn (Schuss)Waffen verboten wären?
Es gibt einige wenige Fälle, wo ein Verbot oder eine andere Lagerung der Waffen vieleicht die Wirkungen der Tat gemildert hätte.
Und das sind genau die nicht geplanten Amokläufe.
Und die sind so verschwindend gering, dass man darauf mMn keine Gesetze aufbauen darf.
Klar... und der Staat darf auf garkeinen Fall Regeln aufstellen... das wäre ein enormer eingriff in die Bürgerrechte...
Der Staat sollte so wenig Regeln aufstellen wie eben notwendig
Oder, ums mit Montesquieu zu sagen:
Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, ist es unbedingt notwendig, ein Gesetz nicht zu erlassen.
Naja immer dann wenn die rechte andere bedroht sind...dann sollte er
eingreifen der liebe Staat...
Völlig richtig. Nur bedroht weder der Sportschütze mit seinen 15 Waffen noch der Jäger mit seiner Flinte im Wandschrank irgendein Recht anderer Menschen.
Das passiert erst dann, wenn ein Mensch sich entschliesst, einem anderen Menschen Schaden zuzufügen.
Und da ist das Tatmittel egal, tot ist tot. Entscheidend ist der Entschluss, Menschen zu töten.
Stell Dir mal vor, früher (vor 1972) brauchte man weder WBK noch Tresor, und die freie Welt ist nicht untergegangen...
Wobei ich eine sichere Aufbewahrung, Sachkunde und eine Überprüfung der Zuverlässigkeit durchaus sinnvoll finde.
Weitere Massnahmen wie Bedürfnis, schwerere Tresore, getrennte Lagerung etc pp bringen dann aber keinen signifikanten Sicherheitszuwachs, dafür aber eine Einschränkung der Grundrechte und reichlich Bürokratie.
Oder fühlt sich jemand sicherer, weils jetzt ein Kampfhundeverordnung und ein Verbot von Butterflymessrn gibt?
Kilian
Messerjocke2000
30.04.09, 07:44
Ich bin auch der Überzeugung, dass man durchaus überlegen darf, ob man Schützen ihre Munition wegnimmt und diese Zentral z.B. in Polizeinähe lagert. Schützen dürfen sowieso nur in den seltensten Fällen ihrem Sport zuhause ausüben
Schützen fahren aber schonmal auf Turniere. Dürfen die dann ihre Mun schon beim Training vorher mitnehmen? Oder müssen die dann am Turniertag den Blockwart wecken, damit er die Mun rausrückt?
Jäger werden z.B. gerufen, wenn jemand ein Tier anfährt. Muss der dann auch erst ins Jagdhaus bzw. zur Polizei fahren?
Was ist mit Wiederladen? Darf man das dann nur noch im Vereinshaus?
Wer kontrolliert, ob die Munition auch tatsächlich verschossen wurde?
Wie gesagt, Sicherheitsgewinn gleich null, aber reichlich Aufwand.
und das Recht auf Selbstverteidigung mit einer Schusswaffe gibt es nicht-
siggii42 hat ja schon was dazu geschrieben.
Und selbst wenn der Staat dieses Recht nicht anerkennt, ist ja die Frage, ob das auch gut ist, oder doch eher schädlich.
Unsere Nachbarn haben jedenfalls gute Erfahrungen damit gemacht...
Nur mal als Denkanstoss.
Kilian
Es ist so wie es ist. Wäre die Munition in diesem Fall nicht im Haus
gelagert gewesen, hätte der Täter diese Tat so nicht verüben können.
Hätte könnte blablabla...sicherlich hätte er sich wahrscheinlich auch
auf anderem Wege Munition besorgen können, um seine Tat umzusetzen
Muss ja gar nicht sein. Was denkst Du, was jemand, der bereit und willens ist, Leute zu erschiessen, sein Leben lang macht, wenn er das nicht tut? Oder glaubst Du, sowas verwächst sich?
Die entscheidende Frage ist doch, was kann man machen, dass in einer Gesellschaft nicht solche Zombies gezüchtet werden. Die Frage ist nicht, wie das zu 100% verhindert werden kann. Kann es nämlich nicht. Zu 99,99% ist das ja schon verhindert, oder rennen in D jeden Tag Irre durch die Gegend und töten Menschen auf der Strasse? Das Herumreiten auf der zweiten Frage verhindert die Auseinandersetzung mit der ersten.
Die Frage ist konkret, was haben die Eltern, die Schule, die Mitschüler, die Eltern der Mitschüler, alle "Freunde" (so er welche hatte, und wenn nicht warum nicht) - was haben alle Menschen in der Umgebung des Amokläufers eigentlich die letzten Jahre so gemacht? Das ist mal das erste. Und da gehts nicht um "Schuld", sondern darum, mal zu analysieren, was da schief gelaufen ist. Unangenehme Frage, deswegen stellt man sie nicht.
Und erst danach kommt - aber kommt - die Frage, was der Staat - im Rahmen seiner Sozial, Bildungs- und Wirtschaftspolitik- beitragen kann, dass wir hier keine Verlierer heranzüchten.
Und dann kommt irgendwann die Erkenntnis, dass wir, selbst wenn wir alles tun, um Menschen zu erziehen und heranwachsen zu lassen, die eben nicht in Gewalt eine Lösung, Befriedigung oder Verzweiflungtat sehen - dass wir selbst dann damit leben werden müssen, dass das eben immer solche Leute gab, gibt und geben wird.
Und wenn wir, und das sind alle, die an einer Gesellschaft mitwirken, das alles diskutiert, verstanden und auch umgesetzt haben, dann reden wir mal über Waffen. Zum Beispiel darüber, dass es der Schiesssport in D schon schwer genug hat. In anderen Ländern - auch in der EU, nicht in Somalia - wird das viel mehr gefördert. Ohne dass es dort seltsame Befindlichkeiten ala "Waffen sind ein Männerproblem" oder gar Probleme mit der Gewaltkriminalität gibt.
Pitter
Hi Pitter!
Richtig, auf irgendeine Art und Weise hätte die Tat trozdem umgesetzt
werden können. Deshalb ja auch meine hypthetischen Ausführungen.
Aber genau so wäre auch die Überlegung erlaubt, ob es nicht hätte auch
bemerkt werden können, wenn noch etwas mehr Zeit gewesen wäre.
Vielleicht wäre das Umfeld in der Lage gewesen oder auch nicht.
Wichtig ist ganz besonders, wie du schon erwähntest, dass das Umfeld
sensibilisiert wird. Damit man eveutelle Probleme / Abischten rechtzeitig
erkennen kann.
Hallo,
frei nach Rio Reiser "Wenn ich König von Deutschland wär`"
würde ich:
Waffen:
1) Keine Verschärfung des Waffenrechts, sondern verbesserte Durchsetzung des bestehenden!!!
Unangemeldete Kontrollen der Aufbewahrung und Überprüfungen von "Bedürfnissen".
2) Gnadenloser und umgehender Entzug der WBK bei bestimmten Delikten. Z.B. bei Gewalt und/oder Nötigung.
Schule:
1) Die obligatorische Ganztagesschule einführen (bis ~16.00 Uhr- danach ist genug Zeit für "Privates")
"Hausaufgaben" werden durch von Lehrern BETREUTE Stunden "selbstständiges Arbeiten und "Gruppenarbeiten" ersetzt.
Vorteil: Benachteiligungen wegen sozialer Herkunft werden drastisch reduziert- entfallen sogar weitestgehend!
2) Schuluniform.
Vorteil: Weg von den Statussymbolen und weg vom Tanz ums goldene Kalb.
Vermeidung von Komplexen sozial benachteiligter.
3) Täglich vor dem Mittagessen eine doppelstunde Sport.
Vorteil: Beim Sport kann man sich austoben und in sozial adäquater Weise "Kräfte messen" !
Vermittlung von "Fairnes" !
Dringend notwendig auch wegen des "entarteten" Freizeitverhaltens (Bewegungsmangel) großer Teile der Jugend.
4) Klassen 5-8: Obligatorisches Fach "Gesundheit u. Ernährung".
5) Schülküche für alle.
Das Bereitstellen der Mahlzeiten ist teilweise integraler Bestandteil der Fachstunden "Gesundheit u. Ernährung" => praktische Umsetzung von gelerntem!
6) Samstags wird für die Hauptfächer Förderunterricht für lernwillige "schwächere" Schüler angeboten
7) psychologisch geschulte Vertauenslehrer - weg mit den "Schulpsychologen"
Vorteil: Keine Stigmatisierung von Schülern, welche Kontakt zum "Schulpsychologen" haben!
8) Angebot staatlicher Ferienprogramme (in erster Linie betreute Outdoor-Events)
Wer soll das bezahlen- wer hat so viel Geld?!
Jaja- hätten wir die letzten 40 Jahre mal nur kleinere Brötchen gebacken!
Willkomen zurück in der Realität...
Gruß,
Dirk
Schule:
2) Schuluniform.
Vorteil: Weg von den Statussymbolen und weg vom Tanz ums goldene Kalb.
Vermeidung von Komplexen sozial benachteiligter.
Hi Dirk,
bringt nix (siehe GB), dann wird der Status die, Privat (in Edel) beschaffte, Uniform, die handgemachten Schuhe, die Uhr, das Straußenledermäppchen...weiß der Teufel, was den Plagen so einfällt...
Gemobt werden Aussenseiter so oder so, ich würde das nicht am sozialen Stand festmachen.
In Schulen mit 95% "sozial benachteiligter" ist der gutsituierte der doofe...
Alternative wären die Schulkittel, die die Kinder in Frankreich (Italien?) drüberziehen mußten, aber will man das?
(Uniform?, siehe unten...)
8) Angebot staatlicher Ferienprogramme (in erster Linie betreute Outdoor-Events)
Hatten wir schon, HJ/ FDJ...hat bei uns (leider oder berechtigter Weise:rolleyes:) ein Gschmäckle.
Gruß,
Pit
Hatten wir schon, HJ/ FDJ...hat bei uns (leider oder berechtigter Weise:rolleyes:) ein Gschmäckle.
Ich weiss ja nicht, wo "bei uns" ist. Bei uns ;) haben die Freizeitangebote (Freizeit = Mit Kinnern/Jugendlichen weg von zu Hause) der evangelischen/der katholischen Jugend und die der Pfadfinder kein "Gschmäckle". Zumindest keines in die von dir genannte Richtung.
Pitter
Moin Pitter,
sind die von Dir genannten "staatliche" Institutionen, oder Kirchen, Vereine?
Gut, wenns um "uns" geht, lassen "wir" das weg:
Ich pack meine Kinder nicht in staatlich zentralisiert organisierte Freizeitangebote.
Bei dem Gedanken "krich ich Plack"
(mein Problem, ich weiß...:p)
Beste Grüße,
Pit
Manuel,
du möchtest von deinem Standpunkt überzeugen, aber zu anderen Argumenten keine Stellung beziehen:
Ich geh, nochmal auf Pitters Antwort ein, weil es anscheinend schwierigkeiten gibt meine Punkte nachzuvollziehen. Ich werde allerdings zu weitern äußerungen keine Stellung mehr nehmen noch weiter diesen Thread verfolgen.
Gut, halte dir die Ohren zu, nachdem du gesagt hast, was du sagen willst.
Du solltest dich allerdings fragen, wo ein solches Verhalten hinführt.
Für eine Diskussion taugt es jedenfalls nicht.
Trotzdem stelle ich deine Kernargumente, so wie ich sie verstehe, folgend unter Beobachtung.
So, oder so ähnlich tauchen diese Sätze ja immer wieder mal bei solchen Gemengelagen aus der Versenkung auf.
Ich möchte daher wenigstens den Interessierten an diesen Beispielen zeigen, dass hier viel zu kurz gedacht wird:
wenn ein System es nicht schafft die Menschen vom gegenseitigen Töten abzuhalten, bzw einzudämmen...dann geht es unter... Hobbes
...
wenn alle sich umbringen kann keine Ordnung, keine Volonté générale aufrechterhalten werden und der Staat ist damit zusammengebrochen.
Den (für mich überzogenen) Fatalismus, der aus diesen Worten spricht, lasse ich mal außen vor.
Hobbes hat den Leviathan Mitte des 17. Jahrhunderts verfasst und für eine Staatsverfassung wider den Naturzustand
(das Ungeheuer Behemoth) argumentiert. Moral hält er darin für wirkungslos und fordert daher, alle Macht dem Souverän
(meint Staat oder den Monarchen) zu übertragen.
Das war eine Reaktion auf den erlebten englischen Bürgerkrieg, für Hobbes der „Krieg aller gegen alle“.
Diese Idee eines solchen Staates wurde während der Nazizeit vom Politologen Franz Neumann (http://de.wikipedia.org/wiki/Behemoth_(Franz_Neumann)) als das gebrandmarkt,
was es ist - totalitär:
„Die Strafgerichte sind heute im Verein mit der Geheimen Staatspolizei, der Staatsanwaltschaft und den Henkern in erster Linie
Praktiker der Gewalt, und die Zivilgerichte sind primär Vollzugsagenten der monopolistischen Wirtschaftsverbände“.
Nebenbei eine interessante Parallele zu dem von mir verlinkten Urteil des LG Karlsruhe und der von Pitter thematisierten INSM.
Zu Rousseaus Begriff des Gemeinwillens (Volonté générale) in seinem „Contrat social“, der ebenso mal wieder als Grundlage
herangezerrt wird - Abgesehen davon, das Rousseau den Begriff bewusst gegen Hobbes ins Feld geführt hat,
überlebte sich auch diese Vorstellung spätestens in der Nazizeit:
Der Mensch überträgt seinen Willen vollständig auf den Souverän (Staat) und wird dadurch im Gegenzug geschützt.
So weit so nett.
Der Wille des einzelnen Bürgers kann und darf nach Rousseau nicht der Gesamtheit widersprechen.
Schließlich widerspricht das ja dem Gemeinwillen, den man per Vertrag akzeptiert hat.
Deshalb muss man den Einzelnen zum Gehorsam gegenüber dem Volonté générale zwingen - ihn (O-Ton) „zwingen, frei zu sein“.
Spätestens hier sollte klar sein, worauf das hinlaufen kann ...
Fazit: So simpel ist die Sachlage im Jahre 2009 nicht, wie man sich das vor etwa 300-400 Jahren vorgestellt hat.
Das es Morde gibt kann kein Staat verhindern...aber zulassen darf er sie auf keinen Fall.
Immerhin ein Argument, das nicht aus der philosophischen Mottenkiste kommt.
Nur zur Erinnerung - der Staat tut das auch nicht, wir haben schließlich ein Grundgesetz.
da tötet ein Mensch einen anderen...ganz bewusst...
Den UNterschied und die Tragik müsst ihr doch sehen...
Und genau an dieser Stelle würde ich in einem persönlichen Gespräch normalerweise eine Entschuldigung einfordern.
Sowas macht mich sauer.
Hier kann ich mir nur noch aussuchen, ob ich naturböse oder völlig verblödet bin - schönen Dank.
Da du auf meine vorherigen Argumente (Motivation der Tabakindustrie etc.) nicht eingegangen bist, gehe ich davon aus,
das du auch hier kneifen wirst.
Da bleibt mir nur noch der Verweis auf Pippi Langstrumpf (http://efraimstochter.de/songs/song_deutsch.shtml).
Steffen
Ach ja... Morden und so... Wenn meine Bremsen versagen und ich gegen den Baum fahre, dann kann meine Mutter verstehen, warum es passiert ist... Ich hatte nen altes auto bla bla bla
Bei mord... ich kann nie verstehen warum Menschen einander ermorden...
Moin.
blablabla. Wenn Deine Bremsen versagen und Du gegen meinen Sohn fährst, dann ist mir Deine Mutter und ihr Verständnis für Dein altes Auto herzlich egal.
Und so etwas passiert in diesem Land jeden verdammten Tag mehrfach.
Hatten wir nicht letztes Jahr (oder war es 2007?) den Herren, der mal eben mit seinem Auto in eine Füßgängerzone gerast ist, weil in seinem Kopf nichts mehr ging.
Aber wir drehen uns mächtig im Kreis. Man kann einem Gegenstand nicht die Schuld für die Tat eines Menschen in die Schuhe schieben. Auch nicht für viele Taten. Mord und Totschlag gab es schon lange vor Erfindung der Schusswaffen.
Es muss also Ziel einer Gesellschaft sein "Nichtmörder" zu erziehen und nicht mögliche Mordwerkzeuge zu verbieten. Denn für jedes Werkzeug gibt es eine Alternative und wenn ich kein Glas habe, dann trinke ich eben aus der Flasche.
chamenos
Hatten wir nicht letztes Jahr (oder war es 2007?) den Herren, der mal eben mit seinem Auto in eine Füßgängerzone gerast ist, weil in seinem Kopf nichts mehr ging.
Grad heut wieder im Nachbarland.
hallo,
ein fröhliches "der Fisch beginnt am Kopf zu stinken" in die Runde.
Wir müssen uns (leider!) von der Vorstellung verabschieden, der Staat habe sich aus der erziehung von Kindern rauszuhalten.
Wenn zunehmend seelissch verkrüppelte junge Menschen ihr Ventil in Zerstörung und Mord suchen, dann muss da in der Erziehung, bzw. in der Eltern-Kind-Beziehung einiges faul sein.
Leider werden wir immer brutaler mit der fehlenden Eignung von Eltern für die Erziehung von Kindern konfrontiert.
Dazuhin spielen Glaube und Kirche spielen auch kaum noch eine tragende Rolle.
Da tun sich Defizite auf, die meiner Ansicht nach leider nur von Seiten des Staates ausgefüllt werden können.
Ich würde das gerne anders sehen!
Gruß,
Dirk
Hallo zusammen,
nachdem ich in diesem Forum schon eine ganze Weile mitlese und informiere, wollte ich mich auch kurz, vor meinem ersten Beitrag, vorstellen.
Ich heiße Joachim, kürzer auch Joe, bin 45 Jahre jung und interessiere mich, wie wohl alle hier, für Messer, obwohl mein primäres Hobby IPSC-Schießen ist.
Um es kurz zu machen und nur zur Info, anbei die neuesten Vorschläge (Auszug) der SPD-Hamburg:
9. Weitergehende Restriktionen für Hieb- und Stoßwaffen bleiben unumgänglich. Im Lichte der Erfahrungen mit den Waffenverbotszonen und der weiteren Rechtspraxis muss geprüft werden, inwieweit ein weitergehendes Verbot sämtlicher Arten von Hieb- und Stoßwaffen sowie Spring- und Fallmessern, die einzig dem Zweck dienen, andere zu verletzen, möglich ist. Um dieses Verbot praktikabel zu halten, sind Taschenmesser und andere Gegenstände des täglichen Bedarfs davon nicht erfasst.
siehe auch http://www.neumann-hamburg.de/2009/04/26/sicherheit-durch-weniger-waffen/
Alles natürlich im Zusammenhang mit den aktuellen Verbotsforderungen zum Waffenrecht.
Sollte diese Info nichts mehr Neues sein, sorry, einfach löschen :hmpf:
Viele Grüße
Joe
Da tun sich Defizite auf, die meiner Ansicht nach leider nur von Seiten des Staates ausgefüllt werden können.
Was der Staat derzeit tut, das macht er in der Schule. Und das kann nicht gut werden, wenn Schule und Eltern nicht Hand in Hand arbeiten.
Letzteres kann nicht funktionieren, wenn Eltern (ich kenne da leider so Fälle) erwarten, dass die Schule elterliche Erziehungsaufgaben leistet.
Was weiterhin in anderen Fällen nicht funktionieren kann, wenn Eltern (auch solche kenne ich) vor den Kindern über Lehrer (meist noch verallgemeinernd) herziehen.
Das funktioniert natürlich andersherum auch nicht, wenn Lehrer sich ihren Aufgaben entziehen (ja auch das passiert, zuweilen habe ich sogar ein gewisses Verständnis für, Lehrer kann ein harter Beruf sein).
Auf dieser Ebene muss eher ein Miteinander entstehen. Aber eigentlich muss noch viel früher angesetzt werden. Gerade junge Eltern (also frisch mit dem ersten Säugling, unabhängig vom Alter der Eltern) sollten einfach und schnell Hilfe bekommen können. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.
Und für Lehrer muss es einfach auch nen Sabbatical geben, die Möglichkeit, nach ein paar Jahren im Lehrberuf eine halbjährige Pause zu machen, am Besten natürlich, diese auch zur Weiterbildung nutzen.
Nein, ich bin nicht Lehrer.
Messerjocke2000
30.04.09, 14:55
Wenn zunehmend seelissch verkrüppelte junge Menschen ihr Ventil in Zerstörung und Mord suchen, dann muss da in der Erziehung, bzw. in der Eltern-Kind-Beziehung einiges faul sein.
Ist das denn so? Ich sehe über meine Eltern (beide Lehrer) schon eine Menge Mist. Auch von Eltern. Ich sehe da aber dennoch nicht die Notwendigkeit, den Eltern die Erziehung abzunehmen, ganz im Gegenteil.
Leider werden wir immer brutaler mit der fehlenden Eignung von Eltern für die Erziehung von Kindern konfrontiert.
Aber Hallo! Ich bin auch Eltern und so eine Verallgemeinerung ist ja wohl ziemlich daneben.
Dazuhin spielen Glaube und Kirche spielen auch kaum noch eine tragende Rolle.
Zum Glück! Mehr sag ich DAZU jetzt mal nicht.
Messerjocke2000
30.04.09, 14:58
Letzteres kann nicht funktionieren, wenn Eltern (ich kenne da leider so Fälle) erwarten, dass die Schule elterliche Erziehungsaufgaben leistet.
Wie mein Klassenlehrer mal zu einem Mittschüler gesagt hat:
Was deine Eltern in 18 Stunden verbocken, kann ich nicht in 6 Stunden ausbügeln.
:haemisch:
Gemein, in dem Fall aber wahr.
Hallo zusammen
Moin http://freigeisterhaus.de/images/smiles/winke_new.gif
... die einzig dem Zweck dienen, andere zu verletzen ...
Jeder darf alles sagen, wie schön ...
Ist das denn so? Ich sehe über meine Eltern (beide Lehrer) schon eine Menge Mist. Auch von Eltern. Ich sehe da aber dennoch nicht die Notwendigkeit, den Eltern die Erziehung abzunehmen, ganz im Gegenteil.
Von Erziehung abnehmen wurde in diesem Zitat auch nichts erwähnt.
Und IMO hat er damit zum Teil auch Recht. Einige Eltern sind eben nicht
in der Lage Ihre Kinder ordentlich zu erziehen. Das soziale Gefüge stimmt nicht,
die Bildung der Eltern fehlt, es gibt so viele Gründe dafür. Natürlich
soll den Eltern hier die Erziehung nicht entzogen werden. Und wenn
denn nur als letztes Mittel. Aber eine schnellere Hilfe wäre notwendig
und auch eine bessere Transparenz um schlimmeres früher verhindern
zu können.
Wie mein Klassenlehrer mal zu einem Mittschüler gesagt hat:
Was deine Eltern in 18 Stunden verbocken, kann ich nicht in 6 Stunden ausbügeln.
Ja, und vor allem hat der Lehrer ja keine 6 Stunden täglich dafür zu Verfügung. Frag mal wieviel Zeit ein Lehrer jedem einzelnen Schüler pro Woche widmen kann. In erster Linie soll er ja Unterricht halten.
Schule könnte sicher einen gewissen Ausgleich für Erziehungsdefizite leisten, aber dann müsste man einiges ändern, und Geld in die Hand nehmen. Wie oben schon genannt wurde bräuchte man mehr Lehrer um auf vernünftige Klassengrößen zu kommen. Bei 30 oder mehr pubertierenden Schülern ist Schule häufig eher eine staatliche Verwahrungs- und Beschäftigungsanstalt als ein Ort der Wissens- und Kompetenzvermittlung. Wenn auch "Erziehung" und nicht nur Bildung das Ziel ist, muss auch Zeit dafür sein, es müssten also Lehrpläne deutlich gekürzt werden um Platz dafür zu schaffen. Was nebenbei auch andere Unterrichtsformen ermöglicht als frontale "Pressbetankung" mit Daten, Vokabeln und Methoden. In schwierigen Fällen hilft das alles nichts, aber eine Schule die sich Zeit für die Kinder und ihre Probleme nimmt kann doch vielleicht dem Großteil der Schüler Hilfestellung beim "Heranwachsen" geben.
... die einzig dem Zweck dienen, andere zu verletzen ...
Jeder darf alles sagen, wie schön ...
Aber Steffen, du erkennst bloß die Logik nicht. Weil
a) ja niemand ein Messer BENÖTIGT um etwas zu schneiden (was es nicht bereits vorgeschnitten gäbe oder irgendwie anders zertrennt werden kann),
folgt b): Messer KÖNNEN außerhalb von Haushalt und Gewerbe nur dem Zweck dienen, andere zu verletzen.
Ist doch ganz klar, oder ? :irre::irre:
Viele Grüße
Rainer
Hallo "Messerjocke2000",
tut mir Leid, wenn ich durch zu sehr verallgemeinernde Formulierungen jemand angegriffen fühlen sollte.
Werde versuchen Verallgemeinerungen zu vermeiden.
Fest steht, daß es eine Reihe von Eltern gibt, die schon mit ihrem eigenen leben überfordert sind- geschweige denn mit der Erziehung von Kindern.
Und Was die Rolle der Kirche betrifft:
Ich selbst bin Atheist. Aber ohne allgemein anerkannte Spielregeln werden wir Probleme bekommen.
Und in abendländischen Kulturen sind das großteils christlich geprägte Spielregeln. Man kann es drehen und wenden wie man will: Es klafft ein Vakuum das ausgefüllt werden will.
Gruß,
Dirk
Messerjocke2000
30.04.09, 16:59
Fest steht, daß es eine Reihe von Eltern gibt, die schon mit ihrem eigenen leben überfordert sind- geschweige denn mit der Erziehung von Kindern.
Das klingt schon richtiger. An den Verallgemeinerungen stör ich mich bei Eltern genauso wie bei den Sportschützen, die ihre Waffen rumfliegen lassen oder den Messerfetischisten, die mit ihrem Messer nur ihre Männlichkeit beweisen wollen...
Auch zu meiner Schulzeit (und der meiner Eltern) gab es Eltern, die mit der Erziehung nicht klarkamen. Etwa, weil sie Antiautoritäre Erziehung mit Keine Erziehung verwechselt hatten.
Ob das heute mehr sind als damals? Keine Ahnung. Bei meiner Mutter an der Schule würde ich sagen ja (Haupschule im sozialen Brennpunkt) Bei meiner Tochter an der Schule würde ich sagen nein, im Gegenteil. (Montessorigrundschule).
Ich selbst bin Atheist. Aber ohne allgemein anerkannte Spielregeln werden wir Probleme bekommen.
Das ist sicher richtig.
Und in abendländischen Kulturen sind das großteils christlich geprägte Spielregeln.
Schon richtig. Wobei ich auch da, wie auch bei der Gesetzgebung eher für einen rationalen, logischen Ansatz als für eine theologische Moral bin.
Und Religionsunterweisung hat mMn in einer öffentlich getragenen Schule mal genau gar nichts verloren.
Kilian
feuervogel69
30.04.09, 18:39
na- gerade eine "theologische" moral - die eine achtung vor dem leben vermittelt, die noch auf anderen grundgedanken aufbaut- wäre nicht das schlechteste um unser threadthema -sinnloser mord- zu nivellieren.....
na- gerade eine "theologische" moral - die eine achtung vor dem leben vermittelt, die noch auf anderen grundgedanken aufbaut- wäre nicht das schlechteste um unser threadthema -sinnloser mord- zu nivellieren.....
Benötigt man eine theistische Moral um Achtung vor dem Leben zu haben?
Da hab ich so meine Zweifel.
Ich kann nicht erkennen, dass die Religionsgeschichte (auch nicht die christliche) da Anlass zu Optimismus bietet.
Steffen
@Bitzone
kniefen ist generell nicht meine Art, in einem persönlichen Gespräch würdest du dies sicherlich merken, genauso, wie du merken würdest, dass ich vor dir und deiner Meinung einen gehörigen Respekt habe... und dir auf keinen Fall Böswilligkeit oder Blödheit unterstelle-- Handlungen könnte und würde ich dieses--- Personen niemals---aber da müsst ich wieder in die philosophische Mottenkisten greifen*G*
Sowohl Hobbes als auch der gute Rous haben Probleme erkannt und versucht Lösungen zu entwickeln. Bei beiden hast du richtig erkannt, dass Ihre Lösungsansätze keineswegs funktionieren, sondern im Übel enden.
Der Meinung bin ich auch... trotzdem ziehe ich das gesagte nicht zurück, da ich mich nicht auf dessen Lösungen beziehe, sondern auf dessen Problemstellungen.
Letzendlich Hobbes sein Homo homini lupus (der Mensch ist des Menschen Wolfes), der Erkenntnis, dass es einer Instanz bedarf, die das Leben der Menschen Regelt, weil sie sich sonst zerfleischen... Bedürfniskampf ect. du scheinst da äußerst bewandert zu sein *ernst*, daher gehe ich da nicht drauf ein.
die Volonté générale... die ist ein Punkt, wo ich tatsächlich schwammig bin... der eigentliche Ansatz der Volonté générale ist...wir nehmen die Essenz der Willen aller Bürger---den Allgemeinwillen--- und zwingen salopp gesagt alle die davon abweichen in die Knie... Damit war er nicht nur Vorreiter der französischen Revulotion, wie es in den meisten Lehrbüchern steht, sondern auch Wegbereiter Marx und des Kommunismus.
Die Idee die ich aufgreifen wollte... ist, dass Staat nicht des Staates willen existiert, sondern das die Menschen die in ihm Leben, die Verfassung tragen müssen...diese sozusagen eine Übereinkunft aller sein muss, unter welchen Werten man leben möchte.... Die Verfassung will ich also nicht als einfache Niederschrift verstehen...sondern abstrakter, als einen Vertrag, den alle Bürger unterzeichnen.
Das ist ungemein Abstrakt... und ich gebe zu... das mir die Herleitung von der Volonté générale nicht wirklich gelungen ist... geht aber.
Wenn man diesen Schritt verstanden hat, versteht man, was ich meinte...unser Staatssystem ist nicht einfach ein Apparat, sondern er wird von den Menschen in der Gesellschaft getragen, verändert... daher ist ein Staatssystem/eine Gesellschaft dem Untergang geweiht,wenn sie das morden nicht einhalt gebieten kann... weil der Mensch einer Regelnden Instanz bedarf (homo homini lupus)...was ja letzendlich der Staat/die Verfassung sein sollte (aber bitte nicht wie Hobbes angedacht hat *G*)
So ganz doof ist das nicht und simpel war die Sachlage zur damaligen Zeit schon gar nicht---*G* wir leben heute in weitaus weniger turbulenten Zeiten...zumindest in Europa---
Auf dein Argument mit der Tabaklobby werde ich auch nicht eingehen, weil es dann doch sehr stark in die Rechtsphilosophe gehen würde und es sicherlich lange dauern würde, bis wir das miteinander geklärt haben... Ich bin allerdings nicht abgeneigt dies auf einem Bierchen zu besprechen... ich habe Familie in Münster wohnen, die ich sicherlich zur Weihnachstzeit mal besuchen werde--- vielleicht haben wir ja noch Anfang Januar Lust und Zeit dies zu besprechen.
Zu Sigii...
Ich habe mich sehr über deinen Beitrag gefreut, ich finde ihn sehr diplomatisch und gut formuliert.
Ich weiß nicht, ob mein schnell aus dem Hut gezaubert Vorschlag gut ist... mir ging es mehr darum, dass es erlaubt sein muss über neue Regeln nachzudenken und es sogar muss, weil man es den Opfern und deren Angehörigen aber auch der Gesellschaft (schutz und so---kennst du sicherlich bei deinem Beruf*G*)schuldet...(lest meinen .
text nochmal nach)
Die Idee scheint tatsächlich nicht ausgereift für diejenigen zu sein, die was großes Planen... bei Affektaten hat eine Schweizer Studie jedoch einen massiven Rückgang und das Fehlen von Zurückgreifen auf Substitute wie Messern "nachgewiesen"... ob das für Deutschland anwendbar ist...weiß ich nicht...aber das kann man ja feststellen.
Ihr habt aber recht, in erster Linie schießt der Mensch und nicht die Waffe… da finde ich diesen Kommentar sehr passend: http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio35390.html
Ach...ja man darf sich mit Schusswaffen bei Angemessenheit verteidigen...man hat aber kein Recht auf eine Schusswaffe zur Verteidigung.
Ich entschuldige mich für etwaige Rechtschreibfehler und klobige Formulierungen... ich war heute von 8 bis 18Uhr in der uni... und bin kaputt...
Um nochmal auf den Vorwurf einzugen ich will mich nicht drücken... Es ist nur sehr zeitaufwendig sich mit diesem Thread auseinanderzusetzen...Zeit dich ich gerade leider nicht habe... und außerdem fühle ich mich doch recht angegriffen und abgestempelt (nicht von allen) was mir trotz meines dicken Felles ein bisschen weh tut *G*
Ich bin eigentlich ein ganz netter und auch kein kleiner dummer... und vorallem ich Respektiere eure Meinung zu dem Thema...
Grüße
Manuel
Um nochmal auf den Vorwurf einzugen ich will mich nicht drücken...
Den gibt es nicht wirklich. Jeder, der wenigstens Grundkenntnisse in Psychologie und Soziologie hat - oder einfach etwas Lebenserfahrung, und die hat Bitzone zu Genüge - weiss ganz genau, dass Du Dich zurückmelden musst. Und die Länge der Beiträge korreliert mit der Lebensferne der Theorie und damit mit der Dichte der Nebelgranaten. Schön, dass Du Dein Bücherregal vorstellst. Aber das Diskutieren von Staatstheorien ist sicher nicht das, was man den Eltern der ermordeten Kinder schuldet. Und das war Doch Dein Punkt oder?
Pitter
Benötigt man eine theistische Moral um Achtung vor dem Leben zu haben?
Nein
Ich kann nicht erkennen, dass die Religionsgeschichte (auch nicht die christliche) da Anlass zu Optimismus bietet.
Sehe ich naturgemäß ;) anders. Meine Prägung entstand durch > 10 Jahre evangelische Jugend. Das trägt bis heute, und ich bin da froh drum. Und bei allen, mit denen ich aus der Zeit noch Kontakt habe, ist das genauso.
Das muss nicht so sein, das muss auch nicht jeder so haben oder machen. Geschadet hats jedenfalls nicht.
Pitter
Den gibt es nicht wirklich. Jeder, der wenigstens Grundkenntnisse in Psychologie und Soziologie hat - oder einfach etwas Lebenserfahrung, und die hat Bitzone zu Genüge - weiss ganz genau, dass Du Dich zurückmelden musst. Und die Länge der Beiträge korreliert mit der Lebensferne der Theorie und damit mit der Dichte der Nebelgranaten. Schön, dass Du Dein Bücherregal vorstellst. Aber Das das Diskutieren von Staatstheorien ist sicher nicht das, was man den Eltern der ermordeten Kinder schuldet. Und das war Doch Dein Punkt oder?
Pitter
Das hat nichts mit meinen mangelnden Kentnissen der menschlichen Psychologie zu tun, sondern damit, dass ich Bitzone nicht unterstellte mich manipulieren zu wollen um mich bloszustellen, sondern weil es ihm um die Sache und darum ging mich und andere von seiner Sichtweise zu überzeugen...
Was meine vollkommen theoretisierten und lebensfernen Weltsicht angeht... Ohhh warte, dass hast du gerade behauptet und nicht bewiesen...also kann ich immer noch sagen, dass dem nicht so sei, oder?
Ohhh ohhh ohhh und mir fällt noch was auf, du hast kein einziges Argument gebracht, sondern einfach behauptet...
Viel Spaß beim einlesen... das Internet bietet im übrigen wenig zu dem Thema, da braucht man tatsächlich Bücher.
Naja... ich höre jetzt auf zu schreiben... bei drei langen Beiträgen mit abstrusen Theorien zu 105 mit eher simplen Aussagen/Theorien und wenig Text... steigt der Korrelationskoefizient...auf...0,01203 statt bei 0,01202 zu bleiben(Behauptung...aber so grob(eher zuviel)) gut...dann könnte man immer noch keine Korrelation nachweisen aber pfff, dass macht den Braten jetzt auch nicht fett.
ich bin wirklich raus hier...
Grüße von der Nebelwand...
Manuel
Ich kann mich auch noch an Philosophie erinnern.
Kant mit seinem Kategorischen Imperativ und so.
Allerdings scheint in der Wirklichkeit eher eine „Situationsgebundene Ethik“ vor zu herrschen (von wem das war, weis ich grad nicht).
Das eben das, was die Leute gerade für Gesellschaftlich anerkannt halten, sehr von der Kultur und dem Umfeld abhängt.
Also, wie viel Raum jeder zur Verfügung hat, wie das Mengenverhältnis der Frauen zu Männer ist, wie viel Nahrung/Wasser, wie leicht zu bekommen ist.
Also kann auch ein Gesetz „Iss deinen Nachbarn, wenn er deine Familie angegriffen hat und bewahre seinen Schädel am Türpfosten, für alle sichtbar, auf“. Durchaus sinnvoll sein.
Von Irgendwem war doch auch: „Gesetze haben sich an die (gesellschaftliche) Wirklichkeit an zu passen, nicht die Wirklichkeit an die Gesetze.
(Weil die sonst keinen Bestand haben können).
Unsere Politiker versuchen, dagegen, gerade zu verstoßen. Dass das also nicht (lange) funktionieren wird, ist lange bekannt.
Aus Erfahrungen (schon von den Römern) ist wohl auch bekannt, das sich „die Germanen“:hmpf: viel gefallen lassen, biss sie dann irgendwann überkochen.
Durch die Medien scheint aber irgendwie die Verbindung, Mancher, zur Wirklichkeit, verloren zu gehen:(.
Wie bräuchten also Gesetze(s Vorschläge) die an die Gesellschaftliche Wirklichkeit angepasst sind.
Das wird anscheinend schwieriger, je größer die Gesellschaft wird und je stärker dadurch die „Gesellschaftlichenwirklichkeiten“ dieser, von einander abweichen (oder wenigstens in den Augen der Betroffenen).
Also her mit den Vorschlägen.:ahaa:
bei drei langen Beiträgen mit abstrusen Theorien zu 105 mit eher simplen Aussagen/Theorien und wenig Text... steigt der Korrelationskoefizient...auf...0,01203 statt bei 0,01202 zu bleiben
Das soll wahrscheinlich ironisch sein, scheint mir aber noch Dein treffendster Beitrag. Tatsächlich ging es hier aber doch um aktuelle Fragen der Politik und des Waffenrechts und nicht darum, wieviel Philosophen und sonstige Gelehrte Du zitieren kannst, die schon vor längerer Zeit nicht immer Richtiges zu ganz anderen Themen beizutragen hatten.
Diese Rumhampelei mit alten Autoritäten geht mir genauso auf den Zeiger wie Deine Relativierungen. Entweder Du hältst die Aussagen von Hobbes (wahlweise aktuellen Lieblingsphilosphen einsetzen) für richtig. Dann müsstest Du belegen, worin die Relevanz für die Debatte besteht - und sobald Dir das gelungen ist, brauchst Du den ganzen Hobbes nicht mehr, weil Du den Gedanken je selbst entwickelt und dargestellt hast. Oder Du möchtest Deine Belesenheit und Eloquenz unter Beweis stellen...
Merke: Die Kenntnis alter Meister enthebt Dich nicht der Mühe, Dir ganz selbstständig Gedanken zum aktuellen Thema zu machen, auch wenn Denken natürlich anstrengender als Lesen und blindlings Zitieren ist.
Man kann sich ja schlicht mal den Blödsinn betrachten, der da verzapft wird.
zB http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/124/1612477.pdf
Ich zitiere mal: "3. Besonders gefährliche Handfeuerwaffen wie die Neun-Millimeter-Beretta, mit der in Winnenden 15 Menschen getötet wurden, dürfen als Sportwaffen nicht zugelassen werden."
Na dann. Das ist wie die besonders gefährlichen und die weniger gefährlichen Messer. Kann mir doch keiner sagen, dass da keine neuronale Dysfunktion dahinter steht.
Pitter
Ich zitiere mal: "3. Besonders gefährliche Handfeuerwaffen wie die Neun-Millimeter-Beretta, mit der in Winnenden 15 Menschen getötet wurden, dürfen als Sportwaffen nicht zugelassen werden."
Da wäre ja analog:
Die besonders gefährlichen KFZ des Typs Suzuki Swift, mit dem in Appeldoorn mehrere Menscshen getötet worden, verlieren ihre Zulassung.
http://www.pr-inside.com/de/reform-des-waffenrechts-rueckt-naeher-r1224176.htm
"Reform des Waffenrechts rückt näher - PR-inside.com 02.05.2009 13:14:03)
Berlin (AP) Unter dem Eindruck des Amoklaufs von Winnenden und des Vierfachmordes von Eislingen haben sich Bund und Länder nach «Spiegel»-Informationen auf Verschärfungen im Waffenrecht verständigt. Eine Arbeitsgruppe der Innenministerien habe sich auf verdachtsunabhängige Kontrollen in Wohnungen der Waffenbesitzer geeinigt, die auch gegen deren Willen stattfinden dürfen, meldete das Magazin am Samstag..."
Bedeutet dies, daß dann gegen die Inhaber von Waffenbesitzkarten und registrierter Waffen ein ununterbrochen gültiger Hausdurchsuchungsbefehl besteht? Keine Unverletzlichkeit der Wohnung mehr? Dann wird wohl bei jeder "verdachtsunabhängigen Kontrolle" ein bewaffneter Trupp mit Aufbruchswerkzeug anrücken.
Und wie wird das mit den angeblichen "millionen" nicht gemeldeter Waffen gehandhabt? Es könnte doch jeder als möglicher Besitzer verdächtigt werden. Wird nach solchen Waffen auf gleiche Art "verdachtsunabhängig" kontrolliert?
Zu Winnenden und Eislingen: http://infokrieg.nine.ch/forum/forumdisplay.php?f=10
Sollte aus eine Kontrolle gegen den Willen das Waffenbesitzers möglich sein,
steht das einem herben Grundrechtseingriff gleich. Das ist wirklich krass.
Obwohl ich bezweifle, dass im Falle der Abwesenheit Wohnungsöffnungen
durchgeführt werden. Ohne berechtigtes Interesse, entspricht das nicht
dem Verhältnismäßgkeitsgrundsatz...
Jeder ... weiss ganz genau, dass Du Dich zurückmelden musst.
Petze.Meine Prägung entstand durch > 10 Jahre evangelische Jugend.
Ist das was organisiertes?
Sicher läuft da an der Basis einiges an ehrenamtlicher Arbeit, die nicht zu unterschätzen ist.
Staatlich wäre das trotz Kirchensteuer kaum bezahlbar.
Das hat aber, wie ich es kenne, nicht viel mit Ethik zu tun.
Ich bin mitten in einem christlichen Nest aufgewachsen (kirchliches Gymnasium, Vater Diakoniebuchhändler, Bruder Pfarrer) - Antworten, die irgendwas erklärten, hatte da niemand.
Allen ist klar, dass man beim Einkaufen besser wissen als glauben sollte, weil man sonst zuviel bezahlt.
Aber ausgerechnet bei den großen Fragen setzt dieser Mechanismus aus.
Habe ich noch nie kapiert.
Aber vor allem gehen mir Kreationisten mächtig auf die Nerven.
Das sind Leute, die die Bibel wörtlich nehmen.
Die Erde wurde daher im Jahre 4004 v.C. in sieben Tagen erschaffen, Dinosaurier und Menschen haben gleichzeitig gelebt.
Könnt' mir ja hinten vorbeigehen - nur fordern die mit wachsendem Erfolg, diesen Quark als Alternative zur Evolutionstheorie im Biologieunterricht zu lehren.
Und da fällt es mir schwer, ruhig bleiben.
Das ist wie die besonders gefährlichen und die weniger gefährlichen Messer. Kann mir doch keiner sagen, dass da keine neuronale Dysfunktion dahinter steht.
Du verstehst das eben nicht.
Im von Arco verlinkten Bericht steht doch eindeutig: «Die Länder haben sich schnell auf vernünftige Regelungen geeinigt», lobte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU)
Schau noch mal in Post #133. Erka kann dir das erklären.
Steffen
Ist das was organisiertes?
Ja, sicher. Da ich auch Jugendgruppenleiter war, habe ich auch organisiert ;)
Das hat aber, wie ich es kenne, nicht viel mit Ethik zu tun.
So wie ich (!) es kenne, hat es sehr viel mit Ethik, Rücksichtnahme, Verantwortung, Gemeinschaftssinn, Toleranz und Verständnis zu tun.
Das kann aber drei Meter weiter wieder anders aussehen.
Man kann dazu auch grundsätzlich eine andere Meinung haben - ich neige wenig dazu, zu missionieren.
Fakt ist, was ich/wir damals mitbekommen haben, trägt bei manchen meiner Kumpels auch noch in Positionen, in denen üblicherweise Profitabilität und die optimale Kosten-Nutzen Relation von Humankapital (= ich mach mit euch Pfeifen, was ich will, und der BR kann mich mal am Arsche) an sich an erster Stelle stehen.
Ich bin mitten in einem christlichen Nest aufgewachsen (kirchliches Gymnasium, Vater Diakoniebuchhändler, Bruder Pfarrer) - Antworten, die irgendwas erklärten, hatte da niemand.
Erstens ist der eine nicht der andere. Zweitens machen weder Theologie noch der Glaube zwingend schlauer. Wenn wir mal beim Thema bleiben ;) - ich kann Dir nicht sagen, was genau man machen muss, dass sich so ein Amoklauf wie der in Winnenden nie wiederholt. Ich kann Dir auch nicht sagen, was genau man bitte den Eltern der Opfer und den Eltern des Täters denn bitte erzählen soll, was da der Sinn sein soll. Das weiss kein Mensch. Punkt. Ich weiss nicht, warum Sprachlosigkeit nicht einfach mal stehen bleiben kann, sondern jeder meint, etwas erklären zu können und zu müssen. Solchen Leuten glaube ich gar nichts.
Es geht nicht ums erklären. Es geht darum herauszufinden, was wir brauchen. Und offensichtlich brauchen 17 jährige Hilfe. Und kein Waffengesetz.
Aber ausgerechnet bei den großen Fragen setzt dieser Mechanismus aus.
Habe ich noch nie kapiert.
Welcher Mechanismus? Für große Fragen gibts keinen Mechanismus. Die Weltformel hat noch keiner gefunden.
Aber vor allem gehen mir Kreationisten mächtig auf die Nerven.
Das sind Leute, die die Bibel wörtlich nehmen
Ich weiss wer das ist ;) Das ist auch nichts neues, das ist so alt, wie ich Theologie kenne. Also älter als 2000 Jahre.
Könnt' mir ja hinten vorbeigehen - nur fordern die mit wachsendem Erfolg, diesen Quark als Alternative zur Evolutionstheorie im Biologieunterricht zu lehren.
Und da fällt es mir schwer, ruhig bleiben.
Naja. Definiert man die Wahrheit als aktuellen Stand der Wissenschaft, gibts auch viele Wahrheiten über die letzen Jahrhunderte. Zu glauben, dass der liebe Gott gerne mit Sand gespielt hat, ist auch nicht viel blöder, als zu glauben, man könne die Welt mit Mathematik erklären, in der Gott einfach überflüssig ist. Denn wie Du ja sagst, die Evolutionstheorie ist eine Theorie. Daher der Name. Mal grundsätzlich. Aber erstens bin ich auf Deiner Linie, zweitens ist das nicht das Thema.
Das Thema ist, was "doktoren die da oben in Berlin rum" und wo fehlts tatächlich. Und um Defizite in der Gesellschaft festzustellen, brauchts erstmal eine Richtline, was denn das Ideal wäre. Und ein Ideal ists sicher nicht, wenn eine "Bande" Jugendlicher im Hausgang oder in der Fußgängerzone hockt, sich langweilt, nichts mit sich anzufangen weiss, bei Plus die Buddel kauft, und sich das jeden Tag hinter die Binde kippt. Was will man auch sonst machen, die Alten interessiert eh nicht. So wie das halt hier um die Ecke passiert.
Ob man da jetzt Christ, Moslem, Buddhist, Antroposoph oder sonst irgendein Mensch ist - das ist mir ja sowas von scheissegal, Hauptsache das "Miteinander" kommt in der Ethik vor und es macht auch jemand was. Dreihundert Meter weiter macht der Herr Söder dann lieber einen auf Freibier und Gulasch, und labert irgendeinen Scheiss daher.
Pitter
... die Evolutionstheorie ist eine Theorie. Daher der Name. Mal grundsätzlich.
Unser Thema hat eine Menge mit Wissen und Wahrscheinlichkeiten, im Gegensatz zu Glauben oder Befindlichkeiten zu tun.
Ja, meist sind wir auf einer Linie - doch hier bitte ich dich um Präzision.
Mehr als Theorien (gr. theoría: Anschauung, Überlegung, Einsicht) kann niemand niemals wissen.
Theorien bilden das Fundament des gesamten Wissenschaftsbetriebes, mehr haben wir nicht.
Ein wesentliches Merkmal einer wissenschaftlichen Theorie ist die Falsifizierbarkeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Popper#Wissenschaftstheorie).
Wenn eine Theorie nicht funktioniert wird sie, so Wissenschaft sauber arbeitet, modifiziert oder gar verworfen.
Würde z.B. die Relativitätstheorie nicht funktionieren, funktionierte auch kein Atomkraftwerk.
Und die Evolutionstheorie ist weit mehr als dumpfes Raten.
Gott ist prinzipiell nicht falsifizierbar und gehört daher nicht in die Biologie, nicht in den Bereich der empirischen Wissenschaft.
Das ist doch gerade das enervierende, dass christliche Fundamentalisten Evolution zum Glauben
degradieren wollen, um sich eine gleichwertige Akzeptanz zu erschleichen.
Welcher Mechanismus? Für große Fragen gibts keinen Mechanismus.
Mechanismus war ein blödes Wort.
Ich meinte Wissen statt Glauben als Werkzeug und Basis für Erkenntnis.
Aber du hast recht, das führt zu weit.
Ich weiss nicht, warum Sprachlosigkeit nicht einfach mal stehen bleiben kann, sondern jeder meint, etwas erklären zu können und zu müssen.
Hier triffst du mal wieder ins Schwarze.
Heutzutage soll alles versicherbar sein. Am besten das ganze Leben.
Und offensichtlich brauchen 17 jährige Hilfe. Und kein Waffengesetz.
Abteilung dumpfe Idee: Können wir im MF nicht etwas organisieren?
Vielleicht eine Spendenaktion mit dem Ziel, ein paar orientierungslose Jugendliche in einen Schmiedekurs zu bringen?
Das könnte, journalistisch aufbereitet, das Messerthema auch etwas aus der Schmuddelecke holen.
Steffen
Abteilung dumpfe Idee: Können wir im MF nicht etwas organisieren?
Vielleicht eine Spendenaktion mit dem Ziel, ein paar orientierungslose Jugendliche in einen Schmiedekurs zu bringen?
Das könnte, journalistisch aufbereitet, das Messerthema auch etwas aus der Schmuddelecke holen.
Steffen
Hi Steffen
Ich habe mich bis hierher rausgehalten und nur sehr interessiert mitgelesen.
Deine oben zitierte Idee ist alles andere als dumpf!
Mir gefällt der Gedanke sehr. Aber 1. Priorität sollten die Jugendlichen haben. Dass wir "Messerverrückten" in ein positiveres Licht gerückt werden, wäre ein schönes Nebenprodukt.
Aber, wie ich befürchte, organisatorisch schwierig umzusetzen.
Solch ein Projekt wirft ersteinmal viele Fragen auf.
Wie soll das aufgezogen werden?
Wer hat die Örtlichkeiten für solch eine Aktion und stellt diese zur Verfügung?
Welche Jugendlichen sollen angesprochen werden /von wem ?
Was ist das Ziel? Schmieden lernen? Sinn im Leben finden? Was?
Wieviele Menschen nehmen daran teil und wie lange läuft so ein "Experiment"?
Was kommt danach?
Ich meine das alles andere als ironisch, Steffen! Ich finde nur, kurzatmige Aktionen für gestrauchelte, junge Menschen gibt es viele.
Die Veranstalter haben eine gute Werbung, aber was ist mit den Jugendlichen, wenn die Aktion vorbei ist?
Dieses Thema hätte eher einen eigenen Thread verdient und ich möchte nicht noch mehr OT reinbringen.
Aber im Grundgedanken bin ich ganz bei dir. Und es gäbe noch viel mehr Vereine/Interessengemeinschaften als das MF, die sich engagieren könnten. Kleine Einzelaktionen bringen ein bißchen Verbesserung....es zu schaffen, Bundesweit eine große Bewegung anzustossen wäre toll und langfristig von Erfolgen gekrönt.
Aber es stimmt schon. Um einen Berg zu versetzen, muß man anfangen kleine Brocken wegzutragen.
So ein ganz kleiner Brocken ist z Bsp. deine Idee.
Ich seh schon die Schlagzeile:
Messerfreaks zeigen Ghettokids wie sie neue Mordwerkzeuge aus Schrott basteln können :teuflisch
(Und ich bin mir jetzt nicht sicher daß das noch Ironie ist oder schon Wirklichkeit) :argw:
Ich seh schon die Schlagzeile:
Messerfreaks zeigen Ghettokids wie sie neue Mordwerkzeuge aus Schrott basteln können :teuflisch
(Und ich bin mir jetzt nicht sicher daß das noch Ironie ist oder schon Wirklichkeit) :argw:
Peng...........Eigentor! http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/sportlich/c030.gif
@bigbore
Hier geht es nicht darum "Mordwerkzeuge" zu schmieden sondern um den Gedanken dahinter!
Messer sind nur ein Teilbereich dieses Handwerks. Dabei geht es in erster Linie um handwerkliche Kenntnisse und um die Erlangung von sozialen Kompetenzen, die vielleicht eine Integration in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt ermöglichen könnten.
Ich bin mir bei deinem Beitrag auch nicht sicher ob das noch Ironie oder
Provokation ist.
Es wäre schön, hier etwas konstruktiver zu argumentieren.
Evtl. wäre es sinnvoll für diese Diskussion eine eigene Ecke aufzumachen, falls gewünscht und sinnvoll.
Es gibt noch mehr, die so denken wie Steffen, und das ist gut so.
http://www.vsp-eu.de/pageID_4542341.html
Solche sinnvollen Aktionen und Ideen können für die Gruppe der Messersammler-Messermacher-Messerschmiede und alle Interessierten alles sein.....
Aber der Ruf leidet bestimmt nicht darunter, eher im Gegenteil.
Messerjocke2000
04.05.09, 09:06
Abteilung dumpfe Idee: Können wir im MF nicht etwas organisieren?
Vielleicht eine Spendenaktion mit dem Ziel, ein paar orientierungslose Jugendliche in einen Schmiedekurs zu bringen?
Das könnte, journalistisch aufbereitet, das Messerthema auch etwas aus der Schmuddelecke holen.
Steffen
Die Idee finde ich gut! Um sich organisatorisch viel Arbeit zu sparen, wäre der einfachste Weg, auf Organisationen zuzugehen, die schon Jugendarbeit machen.
Entweder AWO, Caritas, Jugendamt etc.
Oder die offenen Ganztagsschulen, die momentan entstehen. Die sind froh, wenn sie was haben, um die Kinder zu beschäftigen.
Kilian
Es gab doch schon mindestens zwei als Lehrer tätige Forumiten, bzw. Forumiten, die solche Projekte in Schulen und Jugendgruppen ausserhalb der Pfadfinder durchgeführt haben, was ist daraus letztlich geworden, und wie war die Resonanz der beteiligten Lehrer, Eltern und Schüler ?
Damit könnte man klein anfangen, weil diese Praxiserfahrungen incl. Rückmeldungen schon lange vorliegen (sollten).
Die Idee finde ich gut!
Ja, auf jeden Fall.
Oder die offenen Ganztagsschulen, die momentan entstehen. Die sind froh, wenn sie was haben, um die Kinder zu beschäftigen.
Naja, ich weis nicht, woran es hier (bei uns im Nordwesten) immer wieder scheitert, entweder ist man zu reserviert oder einfach desinteressiert.
Ich habe manchmal den Eindruck, dass ein Teil der Lehrerschaft das als unerwünschte Einmischung in die Unterrichtsinhalte ansieht, und deshalb unauffällig abwürgt. Vielleicht ist es anderswo einfacher, offene Ohren und Aufgeschlossenheit für sowas zu finden.
An der Grundschule meiner Tochter, habe ich Material und Mitwirkung für den Werkunterricht beginnend mit kleinen Lederarbeiten angeboten, um es dann zu steigern - es klappt hier einfach nicht. Obwohl hier einige Eltern als aktive Kräfte in den Schulunterricht einbezogen werden, in Form von Hausaufgabenhilfe oder Mittagsbetreuung, bis die letzten Kinder abgeholt werden.
Gruß Andreas
Da der Thread sich ja "Parteien zum Waffenbesitz" nennt, mal ein Statement von Claudia Roth, deren Aussagen zwar in den seltensten Fällen durch Sachkenntniss getrübt werden, aber damit schießt :D sie dann doch mal den Vogel ab:
http://www.abgeordnetenwatch.de/claudia_roth-650-6018--f174321.html#q174321
[..]Der erste Schritt zur effektiven Kontrolle von illegalen Schusswaffen bzw. des Schwarzmarkts von Schusswaffen ist die Schaffung eines nationalen Waffenregisters,[..]
Dann wird ja alles gut, wenn der örtliche Facharbeiter im Bereich organisierte Kriminalität aus Angst vor einer OWi endlich seine Kaschi, UZI und Beretta anmeldet :staun:.
Erstaunte Grüße
Jens
Dann wird ja alles gut, wenn der örtliche Facharbeiter im Bereich organisierte Kriminalität aus Angst vor einer OWi endlich seine Kaschi, UZI und Beretta anmeldet :staun:.
Erstaunte Grüße
Jens
Hi Jens!
Na das nenne ich doch mal einen wirklich gelungenen Vorschlag.
Endlich wird es möglich sein, die 75% an illegalen Waffen in
Deutschland registrieren zu lassen. Und die die sich dennoch weigern,
werden durch öffentliche Bekanntmachen ungemahnt und zur Abgabe
gezwungen...:steirer: :hehe:
Kann jemand der Frau sagen, dass der wirksamste Schritt gegen illegale Waffen der ist, alle Waffen zu legalisieren? Da käm ja auch mal ein bisschen Leben in die Bude, wenn künftig alle Straftaten mit legalen Waffen begangen würden. :D
So,
bevor wir uns nun hier von links nach rechts und zurück den Kopf zermartern, wie es vieleicht gehen könnte hier ein mal drei Seiten "Fakt" vom DSB zum Thema Waffenrecht in Form der "Lübecker Erklärung".
Immer gut, wenn man jemanden vom Präsidium im Hause hat. ;)
Dizzy
Hier gibt es den Text auch online:
http://www.dsb.de/aktuelles/meldung/2871-Die-Luebecker-Erklaerung-des-DSB-zum-Waffenrecht/
Steffen
Messerjocke2000
05.05.09, 16:49
Hm. Mir persönlich ist das vom DSB vieel zu zahm. Da gehts nur um die Sportschützen. Und Grosskaliber soll letztlich auch nur erhalten bleiben, weil es da olympische Disziplinen gibt...
Aber besser als nichts, schätze ich.
Kilian
Hier gibt es den Text auch online:
http://www.dsb.de/aktuelles/meldung/2871-Die-Luebecker-Erklaerung-des-DSB-zum-Waffenrecht/
Steffen
Danke Steffen,
hätte ich auch drauf kommen können. :D
Was allerdings nicht Online steht, ist der handgeschriebene Absatz des Präsidiumsmitglieds unter Seite 3.Ich werde einmal die versuchen, die handgeschriebenen Worte zu entziffern. (Mann, was ne Schrift)
BMJ-Staatssekretär Dr. ????? (kann den Namen beim besten Willen nicht entziffern)begrüßte auf dem Schützentag für die Bundesregierung diese Erklärung.Er wird sich für eine schnelle Umsetzung einsetzen.
Fazit: Das was da steht wird aller Voraussicht ....kommen! (können?? )
Dizzy
Aber besser als nichts, schätze ich.
Na ja, bis auf den letzten Absatz enthält der Text kaum eine sinnvolle Passage im Sinne dieser Diskussion.
"Fakt" ist lediglich, das man seine Pfründe so gut wie's geht schützen möchte.
Danke Steffen,
hätte ich auch drauf kommen können. :D
Ja, wo's doch auf dem Ausdruck steht ... ;)
Steffen
ostgrilletta
05.05.09, 18:02
Entmündigung aus Angst?... oder die " Totale Kontrolle"?
Wann werden endlich die Autos verboten bzw. unter zentrale Aufbewahrungspflicht gestellt.
Holland zeigt uns doch, das die bösen Autos mit zu den gefährlichsten Waffen zählen.
Also ich werde meinen Besteckkasten zum Schrotthandel bringen, mein Auto abgeben und mir sämtliche Zähne abfeilen,
...dann werde ich alle Plastiktüten(wegen über Kopf-Zieh Gefahr) zerschneiden - ach geht ja nicht mehr, weil Besteckkasten schon beim Schrotthändler .
ach was mach ich bloss?
Gruss ostgrilletta
Hallo,
bin selbst u.a. auch Mitglied des DSB.
Aber diese "Erklärung" dieser Verbands-Bosse finde ich nur peinlich. Vorauseilender Gehorsam, Popokriecherei und dann noch eine Bronze-Medaille vorschieben um sich sehr vordergründig vor VEREINZELTE (erst vor Monaten staatlich genhmingte!!!) sportliche Großkaliberdisziplinen zu stellen- das macht schon einen befremdlichen Eindruck.
Ein Riese wankt...
Ich hoffe nicht, daß es bestimmten politischen Kreisen gelingt Keile zu treiben, zwischen uns Sportschützen.
Das eintreiben von Keilen ist nur der Beginn einer groß angelegten Demontage. Schließlich gelten Schützenvereine als Brutstätten ewig gestrigen Denkens.
Hat mir doch tatsächlich mal wer erzählt in einem ortsnahen Schützenverein würde eine Hitler-Statue stehen.
Denjenigen hatte ich umgehend genötigt mit mir dort eine Runde schießen zu gehen um nach der Astral-Statue Ausschau zu halten. War natürlich nichts dran, an dieser hanebüchenen und rufmordenden Story... :rolleyes:
Das ist aber "unser" Image. Das ist das Image, das in manchen Medien gepflegt wird. Die stellen uns eiskalt ins gesellschaftliche Abseits.
Und da werden wir uns kaum herausarbeiten können.
Die in manchen Kreisen sehr verbreitete Begeisterung für alles was irgendwie "tactical" ist, wird das noch katalysieren- und das trifft imho leider sowohl auf Messer- als auch auf Waffen-Foren zu.
Die Außenwirkung dieses tactical-Hypes ist in meine Augen ein Problem!
Zurück zu den Parteien: Momentan stellt sich die Sache für mich dergestalt dar, daß man an den Liberalen nicht vorbei kommt.
Zuletzt: Letztes Wochenende wanderte ich mit meiner Frau zu einem in einem Waldstück gelegenen jüdischen Friedhof in unserer näheren Umgebung und war über dessen Zustand schockiert.
Warum schnappt sich nirgendwo ein gesellschaftliche Verantwortung tragender Lehrer sich freiwillig meldende Schüler samt Gärtner und geht mit denen ein paar Samstage solche Friedhöfe herrichten?
Solche Aktionen würden in den Schülern, deren Eltern und allen anderen Bürgern meiner Ansicht nacht so viel bewirken!
Zunächst sieht es so aus, als ob das nichts mit unserem Thema zu tun hätte. Aber nur zunächst...
Gruß,
Dirk
Ich weiß nicht, was Du auf dem Friedhof gesehen hast, aber außer hin und wieder Rasen mähen passiert da nichts. Wenn ein Grabstein fällt, bleibt er liegen. Das gehört so! Vielleicht soll das bedeuten, die Toten sind in Gottes Hand. Als ich einmal für kurze Zeit Friedhofpflege gemacht hatte, war einmal Rasen mähen dran, fertig. Ich finde das voll ok, mir gefällts sogar.
Mit einem Augenzwinkern schreibe ich: Du benennst Hitler und die Juden in einem Beitrag. Macht sich gut.
Was jetzt aufgewärmte Subotniks (vergütungsfreie Arbeitssamstage, Idee der Sowjets) im Zusammenhang mit dem Thread sollen, verstehe ich auch nicht.
Die Außenwirkung dieses tactical-Hypes ist in meine Augen ein Problem!
Mir doch wurscht! :hehe: Das Problem sind hoplophobische und mit sonstigen Synapsenfehlfunktionen behaftete Typen, denen es nicht reicht, sich um ihren eigenen Kram zu kümmern und die sich da kratzen, wo es andere juckt.
Bis denne!
Frank
P.S.: Wenn ich so bedenke, was für eine Außenwirkung meine pöse Signatur hat. Tststs... :super:
Flaming-Moe
07.05.09, 08:00
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623312,00.html
Das nächste Scheibchen wird abgeschnitten. Schade nur, daß von der Salami, die der Salamitaktik ihren Namen gab, fast nichts mehr übrig ist.
Hallo,
Das Problem sind hoplophobische und mit sonstigen Synapsenfehlfunktionen behaftete Typen, ...
das Akzeptieren anderer Meinungen ist eine Tugend.
In meinen Augen ist ein Waffengegner kein kranker Mensch.
Mein Vater beispielsweise hat noch den Krieg erlebt und ist Waffengegner. Dennoch hat er mir in meinen Kindertagen nie die Hölle heiß gemacht, wenn er mich immer wieder mit einer Spielzeugpistole gesehen hat.
Wer es z.B. braucht in Flecktarn- oder schwarzen SWAT-Klamotten auf den Schießstand zu gehen- bitteschön.
Aber bitte nicht wundern, wenn dieser Habitus dann bei anderen Menschen Fragen aufwirft. Jeden nachdenklichen Menschen als psychisch krank darzustellen ist ein äußerst destruktiver Ansatz, der großen Schaden anrichten kann.
Das hat man aber auch in diversen einschlägigen Waffenforen noch nicht verstanden... :(
Gift und Galle wohin man schaut.
Gruß,
Dirk
:staun:
Aber so issas ... ich hatte früher nen Schweizer Messer im Federmäppchen, an der Schule unserer Tochter wurde jemandem am Montag der Datenstick abgenommen, weil da auch nen Messer dran hing, schön, wenn von ihm verlangt wird, er soll auf nem Stick die Hausaufgaben mitbringen, weil in der Schule damit weitergearbeitet werden soll.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623312,00.html
Das nächste Scheibchen wird abgeschnitten. Schade nur, daß von der Salami, die der Salamitaktik ihren Namen gab, fast nichts mehr übrig ist.
Glaub mir, die Salami ist noch lang genug.
Political Correctness off:
Wann werdets ihr Deutschen (oder wir Österreicher) endlich auf die Barrikaden steigen und diese Wahnsinnigen mit nassen Fetzen aus dem Land jagen?
Eine kleine Revolution hie und da kann nämlich eine ganz schön reinigende Sache sein... :steirer:
Wer es z.B. braucht in Flecktarn- oder schwarzen SWAT-Klamotten auf den Schießstand zu gehen- bitteschön.
Schon allein diese Formulierung ist durchaus vorurteilsbehaftet.
Sie impliziert krankhaftes Verhalten.
Also wenn neutral, dann bitte alle ...
Messerjocke2000
07.05.09, 11:25
Hallo,
das Akzeptieren anderer Meinungen ist eine Tugend.
Soweit sicher richtig. Nur gehts hier nicht um Privatmeinungen, sondern um Gesetze, die Andere auch betreffen...
Jeden nachdenklichen Menschen als psychisch krank darzustellen ist ein äußerst destruktiver Ansatz, der großen Schaden anrichten kann.
Das ist ja genau das, was ich auch den Waffengegnern ankreide: Das sie eben gerade nicht nachdenklich sind. Sondern auf ihrer Meinung beharren, auch wenn alle Fachleute, Studien und Statistiken was anders sagen.
Und ich kann mir das mittlerweile nur noch durch Angst vor Waffen erklären...
Das hat man aber auch in diversen einschlägigen Waffenforen noch nicht verstanden... :(
Gift und Galle wohin man schaut.
Mag nicht förderlich sein. Verstehen kann ichs aber. Das WaffG ist eh schon viel zu kompliziert und in vielen Bereichen auch unnötig streng.
Wenn jetzt noch nutzlose, aber teure Verschärfungen gefordert werden, kann einem schon der Hut hochgehen.
Kilain
Aber bitte nicht wundern, wenn dieser Habitus dann bei anderen Menschen Fragen aufwirft.
Welche Fragen?
Erfahrungsgemäß sind's die falschen.
Das Hauptproblem ist die Konzentration auf einen minimalen Ausschnitt eines Amoklaufs.
Die politische und gesellschftliche Reflexhaftigkeit ist so weit fortgeschritten, dass ausschließlich an das Ende der Kette geschaut wird.
Das ist ja auch schön bequem und erfordert keine weiteren Überlegungen.
Diese Ausblendung des größten Teils der Wirklichkeit geht so weit, dass einige Politiker zwar einsehen, dass weitere Gesetzesverschärfungen nichts bringen - wollen tun sie es trotzdem.
Und hier habe ich Fragen!
Zum Beispiel die Frage nach der wirklichen Motivlage.
Steffen
Btw.
Wer tief in die Irrationalität der Gattung Mensch schauen möchte, sehe sich vergleichsweise z.B. die Gründe für das Verbot von Cannabis und dessen Historie an.
Alkoholtote, die jährlich lässig im fünfstelligen Bereich liegen, aber Cannabis verbieten, an dem noch nie jemand verstorben ist.
Und es ist zutiefst albern und kaum zu ertragen, wenn der Teammanager (was für ein Wort) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor einem riesigen Krombacherglas für „Keine Macht den Drogen“ wirbt.
Wer es z.B. braucht in Flecktarn- oder schwarzen SWAT-Klamotten auf den Schießstand zu gehen- bitteschön.
Ja, ja, wer braucht überhaupt Großkaliber und IPSC?
Wer braucht Paintball und Softair?
Wer braucht Einhandmesser und Springmesser?
Wer braucht überhaupt Messer außerhalb der Küche?
Was sind das überhaupt für Leute die Motorräder und Zigaretten brauchen?
Wenn du irgendetwas nicht brauchst, geh nicht davon aus das es anderen keinen Spaß macht.
Aber lieber wieder andere auf einen Friedhof schicken wollen, der der Frau nicht gefällt.
Vielleicht mal selber aufräumen.
So eine Mentalität ist erbärmlich.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623312,00.html
Hurra.
Endlich:super:
Und wenn dann auch der letzte Michel kapiert hat, dass Paintball pure Tötungsphantasien sind, gibt es auch endlich eine greifbare Chance, dass so menschenverachtende Aktivitäten wie Völkerball, Schneeballschlachten, Cowboy-und-Indianer-Spiele, Schiffe-Versenken, Einkriege-Spielen unter Strafe gestellt werden.
Die Liste ist endlos.
Menschenverachtendes, Rassistisches und zum Töten trainierendes Zeug, wo man hinsieht:
Wasserbomben
Holzschwerter in den Kinderläden
Wer hat Angst vor´m schwarzen Mann?
Wasserpistolen
Eskimorolle (ab morgen bitte Inuit-360°-Drehung)
Tennisschläger (ab morgen bitte Filzballbeweger)
Luftgewehrstände auf dem Rummel
Bogenschießen (da bereiten sich die ganz Schlauen, weil unregistrierten Killer, auf ihren schmutzigen Job vor)
Alles verbieten und endlich ruhig schlafen können:super:
Und bevor jetzt jemand meint, hier in Berlin wäre zuwenig Sauerstoff in der Luft, dass Menschen auf solchen Schwachsinn kommen. Nein! Ich war eben vor der Tür. Es ist alles im Lot.
Ich plädiere an dieser Stelle für unangemeldete Drogentests bei Ministern.
Und weil es gerade so schön passt, ein Bild zum Thema Idiotie.
Gruß
chamenos (es ist 12.00 und ich habe das dringende Bedürfniss mich zu betrinken:teuflisch)
Hallo Kilain,
wir tun hier nichts weiter, als private Meinungen auszutauschen- auf das Waffengesetz kann von hier aus wohl wenig Einfluß genommenb werden.
Das Waffengesetz wird verschärft- das ist eben nun Fakt.
Als gesetzestreuer Demokrat muss ich damit leben, daß andere Menschen Dinge mit anderen Augen betrachten wie ich das tue.
Da mein Verhältnis zu meinen Waffen ausgesprochen sachlich und weitesgehend frei von Emotionen ist, werde ich entsprechend kühl reagieren. Es wäre für mich kein Problem ohne Waffen zu leben.
Ich habe vielmehr damit ein Problem, daß ich mich als rechtschaffener Bürger in meinen Freiheitsrechten ungebührlich beschnitten sehe.
Mir klar geworden, daß man die liberalen Werte unserer Gesellschaft stärken muss. Das treibt mich in die Arme einer liberalen Partei. Bald sind wieder Wahlen- ich hoffe sehr, daß das viele so sehen!
Ist auch völlig normal, daß die bevostehende Verschärfung Frust erzeugt und in hohem Maße Emotionen generiert.
Wir sollten als Legalwaffenbesitzer allerdings darauf achten unsere Besonnen- und Beherrschtheit zu demonstrieren.
Es sollte eigentlich so sein, daß es der Meute nicht gelingt uns auf deren Niveau zu zerren, was die Emotionalität betrifft !
Die Medien tun sich nicht schwer damit uns Schützen als waffengeile Testosteronopfer darzustellen.
Und irgendwie machen es manche Kameraden diesen Journalisten ziemlich leicht bestimmte Klischees zu bedienen.
Agressives Verhalten jedenfalls bringt uns wirklich nicht weiter.
Vielmehr sollten wir uns meiner Meinung nach vielmehr Gedanken darüber machen, wir wir uns diverser Klischees entledigen können.
Und dazu gehört auch die Außenwirkung...
Das muss so laufen, daß die Eltern kein Problem damit haben, daß ihre Kinder ins Schützehaus wollen.
Da hilft alles trotzige "ich ziehe an, was mir gefällt- und die Psychopathen denen das nicht gefällt sollen sich trollen!" nichts.
Die Schützenvereine werden mangels Nachwuchs ausbluten, wen es uns nicht gelingt aus der Ecke zu entfliehen, in die uns die Medien gedrängt haben.
Gelingt das nicht, werden die Vereine langfristig mangels Nachwuchs ausbluten...
Meiner Meinung nach wäre es aus den genannten Gründen Sinnvoll über den Bgeriff "Außenwirkung" noch mal neu nachzudenken.
Gruß,
Dirk
Dirk, das ist und bleibt die Sache jedes einzelnen Schützenvereins.
Und das darf auch nicht von oben herab beschlossen werden.
Hallo Surtur,
jetzt komm mal wieder runter...
Ich besitze ganz viel, was ich nicht brauche :steirer:
Ich kann nur wiederholen, daß es nicht Not tut sich hier die Schädel einzuschlagen. Lass mal Begriffe wie z.B. "erbärmlich" besser stecken.
Es wäre nämlich nicht auszudenken was passieren könnte, wenn alle Leute sich derart agressiv ihren frust von der Seele schreiben würden.
Dann kann es schnell derat ans Eingemachte gehen, daß das Schützenwesen erheblich(!) Schaden nimmt.
Versuch lieber sachlich zu bleiben.
Gruß,
Dirk
PS:
Der Friedhof ist nicht in meiner unmittelbaren Nähe.
Aber danke für Deinen Vorschlag- werde mal nach einem näher gelegenen jüdischen Friedhof schauen und ggf. (wenn ebenso verwahrlost) versuchen etwas anzuleiern. Ich werde die Geschichte meiner Heimat nicht mit Füßen treten. Dazu bin ich (noch...) zu sehr Patriot.
Was hast Du als mit den Friedhöfen?
Falls es nicht gerade nur um Kaugummipapierchen und leere Colaflaschen geht:
Gibts bei Euch Stadt- oder Gemeindeverwaltungen? Dann sprech die an, warum es so ist, wie es ist.
Wenn sich dann wirklich ein Handlungsbedarf ergeben sollte, gibt es eine jüdische Gemeinde im Umkreis, die besser vorher angesprochen werden sollte.
Ich plädiere an dieser Stelle für unangemeldete Drogentests bei Ministern.
Gabs schon, die Klos wiesen deutliche Spuren von Kokain auf.
Es wäre nämlich nicht auszudenken was passieren könnte, wenn alle Leute sich derart agressiv ihren frust von der Seele schreiben würden.
Dann kann es schnell derat ans Eingemachte gehen, daß das Schützenwesen erheblich(!) Schaden nimmt.
Versuch lieber sachlich zu bleiben.
Davon abgesehen das ich nicht glaube das dem Schützenwesen erheblicher Schaden durch frustrierte Äußerungen beigefügt werden.
Der erhebliche Schaden wird an anderer Stelle fabriziert.
Geht es nicht nur um das Schützenwesen, es wird an allen Ecken und Enden verboten und kontrolliert.
Und das wird dadurch unterstützt, daß sich Leute anmaßen, darüber urteilen zu dürfen was für andere gut oder schlecht ist.
Jedoch nicht sachlich aufgrund von Fakten sondern weil sie es in ihrer kleinen Welt nicht brauchen.
Ich möchte auch bezweifeln das den Schützenvereinen der Nachwuchs ausgeht weil hin und wieder jemand nicht politisch korrekt gekleidet ist.
Die Gründe liegen wohl eher darin das es „aufregendere“ Freizeitbeschäftigungen gibt.
Vielleicht spielen die lieber Paintball.
Aber das soll ja bald verboten werden.
Lass mich raten, das braucht auch keiner.
Bloß mit so einer Einstellung kann man nicht erwarten, das andere Verständnis dafür zeigen wenn man selber mal etwas braucht oder gerne macht.
Mir kommt da gerade eine grandiose Idee, die dieses Dilemma lösen könnte:
Meine werten Damen und vor allem Herren,
entspricht es nicht den Tatsachen, dass fast alle Amokläufer und Heckenschützen Männer waren? Und ist es nicht richtig, dass Männer Filme und Computerspiele bevorzugen, in denen geschossen wird und Menschen sterben? Und ist es nicht eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Männer für die zurückliegenden Katastrophen des 20. Jahrhunderts verantwortlich waren?
Von vielen Seiten wurde in letzter Zeit vehement gefordert, sich nicht nur mit den Symptomen, sondern auch mit den Ursachen von Gewalt zu beschäftigen.
Mit folgender Initiative soll dieser Forderunge genüge getan werden: Der Bundestag möge beschließen, dass der Besitz des Y-Chromosom im genetischen Code für illegal erklärt wird. Bereits bestehende, davon betroffene natürliche Personen sind von diesem Verbot ausgenommen, werden jedoch dazu angehalten, sich prophylaktisch in Einrichtungen des Strafvollzugs zu begeben um die Gewalt in der heutigen Gesellschaft einzudämmen und die Sicherheit zu erhöhen. Als Alternative ist eine freiwillige Internierung auf den zur Guantanamo-Inselgruppe umbenannten Weihnachtsinseln denkbar.
Tut mir leid, aber was besseres fällt mir grad nicht ein, aber ich finde diese politische Vision passt zur derzeitigen Diskussion. Orwell war echt Optimist.
Gruß,
Carsten
Hab auch gerade gelesen, dass daran gearbeitet wird, dass Paintball-Spielen zu verbieten. Weil es den Akt des Tötens simuliert/trainiert.
Vielleicht sollte man die Herren (und Damen) Politiker mal fragen, wann sie gedenken, die Bundeswehr zu verbieten. Denn da wird im Auftrag des Staates den Rekruten beigebracht, wie man mit Waffen umgeht und auf Ziele/Menschen schießt.
Messerjocke2000
07.05.09, 15:30
Das Waffengesetz wird verschärft- das ist eben nun Fakt.
Als gesetzestreuer Demokrat muss ich damit leben, daß andere Menschen Dinge mit anderen Augen betrachten wie ich das tue.
Klar muss ich damit leben, dass Andere die Dinge anders sehen als ich.
Ich versuche nur zu verstehen, warum Politiker handeln, wie sie handeln. Und bei einigen kann ich mir das Verhalten nur durch Angst erklären. Wer aus Angst Gesetze erlässt, ist mMn gefährlich für die Demokratie und die Freiheit!
Ich habe vielmehr damit ein Problem, daß ich mich als rechtschaffener Bürger in meinen Freiheitsrechten ungebührlich beschnitten sehe.
Dito, ich hab nämlich keine Schusswaffen.
Mir klar geworden, daß man die liberalen Werte unserer Gesellschaft stärken muss. Das treibt mich in die Arme einer liberalen Partei. Bald sind wieder Wahlen- ich hoffe sehr, daß das viele so sehen!
Das kann ich nur hoffen. Etwas ändern können "wir" nämlich nur, wenn alle vom WaffG Betroffenen zusammenhalten.
Agressives Verhalten jedenfalls bringt uns wirklich nicht weiter.
Naja, mangels Lobby bleibt ausser wütend schreien ja nicht mehr viel zu tun. Wählen vielleicht, aber auch da müssten viel mehr Leute den Ar*** hoch bekommen...
Das muss so laufen, daß die Eltern kein Problem damit haben, daß ihre Kinder ins Schützehaus wollen.
Das ist mir gelinde gesagt shietegal, ich bin kein Schütze. Ich brauche auch keine Schützen.
ABER, ich bin durchaus bereit, mich für die Freiheit der Schützen einzusetzen.
Meiner Meinung nach wäre es aus den genannten Gründen Sinnvoll über den Bgeriff "Außenwirkung" noch mal neu nachzudenken.
Das ist zu einem gewissen Grad sicher richtig. Nur legen halt gerade die Legalwaffenbesitzer ihre Außenwirkung nur begreznt selber fest. Das meiste kommt eben nicht von den LWBs, sondern aus Presse und Fernsehen.
DA sehen die Eltern z.B. wie Schützen aussehen und was die machen (ballern, saufen, Häuserkampf trainieren)
Das die Leute, die "nur" statisch KK schiessen, den anderen Schützen dann noch ans Bein pinkeln, ist natürlich schade.
Wie gesagt, ich wünsche mir eine Waffenlobby, die über jede Überlegung, das WaffG zu novellieren, jubelt.:hehe:
Aber das wird solange ein Wunschtraum bleiben, wie die Waffenbesitzer nur dann wach werden, wenn wieder verschärft werden soll...
Eigentlich müssten wir jedes Jahr eine Petition starten, unsinnige Verbote wieder zu kippen, statt um den Status Quo zu betteln...
Endlich wieder Butterflymesser, Wurfsterne und Nunchuks.
Kilian
Hallo Surtur,
Und das wird dadurch unterstützt, daß sich Leute anmaßen, darüber urteilen zu dürfen was für andere gut oder schlecht ist.
sehe ich ja auch so. Es ist weitestgehend unerheblich, ob jemand in seiner Freizeit Löcher in Pappe schießt, oder ob er 130PS-Bikes durch die Gegend fährt.
Es ist aber nunmal unbestritten, daß einer der total ausrastet mit einem Motorrad nicht ganz so viele Leute um die Ecke bringen kann, wie ein Schütze mit einer entsprechenden Waffe.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Kind von einem mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Fahrzeug erfasst und dabei getötet wird, ist ungemein viel höher, als das Opfer eines erweiterten Suizids zu werden.
Warum das eine so viel stärker gewichtet wird, als das andere kann ich ja auch nicht nachvollziehen.
Das, was sich da abspielt hat mit Logik nicht das Geringste zu tun.
Man muss aber den Eltern, Verwanen u. Bekannten der in Winnenden getöteten Jugendlichen dennoch zugestehen in eine für uns unbequemer Weise aktiv zu werden.
Vielleicht haben sie das Gefühl für mehr Sicherheit zu sorgen um so dem Tod ihrer Kinder noch einen geringen Sinn abzuringen.
Aus deren Perspektive kann man das nachvollziehen.
Ich befürchte zwar, daß diese Verschärfung keinem einzigen Mesnchen das Leben retten wird, aber das wird man nie beweisen können.
Auch dann nicht, wenn Schüler dazu übergehen z.B. Schulen mit Benzin in Brand zu stecken um zu töten, nachts in Gruppen Lehrerinnen aufzulauern .... oder andere schreckliche Szenarien.
Wir werden das alles vermutlich noch erleben. Kein Mensch wird dann aber zugeben, daß das Waffengesetz mit solchen Entwicklungen nicht die Bohne etwas zu tun hat.
Gruß,
Dirk
Und das wird dadurch unterstützt, daß sich Leute anmaßen, darüber urteilen zu dürfen was für andere gut oder schlecht ist.
Jedoch nicht sachlich aufgrund von Fakten sondern weil sie es in ihrer kleinen Welt nicht brauchen.
Ich glaube nicht, dass die Intention ist, zu urteilen, was für einen
Sportschützen gut ist oder nicht. Der Staat muss auch irgendwo handeln.
Dass viele der Ideen respektive Ansätze schwachsinnig sind ist unstrittig.
Aber ein Generalverdacht wird eben nicht durch den Staat ausgesprochen,
es wird versucht Risiken zu minimieren. Wichtig ist, dass unsere Politik
erkennt, dass Änderungen im WaffG nicht der richtige Ansatz sind
und dass dieses Problem viel umfassender betrachtet werden.
Wichtig ist, dass unsere Politik
erkennt, dass Änderungen im WaffG nicht der richtige Ansatz sind
und dass dieses Problem viel umfassender betrachtet werden.
Moin.
Das ist doch schon passiert.
Die Änderungen sind doch nur noch Mittel zum Zweck.
Es soll eine Sportart verboten werden.
Und weil man das so schlecht kann, verbietet man einen Teil der Sportgeräte.
Niemand sieht eine reale Bedrohung durch die Markierer der Paintballer.
Das Ganze ist so bescheuert, dass mir echt nichts mehr einfällt.
Die Herren und Damen gehören komplett aufs Behandlungssofa.
chamenos
Jep,
das Beispiel Paintball zeigt auch ganz deutlich, dass man sich mit seiner Außenwirkung auf den Kopf stellen kann - die Paintballszene war in den letzten Jahren in extremer Weise um ein ziviles Image bemüht - es nützt nichts wenn sich Medien und Politiker ihre eigene Realität zurecht stricken.
Symptomatisch dafür war auch ein Fernsehbeitrag (Monitor, Kontraste oder irgendein ähnliches ARD Hetzmagazin) zum Waffenrecht, dort wurde der Combat-Charakter von IPSC-Schießen mit spektakulären youtube-Videos belegt, die definitiv nichtdeutschen Ursprungs waren :mad:.
P.S.: Ich hab selbst mit Paintball, Airsoft, noch nicht mal Egoshootern was am Hut, aber wie wir schrittweise immer mehr gegängelt werden hängt mir langsam zum Hals raus.
@Moeales : Hör auf, ich lach micht tot...wenn´s nicht so traurig wär.
Obwohl, nachdem ja auch das Wachstumsgen für Schweine patentiert werden soll...:irre:
Wieso diese ganze Verbotsschiene : Sehr einfach : Das ist kostengünstiger als wirklich mal an die Ursachen zu gehen.
Gebt den Kiddis eine Zukunftsperspektive, gebt ihnen eine vernünftige Ausbildung, tretet vielen Eltern mal in den Hintern das sie sich um die Kinder kümmern etc. Das Alles verurschat großenteils die Problematik.
Zu Behebung bräuchte man angefangen von einer Korrektur der Steurgerechtigkeit bis hin zur Einstellung größer Mengen Lehrer so Einiges was so richtig Geld kostet.
Da ist es erheblich billiger völlig sinnbefreite Gesetze zur Volksdeppenberuhigung rauszuhauen.
Ihr werdet sehen, irgendwann werden sie Fahrradketten als Waffen verbieten. Lang lebe der Tretroller, obwohl mit der Lenkstange könnte man ja...
Was die Sache geschmacklich abrundet : Neben dem Kostenspareffekt hilft es natürlich auch den Bürger immer weiter zu entmündigen, frei nach dem Motto "Schnabel auf, hier kommt die nächste Kröte die du schlucken darfst"
Es ist aber nunmal unbestritten, daß einer der total ausrastet mit einem Motorrad nicht ganz so viele Leute um die Ecke bringen kann, wie ein Schütze mit einer entsprechenden Waffe.
Können schon, hat bisher nur keiner gemacht.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Kind von einem mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Fahrzeug erfasst und dabei getötet wird, ist ungemein viel höher, als das Opfer eines erweiterten Suizids zu werden.
Warum das eine so viel stärker gewichtet wird, als das andere kann ich ja auch nicht nachvollziehen.
Das, was sich da abspielt hat mit Logik nicht das Geringste zu tun.
Ja. Da gibts ganze Abhandlungen zu dem Thema. Hülft nur nix, Ängste lassen sich nicht mit Statistiken greifen, heisst - die haben mit realen Gefährdungen oft gar nichts zu tun.
Mein Klassiker: Immer mehr Eltern bringen Kinder mit dem Auto zur Schule, weil Radfahren zu gefährlich sei. Dumm nur, dass das Verletzungs und Todesrisko im Auto höher ist ;)
Man muss aber den Eltern, Verwanen u. Bekannten der in Winnenden getöteten Jugendlichen dennoch zugestehen in eine für uns unbequemer Weise aktiv zu werden.
Vielleicht haben sie das Gefühl für mehr Sicherheit zu sorgen um so dem Tod ihrer Kinder noch einen geringen Sinn abzuringen.
Aus deren Perspektive kann man das nachvollziehen.
Absolut. Nur ist eben die eigene Betroffenheit kein guter Ratgeber. Und der Job, politischer (und anderer) Entscheider ist es, sachlich angemessene Entscheidungen zu treffen.
Kein Mensch wird dann aber zugeben, daß das Waffengesetz mit solchen Entwicklungen nicht die Bohne etwas zu tun hat.
Wozu sollte man auch was zugeben? Weiss doch morgen eh keiner mehr, wer gestern was entschieden hat.
Pitter
...Wichtig ist, dass unsere Politik erkennt, dass Änderungen im WaffG nicht der richtige Ansatz sind und dass dieses Problem viel umfassender betrachtet werden.
Nach Chamenos darf ich den Satz auch noch mal zitieren. Mit der Erkenntnis ist das ja so eine Sache...
Behaupten tun unsere lieben Politiker ja jedesmal, dass die Problematik vielschichtig ist, keine Schnellschüsse gemacht werden sollen, Ursachen bekämpfen, Übel an der Wurzel packen und so. Am Ende wird das Waffengesetz verschärft, eine "Umweltprämie" beschlossen, und weiterer Unfug.
Die meisten der zumindest in diesem Zusammenhang auftretenden Politiker sind echte "Anscheinspolitiker" die so tun, als würden sie für ihre eigenen Überzeugungen eintreten. Während sie rein opportunistisch das propagieren, von dem sie vermuten dass es Ihnen die meisten Stimmen bringt. Wäre ein Großteil der Bevölkerung nach einer Bild-Kampagne davon überzeugt, dass morgendliches Einreiben mit Kuhscheiße gegen Amokläufe / Schweinpest / ... hilft, dann hätten wir in einer Woche ein Gesetz dass dies vorschreibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Politiker wirklich so dumm sind wie man aufgrund ihrer Äußerungen vermuten könnte. Was das ja nicht besser macht, denn das heißt dass sie bewusst und wider besseres Wissen handeln.
Und dann gibt noch einige Politikerinnen, die ein äußerst männerfeindliches Weltbild erkennen lassen und scheinbar in jedem Mann einen latenten Gewalttäter sehen. Für die Kinder die mal auf dem Schulweg raufen (damit meine ich keine Fußtritte auf einen am Boden liegenden Gegner, sondern eine „normale” Rangelei oder ein sportlich faires Kräftemessen) verhaltensauffällig sind und einer Therapie bedürfen. Denen kein Holzschwert und schon gar keine Spielzeugpistole ins Haus käme. Und die vermutlich am liebsten alle Schützen (und Messerfreunde) solange in ganztägige Häkel- und Ikebanakurse stecken würden, bis diese freiwillig und angeekelt ihre Waffen abgeben. Denen traue ich zu, dass sie tatsächlich an ihre Utopie einer völlig gewaltfreien entmündigten Gesellschaft glauben, wenn man nur endlich alle pösen Gegenstände verbannt hätte, dann haben sich endlich alle lieb. Morales ist mit seinem Zitat(?) wohl nicht so weit von deren Phantasien entfernt.
Manchen würde ich einen längerem Aufenthalt im Strafvollzug wünschen, um dort eine total friedliche Gesellschaft in einem Umfeld genießen zu können, dass staatlich garantiert waffenfrei ist.
Dass das „Führungspersonal” auch Vorbild sein sollte, das haut ja schon im Wirtschaftsleben nicht immer so ganz hin. Im großen Berliner Demokratietheater müsste man nach geeigneten Vorbildern schon mit der Lupe suchen, bei dem was dort bewusst verdreht, gelogen, manipuliert wird. Wenn diese Gestalten dann von „Werten” sprechen ist das etwa so wie wenn zwei Blinde über Photografie und Bildgestaltung diskutieren, nur nicht so lustig.
Dass da mancher „Gift und Galle” versprüht kann ich schon irgendwo verstehen.
So, ja, mir hat’s auch gut getan dass wir drüber geredet haben. Komm Chamenos, trinken wir noch ein Bier.
Grüße
Rainer
Wer noch mehr Frust und Futter für seine Vaterlandschelte braucht, dem
empfehle ich dieses Buch.
Brennpunkt Deutschland.
Ist zwar schon 2007 erschienen, aber aktueller denn je!
Da steht vieles genau über das drin, was hier diskutiert wird.
Zahlen, Fakten, Zusammenhänge. Von mir nicht beweisbar, aber meiner Meinung nach sauber recherchiert und glaubwürdig. Trotz des reisserischen Titels.
Ich will keine werbung machen, ich lese es nur gerade.....es kommt einem
die Galle hoch! http://www.cheesebuerger.de/images/smilie/ekelig/g014.gif
http://de.shvoong.com/law-and-politics/politics/1668439-brennpunkt-deutschland-warum-unser-land/
Es wäre nicht so, das eine Kampagne "morgendliches Einreiben mit Kuhscheiße hilft gegen Amokläufe" eine allgemeine Befolgung bewirken würde, denn damit würdest Du Menschen, Deutsche, also deutsche Menschen, zu einer Verhaltensänderung zu eingenen Lasten bewegen wollen.
Das klappt nicht!
Du musst schon eine Kampagne finden, bei der die meisten nix anders tun müssen, wie vorher und nur eine Minderheit die Last abkriegt.
Dazu darf das den Staat nichts kosten (Verordnungen kosten nix, Kontrollen viel).
Das einzige, was ander Sache interessiert, ist, dass es eigenen Arsch treffen könnte, sonst gar nichts.
Deshalb reicht es, wenn Innenminister verlauten lassen, sie hätten soundsoviel Polizisten darauf trainiert, Amokläufer an Schulen über den Haufen ballern zu lassen.
Deshalb die Rally mit den Verboten. "Sollen die doch Amoklaufen, Hauptsache sie können keinen Schaden anrichten!"
Deshalb fragt keiner, warum soviele Kinder es vorziehen, zu sterben, als weiter mit uns zusammen zu leben. Oder sich bewusstlos zu saufen, als uns mit klarem Kopf zu erleben.
Das ist doch scheißegal, kriegen sie eben keinen Alkohol oder was weiß ich, was man noch alles verbieten könnte, was man in Innenstädten nicht unbedingt zum Einkaufen braucht.
Wer künftig mehr als ein Portemannaie, ein Handy und eine Einkaufstasche in der Stadt mit sich führt, oder weniger, wird entweder als potentieller Irgendwas oder Bettler verhaftet und bestraft.
Ist doch überschaubar und drückt ganz einfach aus, was von dir hier erwartet wird.
Betrachte dagegen alle "Freiwilligen Selbstkontrollen" und du hast das richtige Missverhältnis gefunden.
Und dann gibt noch einige Politikerinnen, die ein äußerst männerfeindliches Weltbild erkennen lassen und scheinbar in jedem Mann einen latenten Gewalttäter sehen.
Moin.
Wie gerne würde ich darauf mit einem kühlen Blonden anstoßen.
Ich befürchte aber, dass Mann es es sich nicht so einfach machen kann und kurzgeschorenen Kampfemanzen/Männerhasserinnen und machtgeilen Lügenprofis die Schuld in die Schuhe schiebt.
Ich meine beobachten zu können dass seit dem zweiten Weltkrieg ein bestimmter Bildungsanspruch Hand in Hand mit einer überbetonten "Testosteronphobie" einhergeht.
Ein Gymnasiast treibt keinen Sport bis er schwitzt, er grillt kein Fleisch im Hof und prügeln geht gar nicht. Sowas machen nur die Dummen.
Im Studium geht es genau so weiter. Wer in einer schlagenden Verbindung ist, ist erstens ein Nazi und zweitens wohl doof, denn sonst bräuchte er ja kein Protektorat von alten Nazis. Wer Unisport macht, studiert nicht ernsthaft.
Nimm die Geisteswissenschaften. Bei einer Studentenparty trinken alle den miesesten Billigrotwein und passen mit ihrem Kopf am nächsten Tag durch keine Tür. Bier geht da gar nicht. Ist halt für die Proleten.
Es scheint so, als wäre es eine Notwendigkeit, wenn Mann deutlich machen möchte, dass Mann ein Mindestmaß an Bildung besitzt und eben nicht zum Bodensatz dieser Gesellschaft gehört, sich die Brusthaare abrasiert, seine Kind frei von physischer Gewalt (dafür aber in einem Käfig aus Verboten) erzieht, keine Chromstreifan am Auto hat, Schlachthöfe ganz schrecklich und findet (und lieber Riesengarnelen kauft), einen Gasgrill benutzt, in allem was ein spitzes Ende hat und Mann es nicht kennt eine Waffe sieht (und bei allem was Mann kennt, laut die Frage stellt, wofür Mann sowas in der Zivilisation braucht) usw. Die Liste ist nahezu unendlich.
Wir hatten da einen netten Schnack in Solingen zum Thema Testosteron und Männer. Die Anzugträger, die da in B sitzen und mittlerweile fast der Hälfte der Bevölkerung die uneingeschränkte Lebensbefähigung absprechen wollen, haben nie an einem Feuer gesessen, Bier aus Flaschen getrunken und einen Tag harter körperlicher Arbeit Revue passieren lassen. Sie sind nicht in der Lage unverkrampft Themen der Körperlichkeit unvoreingenommen zu diskutieren. Ob das jetzt Sexualität, Gewalt, Kinder (ich habe drei, durch alle Altersstufen:D und die wollen manchmal eben einfach in den Arm genommen und nicht zugequatscht werden) oder was auch immer ist.
Sie sind durch ihre Erziehung und die permanente Unterdrückung ihrer natürlichen Bedürfnisse (Mann ist ja schließlich kein Tier, dass seinen Trieben nachgibt) einem erdverbundenen Leben völlig entrückt.
Es ist symptomatisch für unsere Regierung, dass immer weniger Minister/innen aus der Wirtschaft sondern aus den Behörden kommen.
Die haben es noch nicht einmal gelernt mit Worten oder Geld einen Konkurrenten zu "schlagen", geschweige denn gar körperlich.
Aber wie heißt es so schön: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.
Gruß
chamenos
das Akzeptieren anderer Meinungen ist eine Tugend.
hdo,
dieser Punkt ist so ziemlich der einzige, in dem ich Dir zustimme. :super:
Ich würde es allerdings eher so formulieren: "...sollte eine Selbstverständlichkeit sein."
Danach, daß jeder nach seiner Fasson selig werden soll, handelt eine gewisse Klientel leider nicht.
jeden nachdenklichen Menschen als psychisch krank darzustellen ist ein äußerst destruktiver Ansatz, der großen Schaden anrichten kann.
Ein bescheuertes A... zu sein (nein, DU bist nicht gemeint ;)), der anderen Leuten seine Ansichten aufzwingen will, hat nichts mit "psychisch krank" zu tun. Diese (mir fällt jetzt keine ausreichend passende Bezeichnung ein) verlangen, daß die ganze Welt nach ihrer durch Vorurteile und Psychosen ... streiche "Psychosen", setze "Spinnereien"... gestimmten Pfeife tanzt.
Ich bin ein sehr höflicher, toleranter und rücksichtsvoller Herr gehobenen Alters, pöbele niemanden an oder beleidige ihn, weil er keine Messer oder gefleckten Klamotten trägt, kein Bier trinkt oder kaan rohes Fleisch ißt. Und genau diese Toleranz und dieses Benehmen erwarte ich umgekehrt von anderen Leuten auch.
Häufig vergeblich.
Aber Spaß kann man mit denen haben. :steirer: Es läßt sich niemand so schön auf die Schippe nehmen wie PC-Sheeple (gemeint ist nicht die klassische Desktop-"Erweiterung".) :super:
Meine Außenwirkung ist mittlerweile nahezu perfekt, aber an Feinheiten kann man ja immer noch arbeiten! :)
Bis denne!
Frank
Chamenos : Das war gemein, ich habe diese Polithanseln nicht verdient...schnief...
Nur mal zum Nachdenken:
Sucht mal zum "Amoklauf" von Winnenden nach Psychopharmaka. Der Jung war in psychiatrischer Behandlung. Üblicherweise und gerne werden bei Depressionen oder ADHS die Leute ruhiggestellt. Und ADHS diagnostiziert man ja gerne - gar nicht mal die Mediziner, sondern auch Eltern, die mit der Hippeligkeit ihrer Kinners nicht zurechtkommen. Da sagt man dann einfach ADHS dazu, was als Symptom gar nicht genau spezifiziert ist, und schwupps, hat man einen Grund, eine Entschuldigung und - mit der Gabe von Psychopharmaka - auch eine einfache Lösung.
Es ist nicht nur mir aufgefallen, dass dieser Täter (sicher kein Amokläufer, denn die Tat war keine Kurzschlusshandlung, sondern sehr wohl geplant) offensichtlich emotionslos auf andere und auf sich geschossen hat. Und es ist nicht der erste Vorfall, wo solche Täter unter dem Eindruck von Psychopharmaka standen.
zB
http://www.spiegelblog.net/tragodie-von-winnenden-der-spiegel-gibt-sich-diese-woche-als-revolverblatt-an-schonungsloser-aufklarung-aber-uninteressiert.html
Ich will das nicht als zitierfähige Quelle verstanden wissen. Aber die Frage bleibt, warum wurde in der Richtung nicht weiter recherchiert, warum bleibt der Fokus auch in der Presse-Berichterstattung alleine auf der Waffen-Frage?
Und man kann vermuten, dass das gewollt und gesteuert ist. Denn eine große Diskussion über den Themenkreis Jugendliche-Psychopharmaka-Schulstress-Überforderung der Eltern usw. lässt sich nicht stimmenbringend in der Presse kommunizieren. Damit steigt man vielen Leuten auf die Füße, spricht Dinge an, die gerne unter der Decke bleiben sollen, und vor allem würden die Defizite in der Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik offen gelegt.
Das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit der Politiker und Parteien ist heute - im negativen Sinne - dermassen professionell - da sind Projekte wie die "Initiative Soziale Marktwirtschaft" Lobbyarbeit aus dem Sandkasten. Die ISM tritt ja wenigstens offen in Erscheinung, so dass man sich darüber informieren könnte und kann, so man will.
Wenn aber im verborgenen Druck auf die Medien gemacht wird, oder die sich um eine sachgerechte Darstellung drücken, weil das Leser kostet, dann liebe Leute, siehts ganz schwarz aus. Und so sieht es meiner Überzeugung nach auch aus.
Pitter
Sehr gut.
Danke für diesen Beitrag, Pitter.
Gruß, Hombre
Hallo Pitter,
Wenn aber im verborgenen Druck auf die Medien gemacht wird,...
ich würde hier eher von taktisch geschicktem "lancieren" von "Nachrichten" seitens der Politik reden. Tatsächlich soll es auch teilweise Medien geben, die im Besitz von Parteien sind ( http://www.flegel-g.de/spd-verlagswesen.html ) :steirer:
Und so sieht es meiner Überzeugung nach auch aus.
Sehe ich seit ein paar Jahren ganz genau so!
Gruß,
Dirk
PS:
Was in den Medien eben gerade nicht/kaum diskutiert wird ist in vielen Fällen viel ausschlußreicher als die Schlagzeilen !!!!!
ich würde hier eher von taktisch geschicktem "lancieren" von "Nachrichten" seitens der Politik reden.
Nein, ich rede von Druck auf die Medien, weil ich Druck auf die Medien meine.
Was Du schreibst, gibt es auch, ja, zusätzlich.
Pitter
Hallo Pitter,
welche Mechanismen wäre da denkbar?
Gruß,
Dirk
Wenn aber im verborgenen Druck auf die Medien gemacht wird, oder die sich um eine sachgerechte Darstellung drücken, weil das Leser kostet, dann liebe Leute, siehts ganz schwarz aus. Und so sieht es meiner Überzeugung nach auch aus.
Pitter
Kann ich bestätigen.
Habe selbst und bei Kollegen erlebt, was möglich ist - wer da z.T. in die Redaktionen kommt und "Hintergrundgespräche" führt, die nichts anderes als Drohungen oder Kuhhandel-Angebote sind, würden mir viele nicht glauben...
Hallo,
in wiefern ist ein Verlagshaus oder eine Sendeanstalt von der Politik abhängig und wie kann man sich den hier genannten Druck vorstellen? Welche Hebel könnten Seitens der Politik angesetzt werden?
Gruß,
Dirk
Welche Hebel könnten Seitens der Politik angesetzt werden?
Moin.
Du erinnerst Dich vielleicht an großangelegte Durchsuchungen beim Spiegel? Ist aber auch schon ein paar Jährchen her.
Interviewtermine? Schade. Heute leider keine Zeit.
Es gibt für eine Regierung dutzende von Möglichkeiten es einem Verlag/einer Redaktion schwer zu machen ohne auch nur an der Pressefreiheit zu kratzen.
Die Wirtschaft hat da andere Hebel. Hast Du Dich noch nie gefragt, warum irgendwelche Phama- oder Industriekonzerne mit denen der Normalbürger nie im Leben was direkt zu tun haben wird, ganzseitige Werbeanzeigen in den großen Wochenzeitschriften schalten.
Da fließt Geld ohne Ende und macht ebenso ohne Ende abhängig.
Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Mal ganz ehrlich. Wenn Du im Vorstand einer großen Bank sitzen würdest, und da pinkelt Dir so ein Focus-Journalist ans Bein..... Würdest Du da nicht alle Hebel in Bewegung setzen, dass der Artikel nicht veröffentlicht wird. Und eine einstweilige verfügung via Gericht ist immer viel zu publikumswirksam ud macht verdächtig.
Also telefonierst Du mal mit nem Kollegen und der Kredit für die neue Druckstraße kann leider so nicht gegeben werden. Ups!
um frei schreiben zu können, musst Du unabhängig sein, - und das sind heute noch ein paar Schülerzeitungen.
Keine Zeitung/Zeitschrift trägt sich alleine durch die verkauften Exemplare. Und kein Journalist bekommt Interviewtermine einfach mal eben so.
Gruß
chamenos
welche Mechanismen wäre da denkbar?
Sie hatten bisher immer gut mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet und Informationen bekommen? Tja, jetzt nicht mehr. Sie möchten ein Interview? Oh, sieht schlecht aus die nächste Zeit. Akkreditierung für Pressetermin? Sorry, leider nicht. Und die gut informierten Kreise sind dann auch auf einmal stumm.
Informationen sind das Kapital der Presse. Da läuft vieles auf Schleichwegen, inoffiziell, auf Handschlag und Vertrauen - aufgrund der Tatsache, dass der eine (Presse) nicht ohne den anderen (Politik, Wirtschaft, Promi) leben kann, vice versa. Das Gemauschel ist im Prinzip auch notwendig und in Ordnung. Solange das Ergebnis stimmt, nämlich objektiv und umfangreich über Erwähnenswertes berichten zu können. Offenbar haperts da aber.
Das mit den Werbeanzeigen ist ne andere Nummer. Denn entweder, die Anzeigen laufen ins Leere, dann werden eh keine geschaltet. Oder sie generieren Umsatz, dann wird man wieder welche schalten. Das sehe ich noch als eine der inneffektiveren Möglichkeiten, wenn man versucht, Einfluss zu nehmen. Knappst man aber den Informationsfluß ab, wirds kritisch.
Pitter
@Erka: Das Zitat habe ich mir selbst ausgedacht, in dem ich aktuelle Vorgänge meiner Meinung nach konsequent zu Ende gedacht habe. :D
@Kajihei: Meinen Humor lass ich mir nicht nehmen, auch wenn er sich langsam in Zynismus und Sarkasmus wandelt.
Zum Thema: Die ganze Problematik erinnert mich an die aktuelle Initiative zur Sperrung von Kinderpornoseiten und der Petition, die dagegen läuft. Da dieses Thema offenbar mehr Menschen interessiert bzw. betrifft, hat diese Petition enormen Zulauf zu verzeichnen. Die Parallelen des neuen Gesetzes zur letztjährigen Waffengesetzänderung sind frappierend.
Das neue Gesetz (http://www.caito.de/2009/05/denke-ich-an-deutschland-in-der-nacht/) ignoriert Grundrechte, trieft vor schwammigen Formulierungen, kurz: Es ist einfach schlecht gemacht, ebenso wie die Waffengesetzänderung. Aber anstatt die eigenen Maßnahmen zu überdenken, werden diejenigen, die gegen eine solche Umsetzung sind, von den verantwortlichen Politiker mit Pädophilen in eine Ecke gestellt. Dagegen hört sich der Begriff "Waffennarr" ja noch recht positiv an.
Angesichts der anstehenden Bundestagswahl sind die beiden beliebtesten Säue, die durch das Dorf getrieben werden, zum einen die Amokläufer (+neues Waffengesetz) und die Pädophilen (+neues Telemediengesetz). Letztere ist aber wohl die größere und die 'gehört' der Ministerin von der Leyen (mit Unterstützung von Herrn von Guttenberg). Den anderen bleibt die übrig gebliebene Sau.
Gruß,
Carsten
Das neue Gesetz (http://www.caito.de/2009/05/denke-ich-an-deutschland-in-der-nacht/) ignoriert Grundrechte, trieft vor schwammigen Formulierungen, kurz: Es ist einfach schlecht gemacht
Und das betrifft nicht nur dieses Gesetz. Beim Bundesverfassungsgericht sind derzeit mehrere Verfahren gegen jüngere Gesetze anhängig.
In der Gesamtschau mutet das an, als wolle die derzeitige Regierungskoalition die Schmerzgrenzen sowohl der Verfassung als auch der Bürger ausloten.
Laut Wiefelspütz geht es ja bei dem Paintball-Verbot überhaupt nicht ums Waffenrecht und verwandte Fragen, sondern darum, dass Tötungssimulationen sittenwidrig seien, und damit verboten gehören. Und Paintball und Artverwandte seien Tötungssimulationen.
:staun:
Laut Wiefelspütz geht es ja bei dem Paintball-Verbot überhaupt nicht ums Waffenrecht und verwandte Fragen, sondern darum, dass Tötungssimulationen sittenwidrig seien, und damit verboten gehören. Und Paintball und Artverwandte seien Tötungssimulationen.
:staun:
Jaja, ich warte darauf, daß endlich jemand dafür eintritt, den Fechtsport zu verbieten. Wo "Tötungssimulationen" doch jetzt sittenwidrig sind. :rolleyes:
.. ich warte darauf, daß endlich jemand dafür eintritt, den Fechtsport zu verbieten.
Na da fallen mir aber noch viel nettere Sachen ein:teuflisch
Passionsfestspiele
Karl May Festspiele
gut 2/3 aller Opern
schlagende Verbindungen
........
Mir fallen da ganz schnell ganz viele Sachen ein.
Hat nicht jemand Lust, da mal eine nettes Flugblatt zu entwerfen.
So als empörter Bürger, der nun, Wiefelspütz sei dank, endlich eine Chnace sieht all diese sittenwidrigen Schweinereien ein für allemal aus der Gesellschaft zu verbannen.
Ich stell mich zwei Tage auf den Alexanderplatz und verteile die mit toternstem Gesicht. Ich gebe da auch gerne Interviews.
Das wäre eventuell eine Chance, zu zeigen, dass das nur noch Schwachsinn ist, was da verzapft wird.
Au ja. Lasst uns den VsM gründen (Verband sittentreuer Männer).
So einen feschen Janker besorge ich mir dann auch. Und natürlich Sandalen:D
Gruß
chamenos
Na da fallen mir aber noch viel nettere Sachen ein:teuflisch
Na, dann müssen wir auch jeden Schauspieler anzeigen, der je einen Mörder gespielt hat, oder auch einen Soldaten im Krieg.
So als empörter Bürger, der nun, Wiefelspütz sei dank, endlich eine Chnace sieht all diese sittenwidrigen Schweinereien ein für allemal aus der Gesellschaft zu verbannen.
Ich stell mich zwei Tage auf den Alexanderplatz und verteile die mit toternstem Gesicht. Ich gebe da auch gerne Interviews.
Das wäre eventuell eine Chance, zu zeigen, dass das nur noch Schwachsinn ist, was da verzapft wird.
Das Problem dabei wird sein, dass nix so schwachsinnig sein kann, als dass es nicht schon gefordert würde ...
Wiefelspütz hat übrigends ein Direktmandat ... wie mögen die andern Kandidaten drauf sein, wenn er da der wählbarste zu sein scheint :irre:
Und Paintball und Artverwandte seien Tötungssimulationen.
:staun:
Darüber lachen die Kids.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30249/1.html
Afghanistan, - da gehts richtig ab. :irre:
[( Es ist eine seltsame und fremde Welt* ) * der Plan]
Grüsse ,....
Ich weiß gar nicht, was Ihr habt?
Mir haben die durch exzessive Wiederholungen wohleingeübten Tötungsszenarien beim Räuber & Gendarm- und Cowboy & Indianer- ... pardon: native Americanspielen im Volksschulalter für meine spätere Verwendung bei der Bundeswehr sehr viel gebracht. Ich war ja sowas von gut vorbereitet. Und meine Moral erst: die lief auf Hochtouren!
Und Mensch-ärgere-dich-nicht! ist paramilitärisches Training. Die ideale Vorbereitung für die Offizierslaufbahn.
Wenn ich nochmal so darüber nachdenke, ist es doch eher als Vorbereitung auf eine Karriere als Politiker geeignet: M-ä-d-n! weckt die niedersten Instinkte und man kann diese ungehemmt ausleben.
Bis denne!
Frank
Zum Thema: Die ganze Problematik erinnert mich an die aktuelle Initiative zur Sperrung von Kinderpornoseiten
Korrekt. Wenns nicht so wahnsinnig off topic wäre, hätte ich das auch angesprochen.
Mal zum Nachlesen: Lutz Donnerhacke zum Thema: http://netzpolitik.org/2009/hintergrundtext-kinderpornographie-internet-sperren/
Pitter
Wer Interesse hat, die Petition gegen Netzsperren zu unterzeichen: hier geht es lang (https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;pet ition=3860).
Grüße,
Steffen
@pitter und chamenos
Ich weiß nicht, woher ihr eure Infos bezieht, aber in den meisten Fällen läuft es viel simpler.
Die Anzeigenschiene ist eine reine Industrie-Einflussnahme, die ganz andere Interessen verfolgt als die Politik - beide sind so gut wie nie synchronisiert. Bei der Politik vesucht man oft mit Information Handel zu treiben, aber das eigentlich nie ehrlich, sondern wird meist wie ein Werkzeug für eigene Interessen eingesetzt, nicht als negative oder positive Sanktion.
Nein, nein, es ist viel primitiver. Interessierte Kreise sprechen Journalisten schamlos direkt an und machen keinen Hehl aus ihren Interessen...
Aber vor allem möchte ich mir nicht den Abend und den Spaß am Messerforum verderben und hier auch noch über diesen Dreck diskutieren.
Ein sehr interessanter Artikel zum Thema Waffengesetz und Sperre für Internetseiten: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite-Paintball;art692,2793975
Gruß,
Carsten
In einem anderen Forum gefunden:
„Eine fundamentale Voraussetzung für den Sieg des Sozialismus – ist die Bewaffnung der Werktätigen und die Entwaffnung der Bourgeois.“
Lenins gesammelte Werke, die Grundaufgaben der Diktatur und des Proletariats in Rußland, Moskau.
„Halte Durchsuchungen bei den Massen, führe Hinrichtungen durch bei gefundenen Waffen.“
Lenins gesammelte Werke, Band 35, 4. Ausgabe.
„Nur die Sowjets können das Proletariat erfolgreich bewaffnen und die Bourgeois entwaffnen. Bevor das nicht getan wird, ist der Sieg des Sozialismus unmöglich.“
Lenins gesammelte Werke: Thesen und Berichte über Bourgeois, Demokratie und Diktatur des Proletariats.
"Um einen schnellen Sieg der Kommunisten im Bürgerkriegsgeschehen zu garantieren, erhebt sich die Notwendigkeit der Entwaffnung der Bourgeois und die Bewaffnung der Werktätigen, Schaffung einer kommunistischen Armee.“
Trotzki zum Manifest der kommunistischen Internationale an das Proletariat der ganzen Welt in einer dokumentarischen Geschichte des Kommunismus.
„Wenn die Opposition sich entwaffnet, schön und gut. Wenn sie sich zu entwaffnen weigert, werden wir sie entwaffnen.“
Stalins Antwort in der Diskussion auf die politischen Reden des Zentralkomitees 7. 12. 1927.
„Entwaffnung der gesamten Polizei, sämtlicher Offiziere sowie der nicht proletarischen Soldaten, Entwaffnung aller Angehörigen der herrschenden Klassen.“
Rosa von Luxenburg
Grundregeln über die anzuwendende Taktik zum Sturz der demokratischen Grundordnung und Aufrichtung einer Diktatur des Proletariats: Dies ist insbesondere bewirkbar durch die daraufhin eingeführten Waffenregistrierung und damit bereits vorbereiteten Entwaffnung der staatstragenden Teile der Bevölkerung und anschließende oder auch schon vorher über den geschaffenen Schwarzmarkt leicht zu bewirkende Bewaffnung der Anarchisten.
Horst Mahler war 1970 Gründungsmitglied der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF).
Anmerkung: diese Zitate beziehen sich in erster Linie auf den Sozial/Kommunismus, lassen sich aber auch auf die Ideologie der Nazis anwenden. Die Ideologische Verwandschaft zw. Nazis und Sozial/Kommunisten erkennt man neben vielen anderen Berührungspunkten auch daran, daß es z.B. für einen Herrn Mahler keinen Wiederspruch darstellt, heute ein überzeugter Rechtsextremist und Antisemit zu sein.
Ich weiß nicht worauf unsere Politiker wirklich aus sind, ob sie wirklich eine Europaweite Diktatur etablieren wollen. Aber Momentan deutet alles darauf hin.
Ich weiß nicht worauf unsere Politiker wirklich aus sind, ob sie wirklich eine Europaweite Diktatur etablieren wollen. Aber Momentan deutet alles darauf hin.
Achja, ist das so?
Stimmt wir dürfen nicht mehr wählen gehen, es gibt keine freie Meinungs-
äußerung mehr, kein Pluralismus und keinen Minderheitenschutz...
Wass soll denn bitte diese Endzeittheorien?Und warum werden von
dir Zitate von einem der grausamsten (Kriegs-)Verbrecher überhaupt
aufgeführt (Lehnin)? Sorry ich verstehe den Zusammenhang nicht...
anson argyris
11.05.09, 08:07
von einem der grausamsten Kriegsverbrecher überhaupt aufgeführt (Lehnin)?
Lenin kann man zwar als alles mögliche bezeichnen, aber nicht als Kriegsverbrecher , dazu hatte er keine Gelegenheit mehr, da er in den 1920er Jahren starb.
Hasenfuss' Zitate sollen anscheinend belegen, dass in Diktaturen stets das Volk entwaffnet wird. Das war übrigens auch im Dritten Reich so, denn wesentliche Teile des heutigen Waffenrechts gehen auf diese Zeit zurück.
Ansonsten stimme ich Dir inwoweit zu, dass ich Hasenfuss' Meinung für ziemlich überzogen halte.
Lenin kann man zwar als alles mögliche bezeichnen, aber nicht als Kriegsverbrecher , dazu hatte er keine Gelegenheit mehr, da er in den 1920er Jahren starb.
Wahrscheinlich sind die Emotionen mit mir durchgegangen. Also ein
Kriegsverbrecher war er vielleicht nicht, dann bezeichne ich Ihn wohl
eher als grausamen Massenmörder und Volksverhetzer!
Hasenfuss,
ich verstehe deinen Beitrag nicht.
Lenin ... Trotzki ... Stalin ... Rosa von Luxenburg ... Horst Mahler
Du zählst hier Sätze von Kommunisten Anfang des letzten Jahrhunderts und einem Verwirrten von heute auf. Na, von mir aus.
Aber jetzt:
... Die Ideologische Verwandschaft zw. Nazis und Sozial/Kommunisten erkennt man neben vielen anderen Berührungspunkten auch daran, daß es z.B. für einen Herrn Mahler keinen Wiederspruch darstellt, heute ein überzeugter Rechtsextremist und Antisemit zu sein.Diese Ableitung ergibt sich nicht, sie ist für mich ohne Sinn.
Rechtsextremisten und Rosa Luxemburg sind ideologisch verwandt, weil beide das Wort „Bewaffnung“ nutzen?
Das ist Unsinn.
Auch widersprechen sich die von dir ausgesuchten Sätze grundlegend.
Ich weiß nicht worauf unsere Politiker wirklich aus sind, ob sie wirklich eine Europaweite Diktatur etablieren wollen. Aber Momentan deutet alles darauf hin.
Begründung bitte.
Für mich nicht erkennbar.
Political Correctness off:
Wann werdets ihr Deutschen (oder wir Österreicher) endlich auf die Barrikaden steigen und diese Wahnsinnigen mit nassen Fetzen aus dem Land jagen?
Eine kleine Revolution hie und da kann nämlich eine ganz schön reinigende Sache sein... :steirer:
Und hier redest auch du von Revolution ... bewaffnet?
Ich wäre dankbar für eine Erklärung deinerseits.
Du läufst gerade Gefahr, dich entweder in die von dir zitierten einzureihen und/oder als verwirrt da zu stehen.
Steffen
Im Schnitt sterben >20.000 Menschen in D jedes Jahr an ganz "normaler" Grippe. Das zum Thema reales Risiko.
Hierzu obwohl ot eine kleine Aufklärung. Laut statistischem Bundesamt sterben gemäß Totenschein in Deutschland jedes Jahr durchschnittlich 13 Menschen an Grippe. Laut Robert Koch Institut 15.000 bis 30.000 im Jahr. Dazu muss man aber wissen, daß das RKI die Anzahl der Toten in Grippemonaten - die Anzahl der Toten in einem Sommermonat als Anzahl der Grippentoten in DE deklariert. Tatsächlich untersucht werden die 15 bis 30 Tausend Toten aber nicht. :argw:
Nun aber zum eigentlichen Thema. Nach dem Amoklauf in Winnenden war doch allen eigentlich sofort klar, was jetzt wieder kommen würde. Es wird wieder die Tüte mit den üblichen Verdächtigen herausgekramt und diese wird dann in den Medien ausgebreitet. Killerspiel Spieler, Waffenbesitzer, ja sogar längst rehabilitiert geglaubte Aktivitäten wie Paintball kommen wieder auf den Tisch. Mich hat es nur verwundert, daß die Messerbesitzer nicht wieder ins Visier der Politiker geraten sind.
Aber was soll man auch erwarten im Superwahljahr. Die Parteien sind zurecht! sehr nervös. Da müssen Klischees bedient werden, damit die Bild Zeitung die Parolen der Parteien auch an den letzten Stammtisch trägt. Ich könnte mir aber gut vorstellen, daß der ein oder andere dieses Jahr deutlich, sagen wir mal "liberaler" wählt als sonst. Ich erhoffe mir zumindest von der Bundestagswahl ein deutliches Signal an die großen Parteien, daß es an der Zeit ist, Politik mal wieder mit dem Gehirn und nicht mit dem Mund zu machen.
Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu Letzt...
Mich hat es nur verwundert, daß die Messerbesitzer nicht wieder ins Visier der Politiker geraten sind.
Das könnte sich jetzt ändern: An einem Gymnasium in Sankt-Augustin bei Bonn hat eine vermummte Person eine Schülerin verletzt..mit einem Messer. SEK ist unterwegs, laut N24. Was für ein großartiger Start in die Woche...Link (http://www.n24.de/news/newsitem_5045586.html)
Gruß,
Carsten
Diese Zitate sollten eigentlich zum Nachdenken anregen. Hätte ich dazuschreiben sollen.
Worum´s mir geht: aufzuzeigen, daß damals wie heute Waffenbesitz als Bedrohung angesehen wird. Lenin, Stalin und Hitler wollten keine Waffen im gemeinen Volk um ihre Macht zu etablieren. Natürlich ging das einher mit einer Vielzahl anderer Verbote, aber weiß man, ob das auch heute nicht ein (eines von vielen) Motiv ist?
Anderes Beispiel ist die Geschichte mit der Zensur von KiPo-Seiten. Ja, gute Sache, keine Frage. Aber wie gehts weiter? Wer sagt denn, daß nicht Seiten wie diverse Blogs, Musikseiten oder gar das Messerforum auf den Index kommen?
Sinnlos, vor allem wenn man bedenkt, das der halbwegs bewanderte Internetuser praktisch jede Zensur umgehen kann. Aber eklatant, wenn es darum geht zu zeigen, was man als Politiker alles drauf hat.
Noch ein Beispiel: PC. Siggii42 schreibt von Meinungsfreiheit. Heute ist es so, daß die Meinungsfreiheit durch die PC teils sehr eingeschränkt wird. Wenn man sich zu diversen Problemen kritisch oder ,Gott bewahre!, negativ äußert -> Nazikeule.
Als Beispiel sollte hier die geplante Veranstaltung von Pro-Köln vorigen Jahres dienen, die von der Politik (Oberbürgermeister Schramma) verboten oder extrem behindert wurde, während sogenannte AntiFas ungehindert randalieren konnten. Unabhängig davon wie man zu den Zielen von Pro-Köln steht, aber wo bleibt da die Meinungsfreiheit?
Zu bitzone:
Diese Ableitung ergibt sich nicht, sie ist für mich ohne Sinn.
Rechtsextremisten und Rosa Luxemburg sind ideologisch verwandt, weil beide das Wort „Bewaffnung“ nutzen?
Das ist Unsinn.
Finde ich nicht. Wer ein totalitäres Staatsgebilde etablieren will unter Zuhilfenahme von Waffen- oder sonstigen Verboten, Zensur, staatlich verordneter PC, Meinungsmanipulation, usw. ist ein Feind der Freiheit. Egal ob der jetzt ein Nationaler oder ein Internationaler Sozialist ist, oder sonst einer Ideologie anhängt. Von daher sehe ich eine Verwandschaft.
Begründung bitte.
Für mich nicht erkennbar.
Siehe oben. Noch wird die Meinung Andersdenkender in´s lächerliche gezogen, bald möglicherweise per Strafe verboten. Überwachung, Zensur usw. sind immer schon die ersten Sympthome dieser Erkrankung gewesen. Der Mittelstand wird entwaffnet und ausgedünnt, der "Arbeiter" radikalisiert. Genau das passiert jetzt in Europa. Die geplante Einführung der "Reichensteuer" in Österreich schlägt in die selbe Kerbe.
Und hier redest auch du von Revolution ... bewaffnet?
Man beachte den Steirer-Smiley am Ende des Satzes. Provokant ja, aber natürlich nicht ernst gemeint. Ich lehne Gewalt nämlich ab.
Gemeint war eine Revolution des Geistes, im Sinne von über den eigenen Schatten springen und eine Partei wählen, die sich mehr für die Freiheit der Bürger einsetzt. Auch wenn man damit vielleicht gegen eine vorgefasste Überzeugung verstoßen muß.
Zu Anson Argyris:
Ansonsten stimme ich Dir inwoweit zu, dass ich Hasenfuss' Meinung für ziemlich überzogen halte.
Polemik gefällig? Wieviele Menschen hielten die Meinung der Warner für überzogen, bevor Hitler die Macht ergriff? Was sagten diese Menschen später? Sch*, die haben recht gehabt? Vielleicht. Aber helfen tut´s nichts mehr.
Ohne Polemik gesagt, ja, möglicherweise hast du recht und ich sehe die Situation zu schwarz. Aber irgendwann zw. Videoüberwachung, Messertrageverbot und dem angedachten Paintballverbot hat mich mein Optimismus verlassen. Sorry.
Was für ein großartiger Start in die Woche...Link (http://www.n24.de/news/newsitem_5045586.html)
Na prima.
Ab jetzt können wir beobachten, wer wie schnell von wem abschreibt, ohne etwas zu wissen.
Die Stille Post (http://www.blick.ch/news/ausland/messer-amok-an-deutscher-schule--118825) hat begonnen.
Steffen
Hmmm... spätestens ab 12 Uhr wird irgendwer stärkere Regulierung für Messer fordern ...
[...] Hasenfuss' Zitate sollen anscheinend belegen, dass in Diktaturen stets das Volk entwaffnet wird. Das war übrigens auch im Dritten Reich so, denn wesentliche Teile des heutigen Waffenrechts gehen auf diese Zeit zurück.
Ansonsten stimme ich Dir inwoweit zu, dass ich Hasenfuss' Meinung für ziemlich überzogen halte.
Nur mal für's Protokoll und weil wir ja vor allem ein Fachforum sind:
Der Zusammenhang zwischen Diktaturen und WaffG ist zwar immer wieder ein wohlklingendes Argument, was sich sogar irgenwie politisch korrekt anhört, stimmt nur leider mit Blick auf die Geschichte des deutschen Waffengesetzes nicht ;):
Eine kurze Zusammenfassung gibt's bei der Polizei Mönchengladbach (http://www.polizei-nrw.de/moenchengladbach/Waffenrecht/article/Historie_des_Waffenrechts.html).
Von der DDR und den beiden, jeweils eher von außen erzwungenen, Beschränkungen nach den beiden Weltkriegen einmal abgesehen, war das deutsche Waffenrecht im Vergleich zu heute eher liberal gestaltet, die allumfassenden Regelungen wie wir sie heute kennen kamen erst mit dem WaffG von 1972.
Horrido
Jens
Hmmm... spätestens ab 12 Uhr wird irgendwer stärkere Regulierung für Messer fordern ...
Naja, es wurde nur eine Schülerin an der Hand verletzt, das reicht nicht. Und woher kommt eigentlich die Information, dass der Täter mit mehreren Messern bewaffnet ist, und vor allem warum? Die Munition kann einem ja nicht ausgehen. Ein Verbot von öffentlichen Bildungsanstalten halte ich allerdings für unumgänglich, da sie die Ausgangspunkte vieler Amokläufe waren. Dazu noch Arbeitslosigkeit verbieten...ach ja, und Beziehungen dürfen nur noch im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden. Die Welt wäre so viel sicherer...*verträumtzuhimmelschau*
Gruß,
Carsten
Nur mal für's Protokoll und weil wir ja vor allem ein Fachforum sind:
..., war das deutsche Waffenrecht im Vergleich zu heute eher liberal gestaltet, die allumfassenden Regelungen wie wir sie heute kennen kamen erst mit dem WaffG von 1972.
Liberal auf dem Papier? Vielleicht. Aber sehr wahrscheinlich restriktiv umgesetzt.
Zitat aus deinem Link:
(...) den Erwerb und den Besitz von Schusswaffen durch unzuverlässige, besonders auch durch staatsfeindliche Elemente rücksichtslos zu verhindern. (...)
Damals war so ziemlich jeder ein unzuverlässiges, bzw. staatsfeindliches Element, der nicht Mitglied, Funktionär oder Günstling der Partei war. Und das man zuallererst den Juden den Waffenbesitz verboten hat, weiß eigentlich auch jeder.
Hasenfuss
Edit: Ein Link zum Thema: PDF zum Waffengesetz unter Hitler (http://www.stephenhalbrook.com/law_review_articles/entwaffnung.pdf)
A propos....
Der böse Mann im Rollstuhl versucht jetzt geschickt den verpatzten GSG9-Pirateneinsatz (http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video494270.html) zu nutzen um den Einsatzbereich der Bundeswehr auf bisher polizeiliche Bereiche zu erweitern.
Zwar geht's hier ums Ausland, aber vielleicht ist das auch ein mögliches Inlandsmodell...., schliesslich werden die Zeiten unruhiger...:argw:
Auch ein Teil des roten Fadens, wie ich meine....
...ein böser wer was böses denkt.... :mad:
...
Polemik gefällig? Wieviele Menschen hielten die Meinung der Warner für überzogen, bevor Hitler die Macht ergriff? Was sagten diese Menschen später? Sch*, die haben recht gehabt? Vielleicht. Aber helfen tut´s nichts mehr.
Da muss man aber dazusagen, dass zu der damaligen Zeit die Informationen in ihrer Gesamtheit ganz anders verbreitet wurden, davon abgesehen, dass die damalige Zeit rein informationsmäßig wesentlich "langsamer" verging, auch wenn ein Tag damals auch nur 24h hatte ;)
Die Menschen damals hatten im Normalfall *evtl.* eine Tageszeitung, einige hatten möglicherweise schon Radio, der Rest wurde am Biertisch nach Feierabend, beim Frisör oder vllt. nach dem Kirchgang beredet, mehr gabs nicht. Kaum jemand konnte sich so umfassend und schnell informieren, weil entweder keine Zeit dafür war, oder die technischen Möglichkeiten nicht vorhanden waren.
Man kann (darf) das nicht 1:1 vergleichen oder auf die heutige Zeit zu übertragen versuchen. Heute ist eine Neuigkeit in Sekunden rund um die Welt, und "fast jeder" kann live dabei sein, das gabs damals nicht. Dass eben dieser Fortschritt auch erhebliche Nachteile hat, sehen wir an der täglichen Berieselung mit hochdosierter Verdummung durch die Medien.
Das mit St. Augustin habe ich wie Morales ähnlich im Radio gehört, lag wohl daran, dass er es wie ich auch im NDR gehört hat, also mehr oder weniger hies es "mit mehreren Messern bewaffnet... einige Verletzte"
Gruß Andreas
Das mit St. Augustin habe ich wie Morales ähnlich im Radio gehört, lag wohl daran, dass er es wie ich auch im NDR gehört hat, also mehr oder weniger hies es "mit mehreren Messern bewaffnet... einige Verletzte"
Das rockt gerade durch alle relevanten Seiten im Netz:irre:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,623995,00.html
Shit. Jetzt geht es auch den Glasflaschen und dem Benzin an den Kragen.
Gruß
chamenos
Als Beispiel sollte hier die geplante Veranstaltung von Pro-Köln vorigen Jahres dienen, die von der Politik (Oberbürgermeister Schramma) verboten oder extrem behindert wurde, während sogenannte AntiFas ungehindert randalieren konnten. Unabhängig davon wie man zu den Zielen von Pro-Köln steht, aber wo bleibt da die Meinungsfreiheit?Ich habe einige Berichte auch im letzten Jahr gesehen, m.W. sind ein paar Autonome verhaftet worden, von ungehindert kann also gar nicht die Rede sein.
Und wieso gehört es nicht zur Meinungsfreiheit, lautstark gegen Wen-auch-immer protestieren zu dürfen?
Wer ein totalitäres Staatsgebilde etablieren will unter Zuhilfenahme von Waffen- oder sonstigen Verboten, Zensur, staatlich verordneter PC, Meinungsmanipulation, usw. ist ein Feind der Freiheit. Mir ist nach wie vor völlig schleierhaft, wie du an dieser Stelle auf Rosa Luxemburg kommst.
Die hat sich zeitlebens gegen totalitäre Systeme eingesetzt und wurde schlussendlich 1919 von rechtsextremen Teilen des preußisch-deutschen Heeres ermordet.
Steffen
A propos....
Der böse Mann im Rollstuhl versucht jetzt geschickt den verpatzten GSG9-Pirateneinsatz (http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video494270.html) zu nutzen um den Einsatzbereich der Bundeswehr auf bisher polizeiliche Bereiche zu erweitern.
Ach, Gesetze von Herrn S. werden sowieso immer vom Bundesverfassungsgericht kassiert, das hat schon Tradition. :glgl:
Liberal auf dem Papier? Vielleicht. Aber sehr wahrscheinlich restriktiv umgesetzt.
Zitat aus deinem Link:
(...) den Erwerb und den Besitz von Schusswaffen durch unzuverlässige, besonders auch durch staatsfeindliche Elemente rücksichtslos zu verhindern. (...)
Damals war so ziemlich jeder ein unzuverlässiges, bzw. staatsfeindliches Element, der nicht Mitglied, Funktionär oder Günstling der Partei war. Und das man zuallererst den Juden den Waffenbesitz verboten hat, weiß eigentlich auch jeder.
Hasenfuss
Edit: Ein Link zum Thema: PDF zum Waffengesetz unter Hitler (http://www.stephenhalbrook.com/law_review_articles/entwaffnung.pdf)
Muss irgenwie an Godwins Gesetz (siehe Luftauges Signatur) liegen, dass diese Entgegnung kommt ;).
Ich will mit meinem Post nur klarstellen, dass dieses vereinfachte "Nazis und Kommunisten verschärfen als alles erstes das WaffG" so nicht ganz richtig ist, auch wenn es durch jede Diskussion geistert.
Wenn man die sich die Historie des deutschen Waffenrechts mal ohne den reflexartigen Fokus auf die Nazizeit anschaut, fällt einfach auf, dass wir den Höhepunkt der Regelungswut erst in den letzten Jahrzehnten erreicht haben.
Selbst die Verordnung von 1928 ist stellenweise bedeutend laxer (das sog. Taschenpistolen unter 8mm frei verkäuflich waren, ist heutzutage unvorstellbar) als das heutige WaffG und in der Weimarer Republik gab beileibe triftigerere Gründe für eine Verschärfung.
BTW.: "Unzuverlässige Elemente" bekommen auch heute keine Erwerbsberechtigung, dies trifft auch auf eine Menge Abgeordnete im Bundestag zu, Herr Ströbele, der sich zum Thema Waffenrecht immer gern weit aus dem Fenster lehnt, bräuchte bei seiner zuständigen Behörde erst gar keinen Antrag einreichen :D.
anson argyris
11.05.09, 15:19
BTW.: "Unzuverlässige Elemente" bekommen auch heute keine Erwerbsberechtigung, dies trifft auch auf eine Menge Abgeordnete im Bundestag zu, Herr Ströbele, der sich zum Thema Waffenrecht immer gern weit aus dem Fenster lehnt, bräuchte bei seiner zuständigen Behörde erst gar keinen Antrag einreichen :D.
I
Was Herrn Ströbele betrifft: Wieso sollte er als MdB keine Waffenbesitzkarte oder sogar einen Waffenschein bekommen ?
I
Was Herrn Ströbele betrifft: Wieso sollte er als MdB keine Waffenbesitzkarte oder sogar einen Waffenschein bekommen ?
:steirer:
Würde ich allerdings auch bezweifeln, dass er keinen bekäme...
1. ist er Anwalt, und dass er mal mit dem ex-Kollegen Schily (Schäubles Vor-Vorgänger) Terroristen verteidigt hat, ist nun mal berufsbedingt ganz normal, wie ich vor Jahren hier im Forum gelernt habe - also ist es pöse, bzw. "unangemessen", ihn schnöde und vereinfachend "Terroristenanwalt" zu nennen :eek:
2. würde er im Zweifel die alten Bilder von 1958/59/60 rauskramen, die ihn bei der BW in Splintertarn zeigen, nur damit er belegen kann, dass er gedient hat, und mit Waffen vertraut ist - diese Bilder gibt es wirklich, ich meine, ihn Visier waren sie mal abgebildet.
Vermutlich wird er es dann und wann verfluchen, dass es diese "kompromittierenden" Bilder überhaupt gibt... :glgl:
3. könnte er es so darstellen, dass er als MdB und dadurch Mitglied der höchsten deutschen Entscheidungsorgane einer höheren Personenschutzklasse angehört (1 oder 2), und somit einen Bedarf nach erhöhter Eigensicherung benötigen könnte...
Gruß Andreas
Für den Erhalt einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenscheins sollte es egal sein,
1. ob man Anwalt ist oder nicht
2. ob man mal einen Tarnanzug gleich welcher Couleur anhatte
3. ob man MdB ist oder nicht.
Nicht egal ist jedoch die benötigte "Zuverlässigkeit" eines Antragstellers. Und diese Zuverlässigkeit ist bei Vorstrafen und je nachdem schon bei Ordnungswidrigkeiten nicht mehr gegeben.
Gruß,
JoBe
Lesen wir mal, was er selbst dazu sagt:
"Anfang der achtziger Jahre wurde ich zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten mit Bewährung verurteilt. Verurteilt wurde ich wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung (RAF).
Quelle: HP von MdB Ströbele (http://www.stroebele-online.de/person/793974.html)
Ich bezweifle stark, dass ein "normaler Mensch" mit dieser Vorstrafe jemals eine WBK erhalten würde, aber evtl. sind MdBs ja gleicher als andere :D.
Um den Proporz zu wahren, sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass es auch genügend andere Abgeordnete gibt, die durch Sufffahrten, Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Verstößen gegen das WaffG :D (die beiden letztgenannten Fälle Graf Lambsdorff) unter normalen Umständen ihre waffenrechtliche Zuverlässigkeit längst verloren haben.
....Es ist aber nunmal unbestritten, daß einer der total ausrastet mit einem Motorrad nicht ganz so viele Leute um die Ecke bringen kann, wie ein Schütze mit einer entsprechenden Waffe....
Naja, wenn ich da so an Holland denke... War zwar ein Auto, aber mit Papas Auto auf dem Schulhof dürfte man locker auch an die 15-16 Leute kommen. Hat halt noch keiner gemacht.
Meiner Meinung nach sind die Jugendlichen Attentäter schlicht und einfach Trittbrettfahrer.
Ich glaube nicht dass man durch Paintball, PC Spiele oder gar Mitgliedschaft im Schützenverein zum Attentäter wird. Da kann man sich vielleicht auf die Tat selber vorbereiten, aber den Entschluss fasst man deshalb nicht.
Nach was sehnt sich denn so ein armes Würstchen? Nach Aufmerksamkeit! Kennt jemand eine bessere Methode Aufmerksamkeit zu erzeugen? Mit Schlaftabletten und Strick ist der suizidgefährdete Jugendliche heutzutage ja keine Meldung mehr Wert.
Aber Attentate in Schulen sind nunmal gerade "in" und genau so empfinde ich das. Hat außer mir keiner das Gefühl, dass sich die Presse fast gefreut hat? Es war doch eh wieder Zeit Verbote von Waffen und Computerspielen zu diskutieren. Wenn da einer mit dem Auto über den Schulhof gerast wäre, da hätte man ja keine kontroversen Diskussionen starten können, das Thema CO2 mit einem Anschlag zu kombinieren dürfte selbst der Bild schwer fallen. Das ist doch fast als gäbe es ein Jahr keine Naturkatastrophen mehr, wie sollte man den Menschen denn sonst die Dramatik der Erderwärmung näher bringen? Nein, da muss ein Bach über die Ufer treten, ein bis zwei Politiker betröpelt über Sandsäcke stolpern und dann, dann macht der CO2 Austsoß wieder Spaß.
Wie viele Idioten, die nicht Idiot genug waren das mit allen Konsequenzen durchzuziehen, haben denn in Foren, Chats und per Telefon eigene Attentate angekündigt? Ich bin in einigen Foren unterwegs, in denen überwiegend Jugendliche angemeldet sind, da gibt es viele, die finden den Typ von Winnenden bei allem Entsetzen "irgendwie schon cool". Der Rest lässt sich darüber aus, das die Polizei den hätte viel schneller erschießen sollen. Auf jeden Fall ist jeder ein Schul-Attentatsexperte.
Man sieht im Attentäter auch nicht einen gescheiterten Gesellschaftsversager, der übergeschnappt ist, sondern einen starken coolen Typ, der was böses getan hat und letztlich doch noch einen coolen Abgang hatte. Sowas erzählt man natürlich nicht zuhause, aber im Forum kann man ja auch mal politisch unkorrekte Statements raushauen... Im Chat sogar noch mehr…
Jetzt sag noch einer, das ist gesund...
Warum verbieten die Politiker eigentlich nicht die Presse? Ich habe mir damals in der Jugend auch nur deshalb eine Kartoffelkanone gebastelt, weil man mir im Fernsehen gezeigt hat was das für eine böse Waffe ist (und vor allem wie die Aussieht)..... Ansonsten hätte ich davon nie was gejört.
Ich glaube nicht dass man durch Paintball, PC Spiele oder gar Mitgliedschaft im Schützenverein zum Attentäter wird. Da kann man sich vielleicht auf die Tat selber vorbereiten, aber den Entschluss fasst man deshalb nicht.
Ich würde soweit gehen und sagen das die Mitgliedschaft in einem Verein, das regelmässige Training, egal ob Paintball oder Sportschütze die Wahrscheinlichkeit eines Amoklaufs deutlich reduzieren.
Das Heranwachsenden manchmal der Kopf zu explodieren scheint ist ja nichts neues, nur das sich viele von der Familie, Freunden oder der Gesellschaft alleine gelassen fühlen nimmt mehr und mehr zu.
Das Waffengesetz wird daran nichts ändern.
Alex
Messerjocke2000
11.05.09, 20:42
Wenn ich sowas lese, dreht sich mir der Magen um, obwohl ich kein Sportschütze bin:
Stokar: Ich halte diesen Ansatz nicht für richtig - das geht auch gar nicht nach der Verfassung -, sondern ich möchte erst mal, dass wir ein Waffenregister anlegen, wissen, in welchen Wohnungen Waffen sind, und dann anfangen, Schritt für Schritt diese Waffen in den Wohnungen zu reduzieren. Dafür brauchen wir erst mal die überhaupt schon zugelassenen Kontrollen und die Zuverlässigkeitsüberprüfung. Hier soll mit dem Begriff der verdachtsunabhängigen Kontrolle, der verfassungsrechtlich so gar nicht geht, den wir auch so nicht wollen, überdeckt werden, dass wir ein hohes Defizit haben zum Beispiel bei den Zuverlässigkeitskontrollen.Quelle: Deutschlandfunk (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/963008/)
Hallo?
Da warte ich ja nur darauf, dass auch mal wieder ein paar Messertypen verboten werden, wenn man schon mal dabei ist...:glgl:
Da warte ich ja nur darauf, dass auch mal wieder ein paar Messertypen verboten werden, wenn man schon mal dabei ist...:glgl:
Das ist nicht mal besonders unwahrscheinlich.
Die Letzte Novelle des Waffengesetzes wurde mit folgender Begründung eingeleitet:
Das vom Deutschen Bundestag am 22. Februar 2008 beschlossene Gesetz dient der Anpassung des Waffenrechts an internationale Anforderungen und der Optimierung bestehender Vorschriften. ...
Zunässt war keine Rede von irgendwelchen Neuregelungen zu Messer, kein Entwurf und auch die Begründung zur Gesetzesänderung sah etwas in der Richtung vor. Vielmehr wurde hervorgehoben das das b3estehende gesetz vollständig überarbeitet und verständlicher gemacht werden müsse.
Das mit den Messern ist dann erst später im Bundesrat dazugeschustert worden. Eine grundlegende Überarbeitung fand hingegen dann gar nicht mehr statt, das Gesetz blieb im wesentlichen so wie es vorher auch war.
Die vor einigen Tagen hochschwappende Forderung eines totalen Verbotes von Paintball, zeigt außerdem wie schnell, unberechenbar und ohne jeglichen sachliche Zusammenhang von der Politik heutzutage andere "unliebsame" oder vermeintlich populäre Totalverbote bzw. extreme Einschränkungen nachgeschoben werden.
Und in den wesentlichen Gremien sitzen nach wie vor die gleichen Leute, es ist bei weitem nicht unwahrscheinlich das z.B. Hamburg, Berlin oder die Fraktion der Grünen mal eben was an den Messern nachbessern will um sich zu Profilieren (Das waren beim letzten mal diejenigen welche sich besonders hervorgetan haben um Messer zu kriminalisieren.). Gerade Hamburg bietet sich z.B. extrem an, da erste "Ergebnisse" ihres Verbotes vorliegen und man nun "nachbessern" kann.
Und ganz aktuell heute wird auch wieder mal ein Anlass geliefert, dabei ist es schnurz egal mit welchen Messern oder Gegenständen die Schülerin dort ausgeflippt ist. Es hat noch nie eine differenzierte Auseinandersetzung seitens der Fraktion der Waffenrechtsverschärfer stattgefunden, wenn derartige Ereignisse heran gezogen wurden um Verbote oder Einschränkungen zu begründen.
Gruß
El
anson argyris
12.05.09, 06:33
Für den Erhalt einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenscheins sollte es egal sein,
1. ob man Anwalt ist oder nicht
2. ob man mal einen Tarnanzug gleich welcher Couleur anhatte
3. ob man MdB ist oder nicht.
Sollte es eigentlich schon , ist es aber leider nicht immer :hehe:
Hat außer mir keiner das Gefühl, dass sich die Presse fast gefreut hat?
Wieso fast?
Nichts besser, als mit bluttriefenden Artikeln und Sendungen über panische Teenies den nächsten Täter heran zu züchten.
Neulich kursierte der Begriff „Amok-Industrie (http://debatte.welt.de/weblogs/238/sex+macht+und+politik+mainstream+report+ von+bettina+roehl/117565/die+toten+von+winnenden+und+die+mitschul d+der+amokindustrie?#comment-124111)“.
Steffen
Jetzt, wo sich Anschläge in Schulen häufen, wäre der Moment, ernsthaft und ehrlich über die Gründe dafür nachzudenken.
Jetzt müsste auch dem einfachsten Gemüt klar werden, dass nicht zu leicht zugängliche Tatwerkzeuge Auslöser solcher Gewalt sind.
Jetzt wäre es an der Zeit, zu forschen, was in diesem Land und seinen Bildungseinrichtungen nicht stimmt, dass halbwüchsige Außenseiter so verzweifelt sind und sich nur noch mit Gewalttaten artikulieren können.
Jetzt müsste mit aller Schärfe die Berichterstattung der Medien und ihre Wirkung bei Nachahmungstätern untersucht werden.
Jetzt wäre es so weit, zu forschen und dann zu helfen und das Übel grundsätzlich anzugehen, wenn - ja, wenn Politiker vernunftbegabt wären.
Stattdessen werden wir großmäulig vorgetragene Simplifizierungen und Drohungen gegen potentielle Tatwerkzeuge und ihre legalen Besitzer sowie noch mehr Kontrollen und Restriktionen bekommen.
Die einschlägigen Kreise werden wieder mit immer mehr Schaum vorm Mund ihre einfältigen Rezepte vortragen: abschaffen, verbieten, kontrollieren, bestrafen.
Statt zu denken und zu helfen, wird wieder schnell an Paragraphen gedreht - so lange, bis sich hier niemand mehr rühren kann.
Und dann? Wenn man das explosive Gemisch nicht identifiziert und entschärft, sondern lieber den Deckel immer fester zuschraubt, fliegt er irgendwann mit Getöse in die Luft...
Hi,
Wenn man das explosive Gemisch nicht identifiziert und entschärft, sondern lieber den Deckel immer fester zuschraubt, fliegt er irgendwann mit Getöse in die Luft...
so ist das wohl.
Was glaubst Du warum man in unserer Republik inzwischen ungestraft laut darüber nachdenkt wie man es anstellen kann das Grundgesetz so hinzubiegen, daß man die Bundeswehr zukünftig "legal" für polizeiliche Augaben heranziehen kann? ("Illegal" teilweise schon geschehen- siehe G8-Gipfel Heiligendamm 2007)
Die suchen an allen Ecken und Enden nach (Hilf-)Werkzeugen, die beim "festschrauben des Deckels" hilfreich sind/sein könnten...
Gruß,
Dirk
Jetzt, wo sich Anschläge in Schulen häufen, wäre der Moment, ernsthaft und ehrlich über die Gründe dafür nachzudenken.
Tun sie das ? Ich meine häufen....
Ist es nicht eher so das darüber exzessiver berichtet wird, das am Ende jeder Furz zu Giftgas wird weil's Quote bringt ?
Hofft nicht in Warheit jeder besch.... Privatsender auf den nächsten ausschlachtungsfähigen beinahe-evtl-vielleicht-möglicherweise Amoklauf, weil man dazwischen so schön Werbung einblenden kann ?
Für die ist jeder "Amoklauf" gewinnbringender als jeder noch so aktuelle Spielfilm.... ,und das ganz ohne Kohle für Filmrechte abzudrücken.....
Wäre es nicht eher Zeit, die Erhebung dieser Täter in den Promistatus zu beenden ?
Wieso muss ich Namen und Umfeld der Pfeife kennen ?
Warum muss andere mit in den Tod nehmen attraktiver gemacht werden als einfach vom Dach zu springen ?
Wäre es nicht eher Zeit, die Erhebung dieser Täter in den Promistatus zu beenden ?
Wieso muss ich Namen und Umfeld der Pfeife kennen ?
Warum muss andere mit in den Tod nehmen attraktiver gemacht werden als einfach vom Dach zu springen ?
1. Ja, 2. aus gar keinem Grund und 3. weil es Aufmerksamkeit bringt. Wenn ich schon so unscheinbar bin, dann gehe ich zumindest mit einem Knall. Der Link von bitzone trifft die Sache, denke ich, ganz gut.
Es gibt ja Wissenschaftler, die sich spätestens seit Erfurt intensiv mit der Thematik beschäftigen, nur finden die und ihre Forschungsergebnisse kaum Gehör in der Öffentlichkeit. Dabei hätten sie zumindest für die Vorbeugung weiterer Amokläufe einige Antworten parat. Dies ist aber nicht wirkungsvoll genug, also interessiert es die Politiker nicht.
Es geht doch vor allem darum: Womit erreiche ich bei der kommenden Bundestagswahl am meisten für mich und meine Partei? Es ist doch schon fast grotesk, wenn über Steuererleichterungen gesprochen wird (die natürlich Stimmen sichern sollen), es aber schon jetzt klar ist, dass dies nicht zu finanzieren ist. Womit denn auch? Es gibt Steuerausfälle in zweistelliger Milliardenhöhe und selbst die unselige Umweltprämie ist noch nicht mal annähernd finanziert. Es scheint kein Mittel zu billig zu sein, und die Verzweifelung bei der Suche nach Themen für mehr Wählerstimmen ist ja mehr oder minder offensichtlich. Die Opposition muss ja kaum was machen, die Regierungsparteien reiten sich selber mit wehenden Fahnen in die Grütt.
Gruß,
Carsten
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