PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : UNWORTE BEI MESSERBESCHREIBUNGEN



Uli Hennicke
26.03.09, 17:27
Was mir immer komisch aufstößt sind Worte wie:

Lederhöschen, Hanschmeichler:irre:

Was sind für Euch die Worte die Unbehagen hervorrufen?

Gecko
26.03.09, 17:30
Uli, ich glaub da fehlt ein h....:glgl:

Steckscheide find ich obszön....:p

Pit

cheez
26.03.09, 17:49
Wenn du schon fragst - was mich persönlich immer irritiert sind laut gebrüllte Themenüberschriften - komplett in GROSSBUCHSTABEN geschriebene Worte sind im Netz allgemein mit "Schreien" zu übersetzen ;)

Abgesehen davon - unter dem oft gesehen Lederkleid verstehe ich auch etwas anderes. Unter Lederhöschen ebenfalls. :D

Gruss, Keno

WISCHI
26.03.09, 17:59
Hi,

toller Thread, da mach ich auch mit.

Was ich lustig finde, ist, wenn jemand von einem Klopper spricht, typisch deutsch, mag ich nicht (das Wort, nicht die Deutschen :steirer:), ohne jetzt 100% ausschließen zu wollen, dass ich das nicht auch schon mal verwendet habe.
Letztens hat meine Freundin ein paar meiner Beiträge gelesen und gemeint, das hört sich an, als würd's ein Deutscher schreiben :mad:

Greez
Wischi

Ookami
26.03.09, 18:01
Lederhose und Lederkleid statt Scheide geht schon mal ausnahmsweise, aber im MF.net ist es ja fast schon die Regel. Das Ding heißt Scheide, auch wenn da vllt. einer wie ein 13-jähriger Bengel kichern muß...:rolleyes:

Handschmeichler finde ich ok, da gibt es ja kein anderes Wort dafür.

Ookami

PS: Mit den Deutschen mußt du dich hier wohl anfreunden, obwohl das Forum von einem Österreicher gegründet wurde. :P

akiem
26.03.09, 18:11
alles was ponyhof umschreibungen sind.
da steht natürlich lederhose, kleidchen...ganz weit vorne

22 cm klinge und kleidchen das ist lächerlichhkeit in personalunion (-:

toll ist in verbindung mit messern auch:
...das hat was...

cbo
26.03.09, 18:46
Ein geflügeltes Wort ist immer wieder:
…Bei dem Messer sticht die Klinge sofort ins Auge…:super:

Codlet
26.03.09, 18:46
"...ganz gro0es Kino..."

Stefan

chamenos
26.03.09, 18:57
Moin.

Stört mich alles nicht.
Ob da nu von Leder-Spitzen-Kydex -Höschen, -Kleidchen geschrieben wird. Von großem/kleinem Kino oder klappenden Kloppern.

Mich nervt der Begriff "nur ein User" wenn er in Verbindung mit nem miesen Finish, unregelmäßig gesetzten Schrauben oder einer schief eingesetzten Klinge gebraucht wird.

Gruß
chamenos

Kleiner Tiger
26.03.09, 19:02
"Glasbrecher", wenn´s ein Skullcrusher ist. :irre:

olli16
26.03.09, 19:15
Moin,

"versorgen", "führig", obwohl es Fachausdrücke sind, klingen sie für mich als Nicht-Jäger etwas gewöhnungsbedürftig. An "Schneidteufel" und "EDC-Rotation" habe ich mich auch noch nicht gewöhnen können. Macht ja auch nix;).

Gruß
Olli

robbytobby
26.03.09, 19:56
Hallo Zusammen,

Es allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
(Friedrich Hebel)

Soweit ich das beurteilen kann, stimmt das. Und trotzdem, es gibt
da Einiges, was mich stört.

Der "Kleine Jäger" zum Beispiel.
Ist der Jäger, der das Messer führt klein?
Darf es nur von kleinen Jägern geführt werden?
Oder darf nur Kleinwild damit gejagt werden?
Oder ist etwa das Messer klein?
Und wie klein ist klein, ein Jagdmesser mit 80 mm Klingenlänge ist ein
ausgewachsenes Jagdmesser.

Schön finde ich auch den "Eifeljäger".

Jagt er nur dort oder wohnt er auch dort?
Oder darf man mit diesem Messer nur in der Eifel jagen?
Oder jagt es die Eifel?

Man könnte es beliebig fortsetzen, da gibt es "Damastjäger",
"Mammutjäger", etc..

Wem das zu blöde ist, versucht es dann mit Anglizismen:
"Black Hunter" (uih, jetzt wird's gefährlich), "White Hunter" (gibt's schon
lange), oder gar mit einer Mischung "Großer Hunter", etc..

Manchmal wird's richtig drollig, wenn man nur mal die deutsche
Übersetzung auf sich wirken lässt:
Da gibt es "Blaue-Tiefsee-Klappmesser", "Weiße-Wasserfälle-Klappmesser", etc.,
wahrscheinlich alles Tauchermesser.

Und ganz toll finde ich den "Kleinen User", also den "Kleinen Benutzer",
der sein Messer manchmal auch noch jeden Tag benutzt und es
deshalb "Kleiner Benutzer" nennt. Oder meint er sich?

Achja, da gibt es ja auch noch die "Speisekartenfraktion":
"Damast an Sehkuhrippchen", na, ob das schmeckt?

Komisch, je mehr ich schreibe, desto weniger stört es mich noch, ich
muss eher grinsen.

painless potter
26.03.09, 20:44
An "weiß zu gefallen" kann ich mich schlecht gewöhnen.

Und der Zusammenhang zwischen Messern und dem vielzitierten "Sabbern" und "Geifern" erschließt sich mir nicht in voller Gänze...

BTW: auch wenn Großbuchstaben allgemein als Schreien im Netz angesehen wird, finde ich sie doch zur Hervorhebung von Inhalten, die besonderes Augenmerk verlangen durchaus geeignet. Ich meine, wer hat diese Regel aufgestellt? Ich halte es da mit dem zivilen Ungehorsam. Es gibt Leute, die konnten schon schreiben bevor die Tastatur erfunden wurde.*LMAO*

Immer locker bleiben...

Painless

P.S. Über die Bedeutung des Wortes "Unwort" ließe sich auch streiten. Ein Unwort wäre ja eigentlich ein Wort, welches keines ist. Alle Worte die hier genannt wurden sind aber doch wohl welche, oder?:confused:

teachdair
26.03.09, 20:49
SCHARFES messer!

Enzio
26.03.09, 20:58
... für Dinge die man mag gibt man doch gerne eine nette Umschreibung her oder ... :ahaa:

Ich kenne eine menge Leute die Ihren Fahrzeugen Spitznamen geben, mit Blümchen verzieren oder so ...
(habe mal eine alte BMW mit Rippenknochen und Ratte auf dem Scheinwerfer gesehen und der Besitzer hat zu dem Motorrad immer Kuh gesagt) ... :lach:

Ich finde die meisten Umschreibungen witzig ... ok ok ich benutze sie auch häufig ... :irre:

Ich kenne sogar etliche die Ihren Liebsten Spitznamen geben ... und je länger sie zusammen sind um so größer werden die Tiere ...
(am Anfang sind es Spatzi, Mausi, Hasi und später werden daraus Trampeltier, Kuh, Ochse oder noch größer)

:haemisch: (und einige von Euch mögen auch keine SMILEYS ... bevor die Bemerkung kommt)

Thorse
26.03.09, 21:05
Grüße!
Für mich stecken die Unworte eher in so manchem Verkaufs-Katalog... wenn da von "Fighter" und der "ultimativen Waffe" und dergleichen geschrieben wird.

Wenn hier im Forum manchmal etwas bildlicher ge-/beschrieben wird, empfinde ich das eher als "bunter" (positiv) - Solange noch verstanden wird, worum es geht.

redcloud
26.03.09, 21:57
ist wohl eine sache der mentalität-

ich hab` lieber überschriften mit hintersinn oder zum schmunzeln
als solche:

-Etwas aus Leder
-Nochwas aus Leder
-Wieder was aus Leder
-Noch `ne Lederscheide

gähn!
gerhard

Uli Hennicke
26.03.09, 22:04
ist wohl eine sache der mentalität-

ich hab` lieber überschriften mit hintersinn oder zum schmunzeln
als solche:

-Etwas aus Leder
-Nochwas aus Leder
-Wieder was aus Leder
-Noch `ne Lederscheide

gähn!
gerhard

Lackleder, rotes Lackleder.:D

Whitewater= Wildwasser, dies zu einem oberen Beitrag.
Eigennahmen die einen Sinn ergeben find ich interresant.

Radhulbh
27.03.09, 00:46
Vielleicht nicht gerade Unbehagen,

aber Aussagen wie:
"Sabber, - voll Geil, - Ächz, Stöhn" usw. empfinde ich immer als etwas Spätpubertär.

Allerdings ists auch nicht immer einfach, ausgiebig lobende Worte für manche Arbeiten zu finden.
Auch die deutsche Sprache ist begrenzt und verleitet dadurch wohl zu solchen vereinfachten Emotionskundgebungen.

Viele Begriffe orte ich als Versuch nicht immer die gleichen Worte zu nehmen, wenn man doch noch Aufmerksamkeit will.

Und - naja - ich verfalle eben selbst immer wieder in solche "Wortsünden".

R.

Balzac2m
27.03.09, 01:18
"zu schön zum Benutzen"

Ich weiß, hier gibt es massig Sammler. Aber mal ernsthaft, wenn da oben das Banner von "Initiative Messer sind Werkzeuge" kommt und dann Leute Messer nicht benutzen, muss ich schon immer schmunzeln.

Schlosser
27.03.09, 06:38
" da springen die Haare "
" weiß zu gefallen "
" ein rechter Schneidteufel "

Manches sind eben Ausdrücke, die gedankenlos immer wieder kopiert werden, während ich überhaupt nichts dagegen habe, anschaulich zu beschreiben, wenn es nicht gar zu blumig wird.

Darüber hinaus: Häufungen von Rechtschreibfehlern in einem Beitrag. So entstehen mehr "Unworte" als hier aufgeführt werden können. Da sollte wohl öfter die Funktion "Vorschau" vor Absenden eines Beitrags zur eventuellen Korrektur des Geschriebenen genutzt werden. Ist für mich eine Frage der Höflichkeit, den anderen etwas zu lesen zu geben, das im normalen Lesefluß verständlich ist und dessen Bedeutung man nicht erst errätseln muß.

cheez
27.03.09, 08:37
Wenn da Bedarf besteht, kann ich Teile der Diskussion gerne in die Ecke verschieben. Uli, deine Entscheidung.

//

Ergänzendes zu meinem Beitrag - man kann sicherlich Großbuchstaben als Stilmittel nutzen, analog dazu natürlich auch permanente Kleinschreibung. Ich mag's persönlich nicht, meine Meinung, nichts weiter.
Uli ist übrigens bei weitem nicht der Einzige, der dieses Stilmittel nutzt. JFTR.

Mein Beitrag war keinesfalls eine Aufforderung, Leuten ans Bein zu pinkeln, so war er nicht gemeint. Nur, dass es da keine Mißverständnisse gibt.

Gruss, Keno

redcloud
27.03.09, 08:48
wenn `rüberkommt, was gemeint ist, kann jeder schreiben, wie er will-
-und jeder drüber denken, was er will.
auch das gehört zur vielschichtigkeit dieser plattform hier.

aber zu einer schlammschlacht mit schüssen aus der wortkanone darf`s nicht kommen!

ich jedenfalls habe meinen post oben mit einem schmunzeln im gesicht geschrieben...;)
und robbytobby hat`s auch so verstanden.

gerhard

porcupine
27.03.09, 08:57
Was hier im Forum so alles an Ausdrücken auftaucht, lese ich immer mit einem zwinkernden Auge und habe keine Probleme damit.
Eher verursachen auch mir gewisse Katalogbeschreibungen abwechselnd Brechreiz, "highly combat grade tactical" oder Lachkrampf "bester ATS-34 Stahl".
Aber vielleicht gibts ja wirklich besonders gute Jahrgänge bei den Stählen, und ich weiß es bloß noch nicht. Wie konnte ich so blind sein?

Lustig wird es auch, wenn weitgehend fachfremde Personen Messer beschreiben und man dann "Drehzapfen" (für Klingenachse) oder "Anbauteile" (für Backen/Griffschalen) liest. Na, vielleicht war auch nur das Übersetzungsprogramm fachfremd :)

pitter
27.03.09, 10:07
Was sind für Euch die Worte die Unbehagen hervorrufen?

Viele - und leider oft genug meine eigenen.

Ich werde immer mehr zu einem Verfechter klarer Sprache. Eine Sprache, mit der man das sagt, was man meint.
Und je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr Sprachunfälle fallen mir auf - leider eben auch die eigenen :)

Wer meint, die deutsche Sprache sei begrenzt, meint wohl den eigenen Wortschatz. Denn an den Möglichkeiten der deutschen Sprache liegts sicher nicht, wenn man nicht klar ausdrücken kann, was man ausdrücken möchte.

Bevor ich lästere, gebe ich lieber eine Buchempfehlung:

Wolf Schneider, Deutsch für Profis, Wege zu gutem Stil.

Den Stil kann man mögen oder nicht - ich mag ihn. Seine Grundthese kann man sich jedenfalls in 48pt über den Schreibtisch nageln - egal, ob man Liebesbriefe oder einen Messer-Test schreibt: Schreibt so, dass es andere auch verstehen.

Und eine Lederhose ist nunmal eine Lederhose, und keine Ledersteckscheide. Ich ziehe ja auch Jeans an, und keine Baumwollschlupfröhren.

Pitter

luftauge
27.03.09, 10:35
Nur mal als Verständnisfrage zwischendurch:
Geht es hier um Titel/Überschriften für Messervorstellungen, z.B. in der Galerie,
oder um die Beschreibung des Messers im Thema selbst ?

Nur um sicherzugehen, es richtig verstanden zu haben, habe ich gerade eben mal die letzten 6 Seiten aus der Galerie nach "verdächtigen Unworttiteln" überflogen, und festgestellt, dass sich die Namensgebung für die Themen in drei, ziemlich gleichmäßig verteilte/verwendete Hauptgruppen aufteilt - weitere Gruppen sind vorhanden, aber ganz deutlich erkennbar sind diese drei, die anderen wäre "Schnittmengen":

1. Fantasienamen - meist auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar, also einfach nur als Unterscheidungsmerkmal oder für den Wiedererkennungswert
2. Materialangabe/Herstellungsart - Stahlsorte + Griffmaterial + Scheidenmaterial
3. Verwendungsziel - Jagd-, Küche- oder Gebrauchs-/Arbeitsmesser ohne speziell angedachten Zweck

Gruß Andreas

Mike64
27.03.09, 10:59
Ok, nun auch mal was zum eigentlichen Thema:

Ich denke, dass die Betitelung der Messer und und Ihrer
Behältnisse genau so vielfältig sein dürfen und sollen wie
die Gegenstände selber.

Der eine oder Andere gibt sich reichlich Mühe für seine Werke
einen passenden Namen zu finden, dass hat für mich nichts mit
"künstliche Aufregung" oder "gewollter Originalität" zu tun, sonder
ist nach meinem Verständnis vielmehr ein Ausdruck dafür, dass man
eine Sache die einem am Herzen liegt gut abschließt. Andere können
den Namen dann eventuell nicht nachvollziehen, verspotten sollte
man dieses dann allerdings nicht.

Aus der Namensgebung eine *ernsthafte* Glaubensfrage zu
machen, schadet dem Spaß an dieser unserer Leidenschaft.
Erlaubt ist was gefällt.

DirkH
27.03.09, 11:36
Im Zuge der immer weiter um sich greifenden Verenglischung der deutschen Sprache stören mich schon die Worte "fixed" und "folder".
Was ist so schlimm an den Worten "Klappmesser" und "feststehendes Messer"?

Ookami
27.03.09, 11:39
Nur mal als Verständnisfrage zwischendurch:
Geht es hier um Titel/Überschriften für Messervorstellungen, z.B. in der Galerie, oder um die Beschreibung des Messers im Thema selbst ?

Ich würde denken letzteres, wenn man sich mal den Titel des Threads ansieht bzw. den ersten Post.

Messernamen zu diskutieren halte ich für müßig, da sollte künstlerische Freiheit gestattet sein.

Ookami

painless potter
27.03.09, 11:41
Zu den Anglizismen:

das hatten wir doch schon so oft.
Manche mögens, andere nicht.
Zähl mal die Buchstaben, dann weißt du warum diese englischen Begriffe so beliebt sind. Wenns überhand nimmt, gebe ich dir allerdings recht.

Keep on rockin´

PP (hoppla, englischer nick...)

luftauge
27.03.09, 12:02
Ich würde denken letzteres, wenn man sich mal den Titel des Threads ansieht bzw. den ersten Post.
Deswegen frage ich ja nach, weil ich nach einigen Antworten Zweifel bekommen habe... :glgl:


Messernamen zu diskutieren halte ich für müßig
Ja, ist es. Wobei manche Ausnahmeerscheinungen von Namen tatsächlich Stirnrunzeln verursachen können... nee, das schreibe ich jetzt nicht, auch wenn es hier zum Thema passt... :cool:

Gruß Andreas

gast
27.03.09, 12:07
Uli,
danke für das Thema
V Schneide
U Schneide
sauscharf
rattenscharf...
Küchenmesserschärfe
Hanschmeichler:super:

Gruß Michael

Flaming-Moe
27.03.09, 12:13
Anglizismen stoßen mir praktisch immer auf, auch wenn ich sie selbst benutze. Allgemein sind englische Begriffe (oder japanische :D) in der Messerwelt aber auch wirklich überproportional oft vertreten.
Die wenigsten Messerleute sind allerdings professionelle Texter, und wenn man sich anschaut was DIESE Menschen vorsätzlich so von sich geben, kann man über alle sprachlich Schwächen der Anderen spielend hinwegsehen.
Zwei Begriffe, die sich mir in alle den Jahren dauerhaft eingebrannt haben: "Belegungsmaterial" für Griffschalen und ein Messer, daß vom Hersteller, der mir leider entfallen ist, "Full Throttle" getauft wurde. Da kann ich heute noch drüber grinsen...

Flaming-Moe
27.03.09, 12:15
Nachtrag: Da es jetzt schon zum zweiten Mal auftaucht, was ist ein Hanschmeichler? Bezieht sich das auf Han Solo oder kenne ich einfach den Messerguru Hans Chmeichler nicht? :D

herbert
27.03.09, 12:22
Schwieriges Thema, da manchmal emotional aufgeladen. Ich halts da schon mit Pitter und porcupine.
Ich finde, wenn man ein Messer bewertet, das jemand vorstellt, so sollte man sich auch die Mühe machen, ein wenig nachzudenken, und dann eine eigene nicht schematisierte Formulierung finden. Das hat der Vorsteller in meinen Augen verdient. Er setzt sich öffentlicher Kritik aus.

Die schon kritisierten Ausdrücke "sabber...." und aus ähnlich guter Stube sind an sich schon eher nichts für meinen - möglicherweise altbackenen - Sprachsinn.

Aber wenn das dann noch mit schludriger Ausdrucksweise und Rechtschreibefehlern gepaart wird, dann wird es schlimm.

Die Schlabberworte, schon mal als Gag hin und wieder (!) eingestreut, können durchaus Pep in einen Beitrag bringen. Als einziger Kommentar zu einem Bild von einem Messer finde ich diese Ausdrücke einfach unterirdisch (ist so'n Gag wie eben erwähnt) schlecht.

Wir sind dann schon wieder mal da, wo wir oft landen. Wie schreibt man einen Beitrag.
Das sind ja keine Beiträge zu einem Kneipengespräch zu vorgerückter Stunde nach reichlichem Biergenuß, nein, die Dinger stehen ja eine Weile da.

Auch die hier angemerkten Verniedlichungen (nein, mein F1 trägt KEINEN Kydexschlüpfer, sondern eine Kydexscheide) werden zu inflationär benutzt, um wirklich noch witzig zu sein (was sie im Einzelfall ja auch mal waren, und auch von mir sind sie bestimmt schon hin und wieder benutzt wurden).

Namen für Messer sind auch so eine Sache. In der Überschrift oder als Arbeitstitel nehmen sie auch eine gewisse Werbefunktion wahr. Dennoch ist auch hier weniger oft mehr. Aber verbieten, oder weglassen, wäre manchmal schade, oft verführen sie mich ja auch zum Reinschauen.

Sexuelle Anspielungen im Sprachgebrauch wundern mich ja nicht, die Werbewelt - und damit alle Plakate und der tägliche visuell geprägte Eindruck der Welt - ist ja voll davon.

Im Übrigen halte ich es wie der Alte Fritz, der von einem Offizier um Heiratserlaubnis gebeten wurde: Meine Offiziere sollen durch das Schwert glücklich werden, nicht durch die Scheide.

Ging also damals auch ganz gut mit dem Wortwitz.

gast31082009
27.03.09, 12:29
Moin

Dann auch mal im Ernst.
Viele Beiträge erinnern mich wieder einmal an die mittlerweile ausgebuffte und abgelabberte "brauchen" Debatte.
Einige haben keinen Bock mehr diese zu führen, so auch ich, und ich erwähne es trotzdem bis zum Erbrechen, bis es auch der Letzte kapiert hat.
Wer geistig derart unflexibel ist, anderen ihre wortschöpferischen Freiheiten nicht zu lassen verfügt über einen eingeschränkten Horizont. PERIOD.
Wir sind das größte deutschsprachige Messerforum und dürfen uns nicht mit Kleinkariertheiten aufhalten, sondern sollten offen sein.
Zudem steht es jedem Macher frei, seine Messer zu nennen, wie er will.

Oder brauchen wir eine DIN-/EN ISO fürs Gespräch über unsere Schneidwaren???

Eine andere Möglichkeit wäre, Unterforen zu installieren, die Besonderheiten pflegen. Dort könnten dann die jeweiligen Mitglieder sich über andere auslassen, und sich toll fühlen. Selbstbeweihräucherung bis in die letzte Instanz.

Das Künstlerforum
Das Brecheisenforum
Das " das hast Du von dem abgeguckt" Forum
Das Folder/Fixed/Ricasso/Ressort/Lock Forum für Internationalisten
Das Forum für Österreicher, die von ihrer Freundin ob der Schreibe für Deutsche gehalten werden das habe ich immer noch nicht verstanden
Etc.pp (nix paintlesspotter, pöses englisches Wort, sondern pro parte :D)

nurmalso als braingestormt (eigenes Wort :p )

stefan

herbert
27.03.09, 12:43
@diesel:
vielleicht bin ich gar nicht gemeint, Stefan, aber ich denke mal, dass ich keinem die Freiheit eigener Kreativität absprechen möchte. Ich will ja nicht zu denen mit eingeschränktem Horizont gehören. Aber inflationärer Gebrauch von lautmalerischer Sprache wie "sabber.." macht mich eben nicht glücklich, insofern ist mein Horizont allerdings eingeschränkt, aber durch Denken und nach erfolgter Bewertung für mich. Klar, muß ich alles nicht lesen, aber stören tut es trotzdem.

Stilvoll schreiben kann nicht jeder, klar schreiben aber doch schon.

Ich dachte, die Frage - unter anderem an mich, der ich ja diese Beiträge lesen kann - sei, was mich denn störe. Nicht, was ich unterbinden will. Will ich nicht, kann ich nicht, aber stören tut es, und ab und an möchte ich das kommentieren.

Recht hast Du, Sachbeiträge sind hier erwünscht. Aber das siebte "geil" und "sabber" ohne weitere Kommentare tut weder dem Fragesteller noch der Sache wohl.

Geistige Flexibilität muß doch nicht bedeuten, dass man alles hinnehmen muß. Aber alles überdenken, bewerten, und dann entscheiden, ob es kommentiert werden soll.

Manchmal ist es ja mit den Namen ganz witzig. Gestern habe ich in einem Krimi (CSI) gesehen, dass jemand seine Katze "Schrödinger" genannt hat. Ja, Erwin Schrödinger und seine berühmte Katze. Aber das potentielle Schicksal dieser Katze ist nicht mehr witzig, denn der Zerfall eines Atoms bzw. das Beobachten dieses Zerfalls sollte darüber entscheiden, ob sie weiterlebt oder vergiftet wird (die Katze im Krimi war auch vergiftet). Solange niemand hinsieht, ist die Katze potentiell am Leben oder potentiell tot.

Also, nicht hinsehen rettet möglicherweise. Aber nicht hinsehen ist auch keine Lösung des Problems.:mad:
Alles nicht so ganz ernst gemeint. :D

Chris Deminie
27.03.09, 14:37
Mann könte doch auch versuchen nur deutsche Wörter zu benutzen dann würde ich auch alles verstehen :rolleyes:
Gruß Chris

stubenhocker
27.03.09, 15:20
Mich nerven Beschreibungen wie "Kamelknochen an Torsionsdamast", hört sich für mich nach französicher Küche an - so wie Kalbsmedaillons an blanchierten Bohnen. Guten Appetit.

mfg, stubenhocker

Uli Hennicke
27.03.09, 20:03
Bitte nicht so weit abschweifen.
Danke
Die Diskussion ist auch so schon interessant genug.

Goldfinger
27.03.09, 22:18
"Damasttapete"





Andreas

cheez
27.03.09, 22:20
Abschweifende OT-Diskussion abgetrennt.

-> http://www.messerforum.net/showthread.php?t=68450

Gruss, Keno

Thorse
28.03.09, 17:14
"gesetzeskonform:("
- Wobei ich keinesfalls die Benutzer dieses Wortes kritisieren möchte - vielmehr den Umstand, der jemanden (mich eingeschlossen) dazu bringt, dieses Wort in Messerbeschreibungen einzubauen.

fshamburg
28.03.09, 21:47
"Klapper"
Ist was für Babies.
Gruß Frank

Uli Hennicke
28.03.09, 21:54
"Mehr Messer braucht kein Mensch":irre:.

Chopper-Gerald
28.03.09, 22:46
Ich habe schon oft Menschen kennengelernt,welche vielleicht nicht so gut Deutsch reden/schreiben konnten wie andere.Dafür hatten diese dann unglaubliche handwerkliche,oder andere Fähigkeiten.
Daß soviele Schreibfehler auftauchen liegt oft auch daran,daß man einfach zu schnell tippt und dann nicht nochmals korrektur liest.
Ob einer Lederhose zur Scheide sagt (weil er dieses Wort nicht verwenden möchte) oder etwas anderes,ist doch egal solange der Leser versteht um was es dabei geht.
Mit der "verenglischung" der Sprache haben aber nicht nur wir zu tun,umgekehrterweise hält das auch im englischen mit "verdeutschten" Wörtern Einzug.Es ist mittlerweile normal in USA vom "Kindergarten" zu sprechen und anderem.
Es ist ja noch nicht soweit daß man es nicht mehr versteht - und darauf kommt es doch an,Gottseidank!
z.Bsp.:"keep you in eight" - nimm Dich in acht!
oder:"I make me me nothing,you nothing out of the dust" - Ich mach mich mir nichts ,dir nichts aus dem Staub!
Solange es verstanden wird machts Spaß!

"Die Sprache ist ein Schwert - und es ist scharf geschliffen"!

In diesem Sinne,Gut N8 an alle,Gerald

"I need no Sex!
My government fucks me every day"

Radhulbh
29.03.09, 08:59
Schaue mir wieder dies Thema an und denke - es kommt unweigerlich zu Wortkreationen und dem Versuch etwas plakativ zu beschreiben.

Was wäre es, wenn es nur noch Überschriften wie:
Schanz Jagdmesser Nr. 4745, - Redcloud Desingermesser 489 - ähnlich wie 397, PinlessPotter User Nr 56, ......... - gibt.
Oder Rindlederscheide mit Sattlerzwirn .... gibt ? :(

Ein wenig fade ! :rolleyes:

Klar will der Macher schon in der Überschrift zum Anschauen Anreiz geben.
Bei manchen Namen - siehe oben - schaut man zwar sowieso - egal, was da für ein Titel steht.
Aber es sind ja nicht alle so bekannt und plakativ vertreten.

So kommts dann eben zu fantasievollen Ansagen, oder bei Vielmessermachern zu den bekannten "Materialansagen" - da ihnen schon keine 437. interessante Überschrift mehr einfällt. :(

Ebenso gehts einem oft beim Würdigen der Arbeiten.
Die starken "Fachforumvertreter" dürften sich dann wohl nur noch zu Aussagen wie: " Sauber gearbeitetes Rikasso, harmonisch gestaltete Gesammtlinie, ... " hinreissen lassen. :o

Ich habe keine Probleme mit umschreibenden Wortgestaltungen - im Gegenteil, es liest sich interessanter und zeigt, dass hier Herzblut fliesst, wenn sich andere über die Werke äussern.

Letzlich ist und bleibt es der persönlichen Empfindung der Schreibers und Lesers überlassen, was er und sie als Unwort empfindet. :)

Nicht die Menge der Fachbegriffe machen ein Fachforum aus, da entwickelt sich eben - wie anderswo auch eine etwas eigenwillige Insidersprache mit ihren eigenen Begriffen.
Gut ist aber, wenn man auch noch weis, wie die "Lederhose, der Klopper und das Teil", denn wirklich heissen. Sonst wirds irgendwann peinlich, wenns mal um Fachfragen geht. :glgl:

Unworte sind für mich weniger Wortkreationen, als jene, die zwischen ordinär, obzön und primitiv kursieren - die sollten in keinem anständigen Forum vertreten sein, denn sie ziehen das Ansehen eines Forums herunter. :mad:
Wie auch moderne "Klugscheisserspache" zum Glück hier keinen Einzug findet - so alla: "Innovotive Gestaltung, - wertvolle Applikationen, - da zeigt sich Kernkompetenz, .... :irre:".

Solche Ausbrüche finde ich hier allerdings selten und das spricht sehr FÜR dieses Forum. :super::super::super::super::super::supe r::super:............................ !!!!!!!!!!!!!!!!

R.

P.S. Nur dieser unverhältnismässige Gebrauch von dämlichen Smileyköpfen - das ist schon sehr bedenklich :steirer:.:glgl::glgl::glgl:

R.:D

Nestor
29.03.09, 09:26
Hi,

"Der kurze, aber hohe Griff erlaubt ein erstaunlich erwachsenes Handling."

Da weiß man doch sofort, was gemeint ist...:glgl:


Nestor

P.S. Kann das jemand übersetzen?

dirkb
29.03.09, 09:39
Kann das jemand übersetzen?

Klar, aber weil ich mit Übersetzungen meinen Lebensunterhalt verdiene, kann ich das natürlich nicht umsonst machen.:steirer:

Ansonsten kann man die Kirche auch mal im Dorf lassen. Solange es um die Galerie und mehr oder weniger begeisterte Messerbeurteilungen geht, ist mir die "sprachliche Kreativität" eher wurscht, sofern sich der Schreiber die Mühe gibt, so zu schreiben, dass der durchschnittliche Leser ohne allzu große Anstrengungen kapiert, worum es geht. Soll heißen: ob Lederhose oder Scheide, Folder oder Klapper, ich weiß sofort, worum es geht. Die oft vollständige Missachtung von Rechtschreibung und Grammatik finde ich da viel unangenehmer.

Wenn es allerdings um fachliche Fragen geht, halte ich die konsistente Verwendung eines in vielen Fällen präziseren Fachvokabulars für hilfreich, weil dann auch die spätere Nutzung der Suchfunktion deutlich nützlichere Resultate liefert. (Und ja, ich weiß auch, dass das Fachvokabular nicht immer präzise ist.)

derPeter
29.03.09, 09:42
"In die Ätzsuppe hängen"
"taktikal"
"User" und "EDC" (nervt tierisch)
"Tirpitzstahl" :glgl:
" Entschuldigung für die schlechte Fotoqualität":D

Feldmaus
29.03.09, 10:14
Die Namen sind wie die Messer, verspielt, darum stört mich das nicht wirklich.
Wir, die Damastklingen mit "sternchen" "rosen" oder pinke Griffe oder Leuchtgriffe cool finden. Oder schmiederohe Klingen oder bis zum abwinken verzierte Lederbehältnisse zur Aufbewahrung von Schneidewerkzeuge, schön finden.
Auch wenn es hier komische Bezeichnungen gibt, versteht doch jeder was eigentlich gemeint ist.
User klingt einfacher als "gebrauchs Messer" oder "benutzbares Messer".

Nein ich finde es wirklich nicht so schlimm.

Als Schweizer sieht man die deutsche Sprache immer als überkorrekt treffend, exakt und total langweilige sprache an. Auch wenn wir nicht viel anders reden.
Ich finde die Namensspiele amüsant, die sich die Leute hier ausdenken.

Gruess René

gnilreh
29.03.09, 11:32
Guten Morgen zusammen!

Dann will ich auch mal meinen Senf zum Sonntag dazugeben...

Ich lese hier schon seit gestern mit, wirklich gestört fühle ich mich persönlich eigentlich nicht durch lautmalerische Ausdrücke wie "sabber", "geifer" und dergleichen, geben sie doch oft die erste und unreflektierte Reaktion des jeweiligen Betrachters wider. Das ist doch OK!
Und auch blumige Umschreibungen, Verniedlichungen und so weiter finde ich nicht weiter schlimm.
Wir sind hier doch nicht in einem Forum für durchexerzierten, preußischen Bürokratensprachgebrauch...:glgl:

Nur bei ellenlangen, ohne Punkt und Komma verfassten, mit Rechtschreibfehlern und grammatikalischen Absurditäten gespickten Beiträgen verliere ich schnell die Lust weiterzulesen;
das ist aber auch nicht weiter tragisch, dann wird halt einfach ein anderer Beitrag angeschaut...

Nichts für Ungut,
Dom

PS: Ein kurzes Korrekturlesen vor der Veröffentlichung erachte ich als Selbverständlichkeit, schließlich gibt es ja auch den Vorschau-Button (pöses englisches Wort...:irre:)

feuervogel69
29.03.09, 14:40
öh.. mein senf:

in der sprache bzw. unterhaltung unterscheidet (unbewußt wir normalen, bewußt dann z.b. schauspieler) man sachebene und beziehungsebene.

und hier ordne ich sowas ein. "sabber" "goil"-das sind spontan gefühlte äußerungen auf der beziehungsebene-spürbar und damit auch verständlich.

sachebene, also "jagdmesser aus carbonstahl" ist auch klar. unklar wirds nur wo diese beiden ebenen vermischt werden. für mich z.b. bei "lederhose" .... eine gewollt beziehungsähnlich dargestellte sachbeschreibung. handschmeichler wäre für mich ziemlich klar beziehungsebene, also auch eindeutig, während "user" für mich eher zu bemühte sachebene ist ;-)

lohnt sich im übrigen bei vor allem zwischenmenschlichen unterhaltung diese beiden ebenen im auge zu behalten (und nicht nur in der lederscheide ;-))))

lg matthias

Thorse
29.03.09, 20:10
öh.. mein senf:

in der sprache bzw. unterhaltung unterscheidet (unbewußt wir normalen, bewußt dann z.b. schauspieler) man sachebene und beziehungsebene.

und hier ordne ich sowas ein. "sabber" "goil"-das sind spontan gefühlte äußerungen auf der beziehungsebene-spürbar und damit auch verständlich. ... lg matthias

Grüße! Man sollte dann aber auch die Appell- und besonders die Selbstkundgabe-Ebene nicht außer Acht lassen...
Infos zum 4-Ohren-Modell von Schulz-von-Thun gibt´s u.A. hier: http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html

Mag OT sein, aber geht um Kommunikation- und wie man was/ was man wie ausdrückt.

feuervogel69
29.03.09, 21:23
thorse: nicht gleich übertreiben.....

stang66
02.04.09, 10:04
"Tactical". Wurde hier schon oft diskutiert, aber in diesem Thread glaub ich noch nicht genannt. Soso. Ein taktisches Messer also. Gibts auch strategische?

Aus wikipedia:

Taktik oder taktisch (griech. taktike „Kunst der Anordnung, Aufstellung eines Heeres“) steht für:

Taktik (Eishockey), das geplante Spielsystem einer Mannschaft mit klarer Trennung zwischen Angreifern und Verteidigern
Taktik (Feuerwehr), optimaler Einsatz vom Personal und Material unter Berücksichtungung möglichst vieler
Taktik (Fußball), die festgelegte Spielweise einer Mannschaft
Taktik (Militär), die koordinierte Anwendung von militärischen Mitteln nach Kraft, Raum und Zeit zum Zweck des Gefechts
Taktik (Schach), die Anwendung von Elementen wie Abzug, Doppelangriff oder Schachgebote zum Erreichen konkreter Ziele
Taktik (Segeln), der schnelle Weg zum Ziel unter Berücksichtigung von Wetter und Gegner

Ich bring das immer noch nicht mit Messern oder Taschenlampen in Verbindung.
Halt, doch, meine Taktik: für Zucchini ein großes Santoku, für Knoblauch etwas kleineres... sind Küchenmesser nun auch taktisch?


"Skullcrusher". Bei diesem Wort wirds mir regelmäßig schlecht, wenn ich drüber nachdenke.

enrico
02.04.09, 11:13
Schlimm für mich:

Sämtliche Verniedlichungen, Personifizierungen und Formulierungen wie sie schon genannt wurden mit "Kleidchen und Höschen" und "Schmeichler" usw. und andere "gezwungen" wirkende (Un-)Lustigkeiten... Messer sind Werkzeuge und keine Fetische. Ich frage mich oft, was sich Nicht-Messerinteressierte von manchen Formulierungen hier denken. Mir ist auch klar, daß die Grenzen des Geschmacks natürlich sehr subjektiv sind und man sich bei wirklich interessanten Dingen auch mal emotional äußert. Trotzdem sind Werkzeuge für mich nich "geil", brauchen kein Höschen und Kleidchen und auch keine Schönheitskur und auch keine Ausflüge in den Wald ....


C.

Thomas2867
02.04.09, 12:42
.... Power-Ranger---
---Kinderbowie---

Malamute
02.04.09, 14:14
Begriffe wie "Lederhose" oder "Kleidchen" mögen ganz nett und ehemals auch originell gewesen sein. Aber durch ständige Wiederholungen nutzt sich sowas ab.

Die Anrede: "Ihr Messerverrückten" finde ich auch voll daneben.

Gruß Heinz

bitzone
03.04.09, 23:34
Rechtschreibdiskussion? Nein.
Dennoch muss ich es loswerden, weil es in seiner Häufung immer mehr zunimmt und mir inzwischen fast körperliches Unwohlsein auslöst.
Standard wird mit „d“ geschrieben. Bitte.

Steffen