Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kurze Frage zum Schleifen!
Hallo!
Bisher hab ich mir darüber keine Gedanken gemacht, aber gestern meinte mir gegenüber jemand,
man muß schon verdammt aufpassen was man denn so schleift.
Denn z.B. Ferrit-Einschlüsse im Stein, könnten eine Klinge nachhaltig ruinieren.
Da bin ich jetzt ein wenig ratlos, weil immer noch kein brauchbarer Metallurge ich bin.
Gruß
Robert
......Denn z.B. Ferrit-Einschlüsse im Stein könnten eine Klinge nachhaltig ruinieren. Da bin ich jetzt ein wenig ratlos, weil immer noch kein brauchbarer Metallurge ich bin.....
Dann würde ich genau darauf achten, WORAUF Du schleifst; Steine mit Ferrit-Einschlüssen solltest Du dann nicht verwenden. Solche mag es geben, aber das sind dann wohl keine hochwertigen Schleifsteine. Mir sind jedenfalls keine Schleifsteine bekannt, die Ferrit in einer Form enthalten, die die Klingen verkratzt.
Welche Steine hast Du denn?
Gruß
sanjuro
@sanjuro
Danke für Deine Antwort.
Ich meinte nicht die Steine als solche, sondern eher die Schleifrückstände
diverser Materialien.
Gruß
Robert
das ist vollkommener blödsinn. sag das mal deinem erzähler.
man kann auch aus dem scharfmachen von messern ein drama machen.
irgendwann erzählt einer ihm sei beim schleifen ein micrometheorit auf den bankstein geflogen und die klinge war danach vollkommen ruiniert.
@akiem
Also jetzt wo du es sagst, dem Schwager eines Bekannten eines Arbeitskollegen, dem ist mal...:glgl:
@StaRoberto
Was ist mit Schleifrückständen gemeint?
Rückstände von der Herstellung des Steines (Brechen, in Form schleifen) oder Metallpartikel von anderen Messern?
Das einzige, was ich in der Beziehung weiß, ist dass man das Messer vor dem Wechsel auf einen feineren Stein abspülen sollte, um keinen Schleifschlamm vom groben auf den feinen Stein zu schleppen.
Bernhard1984
14.03.09, 09:31
Also ich denke ich weiß was er meint, weil mein Schlosser heult auch immer, wenn ich mit den Edelstahlschleifbändern oder Edelstahlsägeblättern normalen Stahl bearbeiten will.
Es bleiben immer kleine Stahl-Partikel auf demWerkzeug zurück, was bei Edelstahl zu Roststellen führen kann.
briesenreiter
14.03.09, 09:36
Seit 15 Jahren benutze ich beruflich Abziehsteine.
Ich habe schon einige verschiedene ausprobiert.
Aber so etwas ist mir noch nie untergekommen...
Unsere Steine lagern immer im Wasser, ich wasche die nicht jedesmal
nach Benutzung ab...
Da war der "Ratgeber" wohl mal wieder ein Ultraschlauer mit einem
"gefährlichem Halbwissen".
Manchmal frage ich mich, warum diese Profis die solche und
ähnliche Geschichten in die Welt setzen meißt nichts bis gar nichts
mit dem Schärfen von Messern zu tun haben.
Wenn man nicht weiß was man erzählen soll, sich aber trotzdem wichtig machen will
dann erzählt man halt irgend etwas...
Meine Banksteine werden öfter mal beim Abziehen von Neutrinos getroffen , aber Ferriteinschlüsse.. Hmmmm:irre:
Also vermutlich habe ich mich ungenau ausgedrückt.
Das was Bernhard1984 schreibt bringt auf den Punkt, was ich gemeint habe.
Allerdings sehe ich aufgrund Eurer Antworten bereits, dass diese
Behauptung ziemlicher Unsinn war.
Danke jedenfalls an Alle für Eure Beiträge.
Grüße
Robert
Was Bernhard meint, ist etwas ganz anderes.
Nämlich dass man an Maschinen oder sonstigen Gerätschaften, mit denen nur VA ("rostfrei") bearbeitet wird, keine Werkzeugstähle bearbeiten soll.
Da werden die Schlosser und Schweisser zurecht sauer, weil ihre Werkstücke plötzlich doch anfangen aufzublühen...
Jeder Werkzeugstahl ist wegen des festgelegten, maximal zulässigen Gehalts von Schwefel und Phosphor grundsätzlich Edelstahl, und Partikel aus rostenden Stählen können "rostfreie" Edelstähle zum Rosten bringen.
Und das hat mit diesem Schärf-"Problem" genau Null zu tun.
Gruß Andreas
@luftauge
Mit Verlaub, ich denke schon, dass es damit zu tun hat.
Meine Frage war, ob das Schleifen verschiedener Materialien (Werkzeugstähle oder was immer) Schleifrückstände in meinem Stein zurücklassen könnte, die wiederum andere eventuell hochwertigere Klingen beeinflussen könnten?
Wobei ausgerechntet die hochwertigeren Teile 'rostende' Stähle beinhalten!
Das mit den Ferriten hat ein Bekannter von mir gesagt, und dieser Punkt wurde nach den vorangegangenen Aussagen von mir ad Acta gelegt.
Gruß
Robert
Hi!
Irgendwie verstehe ich Dich aber es werden bei mir die Steine nach den schleifen grunsätzlich abgewaschen und vom Schleifschlamm und deren Rückstände gesäubert-Ab jetzt wird bei mir selbst beim wechsel von rostfreien Klingen auf Rostende oder Rostträgen grunsätzlich zwischengespült-wieder was dazugelernd-
GRUSS:PIET
die wiederum andere eventuell hochwertigere Klingen beeinflussen könnten?
...
Wobei ausgerechntet die hochwertigeren Teile 'rostende' Stähle beinhalten!
Dann lassen wir das Gerücht um Ferrit und "sonstige Einschlüsse" im Schärfstein mal weg.
Bleibt das "nachhaltige Ruinieren" und "hochwertige Stähle" als Kernfrage.
Wie sieht deiner oder der Meinung des "Erzählers" ein "nachhaltiges Ruinieren" aus ?
Dazu muss man zwangsläufig unterscheiden, für welchen Verwendungsbereich welcher Stahl als "hochwertig" anzusehen ist.
Wenn ein Schlosser/Schweisser "seinen" teuren und hochwertigen VA nicht durch Rückstände von aus seiner verständlichen Sicht "minderwertigem" Werkzeugstahl versauen lassen will, ist das etwas anderes, weil er den buchstäblichen Lohn seiner Arbeit wegrosten sieht, und darum werden die Verarbeiter stinkig, wenn jemand ihre VA-Werkzeuge für "Wald-/Wiesen-" und Werkzeugstahl benutzt.
Solche Produkte sind tatsächlich nachhaltig ruiniert, weil sie wegen der Verunreinigung rosten, und damit wertlos sind, weil sie nicht mehr ohne weiteres verkauft werden können, bzw. zu Reklamationen führen.
Was soll denn bitte schön mit einem sowieso rostenden Stahl passieren, wenn er auf einem Stein geschärft wird, mit dem vorher "rostfrei" geschärft wurde, und was ist "nachhaltiges Ruinieren" ?
Das ist der Punkt, der zu klären ist.
Wenn es dazu keine konkreten Ansätze oder Aussagen gibt, kann auch zu hier, weil nichts sachdienliches diese Geschichte aufklären kann.
Gruß Andreas
briesenreiter
14.03.09, 20:35
Wie sieht deiner oder der Meinung des "Erzählers" ein "nachhaltiges Ruinieren" aus ?
Anscheinend ist hier wirklich das "Infizieren" rostfreier Stähle gemeint.
Warum das "nachhaltiges Ruinieren" ist...?
Andreas hat mit seiner Ausführung völlig recht.
Was soll denn bitte schön mit einem sowieso rostenden Stahl passieren, wenn er auf einem Stein geschärft wird, mit dem vorher "rostfrei" geschärft wurde, und was ist "nachhaltiges Ruinieren" ?
Selbst wenn vermeindlich rostfreie Stähle auf einem Stein geschärft werden,
der vorher mit völlig verrosteten Messer in Berührung gekommen ist ist das nicht
so problematisch wie die Sache mit dem VA...
Bei Bauteilen aus VA die Wind, Wetter und Handschweiß ausgesetzt sind spielt das
eine Rolle. Aber bei Messern, die regelmässig gepflegt werden wie man es eben
machen sollte, sollte das keine Rolle spielen...
Es ist für mich vorstellbar das ein rostfreies Messer "infiziert" werden kann,
ich denke aber das das bei "normaler" Pflege nicht zu merken ist...
Eher würde ich behaupten, daß das Salz in der Luft an der Küste gefährlich
ist für "rostfreie" Messer...:)
Gibt ja eh keine "rostfreien" Stähle...
Wenn etwas nicht rosten kann, ist es auch kein Stahl...
Wie schon öfter gesagt, ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen...
...
Wobei ausgerechntet die hochwertigeren Teile 'rostende' Stähle beinhalten!
Anscheinend ist hier wirklich das "Infizieren" rostfreier Stähle gemeint.
...
Nach der weiteren Antwort scheinbar nicht, siehe ^ Zitat - darum ja auch die Bitte, dieses (lt. Gerücht) "nachhaltige Ruinieren" von rostenden Messerstählen - denn mehr ist es bisher nicht - genauer einzugrenzen.
Ich tendiere dazu, dass es da offenbar mehrere Misverständnisse in Kombination zu geben scheint, einmal,
- was die Begriffe Edelstahl/"rostfreier" Edelstahl betrifft,
- Unterschiede niedrig-unlegiert/"mittel"/hochlegierter Stahl
- dann Schärfen und Sauberkeit beim Schärfen, und weiter
- das Pflegen/Warten der Steine selbst
Woraus in Folge eine "Unschärfbarkeit" von rostenden Messerstählen ("...die sind ruiniert, werden nicht mehr scharf...") konstruiert wurde, weil ein Stein mit Abrieb zugesetzt und/oder verschlissen war, was man auf das Schärfen von "rostfreien" geschoben hat - irgendsowas in der Art... :glgl:
Gruß Andreas
ok, ich versuche es nochmal.
@luftauge:
aufgrund der aussage eines bekannten war ich einigermassen verunsichert.
Mittlerweil weiß ich, dass das nicht mehr relevant ist.
lg
rg:glgl:
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