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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schärfen, Schleifen oder Abziehen?


gast04062009
28.02.09, 12:48
Ich weiß, es gibt eine ganze Menge an Threads zum Thema Messer schärfen. Und ich habe mir auch bereits etliche davon durchgelesen. Trotzdem bleibt da viel Unsicherheit. Mir ist alleine nicht klar, was der Unterschied ist zwischen Schärfen, Schleifen und Abziehen.

Ich habe ein Taschenmesser von Victorinox (genau genommen sind es mehrere, aber alle im Bereich unter 16 €), dessen Klinge etwas stumpf geworden ist. Es sind aber keine Macken etc. in der Klinge. Deshalb dachte ich bisher immer, dann muss nicht geschliffen werden. Trotzdem wird oft vom Schleifen mit einem Stein gesprochen.

Da ich nur ein einfaches Taschenmesser für den gelegentlichen Gebrauch habe, möchte ich also auch nicht Unsummen für ein Gerät zum Schärfen ausgeben.

Hoffe, dass ihr trotz der zahlreichen Themen die Geduld aufbringt, mir die Begriffe zu erläutern. Vielen Dank.

Waldfarn
28.02.09, 13:33
Hallo Bettyblue.

Wenn es ganz günstig sein soll:

Einfach auf einem evtl. vorhandenen Abziehstab abziehen. Wenn das nichts mehr bringt, schleifen.

Schleifwinkel möglichst konstant halten.

Ansonsten den Sharpmaker, wenn man etwas Zeit ins Schleifen investieren kann, aber keine Wissenschaft draus machen will.

Wenn einem relativ hoher Abrieb nichts ausmacht, den Vulcanus oder den Vulcanus Pocket.

Zahlreiche weitere Infos im Forum. Je nach Spezialisierungsgrad und Erfahrung der Schleifer werden aber ganz unterschiedliche Hinweise gegeben, die in ihrem Bereich aber idR absolut berechtigt sind.

Gruß
Thomas

Adl3r4ug3
28.02.09, 15:31
Hallo,

Parallel beschäftige ich mich auch mit dem Thema Messerschärfen. Die Messer, die ich schärfen möchte, sind auch Schweizer Taschenmesser (Victorinox) und ein Böker OUTDOOR-Messer mit 440-C-Stahl. Vielleicht auch mal die Küchenmesser aus Solingen.

Ich bin noch am Überlegen, ob ich mir so einen Japanischen Kombistein (http://www.dick.biz/dick/product/711050/detail.jsf) , oder den Spyderco Tri-Angel Sharpmaker kaufen soll. Preislich würde ich für den Sharpmaker ein bisschen mehr Geld ausgeben, obwohl bei den Schleifsteinen noch ein Abrichtblock dazukommen würde.

So ganz schlüssig bin ich mir zwischen den beiden Schärf- bzw. Abziegeräten noch nicht.
Etliche Filme und Threads bez. diesem Thema habe ich mir schon angesehen, aber meine Entscheidung fällt mir damit nicht wirklich leichter.

gast04062009
28.02.09, 16:23
Danke für die schnelle Antwort. Ich finde es als Laie gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, weil die Masse an Informationen schwer zu selektieren ist. Es führen offenbar viele Wege nach Rom.

Adl3r4ug3
28.02.09, 17:04
Danke für die schnelle Antwort. Ich finde es als Laie gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, weil die Masse an Informationen schwer zu selektieren ist. Es führen offenbar viele Wege nach Rom.

Das stimmt. Aber welcher jetzt für einen Schleifanfänger der Beste ist, ist mir noch nicht klar geworden. Vielleicht äußert sich ja noch ein "Profi".

Isildur
28.02.09, 17:38
Naja ich denke das kommt auf den Anfänger an. Ich bin auch Anfänger und habe einen Kombiwasserstein. Das erfordert auf jeden Fall Übung und Konzentration, wer das Messer einfach schnell scharf haben will für den scheidet das schon mal aus. Darüber hinaus sollte man keine 2 linken Hände haben. Bin selbst noch am üben.

messerfloh
28.02.09, 17:57
Also, wer nicht gleich einen Wasserstein für 50-100 Ocken kaufen möchte, kann zum Anfangen mit einem guten(!) Naßschleifpapier in den Körnungen 400 - 800 - 1200 beginnen. Da kostet ein Bogen DIN A4 um einen Euro.
Das klebt man mittels Doppelklebeband oder Sprühkleber auf eine passende harte Unterlage (Glasscheibe, gehobelte Latte, Stück Laminatboden etc.). Die Größe sollte einem normalen Wasserstein entsprechen (etwa 50X200mm), dann kriegt man aus einem Bogen Papier so um die 5 Sreifen raus. Für ein, zwei Messer zum Anfangen und um "den Bogen raus zu kriegen" reicht das mal dicke. Einsteigerschleifset für unter 10 Euro:super:
Ein bißchen Wasser aufs Papier, und dann kanns losgehen! Zu den Themen Schleifwinkel, Edding, Lupe...
ist hier schon genug geschrieben worden.
Ärmel hoch und losglegt! Wir haben alle klein angefangen!

teachdair
28.02.09, 18:00
dauerts zu lange, ist der stein zu fein!

klingt profan, aber man soll so grob wie noetig anfangen und das messer scharf machen, dann die schneide entsprechend verfeinern.

bvtw. schaerfen ist alles, was das messer wieder scharf macht. schleifen ist die spanabhebende, material entfernende taetigkeit.
konventionelle abziehen mit dem stab ist das aufrichten der evtl. umgelegten partition der schneide.

am schnellsten geht wirklich mit banksteinen, so man etwas geuebt ist und grob genug anfaengt.

man kann auch stundenlang auf nem gelben belgischen brocken rumnudeln und kein ordentliches ergebnis kriegen.

Adl3r4ug3
28.02.09, 18:08
Und was hält der praxisbewusste Anwender von einem Spyderco Tri-Angle Sharpmaker im direkten Vergleich zu einer Schleifstein-Kombi wie oben im meinem Posting verlinkt?:confused:

Schlosser
28.02.09, 18:42
Noch einmal zur Anfangsfrage:
Der Unterschied zwischen diesen drei Begriffen ist relativ einfach darzustellen:
Schärfen umfaßt alle Tätigkeiten, um eine Schneide für ihren Verwendungszweck scharf zu bekommen. Scharf ist sie also dann, wenn sie das kann, wofür sie vorgesehen ist. Dabei ist Schärfe relativ: Ein Rasiermesser verlangt eine andere Schärfe als ein Outdoormesser, das auch gröbere Tätigkeiten erledigen muß, ohne die von ihm erwartete Schärfe zu schnell zu verlieren, eine Axtschneide wird anders geschärft als z.B. ein Stechbeitel.
Schleifen umfaßt alle Tätigkeiten, eine Schneide herzustellen oder sie nach Verlust ihrer Schärfe durch den Gebrauch wieder (für ihren Verwendungszweck) scharf zu bekommen. Das kann mit rotierenden (gekühlten!) Scheiben erfolgen, mit Banksteinen unterschiedlichster Körnung und Bindung, mit Hilfsmitteln wie dem Spyderco Sharpmaker oder mit dem Lansky Sharpener, mit Wetzstäben, wenn sie abrasiv genug sind, also so viel Material an der Klinge abtragen, daß eine Schneide hergestellt wird, selbst Schleifleinen oder Diamantfeilen können verwendet werden, immer in Abhängigkeit davon, welchen Zustand die Schneide vor Beginn des Schleifens hatte bzw. welche Schärfe/welchen Schneidenwinkel ich erreichen will, welches Material und welche Härte die Klinge hat.
Abziehen erfolgt erst dann, wenn eine Klinge schon scharf ist, um die Schneide zu polieren, den noch vorhandenen Grat zu entfernen, Schleifriefen zu entfernen, also eine feinere Schneide herzustellen. Das kann mit Steinen, Lederriemen mit oder ohne Polierpaste, ja selbst mit Zeitungspapier erfolgen.
Soweit, sehr allgemein gefaßt, die Unterschiede zwischen den Begriffen. Man könnte Bücher darüber schreiben. Und: Wenn man hier im Forum sucht, wird man entdecken, daß Schärfe ein unendliches Thema ist, für manche eine Art Ersatzreligion.
Unbenommen davon gilt: Jeder muß für seine Klingen und den ihnen zugedachten Einsatzzweck selbst die richtige Methode und die richtigen Hilsmittel finden. Wobei das natürlich auch vom eigenen Vermögen abhängt.
Fazit: Es gibt wohl keine allgemeingültige Methode, die alles berücksichtigt, was Klingen, Materialien, Verwendung usw. unterschiedlichster Messer beinhaltet. Hier im Forum viel lesen und, das Wichtigste überhaupt: üben, üben, üben.
Hilfen können Messerschleiflehrgänge sein oder für den Anfang Leos Messerschärfseite. (http://www.messer-machen.de/messer.htm)

Hamburger Jung
28.02.09, 19:38
Hast du zufällig einen Link, wo das abziehen mit Zeitungspapier erklärt ist? :)

teachdair
28.02.09, 19:57
bild odeer ne andere billige zeitung auf ne harte unterlage gelegt, befestigt und dann wie schleifpapier verwenden.
klappt auch mitm handballen.

(kann aber wehtun, wenn an nicht aufpasst)

gast04062009
28.02.09, 21:33
Da sind schon eine Menge nützlicher Informationen dabei. Vielen Dank dafür. Ich werde mein Glück mal mit einem einfachen System versuchen. Ein Schleifstein scheint mir dabei eine ganz gute Wahl. Von diesen V-Schärfern halte ich nicht so viel, damit habe ich mir schon einige Küchenmesser ordentlich verhackstückt. Ist aber zugegeben auch ein recht billiges Schärfinstrument gewesen.
Wie auch immer es läuft, zumindest brauche ich bei meinem Victorinox Excelsior Junior für 8 Euro nicht in die Tischkante beißen, wenn ich es mir versaue.

Schlosser
28.02.09, 23:41
Hast du zufällig einen Link, wo das abziehen mit Zeitungspapier erklärt ist? :) >>> Kannst Du hier finden. (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=64044&highlight=Zeitungspapier)

smallmagnum
01.03.09, 16:32
...Ein Schleifstein scheint mir dabei eine ganz gute Wahl.
Wenn Du handwerklich geschickt, und bereit bist, viel zu üben, dann ja.

...Von diesen V-Schärfern halte ich nicht so viel, damit habe ich mir schon einige Küchenmesser ordentlich verhackstückt.
Eine löbliche Einstellung. Aber selbst diese Wunderschärfer haben ihre Berechtigung. Um 99-Cent-Küchen-Schneidteufel scharfzuhalten, von denen man sich einmal im Jahr wieder neue zulegen kann, sind sie gut geeignet.

Das Problem mit den Schleifmethoden und Schleifsystemen ist imo wie folgt. Ein ideales Schleifsystem soll:

- günstig in der Anschaffung sein
- leicht zu erlernen sein
- praktisch in der Handhabung sein
- hohe Schärfe erzielen
- eine schöne, gleichmäßige Schneidfase erzielen
- schonend mit den Messern umgehen
- schnell zum erwünschten Ergebnis führen

Es gibt keines, das alle Voraussetzungen gleichermaßen gut erfüllt. Ganz zuschweigen vom berühmeten Teufel, der im Detail steckt. Natürlich hängt es auch von den persönlichen Fähigkeiten, Vorlieben und Erwartungen ab, welches System für gut befunden wird. Deshalb werden hier immer wieder kontroverse Diskussionen geführt.
Jedes System erfordert Kompromisse, und idiotensicher und sofort perfekt beherrschbar ist keines.

feussnersch1
01.03.09, 17:32
@bettyblue:
Ich habe bei meinen Schweizern und auch diversen anderen Messern in letzter Zeit gute Erfahrungen mit dem Tchibo - Keramikstab (war hier auch schon mal Thema) gemacht, um abgestumpfte Schneiden aufzufrischen. Die Dinger haben alle schon ewig keinen Stein mehr zu Gesicht bekommen. Wenn du mit einem normalen Wetzstab (-stahl) um kannst, dann klappt´s auch mit sowas.

gast04062009
02.03.09, 12:02
Zwei linke Hände habe ich nicht unbedingt, aber es fehlt sicherlich die Übung. Aber wie heißt es so schön: Die Wiederholung ist die Mutter der Wissenschaft. Leider fehlt es mir oft an Geduld.
Wichtig ist für mich, dass es nicht zu teuer ist, da meine Messer alle recht günstig waren. Und halbwegs scharf sollten sie sicherlich auch werden, ohne allzuviel vom Messer abzutragen.

Wenn es denn funktioniert, warum nicht einen Keramikstab oder einen Wetzstab? Der Hersteller ist mir da relativ egal. Bislang kenne ich halt nur diese V-Schärfer (nicht für die Schweizer!), also ist so gesehen alles Neuland. Deshalb ist das System prinzipiell egal, solange es den Ansprüchen genügt.
Ich finde, smallmagnum hat da die wichtigen Anforderungen an ein System zum Schärfen der Messer gut zusammen getragen. Da gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen.

Noob2008
02.03.09, 15:30
Keramikatab ist super! :super:

...zumindest wenn ich Eure Ansprüche richtig verstanden habe.

Um Schärfe zu halten sind die absolut ausreichend. Falls ein Messer halt mal total stumpf oder vermackt ist mußt Du es halt weggeben oder Du versuchst mal den Vorschlag mit dem Schleifpapier.

Wenn Dich das Messervirus irgendwann dann doch noch ganz packt kannst Du immer noch aufrüsten und Zeit investieren. ;)

Beim Keramikstab aber auch schön vorsichtig sein und nicht versuchen es so zu machen wie der Metzger um die Ecke. Ach ja, und dann kann man die Keramikstäbe natürlich auch in einem festen Winkel fixieren wie z.B. hier:
http://www.mein-onlineshop.org/cgi-bin/shopserver/shops/s000001/index.cgi?aktion=artikel&ps=10&subid=27
oder hier:
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=66101
Das vereinfacht die Sache mit dem Winkel meiner Meinug nach ungemein, da man das Messer "einfach" nur senkrecht halten muß...

:confused: ...oder doch lieber ordentliche Banksteine... :confused: ...die Qual der Wahl... :confused:

Adl3r4ug3
02.03.09, 16:33
@Noob2008: Genau damit beschäftige ich mich auch. Entweder einen Japanischen Bankstein (Combistein von King) oder halt den Spyderco Tri-Dingsbums Sharpmaker. Wobei ich zur Zeit eher zum Sharpmaker tendiere. Aufgrund des Keramiks einfach etwas geeigneter für einen Anfänger, wie mich, als ein Bankstein, mit dem man einiges üben muss und der auch mehr an Arbeitschritten verlangt. (Abrichten, vorab in Wasser Legen, überhaupt das Wasser usw.)

Noob2008
03.03.09, 09:15
Na ja, bei mir ist die Entscheidung eigentlich längst gefallen. Da ich auch Messer mache führte bei mir wohl kein Weg an den Wassersteinen vorbei. ;)

Und nun, - was soll ich dazu sagen? Ich schleife jetzt regenmäßig seit etwa einem Jahr. Eine Ordentliche Gebrauchsschärfe (Papier im Druckschnitt, Haare am Unterarm so mehr oder weniger...) war mir damit von Anfang an möglich. So langsam wird es besser und die Haare fangen an zu fliegen, Haare spalten ab und zu an einzelnen Klingenabschnitten...

Die Keramikstäbe empfehl ich aber auch immer meinen Freunden denen ich ein Messer geschenkt habe und die sich keine Steine anschaffen wollen...

Grüße Steffen

Adl3r4ug3
03.03.09, 17:04
Die Keramikstäbe empfehl ich aber auch immer meinen Freunden denen ich ein Messer geschenkt habe und die sich keine Steine anschaffen wollen...

Wollen würde ich eingeltich schon, aber so als Einsteigerset mit allem Drum und Dran, was man halt so alles noch braucht, ist es mir ein bisschen zu teuer. Und wenn mit dem Sharpmaker die Schärfergebnisse auch gut sind, also die von dir genannten Tests' damit möglich sind und ich meine Messer damit scharf bekomme mit weniger viel Komponenten und Aufwand, dann ist er sicher das geeignetere Produkt. Es gibt hier ja auch einen wuderbaren Bericht über das Tool -->Hier! (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=60621)

Noob2008
03.03.09, 23:57
Na ja, ein Naniwa 1000/300 kostet nicht mal 20€ und reicht für den Anfang auf jeden Fall erst mal aus. Viel billiger fährst Du mit dem Keramikstab da auch nicht. Ansonsten ist der Tip von Messerfloh auch echt gut, wenn man nur mal probieren will. Wenn Du scharfe Messer wirklich magst probier es doch einfach mal aus.

Mehr Steine werden es dann von ganz alleine... :glgl:

gast04062009
04.03.09, 11:29
Gut zu wissen, dass es auch akzeptable Einsteiger-Schleifsysteme für relativ kleines Geld gibt. Allerdings fällt die Entscheidung immer noch schwer. Die Sache mit dem Schleifpapier ist eine gute Idee, um mal zu üben.
Leider weiß ich nicht mehr, ob mein Großvater auch andere Optionen genutzt hat, aber ich habe ich noch gut vor Augen, wie er das Taschenmesser über den Tellerboden gezogen hat. Dazu gibt es hier auch einen Thread. Soweit ich mich erinnere, war das Messer dadurch halbwegs akzeptabel zu schärfen. Wenn keine anderen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, warum nicht. Aber Mittelfristig ist es sicher sinnvoller, einen Stein oder einen Wetzstab zu benutzen.

Gibt es auch vernünftige, nicht zu teure Steine aus dem Baumarkt? Schließlich müssen auch Gartengeräte (Scheren, Äxte, Sensen und was weiß ich noch alles) geschärft werden.

Auch wenn es zu befürchten ist, genau das möchte ich vermeiden: Mehr als einen Schleifstein bzw. mehr als ein Schleifsystem zu erwerben. Reicht mir schon, dass ich bei den Schweizer Messern mehr als eines herumliegen habe. Schließlich will ich ja auch nicht den ganzen Tag schleifen...:)

Adl3r4ug3
07.03.09, 16:41
Ich würde mir gerne einen Kombi-Bankstein zulegen, aber keinen Wasserstein aus Japan.

Hat jemand Erfahrungen mit so einem Stein gemacht?
http://www.wetzen-und-schleifen.de/produkt-details.php?artikel=022.10533

Kann man damit auch Petroleum oder sowas nehmen um zu Schleifen?

Die Körnung: F 100-150 / F 400-600...ist die Vergleichbar mit einer 1000 und 6000 eines Japanischen Wassersteins?

Oder ist von solchen Steinen grundsätzlich abzuraten?

gast
07.03.09, 18:51
Hallo Leute,

ich verfolge diesen thread von Anfang an und habe aus verschiedenen Gründen dieses Thema (wieder) mal laufen lassen, aber irgendwie dreht man sich IMHO schon wieder im Kreis...

Zwei linke Hände habe ich nicht unbedingt, aber es fehlt sicherlich die Übung. Aber wie heißt es so schön: Die Wiederholung ist die Mutter der Wissenschaft. Leider fehlt es mir oft an Geduld.
Wichtig ist für mich, dass es nicht zu teuer ist, da meine Messer alle recht günstig waren. Und halbwegs scharf sollten sie sicherlich auch werden, ohne allzuviel vom Messer abzutragen.

[...]



Das Problem mit der Geduld lässt sich halt nur von Dir lösen - eine Präzisisionsarbeit erfordert, egal mit welchen Mitteln, nunmal Geduld und eine gewisse Lernbereitschaft und Übung.

Auch der Preis für einen Bankstein, sharpmaker etc. hat nach meiner Meinung keinen Bezug zu dem Gegenwert der Messer - entweder man ist bereit, für eine gestellte Aufgabe das hierfür geeignete Werkzeug zu beschaffen, oder man wird trotz Geduld und Übung nur suboptimale Ergebnisse bekommen. Wobei ich denke, das für die ersten Versuche ein paar Blatt passendes Schleifpapier und ein Edding doch relativ preiswert sind.

Aber wie gesagt, egal für welche Art man sich entscheidet, ein gewisser Lernaufwand und Geduld sind dafür unabdingbar! :teuflisch

Die Alternative dazu ist das Einschicken an einen Profi wie Schanz, Briesenreiter u.a. - hierfür ist eine angemessene Vergütung plus 2x Versandkosten zu zahlen.


Ich würde mir gerne einen Kombi-Bankstein zulegen, aber keinen Wasserstein aus Japan.

Hat jemand Erfahrungen mit so einem Stein gemacht?
http://www.wetzen-und-schleifen.de/produkt-details.php?artikel=022.10533

Kann man damit auch Petroleum oder sowas nehmen um zu Schleifen?

Die Körnung: F 100-150 / F 400-600...ist die Vergleichbar mit einer 1000 und 6000 eines Japanischen Wassersteins?

Oder ist von solchen Steinen grundsätzlich abzuraten?


@Kollege Adl3r4ug3 u.a.:

In einem Baumarkt wirst Du nur selten einen Billigstein entdecken, den man mit ruhigem Gewissen empfehlen kann - auch die ganz vielen engagierten Schleifamateure hier geben nur ungern bis zu ca. 150€ für einen Stein aus, wenn man vergleichbare Ergebnisse mit 5€-Ware von der Grabbeltheke erzielen kann - bis dato ist mir und den Anderen davon nichts bekannt :D

Zu dem o.g. Korundstein kann ich Dir nichts sagen, habe ich nicht benutzt - aber ich als Immernocheinsteiger würde mir keinen Stein kaufen, den man mit Öl oder Petroleum benutzen sollte (siehe dort!)

Für ähnliches Geld ziehe ich persönlich immer einen Stein vor, der nur Wasser benötigt .



Fazit:

Genauso wie zu einem Auto über kurz oder lang eine Inspektion gehört, müssen Messer nachgeschliffen werden - die Wege zu der richtigen Werkstatt oder Do it yourself-Verfahren sind genauso unabdingbar, kostenverursachend und mühsehlig, wie das Pflegen der Messer, die man benutzen möchte, aber auch genauso subjektiv!

Wenn ich mir so die Argumentationen anschaue, wäre es schön, wenn man ähnlich viel Energie in das Schleifen/Schärfen seiner Messer investieren würde, anstatt hier sich weiter im Kreis zu drehen!

Um einem neuen Messer die Schärfe zu erhalten, reicht ein Keramik- oder Abziehstab, oder ein V-sharpener (z.B. beim Schanz für ca. 30€) und für ein hoffentlich nicht zu stark abgenudeltes Messer zum Einstieg ein Kombistein 1000/3000 von King, Cerax u.v.a.m.

Ist der Messerbestand schon sehr stark runtergenudelt, muss eventuell ein komplett neuer Anschliff her, dann muss man halt bei 300 - 600 anfangen - ein Auto, welches 2 Jahre gefahren und nicht in der Werkstatt war, verursacht dann auch entsprechenden Aufwand und Kosten.

Achja, der Keramikteller: Das geht super, aber halt nur für eher dünne Klingen (Herder etc.), die ohne ernsthafte Scharten regelmässig damit gepflegt werden - siehe auch IKEA/Tchibo Keramikstab...



Gruß
pevau57

akiem
07.03.09, 23:05
...Na ja, ein Naniwa 1000/300 kostet nicht mal 20€ und reicht für den Anfang auf jeden Fall erst mal aus. ...

wo nochmal gibt es diesen 1000/3000 stein von naniwa für nicht mal 20 euro?

ansonsten sehe ich das wie der moderator. ich lese auch schon lange den thread.
achso neben den vagen preisangaben fazinieren mich immer wieder die abziehempfehlungen wie auf dem handballen.
gehen auch andere körperteile?

Hamburger Jung
07.03.09, 23:07
wo nochmal gibt es diesen 1000/3000 stein von naniwa für nichtmal 20 euro?


http://dick.biz/dick/product/711061/detail.jsf

akiem
07.03.09, 23:13
und das bei kostenlosem versand? und in bonsaigröße. toll!

Adl3r4ug3
08.03.09, 11:54
@pevau57: Vielen Dank für den Tipp!

U. Gerfin
08.03.09, 12:32
Zum Beitrag 26-
Natürlich funktioniert das Abziehen auch auf anderen Körperteilen. Die Handballen sind ja relativ hart, lederartig und fest. Sie wirken also in etwa wie ein unbehandelter Abziehriemen. Für feinere Wirkungen muß man auf zartere Strukturen übergehen. Als non plus ultra wird die herausgestreckte, unter Spannung gehaltene Zunge empfohlen.
MfG U. Gerfin

Adl3r4ug3
08.03.09, 13:17
@U. Gerfin: Irgendwie kommt es mir so vor, dass du uns ver******* willst...:confused:

gast
08.03.09, 16:03
@U. Gerfin: Irgendwie kommt es mir so vor, dass du uns ver******* willst...:confused:

Tja Adl3r4ug3,

Du hast es schon richtig erfasst - gottseidank hat es auch bei den langjährigen und auch Ehrenmitgliedern noch eine gehörige Portion Humor - wobei der Humor zugegebenerweise manchmal etwas schwarz, ironisch oder sarkastisch ausfällt.....:teuflisch


Gruß
pevau57

KlausK
08.03.09, 16:15
die Beiträge von Ulrich sind wahrlich ernsthaft, aber manchmal...:hehe:
(ich könnt' mich bekringeln!)

Gruß

akiem
08.03.09, 16:24
der 30er post ist schon der brüller ((-:
wobei ich den riemen da schon als referenz betrachte.
----
aber um nochmals auf die schleifsteingröße zu kommen. nicht der preis ist entscheidend bei den steinen, sondern das gewicht. der offensichtliche erstbeste billigpreis ist meistens der teuerste. und eine große schleiffläche ist gerade für den anfänger sehr wichtig. und dünne steine können nach 3-4 mal abrichten ruhig entsorgt werden

mal zum vergleich wie ein 170 er bankstein im größenvergleich zu einer ordentlichen größe aussehen können.

http://homepage.mac.com/akiem1/nan.jpg

Adl3r4ug3
08.03.09, 17:57
Tja Adl3r4ug3,

Du hast es schon richtig erfasst

Danke dass du mir das bestätigt hast, sonst hätte ich das gleich glatt ausprobiert...:p

Aber auch ich will nochmal zu den Schleifsteinen zurückkommen.
Höchstwarscheinlich lege ich mir so einen Japanischen Bankstein 1000/3000 oder 1000/6000 zu.

http://dick.biz/dick/product/711061/detail.jsf

http://dick.biz/dick/product/711007/detail.jsf

gast
08.03.09, 18:44
Hallo Adl3r4ug3,

noch mal ganz deutlich, denn akiem hatte es schon auf seine Art im post #34 verdeutlicht:

Hör auf mit den kleinen Steinen, gerade für einen Anfänger (auch mich...) ist die Auflagefläche für ein mittelgroßes Messer schon zu klein, dann kippelt es beim Schleifen! Außerdem sind diese billigen Dinger sehr dünn, d.h., nur wenige Male abrichten, bis Du das Teil wegwerfen kannst!

Einen geeigneten Einsteiger-Stein findest Du von KING, CERAX, Suahiro etc. mit ca. 205x 80x50mm, Beispiel KLICK! (http://www.messer-mit-tradition.de/windmuehlenmesser-details.php?artikel_nummer=349500).

Ja, sowas kostet deutlich mehr, aber Du hast eine passendere Größe Breite und Stärke des Steines! Weiterhin ist nach meiner Meinung der Sprung von 1000 nach 6000 zu groß - ich empfehle deutlich die Kombi 1000/3000!

Schau bitte nicht nur bei Dick, sondern auch bei feinewerkzeuge.de (http://feinewerkzeuge.de/scharf.html) und natürlich auch allen hier im Forum vertretenen Messer-shops - die Preisunterschiede bei gleichen oder ähnlichen Steinen hängen praktisch immer mit der Größe/Stärke der Steine zusammen!

Gruß
pevau57

stm1b
09.03.09, 10:51
Hallo Leute,
ich habe ein paar durchaus ansehnlcihe messersammlung mittlerweile daheim u wollte mal nach ner messerschleifmetoder suche die einfach ist.
hab mir da mal das schärfsystem von spyderco angesehen.
könnt ihr damit echt schon eure messer schärfen??
nur mal zum ausprobieren ist mir das system nämlich zu teuer.
hab auch schonmal das schärfen auf nem großen ölstein ausprobiert, aber dafür fehlt mir wohl die übung.
ich bekomm da keine vernünftige schneide hin.
ich schärfe meine messer immer mit einem bandschleifer (baumarkt 50 euro).
klingt zwar etwas rabiat, aber es klappt echt gut.
anschl zieh ich den grat mit ner polierscheibe ab u als finish folgt dann noch mein ledergürtel. :-)
grüße, stefan

kanji
09.03.09, 11:30
ich schärfe meine messer immer mit einem bandschleifer (baumarkt 50 euro).
klingt zwar etwas rabiat, aber es klappt echt gut.


benutz zum Schärfen mit Banschleifer doch mal die Suchfunktion
dann wirst du einsehen da es bessere Methoden gibt ;-)

Peter1960
09.03.09, 14:29
[...] hab mir da mal das schärfsystem von spyderco angesehen.
könnt ihr damit echt schon eure messer schärfen??[...]
Geh komm, das ist eine Scherzfrage ... oder?
Normalerweise verlinke ich eher nicht auf meine eigenen Beiträge, aber ich sehe du bist noch ganz neu im Forum und eventuell noch nicht so firm mit der Suchfunktion. Schau dir mal das an - Spyderco Tri-Angle Sharpmaker 204MF (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=60621)

Wenn du danach noch Bedürfnis nach mehr Information hast, gib mal in die Suchfunktion z.B. Sharpmaker ein und lass dich erschlagen von den Treffern ;)

gast04062009
11.03.09, 16:55
Noch mal danke für die Geduld und die kompetente Beratung. Habe mir heute einen Stein zugelegt und werde mich nun mal ans Schärfen begeben. Ist zwar ein einfacher Stein, aber um auszuprobieren, ob ich damit klarkomme, erst mal ein guter Einstieg.

Adl3r4ug3
12.03.09, 17:12
Noch mal danke für die Geduld und die kompetente Beratung. Habe mir heute einen Stein zugelegt und werde mich nun mal ans Schärfen begeben. Ist zwar ein einfacher Stein, aber um auszuprobieren, ob ich damit klarkomme, erst mal ein guter Einstieg.

Was denn für einer?

gast04062009
12.03.09, 20:28
So ein Stein in der Art wie er in Posting 34 links abgebildet ist (also der kleinere, nicht so empfohlene). Allerdings muss man sich eben auch immer überlegen, wie oft und für welche Messer er zum Einsatz kommen soll. Und bei einem Messer für 8 bis 10 Euro kaufe ich mir nach ein paar Jahren lieber in neues Messer, wenn es nicht mehr in Ordnung ist, als dass ich für großes Geld einen Stein anschaffe, den ich sowieso selten benötige. Mit dem Geld für den teuren Stein könnte ich mir dann so geschätzt 6 bis 10 Messer zulegen. Das reicht dann schon für ein paar Jahre...