Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches Lansky-Set???
Ich hab bis jetzt meine Messer schleifen lassen im Fachgeschäft oder mit einem handelsüblichen Schärfer geschärft.
Problem ist, dass ich 35Km zum Fachgeschäft fahren muss oder das ich mit dem Schärfer nur eine ausreichende Schärfe bekomme.
Deswegen wollte ich mir einen neues Schärfesystem zu legen. Meine Wahl fiel auf das Lansky Schärfeset.
Nur habe ich gesehen das verschiedene gibt
- Lansky Deluxe Schärfset mit 5 Abziehsteinen (sehr grob, grob, mittel, fein, sehr fein,)
- Lansky Universal Schärfset mit 4 Abziehsteinen ( grob, mittel, fein, und für gezackte)
- Lansky Standard Schärfset mit 3 Abziehsteinen ( grob, mittel, fein,)
Welches wäre das richtige um meine Messer zu schärfen?
Das Universalkit würe ich selber aus schließen da ich nur ein Messer besitze mit teils gezackter Klinge.
Mit freundlichen Grüßen
Michael
klingenkarl
30.12.08, 15:30
Zu Lansky und Co wurde schon sehr viel geschrieben. Einfach mal suchen...
Grüße, Karl
ibanezmike
30.12.08, 15:55
Ich hab das Deluxe Set mit den 5 Steinen und bin recht zufrieden damit!
Die Halteklammer macht mir ein wenig Probleme, aber bei den Steinen gibts nichts zu meckern.
Der ganz grobe und der grobe Stein kommt bei mir zum Einsatz, wenn ich eine neue Schneide anschleifen muss, oder eine recht kaputte Schneide (Ausbrüche etc.) reparieren muss und somit viel Material abtragen muss.
Wenn die Messer in recht gutem Allgemein-Zustand sind, reicht ein Set mit 3 Steinen voll aus.
Was ich jedoch unbedingt empfehlen würde, wäre der optional erhältliche Saphire Hone Stone (2000er Grit).
Dieser ermöglicht eine sauber polierte Schneide und ist als Ergänzung zum 3er sowie zum 5er Set m.M.n. Pflicht!
Danach über ein Abziehleder und die Klingen rasieren fröhlich drauf los :steirer:
Hoffe damit geholfen zu haben
--ibanezmike
Hallo,
Halteklammern mit aufgekleben dünnen Leder machen bei mir keine Probleme mehr!:super:
Gruß
Klaus
Hab auch das Lansky mit den 5 Steinen + dem Saphire Hone.
Ich halte den Saphire nicht für schlecht aber nach dem gelben ultra fein rasiert da bei mir nichts merklich besser oder schlechter.
Wenn man kein Rasierschärfefetischist ist reicht bestimmt das 3er aus.
Für die Haarspalterei und EGObefriedigung mit der schärfsten Klinge der Stadt braucht man natürlich mindestens das 5er;)
Es braucht natürlich auch mit dem Lansky etwas Übung und Geduld bis man perfekte Ergebnisse bekommt:p
Bei normalen Ansprüchen reicht das Dreierset vollkommen aus. Den ganz groben habe ich mir mal nachgekauft, um von diesen schnellschärfenden Spanhoblern versaute Klingen wieder auf Vordermann zu bringen. Geht gut damit. Für normal benutzte Messer brauch man ihn aber IMHO nicht.
HTH
Niki
Vielen Dank!!!
Ich werde mir dann das 3 Set + den Saphire Hone Stone zu legen.
Als erstes werde ich das Set an Vatern altes "Buttermesser" aus probieren:haemisch:.
Hallo Split,
Das Dreier Set ist eine gute Wahl.
Und wenn du doch mal aufrüsten willst, ein Tip von mir:
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=64240
Gruß Eckhard
Hallo,
ich interessiere mich auch für ein Lansky Schärf Set, ich frage mich allerdings ob damit auch das Schärfen von längeren Küchenmessern möglich ist.
Im Internet sieht man halt nur Videos wo es mit Taschenmessern vorgeführt wird.
Wenn ich mal so drüber nachdenke, müsste sich ja der eingesteckte Winkel verändern weil man ja immer weiter nach rechts oder links kommt.
Was sagt ihr dazu?
Bis 15 cm Klingenlänge soll das wohl so gehen ohne umsetzen der Klammer ,hab selber aber nocht nicht solch große Messer geschliffen mit dem Lansky Set , aber wenn man die Klammer umsetzt müßte auch größere Klingen zu schärfen sein
Hallo,
ich interessiere mich auch für ein Lansky Schärf Set, ich frage mich allerdings ob damit auch das Schärfen von längeren Küchenmessern möglich ist.
Im Internet sieht man halt nur Videos wo es mit Taschenmessern vorgeführt wird.
Wenn ich mal so drüber nachdenke, müsste sich ja der eingesteckte Winkel verändern weil man ja immer weiter nach rechts oder links kommt.
Was sagt ihr dazu?
Moin,
Bei geraden Klingen ändert sich der Winkel nicht. Zu dem Thema hat Leo mal etwas geschrieben:
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=52546&highlight=lansky
Und hier mal einige Bilder: Klingenlänge: 36cm sind kein Problem.
Gruß
Olli
Moin,
Bei geraden Klingen ändert sich der Winkel nicht. Zu dem Thema hat Leo mal etwas geschrieben:
...
'nAbend,
die Klinge wird waagerecht eingespannt
die Achse des Lansky steht senkrecht dazu
damit ist der Winkel an der Basis 90°
der senkrechte Abstand zwischen der einmal gewählten Führungsöffnung und der Basis ist konstant
Damit hast Du einen Winkel und eine Seite eines Dreiecks fixiert. Wenn Du jetzt einen weiteren Winkel konstant halten willst, ist das gesamte Dreieck festgelegt. Da die Messerklingen, über die wir hier reden, wohl in den seltensten Fällen kreisrund sind, ändert sich der Abstand von der Basis zum "Schleifpunkt" und damit zwingend auch der Schleifwinkel.
So sehr ich Leo schätze: Hier glaube ich an den Sinussatz ...
HermannKoeller
17.01.09, 21:40
Die Richtung des Schleifens ändert sich, stimmt. Aber der Schleifwinkel? Rechne nochmal nach!
Ciao
Hermann
tweetykojote
17.01.09, 23:16
hab zwar so ein gerät noch nie benutzt denke aber such das sich der winkle ändert da der schenkel des dreiecks die länge ändert
lg tweety
Oben: der Blick aufs Lansky mit eingespannter Klinge.
Gelb und blau der Abstand vom Halter zur Schleifposition.
Unten:
Länge von b und alpha = 90° sind konstant.
Wenn c sich von c 1 auf c 2 ändert, ändert sich auch beta von beta 1 auf beta 2
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/500/medium/Lansky.jpg
Danke Blackfox,
wollte mich gerade dranmachen auch ne Zeichnung zu erstellen.
Genauso stelle ich mir das vor.:steirer:
Hat denn schon jemand Erfahrungen damit, wie stark sich der Winkel ändert bzw. wie es ist wenn man das ganze in 2 Durchgänge unterteilt
Bei meinen Taschenmessern setze ich den Effekt bewusst ein, da ich den griffnahen Teil der Schneide gerne benutze wenn Kraft gefragt ist und den vorderen Teil für feinere Arbeiten verwende.
Alle anderen Messer schleife ich entweder mit der Tormek oder auf Banksteinen.
Hallo,
Mal so ne Zwischenfrage, gibt es eigentlich Unterschiede zwischen dem Lanski und dem Gatco Schleifset:confused:
Ich habe nämlich auch vor mir so ein Set zuzulegen, ich weiß aber noch nicht welches:confused:
WeißAuchNet
18.01.09, 02:23
@Blackfox
wie Olli und davor schon Leo schrieben, der Effekt der Schneidwinkeländerung existiert nur bei gekrümmten Klingen, bei geraden nicht. Dein Modell ist berücksichtigt nur zwei Dimensionen, nicht die drei in denen wir leben (die Zeit lasse ich mal weg).
Claus.
@Blackfox
wie Olli und davor schon Leo schrieben, der Effekt der Schneidwinkeländerung existiert nur bei gekrümmten Klingen, bei geraden nicht. Dein Modell ist berücksichtigt nur zwei Dimensionen, nicht die drei in denen wir leben (die Zeit lasse ich mal weg).
Die Dreidimensionalität ist der Grund für die zwei Zeichnungen: Die obere schaut von oben, die untere von der Seite ...
OK, hier Leos Aussage in bunt, den Fehler habe ich unterstrichen:
Ist der Wanderer (Schleifstein) im handgriffnahen Bereich der Klinge muss er eine geringere Steigung zurücklegen, um zu dem fixen Punkt zu kommen, aber einen längeren Weg, jedoch der Hang (Schneidenwinkel) ändert sich nicht, weil der Wanderer einen längeren Weg eingeschlagen hat! Im Bereich der Klemme muss der Wanderer die größte Steigung zurücklegen, aber den geringsten Weg.
Die Steigung IST der Schneidenwinkel!
Wenn Du auf einem Hang mit konstanter Steigung einen fixen Punkt auf einem längeren geraden Weg erreichen willst, musst Du weiter unten loslaufen. Dazu brauchst Du ein Gummimesser, sonst tritt beim Umdrehen der gegenteilige Effekt auf.
gast15032009
18.01.09, 08:48
Hallo,
als ich damals ein Lansky wollte hab ich eins gekauft bei uns im Ort, ich kam nach einiger Zeit drauf das ich ja kein Lansky hatte sondern ein Gatco. Ich dachte immer das Lansky wäre sicher besser weils halt das Original ist aber ein Freund hat ein Lansky und das wird von Gatco meines Erachtens um Längen geschlagen!
Gatco hat breitere Steine und man braucht den Fürungsstab nur hinten aus den Stein auf die richtige Länge ziehen, das ist dann kein so ein Wackelwerk wie bei Lansky. Mein Freund hat sich das angesehen und hat jetzt auch ein Gatco.
Ich würde mir noch anderes ansehen als nur Lansky.
Ich habe es (glaube ich) mittlerweile verstanden. Weiter von der Aufspannung nimmt der Winkel zwar stark ab, aber die Richtung ist nicht Senkrecht zur Schneide.
http://www.messerforum.net/attachment.php?attachmentid=63633&d=1232264945
Rot die Richtung in der das Lansky-Set den Winkel bildet, grün Richtung in der der Schneidenwinkel gemessen wird.
HermannKoeller
18.01.09, 11:09
Genau! Und um den Schneidenwinkel geht es.
Oder um zum Hang zurückzukehren: egal ob ich den Hang gerade hinauf gehe oder schräg zum Hang,
an der Hangneigung ändert beides nichts, nur den Weg, den ich zurücklege und die Steigung, die ich bewältigen muß.
Ciao
Hermann
Moin.
Ich weiß, dass die meisten sich nicht mehr (oder nur ungern) an die Geometriestunden in Mathe erinnern.
Aber es lässt sich relativ einfach ausrechnen, dass sich der Winkel natürlich ändert. Und er ändert sich bei einer geraden Schneide sogar mehr, als bei einer gekrümmten (Klinge nach oben gekrümmt!)
Bei einer halbkreisförmigen Klinge würde er sich nicht ändern, so man sie mit ihrem "Mittelpunkt" einspannt.
Aber: das sind ein paar Grad und wenn man das Messer jedesmal an der selben Stelle einspannt versaut man sich auch nicht den Schliff.
Allerdings bedeutet das für die Freaks, die z.B. bei ihrem 18cm Klingenlänge-Outdoormesser lieber vorne einen etwas stumpferen Winkel haben möchten, dass sie ihr Messer dann auch besser im vorderen Bereich einspannen sollten.
Aber bitte keine weiteren Erklärungsversuche mit Wanderern am Hang.
Und Winkel "messen" funktionieren nur in der 2ten Dimension.
Gruß
chamenos
Aber: das sind ein paar Grad und wenn man das Messer jedesmal an der selben Stelle einspannt versaut man sich auch nicht den Schliff
Eben. Bei allen Systemen, bei denen ein Schleifstab einen Radius ausführt und die Klinge nicht um den MIttelpunkt geführt ist, gibt es diese Winkelveränderung.
Bei Systemen, wie dem Sharpmaker, hält man - theroretisch - den Winkel am, gerden Teil der Scheide, ab der Krümmung zur Spitze hin ändert sich der Winkel auch wieder.
Wer Freihand am Bandschleifer, mit Banksteinen oder Diamabtstäben ala EZE-LAP arbeitet, wird auch nie enen durchgängig gleichen Winkel hinbekommen.
Das ist für Messer in der Praxis auch hinreichend wurscht.
Was mich beim Lansky eher stört, ist der etwas wackelige Aufbau, wenn man die Tischklemme benutzt. Und die etwas kurzen Stäbe. Irgendwie mag ichs halt nicht ;) Aber grundsätzlich kam ich mit dem Diamantset und "normalen" Taschenmessern immer zurecht.
Ich hab das mit fünf Steinen. Die beiden gröberen braucht ich nur, wenn ich einen neuen Schliff machen will, zum nachschärfen nicht.
Dazu wäre ein Abziehriemen aus Leder und Schleifpaste empfehlenswert. Bringt nochmal deutlich was.
Recurve Klingen mit dem Lansky geht auch - mit den Kanten - ist aber a weng a Geschiss. Da ist mir den Sharpmaker dann doch lieber.
Pitter
Ich widerspreche mir ja zugegebenermaßen ungern, aber ich glaube, ich habe mich geirrt:
Die Darstellung oben zeigt die Winkelverhältnisse für den Schleifstein. Dieser bewegt sich durch die Fixierung auf einen PUNKT zu, was zu den genannten Auswirkungen auf den Winkel führt.
Die Messung des Schleifwinkels erfolgt immer im rechten Winkel zur Schneide, das heißt sie ist nicht auf den genannten Punkt ausgerichtet, sondern auf eine LINIE, die in gleicher Höhe parallel zur Schneide verläuft.
Damit ist bei einer geraden Klinge c immer gleich c 1 und damit beta auch immer gleich beta 1.
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/500/medium/Lansky2.jpg
Hi,
ich habs gerade mal schnell überschlagen.
(Ok, es hat ziemlich lange gedauert...;-))
Bei einer geraden Schneide mit 10cm Länge und einer Klingenhöhe von 2,5cm, bei der der Lansky-Schleifhalter exakt in der Mitte angebracht ist, der Lansky-Schleifwinkel mit 25 Grad angegeben ist, nimmt der Schleifwinkel von der Mitte der Klinge bis zu den beiden Enden um rund 2 Grad auf ca. 23 Grad ab. Wer es genauer wissen will, dem schick ich gerne ein Excel-Sheet zur Berechnung. Schickt dann bitte eine PM.
Ich hab die 3er-Lansky-Packung grob, mittel, fein. Zusätzlich habe ich mir den extrafeinen Keramik-Schleifstein in Gelb besorgt. Nur meine selbstgezüchteten Habanero-Chilis sind schärfer als meine Messer;-)
Herzlicher Gruß
BMW_Buddy
GuMo!
Schöne Diskussionen um die Veränderung des Schleifwinkels. Ist mir aber soweit schnuppe, Hauptsache meine Messer werden wieder scharf.
@FrankH:
Ich kann die Erfahrungen von 19Gerry73 nur bestätigen: das Gatco-System ist wegen der breiteren Steine, der ausziehbaren Führungsstäbe und der massiveren Klammer eher zu empfehlen als Lansky. Ich habe beide Systeme. Lansky hat seinen Vorteil, wenn man SAK's und/oder Tools nachschleift, da wirken sich die großen Gatco-Steine wegen der Bauart der umfangreicheren SAK's und Tools (Dicke) eher hinderlich aus. Und noch einen Vorteil habe ich bei Gatco: es gibt so einen recht großen Handgriff mit einem Standfuß, ist m. E. auch besser als die Alu-Tischklammer von Lansky.
Grüße,
Church
GuMo!
Schöne Diskussionen um die Veränderung des Schleifwinkels. Ist mir aber soweit schnuppe, Hauptsache meine Messer werden wieder scharf.
@FrankH:
Ich kann die Erfahrungen von 19Gerry73 nur bestätigen: das Gatco-System ist wegen der breiteren Steine, der ausziehbaren Führungsstäbe und der massiveren Klammer eher zu empfehlen als Lansky. Ich habe beide Systeme. Lansky hat seinen Vorteil, wenn man SAK's und/oder Tools nachschleift, da wirken sich die großen Gatco-Steine wegen der Bauart der umfangreicheren SAK's und Tools (Dicke) eher hinderlich aus. Und noch einen Vorteil habe ich bei Gatco: es gibt so einen recht großen Handgriff mit einem Standfuß, ist m. E. auch besser als die Alu-Tischklammer von Lansky.
Grüße,
Church
Aja, danke für die Antwort, ich hab das Gatco bisher noch nie in der Hand gehabt, aber nach euren Ausführungen werde ich das mal nachholen.
Was die Veränderung des Schleifwinkels betrifft, gehe ich mit dir konform, das Ergebnis bzw.die Schärfe zählt;) :super:
Hallo
Ist bei dem Lansky eigentlich diese Tischhalterung mit dabei? Auf den Bildern sieht man immer nur die 3 Stäbe/Steine und ne Klemme für das Messer. Wo bekommt man den Tischhalter her?
dx2
Ist nicht dabei, kann man aber seperat kaufen
toolshop, *****************, etc...
Moin,
die Tischhalterung ist aber, meiner Meinung nach, etwas teuer. Läßt sich aber mit einfachen Mitteln, fast umsonst, selbst bauen.
Gruß
Olli
Moin,
die Tischhalterung ist aber, meiner Meinung nach, etwas teuer. Läßt sich aber mit einfachen Mitteln, fast umsonst, selbst bauen.
Gruß
Olli
Hallo
Ja das hatte ich mir auch so gedacht. Danke.
dx2
gast140209
20.01.09, 22:00
@all
Nachdem ich das fünfteilige DeLuxe-Set ausprobiert habe würde ich von einem Lansky Schleifsystem abraten.
Als Schreiner schleife ich seit Jahren meine Stech- und Hobeleisen auf Wassersteinen und bringe sie auf einem Baumarkt-Kombistein bis zur Rasierschärfe. Ans Schleifen von Messern habe ich mich bisher aus Respekt und Unwissenheit nicht herangetraut. Ich dachte die definierte Führung des Lansky-Systems würde demnach ein perfektes Ergebnis erzielen.
Ich muss sagen dem war leider nicht so. Meiner Meinung nach sind erstens die Schleif- oder besser Raspelsteine des Lansky viel zu unhomogen und von der Abstufung der Körnungen suboptimal. Mit dem groben Stein bekam ich logischerweise einen groben Vorschliff, nur wie soll ich mit den angeratenen 8-10 Schleifstrichen und dem Drahtstiel des darauffolgenden Steins die tiefen Riefen wegbekommen? Die Stiele sind nämlich alles andere wie exakt führend, das bedingt sich schon aus der Tasache das sie alle eine andere Kröpfung aufweisen mit der sie am Stein befestigt werden, auch eifriges Nachbiegen brachte keinen EXAKT gleichen Schleifwinkel zu Tage, die Labilität, Biegbarkeit, der Drahtstäbe beim Schleifen tut dann sein Übriges. Somit schliff jeder Stein in seinem mehr oder weniger geführten eigenen Schleifwinkel. Keiner der folgenden Steine konnte mit weitaus mehr wie den empfohlenen Schleifstrichen die Riefen des vorhergehenden egalisieren. Durch die eben nicht exakt gleichen Schleifwinkel wurden die Messer bei meinem Versuch eher stumpfer wie das sie die viel zitierte Rasiermesserschärfe erreichten. Aus meiner Sicht eignet sich das Lansky nur für grobe Vorarbeiten, um einem Messer einen möglichst definierten Anschliff zu geben, für mehr würde ich es nie hernehmen...
Dies waren meine rein subjektiven Einblicke in die Welt des "geführten" Schleifens.
Gruß grounded
Ich habe die gleichen Erfahrungen wie grounded gemacht. Die Kröpfung der Führungsstäbe ist unter aller Kanone, zudem sind die Stäbe teilweise auch nicht gerade und auch die Abplattung, wo die Schraube ansetzen soll, ist auch nicht immer rechtwinklig in der Kröpfung angebracht, so daß Führungsstab und Schleifstein eine Linie bilden könnte. Und wenn man dann noch versucht, die Schrauben fester anzuziehen, ziehen sich deren Gewindehülsen heraus. Um eine zuverlässige Führung zu erhalten, müßte an den Führungsstäben oder zumindest an einem davon ein Gewinde sein, daß man sie direkt in diese Gewindehülse einschrauben kann. Da sehe ich aber wiederum das Problem, daß es sich bei dem Innengewinde der Hülse nicht um metrisches Gewinde handelt; eine Schraube mit dem möglichen Gewinde (M3) paßt aber nicht. Beim Gatco-System stecken die ausziehbaren Führungsstäbe genau da, wo bei den Lansky-Steinen diese Gewindehülse ist. Unter anderem deshalb sehe ich die Gatco-Sets im Vorteil gegenüber den Lansky-Sets. Mein Lansky-Set gebe ich aber noch nicht auf; ich hoffe, ich finde eine Möglichkeit, Stäbe mit dem passenden Gewinde irgendwoher zu bekommen. Denn mit der Halteklammer und dem Griff vom Gatco-System und den schmalen Lansky-Steinen würde ich das für mich ideale Schleifsystem haben.
Grüße,
Church
Moin,
ich schleife seit über 5 Jahren die (Küchen-) Messer für 4-5 Haushalte (und natürlich meine eigenen:D) mit dem Lansky-Standart-Set. Ich habe hier im Forum schon ´ne Menge Kritiken über das Lansky gelesen und kann auch, aus eigener Erfahrung, einige Nachteile bestätigen. Aber diese Probleme sind für mich neu. Mache ich etwa seit Jahren etwas falsch:confused:.
Es gab mal einen Post, wo sich jemand beklagte, dass seine Schleifsteine, nach dem Schärfen weniger Messer, verschlissen waren:confused:. Ich benutze immer noch die Ersten (1x abgerichtet).
Wenn ich meine Schleifsteine/Führungsstäbe vor dem Schleifen auf der Tischplatte ausrichte, dann passt es. Verbogene Stäbe, etc. habe ich persönlich noch nicht erlebt aber ev. gibt es ja tatsächlich Qualitätsschwankungen?
Gruß
Olli
fossie1960
21.01.09, 07:06
Hi
Ich habe mir das fünfteilige Lansky-Set und zusätzlich den mittleren und
feinen Stein für Serrations zugelegt. Die Führungsstäbe wiesen alle keinen rechten Winkel auf,was aber kein Problem darstellt,denn wie schon in der Gebrauchsanleitung steht soll man sie mit leichtem Druck
nachbiegen.Nun liegen alle Steine mit Stange gerade auf dem Tisch auf
und mit Ruhe und wenig Schleifdruck erziele ich gute scharfe Schneiden an meinen Messern.
Einzig die Messerhalterung klemmte nicht besonders gut,was ich mit leichtem aufrauhen der Flächen beheben konnte.
Gruß
Jürgen
....der Effekt der Schneidwinkeländerung existiert nur bei gekrümmten Klingen, bei geraden nicht. Dein Modell ist berücksichtigt nur zwei Dimensionen, nicht die drei in denen wir leben (die Zeit lasse ich mal weg)....
Moin,
das sehe ich genau so.
(die Zeit lasse ich mal weg):super:
Gruß
Olli
das sehe ich genau so.
(die Zeit lasse ich mal weg):super:
Moin.
Fein. Ich sehe weiße Mäuse (überall!!)
Leute! Das ist Stoff der neunten Klasse und nennt sich Trigonometrie.
Hat ein Zimmerer im zweiten Lehrjahr. Das ist keine "Ansichtssache" sondern einfache Mathematik.
http://de.wikipedia.org/wiki/Trigonometrie
Ihr habt in einem rechtwinkligen Dreieck eine konstante Länge der Gegenkathete. Das ist nämlich der Abstand der Wate senkrecht nach oben bis zu dem gewünschten Löchlein in der Klemme.
Die länge der Ankathete ist am kürzesten, wenn der Schleifstein direkt über der Klemme liegt. Sobald nun zur klingenspitze hingeschliffen wird, verlängert ihr die Ankathete und der Winkel Alpha (tatsächlicher Schleifwinkel) wird kleiner.
Und das eben gerade bei geraden Klingen.
Noch stärker bei "negativ" gebogenen Klingen wie z.b. bei einem Schälmesser oder einer Hippe.
Ist die Klinge "positiv" gebogen (Skinner) verringert sich die Winkeländerung und geht gegen Null bei einer halbrunden Klinge (z.b. Roselli Ulu, - nur dass sich das nicht in den Lansky einspannen lässt:D)
Und nun noch einmal und damit auch zum letzten Mal:
Ein Winkel kann nur in der zweiten Dimension gemessen werden.
Bei dreidimensionelen Objekten legt man eine Hilfsebene fest und die ist dann eben wieder nur zweidimensional.
Und das ist nicht meine persönliche Meinung oder es ist so in meinem Kaffeesatz zu lesen. Das ist ganz einfache Geometrie und von jedem der in der Schule nicht gepennt hat mit nem simplen Taschenrechner zu überprüfen (oder halt mit diesen scheußlichen Tabellenbüchern).
Und zu dem falschen Beispiel mit dem Wanderer am Hang: Warum werden denn Straßen am Berg in Serpentinen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Serpentine ) angelegt, wenn sich da nichts ändert? :irre:
Gruß
chamenos
HermannKoeller
22.01.09, 11:00
Die länge der Ankathete ist am kürzesten, wenn der Schleifstein direkt über der Klemme liegt. Sobald nun zur klingenspitze hingeschliffen wird, verlängert ihr die Ankathete und der Winkel Alpha (tatsächlicher Schleifwinkel) wird kleiner.
Der Winkel Alpha ist eben nicht der tatsächliche Schleifwinkel, weiter oben bei Post #22 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=546294&postcount=22) siehst Du dazu eine schöne Zeichnung.
Und zu dem falschen Beispiel mit dem Wanderer am Hang: Warum werden denn Straßen am Berg in Serpentinen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Serpentine ) angelegt, wenn sich da nichts ändert?
Was ändert sich durch Serpentinen? Richtig, die Steigung des Weges, nicht die Neigung des Hangs.
Ciao
Hermann
Der Flieger
22.01.09, 11:26
Ich habe gerade auch mal versucht, mir das bildlich vorzustellen. Gar nicht so einfach!
...und der Winkel Alpha (tatsächlicher Schleifwinkel) wird kleiner.Jedenfalls bin ich auch der Meinung, dass dieser Winkel eben nicht dem Schleifwinkel entspricht!
Anstatt mithilfe von Dreiecken, sollte man es sich lieber mit zwei Ebenen überlegen:Die Klinge stellt eine Ebene dar.
Auf dieser Ebene liegt die Schneide als Gerade.
Die zweite Ebene ist die Schleifebene, die durch die Gerade der Schneide und dem Lansky-Löchlein aufgespannt wird.
Der Schleifwinkel ist nun einfach der Winkel zwischen der Klingen- und der Schleifebene.
Dieser Schleifwinkel ist eindeutig und konstant.
Grüße, Thomas
Edit: Zusätzlich noch eine kleine Zeichnung zu meiner Überlegung. Dass der Winkel zwischen zwei Ebenen mithilfe ihrer Normalenvektoren bestimmt wird, brauche ich bei dem geballten Fachwissen hier sicherlich nicht explizit erwähnen... ;)
http://img525.imageshack.us/img525/7890/lanskyxs8.th.jpg (http://img525.imageshack.us/my.php?image=lanskyxs8.jpg)
Der Winkel Alpha ist eben nicht der tatsächliche Schleifwinkel, weiter oben bei Post #22 siehst Du dazu eine schöne Zeichnung.
Was ändert sich durch Serpentinen? Richtig, die Steigung des Weges, nicht die Neigung des Hangs.
Moin
Ich verstehe nicht wo es bei Dir gerade klemmt.
Gerade diese Zeichnung macht genau das deutlich was ich sage.
Du schleifst den Schneidwinkel und der ändert sich mit dem Abstand zur Aufnahme kontinuierlich. Der gewählte Schleifwinkel wird nur direkt vor der Halterung eingehalten.
Um den gewählten Schleifwinkel tatsächlich über die gesamte Klingenlänge zu erhalten müsstest Du die Klinge bewegen und eben nicht den Schleifstein.
Aber vielleicht hat ja mal jemand ein Erbarmen und spannt eine einseitig, mit deutlicher Fase geschliffene, gerade Klinge in den Lansky, pampt alles nett mit Edding ein und schleift mal ein bisschen und macht ein paar schöne Fotos.
Oder probier es selber mit einem Stück Alu-Flachmaterial. Die Fase, die Du dann einschleifst wird mit ihrem Abstand zur Halterung immer breiter, - also flacher. Und genau das passiert auch am Messer.
Richtig ist, dass der Schleifwinkel so gemessen wird, wie in der Zeichnung gezeigt. Er entspricht dann aber eben dem, was der Schleifstein an der jeweiligen Stelle "angerichtet" hat und nicht dem eingestellten Winkel.
Gruß
chamenos
smallmagnum
22.01.09, 12:36
...Dies waren meine rein subjektiven Einblicke in die Welt des "geführten" Schleifens.
Diese Eindrücke würden sich ändern, wenn Du folgendes beachtest:
Es ist unbedingt notwendig, Führungsstäbe und Schleifsteine exakt gleich auszurichten, und zwar bei allen Steinen. Wenn Du Stein und Stab dazu auf eine Ebene Unterlage legst, ist dies nach ein bisschen Biegerei problemlos möglich. Stein und Stab müssen auf einer Linie liegen. Somit hast Du bei allen Steinen auch wirklich den gleichen Schleifwinkel.
Wenn sich die Stäbe durchbiegen, drückst Du bereits zu fest auf. Generell gilt, lieber mehr Feilstriche und weniger Druck.
Zusätzlich kann das Durchbiegen verhindert werden, wenn man die Steine in der Mitte anfasst, nicht am Ende.
Arbeitet man sich sauber bis zum exra feinen, oder - noch besser - bis zum Saphire Stein durch, entsteht eine rasiermesserscharfe Schneide. Durch Abziehen und Polieren auf dem Lederriemen, unter Zuhilfenahme von Schleifpaste, erzielt man auch eine spiegelblanke Schneide.
Wenn ich es darauf anlege, erreiche ich bei guten Stählen eine Schärfe, die Haare spaltet.
Wer es nicht glaubt, soll mir sein Messer zum Schleifen schicken, anstatt nach der ersten Erfahrung mit diesem System gleich von ihm abzuraten.
Bei jedem Schleifsystem brauchts etwas Übung und Erfahrung. Genauso hat jedes Schleifsystem auch seine Nachteile, die man kennen muß, um ihnen zu entgegnen.
Wer trotzdem lieber auf Banksteinen freihand schleift, und dabei auch nur annähernd den Winkel so exakt einhalten kann wie mit Gatco oder Lansky, hat meinen Segen - und ich zücke meinen Hut vor ihm. Von der Schärfe oder dem Finish der Schneide her, nehme ich es jedenfalls mittlerweile mit jedem Bankstein-Fetischisten auf.
Ich verstehe nicht wo es bei Dir gerade klemmt.
Hier naht Hilfe. :p
Mal ein ganz simples Beispiel: Jeder weiß, wie ein Zirkel funktioniert.
Wir stecken den mal gedanklich mit der Nadel ganz fest in eine Pappe.
Wenn ich den Winkel des Zirkels fixiere, kann der nur Kreise zeichnen.
Würde ich aber eine Gerade nachzeichnen, müsste ich ihn immer weiter öffnen.
Der Winkel des Zirkels ändert sich.
Steffen
smallmagnum
22.01.09, 14:27
Euere trigonometrischen Kenntnisse in Ehren, aber ihr vergesst bei der Sache, dass es sich bei dem Winkel beta2 um einen Winkel handelt, der nicht mehr rechtwinklig zur Schneide gemessen ist, folglich also nicht den Schleifwinkel darstellt. Beta2 ist natürlich schon kleiner als beta1, aber das rechtwinklige Dreieck zu beta2 ist nicht parallel zum ursprünglichen, rechtwinkligen Dreick zu beta1, wir befinden uns in einer anderen Ebene, die - und das ist das entscheidende, nicht rechtwinklig zur Schneide liegt.
Aber der Winkel, der an der Stelle liegt, an der beta2 gemessen wird, und der rechtwinklig zur Schneide gemessen wird, und folglich gleich dem Schleifwinkel ist, ist gleichgroß wie beta1, der Schleifwinkel bleibt also konstant. Jedenfalls bei geraden Klingen. In der Praxis ist deswegen der Lansky-Schleifstein übrigens auch umso mehr nach links gekippt, je weiter man von der Klammer entfernt ist.
Hallo.
So langsam glaube ich zu verstehen, wo es klemmt.
@ bitzone
Netter Versuch:steirer: Güldet aber nicht.
Die ganzen Zeichnungen sind auch nur Hilfskrücken und taugen nur eingeschränkt.
Ich versuche es mal mit einem "Bild":
Ein normales Satteldach (leicht zu improvisieren durch ein längsgefaltetes Blatt:D)
Da befestigen wir oben an der Kante (First) ein breites Brett mit einem dicken Nagel.
Natürlich kann ich jetzt das Brett über das Dach schlenkern ohne dass sich die Neigung der Dachfläche ändert.
Klar ist auch, dass je weiter ich "schlenkere", dest länger muss das Brett sein, damit ich immer noch an die Regenrinne komme.
Das ist das, was die "der Winkel bleibt gleich Fraktion" anführt.
ABER! Da wird die Fläche als Führung benutzt.
UND! Das Brett wird gekippt.
Das mag bei einem Skandinavischen Anschliff auf dem Lansky funktionieren.
"Normalerweise" werden aber Messer geschliffen, die eine Fase haben. Und da wird beim Schleifen nicht über die Fläche der Fase geführt, sondern über die obere Kante der Fase. Da wo sie in den Anschliff übergeht.
Und da der Nutzer die kontrollierte "Kippung" des Schleifsteins nicht zu 100% im Griff haben kann, führt das in der Praxis zu einer Verflachung des angebrachten Schleifwinkels.
Je stärker man drückt um so schneller.
Es ist also mit dem Lansky theoretisch möglich den Schleifwinkel über die komplette Klingenlänge einzuhalten, - genauso wie es theoretisch möglich ist ihn (den Schleifwinkel) komplett auf die errechenbare jeweilige Neigung des Schleifsteins (wenn er nicht gekippt wird) abzuarbeiten.
In der Praxis liegt der Wert irgendwo dazwischen.
Klingt komisch, - ist aber so
Gruß
chamenos
@ smallmagnum
Ich denke damit hast Du endlich den springenden Punkt benannt!!!!:ahaa: Der Stein kippt umso mehr, je weiter er sich von der Klemme entfernt.
Der Winkel verändert sich also nicht... GEIL!
Danke dafür, ich war schon fast der Meinung, dass sich der Winkel DOCH ändert...:irre:
Gruß
ttfb
smallmagnum
22.01.09, 15:09
...Klingt komisch, - ist aber so
Ne, passt schon, schön langsam kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner, schön langsam wird die Sache klar.
Oder wie wir in Bayern sagen " Jetzt samma beieinander!"
Und mit einem hast Du ja auch meine erstes Posting bestätigt, in dem ich einwarf, dass man auch mit dem Lansky einige Übung braucht(kontrolliertes Kippen des Steines).
(kontrolliertes Kippen des Steines).
Jipp.
Der Haken bei der Sache ist aber, dass Du da eigentlich die Fase/den tatsächliche vorhandenen Schleifwinkel als Führung benutzt und die eigentliche Lansky-Führung nur die ganz groben Schnitzer/Abweichler vermeidet.
Eigentlich nix anderes als das Schleifen auf nem Bankstein mit einer angeklebten Münze. Nur dass man da dann das "schwere" Messer bewegt.
Der Schleifanfänger kann sich mit nem Lansky so eben auch ganz vortrefflich den Schleifwinkel versauen.
Gruß
chamenos
Der Haken bei der Sache ist aber, dass Du da eigentlich die Fase/den tatsächliche vorhandenen Schleifwinkel als Führung benutzt und die eigentliche Lansky-Führung nur die ganz groben Schnitzer/Abweichler vermeidet.
Einspruch Euer Ehren: Wie sich der Schleifstein um die Achse des Führungsstabes dreht, hat keinen nennenswerten Einfluss auf den Schleifwinkel, wie's Peter formuliert hat. Kann man überprüfen, indem man (gedanklich oder in Realität) entlang der Schneide (die dann nur als "Punkt" sichtbar ist) auf den Schleifstein blickt. Der Winkel den man sieht, ist unabhängig vom Kippen des Steins oder der Position (Klingenwurzel, Mitte, Spitze). Bei beliebig langen geraden Klingen!
Korinthenkackermode: Eine geringe Winkeländerung bewirkt die Form des Schleifsteins, ein runder Schleifstein mit zentriert angebrachtem Führungsstab würde immer exakt den gleichen Winkel beibehalten. Der Schleifstein bewegt sich auf einer Ebene, die durch die Schneide und den Führungspunkt (bzw. die zur Schneide parallele "Führungsgerade" gebildet wird. Diese Ebene hat immer den gleichen Winkel zur "Messerebene" (die Ebene die durch die Schneide mittig durch die Klinge geht).
Naja, ist zugegebenermaßen schon fast eine akademische Diskussion - trotzdem lustig :D
Grüße
Rainer
Michael L.
22.01.09, 17:29
Es wird doch Zeit dass da mal jemand eine Funktion aufstellt.
Gruß Michael
Einspruch Euer Ehren:
..... Der Schleifstein bewegt sich auf einer Ebene, die durch die Schneide und den Führungspunkt (bzw. die zur Schneide parallele "Führungsgerade" gebildet wird.
Moin.
Einspruch abgelehnt:D
Der Stein muss gekippt werden. Je weiter von der Aufnahme entfernt umso mehr.
Und es wird etwas als "Führung" benutzt, das ja eigentlich bearbeitet wird.
Wer es nicht wahr haben möchte soll einfach ein Messer in den Lansky einspannen und in 10cm Entfernung von der Aufnahme mit gerade gehaltenem Stein anfangen in Längsrichtung des Steins Schleifbewegungen zu machen. Da liegt dann nämlich nur eine Kante des Steins auf und wird so eine recht unhübsche "Ecke" in die Klinge schleifen.
Gruß
chamenos
....
Aber vielleicht hat ja mal jemand ein Erbarmen und spannt eine einseitig, mit deutlicher Fase geschliffene, gerade Klinge in den Lansky, pampt alles nett mit Edding ein und schleift mal ein bisschen und macht ein paar schöne Fotos.
Oder probier es selber mit einem Stück Alu-Flachmaterial.....
Moin,
ich habs mal probiert. Die Kanten des Flachmaterials sind beidseitig gerundet, daher sollten Winkeländerungen eigentlich sichtbar werden. Ich habe auf 40 cm Länge mit 20 Grad geschliffen und mit der Schieblehre alle 5 cm nachgemessen. Überall der gleiche Abstand zwischen "Schleiffase" und Kante. Ich hoffe, man kann es auf den Fotos sehen. Die Fase liegt überall bei der "0" des Messschiebers. Ist schlecht zu fotografieren. Ich habe (siehe Pfeile) zur Kontrolle nochmal, punktuell sozusagen, mit 17 und 25 Grad geschliffen. Die Winkeländerung ist sofort zu sehen.
Ich hoffe, diese primitive Versuchsanordnung hilft. Zumindest weiß ich jetzt, dass man Klingen bis 40 cm Länge ohne Umspannen mit dem Lansky schleifen kann. Ich bin selber etwas überrascht.
Gruß
Olli
gast140209
22.01.09, 20:25
@smallmagnum
Soweit sind wir doch gar nicht von einander entfernt... Bei jedem Schleifsystem brauchts etwas Übung und Erfahrung. ich zitiere auch Lansky aus ihrem Video (http://www.youtube.com/watch?v=KW64B0MZVOE) And it' as easy as one two three... Und genau da liegt der Haken und mein Kritikpunkt. Es geht ebend nicht wie eins zwei drei, fast von alleine. Ohne ganz exakte Anpassungsarbeiten und einer geübten Technik werde ich mit diesem Schleifsystem keine guten Schleiferfolge erzielen, spätestens bei two hat der Ungeübte schon verloren... Das Lansky-System ist ebend nicht wie suggeriert wird, völlig easy to use sondern bedarf wie Du ja selber erwähnst einiger Zeit der Einarbeitung, also alles andere wie one two three...
Als mässig geübter Handwerker weiss ich was Wassersteine leisten. Im Vergleich fehlen mir fast die Worte und ich weiss gar nicht wie ich die Lansky-Kunststeine kategorisieren soll. Raspelig? ich finde sie von der Körnung auch nicht gut aufeinander abgestimmt, wie gesagt mit den beworbenen 8 Strichen pro Seite erziele ich in jedem Fall ein suboptimales Ergebnis.
Und jetzt sind wir schon am Wendepunkt. Wenn ich für ein angebliches 1, 2, 3...-System soviel Übung wie ein Taichi-Meister brauche, warum lasse ich den Technoschrott nicht einfach weg und wechsle zum klassischen, gefühlt besseren Schleifen, dem Schleifen auf Wassersteinen? Ich finde Du wärst mit Deiner Begabung prädestiniert...
Ich hoffe ich habe es transparent machen können, warum ich dieses Schleifsystem nicht empfehlen würde, schon gar keinem Anfänger oder Menschen mit nur-Daumen an den Händen...
Gruß grounded
Tach zusammen,
vielleicht hilft ein einfacher Versuchsaufbau weiter:
Stellt eine Schreibtischlampe auf einen Tisch.
die Lampe entspricht dem Lanski
die Glühbirne entspricht dem Führungsloch
die Lichtstrahlen entsprechen dem Schleifstein
die Tischkante entspricht dem Beginn der Schleiffase
die Schattenlinie auf dem Boden entspricht dem Ende der Schleiffase (d. h. der Schneide)
Es ist völlig klar, daß die Lichtstrahlen direkt vor der Lampe in einem anderen Winkel auf Tisch und Boden treffen als an weiter entfernten Punkten.
ABER: Die Schattenlinie ist parallel zur Tischkante, das bedeutet: Der Winkel zwischen Schattenlinie und Tischkante (Beginn und Ende der Schleiffase = Schleifwinkel) ist konstant.
(Da die Tischkante fest ist, müsste sich der Schatten bei abnehmendem Winkel vom Tisch wegdrehen, was er offensichtlich nicht tut)
...wie gesagt mit den beworbenen 8 Strichen pro Seite erziele ich in jedem Fall ein suboptimales Ergebnis.
Das ist doch von Messer zu Messer bzw von Stahl zu Stahl unterschiedlich! Wo hast n das her mit den 8 Strichen pro Seite? Also in der Bedienungsanleitung steht da nix von!
Und jetzt sind wir schon am Wendepunkt. Wenn ich für ein angebliches 1, 2, 3...-System soviel Übung wie ein Taichi-Meister brauche, warum lasse ich den Technoschrott nicht einfach weg und wechsle zum klassischen, gefühlt besseren Schleifen, dem Schleifen auf Wassersteinen? Ich finde Du wärst mit Deiner Begabung prädestiniert..
Naja komm, soviel Übung benötigt man nun auch wieder nicht! Also wer Handwerklich nicht total ungeschickt ist, erhält schon beim ersten mal gute Ergebnisse!
Und wem das Schleifen Spaß macht landet früher oder später eh bei den Banksteinen.
Mfg
Cosmo
vielleicht funktioniert ja was noch einfacheres:
einfach mal ein Foto von dem eingespannten Messer machen, wenn der Stein mittig ist, also genau im rechten zur Schneide (horizontal) und über der Messerklammer und dann noch eines, sobald der Stein ganz am Ende, sprich der Spitze des Messers ist.
Die Fotos werden von links gemacht, so die Spitze nach rechts zeigt.
Jetzt kann man mit einem einfachen Bildbearbeitungsprogramm den Winkel feststellen.
Ich habe leider (noch) kein Lansky, sonst würde ich es auch selber machen.
....
einfach mal ein Foto von dem eingespannten Messer machen, wenn der Stein mittig ist, also genau im rechten zur Schneide (horizontal) und über der Messerklammer und dann noch eines, sobald der Stein ganz am Ende, sprich der Spitze des Messers ist.
Die Fotos werden von links gemacht, so die Spitze nach rechts zeigt.
Jetzt kann man mit einem einfachen Bildbearbeitungsprogramm den Winkel feststellen.
....
Moin,
mit (leider schlechten) Fotos kann ich dienen, den Rest überlasse ich Dir.....:steirer:
Bild # 1+4 = Schleifstein am Griff
Bild # 2+5 = Klingenmitte
Bild # 3+6 = Klingenspitze (fast)
Gruß
Olli
PS: Fast vergessen: Jeder darf meine Fotos gerne für eine Winkelfeststellung (was für`n Wort) benutzen.
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.