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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Waffengesetz [Antworten auf abgeordnetenwatch.de]


nathan
07.12.08, 18:18
Hallo,
ich bin gerade während einiger Recherchen auf zwei Beiträge bei Abgeordnetenwatch.de gestoßen, die ich einerseits interessant fand, mich andererseits ein bisschen schockiert haben. Mit welchem selbstgerechten Verhalten der Befragte antwortet... aber bildet euch selbst ein ein Urteil!
Ich möchte keine Diskussion übers Waffengesetz entfachen, ich sah nur einige Kritiken am Waffengesetz bestätigt, welche hier im Forum zu lesen waren/sind!

http://www.abgeordnetenwatch.de/sebastian_edathy-650-5810--f155043.html#frage155043

Gruß
Nathan

gfk25
07.12.08, 18:28
..Mit welchem selbstgerechten Verhalten der Befragte antwortet... aber bildet euch selbst ein ein Urteil!
..http://www.abgeordnetenwatch.de/sebastian_edathy-650-5810--f155043.html#frage155043

Gruß
Nathan

wenn ich diese antworten von herrn edathy lese, geht mir das messer im sack auf. :hehe:
ich werde bei den nächsten wahlen daran denken.

kanuler
07.12.08, 18:40
...der sollte sich mal ordentlich nen Finger amputieren wenn sein schweizer zufällig einklappt......:)

derPeter
07.12.08, 18:48
Auszug Antwort Sebastian Edathy, MdB

Ich bedauere, dass Sie offensichtlich Ihre Messerleidenschaft nicht dem Interesse des Großteils der Bevölkerung nach einem waffenfreien und sicheren Leben unterordnen wollen.

Bald ist Weihnachten - lassen Sie sich doch ein schönes, beidhändig zu öffnendes Messer schenken. Dann sind Sie zufrieden und mir bleiben Zuschriften wie die Ihre vom 1. Dezember 2008 erspart.

Auszug Ende

Bei solchen Antworten kommt mir die kalte Wut hoch!
Mir fehlen die Worte.

smeagolvomloh
07.12.08, 18:51
Wenn man bedenkt, dass dieser Abgeordnete Vorsitzender des Innenausschusses und stellv. Mitglied im Rechstausschuss ist?!?

Die nächsten Bundestagswahlen sind doch gar nicht so weit weg. Als mündiger Bürger weiß ich wohl, wo ich mein Kreuzchen nicht zu machen habe!

Eisenfaust
07.12.08, 18:55
TsTsTs.......

es ist kaum zu glauben, wie leichtfertig manche Politiker ihr Ansehen in bestimmten Wählergruppen verzocken... die Messerfreaks muss man ja nicht ernst nehmen, sind ja alles Spätpubertierende...

Sprachlose Grüße

Fabi

Kleiner Tiger
07.12.08, 18:58
Wenn ich mir diese Sätze von Herrn Edathy so durchlese, dann fällt mir nichts mehr ein:

...In den einschlägigen Kommentaren zum Waffengesetz sowie durch die Lektüre entsprechender Gerichtsentscheidungen werden Sie sicherlich fündig...

...Sofern Sie sich dennoch durch einzelne polizeiliche Maßnahmen rechtswidrig behandelt fühlen, steht Ihnen jederzeit der Rechtsweg offen...

...und mir bleiben Zuschriften wie die Ihre vom 1. Dezember 2008 erspart.

Dabei finde ich die Fragen des Herrn Wachter sachlich und freundlich formuliert und keineswegs einer solch arroganten Antwort würdig.

Wenn ich dann noch lese, dass der Herr Abgeordnete als berufliche Qualifikation "Soziologe" angibt, dann kann ich mich nur noch wundern.

@Eisenfaust: Es geht hier nicht um Freaks, sondern um einen nicht unerheblichen Anteil der Bevölkerung, der sich in seinen Rechten beschnitten sieht.

Tomcat II
07.12.08, 19:22
Auslegung von Gesetzen und insbesondere die Definition von unbestimmten Rechtsbegriffen ist Aufgabe der Rechtsprechung
(O-ton Edhaty)

...Ist das so?
Habe ich in Staatsbürgerkunde geschlafen?
Was bedeutet 'Gewaltenteilung' ?

Padde
07.12.08, 19:43
Das ist aber net daß mir der Herr Edathy die Entscheidung wo ich bei der nächsten Wahl mein Kreuz zu machen habe abnimmt:argw:

Vielen Dank

Gruss Patrick

anson argyris
07.12.08, 20:01
(O-ton Edhaty)

...Ist das so?
Habe ich in Staatsbürgerkunde geschlafen?
Was bedeutet 'Gewaltenteilung' ?

Was stimmt denn daran nicht, dass Gesetze durch die Gerichte auszulegen sind ? Das Probelm ist doch vielmehr, dass es zu § 42 a Waffengesetz bisher keinerlei Rechtsprechung gibt.

Morales
07.12.08, 20:03
Da fehlen mir die Worte. Stell deine Interessen hinter der Gemeinschaft zurück, damit wir nicht über unseren Blödsinn nachdenken müssen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Bevölkerung die Regierung angefleht hat, das Leben in Deutschland durch ein Führungsverbot von Al-Qaida Kampfmessern doch endlich sicherer zu machen. Meine Fresse, keine Ahnung haben und dann auch noch pampig werden...schlichtweg unverschämt und unprofessionell.
Anscheinend reicht die wiederholte Betonung einer wirren Behauptung um sie zu rechtfertigen.

Gruß (mit Hasskappe),
Carsten

teachdair
07.12.08, 20:15
gemeinnutz geht vor eigennutz!

nur was kam danach?

achtung polemik!

Paulafan
07.12.08, 20:44
Hallo,

Herr Wachter hat sich ja offensichtlich auch noch an andere Abgeordnete gewandt. Der Herr Grindel toppt das ganze noch ein wenig.

http://abgeordnetenwatch.de/reinhard_grindel-650-5583--f152906.html#frage152906

und weiter oben

DocArnie
07.12.08, 20:55
Er hat doch nur die besten, allerbesten Absichten, meine Damen und Herren! Diesen guten Absichten sollten wir uns einfach unterordnen.






Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert...

Hocker
07.12.08, 22:15
Zitat Reinhard Grindel:

"Mein Rat ist eindeutig: Wenn Sie nicht ein schützenswertes Interesse im Sinne der Ausnahmetatbestände des WaffG haben, dann lassen Sie jegliches Messer schön zu Hause."

....jegliches Messer.....:glgl:

Oh Mann, noch ein Kasper der nicht gelesen und/oder verstanden hat was er mit beschlossen hat.....:teuflisch:mad:

Der 8,5 cm Spruch des Fragestellers hat leider auch nicht viel mit Intelligenz zu tun....:rolleyes:

Das Gehirn gehört offensichtlich nicht zu den lebensnotwendigen Organen....:hmpf:

DaBeppo
07.12.08, 22:36
Wie abgehoben, arrogant und selbstherrlich diese sogenannten Volksvertreter sich gegenüber den Stimmvieh verhalten ist schon einzigartig.:teuflisch
Man kommt sich vor wie ein kleines Schulkind das mit einer Eselskappe in die Ecke gestellt wird und die Klappe halten muss.

Nur gut das nächstes Jahr Wahlen sind.

desert_storm
08.12.08, 00:53
Mann...
mir läufts so eiskalt den Buckel runter, wenn ich das alles lese...
in zwei Richtungen übrigens:
Wahleln? Ja, nettes Kasperltheater. aber was das "volk" will, interessiert doch schon lange keinen mehr da oben. Im Übrigen, selbst WENN es einen Regierungswechsel oder ein Stimmenverlust für diverse Parteien gibt, bedeutet das noch lange nicht, dass sie es auch auf ein besch.... Waffengesetz zurückführen, oder? :glgl:

Gibts hier in dem Forum eigentlich auch mal positive Meldungen, die sich NICHT in unserer Szene abspielen?
Hat jemand Ideen, was man machen könnte? Wie amn wirklich was erreichen könnte? ich spiele momentan mit dem gedanken einer Vereinsgründung, um bestimmte Interessen wahren zu können - unsere hier eingeschlossen. Vllt kann man so erreichen, ein wenig mehr Gewicht zu bekommen.
Und bevor mich jemand zu Boden knüppelt verbal jetzt, bitte erst selber mit besseren Vorschlägen kommen, die über das IMSW und "nächste Wahlen kommen bestimmt" hinausgehen.

Ich hab schon Skrupel, dieses Forum Politik und Recht zu öffnen. Und jedesmal, wenn ich mich dazu durchgerungen habe, bin ich in meiner Angst, dass mir der restliche Tag versaut wird, bestätigt worden.

So auch heute.

Bitte nicht falschverstehen, das hat nichts mit den Usern hier zu tun!
Aber, ich brauch was für die Seele in einem Messerforum, und es wäre so schön zu hören, dass etwas getan wird - von den Einzelnen.

Ich für meinen Teil, als Anregung, hab den Link auf die beiden Abgeordneten als Schneeballmail an meine Kumpels geschickt, mit einer passenden Bemerkung meinerseits versehen.
Bin auf Rückmeldungen gespannt und SICHER, dass sie zu meinen/unseren Gunsten ausfallen.

SO etwas muss getan werden.
Ein Link zur IMSW ist natürlich auch dabei, aber ich frag mich eines immer wieder:
Wer bitteschön findet die IMSW und das Messerforum, wenn er nicht nach sowas explizit sucht im Internet?

Aktiv werden bedeutet für mich nicht, dazusitzen und zu warten, dass wieder ein 1. April kommt, sondern es bedeutet, dass man etwas TUT, aktiv auf Leute zugeht.
In meinem wachsenden bekanntenkries hats funktioniert. Vor allem jüngere Leute sind da aufgeschlossen, wenn man nicht zu aggressiv ist in seiner Meinung und ihnen zeigt, dass ein Messer und ne Lampe nützlich sind.

naja, die Hoffnung stirbt zuletzt....aber allein.

Sorry, musste raus!

cheez
08.12.08, 01:05
IMSW.

Bzw, du hast es ja bereits angedeutet- der einzig sinnige Weg geht mMn. über die Akzeptanz in der Bevölkerung => Bekanntenkreis aufklären und "desensibilisieren".

Verein gründen ist schön und gut, aber der verständnissvolle Umgang mit einem /Taschenmesser/ ist eben weitreichender - und vor allem kann da jeder was beitragen.

Gruss, Keno

desert_storm
08.12.08, 01:55
@Keno:
vollkommen deiner Meinung!
Ich will auch bestimmt nicht die IMSW kritisieren. Ich schätze sie als eine Initiative einer Privatperson letzten Endes, nämlich Pitters.

Nur, ich würde mir wünschen, dass mehr Leute etwas machen würden, und zwar in dem Maße.
Und, neue Ideen wären auch schön.
Ich bin am Austüftlen einiger Sachen, die, wenn sie ausgereift sind, auch hier im Forum diskutiert werden sollen.

Der Verein soll dem ganzen vor allem einen Ansprechpartner geben. Will der Bund ein Gesetz bzgl des Verkehr verabschieden, kommt er nicht umhin, den ADAC um Meinung zu fragen. Etwas in der Richtung wäre toll. Zwar schwer realisierbar, schon wegen der Größe der Zielgruppe. Aber proportional sollte es klappen :)

Noch eines zum Thema:
Ich hab diese Abgeordneten an einen weitergeleitet, mit dem ich in Kontakt stehe. Ich lasse ihm regelmäßig Infos zukommen, um ihn mit Material zu versorgen, um gegen weitere Verschärfungen etwas in der Hand zu haben.
Evtl könnte man mal über eine Studie nachdenken, sprich, blanke Zahlen, um auf eine zusammengeträume Kriminalstatistik einzugehen, die sicherlich von der Gutmenschenfraktion gebracht werden wird, anzugehen.

Sven
08.12.08, 08:21
Man kann gar nicht soviel fressen wie man...

Es ist wohl das eingetreten was ich insgeheim vermutet habe.
Unsere Proteste wurden gehört...
Dummerweise nicht als die Proteste von Bürgern, sondern als die Proteste
der böösen Waffenlobby. Vermutlich fühlen sich diese Herren auch noch dadurch bestätigt das wir maulen und protestieren.

"Ha... da haben wir sie aber getroffen"

Am Ars**
Sven

Split
08.12.08, 10:02
Das ganze Gesetz ist für die Katz.

Eine Studie über die Kriminalität mit Messern wäre nicht schlecht, aber die beste Statistik ist die, die man selbst "gefälscht" hat.

Weil wenn du eine Studie in Auftrag geben würdest und diese würde zu ungunsten der Politiker ausfallen, dann rate mal was die machen...


Ich werde weiterhin mein Einhandmesser tragen. Ob es den passt oder nicht.
Und wer sich unauffällig verhält hat nichts zu befürchten, denn alle können sich nicht kontrollieren.

MfG Michael

anson argyris
08.12.08, 10:21
"Ihre Fragen sind erst nach einer Analyse der polizeilichen Kriminalitätsstatistik zu beantworten. Diese wird frühestens Mitte des kommenden Jahres vorliegen....
Klar ist: der Gesetzgeber wird hinter die jetzigen Formulierungen nicht zurückfallen."
Zitat: Reinhard Grindel MdB

Damit ist ja wohl klar, was Statistiken bedeuten. Egal, wie die Kriminalstatistik ausfällt, es kommt keine Änderung
(zumindest nicht zum Guten).

m@rie
08.12.08, 11:19
Ich vermute, dass der Protest der Einhandmesserliebhaber früher oder später zu einer eindeutigeren Formulierung des Gesetzes führt, und zwar in der Hinsicht, dass sämtliche Einhandmesser verboten werden.

Der Großteil der Bevölkerung interessiert sich nicht einmal für dieses Thema. Es sind nur einige wenige, die das betrifft.
Wenn ich versuche, im Bekanntenkreis Aufklärung zu betreiben, stimmen mir die Leute meistens zu, fragen mich aber zugleich, warum denn jemand dauernd ein Messer in der Tasche haben müsste?

Die potenziellen Straftäter wird das Gesetz nicht abschrecken, solange der Tatbestand nur eine Ordnungswidrigkeit ist. Solche Leute holen sich einfach das nächste Messer.
Die Ordnungswidrigkeit interessiert doch nicht wirklich irgendjemanden, oder? Das Problem ist doch eigentlich nur die Tatsache, dass man sein sauteueres Lieblingsmesser nicht wiedersehen könnte, wenn es denn mal eingezogen würde.

Bitte entschuldigt, ich bin abgeschweift.
Liebe Grüße.

Erka
08.12.08, 11:52
Ich vermute, dass der Protest der Einhandmesserliebhaber früher oder später zu einer eindeutigeren Formulierung des Gesetzes führt, und zwar in der Hinsicht, dass sämtliche Einhandmesser verboten werden...

Etwas in der Richtung befürchte ich auch. Von daher ist es imo auch kontraproduktiv, dauernd wegen der unklaren Formulierungen rumzumeckern. Mich stört nicht die Unschärfe, sondern dass überhaupt die Benutzung von Alttagsgegenständen eingeschränkt und Messer stigmatisiert werden.

Zu Statistiken etc: Das Problem sind nicht fehlende Daten und Fakten, sondern dass diese keinen der Verantwortlichen interessieren, ebenso wenig wie den Großteil der Bevölkerung.
Die Arroganz der Antworten und das regelmäßige Nicht-Beantworten konkreter Fragen sind eine Unverschämtheit.

Grüße
Rainer

Flaming-Moe
08.12.08, 12:33
Die Pläne für eine Nachbesserung bzw. die nächste Verschärfung sind dank zahlreicher Hinweise auf Schwammigkeiten im aktuellen Text sicher schon in Arbeit.
Und die BILDungselite wird es den Politikern natürlich danken, daß sie ihr Leben wieder etwas sicherer gemacht haben.

Die ganze Verbotsspirale aufzuhalten ist in meinen Augen reichlich illusorisch. Nachdem ich miterleben durfte, von WEM und WIE Gesetze gemacht werden...

Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Gesetz, das ausschließlich einer kaum wahrnehmbar winzigen Gruppe missfällt, auf seine Wirksamkeit hin überprüft UND zurückgenommen wird, ist gleich Null.
Ansonsten hätte schon die letzte Verschärfung von 2003 zurückgenommen werden müssen.
Obwohl, die Straftaten mit Butterfly-Messern sind seitdem sicher zahlenmäßig stark zurückgegangen, von dem her hat es ja wirklich was gebracht. ;)

Der Tonfall von Edathy ist bezeichnend für die "lieben Kolleginnen und Kollegen". Das Stimmvieh wird als notwendiges Übel angesehen, dessen Gunst man sich auf dem Weg zu 17 verschiedenen, lukrativen Beraterjobs durch ein bißchen politischen Aktionismus sichern muß.

desert_storm
08.12.08, 13:26
Hm, ich sehe das nicht unbedingt so krass hoffnungslos. Zu sagen, dass es niemanden interessiert, ist schlicht falsch.
Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, dass man nicht über ein Messer als EDC diskutieren sollte. Die Frage nach dem "Wozu" von Leuten außerhalb unserer Gruppe erledigt sich mit dem ersten "haste mal" oder "Du hast doch" der recht schnell kommt dann. Steht man dann mit etwas scharfem zur Stelle, kriegt man einen dankbaren Blick.
Gibt auch Extremfälle, ja, die einen danach immer noch fragen, aber diese Leute hake ich schlicht unter :irre: ab.

Was mir halt auffällt: Wie es in Nachrichten immer so ist, die negativen interessieren am meisten, schlagen aber aufs Gemüt mit der Zeit.
Wenns mir schon so geht, dass ich in diesem Unterforum kaum lesen will, weil ich mir meinen Tag versaue, dann dürfte ich nicht der einzige sein.

Die Politiker wie Fograscher, Edarthy und konsorten sind auch Randgestalten insofern, als es durchaus Leute gibt, denen man zwar nicht mit dem Gedanken eines 40-cm-Bowies kommen kann, dass man unbedingt in der Innenstadt braucht, aber mit der Idee, dass es auch brave Bürger gibt, dass es nicht ok ist, einen gegenstand zu verteufeln. Die ebenso die englische Spirale und Wirkungslosigkeit sehen und offen sind für Tipps und Hinweise. Man muss sie nur finden.

Der Punkt ist auch, dass wir nicht so radikal sein dürfen wie die Schusswaffengruppe sag ich mal banal. Da gibts Leute, die sich amerikanische Verhältnisse wünschen und je extremer man sein Interessen vertritt, desto mehr rutscht man in deren Richtung. Und das dürfte auch der Grund sein, wieso wir hier als Teil der Waffenlobby wahrgenommen wurden.

Davon muss man sich abgrenzen, das wäre der erste Schritt, der jetzt, nach IMSW nur intensiver werden muss, von jedem im Bekanntenkreis gelebt werden sollte. Das betrifft auch Aufklärung über den Umstand, dass ein Messer zur SV NICHT geeignet ist, wer das mit mir klären will oder erklärt haben will, wie ich das meine, gerne ne Mail schicken :)

Und zuguterletzt muss man auf Bürgerrechtsebene argumentieren. Die Humanistische Union stret eine tolerante Gesellschaft an. Anderssein, Vielseitig.
Tja, trifft auch auf uns zu. Und da wird man leute finden, die zumindest zuhören und offen sind für unsere Ideen. Nicht alle, aber einige. Und das zieht Kreise, wenns konsequent ist.

Messerjocke2000
08.12.08, 14:35
Und das dürfte auch der Grund sein, wieso wir hier als Teil der Waffenlobby wahrgenommen wurden.

Wir SIND die Messerlobby. Sonst macht das keiner.
Eine nennenswerte Waffenloby gibts in DE eh nicht.

Tja, trifft auch auf uns zu. Und da wird man leute finden, die zumindest zuhören und offen sind für unsere Ideen. Nicht alle, aber einige. Und das zieht Kreise, wenns konsequent ist.
Das seh ich auch so. Die Politiker sind da leider sehr beratungsresistent, wie man ja bei der Entstehung des Führverbots gesehen hat.

Kilian

Hasenbein
08.12.08, 14:38
"mir bleiben Zuschriften wie die Ihre vom 1. Dezember 2008 erspart."

einfach anders wählen und uns bleiben evtl solche Politiker erspart, die Ihre Aufgabe eher als Belästigung ansehen.

Zu Edathy sag ich jetzt mal lieber nichts, die Memme hat schon soooo viele Böcke geschossen, das glaubt keiner! Das schlimme ist dass solche Totalversager auch noch was (und immer noch) zu melden haben...

Zum Glück werde ich die BRD bald verlassen und das mit dem Zurückkommen überleg ich mir noch bei so vielen Flachpfeifen als Entscheidungsträgern...

Da kommt mir echt die Wut:mad:

polaris1977
08.12.08, 14:53
Wie abgehoben, arrogant und selbstherrlich diese sogenannten Volksvertreter sich gegenüber den Stimmvieh verhalten ist schon einzigartig.:teuflisch
Man kommt sich vor wie ein kleines Schulkind das mit einer Eselskappe in die Ecke gestellt wird und die Klappe halten muss.

Nur gut das nächstes Jahr Wahlen sind.

Wieso, die große Mehrheit des Volkes findet es doch toll, wenn Politiker in dieser Form "endlich mal was für die Sicherheit aller tun". Wenn man weiß ,daß man das vertritt, was die eigenen Wähler wollen, kann man sich doch eine Gewisse Arroganz gegenüber Bürgern leisten, die einen vermutlich eh nicht wählen würden. Das ist nun einmal Demokratie. Allen Wählern kann es niemend rechtmachen. Demokratie mit allgemeinen freien Wahlen ist nunmal eine Form von Marktwirtschaft, also kundenorientiert. Wenn die große Mehrheit der "Kunden" gerne belogen und vera****t werden will, kriegen sie auch, was sie wollen!

Übrigens: Was ist eigentlich besser, ein Abgeordneter, der ehrlich sagt: "Ihre Interessen gehen mir am A**** vorbei!", oder einer dersagt:"Ich habe Verständnis für Ihr Problem, kann aber leider nichts für Sie tun" oder einer, der sagt,"Ich werde mich für sie Einsetzen", und es dann nicht tut, weil er weiß, daß es nichts bringt?

nathan
09.12.08, 01:26
Hallo,
ich möchte mich nocheinmal äußern: Es muss differenziert werden zwischen "Messerlobby" und "Waffenlobby", allerdings muss man bedenken das es unter den Waffenbesitzern ebenfalls viele brave Bürger gibt, denen das Leben durch die Gesetzesverschärfung erschwert wird (vorallem Sprotschützen). Ich denke, dass es da schon Schnittmengen im politischen Interesse gibt: Die Freiheit sein Leben friedlich und individuell zu gestalten (,wobei diese Möglichkeit durch die neuesten Gesetze eingeschränkt werden). Die Interessenabwegung des Gesetzgebers sehe ich hier auch sehr kritisch und empfinde die Gesetze als nicht angemessen, ich denke, es gibt weniger einschneidene Mittel, um Sicherheitsrisiken zu verringern (soweit sie faktisch gegeben sind). Das Unrechtsgefühl schwillt an.
Ich möchte nochmals betonen, dass zwischen den besagten Gruppierungen unterschieden werden muss, dennoch teilen wir auch das besagte interesse, wobei deren Interessenvertretung weitaus besser organisiert ist (vgl. Schützenvereine auf regionalen Ebene sowie z.B. den Norddeutschen Schützenbund NDSB).
Ich kann diejenigen nur bekräftigen die sich im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung organisieren wollen, um ihren bzw. unseren Interessen mehr politisches Gewicht zu verleihen.
Eine freiheitliche, sozialadäquate Politik fehlt in diesen Tagen sehr, dass merken nicht nur wir!!!

Grüße
Nathan

Messerjocke2000
09.12.08, 09:30
Ich kann diejenigen nur bekräftigen die sich im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung organisieren wollen, um ihren bzw. unseren Interessen mehr politisches Gewicht zu verleihen.
Eine freiheitliche, sozialadäquate Politik fehlt in diesen Tagen sehr, dass merken nicht nur wir!!!

Sehe ich genauso. Das Problem dabei ist, dass "wir" uns untereinander noch nicht mal einig sind...

Nicht mal die "Waffenfraktion" ist sich einig, da gibts immer noch Neidigkeiten zwischen Jägern und Sportschützen.

Ich glaube nach wie vor,dass eine Rückkehr zuzr Vernunft nur dann kommt, wenn große Teile der Bevölkerung merken, dass nicht nur die Waffen/Messerfreaks und die Bambikiller von solchen Verboten betroffen sind...

Kilian

siggii42
09.12.08, 10:16
Ich frage mich wirklich, ob der Herr Abgeordnete diesen Beitrag selber verfasst
hat, oder es sein Vertreter bzw. Sekretärin getan hat?! :confused:

So abgebrüht kann doch keiner sein, bzw. ist es IMO ja schon richtig
arogant zu sagen: "Bald ist Weihnachten - lassen Sie sich doch ein schönes, beidhändig zu öffnendes Messer schenken. Dann sind Sie zufrieden und mir bleiben Zuschriften wie die Ihre vom 1. Dezember 2008 erspart." :argw:

Vielleicht sollte man dem Guten mal ne Zusammenfassung unserer Meinung
zukommen lassen und Ihn auffordern, als vom Volk gewählter Vetreter,
mal zu seinen arroganten Äußerungen Stellung zu nehmen!

smallmagnum
09.12.08, 11:29
...allerdings muss man bedenken das es unter den Waffenbesitzern ebenfalls viele brave Bürger gibt...
Bei dieser Aussage läuft es jetzt mir eiskalt den Buckel runter!
Wieviele sind viele? 90%? 95%? 98%?
Selbst bei 98% gäbe es immer noch eine vierstellige Anzahl von nicht-braven, legalen Waffenbesitzern.
Mittlerweile bin ich in ganz Deutschland organisatorisch im Schiesssport tätig. Glaub mir, ich habe noch nicht einen einzigen Sportschützen getroffen, vor dem irgendjemand auch nur einen Hauch von Angst haben muß.
Im Gegenteil, gerade sie gehen mit dem Thema Waffen besonnen, vorsichtig und vernünftig um. Und - das ist das Wichtigste - sie haben im Gegensatz zu unseren Politikern Ahnung von der Sache.

Mich verwundern die Aussagen unserer Politiker, um die es in diesem Thread geht, überhaupt nicht mehr. Das soll nicht heissen, dass sie mir egal sind, oder ich sie gar gut heiße.
Aber der Trend geht nun einmal ganz klar in die Richtung, das Messern, vor allem den Einhändern, böse und kriminelle Eigenschaften aufgestempelt werden. Mit welcher Intention auch immer.
Das unwissende Volk glaubt natürlich ihren Führern.
Und genau hier kann man ansetzen, und auf ruhige, sachliche und durch Fakten überzeugende Öffentlichkeitsarbeit Aufklärung leisten. Das ist die Chanche, die wir haben.

smallmagnum
09.12.08, 11:34
...Nicht mal die "Waffenfraktion" ist sich einig, da gibts immer noch Neidigkeiten zwischen Jägern und Sportschützen.
Dann kenne ich scheinbar nur Ausnahmefälle. Denn das, was ich bisher erlebt habe, ist, dass Jäger und Sportschützen (es gibt auch Kameraden, die beides sind) gemeinsam zusammensitzen und über die Sinnlosigkeit des WaffG schimpfen.

Und - wie bereits weiter oben erwähnt - mittlerweile kenne ich sehr viele Sportschützen und Jäger.

luftauge
09.12.08, 12:04
An dieser und einigen anderen Antworten und der "Sache" mit der Petition kann man doch deutlich erkennen, dass es zu keinem Zeitpunkt ernsthaft beabsichtigt war, über etwas anderes, als eine pro forma Verschärfung wenigstens nachzudenken.

Wenn man sich daran erinnert, welche Beruhigungspillen von Edarthy, Frau Handarbeitslehrerin und sonstigen "Konsorten" im Vorfeld der Abstimmung öffentlich und auch teilweise per privatem Brief an die Fragesteller ausgeteilt wurden, und was dieselben Leute jetzt aussagen, dann muss man sich keine Hoffnung machen, dass irgendein Politiker überhaupt jemals auf Stimmen aus dem Volk hören und entsprechend in seiner Fraktion aktiv wird.

Gruß Andreas

siggii42
09.12.08, 12:13
An dieser und einigen anderen Antworten und der "Sache" mit der Petition kann man doch deutlich erkennen, dass es zu keinem Zeitpunkt ernsthaft beabsichtigt war, über etwas anderes, als eine pro forma Verschärfung wenigstens nachzudenken.

Wenn man sich daran erinnert, welche Beruhigungspillen von Edarthy, Frau Handarbeitslehrerin und sonstigen "Konsorten" im Vorfeld der Abstimmung öffentlich und auch teilweise per privatem Brief an die Fragesteller ausgeteilt wurden, und was dieselben Leute jetzt aussagen, dann muss man sich keine Hoffnung machen, dass irgendein Politiker überhaupt jemals auf Stimmen aus dem Volk hören und entsprechend in seiner Fraktion aktiv wird.

Gruß Andreas

Man ist das traurig, aber du hast recht! :(

polaris1977
09.12.08, 12:32
Das unwissende Volk glaubt natürlich ihren Führern.
Das breite Volk weiß doch gar nicht, was ihre "Führer" sagen, weil sie davon gar nichts mitbekommen. Interessieren täte es die meisten wohl eh nicht. Geglaubt wird höchstens Bild, Explosiv, Brisant & Co, allerdings wird das Gelaubte nach spätestens 2 Wochen wieder vergessen. Dieter Bohlen ist halt unendlich viel interessanter als der Sinn oder die Logik neuer Gesetze.

HankEr
09.12.08, 12:33
abgeordnetenwatch.de ist halt auch eine mehr oder minder anonyme Veranstaltung.

Geht in die Bürgersprechstunden euerer Wahlkreisabgeordneten und fragt sie direkt! Glaube nicht, daß man dann auf die Frage nach der Wirksamkeit eines Gesetzes eine Antwort wie "Jetzt ist bald Weihnachten ..." bekommt.

siggii42
09.12.08, 13:50
abgeordnetenwatch.de ist halt auch eine mehr oder minder anonyme Veranstaltung.

Geht in die Bürgersprechstunden euerer Wahlkreisabgeordneten und fragt sie direkt! Glaube nicht, daß man dann auf die Frage nach der Wirksamkeit eines Gesetzes eine Antwort wie "Jetzt ist bald Weihnachten ..." bekommt.

Ich wollte eben mal eine Nachricht bei abgeordnetenwatch.de einstellen und mich
etwas über den Ton des Edathy beschweren und selbigen zur Stellungnahme auffordern. Dies wurde mit folgender Begründung abgelehnt:
"- Beiträge, die keine Frageabsicht oder Aufforderung zur Stellungnahme
erkennen lassen und hauptsächlich dem Zweck der Meinungsäußerung oder
Kommentierung dienen

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf abgeordnetenwatch.de auf
das Frage- und Antwort-Format großen Wert legen.

Zur Zeit besteht außerdem ein reges Interesse an der von Ihnen
beschriebenen Problematik, besonders auch auf abgeordnetenwatch.de. Daher
bitten wir Sie um Verständnis dafür, dass wir vorerst nur eine Frage an
Herrn Edathy zum Thema zulassen. Die Antwort zur bereits gestellten Frage
können Sie im Profil von Herrn Edathy abonnieren, indem Sie auf den Link
"Benachrichtigen, wenn eine Antwort zu dieser Frage vorliegt" klicken.
Sobald die Antwort eingetroffen ist, werden Sie per eMail benachrichtigt."

Das hätte mir eigentlich vorher klar sein müssen! :mad: :mad:

pitter
09.12.08, 14:12
Geht in die Bürgersprechstunden euerer Wahlkreisabgeordneten und fragt sie direkt! Glaube nicht, daß man dann auf die Frage nach der Wirksamkeit eines Gesetzes eine Antwort wie "Jetzt ist bald Weihnachten ..." bekommt.

Ja. Aber ein "wozu brauchen Sie das? Ich brauche das nicht". Und Du stehst da, wie ein Depp, weil die restlichen Anwensenden dem zustimmen.

Die grundsätzliche Einstellung "Es interessiert mich nur, was mich, jetzt, direkt betrifft" wirst Du auch dort antreffen. Und Messer über ein SAK hinaus interessieren nun mal kein Schwein.

@desert_storm: Mach das, gründe einen Verein. Überleg Dir, was Du genau machen willst, was man dazu braucht, und wer das dann macht. Es wird schon daran scheitern, dass man für eine wirksame Lobbyarbeit einen Haufen Kohle braucht, aber keiner wird zahlen wollen. Und dann brauchts Leute, die arbeiten. Wird auch keiner wollen. Was Du bekommst, sind ein paar "Hanserln", die Dir nen 20er in die Hand drücken, sagen, Du machst das schon und das wars dann.

Lobbyarbeit, und darum geht, muss, wenn sie erfolgreich sein will, professionell organisiert sein. Dazu gehört das entsprechende Geld für Kampagnen, gut, nein, sehr gut bezahlte Vollzeitmitarbeiter, und natürlich ein Haufen Kontakte. Kostet auch Geld, allein das notwendige Herumreisen und Biertrinken an Hotelbars. Alles andere ist Kappes und dient nur der Gewissensberuhigung. Davon bin ich zu 100% überzeugt, daran ändern auch irgendwelche Vereinchen und Föderationchen nichts. Die kaspern alle mehr oder weniger ergebnislos auf Sparflamme vor sich hin. Wie auch - dagegen steht die Deppenpresse, die Deppenmedien und das professionelle Marketing der Parteien.

Die IMSW ist da natürlich nicht besser :steirer:, nur was bitte will man aus Null Finanziellen Resourcen (hallo, es geht hier nicht um nen 20er, sondern um mindestens sechsstellige Beträge jährlich) und dem Engagement weniger, die das in ihrer unbezahlten Freizeit machen, erreichen?

Nicht mehr, als zu versuchen, sachlich zu informieren, und auf jeden einzelnen zu hoffen, der die Informationen findet, und darüber das Nachdenken anfängt. Thats it. Alles andere ist Illusion.


Pitter

pitter
09.12.08, 14:18
Ich wollte eben mal eine Nachricht bei abgeordnetenwatch.de einstellen und mich
etwas über den Ton des Edathy beschweren und selbigen zur Stellungnahme auffordern. Dies wurde mit folgender Begründung abgelehnt:
"- Beiträge, die keine Frageabsicht oder Aufforderung zur Stellungnahme
erkennen lassen und hauptsächlich dem Zweck der Meinungsäußerung oder
Kommentierung dienen

Siehe https://www.abgeordnetenwatch.de/moderations_codex-766-0.html

Der Ton ist aber echt frech. Wäre ne schöne Glosse, hat jemand Lust?

Pitter

siggii42
09.12.08, 14:20
Der Ton ist aber echt frech. Wäre ne schöne Glosse, hat jemand Lust?

Pitter

Ja das ist er! Aber wie genau meinst du das mit der Glosse?

anson argyris
09.12.08, 14:32
Ich wollte eben mal eine Nachricht bei abgeordnetenwatch.de einstellen und mich
etwas über den Ton des Edathy beschweren und selbigen zur Stellungnahme auffordern.

Versuch's doch mal direkt bei Herrn MdB Edathy (wird bloss nicht viel nutzen).

http://www.edathy.de/

nathan
09.12.08, 15:35
Hallo,
wie ich es schon anklingen ließ, mag es richtig sein, dass Messerliebhaber als Gruppe eine Minderheit sind und somit wenig polit. Gewicht haben, weshalb das gemeinsame Interesse mit dem anderer friedlicher Gruppen abgeglichen werden muss.
Als ich von Waffenbesitzern sprach und dass die meisten "brave Bürger" seien hab ich mich nicht auf Jäger und Sportschützen beschränkt. Jeder der eine legale Waffe hat wird sich hüten auffällig zu werden. Besitzer illegaler Waffen werden sich zwar auch hüten nicht auffällig zu werden, haben aber einen Straftatbestand bereits erfüllt.
Es geht bei dieser nun doch ausgelösten Debatte eigentlich um die Erkenntnis, dass die westliche Gesellschaft in Zeiten von internationalem Terrorismus und sozialem Missstand nicht mit freiheitlichen Werten kämpft, sondern sich, durch Unsicherheit verursacht, strengere Regeln gibt. Dieses Verhalten zeigt, wie effektiv internationaler Terrorismus Einfluss auf unsere Gesellschaft hat.

Ich denke, dass es effektivere Alternativen zu diesem Gesetz gibt: In Bereichen wo häufig Gewalt stattfindet könnte das Führen von Messern und Schlagwaffen (und CS-Gas etc.) untersagt werden (vgl. als Modell z.B. in Hamburg den Bereich um die Reeperbahn/Kiez).
Ich sehe den Bedarf strengerer Regeln in machen Bereichen, nur halte ich die genutzten Mittel für ungeeignet, für nicht erforderlich und inadäquat. Das Waffengesetz ist keine Antwort auf die Umstände, die den Menschen Angst machen.

Gruß
Nathan

pitter
09.12.08, 15:57
Ja das ist er! Aber wie genau meinst du das mit der Glosse?

Hmm. Schreiben vielleicht?

Pitter

chamenos
09.12.08, 16:05
dass die westliche Gesellschaft in Zeiten von internationalem Terrorismus und sozialem Missstand .....

... In Bereichen wo häufig Gewalt stattfindet könnte das Führen von Messern und Schlagwaffen (und CS-Gas etc.) untersagt werden

Moin.

Was haben Terrorismus und soziale Mißstände miteinander zu tun?
Wer hat denn schon einmal einen "echten" Terroristen gesehen?

Gewalt hat definitiv nichts mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu tun.

Fakt ist, dass bei uns die Warnlampe leuchtet, die anzeigt, dass was mit dem Öl nicht stimmt; - und unsere Volksvertreter befehlen den Austausch der roten Birne gegen eine weiße und versuchen uns das als Aufwertung der Armaturenbeleuchtung zu verkaufen. Das macht dann auch den Straßenverkehr gleich viel sicherer.:irre:

Da werden noch nicht einmal mehr Symptome behandelt, sondern populistisch mit viel Brot und Spielen abgelenkt.

Das ganze ist ein großes Spiel und Du als Bürger hast genau zwei Möglichkeiten. Entweder Du spielst mit oder Du darfst alle paar Jahre an der Aufstellung der Spieler teilnehmen. Alles andere stört.

Und die Damen und Herren Volksvertreter, die sich tatsächlich mit dir und deinen Problemchen auseinandersetzen sind welche aus der Regionalliga. Die in der Bundesliga geben noch nicht mal mehr Autogramme.

Abgeordnetenwatch ist Show, - nichts anderes.
Und wer sich über den Müll, der da teilweise abgelassen wird aufregt, kann sich in dieser Zeit halt nicht über die wichtigen Sachen aufregen. Und je mehr man sich aufregt, desto weniger Zeit hat der Kopf klare Gedanken zu fassen. Und das mit dem Ärgern und "sich-aufregen-lassen" ist die Verklärungstherapie für diejenigen "Nichtspieler" die noch nicht durch die allgemeine Angsthysterie denkunfähig geworden sind.

Ich bin sehr gespannt, was uns das nächste Jahr für Schmankerln bringt.

schwer verbitterter Gruß
chamenos

pitter
09.12.08, 16:20
Ich denke, dass es effektivere Alternativen zu diesem Gesetz gibt: In Bereichen wo häufig Gewalt stattfindet könnte das Führen von Messern und Schlagwaffen (und CS-Gas etc.) untersagt werden (vgl. als Modell z.B. in Hamburg den Bereich um die Reeperbahn/Kiez).

Schau, das Problem ist doch folgendes.

1. Ein Kasperl will ein Messer für Straftaten benutzen.

Wenn ein Polizist auch nur den Hauch eines Verdachtsmomentes hat, kann er das Messer (wie jeden anderen Gegenstand, der für oder in Vorbereitung zu einer Straftat genutzt wird) einziehen. Das war schon immer so. Dagegen ist natürlich grundsätzlich nichts zu sagen. Grundsätzlich. Über das, was manche unter einem Verdacht verstehen wollen, schon. Aber lassen wir das mal raus. Jedenfalls brauchts dafür kein neues WaffG, dafür brauchts gar kein WaffG, die Polizeigesetze regeln das viel umfangreicher.

2. Kasperl will das Messer für böses nutzen, es gibt aber keine Verdachtsmomente

Ja, was machen wir jetzt? Am einfachsten ists, wir verdächtigen mal jeden, dass er böses will. Durchsuchen jeden und ziehen alles ein, was man für böse Taten verwenden kann. Triffts den richtigen, ists gut, triffts den falschen hat er halt Pech. Angesichts der Zahl der Straftaten, und angesichts dessen, das Straftäter in der Regel keinen Stempel auf der Stirn tragen, dürfte die Fehlerquote recht hoch sein.

3. Bürger hat Taschenmesser dabei, will nix böses

Den triffts schon unter 2.

Heisst: Wenn man von vorneherein Straftaten durch solche Maßnahmen verhindern will, muss man jeden so behandeln, als wäre er Straftäter. Das bezieht sich nicht nur auf die Messerfrage. Man kann eben nicht nur die Bösen treffen. Und jeder - Politiker, wie deren Wähler - wird sich fragen müssen, wieviel seiner Freiheit will er aufgeben, um was an Sicherheit zu gewinnen. Das ist ne Grundsatzfrage. Messer, BKA Gesetz, Datenschutz..alles die gleiche Frage.

Nach meiner Erfahrung siehts da mit der Freiheit ganz schlecht aus. Vor lauter Schiss, in irgendeine eingebildete, vorgebetete oder tatsächliche Gefahr zu geraten, sind viel zu viele bereit, fast beliebige Einschränkungen in ihrer Lebensweise hinzunehmen. Ich kenne keine (!) Diskussion über Sicherheitsfragen, in der nicht irgendein Volltrottel (das letzte mal wars ne Trottelin) mit dem Spruch daherkam "wer nix zu verbergen hat.....".

Diese Hirnerweichung ist das Hauptproblem. Spätestens beim Verbot des Führens eines 3cm Einhandmessers müsste ja eigentlich dem langsamsten Langsam-Merker klar sein, dass er da vollkommen verarscht wird. Eigentlich. Ganz egal, ob er ein Messer braucht, oder nicht. Der Unsinn ist doch offensichtlich.

Und ob jemand nun ein 3cm oder ein 10cm Messer mit sich rumschleppt, ist vollkommen egal. Die Deppen, gegen die das Gesetz angeblich gerichtet ist, bringen Dich auch mit einem 3cm Messer ins Krankenhaus. Und ob ich meine Brezn jetzt mit einem 3cm oder 10cm Messer schneide, einhändig, zweiihändig, Fußbedienung ist doch sowas von wurscht für die Sicherheit.

Natürlich kannst Du rund um die Reeperbahn alles mögliche verbieten. Wenn Du es drauf anlegst, oder wenns das Gegenüber drauf anlegt, schlägt man dich halt tot. Da brauchts keine Hilfsmittel. So ist das Leben. Die Frage ist doch nicht, wie nehme ich den Kriminellen Waffen weg. Das ist sinnlos. Sondern wie bekomme ich die Kriminellen weg. Das ist ne soziale Frage. Und eine, wie man die Idioten, die nur hier sind, um illegale Geschäfte zu machen, wieder dahin bringt, woher sie kommen. Oder auf den Mond, oder sonstwohin, aber weg.

Pitter

cheez
09.12.08, 16:26
[...]

Natürlich kannst Du rund um die Reeperbahn alles mögliche verbieten. Wenn Du es drauf anlegst, oder wenns das Gegenüber drauf anlegt, schlägt man dich halt tot. Da brauchts keine Hilfsmittel. So ist das Leben. Die Frage ist doch nicht, wie nehme ich den Kriminellen Waffen weg. Das ist sinnlos. Sondern wie bekomme ich die Kriminellen weg. Das ist ne soziale Frage. Und eine, wie man die Idioten, die nur hier sind, um illegale Geschäfte zu machen, wieder dahin bringt, woher sie kommen. Oder auf den Mond, oder sonstwohin, aber weg.

Pitter

Auf der Reeperbahn /ist/ so ziemliches alles verboten. Geholfen hat's nichts.

Die Polizei Hamburg hat das in einer Pressemitteilung [IIRC] als Wahlkampfscherz [sinngemäß] bezeichnet.

JFYI.

Gruss, Keno

Hocker
09.12.08, 16:50
Auf der Reeperbahn /ist/ so ziemliches alles verboten. Geholfen hat's nichts.

Die Polizei Hamburg hat das in einer Pressemitteilung [IIRC] als Wahlkampfscherz [sinngemäß] bezeichnet.

JFYI.

Gruss, Keno


Und natürlich wurde das nicht wie der Bericht über's einrichten dieser "Schutzzonen" mit der Titelseite der Büld ins Deppenhirn geprügelt.:hmpf:

Sonder eher klein verschämt im Apothekenblättchen gedruckt, damit's auch ja keiner ließt.....:(

cheez
09.12.08, 17:06
Und natürlich wurde das nicht wie der Bericht über's einrichten dieser "Schutzzonen" mit der Titelseite der Büld ins Deppenhirn geprügelt.:hmpf:

Sonder eher klein verschämt im Apothekenblättchen gedruckt, damit's auch ja keiner ließt.....:(

Tatsächlich war es ein fast einseitiger Artikel in der Mopo, zwar nicht Titelseite, aber immerhin.
Inklusive Chronik, wer wann angefangen hat, irgendwas verbieten zu wollen [und warum].

Gruss, Keno

smallmagnum
09.12.08, 17:11
...Es geht bei dieser nun doch ausgelösten Debatte eigentlich um die Erkenntnis, dass die westliche Gesellschaft in Zeiten von internationalem Terrorismus und sozialem Missstand nicht mit freiheitlichen Werten kämpft, sondern sich, durch Unsicherheit verursacht, strengere Regeln gibt.
Das wäre ja akzeptabel, sogar wünschenswert, wenn es sinvolle und wirksame Regeln wären.
Aber dieses Verbot von Einhandmessern ist ein Musterbeispiel an sinnlosem und unwirksamen Aktionismus. Geschaffen von Leuten, die nicht einen Funken Ahnung von Messern und deren Verwendungszweck haben. Die sich sogar die Blöse geben, ein Eickhorn Rettungsmesser als böses Kampfmesser zu präsentieren. Und das alles, um den Bürgern Sicherheit vorzugaukeln und Wählerstimmen zu erhaschen.
Als ob man Verbrechen und Straftaten durch Verbote verhindern könnte. Wenn man sich tiefer in diese Materie eingearbeitet hat, und sieht, was da alles an haarsträubenden Behauptungen verbreitet wurde, ist man einfach nur noch fassungslos...

Messerjocke2000
09.12.08, 17:38
Schau, das Problem ist doch folgendes.

1. Ein Kasperl will ein Messer für Straftaten benutzen.


2. Kasperl will das Messer für böses nutzen, es gibt aber keine Verdachtsmomente



Das ist ja letzltlich "profiling". Und das funktioniert nur, wenn die Anzahl an Verstössen hoch ist und es Zeichen gibt, die sehr stark mit einem Verstoss korrelieren.

Und "Messerführen" als Anzeichen korreliert halt nicht wirklich mit dem Verstoss "Gewalt gegen Mitmenschen". Außerdem sind Messer relativ häufig anzutreffen, Menschen, die bereit sind "Gewalt gegen Mitmenschen" zu verüben, zum Glück sehr selten.

Von daher ist die Zahl an „false positives“ sehr hoch, wenn man auf "Messerführen" filtert.:hehe:

Eigentlich logisch.

Nur ist halt Logik nicht gefragt.

Sondern Lobbyarbeit und Überzeugung. Ist nicht schön, ist aber so.
Das Geld für professionelle Lobbyarbeit werden wir HIER nicht zusammenkriegen.

Bleibt also nur, unbequem sein und "offensiv" Messer zu führen. Nicht einschüchternd, aber auch nicht verschüchtert. Ich habe meine Messer mittlerweile recht offen bei mir. Gibt zwar beim erstren Mal seltsame Reaktionen, aber mit der Zeit gewöhnen sich die Mitmenschen dran...

Kilian

siggii42
09.12.08, 21:10
Hmm. Schreiben vielleicht?

Pitter

Das habe ich ja bereits versucht. Im übrigen wurde meine Mail angeblich
weitergeleitet. Keiner glaubt hier alles ernstes, dass dieser Deathy dazu, was
er dort vor einigen tagen losgelassen hat, nochmal Stellung nehmen
würde...:argw:

HankEr
10.12.08, 09:45
Ja. Aber ein "wozu brauchen Sie das? Ich brauche das nicht". Und Du stehst da, wie ein Depp, weil die restlichen Anwensenden dem zustimmen.
Da verstehen wir wahrscheinlich etwas unterschiedliches unter Bürgersprechstunde. Bei dem was ich darunter verstehe gibt es keine restlichen Anwesenheiten, ist also keine Versammlung, sondern man besucht ihn in seinem Wahlkreisbüro (vorher mal anrufen kann nix schaden).

Bringen soll das lediglich, das Bild das mancher Abgeordnete vielleicht von Messerträgern hat aufzuweichen.

smallmagnum
10.12.08, 10:34
...Bleibt also nur, unbequem sein und "offensiv" Messer zu führen. Nicht einschüchternd, aber auch nicht verschüchtert. Ich habe meine Messer mittlerweile recht offen bei mir. Gibt zwar beim erstren Mal seltsame Reaktionen, aber mit der Zeit gewöhnen sich die Mitmenschen dran...
Hmmm...
Da muß ich zu meiner Schande eingestehen, dass ich genau das Gegenteil mache.
Mittlerweile clippe ich meine Folder nicht mehr an die Hosentasche, sondern stecke sie in ein Nylonetui und lasse dies komplett in der Hosentasche verschwinden.
Somit reduziert sich die Wahrscheinlichkeit einer Kontrolle auf ein Minimum. Falls doch, sind meine Messer, wie ihr ja sicherlich mitbekommen habt, alle entschärft. Soll heissen, die Pins sind ab und das Loch ist verschlossen. Oder ich habe gleich einen reinen Zweihänder oder ein kurzes Fixed dabei.
Ist der Weg des einfachsten Widerstandes. Nicht richtig, ich weiss, aber am sichersten. Denn ich glaube, gegen die mittlerweile in die Köpfe der Bevölkerung eingebrannte Horrormeinung über Messer und deren Träger, kann man anreden wie man will, es wird nichts ändern.
Wie pitter schon schrieb, alles außer einem Schweizer Messer wird mittlerweile nicht mehr toleriert, gemäß dem Motto "Was braucht denn der so ein Trumm Messer".
Dass sich die Menschen mit der Zeit an ein offenes Tragen der Messer, wie Du oben schreibst, gewöhnen, halte ich übrigens auch nicht für eine optimale Lösung. Denn an der Einstellung gegenüber Messern wird dies ohne zusätzliche Aufklärungsarbeit nichts ändern. Erst wenn die Menschheit bemerkt, wozu und warum unsereins Messer trägt, und von welch friedlicher Gesinnung wir sind, wird sich das Bild des bösen, waffenschwingenden Buben, das momentan verbreitet wird, zu unseren Gunsten wenden. Wobei ich - siehe weiter oben - nicht glaube, dass dieses Ziel erreichbar ist.
Aber immer noch besser als - so wie ich - Versteck zu spielen, obwohl man gar nichts verbotenes tut.

luftauge
10.12.08, 11:38
...
Ist der Weg des einfachsten Widerstandes. Nicht richtig, ich weiss, aber am sichersten.
alles außer einem Schweizer Messer wird mittlerweile nicht mehr toleriert, gemäß dem Motto "Was braucht denn der so ein Trumm Messer".
Aber immer noch besser als - so wie ich - Versteck zu spielen, obwohl man gar nichts verbotenes tut.
Sicher ist mittlerweile gar nichts mehr... :mad:
Wenn ich mal den Begriff "Trumm" von Messer nehme:
Ein kleines Standard-Subcom ist wohl defintiv kein Trumm, und angeclippt trotzdem eine Owi... - das würden sehr Viele - vermutlich auch die "Konsorten" wohl eher als "niedlich" oder sogar ideales Taschenmesserchen ansehen, allein wegen der vermeintlich harmlosen Größe - sogar damenhandtaschenkonform... Der Gebrauch ist allerdings eben wegen der kleinen Baugröße und der pummeligen Klingenform relativ deutlich eingeschränkt.

Und mit dem Versteckspielen ist das immer so eine Sache... - manchen macht es Spaß, weil sie damit dem "Outlaw"-Dasein etwas näher kommen, andere reiben sich damit auf...

Ich halte es *ähnlich* wie Messerjocke 2000:
Aufrecht gehen und dabei denken "Lach mehr als Andere"

Gruß Andreas

Messerjocke2000
10.12.08, 11:47
Dass sich die Menschen mit der Zeit an ein offenes Tragen der Messer, wie Du oben schreibst, gewöhnen, halte ich übrigens auch nicht für eine optimale Lösung. Denn an der Einstellung gegenüber Messern wird dies ohne zusätzliche Aufklärungsarbeit nichts ändern. Erst wenn die Menschheit bemerkt, wozu und warum unsereins Messer trägt, und von welch friedlicher Gesinnung wir sind, wird sich das Bild des bösen, waffenschwingenden Buben, das momentan verbreitet wird, zu unseren Gunsten wenden.
Das gehört für mich auch zu "offensiv" dazu. Ich stehe dazu, Messer zu führen.
Und ich unterhalte mich auch gerne drüber, wenn jemand fragt.

Interessanterweise findet man bei vielen Menschen irgendetwas, was sie gerne tun und wo es Beschränkungen gibt, die total hirnrissig sind.

Kilian

seneca
10.12.08, 11:50
Darf ich mal ne ernst gemeinte Frage stellen - ist zwar Offtopic:

Wird in Deutschland wirklich so schlimm oft und vor allem viel kontrolliert? - Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen...?!

Vielleicht auch deswegen - weil ich (damals noch aus Unwissen) Messer die unter das Trageverbot fallen - geführt habe.. und zwar quer durch München und andere Städte! Und kein einziges Mal von einem Polizisten deswegen aufgehalten worden bin! - Auch meine Tasche - in der ich oft ein Messer führe, naja sagen wir mal provokativ anders aussieht!

mlg
Martin

Cork
10.12.08, 12:09
Die Antworten und Anmerkungen des Herrn S. Edathy sind tatsächlich an Arroganz und Überheblichkeit kaum zu toppen. Aber ich befürchte ja, daß all "unsere" Bemühungen und mögliche Unternehmungen nichts mehr sind, als ein "Kampf auf verlorenem Posten". Das hat Herr Edathy ja klar zum Ausdruck gebracht und auch die Vergangenheit hat gezeigt, daß in Kraft getretene Gesetze, nur in den seltensten Fällen wieder abgeschafft oder geändert wurden.
"Wir" (Messerliebhaber/-träger) sind halt nur ein schwindend geringer Teil der Bevölkerung und das wissen die Herrn Politiker/Abgeordnete ja sehr genau. Und weil von dem Waffengesetz nicht die breite Masse betroffen ist -im Gegenteil, die Medienverstrahlten "Bild- und Co-Leser" begrüßen das ja noch-, sind ein paar Messerliebhaber/-user für diese Menschen ein wohl zu verkraftender "Kollateralschaden".

Das Problem ist halt, daß es immer wieder mal bebilderte Zeitungsartikel und/oder TV-Reportagen über irgendwelche halbstarken vermummten Kiddys gibt, die -nach regelrechten "Drehbuchvorgaben" der Reporter- vor der Kamera mal zeigen (sollen), wie böse/cool sie denn sind und was denn so "abgeht" !!! Und wenn diese Typen dann mit ihren 5,-€uro-Polenmarkt-Blech-Messern mit Martialischer Klinge vor der Kamera ihre Show abziehen, und das dann um 18:00 Uhr ausgestrahlt wird, dann dürfte es eigentlich niemanden wirklich wundern, daß die breite Masse wirklich auch Angst bekommt und folglich dann solche Gesetze halt kommen. Erst recht, wenn alles schön medienwirksam und durch einseiteige Berichterstattung hoch gepusht wird.
Ich könnte wirklich k*tzen...

Wenn man DAS ändern könnte (nicht mein k*tzen), dann könnte man vieleicht was unternehmen. Aber ich befürchte, daß das nicht passieren wird -im Gegenteil, ich denke da wird noch einiges auf uns zukommen... Gleiches haben schon sogenannte "Kampfhunde"-Besitzer hinter sich...Leider
...An dieser Stelle: Beileids-Schlabbergrüße von meinem Kampfschmuser, der dem Staat wenigstens ein Schnippchen schlagen konnte und jetzt ein Boxer-Labrador ist:lechz:


Cork

smallmagnum
10.12.08, 12:11
...Wird in Deutschland wirklich so schlimm oft und vor allem viel kontrolliert? - Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen...?
Nein, natürlich nicht.
Klar gibt es Brennpunkte wie bestimmte Kneipen, Stichwort Drogen, und Gegenden, in denen man einer höheren Wahrscheinlichkeit ausgesetzt ist, kontrolliert zu werden. Aber im Alltag ist eine Personenkontrolle die krasse Ausnahme.
Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass es Dich trifft, wenn's Dich trifft.

Hayate
01.01.09, 14:01
Wie oft in Deutschland allgemein kontrolliert wird, weiß ich zwar nicht,aber Personenkontrollen dürfen außerhalb des Zollgrenzbezirks soweit ich weiß ohnehin nur bei begründetem Verdacht durchgeführt werden.
Den Verdacht einer bloßen Ordnungswidrigkeit wüde wiederum wohl kaum ein Polizist zum Anlaß für eine Personendurchsuchung nehmen, das wäre grob unverhältnismäßig.

Und schließlich ist das Tragen dann und nur dann ordnungswidrig, wenn kein legitimer Zweck vorliegt. Einen solchen wirst Du zwar bei einer Razzia im Nachtclub nur schwer darlegen können, aber auf der Arbeit, bei einer Wanderung oder auf dem Weg dahin (unter Berufung auf Herrn Schäuble ;) ) wird das unproblematisch sein.

luftauge
01.01.09, 15:59
...Personenkontrollen dürfen außerhalb des Zollgrenzbezirks soweit ich weiß ohnehin nur bei begründetem Verdacht durchgeführt werden.
...

Was haben die früheren Zollgrenzbezirke mit Polizeikontrollen zu tun ?
Heute heist das "grenznah" und kontrolliert wird sowohl inner- als auch ausserhalb dieses Bereichs, von Zoll, Bundes- und Landespolizei...

Die Zuständigkeitsbereiche haben sich mittlerweile erheblich verschoben und teilweise überschnitten, Grenzen zwischen den einzelnen Behörden sind kaum noch zu erkennen.

Gruß Andreas

smallmagnum
01.01.09, 17:50
...Und schließlich ist das Tragen dann und nur dann ordnungswidrig, wenn kein legitimer Zweck vorliegt. Einen solchen wirst Du zwar bei einer Razzia im Nachtclub nur schwer darlegen können, aber auf der Arbeit, bei einer Wanderung oder auf dem Weg dahin (unter Berufung auf Herrn Schäuble ;) ) wird das unproblematisch sein.
Du nennst zwei Ausnahmen. Was ist mit dem Rest?

siggii42
01.01.09, 22:08
Vor allem, was verstehst du unter Personenkontrolle???

Durchsuchung, körperliche Untersuchung oder wie oder was?!:D

Du meinst sicherlich die DU beim Verdächtigen gem. § 102 StPO. Bei einer
OWI ist grundsätzlich die Verhältnismäßigkeit zu beachten! Aber BTW
ein Verdacht lässt sich immer zaubern...:hehe: (nicht ganz so ernst nehmen)

smallmagnum
02.01.09, 02:34
...Aber BTW
ein Verdacht lässt sich immer zaubern...:hehe: (nicht ganz so ernst nehmen)
Doch, tu ich aber, denn genauso ist es!

siggii42
02.01.09, 11:59
Doch, tu ich aber, denn genauso ist es!

Das solltest du aber eher nicht tun, das es eine Ausnahme darstellen dürfte.
Ich weiß nicht, wie es bei anderen Behörden ist. Aber versuch mal
einem Richter zu erklären, warum du den Betroffenen im Rahmen einer
OWi durchsucht hast. Da musst du Tatsachen liefern!!!

Hocker
02.01.09, 12:15
Das solltest du aber eher nicht tun, das es eine Ausnahme darstellen dürfte.
Ich weiß nicht, wie es bei anderen Behörden ist. Aber versuch mal
einem Richter zu erklären, warum du den Betroffenen im Rahmen einer
OWi durchsucht hast. Da musst du Tatsachen liefern!!!

Nur wenn er Dich anhängt....:hmpf:

Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit das das passiert, wer zerrt den schon die Polizei vor Gericht ?
Der normale Bürger will doch mit Staat und Bütteln so wenig wie möglich zu tun haben.
Was macht er also nach einer Leibesvisitation ? Richtig, fast immer nix ! Man müsste ja evtl. vor Gericht, hätte Scherereien, die eine Krähe hackt der anderen...... etc.:rolleyes:

Und weil man sich darauf ziemlich verlassen kann, kommt das ganze auf "Genuss ohne Reue" raus. :hehe: (Nicht ganz so ernst nehmen).

siggii42
02.01.09, 12:33
Wie gesgt, wie es andere Behörden handhaben kann ich nicht sagen.
Aber die Durchsuchung der Person ist eine massiver Eingriff in die
Grundrechte des Bürgers und sollte und wird nur mit Bedacht eingesetzt.

Es hängt auch ne Menge Papierkram dran. Es ist gut die Möglichkeit zu haben,
wenn sich tatsächliche Anhaltspunkte für einen Verstoß ergeben. Aber
man muss beachten, dass die DU der Person grundsätzlich dem Richtervorbehalt unterliegt und nur bei Gefahr im Verzug durch den
Polizeibeamtenb angeordnet werden darf. Es gibt in den Länderpolizeigesetzen
noch abweichende Regelungen zur Durchsuchung aus Eigensicherung
etc. aber das
dann wohl kaum in Frage kommen.

Hocker
02.01.09, 12:49
@siggii42:
Deine Absichten und Auslegungen in Ehren, aber Du bist nicht der "Rest der Truppe".:super:

Dieses Gesetz zaubert ja an sich schon einen Verdacht, dieses Gesetz ist explicit geschaffen um Verdacht zu zaubern.

Hätte nicht der Bedarf bestanden Verdacht zu zaubern, wäre man ja mit der bisherigen Verfahrensweise zufrieden gewesen.;)

siggii42
02.01.09, 12:52
@siggii42:
Deine Absichten und Auslegungen in Ehren, aber Du bist nicht der "Rest der Truppe".:super:

Dieses Gesetz zaubert ja an sich schon einen Verdacht, dieses Gesetz ist explicit geschaffen um Verdacht zu zaubern.

Hätte nicht der Bedarf bestanden Verdacht zu zaubern, wäre man ja mit der bisherigen Verfahrensweise zufrieden gewesen.;)

Dies ändert aber trozdem nichts an den verfahrensrechltichen Grundsätzen...:lechz:

Erka
02.01.09, 13:15
Ich denke da haben beide Seiten "irgendwie" recht.
Sicher gibt es hohe formale Hürden gegen eine Durchsuchung. Oft wird aber auch nur gefragt werden: "Darf ich mal in Ihre Tasche sehen?" Viele werden dies erlauben. Teils weil sie sich über ihre Rechte nicht im Klaren sind und sich gar nicht trauen, Nein zu sagen (und kaum ein Polizist wird dazu sagen: "Sie müssen aber nicht. Wenn Sie nicht wollen, kann ich auch nichts machen").
Aber ich glaube auch dass es eine Frage des grundsätzlichen Verhältnisses zwischen Polizei und Bevölkerung ist. Solange dort ein gewisses (gegenseitiges !) Grundvertrauen besteht, wird man auch eher mal einen Blick in die Tasche zulassen um der Polizei die Arbeit zu erleichtern, egal obs nun einen Grund dafür gibt oder nicht. Weil im Prinzip beide "auf der selben Seite" stehen. So war zumindest mein Verhältnis über viele Jahre zur Polizei, und ich hatte auch nie wirklich schlechte Erfahrungen mit Polizisten (Kleinkrämer gibts immer mal).
Genau das ändert sich aber z.B. durch die Kriminalisierung durch §42a. Die politische Entwicklung (Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner,...) tut ihr übriges um dies voranzutreiben, weil ja anscheinend nach Meinung vieler Politiker erstmal jeder ein bisschen verdächtig ist. Ich befürchte dass sich dadurch langfristig das Verhältnis Bürger - Vollzugsbeamte verschlechtern wird. Der Polizist wird dann nicht mehr vorrangig als Freund und Helfer wahrgenommen, sondern als Vertreter des Staates der glaubt, man habe nicht besseres zu tun als "heimtückische Waffen" mit sich herumzutragen, nebenbei vielleicht noch Bomben zu bauen, und Steuern zu hinterziehen.
Die "Kollateralschäden" die aus dieser leicht paranoiden politischen Haltung des Misstrauens entstehen, könnten gesellschaftlich viel schlimmer sein, als die Gefahren die sich damit vielleicht abwenden lassen.

Viele Grüße
Rainer

Bernhard1984
03.01.09, 19:35
Geht bei euch noch der Link aus dem ersten Beitrag?

Bei mirk ommt ne Seite mit Fehlermeldungen, mit denen ich nichts anfangen kann.

smallmagnum
03.01.09, 19:44
Nein. Auch die Startseite
http://www.abgeordnetenwatch.de/
funktioniert nicht.

Bernhard1984
03.01.09, 20:32
Komischer Weise geht jetzt wieder alles!

Hayate
04.01.09, 13:07
Du nennst zwei Ausnahmen. Was ist mit dem Rest?

Das war lediglich die exemplarische Aufzählung einiger ziemlich eindeutiger Fälle. Nach dem Gesetztestext kann es natürlich prinzipiell unendlich viele sozialadäquate Gründe für das Messertragen geben.

Letztlich kollidiert leider der Wunsch des Gesetzgebers,dem Polizisten vor Ort Ermessensspielraum einzuräumen mit dem rechtsstaatlichen Grundsatz der Normenklarheit-deshalb hat man hier ja auch nur die Klassifizierung als Ordnungswidrigkeit gewagt ,weil eine Strafbarkeit aufgrund einer so schwammigen Rechtsnorm unhaltbar wäre.


Über die Neuordnung der Zollgrenzbezirke weiß ich noch nichts,wie ich leider gestehen muß.
Soweit ich weiß, darf in Deutschland auch die Polizei (egal ob nun Bundes- Landes- oder Stadtpolizei) nicht jeden anhalten und kontrollieren, nur weil sie Lust dazu hat. Dem Zoll schließlich würde ich im Zollgrenzbezirk, in Häfen und Flughäfen sowie an gewerblich durchgeführten Gütertransporten eine Kontrolle einräumen,ansonsten nicht. Wenn ich in irgendeiner dieser Ansichten irre oder nicht auf dem neuesten Stand bin, dann bitte ich um entsprechende Aufklärung..

chamenos
04.01.09, 13:27
Dem Zoll schließlich würde ich im Zollgrenzbezirk, in Häfen und Flughäfen sowie an gewerblich durchgeführten Gütertransporten eine Kontrolle einräumen,ansonsten nicht.

Moin.

Kontrollen auf Baustellen (Schwarzarbeit, Arbeiten ohne Sozialversicherung usw.) macht in B der Zoll, - häufig unterstützt von Polizei und Kripo.
Wir sind vor ca. 8 Jahren auf dem Weg von B nach HH auf der Autobahnabfahrt vom Zoll durchsucht worden:irre:
Antwort: es kämen zuviele unverzollte Zigaretten aus Berlin.

Ich hatte vor gut 3 Monaten meinen Bezirksabgeordneten mal angeschrieben, ob auch die Angestellten der Ordnungsämter Ordnungswidrigkeiten nach §42 WaffG feststellen dürfen. Habe noch keine Antwort. Weiß da jemand was genaueres?

Gruß
chamenos

luftauge
04.01.09, 13:42
...
Über die Neuordnung der Zollgrenzbezirke weiß ich noch nichts,wie ich leider gestehen muß.
...
Wenn ich in irgendeiner dieser Ansichten irre oder nicht auf dem neuesten Stand bin, dann bitte ich um entsprechende Aufklärung..
Ich habe vor meiner Rückfrage weiter vorn auch erst googeln müssen, aber leider keine eindeutige Antwort mit Definition finden können, selbst in Bundesgesetzblättern nicht...
Aber es hat mit dem sogenannten "Schengen-Raum" und der EU-Erweiterung zu tun, was zwei voneinander unabhängige Dinge sind. Zur Schweiz hat man seit kürzlich erst auch etwas freieren Zugang, dort hat man die Kontrollen teilweise aufgehoben, ist seit etwa 2 Wochen der Fall.

"Zollgrenzbezirke" in der früheren Bedeutung gibt es demnach nicht mehr, aber auf deine Aussage weiter vorn bezogen, war es anders gemeint:
Selbst in den früheren Bezirken hätte man ohne weiteres kontrolliert werden können, nur eben vorzugsweise vom Zoll, aber mit anderen Kontrollzwecken, als von der Polizei. Darum hies es Zollgrenzbezirk ;)

Gruß Andreas

siggii42
04.01.09, 16:39
Über die Neuordnung der Zollgrenzbezirke weiß ich noch nichts,wie ich leider gestehen muß.
Soweit ich weiß, darf in Deutschland auch die Polizei (egal ob nun Bundes- Landes- oder Stadtpolizei) nicht jeden anhalten und kontrollieren, nur weil sie Lust dazu hat. Dem Zoll schließlich würde ich im Zollgrenzbezirk, in Häfen und Flughäfen sowie an gewerblich durchgeführten Gütertransporten eine Kontrolle einräumen,ansonsten nicht. Wenn ich in irgendeiner dieser Ansichten irre oder nicht auf dem neuesten Stand bin, dann bitte ich um entsprechende Aufklärung..

Schengener Abkommen, wegfall der Grenzen, bedeutet grenznahe Kontrolle
des Zolls (MKG ebenfalls-mobile Kontrollgruppen).

sowohl der Zoll als auch die Polizei kann dich im Rahmen Ihrer gesetzlichen
Zuständigkeiten anhalten und kontrollieren, wäre ja auch schlimm, wenn
es nicht so wäre!

Hayate
14.01.09, 23:02
"Im Rahmen ihrer gesetzlichen Zuständigkeit" stimmt natürlich immer-
Die entscheidende Frage wird stets sein,ob Tatsachen die Annahme rechtfertigen....

siggii42
15.01.09, 06:50
"Im Rahmen ihrer gesetzlichen Zuständigkeit" stimmt natürlich immer-
Die entscheidende Frage wird stets sein,ob Tatsachen die Annahme rechtfertigen....

Was für Tatsachen?

Ich brauche keine konkreten Tatsachen, um dich zu kontrollieren. Anders
sieht es da bei der Durchsuchung aus. Eine Kontroll läuft zumeist im
Rahmen des Verwaltungsverfahrens ohne strafrechtlichen Hintergrund ab.
Hierbei muss ein Anfangsverdacht eben nicht gegegeben sein...:argw: :)

Egal ob hin oder her. Eine DU genießt besondere Anforderungen.

Erka
29.01.09, 13:31
Kennt ihr den schon:
"In dem von Ihnen zitierten Messerforum kommuniziert der harte Kern der Messerfreunde" (Wolfgang Wieland auf Abgeordnetenwatch (http://www.abgeordnetenwatch.de/wolfgang_wieland-650-5618--f160485.html#frage160485))

Huh, harter Kern, da bekomme ich ja richtig Angst vor mir... Vermutlich bin ich am Ende sogar gewaltbereit und weiß es nur noch nicht

Grüße
Rainer

Gecko
29.01.09, 13:45
http://www.redensarten-index.de:

der harte Kern:
"diejenigen, die noch mitmachen wollen; die Aktivsten innerhalb einer Gruppe"

Hmm, klingt doch erst mal gar nicht schlecht.
(Kann man allerdings auf Schachclub wie auf Extremistengruppen münzen..:argw:)

Ich denke die "Aktivisten" hier sollten sich geehrt fühlen....:cool:

Pit

olli16
29.01.09, 13:53
....In dem von Ihnen zitierten Messerforum kommuniziert der harte Kern der Messerfreunde....

och Mensch, soo schlimm klingt es doch gar nicht:teuflisch.

Aber langsam fühle ich mich, bei solchen Kommentaren, auch langsam unwohl, gelinde gesagt.

Schönes Beispiel, leider etwas OT:
Ein Pressesprecher vor laufender Kamera (VOX) zum Thema neue KFZ-Steuer-Regelung: "Fzg. mit erhöhtem CO/2 Verbrauch (!) werden in Zukunft höher besteuert"

Die wissen nicht nur nicht was sie tun, die können es nicht mal korrekt wiedergeben.

OT off

Gruß
Olli

luftauge
29.01.09, 13:54
Ja, der ist echt ein Experte...
Bestätigt sogar das gewollte Kriminalisieren der Masse, um das Führungsverbot damit durchzusetzen, weil es dann ja alles ungefährlicher und friedlicher wird...

Ein Dünnbrettbohrer, wie er im Buche steht... :rolleyes:

Aber die Umfrage hat er gelesen...

Morales
29.01.09, 14:14
Die anderen Aussagen finde ich eher besorgniserregend: Diese Tendenz zur Bewaffnung ist immer noch unerfreulich. Sie beweist aber eindrücklich die Notwendigkeit eines scharfen Waffenrechtes.
Das Gespenst der Bewaffnung der Gesellschaft wird ebenso wieder heraufbeschworen, wie auch die Idee ein Verbot würde Probleme lösen.

Allerdings üben derartige Messer (Anm. 12 cm-Messer) auf die kritischen Szenen, um deren Entwaffnung es geht, lange nicht einen solchen Reiz aus wie die verbotenen Wurf- Spring- oder Einhandmesser. Von daher hat der Gesetzgeber das normale Küchenmesser mit einiger Rationalität vom Verbot des Führens ausgenommen. Wurf-, Spring- und Einhandmesser wurden nicht verboten und von der Ausnahme von Küchenmesser habe ich noch nix gehört oder gelesen. Im §42a steht dazu nichts drin, aber vielleicht weiß er einfach mehr.

Und zum Abschluss: Die Frage dürfte allerdings hypothetisch sein, denn Sie haben ja, glücklicherweise, überhaupt kein Verlangen nach einem Messer.

Gruß,
Carsten

WalterH
29.01.09, 14:27
Lustig. Nachdem ich die Antworten von Herrn Wieland gelesen habe, weiß ich endlich, wer den Stupedia Artikel über Messer geschrieben hat:

http://www.stupidedia.org/stupi/Messer

Vielleicht sollten wir ihm mal mitteilen, wie der Herausgeber des Messermagazins heißt, hehe.

-Walter

siggii42
29.01.09, 15:15
Aber letztendlich spricht das ja auch für Publicity.

Und ich finde, dass das schon mal ein guter Anfang sein könnte, wenn
man das Messerforum kennt. Auch über seine Benutzer hinaus.

fuchs
29.01.09, 15:19
Was die zitierten Herren wirklich denken, wissen wir nicht. Die Zeiten, als Politiker manchmal noch Überzeugungen hatten, sind lange vorbei.

Wir leben in einer Oligarchie, einer Staatsform, hinter deren Kulissen der militärisch-industrielle Komplex die Fäden zieht und die Belohnungen für erfolgreiches Mitmischen ungeheuerliche Ausmaße angenommen hat und dementsprechend korrumpiert.

Der einzige Sektor, der nicht befriedigend kontrollierbar ist, sind die Medien. Das heißt, dass sich Politik nach außen stets im Spannungsfeld zwischen Presse und geahntem Bevölkerungswillen abspielt. Der Durchschnittspolitiker versucht abzuschätzen, wie der Großteil der Wähler eine Sache sieht und antwortet dann so, dass die Presse sein Gestammel als wählerwillenkonform herüberbringt.

Und da liegt der Hase im Pfeffer: Der Großteil unserer Mitbürger schmeißt Waffen, Messer, Jagd und rechte Gesinnung alles in einen Topf. Da wird in der Regel nicht differenziert, sondern abqualifiziert: Alles, was sich auch nur in die Nähe von Waffen rücken lässt, ist pfui bah.

Jeder kluge Politiker, der auch weiterhin oben mitmischen will, weiß das und hält sich davon fern wie auch von anderen Tabuthemen. Jede Antwort ist so kalkuliert, dass man im Zweifelsfall in den richtigen A..... gekrochen ist.

Insofern werden wir mit unserer Öffentlichkeitsarbeit etwas so viel Erfolgsaussichten haben wie Don Quichote an einem ganz schlechten Tag, nachdem sein Pferd davon gelaufen war und Sancho Pansa gerade gekündigt hatte.

Erka
29.01.09, 15:50
@Walter: Hehe, den Stupidedia-Artikel kannte ich noch nicht.

Ansonsten muss ich Fuchs recht geben.
Aber weil das alles so traurig ist, noch ein kleiner (alter) Wiefelspütz zur Aufheiterung:

Das Einhandmesser ist besonders gefährlich, weil es blitzschnell, nämlich einhändig funktionsbereit ist und deshalb - als Waffe benutzt - besonders gefährlich ist.
Ah ja, so ist das also.

Viele Grüße
Rainer

luftauge
29.01.09, 16:46
...
Der Durchschnittspolitiker versucht abzuschätzen, wie der Großteil der Wähler eine Sache sieht und antwortet dann so, dass die Presse sein Gestammel als wählerwillenkonform herüberbringt.
...
Jeder kluge Politiker, der auch weiterhin oben mitmischen will, weiß das und hält sich davon fern wie auch von anderen Tabuthemen. Jede Antwort ist so kalkuliert, dass man im Zweifelsfall in den richtigen A..... gekrochen ist.

Ja, leider richtig.
Nur dass Leute, wie dieser Herr Wielend *auch* und vorzugsweise dafür sorgen, dass echte/richtige Kriminelle (die mit Wissen und Wollen), oder krankhaft begründete, immer wieder auf die "normale" Menschheit im Alltag losgelassen werden. Für die fordert man das Recht auf soziale Teilnahmsmöglichkeit und Resozialisierung, und für sozialisierte Menschen werden diese Rechte beschnitten - kann es gerade nicht besser ausdrücken.
Dazu werden alle denkbaren und (für Normalos) hirnlosen Rechtswege geschaffen und bis zuletzt ausgereizt. Nur die Verantwortung dafür müssen "unsere Vertreter" im Gegensatz zu uns nie übernehmen.

Lügen werden nicht zur Wahrheit, nur weil sie von Politikern kommen und deren Dummgeschwätz wird nicht zur Weisheit, nur dass sie leider immer wieder damit durchkommen...

Gruß Andreas

pitter
29.01.09, 16:57
Lügen werden nicht zur Wahrheit, nur weil sie von Politikern kommen

Nur deswegen nicht. Da ein großer Teil der Presse aber jeden Politikerfurz druckt, und dazu noch umkommentiert und unreflektiert druckt, setzt sich der Mist als "Wahrheit" durch. Und das wissen Politiker sehr gut. Wenn sie auch sonst nix wissen, wie man die Presse für sich nutzt, wissen sie.

Ok, in aller Regel. Die BaWüler gehören ja auch zu den Geschlagenen ;)

Pitter

Erka
20.05.09, 23:13
Wer mal wieder sehen will, wie man auf eine kurze Frage einen ellenlangen Antworttext schreiben kann, ohne auf die Frage auch nur im Ansatz einzugehen, findet auf hier (http://www.abgeordnetenwatch.de/fritz_rudolf_koerper-650-5935--f177350.html#q177350) auf Abgeordnetenwatch ein schönes Beispiel.

Grüße
Rainer

Don Andi
25.05.09, 12:41
Falls jemand die Antworten von Herrn Wiefelspütz schneller haben möchte oder falls abgeordnetenwatch.de mal down sein sollte hier die Alternative:
http://fieser-admin.de/wiefelspuetz-generator/

tooluser
25.05.09, 13:06
Gottseidank gibt es noch Abgeordnete, die nicht am Sonn- oder Feiertag etliche Antworten schreiben, sich dabei teilweise so aufregen, dass sie ernsthafte Anfrager anpampen, und generell leicht beleidigt rüberkommen.

Bei den Abgeordneten, die dann nicht mit Standardantworten arbeiten, dauert es zwar in der Regel länger, bis sie schreiben, aber damit kann man wenigstens was anfangen.

by the way: Wiefelspütz hat ein Direktmandat ... no comment ...

Manowar
09.06.09, 07:08
Und mal wieder eine interessante Auslegung zum Begriff der Hieb- und Stoßwaffen vom sachkundigen Herrn Wieland (Antwort auf die Frage des Herrn Padberg vom 25.05.09) :

"Ich habe nicht "auch noch behauptet", dass das Gesetz zwischen "Messern" und "Hieb- und Stichwaffen" unterscheidet. Ich behaupte es immer noch. Es ist die einzig mögliche Auslegung dieses Gesetzes. Was irgendjemand dazu in "www.copzone.de" schreibt, interessiert mich weniger. Was ein Messer ist, wird im Gesetz nicht definiert. Ich habe schon einmal ausgeführt, dass der Gesetzgeber diese Kenntnis für selbstverständlich hielt, da er Sie noch nicht kannte. Deshalb noch einmal: Ein Messer, das aussieht wie ein Messer, ist auch ein Messer. Ein Bajonett nun sieht nicht aus wie ein Messer."

http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?abgID=5618&cmd=650&id=5618&q=Stichwaffen

Hätte man mir nicht schon eher sagen können, dass das so einfach ist?

Gruß

Michael

propaghandi
09.06.09, 10:25
Was ich viel bemerkenswerter finde, ist folgende Aussage:


Sie sollten sich überlegen, ob Sie nicht einen Beitrag zur allgemeinen Entwaffnung leisten wollen, statt weiter [...] Argumente zu liefern.


:staun:

Ich als aufrechter Demokrat und mündiger Bürger wähle dann doch lieber Argumente und kritisches Hinterfragen, anstatt brav den Untertan (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan) zu spielen.

Sam Hain
09.06.09, 11:38
Es ist eine Unverschämtheit, wie dieser Abgeordnete die Anliegen des Fragenden ins Lächerliche zu ziehen versucht. Ich weiß nicht, ob dieser Herr Padberg einer "von uns" ist und hier mitliest, hoffe aber inständig, dass er sich diese freche, polemische Art nicht gefallen lässt.

Die Darstellung der Zustände in Berlin, die Wieland abgibt, erinnert mich an Bild-Schlagzeilen und TV-Berichterstattung. Einfach nur zum Kotzen. Aus welcher Propaganda-Abteilung haben die Grünen den denn ausgegraben?:staun:

chamenos
09.06.09, 11:41
Moin.

Bevor uns noch jemand den Link im Beitrag von Don Andi meldet:D

Das ist ein "bewußtseinswachrüttelnder" Fake.

Und nein! Wer da drauf klickt kommt nicht in die geheime Kartei mit "Internetverbrechern". (noch nicht)

Gruß
chamenos

exilant
09.06.09, 14:36
Ein etwas sachlicherer Stil täte dem Herrn Padberg aber auch ganz gut.

Ich habe nur die erste Seite gelesen.

Der Wieland hat die Definitionen des gesetzes wiedergegeben und auf die fehlenden Statistiken hingewiesen. Lediglich seine politischen Schlussfolgerungen stehen im Raum.

Der Padberg hat ihn mit allen möglichen Polemiken aus der Zeit vor dem Gesetz belabert und wundert sich, dass Wieland das nicht juckt?

In dem, was Padberg schreibt, finde ich mich 0 wieder. Der Beitrag mit der Selbstverteidigung in Kölle war grausam.

Ob ich mich dort anmelde und mitmische, überlege ich mir.

Manowar
09.06.09, 18:35
In dem, was Padberg schreibt, finde ich mich 0 wieder. Der Beitrag mit der Selbstverteidigung in Kölle war grausam.


Der Beitrag zur EM und zur Demo in Köln waren wirklich schlecht! Ich frage mich, was der Fragesteller (das war überigens ein Herr Graute und nicht Herr Padberg) in diesen Situationen mit einem Messer gewollt hätte?

Wie hätte er den älteren Herrn, dem er mit bloßen Händen nicht helfen konnte, mit einem Messer vor der handgreiflichen Masse schützen wollen? Auch dem älteren Fan, der eine Bierflasche auf den Kopf bekommen hat, hätte ein Messer in der Hand des Herrn Graute herzlich wenig geholfen!

In solchen Situationen ein Messer zu ziehen, wirkt jedenfalls nicht deeskalierend und verschlimmert meiner Meinung nach die Situation unnötig! Deshalb sind die ganzen "Ich brauch ein Messer zur Selbsverteidigung"-Argumente äußerst kontraproduktiv für die Diskussion zum WaffG!

Gruß

Michael

Erka
09.06.09, 20:23
Der Beitrag zur EM und zur Demo in Köln waren wirklich schlecht! Ich frage mich, was der Fragesteller (das war überigens ein Herr Graute und nicht Herr Padberg) in diesen Situationen mit einem Messer ... Deshalb sind die ganzen "Ich brauch ein Messer zur Selbsverteidigung"-Argumente äußerst kontraproduktiv für die Diskussion zum WaffG!


Der Herr, vor dem mir Graute wenn ich ihm Nachts begegnete, hat neben Messern auch "Teaser" (die kleine Ausführung der Taser? :)) erwähnt. Trotzdem in dem Zusammenhang daneben und kontraproduktiv.

Ob ich mich dort anmelde und mitmische, überlege ich mir.

Man muss ja nicht gleich aktiv fragestellend werden. Macnhmal wärs schon positiv, wenn ein paar Leute mehr die Benachrichtigungsfunktion nutzen würden. Oft werden nur 3 oder 4 Interessierte angezeigt; besser kann man kaum demonstrieren, dass solche Fragen / Themen kein Schwein interessieren.

Grüße
Rainer

Manowar
10.06.09, 08:43
Der Herr, vor dem mir Graute wenn ich ihm Nachts begegnete, hat neben Messern auch "Teaser" (die kleine Ausführung der Taser? :)) erwähnt. Trotzdem in dem Zusammenhang daneben und kontraproduktiv.

Stimmt, den "Teaser" hatte ich glatt überlesen. Aber auch damit ausgerüstet kann ich mir schlecht vorstellen, wie er die Kopfverletzung durch die Bierflasche verhindern bzw. den "angreifenden Mob" aufhalten wollte. Herr Graute weiß schon, dass man damit nur einen Angreifer stoppen kann und nicht hundert, oder? Stelle mir gerade bildlich vor, wie er einen Angreifer mit Dauer-Elektroschocks am Boden hält, während ihn die anderen 99 umzingeln und unfreundlich anschauen :eek:

Man muss ja nicht gleich aktiv fragestellend werden. Macnhmal wärs schon positiv, wenn ein paar Leute mehr die Benachrichtigungsfunktion nutzen würden. Oft werden nur 3 oder 4 Interessierte angezeigt; besser kann man kaum demonstrieren, dass solche Fragen / Themen kein Schwein interessieren.

Das stimmt auch. Leider nutzen nur wenige Bürger überhaupt diese Seite, um sich die (im Zusammenhang mit Messern meist unqualifizierten) Antworten durchzulesen und sich daraus ein Urteil für die nächste Wahl zu bilden. Aber diejenigen die mitlesen, sollten dies auch kenntlich machen, damit nicht der Eindruck entsteht, dass die Wähler-Gruppe der "Messer-Träger" völlig irrelevant ist![/QUOTE]

Gruß

Michael

stralsund66
05.02.10, 20:01
Heute in Abgeordnetenwatch folgende Aussage von Herrn N. Brackmann gefunden: Unter das Führungsverbot fallen auch nicht verbotene Springmesser und Messer, die zwar nur beidhändig geöffnet werden können, aber deren Klinge mit nur einer Hand festgestellt werden können. Ein Verstoß hiergegen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Inwiefern diese Antwort zur Klarheit über § 42a WaffG beiträgt möge jeder selbst beurteilen.

Gruß,
Stralsund

thrawn
05.02.10, 20:38
Es ist schon sagenhaft, was von den Experten immer in einen Topf geworfen wird :super: Wobei ich echt nicht weiß, an welches Messer er bei seiner Definition gedacht hat (beidändig zu öffnen, einhändig zu arretieren :argw:), aber im Zweifelsfall hat er gar nicht gedacht, sondern einfach nur geschrieben
-> nein, es trägt nicht unbedingt zur Klarheit bei, allerdings macht es die Sache auch nicht schlimmer, da sowieso die kuriosesten Interpretationen herumschwirren

smeagolvomloh
06.02.10, 08:46
Heute in Abgeordnetenwatch folgende Aussage von Herrn N. Brackmann gefunden: Unter das Führungsverbot fallen auch nicht verbotene Springmesser und Messer, die zwar nur beidhändig geöffnet werden können, aber deren Klinge mit nur einer Hand festgestellt werden können. Ein Verstoß hiergegen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Inwiefern diese Antwort zur Klarheit über § 42a WaffG beiträgt möge jeder selbst beurteilen.

Gruß,
Stralsund

Da muss ich aber lange überlegen, was für ein Messer dieser ausgewiesene Fachmann gemeint haben könnte.

...

Ich hab's:

Er meint das böse französische Legionärs-Klapp-Kampfmesser (Opinel).

exilant
06.02.10, 09:37
Antworte dem Herrn Brackmann, dass er sich heraus halten soll, wenn er keine Ahnung hat. Weder in Deutsch noch im Gesetz! Hätte er das eine, hätte er das andere.

So eine dummes Geschwätz regt nur unnötig auf.

Diese Leute sind keine Autoritäten. Sie sind nur Abgeordnete.

polaris1977
07.02.10, 16:42
Diese Leute sind keine Autoritäten. Sie sind nur Abgeordnete.
Und als solche sollen sie das Volk repräsentieren. Was die technischen Kenntnisse der Masse der Wahlberechtigten über Messer angeht, die jehnseits von Küche und Standart-SAKs liegen, kommt Herr Brackmann dieser Aufgabe wirklich vorbildlich nach. :glgl:

HankEr
07.02.10, 17:50
Diese Äußerung ist nun wohl genug kommentiert worden! Warten wir auf die nächste.

FOH_Freak
10.02.10, 14:51
Schaut mal da:
http://www.abgeordnetenwatch.de/norbert_brackmann-575-37497--f246403.html#q246403

Der werte Herr Brackmann hat gerade auf die (Rück-)Frage zum
Zweihändigeneinhandverriegelungsfeststel lklappmesser geantwortet, weicht der Frage aber professionell aus. :jammer:

Es ist schon schlimm, wenn man die selbst beschlossenen Gesetze nicht versteht.:rolleyes:

Manowar
16.02.10, 21:21
Ist es nicht schön, wie der werte Herr Brackmann, nachdem er die verwegene Behauptung aufgestellt hat, dass auch zweihändig zu öffnende und einhändig arretierbare Messer unter das Führungsverbot fallen, schon dreimal der konkreten Frage ausgewichen ist, welche Messer er damit gemeint hat?

anson argyris
17.02.10, 09:30
Schlimm auch, wenn man nicht einmal seine eigene Antworten versteht.
Zitat:
" Ich habe bereits ausführlich zum Thema Verbot des Führens von Anscheinswaffen in der Antwort an Herrn Mucker Stellung bezogen. "

Um Anscheinswaffen ging's weder in der Anfrage noch in seiner Antwort.

Nett auch folgendes:
" Meine Erfahrungen mit Ordnungsämtern sind positiv."

Schön für ihn, allerdings nicht ungewöhnlich, da Politiker bei Ämtern im allgemeinen bevorzugt behandelt werden.

Kendras
17.02.10, 13:37
Hallo zusammen,

also nachdem die Diskussion in diesem Thema wieder aufgenommen wurde hab ich es gestern zufällig entdeckt und mir die ganzen Beiträge auf Abgeordnetenwatch mal genauer durchgelesen..
Mein Fazit ist, auch wenn es tlw nicht ganz richtig ist was die Fragesteller schreiben finde ich ihr Verhalten absolut vorbildlich..
Wenn man sich mal durch die ganzen Beiträge klickt findet man auf fast jeder Seite eine Frage zum Thema Messer und Waffengesetz.
Da davon auszugehen ist dass nicht nur die Fragesteller diese Posts lesen denke ich schon, dass damit eine große Masse zumindest auf das Thema aufmerksam gemacht wird.
Vermutlich sind es die meisten Politiker nicht gewohnt derart häufig und intensiv über eine Gesetzesänderung befragt zu werden und sich dafür zu rechtfertigen.
Außerdem sind sie auf so einer Seite fast schon gezwungen zu antworten und sich auch selbst (sei es nur zeitlich und nicht inhaltlich) damit zu befassen.

Eigentlich wäre das unter Umständen doch auch der ideale Rahmen um auf die IMSW hinzuweisen...

siggii42
17.02.10, 13:46
Außerdem sind sie auf so einer Seite fast schon gezwungen zu antworten und sich auch selbst (sei es nur zeitlich und nicht inhaltlich) damit zu befassen.


Aber erst wenn deine Anfrage geprüft und durch den Admin freigegeben
wurde. Und dann ist immer noch fraglich, ob die Person selber antwortet...:lach:

Kendras
17.02.10, 14:02
Ja leider..bei allen meinen bisherigen Anfragen an Politiker (egal zu welchem Thema) wurde mir "im Auftrag" geantwortet..
Aber auch das kostet Zeit und damit Geld- und es bleibt die Hoffnung, dass der Politiker seine Seite zumindest hin und wieder auch selbst besucht.

Der Admin scheint ja in diesem Fall zum Glück sehr kulant zu sein..der geschätzte Herr Padberg ist ja schon ein par Mal durchgekommen:hmpf:

Manowar
17.02.10, 15:56
Außerdem sind sie auf so einer Seite fast schon gezwungen zu antworten und sich auch selbst (sei es nur zeitlich und nicht inhaltlich) damit zu befassen.

Eigentlich wäre das unter Umständen doch auch der ideale Rahmen um auf die IMSW hinzuweisen...

Herr Huber hat in seiner Anfrage auf die IMSW verlinkt:
Selbst die Innenministerien der einzelnen Bundesländer widersprechen sich gegenseitig oder können die Auslegung des "allgemein Anerkannten Zwecks" nicht näher definieren: www.messerforum.net

Ich kann mir aber leider nicht vorstellen, dass sich Herr Brackmann irgendetwas auf der Seite durchgelesen hat, falls er dem link überhaupt gefolgt ist...

First_Blood
02.03.10, 14:57
So kann man die konkrete Frage, ob der Weg zu einem berechtigten Interesse ebenfalls zu den Ausnahmetatbeständen zählt, natürlich auch beantworten...

Trinken Sie gesunden Apfelsaft und bewegen Sie sich auf den vielen liebevoll angelegten Wegen im Wald, die nicht von Sträuchern versperrt werden, und hoffen Sie, dass Ihnen niemand in dunkler Absicht begegnet, den der generalpräventive Zweck des Waffengesetzes leider nicht beeindruckt.

http://www.abgeordnetenwatch.de/reinhard_grindel-575-37606.html#questions

First_Blood
07.03.10, 13:13
Hat hierzu schon jemand nähere Informationen?
Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, dass es bis 2011 einen Evaluation des Waffenrechts geben wird. Die FDP wird die von Ihnen beschriebene Position bei einer erneuten Diskussion um eine Änderung des Waffengesetzes mit Nachdruck einbringen.
http://www.abgeordnetenwatch.de/hartfrid_wolff-575-38054.html#questions

Geht es darin wohl auch um das Führungsverbot der Einhandmesser?

Auf meine Petition wurde mir damals auch geantwortet, dass zunächst die Auswirkung der Gesetzesverschärfung abgewartet werden soll, bevor man über eine erneute Änderung nachdenkt...