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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lot für Gold und Silber



Piston
27.03.02, 23:10
Hallihallo, weiß jemand von euch, woher ich in kleinen Mengen Lot zum Löten von Gold und Silber kriege???

HankEr
28.03.02, 06:59
Frag´ doch mal einen Goldschmied ob er dir etwas überläßt. :hehe:

Armin II
28.03.02, 08:55
Silberlot gibts in jedem Baumarkt, wird normalerweise zum Hartlöten von Messing und Stahl verwendet, ob man damit auch Silber löten kann weiss ich nicht, das würde ich einfach mal ausprobieren. Beim Gold ist das auf jeden Fall so, dass das Lot den gleichen Goldgehalt haben muss wie das zu verlötende Gold (also 333, oder 750 oder 999...)sonst sieht man die LÖtstelle ziemlich deutlich.

rolynd
28.03.02, 09:38
Versuchs doch mal bei heraeus, die schicken auch kleinere mengen.

http://www.wc-heraeus.com/wch/gbs/gbs_home.nsf/$webpopup?readform&../gbs_popup.nsf/$pages/Lagerprogramm_Lager1

zorro_43
28.03.02, 12:44
Hi,
Weichlöten müßte mit normalem Elektroniklot gehen.

Zorro

pitter
28.03.02, 13:13
Frag halt mal im ZeitMesserForum nach, dort sind doch Goldschmiede und Juweliere. Kompetentere Antworten wirds nedd geben.

Gruesse
pitetr

Armin II
28.03.02, 15:24
Weichlöten taucht vielleicht was für Elektronikbauteile oder Kupfer-Wasserleitungsrohre mit Fittings, aber ansonsten....:angst: :angst:

luftauge
28.03.02, 18:01
Ich habe wegen einer ähnlichen Frage nach Weichlot beinahe mal Hausverbot von einem Goldschmied bekommen...
Er fühlte sich in seiner Berufsehre gekränkt...

Gruß Andreas/L

Aleena
28.03.02, 18:28
Hi,

kann man (notfalls ich) bei jedem Dentaltechniker für jede Goldsorte kriegen. Da die mit wechselnden Goldarten arbeiten haben die auch "universal" Lot. Hält gut sieht evt. nicht so toll aus. Ist nicht ganz so teuer wie für Goldschmiede ;)

HankEr
28.03.02, 18:39
Ich habe wegen einer ähnlichen Frage nach Weichlot beinahe mal Hausverbot von einem Goldschmied bekommen...



Er fühlte sich in seiner Berufsehre gekränkt...



Der war vielleicht nur besorgt, daß Du ihm hinter die Schliche kommst, daß er nur Schmuck verkauft und nicht selber fertigt. :haemisch:





Unter Goldschmied verstehe ich nicht so eine Laden in dem hunderte Ketten und Ringe im Schaufenster sind, sondern so einen wo man hingeht und Schmuck nach seinem Wunsch fertigen läßt. Vgl. Messerladen<->Messermacher :argw:

Die meisten (oder zumindest viele) die sich Goldschmiede nennen sind heute leider reine Händler die evtl. noch eine Kette reparieren oder die Größe eines Ringes anpassen, mehr aber auch nicht.

luftauge
28.03.02, 19:42
@ HankEr :

Nee nee, das war schon ein richtiger Selbstfertiger, und sein Laden nennt er "Atelier", offene Werkstatt über dem Verkaufsraum ;)

"Ich bin Künstler und kein Handwerker, mit Weichlot für billiges Blech gebe ich mich erst gar nicht ab"

So ein blöder Fatzke, anstatt sich zu freuen, das man sich für sein Handwerk interessiert...:angry:
Dabei wollte ich nicht wissen, wie man rumhunzt, sondern wie man etwas richtig macht, nur mit unedlem Material.

Gruß Andreas/L

herbert
28.03.02, 20:01
So ein blöder Fatzke, anstatt sich zu freuen, das man sich für sein Handwerk interessiert...
Recht hast Du, Luftauge!
Aber ich kannte auch mal so einen, interessante Werkstatt, hatte seinen Verkaufsraum super gestaltet. Stell Dir vor, Betontische, Schmiedestahl, Glas, und dann super mit Geschmack den Goldschmuck darin drapiert, teilweise noch mit KOKS ( ich mein die Kohle, Mensch) umlegt, also Gegensätze ohne Ende, einfach prickelnd. Aber arrogant wie Sau. Und Tschüss, Fatzke.

zorro_43
28.03.02, 20:46
Hi,
das Weichlöten pauschal abzulehnen ist doch wohl etwas Kurzsichtig!
Da beraubt man sich durch Vorurteile einer manchmal sehr nützlichen und durchaus haltbaren Fügemethode!
Es kommt doch auf den Einsatzzweck an.
Wo Metalle mit relativ großer Kontaktfläche verbunden werden müßen ist eine vernünftig ausgeführte Weichlötung nicht schlechter als andere Verfahren und bietet auch Vorteile.
Die Weichlötung ist Temperaturbeständiger und Fester als die meisten Klebungen und Verursacht dabei viel weniger Temperatur-Stress als eine Hartlötung.

Ich bin kein Weichlöt-Apostel, aber so unbegründete Vorurteile tun keinem Handwerker gut!

Zorro

bert
28.03.02, 20:56
Silberlot etc.
gibt es bei
www.fischer-pforzheim.de (http://www.fischer-pforzheim.de)


silberlot gibt es in 3 Temperaturstufen
-Schnellot
-Mittellot
-Strenglot

Preis ca. für 20g € 5,50

Gruß
bert.

cearbhallain
04.04.02, 16:00
Original geschrieben von luftauge
Ich habe wegen einer ähnlichen Frage nach Weichlot beinahe mal Hausverbot von einem Goldschmied bekommen...
Er fühlte sich in seiner Berufsehre gekränkt...



Richtig so! Weichlot ist eine Zumutung, eine Unverschämtheit, eine Krankheit - auf jeden Fall eine Materialverunreinigung und keine Lösung. Finger weg davon. Weichlote geben IMHO keine befriedigende Verbindung für unsere Zwecke - bei der Installation von Wasserrohren haben sie durchaus ihre Berechtigung. Alle Buntmetalle lassen sich sehr gut mit Hartloten dauerhaft und sauber verbinden.
Was dort oben noch erwähnt wurde wg. Kleber - ich kenne mehr als einen Klebstoff, der Weichlot in allen Belangen, inklusive der Festigkeit der Verbindung weit hinter sich läßt. Wir hier sollten das Weichlöten den Installateuren überlassen.

Fa. Fischer verschickt gerne proffesionelle Lote, Bernd ist mir mit dem Hinweis Zuvorgekommen. Auf saubere Lötflächen, gute Passung und geeignetes Flußmittel achten. :)

Aiwazz
04.04.02, 16:58
Hi Piston,

ich hab da heute zufällig was im **** gesehen!
Schau doch mal rein.

Gruß

Aiwazz

luftauge
04.04.02, 21:33
Original geschrieben von cearbhallain

Richtig so! Weichlot ist eine Zumutung, eine Unverschämtheit, eine Krankheit...


Wieso das denn ?
Ich wollte vom Goldfuzzi einen Tipp zur Arbeitsstechnik, die ich in unserer Schlosserei oder beim G-W-S Spezi nicht beantwortet bekommen konnte, und das habe ich ihm auch so zu erklären versucht.

Gruß Andreas/L

zorro_43
04.04.02, 21:33
Hi,
@cearbhallain:


Wir hier sollten das Weichlöten den Installateuren überlassen

Das sind ja alles sehr überzeugende Argumente!
Wer sind den "wir hier"? Und was löten "wir hier" überhaupt?

Ohne zu wissen um was für einen Anwendungsfall es geht ist es einfach dumm ein Fügeverfahren von vornherein abzulehnen!

Früher wurden die Nippel an Bowden-Zügen Weichgelötet. Das hat wunderbar gehalten. Jetzt werden sie aus Umwelt- und Rationalisierungsgründen öfter angepresset. Auf Ankleben ist da wohl noch keiner gekommen.

Zorro :mad:

luftauge
04.04.02, 21:49
Wir haben in der Berufsschule mit dem Wöhler oder Böhler Universal-Prüfgerät Zerreißproben verschiedener Fügeverfahren gemacht, die weichgelöteten Proben haben teilweise besser gehalten, als geschweißte oder vernietete,
wenn die Weichlot-Fügeflächen noch sauberer gemacht worden wären, hätten sie noch höhere Zugbelastungen ausgehalten.

Da hat Zorro völlig Recht mit seinem Einwand !

Gruß Andreas/L

cearbhallain
04.04.02, 22:31
*seufz* dann will ich mich mal zur Wehr setzen...

zunächast mal @ Zorro:

'Wir hier' sind, das setze ich einfach mal voraus, Leute die Interesse an Messern und vor allem Spaß am selber machen von Messern haben.
Messer sind Gebrauchsgegenstände die zum Teil erhebliche Belastungen auszuhalten haben. Dabei scheint es mir sinnvoll, für die jeweilige Anwendung das jeweils beste Fügeverfahren zu wählen - was IMHO nicht das mit Weichlot sein kann.
Ich wüßte derzeit nichts, was Weichlot kann, was Hartlot oder ein guter Klebstoff nicht besser könnten.
Bowdenzüge ankleben: natürlich nicht - verpresst ist sofort fertig und gebrauchsbereit - Zeit ist schließlich Geld in der Industrie. Niemand hat dort Zeit, darauf zu warten, bis ein Kelbstoff abgebunden hat, wenn es auch anders geht. Aus dem selben Grund wird auch nicht mehr gelötet: zu zeitintensiv. Was allerdings gemacht wird: die Nippel werden oft direkt angespritzt.

so nun @ Luftauge:

Du hast völlig recht, wenn Du verärgert bist, wenn der Kollege sich Dir gegenüber derart verletzend verhalten hat - dazu mußt Du aber auch eines Wissen, was jemanden, der nicht 'vom Fach' ist, nicht bekannt sein kann: In einer Goldschmiedewerkstatt ist Zinn, und damit auch Weichlot einfach tatsächlich DER Feind. Schon ganz geringe spuren dieser Substanzen können bei den normalerweise dort verarbeiteten Materialien zu schweren Schäden führen, wenn man nicht sehr sauber arbeitet und peinlichst darauf achtet, daß es nicht zu Verunreinigungen kommt. Möglicherweise wollte der Kollege einfach seine Werkstatt 'rein' halten. Dies dazu.
Zu den von Dir erwähnten Versuchen: mir ist leider nur der Dauerschwingversuch nach August Wöhler bekannt, ein zerstörendes Werkstoffprüfverfahren zur Ermittleung der Obergrenze für Dauerbelastung eines Werkstoffes. Weiß nicht ob Du jetzt das meinst, oder ob es da was anderes gibt, was mir nicht bekannt ist. Du schreibst was von 'Zugbelastung' - kommt beim MIR bekannten Wöhler-Versuch nicht vor. Schon bein Zugversuch, bei dem i.d.R. Hydraulische 'Universalprüfmaschinen' eingesetzt werden - ob der nu auch vom ollen Wöhler stammt, weiß ich nicht. Da ich aber auch den Versuchsaufbau, wie er damals(?) bei euch war nicht kenne, kann ich dazu speziell nichts sagen.

Ich bleibe dabei: wegen der spezifischen Eigenschaften von Weichlötungen und des dabei verwendeten Lotes sind Weichlötungen FÜR MICH keine andenkenswerte Alternative. Spezialfälle (wüßte aber grade nicht was das sein sollte) mal ausgenommen.

Ich hoffe, du hast Deine Frage zum Löten inzwischen irgendwo beantwortet bekommen, ansonsten stehe ich Dir gerne zur Verfüfung, soweit mein Wissen reicht :)

Armin II
05.04.02, 09:47
Also cearbhallain, jetzt hast Du dich wohl etwas vergallopiert:

"Messer sind Gebrauchsgegenstände die zum Teil erhebliche Belastungen auszuhalten haben. Dabei scheint es mir sinnvoll, für die
jeweilige Anwendung das jeweils beste Fügeverfahren zu wählen - was IMHO nicht das mit Weichlot sein kann.
Ich wüßte derzeit nichts, was Weichlot kann, was Hartlot oder ein guter Klebstoff nicht besser könnten."

Und damit sind wir genau beim Thema: das jeweils beste Fügeverfahren für die Anwendung.....

Wenn ich also z.B. bei nem Messer mit hidden tang den Handschutz am Erl verlöte, und das ganze bereits ohne Lötverbindung spiel- und wackelfrei sitzt weil die Passung eben nun mal passt, dann macht es hier gar keinen Sinn Hartzulöten und sich dabei die Wärmebehandlung der Klinge zu versauen.

Genausowenig werde ich Metallteile, die nur geringen oder gar keinen Belastungen ausgesetzt sind hartlöten, vorausgesetzt die Fügestellen sind ausreichend gross.

Und was die Weichlötverbindung besser kann als die KLebeverbindung: Sie ist nach ner Minute fest! Wenn du jetzt sagst, dass das bei Sekundenkleber auch der Fall ist, dann geb ich Dir Recht. Aber versuche mal ne KLebestelle wieder zu lösen weil du denn Sitz eines Teils korrigieren willst.....Die Weichlötverbindung mach ich halt nochmal warm :irre:

Wie Du also sagtest "das jeweils beste Fügeverfahren für die Anwendung" Warum soll das nicht auch mal zufälligerweise ne Weichgelötete Verbindung sein?

cearbhallain
05.04.02, 12:51
*spitze Feder rausholt*


Original geschrieben von Armin II
Wenn ich also z.B. bei nem Messer mit hidden tang den Handschutz am Erl verlöte, und das ganze bereits ohne Lötverbindung spiel- und wackelfrei sitzt weil die Passung eben nun mal passt, dann macht es hier gar keinen Sinn Hartzulöten und sich dabei die Wärmebehandlung der Klinge zu versauen.

ICH würde alles tun, um Weichlot zu vermeiden.. vernieten, verkleben, unsichtbar verstiften, formschlüssige Verbindung... etc..



Genausowenig werde ich Metallteile, die nur geringen oder gar keinen Belastungen ausgesetzt sind hartlöten, vorausgesetzt die Fügestellen sind ausreichend gross.


*g* ich schon - aber gut - für mich ist Hartlöten etwas alltägliches...



Und was die Weichlötverbindung besser kann als die KLebeverbindung: Sie ist nach ner Minute fest! Wenn du jetzt sagst, dass das bei Sekundenkleber auch der Fall ist, dann geb ich Dir Recht. Aber versuche mal ne KLebestelle wieder zu lösen weil du denn Sitz eines Teils korrigieren willst.....Die Weichlötverbindung mach ich halt nochmal warm :irre:


Neeee - also Cyanacrylat wäre mir hier nu echt nicht in den Sinn gekommen. Aber: die Klebestelle, die ja nicht sofort abbindet, kann ich, sollte ich nicht genau genug geklebt haben, noch nachträglich korrigieren - Weichlot, welches sofort wieder fest wird, bietet mir diesen Kompfort nicht - ist sogar noch heiß (aua), wenn ich versuche, da was zu schieben oder so... da sind mir doch die Klebungen lieber. Dann: Weichlot hat eine unschöne Farbe, falls es mal zu sehen sein sollte. Klebstoffe kann ich sogar noch einfärben, falls das als nötig erachtet wird (in Grenzen, nicht alle). Und wenn ich gar zu ungeduldig wäre, bis die Klebung fest ist (warum eigentlich? Gut Ding will immer noch Weile haben), dann habe ich bei vielen Klebern die Möglichkeit, die Abbindezeit und sogar die Festigkeit durch richtiges erwärmen zu beeinflußen. Der Kleber fließt mir auch nicht irgendwohin, wo ich ihn vielleicht gar nicht haben will, wenn die Gefahr doch besteht, kann ich mit einfachsten Mitteln (Abkleben mit Tesa®Film reicht oft schon) etwas dagegen tun. Klar - bei Weichlot auch - ist aber mehr Aufwand.
Sorry, sehe immer noch keine notwendigkeit Weichlot zu verwenden...



Wie Du also sagtest "das jeweils beste Fügeverfahren für die Anwendung" Warum soll das nicht auch mal zufälligerweise ne Weichgelötete Verbindung sein?

Ich habe ja irgendwo oben schon gesagt, daß es durchaus mal sein kann, daß Weichlot Sinn macht - aber eben für mich nur ganz, ganz, ganz selten.
Und vergallopiert habe ich mich ma nicht - vielleicht weit aus dem Fenster gelehnt, weil ich Weichlot nun mal wirklich nicht MAG:mad: -aber ich bin noch auf festem Grund... :super:

caerbhallain
06.04.02, 16:27
und noch eines: (ja - ICH bin es - hatte n Buchstabendreher im Namen*s*)


Original geschrieben von luftauge

"Ich bin Künstler und kein Handwerker, mit Weichlot für billiges Blech gebe ich mich erst gar nicht ab"


.. bevor einer 'Künstler sein will muß er erst mal 'Handwerker' sein - nämlich sein Handwerk verstehen. Kunst hat ja was mit können zu tun. Meine Meinung.

Badger1875
07.04.02, 12:03
An Alle zum Thema Hart- Weichlöten oder Kleben.....

Ein Goldschmied verpönt in der Regel das Weichlöten, da ihm damit die Güte der von ihm verwendeten Materialien in ihrer Gesamtheit nachlässt:

Silber, in der Regel 925 gestempelt (will heißen, 925 Teile reines Silber (i.d.R. 999) und 75 Teile reines Kupfer (i.d.R. 1000)) wird durch Beimengung von Zinn, Blei und anderen den Schmelzpunkt des Weichlotes senkenden Zuschlagstoffen (Legierungsbestandteilen des Weichlotes) nicht mehr den Legierungsgehalt von 925 aufweisen.
Der Goldschmied der sein Werkstück mit diesem Stempel (925) versieht macht sich den Gesetzen nach strafbar: Wer will den schon ein Schmuckstück kaufen das mit 925 gestempelt wurde aber nur 910 aufweist? Das ist wie Steuern bezahlen für einen 3,0 Liter Diesel aber nur 2,5 Liter Hubraum haben?
Spätestens hier sollte einer die Reaktion verstehen!
PS.: Bei Gold oder Platin verhält es sich definitiv gleich!

Jede Verbindungstechnik wurde von einem Fachmann für eine Fachaufgabe entwickelt und hat somit auch eine Berechtigung.

Übrigens gibt es auch silberhaltige Weichlote für Edelstahl und Buntmetalle. Es fließt bei 221°C und bringt 15,7 kg/mm² Festigkeit der Lötstelle.

Wer es haben will: f.guettler@guettler-krieg.de

Es ist zwar nicht ganz billig, aber ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Durch den sehr niedrigen Schmelzpunkt nehmen es die wenigsten Stähle krumm, wenn sie bereits den gesamten Härteprozess durchlaufen haben. Die meitsgebräuchlichste Anlasstemperatur liegt mit 250°-300° deutlich über dem Schmelzpunkt des Lotes.

Kleben und danach polieren birgt in bestimmten Einsatzgebieten auch Nachteile, da beim Polieren durchaus Temperaturen erreicht werden können, bei denen die meisten 2-Komponenten - Kleber den Geist aufgeben und das was sie halten sollen nicht mehr können.

Freddie

caerbhallain
07.04.02, 13:11
Moooment - ganz so einfach ist das nicht.
Was das Weichlot in den Goldschmiedewerkstätten so unbeliebt macht ist eher folgender Umstand: Beim Arbeiten mit den dort verwendeten Metallen entsteht ein mechanischer Abtrag. Kennt jeder, der schon mal gesägt/gefeilt/poliert etc hat. Da das Material in der Regel einen recht hohen Grammpreis hat, wird sehr darauf geachtet, heinerlei Stäube, Feilung oder ähnliches wegkommen zu lassen - das wird alles gesammelt.
Einen großen Tel des Materials kann man so rein sammeln, daß sich ein Wiedereinschmelzen und Weiterverwenden direkt in der Werkstatt lohnt. Wenn nun aber in der Werkstatt unbedacht mit Zinnlot gearbeitet wird, oder Zinnlot an irgendeinem Teil verwendet wurde, da vielleicht in Reparatur kommt, oder die Werkzeuge zur Zinnbearbeitung nicht peinlichst sorgfältig von den anderen getrennet gehalten werden (ja, an den Werkzeugen haftende Reste dieses ekligen Zeugs reichen aus), dann kann es geschehen, daß Spuren davon mit in die wiederzuverwertende Feilung geraten. Ist auch mit normalen Werkstattmitteln weder festzustellen noch zu beheben, falls es mal passiert ist.
So - und wenn man dieses Material nun einschmilzt, um es Weiterzuverwenden, dann legiert sich das Zinn eben mit. An der Edelmetallhaltigkeit der Legierung ändert sich dadurch fast nichts - die Mengen, die an Zinn da reinkommen, sind gewichtsmäßig zu vernachlässigen. Aber an den Werkstoffeigenschaften. Das Material wird nämlich spröde, und damit kann mann nichts mehr anfangen, es ist, um es genau zu sagen: teurer Schrott.:mad::mad: Kann nur in aufwendigen Spezialverfahren wieder gereinigt werden, das muß bei Spezialfirmen gemacht werden, die machen es nicht kostenlos. Meist merkt man ja auch erst mal nichts davon, sondern will dann das neue Material gleaich weiterverarbeiten - was auch bis zu einem bestimmten Punkt geht - dananch aber eben nicht - hinausgeworfene Arbeitszeit für das Schmelzen, die nicht zu brauchende Arbeit, das Einschicken und Säubern lasssen des Materials - alles nicht nötig. Kaum ein GS hat Lust, sich einen zweiten Werkzeugsatz nur für Zinnhaltige Materialien anzuschaffen. Ergo - raus mit dem Zinn aus der Werkstatt, und zwar gründlich.
So, nu wißt Ihr's:ahaa:, und ich habe wunde Finger.:super:

Nachtrag: Es gab traditionell einige wenige Anwendungen, wo tatsächlich Weichlot verwendet wurde - aber mit der Entwicklung der Klebstoffe hat sich das zu deren Gunsten verschoben.
Noch eins: ein GS macht sich strafbar:waaah:, wenn das von ihm gestempelte schmuckstück nicht tatsächlich IN SEINER GESAMMTHEIT den behauptetetn Edelmetallanteil aufweist - wollen wir alle lieber nicht, abgesehen davon, daß es schlechtes Handwerk ist.

Badger1875
08.04.02, 15:44
Hallo Caerbhallain,

ich möchte mich nun wirklich nicht um des Kaisers Bart streiten, da aber in einer Gold- und/ oder Silberschmiedewerkstatt nicht nur die Feile Verwendung findet sondern jegliche Art von abrassiver Abtragetechnik (Schmirgelleinen in den verschiedensten Körnungen und auch die Polierwachse zum Vor- und Hochglanzpolieren) werden im Fell (so die Bezeichnung des zum Auffangen des "Abfalles" am Arbeitstisch bzw. dem Brett) nicht nur Metallreste der jeweiligen Legierungen, auch ein Goldschmied arbeitet mit mehr Edelmetallen als Gold an einem Tag, sondern auch die Abriebe der diversen Schmirgelleinen und Polierwachse aufgefangen. Diesen Mischmasch der verschiedensten Materialien sammelt ein Gold- und/ oder Silberschmied, sortiert die evtl. darin vorhandenen größeren Metallstücke exakt definierbarer Herkunft heraus (wiegesagt die "Hoch" - Stempelei der diversen Legierungen ist strafbar!) um sie dann vielleicht noch weiter zu verwenden. Schon allein des hohen Aufwandes der Trennung wegen und auch um definitiv auszuschließen, daß irgendwelche "zerstörenden" Materialien hinzukommen oder drinbleiben, gibt man den letzten Rest des nicht genau definierbaren Kleinzeugs in eine Scheideanstalt, die mit geeigneten Techniken die Möglichkeit haben jedes Metall (Platin, Gold und Silber) so zu trennen, das sogar die einzelnen Legierungsgüten der Edelmetalle auf das genaueste stimmen.
Als die wohl bekannteste Scheideanstalt in Deutschland wäre da wohl die Degussa in Pforzheim zu nennen, was nichts anderes bedeutet als "Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt"! Diese Scheideanstalten sind gegen ein Entgelt (nach Gewicht und Fassonierung des Ergebnisses) bereit jeden nutzbaren Metallrest wiederaufzuarbeiten und dann in ein vom Kunden gewünschtes Halbzeug zu verformen.

Die Preise liegen für die Wiederaufarbeitung von Silber z.B. bei ca 100.-- €/kg (letzter von mir bezahlter Preis, jedoch nicht bei DEGUSSA), die Form mit den geringsten Verformungskosten (in der Regel keine), werden für Grenalien (kleine Kügelchen zum direkten Einschmelzen und Gießen in der eigenen Werkstatt) anfallen.

Das Wiederaufarbeiten und Einschmelzen in der Reste in der eigenen Werkstatt ist, wie Du ja schon selber gesagt hast ein kleines Risiko: zum Einen mit der Legierung Strafe bei falscher Stempelung) und zum Anderen mit dem Aufwand des Einschmelzens an sich: Durch die nicht 100%ige Möglichkeit zum Trennen der Reste müssen um ein brauchbares Ergebnis zu erreichen, Zuschlagstoffe Verwendung finden, die nicht unbedingt der eigenen Gesundheit und vor allem der Umwelt zuträglich sind. Außerdem wollen diese Firmen und ihre Mitarbeiter auch leben und machen dafür auch eine Arbeit die sich sehen und vor allem auch benutzen lassen kann. Die Legierung, Härte und Form des Halbzeuges stimmt und die Abmessungen unter anderem auch.

.....wie gesagt möchte ich jetz nicht darüber streiten welcher Goldschmied seine Reste einschmilzt und aufarbeitet und wer nicht.

Ach so ja, bevor ich es vergesse: in früherer Zeit wurden Klingen in ihre Griffe mit Zinn eingegossen, ==> ich trenne lieber meine Werkzeuge und Materialien sauber und erhalte dafür auch die Möglichkeit alte Techniken zu benutzen.

:rolleyes:


Wir sollten aber nicht auf irgendwelche Debatten oder Streitereien aus sein wer jetzt Was und Was Besser weiß, sondern einfach nur das Wissen des Einzelnen Allen zur Verfügung stellen.

Freddie

caerbhallain
08.04.02, 19:07
Original geschrieben von Badger1875
Hallo Caerbhallain,

... im Fell (so die Bezeichnung des zum Auffangen des "Abfalles" am Arbeitstisch bzw. dem Brett) nicht nur Metallreste der jeweiligen Legierungen, auch ein Goldschmied arbeitet mit mehr Edelmetallen als Gold an einem Tag, sondern auch die Abriebe der diversen Schmirgelleinen und Polierwachse aufgefangen. ...

Erzähl mir was neues...
ICH mach mein Fell sauber:
- VOR jedem neuen Stück das ich beginne
- bei JEDEM Wechsel des Materials
- VOR dem schmirgeln (Feilung ist da noch relativ sauber)

Abriebe von Polierwachsen gibt es nicht - wird nicht am Platz gemacht, sondern an der Poliermaschiene, deren Abriebe gesondert aufgefangen und gesammelt werden.
Schmirgelabrieb und undefinierten Kericht der vom Werkbrett gefegt wird (Hasenpfote!) sowie alles was vom Boden gekehrt wird (täglich) wird in einer speziellen Kerichttonne gesammelt. Die Feilung und die Materialabschnitte werden getrennt, sortiert und gereinigt und zum Wiedereinschmelzen verwendet.
Die Kerichte und Polierdreck kommen in die Scheideanstalt. Ebenso alles, was nicht eindeutig definierbar ist.




Diese Scheideanstalten sind gegen ein Entgelt (nach Gewicht und Fassonierung des Ergebnisses) bereit jeden nutzbaren Metallrest wiederaufzuarbeiten und dann in ein vom Kunden gewünschtes Halbzeug zu verformen.

Wie ich bereits sagte - ein zusätzlicher, vermeidbarer Aufwand an Zeit und Geld.



.....wie gesagt möchte ich jetz nicht darüber streiten welcher Goldschmied seine Reste einschmilzt und aufarbeitet und wer nicht.


Bin es gewohnt, meine Materialien größtenteils selbst zu erstellen - Weißgold mal ausgenommen.



Ach so ja, bevor ich es vergesse: in früherer Zeit wurden Klingen in ihre Griffe mit Zinn eingegossen, ==> ich trenne lieber meine Werkzeuge und Materialien sauber und erhalte dafür auch die Möglichkeit alte Techniken zu benutzen.


Da Du offenbar nicht selbst schmilzt, ist Dein Risiko geringer, aber Du weißt bestimmt auch, daß Zinnreste, die Unbeabsichtigt am Werkstück haften, beim Löten unschöne Überraschungebn geben können. Und wie Du schon sagst: FRÜHER. Heute sind diese Techniken weitgehend durch verträglichere ersetzt. Klingen in Griffe setze ich , wie es auch früher üblich war, mit heißem Kitt ein.
Das die Werkzeuge sauber getrennt werden müssen, versteht sich von selbst. WENN ich mit Zinn arbeiten muß, nehme ich ein anderes Fell.



Wir sollten aber nicht auf irgendwelche Debatten oder Streitereien aus sein wer jetzt Was und Was Besser weiß, sondern einfach nur das Wissen des Einzelnen Allen zur Verfügung stellen.


habe auch nichts dagegen, das hier ins unendliche weiterzuspinnen.. dann sollten wir allerdings irgendwann von den Anderen Lehrgeld verlangen... ;):irre:

Badger1875
08.04.02, 19:58
Hallo Caerbhallain,

Lasen wir es mal einfach gut sein....

PS: Lehrgeld?

Wer, Wann, Wo, Wieviel? :hehe:

Spass beiseite:

Ich arbeite wenn, dann nur mit Silber (ok, ab und zu auch mal ein bißchen Gold). Der Platz in meiner Werkstatt ist auf Grund meiner doch recht vielen Hobbys etwas beschränkt, somit poliere ich am Platz und das Einschmelzen überlasse ich denen, die es mit Sicherheit besser können wie ich ==> den Scheideanstalten :cool:
oder einem guten Freund der in seiner Werkstatt (GS-Profi) definitiv die besseren Möglichkeiten hat wie ich. (zum Thema Goldschmied: ich suche eine kleine und günstige Blech und Drahtwalze...)

Weiterspinnen in einem Thema wird vielleicht auf die Dauer ziemlich monoton, obwohl so auch ein gutes Stück an Wissen freigelegt wird, aber da sind wir ja beim Preis des Wissens angelangt: manchmal ist es doch vielleicht auch besser mal aus seinen Fehlern zu lernen, oder?
Über Preise habe ich mir an und für sich noch keine Gedanken gemacht, könnte man aber mal :super:

Ich glaube aber, mein Wissen wird schon noch ein Weilchen gratis sein! :p


Freddie

cearbhallain
10.04.02, 01:30
Wissen ist für alle da!
Walze: meine habe ich direkt von einem Vertreter als Vorführmodell 'günstig' erstanden...
Wenn Du eine suchst, und offenbar hast Du Beziehung zu einem GS, frage mal ob er eine Fachzeitschrift aboniert hat - da findest Du am ehesten was.
Würde Dir auch anbieten, Material für Dich zu walzen, aber das ist eher unrealistisch, denke ich .)

Badger1875
10.04.02, 15:50
Hallo Caerbhallain

Die Idee mit der Fachzeitschrift is gut, danke. Hab´ ich gerade angeleiert.
Zu Deinem Angebot: soweit bin ich mit meinem Freund schon, dachte aber an die Tage an denen man noch mal kurz auf die Schnelle was machen möchte und dan feststellt, daß man kein passendes Material da hat. So könnte ich es mir kurzerhand selber walzen. Auf dem Amboss habe ich kleinere Stücke auch schon gemacht, aber das ist eine sehr rustikale und nicht befriedigende Lösung!

:confused:

Naja, in der Not frißt der Teufel ja bekanntlich auch Fliegen!

Freddie

caerbhallain
10.04.02, 19:47
;)Ich mag Fliegen nicht mal gekocht... aber auf meine Walze könnte ich auf gar keine Umständen verzichten! Je nach Anwendung geht Ausschmieden zwar auch, aber Walze ist einfach ein Muß, wenn man professionell arbeiten möchte. Viel Glück beim Suchen!:super:

Goldschneide
15.12.05, 18:13
Hallo ihr lieben,

habe über das Internet einen Interessanten Eintrag gefunden der hier zu passen scheind. Hier kann man die Legierungen per Gramm kaufen und das zu günstigen Preisen wie ich am Telefon erfragt habe. Nähere Informationen kann man auf der Website der Firma nachlesen, Datenblätter werden auf wunsch zugeschickt. http://www.lotloesung.de ich habe den Eintrag mal in gekürzter Version eingestellt, der Rest war meiner Meinung nach nicht so interessant. Ich hoffe das es euch ein wenig hilft.


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Die wenigsten Goldschmiede in Deutschland stellen sich ihre Legierungen selbst her. Dabei gibt es in diesem Bereich noch viel zu entdecken, wie ständig neue Patente für Schmucklegierungen im Ausland beweisen. Nur wagt sich kaum ein Goldschmied an solche „Experimente“ ran. Aber - wenn man sich schon an dieses Thema wagt und selbst legieren will, muss Geld investiert werden: Brenner, Tiegel usw. Jedoch würde es sich schnell durch wesentlich billigere Legierungen, bessere Lote sowie größere Flexibilität amortisieren. Dies kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Andere Hinderungsgründe sind, dass Goldschmiede durchaus einiges an Vertrauen in ihre Lieferanten investieren müssen:

- Sind die Legierungen auch langfristig bewährt?
- Ist die Qualität gleich bleibend?
- Ist das drin, was außen draufsteht?
- Werden die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten?


Um sich vor solchen Fragen zu drücken, kaufen wohl die meisten Goldschmiede lieber bei den wenigen bekannten Anbietern teurer ein und meiden Experimente. Ein Lieferant ohne „Firma“ und ohne Website? Knifflig. Auch ich hatte große Vorurteile was die Qualität von solchen Vorlegierungen angeht, die ich aber nach dem ich es selber ausprobiert habe meiner anfängliche Skepsis ganz schnell der Begeisterung weichen lassen musste. Mittlerweile bin ich einer der Stammkunde und beziehe sämtliche Legierungen die wir benötigen von hier.



Was meine persönlichen Erfahrungen mit diesen Vorlegierungen angeht:

Mit diesen Vorlegierungen ist es mir selber möglich Lote (916/000 bis 333/000) mit bis zu 4 Abstufungen zu legieren (Hart, Mittel, Leicht oder Extra Leichtfließend). Das Beste ist jedoch das die fertigen Goldlote den Kontrollloten entsprechen die man bei den Scheideanstallten beziehen kann nur eben viel günstiger. Das ist aber nur ein Grund dieses „Experiment“ einzugehen. Jeder der schon mal mit cadmiumhaltigem Lot gearbeitet hat weiß wie gut das Fließenverhalten ist. Diese Lote fließen genauso gut wie cadmiumhaltiges und lassen durch ihre Eigenschaften Lötstellen kaum erkennen.

Was mich am meisten begeistert hat sind die Eigenschaften der Gußlegierungen.
Eine Vielzahl die mich fast erschlagen hat, egal ob für große Gussstücke, Filigrane oder aber Steinguss, sowohl für Offene als auch für geschlossene Systeme. ABER (!!!) auch hier wird wieder unterschieden. So gibt es unterschiedliche Legierungen mit speziellen Eigenschaften z.B. für den Vakuumguss als für den Schleuderguss. Weitere Vorteile sind: Bessere Abbildung feiner Strukturen, eine hohe Homogenität, sehr gute Ausfülleigenschafte, keine Gusshaut, glattere Oberflächen (ohne Beize, Polieren, Kratzen sichtbar) die kaum noch eine Nachbearbeitung nötig machen, sprich auch eine Material Einsparung bringt. Auch die geringen Probleme der Oxidation fallen hier unter den Tisch.

Wie schon gesagt sind die Weißgoldlegierungen hier zu 100% nickelfrei. Denn meisten ist völlig unbekannt das viele der so genannte „nickelfreien“ Legierungen in Wahrheit nur nickelreduziert sind. Nach der EU Richtlinien 94/27/EG vom 30.6.1994 gelten auch Weißgoldlegierungen (sog. EU-Weißgold) als nickelfrei, wenn sie die Grenzwerte unter 0,5 % Gewichtsanteil Nickel einhalten. Der eine oder andere weiß das diese nickelreduzierten Legierungen in Hinsicht auf Nickelallergien jedoch alles andere als unproblematisch sind. Die Weißgoldvorlegierungen die ich hier beziehe gibt es auch schon mit dem entsprechenden Palladiumanteil (Graugold 16% - 20%), sprich es muss kein Palladium dazu gekauft werden und je nach Legierung entfällt die Rhodinierung kommplet. Ähnlich vielfältig an physikalischen Eigenschaften sieht es bei den Vorlegierungen für Blech und Draht aus.

Floppi
15.12.05, 21:47
Nur mal zur Info: Der Thread ist über 3,5 Jahre alt....


H Nach der EU Richtlinien 94/27/EG vom 30.6.1994 gelten auch Weißgoldlegierungen (sog. EU-Weißgold) als nickelfrei, wenn sie die Grenzwerte unter 0,5 % Gewichtsanteil Nickel einhalten.
Nicht ganz richtig: Nach der Norm sind maximal 0,05% Nickel an der Gesamtmasse erlaubt. Und das bezieht sich auf Stahl, der durch die Haut gestochen ist. Für Gegenstände die Dauerhaft auf der Haut getragen werden, gilt eine Grenzwert für Nickelabgabe von maximal 0,5 µg/cm²/Woche.

Goldschneide
16.12.05, 11:40
Hallo Floppi,

danke für die Richtigstellung. Wie schon gesagt habe ich den Text im Internet gefunden sprich der Text ist nicht von mir, noch kenne ich mich mit EU- Bestimmungen aus. Habe den Text nur versucht so zu gestallten das die Wichtigen Informationen direkt zu erkennen sind. Ist wohl in die Hose gegangen... :-(

Ich erstelle in meiner Freizeit Hobbymässig auch Schmuck. Als ich dann bei der suche nach einer Antwort diesen Eintrag hier gelesen habe viel mir wieder dieser Text ein. Ob er nach fast drei Jahren noch als Hilfe für den Ersteller dieses Post zu sehen ist bezweifele ich aber evt. ist er für andere eine Hilfe. Da ich wenig Zeit vor Weihnachten habe, konnte ich die Vorlegierungen die ich mir habe zukommen lassen noch nicht Testen um hier meine Erfahrungen zu Posten. Kommt Zeit kommt Post oder wie war das..

Gruß
Die Goldschneide