Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Messer-Lobby
Matthias Recktenwald
18.03.02, 15:00
So, dann mach ich das Fass mal hier auf:
Mehrfach klang in diesem Forum, bei mir in der VISIER-Redaktion am Telefon und in diversen Einzelgesprächen an, dass die Interessen der mit Messern befaßten Personen (Hersteller, Händler, Käufer etc.) in der politischen Diskusssion allem Anschein nach nur am Rand oder gar nicht richtig vertreten seien.
M.E. würde hier nur ein eigener Interessensverband weiterhelfen. Der müßte sowohl Hersteller wie Kunden umfassen UND im Forum Waffennrecht aufgehen. Nur dann hätten die Messerleute die eine notwendige Stimme, die gehört würde.
Weitere Nebeneffekte:
- Wissensaustausch
- Inspiration für die Hersteller
- kürzere Drähte zwischen allen Beteiligten
und, und, und.
Eure Meinung?
Matthias Recktenwald
Stinkmarder
18.03.02, 15:25
...ich kenne die Aussage eine großen D Messerherstellers der zu einem bevorstehenden Springmesserverbot sagte:" Mir doch egal, dann verkaufe ich halt nur noch ins Ausland!"....
Eigentlich habe ich ja gedacht das FWR ist für alle da. In Bezug auf Messer habe ich aus der Ecke allerdings noch nichts gehört. Auch die dt. Messermacher Gilde scheint sich ja still zu verhalten. Das FWR hat momentan < 25.000 Mitglieder bei einem Jahresbeitrag von 12EUR, die Online-Unterschriftensammlung hat es auf gerade mal 230 Unterschriften gebracht, die echte wird mit 110 Unterschriften übergeben.
Was kann man da bei einem Messerverband erwarten?
Wenn wir mal extrem optimistisch von 1000 Mitgliedern bei einem Jahresbeitrag von 7,50EUR ausgehen, und einem der das Ganze ehrenamtlich macht und nur Spesen aus dem Topf nimmt (wer macht das schon wenn er nicht einmal Verdienstausfall erstattet bekommt, wer macht Kassenprüfer, wer macht ...) wie weit kommt man damit und wie kann man Einfluß bekommen mit nur einem kleinen Dorf im Rücken? Hat man eine Chance auf 10 Minuten Zeit eines Staatssekretärs im Innenministerium, oder auf die selbe Zeit bei einem maßgeblichen EU-Parlamentarier?
Matthias Recktenwald
18.03.02, 16:28
... genau, bis man sein Sortiment auch im Ausland "dereguliert" hat. All solche Ausflüchte wie ".. ach, das was da verboten werden soll, berührt unser Haus nicht, weil wir das nicht fertigen", sind schlicht kurzsichtig. Das St. Florians-Prinzip & die Auffassung "Schlimmer kann es nicht mehr kommen" sind absolut falsch, weil man sich dann seinem Gegenüber ausliefert.
Merke: Wäre nachzuweisen, dass das bloße Vorhandensein von Wurfsternen, Butterflys und Switchies bestimmte Offizialdelikte befördert, dann müsste man sie verbieten. Doch genau den Beweis konnte noch niemand antreten. Es gehört m. E. in die Kategorie Aberglauben, Waffen und anderen Dingen einen "bösen" Charakter zu verleihen. Romanautoren wie Paul Wellman mögen in Büchern wie "The Iron Mistress" entsprechend herumgeheimnisssen - da ist das auch okay. Aber in Realität siehts doch wohl so aus, dass es immer noch der Mensch und seine Charakterzüge sind, die zu guten oder schlechten Taten führen. Das dabei benutzte Ding bleibt genau das: eben ein seelenloses Ding, ohne Willen und ohne Eigenschaft. Besäße es derlei, wäre es ein Lebewesen.
Fazit: Genau DIESES von Stinkmarder angeprangerte Argument zeigt doch, wie dringend die ganze Messer-Szene über ihr eigenes Bild nach außen nachsinnen sollte. Blanke Häme darüber, weil nur der Konkurrent von einer geplanten Regelung getroffen ist, die ist hier völlig fehl am Platze!
Matthias Recktenwald
Matthias Recktenwald
18.03.02, 16:38
@HankEr:
Gegenfrage: Wie viele Mitglieder hat die Patronensammler-Vereinigung?
Die werden aber zu den Besprechungen geladen und als EINE Stimme gehört.
Und nur darum geht es!
Das FWR ist ja eine Vereinigung von Vereinigungen. Klar kostet das Geld. Aber lieber zahl ich einen oder zwei Obili (O-Deklination, oder?) und sehe meine Interessen vertreten, als dass sich alle beschweren, dass nichts getan wird.
Man bedenke: Woher sollen die FWRler als unsere ureigene Vertretung wissen, welchen Schuh die Messersammler drückt, wenn sie sich davon kein gesameltes Bild machen können?
Ich spiel mal Häretiker und behaupte, dass in den politischen Diskussionen das Thema "Messersammeln" gar nicht so recht angeschnitten wurde. Messer sind demnach gleichzusetzen mit "Jagdmesser"! Manch einer kommt aber gar nicht auf die Idee, dass etwa Butterfly-Messer ein reiches Sammelfeld bilden und z.T. eine über 500jährige Geschichte aufweisen!
Wer gehört werden will, muss eine Stimme haben. In der Politik und in der Lobbyarbeit schaffen das nur Gruppierungen; Einzelpersonen mit unbequemen Meinungen werden einfach isoliert & als non-repräsentative Spinner hingestellt.
Und die Frage nach den Mitgliederzahlen?
Das bliebe abzuwarten und hinge vom sonstigen Angebot einer solchen Vereinigung ab!
Matthias Recktenwald
Gegenfrage: Wie viele Mitglieder hat die Patronensammler-Vereinigung?
An die habe ich auch schon gedacht, da sie noch am ehersten mit einer möglichen Messerverinigung vergleichbar wäre. Habe aber keine Ahnung wieviele Mitglieder diese haben.
Die werden aber zu den Besprechungen geladen und als EINE Stimme gehört.
Klar, da ist schon etwas daran, allerdings kann ich nirgends auch nur das geringste Zugehen von Seiten der Politik auf die Patronensammler erkennen. Im Entwurf wurden sie vollständig vergessen und bei allen Änderungsanträgen/-vorschlägen scheint auch nichts angekommen zu sein.
Und nur darum geht es!
Schon klar, ich will die Idee an sich ja nicht schlechtreden, ganz im Gegenteil.
Wer gehört werden will, muss eine Stimme haben.
Wie sehr kann man mit einer Stimme sprechen? Den einen interessiert nur das Messer in der Vitrine und er ist bereit Verbote zum Führen zu aktzeptieren, der andere sieht primär das Werkzeug, daß für ihn sinnlos wird wenn er es nicht führen darf.
Der eine sagt "Wurfsterne? interessieren mich nicht, das rückt uns nur ins falsche Licht", der andere ist generell nicht bereit sinnlose Einschränkungen zu aktzepieren, egal ob der spezielle Gegebstand nun für ihn von Interesse ist oder nicht. ...
Nochmal, ich will die Idee wirklich nicht kaputtreden, nur einmal auf den einen oder anderen Stolperstein hinweisen.
98 Hits hat das Thema bis jetzt. Jeder Verkaufsthread schießt in kürzester Zeit daran vorbei. Sonderlich viele verschiedene Antworten gibt es auch noch nicht. Da sieht man einfach wo die Interessen liegen: Günstig an neue Messer zu kommen und das war es dann auch schon für einen Großteil. Einmal ein paar Cent, ein paar Minuten oder etwas Gehirnschmalz in den legalen Fortbestand des Hobbies zu investieren scheint für viele weit schwerer zu sein, als hunderte von Euro in neue Messer.
Stinkmarder
20.03.02, 11:42
...ist das bei WO anders???
JENS
Jetzt schimpf doch net gleich so los, HankEr, vielleicht haben vielen den Thread einfach übersehen (hätt ich auch fast ;) )
Also ich finde die Idee prima, ohne Lobbies läuft ja in unsrem Staat eh nix (leider)
Ich wär auch gerne bereit meinen Beitrag,auch finaziell, dazu beizutragen.
@HankEr
Bei mir ist es schlichtweg Resignation... glaubst du wirklich das die Herren Politiker Argumenten zugänglich sind... die labern viel und gestimmt wird am ende wie die Partei es verlangt... wirklich erreichen könnte man nur was wenn man denen einen FETTE "Spende" in den Allerwertesten schiebst... D-Land ist nämlich einen Bananenrepublik :( :mad:
Ciao Geist
Original geschrieben von HankEr
Einmal ein paar Cent, ein paar Minuten oder etwas Gehirnschmalz in den legalen Fortbestand des Hobbies zu investieren scheint für viele weit schwerer zu sein, als hunderte von Euro in neue Messer.
Jo, du weisst wies ist, genau so.
Egal, ich find die Idee mit der Vereinigung klasse. Wer machts? Ich kanns nedd, ich weiss aus meinen IN Zeiten, was die Organisation fuer Zeitaufwand bedeuset, und die hab ich nicht. Da gibts eine Satzung zu entwerfen, die auf Rechtmaessigkeit zu ueberpruefen, Vorstandswahlen durchzufuehren - das muss auch IIRC in real life geschehen, sonst ists nedd rechtskräftig, dazu Wahl der Vorstände, Kassenwart etc. Dann brauchts Leute fuer die Oeffentlichkeitsarbeit, Leute fuer ne Vereinszeitung/Vereinsinfo, Mitglieder die zahlen. usw.
Und wer was macht muss vorher ganz klar fixiert werden, sonst machen drei alles und so schläft dann jedes Projekt ein.
Wie kann man das organisieren?
Gruesse
Pitter
Wer hat Ahnung von Vereinsrecht? Was muß auf jeden Fall sein, was sollte? Wie bekommt man die Gemeinnützigkeit anerkannt? Wie sieht es dann mit Europa aus? Kann ein gemeinnütziger dt. Verein eine Spendenquittung für einen Steuerzahler in einem anderen EU-Land ausstellen?
Vielleicht ist der Gedanke an eine "Unterabteilung Messer" im FWR gar nicht soo daneben,
1. Das FWR gibt es schon, und wenn ich so höre und lese, dass das FWR gehört wird, bzw. eine gewisse "Durchsetzungskraft" hat, ist es eine Überlegung wert - wenn das von Seiten des FWR überhaupt gewollt ist, vielleicht sehen sie die Messerfraktion von dort auch nur misstrauisch an.
2. Einige hier aus dem Forum sind auch im FWR aktiv/registriert (ich weiß nicht, was konkret dahinter ist), da wären die ersten Verbindungen ja schon vorhanden.
3. Wenn das FWR Mitglieder braucht, um einflussreicher zu werden, bin ich sicher, dass sie von der Messerfraktion auch Zulauf bekämen, aaaaaber :
Wenn ich sicher wäre, nicht nur als "Karteileiche aus der Messerabteilung" (Beitragszahler) zu fungieren, registriere ich mich auch - wenn es aber messermässig nichts nützt, dann lasse ich es, würden andere wohl genauso sehen.
Das müsste erst mal geklärt werden - warum soll ich mich für die Interessen der Schusswaffenbesitzer einsetzen, wenn ich gleichzeitig als Messerbesitzer ignoriert oder gnädigerweise geduldet werde, ohne die Gewissheit meine Interessen vertreten zu bekommen ?
Das ist wohl die Resignationshaltung, die Viele davon abhält, aktiv zu werden oder ihre Meinung zu äussern.
Gruß Andreas/L
Original geschrieben von HankEr
Wer hat Ahnung von Vereinsrecht? Was muß auf jeden Fall sein, was sollte? Wie bekommt man die Gemeinnützigkeit anerkannt? Wie sieht es dann mit Europa aus? Kann ein gemeinnütziger dt. Verein eine Spendenquittung für einen Steuerzahler in einem anderen EU-Land ausstellen?
http://www.vereinsrecht.de/ und http://www.vereinsrecht.de/bgb21_88.html als Einstieg
Von der Gemeinnützigkeit musst du den zuständigen Sachbearbeiter im Finanzamt ueberzeugen. Da gibts zwar Kriterien, aber die sind dehnbar wie Kaugummi. Zum Rest -> Steuerberater/Fachanwalt, das wird sonst Rätselraten.
Gruesse
Pitter
Naja, man kann sicher so eine Art Unterabteilung machen (ist natürlich wieder mit Aufwand verbunden), die dt. schließt sich dem FWR an, die österreichische der IWÖ, ...
Ob das allerdings alles so einfach ist :confused: (verschiedene Konten/Einzugsermächtigungen/ggf. Briefkästen/...)
Wer ist Jurist mit Schwerpunkt Vereinsrecht?
Naja ich werde mich mal mit Herrn Streitberger unterhalten müssen, oder Matthias setzt Du DTS einmal darauf an?
Unterabteilung ist von mir unglücklich formuliert, "Sparte" ist das, was ich meinte, genau wie im Sportverein auch.
Aufwand dürfte sein :
- Satzungsänderung (wenns denn gewünscht und gewollt ist) :waaah:
- Spartenleiter = Ansprechpartner = "Referent"
- Buschtrommeln, um alle "Bedürftigen" zu erreichen
- Schnelles Handeln
Gruß Andreas/L
Allmendinger
20.03.02, 16:58
Die Idee von Luftauge scheint mir nicht schlecht. Das würde den administrativen Aufwand minimieren und da die Messer eh vom Waffenrecht tangiert werden, in die richtige Richtung laufen. Ich hab allerdings vom Vereins- und Vereinigungsgedöns wenig Ahnung:confused: Insofern kann ich hierzu wenig sachdienlich beitragen.
Gruss Allmi:)
Was ist aus der "Gesellschaft der Messersammler" geworden die meines Wissens letztes Jahr auf der Messermacher Messe in Solingen initiert wurde?
Ich hab hier eine Kontaktadresse ( Venatus Verlag) und hab auch schon mal hingeschrieben- keine Antwort.
Ist das FWR überhaupt ein vereinsähnliches Gebilde mit Satzung etc., oder mehr ein "loser" Interessenverband ?
Wenn "nur" Interessenverband, dann würde ein ganze Menge Vw-Kram entfallen, aber der Einstieg würde schwierig,
beim Verein müsste ein Antrag gestellt werden, damit fängt der Akt an...
Gruß Andreas/L
Hallo Camig
Versuch's doch mal bei Thomas Becker er ist der 1.
Vorsitzende der Gesellschaft der Messersammler.
Es gibt schon 1 Protokoll der 1. Sitzung.
E-Mail Thomas.Becker@mch.siemens.de
Gruß Thorsten
Aha, Gesellschaft der Messersammler, noch nie gehört davon. Haben die was in Bezug auf die gepl. Neuregelung des WaffG unternommen? Wie läuft da die Kommunikation? Was sind die Ziele?
Hi HankER
Mail an Thomas Becker von ihm bekommst Du das 1. Protokoll
mit allen Tagesordnungspunkten wie z.B. Ziel , Öffentlichkeits-
arbeit u.s.w.
Gruß Thorsten
Sicher haben die Mitglieder des Forums Waffenrecht auch die Kurzfassung der Anhörung von FG erhalten.
ein Zitat daraus:
Siebter Holger Bernsee Bund Deutscher Kriminalbeamter. Der stürzte sich mit Vehemenz auf die Gas- und Schreckschusswaffen und die Messer und ähnliches. Verlangt generelles Verbieten des Führens dieser Waffen. Über Legalwaffenbesitzer nur kurz und knapp: Überhaupt kein Problem.
Wurde auch offensichtlich unwidersprochen so hingenommen. Wo waren da Interessenvertreter der Messerseite? Offensichtlich nicht eingeladen. Uns alle anderen Anwesenden waren daran nicht interessiert. Auch nicht Forum Waffenrecht.
Matthias Recktenwald
21.03.02, 15:10
Günter, du triffst die Faust auf die Pupille!
Hauptgefährdete Personengruppe bei der geplanten WaffG-Novelle sind fraglos die legalen Waffenbesitzer, Waffe im Sinne von Schußwaffe.
Und m.E. sind die Einschränkungen im Bereich Messer eine Sache, die man da als minderes Problem ansieht - einfach wegen des fehlenden Zuganges zur Materie.
Das aber bedarf, so es nicht einfach so hingenommen werden soll, des organisierten Widerspruches von fachlich kompetenter und organisierter Seite.
In allen Demokratien wird NIE ein einzelner gehört, nur ein Mehrheitenbund hat Schangsen.
Daher der Vorschlag, unter anderem, es gibt ja noch ein Interesse an Messern jenseits der Politik.
Zum (deutschen) Vereinsrecht: Ich habe hier (aus dem Büro von Dr. Schiller geliehen) eine Uralt-Ausgabe aus der Reihe Beck/dtv-Rechtstexte: Vereine gründen und erfolgreich führen. Das in aktualisiert oder etwas ähnliches gibt es unter Garantie in der Rechtsabteilung jeder gut sortierten Buchhandlung.
Zu dem Club von Thomas Becker: Wenn es schon eine Organisationsplattform gibt, dann wäre das um so besser.
Um es ganz knallhart zu formulieren:
Vieles von dem, was jetzt auf legislativer Ebene bereits aufs Gleis gessetzt wurde und was die Messser-Fraktion betrifft, läßt sich VIELLEICHT noch beeinflussen. Wahrscheinlich aber eher nicht.
Aber das ist kein Hinderungsgrund ,um jetzt resigniert aufzugeben und sich in das Schicksal zu fügen.
Die nächste Verschärfungsrunde kommt bestimmt. Wetten?
Und dann sollten auch die Messer-Fans organisiert sein!
Let's stay awake!
"Man muss immer wieder das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen". Hermann Hesse.
Matthias Recktenwald
Ich glaube im letzten MesserMagazin steht was über die Gesellschaft drin.
Original geschrieben von Matthias Recktenwald
Die nächste Verschärfungsrunde kommt bestimmt. Wetten?
Und dann sollten auch die Messer-Fans organisiert sein!
Let's stay awake!
"Man muss immer wieder das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen". Hermann Hesse.
Da hast Du Recht, eine Verschärfung wird es bestimmt wieder geben, spätestens wenn der nächste Irrer mit einem Küchenmesser morden geht. :(
Aber, ich dachte nach dem jetzigen Gesetzesentwurf kann der zuständige Minister selber eine verschärfende VO erlassen, ohne irgendwelche Hindernisse. Oder habe ich da was missverstanden? Auch wenn das so stimmen sollte, der Zitat von Hesse trifft es genau. Niemals aufgeben.
Ein neues Gesetz braucht es nicht. Die Verbotenen Waffen stehen im Anhang und können ohne Gesetzesänderung erweitert (aber auch gestrichen) werden.
Sorry, auch ein "Spätzünder"...
Die Idee einer vereinigten Messerfan-Vertretung finde ich gut, denke aber nicht, dass sie als Teil des FWR viel Erfolg hätte. Ich denke, daß die "Messerszene" viel zu heterogen ist, als dass man sie unter dem Label "Waffen" vereinigen könnte. Das würde einen Großteil der Leute abschrecken. Zwar vermutlich nicht die aktivsten, aber dennoch - wir sind eh schon zu wenige, als dass wir es uns leisten könnten, bei so einem Vorhaben auf einen Großteil der Leute zu verzichten. Zusammenarbeit mit dem FWR und anderen Vereinigungen in Sachfragen schließt ein eigener Verband ja nicht aus :D
Gruß,
Marko
Machts wirklich Sinn, nochmal nen Verein zu Gruenden - die Problematik, das Ganze zu Organisieren mal aussen vor? Wie siehts denn mit der Gilde aus. Die sollten doch auch ein Interesse an einen liberaleren Waffenrecht haben. Noch baut in D keiner Butterflies oder eine nennenswerte Anzahl an AUTOs, aber will man sich das versperren? Ich hoffe bloss, dass da nicht die Boeker Denke grasiert, nach dem Motto, Hauptsache ich darf meine Jagd- und Schmuckmesser weiter bauen.
Hier sind doch ein paar aus der Gilde, viele "Altmeiser" habens ja leider noch nicht so mit dem WWW. Wolfgang, wie siehts denn da aus. Was ist denn Deine Einschätzung? Kann man, sollte man, koenntest Du da mal anklopfen? Ist die Gilde als Rechtsorganisation ein Verein? Besteht da nicht die Moeglichkeit, den entsprechend zu erweitern, die Messermacher als die eine Fraktion, die Messerfreunde als ne andere unter einem Dach?
Sonst gibts die Gilde, den Verein der Messersammler, den Verein der Messersammler des Messerforums, den Verein der Abonenten des Messermagazins, der Verein der Visier Spezial Käufer und den Verein der Hintertupfinger Stahl- und Eisenwarenzuechter. Das wird doch gaga, sooooo gross ist der Kreis der an Messer interessierten auch nicht. Und jedesmal den gleichen Rattenschwanz an Organisation, der Zeit und Geld kostst - von der Schwierigkeit sinnvoll zusammenazuarbeiten gar nedd zu reden.
Gruesse
Pitter
Da kann ich pitter --- mal wieder --- nur beipflichten. So groß ist das Potential da wirklich nicht. Und wenn es hundert Messer-Vereinigungen gibt die alle andere Interessen haben und keiner bewegt sich davon in der Politik und eine Minivereinigung dazu die sich als einziges um Politikbelange kümmert, dann bringt das auch nicht die Welt. Und an wem sonst als ans FWR soll man
sich anlehnen?
Mal wieder ein kleiner Statistiksnapshot am Rande: Momentan hat der am 25.02.2002 (also etwa 4 Wochen alt) eröffnete Thread Modi´s gesammelte Werke (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=5248) 3078 Hits vorzuweisen, der am 22.12.2001 (also 3x so alt) gestartete Thread Unterschriftenliste gegen den deutschen Gesetzesentwurf (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=4513) 2043.
Original geschrieben von HankEr
Mal wieder ein kleiner Statistiksnapshot am Rande: Momentan hat der am 25.02.2002 (also etwa 4 Wochen alt) eröffnete Thread Modi´s gesammelte Werke (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=5248) 3078 Hits vorzuweisen, der am 22.12.2001 (also 3x so alt) gestartete Thread Unterschriftenliste gegen den deutschen Gesetzesentwurf (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=4513) 2043.
Janu, was wundert Dich? Der thread "Cher nackt auf dem Kuechentisch tanzend" haette nach fuenf Minuten mehr Hits, als alle anderen zusammen. Wenn ich ehrlich bin, wuerde ich auch zuerst da hinklicken. Danach natuerlich auf die wichrtigeren :steirer:
Gruesse
Pitter
Der Hinweis auf die Gilde ist vielleicht auch ein Weg :
Hatte Wolfgang nicht neulich geschrieben, dass die Gilde Mitglieder sucht ?
Die Satzung kann man in der HP nachlesen, BGB-mässigen Vereinscharakter hat sie, und einige Mitglieder dort werden wohl auch im FWR sein...
Nur die Frage ist auch hier, ob sie in erster Linie die Kunst des Messermachens pflegen wollen,
oder auch bereit wären, sich für eine Initiative für Messer allgemein einsetzen würden.
Gruß Andreas/L
Matthias Recktenwald
22.03.02, 13:09
@TacHead:
Wirklich? Gibt es so wenige Messerfans in D?
Wieso haben wir dann soviele Geschäfte, Hersteller und,.und - wieso habe ich oder der Kollege Wieland dann schon massenhaft Papier entsprechend füllen und auchh verkaufen können?
Das GANZE Probelm bei alledem besteht ja nur im WACHWERDEN und A****-HOCHKRIEGEN. Die, welche genau in diesem Thread posten, die haben das kapiert.
Die meisten der anderen nicht.
Zwei Sachen noch: Mir wäre bei einer solchen Vereinigung (oder whatever it will be) NICHT nur der lobbypolitische Gedanke wichtig, sondern auch der "interdisziplinäre" Austausch und dadurch auch das Schaffen einer gegenseitigen Toleranz - damit der Hi-Tech-Tactical-Fan den Hirschhorn-Messing-Jünger verstehen lernt und umgekehrt.
Das Phänomen des "Zersplittert"-Seins, das gibt es in der Schußwaffen-Szene genauso. Da gibt es die Jäger, die Antikwaffensammler, die Druckluftfraktion, die Schwarzpulver- und Vorderlader-Liebhaber, die Flintenschützen, die Westernschützen, die Magnum-Anhänger, die Longrange-Schützen, die IPSCler, die 1500er, die Reservistenkameradschaften, die Dreistellungskämpfer, die modernen Fünfkämpfer, die Biathleten (sommers wie winters), die ... ach, ich glaub, es reicht.
breve: Auch diese "Gemeinschaft" ist in Wahrheit eine Mischung höchst unterschiedlicher und mitunter kontroverser Interessen. Die Kunst bessteht ja genau darin, hier eine Einigung herbeizuführen.
Übrigens: Ich bin in der glücklichen Lage, als VISIER-Redakteur auch mal Schießsportarten ausprobieren zu können, die ich früher mit einem Achselzucken abgelehnt hätte. Und siehe da: Auch das macht Spaß, auch da trifft man Leute, die an ihrem Sport und freizeitmäßigen Tun einen Narren gefressen haben und den schieren Idealismus leben.
Möglicherweise brächte eine Vereinigung von Messerfans aller Couleur auch das zustande?
Matthias Recktenwald, der sich freut, dass so viele bei dem Thema angesprungen sind!
Hi
Die Idee ist klasse. Ich finds auch besser wenn ein eigener Verein, getrennt vom FWR, aufgezogen wird. Ich denk halt dass viele Messerbesitzer am Allgemeinthema "Waffen" kein Interesse haben.
Von Vereinsgründung hab ich auch keine Ahnung, würd mich aber mit
einem regelmässigen Beitrag beteiligen.
Wie ist denn der FWR entstanden? Könnte man da nicht Parallelen
ziehen?
Gruss Rage
TheLonestar
22.03.02, 19:22
Original geschrieben von Rage
[B]
Wie ist denn der FWR entstanden? Könnte man da nicht Parallelen
ziehen?/B]
Nein, keine Paralellen. Der deutsche Schützenbund ist der größte Sportbund Deutschlands. Größer als alle Fußballinstitutionen.
Gibts eine so starke Lobby und Interessengruppe auch für Messer?
Mein Tipp:
1.Hier eine interessierte Kerngruppe bilden mit gem. Treffen, Publikationen, Statuten, Zielen, usw.
2. Kontakt zum Forum Waffenrecht herstellen.
3. Untergruppe des Forum Waffenrechts werden, dies aushandeln.
4. Innerhalb dieser Untergruppe FWR, agieren.
!! Bloss keine neue Splittergruppe bilden, viel zu winzig allein.
Divide et impera.
Aber wenn alle hier Mitglieder im FWR werden und dort eine engagierte Untergruppe mit dem Auftrag "Messer" entsteht, werden wir nicht nur mehr, dann sind wir schon ganz schön viele.
Grüsse,
Lone
Für mich sind Messer in erster Linie Werkzeuge. Wenn einige Politiker Messer in die Waffendiskusion mit einbeziehen ist das Schlimm genug.
Wenn man sich an die Schußwaffen-Leute dranhängt wird man mit denen Untergehen.
Meine Messer sind keine Waffen! Das will ich rüberbringen.
(Das heißt nicht, daß die Baller-Köppe im unrecht sind!)
Zorro
TheLonestar
22.03.02, 22:48
Original geschrieben von zorro_43
Wenn man sich an die Schußwaffen-Leute dranhängt wird man mit denen Untergehen.
Meine Messer sind keine Waffen! Das will ich rüberbringen.
orro
:mad: DU HAST ES IMMER NOCH NICHT KAPIERT, MANN!
Es geht nicht nur um böse "Waffen" oder böse "Kampfhunde" oder böse "Messer" oder böse "Geländewagenfahrer" etc., sondern um die salamischeibchenweise Beschneidung der freiheitlichen Bürgerrechte.
Das ist was hier abgeht, Mann!
"Wird man mit denen untergehen" - So wies ausschaut geht da keiner unter, außer dieser Marionettenregierung bei der nächsten Wahl.
Sitz nur weiter in Deinem Kämmerlein und brabbel vor Dich hin "Ein Messer ist keine Waffe, ein Messer ist keine Waffe..", solange bis Dich das Tantchen Wirklichkeit wachküsst. Für diese Figuren IST das Springmesser, das Balisong EINE WAFFE. Als nächstes das Feststehende.
Die Blauäugigkeit einiger Strategen hier ist immer wieder erschreckend.
@ Zorro :
nicht persönlich, nur der Sache wegen ;)
Sieh es doch mal anders herum :
Wenn alle "Nicht-Messerfraktionäre" Messer sowieso als Waffe ansehen, sind/wären die Messerfraktionäre dort genau richtig aufgehoben.
Dann wäre es die erste und wichtigste Aufgabe, die Nichtwissenden vom positiven Gegenteil zu überzeugen, die FWR-Leute als "Gastgeber" werden es wohl mit Fassung ertragen können ;), für den projektierten Zusammenschluss ist es wohl selbstverständlich.
Mir persönlich gefällt diese sprachliche und vordergründige Gleichmachung auch nicht, aber wenn man im Vorfeld schon über solche Begriffsbestimmungen diskutieren/differenzieren muss, wird es nie etwas - also mit Zähneknirschen in den sauren Apfel beissen und das Beste daraus machen, irgendwie muss es gehen.
Und das sprachliche "Problem" können wir auf der linken A++++backe absitzen, oder ?
Gruß Andreas/L
Hi!
Zitat:
"So wies ausschaut geht da keiner unter, außer dieser Marionettenregierung bei der nächsten Wahl."
Dann ist doch alles in Ordnung!
Zorro
;)
Original geschrieben von zorro_43
Für mich sind Messer in erster Linie Werkzeuge. Wenn einige Politiker Messer in die Waffendiskusion mit einbeziehen ist das Schlimm genug.
Wenn man sich an die Schußwaffen-Leute dranhängt wird man mit denen Untergehen.
Meine Messer sind keine Waffen! Das will ich rüberbringen.
(Das heißt nicht, daß die Baller-Köppe im unrecht sind!)
Zorro
Du hast IMO recht, und zwar 100%. Egal, wie differenziert man selber seine Messer und seine Anwendungen sieht - die Vorstellung, den Begriff "Messer" generell mit "Waffe" zu verbinden ist schon verbreitet genug, da kann man sich nicht weit genug davon absetzen. Und Sprache/Begrifflichkeit ist nun mal das primäre Mittel, das zu tun.
Ich sehe meine Messer als Werkzeug, Spielzeug, Handwerkskunst und natuerlich auch als Waffe an - ob ich sie als solche verwende, ist eine andere Sache, aber wenn ich mein Tachyon (primär) als Werkzeug verkaufen muesste, mach ich mich doch laecherlich. Und genau diese Vielfalt will ich auch vermitteln. Es macht doch keinen Sinn, zu versuchen, Messern jedweden Waffencharakter abzusprechen. Das glaubt doch keiner, weil einfach nicht so ist. Viel mehr versuche ich in meinem Umfeld den Leuten zu vermitteln, was an Messern Spass machen kann und das ein mit einem Messer mehr oder weniger "bewaffneter" nicht per se ein amoklaufender Durchgeknallter ist.
Ob das klappt oder nicht, ist mir egal, mehr kann ich nicht tun. Aber ich häng mich sicher nicht an die Waffenfraktion - mit denen ich mich beim besten Willen nicht identifizieren kann, auch wenn manche Ziele die gleichen sind - nur um mehr zu erreichen.
Gruesse
Pitter
TheLonestar, mal etwas sachte, bitte! Auch das Recht auf eine eigene Meinung ist eine Freiheit die es zu verteidigen gilt und Anfeindungen sind hier fehl am Platz.
Messer, Waffe oder nicht? Auch die meisten Sportschützen haben es sich nicht ausgesucht vom Waffenrecht erfasst zu werden. Für die meisten sind es Sportgeräte, nichts anderes als ein paar Ski oder ein Fußball. (Beim Skifahren passiert wesentlich mehr (Eigen- und Fremdschaden) als beim Sportschießen und trotzdem ist Besitz und Erwerb nicht reglementiert.) Messer werden halt stärker und stärker in die Ecke Waffen gedrängt und wie sonst soll man hier gegen die Reglementierungs- und Verbotswut agieren, wenn nicht mit dem einzigen Zusammenschluß in Deutschland der sich dies auf die Fahnen geschrieben hat?
Original geschrieben von HankEr
Messer, Waffe oder nicht? Auch die meisten Sportschützen haben es sich nicht ausgesucht vom Waffenrecht erfasst zu werden. Für die meisten sind es Sportgeräte, nichts anderes als ein paar Ski oder ein Fußball.
Kurz- und Langwaffen wurde ausschliesslich als Waffen zum Toeten entwickelt. Ganz sicher nicht als Sportgeraete ;) Ein Ski wurde zur schnelleren Fortbewegung entwickelt. Nie und nimmer als Waffe. Bei Messern kommt noch ein Werkzeugcharakter dazu, aber der Gebrauch als Waffe ist den Teilen wesensimmanent. DAS WEISST DU AUCH ;) Also hoer bloss auf in die Richtung zu argumentieren.
Das fuehrt dann wieder zu dem sinnlosen Versuch einer Klassifiziereng, welches Messer denn nun noch erlaubt ist, da Werkzeug, und welches nicht, da Waffe. Das bring nix. Erstens, weil man das bei 99% der Messer nicht trennen kann, zweitens weil der Gebrauch bei 100% der Messer vom Besitzer abhaengt.
Man sollte immer noch im Blick haben, worums geht. Und das ist nedd der schon mit Argumenten auf Kindergartennivau ausgetragene Streit, ob ein Messer oder ne Sportwaffe eine Waffe ist (gg man beachte Sport[b]waffe/[b] - so heissen die Dinger halt nun mal) - sondern dass der Verzicht/Einschränkung auf Messer/Sportwaffen/Jagdwaffen nullkommanix an Sicherheit bringt, und damit eben auch zusammenhaengend, dass der legal bewaffnete Buerger nicht das Problem der inneren Sicherheit ist.
Wenn ich mal von mir ausgehe, wovon bin ich/meine Familie real bedroht? Wenn schon gemaess Schema, dann von berufsmässigen Kriminellen, der Kinderbande aus 16jährigen Schlägern ohne Zukunft oder den Dummprol Karatekas aus der Hinterhofschule, aber eigentlich generell viel mehr von irren, besoffenen, risokoblinden Autofahren. Gegen nichts davon hilft mir der Gesetzesentwurf. Ein "Mehr an Sicherheit" bleibt eine Luege. Und das bleibt auch meine Argumentation.
Die der Waffenjungs ist mir auch schon wieder viel zu sehr auf ihre eigenen Beduerfnisse bezogen - nix fuer mich.
Gruesse
Pitter
aber der Gebrauch als Waffe ist den Teilen wesensimmanent. DAS WEISST DU AUCH ;)
Unterstelle mir doch nicht sowas ;)
Ein "Mehr an Sicherheit" bleibt eine Luege. Und das bleibt auch meine Argumentation.
Ganz Deiner Meinung.
Die der Waffenjungs ist mir auch schon wieder viel zu sehr auf ihre eigenen Beduerfnisse bezogen - nix fuer mich.
Ja, das nervt mich auch. Eine reine Zielgerichtete Lobby, die weniger den Zusammenhang als viel mehr das eigene Klientel im Auge hat. Aber was ist denn die Alternative? Sollte ich als Vorsitzender einer Messervereinigung, mit weniger Mitgliedern als manches Hochhaus Einwohner hat, eine wesentlich bessere Chance haben zu den sog. Entscheidungsträgern und Meinungsbildern besser vorzudringen als als engagierte Einzelperson?
Warum werden denn Messer und nicht Autos reglementiert? Weil in Gesetzgeberköpfen die Ansicht herrscht, daß man nicht leichtfertig Freiheiten einschränken sollte, oder weil Deutschlands Automobilhersteller und Autofahrerverbände massive Lobbyarbeit betreiben? Da wird dann halt auch der Fahrer eines altersschwachen 30PS Skodas, der wg. der Pannenhilfe im ADAC ist, als Pfund gegen ein Tempolimit auf Autobahnen eingesetzt. Ich sage ja nicht, daß das richtig ist, aber in unserer Welt kann man sich halt leider seine Freunde nicht immer aussuchen.
TheLonestar
23.03.02, 15:58
Original geschrieben von pitter
Kurz- und Langwaffen wurde ausschliesslich als Waffen zum Toeten entwickelt. Ganz sicher nicht als Sportgeraete Gruesse
Pitter
Deshalb töten die fast vier Millionen Sportschützen im DSB auch jede Woche brutal und eiskalt. Allerdings nur Pappscheiben.
Pitter wie bist Du denn drauf?
So eine Aussage wirft mich um ein ganzes Jahr zurück. Wenn Du im Rhein-main Gebiet wohnst, zeig ich Dir gerne mal wie man Pappscheiben "tötet", dann fällt auch bei Dir der Groschen, daß dies Sportgeräte sind. Die Kriminalitätsstatistik gibt mir Recht.
Sportschützenkriminalität gleich null.
Ich denke, Dir liegt auch die neueste BKA Statistik vor, oder worauf stützen sich deine Annahmen?
Grüsse,
Lone
@Lonestar.
Tja, auf ein Keyword reingefallen. Auf genau den depperten Versuch der Sportschuetzen, ihre "Sportgeraete" als Spielzeug erscheinen zu lassen und auf der anderen Seite Sportschuetzen als irgendwie geartete Ballerheinis darzustellen. Das funktioniert nicht, da kannst Du mir erzählen was Du willst. Du machst meinetwegen nur Sport, aber Du schiesst mit einem ausschliesslich zum Toeten (Mensch/Tier) entwickeltem "Werkzeug". Hoechstens Luftpistole/Gewehr kann man da ausschliessen - wenn ueberhaupt.
Mein Argument ist nicht die bescheuerte Weichspuelerargumentation ("das ist doch keine Waffe, achnoe, das niedliche Ding da ist doch nur ein Sportgeraet. "), sondern dass Menschen, die Waffen besitzen und damit ihren Spass haben ganz normale Leute sind, die halt ihre Gaudi mit dem Krempel haben, fertich. Keine Militaristen, Leute die ihr Ego kompensieren muessten, oder was weiss ich.
Adaequat bei Messern.
Dummerweise gibts natuerlich nicht wenige, die dem Klischee entsprechen :( - aber Du hast natuerlich recht, bezueglich der Kriminalitaet spielen selbst die groessten Dumpfbacken mit WBK keine Rolle. Das war auch nicht meine Behauptung.
Gruesse
Pitter
Original geschrieben von HankEr
Aber was ist denn die Alternative?
Es gibt keine. Zumindest fuer mich nicht. Ich will niemandem hier auf den Fuss treten, aber zumindest was ich im Diskussionsforum FWR nicht gerade selten gelesen habe, ist nicht mein Ding. So wie manche da schreiben, halte ich die fuer mental dermassen zurueckgeblieben, dass ich nur hoffen kann, sie fallen bei jeder Sachkunde durch, sorry. Da kann ich mich nedd ranhängen, nur weil *ein* Ziel zufaelligerweise mal dasselbe ist - sind ja nichtmal die Beweggruende die selben.
Lieber verpulvere ich ein paar tausend Märker und klage gegen das Gesetz, wenns da ist. Hab ja einen RA hier ;) Die Aussichten sind zwar eher Scheisse, allein ist das auch ziemlich zwecklos, aber wenn ich sauer genug bin, ist mir da auch wurscht, ich bin da eigen ;) Aber das ist dann *mein* Weg, und ich muss mich nicht verrenken.
Gruesse
Pitter
So, man sieht also schon wie unterschiedlich die Meinungen bereits in einem kleinen Mikrokosmos wie messerforum.net sind.
Wie kann man alle unter ein Dach bringen um in Zukunft eine bessere Infrastruktur zu haben und zu verhindern, daß der Gesetzgeber im Bereich der Messer nahezu alles tun kann ohne relevanten Widerspruch zu ernten?
Original geschrieben von HankEr
Wie kann man alle unter ein Dach bringen um in Zukunft eine bessere Infrastruktur zu haben und zu verhindern, daß der Gesetzgeber im Bereich der Messer nahezu alles tun kann ohne relevanten Widerspruch zu ernten?
Eigener Verein: Messermacher (Gilde, Hobby und alle andern), Messerindustrie, Messersammler und die die in die Richtung publizieren. Geht nur so. Wird aber nedd klappen ;) Der Industrie sann eigentlich alle wurscht, ausser ihren Händlern. Irgendwas verkaufen die immer. Die Gilde ist die Gilde. Die Sammler sammeln in der Regel eh nur erlaubtes. Und generell kriegt eh keiner den Arsch hoch. Bleiben fuenf uebrig - wenn Du willst, koennen wir bein nächsten Treffen in Nürnberg nen Verein gruenden.
Gruesse
Pitter
Und generell kriegt eh keiner den Arsch hoch. Bleiben fuenf uebrig
Und da kam ich mir zu Begin der Diskussion hier schon wie der große Skeptiker vor :waaah:
Naja, 5 ist aber ja schon besser als 1. Da kann man dann auch schon mal gelassener den Klageweg beschreiten :lach2: :)
Matthias Recktenwald
25.03.02, 14:33
Heijeiei --- und hoch schlagen die Wogen.
Meld ich mich doch mal als von beidem Betroffener.
ad 1) Waffen. Pitter, ich will dir nicht deine Perzeption dieser Gegenstände und ihrer Benutzer nehmen - doch sei mir dies zu erwidern gestattet:
Bei Begriffen wie "Messer", "Waffe" und "Werkzeug" Obacht. Es gibt im Messerbereich reine Werkzeuge und reine Waffen und eine sehr breite Mixtur von beidem; das ist über die seit Jahrhunderten übliche Terminologie auch klar nachzuvollziehen. Übrigens sehe ich den Löwenanteil der Messer genauso an wie du auch, nämlich als Werkezuge und als kleine, nützliche Alltagsbegleiter (vom Briefeöffnen bis hin zum Apfelschälen). Und übrigens ad secundam: Ich bin nicht nur Messer-, sondern auch Waffenbesitzer. Ich habe meine Freude dran, interessiere mich brennend für die historischen Hintgergründe und und gehe sehr gern schießen. Aber ich verhamlose Waffen nicht, sondern behandle sie mit Sorgfalt und mit maximal möglichem Sicherheitsbewußtsein. Auf gar keinen Fall lasse ich mir einreden, ich sei socially misfit, nur weil ich Waffen habe. Es stimmt nämlich einfach nicht.
ad 2) Es ist dein gutes Recht, dich zu distanzieren. Ich gehe auch mit dir völlig überein, dass das Zuordnen der Messer unters Waffengesetz weithin Stuss ist --- dann ist das aber international Stuss, weil es überall ähnlich gesehen wird. Andersrum wird ein Schuh draus. Wir gehen mit Messern um, sehen sie explizit nicht als Waffen an, nutzen sie auch nicht als solche und wundern uns dann, dass wir als Messerfreunde entsprechend katalogisiert werden. DAGEGEN muss man sich wehren. Daher der Vorschlag, sich für diesen Zweck mit dem FWR zusammenzutun. Dass das nicht auf beiden Seiten eine "liason d'amour" ist, datt wäß ich dann aach, wie's im Saarland heißt. Hinterher kann man sich ja wieder trennen - wo ist das Problem?
ad 3) Das Tunnelblick-Syndrom der Waffenbesitzer. Ja, was verlangt ihr denn? Dass wir die andere Backe hinhalten und uns unser Hobby peu a peu aus wahltaktischen Erwägungen und wegen gerade hipper Mainstream-Ansichten kaputtmachen lassen? Nö. Toleranz ist nicht nur für die anderen da.
Klar fokussieren wir uns derzeit genau auf dieses eine Problem. Und klar werde ich meine Stimme bei der Wahl aber genau von dem einen Punkt abhängig machen. Das ist mein Recht. Dieses Gesetz würde mich unterschwellig kriminalisieren. Dieses Gesetz würde auch allen nicht von Waffen betroffenen Bürgern unnütze Verwaltungsfangschlingen zumuten (etwa bei einem der berühmten Zufallsfunde). Denn ich sehe keine relevanten Unterschiede mehr zwischen den Parteien (abgesehen von dem braunen Fascho-Gesocks, dagegen werde ich mich mein Leben lang wehren, hier gilt für mich die eine von zwei Ausnahme meiner persönlichen Toleranz-Regel: zero tolerance!!!!): Von keiner der "üblichen" Parteien habe ich bis dato mehr profitiert als von einer anderen. Eine ist so gut oder so schlecht wie die andere. Keine davon verstößt massiv gegen das System (das mit der Zuwanderung ist doch weithin nur wahltaktisches Geplänkel; man überlege doch einmal: da spielte man vorab mit dem Gedanken, ein politisch eminent wichtiges Thema aus wahltaktischen Gründen auf einen Termin nach der Wahl zu verschieben --- als ob es eines besseren Beweises bedurft hätte, dass man nur noch Schönwetterpolitik betreibt und unangenehme Dinge am liebsten von der Tagesordnung streichen würde.)
ad 4) Ich sehe das so: Im Moment sollten sich alle von der überregulierten, völlig undemokratischen, paranoiden WaffG-Novelle betroffenen Personen zusammenschließen, um sie zu verhindern. Danach kann man ja wieder auseinandergehen. Das Stichwort hier heißt Zweckbündnis.
ad 5) Dass wir uns recht verstehen: Ich bin sehr wohl gegen Waffenmißbrauch jedweder Art, ich lehne natürlich illegalen Waffenbesitz (im Sinne krimineller Intention) ab! Und ich bin sehr dafür, hier hart durchzugreifen. Doch sollte man dafür den zuständigen Behörden den Kopf freimachen und sie nicht blockieren, indem man sie kontrollieren läßt, ob Opa Erwin Unbescholten sich eine neue Sportpistole kaufen darf oder nicht.
ad 6) Gott sei Dank gibts das Internet: Das ist ein ideales Medium, um uns alle in basisdemokratischem Verhalten zu schulen! Insoweit ist ja das hier auch eine politische Seite.
Matthias Recktenwald
@HankEr, pitter: soweit ich weiß, braucht man für eine Vereinsgründung sieben Personen ;) Wenn sich der dann als Messer- (in allen Erscheinungen und Verwendungsformen) und nicht primär als Waffenliebhaber-Verein versteht, wäre ich dabei :p
Gruß,
Marko
Ja habe mir auch schon gedacht, daß mit weniger Mitgliedern, Sachen wie absolute Mehrheit, Mehrheit und vor allem 2/3 Mehrheit schlecht zu regeln sind. :rolleyes:
Wolfgang Dell
25.03.02, 16:37
Hi Matthias, hi alle Anderen!
Thomas Becker ist sicher ein kompetenter Ansprechpartner. Die nächste Hauptversammlung,. bzw. Gründungssitzung findet während der MMM in Solingen statt. Das ist der 4. u. 5.5.2002. Ob diese Vereinigung allerdings in Richtung Bildung einer Lobby für bedrohte Sammlerarten, sprich Messersammler werden möchte wage ich zu bezweifeln. So wie ich das sehe sind das sehr potente Sammler (im Sinne von Moneten) die sich da zusammengefunden haben (möchte hier niemandem auf den Schlips treten, aber diesen Eindruchk habe ich eben). Aber es wäre sicher einen Versuch wert in dieser Richtung einen Vorstoß zu unternehmen und auch dieser Vorstandschaft einen Stellungnahme abzuverlangen. Der Club ist vermutlich noch sehr klein, aber was nicht ist kann aj noch werden. Matthias das wäre eine Aufgabe für dich, schon im Hinblick auf deine Journalistische Arbeit solltest du dir das mal näher anschauen.
Ich bin Mitglied im Forum Waffenrecht und im VDW (Verband der Waffenbesitzer...), beide setzen sich für den legalen Waffenbesitzer ein, wenn auch mit nicht sonderich zu Freudenstürmen hinreissenden Ergebnissen. Aber hier würde ich selbst eine sehr gute Plattform für Messersammler sehen, denn da ist schon ein Fundament vorhanden das sowohl die Waffe als solche, als auch das Messer verbindet, denn meist haben Waffenbesitzer aller Coleur auch eine Affinität zum Messer oder sammeln solche auch noch. Aucgh hier wäre ein weites Betätigungsfeld für den lieben Matthias vorhanden, denn er hat sicher schon die entsprechenden Kontakte.
Last but not least die DMG (Deutsche Messermacher Gilde), von da dürfte man, so denke ich, am wenigsten in die angepeilte Richtung erwarten. Zu klein (so an die 90 Mitglieder weltweit), zu unscheinbar zu wenig Leute die sowas freiwillig und ehrenamtlich machen wollten!! Zwar ist man sehr darum bemüht das Image des Messers in ein besseres Licht in der Bevölkerung zu rücken, aber das ist sehr schwer und wird auch nur in sehr begrenztem Umfang das Ziel erreichen.
Und nun stellt sich für mich die Frage, in wie vielen Verbindungen/Vereinen soll ich denn noch Mitglied werden, damit meine bescheidenen Interessen gegenüber einer nahezu kompetenzlosen Politik vertreten werden können???? Das ist ja nicht umsonst, es kostet Beiträge. Wäre doch eigentlich logisch einen Gesamtverband zu haben der alle unsere gemeinsamen Interessen vertritt. Aber das wird wohl Utopie bleiben.
Also schaun wir mal
Wolfgang
Heute habe ich die Unterlagen der "Gesellschaft der Messersammler" bekommen.
Die Ziele der Gesellschaft sind recht weit gestreut (Schffung eines internationalen Marktes für Sammlermesser, Informationen über Messermacher, -arten, Qualitätskriterien, Geschichte, Verwendung, Sammlungsstrategien, Pflege, Literatur, Photographie, Expertiesen, Publikationen, Messerbaukurse) von politischer (Lobby-)Arbeit ist aber nicht die Rede.
Die erste Sitzung fand am 8.12.2001 in Solingen statt, das nächste Zusammentreffen ist am 3.Mai (Vorabend der Messermacher Messe) ab 18:00h wieder in Solingen.
Wo in Solingen soll die Sitzung am 3. Mai stattfinden?
Gruß Thorsten
Im Foyer des Klingenmuseums.
Klosterhof 4
42653 Solingen
Nur für geladene und angemeldete Gäste. Eine Einladung lag den Unterlagen bei. Einfach mal bei Thomas Becker (Thomas.Becker@mch.siemens.de) melden.
Nix mehr los hier ?
Denkpause :hmpf: ?
Atempause :hmpf: ?
Frühjahrsmüdigkeit ?
Schicht im Schacht ?
Keine Wünsche, Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge ?
Bis denn
Gruß Andreas/L
Matthias Recktenwald
02.04.02, 13:45
Bei mir isses all das in Kombination mit Redaktionsschluss... javascript:smilie(':angst:')
To be serious: Ich habe eine Einladung zu einem Meeting der Gesellschaft der Messersammler erhalten. Falls ich es packe, dahin zu fahren, werde ich unser Thema dort auf jeden Fall zur Sprache bringen.
Matthias Recktenwald
... wir sind uns also einig, daß wir uns nicht einig sind :argw:
Die einen sind für eine Anlehnung an die jeweilige Waffeninteressenvertretung des Landes (FWR f. D), die anderen dagegen. Die einen sind dafür ein bestehende Vereinigung zu infiltrieren und zur Lobbyarbeit zu bewegen, die anderen für eine Neugründung. Die große Ahnung, was Vereinsrecht etc. angeht, hat keiner.
Buchtipp dazu :
Der eingetragene Verein
Sauter/Schweyer
Verlag C.H. Beck
ISBN 3-406-43279-4
Das Buch enthält sehr viele Aktenzeichen und Verweise auf die
Neue Juristische Wochenschrift und das Juristen Journal
dort werden auch Spitzfindigkeiten behandelt,
mein Exemplar ist die 16. Auflage von 1997, ist evtl. neu aufgelegt worden.
Ich hab das Buch irgendwann aus gegebenen Gründen gekauft, um Vereinsmeiern einige Schritte voraus zu sein, weil Probleme im Verein durch eine auf sie persönlich zugeschnittene Satzung und damit verbundene Tricksereien abzustellen waren.
Ein Vereinsrecht im Sinne von StGb oder WaffG gibt es nicht, die meisten Regelungen stammen aus dem BGB und dem daraus abgeleiteten Handelsrecht.
Als Basisinfo-Quelle taugt es allemal, da das Vereinsrecht sehr vielfältigen Einflüssen unterliegt.
Ansonsten wäre zu Empfehlen, Satzungen von Vereinen zu studieren, um einen Überblick zu bekommen.
Gruß Andreas/L
Original geschrieben von HankEr
Die große Ahnung, was Vereinsrecht etc. angeht, hat keiner.
Hanker, das ist nicht das Problem. Erstens kann man Vereinsrecht nachlesen, zweitens ist meine Freundin bekannterweise Anwältin ;) Eine gueltige Satzung zusammen schreiben ist auch einigermassen schnell passiert. Aber dann fängts halt an. Da muss einer Vorstand spielen, dann brauchts nen Kassenwart, Buchhaltung, Kommunikation mit dem Finanzamt, Eintragung ins Vereinsregisterdinegns, der ganze Rattenschwanz - zumindest wenns ein eingetragener Verein mit Mitgliedsbeiträgen sein soll.
So, wenn das passiert ist, gehts mit der Arbeit wirklich los, schliesslich will man ja was erreichen. Also braucht man eine Marketingstrategie, Aufbau von Kontakten zur Industrie, Messermachern, anderen Vereinen, der Presse. Weiterhin Pressemappen, medienwirksam formulierte Statements, Organisation von Veranstaltungen usw usw. Das ist eine Schweinearbeit, die kostet Zeit und Geld - aber wenn man das nicht intensiv macht, kann mans gleich lassen.
Zumindest mir fällt da sicher ein ganzer A4 Ordner an to-do Listen ein, wenn ich mich mal ein Wochende hinsetze, ich koennte den ganzen Krempel auch machen - nur wann? Ich hab auch noch nen Job. Und meine Erfahrung, was Vereine angeht ist halt das KNF, und der Schützenverein. Da machen 10 Leute den Kram fuer 500 - wird ueberall so sein. Und dafuer fehlt mir schlicht die Zeit, ich donner mir nedd auch noch meine Freizeit mit Arbeit zu. Und schau, wieviele Leute hier antworten und Du weisst, wieviele dabei helfen.
Zu der "Gesellschaft der Messersammler". Ich kann mich täuschen, viel weiss ich ja darueber nicht. Kann man gleich wieder fragen warum nicht, wo machen die Oeffentlichkeitsarbeit, im WWW sicher nicht. Mein Bild davon ist, dass das eben der erlauchte Kreis der Lake, Kressler und Pachhi Sammler ist. Oder glaubst Du, dass man da mit einer Microtech Sammlung mitspielen kann? So ein Sammler Niveau ist fuer <1% der an Messer interessierten repraesentativ. Da kann man schlecht Lobbyarbeit machen. Braucht man auch nedd, weil mir das als Sammler dieses Kalibers shitegal wäre. Meinen Krempel bekomme ich eh weiterhin. Und erwarte bitte nicht, dass die Leute sich Gedanken um andere machen.
Ich seh das genereller. Es geht ja nicht um die wenigen Hardcore Sammler. Wir haben ein Messermagazin, die Visier, zig Solinger Messerfirmen, zig Händler, Grosshändler, Vertriebsfirmen, fast 1000 Mitglieder die auch wieder Leute kennen usw. All die haben ein Interesse dran, das Messer jedweder Art gekauft und verkauft werden und das Thema Messer aktuell bleibt. Moeglichkeit ueber Publikationen sind da, Kontakte zu den Firmen und anderen Medien sicher auch. Warum bei Null anfangen. Entweder man findet Interesse daran, sich an einen - meinetwegen virtuellen Tisch - zu setzen und gemeinsam eine Strategie zu entwerfen, oder eben nedd. Und an diesen Tisch gehoeren IMO die Firmen mit dazu. Sonst wird das Pillepalle.
Sprich: Zielsetzung (was ist das Problem, wo gehts hin, warum sollte man Interessse haben, sich zu Engagieren...) entwerfen, Wege ueberlegen (aus dem Bauch raus: Z.B. etwa regionale Veranstaltungen, um das Thema Messer auch der uninformierten Oeffentlichkeit zu praesentieren - alleine hier um Nürnberg gibts zig Messermacher, die ich gerne kontaktiere - das koennte jeder in seiner Ecke probieren), Einladung an alle (Presse, Industrie, Macher...) verschicken und hier gleich ein neues Forum "Interessenverband Messer " einrichten - und schauen was passiert.
Gruesse
Pitter
caerbhallain
08.04.02, 14:04
Hm - ich war mal 1.Vorsitzender in einem Verein. Ich sage (ganz persönlich nur für mich): nie wieder. Von Verein habe ich gründlichst die Nase voll.
Ansonsten kann ich pitter nur Recht geben.
Pitter kann schon recht haben! Warum ist die Sitzung nur für
geladene und angemeldete GÄSTE? Wäre glaub ich auch für die
anderen ohne Einladung interssant.
[HankEr: Dieser und die nächsten 4 Beitrage, abgespalten von Messerverbot in Dänemark? (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=15393)]
In einer Medienwelt, in der Politik übers Fernsehen vermittelt wird, kommt es dahin, dass nur die wortgewaltigen, nicht die vernünftigen Ideen zum Zuge gelangen.
Natürlich ist das wie im Affenstall. Aber, falls wir ernsthaft daran denken, dass sich irgendetwas ändert, sollten wir darüber nachdenken, ob wir uns nicht ein Organ schaffen. Sowas wie ein europäisches AKTI.
Ansonsten treffen wir uns mit Böker im Untergrund.
Original geschrieben von Yukonbeaver
Es besteht die möglichkeit das in den nächsten Jahren in ganz Europa ein absolutes Messer Trag/Besitz Verbot (auch das Sammeln)auf uns zukommen könnte.
Echt ?? Die wollen in Europa alle Messer verbieten ?? :mad: Oh Gott ...
Damit können die doch nicht durchkommen, dadurch werden dann auch viele arbeitslos etc. Lohnt sich da dass sammeln überhaupt noch :confused:
gruß Mathias :(
Yukonbeaver
24.11.03, 13:59
Ich glaube was in Dänemark vielleicht passiert kann sehr gut in Europa übernommen werden und Dänemark ist nicht weit entfernt.Daher finde ich gehört auch Europa dazu sich mal darüber Gedanken zu machen.
Schliesslich ist das Messer das älteste Werkzeug der Menschheit und selbst Plotiker oder Messergegner brauchen irgendwo/wann ein Messer zum etwas zu teilen,die Medien müssten das Messer halt nicht nur als Waffe darstellen,es wäre natürlich schon gut wenn man auch von unsere "Seite" jemand zu Wort kommen lassen würde und das ganze von einem Normalen Standpunkt aus den Leuten erklärt werden könnte das ein Messer nicht nur von Kriminellen gebraucht wird.
Original geschrieben von Yukonbeaver
Ich glaube was in Dänemark vielleicht passiert kann sehr gut in Europa übernommen werden und Dänemark ist nicht weit entfernt.
Dänemark ist EG und deshalb ist das sehr richtig.
Das mit dem Testfeld ist ein richtiger Gedanke. Denkt doch einfach, wie es vor 25 Jahren mit der Kriminalität gehalten wurde. Die gab es, nicht zu knapp. Trotzdem gab es in Politik ud Justiz den Gedanken, dass Kriminalität eben auch gesellschaftliche Verhältnisse widerspiegelt. Vor vielleicht 35 bis 40 Jahren hat man das bestimmt nicht so gesehen, doch hatte man ein Gefühl oder Bewußtsein dafür, dass Kriminalität eben eine Erscheinung am Rande ist, das Gros aber aus anständigen Bürgern besteht (ja, in Wirklichkeit hatten die alle ihre Leichen im Keller).
Heute ist alles Prävention. Un das ist gefährlich, weil durch den Gedanken der Prävention eben keiner den A... umdrehen kann, ohne nicht einen an selbigen zu haben, der kontrolliert. In der Prävention gilt dann auch nicht mehr die Unschuldsvemutung, also "Ich hab doch nix gemacht", es gilt die Meinung "Du hättest aber können", es gilt also das Wort des Büttels. Damit nicht genug, geht es bei der Prävention eben nicht um die Vorbeugung, wie immer gesagt, sondern um die Kontrolle. Sonst nix. Sprecht mal mit Polizeibeamten.
Stimmt es also, dass in Dänemark ein generelles Verbot eingeführt werden soll, so wäre es wirkklich Zeit über Öffentlichkeitsarbeit nachzudenken.
Ja, ich glaube auch, daß einen Gegenpol zu den ganzen Messergegnern geben MUß. Wie wäre es denn mal mit eine Demonstration. Sämtliche Forumsmitglieder und Messerliebhaber könnten sich irgendwo in der Mitte von Deutschland treffen. Und dann mal zeigen, daß es auch noch Bürger gibt, die auf den ganzen Kontrollmist schei... . Es wird doch für oder gegen alles mögliche demonstriert. Warum nicht dafür, daß jeder Messersammler das Recht auf sein Messer hat. Ob nun Kampfdolch oder Taschenmesser. Ich wäre auf jeden Fall dabei!
Messerjocke2000
24.11.03, 17:04
Vielleicht sollten dann mal alle "Aussenseiter" zusammen demonstrieren , bzw alle die unter unsinnigen/zwecklosen Gesetzen/Verboten leiden:
-Hundebesitzer
-Sportschützen
-Jäger
-Messersammler
-Kampfsportler
-Computerrechtler
-Wer sonst noch?
Dann kommen wenigstens mal ein paar Leute zusammen, um FÜR Bürgerrechte und gegen Gängelung zu protestieren.
Thomas Spohr
24.11.03, 17:20
Meines Erachtens, egal wie, ein müsiges Unterfangen. Oder glaubt wirklich jemand, daß man das Rad der Zeit wieder zurückdrehen kann, ich also ein Markora, nach Interessenverbandsgründung, Beitragszahlung, Öffentlichkeitsarbeit, „ Lobbyistentum“ usw., irgendwann legal erwerben kann?
Dann doch lieber Cher nackt auf dem Tisch tanzend und das Verkaufsforum, bringt mehr Spaß und vergeudet keine Zeit und Geld (na ja, Geld vielleicht doch ;) ).
Thomas
Messerjocke2000
24.11.03, 19:52
Es geht doch (leider) nicht mehr darum , das WaffG zu liberalisieren,
aber wenigstens der Status Qou sollte doch erhalten werden.
Die nächste Verbotswelle kommt bestimmt!
Dann müssen die Autos halt noch kürzer werden oder ganz verboten,
oder es kommt die Frage: wer braucht denn Dolche, die sind doch viel zu gefährlich!
Lobbyarbeit tut Not!!
Und wenns nur im FWR ist , damit stärkt man wenigstens die "Waffenlobby" allgemein ,wenn man im FWR noch als Verein Mitglied würde, wäre es sicher noch besser.
Deshalb bin ich im FWR auch mitglied, kostet 15€ ,da geht KEINER dran kaputt und vielleicht hilft es ja.
Als Mitglied kann ich dann auch beim FWR dafür werben, sich auch des Themas Messer anzunehmen,sonst halt nicht.
Kilian
Bamboo-Jack
24.11.03, 20:15
Bin letzte Woche selber dem FWR beigetreten. Bei Abbuchung beträgt der Jahresbeitrag sogar nur 12 Euro. Das Geld ist sicher gut angelegt. Wichtig wäre jedoch, daß sich die Messermacher als Verband dem FWR anschließen.
@Messerjocke2000
Das mit dem FWR habe ich mir schon überlegt, aber was machen die eigentlich gegen Verbote und Co.?
Ein paar Punkte, die mir auffallen:
- ich würde mich in einer Liga mit Mittelaltervereinen (wegen Schwertern usw.) besser aufgehoben fühlen als bei Waffenlobbyisten.
Der kulturelle Aspekt ist das öffentlichkeitswirksamste Argument.
- Beiträge, wie der auf Kabel 1 über Tritz (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=15168&highlight=Kabel) nützen uns mehr als hundert Demonstrationen. Die Medien müssen unmassen an Sendezeit füllen. Mit den richtigen Angeboten kann man da sicher viel machen.
- Die "Kampfhundebesitzer" haben im wesentlichen erreicht, was sie wollten. Zumindest in meinem Bekanntenkreis mußte niemand seinen Hund abgeben (obwohl ich das bei dem ein oder anderen schon beführworten würde, liegt aber nicht am Hund). Und die Kampfhunde haben einen wesentlich schlechteren Ruf als Messersammler. Resignation ist also fehl am Platze.
-Ich finde Vereinsmeierei zum kotzen. Trotzdem wird es ohne Organisation nicht gehen. Allerdings würde ich eine weitestgehend dezentrale Form bevorzugen. Eine Infrastrucktur, ähnlich diesem Forum, die offen von jedem genutzt werden kann.
Vieleicht ein Verein, der so weit wie irgend möglich auch Nichtmitgliedern eine Plattform bietet.
Da man sowieso nicht alle Messerfreunde representativ vertreten kann sollte man es mMn auch nicht versuchen. Dadurch kann man sich auch vor ungewollter Instrumentalisierung durch andere schützen.
Ein starkes "Hallo, uns gibt es und wir sind viele" ist besser als "Hallo, wir sind die Anonymen Alko... äh Messerfreunde, und wir wollen 1.)..., 2.)...., 3.)... und außerdem Freiheit für Nelson Mandela"
Keine Ahnung, ob das so funktioniert, aber ich würde dabei weniger Bauchschmerzen haben, als bei einem geschlossenen Verein.
Finanzierungsvorschlag: 5% vom Verkaufserlös eines Messers im Verkaufsforum geht an den Messerfreundeverein. Das trifft keinen Armen und es kommt bestimmt genug Geld zusammen :)
Dann kann der Verein recht schlank organisiert werden und braucht seine Mitglieder nicht als Zahlvieh.
Alles nur so aus dem Bauch geschrieben hat
braces
Hat denn schon einer mal die Industrie gefragt? Ich hätte mehr zutrauen, wenn Böker oder Konsorten mit von der Partie wären. Wenigstens unterstützend.
Messerjocke2000
25.11.03, 11:40
@Rebell
Beim Thema Schusswaffen haben die schon einiges erreicht,wenn man sich das ursprünglich Geplante ansieht, und was dann rauskam.
Deshalb bin ich der Meinung es sollte eine "Unterabteilung" Messer im FWR geben,indem halt ein Verein der Messer-Macher/-Sammler da beitritt.
Dann könnte das FWR mit mehr Mitgliedern aufwarten, was in der Diskussion mit der Gesetzgebung sicher gut ist,und dann könnten "wir" auch erwarten vom FWR in Sachen Messer vertreten zu werden.
Ich kenne das / den FWR nicht. Aber grundsätzlich tuen wir uns leichter, wenn wir auf bestehende Strukturen zurückgreifen, als erst neue aufzubauen. Wenn das mit dem FWR ne gute Sache ist, machen wir weier oder falls nötig können wir auf dieser Basis ein eigenes Profil erarbeiten.
Also, wie komm man an den FWR ran?
Wer jetzt noch darauf wartet daß eine Interessengemeinschaft der
"Kampf" - "Nichtkampf" - oder "Ziegenkäsezerteilmesser" - "Liebhaber/Sammler"
gegründet wird,
der ist selbst schuld!
Es geht nicht um Vorlieben,
Es geht ums GANZE!
Egal ob IPSC, 300m ZF, Butterfly, Wurfsterne oder Gurkengläser ...
bald wird alles was IHR(MANCHE) für überflüssig haltet ver(boten)schwunden sein,
und was ist dann dran???????????????????????????????
Eine Messerlobby? GERNE!
Aber wenn bereits die "unter 8cm Liebhaber" mit den "über 8cm unter der Jacke Versteckern" nicht klarkommen - :(
Darum: FWR!
Ja, wie bigbore es sagt. "Divide et Impera" ist überall die Taktik. Die Kampfhundeverordnung(en) hätte es kaum so gegeben, wenn man den dt. Schäferhund mit dazu genommen hätte. Solange aber erst mal nur von Pitbulls und Rottweilern die Rede ist, ist das den Schäferhundebesitzern und -clubs, Diensthundeführern, etc. herzhaft Wurst und es trifft erstmal nur eine Minderheit. Die anderen schauen untätig zu und irgendwann sind sie selber Minderheit. Dann folgt der nächste Schritt.
Vgl. Butterflies, Fallmesser, Springmesser, Dolche, Schwerter, Einhandmesser, historisches, modernes, dezentes, aggressives, schwarzes, buntes, kleines, großes, ...
Eben, das ist nix neues. Es ist nur so deprimierend, das es immer funktioniert und es ist noch deprimierender, wenn man sieht, das die Schafe, die zur bank geführt werden, auch noch wissen, dass es zur Schlachtbank geht und nicht mehr als ein Mäh heraus kommt. Ist die blöde Kuh, die nix weiß besser dran?
Ich hab mich jetzt mal bei FWR angemeldet. Keine Ahnung, ob das die Waffe ist, aber es ist der logische Schluss aus meiner Vorrede.
Bamboo-Jack
25.11.03, 23:54
Mitglieder von Mittelaltervereinen mögen sich mit ihren Schwertern in einer Mittelalter-Lobby besser aufgehoben fühlen und Messersammler ihre Messer als Werkzeuge oder Kunstwerke ansehen.
Tatsache ist, daß Messer und Schwerter dem Waffengesetz unterliegen. Deshalb ist das Forum Waffenrecht auch genau die richtige Organisation, um politisch etwas zu bewegen.
Wichtig ist allerdings, daß möglichst viele Klingenfreunde dem FWR beitreten. Nur wenn es innerhalb des FWR auch eine große Messerlobby gibt, können die Wünsche der Messermacher, Messersammler und der Mittelaltervereine politisch bekannt gemacht und vertreten werden.
Gruß
Volker
crashlander
26.11.03, 15:58
Das Problem ist m. E. daß es momentan wohl überhaupt keine Messerabteilung im FWR gibt. Zumindest das müsste von den Verantwortlichen schon veranlaßt werden, bevor man sich Gedanken machen kann, ob ein Beitritt vielleicht Sinn macht. Ich bin nicht der Meinung, daß man Schußwaffen und Messer, obwohl beide im WaffG vertreten, in einen Topf werfen kann. Schließlich wird die Zielfernrohrlobby kaum noch zusätzlich für die Aufhebung des Verbots von Butterflys eintreten, wenn ihre Forderungen erfüllt wurden. Könnte ja sein, daß dann doch alles wieder verboten wird.
Sicher muß man zusammen für ein Ziel streiten, gemeinsam stark ist die Devise. Doch es muß von beiden Seiten die Bereitschaft da sein, zu kooperieren. Von seiten der Schusswaffenliebhaber ist da AFAIK leider noch gar kein Impuls ausgegangen. Obwohl anscheinend doch einige Messerinteressierte inzwischen Mitgliede im FWR sind.
Geht mal wieder wild her zwischen den zwei Threads (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=15757 ), von selber ändert sich gar nichts, auch nicht das FWR.
Dann poste ich jetzt mal hier: Dann müssen wir eben versuchen im FWR zu Wort zu kommen.
Und das andere poste ich drüben.:D
Wolfgang Dell
26.11.03, 18:35
Seit 1962 bin ich Mitglied eines Schützenvereines, aktiver Schütze, Wiederlader und fast ebensolange anerkannter Sammler antiker Waffen. Was ich in dieser Zeit schon alles erlebt habe ist kaum zu beschreiben und nur noch von einer Diktatur zu überbieten!!!
Deshalb: nur eine starke Lobby kann noch schlimmeres verhindern. Ob Messer oder Bogen oder Schusswaffe oder Gurkenglas, nur gemeinsam kann etwas bewegt werden!
Deshalb in diesem Falle Mitglied werden!!
Forum Waffenrecht Mitglied Nr.: 18 639
VDW Mitglied Nr.: 7 458
Gruß
Wolfgang: potentieller Mörder, Amokläufer, in die Luft Sprenger....!
Messerjocke2000
26.11.03, 20:11
So, ich habe jetzt einfach mal eine Mail ans FWR geschickt , mal schauen, was die sagen.
Hoffentlich stehen die dem Ganzen positiv gegenüber.
Aber, guckt doch mal, wer hier alles Mitglied ist. Da sollte doch was zu machen sein. Denkt doch mal, die Story von Immi66 mit seinem Millie würde da auch aufgegriffen.
Im Beitrag Ausnahmen für Rettungswerkzeuge in D (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=15269) habe ich ja eine Nachricht aus der Mitgliederzeitschrift des FWR zitiert. Ganz unbeachtet ist die Thematik dort also nicht.
Ich will hier aber in keinster Weise das FWR schönreden, es ist halt eine Lobbyorganisation der Händler, Hersteller und Verbände, nicht der Einzelmitglieder, aber dort sind die nötigen Strukturen halt schonmal da, was man von einer Neugründung wohl kaum behaupten kann. Wer hat denn schon die Connections um mal schnell nach Berlin zu fahren und sich vor dem Innenausschuß zu äußern?
--
4-stellige FWR Mitgliedsnummer
Richtig HankEr,
wir sollten in einem nächsten Schritt daran gehen, unseren Willen zu formulieren. Also eine Position bezogen auf die Begründung der letzten Gesetzesänderungen. Der FWR gibt Beurteilungen zu statistischen Werten, wie Waffenhäufigkeit und Kriminalität ab und so.. Wir müssen da auch mal gucken, dass wir zu den Fällen, wo Messer und Kriminalität in Verbindung stehen eben eine Haltung haben, die weiter geht als: "Na ich war´s ja nicht".
Bleibt doch nachwievor die generelle die Frage, ob wir die Stellung zum Waffenrecht der Industrielobby überlassen, oder wir selbst etwas machen wollen. Soll sich der Gesetzgeber wenn er mal eine zweite Meinung will (oder einbeziehen muß) wirklich an Böker, Herbertz und andere Hersteller wenden oder wäre es nicht sinnvoller tatsächlich die im Endeffekt Betroffenen mit einzubeziehen?
Ich bezweifle halt ernsthaft, daß wir wenige Messersammler eine Lobby schaffen können, die einen anderen oder gar größeren Einfluß auf die Gesetzgebung ausüben können als die Industrie.
Jetzt bitte nicht: Dann gehn wir halt ins FWR. Der thread läuft schon.
Servus achlais
Gratwandler
01.02.04, 17:41
Eigentlich habe ich ja gedacht das FWR ist für alle da. In Bezug auf Messer habe ich aus der Ecke allerdings noch nichts gehört. Auch die dt. Messermacher Gilde scheint sich ja still zu verhalten. Das FWR hat momentan < 25.000 Mitglieder bei einem Jahresbeitrag von 12EUR, die Online-Unterschriftensammlung hat es auf gerade mal 230 Unterschriften gebracht, die echte wird mit 110 Unterschriften übergeben.
Was kann man da bei einem Messerverband erwarten?
Bisher habe ich meine Messer eher als Schneidwerkzeuge gesehen, deshalb fühle ich mich von einem Verband wie dem FWR eigentlich nicht vertreten, da ich sie nicht als Waffen ansehe. Ich besitze keine Hieb- und Stichwaffen im Sinne des Waffengesetzes. Einem Messerverband, der die Interessen von Messerbesitzern schützt, würde ich dagegen sofort beitreten.
Wenn sich der FWR auch auf dieses Thema beziehen würde, wäre ich nicht abgeneigt diesem beizutreten, aber bisher sehe ich da nur die Dolch-, Kampf- und Springmesser- Besitzer vertreten, und da gehöre ich nicht hin.
Gruß Grat
"Und dann hatten sie den idealen deutschen Zustand erreicht: Jeder Mann seine eigene Partei!" Kurt Tucholski, Die Partei.
Es wird keine Verbände für die Drop point Klingenbesizer oder für die Clip Point Klingenbesitzer geben, noch wird es einen Verband ausschließlich für die geben, die nur oder in der Regel schweizer Messer tragen.
Es wird nur einen Verband geben, in dem alle zu Kompromissen für ein gemeinsames Interesse bereit sind.
Matthias Recktenwald
26.08.04, 19:40
Im Beitrag Ausnahmen für Rettungswerkzeuge in D (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=15269) habe ich ja eine Nachricht aus der Mitgliederzeitschrift des FWR zitiert. Ganz unbeachtet ist die Thematik dort also nicht.
Ich will hier aber in keinster Weise das FWR schönreden, es ist halt eine Lobbyorganisation der Händler, Hersteller und Verbände, nicht der Einzelmitglieder, aber dort sind die nötigen Strukturen halt schonmal da, was man von einer Neugründung wohl kaum behaupten kann. Wer hat denn schon die Connections um mal schnell nach Berlin zu fahren und sich vor dem Innenausschuß zu äußern?
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4-stellige FWR Mitgliedsnummer
Da gibts ne ganz einfache Möglichkeit: Wenn all die Messerleut bei ihrer Anmeldung klipp und klar mitteilen, daß sie nur wegen Messern beitreten, dann registriert man das irschendwann auch.
FWR bin ich drinne — logo, aber fragt mich nicht nach der Nummer!
... nicht eines Tages tot läuft ... sie sollte am Leben erhalten bleiben und alle Messerfreaks, und da ist es piepegal ob man Küchen-, Taschen-, Jagd- oder Kampfmesserfan ist, sollten sich schon Gedanken machen ob sie sich nicht gegen diese "Verbotskrankheit" der Politiker stark machen ... ich möchte nicht erleben, das ich eines Tages meinem Enkel kein Taschenmesser mehr in die Hand geben darf, um sich ein Pfeifchen oder einen Wanderstock zu schnitzen, nur weil das "Führen" dieses Dinges, wie in England, verboten ist ... ich bin seit seiner Gründung im FWR und das als Schütze (Schwarzpulver-, Ordonnanz- und gemeiner Sportschütze) und auch als Liebhaber von Messern (Küchen-, Jagd-, sonstigen Arbeitsmessern und natürlich auch allen Arten von Kampfmessern wie Bowies (wie eben auch Matthias Recktenwald), Dolchen, Butterflys und sonstigen Blankwaffen ... und ich vertete meine Ansichten aktiv, wie eben auch viele andere FWR Mitglieder ...
... und ich muss mich nicht hinter meinem Totem und Nickname "redkite" verstecken ;) ...
Servus, Karl-Heinz Sack ... Messerfan, Schütze und Thüringer aus Leidenschaft :) :) :)
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