Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was ist euer schärfstes Messer?
Hallo zusammen,
nachdem mich das Japan Messer Fieber nun auch gepackt hat, versuche ich meine Messerchen immer so scharf wie irgend möglich zu schleifen. Ob sinnvoll oder nicht, mir machts riesig Spaß mit so einem Messer zu arbeiten. Deshalb hätte mich interessiert welches Eurer Küchenmesser kriegt ihr am schärfsten geschliffen und mit welcher Schleifmethode?
Ich mach mal den Anfang:
Kai Shun DM-0702 Santoku (ich weiß ich werd hier gleich gesteinigt ;-)) mit 1000er King
Jetzt machste mich neugierig, mit nem 1000 schon scharf?
Kein 6000 zum Finish, kein Abziehleder? Ok...?
Was Küchenmesser angeht ist es bei mir ein Santoku, welches mir meine Frau geschenkt hat, 3-lagig, Stahl weiß ich nicht.
Ah, User:
Momentan ein VG10-Endura IV. In meditativer Handarbeit einen kompletten Flachschliff angebracht, Luke und Obi wären neidisch ;-)
gast150908
27.03.08, 04:26
Hiromoto Santoku, mit der üblichen 1000er-3000er-6000er Kombo.
Abledern tu ich nicht. Nach dem Schleifen nochmal leicht über den Feinzug.
Ich krieg aber auch KaiShuns und Kasumis und andere VG10 Messer recht scharf. Die Schärfe ist vielleicht nen Tacken geringer, aber hält auch länger.
Ich habe zu Beginn auch wie ein Irrer ständig geschlffen, mittlerweile reicht auch ein Ritt übern Wetzstahl. Die high-end-Schärfe ist nach einer Zwiebel eh Makulatur.
Ich habe zu Beginn auch wie ein Irrer ständig geschlffen, mittlerweile reicht auch ein Ritt übern Wetzstahl. Die high-end-Schärfe ist nach einer Zwiebel eh Makulatur.
Erklär das mal bitte genauer!
Gruß Maximus
Also ich persönlich erhalte nach einer 1000 er und 6000er Behandlung sehr scharfe Shuns, die übrigens auch recht lange scharf bleiben.
Am schärfsten wird das 20 cm Kochmesser und das Santoku.
Aus meiner eingenen Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Messer nach einer gewissen Anzahl von Schärfungen immer schärfer werden, als mit dem Out-of-the-Box Schliff.
Habe auch so ein Solinger Exemplar recht scharf bekommen. Es handelt sich hier um ein Küchenmesser(20cm) von Legnoart.
An die Schärfe der Shuns kommt es aber bei weitem nicht ran.
Gruß Maximus
Jetzt machste mich neugierig, mit nem 1000 schon scharf?
Kein 6000 zum Finish, kein Abziehleder? Ok...?
Vielleicht weiss da jemand noch nicht was wirklich scharf ist.....:steirer:
@TheHunt: Eigentlich schleife ich mit ner 1000/6000er Kombi, habe aber meistens das Gefühl mit dem 6000er die Schärfe eher kaputt zu machen. Hast Du denn auf dem 6000er eine andere Technik? Leder habe ich noch gar nicht probiert.
Hallo zusammen,
meine schärfsten Kochmesser sind von Hattori.
Out of the box waren sie "sauscharf" und die Schärfe bekommt man mit den entsprechenden Wassersteinen auch wieder hin. (ich verwende 1000/2000/4000/6000/8000er Steine )
Das Global G5 ist zwar auch sehr scharf, kommt aber nicht an die Hattoris ran.
Beste Grüße
Martin
Schwatvogel
28.03.08, 15:14
Schnippel,
wenn du dieses Gefühl hast, dann bist du noch in der Region, wo das vom 1000er in die Klinge gezogene Riefenmuster besser reißt als deine geschliffene Variante: Üben :super:
SaberRider
28.03.08, 19:11
Mein schärftes in 2 Hinsichten ist das Jürgen Schanz :super:
Marttiini Martef :steirer:....ist zwar ein Filitiermesser aber das wird als Angler ja auch oft in der Küche benutzt.....
Nach dem gelben belgischen Brocken und nem Leder möchte ich mich damit nicht schneiden....hab zum gebrauch extra schnittfeste Handschuhe :D...
Mein schärfstes Messer ist ohne Zweifel ein Mizuno Ao Hagane Deluxe Series Yanagiba
http://www.japanesechefsknife.com/images/Img685.jpg
Die Kasumi und Hattori Dinger sind zwar auch rattig scharf aber so dünn wie das Yanagiba angeschliffen ist können die nicht annähernd mithalten. Ich nehms übrigens nicht nur für Fisch sondern ich schneide auch Fleisch damit ganz mühelos. Carpaccio anfrieren oder plattieren gehört der Vergangenheit an wenn man ein wenig Gefühl und so ein Messer mitbringt.
Hallo, hab gerade vor einer 1/2Stunde die Griffe eingeharzt-wegen der Hygiene-50197 das sind meine "Schärfsten" Stahl RWL 34 auf 64 HRC gehärtet und bei 100 Grad angelassen. Kaum noch zu polieren und rattenscharf. Haarspalten incl. Diesen Pulverstahl kann man extrem fein auspolieren. Ich mache aus Zeitgründen keinen Handabzug sondern poliere auf der großen Schwabbelscheibe mit Chromoxydpaste ein ganz feines Gebrauchs-Finish auf die Schneide -Küchentauglich eben- und die Haare fliegen trotzdem.
Gruß
Uwe
gast150908
03.04.08, 17:26
Erklär das mal bitte genauer!
Gruß Maximus
Ich habe früher immer wie ein Irrer geschliffen und die Messer waren natürlich sehr sehr scharf. Allerdings besteht IMHO immer ein Trade-Off zwischen Schärfe und Schnitthaltigkeit. Wenn ich das Gefühl habe, es läßt etwas nach, dann kommt eben der Wetzstahl zum Einsatz.
TWIN Cermax MD67 (in Japan gekauft). Winkel an der Schneide von serienmaessig ca. 23 auf 17 Grad reduziert auf einem 220er Stein. Danach ueber 1000 / 3000 / 8000 zum Skalpell poliert. Erziele mit einem Hattori FH eine aehnliche Schaerfe mit gleicher Behandlung. Aber bei der Schnitthaltigkeit hat das Cermax aufgrund der Haerte schon einen Vorteil.
Mein Herder 1922 in nicht rostfrei. Zwar etwa angelaufen (normal für Carbonstahl) - aber sowas von scharf :super:.
http://www.kanu-malchow.de/images/herder0.jpg
http://www.kanu-malchow.de/images/herder.jpg
Grüsse Kirchi
Kristallrainer
05.04.08, 21:58
Bei mir immer noch das Santoku von Hirotomo:
http://www.feinewerkzeuge.de/G309253.htm
Sehr dünn ausgeschliffen, ich trau mich gar nicht, es hart ranzunehmen, hat aber noch keine Ausbrüche. Ein paar mal auf dem belgischen Brocken hin und her und es ist sofort wieder gruslig scharf.
Bekleidungskammer.de
06.04.08, 08:56
Ich nutze in der Küche das fast unverwüstliche Santoku 4188 mit HollowEdge von Wüsthof. Das Messer ist genial, und man ärgert sich nicht, wenn man mal nen Knochen erwischt beim schneiden... Spülmaschinengeeignet und sehr gut schneideigenschaften.
hallo
bei mir entsteht das schärfte gerade.:haemisch::haemisch::haemisch:
grüsse
hano
http://www.bilder-speicher.de/08040700401786.gratis-foto-hosting-page.html
Ich finde das schon ziemlich scharf.
Klingenrücken am „Fingerschutz“ ca. 2 mm auf 0 ausgeschliffen.
Die Klinge rostet...
Ich schleife meine Messer zuerst mit einer 5000 Beglischer Brocken, danach mit einem Belgischen Brocken 8000 und nachfolgend mit einem spezielem Belg. 8000 mit weicherer Konsistenz. Zum Schluß kommt ein alter Thüringer ran mit 10000 Körnung.
Schäfe... ein Zug durch eine Tomate oder mit kaum Druck durch eine Möhre ohne Wiederstand... Haare sind sowieso kein Problem
BlackBiturbo
06.02.10, 20:32
Mein schärfstet ist das sirou kamo santoku. Allerdings bekomme ich es mit meiner schleifkunst und ausrüstung nicht schärfer als aus der Box (aber auch nicht stumpfer :glgl: ). Schleife mit einem 1000er und dann 6000er stein. Über den keramikstab ziehe ich es nicht - das mache ich nur mit den anderen messern.
Gruß
BB
vincentvega
06.02.10, 20:35
Also mein schärfstes Messer ist ein Müller Spezial Droppoint aus CPM 420V.
Nachschärfen war bisher nicht nötig, es reicht hin und wieder Abzug am Keramik Wetzstab. Kam auch schon rasierscharf bei mir an.
Da könnte ich mir noch ein Küchenmesser von vorstellen:hehe:
Mein Herder Hechtsäbels in nicht rostfrei (mein Zwiebelmesser) ist wohl am schärfsten.
Dicht gefolgt vom kleinen watenspitzen Gemüsemesser in der 60HRC Variante von Manufaktum.
Geschliffen wird nur auf feinem grauen Arkansas, dann schwarzer Arkansas und anschließend auf dem Unterarm abgeledert. :super:
Bin gespannt wie er in 10 Jahren aussieht.....ein haarloser, vernarbter Stumpf :staun:
noob-rider
06.02.10, 22:32
Mein Ikea Chefmesser ist mein bisher schärfstes Küchenmesser.
Scharf gehalten mit nem Naniwa 1000/3000 Kombistein.
Ein altes Buttermesser vom Flohmarkt, 1€.
Man kann es sich wie ein Herder Buckels vorstellen, nur rostfrei, länger, dünner und mit einem Griff aus Knochen.
Ausschließlich zum Schneiden von Zwiebeln.
Davon abgesehen das Tosa Hocho-Nakiri
und (theoretisch)
ein Santoku/Beil-Hybride von Kiwi Brand (die Klinge ist 6cm hoch und 1mm dick; konkaver Schliff),
würde aufgrund der geringen Härte aber keinen Sinn machen (übrigens mein Favorit, die Höhe ist für mich perfekt
und weil es so billig ist, kann ich es bedenkenlos auch mal an andere verleihen. Eventuell mache ich irgendwann eine Kopie aus SB1.).
Das Mizuno Fuguhiki:
http://messerforum.net/fotoalbum/data/500/FuguZweckentfremdet.jpg
Flachschliff bis Naniwa SS 8000
KL 27 cm
@ schild: Das Kiwi-Ding hat tatsächlich eine geniale Form. Der Stahl ist Müll. So was aus einem richtig guten Stahl -aber genau so dünn- wäre echt der Hit. Und mit schönerem Griff....
Da brauche ich im Moment nicht lange zu überlegen.........Momentan mein erstes Messer von Hano!......Schärfe pur!
Dizzy
Silverperson
16.02.10, 02:07
Diese beiden haben das Rennen gemacht:
1.ein altes Carbon, Klinge 23cm, handgeschmiedet,
Griff massives Teakholz.
Wahrscheinlich ein geschmiedetes Einzelstück aus den 50ern im Saarland. Auf einem Antik-Flohmarkt in Frankfurt m. aufgegabelt.
Stahl: Carbon bester Qualität.
Da habe ich einiges dran rumgedoktert, die Klingengeometrie hat
Jürgen Schanz optimiert. Ein wahrer Allrounder dieses gute Stück:super:
Unten im Einsatz an einem Kressekissen:D
2. Justinus Samurai KL 21cm, Ahorngriff
Leider eingestellt diese gute Serie. Ist im Internet letzten Herbst verhökert worden für Lachpreise.
Schliff:
auf die Schnelle mit einem feuchten Roczutec, freihändig:glgl:.
Mit Zeit:
Thüringer, dann Arkansas lucid, unbehandeltes Leder.
Nach diesem Schliff komme ich nicht mehr auf irgendein Bedürfnis nach einem Japaner...(ääh jap.Messer:D). Besonders gefreut hat mich
das Samurai Yanagiba : es muss nicht unbedingt bei einem Einseitigen Carbonstahl sein - mehr Schärfe als dieses Teil brauch man für den normalen Küchengebrauch nicht. Und das zum Preis von 19 €..:irre:
nafetshtor
16.02.10, 09:04
Ich mache aus Zeitgründen keinen Handabzug sondern poliere auf der großen Schwabbelscheibe mit Chromoxydpaste ein ganz feines Gebrauchs-Finish auf die Schneide -Küchentauglich eben- und die Haare fliegen trotzdem.
Gruß
Uwe
Also ich mach das auch mit der Schwabbelscheibe und gerade mein RAF Pilotenmesser und mein Vic habe ich so zum rasieren gebracht.
Meine Zwillinge 5Star auf nem Rasiermesser Abziehstein ( stand leider keine Körnung dran ) und danch auf dem leder nebst Polierpaste.
Redet man beim 1000er Stein nicht noch vom Schruppen? :-)
Ah, User:
Momentan ein VG10-Endura IV. In meditativer Handarbeit einen kompletten Flachschliff angebracht, Luke und Obi wären neidisch ;-)
Ich fühle mit dir :-)
Hab mal eine AUS8 Klinge von Hohl auf Kompletflach geschliffen. Danach sagt keiner mehr schleifen macht Spaß ;-)
Derzeit, wenn wir bei Küchenmessern sind, ein TonTenKan Yanagiba, einseitig, 27cm lang. Mein einziges das bis zum Haartest geschärft ist und wo eine solche Schärfe auch Sinn macht. Denn es wird ausschließlich für Sushi genutzt.
Ich bin davon abgekommen aus jedem Messer das Maximum an Schärfe herauszuholen. Ganz ehrlich - was bringt es bei einem Gemüsemesser dieses bis zum Haartest zu schärfen? Natürlich geht das, aber nach dem ersten bzw. zweiten Schnitt ist diese Schärfe so und so dahin. Daher, imho, immer die Schärfe wählen, welche dem Einsatzzweck am besten entspricht.
PS: Bei einem 1000er kann man nicht von Schruppstein sprechen, der ist schon viel zu fein und hat nur noch wenig Materialabtrag!
Ich geb dir völlig recht, Dr. Pille.
Mein schärfstes Messer ist zur Zeit ein Sirou Kamo Nakiri. Es ließ sich relativ einfach mit einem BBB zum Haarespalten bringen. Ansonsten schleife ich meine Küchenmesser mit 1000/6000er oder 1000/BBB bis zur Rasurfähigkeit - ohne anschließend noch das Maximum rauszukitzeln.
Pflaster
Besonders schockiert bin ich immer von der Schärfe meines kleinen Kuhn-Rikon-Messers mit C-Stahl-Klinge.
http://www.messerforum.net/showpost.php?p=637245&postcount=60
Die Klinge ist, obwohl nur 1 mm stark, hohl geschliffen und schließt mit einem feinen Schneidenwinkel ab (ab Werk).
Die Schärfe ist zugleich fein und sehr bissig.
Nein, ich habe keine Vorteile aus dieser "Reklame"; ich mag die Teile einfach.
Hallo Pflaster,
vielleicht deute ich dein Post falsch, aber ein "echter" Haartest direkt vom BBB kann ich mir schwer vorstellen. Ohne zu ledern? Das gelang mir beim einseitigen Yanagi gerade mal mit Ach und Krach nach dem 12k Naniwa. Selbst mit den meisten meiner Rasiermesser ist ein mit Bravour bestandener Haartest direkt vom Stein nicht möglich.
Die Unterarmhaare rasieren alle meine Küchenmesser.
Hallo Dr.Pille,
ups, ich muss dir schon wieder recht geben - ich hab das Leder unterschlagen. Also, mit dem nagelneuen Nakiri hatte ich nur wenig Gemüse geschnitten um die Schärfe zu testen. Danach - also mit beinahe Originalschärfe - kurz geschliffen auf dem BBB und noch einige Züge auf dem Leder mit Stahlfix classic. Dann klappte das Haarespalten und das Abschneiden eines einzelnen Haares.
Gruß
Pflaster
Also mein derzeit schärfstes Küchenmesser ist immer noch ein
selbst geschmiedetes Messerchen das ich im Rahmen eines Kurses
machte. Es war eines meiner ersten Messer überhaupt. Als Stahl wurde 1.2842 verwendet.
http://img716.imageshack.us/img716/4910/p1050142.jpg (http://img716.imageshack.us/i/p1050142.jpg/)
http://img153.imageshack.us/img153/5884/p1050128.jpg (http://img153.imageshack.us/i/p1050128.jpg/)
Mein schärfstes Messer ist das nicht rostfreie Herder Hechtsäbels. Leider nach einigem Gebrauch nicht mehr so ganz schön, aber ein hervorragendes Werkzeug in der Küche.
Mein schärfstes Messer sind Hiromoto AS Gyuto 240mm und Petty 150mm
Ich schleife meine Messer zuerst mit Spyderco Triangle(Medium, Fine, Ultra-Fine) danach mit Leder und Polierpaste.
http://img12.imageshack.us/img12/625/dsc0020qc.jpg
http://img705.imageshack.us/img705/5844/dsc0023ql.jpg
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