Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Damastklingen nur für die Vitrine?
Nach der Lektüre dieses herrlichen threads
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=38965
kam mir die Idee, euch mal zu fragen, ob ihr auch Damastmesser im täglichen Einsatz habt. Und ich meine nicht die pulvermetallurgischen Damasteel-Gewächse, sondern die ehrlichen maximal rostträgen Klingen aus dem Schmiedefeuer:hehe:
Fotos wären toll und Pflegetipps auch:super:
Kann leider nicht mit einem Beispiel dienen, da ich als frisch infizierter Messerfreak meinen paar Damastmesserchen noch nichts zumuten möchte.
Bin gespannt...
lg Matthias
Schnipschnapp
12.03.08, 20:27
Leider habe ich bislang noch kein Messer mit Damastklinge in meiner Sammlung. Sicher ist jedoch, dass das erste Messer mit einer solchen Klinge in Vitrine wandert. Beim zweiten könnte ich mir vorstellen, dass es als EDC benutzt werden könnte.
Gruß
Schnipschnapp
robbytobby
12.03.08, 20:35
Hallo Matthias,
trau' ich mich mal!
Ich habe jetzt einige Messer gebaut, die meisten aus Stienen-Damast.
Eines nehme ich immer auf Wanderungen mit.
Vespern, Pilzeschneiden und säubern, etc.. Zur Jagd natürlich auch.
Zählt alles nicht, weil die Nutzung relativ selten stattfindet und wenig aussagekräftig ist.
Ich bin nunmal kein Jäger, der 30 Sauen im Jahr streckt.
Fest steht aber, dass auch die gelegentlichen Nutzungen mit deutlich
mehr Spaß stattfinden, als vorher.
Eindeutig wird es, wenn ich über unser selbstgefertigtes Kochmesser berichte.
Es ist im Prinzip täglich im Einsatz, manchmal mehrfach.
Es verrichtet seit ca. 18 Monaten klaglos seinen Dienst in der Küche.
In dieser Zeit ist es dreimal nachgeschärft worden.
Unsere alten Zwillingmesser (Vier Sterne) waren alle 4 Wochen reif.
Klar, dass der Damast nicht mehr wie neu aussieht, aber von Rost
keine Spur.
Eine Patina hat es bekommen. Es ist so gut in Schuss, dass erst vor
einem Monat ein Bekannter geäußert hat, dieses Messer auch haben
zu wollen, nachdem ich es auch in der Nutzung präsentiert habe und
ihn selbst habe schneiden lassen.
Einer meiner Arbeitskollegen wird demnächst ein Praktikum bei Stienens machen.
Was baut er? ............Ein Kochmesser!
Ein mir freudschaftlich zugetaner Wirt nutzt zwei von mir gebaute Kochmesser aus rostenden Stählen.
Es ist kein Restaurant, aber an Wochenenden finden regelmässig größere Gesellschaften statt,
wo dann gerne mal 20 kg Gulasch geschnitten werden müssen, entsprechende Berge von Gemüse
und auch mal Krustenbraten, wo dann die Schwarte rautenförmig eingeschnitten werden muss.
Auch diese Messer sehe ich max. zweimal im Jahr zum Nachschärfen.
Pflege:
Spülen, Trockenwischen und mit einem in Kamelienöl getränkten Läppchen drüberwischen, fertig!
M. M. nach sind sorgfältig hergestellte Damastmesser zu schade für die Vitrine.
Kurz und knapp: Bei der richtigen Pflege spricht nichts gegen den Gebrauch der Messer aus nicht nichtrostenden Damast.:rolleyes:
Was hätten denn die Römer, Alemannen, Franken, Normannen und so weiter sonst nehmen sollen.:D
Messerfreund
12.03.08, 21:13
Damast gehört meiner Meinung nach nicht in die Vitrine.
Ich lasse gerade eines aus Wildem Damast bei mir entstehen und ich habe es schon als Schnitz- und Outdoor Messer eingeplant.
Ursprünglich sollte Damast ja auch als besserer Gebrauchsklingenstahl dienen, wozu diesen Grundgedanken nicht weiter führen?
Messer aus Damast taugen sehr wohl etwas als User.
Hallo,
meiner Meinung nach ist das eine, jedem einzelnen gegebene Leben viel zu kurz um teure Messer nicht zu benutzen.
Meine Oma nahm das gute bzw, teure Meissengeschirr auch nur an Weihnachten oder Ostern auf den Tisch mit der Begründung: Ist ja auch teuer gewesen! Ich finde:Ja und?
Gerade diese Gegenstände erfreuen uns durch die Benutzung jeden Tag auf's Neue.
Bei mir ist kein Messer vor Benutzung sicher und sei es noch so teuer. Ich hab da richtig viel Spass an der Benutzung.Zu sehen , wenn die Bruinierung vom Monostahl oder Damast verschwindet, die ersten Kratzer auf der Klinge sind,oder wenn ich am Abend genüsslich die Klinge bei einem guten Glas "Dies und Das" über die Keramikstäbe vom Triangle streife.
Dizzy
Es ist immer wieder erfrischend zu lesen, dass sich jemand ein Supermesser aus Superstahl bauen lässt, das enorm scharf wird und wahnsinnig lang die Schärfe hält, um es dann in irgendeiner Vitrine verstauben zu lassen. :D
Da hätt`s auch Dosenblech getan. :steirer:
Was anderes ist es bei Sammlermessern, evtl. von Messermachern die nicht mehr am Leben sind, die nicht mehr reproduzierbar sind. Da könnte ich ein Vitrinendasein nachvollziehen.
Ansonsten gilt: Es ist eine Beleidigung für jeden Messermacher, wenn seine Messer nicht benutzt werden!
Wie soll er auch Erfahrungswerte über seine Arbeit, (Wärmebehandlung, Anschliff, Stahlwahl, etc.) erhalten, wenn keiner seine Messer ausprobiert?
Hier mal einige meiner Damastmesser die sich jedes mal sehr über ihre Benutzung freuen.
Wobei das Klappmesser mein EDC ist und dementsprechend oft benutzt wird.
Frühes Werk von Murat, (als er noch keinen Damast geschmiedet hatte)mit Klinge von Peter "Claymore" Abel.
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/86/5029786/800_6636333934633333.jpg
Feststehendes Messer von Heiko "Lanfear" Dörr (1.2510 + ck75)
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/86/5029786/800_3133326564666535.jpg
"Nickervariante" von Karel "cosco" Koci mit Klinge von Murat (1.2842 + C75Ni8)
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/86/5029786/800_6239623239393131.jpg
Scandi von Karel Koci mit Klinge von Steen Nielsen (lLancarcièr Damast)
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/86/5029786/800_3436313231343336.jpg
Linerlock von Rainer Grösche mit Klinge von Perry Bahls (1.2842 + C75Ni8)
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/86/5029786/800_6161626661346465.jpg
Das schöne ist doch, wenn die Messer bei der Benutzung eine Patina annehmen und so "mitleben und mitaltern" .
kam mir die Idee, euch mal zu fragen, ob ihr auch Damastmesser im täglichen Einsatz habt.
ich benutze alle Messer, was soll ich denn mit nem Messer in der Vitrine?
Die Klingen werden benutzt, wenn das Messer mal ne zeitlang nicht "dran" ist, gehe ich mit einem Ballistollappen kurz über die Klinge, das war's.
Ich hab nur ein Dmastmesser. Hier zu sehen. (http://www.messerforum.net/attachment.php?attachmentid=48652&d=1205307517) Die Klinge ist vom Peter Abel, Typ unkaputtbar aus 1.2842 und C45. Das Messer ist vorwiegend an den Wochenenden im Einsatz und erfreut mich seit gut 3 Jahren. Bei Gebrauch läuft es in allen Regenbogenfarben an. Deshalb polier ich es nach dem Schärfen mit einem Lappen und Polierpaste, dann glänzt es wieder für ein paar Tage.
Mein Auto kostete wesentlich mehr als ein Damastmesser im Durchschnitt.
Ich habs aber nicht zum Angucken gekauft sondern weil ich damit fahren will.
Und wenn ichs wieder verkaufen will bekomm ich nichts mehr dafür. Vererben geht auch icht, die erben würden sich wahrscheinlich kaputtlachen.
Jetzt kann jeder seine eigenen Schlüsse draus ziehen.
Hi,
mein Vater hat seit mehr als 15 Jahren ein Damastmesser aus nicht rostfreien Stählen im jagdlichen Gebrauch. Bei entsprechender Pflege (nach Benutzung saubermachen, abtrocknen und einen Tropfen Öl auf die Klinge) absolut kein Problem!!!
Schönheit, Individualität, kombiniert mit hervorragenden Schneideigenschaften findet man meiner Meinung nach vorwiegend bei nicht rostfreien Damastkombinationen :hehe:
gast15032009
13.03.08, 16:41
Hallo,
ich hab ein Böker Eurofighter Damast im alltäglichen Einsatz.
Ich wollt mir kein sooo teures Messer kaufen um es dann im Schrank liegen zu haben.
Ich fragte bei Böker nach ob es Alltagtauglich wäre bei entsprechender Pflege.
Also wurde es erst mal richtig geschärft weil es ab Werk nämlich nicht schneidet! Man schärft also sicher 3-4mal so lange als bei "guten" normalen Messer, aber es zahlt sich aus.
Sehr schneidhaltig und man freut sich jedesmal wenn man es rausholt :-)
Die Pflege ist nich sehr intensiv, nach Gebrauch zum Beispiel Äste o Ä. bearbeiten einfach abwischen, und abends nach der Jause mit Wurst und Käse abwischen und dann einölen, fertig und wieder einsatzbereit.
Nur zum Campen oder so nehme ich es nicht mit, sonst ist es mein gewöhnliches Taschenmesser
LG Gerry
Hallo,
interessanter Thread. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch ein paar ihre Damast EDC`s etc. mal hier einstellen könnten.
Bisher war es bei mir so, dass mir diese Messer für den täglichen Einsatz zu schade waren, weshalb bisher auch noch keins einen Weg zu mir gefunden hat.
Ich überlege an einem klassischen Backlock mit Damast.Zb. das Böker Mooreiche. Hat jemand dieses oder ähnliches Böker im Einsatz und kann dazu etwas sagen?
Die Klinge ist ja nicht entnehmbar (zerlegen), so das eine Reinigung im Bereich der Klingenwurzel/ Achse ja nicht möglich ist.
gruß
Sebastian
Bekleidungskammer.de
23.03.08, 14:57
Für den Alltäglichen Einsatz ist mir mein Leo Damast I nie zu Schade. Bisschen Pflege braucht jedes vernünftige Messer, wenn es nicht gerade nen China Folder ist. Aber die Schnitthaltigkeit eines Damast ist natürlich unvergleichlich...
Chris Deminie
23.03.08, 15:35
Das ist mein Damastmesser mit kaum pflege.Ab und zu mal mit einem
feinem Schmirgel abschmirgeln und fertig.
http://img138.imageshack.us/img138/3158/p1000437ni8.jpg (http://imageshack.us)
Mit diesem Messer schneide ich alles in der Schmiede und im Garten.Das Messer hab ich selbst geschmiedet.
Gruß Chris
interessanter Thread. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch ein paar ihre Damast EDC`s etc. mal hier einstellen könnten.
Bisher war es bei mir so, dass mir diese Messer für den täglichen Einsatz zu schade waren, weshalb bisher auch noch keins einen Weg zu mir gefunden hat.
Hallo basti,
dir sind Damastmesser für den täglichen Einsatz zu schade?.....Schade,denn dafür sind die Messer doch gemacht. :ahaa:
Anbei einige Bilder eines Greiss Damastmessers im jagdlichen Einsatz.
Ach ja, zu Pflege von Damastmesser: Abwaschen mit warmen Wasser oder einem feuchten Tuch,mit Küchenkrepp trocknen und mit Kamelienöl kurz einreiben. Fertig!
Was für ein Wahnsinns - Aufwand! :steirer:
Dizzy
Hallo basti,
dir sind Damastmesser für den täglichen Einsatz zu schade?.....Schade,denn dafür sind die Messer doch gemacht.
Hi,
bisher schon..... als Student ist das Budget natürlich etwas begrenzt und man überlegt ob mans schafft sich zu überwinden, ein teures Messer zu nutzen.
Aber werde mir jetzt mal wohl ein klassisches Zweihand mit Backlock zulegen und meine ersten Erfahrungen sammeln.
gruß
Sebastian
Hi,
bisher schon..... als Student ist das Budget natürlich etwas begrenzt und man überlegt ob mans schafft sich zu überwinden, ein teures Messer zu nutzen.
Aber wenn Du es benutzen willst, MUSS es ja schon in Deinem Besitz sein. Da spielt das Budget dann keine Rolle mehr, denn das Messer ist ja dann schon da und im Normalfall auch bezahlt. :ahaa:
Gute Damastmesser, normaler Gebrauch vorausgesetzt, sollten ohne Probleme noch im Gebrauch sein, wenn Du schon alt und grau geworden bist.
Dizzy
Hi,
:lechz: die Überlegung hat mich bisher abgehalten, eins zu kaufen, da ich nicht nur für die Vitrine kaufe... . Deshalb ist es bis zum Haben noch nicht gekommen.
karl zeitler
23.03.08, 20:44
die Frage war: "Damastklingen nur für die Vitrine ?" , und nicht: " Rostend oder Rostfrei".
Ich stell die Frage mal eindeutiger: "Was kann bis zur Jagdmessergrösse/Kochmessergrösse bis18cm eine Damastklinge besser als eine Monostahlklinge."
Nichtrostender Stahl/Damast wurde ausgeklammert!
Viele der hier gezeigten Messer sind aus wunderschönem Damast. In der heutigen Zeit, in der wir Qualitätsstähle fix und fertig kaufen und uns durch Fachliteratur zur Werkstoffauswahl umfangreich informieren können ist meiner Meinung die Damastklinge bestenfalls der Monostahlklinge gleichwertig hinsichtlich der Schneideigenschaften, naaaatüüüürlich mit dem zusätzlichen optischen Anreiz aber der schneidet nicht.
ich hoffe niemanden zu nahe getreten zu sein.
gruss
karl
Hallo Karl
Rein aus praktischen Gründe würde ich nicht viel denken:D.
Ich habe schon mehr als eine Damastklinge gesehen, die zum Glas schneiden geeignet sind, ca. 1%C haben und dazu noch „reichlich legiert“ sind. Dabei sind die 0.1 mm dick (Schneidendicke). Alles (Flextest und Haarspalterei) klappt gut.
Für meine Anspruche reicht es
karl zeitler
23.03.08, 21:42
@ dimm,
der Ansatz ist aber, was kann die Damastklinge besser!
Wenn die Schneideigenschaften nicht besser sind dann ist es halt nur Dekor für die Optik/Vitrine.
Ich bin halt der Meinung dass man dazu stehen sollte, dass gute Schneideigenschaften nichts im geringsten mit Damaststahl zu tun haben.
gruss karl
Schmiede Markus Balbach
23.03.08, 22:16
Hallo Karl,
was können denn Monostahlklingen besser?
Wie kommst Du zu Deiner Meinung "dass gute Schneideigenschaften nichts im geringsten mit Damaststahl zu tun haben"?
@Rest,
wir haben nur Damastmesser in Gebrauch, welche eigentlich nicht sonderlich anders gepflegt werden als man auch Monostahlmesser pflegen würde!
GRuß
Markus Balbach
Karl, Deine Meinung ist aus meiner Sicht und Erfahrung falsch.
So kann man, umfassende Kenntnis vorausgesetzt, Materialkombinationen verwenden, die mehr sind als die bloße Summe ihrer Bestandteile.
Achim
robbytobby
23.03.08, 22:29
Hallo Karl,
Irrtum!
Ich habe Messer aus 12c27, AEB-L, RWL 34, AUS 8A und keines schneidet so gut,
wie meine Damastmesser. Und solange schon gar nicht.
Wieviele Damastmesser hast Du schon in der Hand gehabt?
In der Küche?
Im Wald?
Am Wild?
Welche Messer kennst Du?
Welche Stähle kennst Du und welche Schmiede kennst Du?
Woher beziehst Du Deine profunde Kenntnis?
Mir ist nichts Besseres begegnet, als ein sorgfältig hergestellter und
optimal wärmebehandelter Damast.
Er schneidet wie Gift, hält die Schärfe und ist leicht nachzuschärfen.
Wer die richtigen Steine hat, kommt damit in Regionen, die "von einer
anderen Welt" zu sein scheinen.
Für mich optimal!
Glaubst Du wirklich, das Hähnchen aus der Frittenbude sei das Beste,
weil es konfektioniert ist und keiner auf der Welt ein besseres Hähnchen
machen kann? .....................Fehler!!!
Schlaf' schön weiter!
karl zeitler
23.03.08, 23:15
Hallo Achim, hallo Markus,
ich hab absichtlich provozierend geschrieben, möchte aber aber auf Roman Landes, Messerklingen und Stahl, Kap. 2.6.4 Damaszenerstahl verweisen.
Zitat: Wenn man nun bei Damaszenerstahl .... und zwei gute leistungsfähige Monostähle miteinander kombiniert, kann ein solcher, gut gefertigter Damaststahl bei richtiger Auslegung und Behandlung einem Monostahl durchaus ebenbürtig sein. (Seite 97).
Nichts anderes habe ich mit einfacheren Worten geschrieben und zusätzlich eingeschränkt auf kurze Klingen. Mit 100mm Klingenlänge bei einem hochpreisigem Jagdmesser und 4-5mm Klingenstärke sind evtl. Vorteile im Elastizitätsbereich zweitrangig. Die Schärfe sowieso, denn die eine Fraktion schwört auf 20 Wildscheine ohne nachzuschärfen mit PM-Stahl und die andere auf Damast; Monostahl (billig) ist zweite Liga.
Im Kochmesserbereich spielen Schneidlagen aus Damast eine, selbst im hochpreisigem Bereich, noch eine Nebenrolle. Hier kommt es auf die Schneideigenschaften an, das Jagdglück ist hier tägliche harte Arbeit.
gruss karl
karl zeitler
23.03.08, 23:27
@ robbytoby
ich hab damast von Markus im Schraubstock!
du vergleichst, wie viele, Damast mit nichtrostend. In Deiner Aufzählung sind nur Nichtrostende!
gruss karl
Hallo Karl
Hier ist ein Klasse- Kochmesser:
http://www.bilder-speicher.de/08032401393879.gratis-foto-hosting-page.html
Meine Frau hat damit „einige Knochen getroffen“ auf Glass geschnitten und Dosendeckel durchgestochen. Ich schneide damit auf d. Teller.
Übrigens meine Frau ist momentan nicht da, sonst sieht die Klinge viel sauber aus:D.
Im Bereich „maximale Schärfe“ reicht schon "eine Wootzrostfreimeteoritklinge", die ich benutzt habe, um Brotchen nur „druckschnittlich“ zu zerschneiden. Das habe ich schon seit ein Jahr gemacht ohne die nachzuschärfen.
Die obengezeigte Klinge schafft das nicht (wie auch fiele anderen auch wolframlegierten und ziemlich rostenden).
Ich würde aber trotzdem in meiner Küche Windmullenmesser benutzen und ich würde auch nicht jemanden belehren, wie er oder sie damit umgehen soll.
Übrigens ich denke (IMHO), dass die Romans- Messer schon wegen d. Preises zu Gebrauchsmesser nicht gehören. Die gehören eher in die Klasse „ich kann das“.
Ich mag Romans Messer seht
Hallo Dimm,
sorry, aber das Messer was Du da in Deinem Bilderspeicher zeigst ist ein Trümmer. Ich habe selten ein so ungepflegtes und heruntergekommenes Küchenmesser gesehen. Das Du das Messer nicht pflegst sieht man. So ein Messer ist mit Sicherheit als bakterieller Sondermüll anzusehen.Allein der Übergang zwischen Klinge und Holz...... der Schmand der dort sitzt würde ich gerne mal auf einem Teststreifen sehen.
Damit Essen zubereiten? Nein danke!
Dizzy
Messerfreund
24.03.08, 09:24
Gebrauch bedeutet bei weitem nicht gleich misshandeln...
robbytobby
24.03.08, 11:59
Hallo Karl,
hast Recht, ich vergaß zu erwähnen, dass wir auch rostende Messer
von Herder im Einsatz haben, die aber an den Damast nicht heranreichen.
Desgleichen gilt für ein selbstgemachtes Ledermesser aus 1.2552.
Ich denke, dass ich damit schon einen guten Fundus habe, aus dem ich schöpfen kann.
Hinzu kommt, dass ich auch einige Messer gefertigt habe, die in der Gastronomie eingesetzt werden.
Diese Messer bekomme ich immer wieder zu Gesicht und weiß, worüber ich rede.
Klar ist, dass in der Damastfraktion auch jede Menge Mist gebaut wird.
Jeder, der eine Feuerverschweißung zuwege gebracht hat, sieht sich
schon als Damastschmied und verdengelt munter irgendeinen Stahl
evtl. auch noch mit einfachem Baustahl.
Das meine ich nicht. Ich habe von sorgfältig hergestelltem Damast geschrieben.
Den bekommt man aber längst nicht überall, selbst wenn identische Legierungen verschmiedet werden.
Und über die Wärmebehandlung schweigt in den meisten Fällen des Sängers Höflichkeit.
Im Übrigen hatte ich nicht danach gefragt, was Du gerade bearbeitest, sondern welche Erfahrungen Du hast.
Hast Du keine Erfahrungen im täglichen Umgang mit Damast, fehlt Dir schlicht die Vergleichsmöglichkeit.
Dann sind Deine Einlassungen zum Thema bestenfalls "Hörensagen"
und genau darum ging es bei diesem thread glaube ich nicht.
Ich habe mir erlaubt, mal Bilder anzuhängen.
Sie zeigen ein von mir gefertigtes Kochmesser, welches jetzt bald 2
Jahre Einsatz hinter sich hat und so gepflegt wird, wie von Dizzy beschrieben.
Es muss etwa jedes halbe Jahr nachgeschärft werden, was aber in 5 Minuten erledigt ist.
Die Bilder habe ich vor ca. 30 Minuten gemacht.
Hallo Dizzy
Na ja, Du schreibst das, was ich schon geschrieben habe.
Zu Windmullenmesser kann ich noch dazu schreiben: „Allein der Übergang zwischen Klinge und Holz......“- ist mit Öl „stabilisiert“- sieht schlecht aus, ist aber „relativ“ dicht.
Rados-Damast hast Du schon beschrieben. Die Messer sind wirklich schnitthaltig, sehr feinkörnig und mit C- Gehalt ca 0.7% C. Oder weist Du noch was dazu?
Ich habe Greiss- Messer benutzt und finde es gut (da habe ich keine Spalten gesehen).
karl zeitler
Es gibt unterschiedliche Ansichten, wie man Damast fertigt. Realistisch gesehen muss man mit einem Messer schneiden um Qualität einschätzen zu können. Das ist keine objektive Methode, aber wenn Dir ein Messer dabei gefällt, was will man mehr?
Ich habe Greiss- Messer benutzt und finde es gut (da habe ich keine Spalten gesehen).
Hallo Dimm,
nichts gegen Windmühlenmesser,meine Frau hat selbst welche im Gebrauch. Aber du kannst kein Windmühlenmesser mit einem Greissmesser spaltentechnisch vergleichen........ das hinkt !
Dizzy
Ich habe ein paar Damastklingen im Gebrauch, regelmäßig jedoch, vor allem zum Essen, dieses hier, ein Hartkopf mit wildem Damast von M.Balbach. Schärfe und Schnitthaltigkeit sind hervorragend. Der Flachschliff geht fast bis auf Null. Es braucht ein wenig mehr Pflege als ein rostfreies, aber das ist kein Problem; ich habe auch noch keinerlei Rostansatz feststellen können.
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/500/medium/hartk_dam_hecht.JPG
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