Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Parkerrisierung?
Hi,
in einem anderen Thread tauchte die Frage auf, was eine Parkerisierung eigentlich genau ist?
Ich kann mich nur wage daran erinnern mal gehört zu haben, daß das bei der Herstellung eine ziemlich giftige und riskante Sauerei ist und deshalb nicht mehr oft gemacht wird. Obwohl der Rostschutz sehr gut sein soll.
Vieleicht kann das einer genauer Beschreiben?
Zorro
weiß auch nicht was das ist, deshalb hab ich mal mein schlaues lexikon gefragt, das sagt mir dann folgendes:
Parkes-Verfahren
[Parkerisieren, Parkes(s)ieren]. Nach A. Parkes (1842) benanntes Verf. zur Anreicherung u. Abtrennung des Silbers aus Ag-haltigem Werkblei. Man gibt zum Ag-haltigen Pb 1–2% des Blei-Gew. an geschmolzenem Zn (in Portionen, wiederholt), wobei ersteres über den Zink-Schmp. erhitzt wird (440°). An der Oberfläche scheidet sich dann ein Ag-haltiger Zn-Schaum ab (6–18% Ag), aus dem das Zn destillativ abgetrennt wird. Anschließend wird in Treiböfen durch Aufblasen von Luft das sog. Blicksilber (99,8% Ag) erhalten, auf dem die Bleiglätte aufschwimmt, die alle Verunreinigungen enthält. Nach dem P.-V. kann man Ag auch aus Bismut-Erzen gewinnen.
ich hoffe das es das richtige ist und du da was mit anfangen kannst
Grüße Buddy
Nö,
es muß wohl noch ein anderes Verfahren mit dem Namen geben.
Das was ich meine ergibt einen dunkel-grauen matten Überzug auf Stahlteilen zum Rostschutz.
Trotzdem Danke
Zorro
also, falls der name nicht ganz richtg war, hab ich nochmal was anderes gefunden
Parkers Neusilber
Kupfer-Nickel-Zink-Mangan-Leg. (Neusilber) mit ca. 57–65% Cu, 7–10% Ni, 2–11% Zn u. maximal 20% Mn mit bevorzugter Anw. für chem. beständige Kleinteile der Gebrauchsgüter-Industrie.
das klingt in etwas so als würde das hinkommen
Grüße Buddy
Evtl. hilft Dir ja die folgende Anleitung weiter.
INSTRUCTIONS FOR "HOME-BREW" PARKERIZING (http://www.jouster.com/articles30m1/parkerizing.html)
Hi,
habe inzwischen erfahren, das die Parkerisierung das gleiche wie eine Phosphatierung sein soll. Dazu habe ich auch eine Beschreibung gefunden: http://www.bloechergmbh.de/phos.htm
Zorro
... achso, die parkerisierten Waffen die ich kenne haben alle ein sehr rauhe Oberfläche, was drei Vorteile hat.
man kann seine Fingernägel daran feilen
sie sind extrem matt (kaum Reflektionen)
Rostschutz (Öl/Fett) haftet sehr gut
So viel ich weis ist das Parkerisieren das selbe oder ähnlich dem Phospatieren. Früher wurden des öfteren Waffenteile zwecks Korrosionsschutz phospatiert, z.B. ältere 1911 Armeepistolen, da sieht man häufiger bei älteren aber auch manchmal noch bei neueren Nachbauten, dass die Waffen außen so eine graue, raue eigentlich recht unschöne Beschichtung tragen, die sind dann phospatiert,manche Militärmesser waren oder werden auch phospatiert z.B. US Navy Mk1.Heute gibt es schönere und warscheinlich auch haltbarere Beschichtungen bei Waffen.
Freagle
Ja, HankEr,
in deinem Link benutzt der Typ auch Phosphor-Säure.
Ist mal wieder nur so ein Namens-Wirrwarr.
Zorro
das Phosphatieren hab ich gefunden, es wird auch wie folgt genant
Bonder®-, Parker®- od. dem Granodine®-Verfahren
Grüße Buddy
Namenswirrwarr? Keine Ahnung. s.a.
http://www.finishing.com/0600-0799/722.html
Powered by vBulletin® Version 4.1.12 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.