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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : welches Schleif-/Schärfsystem???



Proximo
14.10.07, 12:19
Liebe Forumiten,
vielleicht könnt ihr mir ein Tips geben (außer den allseits belieben Tip der SuFu). Da ich keine Ahnung von Messerschärfen habe, bin ich bislang immer zu einem Messerladen bei mir um die Ecke gegangen, dieser hat meine Messer mittels Bandschleifer (recht schnell aber nur sehr mitelmäßig mit recht viel Materialabtrag) nachgeschärft und dafür immer 5€ je Messer kassiert. Nachdem besagter Laden mir jetzt bei einem Tanto den Übergang von der Primär zur Sekundärschneide verhunzt hat (keine Kante mehr, sondern eher eine Rundung), habe ich mich entschieden mir ein eigenes System zuzulegen. Ich bin mir aber nicht sicher welches.
Ich bin auf der Such nach einem einfach zu handelnden Schärfsystem, welches bei diversen Klingenformen funktioniert und von einem Laien wie mir auch zu bedienen ist, also keine Wassersteine o.ä..
Das was ich bislang aus diversen Beiträgen entnehmen konnte, soll das Lansky Standard System nicht schlecht sein...
Kann ich mit diesem System auch Recurve Klingen nachschärfen oder brauche ich dafür extra Zubehör (irgendetwas rundes ovales?) und wie sieht es mit Tantos aus, kann ich mit dem Teil auch diese Form einfach nachschärfen, ohne das der Übergang rund wird?

Alternativ wird auch immer der Sharpener von Spyderco erwähnt, diesem System stehe ich aber recht skeptisch gegenüber , da ich mir nicht vorstellen kann durch "einfaches durchziehen" die Tanto Form zu schärfen, außerdem muß ich ja auch immer den Haltewinkel hinbekommen...einmal verkantet Macke in der Klinge. Ist aber rein subjektiv, noch nie versucht...

Also liebe Leute, welche Tips habt ihr für mich, bzw. welches System mit welchem Zubehör sollte ich mir zulegen?
Danke schon einmal im vorraus!

Grüße
Prox

Woz
14.10.07, 12:37
Alternativ wird auch immer der Sharpener von Spyderco erwähnt, diesem System stehe ich aber recht skeptisch gegenüber , da ich mir nicht vorstellen kann durch "einfaches durchziehen" die Tanto Form zu schärfen, außerdem muß ich ja auch immer den Haltewinkel hinbekommen...einmal verkantet Macke in der Klinge. Ist aber rein subjektiv, noch nie versucht...


Das will ich sehen:irre: Also, wie man es schaffen soll, durch verkanten auf dem Sharpmaker ne Macke in die Klinge zu bekommen ist mir ein Rätsel, die Furcht scheint mir unbegründet. Mit einfachem Durchziehen (wie beim Vulcanus zB) läuft beim Sharpmaker nix, es ist eher eine Schneidebewegung, und nur eine Seite der Klinge wird bei einem Zug geschärft - nicht beide, wie bei diesen Mini-V Systemen wo man eben nur nach hinten durchzieht. Tanto schärfen sollte imho gehen, ich wüsste nicht was dagegen spräche.

Zum Lansky mögen sich andere melden, den kenn ich kaum, da er mir nicht gefiel - subjetiver Eindruck, der ist viel Koplizierter als der SM.

Achja: Ich hoffe der Bandschleifer hat dir die Klingen nicht völlig verhunzt, da ist die Härte schnell mal flöten...

lg Woz

gast
14.10.07, 12:40
Was die Leute immer gegen Wassersteine haben tztztzz :p

Beide systeme sind nicht schlecht.
Für recurve Klingen erscheint mir das Spyderco aber geeigneter zu sein.

Letztendlich wieder eine Frage des eignen Geschmacks

Morales
14.10.07, 13:08
Imho würde ich den Sharpmaker nehmen. Der ist eigentlich idiotensicher, und für Recurve eignet der sich auch. Trotzdem der Tip mit der SuFu (scusi);): Es gibt viele Threads, in denen die Vorteile des Sharmakers genauer erläutert werden.

Gruß,
Carsten

Messerelton
14.10.07, 14:07
Hallo zusammen,

dem Spyderco (ganzer Name:Spyderco Try Angle Sharpmaker Model 204) kann ich nur weiterempfehlen. Habe ihn selbst und hatte bis jetzt keinerlei Probleme damit. Ist einfach zu bedienen (mit Anleitungs-DVD und Buch, allerdings beides auf Englisch) und vielseitig einzusetzen. Damit kann man wirklich alle Messer schärfen. Kostet allerdings über 80 Euro :(. Musst du wissen. Ist auf jeden Fall ein super Teil :super::super: !!

KaffeeSüßSauer
14.10.07, 14:26
... Spyderco (ganzer Name:Spyderco Try Angle Sharpmaker Model 204) ...
Spyderco nennt das Ding dann allerdings doch eher Triangle Sharpmaker (http://spyderco.com/catalog/details.php?product=77) - am richtigen Winkel haben sich wohl nun schon genug Leute versucht. :steirer:
Wenn's schön werden soll, ist auch der noch dazu günstigere Diamond Backpacker von Gatco zu empfehlen. Bis jetzt exklusiv bei Globetrotter zu haben? Der ist allerdings nichts für bereits recurve verschliffene oder gar absichtlich in der Form produzierte Klingen.

Proximo
14.10.07, 16:41
OK IST GUT ÜBERREDET!
Habe mir soeben das Spyderco bestellt!
Danke für die schnellen Antworten.
...und ja SuFu war ja doch noch mal ein guter Tip! :steirer:

Granol
17.10.07, 19:55
hi,

habe echt mindestens 4-5 linke hände. :glgl:
aber mit dem Sharpmaker bekomme sogar ich ein messer "scharf".:super:

antoniob
17.10.07, 20:18
Hallo,
ich schleife meine Messer und mittlerweile die Messer von vielen Bekannten, seit mehreren Jahren. Meine Schritte vom Anfang bis zum Ende haben sich im Laufe der Zeit entwickelt und ich schleife so schon ein paar Jahre alle deutschen Messer.
Ich kaufte mir vor vielen Jahren einen (Natur-)Nassschleifstein von TORMEK (schwedische Firma). Die Körnung dürfte zwischen 250 und 500 liegen. Der anfänglich im Durchmesser 25 cm Stein hat eine Breite von 5 cm. und läuft mit ca. 90 Umdrehungen in der Minute. Damit beginne ich das Messerschleifen. Anschließend behandle ich die Messer auf einem flachen Nassschleifstein (mit Wasser) von PUMA. Die Körnung schätze ich auf 2000 bis 3000. Anschließend werden die Messer gesäubert und getrocknet. Jetzt werden sie auf einem Arkansasstein mit Schärföl abgezogen. Die Körnung von diesem Stein (der war für mich damals teuer) schätze ich auf 8000 oder feiner.
Zum Schluß werden die Messer wieder gesäubert und mit der Lederscheibe (mit Schärfpaste), ebenfalls von TORMEK, wird der letzte Arbeitsgang erledigt. Selbst langjährige Hobbyköche sind damit zufrieden.
So mach ich es halt. Aber ich lerne gerne dazu. Diese Arbeit mache ich so, weil das Arbeiten mit einem guten und scharfen Messer einfach Spaß macht. "Aus Freude am Schneiden und an einem guten Messer."

Viele Grüße, hoffentlich teilen noch Mehrere Ihre Technik hier mit.

frederikson
29.11.07, 16:48
HAllo
Ich will mir ebenfalls einen Sharpmaker von spyderco zulegen habe allerdings noch nicht herraus gefunden was der Unterschied zwischen
Spyderco sharpmaker model 99 und model 204 ist.
Könnt ihr mir helfen, bzw eine Empfehlung geben welches Model das bessere ist.
GEschärft werden sollen Küchen sowie Taschenmesser, auch Wellenschliff.

danke

Morales
29.11.07, 21:34
Das Prinzip der beiden Modelle ist identisch, also sollten die Unterschiede minimal sein in Bezug auf die Arbeitsweise etc.
Der 99er gibt es bei Amazon erst am 8.12, und auch sonst ist das Angebot recht dünn...ist wohl neu..?
Davon abgesehen: Kauf Dir den normalen 204er, Du wirst zufrieden sein (oder so begeistert wie ich und viele andere)!

Gruß,
Carsten

honcho
29.11.07, 22:24
für dünne klingen und zum nachschärfen is der sharpmaker ok,für dickere klingen und gröbere sachen würde ich ein lansky nehmen :super:

hab mir erst den sm und dann den lansky gekauft aus oben genannten gründen :glgl:


mfg

Tom B
30.11.07, 07:55
Hallo,

ich habe ebenfalls beide, also Lansky und Sharpmaker. Kaufen würde ich auch wieder den Sharpmaker.
Bevor man sich ein Lansky kauft würde ich eher zu Wasserstein und üben raten.
Ich habe schon seit vielen Jahren ein Lansky und bin damit nicht so recht zufrieden, es liegt nur rum.
Einen schöneren Schliff erreicht man meines Erachtens mit einem Wasserstein und Sharpmaker.

Wobei man sich mit dem Sharpmaker leicht die Messerspitze verhunzt! Da muss man etwas acht geben.

Gruss
Tom

Nesto
30.11.07, 10:06
Lanski uns Sharpmaker sind nicht mit einander vergleichbar.
Der Sharpmaker arbeitet mit Keramikstäben, das Lanskysystem besteht aus Schleifsteinen. Der Lansky ist gut, wenn man eine neue Schneide schleifen will, also bei verhunzten Multiwinkelschneiden. Man bekommt da problemlos eine gute 20 oder 17 Grad Schneide hin.
Die Keramikstäbe sind zum Scharfhalten (Nachschärfen) wesentlich kompfortabler zu handhaben. Es sind halt zwei verschiedene Welten.

smallmagnum
30.11.07, 14:26
Der Lansky ist gut, wenn man eine neue Schneide schleifen will, also bei verhunzten Multiwinkelschneiden.
Das unterschreibe ich zu 100%.
Gerade wegen diesen Eigenschaften bin ich ein bekennender Fan des Lansky-Sets.



Man bekommt da problemlos eine gute 20 oder 17 Grad Schneide hin.
Ich erlaube mir zu ergänzen:
Die Gradangaben des Lansky-Sets beschreiben den Winkel zwischen Schneidenflanke und Symmetrieachse der Klinge.
Bei beidseitig geschliffenen Klingen ist der Schneidenwinkel demnach doppelt so groß, also 40° oder 34°.

frederikson
30.11.07, 17:58
okay vielen dank für die Antworten.
Dann wird es zu Wheinachten wohl einen Sharpmaker geben :)

Leonardo75
10.12.07, 20:01
Ich würde mir zusätzlich zum Sharpmaker noch einen gröberen Bankstein besorgen und ein wenig das Scheifen per Hand üben, damit Du erstmal einen sinnvollen Winkel an die Messer anschleifen kannst. Sonst brauchst Du auf dem Sharpmaker ewig.

Viele Grüße,
Leo.

Burbull
15.12.07, 14:08
Hallo zusammen, schärfe meine Messer auf DMT Diamantwetzsteinen. Das funktioniert prima. Habe mir jetzt einen Kombiwetzstein (DC4 Fällkniven) zugelegt. Das gute Stück hat die Abmasse 100x32x6 mm und ich bin noch am rätseln, wie ich damit umgehen soll. Schärfe, indem ich das Messer mit beiden Händen führe, leider hat das 'Steinchen' wenig Halt, wenn man es einfach auf einen Tisch oder ähnliches legt. Habt ihr vielleicht ein paar Tips für mich ? Vielen Dank !

Leonardo75
15.12.07, 15:15
Die einfachste Variante ist ein Stück Küchenkrepp nass zu machen und unter den Stein auf den Tisch nahe der Tischkante zu legen. Ein nassgemachtes glattes (kein Frottee) Handtuch klappt auch ganz gut.

Dann verrutscht der Stein weniger. Manchmal ist es jedoch besser, wenn der Stein ein wenig höher liegt, da man dann besser die Messer bis zum Handschutz schleifen kann. Da ziehe ich dann einen gebastelten Halter vor.

Viele Grüße,
Leo.

Elaine
15.12.07, 16:26
ich hab es anfangs mit einer rutschsicheren Matte probiert, was ganz gut ging. Dann hab ich überlegt, einfach zwei kurze Bretter zu nehmen, eins drunter, eins geteilt und im Abstand des Steins befestigen, so dass er genau hineinpasst und etwas über den Brettern steht. Hier kannst du dir ja einen genau passend machen.
Hab mir aber neulich einen Stein von WMF gekauft, der so eine Gummiunterlage hat, da passen auch meine anderen Steine rein, ist wohl auch Glück.

Leonardo75
15.12.07, 17:12
Meine Versuche mit rutschsicherer Matte endeten meist damit dass die Matte entweder sehr nachgiebig war oder mit der Zeit Ihre Rutschsicherheit verlor.

Mit der von Dir beschriebenen Holzkonstruktion kannst Du sehr gut mit Banksteinen arbeiten, die eine gewisse Dicke haben. Bei den dünnen Diamantsteinen geht es nicht ganz so gut, aber auch.

Ich hatte mir mal einen Schleifsteinhalter gebaut, der eine feste und eine verschiebbare Holzleiste hatte, die mit Flügelmutter arretiert wurde. Den benutze ich allerdings kaum noch.

Am liebsten verwende ich Vliestücher, die auf eine ebene Kunststofffläche geklebt werden, unter der sich ein paar Silikon oder andere rutschfeste Füßchen befinden.

Viele Grüße,
Leo.

Elaine
15.12.07, 17:34
ah, das ist auch eine klasse Idee. :super:

Ich hab so einen gewellten Silikontopflappen, der gut hält. Auf einer Schleif-DVD hab ich mal sowas unter einem Bankstein gesehen und mir fiel ein, das hab ich ja ähnlich gleich hier.

So ein verstellbarer Halter war das, was mir auch erst vorschwebte. (Ich hab das auch mal unter einem japanischen Wasserstein gesehen.)
Dann hab ich es mit einer Silkonmatte zum Ausrollen von Teig versucht. Geht gut, solange kein Wasser drunter ist. Bei Wasserschleifsteinen, wie ich sie benutze, geht das nur nicht lange so. Bei dem Silkontopflappen lief das Wasser drunter durch, weil er gewellt ist und nicht aufliegt.
Nimmt nicht viel Platz weg und man kann ich auch anderweitig benutzen.
Mit dem Steinhalter jetzt hab ich aber ein subjektiv besseres Gefühl, vor allem bei längeren Messern, die gleichmäßig ohne abzusetzen und ohne Unsicherheit abgezogen werden - also ich mach das so.

Leonardo75
15.12.07, 18:20
Das einzige was bei den Silikontopflappen schiefgehen könnte ist, dass sie recht dick und weich sind und somit sich vom Stein eindrücken lassen. Je nach Schleifposition könnte sich dabei der WInkel ein wenig ändern, aber ich denke, das wird nicht die Welt sein.
Eine bessere Führung hast Du auf jeden Fall, wenn Du beide Hände frei zum Abziehen hast.

Viele Grüße,
Leo.