Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Holzgriff ölen. Womit?
Hallo Leute,
hab hier öfters gelesen das man Messer mit Holzgriffen hier und da mal etwas mit Öl einlassen sollte.
Aber welches Öl sollte benutzt werden? Muss man für verschiedene Hölzer verschiedene Öle benutzen?
Hab in der SUFU leider nichts gefunden.
Für aufklärung bin ich sehr dankbar,
gruß Patrick
Du kannst Leinöl oder Tungöl dafür verwenden, ´gibt bestimmt nochmehr Sorten, das sind die die ich verwende. Du kannst auch nur den Griff sehr fein schleifen und dann mit Bienenwachs behandeln, funktioniert auch einwandfrei.
Gruß Robert
Hallo Kingzion,
meiner Erfahrung nach ist Leinöl die beste und einfachste Variante, da man einfach nur im Kunsthandel ne 200ml Pulle kaufen muss und los gehts. Wichtig ist nur, dass du das Holz gut bearbeitest.
Ich mache es immer so:
-Form fertig schleifen
-80er Papier
-150er Papier
-220er Papier
-als letztes 600er Papier
Natürlich zwischen den Gängen immer immer unter heißwasser halten, damit sich die Poren aufstellen und besser raus geschliffen werden können. Nach dem 600er, kommt noch mal ne feinere Politur. Dann der Heißluftfön und dann das Leinöl... manchmal reicht ne Fingerkuppe. Und saubere Finger sind immer wichtig:D
Wenn ich dir was erzähle, was du eh schon weißt... hehe... war ein Versuch.
Grüße,
der Nic
Wenn Du mal "Holz ölen" eingibst, landest Du 55 Treffer!
Hi
also Leinöl ist gut, aber frisches leinöl trocknet sehr langsam.
leinölfirnis (gibts fertig im baumarkt) trocknet wesentlich schneller....
es kann auch noch mit terpentin oder orangenöl verdünnt werden.
man kann auch eingedicktes leinöl benutzen, oder mehrfach gekochtes..
Zur Not kann man auch Terpentin-Ersatz zum verdünnen benutzen,
aber das zeug ist giftig, und nicht so angenehm ...
wenn es ein alter griff ist, der nur nachbehandelt werden soll, kannst du auch balistol benutzen.
anstatt zu ölen, kannst den Griff auch wachsen, mit karnaubawachs
imprezaharry
28.08.10, 17:41
Hallo Forumsteilnehmer,
ich habe da mal eine Frage:
Wie pflegt ihr eure Holzgriffschalen.
Ich habe überwiegend welche aus Wüsteneisenholz aber alle haben kleine, kurze Risse mal aber auch etwas länger.
Bringt da ölen etwas damit keine neuen auftreten?
Oder ist es eben Holz und da ist es normal muß man mit leben?
Gruß
harald
Hallo Harald,
die Frage ist gut und habe ich mir auch schon ein paar mal gestellt.
Ich pflege die Holzgriffschalen (Buck, Hartkopf etc.) z.Zt. mit normalen Bienenwachs aus der Möbelpflege.
Messergriff einwachsen, ein paar Stunden einziehen lassen und dann mit einem Lappen polieren.
Bisher hat das gut geklappt und die Schalen glänzen wie neu. Bei den Rissen oder Vertiefungen könnte ich mir allerdings vorstellen, dass der Wachs dort kleben bleibt ?
Ich bin sehr gespannt auf andere Vorschläge.
Noch ein nettes Wochenende.
Mic
Ahoi, Risse in Griffschalen sind immer sehr ärgerlich. Ich habe mal gehört, dass dies an trockener Heizungsluft liegen kann. Meine Holzgriffe pflege ich mit Balistol oder mit normalem Speise-Leinenöl. Großzügig auftragen, liegen lassen und nach ner Stunde mit einem Lappen polieren.
Viel Erfolg wünscht Excalibur
Ich habe die Themen zusammengeführt. Bitte beim nächsten Mal doch selber gleich die Suchfunktion nutzen ;)
Ich finde Leinölfirnis nach mehrmaligem Auftragen, und nach dem trocknen glänzend gerieben, ein schönes Ergebnis.
Es ergibt diesen feinen Seidenmatten Glanz.
Gruss unsel
Ich benutze "Danish Oil" riecht angenehm, mit feinem Schmirgelpapier entsteht eine Glasglatte Oberfläche.
Zur Pflege einfach nachölen.
Hallo,
ich benutze, nach der anfänglichen Behandlung mit Leinöl(-firnis), Kamelienöl.
Wenn aber gerade keines zur Hand ist, zum Beispiel draussen, und nach Benutzung im Regen, funktioniert Nasenfett ganz hervorragend.
Einfach mal die Griffschalen über die Nasenflügel reiben, das Ergebniss ist erstaunlich:staun:.
Bis dann,
Micha
Chopper-Gerald
28.08.10, 23:09
Habe schon alles mögliche probiert,aber das beste und schönste Ergebnis
ist immer noch mit CCL - Öl.Im Kit sind 2 Fläschchen,eines zum Poren füllen,das andere um Glanz zu erreichen und zu versiegeln
Gerald
imprezaharry
29.08.10, 09:11
Hallo,
meine Frage war eigendlich:
Muß ich meine Griffschalen aus Wüsteneisenholz ölen um keine weiteren Risse zu bekommen, oder bringt ölen nichts?
Wenn ja mit welchem Öl bei Wüsteneisenholz?
Der optische Effekt (Glanz) ist mir egal mag es eher nicht.
Vielen Dank
Harald
messerwerkstatt
29.08.10, 09:15
Hallo Kingzion,
ich benutze schon seit Jahren sogenanntes Schaftöl.
Dieses Öl wird vielfach von Jägern benutzt um die Holzschäfte der Gewehre zu Pflegen und zu Imprägnieren.
Es zieht schnell ein, riecht gut, wird einfach aufgetragen durch einreiben und gibt es dem Holz wieder eine schöne Tiefe.
Gib den Begriff "Schaftöl" bei google ein und du wirst mit hits überschüttet.
Kaufen kannst du es aber bestimmt auch in deinem Waffenladen um die Ecke.
Grüße
von der Messerwerkstatt
Hallo,
ich öle meine Holzgriffe, nach dem feinschleifen (1000er, dann nochmal Stahlwolle 000) 2 mal im Abstand von 2 Tagen mit Leinölfirnis, danach wachse ich sie mit einer selbstgemachten Mischung aus 80% Leinölfirnis, 15% Bienenwachs und 5% Carnaubawachs 2-3 mal ein. Anschliesend kommt noch reines Carnaubawachs drauf. Und zwischen den einzelnen Arbeitsgängen immer wieder mit einem fusselfreien Lappen polieren.
Sieht schön Seidenmatt aus und klebt auch nicht an meinen Händen.
pgj (Peter)
Hallo,
ich habe meine selbstgebaute Treppe mit Buchen-Stufen mit Timberex-Öl behandelt, das Öl ist anfänglich flüssig wie wasser und dringt tief ins holz ein. Nach dem Trocknen ist es extrem belastbar, glänzt nicht und soll sogar die Rissbildung verhindern. Und dafür, dass wir schon seit ca. 8 Jahren auf der Treppe rumlaufen sehen die Stufen noch super aus. Ich werde die Griffe meines ersten, am Wochenende bei Holger Meltzer geschmiedeten Messers, auch damit behandeln.
Grüße
Chris
Damascener
03.09.10, 12:04
Hallo!
Ich verwende seit Jahren Schaftöl und bin damit sehr zufrieden. Das Öl gibt es in verschiedenen Dunkelstufen, somit kann man auch hellere Hölzer etwas anfeuern und aufwerten. Einfach großzügig mit einem Tuch autragen und einziehen lassen. Du solltest dir aber sicher sein, dass du nichts mehr kleben oder nachschleifen musst, weil das nach dem Ölen nur mehr schlecht bis garnicht geht.
Gruss Dama
schmiedebernie
03.09.10, 15:29
Ich mache es genauso Schaftöl drauf und schon ist alles gut.
gruß bernd
Also ich nehm für meine Holzgriffe feines Olivenöl, natürlich Kaltgepresst:D.
Steht sowieso bei uns in der Küche.
Ich pinsel die Holz- oder auch die Ledergriffe damit ein, lass es über Nacht
einwirken wische dann die Reste mit einem weichem Tuch ab und fertig:super:
Grüße
Stefan:steirer:
Ich hab irgendwann mal was gelesen, dass das Öl nach dem Holzschleifen nur eindringt, wenn man es in einer Art Ölbad einlegt.
scheinbar erreicht ihr aber auch gute Ergebnisse indem ihr es nur auftragt!?
Vielleicht weiß jemand mehr...
Grüße
Dan
Warum sollte nur Öl ins Holz eindringen, wenn es im Ölbad liegt, und nicht wenn es "nur" aufgetragen wird.
Die Logik erschließt sich mir nicht so ganz.
Du kannst aber auch einen Selbstversuch machen.
Trage einfach mal etwas Öl auf einen Messergriff dünn auf, lass es ein paar Stunden liegen, und geh dann nachgucken.
Das Öl ist weg:staun:.
Wo kann es nur hin sein? Verdunstet?
Grüße,
Micha
Neue Griffschalen:
In Form geschliffen (bis #400), dann 3 Tage in Leinölfirnis mit einem Schuss Orangenöl (riecht besser) eingelegt. Leinölfirnis (gekochtes Leinöl) zieht recht tief ein und härtet dann aus - auch im Inneren.
Einen Tag liegengelassen, dann feinpoliert mit Micromesh-Matten (bis #8000). Anschliessend Antikwachs aus dem Baumarkt, Bienenwachs hab ich leider keins. Und jetzt der Pfiff (gefällt mir immer wenn ich mich für wahnsinnig schlau halten kann): für die Bohrmaschine ein Überzug für die Schleifscheibe aus Schafswolle. Diese Schafswolle habe ich mit #28.000 Diamantspray behandelt.
Nach einer Viertelstunde auf dem Fell glänzt alles. Selbst die Fingernägel.
Ich hab seitdem nie wieder etwas mit dem Griff machen müssen. Am T-Shirt abwischen hat fürs Abtrocknen und für den Glanz bisher gereicht.
Bestehende Messer: Orangenöl. Satt einreiben, halbe Stunde liegenlassen, eventuelle Reste trockenwischen.
Ok, ist weniger Tamtam. Egal. Funktioniert bei mir.
Ich habe bisher immer Hartöl genommen.Nach 2 bis 3 maligen auftragen wird es leicht seidenglänzend. Zwischendurch nur anschleifen und wieder neu auftragen, fertig.:hmpf:
ich schwör auf das gute alte BALLISTOL ! meine ansprüche sind aber auch nicht zu hoch angesetzt.
grüße
lenipo
Niklas Schelling
27.11.10, 06:21
Meine Ansprüche sind hoch angesetzt: Ballistol
Noch ein paar Anmerkungen:
(Reines) Orangenöl ist eigentlich mehr eine Art natürlicher Verdünner, also eher in Kombination mit bspw. Tungöl anzuwenden.
Ballistol härtet nicht aus und ist damit kein dauerhafter Schutz.
Ookami
Rübenrüssel
27.11.10, 13:30
Hallo,
ich habe einige Windmühlenmesser mit Buckelsklinge. Diese habe ich von Zeit zu Zeit mit Balistol eingepinselt. Die Griffe sind damit immer sehr schön geworden.
Andererseits habe ich auch ein EKA 8 Lite mit Bubinga Griffen. Gleiche Prozedur mit Balistol, aber die Griffschalen wurden nach ein paar Tagen unangenehm klebrig. Und ich habe das Klebrige bis heute nicht wegbekommen. Mittlerweile hat es etwas nachgelassen, aber wenn man das Messer in die Hand nimmt, ist das immer irgendwie ein unangenehmes Gefühl. Weiß jemand was man da machen kann?
Grüße
Rübenrüssel
Ich würde versuchen, das Klebrige mit Benzin runterzubekommen.
Ookami
stevenjulian
27.11.10, 22:21
Messer mit Klingen aus nicht rostfreiem Stahl pflege ich Komplett mit Leinöl, sowohl den Holzgriff als auch die Klinge. Die Klingen haben damit noch nie einen Rostansatz gezeigt.
Bei Messern mit rostfreier Klinge nehme ich für den Holzgriff Färberdistelöl, wegen des angenehm nussartigen Geruchs.
@ chris. wie du ölst deine Treppe ein ?? (na dann mal heavy gliding!):hehe:
Also Griffe "ölen" (was fürn schrecklicher Begriff) mit Wachsen, oder du nimmst ein nicht harzendes oder schlecht werdendes Öl (Olivenöl z.B. wird ranzig).
Habe sogar hier im Forum gelesen, dass jemand (Koch) seine Küchenmesser in ne Fritte steckt. :staun:
Also Leinöl-Firnis ist prächtig! Ansonsten wäre wichtig, ob du oft Wasser-Kontakt hast?
Gruß,
Stefan
kuschelmuschel
27.11.10, 23:19
Auch wenn ich mich als Besserwisser oute, den verwendeten oder empfohlenen Leinölfirnis würde ich nicht nehmen, gerade wenn ein Messer auch in der Kücher verwendet wird, da die in den meisten Sikkativen, das sind die Trocknungszusätze, die das Öl zum Firnis machen, enthaltenen Schwermetallionen (Kationen von Blei, Mangan, Cobalt, Zink etc.) doch überdenkenswert sind.
Gute Ergebnisse und sehr schöne erhält man, wenn man sich einer alten Praxis aus der Restauratorenwerkstatt bedient: eine Mischeung machen aus Leinöl oder Walnussöl oder Tungöl (trocknet am langsamsten, Leinöl vergibt am stärksten) und 30-50% Balsamterpentin, kein Terpentinersatz, man kann die Farbe und Maserung über eine Zusatz aus Alkanawurzel in Polierspiritus gelöst noch anfeuern, satt einölen oder einen Tag in die Mischung einlegen, abwischen und dann am besten an einem heißen Tag in die pralle Sonne legen, die Eindickung, der gelierende Oxydationsprozess wird auch unter Sonnenlicht schnell vollzogen, je nach Holz dauert es dann noch ein paar Tage bis zur Härtung, dann hat man aber einen wunderschönen und quasi wasserfesten Griff. Je nach Wunsch und gewünschtem Geruch kann mann dann noch mit einer Mischung aus Bienenwachs 70%, Carnaubawachs für die Härte (20%) und Balsamterpentin( die Wachse warm lösen und während des Erkaltens das Terpentin einrühren) abreiben. Viel Spaß, C.
Wo wir schon beim klug daherreden sind, Walnuss- und Tungöl können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Das ist sicher bei Schneidbrettern relevanter, aber es sollte erwähnt werden.
Leinöl kann man auch mit Orangeöl verdünnen oder man nimmt "gekochtes" Leinöl, welches durch Erhitzung schon teilweise polymerisiert ist.
Wenn man es richtig toll machen will, trägt man das Öl in drei Durchgängen mit Zwischenschliff auf: stark verdünnt, 50/50 und zum Schluss pur.
Man sollte auch nicht zuviel auftragen, denn sonst läuft man Gefahr, ein klebriges, lackartiges Griffgefühl zu bekommen.
Ookami
Hallo zusammen,
ichh abe heute schon viel gelesen bezügliche Griffe ölen und stabilisieren.
Muss ich denn jetzt das Leinöl erwäremen wenn ich das mit Orangenöl verdünnen will, oder klappt das so?
Die Trocknungszeit des Griffes beträgt doch bei Verwendung von Leinöl bis 4 Wochen, oder? D.h. in der Zeit kann das Messer nicht benutzt werden. :(
ich hbae auch gelesen, das die Verwendung von Leinöl nicht gerdae ungefährlich ist. (Selbstentzündung)
Sollte man jetzt eigentlich bei gekauften messern, dei Griffe behandeln oder ist das nur für alte abgenutzte Griffe notwendig?
Gruß,
Stefan
noob-rider
30.11.10, 15:05
Leinöl entzündet sich nur selbst, wenn es einen "hitzestau" gibt.
Zum Beispiel ein zusammengeknüllter Lappen, der rumliegt.
Was man dagegen tun kann wäre, dass man die benutzen Lappen gut wässert oder in einem luftdicht verschlossenem Behältnis aufbewahrt.
Ich nehme für meine Holzbehandlungen immer Leinöl.
Meistens gekochtes.
Das dauert zwar nen paar Tage bis Wochen, aber danach ist das Holz schön behandelt.
Im Anschluss schön polieren und gut ist.
Ok,
das mit dem Stau stimmt.
Du nimmst gekochtes? Also Leinölfirnis ( so heisst das dann doch?)
Oder kochst du das selber?
Mir ist nur nicht klar, ob das Öl vorm gebrauch, wenn ich das verdünnen möchte, gekocht bzw. erwärmt werden muss.
Ich habe auch gelesen, das man das am besten im Freien oder auf ne alten Herdplatte machen soll um sich den guten nicht zu versauen.
Ausserdem besteht beim kochen die Gefahr, das sich ganze dann entzündet.
Der_Schnitter
30.11.10, 15:25
Bei verdünntem Leinöl oder Tungöl schwitzt das Orangenöl wieder aus, bei großen Gegenständen solte man mit hinterherwischen und mehrfach ölen schon dahinter her sein. Aber es führt zu traumhaften Ergebnissen! Einer unserer Jäger hat schon Getriebe oder Automatiköl für die Schäfte als Beimischung genommen, das war rot eingefärbt und hat anscheinend die Maserung wunderbar hervorgehoben...
Ach ja, beim Verdünnen habe ich nie Kochen oder erwärmen müssen.
noob-rider
30.11.10, 15:30
Also ich kaufe vorher gekochtes Leinöl.
EInfach mal in der Bucht oder bei Google nach gekochtem Leinöl suchen.
Es gibt gekochtes Leinöl, dass ohne Zusatz von Sikkativen verkauft wird.
Nennt sich teilweise auch Leinölfirnis.
Selbst kochen tu ich das Leinöl bisher nicht.
Und ich erwärme das Öl nicht, bevor ich es benutze.
Allerdings verdünne ich das Leinöl mit Balsamterpentinöl, ganz nach Angaben von WIlle Sundqvist aus dem Buch Schwedische Schnitz-Schule.
Denn ohne Verdünnung wäre es zu dickflüssig.
Was auch geht, allerdings die Trocknungszeit erheblich erhöht, ist dass man kaltgepreßtes rohes Leinöl nimmt. Das ist flüssig genug, dass man es ohne Verdünnung verarbeiten kann, trocknet allerdings noch viel langsamer.
Du nimmst gekochtes? Also Leinölfirnis ( so heisst das dann doch?) Oder kochst du das selber?
Mir ist nur nicht klar, ob das Öl vorm gebrauch, wenn ich das verdünnen möchte, gekocht bzw. erwärmt werden muss.
Ich habe auch gelesen, das man das am besten im Freien oder auf ne alten Herdplatte machen soll um sich den guten nicht zu versauen
Leinölfirnis ist ein Lack auf Leinölbasis, bestehend aus rohem oder gekochtem Leinöl, Verdünnungsmittel (meist Zitrusöle und/oder Terpentin) und Sikkativen (Metallsalze zum schneller Aushärten).
Du kannst Dir Dein eigenes Firnis aus reinem Leinöl, mit oder ohne Verdünnung, mit oder ohne Sikkative und eben auch mit rohem oder gekochtem Leinöl anmischen. Das Mischen machst du mit den kalten Zutaten.
Leinöl kannst Du im Farbenhandel roh oder gekocht kaufen. Das rohe ist dünnflüssiger, heller, und es braucht (viel) länger zum Trocknen (aushärten). Selber kochen natürlich im Freien in einer alten Pfanne, über einem Camping-Kocher. Wenn Du es richtig machen willst, 24 bis 36 Stunden lang.
Das rohe Leinöl kannst Du essen, das gekochte ist nicht mehr geniessbar, aber immer noch völlig ungiftig. Sikkative sind manchmal giftig, allerdings in der verwendeten Menge ausser bei Baby-Spielsachen kein Problem.
Mit Leinöl behandeltes Holz riecht noch einige Zeit etwas unangenehm. Sonnenlicht beschleunigt die Trocknung (Härtung) enorm.
Rohes Leinöl wird übrigens in der Malerei verwendet, es ist das Öl in der Ölfarbe. Und die Knete, welche der Glaser verwendet um Scheiben in den Rahmen zu kitten besteht im Wesentlichen aus Kreidepulver und rohem Leinöl. Ölfarbe und Fensterkitt braucht einige Wochen, bis es hart ist.
Danke für eue Antworten.
Ich denke die Griffaktion verschiebe ich dann mal auf die Sommerzeit.
Wollte mir das besorgen:
http://www.mehr-als-werkzeug.de/product/705275/Schwedisches-Leinoel-Linolja-sonnengebleicht/detail.jsf ... Schwedisches Leinöl Linolja®, sonnengebleicht - Moderationsergänzung durch Peter1960
und dann mit Orangenöl verdünnen.
Mal sehen wie es wird. habe damit ja keine Erfahrungen.
Nachtrag:Wie sieht es eigentlich mit so etwas aus? http://www.mehr-als-werkzeug.de/product/705350/DICK-HolzBalsam/detail.jsf
Gruß,
Stefan
Das erwähnte Leinöl sieht gut aus, es dürfte in der Härtezeit zwischen rohem und gekochtem liegen, rechne mit etwa einer Woche bis zur vollständigen Härtung.
Ich würde damit drei mal behandeln: Verdünnen, einige Stunden einlegen, 48 Stunden trocknen lassen, wenn möglich an der Sonne. Mit ganz feinem Schleifleinen oder -Flies kurz abreiben, unverdünntes Öl auftragen. Nach 20 Minuten mit einem trockenen Lappen überschüssiges Öl abreiben. Prozedur wiederholen (warten, schleifen, ölen, abwischen), eine Woche durchtrocknen lassen. Fertig - oder allenfalls mit Wachs polieren.
Die Öl-Wachs Mischung kannst du als Finish auftragen, wenn Du Politurglanz willst. Als Grundbehandlung eignet sich Wachs nur auf Weichholz (Tanne, Fichte, Föhre), nicht auf Hartholz.
Man kann es nicht oft genug erwähnen: pass mit den mit Leinöl getränkten Lappen auf! Es besteht die Gefahr, dass sie sich selber entzünden. Tip: im Freien trocknen lassen (im Grill oder so).
Danke für den Tip!
Wollte die eigentlich in meinem Kamin verbrennen.
Was für Lappen eignen sich den am besten zum arbeiten? Baumwolle? ( geschirrspülhandtücher?) Denke die Lappen müssten ja fusselfrei sein, oder?
Gruß,
Stefan
Hallo,
ich komme auf die Ausgangsfrage von Kingzion zurück.
Nur " die Lösung" gibts es nicht.
Wähle das Produkt aus, welches am häufigsten gut bewertet wurde und probiere es aus. Mit Glück hast du einen Anfangstreffer.
Ansonsten hilft nur durch Versuche deine Lösung zu finden, aber jeder neue Versuch kostet neues Geld.
Ich benutze z.Z. Danishoil mit guten Ergebnissen.
Gruß
Bernd
Leinöl ist wohl mit der preiswerteste Einstieg. Ich habe ein Fläschchen im Supermarkt für <1€ gekauft, um damit ein paar alte Werkzeuggriffe zu behandeln.
Ookami
Was für Lappen eignen sich den am besten zum arbeiten? Baumwolle? ( geschirrspülhandtücher?) Denke die Lappen müssten ja fusselfrei sein, oder?Völlig egal!
Eventuelle Fussel kannst Du auch später, nachdem das Öl eingezogen ist, abwischen.
Ich benutze zum einölen einfach Toilettenpapier.
Das fusselt kaum und da ich es anschließend "bestimmungsnah" entsorge, habe ich auch keine Probleme mit Entzündungen. :D
Da in meiner Heimat Leinöl sowieso ein essentieller Bestandteil der traditionellen Küche ist, habe ich davon immer reichlich vorrätig.
Alle meine Holzgegenstände behandle ich ausschließlich mit ganz normalem unverdünntem Lebensmittel-Leinöl.
Mit besten Ergebnissen! :super:
Da immer wieder die relativ lange Aushärtzeit von Leinöl thematisiert wird: wenn das Öl erstmal komplett eingezogen ist, könnte der entsprechende Gegenstand problemlos benutzt werden.
Abgesehen vielleicht von starkem Wasser- oder Schweißkontakt.
Sobald das Öl vernetzt ist, ist auch das kein Problem mehr.
Da immer wieder mal behauptet wird Leinöl würde unangenehm riechen, dem widerspreche ich ganz entschieden!
Ich finde den Geruch und Geschmack von Leinöl lecker. :D
Gruß Thomas
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