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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fenix L2P und L1T: seouled...


Hiltihome
16.06.07, 01:46
Hallo,

im Sommerloch habe ich noch eine Fenix "gefunden", die es verdient hat auf Seoul-SSC-P4 LED umgerüstet zu werden:

Die Fenix L2P

Original eine Lampe mit 2xAA, hat dieser Oldie einige sehr positive Eigenschaften, nämlich eine hervorragende Effizienz und erstklassige Regelung. Diese Lampe ist noch frei von allen Fancy-Modi und funktioniert wie es jeder versteht: Klick=Licht, nochmal Klick=aus

Ich habe diese Fenix im original Zustand nie sonderlich gemocht, sie war zwar praktisch, aber ihr fehlte der "technical-Sex", deshalb habe ich mir einen 123 Body, also ein Batterierohr für CR123 Batterien angeschafft und mochte sie danach mehr.

Einzig die Lichtfarbe war weiterhin grün-gelblich...die Amis sagen dazu "cat-pee"

Jetzt ist besser: eine Seoul-SSC-P4 LED residiert im Head, der Beam und die Lichtfarbe sind besser denn je und die Helligkeit auf zeitgemäßem Niviau.

so mag ich das....



Heinz


Nachtrag:

Da ich gerade eine Fenix L1T zum Modden zu Besuch hatte, habe ich davon Bilder gemacht. Prinzipiell gilt das gezeigte für alle Fenixe mit ähnlichem Lampenkopf und LUXI/III

Vor dem Umbau:
http://img481.imageshack.us/img481/6552/p1000817qs5.jpg

LED entfernt, Montagefläche gereinig, Kupferblättchen auf 0,5mm geschliffen, vor der Montage:
http://img392.imageshack.us/img392/2056/p1000830fy2.jpg

Kupferblättchen mit AA-Epoxy montiert:
http://img522.imageshack.us/img522/3609/p1000832ih0.jpg

Seoul LED mit AA-Epoxy montiert:
http://img468.imageshack.us/img468/6735/p1000834vs3.jpg

Chrisse242
16.06.07, 07:54
Hast du die ohne Modifikation am Kühlkörper einsetzen können? Zumindest bei der L1p sitzt die Luxeon ja in einer Vertiefung.

Chrisse

Hiltihome
17.06.07, 23:05
Hallo Chrisse,

habe meinen Post um Bilder ergänzt, welche die einzelnen Phasen zeigen.

L1P, L2P, L1/2T sind mechanisch gleich. Am Kühlkörper und Reflektor muss nichts verändert werden. Ein Kupferblättchen von 7x0,5mm dient zum Fokusausgleich.
Die Stärke kann je nach Lampe etwas abweichen und sollte vor dem Verkleben mit dem Reflektor geprüft und optimiert werden.

Ein perfekter Beam ergibt sich, wenn der Reflektor ohne Ringe und Schatten gelb ausgeleuchtet ist.

Bei beiden Lampen war das bei knapp 0,6mm der Fall. Ich habe dann auf 0,5mm herunter geschliffen, weil das AA-Epoxy auch noch etwas aufträgt.

Neben der Beachtung der Polarität, ist vor allen Dingen wichtig, dass eine Isolierung zwischen dem Boden der LED und dem Kupfer besteht, sonst gibt es einen Kurzschluss.


Diese Kupferblättchen, die es beim sandwhich-shoppe gibt, sind im original Zustand unbrauchbar, weil sie vom Stanzen verformt sind.

Optimal wären lasergeschnittene Blättchen aus einseitig eloxiertem Aluminium. Vielleicht liest ja ein MF Mitglied mit, das über die technischen Möglichkeiten verfügt. Die Richtige Ausgangsgröße wäre 7x0,7mm.


Heinz

HankEr
03.08.07, 19:08
Gibt es bei so einem Umbau auch eine einfache Möglichkeit den Low-Modus wieder auf mind. das Ausgangsniveau hinab zu drosseln?

Hiltihome
03.08.07, 21:28
Hallo HankEr,

leider nein.

Bei den Fenix Lampen mit mehreren Helligkeitsstufen ist das in der Elektronik realisiert. Eine Möglichkeit dort etwas anzupassen sehe ich nicht.

Bei den nur zweistufigen Lampen wäre zwar "nur" ein Widerstand anzupassen, aber das ist alles derart filigran, dass die Erfolgschancen gering sind.

Selbst bei Lampen die deutlich größere Elektronik Platinen haben scheitern Modifikationen daran, dass man SMD Widerstände, mit z.B. 0,47Ohm, nicht bekommt...



Heinz

Sleipnir
29.01.08, 20:26
Moin,

ich oute mich mal wieder als LED-Dau:
Von meinem Mag-Umbau habe ich noch zweierlei
LED über, und zwar ne SSC P4 H-vf sowie eine P4 U bin.
Außerdem trage ich immer meine L2P spazieren.
Es liegt also nahe, eine der LED vielleicht in die Fenix zu
implantieren. Leider kann ich mit den Angaben immer
noch nichts anfangen, deshalb die Frage, welche der
LEDs sich für diese Arbeit hier besser eignen würde...?

Danke und

Sleipnir
03.02.08, 11:30
Och Jungs, jetzt lasst mich hier nicht hängen.
Gebt mir doch bitte mal nen Tipp...:confused:

Long John
03.02.08, 11:47
.... und zwar ne SSC P4 H-vf sowie eine P4 U bin.


Hallo Sleipnir

Angenommen eine SSC P4 hat die Bezeichnung:

"USXOH", dann steht das "U" für den Lichtstrom (Lumen, Helligkeit), die nächsten 3 Buchstaben für den Farbteint und der Letzte, in diesem Fall das "H", für deren vf.

Demnach besagt Dein Satz:

"........ und zwar ne SSC P4 H-vf sowie eine P4 U bin."

eientlich nichts, denn bei Deinen 2 Leds kann es sich um ein und dieselbe handeln.

Wahrscheinlich besitzt Du zwei SSC P4 U-bins, eine mit "H"-vf und eine mit "I"-vf, und oder anderen Farbteints.

Bei den Fenix-Modellen ohne "Turbo-Mode" würde ich den Ermitter mit der niedrigeren vf einbauen, also die "H-vf".

Ich hoffe das war verständlich erklärt.

Viele Grüße

_____
Tom

Sleipnir
03.02.08, 12:46
Hallo Tom!

Danke, so grob habe ich es verstanden.
Habe mal kurz nachgeschaut, müßte tatsächlich ne I-vf sein.
Beim durchsehen des Mag-Mod-Fred (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=46421&page=2) habe ich Deinen Tipp bezgl. der H gelesen,
daß man diese dann in ne Fenix reinpacken kann.
War mir damals irgendwie entgangen, sorry.

Danke und

Erka
13.02.09, 15:33
Danke Heinz, über deinen Hinweis in "Lohnt sich Umrüstung bei Fenix E20 auf Cree Q5? (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=66364&page=2)" habe ich diesen Thread entdeckt, hatte ich bei der Suche nicht gefunden.

Ein paar (erste?) Laien-Fragen dazu:
Ist der Ausbau der Kopf-Innereien irgendwo beschrieben? Muss man "nur" durch die beiden Nuten das Innenleben herausdrehen (und umgekehrt später wieder hineinschrauben), oder ist das zusätzlich verklebt?
Was macht denn das dritte Kabel auf deinen Bildern (rot, grün, schwarz)? Die LED hat doch nur 2 Kontakte?
Ist AA-Epoxi dem Artic Silver (http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Seoul/-3.5W-Seoul-LEDs/Waermeleitkleber-Arctic-Silver-LT-775_121_78.html) vozuziehen, oder geht das genau so? Wärmeleitpaste benötige ich doch doch nicht, wenn ich Kleber verwende?
Die SSC P4 finde ich als neutral white (http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Seoul/-3.5W-Seoul-LEDs/Seoul-3.5W-Emitter--P4-Version--LT-1141_121_78.html) und warm white (http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Seoul/-3.5W-Seoul-LEDs/Seoul-3.5W-Emitter--P4-Version--LT-576_121_78.html). Neutral ist 6,8 mm hoch, warm (ebenso wie kalt-weiß) 5,08 mm. Welche würde besser passen?

Ich glaube gerne, dass einige der Infos bereits in den Tiefen des Forums schlummern, hab auch brav gesucht, aber nicht das Passende gefunden. Bitte um Nachsicht ;)
Ich habe noch nie eine LED getauscht oder sonstige Lampenmods gemacht. Falls die L2T für einen Anfänger schwieriger zu modden ist als andere Lampen, bitte ich um rechtzeitigen Hinweis.
Zum Kaputtmachen ist sie mir nämlich zu schade, denn ich mag die Lampe recht gerne. An / Aus, hell / dunkel, lange Laufzeit, rel. leicht - das passt alles. Wenn ich das mit wärmerem Licht haben kann,wäre ich schon zufrieden. Das die Lampe mit P4 wohl auch heller wird stört mich nicht, sein muss es aber auch nicht.

Grüße und Danke
Rainer

Hmblgrmpf
13.02.09, 19:52
Gut, dass dieser Thread nach oben geholt wurde.
Das hat mich endlich dazu gebracht meine Fenix P1 auf Seoul umzurüsten, eine (kalt) weisse P4 hatte ich glücklichweise noch da.
Die Lampe ist jetzt gut doppelt so hell und das Licht nicht mehr ganz so gelblich wie vorher. Dass der etwas bläulich wirkende Spot von einem leicht gelblicheren Hof umgeben ist ist nicht ganz so schön stört aber nicht wirklich. Ich hätte lieber eine ebenfalls vorhandene K2 TFFC genommen aber die passte nicht in die Vertiefung in der Pill.


Rainer,
die 6,8mm Höhe für den neutral weissen Emitter stimmen höchstwahrscheinlich nicht. Ich denke da hat sich jemand vertan und versehentlich den Wert für einen Emitter auf Star übernommen.
Da die die TK20 mit neutralweisser LED gefällt wäre für dich die neutralweisse SSC P4 wahrscheinlich die richtige. Leider gibt's bei LED-Tech keine Informationen über die Bins der dort verkauften SSC P4 Emitter.
Ich glaub' ich bestell meine nächsten P4 Emitter bei PhotonFanatic im cpfm (http://www.cpfmarketplace.com/mp/showthread.php?t=180654).

Stefan

measure
13.02.09, 20:49
Selbst bei Lampen die deutlich größere Elektronik Platinen haben scheitern Modifikationen daran, dass man SMD Widerstände, mit z.B. 0,47Ohm, nicht bekommt...

Heinz

Das war vor einem Jahr - ich habe das aber eben erst gelesen.

Vielleicht kennst Du Farnell (http://de.farnell.com/) ja inzwischen, die haben allein 17 verschiedene SMD Widerstände von 0,47Ω (http://de.farnell.com/jsp/search/browse.jsp;jsessionid=SBEXZDFYNGZYACQLCI RZKBQ?N=500003+1000106+101141&Ntk=gensearch_002&Ntt=smd&Ntx=&_requestid=191829) gelistet. (Nur mal so als Beispiel.)

Da Farnell aber nur an Firmen verkauft, muß man deren Angebot als Privatmann über Büchner (http://www.hbe-shop.de/katalog/index.php?s=3) beziehen.

Vielleicht hilft das ja irgendwann mal jemandem weiter.

Gruß

Wulf

Hiltihome
13.02.09, 23:35
Hallo Erka,

eine Fenix zu seoulen, ist kaum geeignet als Erstlingswerk.


Die Pill ist verklebt und bei manchen Exemplaren nur mit viel Erfahrung, dosierter Gewalt und zurecht geschliffenen Werkzeugen heraus zu schrauben.

Zudem ist das kein einfacher Swap, da der Emitter mit der Serranoschinken Methode (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=43541) vorbereitet werden muss und ein Plättchen zum Fokusausgleich angefertigt werden muss.

Kommen noch falsche Maßangaben vom LED Lieferanten hinzu, wird es vollends verwirrend.

Die SSC-P4 (http://www.seoulsemicon.com/en/product/prd/zpowerLEDp4.asp) haben, unabhängig von der Farbtemperatur, die gleiche Bauhöhe, nur die seit Februar diesen Jahres hergestellten und noch nirgendwo erhältlichen SSC-P4 mit narrow Beam sind 6,28mm hoch, die anderen sind sind alle 5,08mm hoch.

Die Bauhöhe ist aber gar nicht entscheidend, sondern die Position des Dies, die von den Luxeon Emittern abweicht.

Von wegen SSC-P4 = baugleich mit Luxeon, wie LED-Tech behauptet...was für ein Quatsch !


Über die bunten Litzen musst du dir keinen Kopf machen, die bleiben dort angelötet, wo sie sind.
Die grüne Litze ist für die Umschaltung zwischen low und high, aber auch die kann bleiben, wo sie ist.


AA-Epoxy ist Wärmeleitkleber, der weder leitfähig ist, noch eine Kondensatorwirkung hat.

AA-Silver, wie verlinkt, ist ebenfalls Wärmeleitkleber, aber mit geringer kapazitiver Wirkung.
Bei kritischen Anwendungen könnte das eine Rolle spielen, hier ist es egal.

Zusätzliche Wärmeleitpaste wird nicht benötigt und würde nur schaden.


Meine nächste Fenix werde ich mit eine SSC-P4 natural-white(4000Kelvin) ausrüsten.

Warm-white(3000K) kommt für mich nicht in Frage, das ist rot-gelbes Licht, ähnlich Glühlämpchen,
während natural-white(4000K) in Richtung Halogenlampe geht.
Cool-white(6500K) ist das übliche bei guten LED-Lampen.



Heinz



BTW: Anfragen wegen Lampen Modding sind zwecklos, ich habe nur wenig Zeit und komme mit meinen eigenen Vorhaben kaum noch voran...:rolleyes:

siwgboeh
13.02.09, 23:49
Da Farnell aber nur an Firmen verkauft,...

Farnell verkauft auch an Studenten, sogar mit 12% Rabatt.

Hiltihome
13.02.09, 23:55
Farnell verkauft auch an Studenten, sogar mit 12% Rabatt.

Gut zu wissen, aber in meinem Alter wäre ich längst Zwangs exmatrikuliert worden....:glgl:



Heinz

Erka
14.02.09, 00:02
Hallo Heinz,

danke für die ausführliche Antwort.
An "Gewalt und zurecht geschliffenen Werkzeugen" sollte es nicht scheitern, eher schon an der Erfahrung und Dosierung ;)
Daher ist es wohl besser ich behalte meine Lampe wie sie ist und sehe mich mal nach einer gebrauchten um, bei der es nicht soo schade wäre. Ich gebe zu dass ich am Abend schon meine Werkstatt nach geeignetem Flachstahl für ein Ausdrehwerkzeug durchforstet habe...
Es ist aber richtig, dass die Pill durch Einsetzen eines passenden Werkzeugs an den zwei runden Vertiefungen gegen den Uhrzeigersinn aus dem Kopf gedreht wird (wenn man des Klebers Herr wird), und danach die LED zugänglich ist?

Grüße
Rainer

Hiltihome
14.02.09, 00:12
Hallo Rainer (Erka),

bei meinen Lampen waren es rechteckige Aussparungen, unmittelbar im äußeren Durchmesser der Pill,
direkt an das Innengewinde des Head angrenzend.

Sollten da weitere runde Öffnungen auf kleinerem Durchmesser sein, dann bitte keinesfalls dort ansetzen,
sonst scherst du den Treiber ab.


Falls du Bilder machen kannst, dann zeige sie uns.



Heinz

Erka
14.02.09, 01:57
Meine Taten strafen meine vernünftigen Worte von oben Lügen: ich konnte doch nicht widerstehen und habe die Pill soeben rausgeschraubt.
...Sollten da weitere runde Öffnungen auf kleinerem Durchmesser sein, dann bitte keinesfalls dort ansetzen, sonst scherst du den Treiber ab.
Das war ein kleiner aber entscheidender Tipp!
Bilder kann ich gerne nachreichen wenn die Kamera / ich das hinbekomme. Wobei deine Beschreibung eindeutig ist.
Die Pill ging leicht raus, ich habe eigentlich nur probeweise um den richtigen Sitz des angefertigten "Schlüssels" zu testen mit den Fingern gedreht, den Kopf dabei in der anderen Hand gehalten.
So, nun kann ich das Lämpchen entweder wieder zusammenschrauben, oder weitermachen... :haemisch:
Wärst du Heinz, oder ein anderer hier, bereit mir bei Bedarf virtuell weiter zur Seite zu stehen?

Grüße
Rainer

Rantanplan
14.02.09, 01:58
Gut zu wissen, aber in meinem Alter wäre ich längst Zwangs exmatrikuliert worden....:glgl:

Nein, das wäre kein Thema, solange du die Studiengebühren zahlst ... nach der Regelstudienzeit wird dann irgendwann ein Seniorenzuschlag (=Langzeitstudiengebühr :D) aufgeschlagen, aber prinzipiell kannst du lebenslang Student bleiben, solange du jedenfalls zahlst ... rechnet sich heutzutage aber leider nicht mehr :glgl:


[...]
Es ist aber richtig, dass die Pill durch Einsetzen eines passenden Werkzeugs an den zwei runden Vertiefungen gegen den Uhrzeigersinn aus dem Kopf gedreht wird (wenn man des Klebers Herr wird), und danach die LED zugänglich ist?


Ja, wie Heinz schon meinte ... wenn man in den Kopf (aus Sicht der Batterie ;)) hereinschaut, müsste innen die Platine sein und außen also dazwischen, direkt an der Kopfwand, eine Metallring, der zwei kleine Aussparungen (auf 180°) hat. Der eigentliche Lampenkopf besteht aus mehreren Teilen ... einmal das Aussengehäuse, dann die sogenannte "Pill" als Hohlkörper, auf der die LED sitzt und in die der Treiber eingepresst ist, und der Reflektor, welcher ebenfalls wie die Pill auch in das Innengewinde des Lampenkopfes eingeschraubt ist.

Problematisch ist halt, die "Pill" (=Innenkörper mit LED und Treiber) aus dem Aussengehäuse herauszudrehen. Beim Modding meiner ersten L1P hatte ich keine perfekten Werkzeuge, so dass die "Aussparungen" bald ausgenudelt waren. Einzige Möglichkeit war dann, per Dremel und Bohrer neue Ansatzpunkte anzubringen. Leider ging das damals schief und schwupps hatte ich damals nicht nur neue Vertiefungen in der Pill, sondern auch gleich ein Loch im vergleichweise dünnen Aussengehäuse.

Die Verklebung kann je nach Exemplar auch verschieden hartnäckig sein ... die Kernaufgabe besteht darin, maximales Drehmoment auf die Pill zu bringen ohne sie zu beschädigen (=Werkzeugfrage) und den Widerstand der Verklebung zu brechen, wobei ggf. Hitze hilfreich sein kann.

Wenn die Pill erstmal draussen ist, dann ist es geschafft ... neue LED, neuer Treiber, freie Wahl :D

P.S: Eine meine meistgebrauchten Lampen "zuhause" ist eine L1T mit Seoul P4 und RV7/DX7880-Treiber. Die damals beschädigte L1P hat von einer DX-Billiglampe ein zufällig exakt passendes neues Aussengehäuse geerbt und lebt auch noch :D

Erka
14.02.09, 02:09
Jetzt haben sich unsere posts gerade überschnitten ;)
...Wenn die Pill erstmal draussen ist, dann ist es geschafft ... neue LED, neuer Treiber, freie Wahl
Das klingt eindeutig nach Weitermachen!
Hm, neuer Treiber, eigentlich hätte mir ein angenehmeres Licht ja schon gereicht... hat mit diesem Treiber die "Kopf fest / locker - Schaltung" dann noch eine Funktion, oder wird dann nur über den Endkappenschalter umgeschaltet?
Die bisherigen Funktionen und die gute Treiberauslegung in Bezug auf die Laufzeit bei low gefallen mir eigentlich, nur ein "loweres" low wäre noch ganz nett...

Ich seh gerade bei DX (http://www.dealextreme.com/details.dx/sku.7880) dass dort steht "Only powered by 1 x AA 1.2/1.5V battery". Dann dürfte das eh hinfällig sein.

Alles was ich noch an Material bräuchte wäre dann z.B.:
Diese SSC-P4 (http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Seoul/-3.5W-Seoul-LEDs/Seoul-3.5W-Emitter--P4-Version--LT-1141_121_78.html) in neutral white,
den Artic Silver 2K-Kleber (http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Seoul/-3.5W-Seoul-LEDs/Waermeleitkleber-Arctic-Silver-LT-775_121_78.html) (damit ichs im selben Shop bestellen kann)
und ein passendes Kupfer- oder Aluplättchen zum unterlegen. Korrekt?

Grüße
Rainer

Rantanplan
14.02.09, 14:17
Ja, ein neuer Treiber ist eigentlich nicht nötig ... die Treiber von Fenix sind schon sehr gut, und der Moduswechsel über die Kopfdrehung würde bei allen anderen Treibern auch entfallen. Erstmal reicht eine neue LED, das sollte schon eine Menge bringen ;) ...

Ich hatte den "RV7-Treiber (ähnlich dem 7880, allerdings nur mit 3 Leuchtstufen) nur verbaut, weil der bei entsprechend niederohmigen Akku sehr viel Wumms hat ... quasi LiIon-Power mit einer AA. Die zig Modi der DX-Variante 7880 nerven aber tierisch und die einzige Alternative ist ein Umbau auf "Single-Mode", was IIRC durch eine Lötbrücke machbar war. Die Version von RV7 gibt es leider nicht mehr, höchstens noch gebraucht.

Ja, eigentlich müsstest du alles zusammen haben ... nur daran denken, dass der Boden des Emitters elektrisch vom Kühlkörper isoliert ist.

Erka
14.02.09, 15:34
Ich habe nochmal ein Photo des Kopfes gemacht. Rot sind die beiden Vertiefungen an denen man NICHT drehen sollte, die grünen Kreise markieren die Stellen an denen man ansetzen muss.
Die Pill ist auf dem Photo schon weitgehend rausgeschraubt und sitzt normalerweise tiefer im Kopf.

http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1000/medium/L1T-L2T_Kopf-01.jpg

Hier der passende "Ausdrehschlüssel", in Damast hatte ich leider gerade kein Stück passender Stärke (2mm) da ;)
Die Breite an den beiden "Nasen" beträgt ganz knapp 18 mm. Da die Nasen sehr dünn sind um in die Aussparung zu passen wollte ich das Werkzeug eigentlich noch härten. Da der Stahl war vorher bereits gehärtet war und von mir nur rasch zur Bearbeitung mit der Lötlampe einmal geglüht wurde, hat die verbleibende Härte für meine Lampenkopf gut gereicht.

http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1000/medium/L1T-L2T_Werkzeug.jpg

Nach Entfernen der Pill sieht man auf den Reflektor, der wieder andere Vertiefungen hätte um ihn rauszuschrauben (was ich nicht vorhabe).

http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1000/medium/L1T-L2T_Reflektor.jpg


... nur daran denken, dass der Boden des Emitters elektrisch vom Kühlkörper isoliert ist.
Das wäre dann die Serrano-Methode. Ich nehme an übliche Trennfolien vom Käsekauf funktionieren auch, evtl. auch Backpapier?

Zum weiteren Vorgehen:
- Entlöten der alten LED an den beiden Füßchen. Das sollte mit einer federgespannten Lot-Absaugpumpe gehen, oder?
- dann muss die alte LED vermutlich mechanisch abgehebelt werden. Irgendwas besonderes zu beachten?
- vorbereiten der neuen LED mit einer dünnen Schicht Wärmeleitkleber
- vorbereiten des Zwischenplättchens: Reicht es von 0,6 mm ausgehend den Kopf probeweise zusammenzubauen und durch Blick in den Reflektor zu prüfen, ob er gleichmäßig "gelb" erscheint?
- Anbringen der neuen LED:
- Polarität? Ich habe hier (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=371316&postcount=10) gelesen, dass die SSC P4 entgegengesetzt gepolt ist. Deute ich Heinz' Bild im ersten Post richtig, dass das u-förmige Fähnchen der P4 zwischen schwarzem und grünem Draht stehen muss, oder soll ich vorher messen wo + und - ist?
- Erst kleben, dann löten, oder umgekehrt, oder beides auf einmal ??
- Löten: SSC gibt im Datenblatt bei Handlötung max. 280°C an. Haltet ihr euch daran (kommt mir so niedrig vor, wenns schnell gehen soll - bin aber kein großer Löter)?
- Zuerst die Anschlusskontakte mit Lot benetzen.
- Bringt es was, die LED durch einen angefeuchteten Papiertuchstreifen o.ä. zu kühlen?

Sorry für die vielen neuen Fragen, aber es hilft sicher auch Anderen beim ersten Mod :)

Grüße
Rainer

Rantanplan
14.02.09, 17:07
[...]
Hier der passende "Ausdrehschlüssel", in Damast hatte ich leider gerade kein Stück passender Stärke (2mm) da ;)
Die Breite an den beiden "Nasen" beträgt ganz knapp 18 mm. Da die Nasen sehr dünn sind um in die Aussparung zu passen wollte ich das Werkzeug eigentlich noch härten. Da der Stahl war vorher bereits gehärtet war und von mir nur rasch zur Bearbeitung mit der Lötlampe einmal geglüht wurde, hat die verbleibende Härte für meine Lampenkopf gut gereicht.


Das richtige Werkzeug zu haben, ist viel wert ... es sich auch bei Bedarf mal schnell selbst herstellen zu können, natürlich noch besser. :super:


[...]
Das wäre dann die Serrano-Methode. Ich nehme an übliche Trennfolien vom Käsekauf funktionieren auch, evtl. auch Backpapier?

Zum weiteren Vorgehen:
- Entlöten der alten LED an den beiden Füßchen. Das sollte mit einer federgespannten Lot-Absaugpumpe gehen, oder?
- dann muss die alte LED vermutlich mechanisch abgehebelt werden. Irgendwas besonderes zu beachten?

Nein, eigentlich nicht. Man sollte vllt. drauf achten, dass die Anschlusslitzen nicht zu heiss werden. Üblicherweise ist das leider kein Silikonkabel, daher nimmt die Isolierung zu viel Hitze schnell mal "krumm" ... und zum Anlöten neuer Litzen müsste man erst den Treiber entfernen. Die alte LED wird ja wahrscheinlich eh nicht mehr weiterverwendet werden, daher muss man beim Entfernen nicht so zimperlich sein.

Zum Entfernen der LED gibt es verschiedene Methoden: Am Besten ist, wenn man mit einem scharfen Gegenstand, z.B. einer Cutterklinge, zwischen Kühlkörper und LED-Boden kommt und diese dann abhebelt. Geht die Kraft gegen das (schwarze) LED-Gehäuse (gilt für Luxeons als auch Seoul P4s), besteht bei einer starken Verklebung die Gefahr, dass die LED sich zerlegt und der interne Heatsink der LED kleben bleibt. Diesen abzubekommen, ist immer etwas nervig, weil man mit einer Zange null Chancen hat. Achja, eine klassisch "destruktive" Methode ist auch noch der "Hammer & Meißel"-Ansatz. Flach-Schraubendreher tief an der LED knapp über dem Kühlkörper ansetzen und dann einen kraftvollen Schlag drauf ... funktionierte manchmal recht gut. Kommt immer auf die Verklebung an :D


- vorbereiten der neuen LED mit einer dünnen Schicht Wärmeleitkleber
- vorbereiten des Zwischenplättchens: Reicht es von 0,6 mm ausgehend den Kopf probeweise zusammenzubauen und durch Blick in den Reflektor zu prüfen, ob er gleichmäßig "gelb" erscheint?
- Anbringen der neuen LED:
- Polarität? Ich habe hier (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=371316&postcount=10) gelesen, dass die SSC P4 entgegengesetzt gepolt ist. Deute ich Heinz' Bild im ersten Post richtig, dass das u-förmige Fähnchen der P4 zwischen schwarzem und grünem Draht stehen muss, oder soll ich vorher messen wo + und - ist?
- Erst kleben, dann löten, oder umgekehrt, oder beides auf einmal ??


Ich hab die "Serrano-Methode" bisher nie verwendet. Ich habe immer etwas mehr Wärmeleitkleber genommen und dann versucht, per Durchleitungs-Test des Multimeters und etwas "Gefühl" eine möglichst dünne, aber dennoch isolierende Dicke zu erreichen ... probier aber ruhig die "Serrano-Methode" aus. Denke mal, die Folie muss nur aus entsprechend abweisenden Material sein, damit der WLK nicht dran klebt. Also erst das Isolier"plättchen" herstellen und dann für den Einbau noch etwas zum Kleben zusammenmixen (=Zweikomponentenkleber!).

Polarität ... anhand von Markierungen kann man das ja eigentlich rausfinden. Ich bin aber öfters mal zu faul für die Datenblattrecherche, daher teste ich es per Labornetzteil. Geringe Spannung, also z.B. max. 3V, einstellen und dann probieren. Bei so niedrigen Spannungen macht eine Verpolung den LEDs normalerweise nichts aus.

Bei einer Seoul P4 würde ich erst kleben und dann löten. Bei einem Cree XR-E Emitter sieht die Sache schon anders aus, da dessen winzige Anschlusspads im montieren Zustand aufgrund der Wärmeableitung "bescheiden" zu löten sind. Die Anschluss"beinchen" der Seoul P4 gehen eigentlich einfach zu löten.



- Löten: SSC gibt im Datenblatt bei Handlötung max. 280°C an. Haltet ihr euch daran (kommt mir so niedrig vor, wenns schnell gehen soll - bin aber kein großer Löter)?
- Zuerst die Anschlusskontakte mit Lot benetzen.
- Bringt es was, die LED durch einen angefeuchteten Papiertuchstreifen o.ä. zu kühlen?


Das mit der Temperatur sehe ich nicht so eng ... hab meistens auch mind. 320°C am Lötkolben eingestellt. Solange man halbwegs schnell lötet und nicht zulange "rumbrutzelt", ist das eigentlich kein Thema. Praktisch beim Löten ist immer eine sog. dritte Hand, also etwas zum Fixieren/Halten von Teilen. Also Anschlusslitze in richtiger Position auf dem LED-Anschluss positionieren, Lötkolben darauf ansetzen und dann Lot zugeben. Als Privatbastler darf man ja noch das gute "verbleite" Lot verwenden :D.

Viel Spass beim Basteln :D ...

Hiltihome
14.02.09, 23:49
Hallo Rainer (Erka),

der Kraftakt ist geschafft, jetzt geht es an die Feinheiten.


Zunächst spannst du die Pill in einen Schraubstock mit Gummibacken, damit du daran sicher arbeiten kannst.

Die Anschlüsse des Emitters werden entlötet, was mit Pumpe, oder Entlötlitze geht.
Dann beide Anschlüsse der LED erneut mit dem Lötkolben erwärmen und die Füße von der Leiterplatte abheben.

Die LED sollte möglichst am Stück entfernt werden und nicht brechen, sonst hast du ein Problem, wenn der Slug (Metallboden) auf der Pill bleibt.

Die LED darf nicht abgehebelt werden, sonst bricht das Gehäuse garantiert. Papercutter geht hier nicht, da das Gehäuse der LED in einer Vertiefung sitzt.

Ein wohl dosierter, seitlicher Schlag mit einem Durchschlag, oder einem sonstigen stumpfen Werkzeug, ist geeignet
den Emitter zu lösen.

Jetzt muss die Pill von Klebstoffresten gereinigt werden. Schaber aus Kunststoff, oder Holz sind dazu geeignet, Metall würde das Messing zerkratzen.
Letzte Reset entferne ich mit einem Glashaarradierer.


Jetzt kommt das Distanzblättchen ins Spiel. Etwa 0,6mm Stärke und 7mm Durchmesser sind richtig.
Ideal wäre ein Laser geschnittenes Blättchen aus einseitig eloxiertem Alu, dann könnte man auf die Serranoschinken Methode verzichten, wenn das Eloxal zum Boden der LED zeigt. (Eloxal ist elektrisch nicht leitfähig)

Backpapier eignet sich nicht und Folien vom Käse, da kommt es darauf an, aus welchem Material sie sind und dass sie nicht zu dünn sind.

So wie rantanplan das macht, habe ich es früher auch gemacht, bin aber völlig davon abgekommen.
Die Topfzeit von AA-Epoxy ist nur zwei Minuten und die brauchst du um den Emitter zu zentrieren.
Die Montage nass in nass hat zudem den Nachteil, dass du die Schichtdicke nicht unter Kontrolle hast.

Die Schicht aus AA-Epoxy muss so dünn wie möglich sein, da Wärmeleitkleber in Wirklichkeit ein schlechter thermischer Leiter ist. (achtmal schlechter als Alu)


Den Reflektor würde ich heraus schrauben und als Zentrierhilfe verwenden. Außerdem prüfst du damit, ob die Dicke des Blättchens passt, ohne, dass der Reflektor auf das Gehäuse der LED drückt. Dies wird gemacht, bevor verklebt wird.
Ach und die Anschüsse sollten etwas hoch gebogen werden, damit sie nicht die Lötflächen berühren und den Emittern anlüpfen, währen der Kleber trocknet.
Die Lötflächen sollten, aus dem selben Grund, mit Entlötlitze von überschüssigem Zinn befreit werden


Anlöten der Anschlüsse erfolgt, wenn der Kleber ausgehärtet ist. Ich bevorzuge 350° und kurze Lötzeit.
Die Anschlüsse müssen noch etwas gekürzt werden, am Besten vor der Verklebung, damit sie nicht das Messing der Pill berühren.

Vor dem Anlöten solltest du noch messen, dass kein Kontakt von plus, oder minus der LED zur Pill besteht, sonst raucht es...

Das Fähnchen mit dem U darin markiert die Seite mit dem minus Anschluss und kommt Richtung Lötfläche an der die schwarze Litze angelötet ist.


Ich hoffe nichts vergessen zu haben, aber die Anleitung ist auch nicht für DAUs gedacht, sondern für Hobbyisten, die mit Verstand bei der Sache sind.

Rainer, nachdem ich dein Ausdrehwerkzeug gesehen habe, bin ich überzeugt, dass du das locker schaffst...
und selten bleibt es bei einem Mod....:hehe:



Heinz

Erka
15.02.09, 20:10
Dank eures Inputs fühlte ich mich sicher genug, um den point of no return zu überschreiten. Die alte LED ist jetzt draußen, wird aber definitiv nie mehr leuchten :D
Zum Lösen der Füßchen hat meine Plastik-Entlötpumpe gereicht, um die verbleibenden Lotbollen zu entfernen muss ich mir noch Entlötlitze besorgen. Wie vorgeschlagen habe ich dann mit einem dünnen Durchschlag versucht die LED zu lösen, mit zunehmend kräftigeren Schlägen. Erst hat sich das schwarze Plastikgehäuse verformt, dann der Dom verabschiedet, und nach diversen Kleinteilen hat sich der Rest freundlicherweise im Ganzen abgelöst. Da sehe ich noch "Optimierungspotential", ich ziehe vor jedem den Hut, der den Ausbau zerstörungsfrei schafft.
Alu eloxiert habe ich ein Stück in 0,9 mm da, ich werde dann versuchen ob ich das gleichmäßig dünner schleifen kann. Das alles ist doch etwas kleiner und fummeliger als beim Messerbau ;)

SSC P4 neutral white und Artic Silver sind bestellt, ich melde mich dann wieder - entweder mit einer Vollzugsmeldung oder mit neuen Fragen.

Grüße
Rainer

Erka
16.02.09, 18:40
Sorry, jetzt bin ich doch noch mal "vorzeitig" mit Fragen da:

Wenn ich ein eloxiertes Zwischenplättchen verwende, kann ich die Kleberschicht ja so dünn wie möglich machen. Ist es bei der Verklebung der LED sinnvoll, den Emitter am Rand mittels eines Röhrchens (Innendurchmesser 6mm) anzudrücken und dieses mit einigen cent-Stücken o.ä. leicht zu beschweren? Der Emitter bietet ja kaum Platz um ihn irgendwo anzufassen geschweige denn zu drücken.

Heinz hat oben klar beschrieben, wie die LED einzulöten ist. Verlasst ihr euch darauf, dass die Drahtfarben immer stimmen, oder sollte ich vorsichtshalber vorher messen?
Wenn ja: Dem Treiber kann es nicht schaden, wenn keine LED angeschlossen ist? Dort wo das Messgerät "Minus" anzeigt, die Seite mit dem U anlöten?

Kann ich durch die Dicke der Zwischenplatte in Maßen regulieren, wie ausgeprägt der Hotspot bzw. wie gut der Sidespill ist? Oder gibt es nur gut / schlecht justiert, da die Art des Beams vom Reflektor abhängt? Ausprobieren geht ja kaum, so dass mir eigentlich nur der prüfende Blick in den Reflektor bleibt.

Ja Heinz, ich könnte schon vorstellen dass es nicht die letzte Lampe war...
Wenn' schief geht muss ich es nochmal versuchen, und wenn alles klappt dann erst recht :D

Grüße Rainer

Rantanplan
16.02.09, 23:39
Den Emitter braucht man nicht groß anzudrücken ... einfach mit den Fingern etwas (bevorzugt auf das Gehäuse) draufdrücken und dabei evtl. noch etwas kreisförmig bewegen, damit überflüssige WLK zu den Seiten herausgedrückt wird.

Achja, einen Boost-Treiber, also einen der die Batteriespannung "hochtransformiert", niemals ohne Last (=LED) betreiben. Die meisten Treiber zerlegt dadurch sofort, da der Treiber versucht, die Spannung immer höher zu prügeln, da ja am Messshunt nicht "genügend" Strom fliesst. Nur wenige (teure DIY-)Treiber haben einen Schutz dagegen ...

Hiltihome
16.02.09, 23:57
Hallo Rainer,

keinesfalls darfst du den Treiber ohne angeschlossene LED betreiben, sprich die Lampe mit eingelegter Batterie einschalten.

Fast alle Treiber reagieren darauf mit Rauchzeichen, oder sind einfach still defekt.

Nur die Treiber mit linear Reglern 7135 und wenige High-End Treiber sind leerlauffest.


Wenn du den Farben der Litzen nicht traust, kannst du messen.
Schwarz ist immer minus und mit der Pill elektrisch verbunden.
Die Treiber mit 7135 Reglern machen hier ein Ausnahme, aber die werden bei Fenix nicht verbaut.

Tatsächlich hatte ich mal eine Billiglampe, bei der die Farben vertauscht waren, aber bei der Fenix ist das extrem unwahrscheinlich.


Wenn du ein eloxiertes Distanzblättchen verwendest, kann die Serrano-Schinken Methode entfallen, die Schicht aus Epoxy wird dann nur halb so dick.

Über die Stärke des Blättchens lässt sich, in geringem Umfang, der Durchmesser des Hotspots und der Korona beeinflussen.
Der Spillbeam wird praktisch nur vom Reflektor bestimmt.

Bei einem kleinen Reflektor lohnt es sich nicht hier viel Aufwand zu treiben, die Unterschiede sind minimal.


Meine Empfehlung:
Schleife das Blättchen auf 0,5mm herunter.
Sollte wieder erwarten der Beam nicht stimmig sein, kannst du immer noch den Rand des Reflektors um 1-2 Zehntel abschleifen...


Beim Einsetzen des Blättchen kommt ein kleiner Tropfen Epoxy auf die Pill, nicht mehr als ein Streichholzkopf.
Das Epoxy darf nicht verstrichen werden, sondern das Blättchen wird aufgesetzt und unter Druck angerieben, bis sich mechanischer Kontakt spüren lässt.
Genauso geht es mit dem Emitter. Unter leicht kreisenden Bewegungen mit Druck anpressen...
Dabei verwende ich keine Werkzeuge, sondern die Fingernägel.

Eine maßgefertigtes Werkzeug und die Pill im Dreibackenfutter, ist sicher die Krönung, aber es geht auch zu Fuß ganz gut.

Ist der Emitter erst mal angedrückt, braucht es keine Gewichte, falls die Pill waagrecht eingespannt ist.



Heinz

Erka
17.02.09, 23:48
Yeah, es leuchtet! :D
Nachdem heute Kleber und LED (neutral white ohne nähere Binningangabe) kamen, hat's mich nicht mehr gehalten.
Das Plättchen hatte ich vorher bereits auf gut 0,5 runtergeschliffen (Sträflingsarbeit) und dann nochmal einige hunderstel dünner gemacht. Ich bin mir nicht sicher, ob der Reflektor nicht immer noch leicht das LED-Gehäuse berührt, viel Druck kann aber nicht mehr drauf sein.
Anders als vorgesehen habe ich Plättchen und Emitter nicht in zwei Schritten verklebt, da ich mir die Oberseite des Plättchens ziemlich mit Artic Silver vollgesaut habe. Ich hatte Angst dass die Klebespuren für einen zu großen Abstand zwischen Emitter und Zwischenplättchen sorgen, wenn der Kleber so aushärtet. Beim nächsten mal nehme ich weniger Kleber für's Plättchen ;)
Besonders toll zentriert ist die LED nicht, beim einpassen sah es noch besser aus. Den Beam stört es zumindest nicht.
Deutlich heller ist die Lampe nicht, aber mit einer wunderbaren Lichtfarbe.
Sollte ich halbwegs vernünftige Bilder zustande bringen zeige ich sie natürlich noch, aber mangels manueller Einstellmöglichkeiten an der Kamera ist das schwierig. Die Lichtfarbe kann man m.E. auf Bildern eh kaum richtig wiedergeben; entweder die eine LED wirkt zu blau oder die andere zu gelb.

Nochmal ein herzliches Dankeschön an alle deren posts mir geholfen haben, besonders Heinz und Rantanplan! :super:

Glückliche Grüße
Rainer

Hiltihome
17.02.09, 23:55
Willkommen im Club der Modder....:super:

Jetzt geht es ab, viel Spass und Erfolg.:teuflisch


Heinz

Erka
18.02.09, 21:19
Um Abschätzen zu können, wie sich die neue LED auf die Laufzeit auswirkt habe ich mal den Strom an der Tailcap gemessen. So richtig konsistent waren die Messwerte nicht, aber ein Trend zeigt sich:

Mit 2 frisch geladenen Eneloops zieht die SSC P4 im low-Modus (147 mA) gut 10% mehr als die Luxeon (132 mA), im high-Modus sind es mit 0,71A zu 0,57A rund 25% mehr.
In der L1T-Version hat die P4 interessanterweise sowohl auf low als auch auf high geringfügig weniger Strom entnommen (- 5%). (P4: 300 mA / 0,85 A) :confused:

Wenn Interesse besteht kann ich noch ein paar Bilder hier einfügen (oder in einem neuen Thread, da ich Hiltihomes ursprünglichen Beitrag nicht zumüllen will).

Grüße
Rainer

Erka
22.02.09, 00:29
Hier noch ein paar Bilder vom Umbau:

Erstmal die Pill mit der neuen P4-LED (ich weiß dass die LED besch...en zentiert ist...)
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1000/L1T-L2T_SSC-P4-02_400.JPG http://messerforum.net/fotoalbum/data/1000/L1T-L2T_SSC-P4-03_400.JPG

"Beamshots" aus ca. 70 cm an die Wand. Links ist immer die alte Luxeon LED in L2T, rechts die neu Seoul P4 in L2T.
Die Aufnahmen sind alle auf "low" gemacht, laut Fenix sollten beide Lampen (L1T, L2T) original auf low ca. 10 Lumen haben. Die Exif-Daten habe ich bei runterskalieren verloren, Weißabgleich müsste einmal manuell und zweimal automatisch gewesen sein. Es ist imho aber auch fast wurscht, denn die "empfundenen" Farben werden so oder so nicht richtig wiedergegeben.
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1000/Lux-li_SSC-P4-re_Beam-01_600.JPG http://messerforum.net/fotoalbum/data/1000/Lux-li_SSC-P4-re_Beam-03_600.JPG http://messerforum.net/fotoalbum/data/1000/Lux-li_SSC-P4-re_Beam-02_600.JPG

Hier noch ein Versuch, beim Blick auf das Kellergerümpel die Farben annähernd so zu zeigen wie ich sie empfinde:
Original Luxeon links, P4 rechts:
(Beide Fotos ISO 200, Blende 4, Blendenkorrektur -1, Belichtung 0,33 s, Weißabgleich auf "Glübirne")
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1000/Lux-li_SSC-P4-re_800.JPG

P4 links, original Luxeon rechts
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1000/SSC-P4-li_Lux-re_800.JPG

Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt kann ich die Bilder gerne durch bessere / aussagekräftigere Bilder ersetzen.
Noch als Ergänzung, weil ich weiter oben geschrieben hatte "deutlich heller ist sie nicht": Heller ist die Lampe mit P4 schon, es ist nur kein Riesenunterschied. Ein Riesenunterschied ist allerdings die Lichtfarbe, und allein schon dafür war's mir den Umbau wert! Ich hab meine L2T jetzt wieder richtig lieb :p

Grüße
Rainer

P.S.: Das Binning der neutral white P4 ist "S2SS0I", also
S2: Luminous Flux typ. = 60 - 70 lm
SS0: Color Bins: Bereich SS0, Farbtemp.: ~3985 K
I: Forward Voltage Bin: I = 3.25 ~ 3.50 V

Erka
23.02.09, 19:31
So nun habe ich die zweite Lampe die ich mit P4 modden will, und das Anfängerglück hat mich verlassen - ich bekomme die Pill nicht raus. Was beim ersten Kopf zuwenig an Kleber drin war, haben die Jungs bei Fenix hier wohl nachgeholt.
Was wirkt bei diesen Lampen besser: Kälte, Hitze, unbekannte kosmische Strahlen? Wenn Hitze: wieviel Grad verträgt das Innenleben (ich würde die Lampe im relativ genauen Backofen erwärmen)? 80° waren zu wenig...
Ich hoffe ihr habt noch Tipps für mich.

Grüße
Rainer

Hiltihome
23.02.09, 22:51
Hallo Rainer,

manche Lampen scheinen verschweißt, auch wenn es nur Kleber ist...


Es gibt einen Thread, der sich mit dem Öffnen von Lampenköpfen beschäftigt:
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=50757

Für dich ist zunächst nur das Spannen des Head von Interesse, da du ein Werkzeug für die Pill hast.

Sehr gut funktioniert die Methode von Energie,
http://www.messerforum.net/showpost.php?p=495529&postcount=9
da wird wenig Druck auf das Gewinde ausgeübt wird, aber viel Friktion auf den Head.


Mit Erwärmung habe ich nur wenig positive Erfahrungen gemacht, weil der heiße Head schwer handelbar ist und zudem schnell abkühlt...


Mein Tip ist noch:
Walking the Head:D,
also den Head im Bereich der Verklebung in einen Schraubstock mit Schutzbacken zu spannen und dosiert zu quetschen...,
dabei mehrfach um ~30° drehen und wiederholen...
Manchmal lässt sich so der Kleber brechen.



Heinz



BTW:
Habe hier auch eine L2T, die "verschweißt" scheint und muss selbst ran.:hmpf:

321
23.02.09, 23:15
Ich habe gute Erfahrung mit ab in Plastikbeutel und dann für einige Zeit in die Gefriertruhe gemacht.
Der Kleber wird spröde und "bricht".
Kommt natürlich auf den Kleber drauf an, aber bei Wärmeleitkleber hat es bisher immer geholfen.

Erka
24.02.09, 15:50
An besagtem Kopf bin ich letztlich gescheitert. In diesem Fall haben weder Einfrieren, Backofen bei 100°C, noch "Walking the head" (im Schraubstock "mit Gefühl" rundum vorsichtig quetschen) geholfen, am Ende hat das Messing der Pill nachgegeben. Wenigstens hat mein Ausdrehwerkzeug gehalten - das hätte mich sonst noch mehr geärgert.
Daher habe ich Hiltihomes Rat befolgt und akzeptiert, dass nicht jeder Kopf aufgehen will - bevor ich ihn ganz ruiniere.
Einen weitere Kopf hatte ich zum Glück noch da, der sich wieder ohne jede Gewaltanwendung öffnen ließ. So kam auch meine Frau noch zur versprochenen Geburtstagslampe ;)
Die alte LED ging auch diesmal nur zerstörend ab, dafür ist die P4 (wieder mit Zwischenplättchen knapp 0,5 mm) nun ordentlich zentriert :D
Farbton und Beam sind exakt wie bei der ersten Lampe mit SSC P4 - wunderbar.
War die Pill nur schwach verklebt und lässt sich sie sehr leicht reinschrauben, kann man - wenn man Angst hat dass die sich im Gebrauch lockert - den Kopf wieder etwas festkleben. Schraubensicherung scheint nicht immer auszuhärten, ich würde ersatzweise ein kleines (!) Tröpfchen Nagellack mit einem Zahnstocher weit vorne am Gewinde (also Nähe Reflektor) auf das Innengewindes des Kopfes geben.

Viele Grüße
Rainer

kato
05.04.09, 23:47
Hallo an alle !

wo bekommt man in D die Seoul-SSC-P4 LED und ist das noch die BESTE Wahl ? (es soll HELL sein)

Kopf öffnen:

Habe irgendwo mal was von so "Schlüssel" wie Ölfilterschlüssel gelesen. Kann mir jemand sagen wo es die gibt und wie die heisen ?

Minifahrer
16.05.09, 13:01
Hab hier auch noch eine L2T rumfliegen und wollte die etwas aufpeppen. Aus einer anderen Lampe (Trustfire Tr-801) ist ein Q5 Emitter übrig geblieben. In Verbindung mit einem anderen Treiber (DX-sku.10084, nur ohne die obere Platine) der etwas mehr Dampf bringt, kommt für die L2T der zweite Frühling :steirer:
Da das Öffnen des Kopfes nicht so einfach ist und ich daher nicht weiss wieviel Platz im Kopf ist, wollte ich vorher einfach mal die Frage in die Runde werfen, ob das Ganze Vorhaben überhaupt möglich ist.

[EDIT:]
Geht nicht, da die LED gar nicht passt! Mensch, wohl Tomaten auf den Augen...
Dann werde ich wohl auch den P4 Mod anstreben.