Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : berliner Innensenator Körting für ein generelles Messerverbot
Siehe hier (http://www.tagesspiegel.de/berlin/Waffen-Messer-Koerting;art270,2321815).
Ich frage mich, was für Pilze solche Leute rauchen? :mad:
Schönes Wochenende!
Frank
polaris1977
15.06.07, 09:02
Zum Glück hängt die Hamburger Initiative erstmal fest, da Bundesregierung/Bundestag der Meinung sind, daß die Länder sowas jetzt schon dürften, wenn sie denn wollten. Die trauen sich im Bund offenbar selber an das Thema nicht ran, und der Hambuger Senat wiederum beharrt offiziell auf der Position, daß der Bund erst Vorraussetzungen schaffen muß. Die sind offenbar auch nicht daran interessiert, sich vor der Wahl im nächsten Februar mit Fragen der praktischen Umsetzung eines solchen Verbotes auseinanderzusetzen ...
Beruhigend sind die differenzierten Kommentare der Mehrzahl der Leser, der Seitenhieb 'Angriff mit Schere -> Messerverbot?' ist besonders bezeichnend.
Munter bleiben,
Tobse!
P.S.: Ist nicht Pilze rauchen auch verboten? Da verweise ich gern auf dieses kompetente Interview:
http://www.youtube.com/watch?v=Pux4OC03ewA
...dieses kompetente Interview:
Da fällt mir nur eins zu ein: "Fly british - die british" :steirer:
Wem von beiden fiel es wohl schwerer, ernst zu bleiben ? :lach:
Gibt es einen solchen Auftritt einer Kompentenzperson auch in Bezug auf Messer ?
Gruß Andreas
Ist nicht Pilze rauchen auch verboten?
Nur in öffentlichen Gebäuden! ;)
Bis denne!
Frank
gast31082009
15.06.07, 09:47
Zitat aus dem kompetenten Beitrag:
Die meisten Messer sind jetzt schon verboten(:confused:). Untersagt man das Mitführen jeglicher Messer, so wäre auch der Kauf neuen Essbestecks nicht erlaubt. :D
-------------------------------------------------------------------
Die rauchen nicht nur verkehrtes, die spinnen auch alle nicht schlecht, oder?
Stefan
Natürlich kümmert sich Herr G. auch um das Thema Waffen:
http://www.youtube.com/watch?v=1gr04EotJ44&mode=related&search=
Munter bleiben,
Tobse
polaris1977
15.06.07, 16:23
Nur in öffentlichen Gebäuden! ;)
Warte es nur ab ... die Bundesdrogenbeauftragte hat ja schon angekündigt, daß man sich u.a. wegen Pilzkonsum um Wasserpfeifen kümmern wolle, wenn man mit den normalen Tabakrauchern fertig ist ...
Warte es nur ab ... die Bundesdrogenbeauftragte hat ja schon angekündigt, daß man sich u.a. wegen Pilzkonsum um Wasserpfeifen kümmern wolle, wenn man mit den normalen Tabakrauchern fertig ist ...
Na da bin ich ja mal gespannt. Ich hoffe, dass das klappt, das man möglichst bald mit den Tabakrauchern fertig ist, bzw Tabak komplett verbietet. Dann wirds richtig spassig; dann merkt man vielleicht, dass man die ganzen Zeit am Ast gesägt hat, auf dem man selber sitzt.
Was den Messer-Artikel angeht - da erspar' ich mir lieber weitere Kommentare. Wenn man nix gutes zu sagen hat, kann man auch ruhig die Klappe halten. ;)
Gruss, Keno
Knives don´t kill people,
people kill people
Das hier ist nur Körtings neuester Synapsenunfall. Diese Tour fährt er schon seit geraumer Zeit.
Wenn der Typ nicht so bösartig wäre, könnte man seine Masche durchaus als "running gag" bezeichnen.
Wenn man nix gutes zu sagen hat, kann man auch ruhig die Klappe halten.
Keno,warum denn? Ab & zu ein bißchen Grollen & Wettern tut gut! :steirer:
die Bundesdrogenbeauftragte hat ja schon angekündigt
Mich würde interessieren, wie intensiv sich die Tussi mit der Materie befaßt hat. :confused: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. ;)
Bis denne!
Frank
Keno,warum denn? Ab & zu ein bißchen Grollen & Wettern tut gut! :steirer:
Frank,
ich bezog das nur auf mich ;)
Wenn ich 'nen Euro für jedes Missverständniss bekommen würde, hätte ich in letzter Zeit gut Geld gemacht :hmpf:
Keno
was passiert denn wenn solch ein Gesetz durch kommen würde?
Da bringt man die Jungs doch erst auf die richtigen Gedanken.
Keine Messer? Auch gut, nehmen wir halt etwas anderes!
Man brauch doch bei DICK nur mal bei den Drechseleisen, Beilen,
(Klapp-)Sägen etc. suchen. Gartenwerkzeuge sind auch echt klasse :irre:
Wer Gewalt ausleben will wird das tun, mit oder ohne Messer.
Ich bin schonmal auf die Beamten-Definition des Begriffes "Messer" gespannt. :haemisch:
Das allerschlimmste an der Sache ist für mich aber, dass es auch hier im MF noch Leute geben wird, die das ganze auch noch gut finden.
Sobald die Gesetze durch sind, werden im Nachhinein haufenweise Rechtfertigungen erfunden, warum das doch alles so toll ist und wieso wir aufgrund dieser Gesetze hier so wenig Kriminalität haben (bei Sonnenschein und Kameraüberwachung...). :rolleyes:
Übrigens, früher hätte ich meinen Kommentar selbst als provokativ angesehen, aber ich habe im Inet leider schon unzählige male die Erfahrung machen müssen, dass die Realität so aussieht.
polaris1977
18.06.07, 00:02
Ich bin schonmal auf die Beamten-Definition des Begriffes "Messer" gespannt. :haemisch:´
Bisher geht es in der Hamburger Initiative explizit nur um das Verbot "gefährlicher Messer", auf die behördendeutschen Unterscheidungskrierien zwischen gefährlichen im Vergleich zu ungefährlichen Messern bin ich aber noch gespannter ...
Schnarch...Geht das denn schon wieder los. Semper Idem, irgendwann wird´s nervig Herr Körting.
Anders : Es fält mir zunehmend schwerer diese Art von nicht durchsetzbaren Verbotsgeschwafel ernstzunehmen. Wenn ich mir überlege was die alles schon in Berlin verboten haben : Hält sich einer an den teilweise doch grotesken Schwachsinn : Natürlich nicht.
Um es mit dem Regierenden zu sagen : Und das ist gut so !
Gruß
Stefan
Weiter gehts: Gefunden bei Waffen-Online
RBB-Online
(http://www.rbb-online.de/_/nachrichten/politik/beitrag_jsp/key=news6031921.html)
Berliner Zeitung (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/663144.html)
Bis denne!
Frank
Hier übrigens mal die Gesichter zu den Ideen:
Körting:
http://img259.imageshack.us/img259/1193/cekidodeb2thnb7.jpg
Kleineidam (der, der alle Messerläden in Berlin verbieten lassen will):
http://img259.imageshack.us/img259/5243/020501bv9.jpg
Hören, sehen, verstehen...;)
[...] Körting will beim Waffenrecht die "große Lösung" [...]
Tolle Wortwahl. :super::rolleyes:
Soll er sich so mal auf's Fähnchen schreiben, vielleicht findet er dann noch ein paar mehr Anhänger.
Keno
quasi die endloesung der waffenfrage?
jaja, bei solchen sachen waren die deutschen schon immer marktfuehrer
:irre:
Moonknight
19.06.07, 18:52
zu dem Artikel in der Berliner Zeitung:
Na dann werden doch wohl Küchen und Brotmesser verboten werden, da diese ja laut Bildzeitung besonders häufig von Kriminellen verwendet werden...:irre: Wenn Körtings Spezialgruppe sich drumm kümmert, wird wohl sowas dabei rauskommen...
Und ich bin mit meinem SOG Aritech und Cold Steel Taipan auf der sichern Seite, da die meisten Kriminellen sowat net leisten...:steirer:
Boa, wollen die hier Englische Zustände einführen??? Bye the way, hats in England etwa was genutz?????????????????????????????????
Greetz,
Moonknight
Mephistopheles
19.06.07, 19:09
So ein überflüssiger Sommerloch-Füller hat gerade noch gefehlt....Klopp ich mir halt nen Faustkeil aus Stein, der kommt auch an die Spyder-Edge ran...Welcome to Bedrock...:(
mal abgesehen davon, dass ich mich an ein solches Verbot -selbstverständlich- nicht halten würde (und "zum Glück" alt genug bin und "seriös" genug aussehe, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kontrolle gegen Null geht / die einzige Kontrolle -und das war eine Fahrzeugkontrolle- war in den 80er zu Zeiten der Rasterfahndungen), würde mich mal interessieren, ob es eine Lobby/Organisation gibt, die als Interessenvertetung für "Messerfreunde" geeignet ist? FWR möglicherweise? Aber sind die nicht eigentlich nur für Schützen?
... würde mich mal interessieren, ob es eine Lobby/Organisation gibt, die als Interessenvertetung für "Messerfreunde" geeignet ist? FWR möglicherweise? Aber sind die nicht eigentlich nur für Schützen? ...
Wieso? Dann wuerden sie nicht Forum Waffenrecht, sondern Forum Schützenrecht heißen. Und wenn man Messer als Waffen einstuft (was sie zumindest potenziell sind, selbst wenn sie als Werkzeug genutzt werden, und manche Messertypen sind bauartbedingt sowieso als Waffe eingestuft), sehe ich sehr wohl auch eine gewisse Zuständigkeit. Ich bin zwar aufgrund der Tatsache, dass ich unter Anderem auch Sportschütze bin, im FWR, aber mein 'Messertick' ist sicherlich beim FWR ganz gut aufgehoben.
Und wenn man sich mal das immer wieder mal im Briefkasten liegende Magazin des FWRs aufmerksam durchliest (hab übrigens lang keins mehr im Briefkasten gesehen), sieht man sehr wohl, dass dort nicht nur Waffenrecht mit reinem Schusswaffenbezug behandelt wird, sondern auch der kalte Stahl repräsentiert ist.
-ZiLi-
Aus dem Link auf die "Berliner Zeitung":
Inzwischen haben Messerhersteller bei ihm protestiert
Wer?
Bye the way, hats in England etwa was genutz?
"Verwirren Sie mich nicht mit Fakten!" :hehe: (Quelle: mein Bruder im Geiste Sledge Hammer. Der andere Bruder ist Tackleberry. :D)
Bis denne!
Frank
Wieso? Dann wuerden sie nicht Forum Waffenrecht, sondern Forum Schützenrecht heißen.
...
Und wenn man sich mal das immer wieder mal im Briefkasten liegende Magazin des FWRs aufmerksam durchliest (hab übrigens lang keins mehr im Briefkasten gesehen), sieht man sehr wohl, dass dort nicht nur Waffenrecht mit reinem Schusswaffenbezug behandelt wird, sondern auch der kalte Stahl repräsentiert ist.
-ZiLi-
hast schon Recht mit der "Waffendefinition", ich habe nur auf fwr.de eigentlich ausschließlich Dinge mit Schusswaffenbezug gefunden.
Habe gerade den Mitgliedsantrag ausgefüllt. Gibt's weitere Vorschläge?
Aus dem Link auf die "Berliner Zeitung":
Zitat:
Inzwischen haben Messerhersteller bei ihm protestiert
Wer?
warum sehen das eigentlich die Hersteller - zumindest was für die Öffentlichkeit sichtbar ist - so gelassen?
Wenn man erstmal sein Schnitzel nur noch mit Plastikbesteck (aber abgestumpften bitte) schneiden darf, wer soll dann noch ihre Ware kaufen? Und das betrifft doch sowohl den Einzel-Custom-Edelschmied genauso wie den Großhersteller. Wird Solingen dann zur Geisterstadt?
warum sehen das eigentlich die Hersteller - zumindest was für die Öffentlichkeit sichtbar ist - so gelassen?
*Die* Hersteller gibts nicht. Da macht jeder sein Ding und jeder ist damit beschäftigt, dem Mitbewerber die Augen auszukratzen. Bei den Messermachern ist das Teilweise ähnlich. Und die Gilde - der ich das noch am ehesten zutrauen würde (mal unabhängig davon, ob auf die jemand hören würde oder nicht) - hat ein Marketing und Kommunikationsproblem. Sorry, aber so sehe ich das.
Politiker sind einfach besser organisiert. Konservative umso mehr ;)
Ich hab aber keinen Bock mehr zuzuschauen. Und an das FWR möchte ich mich auch nicht dranhängen, weil da erstens das Messerthema im Schusswaffenwust untergeht, und mir einiges, was im FWR verbreitet wird, auch nicht passt, Sportschütze hin oder her. Mir geht es hier um Messer und nicht um Waffen für alle.
Was ich gerne machen/organisieren würde, wäre eine festes Verfahren. in dem bei entsprechenden Mitteilungen auch Gegendarstellungen von unserer Seite, also dem MF, ganz offiziell an die Vertreter von Politik, Medien, Presse (sprich die Agenturen) verschickt werden. Und zwar professionell, seriös, fachlich und ohne polemisch über das Ziel hinauszuschießen.
Und um die Frage vorwegzunehmen: ob das etwas *bewirkt*, ist da gar keine Frage. Mehr als machen kann man nicht. Und es hilft nichts, sich ans FWR anzuhängen. Die Diskussion hatten wir schon. Alles, was über das hinausgeht, was die dortige Lobby braucht, könnte auch verboten werden. Was schert mich die Welt neben dem Tellerrand.
Langfristig hilft uns keine Waffen- oder Messerdiskussion. Darum gehts nämlich überhaupt nicht. Es geht darum, dass mit indifferenten Ängsten Politik gemacht wird. Mit Ängsten, denen jede Grundlage entbehrt. Und es geht um Folgen, die weder in einem angemessenen Verhältnis zur Situation stehen, noch sachlich überhaupt etwas damit zu tun haben.
Nur: Ganz alleine mache ich das sicher nicht. Hilfe bräuchte ich vor allem von Journalisten, die Kontakt zu den Agenturen haben, Leuten, die ordentlich schreiben können und genügend Hintergrundwissen haben. Und die auch fähig sind, mal Fakten zu suchen und vor allem zu finden ;) und die auch Statistiken lesen können. Und die vor allem kein Problem damit haben, wenn mein Servus unter dem Text steht, weil ich keine Lust habe, jede Verlautbarung erst in basisdemokratischen Entscheidungen abzustimmen. Da wird sonst nämlich nie was draus, oder frühestens nach der nächsten Gesundheitsreform. Was nicht heisst, dass ich Vorschlagsresistent wäre. ;) Wie siehts aus?
Warum sieht das eigentlich das Forum so gelassen? Warten auf Godot? Der kommt nicht.
Pitter
Wie siehts aus?
Warum sieht das eigentlich das Forum so gelassen? Warten auf Godot? Der kommt nicht.
Moin Pitter.
Ich versuche mal ein ehrliche Antwort auf Deine Frage, warum "das Forum" das so gelassen sieht:
Was Herr Körting und Konsorten da von sich geben ist so derart unter Niveau, dass die meisten das schlichtweg für einen Witz halten.
Ich teile allerdings Deine Sorge, dass in der derzeitigen von Panik (Panik vor Terroranschlägen, Panik vor dem Islam, der Russenmafia, Kinderschändern, messerstechenden Klassenkameraden der Tochter usw.) geschwängerten Gesellschaft solch ein Bullshit auf fruchtbaren Boden fällt.
Vor ein paar Jahren war im Sommer jeden Tag ein Busunglück in den Nachrichten. Jetzt sind es Messerstechereien und Gewalt an Lehrern.
Natürlich rauscht auch heute jeden Tag irgendwo in der Republik ein Bus in die Böschung, genau so, wie es schon vor ein paar Jahren täglich Körperverletzungen mit Messern gab.
Ich habe es schon in einem anderen Forum geschrieben.
Da mir mein junger Hund auf den Teppich pinkelt, beschließen Körting & Co, dass in Zukunft per Gesetz Hundehaltern der Teppichbesitz zu untersagen sei.
Die Kausalität erschließt sich mir zwar nicht wirklich, aber man kann damit scheinbar gerade Punkten.
Ich finde Dein Vorhaben nicht nur richtig, sondern auch unterstützenswert und biete Dir die mir mögliche Hilfe an.
Wenn es also etwas zu recherchieren oder eine Statistik auszuwerten gibt, dann immer her damit, so etwas kann ich eigentlich ganz gut.
Mein Problem ist nur gerade, dass ich den Blutstau in meinen Halsadern erst mal wieder auf Normalmaß bringen muss, bevor ich in der Lage bin mich zu dem :glgl::irre::glgl: sachlich in der Öffentlichkeit zu äußern.
Viele Grüße aus der Hölle der Gewalt (Berlin)
chamenos
Goldfinger
20.06.07, 12:51
Ich befürchte, ein "generelles Messerverbot in der Öffentlichkeit" ist näher, als Viele es wahrhaben wollen. Auch die momentan komplizierte Gesetzeslage (siehe Thread Polizeiliche Fehleinschätzungen http://www.messerforum.net/showthread.php?t=44711) könnte mit einem Schlag völlig vereinfacht werden. "Legal reason" mal außen vor, aber Pizza zerlegen oder Verpackungen öffnen, wird da wohl nicht drunter fallen.
Geisteshaltungen a'la "Wenn das Gesetz kommt, kümmere ich mich einfach nicht darum" oder "Wann wird man schon mal von der Polizei kontrolliert?" sind kurzsichtig. Unser Ansehen in der Gesellschaft würde auf das Niveau von Straftätern sinken. Es gab hier auch mal einen Thread, wie andere Menschen auf öffentlich hervorgeholte Messer, reagieren. Das wird vielleicht später einmal als "die gute alte Zeit" bezeichnet werden.
Ich werde überall, wo ich auf Befürworter eines generellen Messerverbots treffe, meinen Standpunkt darstellen, aber für das hier erforderliche Team bin ich nicht der Richtige.
Sollte Geld für die Kriegskasse benötigt werden, sagt Bescheid.
Ich versuche mal ein ehrliche Antwort auf Deine Frage, warum "das Forum" das so gelassen sieht:
Was Herr Körting und Konsorten da von sich geben ist so derart unter Niveau, dass die meisten das schlichtweg für einen Witz halten.
Man soll andere nicht unterschätzen. Klar ist das schlicht dumm. Und ändert genau nichts an der Wirkung und den möglichen folgen. Eine aus Blödheit geborene Bild Schlagzeile macht mehr kaputt, als tausend Intellektuelle über zehn Jahre aufgebaut haben. Kurz, knackig und emotional trifft eben. Da muss man nicht so lange drüber nachdenken und Zeit Vergeuden.
Ich teile allerdings Deine Sorge, dass in der derzeitigen von Panik (Panik vor Terroranschlägen, Panik vor dem Islam, der Russenmafia, Kinderschändern, messerstechenden Klassenkameraden der Tochter usw.) geschwängerten Gesellschaft solch ein Bullshit auf fruchtbaren Boden fällt.
Exakt dieses.
Pitter
Sollte Geld für die Kriegskasse benötigt werden, sagt Bescheid.
Auch dafür ein klares Danke! Daran scheitert vieles, weil nach der Diskutiererei oft seltsamerweise sehr schnell die Luft draussen ist :(
Aber Geld ist erstmal das geringste Problem.
Pitter
...
Warum sieht das eigentlich das Forum so gelassen? Warten auf Godot?
Wirklich entspannt-gelassen sieht es bestimmt keiner, es hat nur noch keiner eine sinnvolle "Vorgehensweise" ausgetüftelt.
Man gibt lieber dumme Sprüche und Kommentare zu diesem Politiker-Schmonz ab, anstatt mal ernsthaft über einen seriösen Weg nachzudenken - vermutlich weil man aus "Erfahrung" und Miterleben davon ausgeht, dass auch seriöse Kommunikation "nach oben" und "in der Tiefe des Raums" grundsätzlich in "Ablage P" verschwindet.
Gruß Andreas
Ich denke nicht, dass vernüftige Argumente hier etwas bringen würden.
Hier will jemand mit dem Aufschrei des Volkes auf Stimmenfang gehen;
nicht wirklich neu aber immer gerne genommen.
Wie penetrant solche Ziele wieder besseren Wissens verfolgt werden,
hat man in der Vergangenheit schon oft gesehen. Es bleibt nur zu
hoffen, dass den Initiatoren bald die Lust am neuen Spielzeug vergeht und ein neues Ziel für den Stimmenfang und das Spiel "großer starker Mann macht was er dem Volk verspricht" auf die Tagesordnung rückt. Diese Hoffnung ist nicht ganz unberechtigt ;)
Sollte sich hier allerdings jemand festbeißen, dann wird es nach meiner Meinung sehr schwer. Weil wie gesagt: Hier geht es nicht um sachliche Argument, sondern um die schnelle Wählerstimme.
Ich stimme Pitter 100% zu und biete hiermit meine Hilfe an. Ich weiss zwar noch nicht genau was ich machen könnte, aber ich war früher im Waffenrecht ziemlich fit. Wenn Du Leute brauchst schick mir ne PN und ich geb Dir meine Tel-Nr. dann können wir mal drüber reden.
Wie wäre es denn, mal mit der Fachpresse zu reden (MM). Ohne Messer ist das Messermagazin ja doch irgendwie leeeer.
Pitter: Mit deinem Vorschlag sprichst du mir aus der Seele - gelassen sehe ich die ganze Sache sicherlich nicht, aber wußte eben nicht, was dagegen tun (einzelne emails an die jeweiligen Politiker sind zwar ganz nett, werden aber soviel bewirken wie der Sack Reis).
Ich fürchte aber, daß ich nicht die nötigen Qualifikationen habe, die du gefordert hast.
Was ich dir als Hilfe aber angedeien lassen kann, das sollst du haben :)
Ich denke nicht, dass vernüftige Argumente hier etwas bringen würden.
Hier will jemand mit dem Aufschrei des Volkes auf Stimmenfang gehen;
nicht wirklich neu aber immer gerne genommen.
möglich - aber den Kopf in den Sand stecken und hoffen, daß schon nichts passieren wird, ist sicher nicht die bessere Methode - mehr, als versuchen kann man es nicht, man SOLLTE es aber
möglich - aber den Kopf in den Sand stecken und hoffen, daß schon nichts passieren wird, ist sicher nicht die bessere Methode - mehr, als versuchen kann man es nicht, man SOLLTE es aber
Da hast Du völlig recht! Man sollte sich bloß klar sein, was das bedeutet.
Meine Frau macht Lobbyarbeit in einem anderen Sektor
und wenn man mal gesehen hat was an Kontakten, Zeit und Geld
notwendig ist um in diesen Kreisen Stimmungen zu kippen oder
in bestimmte Richtungen zu bewegen, dann kann einen schwindlig
werden.
Es macht entweder die Kobination "Kontakt, Zeit,Geld" oder
die "Masse Mensch", wobei auch die Mobilmachung der Masse wieder
Zeit und Geld kostet (PR in Zeitung und Radio etc.). Denn es bringt ja
nicht viel in den vom Thema besetzten Medien (z.B. Messermagazin)
Stimmung zu machen, da hat man eh alle auf seiner Seite. Der ganze
Rest ist für das Thema zu sensibilisieren um den gewünschten Druck
erzeugen zu können.
Wenn es in meiner Macht steht zu helfen, werde ich dies gerne tun.
Mephistopheles
20.06.07, 15:26
Um meinen zugegebenermaßen wirklich unnötigen Kommentar weiter oben im Thread zu relativieren, möchte ich mich jetzt auch mal sinnvoll äußern, ich hoffe, das gelingt mir...
Also, es bereitet mir ebenfalls sorge, dass ein Politiker, der - so beschränkt seine Sichtweise auch sein mag - in seiner Position nun mal ein nicht unerhebliches Gewicht in die Waagschale legen kann, aus populistischem Kalkül oder Unwissenheit weitere Verschärfungen der Gesetze bezüglich Messer vorschlägt.
Unvoreingenommen betrachtet, ist es wirklich einfacher, grundsätzlich alles zu verbieten und im Nachhinein Ausnahmen zuzulassen. DAS macht mir Angst.
Weiter wird sich nur ein Verhältnismäßig kleiner Teil der Bevölkerung ernsthaft gegen ein solches Vorhaben stemmen wollen sprich wir und diejenigen "von uns", die das Forum noch nicht gefunden haben - Brüder im Geiste, aber nicht im Internet sozusagen.
Dem Rest ist es mehr oder weniger egal. Die Praktisch denkenden Leute, die sich noch die Hände schmutzig machen und den Wert eines guten Messers oder die emotionale Beziehung zu Werkzeug zu schätzen wissen, werden in unsrer Dienstleistungsgesellschaft eben immer weniger.
Derweil nimmt die Zahl derer zu, die Handwerk und den verantwortungsvollen, bedachten Umgang mit gefährlichen Gegenständen/Maschinen nur noch von Enie und Tine in den Heimwerkersoaps Nachmittags im TV her kennen und schlicht und einfach Angst haben.
Soweit es mich angeht, versuche ich wann immer möglich, Leute über Nutzen und Rechtslage von Messern aufzuklären, was hoffentlich klappt.
Leider muss ich sagen, dass selbst unter meinen Kameraden beim Bund (die man im Normalfall ja als "professionelle Anwender" bezeichnen müsste) die Augen erstmal groß werden, wenn ich was anderes als ein Schweizer auspacke und ich mit dem üblichen Halbwissen konfrontiert werde, und sei es nur ein Endura. Übliche Kommentare: "Vor wem hast du denn Angst?", "Was haste denn da für nen Klopper dabei?", "Wen willste denn damit abstechen?" - man kennt es ja.
Ich glaube, so wirklich kann uns einfach keiner verstehen, der nicht selbst eine Affinität zu scharfen Sachen hat.
Aber wir brauchen uns doch nicht zu verstecken! Wieso hat es sich auch in unseren Hirnen so eingebrannt, dass wir uns erstmal umschauen, bevor wir handeln?! Es regt mich jedesmal an mir selbst auf, wenn ich Rücksicht auf die Ängste andere nehme, wenn ich ein Messer zweckkonform einsetze. Das ist schließlich mein verdammtes Recht! Sheeple-Friendly hin oder her. Eine Flucht nach vorn scheint mir so langsam wirklich unumgänglich.
Womit könnte man den Gesetzgeber am Schlawittchen kriegen? Mit Steuergeldern, Arbeitsplätzen und Wählerstimmen! Faktoren, die ohne einander kaum auskommen.
Wir brauchen Zahlen - Wieviel Einfuhrzoll, Patentgebühren, Steuern etc. werden direkt durch Herstellung und den Messerhandel eingebracht? Wie viele Menschen arbeiten direkt an Messern oder in der Zuliefererindustrie, wie viele Handwerker sind derart spezialisiert, dass ihre Existenz von einem Verbot bedroht wäre?
Ich kann leider nicht viel außer meinem Support beitragen, aber ich hoffe, hier treiben sich noch genug Anwälte, öffentlich Bedienstete, Journalisten usw. herum, die in ihrem Ressort etwas zustande bringen könnten. Messer müssen einfach wieder normal werden, egal, ob sie rote Griffschalen und Nagelclipser oder schwarze Klingen haben. Nehmt sie aus den Vitrinen und benutzt sie gefälligst!
...Hilfe bräuchte ich vor allem von Journalisten, die Kontakt zu den Agenturen haben, Leuten, die ordentlich schreiben können und genügend Hintergrundwissen haben...
... und dann wären da noch die Menschen die mit den zuständigen
Redakteuren der Verlage Essen gehen und diese beim Vornamen kennen.
Du bekommst kaum ein Thema in die Tages- oder Yellowpress wenn Du
diese Kontakte nicht hast (es sei denn Du schaltest Anzeigen ;)).
Es ist verdammt schwer ein Thema überhaupt in die breite
Öffentlichkeit zu bekommen. Und wenn Du dann einen Redakteur hast
(oftmals einen "Freien") dann ist noch nicht sicher, dass der schreibt
was Du möchtest. Es kann auch sein, dass dieser sich alles geben läßt
und anhört, wohlwollend nickt und plötzlich über einen wilden Haufen
militanter Messerfreaks berichtet. Und wer dann denkt, dass eine
Klage oder Beschwerde z.B. beim Bundesverband der Presssprecher
einen Sinn macht, der irrt gewaltig.
Dass hört sich vielleicht alles abgedroschen an, aber wer das nicht wirklich
schon mal selbst probiert und erlebt hat, wird das unterschätzen.
Ein wenig Lobbyarbeit kann jeder von uns betreiben, oder tut dies vielleicht schon längst: viele, die mit Messern eigentlich nichts am Hut haben, freuen sich über proper geschärfte Küchenmesser oder das Opinel/Schweizermesser für die Hosentasche als Geburtstagsgeschenk, und stellen dann nach und nach fest, wie praktisch solche Dinge sind. Und die inzwischen grotesken Sicherheitskontrollen auf Flügen, bei denen schon so mancher das kleine Schweizer oder die Nagelfeile 'verloren' hat, regen hoffentlich auch den einen oder anderen zum Nachdenken über die Sinnlosigkeit von Verboten an.
Und wenn man dann noch erwähnt, wie es in England aussieht: Realsatire sind die englischen Ärzte, die laut über ein Verbot spitzer Küchenmesser nachdenken - bittere Realität ist die erschreckende Brutalität von Jugendbanden in London, die vor Monaten bundesweit Schlagzeilen machte - TROTZ Orwellscher Videoüberwachung (seit neuestem inklusive der freundlichen Blockwartstimme,die zur korrekten Müllentsorgung auffordert), TROTZ restriktiver Messerverbote....
Und hervorragende Beiträge zu einem positiven Bild der Messersammler sind die öffentlichen Veranstaltungen, speziell die nicht reinen Messermessen, die nur ein schon infiziertes Publikum erreichen, sondern auch Mittelaltermärkte, Schmiedevorführungen etc.
Munter bleiben (auch wenns manchmal schwer fällt),
Tobse
ja, hinsichtlich verboten haben noch nie soviele so weniigen soviel zu verdanken gehabt!
teachdair,
beziehst Du den Winston auf Politiker oder Halbstarke? ;)
Die Halbstarken jedweder Couleur mögen zwar nicht alle Patronen im Magazin haben und sind in der Regel auch zu blöd, ein Brötchen mit einer Kettensäge zu schneiden. Sie sind aber nicht die Ursache idiotischer, böswilliger, restriktiver Gesetze, sondern "nur" der Vorwand. Die Ursache sind die Schäubles, Körtings und wie sie sonst noch heißen.
ich finde die diskussion über verdecktes tragen eines messers, vor dem hintergrund der "körting-diskussion", geradezu wasser auf herrn körtings mühlen. der wird sich dann sicherlich auch fragen, warum will denn jemand ein messer verdeckt tragen. nach dem motto: *allesbösebuben*
joey_m,
falscher Ansatz! :D
Vorauseilender Gehorsam und "Low Level"-Auftreten ist nicht gut und führt zu Sodbrennen.
Aus Bequemlichkeit, weils am Bein oder Gürtel vielleicht nervt? Aus Rücksicht, weil sich so nicht gleich jeder bedroht fühlt der es ansonsten sehen würde? Aus Lust, weil mans ausm Film kennt und cool findet?
...Oder einfach weil man es DARF?!
Mephistopheles,
VIIIEL besser! :super:
Der gute Shimmy scheint mit sich selbst zwar noch nicht ganz im reinen zu sein, was er überhaupt möchte. Aber am verdeckten (oder offenen) Messertragen ist doch nix verwerfliches.
Ich habe früher Messer im Schulterholster getragen. Momentan favorisiere ich große Messer am Gürtel. Das paßt so schön zum Tigerstripes-Design meiner Klamotten. :steirer: Und ein Dundee-Rig reizt mich ganz gewaltig. Das wird wunderbar mit meinem Smoking harmonisieren, wenn ich mir "Schweinesee" oder wie das heißt angucken werde.
Bis denne!
Frank
Nachtrag:
Dieser Beitrag wurde aus diesem (http://www.messerforum.net/showthread.php?p=378190#post378190) Thread hierher verschoben. Hier paßt er IMO nicht ganz her, stört aber auch nicht weiter. Deshalb bitte nicht wundern, daß bei einigen Punkten der Zusammenhang fehlt.
Und ja: Ich bin ein Zyniker.
Die Ursache sind die Schäubles, Körtings und wie sie sonst noch heißen.
Sehe ich anders, aber das wird langsam OT. Vielleicht könnte man das abspalten und an die Körting-Diskussion anhängen?
Schäuble, Körting und die anderen Himbeertonys fordern nur das, was beim Bürger [aka dem geneigten BILD-Leser] ankommt. Die wollen eine Wahl gewinnen, produktiv aussehen. Bedient wird hier nur das Sicherheitsbedürfniss vom Wähler.
Man könnte natürlich argumentieren, dass Körting und Konsorten bewusst Angst generieren wollen, um noch mehr Kontrolle über "das Volk" zu haben, das halte ich aber für überzogen. Mal abgesehen davon, dass die BILD viel besser im "Meinung bilden" ist ;):(
Gruss, Keno
... und dann wären da noch die Menschen die mit den zuständigen
Redakteuren der Verlage Essen gehen und diese beim Vornamen kennen.
Du bekommst kaum ein Thema in die Tages- oder Yellowpress wenn Du
diese Kontakte nicht hast (es sei denn Du schaltest Anzeigen ;)).
Ist mir alles klar. Auch der Hinweis, was sowas an Zeit kosten würde. Der Punkt, oder besser deren zwei sind:
1. Wir können uns hier das Geweine oder die Empörung über solche oder ähnliche Forderungen nach Verboten sparen. Entweder wir *tun* was, oder wir sind leise. Ob das, was wir tun können - sei es beschränkt durch Zeit, Geld oder fehlende Kontakte - auch etwas bewirkt, ist vollkommen egal. Mehr als machen kann man nicht. Wenn man das Pferd von hinten aufzäumt "bringt eh nichts" dann passiert nichts. Und genau darauf basiert er Erfolg von Lobbyarbeit - dass die anderen es verpennen. Oder sich selbst dermassen beharken, dass sie sich selbst im Weg stehen.
2. Es geht in der Frage um mehr, als um Messer - wie schon von mir angesprochen. Es geht darum, dass mit Scheinargumenten Lobbyarbeit gemacht wird. Die Ziele sind verschieden, die Mittel immer identisch.
Ich muss mal abschweifen - wer das löscht, stirbt :steirer:
Dass "bei uns" etwas schief läuft, darauf bin ich so richtig erst aufmerksam geworden, als ein Freund mich darauf hingewiesen hat: http://www.insm.de/. (Wer meint, das sei nur irgendeine Webseite, der irrt). Da mag man politisch dazu stehen, wie man will, ich steh da dann doch lieber sehr weit links davon. Aber vollkommen unabhängig von der eigenen politischen/wirtschaftspolitischen Überzeugung - jedem, der daran gelegen ist, dass ausgewogen geurteilt und demzufolge ausgewogene und sachlich ausgerichtete Politik gemacht wird, muss das große Kotzen bekommen.
Da wird seit Jahren hochprofessionell Stimmung gemacht. Mit Halbwahrheiten, aber einer perfekt organisierten Lobbyarbeit, mit Vertretern quer durch alle Medien. Schön leise, unterschwellig aber immer das Ziel im Blick. Von den Jungs kommt auch der Totargumentsknaller "Sozial ist in erster Linie, was Arbeit schafft!". Tja, wer traut sich da widersprechen.
Die "Gegenseite", und das wären neben Gewerkschaften und Kirchen natürlich auch Politiker aller Coleur, mit oben genannten Anspruch, poltert lieber drauflos oder sagt und macht gar nichts. Damit verliert man schon vor der Auseinandersetzung.
Leuts, die beiden Jungs sind Politiker und Juristen. Die sind weder dumm, noch unfähig, zu argumentieren. Wer sich jetzt über Gesichter lustig macht, wird dumm schauen, wenn er überrollt wird. Und laut rbb-online zieht die Opposition mit (was in dem Fall zum Glück parteipolitisches Geplänkel überflüssig macht, alles die gleiche Sauce). Denn alle handeln nach der Maxime für obere Führungsschichten.
10% Produktive Arbeit
90% Am Stuhl festhalten
Und letztes funktioniert eben am besten, in dem man Ängste aufbaut, gegen die man dann gleich selber wieder das Gegenmittel anbieten kann. Erinnert mich an die Feuerwehrmänner, die Brandstifter sind.
Da steht doch in rbb-online:
"Angesichts mehrerer tödlich verlaufener Messerattacken von Jugendlichen in den vergangenen Monaten hatte er wiederholt schärfere Verbote gefordert."
Klingt nach hohem Lebensrisiko. Schaumer mal. Hier http://www.berlin.de/imperia/md/content/seninn/abteilungiii/kriminalitaetsstatistiken_2006/pks_2006.pdf gibts die Kriminalitätsstatistik 2006 für Berlin. Kann jeder nachlesen. Habe ich. Könnte mal jemand die Herren anschreiben und fragen, auf welche Zahlen sie sich berufen, um vermuten zu können, dass ein Messerverbot die Sicherheit der Bürger erhöht?
Da steht zwar zum Thema gefährliche/schwere KV (S.27): "Es handelt sich um die höchste Fallzahl der letzten 10 Jahre. Gegenüber dem Vorjahr war ein vermehrter Einsatz von Messern als Tatwaffe festzustellen." Das ist zwar richtig. Nur möge man sich die Zahlen anschauen. Einen Trend erkenne ich da nicht. 2002 gabs auch schon 12.326 gegenüber den 12.475 im Jahre 2006 erfassten Straftaten.
Dazu: "60,0% der Taten fanden nicht in der Öffentlichkeit statt. 38,9% der Opfer standen zum TV in einer engeren oder weiteren Vorbeziehung" (!) Das sind dann doch eher die Küchenmesser ;)
Und das war, nach meiner PDF Suche, die einzige Stelle, an der Messer vorkommen. Genauere Zahlen Fehlanzeige.
Zudem man bei den Zahlen für 2006 aufpassen muss. Da war bekannterweise auch WM. S96:
"Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (06.06.05 bis 10.07.05) sind die registrierten Straftaten im Zeitraum der WM insgesamt um 4.201 Fälle oder 9,1 % angestiegen. Davon wiesen 2.897 (68%) Straftaten einen unmittelbaren Veranstaltungsbezug auf.
...
Körperverletzungsdelikte
Hier war ein Anstieg von ca. 30% zu verzeichnen, was darauf zurückzuführen ist, dass es sich um ein großveranstaltungstypisches Deliktsfeld handelt. Der Anstieg ist in hohem Maße auf verstärkten Alkoholkonsum zurückzuführen, ca. ein Drittel aller Tatverdächtigen standen unter alkoholischem Einfluss."
Klingt alles so, als müsse dringend etwas getan werden.
Ich habe ja seit Jahren die Vermutung, dass ich hier in D recht sicher lebe. Auch wenn immer mal wieder was von wegen Gefahr gebrüllt wird, jedesmal, wenn ich mir ne Kriminalitätsstatistik ansehe, finde ich keine Hinweise für besondere Gefahren ;) Mehr Gedanken mache ich mir um die Statistiken für Unfälle im Haushalt. Recht gefährlich, so ein Haushalt.
Pitter
Ist mir alles klar. Auch der Hinweis, was sowas an Zeit kosten würde.
Wichtiger war mir eigentlich die benannte Gefahr im zweiter Absatz
meines Posting, speziell vor dem Hintergrund das wir hier zur Zeit
eine Diskusion über das verdeckte Tragen von Messern haben
(wertfreie Nennung von meiner Seite).
...
http://www.insm.de/. (Wer meint, das sei nur irgendeine
Webseite, der irrt). ... Da wird seit Jahren hochprofessionell
Stimmung gemacht. Mit Halbwahrheiten, aber einer perfekt
organisierten Lobbyarbeit, mit Vertretern quer durch alle Medien.
...
Der Verein war bereits vor ca. 8-9 Monaten als "kritischer" Bericht
im TV (Sender weiß ich leider nicht mehr, glaube ARTE). Interessant
an dem Laden ist neben der Tatsache, dass die wirklich vom Schriftsteller
über Schauspieler bis zum Firmenvorstand alles auf der
Matte haben, dass besonders subtile Vorgehen: Da werden sogar
Beiträge in den beleibten Vormittagsserien gekauft und
unterschwellige kleine Leitsätze in die Dialoge eingeflochten.
Übrigens: Medienmäßig geplant und gesteuert wird das alles von
der Aperto AG, einer *der* Agenturen in D (hier mal die Kundenliste (http://www.aperto.de/de/Homepage/Referenzen/Kunden.html)).
Das meinte ich dann auch mit Kapitalaufwand.
...
Sie sind aber nicht die Ursache idiotischer, böswilliger, restriktiver Gesetze, sondern "nur" der Vorwand. Die Ursache sind die Schäubles, Körtings und wie sie sonst noch heißen...
...
falscher Ansatz! :D
Vorauseilender Gehorsam und "Low Level"-Auftreten ist nicht gut und führt zu Sodbrennen.
Das dass sinnloses Bla Bla ist, ist Dir aber schon klar, oder ?
Politiker verwenden geringe tatsächlich geschehene Anlässe, aber Vorwände sind vorgeschobene Fakten, die quasi gar nicht existieren.
Wozu führt denn "High Level" Auftreten in Deinem Sinn, und was wäre Dein Ansatz ?
Wenn ich an Dein Lieblingsoutfit Tarnanzug denke, kann ich Dir sagen, wozu das führt:
Dass man alle selbstbewussten Messerträger einfach als Spinner ansieht, und somit ist der "gute" Ansatz "Selbsbewusst auftreten" verraucht, mehr nicht.
Weil nämlich der erste Eindruck zählt.
Dagegen würde man als Normalbürger hinter einzelnen Angehörigen von schwarzen Blöcken in deren Lieblingsoutfit rein optisch nichtmal als das vermuten, was sie wirklich sind...
Liebe Mitstreiter!
Es ist ein paar Monate her, das stand in der Zeitung ein Bericht über eine Frau, die voller Zorn absichtlich mit ihrem Auto in eine Gruppe Hochzeitsgäste gefahren ist. Offensichlich hat sie ihr Auto als Tatwaffe benutzt.
Oder der andere Fall: Die Bankräuber nutzen das Auto zum Fahrt zum Ort des Verbrechens und zur Flucht danach. Okay, damit wäre das Auto zwar keine Tatwaffe, sondern "nur" ein Tatwerkzeug, aber trotzdem.
Wiederum als Tatwaffe kann ein Auto betrachtet werden, wenn ein Autofahrer mehr als grob fahrlässig sondern Vorsätzlich mit seiner Übertretung der Verkehrsregeln Menschen gefährdet oder letzlich sogar tötet.
Autos sind gemeinhin als nützlicher Gebrauchsgegenstand bekannt und kein Mensch käme auf die Idee, Autos, mit denen es möglich ist leute totzufahren, zu verbieten. Dabei wimmeln unsere Zeitungen tagtäglich von Vorgängen wie oben.
Dass Messer nützliche Gebrauchsgegenstände sind, brauche ich euch ja nun wirklich nicht zu erläutern. Als Tatwaffe sind sie dam Auto aber haushoch unterlegen. Niemand dürfte es schaffen, mit seinem Messer mit einem Stich gleich eine ganze Gruppe Menschen zu meucheln.
Das mein erster Gedanke zu dem Quark den da unsere gewählten Vorturner wieder einmal verbreiten.
Viele Grüße,
Haebbie
Mephistopheles
21.06.07, 11:42
Tja, Statistiken sind halt auslegbar. Für sich alleine stellen sie keine Zusammenhänge dar, sondern bilden nur die Grundlage für unterschiedliche Interpretationen.
Und hier wird offensichtlich versucht, eine bestimmte Statistik "glattzubügeln", indem man einen einzelnen "Ausreißer", nämlich Gewalttaten mit Messern versucht, kleiner zu bekommen. Dass das auch noch Erfolg haben kann, liegt wohl daran, dass solche Straftaten meistens mit starken Emotionen verbunden sind (Affekt, Eifersucht etc.), die viele Menschen nachempfinden können. Ein Messer zum Töten zu benutzen läuft eben auf einer gesellschaftlich viel intimeren, mitunter als barbarisch aufgefassten Ebene ab, die in unserem Kulturkreis nicht - oder nicht mehr - üblich ist. Üblich dagegen ist Alkohol als Katalysator für Gewalt. Aber der gehört halt noch zur Kultur (und ist ein riesiger Wirtschaftsfaktor) und wird daher wohl am wenigsten einer Überprüfung unterzogen. Soziale Härte im Sinne von Arbeitslosigkeit und Schwierigkeiten bei der Integration von Personen mit Migrationshintergrund (mann bin ich politisch korrekt heute..) ist ebenfalls alltäglich.
Umkehrschluss: Wenn Alkohol, Armut und Perspektivlosigkeit nicht verboten werden können, nehmen wir den Besoffenen, Ausländern und Arbeitslosen eben die Mordinstrumente weg! Solche irrsinnigen Konstruktionen sollten einen jeden logisch Denkenden Staatsbürger eigentlich automatisch aufhorchen lassen, passiert aber nicht, weil man Stimmungen nicht mit Logik, sondern mit Emotionen bildet...
Was ich gerne machen/organisieren würde, wäre eine festes Verfahren. in dem bei entsprechenden Mitteilungen auch Gegendarstellungen von unserer Seite, also dem MF, ganz offiziell an die Vertreter von Politik, Medien, Presse (sprich die Agenturen) verschickt werden. Und zwar professionell, seriös, fachlich und ohne polemisch über das Ziel hinauszuschießen.
...
Nur: Ganz alleine mache ich das sicher nicht.
ich bin ganz Ohr :)
Ich kann mir auch eine Unterstützertätigkeit vorstellen.
PS/und OT: mal so ganz als Anfang, wie kann man eigentlich Fördermitglied werden? Ich habe irgendwie Tomaten auf den Augen, ich sehe keinen "Aufnahmelink" oder so was.
...
Dass Messer nützliche Gebrauchsgegenstände sind, brauche ich euch ja nun wirklich nicht zu erläutern. Als Tatwaffe sind sie dam Auto aber haushoch unterlegen. Niemand dürfte es schaffen, mit seinem Messer mit einem Stich gleich eine ganze Gruppe Menschen zu meucheln.
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Hallo,
Das ist absolut korrekt und muss niemandem erläutert werden, auch nicht Herrn Körting & Co..
Besagtem Herren wird auch klar sein, dass
- selbst wenn man ausnahmslos alle Messer verbieten würde und
- es gelänge so ein Verbot auch zu überwachen,
"der Gewalttäter" sich kurz schütteln würde, in den nächsten Baumarkt ginge um einen Schraubendreher zu kaufen. "Der Gewalttäter" würde sich dann darüber freuen, dass man mit so einem Schraubendreher, sofern schön spitz geschliffen, sowieso viel besser zustechen kann.
Gewalttaten mit Messern werden nicht verübt, weil es Messer gibt, sondern weil "der Gewalttäter - warum auch immer - es für richtig hält und/ oder als vorteilhaft empfindet, Gewalt auszuüben. Daher wird imo ein Verbot von Messern unser Leben nicht sicherer machen.
Was unser Leben imo sicherer machen würde, wäre Ursachenforschung zu betreiben, das Übel an der Wurzel zu packen und Prävention zu betreiben, damit es erst gar nicht zu so tragischen Verbrechen kommt.
Aber das hört sich kompliziert an. Das hört sich nach langhaarigen Diplom- und Sozialpädagogen mit Strickpullis an, die immer nur so Zeugs reden (sorry an alle, auf die das zutrifft und sich auf den Schlips getreten fühlen - ist ehrlich nicht böse gemeint :)). Und vor allem hört sich das nach Geld ausgeben an!
"Nicht diskutieren - verbieten!" ist da doch gleich viel zackiger und profilisiert ungemein. Nur leider sind Teile der Bevölkerung für solche einfachen Formeln nur allzu zugänglich. Zugänglicher jedenfalls, als sich mit guten Argumenten von einem Alternativweg überzeugen zu lassen.
Nur meine Meinung.
Gruß :mad:
gulogulo
ich bin ganz Ohr :)
Ich kann mir auch eine Unterstützertätigkeit vorstellen.
PS/und OT: mal so ganz als Anfang, wie kann man eigentlich Fördermitglied werden? Ich habe irgendwie Tomaten auf den Augen, ich sehe keinen "Aufnahmelink" oder so was.
Guckst Du in die blaue Menüleiste oben: "Nützliche Links -> Fördermitgliedschaft"
Immer gern,
Dirk
Geisteshaltungen a'la "Wenn das Gesetz kommt, kümmere ich mich einfach nicht darum" oder "Wann wird man schon mal von der Polizei kontrolliert?" sind kurzsichtig. Unser Ansehen in der Gesellschaft würde auf das Niveau von Straftätern sinken.
ne, falsch verstanden. Ich will eben etwas tun, weiß aber nicht so genau was. Der Hinweis, dass ich so einen xxxx ignorieren würde, hat damit mal nichts zu tun. Gelegentlich parke ich sogar falsch oder fahre zu schnell. Mir ist klar, dass das verboten ist, aber gewisse Dinge muss man gelegentlich ignorieren ;) (oder sind hier nur Klosterschüler anwesend?).
Mir geht es einfach darum, dass ich ein Mensch in den Vierzigern bin, der nicht vorbestraft ist, keinem Menschen was tut, friedlich lebt, mal bei der Staatsanwaltschaft war, als RA ebenso "auf die Fahne vereidigt wurde", und trotztdem zunehmend kriminalisiert werde.
Mir gefällt die Entwicklung hierzulande einfach nicht. Es kann nicht angehen, dass die Bevölkerung - übertrieben gesagt von Woche zu Woche - mehr unter Generalverdacht gestellt wird.
Und zu den Messern: noch für meinen Großvater war der Spruch selbstverständlich "ein anständiger Mann geht nie ohne sein Taschenmesser aus dem Haus". Und ich sehe nicht ein, dass sich irgendein xxx hinstellt, und erstmal grundsätzlich jeden mit Messer für einen verkappten Amokläufer, Messerstecher und sonstwas hält.
Ich bin nicht kriminell, ich werde kriminalisiert. Und ich bin nicht mehr gewillt, das hinzunehmen.
Schon vor einem Jahr bin ich dazu übergegangen, wann immer es einigermassen zum Anlass passt, ein Messer möglichst sichtbar zu tragen. Einfach um der Durchschnittsbevölkerung zu zeigen, dass "ganz normale", seriöse Menschen auch Messer benutzen und tragen. Interessanterweise habe ich bisher dafür keine mißbilligenden Blicke geerntet (vielleicht sind die Franken ja besonders aufgeschlossen ;)). Zumindest erreicht man vielleicht ab und zu mal einen damit, und schafft das Bewußtsein, das Messer nicht gleichzu setzten mit Gewalt ist.
Wenn ich höre, dass 3-jährige ein paar Tage Kindergartenverbot bekommen, weil sie beim Cowboyspielen einen Stock in die Hand nehmen und "Peng" rufen, frage ich mich schon, wo wir eigentlich leben.
Unvoreingenommen betrachtet, ist es wirklich einfacher, grundsätzlich alles zu verbieten und im Nachhinein Ausnahmen zuzulassen.
eben, genau das regt mich auf (nicht nur in Bezug auf Messer übrigens).
Uns mangelt es wahrlich nicht an Vorschriften, sondern an der Umsetzung.
Manchmal frage ich mich, ob man überhaupt noch willens ist, z.B. eine vernünftige Starfverfolgung aufzunehmen. Wenn Opfer, die dem Einbrecher eins überbraten härter bestraft werden (bis hin zur Rentenzahlung) als die Täter, läuft was falsch. Wenn der Staat das Gewaltmonopol beansprucht (was auch richtig ist), dann muß er auch für die ordentliche Umsetzung der Vorschriften sorgen.
Das fängt aber dann schon -schon mal sorry an die evtl. Anwesenden- bei der Polizei an. Hierzulande ist ein Polizist keine Respektsperson mehr (und wenn ich mir da manche Steifenwagenbesatzung ansehe, wundert es mich nicht sonderlich...). Selbstverständlich will niemand eine Ordnungsmacht, die prügelnd durch die Lande zieht. Aber es sollte Gewalttätern deutlich gemacht werden, dass ein Polizist körperlich in der Lage wäre, ihn in die Schranken zu weisen, und er (der Polizist) dann nicht im Hinterkopf haben müßte, dass er evtl. mit einem Bein im Gefängnis steht, weil er nicht vorher um Erlaubnis gefragt hat, ob er den Angriff des Herrn Täter abwehren darf (da gibt es doch diesen Sketch vom Mittermeyer über den "Amerikanischen Cop" und den "deutschen Polizeibeamten"; der trifft's irgendwie).
Weiter geht es dann in den Gerichtsverfahren, in denen Staatsanwälte und Richter hunderte von Fällen abarbeiten sollen und wo dann findige Anwälte 1a begründen können, warum das vorzeitige Ableben des Hamsters im 5. Lebensjahr des Mandanten strafmindernd zu berücksichtigen ist.
Ob es nun um Waffen, Messer oder sonst was geht, gewisse Dinge sind auch jetzt schon verboten. Und auch wenn jeder legal mit einer Schrotflinte in der Hand spazieren gehen würde, wäre es immernoch verboten, auf andere zu schiessen.
Wie schon gesagt, Verstöße gehören konseqent verfolgt und bestraft. Dann reichen unsere Gesetze mehr als aus.
n
Mir gefällt die Entwicklung hierzulande einfach nicht. Es kann nicht angehen, dass die Bevölkerung - übertrieben gesagt von Woche zu Woche - mehr unter Generalverdacht gestellt wird.
Das ist nicht übertrieben. Die Diskusssionen um die Aufweichungen der Verschwiegenheitspflicht (Anwälte), bzw. des Verschiegenheitsgebots, wenn ich erfolgreich arbeiten will (Journalisten) sind doch nur verschoben. Bin mal gespannt, wann sie die Pfarrer angehen.
Und zu den Messern: noch für meinen Großvater war der Spruch selbstverständlich "ein anständiger Mann geht nie ohne sein Taschenmesser aus dem Haus". Und ich sehe nicht ein, dass sich irgendein xxx hinstellt, und erstmal grundsätzlich jeden mit Messer für einen verkappten Amokläufer, Messerstecher und sonstwas hält.
Meine Grossmutter, 92 ;), regt sich zwar immer künstlich auf, wenn ich einen 4" Folder zum Kuchenschneiden auspacke. Aber so wirklich interessieren, tut es nicht. Ich vermute stark, das liegt daran, dass diese Generation noch echte Risiken erlebt hat ;)
Schon vor einem Jahr bin ich dazu übergegangen, wann immer es einigermassen zum Anlass passt, ein Messer möglichst sichtbar zu tragen. Einfach um der Durchschnittsbevölkerung zu zeigen, dass "ganz normale", seriöse Menschen auch Messer benutzen und tragen.
Mache ich auch. Funktioniert auch recht gut, überraschenderweise auch im Gutmenschenbereich ;), so in der Montessorischule meines Sohnes.
Das Problem: Ich treffe üblicherweise auf Menschen, deren intellektueller Horizont es ihnen ermöglicht, dass sie sich mit dem Thema auch mal sachlich auseinandersetzen können. Übrig bleiben nur die, die das nicht wollen. Nur ist dieser Standard nicht der verbreitetste. Sprich, wer wirklich was ändern will, muss weit tiefer anfangen, Meinung zu machen, als nur auf der sachlich/fachlichen Ebene.
Gruß aus der Hauptstadt :)
Pitter
Hallo Leute,
bin Österreicher und bei uns ist das Waffengesetz in bezug auf Messer (wie ihr warscheinlich wisst) lange nicht so hart und kompliziert wie in Deutschland. Wahrscheinlich auch weil die Einwohnerzahl viel geringer ist (weniger leute-weniger kriminalität etc.).
Mir Persöhnlich passiert es aber oft, das leute mit pseudo ahnung mir erzählen das z.b. mein Spyderco byrd raven verboten sei und ich ja aufpassen soll das SIE mich damit nicht erwischen.
Oft überträgt sich auch das Deutsche Waffengesetz in Österreichische schlauköpfe ala´: das butterfly ist aber verboten, pass bloß auf das...
Da werfe ich dann immer öfter das Handtuch und sage einfach: ach so, wusste ich garnicht.:(
Passt zwar nicht 100%tig zum thema aber musste einfach mal raus.
Messerjocke2000
21.06.07, 16:59
Na, dann schmeiss ich meine Arbeitskraft mal auch in den Topf :-)
Wenns was zu tun gibt, bin ich gerne bereit zu helfen.
Und eine Idee bzw. Anregung hätte ich auch:
http://www.22mio-tabakfreunde.de/
Mir gehts nicht um den konkreten Inhalt.
Aber eine Sammlung mit Dokumenten, an einem zentralen Ort auffindbar fände ich sehr sinnvoll.
Das würde einem die Argumentation in Diskussionen erleichtern, wenn man einfach mal einen Link auf "die Fakten" setzen könnte.
Außerdem wäre eine Postkartenaktion bei den Messerhändlern und Herstellern nicht verkehrt.
Die könnte man dann nach Bedarf an den Politiker senden, der gerade Flatulenzen ablässt.
Kilian
"Der Gewalttäter" würde sich dann darüber freuen, dass man mit so einem Schraubendreher, sofern schön spitz geschliffen, sowieso viel besser zustechen kann.
Was unser Leben imo sicherer machen würde, wäre Ursachenforschung zu betreiben, das Übel an der Wurzel zu packen und Prävention zu betreiben, damit es erst gar nicht zu so tragischen Verbrechen kommt.
Aber das hört sich kompliziert an. Das hört sich nach langhaarigen Diplom- und Sozialpädagogen mit Strickpullis an, die immer nur so Zeugs reden (sorry an alle, auf die das zutrifft und sich auf den Schlips getreten fühlen - ist ehrlich nicht böse gemeint :)). Und vor allem hört sich das nach Geld ausgeben an!
"Nicht diskutieren - verbieten!" ist da doch gleich viel zackiger und profilisiert ungemein. Nur leider sind Teile der Bevölkerung für solche einfachen Formeln nur allzu zugänglich. Zugänglicher jedenfalls, als sich mit guten Argumenten von einem Alternativweg überzeugen zu lassen.
Was mich seit ich das heute morgen gelesen habe nicht mer loslässt ist die Quintesenz aus den beiden absätzen:
Waffen (im Sinne des Waffg) sind für eine gewalttat einfach nicht nötig, UND (subjektiv) sogar nur in den seltensten Fällen involviert!
Wenn Schüler gemobt oder von anderen geschlagen werden....
Wenn Eltern ihre Kinder schlagen, weil sie überfordert sind....
Warum,interessiert sich den niemand dafür was der grund für solche "gewalttaten" ist?
Damit müssten sich doch wunderbar die stimmen der höher gebildeten BEvölkerungsschichten fangen lassen....
Und warum reagiert die politische gegenseite nicht einfach indem sie diese Fehleinschätzung auch für einfachere Gemüter aufklärt und den leuten begreiflich macht dass Waffen nicht äquivalrnt zu Gewalttaten sind?!
Selbst der dümmste Bauer (sprachbild bitte nicht beleidigt fühlen) muss doch verstehen dass ein Schraubenzieher oder sogar ein abgebrochener ast in der hand eines Gewalttäters nicht weniger gefährlich ist als ein Messer, oder ein "Abgesägter Vorderlader"....
das verstehe jetzt ich nich... paradox.
Goldfinger
21.06.07, 18:07
Bitte um Stimmabgabe
http://www.multikulti.de/_/voting_jsp/key=voting_637852.html
Aktuell steht's
26%
31%
42%
merrymarauder
21.06.07, 18:37
Aber eine Sammlung mit Dokumenten, an einem zentralen Ort auffindbar fände ich sehr sinnvoll.
Das würde einem die Argumentation in Diskussionen erleichtern, wenn man einfach mal einen Link auf "die Fakten" setzen könnte.
Die Idee finde ich auch nicht verkehrt.
Entweder als Download oder einen Fred wie "Messer im TV" oder so, wo man Links zu Studien oder Ähnlichem posten kann.
Gegen das organisierte Halbwissen helfen nur handfeste Informationen.
Wie siehts aus?
Warum sieht das eigentlich das Forum so gelassen? Warten auf Godot? Der kommt nicht.
Pitter
Ich bin auch der Meinung, daß es nun reicht und etwas getan werden muß.
Ich helfe gerne mit, nur leider kann ich nicht viel: Ich habe weder Kontakte zur Presse, noch Erfahrung in Lobbyarbeit, ich kann nicht toll formulieren und bin auch kein Spezialist im gestalten von Flyern, Websites u.ä., ein Jurastudium habe ich auch nicht (bin Dipl-Wirtsch-Ing) aber ich kann gut im Team arbeiten und kann trotzdem noch ganz gut koordinieren (neudeutsch managen).
Ich fang schon mal an... (meine Frau braucht den Rechner - melde mich später nochmal;-))
Take care
Oliver Mendl
21.06.07, 19:57
Hi,
Wie wäre es mit ner Einladung der Presse zu den nächsten größeren Veranstalltungen über Messer, und ein dortiger Auftritt als geschlossene Gruppe die hinter dem Messer als Werkzeug - Allzeit dabei gedanken steht?
Grüße,
Olli [der schon abgestimmt hat ;)]
...
Warum,interessiert sich den niemand dafür was der grund für solche "gewalttaten" ist?
Damit müssten sich doch wunderbar die stimmen der höher gebildeten BEvölkerungsschichten fangen lassen....
Und warum reagiert die politische gegenseite nicht einfach indem sie diese Fehleinschätzung auch für einfachere Gemüter aufklärt und den leuten begreiflich macht dass Waffen nicht äquivalrnt zu Gewalttaten sind?!
...
Hallo Litle,
wiederum meine bescheidene Meinung hierzu:
1. Es interessiert verschiedene Interessengruppen durchaus, warum, weshalb und weswegen Gewalt (von Jugendlichen) ausgeübt wird. Nur, selbst wenn Geld für eingehende Untersuchungen da ist, dauern diese Jahre, mitunter Jahrzehnte und man hat danach vielleicht erst in etwa eine Ahnung davon, welche Ursachen es gibt. Dann müssen Konzepte zur Prävention etc. entwickelt werden, was wiederum Zeit und Geld kostet. Mit "dem großen Wurf" und schnellen Erfolgen ist hier eher nicht zu rechnen. Daher ist es einfacher bei der Formel zu bleiben: "Keine Messer = keine Gewalttaten mit Messern = mehr Sicherheit". Für Personenkreise, die vorrangig in zeitlichen Zyklen denken (z.B. vier Jahre oder so) eher ungeeignet, denn wenn eine solche Strategie Früchte trägt, kann man die Loorbeeren eventuell nicht mehr ernten und zum Erhalt bzw. zur Förderung der politischen Karriere nutzen (Okay, okay - ich weiß dass das nicht auf alle Politiker zutrifft. Ein dickes SORRY an alle, die sich bemühen, wirklich etwas zu verändern - auch langfristig :super:).
2. Die Stimmen der gebildeten Bevölkerungsschichten könnte man damit möglicherweise gewinnen - wenn man es ihnen so erklären würde. Bitte vergiss nicht: das Thema Waffen, insbesondere Messer, steht nicht im Fokus der meisten Familien. Und auch in den gebildeten Bevölkerungsschichten gibt es sicher viele Eltern, denen man man mit markigen und ständig wiederholten Einfachstformeln Angst machen kann.
3. Eine politische Gegenseite gibt es imo in diesem Fall nicht. Ich glaube der Konsenz in dieser Sache ist durch die politische Landschaft hindurch recht groß. Jede politische Seite schielt auf die Stimmen, die man (Achtung Ironie) "mit einer guten und sicheren Innenpolitik" machen kann. Die o.g., einfache Formel, ist politisch Seitenneutral. Will sagen: die "politische Gegenseite" hat vielleicht gar kein Interesse daran die Menschen aufzuklären.
Gruß :)
gulogulo [hab' ebenfalls abgestimmt :D]
1. Es interessiert verschiedene Interessengruppen durchaus, warum, weshalb und weswegen Gewalt (von Jugendlichen) ausgeübt wird. Nur, selbst wenn Geld für eingehende Untersuchungen da ist, dauern diese Jahre, mitunter Jahrzehnte und man hat danach vielleicht erst in etwa eine Ahnung davon, welche Ursachen es gibt. Dann müssen Konzepte zur Prävention etc. entwickelt werden, was wiederum Zeit und Geld kostet.
Geh mal auf die Seiten vom BKA. Da gibts Untersuchungen (neben denen von destatis) und es gibt Konzepte/Forderungen. Und wenn das schon auf der Webseite aufbearbeitet zu lesen ist, gibts da sicher noch mehr. Ich bin mir sicher, wenn man nach Fakten sucht (und den Zugang hat, Politiker/Journalisten haben den), gibts da schon genug.
Pitter
Bitte um Stimmabgabe
http://www.multikulti.de/_/voting_jsp/key=voting_637852.html
Aktuell steht's
26%
31%
42% Schon der vorletzte Absatz des Kommentares im rbb läst einen wieder erschaudern (und womöglich schnellstmöglich die nächste Örtlichkeit aufsuchen)
Naja, das Ergebnis scheint ja dennoch langsam vernünftige Bahnen anzunehmen ;)
Nachtrag: Hier (http://www.zeit.de/video/player?videoID=20070504fab186) gibts was in Bild und Ton dazu
Oliver Mendl
21.06.07, 23:47
Moin,
Und aus den eigenen Reihen würde sogar einer ein Taschenmesser mit auf die "Insel" nehmen.
http://www.multikulti.de/_/beitrag_jsp/key=beitrag_55855.html
(links unter dem bild)
Grüße,
Olli
Was faselt Körting da ? Gegenstände die als Waffe nutzbar sind sollen nicht am Körper mitgeführt werden dürfen.
Wenn man sich ansieht mit was alles schon Morde begangen wurden und was daher definitiv als gefährlicher Gegenstand taugt : Keine Kugelschreiber im öffentlichen Raum ( Die tun im Ohr echt weh ), keine Pumps mehr ( Schädel sind doch nicht so stabil wie viele denken ), keine Gürtel mehr ( Wieviele sind an erzwungenen Atembeschwerden verschieden... ) u.s.w.
Ich habe den Eindruck der gute Mann ist darauf aus seinen Trieb zu befrieden die Bevölkerung nackt herumlaufen zu sehen, denn jeder Gegenstand kann eine Waffe sein.
Ach so herumlaufen geht ja auch nicht mehr, denn wenn ich meine wutgeballte Faust in Körtings Visage versenken würde, wäre es ja auch eine Waffe ala Körting, noch dazu eine versteckte und damit völlig illegal !.........
Gruß
Stefan
merrymarauder
22.06.07, 07:08
1. Es interessiert verschiedene Interessengruppen durchaus, warum, weshalb und weswegen Gewalt (von Jugendlichen) ausgeübt wird. Nur, selbst wenn Geld für eingehende Untersuchungen da ist, dauern diese Jahre, mitunter Jahrzehnte und man hat danach vielleicht erst in etwa eine Ahnung davon, welche Ursachen es gibt. Dann müssen Konzepte
Gruß :)
Zitat (http://www.zeit.de/2006/27/B-Kita-2?page=3)Anfang:
Einer berühmten amerikanischen Langzeituntersuchung zufolge wirft jeder Dollar, die der Staat in eine gute Früherziehung investiert, bis zu sieben Dollar Rendite ab: durch geringere Sozialhilfeausgaben, höhere Steuereinnahmen, abnehmende Kriminalität. Leider stellen sich die Gewinne erst nach Jahrzehnten ein, wenn die Kinder erwachsen sind und einen Job haben, statt Sozialhilfe zu beziehen – ein Zeithorizont, der eine Legislaturperiode übersteigt.
Zitat Ende.
So wie ich das sehe, liegen die Ursachen der Gewalt und Mittel zur Prävention schon in genügenden Umfang vor um Erfolge erzielen zu können.
Der Mensch braucht einfach eine Umgebung in der er sich geborgen und sicher fühlt. Vor allem braucht er einen Sinn im Leben und das Gefühl etwas wert zu sein. Das bekommt man auf jeden Fall nicht durch Arbeitslosigkeit. Um das zu ändern, braucht es tierisch viel Kohle für eine komplette andere Erziehung und Bildung. Dazu brauchen wir eine komplette Veränderung unseres Wirtschaftsdenkens. Klingt jetzt zwar durch die rosa Brille, aber Geld und Wirtschaft müssen wieder für den Menschen da sein und nicht umgekehrt. Ansonsten wirds auf dem Pfad auf dem wir sind weitergehen.
Von der Politik ist da nicht sehr viel zu erwarten, denke ich. Das Geld ist nunmal nicht da. (bzw. für unsinnigen Kram wie permanenten EU-Umzug Brüssel - Straßburg und Zinszahlungen schon).
Die einzige wirkliche Möglichkeit liegt in der umfassenden Information von so vielen Menschen wie möglich. Nur wenn man mit Halbwissen keine Wählerstimmen mehr fangen kann, wird sich etwas ändern.
Deshalb bin ich dafür, einen Bereich hier anzulegen, wo Studien zu Waffengesetzen und Ähnliches abgelegt werden können, damit hier jeder von uns fundiert argumentieren kann. Kommt immer besser, wenn man etwas Wissenschaftliches im Rücken hat.
merrymarauder
22.06.07, 07:21
Ach so herumlaufen geht ja auch nicht mehr, denn wenn ich meine wutgeballte Faust in Körtings Visage versenken würde, wäre es ja auch eine Waffe ala Körting, noch dazu eine versteckte und damit völlig illegal !.........
Gruß
Stefan
Auch wenn Du nicht Unrecht hast: Ich finde, dass das Beispiel und so eine Formulierung hier nicht besonders helfen.
@ pitter
@ merrymerauder
Okayokay, es gibt Untersuchungen, Konzepte, Strategien (darauf wurde ich gestern Abend, nach meinem Posting, auch schon hingewiesen. Von jemandem der hierüber besser informiert ist als ich :hmpf:). Sorry, hätte mich vorher schlau machen sollen.
Dennoch ändert das imo nichts an der grundsätzlichen Aussage. Messer gehören in der Warhnehmung der breiten Öffentlichkeit nicht zu den Top 10-Themen. Ein Politiker, der ebenfalls um die Wahrnehmung der Öffentlichkeit ringen muss, wird sich kaum die Zeit nehmen (weil er sie nicht hat), der Öffentlichkeit die Untersuchungsergebnisse durchgeführter Studien zu erläutern. Zumal diese Ergebnisse recht vielschichtig sein dürften und tendentiell nicht dazu geeignet, sie in kurze, prägnante Merksätze zu verpacken.
"Weg mit der Arbeitslosigkeit" oder "Weg mit der Perspektivenlosigkeit von Migranten" oder sowas provoziert immer zu der Frage nach dem "wie?". "Weg mit den Messern" scheint da sehr viel einfacher und Erfolg versprechender zu sein. Das ist das echte Dilemma.
Ich habe neulich irgendwo (ich weiß icht ob hier oder an anderer Stelle) sinngemäß gelesen, dass Verbote nur etwas für Gesetzestreue sind. Die Aussage hat was ...
Gruß :)
gulogulo
merrymarauder
22.06.07, 08:42
@gulogulo
An Deiner Aussage bezüglich "wie der Laden läuft" hab ich ja auch nichts auszusetzen. Nur hilft die reine Erkenntnis nicht, wenn mit ihr nichts anfängt.
Der Weg, die Leute zu informieren, ist halt keine Schnellstraße.
Kommentare zu Online-Zeitungsartikeln kann hier jeder schreiben.
Mit geeigneter Wortwahl und mit den Ergebnissen zu Verbotsstudien kann man vielleicht ein paar Leute zum Nachdenken anregen.
Ruckzuck geht das alles natürlich nicht.
Aber wenn man weiß, dass von "der" Politik nichts zu erwarten ist...
Was fällt einem noch ein?
Demonstrieren ist nur fürs eigene Ego gut.
Ein gut recherchierter Artikel in einer Zeitschrift wäre natürlich der Brenner. Aber wer hat an sowas Interesse? Da muss man den Journalisten bzw. Redakteur gut kennen.
Messermagazin liest Ottonormalverbraucher ja nicht.
Messerjocke2000
22.06.07, 09:26
Die Idee finde ich auch nicht verkehrt.
Entweder als Download oder einen Fred wie "Messer im TV" oder so, wo man Links zu Studien oder Ähnlichem posten kann.
Gegen das organisierte Halbwissen helfen nur handfeste Informationen.
Also für die Argumentation fände ich eine eigene Webpräsenz sinnvoll.
Vor allem in Foren kann man dann einfach auf www.Messersindwerkzeuge.de oder so verlinken.
Und im realen Leben kann man auch eine URL einfacher weitergeben als Dokumente...
Vielleicht bekommt man ja auch Händler/Hersteller mit ins Boot.
Kilian
...
Nur hilft die reine Erkenntnis nicht, wenn mit ihr nichts anfängt.
Der Weg, die Leute zu informieren, ist halt keine Schnellstraße.
Kommentare zu Online-Zeitungsartikeln kann hier jeder schreiben.
Mit geeigneter Wortwahl und mit den Ergebnissen zu Verbotsstudien kann man vielleicht ein paar Leute zum Nachdenken anregen.
Ruckzuck geht das alles natürlich nicht.
...
Stimmt.
Gruß :)
gulogulo
Schreibt für den Anfang einfach sachliche, wenn auch höflich aber bestimmte mails an die Büros einiger "Kompetenzpersonen" - so ist erstmal ein Schritt getan.
Falls man Euch antwortet, kann man einen Trend erkennen, wohin die Reise geht - möglicherweise gibt es ja auch halbwegs intelligente, denkende "Kompetenzpersonen", die den ganzen Schmonz anders sehen.
Ich habe vorhin eine mail an Körtings Büro gesendet, mal sehen, wie und ob man es für nötig hält, zu antworten. Aber da ich mich als Nicht-Berliner zu erkennen gab, wird man mir wohl jegliche Sachkenntnis absprechen...
Und NEIN, diese mail war nicht wirklich freundlich :hmpf:
Ich habe mich nämlich als Privatpilot = Terrorist und noch einiges mehr geoutet :steirer:
Gruß Andreas
winterwolf
22.06.07, 17:34
Hi,
die Idee von Messerjocke2000 eine Internetpräsenz zu erstellen finde ich ziemlich gut. Kostet zwar Webspace, sollte aber über Spenden finanzierbar sein.
Allerdings sollte imho da nicht jeder was reinschreiben können. Es braucht also ein Gremium ähnlich den Moderatoren hier, die entscheiden, was veröffentlicht wird. Statistiken Berichte etc. Hilfreich wäre vielleicht auch eine "to do"-Liste, wo jeder entsprechend seiner Fähigkeiten sich was zum Bearbeiten raussuchen kann. Soweit meine sicherlich "halbgaren" Überlegungen.
LG
Heinz
merrymarauder
22.06.07, 17:43
Allerdings sollte imho da nicht jeder was reinschreiben können. Es braucht also ein Gremium ähnlich den Moderatoren hier, die entscheiden, was veröffentlicht wird.
Find ich auch sehr wichtig.
Hab aber keinen Plan, was das ganze kosten würde.
'Ne eigene Homepage wär zwar wünschenswert...aber ich glaube der Counter würde dort eventuell zustauben.
Da muss das Design und alles stimmen, sonst ists nur ne "Freakseite".
Ich denke, fürs Erste sollte ein Extrabereich hier im Forum genügen.
Das kostet nichts mehr und die Leute haben die Infos trotzdem gleich zur Hand.
Man könnte Artikel bei den Mods vorschlagen, die die dann (bei Gefallen) in einen Nicht-diskussionsfaden einfügen. Diskussionen über die Artikel kann man dann ja getrennt starten.
Das Ganze kann man dann zum Bleistift unter "Nützliche Links" einfügen.
Goldfinger
22.06.07, 19:04
Eine andere Diskussion zum Thema
http://www.copzone.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=29776&postdays=0&postorder=asc&start=0
Schon wieder eine Messerstecherei
http://www.sueddeutsche.de/,ra2l1/panorama/artikel/808/119662/
Lesen ist gut, Handeln ist besser.:super:
Messerjocke2000
22.06.07, 23:21
Die Idee, erstmal zu sammeln klingt gut.
Ich werde mich mal auf die Suche nach Material machen...
Wer Statistiken hat, bitte zu mir, also Links usw.
Danke, Kilian
@Merrymarauder : Hast ja recht, aber bei soviel geistiger Totalumnachtung kann einem schon mal der Kragen platzen.
Was gegen diesen Unsinn tun : Erfahrungsgemäß interessiert es die Berliner Senatoren herzlich wenig was betroffene Gruppen sagen. Sie machen einfach fröhlich weiter.
Was man irgendwie hinkriegen müßte ist, die breite Öffentlichkeit dazu zu bekommen, das Messer keine Gefahr wie von der aufgeputschten Presse ( Blöd-Zeitung etc. ) dargestellt sind.
Solange solche Revolverblätter immer neue "Greultaten" verbreiten : Keine Chance sachlich bei Körting oder ähnlichen Figuren zu argumentieren da sie in ihrer haltung vom Lesemob unterstützt werden.
Schließlich wollen sie ja wieder gewählt werden, also mu8 das Gejohle Beachtung finden.....
Gruß
Stefan
merrymarauder
23.06.07, 09:18
@Merrymarauder : Hast ja recht, aber bei soviel geistiger Totalumnachtung kann einem schon mal der Kragen platzen.
Was gegen diesen Unsinn tun : Erfahrungsgemäß interessiert es die Berliner Senatoren herzlich wenig was betroffene Gruppen sagen. Sie machen einfach fröhlich weiter.
Was man irgendwie hinkriegen müßte ist, die breite Öffentlichkeit dazu zu bekommen, das Messer keine Gefahr wie von der aufgeputschten Presse ( Blöd-Zeitung etc. ) dargestellt sind.
Solange solche Revolverblätter immer neue "Greultaten" verbreiten : Keine Chance sachlich bei Körting oder ähnlichen Figuren zu argumentieren da sie in ihrer haltung vom Lesemob unterstützt werden.
Schließlich wollen sie ja wieder gewählt werden, also mu8 das Gejohle Beachtung finden.....
Gruß
Stefan
Bin ich vollkommen Deiner Meinung.
Ich sehe, da nur die Möglichkeit im Kleinen zu wirken.
Wenn viele im Kleinen wirken, bringts doch auch etwas.
Es ist ja wie so häufig, dass die "Wahrheit" keinen interessiert oder nicht geglaubt wird, weil man andauernd Blödsinn verfüttert bekommt und dieser Blödsinn irgendwann allgemeiner Konsens wird.
Das mit dem "öffentlichen Kragenplatzen" kann ich ja verstehen.
Zeitung am Morgen brauch ich schon gar nicht mehr lesen:
Dann komm ich in mein Hemd nicht mehr rein.
Nur hilft das wenig bei der Sache. Dies ist schließlich ein öffentliches Forum.
Klar, jeder kann schreiben was er (oder Pitter:hehe:) will.
Aber ein wenig nachdenken, wie das auf Außenstehende wirkt, sollte man schon. Zumindest in einem Faden über so ein Thema.
Nervt mich auch. Aber ich sehs ja selber in anderen Foren. Da hat man schnell keine Lust mehr weiterzulesen, wenn da nur rumgepöbelt wird.
(jetzt allgemein und keinen direkt angesprochen)
Es geht ja nicht nur um "uns und unser Messer" - sondern im Endeffekt auch um das Recht unserer Kinder und Enkel ein Messer als Werkzeug tragen zu dürfen.
Da kann man sich dann doch ein wenig zusammenreißen, oder?
winterwolf
23.06.07, 09:28
Moinsen,
was KAJIHEI schreibt ist zwar wahr, aber nur jammern oder fluchen bringt auch nichts.
Mit einer fundierten Sammlung von Gegenargumenten könnte man ja auch der Opposition Material an die Hand geben. Die würden sich vielleicht freuen, da sie dann nicht selber nachdenken und recherchieren müssen um den politischen Gegner zu beharken.
Ich werd mich jedenfalls am WE mal auf die Suche im Netz machen.
LG Heinz
@merrymarauder : Gut , die Wortwahl war nicht sehr elegant, aber sie hat Eines erreicht : Die Unsinnigkeit in Körtings Argumentation herauszustellen.
Man kann selbstverständlich um Alles und jedes höflich herum reden, aber ab und zu ist ein klares, wenn auch unhöfliches Wort doch hilfreich. Also insofern habe ich mir, auch wenn mir der Kragen geplatzt ist, sehr wohl etwas dabei gedacht.
@Winterwolf : Sieh dir mal die Opi hier in Berlin an. da haben wir in der regierung die Law & order Fraktion, in der Opi die Friede-Freude-Eierkuchen Gruppe. Das wird nix mit die Opi ausnutzen.
Was mal klar gesagt weren muß : Wir sind eine Minderheit, die Blankwaffen & Messerliebhaber. Wer wird bei irgendwelchen Problemen am ersten vor das Tribunal gezerrt : Genau die Minderheiten, die können sich demokratisch nicht wehren. Die perfekte Opfer-Zielgruppe.
die einzige Chance die ich sehe ist Überzeugungsarbeit auf breiter Ebene. Es wird dauern, aber eine andere Möglichkeit seh ich wirklich nicht.
Gruß
Stefan
Mephistopheles
24.06.07, 11:43
Zum Sammeln hier mal zwei Links zu Artikeln, die ich heute Morgen gefunden habe, der erste weniger erfreulich - leider wieder aus Berlin, der zweite bringt einen vernünftigen Ansatz, stellt nicht Waffen, sondern Handys und Internet als Machtmedien der Jugend dar:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,490354,00.html
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,490244,00.html
Zitat aus dem ersten Artikel:
Zwei Jugendliche haben monatelang vor einer Wilmersdorfer Schule Geschäfte mit dem Verkauf von Springmessern und Totschlägern betrieben. Um den Absatz zu steigern, haben sie Mitschüler bedroht, die nicht kaufen wollten, berichtet die "Berliner Morgenpost"
Darwin hatte wohl Urlaub :D
Ich glaube, bei solchen Leuten ist einfach nichts mehr zu machen. Leute bedrohen, damit sie dann Waffen kaufen...tz tz tz :glgl:
Keno
Goldfinger
24.06.07, 12:40
Nur Info
http://www.berlin.de/sen/inneres/leitung/senleben.html
Mailadresse von Herrn Körting: (Die # Zeichen bitte entfernen)
sen#ator@seninn#sport.ber#lin.de
Zitat aus dem ersten Artikel:
Darwin hatte wohl Urlaub :D
Ich glaube, bei solchen Leuten ist einfach nichts mehr zu machen. Leute bedrohen, damit sie dann Waffen kaufen...tz tz tz :glgl:
Keno
Echt tolle Aktion! (ja, Darwin hatte bestimmt Urlaub) :irre:
merrymarauder
25.06.07, 14:58
@merrymarauder : Gut , die Wortwahl war nicht sehr elegant, aber sie hat Eines erreicht : Die Unsinnigkeit in Körtings Argumentation herauszustellen.
Man kann selbstverständlich um Alles und jedes höflich herum reden, aber ab und zu ist ein klares, wenn auch unhöfliches Wort doch hilfreich. Also insofern habe ich mir, auch wenn mir der Kragen geplatzt ist, sehr wohl etwas dabei gedacht.
Was mal klar gesagt weren muß : Wir sind eine Minderheit, die Blankwaffen & Messerliebhaber. Wer wird bei irgendwelchen Problemen am ersten vor das Tribunal gezerrt : Genau die Minderheiten, die können sich demokratisch nicht wehren. Die perfekte Opfer-Zielgruppe.
die einzige Chance die ich sehe ist Überzeugungsarbeit auf breiter Ebene. Es wird dauern, aber eine andere Möglichkeit seh ich wirklich nicht.
Im Grunde sind wir doch der gleichen Meinung.
Wobei man geistigen Dünnpfiff auch ohne Kragenplatzen als solches darstellen kann. Es geht ja nicht darum, um den heißen Brei drumzu zu reden. Das Kind muss schon beim Namen genannt werden. Egal nu....
Die beiden Artikel aus dem Schulspiegel sind zwar sehr nett, jedoch bieten sie keine Argumentationshilfen bezüglich eines Messerverbots.
Wichtig wären handfeste Daten wie: Kriminalität nach *-Verbot weiter gestiegen oder Studien die beweisen, dass andere Lösungswege Gewalt effektiver mindern können. Das sind die Argumente die eine Diskussion bestimmen sollten.
Ich finde hauptsächlich Studien zur Effektivität von Feuerwaffenverboten in den USA.
Hier als Anregung ein Beispiel von Öffentlichkeitsarbeit per Webseite in einem Themengebiet (Softair), das thematisch gar nicht so weit weg ist:
http://www.airsoft-initiative.de/
Munter bleiben,
Tobse!
Mephistopheles
25.06.07, 15:04
Na da hätt ich doch noch was :D ...ein Ansatz zur prävention, den die Bremerhavener Polizei mit Erfolg fährt. - Mit Zahlen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,484521,00.html
Danke für den Airsoft Link - ja, das wäre in der Tat sowas, was mir fürs Erste vorschwebt. Fürs erste, Meinungen macht man nicht/schwer über Webseiten, aber irgendwo muss man halt mal anfangen.
Zu dem was angesprochen wurde:
Geld ist erstmal nicht das Problem, wenn Geld benötigt wird, werde ich schon welches organisieren. Gesucht sind eher Leute, die Zeit investieren - wollen und vor allem können, ja ich weiss. Und dummerweise sind die, die am meisten zu sagen hätten, die, die am wenigsten Zeit haben :rolleyes:
Webseite/Server/Domain alles kein Problem, der Forumserver hat genug Platz.
Ich würde vorschlagen, ein eigenes Unterforum aufzumachen, in dem man über die Sache diskutiert, und Vorschläge/Material zusammenbringt. Das Unterforum würde ich nicht-öffentlich machen. Zugang nur nach Freischaltung von mir oder den Moderatoren.
Webseite würde ich erstellen, und das Material da hochladen. Da könnte mir jemand helfen - Ray, wie siehts aus? Das Ganze würde als Gemeinschaftsprojekt vom MF laufen. Beiträge mit Nennung des Autors, mein Name steht "nur" ;) als Verantwortlicher im Impressum.
Dazu sollten noch Unterstützer kommen. Ich denke da für den Anfang an die Gilde, die Damastjungs und natürlich auch die Industrie. Unterstützung bestünde aus Infos/Material aber in erster Linie machts klar, dass da nicht nur ein paar Hanserln dahinterstehen. Und - halte ich für wichtig - die Vielfältigkeit des Messerthemas wird mal öffentlich ausgebreitet, damit mal klar ist, wer sich in dem Bereich so rumtreibt - eben nicht nur irgendwelche Kasperl. Jürgen/Andy/Roman - könntet ihr mal vorfühlen, ob da Interesse besteht?
Da fällt mir ein, dass jemand aus der Marketingbranche durchaus hilfreich sein könnte. Kontakt zu den Printmedien kann ich selber übernehmen, sind ja erstmal übersichtlich. Aaaaaber - auch da gilt, dass ein Beitrag in Bunte, ADAC Motorwelt und Playboy sinnvoller ist, als einer in den Brancheninternen Medien. Ja, ist ein weiter Weg. Aber das kann ja nicht sein, dass bei >8000 Mitglieder und steigend keiner ne Idee oder Kontakte hat. Aber erst müssen mal Inhalte her.
Generell mal zu den "Fakten". Fakten sind immer gut. Das Problem wird sein, dass:
1. Es, was Messer in der Kriminalitätstatistik angeht, keine brauchbaren Daten gibt. Geschweige, dass man brauchbare Kontrollgruppen hat. Zudem noch die Frage bleibt, was in dem Fall Zahlen aussagen. Das bleibt alles sehr vage - allerdings auch für die "Gegenseite". Der das aber herzlich wurscht ist, weil...
2. Es primär gar nicht um Fakten geht. Es ist im Prinzip vollkommen egal, inwieweit Messer bei Straftaten eine Rolle spielen. Es geht um eine Stimmung. Nämlich um die, dass Messer Dinge das alltäglichen Lebens und ganz "normal" sind. Alles andere sind Zwischenschritte. Die Fakten und Daten kapieren doch eh die wenigsten. Stimmung macht man aber genau mit denjenigen ;)
Es ist eine verlorene Auseinandersetzung, wenn man (ausschliesslich) mit Fakten gegen Stimmung vorgeht. Ein paar Berichte über Forentreffen, das Messerbasteln mit Schülern, ne Spendenaktion vom Messerforum etc. hilft - professionell kommuniziert - tausendmal besser, als Abhandlungen über die Kriminalitätsstatistik.
Der thread hier ist eh schon vollkommen off topic. Bis das Unterforum steht - da hätte ich gerne Meinungen dazu, ob das vorgeschlagene Vorgehen sinnvoll erscheint - bitte alle hier rein.
Grüße
Pitter
merrymarauder
26.06.07, 09:34
@Pitter
Ich finde den Vorschlag in Ordnung.
Die Zusammenarbeit mit anderen "Gruppen" und Industrie finde ich auch hilfreich.
Bezüglich der Fakten:
Selbst wenn es keine genauen Daten bzgl. Messerattacken und dergleichen gibt, lassen sich aus anderen Verbotsstudien (z.B. Feuerwaffenverbot) Rückschlüsse auf unseren Bereich ziehen. Dies ist zwar nicht so handfest wie wir es bräuchten, aber selbst wenn man das schlechte Image nur ein wenig ankratzen kann, ist es hilfreich.
Publikumswirksame Aktionen gehören sicherlich auch dazu.
Mir fällt gerade ein, dass man eventuell eine Stellungnahme des Forums zum Missbrauch des Messers an Zeitungen verschicken könnte.
Aber auf den Zweiten Blick, ist die Gefahr, dass das nur als eine Freakmeldung benutzt wird wohl zu hoch.
Da muss man die Journalisten und Redakteure gut für kennen, denke ich.
Hm...eventuell mal jemanden (den man gut kennt) zu einem Forumstreffen einladen? Birgt zwar wieder die Gefahr als Freaks dargestellt zu werden, aber zumindest in Hannover ist's immer "friedlich" :) Zudem wird dadurch erkennbar, dass nicht nur eine bestimmte "Gruppe" Messer trägt, macht und sammelt.
Messerjocke2000
26.06.07, 09:47
Sollen wir lieber einzeln Texte schreiben und dann hochladen?
Oder vielleicht ein Wiki aufesetzen? Dann kann man in den Beitrgägen direkt korrigieren statt dem Schreiber erst zu schreiben, der korrigierts und läd dann wieder hoch?
Kilian
Hab ich das jetzt richtig verstanden : Zielsetzung ist eine positive Darstellung des Hobbys auf breiter Front. ( Es wäre unpraktisch wenn ich solo in die falsche Richtung pinsel. ) Sei es von der Kreativitätsförderung der jugendlichen beim Messerbau, der handwerklichen Vorbildung ( schadet später in der Lehre nie) oder ähnliche Aspekte.
Wenn nicht bitte sagen, sonst überleg ich mal wie man den miesen Ruf von längeren Blankwaffen sprich Schwertern auch gleich mit aufpolieren könnte. Dummerweise hängen die beiden Gebiete so eng zusammen, das man sie fast nicht seperat betrachten kann.
Veröffentlichung : Mal sehn was man da machen kann.
Lieg ich richtig mit meiner Annahme was wir vorhaben : Klasse Idee !
Gruß
Stefan
Bunkertech
26.06.07, 10:31
Das geplante Vorgehen ist plausibel und den Umständen angemessen.
In die Medien kommt man relativ leicht durch Anzeigen. Für die ADAC Motorwelt zB. könnte ich mir da was in Richtung Rettungsmesser vorstellen. Wenn sich ein Hersteller findet, für den sich sowas rechnen würde, ließe sich dadurch grundlegendes Interesse am Messerthema wecken.
Hallo,
wenn das MF sich als Initiator einer Aktion präsentiert, deren Ziel es ist, das Messer als nützliches und alltägliches Werkzeug darzustellen und die Assoziation "Messer-Gewalt" loszuwerden, sollte da das Thema SV nicht noch sensibler gehandhabt werden als es ohnehin schon gehandhabt wird?!? (Zum Beispiel über eine deutlich sichtbare Positionierung des Forum-Betreibers zum Thema Gewalt auf der Startseite o.ä.?)
War nur 'ne Idee.
Gruß
gulogulo
Sollen wir lieber einzeln Texte schreiben und dann hochladen?
Oder vielleicht ein Wiki aufesetzen?
Nein. IMO ;) Weil: Man müsste permanent kontrollieren, ob der eigene Beitrag nicht verfälscht wurde. Keiner, der sich ernsthaft Zeit nimmt, dafür was zu schreiben, wird das wollen. Die Wikipedia "Gemeinde" ist da ein anderes Kaliber. Sowas funktioniert erstens nur dann nur hinreichend gut, wenn man eine ausreichend große Masse an Schreibern hat. Zudem möchte ich auch Leute gewinnen, die mit der "jeder schreibt mal was" Denke nichts am Hut haben.
Letztlich (!) wird es, Zusammenarbeit, Mitsprache und Abstimmung hin oder her, darauf hinauslaufen, dass ich entscheide, was auf die Webseite kommt, oder nicht. Ich habe keine Lust, dass vor lauter Mitbestimmung und Basisdemokratie nichts passiert. Wem das nicht gefällt, oder wer mir nicht zutraut, dass ich schon das richtige Maß finde, der macht nicht mit, period. Es ist keine Zeit für Gekasper, Lobbygruppen sind keine Brutstätte demokratischer Strukturen. Ich will niemanden auf den Fuß treten, aber so sehe ich das, und lieber ist jetzt alles klar, und jeder zieht am gleichen Strang, als dass wir hinterher lange Diskussionen habe.
@KAJIHEI: exakt so. Und Schwerter gehören da sicher auch mit dazu.
@Bunkertech: Danke für den Kommentar. Die Idee mit dem Rettungsmesser ist sehr gut. Was Anzeigen angeht, das sehe ich genauso, das wird dann aber auch das Thema mit "Geld besorgen" ;) Redaktionelle Artikel wären der erste Schritt.
Aber erst müssen wir hier mal unseren Job gemacht haben, dann kann man auch auf die Medienvertreter zugehen. Die brauchen was printfertiges.
Grüße
Pitter
(Zum Beispiel über eine deutlich sichtbare Positionierung des Forum-Betreibers zum Thema Gewalt auf der Startseite o.ä.?)
Jepp - Ich habe die Foreninfo auf der Startseite gerade ergänzt.
Das Thema SV ist halt auch so eine Sache. Ich will das hier im Forum nicht. Und bewiesenermassen tut das dem Forum gut.
Aber. Ich möchte mich nicht soweit rauslehnen, und anfangen, in die Guten - da sind die ohne Messer SV - und die Pösen - das sind die Messer SV Jungs - zu trennen. Dann mache ich nämlich den gleichen Krampf, den ich denen vorwerfe, die das Thema Messer mit einem Satz pauschal beurteilen.
Dass im SV Bereich die Kasperlquote recht hoch ist, ack. Aber das ist erstens meine persönliche Wertung, dann gibts da auch andere (wenn die auch eher nicht in Foren schreiben). Und vor allem - was ist die Relevanz. Sprich, was genau geht von den Leuten, die über Messer und SV diskutieren und das auch aktiv trainieren, denn für eine Gefährdung aus? Was ist denn der Grund, warum man das überhaupt thematisiert? (Für mich persönlich gilt, mir geht das Kampfgeschreibsel auf den Senkel. Aber was mir auf den Senkel geht, ist ausserhalb des Forums ja kein Maßstab)
Mir gefällt es nicht, ich wills hier aus dem Forum haben, ich kann mich für mich und für das Forum davon distanzieren. Aber solange da nichts strafrechtlich relevantes passiert, ist das Sache derjenigen, die das betreiben.
Die geplante Seite ist nicht das Messerforum. Ich überlege sogar, ob nicht - kompetent geschrieben - das Thema SV da mit draufgehört. Ist schwierig, weil da oft schon die Rolladen runter gehen, ohne dass man den Text genau liest, geschweige denn verstehen möchte. Jedenfalls halte ich es nicht für ausgeschlossen. Aber das ist nicht die Frage, mit der man anfangen muss ;)
Grüße
Pitter
@pitter
Hallo,
du hast recht. Die geplante Seite ist nicht das Forum.
Aber in beiden Fällen wärest du der Verantwortliche. Wenn ich Herr K. aus B. wäre und mich eine solche Seite bei meinen legislativen Ambitionen stören würde, würde ich mich zu allererst bemühen, die Glaubwürdigkeit des Verantwortlichen in Zweifel zu ziehen. Und zwar öffentlich.
Dazu reicht es doch schon, eine Kaufberatung zu finden, in deren Eingangsposting steht, dass das Messer SV-tauglich sein soll, und die dann auch durchgeführt wurde (die Kaufberatung natürlich ;)). Selbst mit dem Hinweis (in entsprechendem Thread), dass SV kein gern gesehenes Thema im Forum ist, könnte man da prima die Boulevard-taugliche Schlagzeile daraus machen "Forum berät potentiellen Messerstecher". Das geht an ein Magazin, mit dem Hinweis, dass du verantwortlich bist und dem Link zu der geplanten Seite, mit dem Hinweis, dass du auch dafür verantwortlich bist. Meinst du, der geneigte B**D-Leser macht sich dann die Mühe selbständig zu recherchieren, welche Geschichte das Thema SV im Forum hat oder welche Ansichten du persönlich zu dem Thema hast?
An den Haaren herbei gezogen? Vielleicht. Hoffentlich.
Pitter, bitte versteh' mich nicht falsch, ich will mir nicht deinen Kopf zerbrechen und weder dir noch "dem Forum" irgendwelche Vorwürfe oder Vorschriften machen (ich weiß, das könnt' ich eh nicht). Ich bin lediglich der Meinung, dass man nicht nur darauf schauen sollte, wie man agiert, sondern auch darauf, wie man reagiert, wenn irgendjemand versucht die eigene Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen. Andernfalls könnte allen Bemühungen, die du dir machst, der durchschlagende Erfolg versagt bleiben.
Da aber SV in vermutlich jedem Fall ein Thema werden würde, warum nicht "den Stier bei den Hörnern packen" und auf der geplanten Seite dieses Thema - seriös und mit aller gebotenen Vorsicht, dafür kontrolliert - behandeln.
Gruß :)
gulogulo (der hofft, allzusehr Schwarzmalerei betrieben zu haben)
Hier mein erster Vorschlag zu einer Möglichkeit für Inhalte, die man
auch als Kampange nutzen kann. Das ganze ist nicht neu und Apple-
like :-)
Zum Foto eines 0815-Normalbürgers wie Du und ich, die kleine Story
warum dieser so auf Messer steht. "Ich bin der Michael und
interessiere und/oder sammel Messer weil ..."
Wenn man das verstärken möchte, kann man dem Foto noch ein
fiktives Neagtiv gegenüber stellen (gewalttätige Aussage) unter der
Überschrift "Das bin ich nicht weil ...". Oder den Michael in einen
Dialog mit dem Negativ abbilden "Ich bin ein Gewalttäter (Das Negativ) -
Ich bin ein Messersammler (Der Michael)"
(Siehe derzeitige Kampagne von Apple Windows/Mac OS (http://www.apple.com/de/getamac/)).
Vorteil wäre hier, wir könnten mit der Zeit eine Sammlung erstellen
und die einzelnen Profile könnten wirklich als Kampagne genutzt werden.
Die Kampagne hätte Bezug zu wirklichen Menschen. Klasse
wäre auch im Kopf der Kampange die Aussage "Ich bin einer von 10.000" .
Wichtig ist die persönliche Aussage, das persönliche Bekennen,
denn zu schlechten Sachen bekennen sich die wenigsten
persönlich ;)
Dazu reicht es doch schon, eine Kaufberatung zu finden, in deren Eingangsposting steht, dass das Messer SV-tauglich sein soll, und die dann auch durchgeführt wurde (die Kaufberatung natürlich ;)). Selbst mit dem Hinweis (in entsprechendem Thread), dass SV kein gern gesehenes Thema im Forum ist, könnte man da prima die Boulevard-taugliche Schlagzeile daraus machen "Forum berät potentiellen Messerstecher". Das geht an ein Magazin, mit dem Hinweis, dass du verantwortlich bist und dem Link zu der geplanten Seite, mit dem Hinweis, dass du auch dafür verantwortlich bist. Meinst du, der geneigte B**D-Leser macht sich dann die Mühe selbständig zu recherchieren, welche Geschichte das Thema SV im Forum hat oder welche Ansichten du persönlich zu dem Thema hast?
An den Haaren herbei gezogen? Vielleicht. Hoffentlich.
Nicht im geringsten an den Haaren herbei gezogen!
Wie ich auch schon vorher bemerkt habe *muss* man mit der Willkür der
Journalisten rechnen - zwingend! Wenn man mit einem Thema an
die Öffentlichkeit geht, hat das immer was von "Waking the Dog"
und man sollte vorher genau prüfen, welche Leichen man im
Keller hat und/oder was einem als angebliche Leiche ausgelegt
werden kann. Selbst wenn die nichts finden, wird es zu 100% so
einige negative Berichte geben die sich auf unseren Informationen
berufen werden - auch in einem völlig neuen von uns ungewollten Kontex.
Pitter, bitte versteh' mich nicht falsch, ich will mir nicht deinen Kopf zerbrechen und weder dir noch "dem Forum" irgendwelche Vorwürfe oder Vorschriften machen (ich weiß, das könnt' ich eh nicht).
Da ich die Weisheit auch nicht mit Löffeln fresse, gibts da nichts flasch zu verstehen :p Ich habe Verantwortung/Haftung im Blick, die rein rechtliche und darüber hinaus.
Da aber SV in vermutlich jedem Fall ein Thema werden würde, warum nicht "den Stier bei den Hörnern packen" und auf der geplanten Seite dieses Thema - seriös und mit aller gebotenen Vorsicht, dafür kontrolliert - behandeln.
Eben. Sinnvollerweise kommt man um das Thema nicht rum. Aber ich habs mit strukturiertem Vorgehen :steirer: Das Thema steht bei uns hier an ganz hinterster Stelle, und in der Reihenfolge sollten wir das behandeln. Dass wir, wenn wir mal soweit sind, das seriös behandeln - drauf kannst Du wetten.
Pitter
Messerjocke2000
27.06.07, 07:21
Nagut, dann als Forumsabschnitt.
Dann fang ich al an, einen Text zu verfassen, der sich mit der realen Gefährdung durch Messer auseinandersetzt.
Bzw. mit dem Thema: "ist es sinnvoll, Tatmittel zu verbieten".
Da gibt es schon einiges, obwohl sich das meistens mit Schusswaffen und Führen dieser beschäftigt. Aber ich denke, einiges ist übertragbar.
Kilian
Hier mein erster Vorschlag zu einer Möglichkeit für Inhalte, die man
auch als Kampange nutzen kann. Das ganze ist nicht neu und Apple-
like :-)
Zum Foto eines 0815-Normalbürgers wie Du und ich, die kleine Story
warum dieser so auf Messer steht. "Ich bin der Michael und
interessiere und/oder sammel Messer weil ..."
sag mal, kannst Du Gedanken lesen??
so ziemlich genau den gleichen Plan habe ich seit ein paar Tagen im Kopf :steirer:
Bilder von normalen Leuten, also den Papa mit der kleinen Tochter am Arm, den alten Opa, den Jeansträger, den Anzugträger, ne Frau usw.
Und dann eine provokaten Überschrift "Ich bin ein Messerstecher" oder "Vorsicht, ich bin gefährlich".
Und dann drunter die Aufklärung, dass es eben in der ganz großen Mehrzahl "ganz normale Leute" sind, die Messer tragen.
also auch nochmal von mir: ich wäre dabei (Zeit ist sicher immer ein Thema, aber es muß ja nicht gleich zum Fulltimejob werden ;)).
Nur sollten wir uns dann mal langsam überlegen, wie wir strukturiert vorgehen, nicht dass jetzt jeder das gleiche macht und tolle Texte schreibt - wie 5 andere auch zum gleichen Thema.
So, ich hab mich jetzt mal mit einen Sender in Verbindung gesetzt, aber gleichzeitig gesagt das sie bitte auf die Ergebnisse hier warten sollen. Da der Kontakt ein guter Freund von mir ist, sollte das klargehen, zumal der auch aus der Schwertecke kommt. Ich werde erstmal nichts weiteres unternehmen, bis ich hier grünes Licht bekomme. ( Anders : Der hält den Mund bis wir soweit sind ) Ob es dann funktioniert : In den NDR reinsehen kann ich auch nicht.
So wie ich die Sache einschätze, stehen die Chancen für eine positve Sendung über unser Problemchen nicht schlecht.
Strukturiertes Vorgehen :
Ich habe mir überlegt mich etwas über die kulturhistorische Bedeutung von Blankwaffen auszulassen, insbesondere im Rahmen der japanischen Geschichte und der metalurgischen Entwicklung. ( Ein Teil der letzten Metzelaktionen wurden ja mit solchen China-Pseudo-Katana-Gurken verübt...leider.... )
Es wäre sinnvol wenn hier jeder das was basteln möchte grob seine zielrichtung vorgibt, damit nicht komplette Dopplungen vorkommen. Überschneidungen sind aber fast nicht zu verhindern.
Gruß
Stefan
ich habe bisher diesen Senator meine Meinung gemailt, sowie die verlinkten Kommentare (rbb, Spiegel, Süddeutsche) kommentiert. Bei der Süddeutschen steht er auch auf deren Seite (mit Tippfehlern, grr).
Vielleicht sollten noch ein paar mehr Leute ähnliches machen; ist zwar eigentlich nicht die feine Art, aber so werden Meinungen "gemacht": einer schreibt, und dann springen die anderen aus der gleichen Lobby auf den Zug auf. Also laßt uns das Spiel mitspielen und es genauso wie "die anderen" machen.
edit: diese Dinge sollten möglichst sachlich formuliert sein, wir wollen uns ja nicht als Halbwilde darstellen ;) Wer z.B. Polizist oder Arzt oder Maler oder sonst was ist, was "beim Volk" als anständig und seriös gilt, sollte das ruhig anmerken; nicht, dass man in die Ecke "spinnender Hartz-IVer" gedrängt wird, man kennt ja die Meinungsmache...
sag mal, kannst Du Gedanken lesen??
so ziemlich genau den gleichen Plan habe ich seit ein paar Tagen im Kopf :steirer:
:) Wenn schon zwei die gleiche Idee haben, kann sie ja nicht sooo
falsch sein oder?
Da die auslösenden Herrschaften nicht sagen, dass jeder
Messerträger ein Gewalttäter ist, sondern das Gewalttäter auch
Messer tragen, würde ich da etwas anderes vorschlagen:
Überschrift: Ich bin kein Messerstecher ...
Bild: Wie Du und ich
Text: Beschreibung der Leidenschaft, des Hobbys, der Erfahrung
Fuss: ... und will nicht unter der Dummheit dieser Menschen leiden!
Hallo zusammen!
Das Thema lässt mich, wie so viele, absolut nicht kalt und ich bin sehr gerne bereit meinen Teil dazu beizutragen, im Sinne von Mike64s Vorschlag. Da ich angehender Lehrer bin, ist das zusätzlich ein Anreiz, denn später steht mit mir dann ja ein Verrückter mit Messer vor den Schülern.:irre:
Auch ein anderer Grund hat mich an das Thema erinnert: Ich wohne in Kiel und hier ist auf der letzten Kieler Woche ein 25-jähriger Mann erstochen worden. Hier hat aber keiner der Verantwortlichen etwas geäußert, was gegen Messer im Allgemeinen ginge.
Ein weiterer Anreiz für mich liegt ganz woanders, hört sich aber ganz ähnlich an und ist aber wesentlich weiter fortgeschritten als die Messergeschichte: Die "Killerspiel"-Debatte.
Auch ich habe solche Spiele gespielt (wobei nirgends steht, was so ein "Killerspiel" eigentlich ist) und spiele sie teils immer noch. Nur mein Verlangen nach einem Amoklauf ist bisher ausgeblieben.
Die Community der Computerspieler ist natürlich größer als die der Messeranhänger (oder irre ich mich da?), aber wenn die Spieler es schaffen, sich auch über Medien wie zum Beispiel dem Spielemagazin "PC-Games" zu organisieren, dann können wir das auch.
Ich fände es hilfreich wenn das MM eine Rubrik dafür einführen würde, oder das Thema ansprechen würde, vor allem um einen Anfang zu machen. Dass die Leser des Magazins gegen Vorschläge à la Körting sind (oder zumindest sollten sie es), ist mir klar, aber es muss auch eine Öffentlichkeit geschaffen werden, die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bietet, und sei es nur um einigen Menschen das Thema ins Bewusstsein zu rufen, so dass sie sich damit beschäftigen.
Soweit meine Meinung zu dem Thema...
Gruß an alle,
Morales
Bunkertech
27.06.07, 13:45
Bleibt noch anzumerken, das "Unsere" Argumentation so stichhaltig sein sollte, das auch ein "legal Reason" im Zuge einer Gesetzesverschärfung entkräftet werden kann.
Da die auslösenden Herrschaften nicht sagen, dass jeder
Messerträger ein Gewalttäter ist, sondern ...
hmh, zumindest indirekt sagen die das eben schon; denn sonst bräuchte man über so einen Unsinn wie Messertrageverbot gar nicht nachdenken, wenn nicht mal erst jeder mit Messer unter Generalverdacht stehen würde.
hmh, zumindest indirekt sagen die das eben schon; denn sonst bräuchte man über so einen Unsinn wie Messertrageverbot gar nicht nachdenken, wenn nicht mal erst jeder mit Messer unter Generalverdacht stehen würde.
So könnte man das sehen. Man kann das aber auch so sehen:
Damit niemand mehr Dummheiten damit macht, verbiete ich das für alle
und wenn dabei ein Minderheit ungerechter Weise Nachteile hat, ist dies
eben der leidliche Nebeneffekt. Die Alternative wäre doch ein Prüfverfahren
oder ein "Messerführerschein" für vernünftige Menschen,
aber wer soll das verwalten und handeln? Dann lieber Generalverbot.
Da will man den Aufwand durch die Gieskanne ersetzen.
Wenn Du jetzt argumentierst, dass Du Dich verdächtigt fühlst, dann
wird man Dich fragen warum und ob Du denn ein schlechtes Gewissen
hättest. Wenn Du aber von vorne herrein klar machst, dass Du Dich
von solchen Leuten distanzierst und ein Verbot für Dich deswegen
Unrecht ist, dann kommt das nach meinem Ermessen besser rüber.
Verdächtigung abstreiten oder Unrecht anklagen - Wer sich zu einer
Anklage rechtfertigt hat oft schon im Ansatz verloren.
Rechtfertigen ist passiv - Anklagen ist aktiv.
Deswegen mein Vorschlag zum Wording.
Böker wird für das Jahresmesser 2007 in den USA ausgezeichnet und der Berliner Innensenator will die Arbeitsplätze und Innovationskraft dieser Firma vernichten.
Stört ihn ja nicht weiter, sind ja keine Arbeitsplätze in seinem Verantwortungsbereich...
Ansonsten geht die Diskussion hier in die richtige Richtung. Ich bin auch der Auffassung von Mike, daß Angriff besser ist als Verteidigung. Mir geht diese Bevormundung auf der einen Seite und das Stellen unter Generalverdacht (pot. Steurhinterzieher, pot. Raser, pot. Umweltverschmutzer, pot. Gewalttäter) auf der anderen Seite ziemlich auf den Senkel. Der mündige Bürger wird nur einmal benötigt, um sein Kreuz auf dem Wahlzettel zu machen, aber dann soll er sich gefälligst wieder aus allem raushalten...und weil sich eine Minderheit nicht benehmen kann muss die Allgemeinheit mit Beschränkungen leben?
By the way: Jemand anderen mit irgend etwas zu verletzen ist doch schon verboten, oder?
Weiß eigentlich jemand wieviel Messer in Deutschland denn überhaupt verkauft werden (jetzt mal ohne Küchenmesser)? Wenn das alles potentielle Messerstecher sind, dann müssten ja jeden Tag hunderte von Menschen erstochen werden...
Take care
Messerjocke2000
27.06.07, 21:07
So könnte man das sehen. Man kann das aber auch so sehen:
Damit niemand mehr Dummheiten damit macht, verbiete ich das für alle
und wenn dabei ein Minderheit ungerechter Weise Nachteile hat, ist dies
eben der leidliche Nebeneffekt.
Das Problem ist aber dabei doch, dass eben nicht eine Minderheit den Nachteil hat, sondern die Mehrheit der Leute, die Messer führen.
Ähnlich wie bei den Flüssigkeitsverboten im Flugzeug:
Den Nachteil hat die Mehrheit der Menschen, weil sie ihre Getränke, Kosmetika usw. abgeben müssen.
Der Minderheit, die das hätte missbrauchen wollen geht das Verbot am Allerwertesten vorbei, die weichen halt auf was anderes aus.
Ich denke es geht darum, Freiheiten (Grundrechte, Bürgerechte usw.) zu schützen, eben auch auf die Gefahr hin, das einige diese Rechte missbrauchen.
Kilian
Rechtfertigen ist passiv - Anklagen ist aktiv.
Deswegen mein Vorschlag zum Wording.
dann haben wir uns mißverstanden, denn der Meinung bin ich auch; aktiv und offensiv ran, nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Deshalb die offensiven Slogans. Ich bin aber kein Werbetexter, da gibt's genug Leute, die das besser können.
Also meinen wir das gleiche :)
Ich denke es geht darum, Freiheiten (Grundrechte, Bürgerechte usw.) zu schützen, eben auch auf die Gefahr hin, das einige diese Rechte missbrauchen.
da fällt mir dieser Spruch ein, der dem Bärtigen mit der AK47 zugeschrieben wird:
"I am free. What about you?"
Der "Gewählte Ausdruck" wird aber zu mehr Lesern führen.
Die Idee mit der gegenüber Stellung eins realen Menschen mit dem düsteren Selbst find ich eine gute Idee.
Man muss aber darauf achten das keine Ironie in der Beschreibung vorkommt, da das schnell falsch verstanden werden kann- immer an den dümmsten Leser denken :rolleyes:.
Es sollten auch Argumente und Entgegnungen, hatte ja schon einer geschrieben, geben; wie:
Ein Messer ist gefährlich spitz. - Ein Bleistift, eine Pinzette und ein Dreikantschaber (äh.. an die Leser denken ;) ) Schraubendreher auch.
Mit einem Schwert kann man drei auf einen Streich töten.- Mit einem Automobil können es leicht 15 sein.
Und weil ich das schon selbst mitbekommen hab:
Hilfe! Da läuft ein Verrückter mit einem Streithammer und einem großen Messer im Wald herum. - Das ist ein Geowissenschaftler mit seiner normalen Ausrüstung :D :D :D .
Das beste währ aber eine Geschichte in einer dieser "bildenden" Zeitungen, in der der böse dreinblickende Held mit einem furchtbar "taktischem" Schwert ein kleines blondes Kind vor einem außerirdischem Ungeheuer beschützt :steirer:.
Wenn ich helfen kann würd ichs gern tun.
Gruß
Geonohl
Das Problem ist aber dabei doch, dass eben nicht eine Minderheit den Nachteil hat, sondern die Mehrheit der Leute, die Messer führen.
Ähnlich wie bei den Flüssigkeitsverboten im Flugzeug:
Den Nachteil hat die Mehrheit der Menschen, weil sie ihre Getränke, Kosmetika usw. abgeben müssen.
Der Minderheit, die das hätte missbrauchen wollen geht das Verbot am Allerwertesten vorbei, die weichen halt auf was anderes aus.
Ich denke es geht darum, Freiheiten (Grundrechte, Bürgerechte usw.) zu schützen, eben auch auf die Gefahr hin, das einige diese Rechte missbrauchen.
Da hast Du natürlich Recht! Unter den Besitzern von Messern ist die Mehrheit vernünftig.
Aber unter der gesamten Bevölkerung sind Träger von Messern wahrscheinlich eine Minderheit
(Das war mein Ansatz). Ist alles eine Frage der Grundlage :steirer:
Aber unter der gesamten Bevölkerung sind Träger von Messern wahrscheinlich eine Minderheit
Aber Jeder braucht und gebraucht Messer, direkt oder indirekt!
Auch wenn vielen das nicht unbedingt bewußt ist.
Das ist ein Aspekt der unbedingt thematisiert werden sollte.
Angefangen vom Privatbereich über Küche und Hobby/Freizeit bis zur professionellen Anwendung.
Ob bei Gartenparty, Kaffee und Kuchen, Picknick, Grillfest oder gemütlicher Pizzarunde auch das Messer ist Bestandteil von Lebensqualität und Lebensfreude.
Ebenso wie Basteln und Heimwerken so ganz ohne Messer und Klinge wohl auch nicht ganz unproblematisch wäre.
Gruß Thomas
Damit wir das mal auf die Reihe bekommen - ich bin bis zum WE schon dicht, da komme ich leider zu nichts. Also noch ein wenig Geduld:
1. Am WE werde ich erstmal die Webseite einrichten. Layout Struktur wie hier: www.fronteddu.de
Erstens steht das schnell, zweitens ist da ein CMS samt Rechtevergabe dahinter, so dass man bei Bedarf auch die Arbeit teilen kann. Und das eben nicht nur mit Leuten, die HTML Code in PHP Dateien schreiben können ;) Ausserdem funktioniert das Ding und wir wollen ja keinen Designpreis.
Das Ganze bekommt erstmal eine Rohgliederung und Fülltexte. Geändert und angepasst ist das dann ganz schnell.
2. Die Webseite stelle ich erstmal in ein Unterverzeichnis des Forenservers. Damit ist sich nicht wirklich öffentlich. Wenn wir eine passenden Begriff gefunden haben, wird sie auch über den URL erreichbar sein und kann entsprechend promotet werden. Aber dafür brauchen wir erstmal Inhalte.
3. Das Unterforum bastele ich auch am WE. Wie besprochen nur für aktive Mitarbeiter zugänglich. Hinweis auf das, was wir machen, Einladung etc. kommt natürlich auf die Webseite.
Wer Interesse hat mitzumachen, bitte eine mail an mich:
Betreff "MesserSindWerkzeuge"
Nutzernamen angeben!
Dann schalte ich das Mitglied für das Unterforum frei.
Grüße
Pitter
Sledge Homer
28.06.07, 13:24
Also, hier mal meine (philosophische) Meinung zu dem Thema:
Das Hauptproblem liegt in dem Zusammenspiel von Medien und Politik.
Ihc persönlich finde, um zu sehen, wo solche Probleme (die Idee eines Messerverbots speziell, sowie diverser anderer Verbote, die in letzter Zeit zunehmen) herkommen, einen Standpunkt a la Michel Foucault recht nützlich.
Foucault geht davon aus, dass man bei kulturellen, wissenschalftlichen und generell Gesellschaftlichen Prozessen von der Idee "eines Verantwortlichen Individuums" abstand nehmen müsse. Statt dessen sollte man das Netz der Gesellschaftsstrukurellen Beziehungen, der Machtbeziehungen und die darin enthaltenen immanenten Gesetzlichkeiten untersuchen.
Klingt jetzt sehr geschwollen, ist aber reichlich nützlich.
Wenn ich mir dieses Prinzip zu eigen mache, finde ich folgende an solchen öffentlichen Diskussionen beteiligten Gruppierungen. (Nennen wir sie mal Akteure)
1. Die Medien. Die Medien wollen Schlagzeilen. Sie sind somit nicht "frei" wie gerne behauptet wird, sondern unterliegen den Gesetzen, Nachrichten zu machen die sich verkaufen. Diese Gesetze für verkaufskräftige Nachrichten lauten:
a)Worst News are best News. (Je schlimmer, desto besser)
b) Möglichst viele Leute erreichen, was jeden betrifft interessiert jeden.
c)Je Emotionaler eine Nachricht wird (Schicksale, Gefahren, die dem
Leser/Zuschauer vor Augen geführt werden können) desto besser verkauft sie sich.
d)Einfachheit: Lange komplexe Erklärungen langweilen, die Medien sind eine Bühne, auf der etwas geschehen muss, je plastischer, desto besser.
Um nur mal die wichtigsten zu nennen.
2. Die Politiker: Sie wollen wieder gewählt werden. Dazu brauchen sie vor allem eines: Popularität. In einer so grossen Gesellschaft wie der unseren haben sie nur eine Chance,ausreichend Wähler zu gewinnen, nämlich über die Medien. Dazu müssen sie sich deren Gesetze anpassen, sprich: Emotionalisiern und dafür sorgen, in den Medien im Gespräch zu bleiben.
Ein Politiker, der in den Medien nicht auftaucht hat eine kurze Karriere...
Ergo passen sie sich in ihren Aussagen und Entscheidungen der Logik der Mediengesetze an.
3. Die Masse der Gesellschaft: Sie reagiert auf das, was die Medien ihnen vermitteln, ähnlich einem Zuschauer im Kino.
Schauen wir uns nun mal mit diesen Vorüberlegungen den hier dargestellten Fall an:
Vorspiel: Jemand wird mit einem Messer getötet.
1. Akt: Die Medien berichten darüber, entsprechend ihrer Eigengesetzlichkeit:
Sie emotionalisieren, sie liefern der Gesellschaft ein Schauspiel, dass diese vor Angst gebannt in ihren Sitzen hält. Sie vermitteln dem Zuschauer: "Du könntest der nächste sein!!!"
2. Akt: Der Politiker siehst seine Chance: Er tritt vor die Presse und sagt: "Ich bin für ein generelles Messerverbot." Damit liefert er den Leuten ein Konzept, das vor allem Mediengesetz d) entspricht. Es ist einfach, jeder kanns verstehen. Es macht zwar nicht viel Sinn, aber welcher Kinobesucher macht sich schon gross Gedanken, ob das was er vor seiner Nase im Kino sieht wirklich Sinn ergibt?? Ebensowenig: Welcher Bürger, der an Messern nur seine Küchenmesser und ein kleines Schweizer kennt, würde in diesem Moment daran denken, dass das ebenso Messer sind?
3. Akt: Die Medien greifen die Aussage auf: Denn
- Die Aussage passt zu den Mediengesetzen.
- Sie passt zum aktuellen Thema
- Sie führt durch die Fokusverschiebung einen neuen Akteur in die Debatte ein. Erst gab es nur einen Täter und ein Opfer. Das Opfer ist tot, der Täter gefasst, Geschichte zuende...
Aber:
Jetzt hat man einen Komplizen gefunden... DAS MESSER!!!
(in der Literaturwissenschaft würde man das als die Retardation bezeichnen)
4. Akt: Es kommt eine neue Diskussion auf: Messerverbot!!!
Die Hexenjagd nach dem ewigen Komlizen.
Wieder reagieren die Medien entsprechend ihrer eigenen Gesetze:
-Sie präsentieren Beispiele: Natürlich vor allem solche, die ihren Gesetzen entsprechen, mit denen sich stark emotionalisierende Storys erzählen lassen. Das einfachste Konzept hierzu wieder: Mord, Totschlag, Angst!!!
(Wären Messer Dildos, die Medien würden uns mit haufenweise masturbierender,sexwütiger Schönheiten zubomben, denn Sex sales, das Gesetz hab ich mal weggelassen, leider hat sich noch kein Politiker für ein Dildoverbot ausgesprochen)
Es entsteht ein anhaltender Reportagenkomplex, an dem die Medien einiges Verdienen.
5. Akt: Das Ende. Ausgelöst von einem von 2 Möglichen Ereignissen:
a) Der Zuschauer wird in Anbetracht des Themas von langeweile erfasst, die Medien brauchen was neues.
b) Der Komplize wird öffentlich hingerichtet.
Nur in diesem Akt unterscheidet sich der Hergang vom klassischen Drama, bzw. der klassichen Komödie...
Denn an dem Ende, das den Zuschauer erleichter aufatmen lässt haben die Medien kein Interesse. Ausserdem besteht hierzu keine Möglichkeit, denn da Unterscheiden sich Zuschauer im Kino und Zuschauer des Nachrichtenspektakels voneinander. Letztere sind wirklich betroffen. Die einen nehmen das zumindets noch wahr, die anderen nicht. Abgesehn davon braucht eine Geschichte ein Ende, der Zuschauer des Medienspektakels kennt hingegen nur das Ende seines Todes...
Den hier dargestellten Ablauf kann man für viele Verbote die diskutiert und teilweise auch beschlossen wurden ansetzen.
(Rauchverbot, Generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen, Terrorgefahr, Einschränkungen des Demonstrationsrechts, etc...)
Im Endeffekt drehen wir uns durch diese Mediengesetzlichkeiten auf einer Spirale der Angst, die zu immer mehr Freiheitseinschränkungen führt, bis wir irgendwann in Huxleys "Brave new World" aufwachen...
Gewürzt vielleicht mit einer Prise Orwell...
Was man dagegen machen kann??? Ich wüsste es nur zu gerne...
Im aktuellen Fall währe das logischste, die Menschen auf genau das zu verweisen, was den Mediengesetzen entgegenläuft. Die Medien zwingen, das alltägliche zu zeigen. Messer sind Werkzeuge!!!
Man benutzt sie zum kochen, zum schnitzen, und für tausend andere Sachen, wo man grad kein Spezialwerkzeug zur Hand hat.
Aber das wäre zu langweilig ums zu zeigen... Deshalb würde es wirken, aber die Medien würden sich niemals darauf einlassen.
Ein anderer Weg wäre vielleicht der folgende:
Die Mediengesetze befolgen und ihnen ein 2. Drama liefern, dass dem hier gezeigten (Messerverbot) entgegenläuft und die Mediengesetze beachtet:
Politiker beschneiden Bürgerrechte- Auf dem Weg in einen Polizeistaat?
wäre eine mögliche Schlagzeile.
Allerdings wäre das nur am Beispiel vom Messerverbot allein nicht wirksam genug. Die Messerverbotsdiskussion schränkt sich dann ein und lässt Küchenmesser und kleine Schweizer raus, zeigt dafür aber umso mehr Bilder von Messeropfern... Wir haben keine solch wirksamen Bilder, um zu zeigen, dass ein Messerverbot eine unnütze Freiheitseinschränkung ist.
Vielleicht wäre es ein Weg, solche beschneidunen von Rechten einmal in ihrer Gesamtheit aufzuzeigen, mit einem Vergleich 1980/Heute...
Wieviel ist verboten worden, was hat es gebracht...
Generell glaube ich jedenfalls, dass man in der Diskusson, solange sich nur aufs Einzelthema (Messerverbot) konzentriert, schlechte Karten hat. Da gewinnen die besseren Bilder. (Beispielsweise wissen wir heute alle, dass rauchen Krebs verursacht, bis auf die Krebsforscher, die immernoch nicht wissen, wodurch genau Krebs entsteht)
Messerjocke2000
28.06.07, 13:42
Tja vielleicht brauchen wir keine Messerlobby-> zu speziell.
Vielleicht ist selbst eine Waffenlobby zu speziell...
Lobby gegen sinnlose Verbote vielleicht?
:super:
Wirds nur nicht zu kommen, fürchte ich.
:(
Man könnte aber vielleicht mal mit anderen Lobbies Kontakt aufnehmen.
Z.B. Dem Chaos Computer Club.
Die haben zwar mit Messern nix am Hut, setzen sich aber anderer Stelle gegen ähnliche Verbote ein (Hackertools etc.).
Kilian
Sledge Homer
28.06.07, 14:08
Wie wärs mit nem etwas positiveren Namen?
Lobby für Freiheit und Verantwortung
Klingt positiv, allgemein und seriös.
Messerjocke2000
28.06.07, 17:53
Stimmt, positiv formulieren!
Kilian
Wie wärs mit nem etwas positiveren Namen?
Lobby für Freiheit und Verantwortung
Klingt positiv, allgemein und seriös.
Nö - weil:
Uns gehts hier primär um Messer- dass da noch andere Themen dranhängen klar, aber generell gehts doch um Messer. Da haben wir dann auch eine Chance, auf einen Konsens. Je allgemeiner und höher wir das Theme hängen, desto unterschiedlicher werden die Meinungen, desto weniger ziehen am gleichen Strang.
Ob das überhaupt was bringt - ja Sledge Homer, ich hab Deinen Beitrag gelesen und verstanden :) . Keine Ahnung, spielt für mich auch keine Rolle. Entweder ich habe etwas mitzuteilen oder eben nicht. Mehr, als das gut formuliert und begründet vorbringen, kann ich nicht.
Ich bin *nicht* davon überzeugt, dass wir wirklich Stimmung machen können, und darum gehts ja. Aber vielleicht täusche ich mich, und sicher muss ich mir nicht vorwerfen, ich habe nichts gemacht. Für mich ist das der Punkt.
Pitter
Ich glaube wichtig ist es mal klar zu stellen, das wir die "normalen" in diesem Zirkus sind.
Ich bin es irgendwie schon leid zu erklären wieso ich ein Messer bei mir habe (vorallem wo ich immer gefragt werde während ich es benutze :D).
Vielleicht kann man dieses "das ist normal" mit einer Aktion "Nicht ohne mein Messer" und Bildern von Menschen mit ihren Messern in Alltagssituationen verdeutlichen.
Den Koch, den Chirugen, Tischler... aber auch den Bayern bei der Brotzeit oder Kinder beim schnitzen.
Klingt jetzt alles ein wenig klischeehaft, aber so arbeitet die Gegenseite ja auch.
Ciao Sven
Hallo,
hier eine Idee für eine Rubrik auf der geplanten Homepage:
Wie wäre es, wenn man Tatsachenberichte sammelt, in denen Menschen ohne Messer (wie man bei uns sagt) "echt inne Wurst" gewesen wären?
Victorinox hat auch so was auf der Homepage (hier (http://www.victorinox.de/index.cfm?site=victorinox.ch&page=33&lang=D)).
Da geht es um Leute, die in einem (im Wasser versinkenden) Auto festsaßen und sich nur mit ihrem Messer befreien konnten oder um einen (von einem Arzt) vorgenommenen Luftröhrenschnitt bei einem Kind, das zu ersticken drohte, etc..
Das läßt sich doch bestimmt über die "Victorinox-Grenze" hinaus erweitern, mit Beispielen, in denen auch ein größeres Messer erforderlich war.
Unter jedem dieser Artikel liesse sich dann z.B. ganz prima der Hinweis anbringen, dass vergleichbare Situationen, bei einem Messerverbot, nicht so glimpflich ausgehen könnten.
Gruß :)
gulogulo
Unter jedem dieser Artikel liesse sich dann z.B. ganz prima der Hinweis anbringen, dass vergleichbare Situationen, bei einem Messerverbot, nicht so glimpflich ausgehen könnten.
"Wenn Messer verboten wären, wäre ich jetzt tot". Doch, ja, das wäre ein Ansatz.
Sledge Homer
29.06.07, 12:23
@Pitter:
Das mit dem positiveren Namen war auf Messerjockes Beitag gemünzt.
Bzw. die Überlegungen einer allgemeineren Lobby entsteht automatisch aus einer solch allgemeinen Konextbetrachtung, wie ich sie formuliert hab.
Allerdings gebe ich dir vollkommen Recht, wenn du sagst:
Je allgemeiner und höher wir das Theme hängen, desto unterschiedlicher werden die Meinungen, desto weniger ziehen am gleichen Strang.
Traurig aber wahr... sich in einer solchen allgemeineren Lobby auf ein gemeinsames Programm zu einigen würde zu endlosen Detaildiskussionen führen in denen sich alles zerläuft.
Trotzdem lassen sich aus der allgemeinen Betrachtung wie ich finde wertvolle Erkenntnisse für ein effektives Vorgehen gewinnen.
Beispielsweise der Vorschlag mit den Beispielen von nützlicher Anwendung von Messern. Entsprechend medienwirksam präsentiert, könnten sie etwas bringen.
Und gerade in dem Wort Medienwirksam liegt der Knackpunkt. Streng genommen sind die Medien unser grösstes Problem. Allerdings wäre es falsch, sie als "Den Feind" zu betrachten. Die Medien sind vielmehr sowas wie eine Hure, die dem dient, der ihr die beste Geschichte liefert.
Hier liegt wie ich finde ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Wir brauchen gute Geschichten.
Um ein Beispiel zu geben: Der Bauarbeiter, der sich ein Brot schmiert. Leider zu geringe Medienwirkung, da zu wenig Action.
Ebenso die vielzahl von Alltagsbeispielen. Jede für sich genommen hat keine Medienwirkung, alle zusammen Mediengerecht zu präsentieren stelle ich mir äusserst schwierig vor.
Hingegen das Beispiel mit dem lebensrettenden Luftröhrenschnitt: Medienwirksam.
Trotzdem halte ich auch die Darstellung der Vielfältigkeit von Messeranwendungen für einen Anknüpfungspunkt, die Frage ist, wie man den medienwirksam präsentieren könnte. (Medienwirksam= Dass es den Ottonormal-Zeitungsleser und Fernsehzuschauer interessiert)
Der Grund hierfür liegt darin, dass mich Messer vor allem wegen ihres Universalwerkzeugcharakters faszinieren. Es gibt kaum ein anderes Werkzeug, das so vielfältig einsetzbar ist. (Vielfältig, nicht häufig) Gerade dadurch passt es zwar nicht so ganz in unsre spezialisierte Welt, stellt aber andereseits seinen Nutzen immer wieder unter Beweis. Für mich ist ein Messer beispielsweise "Das Werkzeug, das ich benutze, wenn ich kein Spezialwerkzeug zur Hand habe". (Und wer, der ohne Messer auskommen will, kann sich schon für jede Eventualität ein spezielles Gerät leisten, um es zu ersetzen und wo bewahrt er den ganzen Schrott auf.)
Ups, jetzt bin ich ein wenig von der Medienpräsentation abgekommen, aber egal. Vielleicht wärs erstmal ne Idee, zur Planung eine Art Brainstorming zu veranstalten.
Vor allem um folgende Bereiche:
-Was interessiert den Einzelnen an Messern
-Für was alles können Messer verwendet werden?
-etc.
Ein weiterer Punkt, den man gegen ein Messerverbot anführen könnte, liegt in der Begründung des Messers als Kulturgut.
Wäre es nicht ein Frevel an unserer Kultur, Messer zu verbieten???
........Ein weiterer Punkt, den man gegen ein Messerverbot anführen könnte, liegt in der Begründung des Messers als Kulturgut.
Wäre es nicht ein Frevel an unserer Kultur, Messer zu verbieten???
in zeiten wo theater aus geldmangel (fehlende staatliche zuschüsse) schließen müssen, bei orchestern personal eingespart wird, so dass man sich wundert, dass die überhaupt noch klingen, büchereien dichtgemacht werden und lehrer an schulen eingespart werden, frage ich mich: was interessiert unsere politiker eigentlich noch die KULTUR ?
dieses argument zieht nun bei diesen leuten garnicht und man kann es sich wohl getrost sparen.
polaris1977
29.06.07, 16:01
Ein Tipp für Hintergrundinformationen für das taktische Vorgehen:
http://www.bpb.de/publikationen/B49BYV,0,Die_Theatralit%E4t_der_Politik_ in_der_Mediendemokratie.html
Aus der politischen Praxis kann ich sagen: Genau so läuft es!
Etwas anderes kann jeder tun: Bei jeder sich bietenden Gelegenheit brauchbare Messer verschenken, an Familie, Freunde, Sportkameraden, Kollegen etc., wer eines hat, fängt nach meiner Erfahrung irgendwann an, es zu benutzen und wird von der Nützlichkeit des Mitführens überzeugt. Je mehr Messer regelmäßig außer Haus benutzt werden, desto schwieriger wird ein Verbot durchsetzbar sein.
Mal abgesehen von aller Taktiererei : wie will Körting den Blödsinn eigentlich durchsetzen ? Nicht mal das mit dem Rauchverbot bekommen sie gebacken. ( worüber ich nicht besonders unglücklich bin.... ).
Klartext : Es fehlt jetzt schon an allen Ecken und enden Personal bei der Polizei und irgendwelche Ordnungsamt Leuctchen ohne polizeiliche Befugnisse werden nicht so lebensmüde sein und sich in ernsthaft brenzlige Situationen begeben.
Leider sind aber gerade diese brenzligen Situationen die wo ein messer auffällt, ansonsten ist es den Leuten hier in Berlin ziemlich egal was man mit sich rumschleppt. nach meiner Erfahrung kann man hier auch mit einer Schwertlanze spazierengehen ohne das es irgendjemanden juckt.
( nein ich bin nicht übergeschnappt, blos irgendwie muß man ja auch so ein Gerät von A nach B kriegen.)
D.h. wenn sich keiner aufregt, müßte grundlos kontroliert werden, auf den Verdacht des Messerführens hin und das flächendeckend.
Undurchführbarer, kostenverursachender Unfug.
Gruß
Stefan
Mal abgesehen von aller Taktiererei : wie will Körting den Blödsinn eigentlich durchsetzen ?
...
Klartext : Es fehlt jetzt schon an allen Ecken und enden Personal bei der Polizei
...
Das ist ja eigentlich eher das zweitrangige Problem.
Leute wie Körting müssen wissen, dass man ihre reisserischen Mitteilungen an die Öffentlichkeit nicht mehr einfach nur aufsaugt und hinnimmt.
Wir alle als Steuerzahler haben das Recht, von Politikern ernstgenommen zu werden, und dass sie sich sachlich und fachlich korrekt in der Öffentlichkeit mitteilen, und darauf muss man sie festnageln, wenns beim Körting nicht funktioniert, dann aber evtl. bei einem seiner "Amtsbrüder" (da bin ich hoffnungslos optimistisch).
Und je reisserischer sie sich wahlkampftaktisch mitteilen, desto schärfer sollte der Protest an sie formuliert sein - meine Meinung ;)
*Die* wissen genau, wie falsch ihre Aussagen sind, aber nicht, wieviele Menschen sich tatsächlich von ihren Unterstellungen angegriffen sehen.
Gruß Andreas
Da mußt du dir keine Sorgen machen, das seh ich genauso. Blos dieser zweite Faktor ist technisch gesehen nicht unerheblich : Soll Herr Körting doch mal diese sinnlose Ausgaben plausibel machen. Den steuerzahlenden Bürger wird das Ganze vermutlich nicht sehr erfreuen. Wenn man eine Lobby gegen was haben möchte, sollte man einen empfindlichen Punkt nehmen. Der sitzt bei den meisten Leuten nunmal in der Brieftasche. Daher diese Anregung. ( Ich glaub einfach das wir gegen diesen ausgemachten Unsinn jede Argumentationsschiene nutzen sollten. )
Ansonsten bin ich auch dabei ein freundliches Schreiben an den Mann zu basteln. Ich las mir dabei aber Zeit, es soll ja schließlich sitzen..:teuflisch
Gruß
Stefan von der Schwertfraktion
1. Das Unterforum gibts. Die, sie sich bisher dafür interessiert haben, werden gleich freigeschaltet. Den thread hier lasse ich noch eine Weile offen, dann wird er entweder verschoben bzw. geschlossen und in das neue Unterforum kopiert.
Das Unterforum nennt sich Inititative Messer sind Werkzeuge, im Bereich "Das Forum und seine Benutzer". Sehen tuns bisher allerdings nur Die, die dort auch mitarbeiten möchten. Wer Interesse hat, nach wie vor mail an mich, siehe mein obiges posting.
2. Die "Webseite" gibts auch.
-> http://www.messerforum.net/initiative/
"Design" und Gliederung noch nicht einmal Baustelle :steirer: - vorranging muss erst einmal Inhalt rein, Design/Layout lassen sich hinterher jederzeit anpassen.
Na denn ;)
Grüße
Pitter
Sledge Homer
02.07.07, 08:28
was interessiert unsere politiker eigentlich noch die KULTUR ?
dieses argument zieht nun bei diesen leuten garnicht und man kann es sich wohl getrost spa
Nun, selsbt wenn die Kultur den Politikern egal ist, interessiert sie a) die Menschen und b) die Medien...
Es ist ein Argument, das medial aufbereitungsfähig ist, was gerade wenn Nachrichten knapp sind (sommerloch) bereitwillig aufgenommen werden könnte...
Und mit den medien zieht man an jenen Fäden, an deren Ende die Marionette "Politiker" heutzutage hängt...
polaris1977
02.07.07, 09:41
Das ist ja eigentlich eher das zweitrangige Problem
Stimmt so nicht ganz, da es im politischen Geschäft üblicherweise schwer ist, ausschlißlich mit fundierten Sachargumenten zu wirken, ist der Hebel mit Vollzugsproblemen, Überlastung von "Frontkräften" und vor allem Haushaltsfragen teilweise der Wirkungsvollste.
2 Beispiele aus der Praxis:
Fast alle i.d. Hamburger Politik fanden die neue Hundeverordnung toll. Als nach einer parlamentarischen Anfrage klar wurde, daß die Rassebestimmung im Vollzug in 89% der Fälle falsch war und die Stadt somit auf horrenden Unterbringungskosten für zeitweise sichergestellte Hunde sitzen blieb, relativierte sich das stark (Wenn sich die Lage alleine dadurch noch nicht wesentlich gebessert hat)
Fast alle i.d. Hamburger Politik fanden den neu eingeführten kleinen Waffenschein ganz toll. Bis die Innenbehörde mit der Haushaltsvorlage kam, in der sie 24 zusätzliche Stellen für die Bearbeitung forderten. Die gab es nicht. Inzwischen ist rausgekommen, daß trotz der vermuteten 200 - 300 Tsd. einschlägigen Waffen in HH nicht mal 2000 kleine Waffenscheine beantragt wurden, daß hat zumindest bei den Haushaltsleuten ernste Zweifel über den Sinn der gesamten Praxis ausgelöst.
Geld ist in der Politik wirksam, damit kann man Verbündete gewinnen, die an dem eigenen Anliegen überhaupt kein Interesse haben!
Tja , genau deswegen hab ich die finanziele Irrsingkeit der Durchführung von diesem Projekt ja erwähnt. Gehts an die Brieftasche, ändern Leute schnell ihre Meinung.
Gruß
Stefan
Stimmt so nicht ganz, da es im politischen Geschäft üblicherweise schwer ist, ausschlißlich mit fundierten Sachargumenten zu wirken, ist der Hebel mit Vollzugsproblemen, Überlastung von "Frontkräften" und vor allem Haushaltsfragen teilweise der Wirkungsvollste.
Ja, ist richtig ;)
Das mit dem "eher zweitrangig" bezog sich auf das, was evtl. "danach" kommt.
Hauptproblem 1a (in meinen Augen) ist die miese Aussendarstellung durch/von Politikern, die von fast jedem wahrgenommen wird.
Hauptproblem 1b ist die Durchführung in der Verwaltung/im Vollzug, die durch 1a maßgeblich gelenkt (manipuliert) wird.
Meine Kurzbeurteilung dazu:
Wenn die öffentlich wirksame Aussendarstellung weniger reisserisch und mehr fachlich/sachlich korrekt ist, wird auch die Verwaltung/der Vollzug weniger in übereilten Handlungszwang gebracht, weil die ausführenden Organe in ihren praktischen Aktivitäten an den weniger sachlich/fachlich fundierten Aussagen der Politiker gemessen werden
edit
weil eben in der breiten Masse niemand die tatsächliche Nicht-Fundiertheit erkennt, ausser die betroffenen Gruppen selbst. Und somit sind auch fragwürdige/unkorrekte Handlungsweisen der ausführenden Organe mehr oder weniger nicht wirklich erkennbar.
Darum meine Abstufung zur Lösung des "dringenderen" Problems ;)
Gruß Andreas
Man wird in den Medien täglich mit Schreckenszenarien überflutet. Sucht man in nachrichtenspezifischen Suchmaschinen unter den Begriff "messer", so ist dieser Begriff zu 99% negativ besetzt. Das Messer hat sich über Jahrzehnte als Inbegriff der Waffe in der Kleinkriminalität etabliert. Ob dies Statistisch belegbar ist oder nicht, das von den Medien gezeichete Bild ist nunmal wie es ist. Man könnte an dieser Stelle kilometerweise Schlagzeilen zitieren.
Hier ein paar Seiten, die ich Euch diesbezüglich nicht vorenthalten möchte:
So tragisch die Tat an sich ist, aber kam wirklich die berühmt-berüchtigte "Butterfliege" zum Einsatz oder hat sich da jemand bewußt/unbewußt aus der Klischee-Kiste bediehnt?
http://salzburg.orf.at/stories/204015/
und falls man nicht auf die Schnelle ein passendes Foto parat hat helfen Agenturen wie diese liebend gerne weiter. Man betrachte mal die Suchbegriffe:
http://www.fotodesign-ohde.de/fotos-symbol-78.html
Insofern erscheint einem das Vorhaben "Initiative Messer sind Werkzeuge" als Kampf "David gegen Goliath" und damit von Vorne herein zum Scheitern verurteilt.
Da es aber in Teilen unserer Welt gar nichts Besonderes ist, ein Messer in der Öffentlichkeit zu führen. Es sogar möglich ist Kindern und Jugendlichen unproblematisch den Zugang zum Messer zu gestatten, ist meiner Meinung der Kampf noch nicht gänzlich verloren.
Die Möglichkeiten das Messer als Gebrauchsgegenstand wieder zu etablieren, wurden ja schon angeschnitten. Hier einige zusätzlicher Überlegungen:
Man tut sich leicht etwas zu verbieten, wenn man es nicht braucht (Nichtraucher/Zigaretten, Radfahrer/Auto, ect.). Aber funktioniert das auch in unserem Alltag mit dem Messer? Machen wir den Leuten doch mal bewußt wie oft sie im Alltag darauf angewießen sind. Wieviele von den unbeliebten Helfern sich im Haushalt mit der Zeit angehäuft haben, ohne daß man Einzug ins Strafregister gehalten hat.
Das müsste meiner Meinung nach eine Basis schaffen auch zu erklären warum man das Messer auch außerhalb der eigenen vier Wände braucht und gebraucht.
Projekte mit Schülern Messer zu bauen und ihnen dann auch den vernümpftigen Umgang damit nahezulegen. :super:
Eigendisziplin:
Man liest hier im Forum des Öfteren, daß die Macher/Käufer um ein "ziviles" Erscheinungsbild der Messer bemüht sind. Das bedeutet keine bedrohlichen Fantasymesser, Tactical, Klischeemesser.
Die Entscheidung, daß man SV-spezifische Themen bewußt im Vorfeld unterbindet, aus oftwiederholten Gründen. All das finde ich begrüßenswert und sehr hilfreich, wenn man das Bild des Messeres als Gebrauchsgegenstand zurechtrücken möchte.
Ängste hinsichtlich bestimmter Situationen (messerführende Mitmenschen) kann man abbauen, indem man sie ganz einfach im harmlosen Kontext übersteht/überlebt :glgl:.
Das bedeutet nicht, daß ich nun fremden Leuten bei jeder Gelegenheit demonstrativ mit dem Messer unter der Nase rumfuchtle, um sie dann mit heiler Haut davonkommen zu lassen.
Wenn ich mein Umfeld (Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen) mit der Zeit dahin überzeuge, daß nicht jeder Messerträger eine potenzielle Gefahr darstellt, ist schon viel geleistet. Denn wenn morgen meine Verwandten, Freunde und Arbeitskollegen und die der Kollegen hier im Forum Dich am Frühstückstisch mit Deinem Semmelschreckfolder ohne Fluchtgedanken beobachten können, werden auch Versuche unsinnige Gesetze, wie generelles Messerverbot in der Öffentlichkeit, nicht mehr auf fruchtbaren Boden fallen, sondern im Vorfeld eindorren wie eine Pflaume in der Wüste Gobi :haemisch:
In diesem Sinne möchte ich mich auch an der Initiative beteiligen, auch wenn ich nicht in Deutschland ansässig bin. Schließlich sitzen wir mit der EU alle im selben Boot, und früher oder später werden mit Sicherheit auch in Italien ähnliche Stimmen bezüglich Messerverbote laut.
Wer Interesse hat, nach wie vor mail an mich, siehe mein obiges posting.
E-Mail geht demnächst raus.
MfG
Klaus
Schließlich sitzen wir mit der EU alle im selben Boot, und früher oder später werden mit Sicherheit auch in Italien ähnliche Stimmen bezüglich Messerverbote laut.
Die gibts schon. Dummerweise brauchts dazu nicht einmal eine Gesetzeslage, das regelt der Polizist vor Ort im Augenblick der Lage. Meiner Erfahrung nach, ist die Situation in Italien noch viel schlechter, als in D. Während ich im bäuerlichem Umfeld, sei es bei meinen Verwandten in der Toscana oder Sardinien problemlos mit einem beliebigen Prügel am Gürtel rumlaufen kann, sollte man das Dingens beim Besuch in der nächsten Stadt tunlichst zu Hause lassen. Das Märchen von der Klinge, die nicht breiter sein darf, wie Handbreite, höre ich da unisono, von den Herren in Blau wie meiner Familie. Und im Gegensatz zu hier sind Diskussionen mit Carabinieri oder Zollbeamtem eher zu unterlassen :D. Das ist ein nerviges Wischiwaschi.
Klar, je weiter man ins Land fährt, desto tiefer ist die Tradition, ein Messer in der Tasche zu haben verbreitet. Logisch. Als Bauer, Hirte, Züchter brauche ich das auch alle naselang. Aber in den Städten gibts meiner Erfahrung nach die gleichen Vorbehalte, wie hier in D. Zumindest im Norden. Unterhalb Roms sieht das alles wieder ganz anders aus, aber angenehmer wirds da auch nicht.
Grüße
Pitter
Die gibts schon. Dummerweise brauchts dazu nicht einmal eine Gesetzeslage, das regelt der Polizist vor Ort im Augenblick der Lage. Meiner Erfahrung nach, ist die Situation in Italien noch viel schlechter, als in D.
Dann ists wohl an der Zeit meine rosa Scheuklappen abzulegen und aktiv zu werden.
Mit dem "Märchen", von der handbreiten Klinge werde ich auch des Öfteren konfrontiert, aber eher aus Bedenken, dass ich Probleme mit der Obrigkeit bekomme, als dass mein Messer (SAK) als Bedrohung empfunden wird.
MfG Klaus
Hallo zusammen,
bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ein gewisser Günther Öttinger in den Achtzigern dafür plädiert hatte, auf öffentlichen Straßen das Motorradfahren zu verbieten.(Kurz darauf verlor er seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer!).
Das passt zwar nicht ganz hierher, zeigt aber deutlich, was in den Gehirnen "unserer" Volksvertreter vor sich geht. Wer schützt uns eigentlich vor solchen furchtbaren Politikern?
Grüße an alle
Thorin
Guten Morgen zusammen,
ich häng mich mal hier dran:
Heute morgen habe ich im Radio (Radio Einslive (http://www.einslive.de/)) einen kurzen Bericht gehört, der sich damit befasste, dass ein britischer Ausrüster von Sicherheitsdiensten, Polizei etc., derzeit stichsichere Schuluniformen herstellt. Diese können von Interessierten für umgerechnet etwa 200 Euro (privat) beschafft werden.
Dem Bericht zufolge gibt es an britischen Schulen ein echtes Problem mit Messerstechereien. In diesem Jahr sollen alleine in London 18 Schüler erstochen bzw. erschossen worden sein. Einer Umfrage zufolge hat jeder dritte Schüler in den vergangenen 12 Monaten schon mal ein Messer dabei gehabt.
Auch Schüler sind zu Wort gekommen. Und obschon diese Gefährdungssituationen oftmals anders einschätzen als Eltern/ Erwachsene, waren diese der Meinung, dass es insbesondere an Berufsschulen sinnvoll sei o.g. Uniformen zu tragen.
Die Zahlen sind erschreckend, die Schicksale dahinter tragisch. Sie unterstreichen jedoch die Tatsache, dass eine Politik der Verbote die Probleme nicht behebt und das Herumdoktoren an Symptomen langfristig keine Verbesserung eines Missstandes bewirkt.
Die Zahlen, die ich oben zitiert habe, sind aus dem Gedächtnis übernommen. Ich bin mir sehr sicher, dass sie so verlesen wurden, Irrtümer kann ich aber nicht ausschließen. Leider habe ich auf der Homepage von Einslive (http://www.einslive.de/) auch nichts schriftliches gefunden.
Gruß :)
Marc
Nachtrag: In der Zwischenzeit haben sich meine Zahlenangaben bestätigt, mit Ausnahme eines Punktes, den ich korrigiert habe ("Im letzten Jahr" -> "In diesem Jahr"). Auf meine Frage nach den Quellen der Angaben, teilte mir die sehr schnelle und freundliche Hotline des Radiosenders mit, dass es sich hierbei um Polizeiangaben handele.
Nach langer Abstinenz...
Hallo an alle!
Ist schon ein lustiges Ding, das geplante Verbot!
Bis heute war niemand in der Lage, beispielsweise das Verbot von Butterfly- oder Faustmessern auch nur ansatzweise durchzusetzen.
Die Zielgruppe, die mit diesem Verbot getroffen werden soll, nämlich jugendliche Intensivtäter, werden sich kaum (wenn sie es denn überhaupt mitbekommen) von solchen Vorschriften beeindrucken lassen! Jemand, der schon 50 oder 60 mal wegen Raubtaten (immerhin ein Verbrechen) vor Gericht stand, wird sich kaum davon abhalten lassen schwarz U-Bahn zu fahren oder ein Messer mitzunehmen. Zumal die Gefahr beim Schwarzfahren erwischt zu werden ungleich höher ist. (bei ähnlicher Strafe)
Körting betonte in Interviews auch die Härte mit der dieses Gesetz durchgesetzt werden soll. In Berlin, wo selbst Berufsverbrecher für Totschlagsdelikte oft in den offenen Vollzug kommen, da will man jetzt die völlig überfüllten und überforderten Knäste mit Messerbesitzern füllen?
Wenn ein Jugendstaatsanwalt die konsequente Nutzung bestehender Gesetzte gegen Intensivtäter fordert, dann droht ihm die Justizsenatorin mit Disziplinarstrafe und unterstellt ihm auch noch eine quasifaschistische Einstellung. Ein Innensenator dagegen darf offensichtlich jeden Mist von sich geben den er mag!
Gast 110908
05.09.07, 13:32
Wenn ein Jugendstaatsanwalt die konsequente Nutzung bestehender Gesetzte gegen Intensivtäter fordert, dann droht ihm die Justizsenatorin mit Disziplinarstrafe und unterstellt ihm auch noch eine quasifaschistische Einstellung. Ein Innensenator dagegen darf offensichtlich jeden Mist von sich geben den er mag![/QUOTE]
Hallo marcy!
mir wird jetzt nicht so klar was ein Jugendstaatsanwalt und seine Forderung mit Faschismus zu tun hat.
Gruß
polaris1977
05.09.07, 16:05
Wenn ein Jugendstaatsanwalt die konsequente Nutzung bestehender Gesetzte gegen Intensivtäter fordert, dann droht ihm die Justizsenatorin mit Disziplinarstrafe und unterstellt ihm auch noch eine quasifaschistische Einstellung. Ein Innensenator dagegen darf offensichtlich jeden Mist von sich geben den er mag!
Wenn die machtinnehabenden berliner Politiker es sich einfach so gefallen lassen würden, daß Beamte ihnen in Sachen wirkungsfreiem Symbolismus öffentlich Konkurrenz machen, hätten sie ja wohl auch ihren Beruf verfehlt!
anson argyris
06.09.07, 08:24
mir wird jetzt nicht so klar was ein Jugendstaatsanwalt und seine Forderung mit Faschismus zu tun hat.
Diese Frage sollte man vielleicht mal der Berliner Justizsenatorin stellen,
denn die hat ja anscheinend diese Äußerung getan.
...nun vielleicht etwas blumig formuliert....
...aber die gesellschaftliche Einstellung des Staatsanwaltes wurde von der Justizsenatorin arg in Frage gestellt.
....aber die hat momentan andere Sorgen!
Wenn ein Messerverbot einen sofortigen Rückang von Körperverletzungen und Totschlägen die mit Messern im Zusammenhang stehen zur Folge hätte, dann könnte man sich mit so einem Gesetz vielleicht zähneknirschend arangieren. Aber das wird nicht der Fall sein, zumal (wie schon oft thematiesiert) die meisten Straftaten eh mit Haushaltsmessern verübt werden (wegen der leichten Verfügbarkeit) und die kann nun wirklich keiner verbieten!
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