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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Busse/Strider vs. Handmade



Kay
24.04.07, 18:15
Moin ihr alle.

Wieso bevorzugt ihr z. B. Busse, Strider, Maddog und andere Semihandmade Messer?

Die einen sagen, weil sie robust sind, weil ihnen das Design gefällt oder aus welchem Grund auch immer …

Ich z. B. Finde, das Design der Strider Folder saugeil, bei den Busse Messer gefällt mir die Klingen form und bei Maddog der Griff. Das wird bestimmt vielen genau so gehen wie mir …

Das eine klinge mit 5 mm Stärke aufwärts robust ist sollte uns allen klar sein, wenn der stahl und dessen Wärmebehandlung stimmt!

Ich für mein Teil sehe jedoch nicht ein, dass ich für ein Semihandmade Messer, mit einem mittelprächtigen Finnish zum teil sehr hohe Preise zahlen soll.

Im Gegenteil zum handgemachten Messer eines Deutschen (oder sonstig wo ansässigen Messermachers) wie z. B. Jürgen Schanz, der für sehr viel Handarbeit, einem guten Finnish, einer groß0en Auswahl an Stahl, Griffmaterialien/formen, Schliffarten und, und, und bietet, eben ein Messer nach Mass oder Wunsch.
Dafür verlangt er einen Preis, den er für Sein gute Handarbeit auch verdient hat und auch bekommen soll.

Der zum Teil noch unter Busse/Strider und Co liegt.

Klar Geben die Messermacher keine Garantie wie z. B. Busse auf Missbrauch und haben meist keinen so taktischen Mythos wie die Amerikanische „Massenware“.

Aber ich habe auch noch nicht gelesen das jemand sein Schanzmesser zerstört hat.

Darum nochmal meine Frage: Wieso schwört ihr auf eure „Amerikanischen Messer“.

Mein Grund, wieso ich mir kein Busse/Strider o. ä. zulege, ist der Peies, da ich ein Messer nach Wunsch vom hiesigen Messermacher zum günstigeren Kurs bekomme und so noch was für unser Wirtschaftswachstum beisteuere …

Mit freundlichen Grüßen

Kay

thrawn
24.04.07, 18:26
Du weißt aber schon, daß diese Frage x-mal durchgekauft wurde, oder?


Ich für mein Teil sehe jedoch nicht ein, dass ich für ein Semihandmade Messer, mit einem mittelprächtigen Finnish zum teil sehr hohe Preise zahlen soll. sollst du nicht, mußt du nicht, brauchst nicht - nur, wenn du es haben willst ;)


Darum nochmal meine Frage: Wieso schwört ihr auf eure „Amerikanischen Messer“ Weil jeder kaufen darf, was er mag (sich leisten kann)

Blacky
24.04.07, 18:49
Ist schon klar. Trotzdem wird es bestimmte Beweggründe geben, aufgrund derer man (die Busse-Käufer z.B.) sich für genau dieses Messer entscheiden, obwohl es nebenher auch Schanz-Messer gibt, zum selben Preis oder günstiger.
Also denke ich, geht es Kay in erster Linie darum, von den o.g. Käufern ihre 'Motive' zu erfahren, durch die sie sich für genau diese Messer entschieden haben.
Interessiert nich übrigends auch...;)
Sebastian

JB1964
24.04.07, 19:08
Ich glaube, viele vertrauen auf die Qualität, die Wertbeständigkeit und aud "das Besondere"* bei Herstellern wie Strider, Busse und Mad Dog.

Dieses Vertrauen ist bei vielen Käufern bei den genannten High End Messern offensichtlich höher, als bei einem Handmade.

* was auch immer "das Besondere" ist, vielleicht zum Teil auch die Tatsache, daß die Semi Handmades weiter verbreitet und deshalb (angeblich) bewährt sind.

Kwisatz
25.04.07, 09:57
OT : "und so noch was für unser Wirtschaftswachstum beisteuere"

Tut auch jemand, der deutsche Importeure/Händler von ausländischen Messern unterstützt, in dem er bei ihnen einkauft.

hawky
25.04.07, 12:03
Da ja offensichtlich ein grosses Interesse fuer derartige Messer (Fehrman, Busse, Strider & Co) besteht, stellt sich mir manchmal die Frage, warum hiesige Messerhersteller diesen Trend nicht aufgreifen und damit versuchen den Markt ebenfalls zu bedienen!?!

\\Cheers

pitter
25.04.07, 13:01
Da ja offensichtlich ein grosses Interesse fuer derartige Messer (Fehrman, Busse, Strider & Co) besteht, stellt sich mir manchmal die Frage, warum hiesige Messerhersteller diesen Trend nicht aufgreifen und damit versuchen den Markt ebenfalls zu bedienen!?!


Weil das, zumindest im großen Rahmen, kaum funktionieren wird, da bei solchen Messern nicht das Messer, sondern ein Produkt mit der Story dahinter gekauft wird. Ist wie überall bei vergleichbaren Produkten, auch ausserhalb der Messerwelt.

Einen Trend - nämlich den tactical Dingsbums Trend, aber eben auch den hochwertige Messer Trend - nehmen deutsche Hersteller ja sehr wohl auf.

Grüße
Pitter

hawky
25.04.07, 13:09
Ich weiss nicht ...

Ich haette gerne so ein Fehrman 'Last Chance', hab aber keine Lust zu importieren - die mir bekannten Haendler wie wolfster, knifetom und toolshop fuehren diese Marke nicht.

Die "Story dahinter" kenne ich nicht und somit wuerde ich ein Messer was in dem Style daherkommt und wo z.B. Boker auf der Schachtel steht genauso gerne kaufen.

\\Cheers

kmitas
25.04.07, 13:20
Da ja offensichtlich ein grosses Interesse fuer derartige Messer (Fehrman, Busse, Strider & Co) besteht, stellt sich mir manchmal die Frage, warum hiesige Messerhersteller diesen Trend nicht aufgreifen und damit versuchen den Markt ebenfalls zu bedienen!?!

\\Cheers

weil es eben nicht so einfach ist, die Qualität (und vor allem Garantie) zu so einem Preis anzubieten. Die dt. Messerhersteller könnten den Preis von Busses, Striders und co. nicht unterbieten. Es sei denn man würde die Messer wirklich in grossen Stückzahlen absetzen... aber dafür ist die Nachfrage nach solchen Dingern nicht groß genug.

WalterH
25.04.07, 13:38
weil es eben nicht so einfach ist, die Qualität (und vor allem Garantie) zu so einem Preis anzubieten. Die dt. Messerhersteller könnten den Preis von Busses, Striders und co. nicht unterbieten.
Das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder?

-Walter

kmitas
25.04.07, 13:49
doch.
guckt mal hier :
http://www.bussecombat.com/knives/index.shtml
was sieht man da ?
badger attack tac - 5 zoll, micarta. preis 227 $ dh. 166,5 EUR (Zoll und solche Späße ausgenommen, mit reinen Herstellungskosten haben sie nichts zu tun).
Und Garantie die noch nie ein ein dt. Hersteller angeboten hat (hier kann ich mich irren). Für 166 EUR würde man so ein Messer kaum mit einer üblichen Garantie bekommen.

ZiLi
25.04.07, 14:08
was nuetzt mir eine "lebenslange" Garantie, wenn ich mein Geld zurueckfordern darf, aber nirgendwo geschrieben steht, dass ichs auch bekomme? Meine Erfahrung mit Garantieabwicklung in Amiland ist eher negativ - z.B. hat CRKT eine Reklamation mehrmals eher marginal abgewickelt (ging nicht via Importeur, da auch nicht ueber diesen Weg bezogen).

Im Gegensatz hierzu ist mir eine Aussage eines Deutschen Messermachers lieber, wenn er mir sagt: "Wenn was faul ist, wirds gerichtet" - ganz einfach so - und die Erfahrung dann zeigt, dass das auch passiert...

(schaumnermal, eine RMA in Deutschland ist noch offen, die erwarte ich aber, am Wochenende zu meiner Zufriedenheit schliessen zu koennen...)

-zili-

hawky
25.04.07, 14:17
Hier mal ein Beispiel (nicht von mir!) aus dem Leben zum Thema lebenslanger US-Garantie:

http://usarundbrief.com/49/p4.html

\\cheers

kmitas
25.04.07, 14:23
ach ja. crkt, rucksäcke...
wir reden hier von busse, strider, trident...
und ich behaupte, daß die Preise mit der Garante zusammenhängen, und sie in einem anderen "Hochlohnland" (z.B. Deutschland) nicht signifikant unterbieten werden könnten. und das heißt für mich auch, daß sie nicht überteuert sind :) .

ge2r
25.04.07, 15:40
Zur lebenslangen Garantie "no questions asked", mit der zB. Strider und Busse werben, kann ich nur sagen, dass ich es ungerecht finde, dass Kunden, die vernünftig mit den gekauften Gegenständen umgehen, für die Blödheit derer, die sie absichtlich kaputt machen und dann umtauschen, zahlen müssen.

Ich finde es absolut richtig, dass es das in dieser Form bei uns nicht gibt. Der Hersteller soll für die Qualität seines Produktes gerade stehen, aber nicht die Verantwortung für Fehlverhalten seiner Kunden übernehmen müssen.

In diesem Sinne finde es es ausreichend, wenn ein Messermacher sich bereit erklärt, Produktions- oder Materialfehler auszubügeln, wenn diese innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens auftreten, aber sich nicht um Verschleiss- oder Missbrauchserscheinungen kümmert. Ob ein Messer von diesem Macher nun teurer oder billiger als ein Strider ist, hängt von anderen Kriterien ab, aber zumindest bezahlt man nicht für etwas, was man nicht in Anspruch nimmt.

ZiLi
25.04.07, 16:05
ach ja. crkt, rucksäcke...
wir reden hier von busse, strider, trident...

Ich rede EXPLIZIT AUCH von CRKT - wenn die die gleichen Versprechen wie Busse&Co. machen, muessen sie die auch genau so einhalten - und DAS ist VOELLIG unabhaengig vom gezahlten Preis. Man kann einen niedrigen Preis nicht zum Argument dafuer hernehmen, seinen eingegangenen Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen (Davon mal ganz abgesehen: CRKT-Reklas ueber Deutschen Haendler - und damit vmtl. ueber den Importeur - abgewickelt, war bisher auch bei mir problemlos).

Und was ge2r richtig schrieb, moechte ich ergaenzen: In Deutschland gilt das Wort "lebenslang" bei Garantieversprechen voellig zu Recht als wettbewerbswidrig und Hersteller-/Inverkehrbringergarantien von mehr als 10 Jahren sind meines Wissens nur in wenigen Branchen zulaessig (z.B. Immobilien, mehr faellt mir grad nicht ein).

-ZiLi-

Wotan
25.04.07, 16:19
Aber ich habe auch noch nicht gelesen das jemand sein Schanzmesser zerstört hat.
Ich zwar schon,
aber das ist eine andere Geschichte.
Gell Olli :o

kmitas
25.04.07, 16:24
Ich rede EXPLIZIT AUCH von CRKT - wenn die die gleichen Versprechen wie Busse&Co. machen, muessen sie die auch genau so einhalten - und DAS ist VOELLIG unabhaengig vom gezahlten Preis. Man kann einen niedrigen Preis nicht zum Argument dafuer hernehmen, seinen eingegangenen Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen (Davon mal ganz abgesehen: CRKT-Reklas ueber Deutschen Haendler - und damit vmtl. ueber den Importeur - abgewickelt, war bisher auch bei mir problemlos).

-ZiLi-
absolut, ich habe aber kaum was schlechtes über die Garantie der von mir genannten Firmen gehört. Die scheint wirklich so zu funktionieren. ich muss aber nicht alles gehört haben ;)
ob man sie braucht bzw. fair findet, ist ganz andere Sache und eigentlich OT.

Nicht das "Lebenslange" macht die Messer teuer, sondern der Umfang der Garantie. Für gewisse "idiotensicherheit" zahlt man eben extra.

gast07022009
25.04.07, 16:54
........................

Kay
25.04.07, 21:12
Ui das nimmt ja richtig Form an hier...:super:


ge2r Zur lebenslangen Garantie "no questions asked", mit der zB. Strider und Busse werben, kann ich nur sagen, dass ich es ungerecht finde, dass Kunden, die vernünftig mit den gekauften Gegenständen umgehen, für die Blödheit derer, die sie absichtlich kaputt machen und dann umtauschen, zahlen müssen.

Kaufst du dir aus dem Grund keine der Marken? Oder hast du dir trotzdem etwas von denen zugelegt?

Aber Spricht es nicht grade für die Messermacher, daß sie keine Garantie geben? Da sie so sehr in die von ihnen geleistete Qualitäts Arbeit vertrauen:ahaa:

Klar das Material kann Fehlerhaft sein, passier, sollte aber nicht vorkommen, dann sollte nachbessern aber auch kein Problem sein.

Wenn ich ein Messer Grobfahrlässig misshandel, liegt es meiner meinung nach nicht am Messer, sondern am User das es nachgibt:staun:

Darum sehe ich es wie ge2r mit der Garantíe:hmpf:


JB1964 Ich glaube, viele vertrauen auf die Qualität, die Wertbeständigkeit und aud "das Besondere"* bei Herstellern wie Strider, Busse und Mad Dog.

Dieses Vertrauen ist bei vielen Käufern bei den genannten High End Messern offensichtlich höher, als bei einem Handmade.

* was auch immer "das Besondere" ist, vielleicht zum Teil auch die Tatsache, daß die Semi Handmades weiter verbreitet und deshalb (angeblich) bewährt sind.

Ich vermute das das einer der Haupt Beweggründe ist, warum sich diese Messer auch gut Vermarkten lassen.



Da frage ich mich nun weiter ob die Wertbeständigkeit bei einem gebrauchten Stride/Busse/Maddog oder was auch wirklich immer größer ist, als bei einem gebrauchten Schanz/Kevin Wilkins oder sonst einem bekannten Messermachers:confused:

RSous
25.04.07, 21:52
Habe das Geld ausgegeben, weil ich den "taktischen" Look mag und was brachial Stabiles brauchte. Der Ruf und der Hype kam mir erst im nachhinein ganz gelegen als weiterer Grund die Sachen interessanter zu finden, die ich benutze. Ich persönlich wäre momentan nicht in der Lage, mir in einer gewissen Preisklasse etwas Besseres zu kaufen als ein Strider MT.

Zitat Pitter:
Weil das, zumindest im großen Rahmen, kaum funktionieren wird, da bei solchen Messern nicht das Messer, sondern ein Produkt mit der Story dahinter gekauft wird. Ist wie überall bei vergleichbaren Produkten, auch ausserhalb der Messerwelt.

Ich habe bei meinen Strider keine Story gekauft. Halte diese Aussage für stark verallgemeinert und sehe es als eine weitere von vielen Unterstellungen die gegenüber Besitzern dieser Messer gerne gemacht werden.

Ich finde Strider Messer, ebenso wie Busse und Schanz Messer allesamt nicht zu teuer, da sie alle perfekt ihren Zweck erfüllen. Das Strider ist ein wenig marzialisch, das Busse einen Hauch edler und das Schanz hat die deutsche Handarbeit...äääh ich mein Perfektion in sich und das zu Hammerpreisen! ;)

Man kann viel Geld für gute Messer ausgeben, man kann aber auch viel Geld dabei sparen. Das bleibt jedem selber überlassen.


Gruß,
Raoul

pitter
26.04.07, 07:54
Ich habe bei meinen Strider keine Story gekauft. Halte diese Aussage für stark verallgemeinert und sehe es als eine weitere von vielen Unterstellungen die gegenüber Besitzern dieser Messer gerne gemacht werden.

Nein, es ist meine Meinung. Und ich hatte ein paar Jahre Zeit, mir diese zu bilden. Es ist auch volkommen wurscht, kaufs warum Du willst, ich Rede von der Marketing/Vertriebsseite. Und da ist das eben genau so. Und natürlich nicht nur bei Strider/Busse/Maddog. Auf der gleichen Schiene fahren ja noch mehr Hersteller, CS fällt mir da gerade mal ein. Superstrong the worl best cutting tools Dingsbums. Und genauso ist das bei einigen Messermachern.

Das ganze kann man eben nicht dadurch "kopieren" oder den Trend aufnehmen, in dem man einfach nur vergleichbare Produkte anbietet.

Grüße
Pitter

Pitter

RSous
26.04.07, 08:17
Hi
Verstehe was gemeint ist. :)

Unter dem Ausdruch, dass "(...) ein Produkt mit der Story dahinter gekauft wird" vertehe ich keine Meinungsäusserung, sondern einfach eine Darstellung, wie etwas zu sein scheint.
Ich aus meiner Erfahrung widerspreche dem dann einfach mal und sage, es ist nicht so. Alle Leute die ich kenne wollten ein super stabiles, verlässliches Messer mit taktischem Look und praxistauglichen Eigenschaften. Diese Leute haben teilweise noch immer nicht die Nase daran was im Internet für ein Baihai drum gemacht wird ob es jetzt zu teuerist, oder ob der Messermacher lügt...
Bei mir sind Infos nur über "mundpropaganda" via Foren und nicht über irgendwelche Vertriebswege oder Marketingstrategien eingegangen. Bei Freunden und anderen ging der Weg garnicht erst übers Netz. Sie haben Messer in die Hand genommen, gestaunt und wollten auch welche :)

Über die Internet präsenz von Jürgen Schanz und seine Top Präferenzen und Response bin ich auf Ihn gestoßen und ein Werk neuen Ausmaßes ist in Mache :haemisch:

Generell denke ich, dass eine Website bei gewissen Marken weitaus weniger zu einem Hype beiträgt als die ständigen Kontroversen in diversen Foren.

Adios und `n schönen Tag!
Raoul

Ach ja: "Es ist auch volkommen wurscht, kaufs warum Du willst,(...)" - Das hatte ich in diesem Fall angegeben weil danach in diesem Beitrag u.a. gefragt wurde ;)

Beisser
26.04.07, 14:48
gibt es einen deutschen messermacher der die so. tiger stripes auf die klingen bekommt? ich hab noch keinen gesehen (was nicht heissen muss das es das nicht gibt).

i love them :steirer:

gast07022009
26.04.07, 14:51
Kauf doch ein Strider. Da sind die Tiger Streifen inklusive.

Beisser
26.04.07, 15:32
hab ich doch schon längst :rolleyes: