Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sauerstoffquelle Föhn umbauen
Hallo alle zusammen,
bin neu im Forum. Mache seit 25 Jahren Messer, ausschließlich für mich privat, bisher aus Fertigklingen (Borger, Dick). Angeregt v.a. durch das Messermagazin und das neue Buch "Messer schmieden für Anfänger" v. Siebeneicher-Hellwig und Rosinski möchte ich mich an dieses Thema heranwagen. Habe alles beisammen, was man zum Messermachen benötigt. Mein Anliegen ist folgendes:
Als Sauerstoffquelle möchte ich einen Föhn mit Kaltstufe benutzen, wie in o.g. Buch beschrieben. Die zur Auswahl stehenden Föhns haben zwar Kaltstufe, leider aber nicht regulierbar, was mir sehr sinnvoll erscheinen würde.
Hier also meine Frage:
Kann man bzw. wer kann (einem sagen) wie man einen Föhn so umbaut, daß er auf den regelbaren (1-2-3) Heißstufen nicht mehr heiß sondern kalt bläßt (und damit auch nicht mehr abschaltet) ?
Oder gibt es ähnlich günstige Alternativen zum Föhn, die das können ?
Bin um jeden Rat oder Link dankbar ! (Natürlich könnte ich auch einen Elektriker direkt fragen, macht aber nicht so viel Spaß wie das Forum)
Freundliche Grüße
Harald K.
gast31082009
14.04.07, 19:21
Hallo
Aus dem Bauch heraus würde ich sagen-Heizwendel durchpetzen-.
Ist nur eine Idee, sollte aber funzen.
Stefan
Teach war schneller
Hallo,
unglaublich, wie schnell einem hier geholfen wird:)
Vielen Dank an Euch alle !!
Viele Grüße
Harald K.
Eine Methode die bei mir immer gut geklappt hat und je nach Typ auch Regelbar ist, der Staubsauger.
Danke auch Carsten,
machts Dir was aus, mir das ein wenig detaillierter zu erklären ? Ich mein, der Staubsuger saugt, bläßt er denn auch und wie mach ich mir den für den Stahlgrill gefügig (bin leider kein Elektrik-Genie :D) ?
Viele Grüße
HaraldK
newtoolsmith
15.04.07, 10:30
Den Staubsauger musst du zerlegen und den Motor in ein Rohr montieren. Die ganze Luft wird nämlich von der Turbine angesaugt und durch den Motor hindurch ausgestoßen. Der Motor wird dadurch gekühlt.
Die Luft muss dann am Motor mit einem geeigneten Gehäuse aufgefangen werden.
Eventuell dreht der Motor noch zu schnell. Um das zu beheben kann man die eingebaute Elektronik modifizieren, sodass ein größerer Phasenanschnittwinkel erreicht wird. Dazu muss nur ein Widerstand oder wahlweise Kondensator getauscht werden.
Ich habe mir damals aus irgendeinem keller einen alten Stabstaubsauger besorgt. So einen von Vorwerk oder was es da alles gab. diese haben an der einen Seite gesaugt und die angesaugte Luft an der anderen Seite wieder ausgeblasen.
Dort einfach einen Plastikschlauch angesteckt und mittels Verjüngung etwas den partiellen Luftdruck erhöht. (Ich habe mir dazu mehrere immer schmaler werdende Schläuche besorgt und sie ineinander gesteckt und mit Schellen zusammengehalten. Nicht sehr elegant aber es funktioniert.)
In die Feuerstelle selber habe ich dann ein ca 50cm langes Kupferrohr laufen lassen. Sozusagen das Endstück des Schlauches. Ein Rohr aus einem Metall mit höherem Schmelzpunkt wäre sicher besser aber Kupfer hat gereicht. Leider waren diese alten Staubsauger noch nicht in ihrer Wattleistung regulierbar daher habe ich mit einer Zwinge das schmalste Schlauchstück zugemacht bzw eben nicht.
Wichtig ist das du darauf achtest das der Staubsauger nicht überhitzt. Bei den meisten Modellen damals und heute wird die durchgesaugte Luft zur Kühlung mit verwendet, das funktioniert nur noch bedingt wenn du den Luftstrom durch deine Schlauchanlage zu regulieren versuchst. Hier oben in Ostfriesland ist immer ein bisschen Wind so das das Gehäuse von außen gekühlt wurde. Andere Methoden sind allerdings auch denkbar. Ich hatte mal eine Zeit lang über eine Wasserkühlung für den Motor nachgedacht ähnlich wie bei einem PC. Mit einer alten Aquarium Pumpe...hat sich bei mir aber wie gesagt noch nie als Notwendig erwiesen.
PS: Tut mir leid das ich nicht gleich eine Erklärung meines Vorschlages beigefügt habe aber ich war geistig noch am Schlafen und hatte noch nicht gefrühstückt ^^ :lechz:
newtoolsmith
15.04.07, 12:24
Man kann auch mittels einer verschließbaren Öffnung einen Teil der Luft direkt ins Freie lassen...
Beim Sperrmüll liegen meist viele regelbare Staubsauger auf der Straße, mit ein paar Schraubenziehern bewaffnet, einfach den Motor und Regler Ausbauen und in ein neues Gehäuse verfrachten, so hat man schnell ein hübsches Gebläse. Als Gehäuse hab ich öfters einfach alte Pappröhren vom Teppichhändler genommen.
Rate dir aber dann gleich Motoren mit ~1000 Watt auszubauen, alles andere ist nur Spielzeug :D
Ein umgedrehter Staubsauger funktioniert als Gebläse vorzüglich. Die Luftzufuhr ist allerdings für die meisten Zwecke zu stark und muß gedrosselt werden. Das kann man mit einem Blech machen, das in einen Schlitz im Rohr für die Luftzufuhr gesteckt wird. So habe ich es jahrelang ohne bemerkbare Nachteile gemacht. Dann haben mich meine "high-tec"- infizierten Freunde gezwungen, in die Stromzufuhr einen Dimmer einzubauen. Dabei muß man darauf achten, daß der Dimmer mehr Strom aufnehmen kann, als der Staubsauger gebraucht. 500-Watt Lampendimmer sind also nur bedingt geeignet. Auch sie halten mit Glück jahrelang und die Sicherung darin kostet 1-2 Euro. Besser ist ein leistungsfähigerer Dimmer, der bis 1200 Watt arbeitet. Man kann das Gebläse damit sehr genau regulieren, vom leisen Lufthauch bis zur vollen Leistung. Durch die Reduzierung durch den Dimmer arbeitet das Gebläse nie gegen Last und wird nicht heiß. Die Lebensdauer des Staubsaugergebläses ist also nur durch den Abbrand der Kontaktkohlen begrenzt. Sie halten aber viele Jahre und Jahrzehnte und können leicht ersetzt werden-wenn man sie findet. Es ist daher vielleicht nicht verkehrt, sich einen zweiten Staubsauger in Reserve zu halten, um gegebenenfalls die Kohlen wechseln zu können.
Ein kleiner Nachteil besteht darin, daß das Gebläse auch bei Dimmung noch relativ laut ist. Profis ziehen daher den Brenner aus der Ölheizung als Gebläse vor. Und schließlich gibt es auch noch Schmiedegebläse, die für diesen Zweck eigens gefertigt sind.
Ich will hier aber noch einen grundsätzlichen Gedanken anschließen: Wenn man mit dem Gedanken spielt, etwas Neues anzufangen, sollte man sich überlegen, wie ernst es einem mit den neuen Plänen ist. Ist man sicher, daß man etwas wirklich mit Leib und Seele will, dann ist es richtig, die erforderliche Ausrüstung nach und nach und immer von hoher Qualität anzuschaffen. Geht es darum, auszuprobieren, ob eine bestimmte Tätigkeit einem Freude macht, so macht es wenig Sinn, mit der Ausrüstung gleich in die Vollen zu gehen. Da kann man sich behelfen und mit einfachen Mitteln versuchen, die notwendige Ausstattung billig zusammenzustellen. Sieht man dann, daß die Sache ernst wird, kann man die profimäßige Ausrüstung nach und nach anschaffen. Inzwischen hat man auch besser als ein Anfänger gelernt, was man wirklich braucht und fällt nicht so leicht auf gimmicks herein.
Ein weiteres kommt hinzu: Es kann durchaus sogar ein intellektuelles Vergnügen bereiten, durch Köpfchen eine brauchbare Ausrüstung zusammenzustellen oder selbst zu bauen, ohne sich gleich in große Ausgaben zu stürzen. Gelingt das ohne Qualitätseinbuße, macht das Freude und gibt Anlaß zu berechtigtem Stolz.
MfG U. Gerfin
Das mit den Staubsaugern klingt gut ! Werd ich testen. Da liegen ja schon bei mir zwei alte nutzlos herum (ist immer schön, wenn man sich messymäßig von nichts trennen kann - irgendwann schlägt jedem Teil seine Stunde :D ).
Die Glühwendel vom Föhn abzwicken hab´ich übrigens auch ausprobiert. Ich wußte gar nicht, daß ein Föhn schneller in Flammen aufgehen kann, als ich den Netzstecker ziehen. Waren wohl die falschen Drähtchen :teuflisch
Grüße aus dem tiefen Bayrischen Wald
Harald K.
irgendwas hab ich da in Erinnerung, dass Lampendimmer für ohmsche Lasten, die für Motoren aber für induktive Lasten ausgelegt sein müssen/sollten :confused: :argw:
mir würde da das gebläse von diversen autos einfallen
ist ebenfalls regelbar
einfach beim schrotter deines vertrauns schaun :)
Torsten Pohl
17.04.07, 21:38
Wie wärs mit ner alten Abzugshaube aus Muttis Küche??
Hab zwei davon in gebrauch, über einem Arbeitsplatz um Dämpfe abzuziehen und ins freie zu leiten. mit ner Querschnittsverengung auf 50mm blasen die ganz ordentlich.
Haben meist mehrere Stufen serienmäßig und relativ viel Luftvolumen.
Tschau Torsten
irgendwas hab ich da in Erinnerung, dass Lampendimmer für ohmsche Lasten, die für Motoren aber für induktive Lasten ausgelegt sein müssen/sollten :confused: :argw:
Lampendimmer, die auch Halogenlampen mit konventionellem Trafo primärseitig dimmen können, müssen zwangsläufig für induktive Lasten ausgelegt sein, allerdings nicht notwendigerweise in der Höhe, wie sie ein Staubsauger darstellt. Ein Leistungssteller, der diese Lasten sicher bewältigt, kostet bei Conrad ca. 25 Euro, zuzüglich Poti und simplem Gehäuse.
HTH,
F^2
Also ich benutze einen Lampendimmer von einer Stehlampe und den Motor aus einer Absauganlage Wie sie in WC zu finden sind :glgl:
und geht sehr gut. Und hat mich nix gekostet!
Also ich benutze einen Lampendimmer von einer Stehlampe und den Motor aus einer Absauganlage Wie sie in WC zu finden sind :glgl:
und geht sehr gut. Und hat mich nix gekostet!
Kann gehen, muß das aber nicht. Die kleinen Leistungen des beschriebenen Motortyps sind kein Problem, aber die Induktivität könnte zu einem solchen werden. Bei Dir läuft es offensichtlich, in anderen Fällen haut es möglicherweise den Triac weg. Aber wenn es kostenlos ist, kann man es natürlich versuchen.
Viele Grüße,
F^2
newtoolsmith
20.04.07, 20:06
Stimmt genau. Daher hatte ich zu Steuerungen aus Staubsaugern geraten. Die sind für induktive Lasten ausgelegt und können auch an ohmschen Lasten betrieben werden.
Peter Polnau
21.04.07, 09:36
Ich benutze einen Vorwerk Staubsauger den Ich einen Dimmer für das normale Licht da im Kabel vorgebaut habe
den Sauger habe ich vom Wertstofhof
Peter Polnau
Zunderhannes
03.05.07, 13:11
Hi,
hab mich schon mal irgendwo mit meiner Lösung geoutet...aber egal: Nimm eins von diesen alten Ölbrennergebläsen, dat geeeeht! Liegen millionenfach im Schrott wegen der neuen Verordnungen. Nur Düsenstock, Drossel, Flammwächter usw ausweiden. An den Dingern ist alles, was du elektrisch und Lüftertechnisch brauchst bereits dran. Vergiss um Gottes willen den Fön außer du hast ne gute Feuerversicherung.
"Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann!!" Zitat Loriot
Best buy bisher: Vorwerk Kobolt 116. Die Dinger halten ewig und eignen sich neben der Schmiede auch für Rennöfen und Frischfeuer. Dazu ein Dimmer und fertig ist das Idealgebläse.
Findet man oft für kleines Geld in der eBucht, da habe ich mal 3 Stück für 40 Euro bekommen. Die laufen seit Jahren hier und in Frankreich, oft 12 bis 20 Stunden am Stück im Dreck ohne irgendwelche Macken. Ja, damals, da wurde bei Vorwerk noch QUalität gefertigt..........*seufz*...... :D
Achim
Hi,
ich habe bis vor kurzem ein Original Schmiedegebläse genutzt. Leider packt es das Gebläse nicht die Glut auf Schweißhitze zu bringen. Gründe dafür sind wohl Feuerschüssel zu tief (11 cm), Gebläse zu klein (ca. 15 cm Lüfterraddurchmesser).
Habe schon verschiedene Querschnitte als Luftzuführung versucht. Einmal 2" auf 1" verjüngt und einmal 2" durchgehend, beides hat nichts gebracht.
Jetzt habe ich ein Seitenkanalverdichtergebläse dranhängen. Bei voller Stärke bläst es mir fast die Kohle aus der Esse und bei gedrosselter Luftzufuhr wird das Biest unheimlich laut. Jetzt bin ich mich auch nach einem anderen Gebläse am umsehen. Das mit dem Ölbrenner hört sich gut an, da werde ich direkt mal den Gas Wasser Installateur, oh Tschuldigug die nennen sich ja jetzt Haustechniker, des Vertrauens befragen.
Gruß
Uli
Man sehe mir nach das ich diese Frage auch an einer anderen Stelle des Forums gepostet habe, aber hier scheint sie auch, vielleicht sogar besser, aufgehoben zu sein.
Ich fasse mich auch kurz: Ich habe von einem Hufschmied eine Feuerschale bekommen. Feldesse dazu ist leider seit Jahren nicht mehr existent. Ich möchte aber gerne auf Elektrizität verzichten und die nötige Luft mechanisch in die Esse bekommen.
Ein "richtiges" Schmiedegebläse mit Fuss oder Handantrieb ist mir leider etwas zu teuer, so dass ich nach Alternativen suche.
Elektromotoren habe ich schon etliche kaputt gekriegt, in dem Versuch eine Möglichkeit anzubringen wo ich einen Keilriemen drüber laufen lassen kann.
SimonSambuca
23.05.07, 12:22
@Grobi112
Schon mal an einen Blasebalg gedacht? Ich kenn mich mit den Dingern zwar nicht aus aber da sollte es doch massig Informationen im Netz geben auch zwecks Eigenbau etc.
Gruß
Simon
Danke Señor Sambuca, aber ich fürchte, ich habe mich etwas zu kruz gefasst. Ein Satz sollte wohl noch rein in die Umschreibung... :hmpf:
Ich habe die Esse mit viel Mühe, denn die ist aus massivem Stahl-L-Profil zusammengeschweisst, mit einem Tretpedal und einem Schwungrad ausgestattet. Wenn ich keine Möglichkeit finde, die Bewgung des Rades in einen Luftstrom umzuwandeln, dann werde ich auf den Blasebalg zurückgreifen müssen. Anleitungen gibt es tatsächlich ausführlich und vielzählig im Netz. Aber ich möchte mir halt die bisherige Arbeit nur ungern umsonst gemacht haben müssen. :hmpf:
tribernium
18.06.07, 11:58
Prinzipiell müsste man doch die Kreisbewegung in eine Hebe-Bewegung überleiten können (wie bei der Eisenbahn). Da kann man dann auch nen Blasebalg dranhängen...
Mit Austauschbaren Blasebälgen (und evtl. der Möglichkeit beide Seiten des Rades zu nutzen) kann man dann verschiedene Leistungen erreichen...
Gruß tribernium
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