Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bohrerschärfmaschine
newtoolsmith
05.12.06, 17:10
Hallo Freunde,
ich mach mir grad so meine Gedanken eine Vorrichtung zum Schleifen von Spiralbohrern zu bauen.
Natürlich kann ich das auch von Hand - und "auf die Schnelle" mach ich das auch so - mit einer Vorrichtung wirds aber besser und der neue Anschliff hält auch länger.
Dabei soll es eine Vorrichtung werden, die mit einem Handgriff direkt auch die Querschneide ausspitzt oder Kreuzanschliffe zulässt.
Erst die eine Schneide, dann wenden und die andere...
Als Schleifmaschine dient mein Bandschleifer, wer will kann auch einen kleinen Schleifbock oder ähnliches nehmen.
Das Einspannen des Bohrers wird mit einem 3-16mm Präzisionsbohrfutter geschehen, Prismenspannbacken sind schwer zu fertigen.
So. Das ist der Plan.
Jetzt muss mal die genaue Schneidengeometrie geklärt werden...
MfG
newtoolsmith
EDIT: Hab das R von Chamenos schon eingebaut - funktioniert super!
newtoolsmith
05.12.06, 17:30
Die Hälfte der Forderungen erfüllt diese Konstruktion:
http://www.rictools.de/ricshop.htm??bohrer
MfG
newtoolsmith
mikromeister
05.12.06, 17:43
Ausspitzen von Hand ist so einfach, da braucht man eigentlich keine Vorrichtung. Da dauert es länger den Bohrer einzuspannen als es gleich frei zu machen.
Bei der Vorrichtung würde ich sehr auf einen exakten Freiwinkel achten.
Die industriell geschliffenen Bohrer haben einen Freiwinkel der für maximale Zerspanungsleistung ausgelegt ist.
Im Heimwerkerbereich sind aber sehr viel kleinere Freiwinkel sinnvoll, weil dann der Bohrer z.B. nicht in Messing reinrauscht, beim Austritt fängt oder wegen zu geringen Vorschubes rattert.
Ein kleiner Freiwinkel ist aber sehr schnell negativ wenn die Präzision nicht stimmt.
Hallo,
wie wird bei dem verlinkten Gerät eigentlich der Freiwinkel eingestellt? Wenn die Schwenkachse und Bohrerachse parallel sind und die Schwenkachse auf gleicher Höhe wie die Schleifscheibenachse, dann schleife ich mir doch einen Kegel, also Freiwinkel = 0°.
Oder wie jetzt?
Grübel, grübel
Schwieland
05.12.06, 20:30
Hi,
ich will ja nix sagen, aber so Teile, die sogar funktionieren, gibts für ca. 10 Teuronen in jedem Baumarkt.
Da kann man sich echt ne Menge Konstruktionsarbeit sparen, außer man steht unbedingt darauf.
Ciao Schwieland
newtoolsmith
05.12.06, 23:21
@mikromeister:
Weitgehend hast du Recht, aber ich glaube nicht dass die Mehrheit der hiesigen Leser das freihändige Anschleifen und Ausspitzen "aus dem Handgelenk" beherrscht.
Der Freiwinkel und der Schneidenwinkel sollen beliebig einstellbar sein.
Das muss auch so sein, damit man für Stahl, Alu und andere Materialien die bestmögliche Geometrie erreichen kann.
@haasi:
Der Freiwinkel wird durch verdrehen des Bohrers im Prisma eingestellt.
Das beruht darauf, dass die Fläche, die geschliffen wird, prinzipbedingt einen sich vergrößernden Freiwinkel zeigt, je weiter man sich von der Schneidkante entfernt.
@schwieland:
Dann zeig doch mal so ein Teil!
Für 10€ werd ich mir nicht die Arbeit machen...
Bei **** gibts so Dinger für 16€ : Bohrer Schleifvorrichtung
Jeden der 16€ könnte man besser verbrennen ( was schwierig wird, weil bei 16€ immer auch Hartgeld im Spiel ist :D ).
Die Bohrerschleifmaschine, ebenfalls **** für 280€ kann nur ein Witz sein. Seht selbst.
Ach so: Ich steh tatsächlich drauf!
Ich werde mal versuchen einige Fotos von einer MAschine zu machen, die in einem Betrieb steht, wo ich mal gearbeitet habe.
MfG
newtoolsmith
Hallo,
an dem Bau einer Bohrerschleifmaschine hätte ich auch Interesse, da sich doch bei mir die stumpfen Bohrer ansammeln.
Von diesen halterungen für 10 Euronen aus dem Baumarkt oder wahlweise von eibei kann ich auch nur abraten. Damit kann man alles nur keine Bohrer anschleifen.
Gruß Tobi
newtoolsmith
06.12.06, 07:35
@Moppekopp:
Sehe ich auch so.
Gerade vor ein paar Tagen fiel mir bei einem Freund eine Kiste auf, in die er alle stumpfen Bohrer wirft.
Darin liegt inzwischen ein kleines Vermögen - ich würd mal von 200-300€ sprechen, wenn jeder Bohrer einen Euro wert ist.
Ich kann auch nicht glauben, dass der Baumerktschrott eine ausreichende Präzision mitbringt.
Es gibt da ja noch die Bohrmaschinenaufsätze, in die man den Bohrer hineinsteckt und dann hin und her drehen muss... Lassen wir das, ich bin eh schon krank.
Nee Freunde, es soll schon eine sehr präzise Vorrichtung werden, sonst kann ich besser freihändig schleifen. Das kann aber wie gesagt nicht jeder.
MfG
newtoolsmith
Hallo
Wie sieht es denn mit dem Teil hier aus?
http://www2.westfalia.de/shops/werkzeug/elektrowerkzeuge/schaerfgeraete/bohrerschaerfgeraete_und_zubehoer/236273-spiralbohrer_sch_rfger_t_3_5_10_mm.htm
Ich hatte mal einen ähnlichen von Proxxon (ist gut 15 Jahre her). Damit konnte man zumindest verschiedene Winkel an die Bohrer schleifen. War zwar zu Anfang etwas fummelig mit dem Justieren, aber man gewöhnt sich relativ schnell dran.
Gruß aus Berlin
chamenos
newtoolsmith
06.12.06, 10:02
@chamenos:
Genau die Teile gibts auch bei ****.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei eine nennenswerte Präzision herauskommt.
MfG
newtoolsmith
Noch mal Hallo
Mir ist nicht ganz klar, wofür Du absolute Präzision beim Bohrerschliff möchtest. Ganz ehrlich; ob man da jetzt 112° oder 113° reinschleift ist relativ egal. Und das schafft so ein "Billigteil" allemal.
Wichtiger ist doch, ob der Bohrer selber sauber gezogen ist.
An Deiner Stell würde ich mir so ein Teil besorgen und es einmal ausprobieren. Ich denke es wäre dann deutlich einfacher, dieses Gerät zu verbessern, als sich was völlig neues auszudenken.
Ich habe gestern mit einem Freund von mir telefoniert, der hat seinen Meister als Zerspanungstechniker und macht den lieben langen Tag hochpräzise Einzelanfertigungen. Ich habe ihn, den Thread im Hinterkopf gefragt, wie er das in der Werkstatt macht. Seine Bohrer schleift er aus der Hand. War ja auch irgendwie klar:steirer:
Ich arbeite ja hauptsächlich mit Holzbohrern und da ist eh gutes Licht und Handarbeit angesagt.
Auf die Bilder aus Deinem alten betrieb bin ich aber trotzdem gespannt.
Gruß
chamenos
newtoolsmith
06.12.06, 11:19
Mit Präzision meinte ich vor allem, dass beide Schneiden genau symmentrisch gelingen.
Das ist besonders wichtig, weil nur dadurch erreicht wird, dass zwei gleiche Späne entstehen und das Loch schön rund wird.
Von Hand ist das kaum zu machen.
Wie gesagt, schleife ich auch von Hand, hab ja auch keine Vorrichtung dafür, das gelingt auch recht gut, ist aber nicht das Optimum.
Wer diese Vorgehensweise praktiziert wird bestätigen können, dass ein neuer oder maschinengeschliffener Bohrer auch eine längere Standzeit hat als ein freihändig geschliffener.
MfG
newtoolsmith
moritz.kaiser
06.12.06, 12:02
Hallo,
Schau dich mal nach einer alten Stichelschleifmaschine um da kannst du perfekt bohrer schleifen, und noch vieles mehr machen. Gibts oft günstig bei ****.
Ich schleife die Bohrerschneide meist so grob vor und der Rest(Ausspitzen, Freischliffe) wird per Hand erledigt. Das ist einfacher und schneller und genauso gut! Mit ein bisschen Übung ganz einfach.
Grüße
Moritz
hi
also von hand ist sehr schwehr die beiden schneiden genau gleich groß, und im gleichen winkel zu machen ...
wenn die schneiden nicht genau gleich sind, dann wird das loch zum einen schnell eckig, und zum anderen verläuft der bohrer auch bei tioefen löchern ! also er bohrt dann eine kurve...
die standzeit von meinen selbst geschliffenen bohrern finde ich eigendlich recht *normal* und ausreichend...
ich binn auch an einer vorrichtung zum schleifen sehr interessirt, denn besonders kleine bohrer so 0-3mm durchmesser kann ich nur schlecht bzw überhaupt nicht schleifen....
wäre so eine maschine denn zum schleifen von bohrern geeignet ? zu so einer mschine soll es gute bauanleitungen im netz geben..
http://www.peters-cnc-ecke.de/forumupload/uploadFiles/2492_101977600821_CompleteMachine.jpg
http://5128.rapidforum.com/topic=101977600821&search=fr%E4ser%2Cschleifen (ganz unten auf der seite )
wäre so eine maschine denn zum schleifen von bohrern geeignet ? zu so einer mschine soll es gute bauanleitungen im netz geben..
diese billigen schleifhalter vom baumarkt taugen wohl nicht allzuviel... denn sie sind entweder aus plastik, oder aus spritzguß, und normal nicht überfräst oder so.. von daher kann die präzision nur schlecht sein...
ich habe aber bedenken, ob ein bandschleifer zum schleifen von bohrern taugt...
ich denke ein stein ist besser..... vorteil vom bandschleifer ist natürlich das sich die größe und form der schleiffläche konstant bleibt.. wärend ein stein sich abnutzt
newtoolsmith
06.12.06, 14:32
@ThomasG:
Meine Rede!
Naja, vielleicht hab ich etwas übertrieben (vielleicht kann ichs auch nicht so gut) aber beim Freihandschleifen find ich schon, dass die Standzeit geringer ist.
Die Maschine auf der CNC Seite erschliesst sich mir aus dem Foto nicht. Da müsste man mal mehr Infos sammeln.
MfG
newtoolsmith
@newtoolsmith
also die maschine ist zum schleifen von fräsern aller art gedacht...
der fräser wird in eine halterung eingespannt, und kann dann über den kreuzsupport im richtigen winkel eingestellt wertden, und man kann über die kurbeln nach links und rechts und nach vorne und hinten bewegen...
das weiße ist eine schleifscheibe..
viel mehr weis ich auch nicht...
das teil ist sehr ähnlich wie eine drehbank aufgebaut...
man könnte also evtl auch auf einer drehbank bohrer anschleifen..
ins futter einen dorn mit schleifscheibe spannen, und statt dem drehmeißel den bohrer einspannen...
man müsste bloß noch eine winkelverstellung nach oben/unten dranbauen..
http://www.peters-cnc-ecke.de/forumupload/uploadFiles/2492_101977600821_Workhead.jpg das ist der werkzeughalter und support der schleifmaschine ...
da kjann mann die winkel gut einstellen... mit diesem halter sollte auch das schleifen von bohrern möglich sein...
newtoolsmith
06.12.06, 15:38
Uiuiui Thomas,
ich glaube das wird zu kompliziert zu bauen...
Vielleicht müssen wir doch auf die eine oder andere Einstellmögliochkeit verzichten.
Leider hab ich im Moment aber auch keine bessere Idee...
MfG
newtoolsmith
Hallo,
diese Diskussion wie schleife ich meinen Bohrer hatte ich vor kurzem mit meinem Jungmeister. Nach seiner eigenen Aussage kann er keinen Bohrer von Hand schleifen, armes Bild für einen Schlossermeister :mad: .
Er hatt sich durchgesetzt und von DAREX eine Bohrerschleifmaschine für ca. 11000 € gekauft. Für diesen stolzen Preis gab es natürlich nicht umsonst eine Schulung um das Teil zu bedienen.
Fakto: Schade für das Geld
Alleine bis die Maschine eingestellt ist, habe ich schon zwei Bohrer von Hand am Stein oder auch am Band nachgezogen. Für das ausspitzen muß der Bohrer mitsammt Halterung wieder in das nächste Loch gesteckt werden, in der Hoffnung, das der Stein nicht zuviel wegnimmt sprich die Einstellung stimmt. Auch Bohrer unter 3 Millimeter sind selbst mit dieser teuren Maschine nicht zu schleifen, da braucht man dann schon wieder eine neue Spannzange.
Mein persönliches Fazit: Wer es als Schlosser nicht schafft seinen Bohrer von Hand zu schleifen, sollte das möglichst keinem erzählen und zu Hause im stillen Kämmerlein nochmal üben. Auf den Baustellen früher mussten wir zur Not den Bohrer auf dem kleinen Winkelschleifer schleifen, da hätte der Chef uns was anderes erzählt, wenn wir in die Werkstatt zurückgefahren wären.
Einen Pluspunkt muß ich der Maschine allerdings geben, für Senker nachzuschleifen ist das Teil einfach super. Aber ob sich diese Ausgabe lohnt?
Gruß
Uli
...
Mein persönliches Fazit: Wer es als Schlosser nicht schafft seinen Bohrer von Hand zu schleifen, sollte das möglichst keinem erzählen und zu Hause im stillen Kämmerlein nochmal üben.
So siehts aus :cool:
Uns hat man in der Ausbildung den Bohrer regelrecht plattgeschliffen, und wir musste ihn dann wieder bohrfähig machen, mit oder ohne Ausspitzung.
Und wenn man es nicht geschafft hat, ging man mit nem Becher Kaffee zum Dreher, und hat es sich von dem nochmal zeigen lassen.
Gruß Andreas
gast31082009
06.12.06, 22:04
Hallo
Chamenos, Almerich, Luftauge, und auch ich sind unter Umständen nicht geeignet die dargestellte Problematik zu erkennen.
Grund: Zu alt.:glgl:
Wenns natürlich um Fräser geht, Obacht!, aber es ging ja um Bohrer.
Stefan
Schwieland
06.12.06, 22:21
Ich finde es einfach blöd, die Teile aus dem Baumarkt von vornherein zu verteufeln, nur weil sie wenig kosten und aus dem Baumarkt stammen.
Ausprobieren und dann eventuell motzen ist angesagt.
Wobei ich mir echt nicht vorstellen kann, für was jemand eine tausendprozentige Präzision brauchen soll, außer er fertigt Teile auf einem hohen gewerblichen Level! Dann baut er sich so ein Teil aber auch nicht selbst!!!
Ciao Schwieland
newtoolsmith
07.12.06, 10:44
@diesel:
Es gibt nicht zu alt, nur zu gut! :D
Wir könnten uns die ganze Diskussion sparen, wenn ihr uns unsere Bohrer schleift.:p
Nee, mal im Ernst, hier im Forum stiefeln etliche Leute rum, die als erstes Fragen, ob Sie zum Messermachen eine runde oder eckige Feile brauchen.
Da scheint so eine Vorrichtung schon sinnvoll. Wir Profis, ob nun zu alt oder nicht, sind vieleicht doch in der Minderheit.
Jungs (sind auch Mädels hier? ), ich muss leider zugeben, die Geometrie kriege ich im Kopf nicht hin. Welche Achse sich wie drehen muss...
Ich spiele mit dem Gedanken, das Teil von http://www.rictools.de/ probeweise zu kaufen.
Dann sieht man, ob das brauchbar ist oder geeignet modifiziert werden kann oder zumindest Anregungen für weitere Entwicklungen gibt.
Die Konstruktion ist nämlich von dem, was mir so vorschwebt, gar nicht weit weg.
MfG
newtoolsmith
briesenreiter
07.12.06, 11:51
... ich muss leider zugeben, die Geometrie kriege ich im Kopf nicht hin. Welche Achse sich wie drehen muss...
Ich lese nun schon länger mit und hab auch eine Idee, weiss nur nicht ganz wie ich das mit Buchstaben deutlich machen soll...:glgl:
Ich versuche es mal:
Du bräuchtest
1.einen Handteilapparat mit Verstellmöglichkeit in der Vertikalen und Horizontale Achse.
2.einen vor und zurück fahrbahren Tisch, auf dem der Teilapparat aufgebaut werden kann.
3.einen Motor der eine Topfschleifscheibe antreibt.
Am Teilapparat kannst du an der vertikalen Achse den Bohrerwinkel einstellen und an der horizontalen Achse den Freiwinkel.
Jetzt kannst du mit dem Teilkopf auf dem beweglichen Tisch vor und zurück fahren und an der feststehenden Schleifscheibe den Bohrer schleifen.
Auf diese Art und Weise ist die Schneidengeometrie sehr leicht einzustellen.
Ich hänge mal ein Bild von einem Teilkopf wie ich ihn meine an, könnte man auch stark vereinfacht selbst fertigen. Du sagtest ja, du hättest Lust auf Konstruktion und so...
In dem Teilkopf ist in diesem Fall ein MK3, da kann man auch ein Bohrfutter drin aufnehmen.
Ich hoffe meine Ausführung ist nicht zu verwirrend.
Ach ja, von wegen zu Alt.
In der Meisterprüfung im Schneidwerkzeugmechaniker - Handwerk im
Jahre 2003 wurde in der Arbeitsprobe das Schleifen eines Bohrers freihand verlangt.
Eigentlich sollte sowas für Handwerker selbstverständlich sein, so etwas während der Lehrzeit zu erlernen. Auch heute noch.
Natürlich stimmt es, das bei maschinell geschliffenen Bohrern die Symetrie höher ist.
newtoolsmith
07.12.06, 12:13
@briesenreiter:
Schneidwerkzeugmechaniker? Du bist unser Mann!!:super:
Die Erklärung verstehe ich nur teilweise.
Um einen Freiwinkel zu schleifen, muss der Bohrer
1) um seine Längsachse gedreht werden, was aber nur eine Kegelfläche erzeugt und
2) gleichzeitig auf die Schleifscheibe zu bewegt werden, um den Kegel zu "verziehen".
Wenn ich den Bohrer nur ausrichte und dann auf die Schleifscheibe zu bewege, wird ja nur eine Ebene geschliffen und kein verzogener Kegel.
Ich behaupte daher mal, dass ich dich falsch verstanden habe.
Übrigens: Wenn man den Schneidenwinkel auf 90° stellt müsste sich doch auch ein Senker schleifen lassen...
MfG
newtoolsmith
Interessante Diskussion.
Ich habe vor einigen Jahren (ich sage heute in geistiger Umnachtung) das Gerät von Kaindl gekauft. Das Werbevideo war zu verlockend. Nach einigem Üben waren die Bohrer so scharf, dass ich problemlos Holz bohren konnte. Symmetrie war wegen des labbrigen Aufbaus sehr mangelhaft. Der Hinterschliff war mal so, mal so. ausspitzen muss man immer noch frei Hand. Mittlerweile habe ich es selbst gelernt. Ein Bekannter, gelernter Mechaniker, hat es mir bei 2 Flaschen Rotem beigebracht. Dabei gingen zwar einige Zentimeter Bohrer drauf, aber das war es wert.
Seitdem vertrete ich die Ansicht, dass es die ganzen Hobbyteile einfach nicht bringen. Nicht umsonst kosten die Profigeräte das 1000fache und sind entsprechend komplex zu bedienen.
Gruß
Novum64
newtoolsmith
07.12.06, 13:38
@Novum64:
Sprichst du von dem Teil, das ich zu testen überlegte?
Die Kunststofvariante ist natürlich suboptimal. Es gab, wie ich las, mal eine Variante aus Stahl...
MfG
newtoolsmith
newtoolsmith
07.12.06, 18:24
Ich habs getan! :eek:
Hab mal die Kunststoffversion bestellt, weil der Verkäufer das Teil nicht in den Himmel gelobt hat sondern sehr ehrlich war.
Desweitere: kulante Lieferbedingungen, Lieferung auf Rechnung auch bei Neukunden und 3% Skonto.
Den Gedanken an eine stählerne Version sollten wir aber erhalten.
Hat hier wer Zeit um aus Präziflach was zu fräsen?
MfG
newtoolsmith
Ich habs getan! :eek:
Hab mal die Kunststoffversion bestellt, weil der Verkäufer das Teil nicht in den Himmel gelobt hat sondern sehr ehrlich war.
Desweitere: kulante Lieferbedingungen, Lieferung auf Rechnung auch bei Neukunden und 3% Skonto.
Den Gedanken an eine stählerne Version sollten wir aber erhalten.
Hat hier wer Zeit um aus Präziflach was zu fräsen?
MfG
newtoolsmith
bitte berichte sofort deinen erfahrungen mit dem gerät ! vermutlich werden dir gleich ein par sachen auffallen, die es zu verbessern gilt ! (habe ich so im gefühl *g*)
und natürlich sollte so ein teil aus metall am besten stahl oder so gebaut sein...
kunststoff ist einfach nicht das wohlre für solche sachen...
briesenreiter
07.12.06, 19:42
Um einen Freiwinkel zu schleifen, muss der Bohrer
1) um seine Längsachse gedreht werden, was aber nur eine Kegelfläche erzeugt und
2) gleichzeitig auf die Schleifscheibe zu bewegt werden, um den Kegel
zu "verziehen".
Wenn ich den Bohrer nur ausrichte und dann auf die Schleifscheibe zu bewege, wird ja nur eine Ebene geschliffen und kein verzogener Kegel.
Wie jetzt?:glgl:
Meinst du einen Kegelmantelschliff? So wie 90°Senker hinterschliffen sind?
Ich spreche von einem 4Flächen-Anschliff.
Unten sind noch ein paar Bilder, auch wenn eine Erläuterung meiner Beschreibung nun ja hinfällig ist.
Da hast du eine Schneid und eine Freifase.
Du schleifst zuerst Schneidfase1, dann um 180° teilen, schleifen von Schneidfase2. Dann Horizontale Achse auf einen grösseren, von den Bedingungen abhängigen Winkel einstellen, Freiwinkel 1 schleifen, teilen, Freifwinkel2.
Beim Auspitzen kann ich dir aber mit der Konstruktion ach nicht helfen.
Ich hab in meinem Leben noch keinen Bohrer maschinel ausgespitzt.
Das mache ich nur per Hand.
Übrigens, ich schleif meine Bohrer freihand und wenn eine höhere
Bohrlochgenauigkeit gefordert ist, bohr ich etwas kleiner und nehm eine Reibahle.
Wenn man den Schneidenwinkel auf 90° stellt müsste sich doch auch ein Senker schleifen lassen...
Auf 45°. Immer die hälfte. Bei 118° 59°.
Da brauchst du aber einen Kegelmantelschliff, das ist ein Thema für sich. Den wirst du mit der Konstruktion nicht hinbekommen.
Auf den Bildern habe ich auf einer Maschine mit beweglichem Tisch das mal so aufgebaut, wie ich es versucht habe zu beschreiben.
Natürlich fehlt der Schleifscheibenschutz, aber ich wollte nur das
Prinzip erklären.
Müsste doch soweit zu vereinfachen sein, das es für dich Möglich wäre, so etwas zu bauen. Bist doch ein patentes Kerlchen...:D
Das Thema Bohrerschleifvorrichtung ist so alt, wie es Bohrer gibt......:steirer:
Auch ich hatte vor etlichen Jahren mal das Vergnügen, so ein Kaindl-Teil zu testen. Der Kauf lohnt sich definitiv nicht.
Was sich aber auf jeden Fall lohnt, ist sich jemand zu suchen, der Bohrer schleifen kann und bereit ist sein Wissen weiterzugeben. Im nächsten Baumarkt eine handvoll China-Billigbohrer kaufen und dann unter Anleitung üben. Für unsere Anwendungen reichen von Hand geschliffene Bohrer dicke. Eventuell noch eine einfache Bohrerschleiflehre kaufen, mehr nicht.
newtoolsmith
07.12.06, 20:03
@ThomasG:
Ich denke auch, dass ich da keine überirdische Vorrichtung bestellt habe. Um Erfahrungen zu sammeln reichts aber hoffentlich.
Natürlich werden alle Erkenntnisse euch wissensdurstigen zugute kommen.
@briesenreiter:
Ah jetzt ja!
Von 4-Flächen stand da aber vorher nichts, gell? Und ich dachte schon ich wär blöd.:glgl:
Das würde natürlich gehen.
Ist ein Kegelmantelschliff nicht einfacher (wenn man die Kinematik einmal kapiert hat)? Sind nicht die meisten Bohrer so geschliffen?
Naja, ein richtiger Kegel ist es ja auch nicht.
@rumag:
Wenn das Teil nichts taugt, kanns eigentlich nur an mangelhafter Verarbeitung liegen. Das Prinzip könnte gut sein - ich werds sehen.
MfG
newtoolsmith
Ich seh's wie Rumag: Üben und von Hand schärfen. Natürlich erreicht man nicht die Präzision, wie bei einem maschinellen Schliff. Aber wenn ich genaue Bohrungen benötige, dann benutze ich sowieso Reibahlen.
Aber wenn newtoolsmith so eine Maschine baut und die richtig gut funktioniert, würde ich evtl. auch mal meine Bohrer zu ihm schicken :D
viele Grüße, Jan.
newtoolsmith
08.12.06, 11:41
...da werd ich dann wohl demnächst viele Päckchen kriegen - auch nach Weihnachten! :p
MfG
newtoolsmith
@newtoolsmith
Ja das Teil ist aus Kunststoff.
Gruß
Novum64
Hallo,
da es wohl so scheint, das ich zu den "älteren" gehöre, Jungs tut euch doch einfach einen Gefallen und holt euch eine einfache Bohrerschleiflehre aus Blech. Die gibt es fertig mit Millimetereinteilung und 118° Gradwinkel im gutsortierten Fachhandel. Ohne Millimetereinteilung für die die ein gutes Augenmass haben (um die Schneidenlänge zu schätzen) kann man sich diese Lehre ganz einfach mit Säge und Feile (wems immer noch zu grob ist nimmt nochmal Schmirgel hinzu) selbst herstellen.
@Newtoolsmith
ich habe vor 27 Jahren Bauschlosser gelernt. Wie schonmal erwähnt mussten wir die Bohrer auf der Baustelle schinmal mit dem Winkelschleifer nachziehen. Gut war es wenn man zu zweit war, allerdings beim Kundendienst ist das nicht immer der Fall gewesen. Ergo Flex zwischen den Füssen einklemmen und los gehts. Ist zwar etwas Abenteuerlich aber es funzt.
Was meinst Du wie egal mir es da war ob die Schneidengeometrie gestimmt hat?
Hauptsache das Loch war drin.
Beim Messerbau zu Hause hast Du doch alle Werkzeuge zur Verfügung. Ob der Bohrer ein oder zweimal geschliffen wurde, wer sieht das am fertigen Meser?
Gruß
Uli
newtoolsmith
08.12.06, 19:05
@Almerich:
Darum gehts doch nicht. Du, Ich und noch ein paar andere können das freihändig, ob nun per Bandschleifer, Schleifstein oder Flex ist doch egal. Was bleibt ist das Potential zur Verbesserung und die Tatsache, dass sich hier einige freuen werden, wenn sie ihre stumpfen Bohrer nicht mehr wegwerfen oder schärfen lassen müssen.
Lasst uns doch mal dir Frage nach dem Sinn einer Schleifvorrichtung beenden - ich glaube die Notwendigkeit für den einen oder anderen ist inzwischen geklärt.
Ich hätte sonst nicht so viele EMails bekommen.
MfG
newtoolsmith
@ newtoolsmith
Das finde ich auch. Sag wie solls weitergehen.
Material hast du von mir genug bekommen.:steirer:
Gruss Balduin
newtoolsmith
08.12.06, 19:33
Tach Balduin!
Zur Info für die anderen: Balduin hat sich Tagelang in der Werkstatt eingeschlossen, geschliffen, getestet und mich mit reichlich Fotos versorgt.
Respekt!:super:
Dieser Tage warte ich auf das Eintreffen meines Päckchens, kommt vielleicht Montag.
Ich werde dann die Gesamtheit der Materialien auswerten und auf eine Erleuchtung hoffen.
Hoffentlich gelingt mir dann eine simple Mechanik, die die Vorzüge der Inspirationsquellen vereint.
Eigentlich hätte ich auch Dichter werden können - da brauchts auch eine Muse.
MfG
newtoolsmith
newtoolsmith
11.12.06, 14:19
Hallo Freunde,
da ist es:
http://picture.digimumba.de/components/com_uhp/files/79_20061211141506_phprc2Kd.jpg
Das Teil lässt sich auf 80°, 118° und 130° Spitzenwinkel einstellen, wobei für die drei Positionen eine kleine Raste vorgesehen ist. Stufenlos war also nix aber dafür trifft man die Winkel genau - vorausgesetzt, die Vorrichtung steht genau rechtwinklig zur sauber abgerichteten Schleifscheibe.
Die Löcher in den Prismenhälften sind dafür vorgesehen, das Prisma auf den Metallstift aufzustecken. Auch die Prismenrückseite trägt diese Löcher. Die Passung ist recht gut, könnte minimal enger sein. Beinem metallischen Nachbau würde das auf H7/h6 hinauslaufen müssen.
Die Verarbeitung ist insgesamt ordentlich.
Ohne die Vorrichtung bislang getestet zu haben, kann ich die Einwände von
Novum64: "Nach einigem Üben waren die Bohrer so scharf, dass ich problemlos Holz bohren konnte."
nicht nachvollziehen. Handelt es sich überhaupt um das von dir angesprochene Produkt?
Zumal ich inzwischen durchgestiegen bin, wie das Prinzip überhaupt funktioniert, bin ich guter Dinge.
Ob die Prismen präzise genug gefertigt sind und ob die Passung der Prismenschwenkachse praxistauglich ist, wird sich nächste Tage zeigen. Heute hab ich keine Zeit dafür.
MfG
newtoolsmith
Das ist genau das Teil, das ich meinte. Das Problem ist, dass es keine genau definierte Einstellmöglichkeit für den Hinterschliff gibt. Man muss das hinschätzen und im Endeffekt ist er mal zu groß und mal zu klein. Wenn man es dann mal getroffen hat kann man die Einstellung nicht mehr reproduzieren.
Gruß Novum64
P.S. Wenn du es dann beherrschst kannst du ja mir ja mal nen Tip geben. so lange schleife ich von Hand.
Moin,
Wie ich jetzt gesehen habe gibt es für meine Bandschleifmaschine von KEF-Motors im Zubehör eine Bohrerschärfvorrichtung die alles kann und recht vertrauenswürdig aussieht.
Mit etwas experimentieren sollte die auch nachzubauen sein.
seht selbst:
http://www.scantool.dk/media/brochurespiralbohrschleif.html
Weiterhin viel Spaß
Ole
Also ich halte das Teil für nicht tauglich. Warum??
Unter " Das Schleifen von dem Spiralbohrer" (komisches Deutsch...:teuflisch ) ist zu lesen: " Jetzt legen Sie den Spiralbohre in die V RIlle.... und halten mit dem Daumen fest.... Jetzt drehen Sie den Bohrer 180° , und wiederholen Sie das Schleifen so dass der Bohrer auf der anderen Seite geschliffen wird...."
und genau diese 180 ° sind das Problem, bei anderen Geräten wird der Bohrer in eine Aufnahme oder in ein Prisma eingespannt, das dann um wirkliche 180° gedreht wird um die andere Seite der Bohrerspitze zu schleifen. aber den Bohrer so Pi mal Daumen um 180 ° drehen, da kann ich gleich von Hand.....
BTW: Ich bin gerade auch dabei mir ne Vorrichtung zum Bohrerschärfen zu bauen, grosse Bohre sind ja von Hand kein Problem, aber mich interssiert hauptsächlich der Bereich von 1,5 bis 3,5 mm und da ist das von Hand nicht mehr so einfach die MItte zu treffen
newtoolsmith
14.12.06, 21:36
Ich hab mir heute mal eine halbe Stunde Zeit genommen und die Vorrichtung von Kaindl getestet.
Wer sich genau an die Anleitung hält, bekommt einen Freiwinkel von etwa 10°, jedoch leider negativ. Damit bohrt es sich nicht so gut.
Durch verdrehen des Bohrers lässt sich das korrigieren, die Schneiden sind jedoch immer ungleich lang, die Spitze demnach außermittig und die Querschneide liegt im falschen Winkel zu den Hauptschneiden. Statt ~55° nur etwa 30°.
Wenn ich mehr Zeit habe, gehe ich da nochmal genauer dran.
Mal sehen, worans liegt.
Der Schliff selber wird jedoch gut und die Schneiden scharf.
MfG
newtoolsmith
Kevin Wilkins
14.12.06, 22:01
Probiere es mit dem Dril Doctor... viele Leute in den USA die ich kenne sind davon hell begeistert. In DE gibt's von:
Brinkmann - Wecker GmbH
Postfach 6106
Einsteinstr 8
D-33104 Paderborn
Germany
+49 (5254) 87327
http://www.brinkmann-wecker.de
Ich habe die Drill Doctors (es gibt 2-3 Modelle) selber nicht ausprobiert.
Eine billige Bohrerschärfer von Westfalia aber habe ich... totale Schrot, absolute nicht zu gebrauchen.
Per Hand geht's wenn's nicht sehr wichtig ist... am besten wie oben gesagt, wenn Du eine alte Werkzeugmacher kennst... spendiere Kafee und lass ihn es dir zeigen und beibringen. Von Büchern ist es sehr schwierig.
Ich habe eine gute Stichelschleifmaschine, die ich noch nicht gemeistert habe, mangels einen Lehrer, um mir es richtig zu zeigen.
Moin,
@ Armin : Wie man weiter oben lesen kann, soll der Bohrer nach dem
Drehen um 180° mit der Schneide an den Anschlag (Pos8)
gelegt werden. :hmpf:
P.S.: Die Maschine kommt aus Dänemark, und dort übersetzen sie
manchmal in komisches Deutsch.
Gruß
Ole
Hi,
ich habe bei einem Praktikum ein paar Bohrer mit dem DrillDoctor geschärft und war sehr zufrieden mit dem Ergebnis... allerdings hatte ich zu dieser Zeit auch noch keine so hohen Ansprüche ;) Ich werde nächsten Samstag mal dort vorbeigehen mit ein paar stumpfen Bohrern und das ganze nochmal testen.
Kevin Wilkins
15.12.06, 14:30
Ich bin gespannt deine meinung zum Drill Doctor zu hören... viele Messermacher in den USA loben diese Maschinen sehr hoch, ich habe leider niemals eine sehen können.
Hallo,
@ newtoolsmith: Hört sich ja nicht so toll an. Meist Du, das System an sich ist schlecht, oder nur die Ausführung (Kunststoff). Denn das Teil aus Metall mit einem Anschlag mehr wäre ja zu schaffen. - Die anderen vorgestellten Teile sind schon eine andere Preisklasse...
@ alle: Mir sind auch schon andere Anschliffe begegnet, z.B. keine solche komplizierte gekrümmte Freifläche, sondern nur 2 ebene Flächen.
a) Ist die überhaupt für normalen Stahl gedacht?
b) Wäre das evtl. einfacher mit einem Anschlag zu realisieren?
Gruß,
Daniel
newtoolsmith
15.12.06, 18:09
@haasi:
Was du meinst ist ein Vier-Flächen-Anschliff. Der ist im Prinzip genauso geeignet wie andere Schliffe.
Ich halte das System an sich für gut, nur die Ausführung ist miserabel.
Die aussermittige Querschneide kann ich mir nur durch mangelnde Symmetrie der Prismen erklären.
Man müsste mal so ein Teil aus Stahl fräsen - ich hab aber keine Zeit dafür. Zeichnungen dazu kann ich wohl machen.
Das müsste dann natürlich sehr präzise werden.
MfG
newtoolsmith
@Ole
also ich habe auch schon günstige schleifvorichtungen gesehen, die nach dem gleichen prinzip arbeiten.
der opa von einem freund von mir hat eine solche vorrichtung... er schleift aber die bohrer trotzdem von hand !
die vorrichtung die er hat sieht allerdings auch etwas wackelig aus.. da sie nur aus recht dünnen blech streifen ist..
er kommt mit der bedienung schon klar, aber im endefeckt ist es wohl umständlicher als von hand ;)
ob man mit seiner vorrichtung kleine bohrer wie z.b. 2,5mm schleifen kann weis ich leider nicht
dieser DrillDoctor
klingt nicht schlecht.. ich hätte aber gerne m,al ein par mehr bilder, die größer sind.. und noch mehr infos !
wäre allerdings schon toll wenn man auch mal einen 1 oder 2mm bohrer schleifen könnte....
die dinger werden zwar meist nicht stumpf, aber sie brechen in der mitte ab, so das auch ein neuer anschliff nötig wird..
@newtoolsmith
versuch mal bitte mit deiner vorrichtung einen 3er oder auch 2mm bohrer zu schleifen ! das würde mich jetzt doch mal interessiren, ob das funzt! egal ob nun symetrich oder nicht..
Kevin Wilkins
16.12.06, 14:42
dieser DrillDoctor
klingt nicht schlecht.. ich hätte aber gerne m,al ein par mehr bilder, die größer sind.. und noch mehr infos !
Suche im Netz, es gibt viele Info dazu.
Hallo zusammen,
ich habe mir gerade die Zeit genommen, etwas weiter zurückzulesen und hab bemerkt, dass die Frage nach dem alternativen Anschliff schon weiter vorne kam, also sorry.
Ein link zum Drilldoctor ist übrigens hier:
http://www.drilldr.com/index.php
Das ist ja eine ganz andere Klasse von Gerät. -Hab mal mit etwas Vergleichbarem gearbeitet. Die Drehstellung des Bohrers wird über 2 von links und rechts andrückende Bleche sichergestellt (wie wenn man den Teil der Spirale eines Bohrers mit Daumen und Zeigefinger locker in den Spankammer greift. Durch Vor- und Zurückschieben dreht sich der Bohrer und in einem gewissen Abstand zur Spitze ist der Drehwinkel dann vorgegeben). Bei "meiner" Version hatte das Spannfutter dann einen umlaufenden Kragen und über eine Art Kurvensteuerung ergab sich der Anschliff des Bohrers beim Drehen des Futters von Hand. Das Ausspitzen erfolgt in dem 2. Einsteckloch.
Das Verfahren war wirklich recht einfach. Allerdings sind die Einstellmöglichkeiten sehr begrenzt (weil mal die Frage nach anderen Freiwinkeln fiel).
Zum Kaindl-Gerät: Die U-förmige Klemme aus Kunststoff hat schon sehr viel zu erfüllen: Sie muss dafür sorgen, dass beide Prismenhälften in axialer Richtung des Bohrers gleich weit vorstehen, weil sonst eine Seite weiter rein geschliffen wird. Außerdem soll sie ja ein Verkippen beider Hälften verhindern, weil sonst die Löcher für die Schwenkachse nicht 180° um die Bohrerachse gedreht sind. Ach ja, und dann noch die Zugkraft aushalten, damit der Bhrer gespannt wird. -Und das alles mit einem Kunststoff-Spritzgussteil?
Aber zurück zu meiner Frage von vor einiger Zeit, aber etwas präzisiert:
Gibt es eine optimale Flächenform des Anschliffs oder ist nur der unmittelbare Teil kurz um die Schneide herum wichtig (Wie wichtig ist z.B. der Querschneidenwinkel?)? -Denn bei dem Kaindl-Gerät wird um eine Achse parallel (oder täuscht da das Bild?) zum Bohrer gedreht, bei dem von Ole verlinkten Gerät von KEF um eine Achse 60-70° zum Bohrer. -Wobei letztere Vorrichtung noch am ehesten dem Verfahren entspricht, wie ich von Hand schleifen "gelernt" habe, nämlich etwa so:
http://www.autoschrauber.de/content/000101/bohrer-und-spiralbohrer-anschleifen.php
Also beides kann ja nicht stimmen, oder doch?
Prismenblöcke gibt es übrigens auch zu kaufen, z.B. hier:
http://www.norelem.de/cms/wm?catId=1696&CmiProdId=6e47933062a61989a4e989f9add1ca f7&nextProductPage=24&nextFamily=true
Nun müsste man halt noch ein recht tiefes Loch bohren und reiben und dann den Klotz halbieren. So wäre ja der Lochabstand zum Prisma quasi in einer Aufspannung hergestellt. Aber ein Bohrer, der verläuft, ...
So, lange genug "laut gedacht", hoffe auf zahlreiche Antworten Eurerseits und Erleuchtungen beiderseits.
Gruß,
Daniel
newtoolsmith
19.12.06, 07:06
Schöner Aufsatz, haasi!
Stimmt alles - leider.
Dem Prisma obliegt es, ob die Vorrichtung funktioniert, oder nicht.
Ich werde mal versuchen, ob ein überfräsen der Teile eine Verbesserung bringt - wenn ich mal Zeit habe. Insgesamt ist die Kunststoffversion aber zu weich.
Vom Drill Doctor gibts unter youtube ein Video.
MfG
newtoolsmith
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