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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hartmann-Lufthammer Fragestunde!?


Akka
19.10.06, 19:12
:confused:
Hallo,

Habe mehrere Fragen zum Thema HARTMANN-Lufthammer.
Ich bin Lufthammer-Frischling!!!
Den Hammer habe ich dieses Jahr (März 2006) erworben (mein Wohnort: Eifel, Lufthammers Wohnort: Magdeburg). Ich bin den Hammer seid dem, so gut ich kann, wieder am restaurieren bzw. herrichten. Er sah wirklich wie ein Häufchen Elend aus, das es einem in der Seele weh tut, und man kann nicht Glauben, daß es Leute gibt die ein so geiles Teil einfach nur verhunzen, aber gut, jeder Mensch hat halt andere Interessen, und im Endeffekt bin ich ja froh das ich diesen Hammer überhaupt kaufen konnte.
Entrosten, Anstrich abschaben, Hammer auseinander bauen, neuen E-Motor (mit Elektrikers-Hilfe) installieren, neuen Riemen besorgen, neue Aufnahmen für Recksättel fräsen usw. alles noch mehr oder weniger kein Thema….ABER, jetzt geht´s an´s eingemachte, dass Ding laufen lassen, ohne wichtige Erfahrungswerte!
Baujahr: 1948
Bärgewicht: 40kg ??? ( Bär hatte ich ausgebaut aber nicht nachgewogen, rein rechnerisch
waren es ca. 37kg)
Da fällt mir ein: Von den zwei Kolbenringen am Bär war leider einer gerissen, den hab ich dann zwar gelötet, und Oh Wunder beim draufmontieren (muß man ja ein wenig auseinander spreizen) hat er sogar gehalten, ich bezweifle aber das ein gelöteter Kolbenring auf Dauer gut ist, es ging mir im Moment nur darum (war schon ganz aufgeregt) ihn mal laufen zu lassen.
Dabei habe ich folgende Probleme oder Fragen.
Der Hammer fährt beim einschalten nach oben und taktet oder tänzelt im Leerlauf oben leicht mit, soviel ich weiß ist das soweit in Ordnung. Betätige ich dann den Hand- oder Fußhebel fährt er
a) nach unten und schlägt leicht
drücke ich den Handhebel weiter nach unten dann
b) hört er auf zu schlagen und bleibt unten auf dem Recksattel stehen
drücke ich den Handhebel wieder ein gutes Stück weiter dann
c) fängt er wieder leicht an zu schlagen und wird dann ganz normal beim weiter nach unten drücken des Handhebels immer härter und stärker im Schlag

Das erscheint mir nicht ganz richtig? Zumal ich mal gelesen habe das Hartmann Lufthämmer sehr gut zu dosieren wären. Meiner schlägt aber erst, wie ich behaupten würde, ganz normal, dann gar nicht mehr und dann durch ziemlich weites drücken des Handhebels fängt er wieder an und dann werden die Schläge durch minimales Hand- oder Fußhebel betätigen schnell härter. Unter gut dosierbar verstehe ich eher das ich über den gesamten Bereich den Hammer gut regulieren kann.
Daher meine Fragen:
1. Kennt sich einer gut mit der Charakteristik von Hartmann-Lufthämmern aus?

2. Weiß vielleicht einer wo man noch einen Kolbenring Ø158mm (oder überhaupt Ersatzteile) herbekommt?
3. Welche Drehrichtung muß das Schwungrad eigentlich haben, rechts oder links herum (vielleicht liegt´s ja daran das man nicht richtig dosieren kann)
4. Kennt vielleicht einer die Gußart bzw. Gußbezeichnung des Gehäuses vom Lufthammer, oder weiß einer welche Elektroden man zum schweißen des Gehäuses verwenden kann (hab einen Riss im Hammer)?
So erst einmal , Danke für das lesen des Textes!
Mehr Fragen fallen mir zur Zeit nicht ein (reicht auch)!!
PS: Wollte eigentlich noch ein paar Bilder anhängen klappt aber nicht bzw. darf ich nicht?

Staffbull
19.10.06, 19:30
Hallo,

willkommen hier im Forum.
Vielleicht wendest du dich da am besten mal an Markus Balbach.

www.schmiede-balbach.de

Gruß Kai

hobby
19.10.06, 19:41
PS: Wollte eigentlich noch ein paar Bilder anhängen klappt aber nicht bzw. darf ich nicht?

Willkommen im Messerforum!
Das darf man wohl erst wennman die "höheren Weihen" empfangen hat.
Wenn Du aber über externen Webspace verfügst solltest Du das Bild hier verlinken können.

Mirko
19.10.06, 21:43
Guten Abend,

ich meld mich auch mal wieder. Beim Hartmann-Thema reißt`s mich halt. Es ist zweifelsohne bei dem Kolbenring ein 40 kg.

Von der Löterei mit den Kolbenringen kann ich dir nur dringend abraten, da wir hier über Kolbenringe aus Federstahl reden, die wärmebehandelt sind. Dein Exemplar wird sicher nur wenige Prellschläge abhalten und dann hoffentlich keine Furche im Zylinder ackern.

Dein Hammer ist kalt und hat vermutlich mind. 15 Jahre gestanden.
Also ist die fehlende Feinfühligkeit durch das jahrelange Stehen noch nicht da. Die Maschine ist innerlich von Öl verklebt.

Wenn du den Kolbenring neu hast ( Motorenwerkstatt ) lass ihn mal ca. 4 Stunden durchlaufen bei Maximalhub und ohne aufzusetzen. (Einstellen und vorn ein Holz reinklemmen ) Danach sollte er laufen.

Die Charakteristik ist wie beschrieben für den Zustand der Maschine normal, das wird schon.( Ölpumpe einstellen, komplett durchschmieren und los )

Schwungraddrehrichtung ist egal, es sei denn Du hast eine Ölpumpe, da ist aber ein Pfeil drauf.

Er ist aus Grauguß und der Riss ist ein Problem, wenn er an der Gußnaht ist, meist vorn längs am Arbeitszylinder. Ist eine Macke vom Hartmann, vor allem, wenn er in der LPG zum Pflugscharschärfen mißhandelt wurde.

Grüße

Steinpilz2
20.10.06, 00:42
Ein Arbeitskollege von mir hat früher Motorblöcke aus Guss, meistens von alten Opeln, mit Chromstahlelektroden geschweißt wenn sie Risse hatten oder aufgefroren waren. Er sagte es gehe besser als mit Gusselektroden da man selten die genaue Zusammensetzung des Materials bestimmen kann. Ich hab das selber an mehreren Öfen aus Guss und an einem Elektromotorfuß ausprobiert, mit etwas Geduld funktioniert das ganz gut. Wenn beim schweißen in der Naht ein Riss entsteht, fuge in aus und überschweiß ihn noch mal. Wenn möglich das Schweißteil vorher gut anwärmen und nach dem schweißen laaangsam abkühlen. Wichtig ist das sich das Elektrodenmaterial mit dem Guss verbindet, Risse in der Naht sind zweitrangig da sie nachgearbeitet werden können.

Gruß
Martin

Akka
21.10.06, 10:05
:super:
Tach!
Danke erst mal für die schnellen Antwotren!

zu Staffbull: Ja an Markus Balbach habe ich auch schon mal gedacht. Indirekt hat er mir auch schon einmal geholfen, in dem mein Kumpel bei ihm angerufen hat um zu fragen welches Öl man am Besten für den Hammer benutzt.

zu hobby: Dachte ich mir schon das ich noch "unwürdig" bin um Bilder hochzuladen. Danke für Tip.

zu Steinpilz2: Das mit den Chromstahlelektroden habe ich auch noch nie gehört. Werd gleich mal meinen Kumpel fragen ob er mir paar Elektroden zum ausprobieren besorgt. Wenn´s klappt ist es wirklich ne coole Idee!

zu Mirko: Wow! Ich dachte der Name Mirko kommt dir doch irgendwie bekannt vor....
Ich hab eine Inbetriebnahme vom Hartmann Lufthammer von Dir in meiner Werkstatt hängen. Die hast Du mal 2004 in´s Forum gesetzt, hat mir SEHR geholfen!! Super das Du ich noch mal meldest, hätte ich nicht mit gerechnet. Du hast recht, der Riß ist längs am Arbeitszylinder, aber Gott sei Dank nicht an der Naht. Da bläst er auch teilweise heraus, das könnte natürlich auch eine Beeinträchtigung der Laufkultur bedeuten. Ich habe immer angenommen das der Riß vielleicht davon kommt, weil der Bär vielleicht ohne Recksättel auf Endlage geknallt ist. Durch das Luftpolster was sich unterm Kolben bildet hat der Hammer (Gehäuse) normalerweise doch keine Stoß- oder Schlagbelastung. Aber egal, kaputt ist kaputt und wird repariert.
Ja, ich denke ich sollte mir möglichst schnell ein paar Kolbenringe besorgen, falls ich eine Firma finde die so etwas besorgen kann, bin mal auf den Preis gespannt.
Der Hammer ist wahrscheinlich wirklich lange nicht mehr gelaufen (schade das ich kein Bild hochladen kann, sonst hätte ich ihn mal reingesetzt).
Den Hammer hatte ich zum restaurieren schon gut auseinander, Bär raus Luftschieber Schwungrad mit Pleuel usw. und alles mal durchgewaschen, den Luftzylinder (hinterer Zylinder) hatte ich allerdings nicht raus, hat der auch Kolbenringe? Zentralschmierung hatte ich komplett auseinander und wieder neue Leitungen gelegt, verklebt dürfte er eigentlich nicht mehr sein. Alledings habe ich im Luftschieberventil eine neue Kegel-Feder eingesetzt, die war gebrochen. Erst dachte ich daran liegt es das er nicht richtig schön zu dosieren ist. Ich werde ihn aber auf jeden Fall mal eine ganze Weile laufen lassen, mal schauen ob´s besser wird.

Mirko
21.10.06, 13:21
Hallo,

der Verdichterzylinder hat Gusskolbenringe ( Vorsicht beim Entfernen des Zylinders ).

Beim Einsetzten, Reinigen des Schiebers hast Du doch sicher alles so gelassen wie`s war ? Einbauposition exakt wie vorher.

Keine Kanäle "optimiert", Luftdurchlässe vergrößert!

Ich hätte gern mal für mein Archiv die Fertigungsnummer, wenn möglich.

Grüße

Akka
21.10.06, 19:07
Hallo Mirko,

Danke für den Tip mit den Gußkolbenringen, daß hätte ich nicht gewußt!
Nein, optimiert bzw. verändert habe ich nichts.
Wie der Schieber original drinnen war, weiß bzw. wußte ich nicht mehr. Habe durch ausprobieren, aus meiner Sicht, die Beste Stellung rausgesucht, in dem ich den Hammer immer schnell an und wieder ausgeschaltet habe, damit er bei zufälliger Stellung auf Volllast nicht direkt voll herunter knallt.
Die Seriennummer ist: 849

hobby
22.10.06, 16:57
Ja, ich denke ich sollte mir möglichst schnell ein paar Kolbenringe besorgen, falls ich eine Firma finde die so etwas besorgen kann, bin mal auf den Preis gespannt.


Das sollte eigentlich kein Problem sein:
Wenns die für den Lufthammer nicht mehr geben sollte würde ich es mal mit Kolbenringen für einen Dieselmotor (Motorenreparaturwerkstatt oder Kolbenringhersteller) versuchen.
Falls sie zu dick sein sollten müssten sie sich herunterschleifen lassen, umgekehrt wärs natürlich blöd.
Falls sie im Durchmesser (etwas) zu gross sein sollten kannst Du den Stoss im Verhältnis (pi) vergrössern.

Hans

hansfranz72
06.12.06, 22:09
Hallo !
Hab mich extra wegen dem Thema Hartmann angemeldet !
Also : Nix mit einlaufen ....meine Kolbenringe sind alle an der Verdehsicherung gebrochen ....macht nix !
Außerdem funktioniert dein Hammer genau richtig !
Beim Leerlauf Kolben oben ,Leicht treten Bär fällt durch zum "Zielen"sozusagen,weiter durchtreten ist dann die eigenliche Hammerfunktion (stärker oder schwächer ) !An der Steuerwalze sind kleine Markierungen unter dem linken Verschlußdeckel !Wenn du willst kann ich dir die Stellung genau sagen !Außerdem läuft ein Flachriemen immer auf Zug in die Richtung in der die Spannrolle lastfrei ist !Beim Hartmann in dem Fall Links wenn man davor steht !Wenn du möchtest ....ich hab ne Anleitung und den gleichen Hammer Bj 1948 ....

hansfranz72
06.12.06, 22:25
Ps die Kegelfeder ist nur für die Hochhaltefunktion im Leerlauf und an der Flachen Seite des Bär`s sollte ein doppelter Pfeil sein der die tiefste Schlagtiefe anzeigt ...Schabotte sollten nicht unter 175 mm sein (kann auch noch mal genau nachsehen ) !Der Handhebel ist für Setzschläge gedacht indem man ihn einmal durchdrückt kommt ein Schlag Vollast !Der kleine Gußhebel über dem Fußpedel ist der "Anlasser" auf ein der Beiden leicht Schrägen Flächen gestellt dient er zum Lastfreien Anlauf .....

Akka
11.12.06, 20:12
:ahaa:
Hallo hansfranz72,
geil das Du Dich gemeldest hast! Dachte nicht, daß sich noch einer wegen dem Thema Hartmann -(Problemche) meldet!!! Deine Antwort ist ja wie Weihnachten!!!! Mein Kolbenring ist auch an der Verdrehsicherung gebrochen. Du meinst also egal..., einfach weiter juckeln lassen??
Ich denke mal das der Hammer so auch schon länger gelaufen ist, nur jetzt als ich ihn gekauft und auseinander genommen hatte und den gebrochenen Ring sah, dachte ich natürlich erst mal, SCH....!
Mittlerweile habe ich mir eine Blattfeder besorgt, zwei Streifen heraus geflext, ungefähr auf den Durchmesser des Kolbenrings gebogen (INNen und aussen noch Platz für spätere Bearbeitung gelassen) und die Enden zusammen gelötet. Weiter bin ich noch nicht, jetzt wollte ich den Ring noch auf eine Platte löten damit ich ihn mit der CNC-Fräse aussen, innen und oben bearbeiten kann, dann wieder ablöten und auf der Drehbank die Seite planen die noch unbearbeitet ist. So hab ich´s mir jedenfalls vorgestellt.
Wenn Du sagst der Hammer läuft so richtig wie ich´s mal beschrieben hatte, dann ok, die richtige Stellung finde ich dann wieder raus.
Das der Flachriemen in Zugrichtung nicht gegen die Spannrolle ziehen soll, dachte ich mir auch schon, aber weil ich alles auseinander hatte, wußte ich nicht mehr wie die Spannrolle saß, also hab ich sie jetzt auf der anderen Seite (rechts), weil der Motor jetzt auch rechts herum läuft, denkst Du ich sollte die Drehrichtung wieder ändern?
Die Schabotte bzw. die Gesenke hab ich so hoch gebaut das ich auf 200mm komme, daß müßte ja dann noch gut reichen.

Bis dann!

hansfranz72
11.12.06, 22:04
Hallo AKKA !
Mach den Ring um Gotteswillen nicht aus Federstahl .....das ist des Hammers TOD !Das ist meist 50CrV4 oder so in der Richtung ,ist viel zu Zäh ! Wenn schon unbedingt neue Ring dann aus einer sehr guten unbedingt kurzspanenden Bronze oder aus Guß !Da kannst du auch richtig gute Sachen nehmen !Ich hab schon bei meinem Kumpel nachgesehen aber Selbst von ner Russischen Diesellok passen die Ringe nicht !Wenn du noch ein paar Tage warten kannst schick ich die auch die richtige technologie zum Kolbenringe machen !Wie soll der Ring nach dem ablöten auf der Drehbank rund werden !? Verspannt sich mit Sicherheit !Vielleicht mach ich mir auch 2neue dann kriegst du welche ab !(hab 2 sehr genaue Koordinatenbohrwerke zu Haus ( tol + - 1&/1000mm) ) Ist nur immer ein Zeitproblem !!!!!
Wenn du möchtest scanne ich die Bedienungsanleitung mal ein und maile sie dir !?
PS : Ich hab ja echt null Ahnung von diesem Forenquatsch ,aber wenn man schon was beantwortet sollte es doch wohl auch stimmen ,ODER ?
So bis denne

Mirko
11.12.06, 22:57
Guten Abend,

da ich eigentlich auch ein Freund der Wahrheit bin, muss ich mal was dazu beisteuern:

1. Bruchstelle am Verdrehsplint - Ich denk wir brauchen nicht zu diskutieren, da muss man nix machen, da hier sicher nur die kleine Nase oder ein kurzes Stück abgebrochen ist. Ich dachte, es handelt sich um einen Bruch an einer kritischen Stelle.

2. Kolbenringe: Sie sind eben im Arbeitszylinder doch aus Federstahl und eben nicht aus Guss ( macht doch mal die Funkenprobe an der Bruchstelle), nur verstand man in den 20er -50er Jahren eben auch andere Stähle als Federstähle ( noch mal Funkenprobe machen und genau hinschauen ). Warum wurde wohl kein Guss oder Bronze genommen ?

3. Die Drehrichtung: Es ist unseren Hartmännern wurst, in welche Richtung gedreht wird, nur bei der Ölpumpe und bei der Spannrolle muss man aufpassen. Es gab ja auch welche mit Keilriementrieb, hab ich auch ein welche in meiner Sammlung.

PS : Ich hab ja echt null Ahnung von diesem Forenquatsch ,aber wenn man schon was beantwortet sollte es doch wohl auch stimmen ,ODER ?
So bis denne

Ja, Ja...

newtoolsmith
11.12.06, 23:05
@hansfranz72:

Seh ich auch so!

Der Vollständigkeit halber:

Kolbenringe sind verhältnismäßig billig. Das kann man von einer Laufbuchse nicht sagen, schon gar nicht, wenn sie ins Gehäuse selbst eingearbeitet ist.

Verschlissene Kolbenringe tauscht man halt, verschlissene Laufbuchsen sind eine Katastrophe. Manchmal kann man aufbohren und Honen, das wird aber ein teurer Spaß.

Aus diesem Grunde wählt man für Kolbenringe ein Material, das viel leichter Verschleißt, als die Laufbuchsen.

Bei optimaler Schmierung, die allerdings technisch nur bedingt möglich ist, findet sogar überhaupt kein Verschleiß statt. In KFZ Foren findet man oft Verschleißprobleme, da werden dann die Kolbenringe getauscht und gut. Die Laufbuchsen sind dann meist noch fast wie neu.



Mal ein anderer Ansatz:

Die Kolbenringe sind normalerweise unter konstanter, geringer Vorspannung eingebaut und werden kaum einer dynamischen Belastung unterworfen.

Wieso brechen die Dinger dann? Ist da noch mehr faul?

Wie sieht der Laufbuchsenverschleiß in den Totpunkten aus, also da, wo die Kolbenringe oben und unten zum Stillstand kommen?

Halt da mal ne Messuhr rein!


EDIT: Mirko war schneller, aber das mit den Federstahlringen glaube ich im Leben nicht. Ich irre mich auch mal aber das würde überhaupt keinen Sinn machen. Wenn Federstahl, dann butterweich geglüht. Immerhin soll der Ring sich der Laufbuchse anpassen und nicht andersherum.



MfG
newtoolsmith

hansfranz72
12.12.06, 19:00
Hallo !
Ihr seid ja echt in Gange mit den Kolbenringen .....Also Federstähle gibts natürlich auch andere als den von mir zitierten .....und in den 30 - 50 Jahren waren das die gleichen wie heute !Oder meinst du die haben im Friedrich Tabellenbuch (oder auch in anderen ) irgendwas erfunden !? Und Funkenprobe ......naja !Ich bin schon 15 Jahre Werkzeugmacher .....vielleicht St irgendwas von Hochlegiertem aber das wars dann auch !Ich schmeiß lieber ein Stück Material weg als mich dadrauf zu verlassen !!!!Aber ,jeder wie er will !
Ich hab meinen Hammer vermessen der hat so rund 5/100 Abweichung .Die Ringe sind einfach 50 Jahre alt und sehr dünn an der Stelle !
Ich hab früher mal Erdraketen von GRUNDOMAT repariert ,die hat Teflongleitringe ,das wäre ne gute und einfache Alternative .Die Raketen haben auch so 150 Schläge gemacht und unter der Erde beschissene Bedingungen !Das gute ist die sind endlos und so dehnbar das man sie überzieht und dann mit einer Schelle wieder zusammenzieht !
Müßte man mal schauen ,vor allem machen die keinen Schaden und laufen auch mal ohne Öl .....

hansfranz72
12.12.06, 21:54
Nochmal was zur Drehrichtung !
Wenn der Hammer original montiert ist dreht er von vorn gesehen gegen Uhrzeigersinn ....weil andersrum geht es mit der Spannfeder nicht ,da eine gewickelt Spiralfeder keine Torsionskraft in Öffnungsrichtung aufnimmt !Für die allgemeine Funktion ist es solange egal wie an Gleitlager keine Öltaschen oder Druckschmierungen angebracht sind (wegen dem Dynamischen Schmierkeil usw) .Aber wie jeder Verantwortungsbewußte HARTMANN Besitzer weiß ist das ja nicht der Fall !Wichtig ist noch ,wie im Prospekt beschrieben ,das am Schwungrad und am Pleuelfußlager die kleinen Vierkantschrauben zeitweise mit Fett zu verpressen sind .....für die Rollenlager !
Nochmal gesagt !Wer eine Kopie von der originalen Betriebsanleitung will ,bitte melden !!!!

Akka
20.12.06, 17:14
Hallo,
habe gerade erst noch mal in´s Forum geschaut...Mein lieber Schwan, jede Menge Dikussionsstoff...
Zufällig habe ich den Hammer heute zusammengebaut, aber noch nicht laufengelassen. Den Kolbenring (aus Federstahl) habe ich komplett auf der CNC-Fräse hergestellt. Wie gesagt auf eine Platte gelötet und dann die drei freien Seiten bearbeitet, dann abglötet (ohne Verzug) und dann auf der FRäse mit einem Drehbankfutter gespannt, ging eigentlich ganz gut. Tja, eingebaut ist das Ding jetzt, und mittlerweile bin ich natürlich ziemlich verunsichert ob die Materialwahl (Federstahl) auch die richtige war. Eins steht fest, der alte Ring war auf jeden Fall nicht butterweich, daß kann man mit der Feile ja leicht testen, er ist nicht weich aber auch nicht knüppelhart. Kann von dem alten Ring auch bei uns in der Firma eine Härteprüfung (in Rockwell) machen, dann weiß ich´s genau. Allerdings muß ich den neuen Ring zum prüfen wieder ausbauen. Ich habe den "ganz alten" Ring ( der gebrochene) nicht wieder eingebaut, weil ich ihn gelötet hatte und dachte, weil er an dieser Stelle jetzt weicher ist mach ich mir besser einen neuen. Wenn´s egal ist, bau ich den alten natürlich wieder ein?? Jaa, was tun??!! Ich fahre seid Jahren Motorrad, in dieser Zeit habe ich natürlich auch schon etliche Kolbenringe gewechselt, die waren auf jeden Fall alle aus einem harten Material, allerdings muß man natürlich sagen das der Zylinder bzw. die Laufbuchse auch Nicasil beschichtet sind, also SEHR hart, das ist die Lauffläche des Lufthammers natürlich nicht, zumal sie direkt in´s Gehäuse gearbeitet wurde. Für mich ist (oder war) es bis jetzt eigentlich logisch, daß ein Kolbenring eine gewisse Härte haben muß, um einfach nicht an der Zylinderwand zu fressen, weil wenn weiches Material auf einem anderen weichen Material reibt, fängt´s irgendwann an zu fressen. Zumal der Kobenring durch seine Bauart eine geringe Höhe hat ( 8mm ) und die Lauffläche im Zylinder ist, (keine Ahnung, ich sag jetzt mal) 400mm, daß heißt das der Kolbenring beim laufen ständig im Eingriff ist und die Laffläche des Zylinders nur "ab und zu" berührt wird.
Grüße
AKKA

Akka
20.12.06, 21:37
Nachtrag,
Also zur Zeit würde ich den Schluß ziehen, daß ich den alten gebrochenen Kolbenring wieder auseinander löte ( wenn es ja egal ist ob er an der Stelle weicher wird) und die zwei Stücke wieder einbaue.

[Obwohl es für mich schon irgendwie schlüssig klang das der Ring aus Federstahl ist, weil er ja immer ein wenig auf Spannung sitzt, daß heißt, er soll ja immer ein wenig nach aussen drücken ]
Aber bis jetzt haben sich ja schon zwei Mann ausdrücklich Gegen Federstahl ausgesprochen.

Alles andere ist mir jetzt doch zu unsicher (schade um die Arbeit).
Aber ich hab natürlich keinen Bock auf Furchen und Riefen in der Lauffläche.

Appropo Federstahl, und weich werden. Ist Federstahl nicht schon so ein Vergütungsstahl, daß er von "Natur" aus hart ist (also ohne extra härten), damit meine ich wird der Stahl überhaupt nennenswert weicher wenn ich ihn erhitze und dann wieder "normal" abkühlen lasse, also ohne abschrecken in Wasser oder Öl?

AKKA

hobby
20.12.06, 21:41
Obwohl es für mich schon irgendwie schlüssig klang das der Ring aus Federstahl ist, weil er ja immer ein wenig auf Spannung sitzt, daß heißt, er soll ja immer ein wenig nach aussen drücken


Zu Lufthämmern kann ich mich nicht äussern, aber bei Verbrennungsmotoren sind die Kolbenringe üblicherweise aus Grauguss.
Ihre Vorspannung bekommen sie, indem sie auf einen etwas grösseren Durchmesser als der Zylinder gedreht werden.

newtoolsmith
20.12.06, 21:54
@Akka:

Das Vergüten ist eine Wärmebehandlung und keine prinzipielle Werkstoffeigenschaft.

Ich würde nur Gusseisen verwenden, das hält genug aus und bei auftretendem Verschleiss verliert der Ring und nicht die Laufbuchse.

Um die geringe Vorspannung auszuhalten muss es kein Federstahl sein!! Der Durchmesser ist ja auch nur minimal größer, vielleicht 2-3%.


Den gebrochenen Kolbenring nicht wieder einbauen! Der macht nur mehr kaputt.


Wenn du kein Guss-Halbzeug bekommen kannst, dann nimm S235 oder geringeres.


@ALLE:

Wie wir alle wissen, sind Kolbenringe nicht kreisrund. Wenn Akka CNC fräsen kann, könnte man ihm auch die optimale Kontur verraten. Die kenne ich nur leider nicht. :confused:


HAAALT! Ich habs! Im Script "Grundlagen der Kolbenmaschinen" von meinem Prof hab ichs entdeckt.

Wer stellt das JPG mal groß hier ein (314k)?

Da steht auch ausdrücklich was von Guss.

MfG
newtoolsmith

hobby
21.12.06, 08:13
Der Durchmesser ist ja auch nur minimal größer, vielleicht 2-3%.

Wenn du kein Guss-Halbzeug bekommen kannst, dann nimm S235 oder geringeres.

Wie wir alle wissen, sind Kolbenringe nicht kreisrund.
Im Script "Grundlagen der Kolbenmaschinen" von meinem Prof hab ichs entdeckt.


Ich würde versuchen einen passenden (gleichgrossen bzw. geringfügig grösseren Durchmesser) Kolbenring eines Diesemotors zu bekommen.

Nein, ICH weiss nicht dass Kolbenringe nicht kreisrund gedreht werden und bin schon gespannt auf Dein Bild.

Akka
21.12.06, 10:11
Tja,
das überrascht mich natürlich!!
Das Kolbenringe nicht kreisrund sind. Davon habe ich auch noch nicht gehört. Wenn es denn so wäre, hätte ich eh arge Probleme so ein CNC-Programm mit ansteigender Kontur zu schreiben (lacht jetzt nicht, aber das hab ich schon einmal versucht um eine Biegevorrichtung für einen Schnörkel zu fräsen), geht nicht. Ich glaube es ist nur möglich, mit einer Fräse in der man eine CAD-Zeichnung einlesen kann.
Da müßte ich wohl mal hansfranz72 fragen, wie man so ein Ding macht.
Aber irgendwie verläßt mich so langsam der Mut, so einen Ring selber herzustellen. Ich habe natürlich auch schon bei Firmen, die so viele Kolbenringe haben, daß sie sie verkaufen müssen, nachgefragt. Aber wenn ich sage ich brauche "einen" Ring, lachen die mich aus, oder antworten erst gar nicht.
Am Besten ich wünsch mir einen Kolbenring vom Christkind, das kann alles!!

Grüße
AKKA

Akka
21.12.06, 10:24
Ach ja,
jetzt weiß ich auch was S235 ist, stimmt die neue Bezeichnung für St37.
Kam mir doch bekannt vor, ich dachte erst an einen Schnellarbeitsstahl.
Ja an S235 (St37) komm ich natürlich locker ran, den könnte ich natürlich einfach aus einer Welle drehen (oder fräsen), dann könnte ich mir die Biegerei sparen. Allerdings halt nur kreisrund.

mikromeister
21.12.06, 11:57
Leute schießt ihr mit der Kolbenringdiskussion nicht etwas über das Ziel hinaus?

Ein Lufthammer mit 2 Hüben/s ??? gegen einen Motoradmotor mit knapp 100 Hü/s zu vergleichen.
Hier saubere geölte Luft als Medium, dort heisse Verbrennungsgase.
Hier vielleicht 6 bar, dort schon 10 bar Kompression ohne Zündung?

Ich würde mal erwarten, dass ein Federstahlring nicht die geringsten Probleme macht. Hauptsache ist dass die Oberfläche perfekt ist und die Kanten sauber wegen des Schmierfilmes.
Die Gleiteigenschaften von S235 sind jedenfalls keinen Pups besser als die von Federstahl.

Wenn man die Auffederung und den Kolbendurchmesser kennt, weiss man auch ob sich unrundfräsen lohnt. Ich schätze mal bei der Größe eher nicht.

Wie ist denn die Federung jetzt erzeugt worden?
Ist der Kobenring rund auf einen größeren Durchmesser gefräst worden, oder auf den Arbeitsdurchmesser und dann aufgebogen?


Wenn du selber einen neuen Ring drehen willst, könntest du ihn rund und dicker machen,
schlitzen,
einseitig in eine kleinere Bohrung klemmen und kleben,
das herausschauende Teil auf Arbeitsgröße drehen und abstechen.
Dann ist dein Ring jedenfalls im eingebauten Zustand perfekt rund und hat den richtigen Durchmesser.

Holgi
21.12.06, 16:17
Hallo!

@Akka: Was hast Du denn für eine CNC-Fräsmaschine und welche Steuerung hat sie? In der Regel kann man bei jeder Steuerung unrund fräsen. Vielleicht kann ich Dir helfen.

Gruß aus Middlhessen,

Holgi

Akka
22.12.06, 11:06
Also,
jetzt muß ich mich mal, egal ob richtig oder falsch, bei ALLEN die sich hier über mein Hartmann-Problem den Kopf zerbrechen und sich die Zeit nehmen hier mit zu diskutieren, bedanken (Danke newtoolsmith für die Zeichnung)!!
Jeder hat seine eigenen Erfahrungen, und ich find´s einfach gut wenn man sich hier mit anderen Schmiede-Idealisten austauschen kann, daß die eine Idee vielleicht besser ist als eine andere ist nun mal so, deshalb wird ja diskutiert.

War gestern Abend noch bei einem Kumpel, die haben eine Maschinenbau-Firma, hab ihn gefragt ob er Teflon-Wellen hat, daß mit den Teflon Ringen fand ich auch ne ganz gute Idee, da kann man eigentlich nix falsch machen (allerdings war der größte Durchmesser den er auf Lager hat 150mm, brauche aber 158mm). Aber wie ist das eigentlich bei Teflon, hab schon mal gehört die lösen sich bei Berührung mit Öl auf, oder fangen jedenfalls an zu schmieren?
Auf jeden Fall laß ich den Hammer jetzt mal stehen, bis ich mir ganz sicher bin woraus man die Ringe jetzt am Besten baut. Habe gestern den alten gebrochenen Ring unter das Härteprüfgerät legen lassen. Er hatte keine 20 Rockwell, der neue aus Federstahl hat ca. 34 Rockwell. Also weiß ich jetzt schon mal das der alte Originale Ring ziemlich weich war (hatte ich nicht gedacht).
Zu holgi noch: Wir haben eine Bridgeport 600 mit Siemens-Steuerung, programmiert wird eigentlich zu 98% mit der Shop-Mill Steuerung, DIN-ISO kann die natürlich auch noch.

Gruß
AKKA

mikromeister
22.12.06, 13:04
Teflon und Öl ist kein Problem.

Man könnte natürlich auch eine O-Ring Dichtung versuchen.
Ich glaube zwar nicht dass die sehr lange lebt, aber wissen kann man es nicht und kaputt macht sie auch nichts. Vielleicht wäre es einen Versuch wert.

Aus billiger Meterware kann man mit Sekundenkleber O-Ringe in beliebiger Größe selbst zusammenkleben.

Der Schnurdurchmesser sollte bei der Anwendung ca. 5% größer als die Nuttiefe sein. Geht natürlich nur bei einer Nut die breiter als tief ist und das wird wohl das Problem bei einer Kolbenring-Nut sein.

newtoolsmith
22.12.06, 13:04
@Akka:

Laut Wikipedia ist PTFE (Teflon) äußerst beständig geben alle Säuren, Laugen, Öle und Fette. Liegt am Fluor.

Für deine Kolbenring wäre es also geeignet. Je nach Ringnuttiefe sollte es möglich sein, einen ungeteilten Ring zu nehmen. Dann wäre auch die Geometriefrage gelöst. Hat dein Kumpel keine PFTE Platten? DAs wäre doch vorteilhaft.

Dass der alte Kolbenring unter 20 Rockwell liegt hätte ich nicht gedacht - jedoch fühle ich mich in meinen Aussagen voll bestätigt.

Vielleicht kannst du ja mal eine kleine Stelle des alten Ringes polieren, kurz anätzen und unterm Mikroskop ansehen. Falls es eine Gusssorte ist, verrät die sich durch die C-Struktur sofort.

MfG
newtoolsmith

hobby
22.12.06, 13:07
Der Schnurdurchmesser sollte bei der Anwendung ca. 5% größer als die Nuttiefe sein. Geht natürlich nur bei einer Nut die breiter als tief ist und das wird wohl das Problem bei einer Kolbenring-Nut sein.

Das sich aber durch das Einlegen eines Stützrings in der Nut lösen liesse.


Zu früh abgedrückt:
Falls der Zylinder Schlitze bzw. Kanäle enthält kannst Du den O-Ring allerdings vergessen!

Balduin
22.12.06, 18:54
Hallo Akka

O-Ring als Kolbenring kannst du vergessen, der wird sich durch seinen runden Querschnitt "aufrubbeln". Was gehen könnte währe ein
X-Ring oder Quadring die sind Xförmig und drehen sich somit nicht.
Beim Teflonring brauchst du einen O-Ring als Vorspannfeder. Siehe http://www.busakshamban.de/busak_de/www/de/produkte/fluid-dichtsysteme/kolbendichtungen/Produkt-Detail_2_1262.jsp
Diese Glyd Ringe funktionieren sicher, wenn die Nutgeometrie passt.
Sind ja in vielen Hydrauliksystemen eingebaut. Der Dichtungsring ist kein reines PTFE genaue Materialbezeichnung kann ich besorgen, da wir in der Firma schon welche selber hergestellt haben.

Gruss Balduin

Holgi
25.12.06, 19:01
Guude!

@Akka: Mit der Shopmill habe ich noch nicht gearbeitet. Ich kenne nur die älteren Siemens, 3er, 6er, 7er, 8er, 810er. Phillips 432. Von Grundig (mittlerweile auch Heidenhain) die Millplus (baut auf der Phillips auf). Einige Steuerungen von Heidenhain. Im Dezember haben wir eine Mazak Variaxis500 mit MazatrolFusion bekommen. Wenn ich mit dieser Steuerung vertraut bin, werde ich darauf mal eine Spirale versuchen.
Eine Spirale kann man mit Parameterberechnung fräsen, wie das bei der Shopmill geht, weiß ich nicht, müßte aber auch funktionieren (evtl. mit ICP).
Falls du mal ein Programm für eine Spirale in DIN/ISO brauchst, kann ich Dir evtl. helfen, wir haben Mastercam auf der Arbeit, dort könnte ich ein Programm in DIN/ISO ausgeben und per email verschicken.

Was Du auch beachten solltest: Wie schon von Balduin geschrieben, die Nutgeometrie soll schon ganz gut passen, weil sonst der Kolbenring sich in der Nut bewegen kann und diese evtl. "ausnuddeln" kann.
Den Kolbenring kannst Du zb. ausmessen, indem Du ihn in den Zylinder einlegst (er ist dann unter Spannung) und den Innendurchmesser an mehreren Stellen mißt. Dann wieder herausnehmen und den Innendurchmesser nochmals messen. Die Differenz ist dann die evtl. Unrundheit des Kolbenrings.
In der Regel sind die Kolbenringe meistens aus Guss (gibt davon natürlich verschiedene Legierungen), deshalb sollte man beim Einsetzen eine Kolbenringzange benutzen, da sie leicht brechen.
Ich denke mal, daß der Lufthammer auch aus Guss ist, also würde sich die Paarung Guss/Guss durchaus anbieten.
Da dies kein Verbrennungsmotor ist und auch die Temperatur nicht so hoch, ist auch die Beanspruchung nicht so groß.
Wenn Du einen Teflonbeschichteten nimmst, sollte er aber schon gut in die Ringnut des Kolbens passen.

Schöne Weihnachten noch und einen guten Rutsch,

Holgi

Akka
27.03.07, 20:14
:hehe: Hallo nochmal,
hat einige Zeit gedauert, Aber um das Thema (vorerst) abzuschließen, daß wichtigste zuerst:
Der Hammer läuft schon seid gut zwei Monaten ohne Probleme.
Den Kolbenring habe ich aus Messing hergestellt.
Von Zeit zu Zeit guck ich mal oben in die Führung des Arbeitzylinders hinein ob noch alles knusprig ist. Der Messingkolbenring wird wahrscheinlich zwar nicht die Beste alternative sein, aber bis jetzt gab´s keine Probleme.
Mittlerweile habe ich mir auch eine Teflon-Welle mit dem passendem Durchmesser besorgt.
Wenn ich mal Zeit und Lust habe versuche ich daraus mal den Kolbenring zu bauen, ich denke mal das dies eine gute Alternative ist und man damit eigentlich nichts falsch und vor allem kaputt machen kann.
Nochmal Danke an alle die mir mit Ihren Erfahrungen weitergeholfen haben!

AKKA